Ich möchte das mit meiner nicht mehr ganz neuen Ausrüstung vergleichen:
Wieviel Strom frisst denn so ein aktueller Desktop-PC inklusive Monitor?
Lässt sich eine vernünftige Aussage machen?
Annahmen:
Alter des Desktop-PC: ca. 1-3 J.
Monitor: LED, 20 Zoll
Laufende Programme:
Betriebssystem Win 10,
übliche Win 10 - Hintergrund-Prozesse inklusive Windows Defender,
Office,
Radio-Stream, via Media-Player.
Elektrofan schrieb:> Wieviel Strom frisst denn so ein aktueller Desktop-PC inklusive Monitor?> Lässt sich eine vernünftige Aussage machen?
ne. können je nach ausstattung <30 oder 100+ watt sein. die monitore
alleine gehen von 10 bis 100W, festplatte/SSD, CPU, anzahl kerne,
grafikkarte ja/nein/welche.
> Tip: Energiekostenmessgerät
Mit dem habe ich bei meinem alten Äkwippment mal 160 W gemessen,
mit:
inzwischen abgelaufenem Windows, 20 Zoll Röhre, Antivirusprogramm
und Radio-Stream.
Bei einem normalen Büro-PC der letzten paar Jahre mit Prozessorgrafik
und einer einzigen Disk/SSD darf man mit 10-30W rechnen, wenn er wenig
zu tun hat. Monitor und stromfressende USB-Peripherie geht natürlich
extra.
A. K. schrieb:> Bei einem normalen Büro-PC der letzten paar Jahre mit> Prozessorgrafik> und einer einzigen Disk/SSD darf man mit 10-30W rechnen, wenn er wenig> zu tun hat. Monitor und stromfressende USB-Peripherie geht natürlich> extra.
Kommt etwa hin.
Hier läuft ein i7-7700 mit Prozessorgrafik, 1TB SSD und 5TB HDD, das
ganze mit 2 Monitoren. Ohne Monitore sind es ca. 40W, mit Monitoren ca.
80W.
Den Sandy Bridge Desktop mit 22W idle aus dem Thread von 2012 verwende
ich heute noch - viel mehr als damals sollte ein gewöhnlicher
Office-Desktop heute auch nicht verbrauchen. Eher weniger, denn mit Ivy
Bridge und Haswell ging es im Idle-Verbrauch abwärts:
Beitrag "Re: AMD CPUs: Athlon II mit 45W - wo sind sie hin?"
Ja, aber der NUC ist kein normaler Desktop-Rechner mehr, sondern
wahrscheinlich auf Atom-Basis, damit mit erheblich geringerer zur
Verfügung stehender Leistung. Mein Atom-Netbook mit 38Wh Akku hält 10h
durch, und zwar mit Display. ;-)
Allerdings liegt ein auch schon älterer Lenovo M92 Tiny mit 35W Ivy
Bridge Desktop-CPU bei auch nur noch 13W Idle.
A. K. schrieb:> Ja, aber der NUC ist kein normaler Desktop-Rechner mehr, sondern> wahrscheinlich auf Atom-Basis, damit mit erheblich geringerer zur> Verfügung stehender Leistung.
Den NUC gibt's auch mit größeren Prozessoren bis Core i7.
> Allerdings liegt ein auch schon älterer Lenovo M92 Tiny mit 35W Ivy> Bridge Desktop-CPU bei auch nur noch 13W Idle, .
Der i7-8650U im aktuellen NUC hat eine TDP von 15 Watt.
Elektrofan schrieb:> Wieviel Strom frisst denn so ein aktueller Desktop-PC inklusive Monitor?
Ich habe gerade einem Bekannten einen FUJITSU ESPRIMO E920 0-WATT
eingerichtet, der braucht im Normalbetrieb so um die 20 Watt und ist
praktisch lautlos. Das ist für Desktop so das untere Ende der
Fahnenstange. Bezieht man Workstations ein gibt es kaum eine obere
Grenze für Verbrauch und Geräuschentwicklung.
Georg
Rolf M. schrieb:> A. K. schrieb:>> Ja, aber der NUC ist kein normaler Desktop-Rechner mehr, sondern>> wahrscheinlich auf Atom-Basis, damit mit erheblich geringerer zur>> Verfügung stehender Leistung.>> Den NUC gibt's auch mit größeren Prozessoren bis Core i7.
Anmerkung dazu noch: Klar, das ist keine Desktop-Technik, sondern die
gleiche Technik wie in Notebooks. Das kann mit einem schnellen
Desktop-System nicht mithalten, aber spielt trotzdem in einer ganz
anderen Leistungsklasse als ein Atom.
Bernd schrieb:> Ruhender Desktop: 31W
Das scheint mir relativ viel für den Inhalt zu sein. Allerdings haben
ich den Eindruck, dass SFF-Desktops für Firmenkunden deutlicher auf
Strom sparen optimiert sind, als Heimrechner aus Standardkomponenten,
nicht zuletzt beim Netzteil.
Auch kann ein Rechner, der auf sparsamen Betrieb optimiert ist, am
oberen Rand uU ein paar Prozent Maximalleistung verlieren.
Business-Desktops werden jedoch nicht selten auch über den
Stromverbrauch verkauft, Mainboards im Einzelverkauf aber über
Benchmark-Werte in Reviews.
A. K. schrieb:> als Heimrechner aus Standardkomponenten, nicht zuletzt beim Netzteil.
In der c't und an anderen Stellen wird für Stromspar-Rechner oft eine
PicoPSU in Kombination mit einem externen Laptop-Netzteil empfohlen. Es
erstaunt mich, dass das signifikant wenger brauchen soll.
Und ich frage mich, warum es die Hersteller von normalen ATX-Netzteilen
nicht schaffen, beim Wirkungsgrad bei vergleichbarem Preis mitzuhalten.
Rolf M. schrieb:> Und ich frage mich, warum es die Hersteller von normalen ATX-Netzteilen> nicht schaffen, beim Wirkungsgrad bei vergleichbarem Preis mitzuhalten.
Bernds 31W Rechner hat mit dem 400W Netzteil nicht sonderlich guter
Energie-Klasse das Potential für eine mittlere Grafikkarte und manches
andere Innenleben. Lässt man das Innenleben aber weg, ist das Netzteil
für 88W gemessene Maximalleistung zu dick.
Mein 22W HP 6200 hat ein 240W Netzteil mit besserem Wirkungsgrad drin,
dafür kriege ich offiziell keine Graka über 25W rein, weil das
Power-Budget bei maximal belegten Slots und maximaler USB-Last nicht
mehr hergibt.
Obiger Lenovo-Zwerg (der ist in Desktop-Technik aufgebaut), in den nur
eine 2,5er HDD und 2 SO-DIMMs reinpassen, hat trotz 35W CPU nur ein 65W
Kabelnetzteil. Da kann man halt nichts reinstecken und auch die Anzahl
USBs ist geringer als bei den üblichen SFFs.
Man zahlt für die Leistungsreserve in der Auslegung eben den Preis
höheren Grundverbrauchs. Die Energie-Klassifizierung von Netzteilen
greift ohnehin erst bei Leistungen, die im Idle Betrieb oft überhaupt
nicht erreicht werden.
A. K. hat mit seiner Aussage zur der Netzteil-Dimensionierung natürlich
vollkommen recht.
Inzwischen ist in meinem PC noch eine Graka mit einer TDP von etwa 160W
verbaut worden. Dazu habe ich aber leider keine primärseitigen
Leistungsmessungen mehr.
Rolf M. schrieb:> In der c't und an anderen Stellen wird für Stromspar-Rechner oft eine> PicoPSU in Kombination mit einem externen Laptop-Netzteil empfohlen.
Es gibt einen technischen Unterschied. Normale Standardnetzteile haben
etliche Ausgangsspannungen, die in den meisten Implementierungen auch
intern überwiegend getrennt ausgeführt sind. Das letzte Jahrhundert
lässt grüssen.
Das Netzteil meines HPs liefert ausser der Standby-Spannung nur 2
12V-Zweige. Den Rest erzeugt das Mainboard mit hocheffizienten
Stepdowns. Beim Lenovo mit dem Kabelnetzteil wirds nicht anders
aussehen. Also grad so wie bei den PicoPSUs.
A. K. schrieb:> Den Rest erzeugt das Mainboard mit hocheffizienten> Stepdowns.
Bist du da sicher?
Besser als in einem normalen PC-NT?
Da werden die Spannungen nicht über den Umweg 12V gemacht.
michael_ schrieb:>> Den Rest erzeugt das Mainboard mit hocheffizienten>> Stepdowns.>> Bist du da sicher?
Ich bin sicher, dass es so aufgebaut ist. Und damit auch sicher, dass es
ein Unterschied zu den meisten Standard-Netzteilen ist (mW gibts im
Highend welche, die intern auch so arbeiten). Die Frage zu beantworten,
welche Technik mit welchem Aufwand warum das beste Ergebnis erzielt,
überlasse ich gerne anderen.
LBO schrieb:> Ich habe hier <10W und >1000W stehen.
Hmm, >1000W, bei:
Elektrofan schrieb:> übliche Win 10 - Hintergrund-Prozesse inklusive Windows Defender,> Office, Radio-Stream, via Media-Player.
Ist da noch ne Kaffeemaschine eingebaut? ;-)
michael_ schrieb:> Da werden die Spannungen nicht über den Umweg 12V gemacht.
Anteilig wieviel Leistung eines PCs wird denn direkt ohne sekundäre
Switcher aus den Spannungen eines Standard-Netzteils bezogen?
Fast alle Leistung wird über Spannungen verheizt, die nicht direkt aus
dem Netzteil kommen, sondern mit DC/DC-Wandlung erst daraus erzeugt
werden. Ob für CPU, RAMs, Grafikchip, Suchesdiraus.
Die Trennung in diverse Netzteilspannungen ist heute daher eigentlich
Unsinn, mehr Tradition als technisches Optimum. Stellt man sich den
Rechner selbst zusammen, wird die Leistungsverteilung des Netzteils auf
die einzelnen Spannungen kaum jemals wirklich genau zum Rechner passen.
Weshalb die Summenleistung der Ausgänge über der Gesamtleistung liegt -
was aber bedeutet, dass diverse Komponenten überdimensioniert sind, man
weiss nur nicht so genau welche. Auch die mehreren durch die Anschlüsse
im Strom begrenzten 12V-Schienen helfen nicht wirklich bei der
Auslegung.
Folge: Selbst wenn der Rechner garantiert nie mehr als 300W zieht, kann
ein 400W Netzteil zu schwach sein.
Rein technisch betrachtet, wäre es sinnvoller, alles käme aus einer
Spannungsschiene per Sekundärwandler. Dann müsste man einfach bloss die
Leistungen addieren und wäre fertig.
A. K. schrieb:> Die Trennung in diverse Netzteilspannungen ist heute daher eigentlich> Unsinn, mehr Tradition als technisches Optimum.
Mit 1,3V kommen nicht alle Bausteine eines Computers zurecht.
Elektrofan schrieb:>> Tip: Energiekostenmessgerät>> Mit dem habe ich bei meinem alten Äkwippment mal 160 W gemessen,> mit:> inzwischen abgelaufenem Windows, 20 Zoll Röhre, Antivirusprogramm> und Radio-Stream.
Antworten zum Thema wurden ja gegeben
aber: "Equipment"
Diesen Grundschul-Lernansatz mit dem "Schreiben wie man es spricht"
sollte jemand ganz schnell auf den Scheiterhaufen der Geschichte
verbannen!
Denn "Fachkräfte" sollten wenigstens richtig schreiben und lesen können,
plus gut in Mathe sein als Sahne-Häubchen.
Mike B. schrieb:> Denn "Fachkräfte" sollten wenigstens richtig schreiben und lesen können,
Schön wärs :D
Aber ich sehe nicht, dass eine 1+ in Deutsch Vorraussetzung für die
nächste Klasse ist.
Eine 4 reicht auch fürs weiterkommen.
Also was nun?
>Wieviel Strom frisst denn so ein aktueller Desktop-PC inklusive Monitor?
ca. 20W (@Steckdosenleiste). Der NUC mit HD, Tastatur, Maus, USB-Hub und
Soundkarte nimmt ungefähr die Hälfte; also 10W. Der Rest demnach für den
Monitor.
Mit SAT>IP-Box kommen noch mal 10W dazu. Das macht 30W idle zum
Fernsehschauen. (Wobei noch mal ein paar Watt für die Endstufe
hinzuzurechnen sind)
>> Mit dem habe ich bei meinem alten Äkwippment mal 160 W gemessen,> Antworten zum Thema wurden ja gegeben> aber: "Equipment"
Das war eine Spitze auf den unausweichlichen (D)Englisch-Wahn(Sinn?).
Sollte unschwer an der völlig falschen Schreibweise zu erkennen sein.
> Denn "Fachkräfte" sollten wenigstens richtig schreiben und lesen> können, plus gut in Mathe sein als Sahne-Häubchen.
Deutsch hatte ich abgewählt;
daher war mehr Raum für Mathe- und Physik-LK ...
npn schrieb:> Was schon? Es geht unweigerlich bergab!> Arme Menschheit...
Das stimmt so nicht, in Afrika können viel mehr Menschen lesen als vor
einigen Jahren. Es könnte aber sein, dass sich die Wege Deutschlands und
des Kongo da demnächst kreuzen..
In der Presse wurde vor kurzem ja auch die Frage gestellt: wie schafft
es Deutschland, bei der Internetversorgung zu Lesotho aufzuschliessen?
So Offtopic ist das nicht, wer mit dem Smartphone umgeht oder im
Internet surft ist in der Regel kein Analphabet.
Aber das ist eben nicht die Mutter aller Probleme.
Georg
> Das stimmt so nicht, in Afrika können viel mehr Menschen lesen> als vor einigen Jahren.
Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Reproduktionsquote
dort weit grösser ist, als sie hier offiziell als erstrebenswert
definiert wird ...
Elektrofan schrieb:> Sollte unschwer an der völlig falschen Schreibweise zu erkennen sein.
Nein, kann man so nicht mehr erkennen, es schreiben so viele Leute
heutzutage so dermaßen nach Gehör dass die Worte teilweise nur noch als
Lautschrift gelesen zu erkennen sind.
> Deutsch hatte ich abgewählt;> daher war mehr Raum für Mathe- und Physik-LK ...
lol, der war gut! +1
was hätte ich drum gegeben, im Abi aus dem Pflicht Leistungskurs Deutsch
mit 5 Stunden pro Woche einen Grundkurs machen zu können und dafür
lieber etwas mehr Mathe und Physik.
Wir haben von der 9. bis zur 12. Klasse kaum noch was anderes gemacht
außer "Interpretieren Sie!", weil die nicht mehr wussten was man sonst
noch machen kann.
"Bewerbungen schreiben" haben wir nur auf mein Drängen hin in der 12.
mal gemacht, 1,5h hatten wir dafür,
dann ging es weiter mit Günther -zuviel- Grass "Die Brechtrommel" :
"Interpretieren Sie!"
Wenn ihr jetzt noch zur Reproduktionsquote von Desktop-PCs abhängig von
Gehäusefarbe und Herkunft zurück findet, kommen wir dem Thema wieder
etwas näher. Allerdings haben ich den Eindruck, dass die in den letzten
10 Jahren ebenfalls geringer ist als früher.
A. K. schrieb:> Wenn ihr jetzt noch zur Reproduktionsquote von Desktop-PCs> abhängig von> Gehäusefarbe und Herkunft zurück findet, kommen wir dem Thema wieder> etwas näher. Allerdings haben ich den Eindruck, dass die in den letzten> 10 Jahren ebenfalls geringer ist als früher.
naja, nach dessen RQ war ja nicht gefragt :-P
Die Antworten nach der aufgenommenen elektrischen leistung des
Gesamtpaketes waren ja schon recht erschöpfend.