Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Weche Funktion hat der 2. OPV?


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von Ngu Y. (redpill)


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Hallo,

ich habe mir zum Zweck der Verstärkung eines PWM-Signals mit einem OPV 
(NE5532P) einen nicht-invertierenden Aufbau konstruiert.

Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass der Aufbau im Bild zu einem 
weitaus konstanterem und besseren Signal führt, kann mir aber nicht 
erklären weshalb (sehe nicht welche Funktion der 2. OPV haben soll).

Interessanterweise funktioniert das auch nur wenn ich es mit dem selben 
OPV mache (der zweiten Beschaltungsseite des OPVs).

Vielen Dank für eure Hilfe!

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass der Aufbau im Bild zu einem
> weitaus konstanterem und besseren Signal führt, kann mir aber nicht
> erklären weshalb (sehe nicht welche Funktion der 2. OPV haben soll).

Da musst du nochmals in dich gehen. Der zweite OPA hat keine Funktion. 
Irgend eine Änderung sind nur denkbar, wenn so z.B. eine fehlende Masse 
kompensiert wird.
Ist das ganze symmetrisch versorgt? Mal mal dein Bild vollständig.

von Peter S. (Gast)


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Wenn der obere OPV komplett unbeschaltet ist, befindet er sich 
möglicherweise in einem undefinierten Zustand und oszilliert oder macht 
andere komische Sachen. Dass kann im Chip auf den genutzten OPV 
übersprechen und dessen Funktion beeinträchtigen.
Auch wenn die gezeigte Beschaltung des ungenutzten OPV eher unschön ist, 
macht er vielleicht deswegen schon keine komischen Sachen mehr (oder 
weniger komische Sachen).

Auf jeden Fall sollte man ungenutzte OPVs so beschalten, dass sie sich 
in einem definierten/spezifizierten Zustand befinden und nicht einfach 
willkürlich irgendwelche Pins auf GND legen. Man beschaltet einen 
ungenutzten OPV z.B. als Spannungsfolger, bei dem am 
nicht-invertierenden Eingang eine Spannung anliegt, die zwischen den 
Versorgungsspannungen liegt (z. B. halbe Versorgung).

von Dieter (Gast)


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OP2 hat Verstaerkung von 1, das an Input + haengt.

von Helmut S. (helmuts)


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Der gezeigte Schaltplan ist doch völlig unsinnig. Dafür gibt es von mir 
die rote Karte!

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

Aber wenn man so ein tolles Oszilloskop da stehen hat, schließt man doch 
nicht den OPV-Ausgang gegen Masse kurz. Oder ist das Oszi am Stromkabel 
aufgehängt?


Für das PWM Signal eignet sich ein Komparator eher als ein OPV.
Baue doch mit dem lieber eine Wienbrücke oder einen Tiefpass vierter 
Ordnung, wenn er noch nicht defekt ist.



MfG

von Ngu Y. (redpill)


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Vielen Dank für eure Antworten und sorry für das Schaltbild, bin noch 
ziemlicher Noob was das Zeug angeht.

Im Prinzip will ich nur wie im neuen Schaltbild eine nicht invertierende 
Verstärkung (eines PWMs von Red Pitaya) machen, bekomm aber ein 
unschönes/zittriges Signal am Output.

HildeK schrieb:
> Da musst du nochmals in dich gehen. Der zweite OPA hat keine Funktion.
> Irgend eine Änderung sind nur denkbar, wenn so z.B. eine fehlende Masse
> kompensiert wird.
> Ist das ganze symmetrisch versorgt? Mal mal dein Bild vollständig.

Wenn das mit der fehlenden Masse der Fall wäre, wie könnte ich diese 
sonst kompensieren? Versorgung ist nur mit einem Labornetzgerät, dass 
von 0-15V geht, also nicht symmetrisch. Könnte das das Problem sein?


Die Frequenz des PWM ist 50kHz, was der OPV (hohe Slew-Rate) ohne 
Probleme schaffen sollte.

Christian S. schrieb:
> Für das PWM Signal eignet sich ein Komparator eher als ein OPV.
> Baue doch mit dem lieber eine Wienbrücke oder einen Tiefpass vierter
> Ordnung, wenn er noch nicht defekt ist.

Danke für die Vorschläge, wenn ich es mit dem OPV nicht hinbekomme, 
werde ich auf jeden Fall deine Varianten versuchen.

von Der Andere (Gast)


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Red P. schrieb:
> Im Prinzip will ich nur wie im neuen Schaltbild eine nicht invertierende
> Verstärkung (eines PWMs von Red Pitaya) machen

Warum nimmst du da nicht einfach einen Treiber oder einen High side 
Switch?
Siehe z.B.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Treiber

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Versorgung ist nur mit einem Labornetzgerät, dass
> von 0-15V geht, also nicht symmetrisch. Könnte das das Problem sein?

Bei unsymmetrischer Versorgung muss man wissen, was man macht. Wenn dein 
Eingangssignal zwischen 0V und 1V pulst (wie im letzten Bild), dann muss 
der OPA schon am Eingang die 0V auch können. Das erfordert einen, der am 
Eingang zumindest bis 0V herunter kommen darf. Und mit der Verstärkung 
von etwa 3.2 muss er auch am Ausgang bis 0V kommen können. Das kann bei 
weitem nicht jeder Typ.
Der NE5532 jedenfalls kann beides nicht. Der muss auf jeden Fall sowohl 
am Eingang als auch am Ausgang 2-3V Abstand von den Rails haben. Sonst 
funktioniert er nicht richtig. Also, eine negative Versorgung, 
wenigstens -5V an -UB, ist erforderlich für den 5532. Oder du brauchst 
eine künstliche (virtuelle) Masse und betreibst alles symmetrisch zu 
UB/2 = 7.5V. Ob das geht, hängt von den Schaltungen ab, die am Eingang 
und am Ausgang angeschlossen werden sollen.

Besser: Suche dir einen, der mit Rail-to-Rail spezifiziert ist, hier 
muss er allerdings nur die untere Rail abkönnen.
Für den Zweck, ein 1V PWM-Signal auf 3.3V zu bringen, gibt es auch 
weitere Varianten:
- ein Transistor mit nachgeschaltetem HC14
- ein CD4049UB als analoger Verstärker geschaltet mit nachgeschaltetem 
zweiten Gatter (es sind 6 drin).
- schon genannt: ein Komparator

Ein OPA ist jedenfalls das Element, an das ich zuletzt denken würde.
Der Operationsverstärker ist für andere Aufgaben vorgesehen, speziell 
der 5532 ist ein rauscharmer Verstärker für kleine Audiosignale.
Warum hat das PWM-Signal nur 1V? Wer generiert denn das so klein? 
Vielleicht sollte man da ansetzen.

Ob in deiner ersten Schaltung der seltsam angeschlossene zweite OPA 
irgendwas bewirkt, kann ich nicht sagen. Das sind keine Beschaltungen, 
mit denen man Erfahrung hat :-).

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Red P. schrieb:
> Im Prinzip will ich nur wie im neuen Schaltbild eine nicht invertierende
> Verstärkung (eines PWMs von Red Pitaya) machen

"PWM" impliziert, daß das ein Digitalsignal ist. Wenn man da die Pegel 
ändern will, sagt man normalerweise nicht "Verstärker" dazu, sondern 
Pegelwandler. Und weil man das so häufig braucht, gibt es sogar 
schon einen Artikel dazu im hiesigen Wiki.

Ein OPV ist dafür regelmäßig nicht das Mittel der Wahl. Zum einen weil 
er oft zu langsam ist, zum anderen weil er (außer spezielle rail-to-rail 
Typen) am Ausgang nicht bis zur jeweiligen Betriebsspannung kommt.

Normalerweise verwendet man einfache Logikgatter dafür, oder spezielle 
Gatter mit Wandlerfunktion. Oder einen Komparator wie den LM393, was 
dann ganz ähnlich wie deine OPV-Schaltung aussieht.

Wozu brauchst du eigentlich ein "verstärktes" PWM-Signal? Welchen Pegel 
soll das haben? Soll das vielleicht gar eine Last treiben?

von Peter D. (peda)


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Red P. schrieb:
> kann mir aber nicht
> erklären weshalb

Du schließt einen Ausgang kurz und dadurch steigt die Stromaufnahme 
stark an. Das wirk dann stabilisierend. Der IC dürfte auch spürbar 
wärmer werden.
Besser stabilisieren aber Abblockkondensatoren.

von Analog OPA (Gast)


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HildeK schrieb:
> Da musst du nochmals in dich gehen. Der zweite OPA hat keine Funktion.

Doch, der zieht sich durch die Leckströme ein Potenzial. Das wird zwar 
in der Simulation nicht zum Tragen kommen, bzw gar nicht erscheinen, ist 
aber reale Praxis.

Die Schaltung ist aber Mumpitz. Wenn der Ausgang mit geregelt werden 
soll, dass muss der Eingang mit dem Signal oder der Rückkoppelung 
beschaltet sein.

So ist das zu "antennenlastig"

von gaestchen (Gast)


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Wenn du den 2ten OpAmp nicht benutzen willst musst du dafür sorgen dass 
er nicht unvorhergesehens macht.

Wie einige schon sagten, bzw ich jetzt:

Bei single supply legt man den Eingang auf Vcc/2 und verbindet Ausgang 
mit negativem Eingang.
Bei dual supply ( da die 0V möglich sind) legst du Eingang positiv auf 
Masse und wieder Ausgang mit negativem Eingang.

von Ngu Y. (redpill)


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Danke Leute seid mir echt eine große Hilfe.

Der Andere schrieb:
> Red P. schrieb:
>> Im Prinzip will ich nur wie im neuen Schaltbild eine nicht invertierende
>> Verstärkung (eines PWMs von Red Pitaya) machen
>
> Warum nimmst du da nicht einfach einen Treiber oder einen High side
> Switch?
> Siehe z.B.
> https://www.mikrocontroller.net/articles/Treiber

Habe bis jetzt nur mit OPVs gearbeitet (Sensorik) und deshalb diesen 
gewählt. Welche/r Transistor bzw. Schaltung würde sich für meine 
Anwendung eignen?

HildeK schrieb:
> Besser: Suche dir einen, der mit Rail-to-Rail spezifiziert ist, hier
> muss er allerdings nur die untere Rail abkönnen.
> Für den Zweck, ein 1V PWM-Signal auf 3.3V zu bringen, gibt es auch
> weitere Varianten:
> - ein Transistor mit nachgeschaltetem HC14
> - ein CD4049UB als analoger Verstärker geschaltet mit nachgeschaltetem
> zweiten Gatter (es sind 6 drin).
> - schon genannt: ein Komparator

Axel S. schrieb:
> Normalerweise verwendet man einfache Logikgatter dafür, oder spezielle
> Gatter mit Wandlerfunktion. Oder einen Komparator wie den LM393, was
> dann ganz ähnlich wie deine OPV-Schaltung aussieht.

Könnte ich nicht einfach meinen OPV (hätte sonst noch LM318p, LF356n & 
0p07dp hier) als Komparator beschalten? oder muss es das Bauteil sein?

Axel S. schrieb:
> Wozu brauchst du eigentlich ein "verstärktes" PWM-Signal? Welchen Pegel
> soll das haben? Soll das vielleicht gar eine Last treiben?

Ich will lediglich die Ansteuerung eines Lasers triggern (für eine 
Laser-Absorptionsspektroskopie), dieser wird erst ab ca. 3,3V aktiviert. 
Die schnellen Ausgänge des Red Pitaya schaffen nur max +-1V Output.


Peter D. schrieb:
> Red P. schrieb:
>> kann mir aber nicht
>> erklären weshalb
>
> Du schließt einen Ausgang kurz und dadurch steigt die Stromaufnahme
> stark an. Das wirk dann stabilisierend. Der IC dürfte auch spürbar
> wärmer werden.
> Besser stabilisieren aber Abblockkondensatoren.

OK interessant.. Vermutlich sehr dumme Frage: Wäre es ein Problem diesen 
Aufbau trotzdem so zu lassen oder wäre das in keinem Fall sinnvoll? Der 
IC wird nicht warm und das Signal ist nahezu perfekt (siehe Bild) (sogar 
besser als das direkt vom Input).
Bzw. wie würde ein Abblockkondensator dieses Problem lösen? Hätte einen 
10nF und 100nF hier..


Bin mir im Klaren, dass OPV nicht optimal ist aber momentan habe ich 
keine anderen Bauteile, deshalb versuch ichs noch so bis ich mir die 
anderen hole.

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Könnte ich nicht einfach meinen OPV (hätte sonst noch LM318p, LF356n &
> 0p07dp hier) als Komparator beschalten? oder muss es das Bauteil sein?

Man kann OPAs als Komparatoren zweckentfremden. Sie tun das aber 
schlecht und langsam. Und das Problem, dass sie nicht an die untere Rail 
kommen, bleibt.
Alle die OPAs, die du aufgezählt hast, haben keinen Input und Output, 
der bis an die untere Versorgung geht.
Der einzige alte, der mir spontan einfällt, wäre der LM358. Der dürfte 
aber für die 5µs-Pulse zu langsam sein. Modernere gibt es aber eine 
ganze Reihe, die an die untere Rail kommen.

Probiere doch einfach mal mit der Hilfe einer einfachen 9V-Batterie, den 
-UB deutlich unter 0V zu legen ...

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
> Probiere doch einfach mal mit der Hilfe einer einfachen 9V-Batterie, den
> -UB deutlich unter 0V zu legen ...

Danke! Hab es jetzt mit einem zweiten Netzteil (symmetrisch) 
hinbekommen, ein optimales Signal zu bekommen.
Da ich eine Versorgungsspannung von 0-24V habe würde ich diese jetzt auf 
-12
bis +12 aufsplitten.
Reicht dafür ein einfacher Spannungsteiler?

EDIT: Habe es jetzt mit einem Spannungsteiler (2x 10k) realisiert und 
funktioniert ohne Probleme. Danke für eure Hilfe!

: Bearbeitet durch User
von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Reicht dafür ein einfacher Spannungsteiler?

Zumindest mit einem Elko abblocken.
Ob es reicht (gut, bei dir scheint es zu funktionieren) hängt auch davon 
ab,  wie stark du den neuen, virtuellen GND belastest.
Am Eingang des nicht invertierenden Verstärkers ist das sicher 
problemlos, aber wo ist der Ausgangsmassebezug?

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
> Red P. schrieb:
>> Reicht dafür ein einfacher Spannungsteiler?
>
> Zumindest mit einem Elko abblocken.
> Ob es reicht (gut, bei dir scheint es zu funktionieren) hängt auch davon
> ab,  wie stark du den neuen, virtuellen GND belastest.
> Am Eingang des nicht invertierenden Verstärkers ist das sicher
> problemlos, aber wo ist der Ausgangsmassebezug?

Hier ist mein derzeitiger Schaltplan..
Die Massen hängen alle zusammen am virtuellen GND des Spannungsteilers.
Belastung sollte nur sehr klein sein also wäre das vermutlich kein 
Problem.

Wo müsste ich hier den Elko einbauen und weshalb?

von Amateur (Gast)


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Nur ein Tipp:
Es gibt, im Rahmen der Geht-So-Besser-Methode noch jede Menge 
Möglichkeiten, einen oder zwei OPs zu verschalten.
Natürlich sind die meisten etwa so sinnvoll wie ein Kropf.

Allerdings, selbst der größte Blödsinn ergibt in der Simulation ein 
Resultat.

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Wo müsste ich hier den Elko einbauen und weshalb?

Parallel zu R2, damit die dynamischen Anteile dir den GND nicht bewegen.
Unklar ist noch, wogegen du das Ausgangssignal abnimmst (auch bez. 
dieses GNDs?) und was für eine Last da vorhanden ist.
Besser wäre es jetzt, den 2.OP vom Eingangspost als Spannungsfolger zu 
schalten und den diesen Spannungsteiler puffern zu lassen.

Etwas so wie im Anhang. Allerdings, bei deiner und bei meiner Variante 
sollte die Stromversorgung oder die Last nicht beide z.B. an Schutzerde 
liegen.

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
> Red P. schrieb:
>> Wo müsste ich hier den Elko einbauen und weshalb?
>
> Parallel zu R2, damit die dynamischen Anteile dir den GND nicht bewegen.
> Unklar ist noch, wogegen du das Ausgangssignal abnimmst (auch bez.
> dieses GNDs?) und was für eine Last da vorhanden ist.
> Besser wäre es jetzt, den 2.OP vom Eingangspost als Spannungsfolger zu
> schalten und den diesen Spannungsteiler puffern zu lassen.
>
> Etwas so wie im Anhang. Allerdings, bei deiner und bei meiner Variante
> sollte die Stromversorgung oder die Last nicht beide z.B. an Schutzerde
> liegen.

Alles klar verstehe, danke für den Schaltplan werde es gleich mit dem 
10uF und dem Spannungsfolger testen. Verstehe ich das richtig, dass der 
Spannungsfolger in diesem Fall dazu dient, die Spannung konstant und 
unabhängig vom Stromverbrauch zu halten?

Das Ausgangssignal nehme ich auch gegen diesen GND ab ja. Wäre das 
anders sinnvoller? Da das PWM nur als Auslöser für die Laserelektronik 
dient (muss keinen Strom für den Laser liefern, nur eine gewisse 
Spannung überschreiten) ist hier denke ich nur wenig Last.

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Verstehe ich das richtig, dass der
> Spannungsfolger in diesem Fall dazu dient, die Spannung konstant und
> unabhängig vom Stromverbrauch zu halten?
Unabhängig nicht, nur bis zu seiner maximalen Belastbarkeit. Das sind 
beim 5532 nur ein paar mA.
>
> Das Ausgangssignal nehme ich auch gegen diesen GND ab ja. Wäre das
> anders sinnvoller? Da das PWM nur als Auslöser für die Laserelektronik
> dient (muss keinen Strom für den Laser liefern, nur eine gewisse
> Spannung überschreiten) ist hier denke ich nur wenig Last.
Das ist schon richtig. Nur die Massen von Laser und Eingangssignal 
dürfen keine Verbindung zur Masse der Spannungsversorgung haben. Z.B. 
über die Schutzerde könnte das leicht mal sein. Ich kenne ja nicht alle 
Komponenten.

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
>> Das Ausgangssignal nehme ich auch gegen diesen GND ab ja. Wäre das
>> anders sinnvoller? Da das PWM nur als Auslöser für die Laserelektronik
>> dient (muss keinen Strom für den Laser liefern, nur eine gewisse
>> Spannung überschreiten) ist hier denke ich nur wenig Last.
> Das ist schon richtig. Nur die Massen von Laser und Eingangssignal
> dürfen keine Verbindung zur Masse der Spannungsversorgung haben. Z.B.
> über die Schutzerde könnte das leicht mal sein. Ich kenne ja nicht alle
> Komponenten.

OK ich denke bei mir ist das nicht der Fall.. Inwiefern wäre das 
problematisch?

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Inwiefern wäre das
> problematisch?

Es gäbe einen Kurzschluss zwischen der Masse der 24V (dem Minuspol) und 
den Massen des Pulsgenerators und des Lasers (in meinem Bild mit GND 
bezeichnet).
Wenn jetzt also das 24V Netzgerät mit dem Minuspol an Schutzerde hängt 
und entweder der Laser oder die Ansteuerung auch (oder beide), dann wäre 
das der Fall.
Der künstliche GND am Ausgang von U1 wäre dann keiner mehr ...

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
> Red P. schrieb:
>> Inwiefern wäre das
>> problematisch?
>
> Es gäbe einen Kurzschluss zwischen der Masse der 24V (dem Minuspol) und
> den Massen des Pulsgenerators und des Lasers (in meinem Bild mit GND
> bezeichnet).
> Wenn jetzt also das 24V Netzgerät mit dem Minuspol an Schutzerde hängt
> und entweder der Laser oder die Ansteuerung auch (oder beide), dann wäre
> das der Fall.
> Der künstliche GND am Ausgang von U1 wäre dann keiner mehr ...

Alles klar vestehe. Danke für den Hinweis, werde das auf jeden Fall im 
Hinterkopf behalten!

von Forist (Gast)


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Red P. schrieb:
> IMG_20181002_143233_resized_20181002_023309057.jpg
> IMG_20181002_143219_resized_20181002_023309583.jpg

Ist dir das kleine, rechteckige Loch (ca. 12 x 6 mm) in der Frontplatte 
von deinem Scope unter dem Display schon mal aufgefallen?

Rate mal, wozu das gut ist?

Beitrag #5585001 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #5585003 wurde vom Autor gelöscht.
von Ngu Y. (redpill)


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Forist schrieb:
> Red P. schrieb:
>> IMG_20181002_143233_resized_20181002_023309057.jpg
>> IMG_20181002_143219_resized_20181002_023309583.jpg
>
> Ist dir das kleine, rechteckige Loch (ca. 12 x 6 mm) in der Frontplatte
> von deinem Scope unter dem Display schon mal aufgefallen?
>
> Rate mal, wozu das gut ist?

sorry hatte keinen usb zur Hand und Foto erfüllt den Zweck auch ;)

von Ngu Y. (redpill)


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Forist schrieb:
> Red P. schrieb:
>> IMG_20181002_143233_resized_20181002_023309057.jpg
>> IMG_20181002_143219_resized_20181002_023309583.jpg
>
> Ist dir das kleine, rechteckige Loch (ca. 12 x 6 mm) in der Frontplatte
> von deinem Scope unter dem Display schon mal aufgefallen?
>
> Rate mal, wozu das gut ist?

Hier noch ein Bild mit Spannungsfolger und 10nF Abblockkondensator.

: Bearbeitet durch User
von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!

Ja, und nachdem ich gerade deinen Screenshot sehe: auch das Skope hat 
üblicherweise eine Verbindung zwischen seinem GND und PE. In dem Fall 
müssen alle anderen Schaltungsteile erdfrei sein.
Am Besten mal mit dem Ohmmeter klären, welche Signalmassen mit PE 
verbunden sind.

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:
> Red P. schrieb:
>> werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
>
> Ja, und nachdem ich gerade deinen Screenshot sehe: auch das Skope hat
> üblicherweise eine Verbindung zwischen seinem GND und PE. In dem Fall
> müssen alle anderen Schaltungsteile erdfrei sein.
> Am Besten mal mit dem Ohmmeter klären, welche Signalmassen mit PE
> verbunden sind.

Dieses Netzteil habe ich für meine Spannungsversorgung der OPVs und der 
Laserelektronik: 
https://www.amazon.de/gp/product/B0783GG4H7/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Hat also keine Erdung, wie auch das Netzteil von meinem 
Steuer-/Messgerät (Red Pitaya).

Sollte also alles sicher sein oder?

von HildeK (Gast)


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Red P. schrieb:
> Sollte also alles sicher sein oder?

Ja, ist es dann.
Ich wollte dich nur auf versteckte Tücken hinweisen. Passiert wäre 
vermutlich nichts, außer dass halt die Funktion der Schaltung nicht mehr 
gegeben wäre. Naja, der 1. OPA wäre halt am Ausgang kurzgeschlossen, 
manche sind da immun, alle nicht.

So Schaltungen mit künstlicher Masse wendet man, wenn es nicht anders 
geht, meist in analogen Schaltungen an, bei denen man kapazitiv ein- und 
auskoppeln kann. Dann wird als Signalmasse eben nicht der künstliche GND 
verwendet, sondern z.B. der Minuspol der Stromversorgung.
Eine kapazitive Kopplung hat Hochpassverhalten und das ist hier aber 
nicht sinnvoll, weil deine Signale einen wechselnden Gleichanteil haben, 
je nach PWM-Tastverhältnis.

von Ngu Y. (redpill)


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HildeK schrieb:

>
> Ja, ist es dann.
> Ich wollte dich nur auf versteckte Tücken hinweisen. Passiert wäre
> vermutlich nichts, außer dass halt die Funktion der Schaltung nicht mehr
> gegeben wäre. Naja, der 1. OPA wäre halt am Ausgang kurzgeschlossen,
> manche sind da immun, alle nicht.
>
> So Schaltungen mit künstlicher Masse wendet man, wenn es nicht anders
> geht, meist in analogen Schaltungen an, bei denen man kapazitiv ein- und
> auskoppeln kann. Dann wird als Signalmasse eben nicht der künstliche GND
> verwendet, sondern z.B. der Minuspol der Stromversorgung.
> Eine kapazitive Kopplung hat Hochpassverhalten und das ist hier aber
> nicht sinnvoll, weil deine Signale einen wechselnden Gleichanteil haben,
> je nach PWM-Tastverhältnis.

Absolut, Infos wie diese könnten mir definitiv einiges an Kopfzerbrechen 
in Zukunft ersparen!

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