Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Orginaler Progstecker für STM32?


von Gottfried (Gast)


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Hallo was verwendet ihr für einen Progstecker für die Stm32?
Ich möchte einen Standart Stecker verwenden.
Der aus der en.DM00051986.pdf kann ich nicht bei meinen Läden finden.

Danke

von rzr (Gast)


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10-pol SKEDD funktioniert bei uns ganz gut:

http://katalog.we-online.de/de/em/REDFIT_IDC_SKEDD

Vorteil: Verpolsicher, muss nicht bestückt werden, kostet also nur 
PCB-Fläche. SKEDD-Stecker (für das Programmerkabel) günstig
Nachteil: recht gross, Kunstoffnasen brechen bei der 
Serienprogrammierung gerne ab (funktioniert aber auch so einwandfrei)

Bei kleinen Sachen ist der von dir vorgeschlagene FTSH-105-01-L-DV-K in 
Kombination mit FFSD-05-D-06.00-01-N nicht verkehrt (selbe Belegung wie 
oben).

Vorteil: klein, Verpolsicher
Nachteil: Stecker kostet und muss bestückt werden

Dann gibt es noch den Tag-Connect:

http://www.tag-connect.com/TC2050-IDC

Vorteil: Verpolsicher, sehr klein, benötigt nur drei Bohrungen in der 
kleinen Ausführung (Unterseite der Platine kann also genutzt werden, das 
geht bei SKEDD nicht).
Nachteil: Progkabel teuer (40 EUR) und empfindlich. Während der 
Programmentwicklung rutscht der Stecker ständig ab.

von rzr (Gast)


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Empfehlenswert ist die Verwendung eines Adapterboards (z.B. für den 
Debug-Pin oder für die serielle Schnittstelle. Wir haben auch noch 
Strommessung drauf und ein paar andere Nettigkeiten).

Anbei ein Bild von unserem, wie sowas aussehen könnte.

von Johannes S. (Gast)


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Standard wären z.B. die 10 pin Header im 50 mil Raster.
https://www.mikrocontroller.net/articles/JTAG
Ich benutze gerne die JST XH, PH oder ZH. Dazu dann ein Adapterkabel auf 
die Standard 10 Pol Stecker.

von Jürgen S. (starblue) Benutzerseite


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Standardstecker mit Kragen bei Digikey:
https://www.digikey.com/products/en?keywords=1175-1627-nd
Den benutze ich, hab mir dafür einen Breadboardadapter gemacht
https://aisler.net/p/CUQSVEIZ.

Es gibt auch noch diverse Typen von Samtec:
https://www.digikey.de/products/de?keywords=ftsh-105
Der Typ in Deinem Schaltplan ist auch dabei.

Reichelt hat leider keine 2x5 im 1.27mm Raster, aber man kann eine 
längere 2x20 Leiste zerteilen (jeweils eine Spalte Verlust, nicht 
verpolungssicher):
https://www.reichelt.de/2x20pol-stiftleiste-gerade-rm-1-27-sl-2x20g-1-27-p51701.html?&trstct=pol_5

von Gerd E. (robberknight)


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rzr schrieb:
> http://katalog.we-online.de/de/em/REDFIT_IDC_SKEDD
>
> Vorteil: Verpolsicher, muss nicht bestückt werden, kostet also nur
> PCB-Fläche. SKEDD-Stecker (für das Programmerkabel) günstig
> Nachteil: recht gross, Kunstoffnasen brechen bei der
> Serienprogrammierung gerne ab (funktioniert aber auch so einwandfrei)

Man muss vor allem für alle Kontakte Bohrungen nehmen, kann die andern 
Layer an der Stelle also nicht nutzen. In der Nähe der Controller ist es 
aber meist eng.

> http://www.tag-connect.com/TC2050-IDC
[...]
> Während der
> Programmentwicklung rutscht der Stecker ständig ab.

Das ist für mich das KO-Kriterium bei den Tag Connects gewesen. Bei der 
Serie wird hinterher das selbe Layout verwendet wie bei der Entwicklung, 
die Variante mit den dicken Löchern hat also das selbe Problem. Und die 
Variante mit dem Gegenhalter auf der Unterseite geht auch nicht, da man 
oft nicht an die Unterseite der Platine rankommt oder der Platz dort 
belegt ist.

Was ich daher mache ist folgendes:

Ich nehme die Footprints für SMD-Micromatch. Für die Entwicklung löte 
ich kurz eine Micromatch-Buchse auf. Das ist in ner Minute erledigt und 
die 30 Cent für die Buchse stören für die paar Entwicklungmuster auch 
nicht. Danach halten die Micromatch-Stecker sauber und ich kann 
entwickeln und debuggen ohne Ärger.

Für die Serie lasse ich die Buchsen weg und kontaktiere die Pads des 
Micromatch-Footprints per Pogopins. Entweder mit einem Handadapter, der 
braucht dann aber kleine Führungslöcher, oder in einem Testbett für 
größere Serien.

von 1960 (Gast)


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Mir gefällt der Ansatz

Gerd E. schrieb:
> Für die Serie lasse ich die Buchsen weg und kontaktiere die Pads des
> Micromatch-Footprints per Pogopins. Entweder mit einem Handadapter, der
> braucht dann aber kleine Führungslöcher, oder in einem Testbett für
> größere Serien.

Gibt es dazu auch fertige Stecker mit Pogopins?

von Schorsch X. (bastelschorsch)


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rzr schrieb:
> 10-pol SKEDD funktioniert bei uns ganz gut:

Ich nehme den SKEDD ebenfalls - nur in 6polig. Für SWD reicht das und 
baut etwas kleiner. Hab ich seit fast einem Jahr klaglos in Betrieb. 
Preiswert und gut.

von Gerd E. (robberknight)


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1960 schrieb:
>> Für die Serie lasse ich die Buchsen weg und kontaktiere die Pads des
>> Micromatch-Footprints per Pogopins. Entweder mit einem Handadapter, der
>> braucht dann aber kleine Führungslöcher, oder in einem Testbett für
>> größere Serien.
>
> Gibt es dazu auch fertige Stecker mit Pogopins?

Wäre mir nicht bekannt. Es gibt relativ wenig fertige Stecker mit 
Pogopins. Und dann auch noch so positioniert, daß Sie zum Footprint 
eines auflötbaren SMD-Steckers passen. Das ist ziemlich speziell.

Ich hab mir den kurz selber gemacht. 2 Platinen mit Löchern für die 
Pogopins, in die obere sind die Pogopins eingelötet, die untere führt 
die Pogopins nur. Der Abstand der Platinen wird über Schrauben/Muttern 
an der Seite gehalten.

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