Hallo zusammen
Es gibt ja ein Treiber-IC z.B. ULN2803A, mit welchem man z.B. mit einem
TTL (5V Signal) ein 24VDC Relais ansteuern kann.
Nun glaube ich aber verstanden zu haben, dass die Input- und
Output-Seite nicht galvanisch getrennt ist.
Da die 24VDC Seite über Labornetzteil und Bananenstecker eingespiesen
wird, könnte es vorkommen, dass die 24VDC Speisung (+ und -) vertauscht
wird, und somit evtl. die Ansteuerelektronik vor dem Treiber kaputt
geht.
Gibt es da eine Einfache lösung evtl. ein Treiber-IC mit galv. trennung?
Besten dank für eure Mühe schon im voraus. :-)
Gruss
Remo
@ Remo (Gast)
>Nun glaube ich aber verstanden zu haben, dass die Input- und>Output-Seite nicht galvanisch getrennt ist.
Ja.
>Da die 24VDC Seite über Labornetzteil und Bananenstecker eingespiesen>wird, könnte es vorkommen, dass die 24VDC Speisung (+ und -) vertauscht>wird, und somit evtl. die Ansteuerelektronik vor dem Treiber kaputt>geht.
Kann sein.
>Gibt es da eine Einfache lösung evtl. ein Treiber-IC mit galv. trennung?
Nö. Eine Verpolschutzdiode auf der Schaltung reicht. Kostet keine 10
Cent.
Remo schrieb:> dass die 24VDC Speisung (+ und -) vertauscht> wird
Zur Zerstörung sollte das nicht führen, das ist z.B. mit einem Relais
sichergestellt, da den Kontakten die Polarität egal ist. Funktionieren
muss es bei falschem Anschluss aber nicht, daher würde ich dafür keinen
Aufwand treiben wie einen Brückengleichrichter an jedem Ausgang, der
stellt ohnehin nicht die Funktion sicher, z.B. wenn ein SPS-Eingang
dranhängt - der erwartet halt +24V.
Man kann ja von jemand der das anschliesst und in Betrieb nimmt
erwarten, dass er, wenn es nicht funktioniert, nochmal einem Blick drauf
wirft, oder jemanden holt der sich auskennt.
Georg
Hallo Zusammen
Erst mal besten Dank für eure Ideen.
Im Anhang seht Ihr meine Idee.
Warscheindlich werde ich in der -Leitung von der 24VDC Speisung eine
Diode einbauen.
Dies müsste funktionieren mit 0.7V verlust, oder?
Danke und Gruss
Remo
uxdx schrieb:> es gibt doch Optokoppler, denen die Polarität egal ist
Na ganz egal ist dem Optokoppler die Polung nicht aber er dürfte auch
nicht so schnell Rauchzeichen geben bei einer Verpolung ;)
Optokoppler wurden ja schon empfohlen. Das dürfte eine gute Lösung für
galvanische Trennung sein.
Und wenn das Relais viel Strom braucht, den das TTL-Signal nicht liefern
kann (CTR bedenken!), gibts Darlington-Optokoppler. Beispiel:
https://www.mouser.com/catalog/specsheets/Toshiba-TLP127.pdf
CTR 1000% und mehr ist drin - d.h. mit 2mA LED-Strom kann man 20mA
schalten.
Wenn das TTL-Signal nicht belastet werden darf, oder man Wechselstrom
schalten muss, gibts Photomos:
https://www.panasonic-electric-works.com/de/photomos-katalog.htm
Damit kann man mit 0mA bis 1A (je nach Typ) schalten. Und auch
Wechselstrom.
Photomos sind teurer, aber bezahlbar (so 1-2€), die Darlington-OKs sind
ziemlich billig.
Freilaufdiode nicht vergessen - weder Photomos noch Optokoppler stehen
auf Spannungsspitzen. Eine 1N4007 oder 1N4148 reicht da.
M. K. schrieb:> uxdx schrieb:>> es gibt doch Optokoppler, denen die Polarität egal ist>> Na ganz egal ist dem Optokoppler die Polung nicht aber er dürfte auch> nicht so schnell Rauchzeichen geben bei einer Verpolung ;)
Die meisten Optokoppler mögen Verpolung gar nicht. Zum Beispiel 08/15
Optokopplern wie CNY17 oder 4N35:
1
Absolute Maximum Ratings Reverse Voltage VR = 6V.
Die 6V sind dabei schon am oberen Ende. Viele andere Optokoppler haben
ein VR = 5V.
Die Schutzdiode sollte anti-parallel zur LED im Optokoppler geschaltet
werden, nicht in reihe. Bei Reihenschaltung baut man einen undefinierten
Spannungsteiler aus zwei Dioden in Sperrrichtung. Wieviel Spannung dabei
an der LED anliegt ist schlecht vorhersehbar.
@soso... (Gast)
>Optokoppler wurden ja schon empfohlen.
Jaja, der übliche Unsinn.
>Das dürfte eine gute Lösung für galvanische Trennung sein.
Welche für die Ansteuerung eines popelige Relais keine Sekunde benötigt
wird!
Stephan schrieb:> Dioden kommen für gewöhnlich in die Positive Zeuleitung. Bei Shottky> hast Du sogar nur 0,1-0,2V Verlust.
Kommt sehr auf die Diode und den Strom an. Die 1N5822 hat zum Beispiel
ca. 0,5V bei 3A und ca. 0,9V bei 9A.
Jack schrieb:> Die meisten Optokoppler mögen Verpolung gar nicht. Zum Beispiel 08/15> Optokopplern wie CNY17 oder 4N35:> Absolute Maximum Ratings Reverse Voltage VR = 6V.
Du würdest diese Optokoppler ohne Vorwiderstand an 24V anklemmen? Wow,
ich würde einen Vorwiderstand einsetzen sodass maximal 10-20mA in
Flussrichtung fließen können. ;)
M. K. schrieb:> sodass maximal 10-20mA in> Flussrichtung fließen können. ;)
Und was hat das jetzt mit "Maximum Ratings Reverse Voltage" zu tun?
Kleiner Hinweis: Flussrichtung <> Reverse, Strom <> Spannung
Georg
Stefanus F. schrieb:> Kommt sehr auf die Diode und den Strom an. Die 1N5822 hat zum Beispiel> ca. 0,5V bei 3A und ca. 0,9V bei 9A.
Es gibt eine Schutzschaltung mit P-MOS, dort kann Spannungsverlust viel
kleiner sein als bei Schottky. Allerdings muss zulässige G-S Spannung
höher sein als Speisung. Meistens ist sie nur 20 V. Deshalb wird MOS
normalerweise für 5 oder 3,3 Volt Speisung benutzt.
M. K. schrieb:> Jack schrieb:>> Die meisten Optokoppler mögen Verpolung gar nicht. Zum Beispiel 08/15>> Optokopplern wie CNY17 oder 4N35:>> Absolute Maximum Ratings Reverse Voltage VR = 6V.>> Du würdest diese Optokoppler ohne Vorwiderstand an 24V anklemmen? Wow,> ich würde einen Vorwiderstand einsetzen sodass maximal 10-20mA in> Flussrichtung fließen können. ;)
Zum Kindergarten bitte an der zweiten Kreuzung links abbiegen, nicht
zurück schauen und aufpassen nicht über die eigenen Füße zu stolpern.