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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötzinn Bestellung Pb haltig


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Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Grad eben wollte ich Lötzinn bestellen, da ich am Wochenende gemerkt 
habe dass 0.5er für SMD Arbeiten nicht sehr gut taugt.

Meine Lieblingslegierung ist natürlich bleihaltig. Ich kann die Produkte 
nicht mehr in den Warenkorb legen; bekomme eine Fehlermeldung - für 
Privatpersonen nur noch mit Genehmigung möglich.

Ist das jetzt eine EU weite Richtlinie?

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Bei Segor liegt bleihaltiges Lot noch im Regal...

Autor: Student (Gast)
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Philipp G. schrieb:
> Grad eben wollte ich Lötzinn bestellen, da ich am Wochenende
> gemerkt
> habe dass 0.5er für SMD Arbeiten nicht sehr gut taugt.
>
> Meine Lieblingslegierung ist natürlich bleihaltig. Ich kann die Produkte
> nicht mehr in den Warenkorb legen; bekomme eine Fehlermeldung - für
> Privatpersonen nur noch mit Genehmigung möglich.
>
> Ist das jetzt eine EU weite Richtlinie?

Nein, ist es nicht. Schon gar nicht bei Privatpersonen. Die Richtlinie 
ist bisher gültig für die Industrie und das auch nur bei neuen Designs. 
Bei Reparaturen darfst du immer noch mit bleihaltigem Lötzinn löten.
Ich würde mir einen anderen Lieferanten suchen, denn es gibt keinen 
Grund für dieses Verhalten (ausser, dass die wahrscheinlich an dem 
bleifreien Lot mehr verdienen).

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Danke.

Ja, ich habe denen angerufen, und die sagten mir, sie dürfen 
bleihaltiges Lot nicht mehr an Privatpersonen verkaufen.

Nun bin ich auf eBay.com und stelle fest, dass ich kein Noname Lot 
kaufen möchte.

Nach was soll ich nun suchen? Multicore, stannol?

Autor: lisukdagbf laskdj (Gast)
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Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Ich bin Schweizer und habe soeben das grosse C geprüft - auch 
Fehlanzeige.

Kennt jemand eine bevorzugte Marke? Reichelt scheidet aus wegen den 
hohen Versandkosten - nicht EU Land.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Student schrieb:
> Bei Reparaturen darfst du immer noch mit bleihaltigem Lötzinn löten.

Nicht wirklich.

Bei gewerblichen Reparaturen darfst/musst du mit dem Lot löten, mit dem 
die Baugruppe aufgebaut worden ist.

Privat als 'Student' kannst du machen was du willst.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Philipp G. schrieb:
> Ich bin Schweizer

Dann ist die "Kein-Blei-an-Privatkunden-Richtlinie" eine Schweizer 
Spezialität.

Autor: Hugo E. (Gast)
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Philipp G. schrieb:
> Reichelt scheidet aus wegen den
> hohen Versandkosten - nicht EU Land.

https://de.rs-online.com/web/c/werkzeuge/lot-entlotwerkzeuge/lote/?searchTerm=l%C3%B6tzinn%20bleihaltig

http://de.farnell.com/c/werkzeuge-werkstattbedarf/lottechnik/loten/lotdraht-lotzinn?rd=l%C3%B6tzinn

Es gibt also durchaus noch genügend Möglichkeiten und 
Hersteller/Lieferanten. Du kannst auch gerne selbst suchen...

Autor: Hugo E. (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Bei gewerblichen Reparaturen darfst/musst du mit dem Lot löten, mit dem
> die Baugruppe aufgebaut worden ist.

...und wenn die Baugruppe mit verbleitem Lot gefertigt wurde, dann 
darfst du nicht mit bleifreiem Lot ran, sondern MUSST sogar bleifreies 
verwenden.

Autor: Hugo E. (Gast)
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Hugo E. schrieb:
> sondern MUSST sogar bleifreies verwenden.

sorry, ich meinte natürlich bleihaltiges...

Autor: vn n. (wefwef_s)
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Philipp G. schrieb:
> Ist das jetzt eine EU weite Richtlinie?

Jain. Erbgutschädigende Substanzen dürfen nur noch an Privatpersonen 
abgegeben werden, wenn der Verkäufer einen Befähigungsnachweis besitzt, 
ähnlich wie z.B. auch bei Schädlingsbekämpfungsmitteln, die auch nicht 
jeder ohne weiteres verkaufen darf. Jetzt wollen viele Händler sich aber 
die paar Euro sparen, den Verkäufer auf den Kurs zu schicken, und dürfen 
damit halt z.B. kein Blei mehr an Privatpersonen verkaufen. Für die 
Händler ist es ja kein Problem, denn die reden sich einfach auf die böse 
EU raus, die ihnen das verbietet (obwohl das eine arg verbogene Wahrheit 
darstellt, denn prinzipiell darf der Händler es ja verkaufen).

Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Philipp G. schrieb:
> Ich bin Schweizer und habe soeben das grosse C geprüft - auch
> Fehlanzeige.
>
> Kennt jemand eine bevorzugte Marke? Reichelt scheidet aus wegen den
> hohen Versandkosten - nicht EU Land.

Hoi Philipp,

Vorschlag:

schick mir eine PN mit dem was Du von Reichelt brauchst. Ich lasse immer 
zu einem deutschen Arbeitskollegen liefern. Der bringt das dann zum Job 
am Tag darauf.

Die Versandkosten teilen wir hälftig.

Grüsse aus Luzern,
René

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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vn n. schrieb:
> Jain. Erbgutschädigende Substanzen dürfen nur noch an Privatpersonen
> abgegeben werden, wenn der Verkäufer einen Befähigungsnachweis besitzt,
> ähnlich wie z.B. auch bei Schädlingsbekämpfungsmitteln, die auch nicht
> jeder ohne weiteres verkaufen darf. Jetzt wollen viele Händler sich aber
> die paar Euro sparen, den Verkäufer auf den Kurs zu schicken, und dürfen
> damit halt z.B. kein Blei mehr an Privatpersonen verkaufen. Für die
> Händler ist es ja kein Problem, denn die reden sich einfach auf die böse
> EU raus, die ihnen das verbietet (obwohl das eine arg verbogene Wahrheit
> darstellt, denn prinzipiell darf der Händler es ja verkaufen).

Danke, das klingt einleuchtend.

René H. schrieb:
> schick mir eine PN mit dem was Du von Reichelt brauchst. Ich lasse immer
> zu einem deutschen Arbeitskollegen liefern. Der bringt das dann zum Job
> am Tag darauf.

Mach' ich gleich, vielen Dank schon mal.

Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei? Ich löte seid 30 
Jahren und den 'blei frei' Hype kenn ich nur weil ich dachte die 
Industrie macht das so um ROHS konform zu bleiben. Viele von uns haben 
ja auch noch Amalgam mit Quicksilber in der F... im Mund.

Geht es um die Dämpfe? Oder nimmt man Blei über die Haut auf?

Hugo E. schrieb:
> 
http://de.farnell.com/c/werkzeuge-werkstattbedarf/lottechnik/loten/lotdraht-lotzinn?rd=l%C3%B6tzinn

Geht nicht:

Selektion Verbraucher / Firma. Wenn Verbraucher, wird auf eine andere 
Seite weitergeleitet. Dort steht zur Wahl Land nur Deutschland oder 
Österreich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hugo E. (Gast)
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Philipp G. schrieb:
> Geht es um die Dämpfe? Oder nimmt man Blei über die Haut auf?

Um die Dämpfe kann es eigentlich nicht gehen, denn bei den 
Löttemperaturen verdampft das Blei nicht. Und die Flußmittel-Dämpfe von 
den bleifreien Loten sind noch viel schädlicher und aggressiver als die 
von den verbleiten.
Ein Argument laß ich gelten: Wenn man verbleites Zinn den ganzen Tag in 
der Hand hat und sich dann genüßlich die Finger ableckt, bekommt man 
logischerweise eine geringe Menge Blei ab. Aber da man sich nach dem 
Löten und vor dem Essen die Hände waschen sollte, ist das ganze auch nur 
ein Scheinargument.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Hugo E. schrieb:
> Ein Argument laß ich gelten: Wenn man verbleites Zinn den ganzen Tag in
> der Hand hat und sich dann genüßlich die Finger ableckt, bekommt man
> logischerweise eine geringe Menge Blei ab. Aber da man sich nach dem
> Löten und vor dem Essen die Hände waschen sollte, ist das ganze auch nur
> ein Scheinargument.

Als Kind hatte ich immer mit meinen Schneidezähnen lustige Rillenmuster 
in mein Lötzinn hineingeprägt.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Philipp G. schrieb:
> Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei?

Ab Seite 26: 
https://docplayer.org/44326071-Der-beitrag-der-zahnheilkunde-zu-den-arbeitsmedizinischen-bemuehungen-um-die-berufskrankheiten.html

Blei gilt inzwischen aber auch als krebsauslösend.

Blei im Fernseher oder Computer interessiert den Benutzer eigentlich 
nicht: Er kauft das Gerät im Plastikgehäuse und schmeisst es so wieder 
weg und er kommt in der Zeit gar nicht mit dem Blei in Berührung.

Nur der Hersteller und der Ort an dem es "entsorgt" wird.

Aber der Hobbybastler fasst das Blei an, und wäscht sich bekanntlich vor 
dem Essen nicht die Hände, der nimmt mehr Blei auf als in der Produktion 
von Elektronik Beschäftigte.

Schon aus Eigeninteresse sollte gerade der Hobbybastler für die endlich 
verfügbaren bleifreien Lote dankbar sein.

Es ist schwieriger damit zu löten ? Ist das nicht ein Zeichen von 
Kunstfertigkeit, an statt immer nur dumm im Leben den einfachsten Weg zu 
gehen ?

Autor: Schlangenbeschwerer (Gast)
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Andreas S. schrieb:

> Als Kind hatte ich immer mit meinen Schneidezähnen lustige Rillenmuster
> in mein Lötzinn hineingeprägt.


...und jetzt geht's mit Gebiss munter weiter!
:)

Autor: Gustav K. (hauwech)
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Philipp G. schrieb:
> Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei?

Die Entsorgung: Elektronikschrott wird der Einfachheit halber in ärmere 
Entwicklungsländer exportiert und dort verbrennen sie das Zeugs auf der 
Müllhalde. Möglicherweise ist Recycling von Platinenschrott auch bei uns 
problematisch, wenn das Lot Blei enthält.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Schlangenbeschwerer schrieb:
> ...und jetzt geht's mit Gebiss munter weiter!

Nein, die Schneidezähne sind noch völlig in Ordnung, abgesehen von ein 
paar ausgefransten Stellen, die durch das Kabelabisolieren entstanden 
sind. Mittlerweile, d.h. seit deutlich über 30 Jahren, bin ich aber auch 
auf Abisolierzange/Seitenschneider/Messer umgestiegen.

Autor: Schlangenbeschwerer (Gast)
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Gustav K. schrieb:
> Philipp G. schrieb:
>> Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei?
>
> Die Entsorgung: Elektronikschrott wird der Einfachheit halber in ärmere
> Entwicklungsländer exportiert und dort verbrennen sie das Zeugs auf der
> Müllhalde.

Ja, das ist schlimm, daß es in der ganzen EU keine zerr-tifizierten 
Betriebe gibt, die sich auf das Recycling von Elektronikbaugruppen 
spezialisiert haben.
Dafür gibt es jede Menge Propaganda-Fabriken, die den hiesigen Markt mit 
ihren Erzeugnissen fluten. Aber eben strikt bleifrei.

:(

Autor: руки верх! (Gast)
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Meine Freunde Smith und Wesson mögen bleifrei auch nicht!

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Michael B. schrieb:
> Aber der Hobbybastler fasst das Blei an, und wäscht sich bekanntlich vor
> dem Essen nicht die Hände, der nimmt mehr Blei auf als in der Produktion
> von Elektronik Beschäftigte.

Das ist aber nur bei ganz speziellen Hobbybastlern der Fall...

Der industrielelle Handlöter hat 8 Stunden am Tag Lötzinn in der Hand, 
der Hobbybastler mal 2-3 Stunden am Tag, dann mal zwei Wochen gar nicht, 
dann mal wieder ein Stündchen...
Und dass Hobbybastler grundsätzlich mit ungewaschenen Händen essen, ist 
doch eher NICHT "bekanntlich".

Autor: Klaus (Gast)
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Gustav K. schrieb:
> Philipp G. schrieb:
>> Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei?
>
> Die Entsorgung:

Offiziell gings darum. In Wirklichkeit war es ein Versuch, asiatische 
Lieferanten zurückzudrängen. Nun waren die aber so schnell in der 
Umsetzung, daß dieser Versuch komplett missglückt ist. Dafür haben sie 
im Gegenzug eigene Regeln aufgestellt, die mit den EU-Regeln nicht 
kompatibel sind und uns die Exporte massiv erschweren.

Die EU operiert bei Handelsaueinandersetzungen gern mit Umwelt- und 
Verbraucherschutz als Vorwand, siehe Chlorhähnchen. Die Amis benutzen da 
die "nationale Sicherheit", nicht erst seit Trump.

MfG Klaus

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Philipp G. schrieb:
> Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem an Blei?
das Problem ist schon, dass Schwermetalle nix in der Umwelt zu suchen 
haben.

Es ist ja auch nicht damit getan, Elektronikschrott korrekt zu recyceln.
Ein ordentlicher Teil wird ja doch in den Hausmüll entsorgt und wird 
somit auf Halde gebracht, wo dann die Schwermetalle doch wieder 
ausgelöst werden und im Untergrund verschwinden (irgend wo kommt das 
dann auch wieder ans Tageslicht).

Auch bei der Verbrennung von Müll sind Schwermetalle ein echtes 
Ärgernis.

Von der Variante Billigentsorgung in Zentralafrika mal ganz zu 
schweigen.

Das man also die riesigen Mengen an Elektronik, welche Jahr für Jahr 
zusammengelötet werden RoHS-Konform an den Mark bringen muß, finde ich 
schon gut. Nur die Blüten, die das an manchen Stellen treibt, können 
auch nerven.
Gruß Öletronika

: Bearbeitet durch User
Autor: Klaus (Gast)
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U. M. schrieb:
> Das man also die riesigen Mengen an Elektronik, welche Jahr für Jahr
> zusammengelötet

Das ist eigentlich nur eine Marginalie, bezogen auf das Blei. Die Jäger 
hinterlassen ein vielfaches davon in den Wäldern. Auch die 
Auswuchtgewichte (früher auch aus Blei) an den 160 Millionen Autorädern 
(und nochmal soviel an den Winterräder) dürfte massiv mehr sein, als die 
Elektronik.

MfG Klaus

Autor: Dussel (Gast)
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Klaus schrieb:
> Die Jäger hinterlassen ein vielfaches davon in den Wäldern.
Das zweifle ich stark an. Die Bleinutzung der 300000 Jäger kommt 
wahrscheinlich noch nichtmal an das Blei des Elektronikschrotts von 
80000000 Menschen ran, geschweige denn, dass es ein Vielfaches davon 
ist.

Bei vielen Einsatzgebieten kann man das Blei auch leicht trennen. 
Auswuchtgewichte kann man wieder lösen, Bleiblöcke von Bleigurten muss 
man nichtmal trennen.
Aus gelöteter Elektronik kriegt man das Blei nicht mehr gut raus. Da es 
für fast alle Einsatzgebiete gute Alternativen gibt, sehe ich auch 
keinen Grund für den Einsatz von Blei in der Elektronik.

Autor: Schlangenbeschwerer (Gast)
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Bei Fahrzeugen kommt auch noch der Bleifuß des Fahrers dazu.

Autor: Nautilus (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Schon aus Eigeninteresse sollte gerade der Hobbybastler für die endlich
> verfügbaren bleifreien Lote dankbar sein.

Hatte das Blei im Lötzinn nicht einen Sinn?
Eutektikum ist das Zauberwort.
Es besagt, dass die Schmelztemperatur dieses Gemisches kleiner ist als 
die der einzelnen Komponenten.
Der Temperaturunterschied zum bleifreien Zinn ist größer als 40 Kelvin.
Der Hobbyelektroniker ohne hochwertige Lötstation "grillt" dabei leicht 
unabsichtlich ein empfindliches Bauteil.

Autor: Hugo E. (Gast)
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Dussel schrieb:
>> Die Jäger hinterlassen ein vielfaches davon in den Wäldern.
> Das zweifle ich stark an. Die Bleinutzung der 300000 Jäger kommt
> wahrscheinlich noch nichtmal an das Blei des Elektronikschrotts von
> 80000000 Menschen ran, geschweige denn, dass es ein Vielfaches davon
> ist.

Das gilt dann auch für die weltweite Kriegsmaschinerie, nur daß deren 
Bleirückstände ein Vielfaches der Rückstände des Elektronikschrottes 
beträgt.
Aber lassen wir das, sonst wird's politisch...

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Dussel schrieb:
> Das zweifle ich stark an. Die Bleinutzung der 300000 Jäger

Ca. 3000-4000 Tonnen pro Jahr.

> kommt wahrscheinlich noch nichtmal an das Blei des Elektronikschrotts
> von 80000000 Menschen ran, geschweige denn, dass es ein Vielfaches
> davon ist.

Gut möglich, aber das Blei der Jäger landet auf unserem Teller.

> Bei vielen Einsatzgebieten kann man das Blei auch leicht trennen.

Du meinst, du sammelst die danebengeschossenen Schrotkugeln wieder aus 
dem Unterholz des Waldes oder vom Grund des Sees ? Nur zu.

Autor: Dussel (Gast)
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Nautilus schrieb:
> Der Temperaturunterschied zum bleifreien Zinn ist größer als 40 Kelvin.
> Der Hobbyelektroniker ohne hochwertige Lötstation "grillt" dabei leicht
> unabsichtlich ein empfindliches Bauteil.
Wenn man es nicht kann, ja. Ich würde Anfängern auch zu bleihaltigem 
Lötzinn raten, auch weil man da die Kontrolle mit der spiegelnden 
Oberfläche hat.
Aber aktiver Anfänger ist man ja im Allgemeinen nur kurzzeitig.

Michael B. schrieb:
> Gut möglich, aber das Blei der Jäger landet auf unserem Teller.
Ja und? An den meisten Stellen, an denen es unbeabsichtigt landet, ist 
es schlecht.

Michael B. schrieb:
> Du meinst, du sammelst die danebengeschossenen Schrotkugeln wieder aus
> dem Unterholz des Waldes oder vom Grund des Sees ? Nur zu.
Wie kommst du darauf?

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Klaus schrieb:
> Das ist eigentlich nur eine Marginalie, bezogen auf das Blei.
Das sicher nicht. Die Menge an Elekttronikprodukten geht in Mio. Tonnen.
Lötzinn wir in Größenordnung von hunderttausenden Tonnen verbraucht.

Das Problem von Elektronikschrott ist vor allen die punktuelle hohe 
Belastung an den Orten, wo das Zeugs verbrannt oder deponiert wird.

> Die Jäger hinterlassen ein vielfaches davon in den Wäldern.
Naja, Elektronik kommt ja auch nicht direkt in den Wald ;-)

Ich halte das Argument auch für eine Übertreibung bzw. für einen Mythos, 
der in solcher Diskussion jedesmal zitiert wird. Hast du belegbare 
Zahlen?

Aber auch das Thema bleifreie Jagdmunition wird ja ersthaft diskutiert 
und in machen Gegenden ist das schon Gesetz.
http://www.ml.niedersachsen.de/service/pressemitteilungen/niedersachsen-fuehrt-bleifreie-jagd-im-landeswald-ein--115277.html

Es ist in dem Zusammenhang also nach der Abschaffung von Bleirohren in 
der Installationstechnik, verbleiter Kraftstoffe, der akuten Reduzierung 
bleihaltiger Elektroniklote nun auch Zeit, Bleimunition bei der Jagd 
deutlich einzuschränken.

> Auch die Auswuchtgewichte (früher auch aus Blei) an den
> 160 Millionen Autorädern (und nochmal soviel an den Winterräder)
> dürfte massiv mehr sein, als die Elektronik.
Die fallen doch aber nicht einfach so unterweg ab, oder?
Das meiste wird bei der Trennung von Felgen und Reifen wieder 
eingesammelt.

Ich finde Argumentatione, die nur darauf abzielen, das eine Schweinerei 
legitimiert werden kann, weil es noch andere größere Schweinereinen 
gibt, nicht gerade zielführend.

Gruß Öletronika

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Autor: Schreiber (Gast)
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U. M. schrieb:
> Es ist in dem Zusammenhang also nach der Abschaffung von Bleirohren in
> der Installationstechnik, verbleiter Kraftstoffe, der akuten Reduzierung
> bleihaltiger Elektroniklote nun auch Zeit, Bleimunition bei der Jagd
> deutlich einzuschränken.

dumm nur, dass bleifreie Geschosse viel härter sind und daher öfter und 
schneller vom ziel abprallen.
Langfristig dürfte das Verbot dazu führen, dass es minimal weniger 
Gesundheitsschöden durch chemisch/biologisch wirkende Bleivergiftung 
gibt; dafür aber sehr viel mehr durch mechanisch wirkende Eisen- oder 
Kupfervergiftung...

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Schreiber schrieb:
> U. M. schrieb:
>> Es ist in dem Zusammenhang also nach der Abschaffung von Bleirohren in
>> der Installationstechnik, verbleiter Kraftstoffe, der akuten Reduzierung
>> bleihaltiger Elektroniklote nun auch Zeit, Bleimunition bei der Jagd
>> deutlich einzuschränken.
>
> dumm nur, dass bleifreie Geschosse viel härter sind und daher öfter und
> schneller vom ziel abprallen.
> Langfristig dürfte das Verbot dazu führen, dass es minimal weniger
> Gesundheitsschöden durch chemisch/biologisch wirkende Bleivergiftung
> gibt; dafür aber sehr viel mehr durch mechanisch wirkende Eisen- oder
> Kupfervergiftung...

Fokusierung des Risikos auf den Verursacher und Gefährten gegenüber 
einer (langfristigen) Vergiftung der Allgemeinheit.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Vielleicht sollte man sich überlegen wieviel wirklich nutzlose 
Elektronikprodukte überhaupt nicht gebaut werden sollten und auf den 
Markt geworfen werden dürften.  Und vielleicht wäre 
reparaturfreundliches Design und Ersatzteile und modulares Design, so 
daß Baugruppen selektiv ausgetauscht werden könnten und eine vernünftige 
Reparaturpolitik ein guter Anfang, als sich das Gewissen mit RoHs und 
Co. Flausen zu erleichtern zu suchen und sich was vormachen.

Der heutige unnötige Elektroniküberfluß und Konsumer Waren Politik ist 
einfach skandalös und langzeitfristig untragbar und unverantwortlich.

Es muß nicht sein, daß z.B. LCD Flachfernseher wegen Trivialien 
aufgegeben werden müssen. Zweckmässiger Baugruppenaustausch sollte 
Pflicht sein. Software Upgrade freundliches Design müßte auch Pflicht 
sein, so daß unnötige Obsoleszenz vermieden werden könnte.

Langzeit Standards wie DAB/DTV müßten Voraussetzung sein, so daß nicht 
alle 10 Jahre alles regelmäßig weggeschmissen werden muß wie es zur Zeit 
scheinbar der Brauch ist. Mit Analog Radio und TV kam man ja auch lange 
aus. Digital ist keine Entschuldigung für Kurzzeit Produktpolitik.

Hersteller müßten verpflichtet sein, Batterieaustausch ökonomisch oder 
durch den Benutzer möglich zu machen.

Vielleicht würde das zu einer geringeren Umweltbelastung durch Löten und 
Elektronik beitragen. Aber solange unbeschränkte Herstellung in fernen 
Ländern unterstützt und davon profitiert wird, ist wahrscheinlich Hopfen 
und Malz verloren.

Und, und, und...

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael B. (laberkopp)
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Schreiber schrieb:
> dumm nur, dass bleifreie Geschosse viel härter sind und daher öfter und
> schneller vom ziel abprallen.
> Langfristig dürfte das Verbot dazu führen, dass es minimal weniger
> Gesundheitsschöden durch chemisch/biologisch wirkende Bleivergiftung
> gibt; dafür aber sehr viel mehr durch mechanisch wirkende Eisen- oder
> Kupfervergiftung...

Du musst Jäger sein, die erzählen gerne Jägerlatein.

Tombakgeschosse sind gleich weich wie Blei, nur leichter, also klar 
ungefährlicher. Vollkupfer ist sogar weicher.

Und Blei ist ein massives Problem:

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article2755422/Bleimunition-vergiftet-geschuetzte-Riesengreife.html

Beitrag #5475129 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5475157 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5475170 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: michael_ (Gast)
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Das Bleiverbot im Handel hat nichts mit dem Platinenzinn zu tun.
Sondern ist einigen Beamten das Bleigießen zum Jahreswechsel geschuldet.

Es sollen da ja reihenweise Kinder an dem Blei geleckt haben und sind 
danach verkrüppelt.
Ich habe dann mir noch schnell eine Rolle gekauft, die reicht bis zum 
abnippeln.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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michael_ schrieb:
> Sondern ist einigen Beamten das Bleigießen zum Jahreswechsel geschuldet.

… welches bereits seit vielen Jahren gar kein Blei mehr enthält.  Ist
ja dafür auch gar nicht nötig, aber zum letzten Jahreswechsel musste
da mal die Sau durchs Dorf getrieben werden und alle haben die Ente,
dass „Bleigießen“ nun verboten würde, freudig aufgegriffen.

Ansonsten ist Blei halt seit einiger Zeit nun auch in metallischer
Form als Gift eingestuft worden (wurde ja weiter oben erwähnt).  Ist
wie mit der DSGVO: die entsprechende Einstufung erfolgte bereits vor
Jahren, nur die Übergangsfrist lief im März dieses Jahres aus.

Hugo E. schrieb:
> ...und wenn die Baugruppe mit verbleitem Lot gefertigt wurde, dann
> darfst du nicht mit bleifreiem Lot ran, sondern MUSST sogar bleihaltiges
> verwenden.

Ist übrigens auch Quatsch.  Das einzige, was man damit nicht benutzen
darf, sind bismuthaltige Lote, denn dann geht die Schmelztemperatur
massiv nach unten.  Die allgemein üblichen Reinzinn- oder SAC-Lote
kannst du völlig problemlos in bleihaltige Lote hineinlegieren, ohne
dass da irgendwas böses passieren würde.  Bismut gibt's zwar durchaus
auch noch, aber das sind dann Speziallegierungen für besonders geringe
Löttemperatur.

Autor: michael_ (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Die allgemein üblichen Reinzinn- oder SAC-Lote
> kannst du völlig problemlos in bleihaltige Lote hineinlegieren, ohne
> dass da irgendwas böses passieren würde.

Kommt darauf an, was du unter böses passieren verstehst.
Wenn mann einer Legierung zusätzlich etwas hineinlegiert, sinkt der 
Schmelzpunkt.
Ist so.
Und die mechanische Stabilität verändert sich auch.
Evtl. undefinierbar.

Bei Lötstellen an Hochlastwiderständen u.ä. wäre ich vorsichtig.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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michael_ schrieb:
> Bei Lötstellen an Hochlastwiderständen u.ä. wäre ich vorsichtig.

Da ist bleifreies Lot ein Vorteil. Es schmilzt nicht so leicht,
der Widerstand lötet sich nicht so leicht selbst aus.

Aber bleifrei ist ja böse...

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Gerhard O. schrieb:
> Hersteller müßten verpflichtet sein, Batterieaustausch ökonomisch oder
> durch den Benutzer möglich zu machen.

Tja, es gibt in Europa ElektroG Paragraph 4 Absatz 2:
"Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit 
Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind so zu 
gestalten, dass eine problemlose Entnehmbarkeit der Batterien
und Akkumulatoren sichergestellt ist."

Während VW in den USA verklagt und bestaft wird, lässt man Apple hier 
alles durchgehen.

Zwar steht dort nur Entnehmbarkeit, nicht wechseln oder Einbau, da aber 
bereits Werkzeug wie ein Schraubendreher als nicht laienbedienbar gilt, 
ist im Gesetz glasklar, daß man es mit der Hand öffnen können muss um 
die Batterie zu entnehmen, und wie man das macht, muss in der 
Bediennungsanleitung stehen.

Wenn dann wie beim Braun Rasierer die Anschlüsse abgerissen sind und das 
Gerät wegwerfbar ist, hat der Hersteller zwar alles für eine vorzeitige 
Obsoleszenz gemacht, aber mich auch das letzte mal als Kunden gesehen.

Autor: nachtmix (Gast)
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Klaus schrieb:
> Die EU operiert bei Handelsaueinandersetzungen gern mit Umwelt- und
> Verbraucherschutz als Vorwand, siehe Chlorhähnchen. Die Amis benutzen da
> die "nationale Sicherheit", nicht erst seit Trump.

So ist es.

Mengenangaben für das bis in die jüngere Vergangenheit als 
Kraftstoffzusatz verwendete Tetraethylblei sind nur noch schwer zu 
finden, aber hier 
https://www.moz.de/landkreise/havelland/rathenow/rathenow-artikel/dg/0/1/1503985/ 
wird mit einigem Stolz verkündet, dass  allein in der DDR die dort 
geschilderte Anlage pro Jahr bis zu 6000 Tonnen dieser höchst giftigen 
Bleiverbindung produziert hat.

Bei einem Bleigehalt von 81% entspricht das fast 5000 Tonnen reinen 
Bleis -pro Jahr(!)-, die mit den Auspuffgasen zuerst in der Luft und 
später im Erdboden verteilt wurden.

Wegen des stärkeren Motorisierung werden die Zahlen im Westen höher 
gewesen sein.

Personen, die in der Nähe von stark befahrenen Straßen lebten, hatten 
nicht selten ohne es zu wissen eine Bleivergiftung.
Da es nicht weiter auffällt, wenn die gesamte Bevölkerung gleichmäßig 
verblödet, hat man das lange Zeit stillschweigend in Kauf genommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tetraethylblei

Autor: Max S. (maximus-minimus)
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also ich löte wirklich viel QFP und SMD etc..
Mal ganz ehrlich...die aktuellen Bleifreien Mischung sind völlig 
problemlos zu verabeiten, wie das alte Bleihaltige.
Evtl bringt eine neue Lötspitze oder Lötstation was?
ICh gibt eigentlich keinen Grund mehr, weiterhin auf das Bleihaltige zu 
setzen.
Kauf Dir von verschiedenen Marken und Typen Bleifreies und schau mit 
welchem Du am besten zurecht kommst.
Und kaum bei der gelegenheit ein Flussmittelgel für QFP Lötungen :-)

Autor: npn (Gast)
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Max S. schrieb:
> ICh gibt eigentlich keinen Grund mehr

Max S. schrieb:
> Und kaum bei der gelegenheit

Du solltest deine Autokorrektur abschalten. :-)))

Autor: Hugo E. (Gast)
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Michael B. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Bei Lötstellen an Hochlastwiderständen u.ä. wäre ich vorsichtig.
>
> Da ist bleifreies Lot ein Vorteil. Es schmilzt nicht so leicht,
> der Widerstand lötet sich nicht so leicht selbst aus.
>
> Aber bleifrei ist ja böse...

Michael schrieb nicht von bleifrei, sondern von Legierungen aus 
verschiedenen Lötzinn-Sorten. Und dort sinkt der Schmelzpunkt. Teilweise 
erheblich sogar. Deswegen die Bemerkung über die Lötstellen an 
Hochlastwiderständen.
Und ja, in diesem Falle ist bleifrei wirklich böse.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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michael_ schrieb:

> Kommt darauf an, was du unter böses passieren verstehst.
> Wenn mann einer Legierung zusätzlich etwas hineinlegiert, sinkt der
> Schmelzpunkt.

Bezogen auf was?

Bezogen auf das SAC-Lot: natürlich, aber minimal landest du bei dem,
was du mit dem Blei-Zinn-Lot sowieso schon hattest, 183 °C.

Bezogen auf das vorherige Blei-Zinn-Lot: nein, da steigt er an.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hugo E. schrieb:
> dort sinkt der Schmelzpunkt. Teilweise erheblich sogar.

Wie oben schon geschrieben: der sinkt nur, wenn man bismuthaltiges
Lot benutzt.  Das Zeug war in der Anfangszeit der bleifreien Lote mal
ein wenig präsent, weil man damit mit einer entsprechenden Legierung
hätte weiterhin bei zu Blei-Zinn vergleichbaren Temperaturen arbeiten
können.  Hat sich aber überhaupt nicht durchgesetzt, mittlerweile lebt
die Industrie problemlos damit, mit ca. 30 K mehr zu arbeiten, und
damit ist das vergleichsweise teure bismuthaltige Lot ziemlich von
der Bildfläche verschwunden.

Man bekommt es schon noch, aber als Sonderlot, welches man kaum mal
irgendwo „aus Versehen“ kauft.

Aus ebendieser Anfangszeit stammt allerdings noch die Warnung: „Löte
nie bleihaltige Lötstellen mit bleifreiem Lot!“, die sich bei den
Leuten so festgesetzt hat.

Die ternäre Legierung aus Bismut, Blei und Zinn hat ein Eutektikum
von 98 °C, „Roses Metall“.  Andere übliche Legierungszusätze als
Bismut bieten nicht so niedrige Schmelzpunkte.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Hugo E. (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Wie oben schon geschrieben: der sinkt nur, wenn man bismuthaltiges
> Lot benutzt.

Das wusste ich nicht. Danke

Ich kannte eben nur den Grundsatz, niemals bleifrei mit verbleitem Lot 
zu mischen, weil dann der Schmelzpunkt sinken würde.

Wieder was gelernt :-)

Beitrag #5475589 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Maik .. (basteling)
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Ich habe vor einer Stunde meine Autobatterie gewechselt. (Sommerliche 
Austrocknung..)
Danach richtig dunklen Bleiabrieb von den Polklemmen an den Fingern.
Es Handwaschpaste und Handschutzpaste vorab. Also alles kein Problem.

Mal sehen wann das verboten wird.
Battteriesäure bekommt man ja mittlerweile auch nur noch unter echten 
Problemen gekauft.

Oder ob ich bald einen Nachmittagskurs zum Fingerwaschen nach dem 
Batterieausbauen bei einem (unseriösen) Bildungsträger belegen muß - um 
einen "Batteriewechsel- und Erwerbsschein" ** zu beantragen. Wird bei 
meinen Oldtimern dann interessant...

**(So ähnich wie der Feuermelderaufhängekurs)

Es ist zum schreien. Ich weiß schon - warum ich Populist aus ganzem 
Herzen bin.


P.S.. hochwertiges Bleilot habe ich mir damals bei der Verbotsankündung 
vor gut 15-20 Jahren in Summe 2kg in die Schublade gelegt. Langsam wird 
das alle. Sollte ich vielleicht wieder bevorraten..

P.P.S. Fuiner weg von dem Billigot. Das kann man auf Rollen nur als 
Senkblei verwenden.

Einen schönen Sommertag wünscht




Und noch ein Nachtrag zu einem der vorigen Beiträge:

Wichtiger wäre eine Reparatur (zu Maximalpreisen signifikant unter dem 
Geräteneupreis) Schaltplanveröffentlichungs- und 
Ersatzteilvorhalteverpflichtung mit empfindlichen Geldstrafen im 
Zuwiderhandlungsfall. Damit könnte man Ramschelektronik - die besser nie 
hätte gebaut oder importiert werden dürfen- ggfs. eindämmen.

Das wäre dann mal sinnvolle Regulierung.
Stattdessen dann einige überregulierende andere Vorschriften / Normen 
entfernen und dort eher den amerikanischen Weg mit abschreckenden 
Strafen im Schadensfall gehen.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Maik .. schrieb:


> Wichtiger wäre eine Reparatur (zu Maximalpreisen signifikant unter dem
> Geräteneupreis) Schaltplanveröffentlichungs- und
> Ersatzteilvorhalteverpflichtung mit empfindlichen Geldstrafen im
> Zuwiderhandlungsfall. Damit könnte man Ramschelektronik - die besser nie
> hätte gebaut oder importiert werden dürfen- ggfs. eindämmen.
>
> Das wäre dann mal sinnvolle Regulierung.


Unterschreibe ich!

MfG Paul

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Hi,

michael_ schrieb:
> Das Bleiverbot im Handel hat nichts mit dem Platinenzinn zu tun.
> Sondern ist einigen Beamten das Bleigießen zum Jahreswechsel geschuldet.
>
> Es sollen da ja reihenweise Kinder an dem Blei geleckt haben und sind
> danach verkrüppelt.
> Ich habe dann mir noch schnell eine Rolle gekauft, die reicht bis zum
> abnippeln.

Stimmt zwar auch nicht so ganz, aber ist definitiv NÄHER dran als die 
Argumentation mit ROHS und Co.

Oder um es ganz deutlich zu sagen: Das "Verkaufsverbot an privat" für 
Bleihaltige Lötzinne hat NICHTS, aber wirklich GAR NICHTS mit 
irgendwelchen speziellen Regelungen für die elektronik-/Elektroindustrie 
zu tun.
Es ist einfach eines von vielen anderen Produkten aus den 
verschiedensten Bereich die davon betroffen sind.

Das ganze haben wir um Silvester herum ja schon mal durchgekaut.
Ich habe dazu in diesem Betrag ja schon mal etwas zur Rechtsgrundlage 
hergeleitet:
Beitrag "Re: Jetzt noch bleihaltiges Lötzinn bunkern?"

Thread dazu: "Jetzt noch bleihaltiges Lötzinn bunkern?"
Beitrag "Jetzt noch bleihaltiges Lötzinn bunkern?"


Es gibt ja für jeden Stoff eine Gefahreneinstufung. Heute sind das die 
H- Sätze, früher die R- Sätze. (Die P bzw. S Sätze sind die Folge der 
Gefahreneinstufung) Davon hängen die entsprechenden Warnbildchen (heute 
weiß/rot, früher Orange/Schwarz)
Wie von Vn. n. angedeutet ist festes(solides) Blei mittlerweile als 
"H360FD Fruchtschädigend" eingestuft. NAch der alten und immer noch 
bekannteren Definition hätte es damit ein T und einen Totenkopf 
bekommen.
Oder anders gesagt: Blei gilt nun als GIFT und nicht mehr als "nur" 
Gesundheitsschädlicher Gefahrstoff. (Was im Sinne des Gesetzes Gift oder 
"nur" Gefahrstoff ist, das ist klar definiert)
Diese Änderung der Einstufung ist im April 2018 auf Wunsch des 
EU-Mitgliedstaates "Schweden" vorgenommen worden.

GIFTE dürfen in Deutschland an PRIVATPERSONEN aber ausschließlich von 
Inhabern einer "Gifthandelserlaubnis" abgegeben werden. Diese 
Gifthandelserlaubnis setzt eine Sachkunde vorraus die man über eine 
Spezielle Prüfung oder aber durch den Ausbildungsabschluss als Drogerist 
nachweisen kann. Auch Apotheker gelten als Sachkundig.
Aprobierter Apotheker die eine (genehmigte Apotheke) betreiben haben 
diese Erlaubnis automatisch mit der Betriebsgenehmigung für die Apotheke 
erhalten, alle anderen müssen die gesondert beantragen.

Dazu darf der Verkauf von Giften an Privatpersonen NICHT auf dem 
Versandweg erfolgen sondern setzt ZWINGEND den Thekenverkauf durch eine 
nachgewiesenermaßen sachkundige Person voraus. Zusätzlich gibt es 
strenge DokumentationsPflichten. Daher gibt es absolut gar keine legale 
Möglichkeit mehr für Firmen wie Reichelt & Co. Bleihaltiges Lötzinn auf 
den Versandweg an privat zu liefern!
(Fundstelle:
Verordnung über Verbote und Beschränkungen des Inverkehrbringens und 
über die Abgabe bestimmter Stoffe, Gemische und Erzeugnisse nach dem 
Chemikaliengesetz (Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV)
Anlage 2 (zu §§ 5 bis 11) Anforderungen in Bezug auf die Abgabe
- Eintrag 1)

Chemikalienrechtlich wäre die Apotheke damit nun der geeignete Ort um 
als Privatmensch legal bleihaltiges Lot zu bekommen. Vielleicht nehmen 
die Pharmagroßhandlungen es ja nun als Produkt auf ;-) ?

Bei den Verkauf von Giften an GEWERBE, Berufsmäßige Verwender, 
Forschungseinrichtungen usw. ist das anders. Da reicht es wenn es in dem 
Verkaufenden Betrieb EINEN EINZIGEN Sachkundigen Mitarbeiter gibt. Es 
ist KEINE Gifthandelserlaubnis notwendig und der Verkauf darf auf dem 
Versandweg erfolgen! Daher hat diese Gruppe keine Probleme noch diese 
Produkte zu bekommen. Es wird nur wohl so kommen das durch den immer 
kleiner werdenden Markt einige Firmen das kpl. aus dem Sortiment nehmen 
und andere die Preise erhöhen. (Ist ja schon seit Einführung der 
bleifreien Lote zu beobachten)

Das aus meiner sicht "verrückte" ist dabei das diese Einstufung sich 
ausschließlich auf die Wirkung auf ungeborene Kinder (Föten) bezieht. Es 
geht bei der ganzen "Verbots-"Sache nur darum das verhindert werden soll 
das schwangere Frauen den Stoff "Blei" zu sich nehmen.
Was ja dadurch geschehen KÖNNTE das diese Personengruppe den ganzen Tag 
in der Freizeit mit Bleihaltigen Lötzinn bastelt und sich dann die 
Finger im Anschluss sauberleckt statt die Hände zu waschen.
Wobei das wie gesagt nur in der Freizeit gilt, den im Beruf, z.b. als 
Lötkraft beim Bestücker (für Produkte mit ROHS Ausnahmestatus) oder in 
einem Reparaturbetrieb haben die ja scheinbar entweder die notwendige 
Vorsicht die beim Feierabend schlagartig vergessen wird oder die 
notwendige Immunität die beim Feierabend verschwindet.

Die viel reellere Gefahr das spielende Kinder an bleihaltigen 
Metallteilen (Bleigießen, Lötdraht usw.) lecken oder Teile verschlucken 
spielt dabei genausowenig eine Rolle wie der ganze ROHS Kram oder 
irgendeine Umweltgesetzgebung. Es geht einzig und allein um die neu 
hinzugenommene Einstufung "H360FD-Fruchtschädigend".
(Aus dem selben Grund ist z.b. Borax in Deutschland für Privatleute nur 
noch schwer bis gar nicht erhältlich)

Wobei die "neue" Chemikalienverbotsverordnung die Abgabe an privat 
zumindest im Thekenverkauf durch Sachkundige für diese H360 Stoffe 
wieder erlaubt. Nach der alten Verordnung die bis Januar2017 galt war 
z.b. die Abgabe von Borax nach der Änderung der Einstufung für 
Privatleute gar nicht mehr legal käuflich, und für bleihaltiges Lötzinn 
wäre es ab April 2018 das selbe gewesen.

Aber um das ganze auf die Spitze zu treiben gibt es eine ganz einfache 
Methode das alles zu umgehen (genauso wie die Bezugsproblematik bei H2O2 
und anderen Stoffen)
10 Euro beim Gewerbeamt hinterlgen und Gewerbeschein holen. Jedes Jahr 
15 Minuten zusätzlich für den Mehraufwand beid er Steuererklärung muss 
man auch noch einplanen(Mehr ist das nicht wenn man nicht wirklich aktiv 
ist). Damit sind all die ganzen Abgabeverbote hinfällig...
Was auf dem Gewerbeschein steht ist dabei völlig Wumpe. Es kann auch 
"Alleinunterhalter", "Putzdienst" oder "Dönerstand" draufstehen

Gruß
Carsten

Autor: Sa R. (sarox)
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Oje, hab grade den Thread gesehen und er ist mir zu lang zum ganz lesen.

Kurze Frage:

Ich hab Blödsinn-Rollen voriges Jahr in der Bucht verkauft. Ist es ein 
Problem von Privat in der Bucht 60/40-er zu verkaufen?

73! DL8xxx (Sorry, will anonym bleiben)

: Bearbeitet durch User
Autor: ZF (Gast)
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Danke Carsten!
Wie ist das mit Autobatterien? Ist "verpacktes" Blei / Bleiverbindungen 
auch betroffen und dürfen Autobatterien nur noch von besonders 
geschulten und geprüften Teilehändlern an privat verkauft werden?

Autor: g457 (Gast)
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> [..] dürfen Autobatterien nur noch von besonders geschulten
> und geprüften Teilehändlern an privat verkauft werden?

Autobatterie selber tauschen?? Wo denkst Du hin? Das darf natürlich nur 
der akkreditierte Servicebetrieb gegen Zahlung einer mindestens 
dreistelligen Aufwandsentschädigung. Ergo brauchts auch keine Abgabe 
mehr an Privat. Sind ja auch viel zu gefährlich diese Bleiakkus. Soeiner 
wenn Dir auf den Zeh fällt, da is des Gschroa gros..

Spaß beiseite. Es ist gut, dass Blei endlich verdrängt wird. Das gilt 
auch für Lötzinn. Stellt euch nicht an und lernt endlich mit Bleifrei zu 
löten. Das ist - zugegeben - ∗anders∗ als mit Bleilot, aber keineswegs 
schwieriger. Felder Zn99Cu tut zum Bleistift völlig problemlos und ist 
auch noch bezahlbar. Für ungeschick^Wlernfaul^Wgut betuchte Hobbyisten 
gibts auch silberhaltige Legierungen.

Nix für ungut.

Autor: Kalle S. (kallebmw)
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ich habe mir vor einigen tagen bei Aliexpress verschiedene 0,3 mm 
bleihaltige Lötzinns in kleinen Mengen bestellt. Ich berichte mal über 
das Lötverhalten wenn diese da sind.

Autor: Falk B. (falk)
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@Paul B. (paul_baumann)

>> Wichtiger wäre eine Reparatur (zu Maximalpreisen signifikant unter dem
>> Geräteneupreis) Schaltplanveröffentlichungs- und
>> Ersatzteilvorhalteverpflichtung mit empfindlichen Geldstrafen im
>> Zuwiderhandlungsfall. Damit könnte man Ramschelektronik - die besser nie
>> hätte gebaut oder importiert werden dürfen- ggfs. eindämmen.
>
>> Das wäre dann mal sinnvolle Regulierung.


>Unterschreibe ich!

Wir leben Gott sei Dank nicht mehr in der sozialistischen 
Mangelwirtschaft. Wenn gleich man die Wegwerfpolitik und Mentalität 
überaus kritisieren darf, sollte man sich von "bewährten, 
sozialistischen Lösungen" fern halten.
Die Welt hat sich politisch, wirtschaftlich und TECHNISCH deutlich 
verändert. Aber du bist scheinbar in den 1980er hängen geblieben.

Die gute, alte Zeit, in der ein Radio oder Fernseher seinen kompletten 
Schaltplan auf der Innenseite seiner Rückwand hatte, sind LANGE vorbei. 
Auch die der mitgelieferten, vollständigen Schaltpläne. Und das ist 
nicht die Bösartigkeit der Hersteller, es ist die Vernunft. Die 
Komplexität und Integrationsdichte dieser Geräte ist explodiert. Da kann 
man bestenfalls noch auf Modulebene durch tauschen was reparieren oder 
einfache Standardfehler wie trockene Elkos, neue Sicherungen etc. Der 
Rest ist nicht ökonomisch reparierbar, weil die Fehlersuche viel zuviel 
Aufwand, Zeit und damit Geld kostet.

Wenn du denn meinst, die Welt retten zu können, indem du Elektronik 
reparierst, geh in ein Repair-Cafe bei dir um die Ecke und arbeite dort 
mit. Es bringt dir Freude und den Leuten reparierte Geräte und gespartes 
Geld. Mach das mal 1 Jahr und berichte von den Fehler, was reparierbar 
war und was das an Aufwand gekostet hat.

Autor: Falk B. (falk)
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@Kalle S. (kallebmw)

>ich habe mir vor einigen tagen bei Aliexpress verschiedene 0,3 mm
>bleihaltige Lötzinns in kleinen Mengen bestellt. Ich berichte mal über
>das Lötverhalten wenn diese da sind.

Wofür glaubst du, das zu brauchen? Das normale 0,5mm Lötzinn reicht auch 
für feinstes SMD. 0,3mm Lötzinn ist nur ein Fetisch von Leute, die 
glauben dadurch besser löten zu können.
Praktisch kann man aber selbst Fine Pitch Gehäuse mit 0,5mm Pitch mit 
1mm Lötzinn löten, wenn man denn die richtige Technik kennt und 
passendes Werkzeug und Material (Flußmittelgel!) hat.

SMD Löten

Beitrag #5480011 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: W.S. (Gast)
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Falk B. schrieb:
> geh in ein Repair-Cafe...

Nanana, es geht hier nicht darum, daß der Paul sich um den 
runtergefallenen Fön seiner Nachbarin kümmert, sondern darum, daß WIR 
(eben die Gesellschaft, in der wir leben) sich umorientiert in Richtung 
langlebiger Gebrauchsgüter und weg von der geplanten Obsoleszenz.

Ich hab hier ein tolles Beispiel:

ein Android-Tablet (Android 4.nochwas), das schlichtweg nicht mehr 
hochstartet. Bootvorgang fängt an und endet beim bunten Bild vom toten 
Roboter - also geht der Prozessor, die Grafik, zumindest Teile des 
internen Roms, der Akku und so weiter.

Sowas ist im Grunde ein simples Software-Problem, aber schlichtweg 
unlösbar (jedenfalls für mich). ADB braucht sinnigerweise ne auf dem 
Zielgerät laufende Shell, die dort aber aus dem Recovery (das seinen 
Namen nicht verdient) nicht verfügbar ist.

Also ein hardwaremäßig funktionierendes Gerät, was aber durch einen 
simplen Softwarefehler zum Schrott mutiert ist. Neuaufspielen der 
(vorhandenen!!) Firmware des Herstellers nicht möglich, ebenfalls aus 
Softwaregründen.

Das Ganze stinkt nach dem Willen, eigentlich aufwendige technische 
Produkte mit Gewalt zu einer technisch unbegründeten  Kurzlebigkeit zu 
verdammen und dabei das Anwachsen der Schrott- und Müllberge billigend 
in Kauf zu nehmen.

So, und nun denke DU nochmal nach über "geh in ein Repair-..." und über 
die Bleifrei-Diskussion.

W.S.

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Sa R. schrieb:
> Oje, hab grade den Thread gesehen und er ist mir zu lang zum ganz lesen.
>
> Kurze Frage:
>
> Ich hab Blödsinn-Rollen voriges Jahr in der Bucht verkauft. Ist es ein
> Problem von Privat in der Bucht 60/40-er zu verkaufen?
>
> 73! DL8xxx (Sorry, will anonym bleiben)

Es kommt etwas darauf an "wie" privat du auf Ebay handelst.
Da kommt die alte Frage ins Spiel, was ist privat und was nicht. Einfach 
nur "Privatverkauf" zu schreiben schützt ja nicht davor das dein Handeln 
auf Ebay nicht doch von irgendein Gericht als gewerblich ausgelegt wird.

Da haben die Gerichte ja schon so einige für die Betroffenen 
überraschende Entscheidungen getroffen. (Z.b. in Fällen von Abmahnungen 
bei Markenrechtsverstößen wenn -vielleicht unwissentlich- bei verkauf 
des alten Spielzeugs oder der alten Klamotten der "falsche" Markenname 
genannt wurde, oder bei Klagen wegen Gewährleistung oder Rücknahme)

Wenn du aber sicher sein kannst das dein Verkauf wirklich als privat 
gewertet wird, du also nur sehr selten etwas verkaufst und dann noch 
unterschiedliche Dinge, DANN ist das Verkaufen von bleihaltigen Lötzinn 
als Privatmensch bei der augenblicklichen Sachlage kein Problem...
(Bei der alten Fassung der ChemVerbotsV wäre es ggf. anders gewesen)

Jedoch ist der Versand an Privatleute Verboten!
Wenn du das Lötzinn an eine Privatperson via Ebay veräusserst darfst du 
es nur noch auf dem Weg der Selbstabholung oder per "persöhnliches 
vorbeibringen" abgeben.
ISt der Käufer eine Firma (bzw. alles was sonst noch unter berufsmäßiger 
Verwender fällt), dann ist Versand jedoch kein Problem.

REchtsgrundlage:
Zur grundsätzlichen Zulässigkeit der Abgabe von Privat:
Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV)
§ 5 Anforderungen und Ausnahmen
Absatz 3
>(3) Sofern nicht in diesem Abschnitt ausdrücklich etwas anderes bestimmt
> ist, gelten die Anforderungen dieses Abschnitts nur für die gewerbsmäßige
> Abgabe.
Anmerkung: mit "dieses Abschnitts" ist der Abschnitt3 "Regelungen zur 
Abgabe" gemeint, der die §§ 5 bis 11 umfasst.

Und von den Paragraphen in diesem Abschnitt findet sich eine solche 
ausdrückliche Bestimmung lediglich im Absatz 2 des §10 Versand
(Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV)
§ 10 Versand
>(2) Absatz 1 gilt auch für die nicht gewerbsmäßige Abgabe und das nicht
> gewerbsmäßige Anbieten.

Und der Absatz 1 dieses Paragraphen ist der Grund warum es für Reichelt 
und Co. absolut keine Möglichkeit mehr gibt legal bleihaltiges Lötzinn 
an Privatleute zu versenden. (Nur Thekenabgabe im Ladengeschäft durch 
Sachkundige wäre noch machbar)

(Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV)
§ 10 Versand
> (1) Stoffe und Gemische, für die in Anlage 2 auf diese Vorschrift
> verwiesen wird, dürfen außerhalb des in § 5 Absatz 2 bezeichneten
> Empfängerkreises nicht im Versandwege abgegeben oder zum Versand
> angeboten werden.
Anmerkung 2: In Anlage 2 wird unter Eintrag 1 auf Stoffe mit den ganzen 
360er H-Sätzen verwiesen. Explizit auch auf das beim festen Blei neu 
hinzugekommene H360FD.

ZF schrieb:
> Danke Carsten!
> Wie ist das mit Autobatterien? Ist "verpacktes" Blei / Bleiverbindungen
> auch betroffen und dürfen Autobatterien nur noch von besonders
> geschulten und geprüften Teilehändlern an privat verkauft werden?

Das ist eine gute Frage, da müsste man deutlich tiefer recherchieren wie 
dieses Produkt "Autobatterie" nun behandelt werden müsste. Also ob die 
auch aus Sicht des Chemikalienrechts beurteilt werden muss oder nicht.
Eine Ausnahme innerhalb des Chemikaliengesetzes die es z.b. für 
KFZ-Kraftstoffe, Heizöl oder Klebstoffe mit §5 Absatz 4 
ChemikalienVerbotsV gibt ist für Autobatterien jedenfalls nicht 
vorhanden.
(Ohne diese explizite Ausnahmen für Kraftsoffe müsste tatsächlich jeder 
einzelne Kassierer an der Tankstelle über einen Sachkundenachweis nach 
ChemikalienVerbotsV § 11 verfügen und die Tankstelle über eine 
Gifthandelserlaubnis nach ChemikalienVerbotsV § 6 haben )

Oder um es so zu sagen: Wenn eine Autobatterie tatsächlich unter das 
Chemikalienrecht fällt, dann gilt das oben geschriebene auch für 
Autobatterien. Fällt sie nicht darunter, dann nicht.
(Mein Bauchgefühl sagt: Sie fällt nicht da die Inhaltstoffe ja nicht 
"entnommen und Verbraucht" werden, aber das ist nur Bauchgefühl, könnte 
es jetzt nicht sicher Begründen und kann auch falsch liegen)

Gruß
Carsten

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Bei TME gibt es noch eine gute Auswahl an bleihaltigen Lötdrähten:
https://www.tme.eu/de/katalog/#id_category=100482&s_field=artykul&s_order=ASC&used_params=2953%3A398251%3B&page=1&visible_params=2%2C74%2C142%2C436%2C909%2C1597%2C1624%2C1677%2C1682%2C1683%2C1684%2C1686%2C2951%2C2952%2C2953

Die versenden auch problemlos an privat.

In Polen gelten also entweder andere Regelungen oder es wird nicht so 
eng gesehen.

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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g457 schrieb:
> Spaß beiseite. Es ist gut, dass Blei endlich verdrängt wird. Das gilt
> auch für Lötzinn. Stellt euch nicht an und lernt endlich mit Bleifrei zu
> löten. Das ist - zugegeben - ∗anders∗ als mit Bleilot, aber keineswegs
> schwieriger. Felder Zn99Cu tut zum Bleistift völlig problemlos und ist
> auch noch bezahlbar. Für ungeschick^Wlernfaul^Wgut betuchte Hobbyisten
> gibts auch silberhaltige Legierungen.

Warum sollte ich?

Wer das Händewaschen beherscht hat bei der Verwendung von Bleizinn 
ABSOLUT NULL zusätzliches Gesundheitsrisiko gegenüber Bleifreien Zinn.

Es ist zwar nicht "schwierig" Bleifrei zu löten, aber anders als von dir 
dargestellt auf jeden Fall doch "schwieriger".
Es erfordert mehr Sorgfalt, die Bauteile werden einem größeren 
Hitzestress ausgesetzt (gerade bei Anfängern) dazu ist das brauchbare 
Lötzinn um einiges teurer.

Und was für MICH der größte Grund zur Vermeidung -wo möglich- von 
bleifreien Zinn ist, das ist die Tatsache das die Flussmitteldämpfe 
ERHEBLICH aggressiver sind. Zumindest bei den von mir bisher verwendeten 
Zinnen.(Nicht nur andere Zusammensetzung sondern auch die deutlich 
höhere Löttemperatur spielen da mit)

Wenn ich länger bleifrei löte habe ich, trotz Lüftung, nach einiger Zeit 
doch deutliches Kratzen in Nase und Hals, wenn es sehr lange ist fangen 
auch noch irgendwann die Augen an zu tränen.
Bei bleihaltigen Lot habe dich selbst bei viel längerer Arbeitszeit 
absolut nichts davon! Also warum sollte ich mir das freiwillig antun und 
zusätlich noch weitere Nachteile in Kauf nehmen ohne einen einzigen 
Vorteil zu haben.

Denn wie schon geschrieben: Wer des Händewaschens vor dem Essen fähig 
ist, der hat beim Umgang mit Bleilot genau NULL Risiko.
Und selbst wer da schlampt: Als Gelegenheitsbastler müsste man 
vermutlich dauernd mit der selben Hand abwechselnd das Bleilot anpacken 
und dann wieder sauere, feuchte Lebensmittel (wie Apfelstückchen) zu 
sich nehmen um auch nur in die Nähe einer relevanen Bleiaufnahme zu 
kommen. Denn selbst wenn etwas von dem wenigen Bleiabrieb tatsächlich in 
den Mund kommt und Verschluckt wird, so nimmt der Organismus bei 
metallischen Blei nur einen Bruchteil davon aus, der meiste Teil geht 
einfach unverändert mit hinten wieder raus.
(Bei nichthändewaschenden Berufsbestückern die jeden Tag mehrere Stunden 
mit Bleilot hantieren ist das natürlich anders da Blei ja eine gewisse 
kumulative Wirkung zeigt und einmal vom Organismus aufgenommenes Blei 
nur sehr langsam wieder ausgeschieden wird)
Aber all dem dadurch vorhandenem Risiko ist mit einfachem Händewaschen 
absolut zuverlässig beizukommen.

Demgegenüber steht aber zumindest bei mir die tatsächliche 
Beeinträchtigung durch die aggressiveren Lötmitteldämpfe. Und das Atmen 
kann ich nicht einstellen. Eine umfangreiche Absaugung minimiert jedoch 
auch nur den Schadstoffanteil in der Luft. Ein Umluftunabhängiges 
Atemgerät möchte ich jedoch beim Löten nicht jedes mal aufsetzen müssen. 
(Mal ganz davon abgesehen das mangels noch vorhandenen Bedarf meine G26 
ausgelaufen ist...)

Daher werde ICH, so lange es geht und wo es zulässig ist, weiterhin mit 
Bleilot löten. Leider muss ich in immer mehr Fällen im beruflichen 
Bereich darauf verzichten.

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Carsten S. schrieb:
> Es
> geht bei der ganzen "Verbots-"Sache nur darum das verhindert werden soll
> das schwangere Frauen den Stoff "Blei" zu sich nehmen.

Die werden sich hüten, denn sie sind ja durch die Schwangerschaft auch 
so schon schwer genug.
:)
MfG Paul

Autor: R. L. (isbert)
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Carsten S. schrieb:
> Es
> geht bei der ganzen "Verbots-"Sache nur darum das verhindert werden soll
> das schwangere Frauen den Stoff "Blei" zu sich nehmen.

Ist das jetzt ernsthaft gemeint? Das klingt so absurd, wie noch was. Mit 
dem gleichen Argument müssten Tabakwaren SOFORT in der gesamten EU 
verboten werden. Schließlich könnten sich schwangere Kettenraucherinnen 
damit ihr ungeborenes Kind nachhaltig schädigen. Und ich behaupte mal 
frei heraus, es gibt in unserem Land signifikant mehr Raucherinnen als 
Hobby-Löterinnen. Schon allein, weil Rauchen im Gegensatz zum 'Löten im 
abgeschiedenen Zimmer' ein Ereignis der Geselligkeit ist, während 
private Löter und Löterinnen i.d.R. eher einsame Menschen sind.

Bitte das ganze nun nicht als Raucher-Bashing verstehen. Es geht mir nur 
um einen Vergleich. Man mag sich viele Gründe für ein Bleiverbot 
ausdenken, aber bitte nicht derart dumme. Das tut ja schon beim Lesen 
weh.

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Autor: R. L. (isbert)
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Carsten S. schrieb:
> Daher gibt es absolut gar keine legale
> Möglichkeit mehr für Firmen wie Reichelt & Co. Bleihaltiges Lötzinn auf
> den Versandweg an privat zu liefern!

Reichelt verkauft aber nach wie vor verbleites Lötzinn. Wie erklärst du 
dir das?

Autor: Jemand (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Da kann
> man bestenfalls noch auf Modulebene durch tauschen was reparieren oder
> einfache Standardfehler wie trockene Elkos, neue Sicherungen etc. Der
> Rest ist nicht ökonomisch reparierbar, weil die Fehlersuche viel zuviel
> Aufwand, Zeit und damit Geld kostet.

Und das spricht gegen die Veröffentlichung der Schaltpläne genau wie?

Autor: R. L. (isbert)
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Falk B. schrieb:
> Die gute, alte Zeit, in der ein Radio oder Fernseher seinen kompletten
> Schaltplan auf der Innenseite seiner Rückwand hatte, sind LANGE vorbei.
> Auch die der mitgelieferten, vollständigen Schaltpläne. Und das ist
> nicht die Bösartigkeit der Hersteller, es ist die Vernunft.

Das hat mit Vernunft noch am Wenigsten zu tun, sondern eher mit den 
Veränderungen beim Urheberschutz bzw. der verengten, heutigen Sichtweise 
darauf, gegenüber den noch 80er Jahren. Ich habe noch einen dieser alten 
RIM Elektronik-Bauteile Kataloge von 1983. Da waren noch massig 
Schaltbilder abgedruckt. Welcher Anbieter würde sich das heutzutage in 
dieser Form noch trauen?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich bin der Ansicht, daß der Käufer ein legales Recht auf Service 
Unterlagen mit aktuellen, genauen Schaltplänen und Bestückungsplänen und 
Schaltteillisten mit expliziten Bauteile Informationen haben sollte und 
auf Anfrage sie beziehen kann sofern er sie zur Reparatur braucht.

Ferner, sollten alle Hersteller jeglicher Geräte gesetzlich verpflichtet 
sein die HEX Dateien der FW auf einen öffentlichen Server wie z.B. 
archive.org zu hinterlegen zu müssen sobald die Geräte vom Hersteller 
nicht mehr gewartet werden sollen so daß ein reflashen bei Bedarf in der 
Zukunft möglich ist. Das gilt auch für EPROMS obwohl man sich die meist 
selber archivieren kann. Auf diese Weise sichert sich die Menschheit 
gegen insolvente Firmen die dann für immer verschwunden sind.

Mal ein reales Beispiel mit Lötstationen. Es sind sich hier bestimmt 
viele Leser einig, daß JBC hochwertige Lötgeräte herstellt. Aus der 
Werkstatthinsicht, möchte man so eine Station dann auch für lange Zeit 
benutzen. Zwei Jahre Garantie gehen aber schneller vorbei als man 
glaubt. Danach ist man nur noch vom Wohlwollen des Herstellers abhängig, 
Ersatzteile oder Leiterplatten beziehen zu können solange sie nicht 
aufgebraucht sind. Wenn z.B das LCD nach zehn Jahren kapputt geht, dann 
ist die Lötstation in den meisten Fällen auf dem Weg zur Entsorgung weil 
ich kaum annehme, daß mir der Hersteller noch einen Ersatz zusenden 
könnte oder will oder daß man sich in diesem Fall selber helfen könnte. 
Mein weiß ja oft nicht einmal welcher Graphic Controller drin im Display 
sitzt. Gerade bei einigen JBC Station ist genug Platz da um ein 
Industrie Standard 12864 LCD Modul verwenden zu können dessen Ersatz 
kaum fraglich ist. Es wäre doch schade oder bedauerlich ein sonst so 
hochqualitatives Gerät aus solchen Gründen wegwerfen zu müssen nur weil 
ein kritisches Bauteil nicht mehr ausgehändigt wird? Nicht wahr?

Deshalb ist man möglicherweise dann mit Selbstbau besser bedient, weil 
man eben volle Kontrolle über das Gerät hat und Änderungen durch 
Komponenten Obsoleszenz leicht angreifen kann. Bei kommerziellen Geräten 
kann Bauteile Obsoleszenz plötzlich und unerwartet das tödliches Ende 
des Geräts bedeuten weil man in der Regel nicht einmal kleinste 
Änderungen der FW durchführen kann die sonst den Ersatz ähnlicher Teile 
ermöglichen würde.

Die unnötige Entsorgung von potenziell reparierbaren Geräten sollte ein 
Anstoß sein, diesen Mißstand zu beseitigen. Wenn ich ein Gerät kaufe 
möchte ICH bestimmen können wie lange ich es funktionsfähig benutzen 
will. Lötstation sind Werkzeuge die nicht sehr oft vom Fortschritt 
bedeutend verbessert werden und nicht Mode und Trend abhängig sein 
sollten und deshalb auf Jahrzehnte funktionstüchtig sein sollten.

Die integrierten Spitzen sind praktisch die neueste Innovation der 
manuellen Lötwerkzeuge. Alles andere davor war ziemlich konvenzionell 
für die letzten 40 Jahre. Es ist kaum zu erwarten daß bald nennenswerte 
weitere Verbesserungen leicht technisch möglich sind und erhältlich sein 
sollen.

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Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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R. L. schrieb:
> Reichelt verkauft aber nach wie vor verbleites Lötzinn. Wie erklärst du
> dir das?

Sie schreiben zumindest dazu, dass sie es nur an gewerbliche Abnehmer
verkaufen. Wie sorgfältig sie eine entsprechende Behauptung dann
überprüfen müssen, steht eventuell auf einem anderen Blatt.

Selbst Baumärkte haben das Zeug aus dem Programm genommen, und die
würden es ja sogar ohne Versand verkaufen können.

Autor: R. L. (isbert)
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Jörg W. schrieb:
> R. L. schrieb:
>> Reichelt verkauft aber nach wie vor verbleites Lötzinn. Wie erklärst du
>> dir das?
>
> Sie schreiben zumindest dazu, dass sie es nur an gewerbliche Abnehmer
> verkaufen. Wie sorgfältig sie eine entsprechende Behauptung dann
> überprüfen müssen, steht eventuell auf einem anderen Blatt.

Ich hatte mal probeweise eine Rolle in den Warenkorb gelegt und auf 
Bezahlung geklickt (allerdings ohne einzuloggen). Kam kein Warnhinweis. 
Deshalb schien mir dort noch keine Einschränkung.

Wie auch immer. Nach dem (zum Glück) Warnhinweis hier vor einiger Zeit 
hatte ich mich nochmal auf die schnelle bei Pollen bedient. Das reicht 
erst mal für länger. Dennoch ärgerlich das ganze.

> Selbst Baumärkte haben das Zeug aus dem Programm genommen, und die
> würden es ja sogar ohne Versand verkaufen können.

Muss ich mal aufpassen beim nächsten Besuch. Aber das Zeug dort war eh 
nur meistens in ab 1 mm zu haben und damit uninteressant für mich.

Autor: michael_ (Gast)
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R. L. schrieb:
> Reichelt verkauft aber nach wie vor verbleites Lötzinn. Wie erklärst du
> dir das?

Weil es vernüftig ist!
Aber warum wurde es so eingeordnet.
Einen Sinn sehe ich nicht. Das Bleigießen ist es sicher nicht.

Genau so wie die Verordnung über den Versand von Li-Ion Akkus als 
Gefahrgut.

Kein Schwein hält sich daran. Auch der private Versand eines Laptop wäre 
nicht gestattet.

Es müssen nicht alle Gedanken hochfliegender Politiker mitgemacht 
werden.
Siehe Wattestäbchen.

Sarkasmus an.
Ich werde auch weiterhin meine Schachtel Wattestäbchen mit an den Strand 
nehmen und dort verbrauchen.
Sarkasmus aus.

Meinen Eimer voll Bleiabfälle werde ich aufheben.
Dann auf dem Schwarzmarkt verkaufen, wenn ein Atomschlag droht.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Danke @Carsten für die Aufklärung. Also haben wir das der schwedischen 
Feminismusfraktion zu verdanken.

: Bearbeitet durch User
Autor: Skyper (Gast)
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Felder hat dazu ein PDF auf der Seite, inklusive den Hinweis warum da 
jetzt "Nur für gewerbliche Anwender" bei bleihaltigen Lot steht...

https://www.felder.de/tl_files/felder/pdf/produktneuheiten/Einstufung%20von%20Blei%20in%20massiver%20Form.pdf

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Da wird wieder mal mit Kanonen auf Spatzen gezielt, der Riesenbrummer 
daneben ist hingegen nicht im Blickfeld:
https://www.dachrinnen-kaufen.de/zubehoer/421/bleirollen-walzblei-15cm-20cm-25cm-33cm-45cm-breite-/-25kg-rolle

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Tja, der wird ja auch nicht an Endverbraucher verkauft …

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Es kommt sicher bald, daß das Baden in der Bleilochtalsperre wegen des 
Bleies im Namen verboten wird und man nach Zinnowitz fahren muß.

MfG Paul

Autor: Falk B. (falk)
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@Jemand (Gast)

>> man bestenfalls noch auf Modulebene durch tauschen was reparieren oder
>> einfache Standardfehler wie trockene Elkos, neue Sicherungen etc. Der
>> Rest ist nicht ökonomisch reparierbar, weil die Fehlersuche viel zuviel
>> Aufwand, Zeit und damit Geld kostet.

>Und das spricht gegen die Veröffentlichung der Schaltpläne genau wie?

Die allerwenigsten könnten damit was anfangen, auch nicht die 
Spezialisten, denn die Fehlersuche ist auch MIT vollständigem Schaltplan 
eher aufwändig. Time ist Money. Und die Kostenverhältnis haben sich 
einfach mal um Größenordnungen vom der Hardware (war früher sauteuer) 
hin zum Arbeitslohn (ist heute eher hoch, incl. Steuern) verschoben. Mit 
dem Ergebnis, das sich reparieren immer weniger lohnt.

Jeder der meinst, dem wäre nicht so, der zeige mir wirtschaftlich 
erfolgreiche Reparaturbetriebe. Davon gibt es jeden Tag weniger.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Falk B. schrieb:
> Die allerwenigsten könnten damit was anfangen, auch nicht die
> Spezialisten, denn die Fehlersuche ist auch MIT vollständigem Schaltplan
> eher aufwändig.

Früher, als die Schaltpläne standardmäßig mitgeliefert wurden, konnten 
ebenso nur die Wenigsten etwas damit anfangen. Aber jenen, die damit 
etwas anfangen konnten, war zumindest geholfen.

> Time ist Money.

Das gilt auch im Umkehrschluss! Es gibt jede Menge Leute, die über wenig 
bis gar kein Money verfügen, um neuen Schrott zu kaufen. Die haben 
aber Time , um auch die Fehler zu finden, die immer dann NICHT 
auftreten, wenn man nach ihnen suchen will.


> Und die Kostenverhältnis haben sich
> einfach mal um Größenordnungen vom der Hardware (war früher sauteuer)
> hin zum Arbeitslohn (ist heute eher hoch, incl. Steuern) verschoben. Mit
> dem Ergebnis, das sich reparieren immer weniger lohnt.

Das widerspricht dem in letzter Zeit immer stärkerem Aufkommen von sog. 
Repaircafes. Auch hier vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht mindestens 
ein defekter Apparat auf die Werkbank gewuchtet wird.

>
> Jeder der meinst, dem wäre nicht so, der zeige mir wirtschaftlich
> erfolgreiche Reparaturbetriebe. Davon gibt es jeden Tag weniger.

Das mag sein. Bloß: Siehe oben, wie es statt dessen gehandhabt wird.

Ich bin immer noch aus dem Holz: Nichts wird ohne Demontage und 
zumindest dem Versuch der Reparatur aufgegeben. Das steckt Arbeit, Mühe 
und Material drin -das haut man nicht einfach weg.

mfG Paul

: Bearbeitet durch User
Autor: Falk B. (falk)
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@Paul B. (paul_baumann)

>Das gilt auch im Umkehrschluss! Es gibt jede Menge Leute, die über wenig
>bis gar kein Money verfügen, um neuen Schrott zu kaufen. Die haben
>aber Time , um auch die Fehler zu finden, die immer dann NICHT
>auftreten, wenn man nach ihnen suchen will.

Für eine Handvoll Bastler und verarmte Ingenieure macht kein Hersteller 
Schaltpläne.

>> Und die Kostenverhältnis haben sich
>> einfach mal um Größenordnungen vom der Hardware (war früher sauteuer)
>> hin zum Arbeitslohn (ist heute eher hoch, incl. Steuern) verschoben. Mit
>> dem Ergebnis, das sich reparieren immer weniger lohnt.

>Das widerspricht dem in letzter Zeit immer stärkerem Aufkommen von so.
>Repaircafes. Auch hier vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht mindesten
>ein defekter Apparat auf die Werkbank gewuchtet wird.

Du vergißt dabei, daß die Repair-Cafes nichtkommerziell arbeiten, 
sprich, praktisch nur ehrenamtlich.

>Das mag sein. Bloß: Siehe oben, wie es statt dessen gehandhabt wird.

Tja, dann sagen sich die Hersteller, warum soll ich Schaltpläne 
lieferen, wenn dadurch Geräte repariert werden und weniger Neugeräte 
gekauft werden?

Außerdem wandern auch heute noch viele Geräte auf den Müll, weil sie 
nicht mehr neu und hipp sind. Aus diesem Fundus könnte man auch "die 
Armen" speisen. Aber selbst die haben meistens nicht ganz so niedrige 
Ansprüche und kaufen lieber billige Neuware bei Mediamarkt, Aldi & Co.

Autor: Falk B. (falk)
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@ Paul B. (paul_baumann)

>Ich bin immer noch aus dem Holz: Nichts wird ohne Demontage und
>zumindest dem Versuch der Reparatur aufgegeben. Das steckt Arbeit, Mühe
>und Material drin -das haut man nicht einfach weg.

Schon klar, aber dieses Holz ist vor langer Zeit und eher kargen 
Bedingungen gewachsen (thüringische Winterfichte ;-). Die neuen Sproße 
sind da deutlich "flexibler" und die Bedingungen im Vergleich zu damals 
geradezu paradiesisch.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Falk B. schrieb:
> Für eine Handvoll Bastler und verarmte Ingenieure macht kein Hersteller
> Schaltpläne.

Was spricht dagegen für interessierte Kunden ein Service Manual oder 
zumindest einen Schaltplan wie früher gegen eine Schutzgebühr zur 
Verfügung zu stellen? So viel Arbeit ist es nun auch wieder nicht vom 
CAD einen PDF herzustellen. Ich hätte keine Problem $50 für Service 
Unterlagen zu bezahlen.

Ich möchte wissen ob die Firmen überhaupt verstehen können, dass es 
viele Leute gibt, die sich an ein gewisses Modell gewöhnen und es auf 
lange Zeit verwenden wollen. Eine digitales Bedienungsfeld bedeutet 
nicht immer bedeutende Verbesserungen in der Leistung. Produktänderungen 
werden dem Kunden in immer kürzeren Abständen aufgezwungen, sofern 
Ersatz vonnöten ist. (Wie war es nur möglich, dass VOLVO für Jahrzehnte 
dieselben Modelle baute und verkaufte?)

Ich glaube es ist realistisch anzunehmen, dass die meisten Besitzer 
einer JBC imstande sind, sich so etwas selber zu reparieren solange es 
Unterlagen und Bestandteile gibt. Für mich wäre Zugang zu Dokumention 
und Bestandteilen ein Grund mehr die Station zu kaufen. Auch der uC 
könnte, wenn notwendig neu geflasht werden. Technisch gibt es da keine 
Probleme. Es fehlt halt eine verantwortliche Herstellerpolitik. Und was 
haben sie zu verbergen? Sie können lediglich meine Zeit verschwenden 
wenn ich mir etwas genauer ansehe.

Es würde mich im speziellen Fall von JBC auch interessieren wie viele 
Kunden, falls noch erhältlich, würden sich lieber die analoge Version 
(JBC - BT-2BWA) als die neuen Digitalen kaufen? Braucht man wirklich 
alle diese Einstellungen? Es genügte doch, wenn z.B. die BT-2BWA per 
Serien Schnittstelle vom PC mit einem einfachen Terminal Programm 
parametrisiert werden könnte.

Sorry, ich schweife gewaltig vom Thema ab...

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Falk B. schrieb:
> @Paul B. (paul_baumann)
>
>>Das gilt auch im Umkehrschluss! Es gibt jede Menge Leute, die über wenig
>>bis gar kein Money verfügen, um neuen Schrott zu kaufen. Die haben
>>aber Time , um auch die Fehler zu finden, die immer dann NICHT
>>auftreten, wenn man nach ihnen suchen will.
>
> Für eine Handvoll Bastler und verarmte Ingenieure macht kein Hersteller
> Schaltpläne.

Naja, den macht der Hersteller ja sowieso - es geht nur um die 
Veröffentlichung.

Und heutzutage müsste man noch nicht einmal Papier bedrucken sondern das 
einfach auf seiner Seite im Download-Bereich anbieten.

Der Mehraufwand wäre also wirklich gleich null.

>>> Und die Kostenverhältnis haben sich
>>> einfach mal um Größenordnungen vom der Hardware (war früher sauteuer)
>>> hin zum Arbeitslohn (ist heute eher hoch, incl. Steuern) verschoben. Mit
>>> dem Ergebnis, das sich reparieren immer weniger lohnt.
>
>>Das widerspricht dem in letzter Zeit immer stärkerem Aufkommen von so.
>>Repaircafes. Auch hier vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht mindesten
>>ein defekter Apparat auf die Werkbank gewuchtet wird.
>
> Du vergißt dabei, daß die Repair-Cafes nichtkommerziell arbeiten,
> sprich, praktisch nur ehrenamtlich.

Ich denke, niemand erwartet, dass es nebenan wieder den alten Radio- und 
Fernsehtechniker gibt.

Aber immerhin hätte man so die Chance, das Teil doch wieder zu 
reparieren.

Und ein Schaltplan oder eine Explosionszeichnung würde da manchmal 
wirklich helfen.

Hier bei unserem Foron-Rundkühlschrank hatte ich das Glück, ein gutes 
Service-Handbuch im Netz zu finden. Ansonsten wäre es das für die 
Elektronik und damit auch für den Kühlschrank gewesen. Bei einem Gerät, 
das damals fast 4000DM gekostet hat (und nun schon wieder ein Jahr 
einwandfrei funktioniert).

>>Das mag sein. Bloß: Siehe oben, wie es statt dessen gehandhabt wird.
>
> Tja, dann sagen sich die Hersteller, warum soll ich Schaltpläne
> lieferen, wenn dadurch Geräte repariert werden und weniger Neugeräte
> gekauft werden?

Schon klar, aber da muss der Hersteller dann eben durch - und es gilt 
dann ja auch für alle.

Und außerdem wäre das dann - endlich - einmal die Durchsetzung dessen im 
ElektroG, was angesichts dessen, was man vorfindet, wie Hohn klingt:

Im §4 "Produktkonzeption" findet sich dazu:

"(1) Hersteller haben ihre Elektro- und Elektronikgeräte möglichst so zu 
gestalten, dass insbesondere die Wiederverwendung, die Demontage und die 
Verwertung von Altgeräten, ihren Bauteilen und Werkstoffen 
berücksichtigt und erleichtert werden." ...

Man muss deswegen nicht gleich in Planwirtschaft verfallen und den 
Untergang des kapitalistischen Abendlandes ausrufen, aber es wurden 
schon deutlich schlechtere Gesetze gestrickt als so etwas:

"Einem elektrisch betriebenen Gerät ist vom Hersteller im Handbuch der 
Schaltplan beizufügen".

Man denke da nur an die vielen verschiedenen Ladenetzteile für Handys. 
Da war die Regulierung durch die böse EU einfach nur eines: gut
Ebenso beim Auslands-Roaming.

> Außerdem wandern auch heute noch viele Geräte auf den Müll, weil sie
> nicht mehr neu und hipp sind. Aus diesem Fundus könnte man auch "die
> Armen" speisen. Aber selbst die haben meistens nicht ganz so niedrige
> Ansprüche und kaufen lieber billige Neuware bei Mediamarkt, Aldi & Co.

Das stimmt natürlich auch. Viele Smartphones funktionieren einwandfrei, 
aber die immer leistungshungrigeren Apps machen die Dinger nach einer 
gewissen Zeit (leider) nicht mehr verwendbar. Meines hier kommt jetzt 
auch an seine Grenze, einfach weil Osmand so fett geworden ist. Sehr 
ätzend :-/

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Matthias L. schrieb:
> Da wird wieder mal mit Kanonen auf Spatzen gezielt, der
> Riesenbrummer daneben ist hingegen nicht im Blickfeld:
> 
https://www.dachrinnen-kaufen.de/zubehoer/421/bleirollen-walzblei-15cm-20cm-25cm-33cm-45cm-breite-/-25kg-rolle

Jörg W. schrieb:
> Tja, der wird ja auch nicht an Endverbraucher verkauft …

Oh doch - der Händler hat auch einen eBay-Shop:

Ebay-Artikel Nr. 152655341839

Das war auch nur eine 30s-Schnellsuche, und es gibt noch diverse weitere 
Anbieter.

: Bearbeitet durch User
Autor: Falk B. (falk)
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@ Gerhard O. (gerhard_)

>> Für eine Handvoll Bastler und verarmte Ingenieure macht kein Hersteller
>> Schaltpläne.

>Was spricht dagegen für interessierte Kunden ein Service Manual oder
>zumindest einen Schaltplan wie früher gegen eine Schutzgebühr zur
>Verfügung zu stellen?

Technisch rein gar nicht, denn all diese Dokumnte gibt es schon.

Es ist ein politisch/stratgisches Thema.

>Ich möchte wissen ob die Firmen überhaupt verstehen können, dass es
>viele Leute gibt, die sich an ein gewisses Modell gewöhnen

Das interessiert die rein gar nicht!

>Unterlagen und Bestandteile gibt. Für mich wäre Zugang zu Dokumention
>und Bestandteilen ein Grund mehr die Station zu kaufen.

Da bist du aber die Randgruppe der Randgruppe. Reparierbarkeit ist bie 
Konsumerwaren und semiprofessionellen Produkten kaum oder gar kein Thema 
mehr.

> Auch der uC
>könnte, wenn notwendig neu geflasht werden. Technisch gibt es da keine
>Probleme. Es fehlt halt eine verantwortliche Herstellerpolitik.

Eben.

> Und was
>haben sie zu verbergen?

Ein normales HEX-File kann man dekodieren/disassemblieren. Und selbst 
wenn man das nicht will, kann man damit noch leichter Kopien 
produzieren, vor allem wenn man Schalt- und Bestückungspläne incl. 
Stückliste mitliefert. Da lacht das Chinesenherz ;-)

>Es würde mich im speziellen Fall von JBC auch interessieren wie viele
>Kunden, falls noch erhältlich, würden sich lieber die analoge Version
>(JBC - BT-2BWA) als die neuen Digitalen kaufen? Braucht man wirklich
>alle diese Einstellungen?

Das legt der Zeitgeist und das Management fest.

Autor: Falk B. (falk)
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Ok, Gegenbeispiel. In der 4ma haben wir in einem Gerät eine 300kV 
HV-Quelle aus Amiland verbaut. Dort lagen die KOMPLETTEN Schalt- und 
Bestückungspläne bei! Und als wir einen Ausfall hatten, hatten wir in 
nicht mal 3 Tagen ein Ingnieur am Telephon, mit dem ich einen Fehler in 
gut einer Stunde live Debugging gefunden habe ;-)

Autor: W.S. (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Das legt der Zeitgeist und das Management fest.

Tja, dann können wir ja mal extrapolieren, wohin uns der Zeitgeist so 
führen wird. Hochtechnologie zum Zwecke der Lebenszeitbegrenzung 
jeglicher Waren. Schöne neue Welt...

Gibt es unter den Ingenieuren eigentlich noch sowas wie den "gesunden 
Menschenverstand"?

W.S.

Autor: Falk B. (falk)
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@W.S. (Gast)

>Gibt es unter den Ingenieuren eigentlich noch sowas wie den "gesunden
>Menschenverstand"?

Und DU glaubst, daß INGENIEURE diese Entscheidungn treffen? So wie beim 
VW Dieselskandal? Dream on.

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

"In der 4ma haben wir in einem Gerät eine 300kV HV-Quelle aus Amiland 
verbaut. Dort lagen die KOMPLETTEN Schalt- und Bestückungspläne bei!"

Nun ja, wie viele gibt es denn davon weltweit?
Einhundert sind wohl schon zu hoch gegriffen, wie groß und Speziell ist 
den der Hersteller?
Wohl deutlich weniger als 50 Mitarbeiter und sehr Speziell.

Und nicht zuletzt:
Was hat den das Gerät 300kV HV Quelle gekostet - war es "nur" eine 
höhere vierstellige Summe oder doch schon fünfstellig...?

Irgendwie nicht vergleichbar mit den was eigentlich angesprochen wurde.
Wobei bei den meisten Geräten der Consumerelektronik ein Schaltplan 
sowieso eher wenig bringt - wichtiger wäre ein richtiges Manual und 
freier Zugang zur (zu den) Firmware (Firmwares) und genutzten 
Datenprotokollen der nahezu immer verbauten µC - aber lieber würde die 
Führungsetage sich nackig mit ihrer persönlichen Steuererklärung und 
Lohnabrechnung auf der Firmenhomepage präsentieren als die "heilig" 
Firmware (möglichst noch mit gut Kommentierten Sourcecode -träum-) zu 
veröffentlichen.

Jemand

Autor: René F. (therfd)
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Falk B. schrieb:
> Ok, Gegenbeispiel. In der 4ma haben wir in einem Gerät eine 300kV
> HV-Quelle aus Amiland verbaut. Dort lagen die KOMPLETTEN Schalt- und
> Bestückungspläne bei! Und als wir einen Ausfall hatten, hatten wir in
> nicht mal 3 Tagen ein Ingnieur am Telephon, mit dem ich einen Fehler in
> gut einer Stunde live Debugging gefunden habe ;-)

Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe damals in der Ausbildung auch 
ein paar Wochen in der „Hotline“ sitzen müssen, bei einem Ausfall beim 
Kunden kam es immer darauf an welcher Mitarbeiter an das Telefon ging. 
Es gab einen Kollegen der gerne auch mal etwas länger telefoniert hat 
und versucht hat das Problem am Telefon zu lösen, teilweise ist dieser 
auch in die Servicewerkstatt gegangen und hat sich bei den 
Servicetechnikern noch etwas erkundigt woran es noch liegen könnte. 
Andere wollten die Kunden so schnell wie möglich loswerden und haben nur 
die Abholung der Geräte eingeleitet, auch bei „Standardfehlern“ welche 
selbst durch den Kunden in kürzester Zeit lösbar gewesen wären.

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Matthias L. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Tja, der wird ja auch nicht an Endverbraucher verkauft …
>
> Oh doch - der Händler hat auch einen eBay-Shop:
>
> Ebay-Artikel Nr. 152655341839
>
> Das war auch nur eine 30s-Schnellsuche, und es gibt noch diverse weitere
> Anbieter.

Nur weil jemand anderes etwas tut bedeutet es NOCH LANGE nicht das 
dieses tun auch legal ist.

Die Sache mit der Einstufung von Blei und bleihaltigen Legierungen als 
Reproduktionstoxisch (H360er Gefahrensätze) ist fakt. Da gibt es nichts 
zu rütteln.

Auch die Sache das mit einem der H360xx Sätze gekennzeichnete Produkte 
an Privatleute nur im Thekenverkauf durch nachgewiesenermaßen 
Sachkundiges Personal bei vorliegen einer Gifthandelserlaubnis für den 
Verkäufer(betrieb) abgegeben werden dürfen ist Fakt. Auch da gibt es 
nichts zu rütteln!

Alleine in den beiden hier Relevanten Threads wurden dazu 
Zeitungsartikel, Hinweise von "informierten" Händlern, der offizielle 
Eintrag in der REACH Datenbank sowie Gesetzestexte verlinkt.
Und jetzt zum Schluss noch das Informationsblatt eines der HErsteller.
Die alle DASSELBE Aussagen...

Da kannst du noch so viele Angebote von Kleinbetrieben bringen die 
entweder einfach überhaupt keine Ahnung von der geänderten Rechtslage 
haben oder sofern die Privatkunden deren Hauptabsatzmarkt sind trotz 
wissen um die Problematik noch hoffen ihre Lagerbestände schnell 
veräussern zu können ohne das die jemand "anschießt" bevor das mangels 
gewerblicher Abnehmer im warsten Sinne des Wortes wie "Blei" in den 
Lagern liegen bleibt!

Davon abgesehen: Überlege doch nur mal ein paar Minuten wann ein 
Metallhändler für Industrie und Handwerksbedarf in der Vergangenheit mit 
dem Chemikalienrecht zu tun hatte...
Und wie wahrscheinlich das ist das wirklich jeder dieser reinen 
Baumetallhändler diese kleine Änderung mitbekommt. Zumal es ja keine 
neue Richtlinie ist sondern nur eine kleine Ergänzung des MSDS für Blei 
mit halt großen Auswirkungen...)

Die großen Händler mit einem Sortiment das seit jeher auch Chemikalien 
umfasst (Baumärkte, die großen Elektronikversender usw) und die daher 
entsprechende Fachleute für diese Fragen beschäftigen haben ja reagiert.

Wobei Baumärkte das Problem prinzipiell durch den "Bauschaum" ja kennen.
Da gilt ja von den Abgabevorschriften genau dasselbe (wegen eines 
anderen Stoffs und anderem H-satz) und deshalb ist der Bauschaum seit 
einigen JAhren weggeschlossen und darf nur noch durch "Sachkundige" an 
den Privatkäufer ausgehändigt werden.
Für Bleilot müsste es genau so laufen. Und je nachdem welche Prüfung die 
"geschulten" Verkäufer für Bauschaum gemacht haben dürften einige das 
vielleicht ohne weiteres sofort Verkaufen.
(Tatsächlich haben die typischen Baumarktverkäufer üblicherweise jedoch 
nur die eingeschränkte Sachkunde speziell für Bauschaum oder wenn in der 
Gartenabteilung nur für Biozide/Pflanzenschutzmittel. Beides reicht 
nicht um Bleilot oder Walzblei fürs Dach an privat abgeben zu dürfen.)

Gruß
Carsten
(Umfassend Sachkundiger i.S.d. ChemikalienVerbotsV §11)

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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R. L. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> Es
>> geht bei der ganzen "Verbots-"Sache nur darum das verhindert werden soll
>> das schwangere Frauen den Stoff "Blei" zu sich nehmen.
>
> Ist das jetzt ernsthaft gemeint?

JA ist es!

> Das klingt so absurd, wie noch was.

Das klingt nicht nur absurd, das ist es auch.
Es gibt zwar in der Tat gute Gründe mit Blei etwas vorsichtiger 
umzugehen,
Jedoch ist hier die Kombination aus tatsächlichen Produkt und den 
eintretenden Folgen für die Anwender für diese Gefahr schon bizarr.

Andererseits wurde in der Vergangenheit vielleicht mit Bleilotverkauf 
z.b. im Baumarkt zu lasch umgegangen. Das habe ich so manches mal 
gedacht wenn die bunten Spulen zum einen schön in Kingergriffhöhe zum 
freien betatschen lagen und zum anderen die nackten Spulen mit 
Preisschild ohne den geringsten Hinweis das es bei falschem Umgang ein 
Risiko geben könnte im regal lagen.
Zumindest ein MSDS als "Beipackzettel" mit Hinweis auf die Gefahren und 
das man sich doch besser zumindest nach längeren Kontakt die Hände 
waschen sollte bevor man etwas mit den Fingern isst hätte im Baumarkt 
schon Sinn gemacht. Ein "richtiger" Hobbyelektroniker oder jemand mit 
einiger Klempnererfahrung weiß soetwas. Aber wie viele "absolute Laien" 
gibt es die mal nur einen Draht löten wollen und dann im Baumarkt 
einfach mal Lötkolben und Draht gekauft haben...

Ich muss nur an meine eigene Kindheit denken. Lötkolben für Lötereien an 
meiner Modelleisenbahn hatte ich bevor ich in die Schule kam. Wollte ich 
haben und da hat mein Pa mir halt aus dem Baumarkt mal was mitgebracht.
Mal so ungefähr gezeigt wie es geht und dann einfach (nach einiger Zeit 
unbeaufsichtigt) machen lassen... Da wäre der eine oder andere deutliche 
Hinweis auf den hohen Bleianteil sicher hilfreich gewesen.
(Den 100W Lötkolben mit Kupferspitze habe ich heute noch, benutze den 
manchmal für ganz grobe arbeiten noch. Rückblickend war ich natürlich 
noch viel zu jung dafür. Vor allem fürs (selbstständige!) Löten, aber 
eigentlich sogar für die Märklin H0 Modelleisen mit den 
Blechprofilschienen. Woebi die Bahn ja weniger kritisch war, nur teuer 
weil laufend Schienen oder Wagons kaputt waren...)

Aber so ist es ja oft - von viel zu lasch zu absolut übertrieben. Ohne 
Zwischenschritt.
Deutliche Warnhinweis, Pflicht zur Mitlieferung des MSDS und 
Verkaufsverbot an Kinder unterhalb eines bestimmten Alters (14 oder 16 
Beispielsweise)...
Das wäre sinnvoll gewesen ohne es zu überziehen...

Allerdings muss man noch eine weitere Sache bedenken:
Die Chemikalienverbotsverordnung setzt zwar AUCH die Verordnung (EG) Nr. 
1907/2006 (REACH) aus der die EU weiten Abgabebeschränkungen und das 
Verfahren der einheitlichen Bewertung stammen in nationales Recht um, 
dennoch ist die Sache mit der Sachkundeprüfung nicht EU Weit 
einheitlich. Das ist Ur-Nationales REcht und gilt seit Jahrzehnten. Hies 
vor ganz langer Zeit dann einfach "Giftschein".
Möglich das es in einigen EU Staaten ähnlich ist, in anderen wird das 
Verfahren anders aussehen oder es bleibt bei einem einfachen Aufdruck 
auf dem Karton...

Vermutlich haben wir hier also nur eine unglückliche Kombination aus 
Produkt, Einstufung und nationaler Umsetzung.

> Mit dem gleichen Argument müssten Tabakwaren SOFORT in der gesamten EU
> verboten werden.

Nee, DAFÜR (zumindest für die Elektronischen) gibt es doch extra eine 
Ausnahmegenehmigung in der Chemikalienverbotsverordnung.
Das ist schon in Ordnung, damit dürfen die Schwangeren also "unbesorgt 
spielen"

> Chemikalien-Verbotsverordnung - ChemVerbotsV)
> § 5 Anforderungen und Ausnahmen
> [...]
> (4) Die Anforderungen dieses Abschnitts gelten nicht für die Abgabe von
>     [...]
>     9. elektronischen Zigaretten und Nachfüllbehältern
>     im Sinne von § 2 Nummer 2 des Tabakerzeugnisgesetzes
>     vom 4. April 2016 (BGBl. I S. 569).

Siehst du: Das ist KEIN Problem :-(

(BTW: "richtige" Tabakwaren, also Zigaretten und Zigarren fallen anders 
als die Liquits nicht unter das Chemikalienrecht, daher ist für diese 
keine Ausnahmeregelung erforderlich)

Gruß
Carsten

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Hoooo, ganz ruhig Brauner, niemand tut dir was - so viel Aufregung ist 
gar nicht gesund...

Ich habe nirgends die Existenz der vielen schönen Regeln und 
Verordnungen angezweifelt.

Ich stelle nur fest, dass beim Lötzinn die paar hundert Gramm, die so 
ein Hobbybastler in mehrern Jahren verbraucht, offensichtlich als großes 
Umweltproblem angesehen werden, die paar Tonnen, die ein gewerblicher 
Dachdecker im selben Zeitraum verarbeitet, hingegen nicht so schlimm zu 
sein scheinen.

Dass das irgendwie ein klitzekleines bisschen nicht so völlig konsequent 
ist, darauf können wir uns doch einigen, oder?

Dass man trotz der vielen schönen Regeln und Verordnungen als 
Privatkunde Blei derzeit noch erwerben kann, ist nur ein Schmankerl oben 
drauf - dass das nicht zwingend auch die Rechtslage wiederspiegelt, ist 
klar.

Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Carsten S. schrieb:

> (BTW: "richtige" Tabakwaren, also Zigaretten und Zigarren fallen anders
> als die Liquits nicht unter das Chemikalienrecht, daher ist für diese
> keine Ausnahmeregelung erforderlich)
>

Dafür kosten die ordentlich Tabaksteuer. Wer sich einmal ausrechnet, was 
nach Abzug der diversen Steuern vom Preis einer Schachtel Fluppen noch 
übrig bleibt für Herstellung, Verpackung und Vertrieb, der hört ganz 
ohne weitere Motivation sofort mit dem Qualmen auf: offenbar konsumieren 
Raucher Sondermüll, für dessen Entsorgung sie vom Lieferanten entlohnt 
werden.

Würde auf Bleilot ein ähnlich inhibitorischer Steuersatz erhoben, hätte 
sich mangels Nachfrage die Angelegenheit längst von selbst erledigt.

Bleibt die Frage, warum Tabakwaren an Frauen vor der Menopause abgegeben 
werden dürfen. Na,  es wird doch wohl niemand die Frucht der Steuerkasse 
schädigen wollen?

Autor: Safari (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Selbst Baumärkte haben das Zeug aus dem Programm genommen, und die
> würden es ja sogar ohne Versand verkaufen können.

Also Bauhaus bei uns hat das schon ein paar Jahre nicht mehr. Bei Obi 
habe ich aber vor kurzem wieder eine 100g Rolle Stannol Sn60Pb38 1mm 
gekauft. Ich glaub irgendwas um die 6-8€.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Carsten S. schrieb:
> Vermutlich haben wir hier also nur eine unglückliche Kombination aus
> Produkt, Einstufung und nationaler Umsetzung.

Das ist nach alldem auch meine Idee davon: die EU hat es als Gift
eingestuft, und wir haben entsprechend strenge Regelungen für Gift.

Safari schrieb:
> Bei Obi habe ich aber vor kurzem wieder eine 100g Rolle Stannol Sn60Pb38
> 1mm gekauft.

Sicher vor März 2018.  Mein Kollege hat dort letztens die letzte Rolle
aus der Auslage von der Wand demontiert bekommen – das aus dem Regal
hatten sie bereits beräumt.

Autor: michael_ (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Andererseits wurde in der Vergangenheit vielleicht mit Bleilotverkauf
> z.b. im Baumarkt zu lasch umgegangen. Das habe ich so manches mal
> gedacht wenn die bunten Spulen zum einen schön in Kingergriffhöhe zum
> freien betatschen lagen und zum anderen die nackten Spulen mit
> Preisschild ohne den geringsten Hinweis das es bei falschem Umgang ein
> Risiko geben könnte im regal lagen.

In welcher Abteilung?

Elektroniklot ist im BM doch nicht lose zu bekommen.
Schön groß im Blister verpackt.

Und die bunten Spulen in der Kupferrohr-Abteilung haben schon sehr lange 
keinen Bleianteil mehr.
Was haben Kinder ohne Begleitung in der Heimwerkerabteilung zu suchen?

Demnächst wird auf dem Trödel der Handel mit alten Radios verboten, an 
die Bastelbude muß ein Gifthinweis angebracht werden und die Kirchen 
müssen die Bleiglasfenster herausreißen?

Man muß mit allem rechnen!

Autor: Falk B. (falk)
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@Jemand (Gast)

>"In der 4ma haben wir in einem Gerät eine 300kV HV-Quelle aus Amiland
>verbaut. Dort lagen die KOMPLETTEN Schalt- und Bestückungspläne bei!"

>Nun ja, wie viele gibt es denn davon weltweit?
>Einhundert sind wohl schon zu hoch gegriffen, wie groß und Speziell ist
>den der Hersteller?
>Wohl deutlich weniger als 50 Mitarbeiter und sehr Speziell.

So in etwa.

>Was hat den das Gerät 300kV HV Quelle gekostet - war es "nur" eine
>höhere vierstellige Summe oder doch schon fünfstellig...?

Weiß nicht genau, ich hab mal Zahlen zwischen 12-14 Tausend Euro gehört.


>Lohnabrechnung auf der Firmenhomepage präsentieren als die "heilig"
>Firmware (möglichst noch mit gut Kommentierten Sourcecode -träum-) zu
>veröffentlichen.

;-)

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Also ich habe am Montag bei einem bekannten Elektronikversender aus 
Friesland insgesamt 1kg bleihaltiges Lot bestellt. Den Hinweis

'Verwendung nur in Industrieanlagen und zu gewerblichen Zwecken!'

habe ich geflissentlich missachtet. Die Lieferung ist heute problemlos 
bei mir angekommen.

MfG Spess

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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spess53 schrieb:
> Den Hinweis
> 'Verwendung nur in Industrieanlagen und zu gewerblichen Zwecken!'
>
> habe ich geflissentlich missachtet.

Wird funktionieren, bis der erste arbeitslose Abmahnanwalt das spitz
bekommt. :(

Beitrag #5486036 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Jörg W. schrieb:
> spess53 schrieb:
>> Den Hinweis
>> 'Verwendung nur in Industrieanlagen und zu gewerblichen Zwecken!'
>>
>> habe ich geflissentlich missachtet.
>
> Wird funktionieren, bis der erste arbeitslose Abmahnanwalt das spitz
> bekommt. :(

Das wiederum wird nur funktionieren, wenn die Verarbeitung zwar 
gewerblich, aber außerhalb industrieller Anlagen erfolgt.

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