Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bin Felix und freue mich ab jetzt Mitglied in eurem Forum zu sein.
Ich brauche eure Hilfe beim korrekten planen meiner Gitarren Elektronik.
Ich habe mir relativ günstig eine gebrauchte Aria Archtop Fa50e gekauft.
Aria sind soweit ich weiß Gitarren die teilweise aus den gleichen Werken
wie Gibson oder Epiphone kommen. Die Gitarre klingt mit ihrem Mahagony
Hohlkörper wirklich atemberaubend gut. Ich habe auch originale Gibson
und Fender Gitarren aber diese "No-Name" Gitarre kann ohne Probleme für
einen Bruchteil des Preises qualitativ mithalten. Lange Rede gar kein
Sinn, warum erzählt er das alles?
Nun zu meiner eigentlichen Frage. Auf der Gitarre ist aktuell ein
Charlie Christian Pickup mit 1 Volumenregler angebracht. Erstens will
ich 2 weitere Pickups anbringen um den Tonumfang deutlich zu erweitern:
einen p90 Dog Ear und einen Mini Humbucker die freundlicherweise vom
Vorbesitzer dazu getan wurden. Zweitens schluckt der Volumenregler
aktuell beim leiser drehen alle Höhen was ich nicht mag. Deswegen will
ich 2 neue Pickups 2 neue Volumenregler, 3 variable Treble Bleed
Schaltkreise und 3 Ein / Aus Kippschalter zusätzlich installieren. Ich
weiß ich könnte das auch mit einem Push/Pull Poti zusammen machen aber
ich will den Gitarrenkörper nicht "verletzten" deswegen installiere ich
alles auf dem Schlagbrett und da ist zu wenig Platz drunter für einen
Push/Pull Poti. Ich habe zwar schon viel gebastelt und auch ein bisschen
Ahnung von Elektronik aber ich würde gerne wissen ob dieser Schaltplan
so korrekt ist und ob ihr etwas verändern / verbessern würdet?
Liebe Grüße und Danke Felix
Deine Vol-Pots arbeiten als einfache Reihenwiderstände, d.h. beim
Abdrehen wird der Reihenwiderstand größer, zusammen mit der Kapazität
des Gitarrenkabels gibt das ein Tiefpassfilter, das mit geringer
Lautstärker immer mehr Höhen abschneidet. Besser Du verschaltest Sie als
Potentiometer, d.h. der noch freie Anschluß wird mit GND verbunden.
Der regelbare Treble-Boost dürfte nicht allzu viel bringen, hier
solltest Du mal mit den Werten herum spielen.
Im übrigen kann ich nur empfehlen, eine aktive Pufferschaltung
spätestens an der Gitarrenbuchse einzufügen, dann hat die
Höhenabdämpfung in Abhängigkeit von der Potistellung und dem jeweiligen
Gitarrenkabel ein Ende.
Vielen Dank schon mal für die Antwort. Ich bin leider nicht so bewandert
in den Elektronik Fachbegriffen. Wäre es möglich dass du das noch ein
bisschne simpler beschreibst?
Wie würde die Pufferschaltung aussehen?
Die Werte der Treble Bleed Schaltung habe ich von dem was man offiziell
kaufen kann übernommen. Zitat: "
Kit besteht aus einem 220pF Keramik-Kondensator (cap) mit 100kOhm
Widerstand "in parallel" zusammengelötet und entspricht somit der
Vorgabe von Seymour Duncan.
Das Kit wird einfach parallel auf den "Hot" In & Out des Volume-Pots
gelötet (siehe letztes Foto) um beim runter Regeln der Lautstärke keine
Höhen zu verlieren (Tone Saver)."
Welche Werte würdest du empfehlen?
Wie kann ich die Volumen Regler als Potentiometer schalten?
Sehr Kryptisch - Bist Du von "Verstehen Sie Spaß?"
Lerne bitte die Norm-Symbolen und zeichne keine Phantasiegebilde sondern
einen echten Plan, so schwer ist das nicht.
Gibts in der Gitarre keine abgeschirmten Leitungen und wieso enden Deine
Leitungen mitten in den Potigehäusen?
ich schrieb doch, dass Du den noch freien Anschluss der Vol-Potis an GND
legen mußt. Zum Thema Pufferschaltung - musst Du mal googeln nach
"aktiv-Elektronik für Gitarre", bzw mal bei den einschlägigen Anbietern
schauen, so etwas sollte für kleines Geld auch zu kaufen sein.
Vielleicht solltest Du Dich auch mal aufschlauen, z.B. mit dem Buch über
Gitarrenelektronik von Horst Lemme.
Ga Gurke schrieb:> Sehr Kryptisch - Bist Du von "Verstehen Sie Spaß?">> Lerne bitte die Norm-Symbolen und zeichne keine Phantasiegebilde sondern> einen echten Plan, so schwer ist das nicht.>> Gibts in der Gitarre keine abgeschirmten Leitungen und wieso enden Deine> Leitungen mitten in den Potigehäusen?
Komisch Mark hat verstanden was der TO will - ich auch.
Der TO ist offensichtlich nicht vom Fach und da ist ein echter Plan
doch schon eine Herausforderung. Er hat es wahrscheinlich so abgemalt
wie es in der Realität zu sehen ist.
Mark S. schrieb:> ich schrieb doch, dass Du den noch freien Anschluss der Vol-Potis an GND> legen mußt. Zum Thema Pufferschaltung - musst Du mal googeln nach> "aktiv-Elektronik für Gitarre", bzw mal bei den einschlägigen Anbietern> schauen, so etwas sollte für kleines Geld auch zu kaufen sein.
Die taugen nichts. Da muss man richtig Geld für hinlegen oder selber
bauen.
Ga Gurke schrieb:> Gibts in der Gitarre keine abgeschirmten Leitungen und wieso enden Deine> Leitungen mitten in den Potigehäusen?
Die gibt es natürlich, werden aber bei eben jenen billigen Gitarren
neuerdings weggelassen. Bei Gitarren herrscht radikaler Preiskampf.
Gefälschte Bauteile, gefälschte Hölzer, gefälschte Farben aus China mit
Giftstoffen drin, es gibt alles!
Ich hatte ja nur um Hilfe bei der Schaltung gefragt und ein bisschen
background zum Verständnis geliefert. Ich weiß gar nicht warum jetzt die
Gitarre runtergeputzt wird. Das ist keine China Gitarre sondern
eigentlich eine Gibson bzw. Epiphone Gitarre aus dem gleichen Werk wie
das Original in Korea oder Japan. Googlet mal matsumoto werke. Die haben
teilweise (zu recht) einen besseren Ruf als das original. Gibson ist ja
schon 2 mal Pleite gegangen wegen missmanagement. Die produzieren keinen
China Dreck sondern richtig hochwertige Instrumente. Gerade Gibson hat
extrem hohe Preise und liefert immer minderwertigere Qualität bzw.
verbessert nix oder nicht ordentlich. Stichwort autotuner. Diese Gitarre
ist absolut top und hätte mit Premium Markennamen wahrscheinlich das 10
fache gekostet. Tonabnehmer haben klassischerweise auch meistens nur 2
Anschlüsse: Abschirmung / Erde und heißen Draht in der Mitte. Ich glaube
dann bringt es auch nichts im Rest der Schaltung mit zusätzlicher
Abschirmung zu arbeiten.
Aber bitte helft mir doch mit dem was ihr am besten könnt, bei der
Schaltung. Muss etwas außer Erde an den 3ten Anschluss vom Poti
verbessert werden?
Was konkret?
Sind die Bauteilwerte ok?
archtopper schrieb:> Das ist keine China Gitarre sondern> eigentlich eine Gibson bzw. Epiphone Gitarre aus dem gleichen Werk wie> das Original in Korea oder Japan.
Dazu hatte ich jetzt absichtlich nichts geschriebemn, aber höre dich mal
im Musikerforum um, was die über diese Asiengitarren schreiben. Ich bin
selbst öfters in China und sehe da einen Gibson-Nachbau nach dem anderen
und was viele Händler in Europa verkaufen sind solche Dinger und nicht
etwa das, was Gibson in Korea in Auftrag gegeben hat und auch das ist ja
nicht mehr mit dem vergleichbar, was man vor 10 Jahren bekommen hat.
Die Fakten zur Firma Gibson sind dir ja sicher auch bekannt.
die gitarre ist 10 jahre alt und hat eine top qualität ich würde aber
darum bitten die gitarren diskussion außen vor zu lassen und würde mich
über feedback zur schaltung freuen.
> Aber bitte helft mir doch mit dem was ihr am besten könnt, bei der> Schaltung. Muss etwas außer Erde an den 3ten Anschluss vom Poti> verbessert werden?
Das ist auch Geschmackssache. => Ausprobieren!
Elektrisch ist relevant:
Obige Schaltung ist rein passiv; je nach Stellung von Schaltern und
Potentiometern wirken mehrere Komponenten unterschiedlich zusammen.
Und zwar auf die Kabelkapazität und Eingangsimpedanz des Verstärkers.
Wenn bei den Lautstärkestellern der jetzt freie Masseanschluss
angeschlossen wird, ist es wiederum anders, auch die gegenseitige
Beeinflussung ändert sich.
Z.B. hat jeder unterschiedliche Tonabnehmer eine unterschiedliche
Eigenresonanz (bestimmt durch Induktivität/Kapazität der Wicklung), die
wird natürlich je nach "dranhängender" Gesamtschaltung geändert
(abgeschwächt und/oder verschoben).
archtopper schrieb:> kann ich das problem mit der passiven schaltung nicht auch dadurch> beheben dass ich einen micro amp bzw. eine DI box benutze?
Zum Teil ja, d.h. der Einfluß des angeschlossenen Kabel wird eliminiert.
Die gegenseitigen Beeinflussungen der passiven Verschaltungen bleiben
natürlich erhalten. Das ist auch nicht mal so in 2 Nebensätzen erklärt,
deshalb verwies ich auf die (reichlich vorhandene) Literatur zum Thema.
Und fertige "optimale" Schaltungen kann es nicht geben, einfach weil die
Geschmäcker der Gitarristen sehr unterschiedlich sind.
> kann ich das problem mit der passiven schaltung nicht auch dadurch> beheben dass ich einen micro amp bzw. eine DI box benutze?
Wenn diese Dinger entsprechend entkoppeln, ja.
Und dann hätte man auch freie Hand für die Einstellung des
Frequenzgangs unabhängig von der Lautstärke usw.
Hallo
archtopper schrieb:> die gitarre ist 10 jahre alt und hat eine top qualität ich würde> aber> darum bitten die gitarren diskussion außen vor zu lassen und würde mich> über feedback zur schaltung freuen.
Du hast die Geister in Deinem ersten Beitrag freigelassen, nun bekommst
Du sie nicht mehr eingefangen. Statt einfach nur den Namen der Gitarre
anzugeben, muß es ja gleich eine höchst subjektive Einordnung gegenüber
anderen Modellen sein. Und über Geschmack läßt sich halt trefflich
streiten.
Übrigens ist Dein Feedback gefragt. Bereits im 2. Beitrag wurde Dir
empfohlen, Pin 3 der Lautstärkeregler mit GND (Ground/Masse) zu
verbinden. Eine Antwort, inwiefern sich der Klang nun ändert, bleibst Du
schuldig.
Ob die Bauteilewerte für den Dir vorschwebenden Klang passen, wird Dir
keiner beantworten können, da dieser ja u.a. von Saiten, Klangkörper,
Verstärker und nicht zuletzt Lautsprecher abhängt. Da wird ausprobieren
angesagt sein.
MfG
> Übrigens ist Dein Feedback gefragt. Bereits im 2. Beitrag wurde Dir> empfohlen, Pin 3 der Lautstärkeregler mit GND (Ground/Masse) zu> verbinden. Eine Antwort, inwiefern sich der Klang nun ändert, bleibst Du> schuldig.
Wie soll ich das denn testen wenn ich aktuell in der Planungsphase bin
und die Elektronikteile nach der Planung erst bestelle?
Nur weil ich subjektiv beschreibe wie ich die Gitarre empfinde heißt das
ja nicht dass ich dazu kein Recht habe oder das in Frage gestellt werden
muss. Ihr könnt die Gitarre ja eh nicht hören von daher erübrigt sich
eigentlich jede sachliche Diskussion darüber. Aber mir egal wenn ihr
eine Gitarre die ihr weder gesehen oder gehört habt bewerten wollt dann
macht das doch, auch wenn es sinnlos ist.
An alle die daran interessiert sind mir bei der Schaltung zu helfen
freue ich mich.
Mark S. schrieb:> Besser Du verschaltest Sie als Potentiometer, d.h. der noch freie> Anschluß wird mit GND verbunden.
Problem ist dann nur, daß Du mit einem Regler auch alle übrigen
zudrehst. Es gibt die Möglichkeit die Potis "verkehrt herum"
anzuschließen um das zu umgehen, also Schleifer an PU und Hot als
Ausgang.
Mark S. schrieb:> Im übrigen kann ich nur empfehlen, eine aktive Pufferschaltung> spätestens an der Gitarrenbuchse einzufügen, dann hat die> Höhenabdämpfung in Abhängigkeit von der Potistellung und dem jeweiligen> Gitarrenkabel ein Ende.
Ich hier auch. Ist relativ kompakt aufgebaut, z.B. mit 3x LF356 oder 1x
TL074. Braucht auch nicht viel Strom, eine 9V-Block hält da etliche zig
Stunden.
Mark S. schrieb:> Vielleicht solltest Du Dich auch mal aufschlauen, z.B. mit dem Buch über> Gitarrenelektronik von Horst Lemme.
Ja, nur daß der "Horst" hier richtig "Helmuth" heißt.
archtopper schrieb:> kann ich das problem mit der passiven schaltung nicht auch dadurch> beheben dass ich einen micro amp bzw. eine DI box benutze?
DIs mit (für Gitarre notwendigen!) mehreren hundert Kiloohm
Eingangsimpedanz gibts meines Wissens aber nicht.
Mark S. schrieb:> 2 Gitarristen = 3 Meinungen
2 Gitarristen = 4 Meinungen dann wenn beide schizo sind.
Was Billiggitarren angeht, die sind heutzutage oft sehr ordentlich
verarbeitet. Die lassen sich gut sukzessive aufwerten bzw. als
Bastelgrundlage verwenden.
archtopper schrieb:> Wie soll ich das denn testen wenn ich aktuell in der Planungsphase bin> und die Elektronikteile nach der Planung erst bestelle?
Naja, ob der dritte Anschluss des Potis an GND gelegt wird oder nicht
unterscheidet sich nur durch ein Stückchen Draht.
Ansonsten, trage die möglichen Varianten zusammen und bestell halt ein
paar Teile mehr. Und dann teste die Varianten. Nur du kannst sie
beurteilen.
Ekki L. schrieb:> 2 Gitarristen = 4 Meinungen dann wenn beide schizo sind.
Er ist aber nur 1 Gitarrist und hoffentlich mit sich selbst einig :-)
Bei einem Schizo Gitarristen können es auch bis zu 100 Meinungen sein ;)
Diese DI Box kostet deutlich weniger. kann man die auch nehmen für
Akustik und E-Gitarre?
https://www.thomann.de/de/radial_engineering_sb_1.htm
archtopper schrieb:> Diese DI Box kostet deutlich weniger. kann man die auch nehmen für> Akustik und E-Gitarre?
Zum einen muß die wohl an einen Mikrofoneingang, um über dessen
Phantomspeisung mit Spannung versorgt zu werden und bringt Dich aber
auch sonst nicht wirklich weiter.
archtopper schrieb:> Kann man diese DI Box auch zwischen Gitarre und Effektgeräte schalten?
Schwer zu sagen, die angegebenen Daten sind mager. Eher nein für einen
passiven, hochohmigen Ausgang.
Manche Gitarren haben eine kleine Verstärkerstufe drin, dann vermutlich
schon.
Nach deiner Zeichnung bist du aber hochohmig.
@TO
Schalte die Tonabnehmer direkt an die Potis Anschluß 1. Anschluß 3 der
Potis und die Gehäuse der Potis kommem auf Masse. Zwischen Anschluß 2
des Potis und den Schalter kommt der Widerstand 100kOhm. Parallel zum
100kOhm Widerstand kommt noch je ein Kondensator 220pF.
Die 100kOhm Einstellregler brauchst Du eigentlich nicht. Wenn Du sie
unbedingt zur Pegelanpassung nutzen willst, dann kommt der mittlere
Anschluß auf Anschluß 1 der Volumepotis, ein Ende kommt an den
Tonabnehmer und das andere Ende auf Masse oder frei lassen.
Die Rueckkopplung der Potis unteteinander wird deutlich geringer mittel
eines invertierenden OP als Mischer. Die rein passive Schaltung
verwendet Stereopotentiometer.
Hi Felix,
ein paar Hinweise zu Deiner Schaltung:
1) Dass Anschluss 3 des Potis an Masse gehört, wurde ja schon gesagt.
2) In Deiner Schaltung ist der Ausgang am Schleifer des Potis (Anschluss
2). Dass das einen Tiefpass mit dem Gitarrenkabel bildet wurde ja
bereits gesagt. Dem Höhenverlust beim Herunterregelen der Lautstärke
kann man entgegenwirken, indem man Anschluss 1 und 2 parallel schaltet:
Kondensator 330 pF, Widerstand 270 KOhm.
3) Grundsätzlich finde ich es richtig, die Tonabnehmer wie von Dir
gezeichnet, an Anschluss 1 zu legen. Viele Gitarrenhersteller machen es
bei der Mischerversion, die Du anstrebst, anders: Die Tonabnehmer liegen
am Schleifer (Anschluss 2) und der Ausgang wird an Anschluss 1 gelegt.
Dadurch wird die im Threadverlauf beschriebene Kopplung der Potis
minimiert; ebenso der Tiefpassfilter-Effekt. Leider werden die
Tonabnehmer bei dieser Lösung beim Herunterregeln der Lautstärke
bedämpft - in meinen Augen keine schöne Lösung.
Grüße
Nils
Nils schrieb:> Dadurch wird die im Threadverlauf beschriebene Kopplung der Potis> minimiert;
Die Entkopplung der Potis kann man auch durch vergrößern der 100kOhm
Widerstände erreichen. Wenn ich mich recht entsinne wurde der Wert der
Entkopplungswiderstände halb so groß wie der Wert des Potis gewählt. Die
Potis alle mit gleichem Wert. Mit größeren Widerständen wird die
Entkopplung zwar besser aber die Dämpfung der Anordnung steigt leider
auch.
3 Kanäle ist so ziemlich das Maximum was passiv noch halbwegs sinnvoll
funktioniert.
Letztendlich muß man probieren um ein Optimum zwischen guter Entkopplung
und minimaler Dämpfung zu finden.
Hi Zeno,
> 3 Kanäle ist so ziemlich das Maximum was passiv noch halbwegs sinnvoll
funktioniert.
Das ist zumindest das Maximum, was die Gitarrenhersteller sich so
trauen.
> Letztendlich muß man probieren um ein Optimum zwischen guter Entkopplung
und minimaler Dämpfung zu finden.
Da fällt mir in der Idee von Felix auf, dass die Tonabnehmerauswahl
problematisch sein könnte: Wenn die Tonabnehmerauswahl in Bezug auf
Pegel und Spektrum abgestimmt sind (z. B. P90 gibt es heute auch als
Humbucker), wäre das Ganze weniger problematisch. Mit der Umschaltung
von Humbuckern in Serie-/Parallel-Betrieb lässt sich sehr viel an
Klanvariation ohne die Reglerei der Kanäle machen.
Grüße
Nils
Nils schrieb:> Das ist zumindest das Maximum, was die Gitarrenhersteller sich so> trauen
Das hat mit "trauen" erst mal nicht viel zu tun. Der Hauptnachteil
solcher passiver Mischeinrichtungen ist halt die gegenseitige
Beeinflussung der Kanäle.. Je mehr Kanäle das werden umso mehr macht
sich die schlechte Entkopplung bemerkbar. Zweiter Nachteil der Anordnung
ist halt die Dämpfung.
Mit anderen Worten, wenn man mehr als 3 Kanäle haben möchte kommt man um
eine aktive Mischeinrichtung nicht mehr herum. Dann braucht es aber eine
Stromversorgung.
> Mit anderen Worten, wenn man mehr als 3 Kanäle haben möchte kommt man um> eine aktive Mischeinrichtung nicht mehr herum.
... nun das meinte die "blumige Metapher 'trauern'".
Gute Nacht.
> Mit anderen Worten, wenn man mehr als 3 Kanäle haben möchte kommt> man um eine aktive Mischeinrichtung nicht mehr herum.
Oder als Kompromiss um Stereopotis/Doppelpotis nicht herum.
Ekki L. schrieb:> Ich hier auch. Ist relativ kompakt aufgebaut, z.B. mit 3x LF356 oder 1x> TL074. Braucht auch nicht viel Strom, eine 9V-Block hält da etliche zig> Stunden
Als Verzerrer.
Ein TL074 oder LF356 taugt nicht an einem 9V Block, denn der verliert
während der Entladung von 9V bis auf 5.6V, zu wenig für die
Steinzeit-OpAmps, die verzerren mit sinkender Betriebsspannung immer
mehr, man nutzt die Batterie nur teilweise wenn man das nicht will. Nimm
entweder 2 9V Blöcke, dann gibt es auch saubere Masse, oder einen
modernen Rail-To-Rail OpAmp.
MaWin schrieb:> Ein TL074 oder LF356 taugt nicht an einem 9V Block, denn der verliert> während der Entladung von 9V bis auf 5.6V, zu wenig für die> Steinzeit-OpAmps, die verzerren mit sinkender Betriebsspannung immer> mehr, man nutzt die Batterie nur teilweise wenn man das nicht will.
Hast Du die 5,6 V wirklich so genau gemessen und mit welchen Kriterien
und bei welchem Hersteller? Wieviel Prozent der Kapazität holst Du
zwischen 7 V und den 5,6 V überhaupt noch aus der Batterie heraus? 5%?
10%?
So ein 3- bzw. 4-fach Puffer benötigt sinnvoll aufgebaut unter 10mA
Strom gesamt, die Batterie wird also kaum belastet und hält sehr lange.
Hier braucht man wirklich keine teuren "modernen" OPs. Entweder man kann
mit OPs umgehen, dann hat man auch mit den klassischen Exemplaren sehr
gute Ergebnisse, oder eben nicht, dann hilft auch kein superrauscharmer
R2R für 20€ wirklich weiter.
Natürlich sind 2x 9V als symmetrische Betriebsspannug in jedem Fall auch
schaltungstechnisch komfortabler und besser.
Ekki L. schrieb:> Hast Du die 5,6 V wirklich so genau gemessen und mit welchen Kriterien> und bei welchem Hersteller
Das ist die notwendige Entladeschlussspannung damit man die angegebene
Kapazität aus der Batterie holt, aller Hersteller, genormt. Wer schon
bei 6V die Batterie wechselt, verschenkt Ladung, ob 5 oder 10 oder 20%
hängt von der Umgebungstemperatur ab.
Ekki L. schrieb:> Hier braucht man wirklich keine teuren "modernen" OPs. Entweder man kann> mit OPs umgehen, dann hat man auch mit den klassischen Exemplaren sehr> gute Ergebnisse,
Was ist denn das für ein Käse ?
Weil du Held alte OpAmps liebst, machen die für dich eine Ausnahme und
funktionieren besser als im Datenblatt angegeben ?
Du überschätzt deine Kraft.
Aber offenkundig hast du seit 1980 nichts mehr dazugelernt.
archtopper schrieb:> Auf der Gitarre ist aktuell ein> Charlie Christian Pickup mit 1 Volumenregler angebracht.
Und dabei belasse es bitte! Die Rummurkserei mit den zwei zusätzlichen
Pickups machen diese wunderschöne Klampfe zum Wegwerfgegenstand für den
Altgitarre-Container.
Dein Schaltbild und so ziemlich alles, was zu deiner Anfrage hier
geschrieben wurde, ist sowieso Kacke, ich sage dir aber nicht, warum!
Lass alles so, wie es ist!
archtopper schrieb:> Ihr könnt die Gitarre ja eh nicht hören von daher erübrigt sich> eigentlich jede sachliche Diskussion darüber. Aber mir egal wenn ihr> eine Gitarre die ihr weder gesehen oder gehört habt
Hi,
man kann hier auch Dateianhänge dieser Art erlauben. Allerdings besser
nicht mehr als 1 MB.;-)
https://www.mikrocontroller.net/attachment/375242/Test_Versatz.mp3
Bin schon gespannt, wie sich Deine Gitarre anhört.
ciao
gustav
Achim B. schrieb:> archtopper schrieb:>> Auf der Gitarre ist aktuell ein>> Charlie Christian Pickup mit 1 Volumenregler angebracht.>> Und dabei belasse es bitte! Die Rummurkserei mit den zwei zusätzlichen> Pickups machen diese wunderschöne Klampfe zum Wegwerfgegenstand für den> Altgitarre-Container.>> Dein Schaltbild und so ziemlich alles, was zu deiner Anfrage hier> geschrieben wurde, ist sowieso Kacke, ich sage dir aber nicht, warum!>> Lass alles so, wie es ist!
Eine Gitarre ist heute kaum noch als wertbeständiges Sammlerobjekt zu
gebrauchen. Sie dient also nur noch als Werkzeug um Töne zu erzeugen.
Gut so!
Wenn Ihr gesehen hättet, wie ich meine 1971er Stratocaster mit der
Oberfräse zugerichtet habe - und dabei habe ich ne Menge gelernt!
MaWin schrieb:> Das ist die notwendige Entladeschlussspannung damit man die angegebene> Kapazität aus der Batterie holt, aller Hersteller, genormt. Wer schon> bei 6V die Batterie wechselt, verschenkt Ladung, ob 5 oder 10 oder 20%> hängt von der Umgebungstemperatur ab.
... bei 100mA Entladestrom, scharfer Knick bei ca. 7V ...
MaWin schrieb:> Weil du Held alte OpAmps liebst, machen die für dich eine Ausnahme und> funktionieren besser als im Datenblatt angegeben ?> Du überschätzt deine Kraft.>> Aber offenkundig hast du seit 1980 nichts mehr dazugelernt.
... weil ich vieles wirklich ausprobiert habe. Gib sehr viel Geld aus
für die Elektromechanik (Potis, Schalter, Buchsen), gib viel Geld für
gute Kondensatoren aus, lerne insbesondere Signal- und Masseführung,
vorher lohnen sich "Highend"-Halbleitert überhaupt nicht. Der OP für 30
Cent ist auf der Rasterplatte verbastelt, ob für 5 Minuten oder 50 Jahre
weisst Du vorher nicht, aber gute Kondensatoren sind es wirklich Wert,
im Zweifelsfall recycelt zu werden. Wenn die Schaltung im 3. oder 4.
Anlauf wirklich optimiert ist, kann man immer noch 10€ draufpacken für 3
dB besseren S/N. Aber was glaubst Du wieviele 70'er und 80'er Kultkisten
zu Sammlermondpreisen randvoll mit z.B. LM324 sind? Warum? Weil die
damals eben etwas daraus gemacht haben!
Achim B. schrieb:> Und dabei belasse es bitte! Die Rummurkserei mit den zwei zusätzlichen> Pickups machen diese wunderschöne Klampfe zum Wegwerfgegenstand für den> Altgitarre-Container.>> Dein Schaltbild und so ziemlich alles, was zu deiner Anfrage hier> geschrieben wurde, ist sowieso Kacke, ich sage dir aber nicht, warum!> Lass alles so, wie es ist!
Lass alles so, wie es ist. Da zumindest könnte er recht haben, zumindest
dann, wenn Du keinen langen Atem hast. Der 1., 2. und 3. Anlauf wird
nicht so toll werden - aber vielleicht bringt's der 5.
In diesem Sinne: Viel Erfolg!
Mark S. schrieb:> Tom schrieb:>> Hier ein einfacher aktiver Vorverstärker für Gitarre:>>> https://www.mikrocontroller.net/attachment/376849/Gitarrenvorverstaerker_nach_Lemme.png>> Statt TL061 würde ich TL071 nehmen.>> Du kannst auch einen TL074 nehmen (er enthält vier Verstärker). Dann>> kannst du für jedes Pickup einen Impedanzwandler aufbauen und die drei>> Signale dann über einen Summenverstärker zusammenmischen.> Und der 9V-Block ist nach spätestens 20h leer.
Den "Bassabschwächer" würde ich rausnehmen, dann dürften die 4
Impedanzwandler zusammen ca. 10 mA brauchen. Eine normale Batterie hält
dann rund 40h, eine Longlife rund 100h. Passt doch.
Achim B. schrieb:> ist sowieso Kacke, ich sage dir aber nicht, warum!
Warum schreibst Du überhaupt einen Post, wenn Du Dein Wissen nicht mit
der Allgemeinheit teilen willst?
Aber wahrscheinlich ist es eh nur heiße Luft und insofern ist es kein
Verlust für die Allgemeinheit.
> Hier ein einfacher aktiver Vorverstärker für Gitarre:>https://www.mikrocontroller.net/attachment/376849/Gitarrenvorverstaerker_nach_Lemme.png
Wenn der direkt in der Gitarre sitzt, sind ggf. zusätzliche
Parallelkondensatoren (direkt über den/die Tonabnehmer) zum Erreichen
eines "härteren" Klangs zweckmässig:
Die Resonansfrequenz wird dann niedriger.
1. Aria ist schon okay, während der großen Gitarrenwelle der 70er wurden
die in einem Atemzug mit Ibanez genannt. Falls die weiter in alter
Qualität bauen, ist alles ok. Da Du zufrieden bist, passt es doch.
2. Man kann sie schon mit Epiphone vergleichen, aber zum Glück nicht mit
Gibson: die amerikanische Bundierung der Gibsons intoniert angeblich
nicht so ordentlich wie die asiatischen Hälse.
3. Wenn Dein VolPot die Höhen abkneift, ist nicht das Poti hinüber,
sondern die Schaltung Murks. Achtung: "Schaltung" umfasst hier alles vom
PU bis zum Preamp Deines Instrumentenverstärkers, auch das Kabel!
Möglicherweise bist Du mit einem einfachen Buffet oder Volumepedal
besser bedient, Hauptsache hochohmig.
HTH
Ich habe an meiner Gitarre auch diverse Umbauten gemacht. Hier 2 für
mich sehr hilfreiche Webseiten mit elektrotechnischem Hintergrundwissen:
http://www.guitar-letter.dehttps://www.gitarrenelektronik.de
Da werden auch einige Fragen beantwortet, die bisher im Thread nicht
geklärt wurden.
Thomas
Kennst Du schon
Zollner, Physik der e-Gitarre?
Gab es mal komplett wie auch in Faszikeln als Download, sehr
empfehlenswert!
Evtl musst Du etwas suchen ...
bis jetzt schon mal vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten!
r: Percy N. (vox_bovi) hat geschrieben
2. Man kann sie schon mit Epiphone vergleichen, aber zum Glück nicht mit
Gibson: die amerikanische Bundierung der Gibsons intoniert angeblich
nicht so ordentlich wie die asiatischen Hälse.
Das kann ich bestätigen. Ich habe auch eine Gibson Nighthawk die gute
Tonabnehmer, Saiten etc. hat aber die Intonation ist eine Katastrophe.
Gibt es irgendwelche Lösungen dafür?
Intonation mit Einstellen der Saitenlänge und Höhe der Saite habe ich
natürlich schon gemacht. Mir geht es um die Intonation der verschiedenen
Bünde von 0 bis 22. da klingen manche gut und manche völlig schief mit
langem schiefen einschwingen der saiten
archtopper schrieb:> bis jetzt schon mal vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten!>> Das kann ich bestätigen. Ich habe auch eine Gibson Nighthawk die gute> Tonabnehmer, Saiten etc. hat aber die Intonation ist eine Katastrophe.> Gibt es irgendwelche Lösungen dafür?
Das kommt darauf an. Falls die Bundabstände nicht stimmen, was bei
Gibson USA vorkommen soll, hilft eigentlich nur ein neues Griffbrett.
Dead Spots bekommt man meist auch nicht weg, die sind aber eher eine
Angelegenheit des Halses.
archtopper schrieb:> Intonation mit Einstellen der Saitenlänge und Höhe der Saite habe ich> natürlich schon gemacht. Mir geht es um die Intonation der verschiedenen> Bünde von 0 bis 22. da klingen manche gut und manche völlig schief mit> langem schiefen einschwingen der saiten
Saiten ab und dann die Bünde nachschleifen.
Zum Nachschleifen ein völlig planes MDF-Brett mit 1000er Schmirgelpapier
bekleben (Holzleim oder besser Teppichklebeband).
Das Brett sollte 30cm x 8cm groß sein und mind. 22mm dick.
Dieses vorsichtig auflegen und immer nur wenig hin und her bewegen (Das
Brett soll immer und überall aufliegen, vorsicht beim 1. und letzten
Bund!). So lange, bis alle Bünde angeschliffen sind (aber wirklich nur
so wenig wie möglich wegnehmen und auf die Halsrundung achten, also
gleichmäßig von rechts nach links über die Mitte und wieder zurück!!!).
Anschließend müssen die Bünde einzeln feingeschliffen werden, am besten
ist eine Bundfeile.
Es geht aber auch extrem feines Schmirgelpapier und anschließend mit
Zahnpaste und Lappen polieren.
Martin H. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Zollner, Physik der e-Gitarre?> Letzteres findet Tante Gugel, wenn man sie nach "physik der> elektrogitarre pdf" fragt. Die 1000+ Seiten beantworten fast alles, was> man wissen will und darüber hinaus noch alle Fragen, die man sich noch> nie gestellt hat - lesenswert!>
Leider bleiben Fragen offen. Wer Näheres darüber wissen möchte, welche
Auswirkungen die Positionierung des PUs auf die Partialtöne hat
(eigentlich eher Formanten), der muss selber rechnen - oder
ausprobieren. Wimre gab es dazu von Lemme mal einen Bauvorschlag.
Zeno schrieb:> Warum schreibst Du überhaupt einen Post, wenn Du Dein Wissen nicht mit> der Allgemeinheit teilen willst?> Aber wahrscheinlich ist es eh nur heiße Luft und insofern ist es kein> Verlust für die Allgemeinheit.
Jo, das stimmt. Bezüglich dessen können wir uns aber ganz geschmeidig
die Händchen reichen.
Nee, nicht ganz: Ich habe nur wahrscheinlich keine, du aber
offensichtlich nicht die Bohne davon. Also von Ahnung.
> Leider bleiben Fragen offen. Wer Näheres darüber wissen möchte,> welche Auswirkungen die Positionierung des PUs auf die Partialtöne> hat (eigentlich eher Formanten), der muss selber rechnen
Das ist doch trivial, hängt es doch jeweils vom jeweils gegriffenen
Bund ab; auch ein Kapodaster verschiebt alles.
Elektrofan (Gast) schrieb:>> Leider bleiben Fragen offen. Wer Näheres darüber wissen möchte,>> welche Auswirkungen die Positionierung des PUs auf die Partialtöne>> hat (eigentlich eher Formanten), der muss selber rechnen>> Das ist doch trivial, hängt es doch jeweils vom jeweils gegriffenen> Bund ab; auch ein Kapodaster verschiebt alles.
Eben nicht! Die Frequenz hängt ab von Spannung und Länge der
schwingenden Saite. Bei welcher Frequenz über dem PU ein
Schwingungsknoten oder -bauch entsteht, ist bei fester Saitenspannung
lediglich von der Saitenlänge zwischen Steg und PU abhängig, und diese
Länge lässt sich nicht durch Greifen oder Kapo verändern. Man darf nur
nicht der Versuchung erliegen, die Gesamtlänge der - auch gegriffenen -
schwingenden Saite zu Grunde zu legen. Diese erlangt freilich Bedeutung,
welche Obertöne überhaupt erzeugt werden, hat damit mittelbar Einfluss
auf die Amplitude der Schwingung über dem PU.
Das ist tatsächlich trivial, nur hast Du es nicht bedacht.
Percy N. schrieb:> Eben nicht! Die Frequenz hängt ab von Spannung und Länge der> schwingenden Saite. Bei welcher Frequenz über dem PU ein> Schwingungsknoten oder -bauch entsteht, ist bei fester Saitenspannung> lediglich von der Saitenlänge zwischen Steg und PU abhängig,
Ah, es geht letztlich um die Obertonauslöschung bei Humbuckern, siehe
Anhang!
(aus H. Lemme, "Elektrogitarren Sound)
tom schrieb:> Ah, es geht letztlich um die Obertonauslöschung bei Humbuckern, siehe> Anhang!>> (aus H. Lemme, "Elektrogitarren Sound)
Nein, das ist ein anderer Effekt. Um die Angelegenheit vorläufig nicht
übermäßig zu komplizieren, wollte ich einstweilen nur Single Coils
betrachten und auch Bending außen vor lassen.
Meine Kritik an Zoller knüpft daran an, dass er sich ausführlich über
die zu Zeiten reiner Stimmungen begründete Assoziationen von Tonarten
und Gemütsverfassumgen durchaus spöttisch auslässt, sich seitenlang mit
den Oberschwingungen der Saite und der Apertur des PU befasst (nebst
Seitenhieb auf Leo Fender), aber völlig außer Acht lässt, dass sich das
relative Oberwellenspektrum verschiebt, je nachdem, welcher Ton
gegriffen wird, während die absoluten Frequenzen, die bevorzugt oder
unterdrückt werden, gleich bleiben. Das sollte den Effekt hervorbringen,
dass je nach Position des PU sich ein anderer Satz von Obertonspektren
auf den einzelnen Bünden ergibt. Die Folge sollte sein, dass die
einzelnen Funktionsstufen je nach Tonart durchaus unterschiedlich
klingen können. Bei metal wird man das freilich nicht so deutlich hören
wie etwa es bei Joe Pass der Falk sein sollte. In Anbetracht der
Tatsache, dass Zollner auch die "Hertiecaster" (4 SC-PUs!) betrachtet
hat, hätte er hierüber gerne das eine oder andere Wort verlieren dürfen.
Die von Dir erwähnte Auslöschung tritt daneben auf, ebenso wie die durch
die von Fender angestrebte übertriebene Apertur des PU ausgelöste.
Ich hoffe, ich habe das verständlich formuliert! ; - )
Achim B. schrieb:> Zeno schrieb:>> Warum schreibst Du überhaupt einen Post, wenn Du Dein Wissen nicht mit>> der Allgemeinheit teilen willst?>> Aber wahrscheinlich ist es eh nur heiße Luft und insofern ist es kein>> Verlust für die Allgemeinheit.>> Jo, das stimmt. Bezüglich dessen können wir uns aber ganz geschmeidig> die Händchen reichen.>> Nee, nicht ganz: Ich habe nur wahrscheinlich keine, du aber> offensichtlich nicht die Bohne davon. Also von Ahnung.
Nimm mal Dein Näschen runter sonst regnet es da rein und Du erkältest
Dich.
Percy N. schrieb:> Meine Kritik an Zoller knüpft daran an, dass er sich ausführlich über> die zu Zeiten reiner Stimmungen begründete Assoziationen von Tonarten> und Gemütsverfassumgen durchaus spöttisch auslässt, sich seitenlang mit> den Oberschwingungen der Saite und der Apertur des PU befasst (nebst> Seitenhieb auf Leo Fender), aber völlig außer Acht lässt, dass sich das> relative Oberwellenspektrum verschiebt, je nachdem, welcher Ton> gegriffen wird, ...
Ach so, das heißt, dass je nach PU-Position eine Skala (z.B. E dur) von
den Obertönen her anders klingen kann als eine andere Scala (z.B. F
dur).
Wenn es beim Transponieren gleich klingen soll von den Obertönen her,
müsste man sozusagen die PU-Position gleich mit verschieben, damit
relativ gesehen alles gleich bleibt (bis auf die Tonart
selbstverständlich).
Interessanter Gedanke!
tom schrieb:> Ach so, das heißt, dass je nach PU-Position eine Skala (z.B. E dur) von> den Obertönen her anders klingen kann als eine andere Scala (z.B. F> dur).>> Wenn es beim Transponieren gleich klingen soll von den Obertönen her,> müsste man sozusagen die PU-Position gleich mit verschieben, damit> relativ gesehen alles gleich bleibt (bis auf die Tonart> selbstverständlich).>> Interessanter Gedanke!
Ja, das auch, wenngleich ein Halbton Versatz nicht so den supertollen
Effekten ergeben sollte.
Mir ging es aber eher darum, dass zB eine I-IV-V-Kadenz je nach Tonart
entweder gut oder grausig klingen kann. Hier hätte ich von Zollner bei
>80 Seiten Psychoakustik nebst Harmonik doch die eine oder andere
Bemerkung erwartet.
Die Schwarte hat mehr als 1200 Seirten und kostet fast 150 Euronen!
Hallo Zusammen, kleines Update. Habe gestern alles umgesetzt. Die
Pickups klingen fantastisch gut. Auch in Kombination. Ihr habt mich ja
vorgewarnt dass es jenachdem was angeschlossen ist Effekte / Signalkette
zu komischen Effekten kommt. Das hat sich bestätigt, aber kann ich
verkraften. Ich habe aber ein anderes Problem das mich viel mehr stört.
Meine geplanten Volumenpoti sind jetzt höhendämpfende Tone Potis.
Kann jemand anhand meiner Schaltung die ich auch so umgesetzt habe
erkennen warum das so ist und was ich ändern muss?
Hier ein Foto der neuen Gitarre:
https://scontent-ams3-1.cdninstagram.com/vp/5d22135ffc0cf9636f685559843fc456/5C62DDA5/t51.2885-15/e35/42758202_716565262038120_7578551977593907281_n.jpg
Soundbeispiele folgen sobald ich dieses für mich ernsthafte Problem
behoben habe.
Ich freue mich auf Hilfe.
ich habe es gerade mal mit 3 verstärkern getestet. beim marshall jcm
2000 dsl 401 und laney cub8 haben die volumen regler so gut wie keine
wirkung. beim gold mike verstärker funktionieren sie normal.
Eine aktive Elektronik kommt nicht in Frage weil ich die Elektronik nur
auf dem Schlagbrett angebracht habe und nicht den Gitarrenkörper
"verletzen" will. da ist kein Platz für eine 9 Volt batterie.
Also ist eine DI Box oder ein mikro amp die einzige möglichkeit? Was ist
mit einem aktiven volumenpedal. würde das nicht auch gehen?
Habe ich damit dann wirklich die komplette von mir erdachte
funktionalität?
Es hat geklappt. alle volumenregler, pickups und ein und ausschalter
funktionieren. später nehme ich mal ein paar demo sounds auf :)
Danke für die Hilfe schonmal!
archtopper schrieb:> Kann jemand anhand meiner Schaltung die ich auch so umgesetzt habe> erkennen warum das so ist und was ich ändern muss?
Ich hatte Dir doch geschrieben wie man es richtig verschaltet.
archtopper schrieb:> Danach habe ich ein bisschen was aufgenommen aber nicht beachtet dass> die Intonation durch die Magneten neu gemacht werden mussten.
Aegypten???
Die Intonation der Gitarre muss mit Sicherheit nicht wegen der paar
zusätzlichen Magnete neu gemacht werden. Sondern deshalb, weil du die
Gitarre durch Zerlegung und anschließendem Einbau der absolut
überflüssigen Tonabnehmer nicht nur optisch verhunzt hast.
Oder anders ausgedrückt: Neu intoniert werden muss wohl, aber nicht
wegen der Magnete. Sondern weil du das, was ich in meinem ersten Beitrag
zu deinem "Problem" geschrieben habe, nicht beherzigen wolltest.
Wir haben es jetzt mit einer verhunzten Gitarre zu tun.
Geschmack und eine individuelle Meinung ist ja auch total überflüßig.
Einfach auf den großen Propheten hören der alles besser weiß und uns
normal sterblichen total überlegen ist und uns sagt was wir zu denken
haben. Jetzt mal im Ernst das ist sowas von anmaßend. Zumal ich ja
geschrieben habe dass mir die Gitarre jetzt viel mehr gefällt. Selbst
wenn die Gitarre von mir zu einem Blecheimer Sound umgebaut wird weil
ich genau diesen Sound haben will ist das meine Sache.
Beschweren Sie sich auch im Restaurant wenn der Koch nicht genauso kocht
wie ihre Mutter?
Wenn alle so wie sie denken würden dann würden wir immernoch in der
Höhle leben weil das haben wir ja immer schon so gemacht und jede
Veränderung ja völlig überflüßig ist...
archtopper schrieb:> Wenn alle so wie sie denken würden dann würden wir immernoch in der> Höhle leben weil das haben wir ja immer schon so gemacht und jede> Veränderung ja völlig überflüßig ist...
na, nu komm mal wieder runter. Wenn dir dein Umbau gefällt und wenn du
vielleicht noch eine Anregung hier finden konntest, dann ist doch alles
paletti!! Ich baue selbst gerade an meiner alten Höfner-E-Guitarre herum
und es geht einzig und allein darum, dass mir das gefällt, was ich höre.
Also, what shells...
Gruß Rainer
PS. und ich bin mir sicher, dass z.B. John Lennon und P. McCartny oder
Mick Jagger jahrzehntelang schlaflose Nächte hatten, weil die 5te
Obertonschwingung neben einem Pick-Up lag :-)
Achim B. schrieb:> Aegypten???
Mal davon ausgegangen, Du hättest voll und ganz recht:
Du hattest ja keine Erklärungen liefern wollen. Woher also hätte der
arme archtopper wissen sollen, daß Deine Argumente nicht auf "Glaube
an Gott Achim" begründet liegen, was ihm halt (mangels relig. Eifers)
nicht reichte???
Hättest Du echtes Interesse daran gehabt, ihm zu helfen, hättest Du
"Einsatz gezeigt", und Deine Argumente durch Gründe, und diese durch
Erklärungen belegt. Weit ausführlicher halt.
So aber macht es den Eindruck, Du hättest aufs "ich habs Dir gesagt"
spekuliert, indem Du - wie gesagt - extrem sparsam argumentiertest.
Ich kann den Sound nicht professionell beurteilen, sondern möchte
einfach nur meinen Eindruck des Thread-Verlaufes wiedergeben. Auch
ganz ohne persönlich motivierte oder böse Absicht. Wie sagt "man":
>> Du hättest mehr tun (hier: schreiben) können. <<
"Ae... gypt en?" ---> "Nae, gypt ken."
Hast ja recht, Rainer. Bierernst muß nicht. ;)
Ich will auch gar nicht streiten, oder was. Wer m. Post genau liest,
stellt fest, daß ich keinerlei (in-/direkt) böse Absicht unterstellte.
(Daß ich diese nicht "ausgeschlossen habe", soll nur verdeutlichen,
wie wenig das vor TOs Rückmeldung geschriebene das Gegenteil beweist.)
Ich bin jetzt still - kann (s.o.) nicht einmal den Sound beurteilen.
Kriegt Euch mal wieder ein!
Wenn Felix mit dem Sound seiner Axt zufrieden ist, dann hat er genau das
erreicht, was er wollte. Glückwunsch!
Nebenbei: Bob Dylan hat zwar aus irgendwelchen Gründen den Nobelpreis
für Literatur bekommen, aber als Gitarrist bleibt er doch deutlich
hinter zB Ricky King zurück.
So muss eben jeder wissen, was ihm wichtig ist.
Percy N. schrieb:> aber als Gitarrist bleibt er doch deutlich> hinter zB Ricky King zurück.
Das war jetzt aber wirklich hart.
Den Herren habe ich zweimal live erlebt und würde nicht ernsthaft
widersprechen.
archtopper schrieb:> Wenn alle so wie sie denken würden dann würden wir immernoch in der> Höhle leben weil das haben wir ja immer schon so gemacht und jede> Veränderung ja völlig überflüßig ist...
...und warum sollte das überhaupt schlecht sein? Veränderungen in der
Höhle sind potentiell lebensbedrohlich und gefährden zuerst den
Agitator! Vielleicht schaust du dir mal das Höhlengleichnis bei Platon
an...
Gruß Rainer
Mark S. schrieb:> Die DI-Boxen dürften zu niedrige Einangswiderstände für ne E-Gitarre> haben.
Das ist wohl richtig. Daher steht der Amp richtigerweise direkt neben
dem Gitarristen und wenn er nicht line out rausgeht, sondern per MIC,
dann eben über einen Preamp und direct in.
archtopper schrieb:> Beschweren Sie sich auch im Restaurant wenn der Koch nicht genauso kocht> wie ihre Mutter?
Nö. Erst dann, wenn ich ein Schnitzel bestelle, und er mir Pasta
serviert.
archtopper schrieb:> Wenn alle so wie sie denken würden dann würden wir immernoch in der> Höhle leben weil das haben wir ja immer schon so gemacht und jede> Veränderung ja völlig überflüßig ist...
Also, meine Frau und ich haben das nicht "schon immer so gemacht". Aber
egal; Veränderungen sind natürlich nicht unbedingt überflüssig,
Verschlimmbesserungen allerdings schon.
Achim B. schrieb:> archtopper schrieb:>> Beschweren Sie sich auch im Restaurant wenn der Koch nicht genauso kocht>> wie ihre Mutter?>> Nö. Erst dann, wenn ich ein Schnitzel bestelle, und er mir Pasta> serviert.>
Nota bene: Man bestelle niemals Gerichte "nach Art des Hauses"!