Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Können LEDs IR Empfänger stören?


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von Kai M. (bitboy)


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Hallo zusammen,

ich habe eine merkwürdige(?) Beobachtung bei meiner Deckenleuchte 
gemacht. Es handelt sich um dieses Modell: 
https://www.beleuchtung.de/briloner-3686-016-led-deckenleuchte-agiled-led-22w/

Wenn die Lampe ausgeschaltet ist funktioniert die Fernbedienung ganz gut 
über größere Entfernung, wenn sie aber an ist und ich sie ausschalten 
möchte oder den Modus verändern, dann muss man mit der Fernbedienung 
schon sehr nah ran bevor sich etwas tut.
Meine Vermutung ist daher, dass der verbaute Sensor durch die LEDs der 
eingeschalteten Leuchte gestört wird. Kann das sein? Sind die 
Wellenlängen nicht sehr verschieden?

Kann man da etwas ändern?

Mit einem ESP hab ich selbst eine "Fernbedienung" gebaut, allerdings ist 
die Reichweite kaum besser.

Zum Aufbau: Direkt an der Decke befestigt ist die Platine mit den LEDs 
und dem Sensor, darunter eine transparente Kunststoffscheibe. Auf der 
Glasplatte befindet sich noch eine Diffusorfolie die das Licht streut.

Vielen Dank

: Verschoben durch Moderator
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Kann das sein?

Ja, kann sein.

> Kann man da etwas ändern?

Einen anderen (besseren) Empfänger einbauen.

Ist das denn kein Garantiefall?

von Kai M. (bitboy)


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Ich hatte schon mal beim Support nachgefragt und eine andere 
Fernbedienung erhalten, natürlich ohne Effekt.
In einem Garantiefall würde man doch nur dieselbe Leuchte nochmal 
bekommen und wenn es wirklich so ist, dass die LEDs den Empfänger stören 
wärs doch ein Designproblem oder etwa nicht?

Hätte jemand einen Tipp welcher Empfänger weniger empfindlich gegen LED 
Streulicht ist? Einlöten könnte ich den schon.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Kai M. schrieb:
> Meine Vermutung ist daher, dass der verbaute Sensor durch die LEDs der
> eingeschalteten Leuchte gestört wird. Kann das sein? Sind die
> Wellenlängen nicht sehr verschieden?
Irgendwei können die sich schon überlappen. Aber viel interessanter 
könnte es sein, wenn die Deckenlampe mit hochfrequentem Strom gepulst 
wird. Oder auf dem Strom noch hochfrequenter Ripple drauf ist. Dann 
versucht der FB-Empfänger verzweifelt dieses Dauerpulssignal zu 
dekodieren und regelt sich den Laden dicht.

> Kann man da etwas ändern?
Die LEDs der Deckenlampe müssen mit Gleichstrom betrieben werden. Oder 
zumindest mit einem gepulsten Gleichstrom, der eine andere Frequenz als 
die FB-Tragerfrequenz hat.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Kai M. schrieb:
> dass die LEDs den Empfänger stören
> wärs doch ein Designproblem oder etwa nicht?

Wenn der Empfänger schlechter ist, als er sein soll, könnte dort ein 
Herstellungsfehler oder Materialfehler sein.

> Hätte jemand einen Tipp welcher Empfänger weniger
> empfindlich gegen LED Streulicht ist?

Um Dir einen passenden Empfänger zu empfehlen, muss man einige Details 
der Lampe kennen. In der Regel bedingt der Austausch des Empfängers auch 
den Austausch der Fernbedienung.

: Bearbeitet durch User
von Peter R. (pnu)


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Kai M. schrieb:
> Kann das sein?

Ja, die Empfangsdiode (oder Fototransistor) ist ja nicht nur gegen IR 
empfindlich, sondern auch gegen Licht mit höherer Energie z.B. das 
sichtbare Licht der Leuchte.

Dieses Licht kann den Arbeitspunkt des Foto-Ts so weit verschieben, dass 
er nicht mehr richtig arbeitet.

Bei TV Geräten hat man da eine Übertragungsfrequenz von ca.30kHz und 
einen Empfänger mit angepasstem Frequenzbereich als Lösung.

Vielleicht war man da etwas optimistisch mit der Filterung vor der 
Empfangsdiode. Man könnte da ein Filter vorschalten, das das Licht der 
Leuchte weghält. Früher nahm man dazu das schwarze Anfangsstück des 
Films eines Fotoapparats. Das ist für IR durchlässig, sperrt aber das 
Tageslicht.
Vielleicht reicht auch ein kleiner Kartonstreifen, der das von der 
weißen Decke zum Sensor hin reflektierte Licht fernhält.

von Erwin D. (Gast)


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Stefanus F. schrieb:
> Wenn der Empfänger schlechter ist, als er sein soll, könnte dort ein
> Herstellungsfehler oder Materialfehler sein.

Muß nicht sein. Eher wahrscheinlich ist es, daß die Lampe massiv stört, 
wie es Lothar schon schrieb.

@TO: Ich würde die Lampe zurückgeben und nicht umtauschen.

von c-hater (Gast)


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Kai M. schrieb:

> Meine Vermutung ist daher, dass der verbaute Sensor durch die LEDs der
> eingeschalteten Leuchte gestört wird. Kann das sein?

Auf jeden Fall kann das sein.

> Sind die
> Wellenlängen nicht sehr verschieden?

Kommt natürlich auf die LED an. Im Falle einer RGB-LED liegt die 
Rot-Komponente gar nicht so sehr weit weg vom IR der FB.

Vermutlich ist das eigentliche Problem aber EMV. D.h.: nicht das Licht 
selber ist das Problem, sondern der Funk-Störnebel der Leuchte auf viel 
geringeren Frequenzen.

Ob meine Vermutung zutrifft, kann man sehr leicht herausfinden: einfach 
das Licht der Leuchte z.B. mit einem passend gefalteten Blatt Papier 
oder Pappe vom IR-Sensor fernhalten und dann dieselben Test bezüglich 
der Reichweite bei ein- bzw. ausgeschaltetem Licht vornehmen. Wenn ich 
recht habe, passiert derselbe Scheiss auch, wenn der IR-Sensor das Licht 
durch die Abdeckung garnicht (bzw. nur erheblich abgeschwächt) zu sehen 
bekommt.

> Kann man da etwas ändern?

Sischer. Bloß kostet das Geld und Aufwand. Genau darauf haben dann 
entweder der Hersteller der Leuchte oder des Geräts verzichtet oder 
beide. Deswegen war der Scheiss so billich...

von Klaus R. (klaus2)


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...klemm die Leds ab bzw verdunkel die für einen kurzen test oder 
verlänger den ir sensor mit geschirmtem kabel und schau obs dann besser 
geht? Wenn nein: EMV...

Klaus.

von Wolfgang (Gast)


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Peter R. schrieb:
> Ja, die Empfangsdiode (oder Fototransistor) ist ja nicht nur gegen IR
> empfindlich, sondern auch gegen Licht mit höherer Energie z.B. das
> sichtbare Licht der Leuchte.

Jeder vernünftige Fernbedienungsempfänger hat ein Sperrfilter davor, um 
sichtbares Licht wegzufiltern. Solange ein anständiges Sperrfilter davor 
sitzt, kann die Lampe im sichtbaren fast leuchten, wie sie möchte.

Jetzt müsste man wissen, wie das Spektrum der Lampe aussieht und wo die 
IR-Fernbedienung sendet.

von oszi40 (Gast)


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Peter R. schrieb:
> Vielleicht war man da etwas optimistisch mit der Filterung vor der
> Empfangsdiode.

Wahrscheinlich wird die Empfangsdiode schon mit Fremdlicht, was 
ungünstigerweise auch noch moduliert ist zugestpft? Da hilft nur das 
Ausschlussprinzip. Ob ähnliches Licht (Halogen-Strahler) die Diode auch 
zustopft? Dann ist die Dosis zu hoch. Wenn es nur bei LED-Licht 
passiert, ist wahrscheinlich eine höhere Frequenz im Spiel. Dann würde 
ich mal zum Test z.B. 100nF der Fremdlicht-LED-Kette parallel schalten, 
um die PWM-Impulse etwas zu verschleifen.

von Teo D. (teoderix)


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Eine Möglichkeit wäre natürlich noch, dass das NT für die Lampen, die 
Stromversorgung des Empfängers so zumüllt, das es stört.

von Kai M. (bitboy)


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Hallo zusammen,

schonmal vielen Dank für die Antworten. Ich wollte mal kurz Rückmeldung 
geben.

Lässt man die Glasplatte und die Diffusorfolie weg, dann gibt es keinen 
Unterschied in der Entfernung wo die Fernbedienung noch funktioniert.
Für mich heißt das, das es definitiv am Streulicht liegen muss, das von 
diesen Teilen auf den Sensor reflektiert wird.

Das Anbringen eines Stückchen Fotofilme vor dem Sensor hat immerhin so 1 
bis 2 Meter zusätzliche Reichweite gebracht. Danke für den Tipp :)

Um es weiter zu verbessern hab ich mir überlegt, den Sensor 
auszutauschen. Hätte da jemand eine Empfehlung? bei den meisten die ich 
so gesehen habe steht dabei störsicher zu sein aber ist damit Tageslicht 
oder LED-Licht gemeint?

Als alternative würde ich den Sensor einfach tiefer, also näher an die 
Glasplatte bringen dann dürfte ja generell weniger Streulicht drauf 
fallen.

von soso... (Gast)


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Ich würde mal testen, ob es Licht sein kann.

Dazu kann man einfach mal den Empfänger und Sender beschatten, z.B. mit 
einem Stück Pappe. Das sollte Störlicht abhalten, EMV aber nicht.

Wenn es dann funtkioniert, dann war es Fremdlicht. Wenn das 
Störverhalten gleich bleibt, eher EMV.

Warum ich mir es vorstellen könnte:
Jeder Filter hat auch eine endliche Dämpfung. Wenn die Wellenlängen nahe 
zusammenliegen und die Frequenz nahe an der liegt, die IR verwendet, 
kann das schon stören.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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hast Du mal den Versuch gemacht, diese Leuchte als einziges
an dem Kreis zu betreiben?

Oder wenn es doch das "Eigenlicht" ist was da stört,
Statt Film mal ein "Auge" einer Fernbedienung vor den Sensor geklemmt?
Also so'n Plastikteil, das in FB vorne als Filter drin ist.
Oder von irgendeinem Gerät schlachten, das einen solchen Filter
vorm IR-Empfänger drin hat.

ganz evtl geht auch eine geköpfte IR-Diode,
wenn der Empfänger selbst auch nur in einem Kleinen Loch drin sitzt.
Köpfen, Bruchstelle plan schleifen, davor setzen.
möglichen seitlichen Einfall auch mit Knete dicht spachteln,
wenn man sowas davor setzt.

Damit man mal das normale Spektrum ausschliessen kann.

BTW, kann Licht selbst eigentlich auch Oberwellen erzugen,
wen das gepulst wird? :-/

von Peter D. (peda)


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Kai M. schrieb:
> Für mich heißt das, das es definitiv am Streulicht liegen muss, das von
> diesen Teilen auf den Sensor reflektiert wird.

Also eindeutig ein Konstruktionsfehler.
Vermutlich ist es nichtmal die Helligkeit der LEDs ansich, sondern die 
PWM zur Helligkeitseinstellung.
Konstantes Licht filtert der IR-Empfänger recht gut weg (Sonne, 
Glühlicht), aber HF-Pulse übersteuern ihn.

von Bernd K. (prof7bit)


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Zumindest manche Typen dieser kleinen integrierten IR-Empfänger für 
Fenrbedienungen die man vielerorts findet haben die sehr nachteilige 
Eigenschaft daß sie bei zu viel Fremdlicht (Gleichlicht) kurzerhand die 
Verstärkung runterregeln und dabei dann unempfindlicher werden.

Dieses überraschende Verhalten hab ich konkret bei RPMS2381-H19 von Rohm 
festgestellt, die nutzbare Reichweite sank im konkreten Fall von 12m auf 
unter 1m sobald Sonne (durchs Fenster!) auf den Empfänger traf. Mit 
einem 400W Halogenstrahler konnte man ihn vollends erblinden lassen. Es 
würde mich nicht wundern wenn andere ähnliche Bausteine ähnlich arbeiten 
und ein ähnlich unvorteilhaftes Verhalten zeigen würden.

von Andi B. (andi_b2)


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Man kann jeden IR-Empfänger übersteuern und somit blind machen für das 
eigentliche Ferbedienungssignal. Aber natürlich gibt es hier 
Qualitätsunterschiede. Und meist sind die neueren Modelle besser als die 
uralten. Ganz einfach weil die Störungen durch EVGs, Sparlampen, moderne 
Leuchtstoffröhren, LED Treiber, ... in den letzten Jahrzehnten massiv 
zugenommen haben und die IR-Empfänger Hersteller darauf reagiert haben 
(reagieren mußten).

Aber wie meist ist nicht nur eine Komponenten schuld (minderwertig), 
sondern das Zusammenspiel machts. Solange man den Empfänger (das 
Empfängergerät) nicht kennt, ist es reine Spekulation ob nun die Lampe 
Mist ist, oder der Empfänger, oder der Sender.

von Jürgen W. (Firma: MED-EL GmbH) (wissenwasserj)


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Ich erlaube mir mal meinen Senf dazuzugeben:

1. Wenn auf kurze Distanz der Empfänger funktioniert, dann deutet das 
auf ein störendes Rauschen hin, das erst durch einen entsprechend 
starken Signalhub durchbrochen wird - also die geringere Distanz.

2. Mit (1) sollte die Frage erledigt sein, ob der Empfänger durch das 
Licht übersteuert wird - insfern unsinnig, da dann die Fernbedienung gar 
nicht mehr funktionieren würde.

3. Aus (1) kann man sich zwei Überlegungen zurechtbasteln:
3a) Als Störquelle kommt das Licht selbst in Frage, wenn die PWM im 
störenden Frequenzbereich arbeitet bzw. Oberwellen produziert
3b) Die Leistungselektronik emittiert ein störendes mag. Feld, das die 
IR-Empfängerelektronik durcheinander bringt.

Wie Du selbst geschrieben hast, hat eine Positionsveränderung des 
Empfängers eine Verbesserung gebracht - 3b scheint mir plausibler.

Sofern Du Zugriff auf ein Oszi hast oder ein Multimeter mit 
Frequenzanzeige, dann könntest Du
a) mit einer Photodiode das Flickern der LEDs erfassen und 
kontrollieren, ob das im Frequenzbereich des Senders liegt
b) eine kleine Luftspule machen und schauen, ob störende Felder im 
relevanten Frequenzbereich sind.

Mögliche Lösung für a: Einen winzigen Papptrichter rund um die 
Empfangsdiode legen und damit das Störlicht dämpfen.
Mögliche Lösung für b: Bei der Spg-Versorgung der Empfängerelektronik 
ein Dämpfungsglied einbauen.

von Falk B. (falk)


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Normale IR-Fernbedieungsempfänger haben

- IR-Filter, da kommt kein sichtbares Licht durch (das Plastik wirkt 
schwarz)
- eine AGC, welche den Signalpegel in weiten Bereichen anpassen kann
- einen ein oder mehrstufigen Filter/Demodulator, welche nur relativ 
schmalbandige Signale, welche der IR-Steuersignalen sehr ähnlich sind, 
durchläßt

Ein optisches Übersprechen ist sehr unwahrscheinlich. Umso mehr kann 
aber so ein Empfänger elektrisch gestört werden, wenn er an einer 
verseuchten Stromversorgung ohne ausreichend Filtermaßnahmen klemmt.

Beitrag "Re: Infrarot LED Lichtschranke"

von MaWin (Gast)


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Kai M. schrieb:
> Um es weiter zu verbessern hab ich mir überlegt, den Sensor
> auszutauschen.

Hilft nicht.

> Hätte da jemand eine Empfehlung?

Sein lassen.

Peter D. schrieb:
> Also eindeutig ein Konstruktionsfehler.

Ja. Lampe zurück, sollen sich die Chinesen drum kümmern, die den Mist 
verbrochen haben.

von Falk B. (falk)


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@ Andi B. (andi_b2)

>Man kann jeden IR-Empfänger übersteuern und somit blind machen für das
>eigentliche Ferbedienungssignal.

Da mußt du sich bei einem ECHTEN, guten SEHR anstrengen, denn die haben 
alle eine sehr gute, aktive Umgebungslichtkompensation.

von oszi40 (Gast)


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Sonne gegen Kerzenlicht? Wer gewinnt? Man kann zwar schön filtern, aber 
manchmal wird eben das hellere Licht oder PWM etwas stören.

von batman (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Da mußt du sich bei einem ECHTEN, guten SEHR anstrengen, denn die haben
> alle eine sehr gute, aktive Umgebungslichtkompensation.

Mit meinem IR-gesteuerten Spielzeugheli brauche ich da nur mal durch die 
Tür nach draußen fliegen, sofort fällt er wie ein Stein zu Boden. Drin 
steckt ein handelsüblicher 38kHz-Receiver, bei ungefiltertem Tageslicht 
blind wie ein Maulwurf.

von Falk B. (falk)


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@batman (Gast)

>steckt ein handelsüblicher 38kHz-Receiver, bei ungefiltertem Tageslicht
>blind wie ein Maulwurf.

Dann ist der Schrott. Aber es gibt gute Empfänger und die sind auch 
nicht teuer.

von Bernd K. (prof7bit)


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oszi40 schrieb:
> Sonne gegen Kerzenlicht? Wer gewinnt? Man kann zwar schön filtern, aber
> manchmal wird eben das hellere Licht oder PWM etwas stören.

Sonne (auch 2 oder 3 Sonnen, je nachdem wo man wohnt) ist bei einem 
vernünftigen Empfänger eigentlich null Problem denn das ist annähernd 
Gleichlicht.

Jedoch wie gesagt, mindestens einer dieser Empfänger die ich schon in 
den Fingern hatte konnte noch nicht mal ganz normale Sonne vertragen.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (prof7bit)


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Wo wir grad bei Thema sind: Kann jemand der Anwesenden einen 
IR-Empfänger (vorzugsweise SMD, nach oben schauend) für 38kHz (oder 40) 
empfehlen der nachweislich bei Sonne frontal von vorne nicht blind wird?

von Andi B. (andi_b2)


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Falk B. schrieb:
> Normale IR-Fernbedieungsempfänger haben
>
> - IR-Filter, da kommt kein sichtbares Licht durch (das Plastik wirkt
> schwarz)
> - eine AGC, welche den Signalpegel in weiten Bereichen anpassen kann
> - einen ein oder mehrstufigen Filter/Demodulator, welche nur relativ
> schmalbandige Signale, welche der IR-Steuersignalen sehr ähnlich sind,
> durchläßt
>
> Ein optisches Übersprechen ist sehr unwahrscheinlich. Umso mehr kann
> aber so ein Empfänger elektrisch gestört werden, wenn er an einer
> verseuchten Stromversorgung ohne ausreichend Filtermaßnahmen klemmt.

Alles ist relativ - und kein Filter ist unendlich steil und hat 
unendliche Dämpfung. Auch hat jeder Verstärker/AGC nur eine endliche 
Dynamik. Soviel Theorie zu deinen ebenfalls theoretischen Aussagen (auch 
wenn diese Korrekt sind).

Der TO hat doch schon geschrieben, dass die Lampe einen erheblichen 
Einfluß auf das Verhalten hat. Nur hat er soweit ich sehe noch immer 
nicht verraten um welchen Empfänger und Sender es sich handelt. Nichtmal 
das ungefähre Herstellungsjahr. Also kann man nichtmal grob abschätzen 
ob der Empfänger/Sender auch Schrott ist, oder eh vielleicht ganz gut.

IMHO kommt man hier nicht weiter. Zumindest nicht, solange der TO sich 
so bedeckt hält. Es wurde schon alles geschrieben und mehr.

von Michael Luhmann (Gast)


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Hallo,
ich habe gestern Abend eine Star-LED Deckenleuchte montiert. Das Licht 
war schon klasse, aber nach drei Stunden fingen alle Empfangsgeräte an 
zu spinnen.
Ein " Opticon Twin-Receiver", ein Megasat Twin Receiver, ein "LG 
Fernsehapparat" und ein "Sony Bluray-Player".
Alle Teile reagieren kaum noch auf die Fernbedienungen, und wenn es mal 
geht,ist es wie Suchlauf. Lautstärke von Null auf Hundert, non Hundert 
auf Null, Sender umschalten läuft von Eins bis Ultimo, und bleibt 
irgendwann mal stehen.
Das eine FB mal kaputt geht, kann ich ja verstehen, aber alle, und dann 
auch noch gleichzeitig?
Und das Einzige, was ich gemacht habe, ist diese Leuchte zu montieren, 
mit GU10-LED, 5 Watt, 400 Lumen, warmweiss.
Auch bei ausgeschalteter Beleuchtung keine Besserung mehr.
IR- Fernbedienungen auf anderen Geräten in anderen Räumen funktionieren 
einwandfrei.
Kann mir jemand helfen?
Danke
Michael

von kyrk.5 (Gast)


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Michael Luhmann schrieb:
> Auch bei ausgeschalteter Beleuchtung keine Besserung mehr.

Dann wird es wohl nichts mit dem Licht zu tun haben. Versuche mal den 
Schaltnetzteil wenn es eins hat davon komplett zu trennen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Glühbirnen und Du hast vernünftiges Licht.

ansonsten kann man "Scheuklappen" vor die IR-Empfänger setzen:
kleine Röhrchen, um den Sensor etwas "einzuengen"

von Michael Luhmann (Gast)


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Naja, klingt ja ganz gut, aber 4 unterschiedliche Geräte, die kaum noch 
auf die FB reagieren,
auch wenn das Licht ausgeschaltet ist. Dann können doch nur die 
Empfänger nicht in Ordnung sein. Die FB`s senden, und die Empfänger 
reagieren auf das Signal. Tun sie nur seit Installation der Lampe nicht 
mehr richtig.Daraus schliesse ich, dass diese LED's die Programmierung 
der Geräte abgeschossen haben.
Gruss
Michael

von Harlekin (Gast)


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Michael Luhmann schrieb:
> wenn das Licht ausgeschaltet ist

Ist dessen Netzteil auch ausgeschalten?

von oszi40 (Gast)


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Da hilft nur systematische Suche. Ursache ist bestimmt die neue 
LED-Leuchte.
1. Diese Leuchte total vom Strom trennen, entsorgen
2. TV-Geräte 1x stromlos machen und später nochmals testen.

Wenn Du Glück hast, hat das LED-Licht NUR die Empfängereingänge der 
fernbedienten Geräte zugestopft. Wenn du Pech hast, haben die 
Lichtimpulse Deiner neuen LED-Lampe die programmierten Einstellungen 
Deiner TV-Geräte evtl. dauerhaft verbogen. Deswegen Geräte 1x stromlos 
machen und testen. Schlimmstenfalls muß der Fernsehmann eine 
Werksrücksetzung versuchen?

von Michael Luhmann (Gast)


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Habe bei der Leuchte die Sicherung ausgeschaltet, anschliessend die vom 
TV. Unterschiedliche Stromkreise.Und bei der Leuchte ist sie immer noch 
draussen.  Keine Besserung eingetreten.Heute Abend, wenn meine Frau zu 
Hause ist,werde ich ein Video aufnehmen. Wenn daran wirklich die LED`s 
schuld sind, übergebe ich das mal einem Anwalt.Davor sollte gewarnt 
werden.Was nützt eine stromsparende, preiswerte Deckenleuchte, wenn man 
danach ein neues TV braucht.
Diese GU10 LED's brauchen kein Netzteil.230V

von oszi40 (Gast)


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Michael Luhmann schrieb:
> Wenn daran wirklich die LED`s
> schuld sind, übergebe ich das mal einem Anwalt.

Viel Spaß wenn der Müll auch China kommt. Dann hat der Anwalt eine 
schöne Dienstreise? Jetzt würde ich erst mal die Batterien der 
Fernbedienungen messen und dann einen Fernsehmann suchen, der sich 
besser auskennt.

von batman (Gast)


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Das muß ja eine magische Lampe sein, die ohne Strom schon andere Geräte 
stört. Vielleicht durch häßliches Aussehen? Viel Spaß vor Gericht.

von Michael Luhmann (Gast)


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EDI Light GmbH 6136 Pill, Österreich. Gekauft bei Netto

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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oszi40 schrieb:
> Michael Luhmann schrieb:
>> Wenn daran wirklich die LED`s
>> schuld sind, übergebe ich das mal einem Anwalt.
>
> Viel Spaß wenn der Müll aus China kommt.

dann gehts über den örtlichen Händler.

von Klaus R. (klaus2)


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...im LEBEN hast die Deckenleuchte nicht die Geräte zerschossen. Ich 
vermute trollhaftes Verhalten.

Klaus.

von Michael Luhmann (Gast)


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Habe es hingekriegt. Geräte für 5 Minuten vom Netz genommen keine 
Besserung. Dann fiel mir ein Tipp aus der Computerbild von vor Jahren 
bei PC's ein.
Wenn ein Rechner nicht mehr ganz so sauber läuft, vom Netz trennen und 
ein paar Sekunden den Startknopf drücken. Bei einem Neustart liest sich 
das Grundprogramm komplett neu ein. Habe ich dann auch versucht. 30 
Minuten Sicherung raus, für ca. 25 Sekunden die Einschaltknöpfe gedrückt 
gehalten, Strom wieder an und es läuft wieder.
Danke an all die Jungs hier, die sich ernste Gedanken gemacht haben, um 
mir zu helfen.
Euch kann man weiterempfehlen.

von Klaus R. (klaus2)


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"...ein paar Sekunden den Startknopf drücken..."

Gut, Troll. Sag ich ja.

Klaus.

von Michael Luhmann (Gast)


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Ach Klaus 2,...........

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Hätte ich auch vermutet. Das Universum muss zurückgesetzt werden. Am 
FI-Schalter in Deinem Zählerschrank ist eine Taste. 30 Sekunden lang 
draufdrücken.

SCNR ;-)

von oszi40 (Gast)


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Michael Luhmann schrieb:
> Ach Klaus 2,

Da gab es noch andere wunderliche Sachen wie z.B. TV-B-Gone
https://de.wikipedia.org/wiki/TV-B-Gone
TV-B-Gone ist eine einfache Universalfernbedienung, deren einzige 
Funktion darin besteht, die Fernseher in der Nähe der Fernbedienung 
auszuschalten.

von Michael Luhmann (Gast)


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Danke an Oszi40,

du hast mir den entscheidenden Tip gegeben. Denn das hat mich daran 
erinnert, dass diese Geräte 2 Dinge gemeinsam haben.

1. Eine Infrarot Fernbedienung. Sind alle in Ordnung.
Was sich bei mir geändert hat, ist, dass ich eine LED Lampe 
angeschlossen habe. Nach 3 Stunden fingen meine 4 Geräte an, nur noch 
sehr bekloppt auf die Signale zu reagieren.Gleichzeitig.

2. Einen Prozessor. Und der braucht ein Bios.
In einer Computerbild  vor etwa 10 Jahren stand, dass, wenn der PC keine 
Kartenleser oder andere eingebaute Teile erkennt, man ihn vom Netz 
nimmt, und ein paar Sekunden auf den Einschaltknopf drücken soll. Dann 
würde das Bios alle installierten Teil neu erfassen, und der Rechner 
läuft wieder.
Habe ich damals gemacht, und siehe da, es ging.
TV, die beiden Receiver und der Bluray-Player haben nach dem ersten vom 
Netz keine Verbesserung gezeigt. Dann fiel mir der Tip der CB ein. Ob 
ihr es glaubt oder nicht, es läuft alles wieder einwandfrei.

Und Kommentare von Klaus 2 und soul e braucht kein Mensch.

Nochmal Danke an die Leute mit Hirn hier im Forum.

von Jens G. (jensig)


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Klaus R. (klaus2) schrieb:

>"...ein paar Sekunden den Startknopf drücken..."

>Gut, Troll. Sag ich ja.

>Klaus.

Der Troll steckt aber jetzt bei Dir drin. Denn Starttastedrücken bei 
abgestecktem Gerät ist nicht nur ein Geheimtip, sondern wird auch vor 
allem von einigen Laptop-Herstellern (bei entferntem Akku) empfohlen, 
wenn irgendwelche magische Dinge ein normales Runterfahren überleben.
Paar Sekunden reichen je nach Gerät vielleicht nicht, es können 
vielleicht auch eins/zwei Minute nötig sein, wie bei meinem Laptop.


Michael Luhmann (Gast) schrieb:

>nimmt, und ein paar Sekunden auf den Einschaltknopf drücken soll. Dann
>würde das Bios alle installierten Teil neu erfassen, und der Rechner
>läuft wieder.

Soweit ich weis, ist das kein Signal ans BIOS, sich wieder sauber zu 
machen, sondern der gedrückte Taster soll die internen Kondensatoren 
noch restlos leerzutschen, und damit einen wirklichen Grundzustand 
herstellen. Deswegen soll man den ja längere Zeit gedrückt halten.
Man natürlich auch ohne Drücken daselbe Ziel erreichen, wenn man einfach 
etwas ewig lange wartet ...

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Michael Luhmann schrieb:
> Dann würde das Bios alle installierten Teil neu erfassen,
> und der Rechner läuft wieder.

Die Sache mit dem Taster hat eine ganz andere Aufgabe. Durch den Taster 
sollen gewisse Restladungen aus Kondensatoren entladen werden, damit 
alle Chips beim nächsten Start korrekt resetted werden.

Manche Geräte sind derart fehlerhaft konstruiert, dass sie sich beim 
Entfernen der Stromversorgung nur sehr langsam entladen. Durch Druck auf 
den Taster nimmt dieser mehr Strom auf, so dass der Entladevorgang 
beschleunigt wird.

von batman (Gast)


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Die Chance, gleich mehrere solcher Defekt-Geräte ohne funktionierendes 
POR in einem Raum zu finden, dürfte gleich Null sein, abgesehen davon, 
was es mit dem IR-Thema zu tun hat.

von Klaus R. (klaus2)


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Kennt ihr Chemtrails? Gut.

Klaus.

von Jens G. (jensig)


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Gut, Troll. Sag ich ja.

von Michael Luhmann (Gast)


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Aber es läuft wieder.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Michael Luhmann schrieb:
> Ein " Opticon Twin-Receiver", ein Megasat Twin Receiver, ein "LG
> Fernsehapparat" und ein "Sony Bluray-Player".

Die haben alle eine "Starttaste" wie am PC? Wow.

von Klaus R. (klaus2)


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...eine Kondensatorentladungstaste!

Klaus.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Frank M. schrieb:
> Michael Luhmann schrieb:
>> Ein " Opticon Twin-Receiver", ein Megasat Twin Receiver, ein "LG
>> Fernsehapparat" und ein "Sony Bluray-Player".
>
> Die haben alle eine "Starttaste" wie am PC? Wow.

und zum Beenden auch auf Start drücken, wie bei Windoof

von Michael Luhmann (Gast)


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Danke Jens.

von Michael Luhmann (Gast)


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Danke Stefan

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