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Forum: Markt Achtung: Gesalzene Preise für ehemalige Briefsendungen in das Ausland


Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Liebe Verkäufer,

mit Erschrecken musste ich heute zur Kenntnis nehmen, dass 
Warensendungen, auch für Privatverkäufer, ab dem 01.01.2019 nicht mehr 
per Brief (Kompaktbrief 1,50 Euro, Großbrief 3,70 Euro etc.)in das 
Ausland versendet werden dürfen. Wenn man z.B. das entsprechende Produkt 
bei DHL wählt und online frankiert, dann fallen mal eben 8,89 Euro an. 
Das entspricht einer Preissteigerung von fast 600%, ausgehend von der 
günstigsten Briefvariante für 1,50 Euro.

In diesem Sinne Prost Neujahr!

Dirk

: Bearbeitet durch User
Autor: Sven S. (boldie)
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Dann muss man aber nicht gleich das Paket wählen, sondern nimmt die 
Warenpost International (warum das anders heißt, keine Ahnung)

https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/warenpost-international.html

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Sven S. schrieb:
> Dann muss man aber nicht gleich das Paket wählen, sondern nimmt die
> Warenpost International (warum das anders heißt, keine Ahnung)
>
> https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/warenpost-international.html

Das gilt aber nur für Geschäftskunden (preislich ändert sich für uns 
nichts).

Privatkunden bleibt in der Tat nur Päckchen und Paket als Option.

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Sven S. schrieb:
> Dann muss man aber nicht gleich das Paket wählen

Hallo Sven,

die Informationen scheinen noch nicht ganz transparent, in den FAQ der 
Deutschen Post steht zum Thema "Können alle Kunden das neue Produkt 
Warenpost International nutzen ?"

Antwort: "Das Produkt steht ausschließlich Geschäftskunden ab 5 
Sendungen pro Quartal zur Verfügung. Privatkunden nutzen künftig für 
ihre Warenversande Päckchen oder Paket international."

Dirk

Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
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Also sucht sich jetzt jeder einen Nachbarn in der Nähe, der 
Geschäftskunde ist? Was sich die Post wohl dabei gedacht hat ...

Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
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Torsten C. schrieb:
> Also sucht sich jetzt jeder einen Nachbarn in der Nähe, der
> Geschäftskunde ist? Was sich die Post wohl dabei gedacht hat ...

Torsten C. schrieb:
> gedacht hat

Ganz einfach: Tue Geld in meinen Beutel

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Torsten C. schrieb:
> Was sich die Post wohl dabei gedacht hat ...

Hallo Torsten,

das scheint kein Alleingang der Deutschen Post zu sein, sondern des 
Weltpostvereins.

Hier kann man das ein oder andere lesen: 
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html#WarenpostInt):

Dirk

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Ein Adress-Import oder auch nur die Eingabe mehrerer Adressen ist bei 
Warenpost International anscheinend nicht vorgesehen, ich darf 
stattdessen für jeden Empfänger das komplette Formular händisch 
ausfüllen. Adressen haben zwingend das Format Name-Straße-PLZ-Ort, auch 
wenn es nach USA oder Japan geht und es muss immer eine Empfänger 
Tel-Nr. angegeben werden. Kurzum: Wir sind wieder in der Steinzeit der 
Internetmarke angelangt. All die nervigen Fehler, die im Laufe der Jahre 
behoben wurden, sind wieder da. Da freu ich mich aber als 
Geschäftskunde.

Ich habe heute versehentlich ein paar Waren in Briefen versandt, mal 
sehen was mit denen passiert.

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Was spricht dagegen, ganz normal "Großbrief international" zu versenden? 
Der kostet bis 500 Gramm 3,70 EUR.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Thorsten O. schrieb:
> Was spricht dagegen, ganz normal "Großbrief international" zu versenden?
> Der kostet bis 500 Gramm 3,70 EUR.

Der Warenversand in Briefen, u.a. auch in Großbriefen, ist schlicht 
verboten.

Dirk

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Dirk R. schrieb:

> Der Warenversand in Briefen, u.a. auch in Großbriefen, ist schlicht
> verboten.

Was soll man denn sonst in diese Großbriefe reintun? Einen
handgeschriebenen, persönlichen Brief mit 1000 Seiten?

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Hallo Dirk,

jetzt sehe ich was du meinst. Ich bin als GK bei der Post registriert 
und habe heute noch "Internetmarken" für den Warenversand gedruckt. Die 
hätten meiner Meinung nach auf diese Änderung hinweisen müssen. Und zwar 
nicht irgendwo auf der Webseite, sondern deutlich im Verkaufsprozess. 
Ich bin mal gespannt, ob ich das Einschreiben in die Schweiz morgen noch 
loswerde.

Ich vermute, diese Änderung zielt auf die Massen von Warensendungen aus 
China, welche die Deutsche Post hier für wenige Cent pro Stück zustellen 
muss.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Was soll man denn sonst in diese Großbriefe reintun? Einen
> handgeschriebenen, persönlichen Brief mit 1000 Seiten?

Nein, das Produkt heißt dann eben nicht mehr Großbrief sondern Warenpost 
international S.

Dirk

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Olive W. schrieb:
> Kurzum: Wir sind wieder in der Steinzeit der
> Internetmarke angelangt. All die nervigen Fehler, die im Laufe der Jahre
> behoben wurden, sind wieder da. Da freu ich mich aber als
> Geschäftskunde.

Ja, das sieht übel aus. Es bleibt zu hoffen, dass bald entsprechende 
Import-Funktionen bereit stehen.

Harald W. schrieb:
> Was soll man denn sonst in diese Großbriefe reintun? Einen
> handgeschriebenen, persönlichen Brief mit 1000 Seiten?

Das habe ich mich auch schon gefragt <:-)

Ist vielleicht als Option für Google erhalten geblieben - für Anfragen 
der Art: "Welche Daten haben Sie von mir?" ;-)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Dirk R. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Was soll man denn sonst in diese Großbriefe reintun? Einen
>> handgeschriebenen, persönlichen Brief mit 1000 Seiten?
>
> Nein, das Produkt heißt dann eben nicht mehr Großbrief sondern Warenpost
> international S.

Harald fragt - nicht ganz unberechtigt - was man denn nun in die "alten" 
Großbriefe hineinpacken soll, wenn keine Waren.

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Chris D. schrieb:
> Harald fragt - nicht ganz unberechtigt - was man denn nun in die "alten"
> Großbriefe hineinpacken soll, wenn keine Waren.

Also ich arbeite nicht bei der Post :-) Ich versuche es mal so zu 
erklären, wie ich es verstanden habe:

Neu ist die Betrachtung des Inhaltes. Nehmen wir mal den klassischen 
DIN A5 Luftpolsterumschlag, wie ich ihn in der Regel für meine Produkte 
verwende.

Die Kombination Luftpolsterumschlag + Ware als Produkt Großbrief in das 
Ausland zu versenden ist als Privatmann nicht mehr möglich. Der 
Privatmann muss auf Päckchen oder Paket umsteigen.

Der Gewerbetreibende darf sehr wohl im Luftpolsterumschlag DIN A5 seine 
Waren versenden, wenn er es als Warenpost international deklariert mit 
all den dahinter liegenden Prozesse.

Dirk

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Dirk R. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Harald fragt - nicht ganz unberechtigt - was man denn nun in die "alten"
>> Großbriefe hineinpacken soll, wenn keine Waren.
>
> Also ich arbeite nicht bei der Post :-) Ich versuche es mal so zu
> erklären, wie ich es verstanden habe:
>
> Neu ist die Betrachtung des Inhaltes. Nehmen wir mal den klassischen
> DIN A5 Luftpolsterumschlag, wie ich ihn in der Regel für meine Produkte
> verwende.
>
> Die Kombination Luftpolsterumschlag + Ware als Produkt Großbrief in das
> Ausland zu versenden ist als Privatmann nicht mehr möglich. Der
> Privatmann muss auf Päckchen oder Paket umsteigen.
>
> Der Gewerbetreibende darf sehr wohl im Luftpolsterumschlag DIN A5 seine
> Waren versenden, wenn er es als Warenpost international deklariert mit
> all den dahinter liegenden Prozesse.

Ja, das ist Harald und uns anderen klar.

Es gibt aber weiterhin "Maxibrief International" usw. - in denen eben 
nur noch Dokumente versendet werden dürfen (auch von Privatleuten).

Es fragt sich nur, wer 1kg reine Dokumente verschickt.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Christoph Z. (rayelec)
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Erstaunlicherweise scheint das für die Schweiz nicht zuzutreffen. Dabei 
gehören wir doch auch auch zum Weltpostverein ;-)
Zitat von der Webseite der Post:

„Deklaration

Für den Versand von Waren mit Brief International ECONOMY sind keine 
Frachtpapiere notwendig. Der kleine grüne Zollzettel reicht“

na hoffentlich bleibt das so und die haben nicht einfach nur vergessen, 
die Webseite zu aktualisieren!

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Chris D. schrieb:
> Es fragt sich, wer 1kg Dokumente verschickt.

Der "normale" Großbrief geht nur bis 500g ;-)

Ich habe jetzt noch keine Info gesehen (bis auf die bekannten bis 2018) 
wo der "neue" Großbrief" ausgewiesen ist. 35,3 cm x 25cm x 2cm waren die 
alten Maße und in der Tat muss man sich die Frage stellen, ob die 500g 
überhaupt nur mit Dokumenten erreichbar sind? Im besten Fall sind das 
zwei Zeitschriften, dann sind die 2cm Dicke erreicht.

Für Sinn und Unsinn bin ich aber nicht zuständig, bitte um Verständnis 
;-)

Dirk

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerd E. (robberknight)
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Dirk R. schrieb:
> Neu ist die Betrachtung des Inhaltes. Nehmen wir mal den klassischen
> DIN A5 Luftpolsterumschlag, wie ich ihn in der Regel für meine Produkte
> verwende.

Wie will denn die Post feststellen was in dem Brief drin ist? Bei einem 
Brief (also nicht der Warensendung) hat die Post nicht das Recht den 
Brief zu öffnen. Damit kann sie nicht feststellen was drin ist.

Der Zoll dürfte eine internationale Sendung zwar öffnen, ist aber nicht 
für die Kontrolle von Porto etc. zuständig.

Ich halte diese Unterscheidung daher für rechtlich schwierig.

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Gerd E. schrieb:
> Wie will denn die Post feststellen was in dem Brief drin ist? Bei einem
> Brief (also nicht der Warensendung) hat die Post nicht das Recht den
> Brief zu öffnen.

Hallo Gerd,

interessante Frage. Soweit mir bekannt, werden heute alle Briefsendungen 
in das Ausland per Röntgengerät durchleuchtet, allein schon um Gefahr 
für den Flugverkehr abzuwehren (Bsp. Akku). Im sogenannten 
Internationalen Postzentrum in Frankfurt arbeiten Post und Zoll 
zusammen. Im Rahmen der Amtshilfe kann ich mir da schon einiges 
vorstellen, wobei wenn die Post die Sendung durchleuchtet hat und dabei 
eine Ware entdeckt, die Sache klar ist, ohne dabei den Brief zu öffnen.

ABER: Das ist nur meine Vermutung, das kann alles auch anders sein, 
bitte Fragen dann an die offiziellen Stellen richten.

Dirk

: Bearbeitet durch User
Autor: Uhu U. (uhu)
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Chris D. schrieb:
> Es fragt sich nur, wer 1kg reine Dokumente verschickt.

Die Internet-Ausdrucker - wer sonst?

Autor: Jörg H. (zwischenfrequenz)
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Dirk R. schrieb:
> Ich habe jetzt noch keine Info gesehen (bis auf die bekannten bis 2018)
> wo der "neue" Großbrief" ausgewiesen ist. 35,3 cm x 25cm x 2cm waren die
> alten Maße und in der Tat muss man sich die Frage stellen, ob die 500g
> überhaupt nur mit Dokumenten erreichbar sind? Im besten Fall sind das
> zwei Zeitschriften, dann sind die 2cm Dicke erreicht.

Laut 
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html#WarenpostInt 
scheinen zumindest Bücher nicht als briefberechtigte Dokumente zu 
gelten:

deutschepost.de schreibt:
> Müssen Bücher in Zukunft auch als Warenpost Int. versendet werden?
> Ja, bis 2 kg als Warenpost International, über 2 kg als DHL Paket International.

Die Dokumente also besser nicht binden. ;-) Zu Zeitschriften habe ich 
nichts gefunden.

Autor: Jens N. (midibrain)
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Aus den FAQs:

"Kunden müssen nicht "offen" versanden. Sie erteilen aber mit dem Passus 
die Erlaubnis, dass die DPAG seine Sendung für Prüfzwecke öffnen 
kann/darf."

Na Hauptsache die Sendung versandet nicht...

Autor: A. K. (prx)
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Chris D. schrieb:
> Es fragt sich nur, wer 1kg reine Dokumente verschickt.

Juristen.

Autor: Nikolaus S. (Firma: Golden Delicious Computers) (hns)
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Also ich habe aktuell diese Links gefunden:

https://www.deutschepost.de/de/w/warenversand-brief/ueberblick.html
https://www.deutschepost.de/de/w/warenversand-brief/kleinversender.html
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/warenpost-international.html

Sonst steht wohl alles in den FAQ:
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html

D.h. national hat sich wohl nichts Wesentliches geändert. Nur 
international geht nicht mehr als Brief.

Demnach wird es noch ausdrücklich empfohlen und Warenbrief International 
S "tracked" scheint immer noch recht günstig. Knackpunkt ist dass man 
das in der Filiale nicht mehr bezahlen kann, sondern nur einliefern - 
und sich als Gewerbekunde registrieren muß.

Autor: soul e. (souleye)
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Thorsten O. schrieb:

> Was spricht dagegen, ganz normal "Großbrief international" zu versenden?
> Der kostet bis 500 Gramm 3,70 EUR.

Der Weltpostverein unterscheidet zwischen Briefpost (reines Papier) und 
Warensendungen in Briefform. Die Deutsche Post hatte diese 
Unterscheidung in der Vergangenheit nicht vorgenommen.

Im internationalen Verkehr müssen Briefe als Briefe und Waren als 
Warensendung befördert werden. D.h. in einer als "Brief" deklarierten 
Sendung darf kein Metall sein und nichts was im Röntgen Schatten wirft.


Warum die Deutsche Post nun die Beförderungsart "Warensendung in 
Briefform" ausschließlich für selbsternannte "Geschäftskunden" anbietet 
entbehrt einer gewissen Logik. Zumal das Kriterium für "Geschäftskunde" 
ein Mindestvolumen von 5 Sendungen pro Quartal ist und nicht etwa eine 
Umsatzsteuernummer oder ein Gewerbeschein.

Grundsätzlich könnten jetzt andere Briefpostdienste in die Bresche 
springen und eine "Warensendung in Briefform" für jedermann anbieten. 
Mal sehen ob da was passiert.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Dirk R. schrieb:
> mit Erschrecken musste ich heute zur Kenntnis nehmen, dass
> Warensendungen, auch für Privatverkäufer, ab dem 01.01.2019 nicht mehr
> per Brief (Kompaktbrief 1,50 Euro, Großbrief 3,70 Euro etc.)in das
> Ausland versendet werden dürfen.

Da hilft nur, daß möglichst viele unverzüglich bei der Bundesnetzagentur 
per eMail verbraucherservice-post@bnetza.de und Brief Postfach 8001, 
53105 Bonn,
eine Bürgereingabe 
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Post/Verbraucher/Universaldienst/universaldienst-node.html 
zu diesem Wuchrepreisen machen.



soul e. schrieb:
> Grundsätzlich könnten jetzt andere Briefpostdienste in die Bresche
> springen und eine "Warensendung in Briefform" für jedermann anbieten.

Nein, weil die nicht dem Weltpostverein angehören und nicht davon 
profitieren können, daß die nationale Post im Empfängerland zustellt.

Nur bei Express (TNT, FedEx, etc.) sind andere Briefpostdienste möglich.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Torsten C. schrieb:
> Also sucht sich jetzt jeder einen Nachbarn in der Nähe, der
> Geschäftskunde ist?

Du suchst dir noch paar mehr, damit du 7 Leute hast. Dann gründest du 
einen Verein, der Geschäftskunde bei der Post wird …

"Verein zur Bündelung von Kleinwarensendungen ins Ausland e.V."

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Arno K. (Firma: OE2) (radiosonde)
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A. K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Es fragt sich nur, wer 1kg reine Dokumente verschickt.
>
> Juristen.

Da wird schon viel mit DHL verschickt!

LG

Autor: Christoph Z. (rayelec)
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Ich habe heute Morgen zwei RFID-Module per Briefpost aus der Schweiz 
nach Deutschland abgeschickt. Verfahren war so wie immer. Kein Wort 
einer neuen Vorschrift hier.

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Mein Einschreiben in die Schweiz bin ich im Zeitschriftenladen auch noch 
wie immer losgeworden. Die Annahmestellen sind offenbar genau so gut 
informiert worden wie die Kunden. Mal sehen, ob die Sendung auch 
zugestellt wird, oder ob sie zurück kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Thorsten O. schrieb:
> Mein Einschreiben in die Schweiz bin ich im Zeitschriftenladen auch noch
> wie immer losgeworden. Die Annahmestellen sind offenbar genau so gut
> informiert worden wie die Kunden. Mal sehen, ob die Sendung auch
> zugestellt wird, oder ob sie zurück kommt.

Ja, die Filialleiter hier haben es offenbar am 30.12. per E-Mail 
erhalten.

Das nennt man zeitnah ;-)

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Thorsten O. schrieb:
> Ich vermute, diese Änderung zielt auf die Massen von Warensendungen aus
> China, welche die Deutsche Post hier für wenige Cent pro Stück zustellen
> muss.

Ich begrüße es sehr, dass solche Warensendungen teurer werden, denn das 
kann niemals kostendeckend gewesen sein. Und die Auswüchse solcher 
Kleinstlieferungen um den halben Globus können wir doch auch hier im 
Forum beobachten. Da werden einzelne Bauelemente in Fernost bestellt, 
was natürlich ungleich mehr Energieverbrauch und Schadstoffausstoß 
bedeutet als wenn die Artikel gebündelt containerweise transportiert 
werden. Außerdem werden durch solche Lieferungen auch die Kontrollen 
bezl. der Produktsicherheit umgangen. Wenn also jetzt endlich recht hohe 
Preise gezahlt werden müssen, kann sich das für ortsansässige Händler 
nur positiv auswirken.

Womöglich stellt der Zoll den Frachtführern nun auch den hohen Aufwand 
für die Kontrolle der importierten Sendungen in Rechnung, was natürlich 
an die Kunden weitergegeben werden muss.

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Habe jetzt mal so eine "Warenpost International XS Non-EU Tracked" 
bestellt. Es ist tatsächlich so, dass die dumpfe Post die 
Empfängeradresse in das deutsche Adressschema einpasst, auch wenn es 
z.B. in die USA geht. So landet die Hausnummer hinter der Straße und die 
PLZ vor dem Ortsnamen. Verstehe nicht, warum die sich überhaupt die Mühe 
machen, für jedes Element der Adresse eine eigene Eingabe anzulegen. Das 
kann doch gar nicht funktionieren. Warum nicht einfach Freiform, maximal 
5 Zeilen, fertig?

So bleibt mir nur, die Adresse zu überkleben.

Autor: Uhu U. (uhu)
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Arno K. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Juristen.
>
> Da wird schon viel mit DHL verschickt!

Und selbst die kommen so langsam auf den Trichter, dass man Akten auch 
elektronisch führen und sogar verschicken kann…

Autor: Uhu U. (uhu)
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Olive W. schrieb:
> Habe jetzt mal so eine "Warenpost International XS Non-EU Tracked"
> bestellt. Es ist tatsächlich so, dass die dumpfe Post die
> Empfängeradresse in das deutsche Adressschema einpasst, auch wenn es
> z.B. in die USA geht.

Das machen doch die Amis umgekehrt auch schon immer so…

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Ja und? Das war auch nur ein Beispiel dafür, dass dieses Produkt 
praktisch unbenutzbar ist. Es gibt alle möglichen Adressformate, 
japanische kann man damit z.B. komplett vergessen, selbst wenn man sie 
in Alphabet-Umschrift eingibt (Unicode geht natürliche eh nicht).
Ich weiß das, ich habe mich genug mit CSV-Adresslisten für die 
Internetmarke herumgeschlagen. Da wird für die einzelnen Felder auch 
jeweils ein (undokumentiertes) Format erwartet (Zeile 4 muss numerisch 
sein, Zeile 2 höchstens 6 Zeichen usw), anstatt dass es einfach 5 
Adresszeilen sind. Habe versucht ein Skript zu schreiben, das meine 
Adressen so umbaut, dass sie in das Schema passen, aber vergebens.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael B. (laberkopp)
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Andreas S. schrieb:
> Ich begrüße es


als kleiner Krauter

> sehr, dass solche Warensendungen teurer werden, denn das
> kann niemals kostendeckend gewesen sein.

Für die HongKong Post ? Natürlich. Kleines Land in das nicht viel 
hingeschickt wird. Die müssen nur die Post ins Ausland in Container 
stopfen und ins Zielland schicken. Da ein Container ca. 600 EUR kostet 
und viele viele Warensensundgen hineinpassen macht das nicht einen 
Bruchteil der umgerechnet 65ct Porto aus. Für das restliche Geld müssen 
sie nach Vorgaben des Weltpostvereinas die post aus dem Ausland ins 
eiegene Land austragen. Da trägt man in HongKong nicht weit und nicht 
viel, das kostet also auch kaum was. Natürlich war das kostendeckend. 
Die zollamptliche Behandlung und das Austragen macht dfas Zeilland 
kostenlos.

> Und die Auswüchse solcher
> Kleinstlieferungen um den halben Globus können wir doch auch hier im
> Forum beobachten. Da werden einzelne Bauelemente in Fernost bestellt,

Natürlich, weil billiger als Inlandspost in D-Land. Die Post hat einfach 
Wucherpreise, und die Händler sind zu blöd ihre Waren für den Kunden 
kostengünstig einzutüten. Da kommt von Pollin schon mal wegen einem 
einzelnen (nachgelieferten) Bauelement ein ganzer Karton.

> was natürlich ungleich mehr Energieverbrauch und Schadstoffausstoß
> bedeutet als wenn die Artikel gebündelt containerweise transportiert
> werden.

Werden sie doch.

> Außerdem werden durch solche Lieferungen auch die Kontrollen
> bezl. der Produktsicherheit umgangen.

Nicht wirklich, der Zoll püft das wie viele Beteller leidlich erfahren 
mussten, obwohl es bei Importen durch Privatpersonen eigentlich gar 
nicht Aufgabe des Zolls ist. Der soll nur Drogen und Elfenbein finden. 
Eigentlich kann eine Privatperson sonstz alles importieren zum eigenen 
Verbrauch, nur die unsägliche fehlerhafte angewendete Regelung, einfach 
Maximalmengen festzusetzen, oberhalb derer es nicht mehr als 
Privatverbrauch gilt, hat sich der Zoll in dieses geschäft 
eingeschlichen und verschwendet unsägliche viele Mannjahre Beamtensold 
auf die Kontrolle von Privatpäckchen.

> Wenn also jetzt endlich recht hohe
> Preise gezahlt werden müssen, kann sich das für ortsansässige Händler
> nur positiv auswirken.

Volkswirtschaftlich ist es aber ein grosser Schaden, die Ferengies der 
überteuerten Händler nur durch Schutzzölle weiter am abzocken zu halten.

> Womöglich stellt der Zoll den Frachtführern nun auch den hohen Aufwand
> für die Kontrolle der importierten Sendungen in Rechnung, was natürlich
> an die Kunden weitergegeben werden muss.

Eigentlich gibt es Zölle nur bei gewerblichem Import. Verbotene Stoffe 
lassen sich leicht finden (Terahertzscanner, chemische Geruchsproben wie 
ehemals die Spürhunde), eine derartige Kontrolle ist billig.

Man muss nur mal die Verfahrensvorschriften an die gesetzliche Regelung 
anpassen, daß Bestellungen von Privatpersonen nicht dem Zoll 
unterliegen.

Niemand hätte ein Problem damit, wenn ein Briefchen aus HongKong nun 
1.20 statt 65ct kostet, und eine Sendung in Deutschland statt 4.99 auch 
für 1.- transportiert wird, wie es dem tatsächlichen Aufwand entspricht.

Dem steht jedoch die Gier der Deutschen post entgegen, die, siehe diesen 
Thread, gerade 16 EUR statt 3.70 EUR für ein und dasselbe Warengut haben 
will, und das nur von Privatpersonen weil sie bei derselben Forderung an 
gewerbliche Firmen sofort die deustche Exportwirtschaft ausnullen 
würden.

Eine klar illegale Machtausnutzung der Monopolposition, das KANN 
eigentlich nicht von der Bundesnetzagentur durchgewunken worden sein, 
also muss sich jeder an die BNetzA mit einer Bürgereingabe wenden, damit 
diese Abzocke unverzüglich aufhört.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Dirk R. schrieb:

> Neu ist die Betrachtung des Inhaltes. Nehmen wir mal den klassischen
> DIN A5 Luftpolsterumschlag, wie ich ihn in der Regel für meine Produkte
> verwende.
>
> Die Kombination Luftpolsterumschlag + Ware als Produkt Großbrief in das
> Ausland zu versenden ist als Privatmann nicht mehr möglich. Der
> Privatmann muss auf Päckchen oder Paket umsteigen.

Gilt das jetzt auch für Deutscland, oder nur für Sendungen ins
(EU und nicht EU)-Ausland?

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Gilt das jetzt auch für Deutscland, oder nur für Sendungen ins
> (EU und nicht EU)-Ausland?

Das gilt nur für Sendungen ins Ausland.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Andreas S. schrieb:
> Wenn also jetzt endlich recht hohe
> Preise gezahlt werden müssen, kann sich das für ortsansässige Händler
> nur positiv auswirken.

...ja, die werden die Preise weiter erhöhen.
Maximierung des Gewinns!

Autor: A. K. (prx)
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Immer fest druff, auch wenns der falsche ist, den man prügelt. Irgendwer 
muss den Frust abkriegen und über die gierige deutsche Post ist leichter 
schimpfen als über den Weltpostverein.

Wie oben bereits beschrieben kommt das vom Weltpostverein. Grund weiss 
ich nicht. Ich wäre aber nicht überrascht, wenn sich am Ende 
herausstellt, dass damit ein beklagenswerter Schiefstand bei den Kosten 
von Warensendungen adressiert wurde und diversen Schimpfkanonen im Forum 
schlussendlich das eigene Rohr platzt.

Autor: soul e. (souleye)
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A. K. schrieb:

> Wie oben bereits beschrieben kommt das vom Weltpostverein.

Aufpassen. Vom Weltpostverein kommt die Anforderung, Waren und Dokumente 
zu trennen. Diese Anforderung besteht seit 2016 und ist seit dem 
1.1.2018 verpflichtend.

Die Deutsche Post hat bisher Waren- und Dokumentensendungen gemeinsam 
angenommen (als "Brief International" und in der Sortieranlage getrennt. 
Vermutlich nach dem Röntgen. Seit Anfang dieses Jahres macht sie das 
nicht mehr, sondern verlangt die Kennzeichnung vom Absender. Soweit so 
gut, spart Kosten und verlagert die Verantwortung auf den Einlieferer.

Aber nichts spricht dagegen, den Warenversand in Briefform auch 
weiterhin Privatkunden anzubieten! Das man hier dem Vertragspartner DHL 
(der den Paketdienst der ehemaligen Deutschen Bundespost übernommen hat) 
komplett das Privatkundengeschäft überlässt, war eine klare Entscheidung 
der Deutschen Post, nicht des Weltpostvereins!

Wäre mal interessant wie das Niederlande, Österreich und Schweiz machen.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Nun, ja. China wird/wurde postmaessig wie ein Drittweltland gehandhabt, 
obwohl sie gestern auf dem Mond landen konnten...

Das macht ja wohl keinen Sinn. Ich weiss aber nicht, ob das korrigiert 
wurde.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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soul e. schrieb:
> Vertragspartner DHL

Ist ja 'ne Tochterfirma, und mittlerweile scheinen die beiden wieder 
deutlich stärker sich in die Aufgaben reinzuteilen. Ein kleines Paket 
wurde mir gestern hier vom normalen Briefträger überreicht mit der 
Anmerkung, dass sie das jetzt für DHL machen …

Autor: Michael B. (laberkopp)
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A. K. schrieb:
> Wie oben bereits beschrieben kommt das vom Weltpostverein.

Nein, eben nicht, der hat nicht gefordert, Privatpersonen mit 16 EUR 
anzuzocken während man dieselbe Leistung einem gewerblichen Kunden für 
3.70 überlässt.

Es geht klar um illiegale Subvention durch den eigentlich 
privatenwirtschaftlichen Konzern Deutsche Post, der im regulierten Markt 
der Postdienstleistungen offenkundig nur mangelhaft reguliert wird.

Denn er hat als Universaldienst die Aufgabe, die flächendeckende 
Grundversorgung mit Postdienstleistungen zu erschwinglichen Preisen 
sicher zu stellen.

16 EUR sind nicht erschwinglich, wenn die Leistung 3.70 beträgt, sondern 
dienen nur dem Ausschluss von Privatpersonen aus dem weltweiten Handel 
mit kapitalisten Mitteln.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Michael B. schrieb:

> 16 EUR sind nicht erschwinglich, wenn die Leistung 3.70 beträgt, sondern
> dienen nur dem Ausschluss von Privatpersonen aus dem weltweiten Handel
> mit kapitalisten Mitteln.

Jepp, da hast Du Recht - auch wenn der Versand als Paket weiter geht als 
per Brief (versichert, Tracking, bis 5kg).

Fairerweise müsste man das also zumindest mit 6,20 vergleichen.

Ist allerdings immer noch zu viel Differenz.

Für uns Geschäftskunden ändert sich preislich ja auch nichts - so sollte 
es auch bei Privatkunden sein.

Schön ist jetzt allerdings, dass wir jetzt ein Gurtmaß haben - damit 
kann man dann 500g-"Briefe" mit 15x15x60cm versenden ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: G. H. (schufti)
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soul e. schrieb:
> Wäre mal interessant wie das Niederlande, Österreich und Schweiz machen.

naja, die österr. Post hat dieses Preisniveau für Auslandssendungen 
schon seit langem ... mittlerweile hat auch das Inlandsporto 
"Luxus"flair.

Mich würde eher interessieren, was div. (Ebay)Händler dazu treibt, für 
Versand nach Ö 10-20€ zu kassieren wenn gleichzeitig Versand in D gratis 
angeboten wird?

: Bearbeitet durch User
Autor: Holm T. (holm)
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A. K. schrieb:
> Immer fest druff, auch wenns der falsche ist, den man prügelt. Irgendwer
> muss den Frust abkriegen und über die gierige deutsche Post ist leichter
> schimpfen als über den Weltpostverein.
>
> Wie oben bereits beschrieben kommt das vom Weltpostverein. Grund weiss
> ich nicht. Ich wäre aber nicht überrascht, wenn sich am Ende
> herausstellt, dass damit ein beklagenswerter Schiefstand bei den Kosten
> von Warensendungen adressiert wurde und diversen Schimpfkanonen im Forum
> schlussendlich das eigene Rohr platzt.

Die Preise für den Versand von Privatpersonen vs. Gewerblich, macht 
nicht der Weltpostverein. Auch die Festlegung 5 Sendungen pro Quartal 
für Gewerbekunden macht nicht der Weltpostverein. Das macht Beides die 
gierige Post.

Erinnerst sich noch Jemand daran das das Briefporto national 
"vorübergehend" auf 50 Cent angehoben werden sollte? Klar wars 
vorübergehend...

Gruß,

Holm

Autor: Stephan B. (matrixstorm)
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Hallo alle

Bei mir ist der Zorn darüber auch sehr groß - zumal ich davon hier im 
Forum erfahren musste.

Was kann man also dagegen tun?
(Außer die bereits angesprochenen Workarounds wie z.B. Verein 
gründen...)

Kennt sich jemand damit aus, ob man rechtliche Mittel triggern könnte?


MfG

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5683035 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Egon N. (egon2321)
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Andreas S. schrieb:
> Ich begrüße es sehr, dass solche Warensendungen teurer werden, denn das
> kann niemals kostendeckend gewesen sein. Und die Auswüchse solcher
> Kleinstlieferungen um den halben Globus können wir doch auch hier im
> Forum beobachten. Da werden einzelne Bauelemente in Fernost bestellt,
> was natürlich ungleich mehr Energieverbrauch und Schadstoffausstoß
> bedeutet als wenn die Artikel gebündelt containerweise transportiert
> werden. Außerdem werden durch solche Lieferungen auch die Kontrollen
> bezl. der Produktsicherheit umgangen. Wenn also jetzt endlich recht hohe
> Preise gezahlt werden müssen, kann sich das für ortsansässige Händler
> nur positiv auswirken.

Ahja.

Glaubst du das was du da schreibst auch wirklich?

Klar, ich kaufe ab sofort jetzt wieder meine Widerstände beim lokalen 
Elektronikhändler (ach wo ist der nochmal hin) für 20ct das Stück, 0805 
hat er net, nur THT. Aber meine Güte, dafür zahl ich 20ct und hab ein 
deutsches Markenprodukt.

Ach richtig, nicht. Auch dessen Widerstände kommen aus China.

Oder Sensormodule, Arduino Boards, ESP32 Boards, ab sofort statt 4$ halt 
30€ pro Modul, was kostet die Welt? Wir müssen doch lokale 
Arbeitsverplätze erhalten die darauf basieren dass man Geraffel in 
großen Mengen aus dem Ausland bestellt und anschließend zum zehnfachen 
Preis verkauft! Das ist wertvolle deutsche Handarbeit!

Glaubst du wirklich, dass für die 1$ Bestellungen sofort ein Flugzeug 
klargemacht wird? Träumst du wirklich so? Das Zeug wird ins Flugzeug 
geworfen wenn noch Platz ist, wennn nichts mehr frei ist muss die 
Sendung halt warten. Deswegen hat es auch die ewigen Laufzeiten. So 
spart man sich den Transport von Füllmaterial den man ansonsten im 
Zielland wieder entsorgen muss, so sind das einfach weitere Güter die 
transportiert werden, die Schadstoffbilanz verbessert sich dadurch 
sogar! Der Briefträger hier läuft eh täglich durch.

Also welcher Teil ist nun schlecht für die Umwelt? Dass irgendein 
Gratler nicht ohne jegliche Eigenleistung Geraffel für den Zehnfahren 
Preis verkaufen kann? Darauf kann ich gerne verzichten!

Autor: Jörg H. (zwischenfrequenz)
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soul e. schrieb:
> Wäre mal interessant wie das Niederlande, Österreich und Schweiz machen.

Niederlande:
Auf der Webseite steht nichts zum Inhalt internationaler privater 
Briefsendungen. Günstig ist es aber nicht. Maximal 38 x 26,5 x 3,2 cm³, 
350 g bis 2 kg: Nach Eur1 (z.B. Deutschland, Österreich) 9,80€, nach 
Eur2 (z.B. Schweiz) 12,60€. Zum Vergleich Paket bis 2 kg: Eur1 = 13€, 
Eur2 = 18,50€

Autor: Thorsten .. (tms320)
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Stephan B. schrieb:
> Was kann man also dagegen tun?

Hermes Paket International nutzen. Preislich zwar keine wirkliche 
Alternative, dafür aber ein anderes Unternehmen.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Jörg W. schrieb:
> soul e. schrieb:
>> Vertragspartner DHL
>
> Ist ja 'ne Tochterfirma, und mittlerweile scheinen die beiden wieder
> deutlich stärker sich in die Aufgaben reinzuteilen. Ein kleines Paket
> wurde mir gestern hier vom normalen Briefträger überreicht mit der
> Anmerkung, dass sie das jetzt für DHL machen …

War hier schon immer so, auch bei "großen" Paketen.

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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Ich bin mit dem Wort "Abzocke" sehr vorsichtig, das wird zu oft 
verwendet wenn man selber schuld ist. (Geschwindigkeitsübertretungen nur 
mal als Beispiel.)

Aber das Geschäftskunden für knapp 4 Euro etwas versenden können und ich 
als Privater soll 16 Euro zahlen, das ist dann eindeutig Abzocke!

Gut das ich diesen Thread (Danke Dirk!) entdeckt habe, ich schicke ab 
und zu etwas ins Ausland.
Ich werde mich auf jeden Fall nach alternativen umschauen.
Sollte der Preis vergleichbar sein, weis ich schon was ich mache.
Auf den Arm nehmen kann ich mich selber!

Autor: G. H. (schufti)
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Bernd T. schrieb:
> Auf den Arm nehmen kann ich mich selber!

... das würde ich dann doch gerne sehen ;) Fotobeweis erbeten!

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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leider hat das keinen Einfluss auf EINKAUFAKTUELL ...

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Dirk R. schrieb:
> Thorsten O. schrieb:
>> Was spricht dagegen, ganz normal "Großbrief international" zu versenden?
>> Der kostet bis 500 Gramm 3,70 EUR.
>
> Der Warenversand in Briefen, u.a. auch in Großbriefen, ist schlicht
> verboten.

Man nehme das Produkt "Warenpost International XS" bis 500 g für EUR 
3,20.
ist aber langsamer als "Grossbrief international".

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
Datum:

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Dirk R. schrieb:
> Liebe Verkäufer,
>
> mit Erschrecken musste ich heute zur Kenntnis nehmen, dass
> Warensendungen, auch für Privatverkäufer, ab dem 01.01.2019 nicht mehr
> per Brief (Kompaktbrief 1,50 Euro, Großbrief 3,70 Euro etc.)in das
> Ausland versendet werden dürfen.

Das vergleichbare Produkt heisst: "Warenpost International"

https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/B_b/Briefe_ins_Ausland/warenpostinternational/dp-warenpost-international-broschuere-102018.pdf

und ist sogar günstiger als ein Brief.

> Wenn man z.B. das entsprechende Produkt
> bei DHL wählt und online frankiert, dann fallen mal eben 8,89 Euro an.
Das wäre ein Packet - mit Verfolgung, Empfangsbestätigung und 
Versicherung.

> Das entspricht einer Preissteigerung von fast 600%,
> ausgehend von der
> günstigsten Briefvariante für 1,50 Euro.
Äpfel sind teurer als Erdäpfel - das ist aber schon seit ein paar Jahren 
so.

> In diesem Sinne Prost Neujahr!
erst nüchtern werden, dann beraten lassen dann denken, dann meckern.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian L. schrieb:
> Dirk R. schrieb:
>> Liebe Verkäufer,
>>
>> mit Erschrecken musste ich heute zur Kenntnis nehmen, dass
>> Warensendungen, auch für Privatverkäufer, ab dem 01.01.2019 nicht mehr
>> per Brief (Kompaktbrief 1,50 Euro, Großbrief 3,70 Euro etc.)in das
>> Ausland versendet werden dürfen.
>
> Das vergleichbare Produkt heisst: "Warenpost International"
>
> 
https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/B_b/Briefe_ins_Ausland/warenpostinternational/dp-warenpost-international-broschuere-102018.pdf

... welches es aber nur für Geschäftskunden ab 5 Sendungen pro Quartal 
gibt.

Das hatten wir alles schon weiter oben - Thread nicht gelesen?

Er schrieb "für Privatverkäufer".

Ohne Geschäftsaccount kein Login und keine Warenpost.

Aus den FAQ der Post 
(https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html):

"Können alle Kunden das neue Produkt Warenpost International nutzen ?

Das Produkt steht ausschließlich Geschäftskunden ab 5 Sendungen pro 
Quartal zur Verfügung. Privatkunden nutzen künftig für ihre 
Warenversande Päckchen oder Paket international."

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Anbei eine "Entwicklung des Briefvolumens in ausgewählten Ländern"

Die Preisentwicklung in den NL lässt sich mit dem Niedergang des 
Volumens gut erklären.
Warum bekommt man in Deutschland immer noch so viel Briefpost?
Der Briefträger kommt mit den e-mails.

Quelle: kleine Anfrage an den dänischen Transportminister.
https://www.ft.dk/samling/20142/almdel/tru/spm/87/svar/1272440/1559398/index.htm

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Um das mal etwas in Zusammenhang zu bringen:
Wer es noch nicht mitbokommen hat, dem sei gesagt, daß dieses erst ein 
Vorbote von kommenden geplanten massiven Preiserhöhungen ist. Die 
eigentliche Runde hat letztes Jahr (vorerst) nicht geklappt, wird aber 
umso höher ausfallen, eben weil sie durch die Behörde verzögert wurde:
https://www.welt.de/wirtschaft/article185213844/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/-a-1242750.html
Und das bei Post und DHL. Da die geplante Erhöhung zeitlich nicht 
geklappt hat wie gewollt macht man kurzerhand das was möglich ist: 
Produkte werden gestrichen und zwar bei Privatkunden, denn die können 
sich schlechter wehren. Den Grundumsatz mit den gewerblichen Kunden will 
man sich nicht versauen, der hält den Laden noch über Wasser. Die 
Alternativdienstleistung wird auf die eigene Tochterfirma umgelegt, der 
Gewinn geht in dieselbe Tasche, nämlich zu 20% in die deutsche 
Staatskasse. Damit werden dann hoheitliche Aufgaben wie die über 200 
Professuren für Gender Studies oder öffentliche Genderklos finanziert.

Zum Adressierungsschema:
Soweit ich weiß wird auf großen Linienmaschinen sortiert. Als diese vor 
vielen Jahren (Pentium-I-Zeit?) eingeführt wurden hieß es, sie könnten 
soundsoviele Handschriften per OCR erkennen. Wurden glaube ich von 
Siemens damals gabaut. Viele Jahre später ging durch die Presse ein 
Arbeitsrechtsprozeß, allerdings der schweizer Post, die eine 
Tochterfirma in Asien (China?) betrieb, die Leute dort schlecht bezahlte 
und die Arbeitsbedingungen miserabel waren. Was mich aufhorchen ließ: 
Die Mitarbeiter dort saßen an Monitoren und mußten pro Sekunde zwei 
"Datensätze" lesen und einsortieren. Also scheint das deren gängige OCR 
zu sein. Keine Ahnung, ob es die Deutsche Post auch so hält mit der 
"Schrifterkennungssoftware". Was ich aber weiß ist: Die Maschinen fallen 
auch manchmal aus (Datenleitung kaputt? :) wodurch die Sendungen per 
Hand sortiert werden müssen. Gute und erfahrene Mitarbeiter können das 
schnell und zuverlässig nach PLZ einsortieren. Sollte es Auslandspost 
sein, ist das mit den Adressschema sehr ungünstig, denn das dauert 
länger. Allerdings setzt man zunehmend auf Aushilfs- und somit 
ungelernte Kräfte, die dazu ein vielfaches der Zeit benötigen. Und nun 
kommt's: Es gibt Vorgaben für die Abfertigung, die nichtmal eine 
erfahrene Kraft einhalten kann: Nach meinen Informationen zwei Sendungen 
pro Sekunde. Ein fremdes Adressschema ist dabei unmöglich erkennbar. Und 
natürlich kommt es da auch massenweise zu fehlgeleiteten Sendungen. 
Insbesondere wenn Hilfkräfte am Werk sind.

Zum Sendungsinhalt:
Durch die Verarbeitung in den Maschinen ist auch der Inhalt kritisch. 
Sendungen mit starrem Inhalt werden gerne mal in der Maschine zerfetzt 
und müssen dann mühsam wieder zusammengesammelt und die Adressdaten 
entziffert werden. Es sollen auch schon Sendungen mit Blutproben auf 
diese Art "behandelt" worden sein. Das kann man sich bildlich 
vorstellen, wie es dann in der Maschine aussieht. Oder Pulver, Puder, 
Flüssigkeiten, Messer, usw. Wird letzteres dann per Hand sortiert und 
ohne Schutz versendet ist fast schon klar, was passiert. Man glaubt ja 
nicht, was Leute so alles verschicken.

Zu den immer angeführten, gestiegenen (Personal-)Kosten:
Wie schon gesagt setzt man verstärkt auf (ungelernte) Hilfskräfte, die 
Bezahlung wird sich entsprechend orientieren. Man hat dahingehend auch 
vor einem Jahr im Tarifstreit eigens ein Tochterunternehmen dafür 
gegründet:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-post-zusteller-delivery-1.3902168
Es gibt kaum noch eigene Fahrer auf den Langstrecken. Das machen 
mittlerweile größtenteils nur noch Sub-Sub-Unternehmen (auch bei DHL in 
der Auslieferung) mit ausländischen Kräften und Kleintransportern mit 
ausländischen Kennzeichen, wie sie zuhauf vor den Verteilzentren 
vorfahren. Die Einsammeltouren der Postkästen und (Partner-)Filialen 
machen auch nur noch weiße Lieferwagen mit Schild "Im Auftrag der 
Deutschen Post" im Fenster. Wie das da mit dem Postgeheimnis gehandhabt 
wird ist mir schleierhaft. Teilweise leben die Leute sogar in ihrem 
Lieferwagen, weil es für Miete nicht reicht. Kein Witz! Die Post AG 
sichert sich hier mit Verträgen gegen ihre Verantwortung ab.
Vor einigen Jahren hat man schon das Tafelsilber an US-Investoren 
verscherbelt, kurzfristig Gewinne an die Anteilseigner ausbezahlt und 
muß es jetzt zu festen Preisen zurückleasen, natürlich um Steuern zu 
sparen. Daß man damit die Kosten in die Höhe treibt ist klar. Deshalb 
werden auch die Postfächer bald ein Schattendasein fristen:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/postfach-wird-kostenpflichtig-deutsche-post-haelt-die-hand-auf/19239016.html

Die aktuelle Preiserhöhung ist nur ein weiterer Nagel im eigenen Sarg 
der Deutschen Post, denn der Weg weist derzeit in nur eine Richtung, 
nämlich abwärts.
Wenn man sich mal mit der Privatisierung und rückverstaatlichung der 
Bahn in Neuseeland befaßt weiß man, was dem deutschen Staat bald noch 
bevorsteht.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1967191/
" „Die Investoren hatten hohe Dividenden aus der Bahngesellschaft 
gezogen und dabei das Schienennetz und den Wagenpark verfallen lassen“ 
... 2003 sprang der Staat ein, kaufte das Netz zurück, machte 
Investitionszusagen und ließ sich letztlich auf eine Verstaatlichung 
ein, um den Verfall der Eisenbahn auf den beiden Inseln des Landes zu 
stoppen. Gesamtkosten der Rettungsaktion: knapp eine Mrd. 
neuseeländische Dollar."

Und die Dt. Post ist nur eine von vielen Baustellen.

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Autor: Harald W. (wilhelms)
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Rico W. schrieb:

> Sub-Sub-Unter(nehmen)

Wenn ich dieses Wort richtig interpretiere, gibt es da also
drei Leute, die daran verdienen, ohne selbst etwas zu tun. :-(

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Rico W. schrieb:
> Adressierungsschema

Es geht hier ausschließlich um ausländische Adressen, und da ist das 
deutsche Schema Name-Straße-Nr-PLZ-Stadt in jedem Falle (außer den 
Niederlanden hat kaum ein Land dieses Schema) ungeeignet und wird 
Probleme machen, egal ob OCR oder Handsortierung. Einfach nur nervig.

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Harald W. schrieb:
> Rico W. schrieb:
>
>> Sub-Sub-Unter(nehmen)
>
> Wenn ich dieses Wort richtig interpretiere, gibt es da also
> drei Leute, die daran verdienen, ohne selbst etwas zu tun. :-(
So sieht es aus. Würde mich nicht wundern, wenn da noch mehr in der 
Kette sind. Schon länger auch bei staatlichen (deutschen) Bauvorhaben 
üblich. Die eigentliche Arbeit macht dann jemand für einen Hungerlohn.
Quelle (habe ich selbst aber woanders gesehen, den hier kenne ich (noch) 
nicht):
Youtube-Video "Moderne Sklaverei: Subsub-Unternehmer der Deutschen Post beuten Paketboten aus"

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Rico W. schrieb:
> Quelle (habe ich selbst aber woanders gesehen, den hier kenne ich (noch)
> nicht):
> Youtube-Video "Moderne Sklaverei: Subsub-Unternehmer der Deutschen Post beuten Paketboten aus"
Es war wohl schon dieser Beitrag über diesen Fahrer, aber das 
ausführliche Ursprungsvideo wurde gelöscht. Hier gibt es etwas mehr aus 
dem Beitrag, ist aber noch nicht alles. Da fehlt noch was. Da stehen 
einem die Haare zu Berge. Um die 600 EUR für 20 Nachtschichten. Na 
prost!
Youtube-Video "Ein Leben im Kleintransporter: Wie Briefe-Fahrer für die Deutsche Post arbeiten müssen | Monitor"
Letztlich kam der arme Tropf in eine äußerst schlechte Lage und die 
haben den Kontakt zu ihm verloren.
Übrigens: Das ist schon gut 2 Jahre her. Wie sieht das heute aus unter 
dem Preisdruck?

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Autor: Name H. (hacky)
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Schweiz.
Wir hatten schon immer diese Zollvorweisungsgebuehr. Der Transporter, 
(Fedex, DHL, .., Post) haben einen Raum beim Zoll, resp der Zoll hat 
einen Raum bei den Transportern, die legen dem Zoll die Packete vor. Der 
Zoll will dann die Mehrwertsteuer, allenfalls plus die Zollgebuehr, bei 
uns 8.5% oder so (MWST). Und der Transporter schiesst diesen Betrag vor, 
darf dafuer auch eine Zollvorweisungsgebuehr von 20-30 Euro kassieren. 
Und muss nachher das  Inkasso machen.
Ich glaube unter einem Warenwert von 50 euro faellt dieser Aufwand weg.
Bei einem Warenwert von 60 Euro sind 30 Euro Aufschlag aber doch eher 
heftig. Wie gesagt, das ist schon seit langem so.
Deswegen liefern kundenbewusste Lieferanten, mit hinreichend Umsatz im 
Land per Grosssendung in die Schweiz, und lassen hier auspacken. Denn 
die Zollvorweisung ist immer dieselbe, ob fuer ein Packet, oder ein 
Palett.

Aeh ja. Weshalb liefern die Kurierdienste lieber einmal ins Leere wie 
eine SMS zu senden ? Der subunternehmende Fahrer bekommt fuer ein Packet 
vielleicht 1.60. Da ist eine SMS zu teuer.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rico W. (bitkipper)
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Hier noch etwas zur Untermalung:
"Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Mai auf einem Festakt der 
Bundesnetzagentur bekundet, die geplante Portoerhöhung zum kommenden 
Jahr sei gut und richtig. Zweifel an der Entscheidung hatte es deshalb 
zuletzt nicht mehr gegeben.
...
In den vergangenen Jahren hat die Post das Porto fast im Jahresrhythmus 
erhöht, nachdem es lange Zeit bei 58 Cent pro Standardbrief gelegen 
hatte. Den größten Sprung gab es Ende 2016 – von 62 auf 70 Cent. Mit den 
Portoerhöhungen verbesserte sich der Ertrag jedes Mal um eine 
dreistellige Millionensumme."
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/briefsparte-/23253378.html

Brief und Warensendung wurden ja schon erhöht. Sind wohl nicht 
reguliert. Hier waren schon Erhöhungen um 25 und 44 Prozent 
draufgekommen:
https://www.merkur.de/leben/-zr-9881437.html
Und wenn das nicht reguliert ist heißt das, es wird bald sehr viel 
weiter nach oben gehen.

Autor: Dirk R. (dh4ym) Benutzerseite
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Sebastian L. schrieb:
> erst nüchtern werden, dann beraten lassen dann denken, dann meckern.

Ich nehme es mal lachend zur Kenntnis. Insofern lautet mein Dreiklang:

Erst lesen, dann denken, dann schreiben.

Dirk

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Name H. schrieb:
> Schweiz.
> Wir hatten schon immer diese Zollvorweisungsgebuehr. Der Transporter,
> (Fedex, DHL, .., Post) haben einen Raum beim Zoll,
Gibt es in DE auf ähnliche Weise, nur müssen die Transporter beim Zoll 
akkreditiert sein, sonst dürfen die gar nichts. Siehe z.B. EMS/GLS. Dann 
darf man das Paket in Frankfurt am Flugsteig oder Hamburg an der 
Hafenkante abholen.
> Land per Grosssendung in die Schweiz, und lassen hier auspacken.
Ja, manche Chinesen machen das mittlerweile auch so und stellen offenbar 
Container an verschiedenen Orten im Land auf, aus denen dann vereinzelt 
versendet wird. Dann wird das wohl eher zunehemen, was ich nach 
bisheriger Lage begrüßen würde.

> Aeh ja. Weshalb liefern die Kurierdienste lieber einmal ins Leere wie
> eine SMS zu senden ? Der subunternehmende Fahrer bekommt fuer ein Packet
> vielleicht 1.60. Da ist eine SMS zu teuer.
In DE bekommen die Fahrer um 60 Cent (Hermes). Je nach Firma bekommen 
sie nichtmal eine zweite Anfahrt bezahlt, weshalb die bulgarischen 
Hermes-Fahrer gerne mal das Paket im Regen vor dem Haus stehen lassen. 
Wenn man Hermes Shop-2-Shop wählt, spart man 60 Cent, glaube ich. Davon 
bekommt dann wohl je der Shopbetreiber und der Fahrer die Hälfte. Laut 
Auskunft wird im lokalen Hermes Shop mit dem Fahrer auch sofort cash 
abgerechnet. Deshalb legen die großen Wert auf passendes Geld, wenn man 
bezahlt. D.h. der Fahrer nimmt die ganzen Paketgelder cash mit. Und das 
bei Internetausdruck und sofort vernetzter Scannung. Ist mir irgendwie 
suspekt. Aber das ist eben Paketdienst und ein anderes Thema.

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Olive W. schrieb:
> Rico W. schrieb:
>> Adressierungsschema
>
> Es geht hier ausschließlich um ausländische Adressen, und da ist das
> deutsche Schema Name-Straße-Nr-PLZ-Stadt in jedem Falle (außer den
> Niederlanden hat kaum ein Land dieses Schema) ungeeignet und wird
> Probleme machen, egal ob OCR oder Handsortierung. Einfach nur nervig.
Nun sind die deutschen Postkräfte aber mal so daran gewöhnt und es 
dauert länger sowas zu interpretieren.
Übrigens: Frankreich hat die PLZ auch vor dem Ort stehen, die Hausnummer 
aber vor dem Straßennamen. Polen macht es auch wieder anders. Das kann 
man mMn nicht generalisieren, was hier nun gut und schlecht ist.
Früher™ hat der Postbote die Sendung auch ohne oder mit falscher 
Hausnummer, fehlerhaftem Straßennamen oder PLZ zustellen können, weil er 
immer da gearbeitet hat und seine Kundschaft kannte. Heute kannst du das 
vergessen. Hier im dörflichen Bereich ist nun schon der ca. 10. Postbote 
in weniger als 10 Jahren am werkeln - und Mo und Sa noch andere im 
Schnelldurchritt - daß ich echt froh über den bin, der mittlerweile fest 
hier ist. Auch wenn er kein astreines Deutsch kann ist er dennoch 
relativ zuverlässig und kennt seine Kundschaft wenigstens halbwegs. Das 
Schema von den Chinasendungen kann er jedenfalls gut interpretieren, 
nicht nur durch mich ;-)

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Rico W. schrieb:
> Nun sind die deutschen Postkräfte aber mal so daran gewöhnt und es
> dauert länger sowas zu interpretieren.

Die deutschen Postkräfte (bzw Maschinen) sortieren Briefe nach 
Empfängerland, den Rest macht die dortige Post. Und für die wird es 
schwierig, wenn die Adresse wegen dem deutschen Schema verdreht ist. Bei 
japanischen Adressen steht z.B. zuoberst die PLZ, dann kommt etwas, das 
sich nicht als Straße / Hausnr. interpretieren lässt und zuunterst steht 
der Name. Wie soll man sowas in das deutsche Raster eingeben? Man kann 
das Raster ignorieren, scheitert dann aber oft an Längen- un anderen 
Formatvorgaben für die einzelnen Felder.

Autor: A. K. (prx)
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Könnte man solche Maschinen weniger formatgebunden bauen? Eine PLZ ist 
gewöhnlich länger als irgendwelche Haus- oder Strassennummern, weshalb 
es dann egal ist, wo sie steht.

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Olive W. schrieb:
> Rico W. schrieb:
>> Nun sind die deutschen Postkräfte aber mal so daran gewöhnt und es
>> dauert länger sowas zu interpretieren.
>
> Die deutschen Postkräfte (bzw Maschinen) sortieren Briefe nach
> Empfängerland, den Rest macht die dortige Post.
Das ist glaube ich nicht so einfach. Wenn es ins direkte Nachbarland 
geht gibt es sicher mehrere Übergabepunkte, an die es geleitet wird, um 
z.B. direkte Grenznähe, tiefes Inland usw. zu unterscheiden. Wenn man 
bspw. die Grenze von D und F hernimmt ist die ziemlich lang. Wieso 
sollte eine Sendung aus dem Süden nach Nordfrankreich nicht mit einem 
Transport Richtung Belgien / Norddeutschland mitfahren? Sicherlich gibt 
es da Verträge, wie das gehandhabt wird.

> Wie soll man sowas in das deutsche Raster eingeben? Man kann
> das Raster ignorieren, scheitert dann aber oft an Längen- un anderen
> Formatvorgaben für die einzelnen Felder.
Ich habe auch schon mit GLS nach England versendet. Obwohl die zur 
britischen Royal Mail gehören und das können müßten ging es ebenfalls 
nur nach deutschem Schema.

Vermutlich haben die Unternehmen a) keine kompetenten Leute um einfach 
die paar Schemata in ihr System einzuprogrammieren (es wird ja dann per 
Maschinencode sortiert) oder b) bezahlen sie zu schlecht, um diese Leute 
zu finden oder c) interessiert es die Unternehmen einfach einen feuchten 
Dr... Ich denke es ist eine Mischung aus b)+c)

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Rico W. schrieb:

> es interessiert die Unternehmen einfach einen feuchten Dr...

Gehört das Wort "Dreck" jetzt auch schon zu den verbotenen
obszönen Wörtern?

Beitrag "Ebay spinnt, obszöne Texte?"

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Rico W. schrieb:
> a) keine kompetenten Leute um einfach
> die paar Schemata in ihr System einzuprogrammieren

Bitte nicht. Beim CSV-Import der Internetmarke ist es genau so, dass 
sich da offenbar "kompetente Leute" gedanken gemacht haben. Es gibt 
Plausibilitäts-Checks, die unterschiedlich für verschiedene Länder sind. 
Bei US-Adressen ist dann plötzlich das "state"-Feld zwingend, die 
Hausnummer aber weiterhin hinter der Straße. Die Hausnummer ist aber 
auch zwingend numerisch und maximal 5 Zeichen lang, sodass man nicht 
einfach die Straße da reinschreiben kann. Zum Verzweifeln.
Die sollen im Formular bitteschön einfach ein Feld mit 5 Zeilen 
Adresse + Land anbieten, so wie bei der normalen Internetmarke auch. 
Alles andere ist nur Krampf. Alleine schon, weil man Adressen gewöhnlich 
kopiert und einfügt und das nicht zeilenweise machen möchte.

Autor: Andreas W. (geier99)
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Autor: Rico W. (bitkipper)
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Rico W. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>>> Sub-Sub-Unter(nehmen)
>>
>> Wenn ich dieses Wort richtig interpretiere, gibt es da also
>> drei Leute, die daran verdienen, ohne selbst etwas zu tun. :-(
> So sieht es aus. Würde mich nicht wundern, wenn da noch mehr in der
> Kette sind. Schon länger auch bei staatlichen (deutschen) Bauvorhaben
> üblich. Die eigentliche Arbeit macht dann jemand für einen Hungerlohn.
> Quelle (habe ich selbst aber woanders gesehen, den hier kenne ich (noch)
> nicht):
> Youtube-Video "Moderne Sklaverei: Subsub-Unternehmer der Deutschen Post beuten Paketboten aus"
Habe das ganze Video wiedergefunden.
https://www.youtube.com/watch?v=Lot6WjLUAEA
Ab Min. 20 bis ca. 23 redet einer wer da die Gewinne abschöpft, nämlich 
der erste, ein deutscher Sub. Aber die ganze Doku ist es wert anzusehen, 
damit man versteht, was da insgesamt eigentlich los ist. Wirklich arme 
Schlupfe, die da unter erbärmlichen Bedingungen rackern müssen. Und die 
Gewinne sind nie hoch genug. Ich muß nochmal brechen gehen :O=

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Rico W. schrieb:
> Und die
> Gewinne sind nie hoch genug. Ich muß nochmal brechen gehen :O=

Das ist Kapitalismus in Urform, Maximierung des Gewinnes.
Wurde früher in Staatsbürgerkunde gelehrt.
Wir werden es schaffen!

Autor: Hardy F. (hardyf)
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Al. K. schrieb:
> Rico W. schrieb:
>> Und die
>> Gewinne sind nie hoch genug. Ich muß nochmal brechen gehen :O=
>
> Das ist Kapitalismus in Urform, Maximierung des Gewinnes.

Die nächste Generation wird das als den Normalzustand empfinden.

> Wurde früher in Staatsbürgerkunde gelehrt.

Deshalb wurde das ja abgeschafft und das ganze Drumherum gleich mit...

> Wir werden es schaffen!

Aber sicher

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Hardy F. schrieb:
> Deshalb wurde das ja abgeschafft

Leider hatten DIE damals in diesem Falle in Staatsbürgerkunde Recht.

Maximierung des Gewinnes wird in der jetzigen Zeit nach meiner Meinung
extrem flächendeckend gemacht!

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Noch als Ergänzung:

Die neuen Warenpost-Tarife ins Ausland verstehen sich zzgl. 
Umsatzsteuer, sind also nicht mehr umsatzsteuerbefreit.

Für Privatkunden würde also aus €3,70 auf jeden Fall €4,40 - sofern die 
Post die Privatkunden dann doch noch erhört.

Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Bist du dir ganz sicher? Die Post und DHL sind meines Wissens generell 
umsatzsteuerbefreit, d.h. Brutto = Netto. Oder hat sich das geändert? In 
meiner letzten Rechnung von der Post sind jedenfalls 0% USt ausgewiesen.

Bei Hermes & Co gilt das natürlich nicht, das sind ja auch normale 
Unternehmen.

Autor: soul e. (souleye)
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Max G. schrieb:

> Bist du dir ganz sicher? Die Post und DHL sind meines Wissens generell
> umsatzsteuerbefreit, d.h. Brutto = Netto. Oder hat sich das geändert? In
> meiner letzten Rechnung von der Post sind jedenfalls 0% USt ausgewiesen.

Die Deutsche Post AG und DHL sind umsatzsteuerbefreit für die 
Dienstleistungen der ehemaligen Deutschen Bundespost. Die 
"Grundversorgung".

So kommt's dass das 10 kg-Paket umsatzsteuerfrei ist, das 31,5 kg-Paket 
aber nicht. Und das ganze Geschäuftskundengeschäft ebenfalls nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thorsten M. (pappkamerad)
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Olive W. schrieb:
> Die sollen im Formular bitteschön einfach ein Feld mit 5 Zeilen
> Adresse + Land anbieten, so wie bei der normalen Internetmarke auch.
> Alles andere ist nur Krampf. Alleine schon, weil man Adressen gewöhnlich
> kopiert und einfügt und das nicht zeilenweise machen möchte.
Ob die die Daten womoeglich in digitaler Form weitergeben? Dann ist ein 
Feld fuer den Namen schon sinnvoll. Aus den verschiedenen Feldern kann 
sich das Zielland dann auch sein Format generieren, zumindest grob.

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Die bei der Post werden immer verrückter...

Ich wollte ja alles richtig machen, fand aber Belgien nicht in der 
Länderliste. Die normal als Großbrief frankierte Sendung kam heute als 
"Nicht AGB-konform" zurück.

Beim nächsten Versuch sehe ich jetzt, dass neben AT und CH auch noch B 
und 2-3 weitere Länder oberhalb der alphabetisch sortierten Liste 
stehen. Super Idee. Dann darf man für jeden Empfänger zwangsweise eine 
Telefonnummer UND eine E-Mail Adresse eintragen. Und zu guter letzt 
werden die Marken nicht generiert, weil man erst eine "manuelle 
Überprüfung" durchführen muss, die natürlich erst "am nächsten Werktag" 
stattfinden kann.

Da fällt mir langsam nicht mehr zu ein.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Olive W. (bittermelone)
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Thorsten M. schrieb:
> Ob die die Daten womoeglich in digitaler Form weitergeben? Dann ist ein
> Feld fuer den Namen schon sinnvoll. Aus den verschiedenen Feldern kann
> sich das Zielland dann auch sein Format generieren, zumindest grob.

Was hat das Zielland davon, wenn im Feld PLZ "Los Angeles," steht und 
bei STADT "CA 90017"? Oder bei einer japanischen Adresse die PLZ im 
Namensfeld? Denn so muss man es machen, wenn die Adresse korrekt 
gedruckt werden soll. Was ist der Vorteil gegenüber 5 Adresszeilen?

Das mit der Telefonnummer ist bei Zielen innerhalb der EU komplett 
sinnlos. Bei Übersee-Sendungen könnte es sinnvoll sein, z.B. nach China 
- aber natürlich nur, wenn die Nummer denn auch mit auf der Marke 
landet, was sie nicht tut.
Naja, ich schreib einfach immer meine eigene rein.

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Seit gestern ist es nun halbamtlich, die bevorstehende Portoerhöhung ist 
fast durch und kommt im 2. Quartal:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/-15988332.html

"Wichtigster Hebel freilich ist das Briefporto, das zuletzt Anfang 2016 
um 8 Cent gestiegen war. ... Wie aus Berlin und aus der Branche zu hören 
ist, will sich der Bonner Konzern aber mit dem Aufschlag um 10 Cent 
nicht zufrieden geben, sondern möglichst bald in eine weitere 
Erhöhungsrunde einsteigen. Dazu pocht er gegenüber dem 
Bundeswirtschaftsministerium auf eine Änderung der 
„Entgeltregulierungsverordnung“."

Also heben sie innerhalb von 2 Jahren das Porto um über 14 Prozent an 
und in naher Zukunft noch weiter. Und wie war die Lohnentwicklung der 
Angestellten in diesem Zeitraum? Wie schon vorher angedeutet ist das 
erst der Anfang eines Preis -"Höhenfeuerwerks" im ganzen Konzern (inkl. 
DHL).

Wenn das so weitergeht werden wir bald ähnliches zur Post lesen wie 
gerade bei der Bahn:
"Probleme bei der Bahn: Krisentreffen folgt auf Krisentreffen"
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-493.html

Interessantes Detail hierbei:
"... die Chefs von Konzern-Töchtern aus dem Personen- und Güterverkehr 
in den Vorstand befördern, um Entscheidungen im Kampf gegen die 
Unpünktlichkeit zu beschleunigen."

Oben funktioniert die Beförderungsspirale jedenfalls immer.

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Olive W. schrieb:
> Thorsten M. schrieb:
>> Ob die die Daten womoeglich in digitaler Form weitergeben? Dann ist ein
>> Feld fuer den Namen schon sinnvoll. Aus den verschiedenen Feldern kann
>> sich das Zielland dann auch sein Format generieren, zumindest grob.
>
> Was hat das Zielland davon, wenn im Feld PLZ "Los Angeles," steht und
> bei STADT "CA 90017"? Oder bei einer japanischen Adresse die PLZ im
> Namensfeld? Denn so muss man es machen, wenn die Adresse korrekt
> gedruckt werden soll. Was ist der Vorteil gegenüber 5 Adresszeilen?
Zumindest bei getrackter Auslandspost, die man in DE bekommt, wird die 
internationale Trackingnummer durch eine hiesige ersetzt. Weiß ja jeder, 
der aus Fernost mit Trackingnummer bestellt. Da ist dann spätestens beim 
dt. Zoll Schluß mit internationaler Sendungsverfolgung. Das kann doch 
wirklich ein eletron. Datensatz sein, der mit der ausländ. Nummer 
übergeben und verarbeitet wird und von der hiesigen Post, zumindest bei 
der automatischen Sortierung, mit der neuen Sendungsnummer verknüpft und 
bei der weiteren Beförderung benutzt wird. Warum kann das nicht auch 
andersrum so sein mit Sendung aus DE nach Ausland?

Autor: Rico W. (bitkipper)
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Al. K. schrieb:
> Das ist Kapitalismus in Urform, Maximierung des Gewinnes.
Hmm, mit der "MaRximierung" hat's ja auch nicht so richtig hingehauen. 
Kundige Zungen bahaupten, der hat sich damals mit seinem opulenten 
Lebensstil auch gerne von seinem Urkapitalisten aus Manchester, der 
seine Textilarbeiter geknechtet hat, genüßlich aushalten lassen, um dann 
seine unheilvollen Ansichten in Buchform in die Welt zu bringen. Die 
Folgen waren und sind bis heute noch verheerend. Dessen Ansichten sind 
also auch keine Lösung.

Hardy F. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Wurde früher in Staatsbürgerkunde gelehrt.
> Deshalb wurde das ja abgeschafft und das ganze Drumherum gleich mit...
Genau und zum Glück. Btw.: Die damalige Losung, daß "aus den Berieben 
und Kombinaten noch mehr rauszuholen ist" klang ja schon fast 
kapitalistisch, wurde aber von den Werktätigen auch etwas - naja, nennen 
wir es mal 'eigenwillig' im sozialistischen Sinn - ausgelegt, was 
sicherlich auch zur Abschaffung des Drumherum beigetragen hat.

>> Wir werden es schaffen!
> Aber sicher
Hatte auch schon einer so ähnlich gesagt: "Den Sozialismus in seinem 
Lauf hält weder Ochs noch Esel auf." Was dann kam ist bekannt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Rico W. schrieb:

> "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."
> Was dann kam ist bekannt.

Pferde?

Autor: Max M. (maxim0)
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Ware (Metall + PVC) als Kompaktbrief 50g 1,50€ per Einschreiben 
international +2,50€ von Bayern nach Wien kam gestern erfolgreich an.

Ich las das alles hier erstmals und wußte es schlicht nicht. Ich werde 
es dennoch wie gewohnt handhaben - Begründung folgt in Kürze

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Chris D. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Dirk R. schrieb:

> ... welches es aber nur für Geschäftskunden ab 5 Sendungen pro Quartal
> gibt.
Ja und? Wenn es wenige Sendungen sind, fällt der Absolutbetrag ja gering 
aus. Ansonsten kann man das ja gewerblich machen.

> Das hatten wir alles schon weiter oben - Thread nicht gelesen?
> Er schrieb "für Privatverkäufer".
er schrieb "auch für Privatverkäufer

> Ohne Geschäftsaccount kein Login und keine Warenpost.
Dann werde Geschäftskunde. Wo ist das Problem?
Es gibt von "eingetragener Kaufmann" bis zu ist nun wirklich nicht die 
komplizierteste Geschäftsform. Freiberufler werden sind wohl auch als 
Geschäftskunde willkommen.
Wer aber alle Zuwendung vom Nanny-Staat will, muss halt Privatkunde 
bleiben.

"Wasch mich, aber mach mich nicht nass" geht nicht.

Autor: Max M. (maxim0)
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[Nachtrag: Begründung]

Zu den Post-FAQ 
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html

#1
Warum dürfen keine Waren in Briefsendungen versendet werden?

    Diese Anpassung basiert auf einer Entscheidung des Weltpostvereins, 
der die Grundsätze des internationalen Postverkehrs regelt. Nach dieser 
Entscheidung müssen nun Dokumenten- und Warenversande getrennt werden.

Nein. Sie dürfen. Selbst nach Postlogik. Die Beförderer (DP=DHL) haben 
sehr wohl die Wahl zw. den Systemen Priority oder Content. Die Post 
schreibt hier Unsinn, denn:

http://www.upu.int/en/the-upu/acts-of-the-union-and-other-decisions/non-permanent-acts.html 
(consolidated version - 1 June 2018)(These Acts were adopted at its 
2017.1 plenary session (following the 2016 Istanbul Congress). [Honi 
soit qui mal y pense...]

Article 17-101
Basic services

1  Every designated operator shall be *free to choose the system based 
on the speed of treatment of items or based on the contents of items* 
that it applies to its outward traffic.

2  In the classification system based on the speed of treatment of 
items, letter-post items are divided into:
2.1  priority items, i.e. items conveyed by the quickest route (air or 
surface) with priority;
2.2  non-priority items, i.e. items for which the sender has chosen a 
lower rate, implying a longer delivery time.

3  In the classification system based on contents, letter-post items are 
divided into documents or goods.

[Sollte die DP Grundrechte verletzten, gehts nur per Gesetz. Nur wurden 
UPU-Regeln diesmal nicht wie 2002 (6-tes Zusatzprotokoll) per Gesetz vom 
Bundestag in Landesrecht gegossen. Wäre auch verfassungswidrig. 
*Postgeheimnis.*]

#2
Worin unterscheiden sich die Warenpost International Einzeltarife von 
den Produkten Großbrief und Maxibrief International?

    Die Unterscheidung findet ausschließlich über den Inhalt statt.

Problem: Wegen dem Postgeheimnis (das Briefgeheimnis gibts zwar auch, 
aber das PG umfasst alle Sendungsarten) darf niemand ausser 
Strafverfolger wie Zoll und die Geheimdienste den Inhalt prüfen, die 
Person am Schalter trotz interner Schnüffelanweisung macht sich erst 
recht strafbar beim erschnüffeln.

#3
Warum gibt es bei den Einzeltarifen kein Produkt, das den Maßen und 
Gewichten von Standard- und Kompaktbrief International entspricht?

    Für Sendungen unter 50 g sehen wir derzeit keine ausreichende 
Nachfrage für die Einführung separater Produkte. Da alle Warenversande 
international seit 2018 nach dem teuren größten Format bis 2 kg 
abgerechnet werden, würden auch für leichte Sendungen die Preise nicht 
günstiger angeboten werden können.

[BINGO und logischerweise unverändert wie z.B. hier auf Deutsch:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIII/I/I_00265/imfname_089422.pdf

>12. Die Postverwaltung von Vietnam behält sich das Recht vor, >Briefsendungen, 
die Gegenstände und Waren enthalten, nicht anzunehmen.

Der Normalfall ist, es sind die Briefsendungen die Gegenstände und 
Waren enthalten. Ich versende wie bisher, weil es schlicht legal ist.

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