brauchbare Mehrfachsteckdosen?

Gast #5609276
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Es wurde ja schon viel über die Sicherheit resp. Gefährlichkeit der 
Mehrfachsteckdosen geschrieben. Da wir hier in einem Elektronik-Forum 
sind haben bestimmt schon einige User Mehrfachsteckdosen geöffnet um 
sich ein Bild vom Aufbau zu machen. Vielleicht können wir hier die 
diesbezüglichen Erfahrungen sammeln.

Welches Modell ist besonders gut oder hebt sich zumindest positiv von 
der Masse ab?
Welches Modell geht gar nicht?
#5609301
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Hallo Jürgen,

wenn man den Anspruch hat, dass die Steckdosen so nebeneinander gesetzt 
sind, dass man eine Gerade durch alle Phasen- und Neutralleiter ziehen 
könnte (** ** ** **), weil man nicht nur Kabel, sondern auch 
Steckernetzteile einstecken will, die sich bei der  Billiganordnung (: : 
: :) gegenseitig behindern würden, entfallen schon einmal 95% der 
angebotenen Artikel. Man landet dann bei den höherpreisigen Anbietern.

Ich verwende z.B. die Kopp UNOVersal, allerdings sieht die Rückseite so 
aus, dass anstelle von Schrauben wohl so eine Art von Plastiknieten 
verbaut worden sind. Hereingucken scheint wohl nicht zerstörungsfrei 
möglich zu sein.

Bei diesem Artikel ist es möglich, 5cm breite Steckernetzteile 
nebeneinander einzustecken.
Persönliche Seite #5609351
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Peter M. schrieb:
> weil man nicht nur Kabel, sondern auch Steckernetzteile einstecken will,
> die sich bei der  Billiganordnung (: : : :) gegenseitig behindern würden

Ärgerlich wird das dann, wenn man Steckernetzteile hat, die für die 
Billiganordnung ausgelegt sind ... man bräuchte also im Grunde genommen 
Steckdosenleisten, in die man die Stecker sowohl vertikal als auch 
horizontal stecken kann.

https://asset.conrad.com/media10/isa/160267/c1/-/fr/512687_BB_00_FB/image.jpg?x=1000&y=1000&ex=1000&ey=1000&align=center

Andererseits können wir ganz froh sein, daß wir keine BS1363 verwenden. 
Die sind noch unflexibler (haben aber andererseits den Vorzug, daß die 
Zuordnung Phase/Nulleiter eindeutig ist, und daß obendrein immer eine 
Sicherung im Stecker zu finden ist).
Gast #5609383
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voltwide schrieb:
> Die Steckerleisten von Ikea sind preiwert, bieten 2 USB-Ladeports und
> machen auf mich einen anständigen Eindruck.

Wie hoch ist der Stromverbrauch im Leerlauf?
Wieviel Strom können die USB-Ports maximal liefern?
Aus welchem Grund machen diese Steckdosenleisten einen anständigen 
Eindruck? Von Ikea gab es auch schon ziemlich viel Müll.
Gast #5609434
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Eine davon hatte ich aufgeschraubt und inspiziert.
Die USB ports liefern imho bis 2A
In meinem Privathaushalt laufen mehrere davon seit über 1 Jahr 
anstandslos.
Natürlich ist dies ein consumer-Teil und keine super longlife 
Profi-Ware.
Gast #5609648
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Hier ist noch ein Beitrag aus einem anderen Thread im Forum -
Beitrag "Re: Mehrfachsteckdose öffnen"

Die sieht mal richtig solide aus. Besonders auch aus dem "elektrischen 
Blickwinkel". Es handelt sich dabei um eine APSA 5000.
Auch die oben erwähnten Bachmann schauen auf den ersten Blick ok aus. 
Leider findet im Netz keinen Blick ins Innere. Weiter findet man in dem 
Zusammenhang auch die Firma Ehmann.
Wie ist das mit den Brennenstuhl Supersolid? Die vermitteln auch den 
Eindruck separate Steckdosen zu enthalten.

Insgesamt scheinen mir die Leisten mit den um 90° verdrehten Dosen am 
interessantesten, da hier wohl nicht die durchgehenden 
Messingstreifenleiter zum Einsatz kommen können. Wie z.B. diese hier
Beitrag "Re: Mehrfachsteckdose öffnen"
Gast #5609678
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ich schrieb:
> Von Ikea gab es auch schon ziemlich viel Müll.

Es ist eine sehr grosse Firma, das meint sie können es sich leisten 
passende Fachleute zur Qualitätskontrolle zu beschäftigen.
Und sie haben vermutlich nicht den Wunsch ständig negativ in der Presse 
("wieder ein Haus aufgrund einer Ikea Steckdosenleiste abgebrannt") zu 
stehen.

Also kann man davon ausgehen das die Produkte zumindest sicher sind. 
Genauso wie bei ALDI und Co.

Ikea, Aldi und Co. bieten ein hervorragende Preis/Leistungsverhältnis. 
Das ist billig China aber mit Quallitätskontrolle (das erhöht den 
Verkaufspreis natürlich auch).
#5610383
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Das Problem ist doch immer wieder:
Die Leiste wurde für eine Last und einen bestimmten Anwendungsfall 
ausgelegt und für eine ganz andere genutzt. Beschädigte Kabel werden 
weiter genutzt.

In 2 Wochen kannst du Lichterketter im Aussenbereich sehen, die mit IP20 
Steckdosenleisten angeschlossen werden.
"Hier fliegt immer die Sicherung raus".... Ach

Im Supermarkt steht auf der Packung: Geprüft: IP20
Tja der Handel trägt nicht immer zur Aufklärung bei.

> Welches Modell ist besonders gut oder hebt sich zumindest positiv von
> der Masse ab?
Gut für was? Den Baustelleneinsatz bei denen das Kabel in öligen Lachen 
liegt und 2000 VA gezogen werden oder Innenbereich unter dem 
Schreibtisch wo 250 VA angeschlossen werden.

> Welches Modell geht gar nicht?
Das was auf den einschlägigen Plattformen zum Eigenimport angeboten 
wird.
Gast #5610680
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test schrieb:
> ich schrieb:
>> Von Ikea gab es auch schon ziemlich viel Müll.
>
> Es ist eine sehr grosse Firma, das meint sie können es sich leisten
> passende Fachleute zur Qualitätskontrolle zu beschäftigen.

Ikea hat schon mehr als genug Rückrufe gehabt. Von Schränken die Kinder 
erschlagen haben, Lampen an denen sich ein Kind stranguliert hat, Lampen 
mit schadhafter Isolierung, Kühlschrank mit schadhafter Isolierung, bis 
zu Deckenleuchten deren Glasabdeckungen runter gefallen sind.

Lernt Ikea aus so etwas? Ich bezweifele es. Februar 2016 rief Ikea HYBY, 
RINNA und LOCK Deckenleuchten zurück, weil der Leuchtschirm aus Glas 
herunter fallen konnte. Jetzt gerade im September 2018 ein Rückruf von 
Ikea CALYPSO Leuchten, weil der 3kg schwere Leuchtschirm aus Glas 
herunter fallen kann. Die betroffenen CALYPSO Leuchten wurden ab August 
2016 produziert, also sechs Monate nach dem ersten Rückruf. Nichts dazu 
gelernt.

2018 ebenfalls im Rückrufangebot: Der PENDLA Elektroscooter, das SLADDA 
Fahrrad, das ELDSLAGA Gaskochfeld und GODIS Schaumkonfekt.

> Und sie haben vermutlich nicht den Wunsch ständig negativ in der Presse
> ("wieder ein Haus aufgrund einer Ikea Steckdosenleiste abgebrannt") zu
> stehen.

Das regeln Firmen wie Ikea anders, über die eigene Presseabteilung und 
Spezialisten zur Krisenkommunikation.

> Also kann man davon ausgehen das die Produkte zumindest sicher sind.
> Genauso wie bei ALDI und Co.

Deren Spezialität liegt zwar eindeutig im Bereich Rückrufe für gammelige 
Nahrungsmittel (aktuell Sushi mit Hartplastikteilen), aber Rückrufe für 
Hardware können sie auch. Z.B. dieses Jahr eine brennende Fritteuse bei 
Aldi aufgrund eines "elektrischen Fehlers" oder ein Haarschneider bei 
Lidl wegen "Brand- und Explosionsgefahr".

> Ikea, Aldi und Co. bieten ein hervorragende Preis/Leistungsverhältnis.

Nun klingst du wie einer der erwähnten Spezialisten zur 
Krisenkommunikation.

> Das ist billig China aber mit Quallitätskontrolle (das erhöht den
> Verkaufspreis natürlich auch).

Ohne Qualitätskontrolle, das erhöht den Gewinn.
#5610703
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voltwide schrieb:
> Die Steckerleisten von Ikea sind preiwert, bieten 2 USB-Ladeports und
> machen auf mich einen anständigen Eindruck.

Die hängen ständig am Netz.
Neben dem Standbyverbrauch, der evtl. noch ok ist, wär mir die 
Brandgefahr viel zu hoch.
Letztlich sind das alles China Schaltnetzteile, die gefühlt irgendwie 
immer mit der heißen Nadel gestrickt sind.

Ichh glaube jedenfalls nicht, das sich die Ladeelektronik vom Netz 
trennt, wenn kein USB Stecker drin steckt.
Das wär ja mal schlau, aber für China zu teuer.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #5610720
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Jürgen schrieb:

> brauchbare Mehrfachsteckdosen?

Die gibt es, die habe ich selbst gebaut.
Schon vor ca. 30 Jahren und die Teile sind immer noch im Einsatz.
Stück Holzbrett, nur unwesentlich breiter als eine Steckdose
und etwa 6 Steckdosen lang.

Vernünftige Aufputzdosen, aneinander gereiht
und innen mit NYM durchverdrahtet.
Persönliche Seite #5610868
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Stefan M. schrieb:
> Letztlich sind das alles China Schaltnetzteile,

Da praktisch alle Schaltnetzteile in China hergestellt werden, ist diese 
etwas arg simplifizierende Verallgemeinerung ziemlich sinnlos.

Auch in China gefertigte Schaltnetzteile können langzeitstabil und mit 
ausreichend geringem Leerlaufverbrauch daherkommen, so daß das ständige 
"Unbenutztes-Netzteil-zum-Sparen-aus-Steckdose-Rupfen" nur noch für 
Zeitgenossen relevant ist, deren Lebenszweck im Sparen besteht, d.h. die 
auch Kaffeefilter auswaschen und wiederverwenden.

Moderne Schaltnetzteile sind im Leerlauf so sparsam, daß ihr 
Jahresverbrauch in Relation zum Gesamtstromverbrauch eines Haushaltes 
einfach irrelevant ist.
Gast #5611516
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Rufus Τ. F. schrieb:
> "Unbenutztes-Netzteil-zum-Sparen-aus-Steckdose-Rupfen" nur noch für
> Zeitgenossen relevant ist, deren Lebenszweck im Sparen besteht, d.h. die
> auch Kaffeefilter auswaschen und wiederverwenden.
>
> Moderne Schaltnetzteile sind im Leerlauf so sparsam, daß ihr
> Jahresverbrauch in Relation zum Gesamtstromverbrauch eines Haushaltes
> einfach irrelevant ist.

Das darfst Du gerne so sehen, hier werden unbenutzte Netzteile generell 
vom Netz getrennt, Punkt.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #5612279
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es muss praktikabel sein.

Ich hatte z.B. eine Leiste mit stark federnden Schutzkappen
über jede Steckdose. Die konnte man nur mit beiden Händen bedienen,
auch schon nur um einen Stecker eizunstecken.
wennman versucht, die Kappe anzuheben,
hebt man die gesamte Leiste mit an. etwas weiter hinten
im/unterm Schrank (so dass mannur mit einer HAnd ran kommt)
kann so'n Teil also nicht liegen.

einzige Abhilfe:
die Kappen mussten weg.
Gast #5612281
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Moderne Schaltnetzteile sind im Leerlauf so sparsam, daß ihr
> Jahresverbrauch in Relation zum Gesamtstromverbrauch eines Haushaltes
> einfach irrelevant ist.

Eines Haushaltes ja, aber bei Abermillionem?
Man darf ruhig global denken.
Und es ist nur eines von vielen unnötigen Standbygeräten in einem 
Haushalt.

Mich kotzt das an.

MfG
Einer
Persönliche Seite #5612487
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Einer schrieb:
> Eines Haushaltes ja, aber bei Abermillionem?

Das ist eine falsche Rechnung, es ist sinnlos, das in absoluten Zahlen 
zu sehen, sondern man muss das anteilig am Gesamtverbrauch sehen, d.h. 
prozentual.

Und da macht so ein modernes Steckernetzteil beim typischen Haushalt 
weniger als ein Prozent der Bilanz aus.

Viel mehr bringt ein neuer, sparsamerer Kühlschrank, oder das Abschaffen 
des Plasma-Fernsehers. Wenn das erst mal die Abermillionen Haushalte 
machen würden ...

Bei Einfamilienhäusern mit Zentralheizung bring das Austauschen der 
Umwälzpumpe deutlich mehr, und wir haben Abermillionen von 
Einfamilienhäusern.

Dieses Hochrechnen absurd winziger Einsparungen durch simples 
Multiplizieren ist Milchmädchenlogik.

Wenn jeder seinen Teebeutel zweimal aufgießen würde ...

Nein. Sparen wo Sparen lohnt. Da, wo tatsächlich viel verbraucht wird, 
da, wo ein Sparen einen prozentual warnehmbaren Effekt hat.

Wenn eine Änderung 5% oder mehr bringt, dann ja. Wenn sie ein paar 
Promille bringt, geht sie im Rauschen unter.

Den Job wechseln, so daß keine gebügelten Hemden mehr nötig sind, bringt 
mehr, als irgendwelche Steckernetzteile aus Steckdosen zu ziehen.

Auf den elektrischen Wäschetrockner verzichten, und eine besser 
schleudernde Waschmaschine verwenden, bringt mehr.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #5613166
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Cyblord -. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Stück Holzbrett, nur unwesentlich breiter als eine Steckdose
>> und etwa 6 Steckdosen lang.
>> Vernünftige Aufputzdosen, aneinander gereiht
>> und innen mit NYM durchverdrahtet.
>
> Davon würde ich ja gerne mal ein Bild sehen. Sieht bestimmt aus wie die
> Mehrfachsteckdose von Fred Feuerstein.

hatten die schon Strom?

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