Business Geschwafel

Gast #5560025
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Hallo allerseits,

jeder der schon ein paar Berufsjahre auf dem Buckel hat und mal aus 
seinem Fachbereich heraus in die Welt der Meetings und TelKo's gehen 
musste kennt es: substanzloses BWL-Geschwafel. (Nichts gegen BWL an sich 
sondern eher gegen die Ausdrucksweise mancher Machertypen)

Hier deshalb ein paar aus meiner Sicht sehr nervige Floskeln und 
Begriffe:

- "lassen Sie uns diese Idee mal schwanger tragen" ... wenn etwas weiter 
verfolgt werden soll

- "und was war jetzt unsere lessons learned?" ... als man mal das Fazit 
aus einem kleinen Projekt ziehen wollte

- "ich möchte dass Sie aus dem Vortrag mitnehmen, wie man IT als 
strategische Waffe einsetzen kann" ... aus einem Vortrag über 
Projektmanagement

- "wir suchen echte Hands-On-Mentalität" ... seit einiger Zeit in jeder 
Stellenausschreibung

mehr fallen mir jetzt nicht ein. Ich bitte euch eure liebsten Sprüche 
anzufügen!
Gast #5560054
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Stefan T. schrieb:
> - "lassen Sie uns diese Idee mal schwanger tragen" ... wenn etwas weiter
> verfolgt werden soll
Antwort: Lernen Sie erst mal Deutsch, wenn Sie ernstgenommen werden 
wollen.


> - "und was war jetzt unsere lessons learned?" ... als man mal das Fazit
> aus einem kleinen Projekt ziehen wollte
"Dont go me on the biscuit" mit ihrem Dummgeschwafel.

Amazonlink auf "English for Runaways"


> - "ich möchte dass Sie aus dem Vortrag mitnehmen, wie man IT als
> strategische Waffe einsetzen kann" ... aus einem Vortrag über
> Projektmanagement
Da muss man ihm gleich mit einem Bündel der CAT-n-Kabel übers Gesicht 
streicheln. "Meinten Sie sowas?" peitsch, "oder so?", peitsch! "oder 
so?"

> - "wir suchen echte Hands-On-Mentalität" ... seit einiger Zeit in jeder
> Stellenausschreibung
"Also Wixer und Grabscher?" Wer mutig ist packt ihn gleich an den Eiern.
Oder bei der Gleichstellungsbeauftragten als Fummler melden.
Gast #5560068
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"Lasst uns dazu mal comitten."



Mein Liebling wenn es eigentlich um die simpelste Form einer Frage unter 
Kollegen geht:

"Hast du noch freie Spitzen."

Sie impliziert eine perfide Annahme man sei bereit unter Nutzung von 
Überstunden noch das ein oder andere mehr zu leisten. Einfach eklig.
Gast #5560082
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Vielleicht sollten ITler auch mal einsehen, dass sich die Berufswelt 
ändert und sich beispielsweise die Globalisierung auch in der Sprache 
durchsetzt. Außerdem versteht man das Gestottere einiger aus der IT 
ebenfalls nicht. Vor allem, wenn eine Frau anwesend ist, die halbwegs 
attraktiv ist.
Gast #5560091
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Spielt das wirklich ein Rolle in welcher Form man kommuniziert, wenn man 
denn überhaupt beiderseitig verständlich kommuniziert?

Jeder Fachbereich hat seine eigenen Anglizismen und umgangssprachlich 
benutze Begrifflichkeiten.
Wenn Informatiker sich unterhalten klingt das für Biologen sicher 
schräg, die ihrerseits bei ihren Gesprächen für den Hardwareentwickler 
nur wirres, unverständliches Zeug labern.
BWLer quatschen halt so das Scheisse nicht nach Scheisse klingt, weil 
sie oft mit Kunden und Investoren Quatschen, bei denen auf keinen Fall 
negative Gefühle entstehen dürfen.
'Probleme' werden zu 'Herausforderungen' etc. pp.
Will / muss man sich in diesen Kreisen bewegen, hat man einfach deren 
Ausdrucksweisen zu lernen, so wie man alles lernen muss was Teil des 
Jobs ist.

Mad schrieb:
> Sie impliziert eine perfide Annahme man sei bereit unter Nutzung von
> Überstunden noch das ein oder andere mehr zu leisten. Einfach eklig.
Was?
Nö, manchmal einfach notwendig und Teil des Jobs wenn man Teil der 
Lösung sein will und nicht Teil des Problems.
Selbst der Burgerbrater bei Mc.D. muss flexibel arbeiten, wieso sollte 
die Fachkraft mit dreifachem Gehalt einen lauen 9to5 Job haben?
Jede Stunde wird bezahlt oder kann abgefeiert werden.
Der AG soll bitteschön flexibel auf die eigenen Urlaubswünsche Rücksicht 
nehmen, aber wenn ein nicht linear verlaufendes Projektgeschäft 
flexibilität vom AN erfordert ist das eklig?
An der simplen Frage ob da was geht, kann ich nun wirklich garnichst 
verwerfliches finden.
Gast #5560149
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Michael K. schrieb:
> Mad schrieb:
>> Sie impliziert eine perfide Annahme man sei bereit unter Nutzung von
>> Überstunden noch das ein oder andere mehr zu leisten. Einfach eklig.
> Was?
> Nö, manchmal einfach notwendig und Teil des Jobs wenn man Teil der
> Lösung sein will und nicht Teil des Problems.
> Selbst der Burgerbrater bei Mc.D. muss flexibel arbeiten, wieso sollte
> die Fachkraft mit dreifachem Gehalt einen lauen 9to5 Job haben?
> Jede Stunde wird bezahlt oder kann abgefeiert werden.
> Der AG soll bitteschön flexibel auf die eigenen Urlaubswünsche Rücksicht
> nehmen, aber wenn ein nicht linear verlaufendes Projektgeschäft
> flexibilität vom AN erfordert ist das eklig?
> An der simplen Frage ob da was geht, kann ich nun wirklich garnichst
> verwerfliches finden.

Ich bin deiner Meinung, du hast es nur noch nicht erkannt. Der Kern der 
Frage ist berechtigt nur falsch gestellt.

"Freie Spitzen" bedeutet, da ist etwas das gefüllt werden will und 
dieses jenige geht über das normale Maß (den Mittel) hinaus. Es wird mit 
der Frage angenommen, dass ich dazu bereit bin bzw. dafür zur Verfügung 
stehe ("freie").

Das soll aber überhaupt nicht bedeuten, dass man auf externe Einflüsse 
keine Rücksicht nehmen kann oder soll. In der zur Verfügung stehenden 
Zeit, ist es auch Aufgabe im Mikromanagement zu eskalieren und Aufgaben 
der Priorität nach zu sortieren, also auch je nach Projektsituation neu 
planen.

Die Frage muss folglich lauten: "Kannst du Aufgaben verschieben und dir 
mal dieses wichtige Thema anschauen".

So wird nicht sofort ein Bezug zur Auslastung oder Überstundenregelung 
gemacht.
Gast #5560176
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Manche Kollegen/innen meide ich weil mir deren Geschwafel und 
Geschreibsel auf die Nerven geht.
Hier wurden ja schon einige alltägliche Sprüche genannt die ich so oder 
so ähnlich schon zu genüge gehört hab...

Mich nervt aber auch ein ausgesprochenes lol oder muhaha

Das Schlimme, man gewöhnt sich das unterbewusst an
Gast #5560201
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robocash schrieb:
> https://vitronic.csod.com/ats/careersite/JobDetails.aspx?id=121&site=1

Ist das ein unerträglich schwülstiges Geschwafel, wie ein 
Arztromanheftchen vom Bahnhofskiosk.

Wir bieten:
Einen unbefristeten Vertrag

Boah Wahnsinn! Wie ein Sechser im Lotto! Das bietet keine andere Firma!
Einen Vertrag, U-N-B-E-F-R-I-S-T-E-T! Der Jackpot! Endlich keine 
Flaschen mehr sammeln!
Gast #5560224
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Landshut schrieb:
> Mich nervt aber auch ein ausgesprochenes lol oder muhaha

Ich hatte mal so nen IT-Spastenkollgen der fand immer "lölchen" witzig. 
Oder sowas wie "Olga von der Wolga", "Mazurkabazurka" weiss nimmer 
genau, war so ein Gruppenslang in dem er sich bewegte, wie es halt 
kleine Kinder auch aufm Schulhof machen. Das fand der voll witzig und 
noch witziger wenn Aussenstehende das nicht verstehen, wie es eben auch 
kleine Kinder toll finden wenn Erwachsene nicht ihre Jugendslangsprache 
verstehen. Und mit sowas Beklopptem musst du dann 8h in einem Raum 
sitzen.
Gast #5560330
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@Der Andere

Ja, möglich, aber dafür tu ich nicht so als wäre ich aalglatt.


Ich selbst habe viel mit BWLern zu tun und oftmals, nicht immer, haben 
sie recht. Einer muss ja den Überblick behalten und die Stellen der IT 
halten, sonst wären viele schon wegen Bankrott arbeitslos - als letztes 
die BWLer, denn die entscheiden ja wer geht und wer bleibt.
Gast #5560346
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Heinz Becker schrieb:
> Dämliches Geschwätz schrieb:
>> -Sinn machen
> Das ist Umgangssprache und in einigen Regionen "korrektes" Deutsch.

Beispiele für einige der Regionen hast Du sicher?

>
> Deine Beispiele gehen schon Richtung Sprachnazi, genauso wie die
> Klugscheisser in letzter Zeit die einem mit der korrekten Anwendung von
> anscheinend/scheinbar auf die Nerven gehen.

Hm, nun zieht hier auch die Mode ein, jeden, der nicht wie ein Lemming 
der weichen Masse hinterherschleimt als Nazi zu verunglimpfen. Zumindest 
diese Erscheinng ist noch nicht ganz so alt.
Gast #5560348
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- Eine Kuh zum fliegen bringen. Die Kuh vom Eis bringen.
- Bullshit. No bullshit.
- Hoga neit. Wik medineit. Wik waporup (Aus Groß Gerau).
- "Was bin ich für ein Organ?", "Was machte es mit Ihnen?", "Hart aber 
weich"
- Kündigungsschutz, Mieterschutz, Schutzgemeinschaft,Schutzgebühr, 
Rechtsschutz, Türsteher.
- Hammelsprung. Teppichluder. Pussy Riot.
- Auslöse, Sperrzeit, versicherungswidriges Verhalten, Kartenkontrolle, 
Stechuhr
- Eine Forschergruppe um PhD xxx.
- Junge Gebrauchte, Blutdrucksenker, Aspartham
- Kanasthen, Rattengift, Alaska Seelachs, Dextrose, Thiomersal, Sepsis, 
Prophylaxe
- Der große Einstein ...
- Meinung, Barometer, Tagespresse, Pressekasino, Korrespondent, 
Medienpsychologe, Volontär
- Benefizkonzert, Benefits, Profitieren, Jobticket, Spendenaufkommen, 
Graswurzel
- Wochenendheimfahrer, Pendlerpauschale, Schnucklige Einzimmerwohnung
- Rürup, Priesterrente, Heizkostenzuschuss, Erdnussfett, 
Fachkräftemangel, Couch
- "Passen Sie gut auf sich auf!"
- Emmisionszertifikat, CO² Steuer, Glaskorrosion, Gefrierbrand
- Er arbeitete stets zu UNSerer vollsten Zufriedenheit
- Value Added Tax
- Neue Herausforderung
Gast #5560352
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Dämliches Geschwätz schrieb:
> Heinz Becker schrieb:
>> Dämliches Geschwätz schrieb:
>>> -Sinn machen
>> Das ist Umgangssprache und in einigen Regionen "korrektes" Deutsch.
>
> Beispiele für einige der Regionen hast Du sicher?

Genügt es dir, wenn man dich darauf aufmerksam macht, dass sowohl ZDF 
Klaus Kleber heute Journal als auch deine Kandesbunzlerin diesen 
Terminus schon mehrfach so gebrauchten?

Wenn du dafür "Beweise" brauchst schaue einfach regelmäßig Fernsehen.
Gast #5560364
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Nettes Mann schrieb:

> Genügt es dir, wenn man dich darauf aufmerksam macht, dass sowohl ZDF
> Klaus Kleber heute Journal als auch deine Kandesbunzlerin diesen
> Terminus schon mehrfach so gebrauchten?

Eben DAS genügt mir vollkommen. Aber so was von vollkommen.


Heinz Becker schrieb:
> Schlag mal die Bedeutung des Wortes Umgangssprache nach.

Schwafel. Wer hat denn mit Leuten, die solche Worthülsen ausstoßen 
Umgang?
Solche Leute fasse ich nicht mal mit der Grillzange an.
Gast #5560368
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Dämliches Geschwätz schrieb:
> Nettes Mann schrieb:
>
>> Genügt es dir, wenn man dich darauf aufmerksam macht, dass sowohl ZDF
>> Klaus Kleber heute Journal als auch deine Kandesbunzlerin diesen
>> Terminus schon mehrfach so gebrauchten?
>
> Eben DAS genügt mir vollkommen. Aber so was von vollkommen.

Na dann bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon, du wolltest auch noch den 
Beweis dafür sehen.
Gast #5560421
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Programmierlösung:

Alles was das Programm macht in ein XML-Logfile schreiben. So kann sich 
das Programm erinnern wenn man das Logfile rückwärts liest. Für Dinge 
die länger zurückliegen muss das Programm eben länger überlegen. Undo: 
auch eine einfache Sache.
Gast #5560486
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Differential-Lohnsystem: 1€ mehr Gewinn führt zu einem Cent mehr 
Stundenlohn. Somit steigt der Produktionsausstoß ständig und stetig an. 
Es gibt gar keine Höchstgrenze.

In der Technikerschule erzählten sie von Adam Smith und seiner Lehre 
dass der Kapitalismus die Leute motiviert und so das Wohl für alle 
entsteht und das in Sachsen 1996.

Adam Smith, schottischer Moralphilosoph im 18. Jahrhundert. Schottland 
war gerade mit England zu Großbritannien zusammengetreten. England hatte 
vorher schon erste Kolonien. Adam Smith muss gesehen haben, dass der 
Wohlstand von den Kolonien kommt und ein Gefühl für das Entstehen des 
British Empire bekommen haben, von dem wir in der Technikerschule nichts 
erfuhren.
#5560493
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"Wir müssen das ergebnisoffen diskutieren."

=> Alle sonstigen Diskussionen sind nur Farce, das Ergebnis steht schon 
vorher fest. :)

"Da sind wir d'accord."

Business-Phrasen mit ausländischen Begriffen werden meiner Beobachtung 
nach bevorzugt von Menschen mit schlechten Fremdsprachenkenntnissen 
gedroschen.

Meinem Eindruck nach ist einfache, klare deutsche Sprache schon ein 
Herausstellungsmerkmal, geradezu elitär, also das, was die 
Businessblubberer immer sein wollen.
Gast #5560512
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Mad schrieb:
> ist es auch Aufgabe im Mikromanagement zu eskalieren
DAS ist so ein nerviges Geschwurbel. Im deutschen heisst Eskalation, 
dass etwas die geregelten Bahnen verlaesst, im englischen heisst es dass 
etwas eine Stufe hoeher gebracht wird. Das sind zwei nicht kompatible 
(unterschiedliche) Bedeutungen.
Gast #5560646
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Versteht ihr die Begriffe nicht oder was ist das Problem?
Natürlich gibt es viel Geschwurbel und Buzzword, aber viele der hier 
genannten Dinge sind nur Floskeln und haben mit Buzzword wenig am Hut.
Beitrag #5560833 wurde von einem Moderator gelöscht.
Persönliche Seite #5560859
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- "Marktführer" (jede Firma ist einer)
- "Turnkey Solution"
- "ANSI C" (Ist eine Sprache von 1989 wirklich der Goldstandard?)
- "High Performance" & "Low Power" (jedes Produkt ist beides)
- "Am Ende des Tages" ... ist uns egal was für einen Unfug wir 
verkaufen, Hauptsache es wird verkauft
- "Value Line"
- "Konzept"
- "Hol uns mal ab"
- "Time-to-Market"
Gast #5560898
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> Autor: Holgi (Gast)
> Datum: 19.09.2018 11:27

> robocash schrieb:
> > Aha, IMHO Geschwurbel, Impulse...
>
> > Ein Heißgetränk bitte!

> Gehts noch. Du bist der neue zocker.

Nein !

Mensch wird hier ein Mist geschrieben !
Gast #5560961
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Autor schrieb:
> 0815 Entwickler erzählen immer erst einmal was
> alles nicht geht.
>
> Gute Entwickler finden Lösungen.

Stimmt, der Spruch kommt nur von Leuten die noch nie eine Lösung selbst 
gefunden haben, aber alle gefundene Lösungen schnell für sich 
reklamieren.
Gast #5561005
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robocash schrieb:
> "Menschen in Ihrer Umgebung bewundern Ihren Scharfgeist"

Eine nette Umschreibung für jemanden, der ohne Rücksicht auf 
Umgangsformen zu nehmen seiner Umgebung direkt und ungefiltert eine zwar 
im Prinzip treffende, dem Arbeitsklima in der Form aber abträgliche, 
Meinung, Beobachtung, Schlussfolgerung an die Stirn tackert.

Mit anderen Worten:
"Die Kommunikation mit Ihnen funktioniert überhaupt nur, weil Ihre 
Kollegen Rücksicht auf Ihre soziale Inkompetenz nehmen."

Hier werde viele Beispiele angeführt wo der englische Ausdruck, das 
Kürzel, der Code einfach eine effiziente Form der Kommunikation 
darstellen und für die es oft keine effiziente Entsprechung in der 
deutschen Sprache gibt.
COTS = Seriengefertigte Zukaufware ohne Eigenentwicklung
ASAP = So schnell es eben geht, ohne Termin aber dringend benötigt.
FYI = Zur Kenntnisnahme
Jour Fixe = Regelmässig an festen Tagen stattfindende Besprechung

Sprache soll in der Projektsteuerung und Entwicklung vor allem eines 
sein: Effizienter Informationsaustausch
Das gebügelte Hemd und die Beherschung der richtigen Termini sind ab 
einer bestimmten Stufe einfach Teil des Handwerkszeugs, wenn man da 
mitspielen will.

Beim Bier bin ich fürs deutsche Reinheitsgebot.
Müssten wir beim sprachlichen Ausdruck auf alles verzichten was nicht 
ursprünglicher Teil der deutschen Sprache ist, wäre unsere Sprache um 
vieles ärmer.
Manchen reicht ja ein Wortschatz von 150 Worten, mir nicht.
Gast #5561076
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> Autor: Le X. (lex_91)
> Datum: 19.09.2018 15:20

> Honig schrieb:
> > Ist leider normal bei den BWLern, weil hier eben gern Englisch
> > gesprochen wird.

> Warum "leider"?

Weil die immer noch nicht begriffen haben das wir hier nicht im Kongo 
sind.
Gast #5561193
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Viel schlimmer sind die Leute, die andere wegen Nichtigkeiten 
korrigieren und darauf ewig herum reiten. Siehe "Sinn machen" - sorry, 
eine Sprache lebt eben und ist kein Naturgesetz. Penetrante 
Besserwisserei ist eine sehr üble Charaktereigenschaft.

Genauso ist es mit Leuten, die sich über Formulierungen (=Formalitäten) 
aufregen, anstatt über Inhalte zu reden.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5561204
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Mallefitz schrieb:
> andere wegen Nichtigkeiten korrigieren und darauf ewig herum reiten.
> Siehe "Sinn machen"
Wobei man lustigerweise jede Menge "Unsinn machen" kann, ohne dass sich 
einer im lexikalischen Stil darüber aufregt. Aus Gründen der EInfachheit 
und Orthogonalität müsste es also auch den Begriff "Unsinn ergeben" 
sowie genauso "Sinn machen" geben... ;-)
#5561218
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Ist nicht ganz so orthogonal, wie es scheint:

Vergleiche:
Ich mache Unsinn (ich begehe eine unsinnige Handlung) <-> Das macht Sinn 
(etwas erweist sich als sinnvoll)

Es gibt weder "Das macht Unsinn" noch "Ich mache Sinn" (es sei denn, 
damit wäre gemeint, dass meine Anwesenheit bzw. meine bloße Existenz 
sinnvoll ist).
Gast #5561236
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Lothar M. schrieb:
> Mallefitz schrieb:
>> andere wegen Nichtigkeiten korrigieren und darauf ewig herum reiten.
>> Siehe "Sinn machen"
> Wobei man lustigerweise jede Menge "Unsinn machen" kann, ohne dass sich
> einer im lexikalischen Stil darüber aufregt. Aus Gründen der EInfachheit
> und Orthogonalität müsste es also auch den Begriff "Unsinn ergeben"
> sowie genauso "Sinn machen" geben... ;-)

https://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Regierungserklaerung/2017/2017-04-28-regierungserklaerung.html

"Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel"

Zitat

"Ohne Fortschritte bei den vielen offenen Fragen des Austritts, 
inklusive der finanziellen Fragen, macht es keinen Sinn, parallel über 
Details des zukünftigen Verhältnisses zu verhandeln. Die Europäische 
Kommission ..."

Wenn in einer Plenarrede eines der höchsten Staatsämter dieses Landes 
diese Begrifflichkeit fällt, macht es keinen Sinn sich noch ernsthaft 
Gedanken über deren Korrektheit zu erlauben.

Weitere Beispiele lassen sich leicht finden
https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/protokoll/plen17-076-pp.pdf

Zitat

"Präsident Ralf Wieland:
Herr  Kollege  Lauer!  Das  macht  keinen  Sinn!  Lassen  Sie
doch den Senator erst mal ausreden!"

Schön, wenn sich das Volk gegenseitig aufs Maul schaut, um Sprachhygiene 
zu betreiben. Da ist der sog. "gemeine Pöbel" dann auch schön 
beschäftigt und kommt nicht auf allzu dumme Gedanken sich mal mit 
wirklichen Inhalten zu befassen. Ablenkung nutzt irgendwem immer.
Gast #5561253
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Hallo

ich kenne das nur von außen her, da ich mit den Herrschaften nichts 
direkt zu tun habe, muss mir aber auch immer am Kopf greifen was man da 
so hört, bzw. wie mit irgendwelchen Begrifflichkeiten um sich 
geschmissen wird.
Das fängt ja schon beim Facility Manger an - wow Manager irgend was mit 
mindestens 100000 Euro Netto jährlich... :-) und hört noch lange nicht 
beim Meeting und den Shareholder Value auf.

Aber ist den "unsere" Fachtechnische Sprache den so viel besser?
Es hat sich nun einmal eine bestimmte Fachsprache gebildet, wobei das im 
BWL und Bankenbereich natürlich durchaus ein ironisches lächeln 
heraufbeschwört und oft auch sehr verzerrend "Beschönigend" ist.

Der "Denglisch" Vorwurf ist durchaus berechtigt - aber auch in der 
Technik und im Handwerk ist so einiges "verdenglischt" (coden, 
resten...)- nicht unbedingt schön aber Sprache verändert sich und viele 
"Urdeutsch" Worte stammen auch nur aus den (schlechten) französischen 
und oft aus der (eingermanisierten) lateinischen Sprache, ist halt eben 
mehr als 100 oder auch lockere 2000 Jahre her.

Also "Relax your Body" und die Sache chillig angehen ;-)
Gast #5561254
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Honig schrieb:
> Mistgabeln tun es doch
> neuerdings auch.

Och das ist historisch nix neues. Gab es alles schon

"Am 6. September 1839 zogen tausende Bauern mit Morgensternen, 
Hellebarden, Mistgabeln und Prügeln bewaffnet aus dem Zürcher Oberland 
in die Kantonshauptstadt, um die Regierung zu stürzen. Es war einer der 
blutigen Höhepunkte des Konfliktes zwischen Liberalen und Konservativen 
in den wilden 1840er-Jahren."

https://www.watson.ch/wissen/schweiz/383645197-mit-mistgabeln-gegen-die-obrigkeit-wie-wutbuerger-im-zueriputsch-die-regierung-stuerzten

Diese Art des Umgangs miteinander braucht es aber im 21. Jhd. 
hoffentlich nicht mehr.
Gast #5561257
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Honig schrieb:
> BWL Justus schrieb:
>> "case study"
>>
>> ... weil das deutsche Wort "Fallstudie" wohl zu unprofessionell oder
>> uncool klingt
>
> Ist leider normal bei den BWLern, weil hier eben gern Englisch
> gesprochen wird. So wie bei den ITlern eigentlich auch.
>
> Und "Fallstudie" klingt schon öde.

Vielleicht weil das Thema allgemein öde ist?
Zudem geht "case study" aufgrund der zwei getrennt hintereinander 
gesprochenen "S" nicht so leicht von der Lippe, wie "Fallstudie".

Für mich hört sich "Studie" halt weitaus professioneller an 
(Assoziationen zur Wissenschaft), als "study" (was ich eher mit "Student 
sein" assoziiere).
Aber eigentlich kanns mir egal sein. Bin froh, andere Aufgaben zu haben.
Gast #5561262
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BWL Justus schrieb:
> Vielleicht weil das Thema allgemein öde ist?
> Zudem geht "case study" aufgrund der zwei getrennt hintereinander
> gesprochenen "S" nicht so leicht von der Lippe, wie "Fallstudie".
>
> Für mich hört sich "Studie" halt weitaus professioneller an
> (Assoziationen zur Wissenschaft), als "study" (was ich eher mit "Student
> sein" assoziiere).
> Aber eigentlich kanns mir egal sein. Bin froh, andere Aufgaben zu haben.

Für andere ist Technik auch ziemlich öde, alles Ansichtssache.

Wobei "Studie" und "to study" meines Wissens nach die selbe Wortherkunft 
haben. Also liegt das dann doch eher an dir, bzw. daran wie und mit 
welchen Wörtern du aufgewachsen bist.

Naja, anscheinend auch nicht, denn schließlich diskutieren wir hier.
Gast #5561268
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Dennis schrieb:
> Weil die immer noch nicht begriffen haben das wir hier nicht im Kongo
> sind.

Oder weil sie begriffen haben das ihre Kunden und Lieferanten überall 
auf der Welt verteilt sind, das Englisch die Brückensprache in annähernd 
jeden Winkel dieser Welt ist, das ein Großteil der Fachliteratur ohnehin 
nur auf englisch existiert und es vollkommen egal ist mittels welcher 
Worte man kommuniziert, solange nur die Botschaft korrekt übermittelt 
wird.

Dieses herumreiten auf 'Sprachhygene' insbesondere bezogen auf die 
deutsche Sprache, die eine gigantische Anzahl ursprünglich nicht 
heimischer Begriffe übernommen hat, zeugt für mich nur von einer sehr 
kleinen geistige Welt in der sich einige bewegen.
Sprache ist doch keine feste und unumstößliche Festlegung sondern ein 
Vehikel um Information zu übertragen.

Ich könnte meinen Job überhaupt nicht machen wenn ich des englischen 
nicht mächtig wäre.
Wie soll ich Datenblätter lesen oder einem Chinesischen Kunden Fragen zu 
unseren Produkten erläutern, wenn ich stur mit Gamsbart und Lederhose 
meinen lokalen Dialekt pflege?

Die Fähigkeit Handel mit den unterschiedlichsten Nationen zu treiben ist 
die Grundlage unseres Wohlstandes.
Dazu muss man eine Sprache sprechen können die die Kunden und 
Lieferanten verstehen und das ist in den allermeisten Fällen nunmal 
nicht deutsch.

Die deutsche Sprache ist aus einem Mischmasch aus Mundarten entstanden 
und hat sich im Laufe der Jahrhunderte beständig weiterentwickelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache
Was für eine idiotische Vorstellung das man diese Entwicklung jetzt 
einfach mal anhält und den jetzigen Istzustand als unumstößlich rein und 
erstrebenswert anpreist.

Einen englisch sprechenden Inder verstehe ich.
Bei einem Bayern oder Schwaben verstehe ich fast kein Wort wenn die 
richtig loslegen.
Gast #5561376
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Wir würden den Turnaround nach dem Breakeven hinkriegen.

Der Return of Invest liegt zwar nicht in der Timeline, aber dafür haben 
wir dennoch gut performed und einen guten Key Performance Indicator 
(KPI).

Also wie immer Situation Normal, All Fucked Up.
Gast #5561464
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> Autor: Nettes Mann (Gast)
> Datum: 19.09.2018 18:04

> Am 6. September 1839 zogen tausende Bauern mit Morgensternen,
> Hellebarden, Mistgabeln und Prügeln bewaffnet

> Diese Art des Umgangs miteinander braucht es aber im 21. Jhd.
> hoffentlich nicht mehr.

Da haben wir heute doch viel effizientere Sachen, die Neutronenbombe, 
VX-Nervengas oder die Zellenpest.
Gast #5561494
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Alol schrieb:
> Also liegt das dann doch eher an dir, bzw. daran wie und mit
> welchen Wörtern du aufgewachsen bist.

Ja genau, deswegen finde ICH, dass ich "Fallstudie" besser als "case 
study" anhört :)
Aber da sind die ganzen BWL Justusse halt anderer Meinung
Beitrag #5561639 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5561694
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Bernd K. schrieb:
> "Symmetrie" wolltest Du sagen.
Kann man auch. Aber mit "Orthogonalität" bekommst du eher mal einen 
BWLer zum Schweigen, denn diesen Begriff kennt er nicht...  ;-)

Kater Karlo schrieb:
> Aber ist den "unsere" Fachtechnische Sprache den so viel besser?
Man muss sich ja nur mal anschauen und sich fragen, wie und warum so 
viele muttersprachig deutsche Programmierer die Kommentare und die 
Variablennamen in ihren Code (den kaum jemals ein Anderer lesen wird) 
möglichst holprig in einer ihnen offenbar nicht geläufigen Sprache 
verfassen.
#5561757
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Lothar M. schrieb:
> wie und warum so
> viele muttersprachig deutsche Programmierer die Kommentare und die
> Variablennamen in ihren Code (den kaum jemals ein Anderer lesen wird)
> möglichst holprig in einer ihnen offenbar nicht geläufigen Sprache
> verfassen.

Das war jetzt leicht: Weil diese Sprache durchweg mit weniger Silben für 
einen Begriff auskommt als die eigene und sich die Begriffe meist noch 
schlüssiger abkürzen lassen.

Musst Dir nur mal die Eindeutschung einiger OSse anschauen, wo der 
deutsche Text nicht in den verfügbaren Rahmen passt, in dem vorher der 
englische stand.
#5561830
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Lothar M. schrieb:
> Man muss sich ja nur mal anschauen und sich fragen, wie und warum so
> viele muttersprachig deutsche Programmierer [...] die
> Variablennamen in ihren Code

Weil die Mischung aus englischen Schlüsselworten (while, if, else) und 
englischen API-Bezeichnern mit deutschen Bezeichneren für eigene 
Funktionen und Variablen denglische Sätze ergibt die manchmal absolut 
bescheuert klingen wenn man sie in Gedanken laut ausspricht.

Bei den Kommentaren geh ich mit, die kann man in der Muttersprache des 
Zielpublikums (Teammitglieder) verfassen wenn dieses vorher schon 
bekannt ist, andernfalls englisch.
Beitrag #5561843 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5561897
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Neulich beim Meeting:
Fragt der PL: Wo bleibt der Kollege xy?
Antwort von Sklaven yz: Der kommt gleich, der hat noch Probleme mit dem 
"Progress-Faker" 2.0.

P.S. das hat sich genau so zugetragen!
Gast #5562145
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Michael K. schrieb:
> Dieses herumreiten auf 'Sprachhygene' insbesondere bezogen auf die
> deutsche Sprache, die eine gigantische Anzahl ursprünglich nicht
> heimischer Begriffe übernommen hat, zeugt für mich nur von einer sehr
> kleinen geistige Welt in der sich einige bewegen.
> Sprache ist doch keine feste und unumstößliche Festlegung sondern ein
> Vehikel um Information zu übertragen.
Das Problem ist, dass die Sprache an einem zu schnellen Wandel leidet. 
Die Menschen kommen selbst nicht mehr mit und so kommt es statt zu einer 
Anreicherung der Sprache zu einer Verarmung. D.h. viele Ausdrucksweisen 
gehen verloren, waehrend sich nur ein kleiner Anteil neuer Woerter 
etabliert. Auch leidet die Orthogonalitaet der Sprache darunter, wenn 
die Umwandlung zu schnell von Statten geht, da die Zeit fuer den 
Feinschliff fehlt.

Die Attraktivitaet der fremdsprachlichen.Woerter liegt auch darin, dass 
man seine eigene passende Bedeutung generiert, d.h. man versteht sein 
gesagtes in einer Weise, die man denkt anders nicht ausdruecken zu 
koennen, fuer einen Zuhoerer hat das Wort aber eine andere Nuance, der 
tatsaeche Informationsgehalt ist dadurch reduziert, zumindest 
statistisch.
Gast #5562192
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> Gerhard schrieb:
> > Neulich so der Kollege in einer Besprechung: "Wenn wir die Safety
> > Targets accordingly runter-lowern, sind wir compliant."

Mann oh Mann, da bekomme ich ja destruktive Diskrepanzen.

Was für ein Schwachsinn !
Gast #5562206
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Bernd K. schrieb:
> Weil die Mischung aus englischen Schlüsselworten (while, if, else) und
> englischen API-Bezeichnern mit deutschen Bezeichneren für eigene
> Funktionen und Variablen denglische Sätze ergibt die manchmal absolut
> bescheuert klingen wenn man sie in Gedanken laut ausspricht.
>
> Bei den Kommentaren geh ich mit, die kann man in der Muttersprache des
> Zielpublikums (Teammitglieder) verfassen wenn dieses vorher schon
> bekannt ist, andernfalls englisch.

Oder genau Andersrum.

Deutsche Schlüsselwörter der Hochsprache wurden (in den 70ern) genau 
deshalb dankend abgelehnt, weil sie dadurch von den selbst gewählten 
Bezeichnern besser zu unterscheiden waren.

Bei Bezeichnern kann ich immer was prägnantes konformes finden, bei 
Kommentaren  in Deutsch stören oft die Umlaute.
Gast #5562210
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Achim S. schrieb:
> Bei Bezeichnern kann ich immer was prägnantes konformes finden, bei
> Kommentaren  in Deutsch stören oft die Umlaute.

Bei halbwegs modernen Editoren kann man Zeichensatz-Probleme durchaus in 
den Griff bekommen. Einfach alles auf UTF-8 stellen. Leider hat z.B. 
Eclipse teiweise blöde Defaults, aber konfigurierbar.
Gast #5562316
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Noch was zum Thema 'Business Geschwafel'
Wenn ihr zum nächsten Meeting geht (je wichtiger um so besser) dann 
beschränkt euch auf die Worte : YES, OK und NO PROBLEM. Ich mache fast 
eine Wette dass es mindestens 15 Minuten dauert bis das einer von den 
'Schwaflern' ckeckt.
Eine bessere Entlarfung geht nicht.
Gast #5563851
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il Conte schrieb:
> Wenn ihr zum nächsten Meeting geht (je wichtiger um so besser) dann
> beschränkt euch auf die Worte : YES, OK und NO PROBLEM.

Hm, der typische Entwicklungs-Ing nässt in exponierten Situationen mit 
BWLern und noch schlimmer mit Personalern doch eher ein...


Die Vorgehensweise birgt auch das Risiko, daß du nicht irgend jemanden 
entlarvst sondern eher selbst als Vollhonk wahrgenommen wirst.
Beitrag #5565285 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5565312 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5565322 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5566006
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Gerhard schrieb:
> Neulich so der Kollege in einer Besprechung: "Wenn wir die Safety
> Targets accordingly runter-lowern, sind wir compliant."

So eine gequirrlte K*cke. Ist das dem Kollegen nicht selbst peinlich? 
Oder merkt er es selbst gar nicht mehr? Wie wäre es denn gleich die 
Firma auf Business Englisch umzustellen? Das geht dann wieder nicht 
mehr, wa?
Gast #5566071
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> Gerhard schrieb:
>> Neulich so der Kollege in einer Besprechung: "Wenn wir die Safety
>> Targets accordingly runter-lowern, sind wir compliant."

Zocker_54 schrieb:
> Ich glaube die sind so Doof !

So doof kann er nicht sein.
Immerhin hat er verstanden das nicht jedes scheinbare Problem mit 
brachialem Aufwand gelöst werden muss, sondern das es reicht oft 
überzogene Forderungen an das Produkt anzupassen um der Spezifikation zu 
entsprechen (compliant zu sein)

Manch unglaublich cleverer Entwickler mit Hang zur sprachlichen Reinheit 
hätte statt dessen xxx Arbeitsstunden und xxxxxx € darin verpulvert die 
unsinnig hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Es hilft oft enorm sich mal mehr auf Inhalte zu fokussieren statt sich 
Blindwütig an der Form festzubeissen.
Gast #5569309
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>2010 brachte das Harvard Business Review folgende Definition:

>High Potentials übertreffen vergleichbare Kollegen regelmäßig und deutlich. >Sie 
erreichen herausragende Leistungsniveaus und verhalten sich so, wie es >der Kultur 
und den Werten ihres Unternehmens in vorbildlicher Weise >entspricht. Darüber 
hinaus beweisen sie, dass sie überaus fähig sind, >während ihrer gesamten Karriere 
innerhalb eines Unternehmens zu wachsen und >Erfolg zu haben – und zwar schneller 
und effektiver als ihre >Vergleichsgruppen.
Beitrag #5612102 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5612165
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> Autor: IAmGreatAgain (Gast)
> Datum: 06.11.2018 13:35

> Ich habe eine interessante Liste gefunden, die hier alle "owned".

> https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_buzzwords#Corporate
> https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_buzzwords#Bu...
> https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_buzzwords#Sc...

Was soll das ? Links einstellen kann jeder Trottel !

Dazu gehört wirklich nicht viel Hirn.
Gast #5612655
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Stefan T. schrieb:
> Hier deshalb ein paar aus meiner Sicht sehr nervige Floskeln und
> Begriffe:
> [...]

Wo liegt das Problem? Der Grund, dass du die Begriffe unpassend findest 
und dich daran störst liegt einfach daran, dass du nicht zu dieser 
"Gruppe" gehörst die sich derart unterhalten.
Ich vergleiche das jetzt einfach mal mit anderen Sprachen aus dem 
Ausland oder auch ganz simpel mit "Jugendsprache" oder sonstigem. Die 
meisten sozialen Gruppen haben auch ihre eigenen Ausdrucksweisen, 
Begriffe etc. Auch du hast sie. Noch nie als Ingenieur merkwürdig 
angeschaut worden wenn du technische Fachbegriffe und vergleichbares 
sagst?


Stefan T. schrieb:
> - "und was war jetzt unsere lessons learned?" ... als man mal das Fazit
> aus einem kleinen Projekt ziehen wollte

Zwar in der Tat unschön ausgedrückt, aber "lessons learned" ist einfach 
ein fester Begriff, bei dem jeder Beteiligten weiß um was es geht. Fazit 
greift hier übrigens zu kurz. Fazit sehe ich eher als high-level Sicht 
wie: Projekt schlecht gelaufen, Thema könnte in Zukunft aber wichtig 
sein. Lessons learned ist aber auch, was hat man mitgenommen, was kann 
man das nächste mal besser machen, wo fehlt eigenes Know-How, wo sind 
noch ungenutzte Potentiale vorhanden?

Beim Englischen genauso. Wenn ich die oben verlinkte Liste an Buzzwords 
ansehe, dann muss ich zugeben: Da kommen so einige in meinem täglichen 
Sprachgebrauch vor.
Aber das darf man sich NICHT vorstellen als: "Ich mach jetzt auf dicke 
Hose und verwende diese Business-Buzzwords". Sondern eher: Du hast in 
dem Bereich was zu machen, diskutieren, etc. und mit diesen Worten weiß 
jeder was gemeint ist. Das erklärt nervige Umschreibungen. Beispiel ROI. 
Wenn es heißt: "Ziel ist 50% ROI in 2 Jahren", dann ist klar um was es 
geht. Das ist kurz und einfach formuliert.

Die Begriffe entstehen weil sie das Leben einfacher machen. Oder gibt es 
hier Leute die STÄNDIG "Operationsverstärker" sagen und niemals "OpÄhmp" 
nutzen? ;-)
Gast #5612911
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meckerziege schwafelte:

> Fazit sehe ich eher als high-level Sicht
> wie: Projekt schlecht gelaufen, Thema könnte in Zukunft aber wichtig
> sein. Lessons learned ist aber auch, was hat man mitgenommen, was kann
> man das nächste mal besser machen, wo fehlt eigenes Know-How, wo sind
> noch ungenutzte Potentiale vorhanden?

DAS ist konzentrierte Schwafel-Säure.

> Oder gibt es
> hier Leute die STÄNDIG "Operationsverstärker" sagen und niemals "OpÄhmp"
> nutzen? ;-)

Gibt es. Nicht nur hier , sondern auch hier

Noch ein Beispiel für Schwafel: "Ich hebe darauf ab..."
Sind wir auf dem Flugplatz?
Gast #5652544
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"Ich brauch das asap as possible"
"Welche Learnings können wir daraus ziehen?"
"Ich hab gefühlt 5 Prio-1-Topics auf dem Desk"
"Kein Wunder, dass das Team nicht committet ist. Die Leute müssen 
wirklich enabled sein, ihren Job zu machen."
"Halt mich im Loop!"
"Spätestens ab der Head-of-Ebene musst du natürlich immer die Extrameile 
gehen."
"Nimmst du den Lead? Ich hab diesen Monat definitiv keine Kappa mehr."
"Greenlightest du mir die Landing Page? Hab die mal aufs Flipchart 
gesketcht."
"Die Unit Economics sehen gut aus, aber sind die reliable bei 10x 
Budget-Skalierung?"
"Lasst uns erstmal auf die low-hanging-fruits fokussieren."
"Wir sollten das Konzept nochmal challengen, da sind noch ein paar 
Hickups in den KPIs."
"Core Insights mit den Leuten zu sharen ist key für mich."
"Ihr könnt mich gerne zum Lunch anslacken!"
"Die Kandidatin hat nen spannenden Track Record! Ich würde sie mal im 
Talent Pool parken, bis wir wieder hiren."
"Lass uns bitte wieder ne Flughöhe höher gehen und auf das Big Picture 
fokussieren."
"Wir delivern on point, und wenn ihr nen Allnighter draus macht!"
"Die von John gepitchte Idee ist eigentlich mein Intellectual Property!"
"Dank Internet of Things haben wir in unserer Smart Factory enorme 
Ressourcen eingespart."
"Wenn die Ziele für Q1 nicht S.M.A.R.T. sind, leidet unser Daily 
Business!"
"Ich brauch das am besten gestern, als kein Deep Dive: Done is better 
that perfect!"
Gast #5654605
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HR Business Partner schrieb:
> "Lasst uns erstmal auf die low-hanging-fruits fokussieren."

HR Business Partner schrieb:
> "Core Insights mit den Leuten zu sharen ist key für mich."

HR Business Partner schrieb:
> "Lass uns bitte wieder ne Flughöhe höher gehen und auf das Big Picture
> fokussieren."

mein vomit trigger point ist reached, darum werde ich jetzt asap aufs 
oval office rushen

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