Forum: Offtopic High Noon im Verbundnetz?


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von Peter M. (r2d3)


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Beitrag #5696335 wurde vom Autor gelöscht.
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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So ein Quatsch schon wieder.

49,8Hz sind lange noch kein ernstes Problem. Bei diesem Wert werden 
erstmal Speicherkraftwerke vom Pump- auf Turbinenbetrieb umgeschaltet, 
ggf. werden die Pumpen einfach abgeworfen wenn sie sich nicht umschalten 
lassen.

Da werden noch keine Stromkunden abgeworfen, gar nichts. Ich hasse das, 
wie solche normalen Netzregelungen erstmal aufgebauscht und dramatisiert 
werden. Klar können solche Schwankungen auftreten wenn große Kraftwerke 
wegen eines Fehlers schlagartig vom Netz gehen und möglicherweise wird 
das im Zuge der Energiewende auch mehr, aber ich bezweifle, daß das es 
zu ernsten Problemen kommt. Durch die Energiewende brauchen wir sowieso 
mehr Pumpspeicherkraftwerke. Viele dieser Anlagen sind bereits heute 
dazu fähig, vom Stillstand in etwa einer Minute auf Vollast zu gehen. 
Einige Anlagen können ihre Turbinen auch in einer Art Standby betreiben, 
bei denen die Turbinen ohne Wasser netzsynchron drehen. Aus diesem 
Zustand heraus kann die Nennleistung in wenigen Sekunden erreicht 
werden.

Ich sehe da keine Regelprobleme. Von sowas hätte man ggf. unter 49Hz 
sprechen müssen, dann wären tatsächlich Stromkunden abgeworfen worden.

von Jürgen H. (calor)


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von X. Y. (bastler_0815)


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Soviel zum Thema Frankreich und Atomkraftwerk rettet Deutschland.

Zum besagten Zeitpunkt importierte Frankreich viel Strom. Die 
Netzfrequenz sinkte auch deshalb, da Frankreich nicht genug Strom 
erzeugen konnte und vom EU-Verbundnetz gestüzt werden musste.

von Walter K. (vril1959)


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War im letzten Winter genauso

https://www.google.de/amp/s/www.heise.de/amp/meldung/Zeit-Synchronisation-per-Stromnetz-Energieknappheit-laesst-Uhren-nachgehen-3984126.html

Kann aber dieses Jahr nicht passieren, da in Deutschland 40% Strom aus 
Sonnen und Wind gemacht werden - Denn ein bisschen Wind weht immer 
irgendwo & die Sonne scheint auch fast immer. LOL

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Frankreich importiert schon seit Jahren viel Strom. Deswegen tun sie 
sich ja so schwer damit, ihre alten schrottigen Dampfkochtöpfe wie 
Fessenheim abzuschalten. Vor allem, weil es auch mit den Neubauten 
(Flamanville-3) kaum voran geht. Es gibt auch kaum Bestrebungen und 
Investitionen in erneuerbare Energien. Ein paar Windparks, ein wenig 
Wasserkraft, das war's. Es gibt dort fast nur Atomkraftwerke, vor allem 
wenn die im Sommer wegen hohen Wassertemperaturen nicht ihre volle 
Leistung fahren können, haben die seit Jahren Probleme.

Der Stromausfall 2006, der durch die Abschaltung der 380kV Leitung 
Conneforde-Diele wegen der Schiffsdurchfahrt ausgelöst wurde, ist 
indirekt auch darauf zurückzuführen. Es war viel Strom von Norden nach 
Südwesten unterwegs und diese Leitung wurde dafür dringend gebraucht.

von Walter K. (vril1959)


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Ben B. schrieb:
> Frankreich importiert schon seit Jahren viel Strom.

Ach ja? Frankreich ist in Europa der der drittgrößte Stromexporteur


https://www.laenderdaten.de/energiewirtschaft/elektrische_energie/stromexporte.aspx

Klar, Frankreich importiert auch viel - gerne aus Deutschland - und zwar 
immer dann, wenn ein negativer Preis gezahlt werden muss ... d.h. Dann, 
wenn der deutsche Stromverbraucher die Zeche zahlt!

https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/immobilien/energiesparen/regenerative_energie/negative-strompreise-deutschland-verschenkt-tausende-euro-ans-ausland-die-rechnung-zahlt-der-verbraucher_id_8309486.html

von Icke ®. (49636b65)


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Ben B. schrieb:
> Klar können solche Schwankungen auftreten wenn große Kraftwerke
> wegen eines Fehlers schlagartig vom Netz gehen und möglicherweise wird
> das im Zuge der Energiewende auch mehr, aber ich bezweifle, daß das es
> zu ernsten Problemen kommt. Durch die Energiewende brauchen wir sowieso
> mehr Pumpspeicherkraftwerke.

Du weißt auch wieviele? Wenn tatsächlich alle Kohle- und Kernkraftwerek 
abgeschaltet werden sollen, sind es ca. 2000:

https://www.frankshalbwissen.de/2014/10/20/wie-viele-pumpspeicherwerke-wuerden-wir-fuer-die-energiewende-benoetigen/

Wir schaffen das!

Beitrag #5696616 wurde vom Autor gelöscht.
von X. Y. (bastler_0815)


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Walter K. schrieb:
> Ach ja? Frankreich ist in Europa der der drittgrößte Stromexporteur
>
> Klar, Frankreich importiert auch viel - gerne aus Deutschland - und zwar
> immer dann, wenn ein negativer Preis gezahlt werden muss ... d.h. Dann,
> wenn der deutsche Stromverbraucher die Zeche zahlt!

Okay, an ca. 150 Stunden im Jahr ist der Strompreis negativ. In den 
restlichen 8610 Stunden (98%) ist er positiv. Schätzungsweise sorgen die 
EE zu 70% im Jahr dafür, dass die großen Stromversorgen keinen 
Wucherpreis durchsetzen können.

Der Strompreis ist in D negativ, da die großen Kraftwerke (KKW, Kohle) 
nur begrenzt regelbar sind. Der EE-Vorrang existiert seit vielen Jahren 
nur auf dem Papier - die Realität sieht anders aus.

Im übriegen verkauft Frankreich seinen Atomstrom im Sommer oft zu 
negativen Preisen - KKW sind fast gar nicht regelbar.


*  Klar, Deutschland importiert auch manchmal - gerne aus Frankreich -
*  und zwar immer dann, wenn ein negativer Preis gezahlt werden muss ...
*  d.h. Dann, wenn der französische Staat die Zeche zahlt!

Der französische Strom wird staatlich sehr sehr stark subventioniert - 
Mandra: "Atomstromd ist billig". Da ist das EEG ein Mukenschiess 
dagegen. Deshalb ist der oberflächliche Preisvergleich D <-> Fr völliger 
Quatsch (Fr: keine Netzgebüren, 7% Umsatzsteuer, "staatliche" 
Kraftwerke, etc). Laut Brüssel müsste Frankreich schon seit Jahren den 
Strompreis massiv erhöhen (versteckte Subventionen). Doch was wäre los, 
wenn in Frankreich der Strompreis von ca. 0,14€/kWh auf "real" das 
doppelte Ansteigen würde? Das ganze Land würde gelbe Westen tragen. Aus 
der Nummer kommt Frankreich ohne Bürgerkrieg nicht mehr raus.

Der EU-Strommarkt Import/Export richtet sich immer nach Angebot und 
Nachfrage. Der Stromhandel ist zu ca. 70% fix (Lieferverträge: Monat ... 
5 Jahre Ahead, zu einem vertraglich festgelegten Preis).
An der Strombörse werden nur ca. 10% der restlichen Strommenge 
gehandelt. Sichere Zahlen gibt es nicht. Läst sich aber errechnen
(Jahres Strommenge an Börse) / (Jahres Stromverbrauch).

Fazit:
Der Strompreis ist in D zu ca. 0.1 - 0,2% negativ - WAHNSINN !!!
(Und das nur, weil der Kraftwerkspark schlecht regelbar ist.)

von Uhu U. (uhu)


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X. Y. schrieb:
> Der französische Strom wird staatlich sehr sehr stark subventioniert -
> Mandra: "Atomstromd ist billig". Da ist das EEG ein Mukenschiess
> dagegen.

Hintergrund zu dieser Politik ist ja auch nicht die 
Elektrizitätsversorgung, sondern die Force de frappe.

von Walter K. (vril1959)


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X. Y. schrieb:
> ...
> Der französische Strom wird staatlich sehr sehr stark subventioniert -
> ...

Die üblichen Grünen Fake - News!

Weshalb sollte Frankreich seinen Strom aus Kernkraft subventionieren?

Die kWh aus Kernkraft kostet weniger als 0,03€ !!!

Und selbst wenn - dann wären es gute Subventionen - denn die kWh in F 
hat weniger als 30% CO2 im Vergleich zum angeblich so sauberen „BRD- 
Sonne und Wind Strom“ zur Folge!

Tja ... Frankreich weiß schon weshalb die die CO2 Zertifikate massiv 
verteuern wollen - ist aber hier in der BRD egal - kostet alles nur ne 
Kugel Eis ;-)

von Le X. (lex_91)


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Walter K. schrieb:
> Die üblichen Grünen Fake - News!

Mei bist du putzig.

von X. Y. (bastler_0815)


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Walter K. schrieb:
> Weshalb sollte Frankreich seinen Strom aus Kernkraft subventionieren?

while(!Erleuchtung)
{
 Dann lese mal meinen und andere Beiträge nochmal genau durch,
 denke nach und schlafe darüber.
}

interrupt DeadLock()
{
  Hinkley Point C: Hintergründe
}



Walter K. schrieb:
> denn die kWh in F
> hat weniger als 30% CO2 im Vergleich zum angeblich so sauberen „BRD-
> Sonne und Wind Strom“ zur Folge!

Hast du dich mal über den Uranabau (CO2,etc) informiert?
Ach ja richtig, findet ja nicht innerhalb der EU statt.

Das toxische Fass: Endlager (Asse) möchte ich an dieser stelle nicht 
aufmachen...

: Bearbeitet durch User
von Walter K. (vril1959)


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X. Y. schrieb:

> Hast du dich mal über den Uranabau (CO2,etc) informiert?
> Ach ja richtig, findet ja nicht innerhalb der EU statt.
>

Ja hab ich - und über PV Modul Produktion, die ja inzwischen auch nicht 
mehr in Europa stattfindet

sowie über die Abbaubegingungen von Rohstoffen für Pkw - Akkus, damit so 
D.pp.n  wie Du in Europa mit nen E Auto umherfahren können

von Holm T. (Gast)


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von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Walter K. schrieb:

> Weshalb sollte Frankreich seinen Strom aus Kernkraft subventionieren?
>
> Die kWh aus Kernkraft kostet weniger als 0,03€ !!!

Da ist auch keine Abfallentsorgung drin. Frankreich setzt auch wegen der 
eigenen Atomwaffen auf Atomkraft. Eine realistische Preiseinschätzung 
bekommen wir nicht hin.

von Le X. (lex_91)


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von Vn N. (wefwef_s)


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Walter K. schrieb:
> Die üblichen Grünen Fake - News!
>
> Weshalb sollte Frankreich seinen Strom aus Kernkraft subventionieren?
>
> Die kWh aus Kernkraft kostet weniger als 0,03€ !!

Kannst du das auch belegen, oder ist deine Behauptung ähnlich fundiert 
wie dein Ton sachlich ist*?

In welcher Realität kommt die kWh aus dem AKW auf < 3ct, wenn AKW-Bau, 
Müllentsorgung, AKW-Rückbau, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch 
Uranabbau und -aufbereitung, Haftungsrücklagen für einen eventuellen GAU 
unsubventioniert eingepreist sind?
In der Praxis wird der AKW-Bau subventioniert, ist die Müllentsorgung 
immer noch ungeklärt (wird halt in die Zukunft verschoben, darf dann 
aber in jedem Fall die Allgemeinheit zahlen), Rückbau selbiges (denn man 
weiß ja nicht wohin mit dem dabei anfallenden Müll), Uranabbau wird 
ignoriert denn der passiert ja eh am Land irgendwelcher Ureinwohner die 
in Europer keinen interessieren, und bei einem GAU darf auch der Staat 
einspringen, denn die Rücklagen reichen nicht mal ansatzweise aus.

*) "Grünen-Fake-News": Trollindikator der vermuten lässt, dass der 
Schreiber eigentlich eh keine Argumente hat.

von Holm T. (Gast)


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Le X. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> paßt glaube ich hierher:
>>
>> https://www.achgut.com/artikel/wer_oekostrom_sagt_muss_auch_atomdoping_sagen
>
> das auch:
> Beitrag "Re: Diskussions- und Streitkultur"

Was ist denn das? Ein sinnloser Versuch Dich zu profilieren?
Merke dir, ich bin Sowas von verdorben das ich nicht mehr zu verbessern 
bin. Schon gar nicht damit das Leute mir erzählen ob ich "lesenswert" 
bin oder auch nicht.

Vergebliche "Liebesmüh"...

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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vn n. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Die üblichen Grünen Fake - News!
>>
>> Weshalb sollte Frankreich seinen Strom aus Kernkraft subventionieren?
>>
>> Die kWh aus Kernkraft kostet weniger als 0,03€ !!
>
> Kannst du das auch belegen, oder ist deine Behauptung ähnlich fundiert
> wie dein Ton sachlich ist*?
>
> In welcher Realität kommt die kWh aus dem AKW auf < 3ct, wenn AKW-Bau,
> Müllentsorgung, AKW-Rückbau, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch
> Uranabbau und -aufbereitung, Haftungsrücklagen für einen eventuellen GAU
> unsubventioniert eingepreist sind?
> In der Praxis wird der AKW-Bau subventioniert, ist die Müllentsorgung
> immer noch ungeklärt (wird halt in die Zukunft verschoben, darf dann
> aber in jedem Fall die Allgemeinheit zahlen), Rückbau selbiges (denn man
> weiß ja nicht wohin mit dem dabei anfallenden Müll), Uranabbau wird
> ignoriert denn der passiert ja eh am Land irgendwelcher Ureinwohner die
> in Europer keinen interessieren, und bei einem GAU darf auch der Staat
> einspringen, denn die Rücklagen reichen nicht mal ansatzweise aus.
>
> *) "Grünen-Fake-News": Trollindikator der vermuten lässt, dass der
> Schreiber eigentlich eh keine Argumente hat.

Das mit den AKW Kosten und deren Umlage auf "Alle" ist doch nicht anders 
als das was wie jetzt hier schon mit den Kosten für "Erneuerbare 
Energieen" haben, Letztere wunderbarer Weise von den Schultern der 
Großindustrie auf die der Kleinen und Mittelständler sowie der 
Privatleute umverteilt.

Der Hauptunterschied besteht darin das die Kosten der AKW  die Du 
bemängelst in Zukunft anfallen, die der EE aber heute hier und jetzt.
Der Strom kostet hier das Doppelte wie in Frankreich, jetzt.
Was ist also an den Kosten die ich hier und jetzt gegen meinen Willen 
tragen muß besser als an denen die ich evtl. mal irgendwann in der 
Zukunft tragen muß, wenn überhaupt?


Gruß,

Holm

von (prx) A. K. (prx)


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vn n. schrieb:
> In welcher Realität kommt die kWh aus dem AKW auf < 3ct, wenn AKW-Bau,
> Müllentsorgung, AKW-Rückbau, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch
> Uranabbau und -aufbereitung, Haftungsrücklagen für einen eventuellen GAU
> unsubventioniert eingepreist sind?

Der französische Rechnungshof kam 2012 zum Ergebnis, dass die Kosten im 
vorgesehenen Betriebszeitraum gedeckt sind. Bis auf - wenig überraschend 
- Rückbau und Entsorgung. Leider geht der Link dazu ins Leere, denn 
eigentlich müsste man dort dort den Preis finden, auf dem diese Rechnung 
basiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_in_Frankreich#Kosten

Vorausgesetzt natürlich, den Franzosen spült es kein Kraftwerk weg. Beim 
europäischen Stresstest habe die Franzosen anscheinend nicht brilliert. 
Aber bei Fessenheim kann ja in der Hinsicht nicht viel passieren, denn 
zumindest beim vorherrschenden Westwind wird nicht das Elsass evakuiert, 
sondern günstigerweise Freiburg, und die paar einsamen Windräder dort 
reichen nicht für Gegenwehr.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_in_Frankreich#Europäischer_Stresstest_für_Kernkraftwerke

: Bearbeitet durch User
von Guido B. (guido-b)


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Holm T. schrieb:
> Der Hauptunterschied besteht darin das die Kosten der AKW  die Du
> bemängelst in Zukunft anfallen, die der EE aber heute hier und jetzt.

Holm, ärgert dich wirklich, dass du für eine vernünftige Versorgung
selbst zahlen musst, anstelle für eine unvernünftige, wie bisher, die
Kosten auf deine Kinder und Enkel umlegen zu können?

Beitrag #5699163 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Michael X. schrieb:
> Frankreich setzt auch wegen der eigenen Atomwaffen auf Atomkraft.

Worin besteht dieser Zusammenhang?

von Holm T. (Gast)


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Guido B. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Der Hauptunterschied besteht darin das die Kosten der AKW  die Du
>> bemängelst in Zukunft anfallen, die der EE aber heute hier und jetzt.
>
> Holm, ärgert dich wirklich, dass du für eine vernünftige Versorgung
> selbst zahlen musst, anstelle für eine unvernünftige, wie bisher, die
> Kosten auf deine Kinder und Enkel umlegen zu können?

Ich hätte nichts dagegen für eine vernünftige Versorgung selbst zu 
zahlen, allerdings halte ich die EEG Umlage und Netzgebühren wie wir sie 
derzeit haben nicht für vernünftig. Die Bundesregierung auch nicht, 
sonst hätte sie diese nicht per Dekret der Großindustrie erlassen damit 
diese international noch konkurrieren kann.
Warum kann diese mit der Umlage nicht konkurrieren? Weil man eben 
international anderer Meinung ist, als D mit seiner Art mit EE 
umzugehen.
Diese Art als vernünftig zu bezeichnen hätte zur Folge die ganze 
restlieche Welt als bescheuert hin zu stellen..und sorry, das maße 
(Maase?)ich mir nicht an.

Dein Argument zieht also nicht.
Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Michael X. schrieb:
>> Frankreich setzt auch wegen der eigenen Atomwaffen auf Atomkraft.
>
> Worin besteht dieser Zusammenhang?

..die Verfügbarkeit spaltbaren Materials für die Waffen.

Gruß,

Holm

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
>>> Frankreich setzt auch wegen der eigenen Atomwaffen auf Atomkraft.
>>
>> Worin besteht dieser Zusammenhang?
>
> ..die Verfügbarkeit spaltbaren Materials für die Waffen.

Einen wesentlichen Teil des Waffenplutoniums produzierten die Franzosen 
mit speziell dafür gebauten und eingesetzten Reaktoren und ggf mit 
Anreicherung von Plutonium 239 in 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Marcoule

Nur die Herstellung hochangereicherten Urans für Waffen kann sich mit 
der Herstellung leicht angereicherten Urans für Kernkraftwerke 
überlappen. Die kommerziellen Druckwasserreaktoren werfen ein Plutonium 
aus, das ohne aufwändige und schmutzige Anreicherung für Waffen 
ungeeignet ist.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>>>> Frankreich setzt auch wegen der eigenen Atomwaffen auf Atomkraft.
>>>
>>> Worin besteht dieser Zusammenhang?
>>
>> ..die Verfügbarkeit spaltbaren Materials für die Waffen.
>
> Einen wesentlichen Teil des Waffenplutoniums produzierten die Franzosen
> mit speziell dafür gebauten und eingesetzten Reaktoren und ggf mit
> Anreicherung von Plutonium 239 in
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Marcoule
>
> Nur die Herstellung hochangereicherten Urans für Waffen kann sich mit
> der Herstellung leicht angereicherten Urans für Kernkraftwerke
> überlappen. Die kommerziellen Druckwasserreaktoren werfen ein Plutonium
> aus, das ohne aufwändige und schmutzige Anreicherung für Waffen
> ungeeignet ist.

..schon möglich. Ich bin mir aber recht sicher das man da nicht Alles 
irgendwo nachlesen kann was die Entscheidungen ausmacht.

Gruß,

Holm

von Walter K. (vril1959)


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vn n. schrieb:
> ...ist die Müllentsorgung
> immer noch ungeklärt (wird halt in die Zukunft verschoben, darf dann
> aber in jedem Fall die Allgemeinheit zahlen)...

Hier sind wir in der BRD in der Tat schon fortschrittlicher, indem wir 
die erneuerbaren Energien nicht von der Allgemeinheit bezahlen lassen - 
sondern vom Verbraucher. Wobei es dann gleich „sozial“ verteilt wird: 
Prekariat und sozial Schwache zahlen einfach ca. 15% ihres verfügbaren 
Einkommens mehr für die Energiemehrkosten - und die einkommensstarken 
Schichten belasten wir dann mit < 1% / Letztere bekommen dann noch mit 
ihren PV Dächern und Windanteilen die notwendige moralische 
Überlegenheit gratis dazu.

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> ..schon möglich. Ich bin mir aber recht sicher das man da nicht Alles
> irgendwo nachlesen kann was die Entscheidungen ausmacht.

Die Grundlagen der Nuklear- und Reaktortechnik sind bekannt. 
Üblicherweise wird Waffenplutonium erbrütet. Entweder in speziellen 
Anlagen, wie in den USA oder der oben angeführten in Frankreich. Oder in 
zivilen Kraftwerkstypen, die sich für die Erbrütung waffenfähigen 
Plutoniums eignen, wie den russischen RBMK-Typen (siehe Tschernobyl) und 
den kanadischen CANDU-Typen (so kam Indien zu Kernwaffen).

Für die "etablierten" Kernwaffenstaaten ist das allerdings 
Vergangenheit. Die haben eher zu viel waffenfähigen Spaltstoff als zu 
wenig. USA und Russland mühen sich damit ab, überschüssiges Zeug wieder 
loswerden. Die Franzosen haben offiziell vor ~20 Jahren mit der 
Herstellung aufgehört.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> ..schon möglich. Ich bin mir aber recht sicher das man da nicht Alles
>> irgendwo nachlesen kann was die Entscheidungen ausmacht.
>
> Die Grundlagen der Nuklear- und Reaktortechnik sind bekannt.
> Üblicherweise wird Waffenplutonium erbrütet. Entweder in speziellen
> Anlagen, wie in den USA oder der oben angeführten in Frankreich. Oder in
> zivilen Kraftwerkstypen, die sich für die Erbrütung waffenfähigen
> Plutoniums eignen, wie den russischen RBMK-Typen (siehe Tschernobyl) und
> den kanadischen CANDU-Typen (so kam Indien zu Kernwaffen).
>
Ja doch. Das weiß ich alles.

> Für die "etablierten" Kernwaffenstaaten ist das allerdings
> Vergangenheit. Die haben eher zu viel waffenfähigen Spaltstoff als zu
> wenig. USA und Russland mühen sich damit ab, überschüssiges Zeug wieder
> loswerden. Die Franzosen haben offiziell vor ~20 Jahren mit der
> Herstellung aufgehört.

Die Frage ist doch eher ob die Infrastruktur vorhanden ist um das Zeuch 
zu handeln. Weißt du was in Wiederaufarbeitungsanlagen abläuft? Nicht 
das was die an chemisch/physikalischen Prozessen lt. Lehrbuch 
durchziehen, sondern das was die da noch so machen?

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> Die Frage ist doch eher ob die Infrastruktur vorhanden ist um das Zeuch
> zu handeln.

Also ob die Franzosen dem Iran waffenfähigen Spaltstoff verkaufen? Oder 
so in der Art? ;-)

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Die Frage ist doch eher ob die Infrastruktur vorhanden ist um das Zeuch
>> zu handeln.
>
> Also ob die Franzosen dem Iran waffenfähigen Spaltstoff verkaufen? Oder
> so in der Art? ;-)

Nein, Sowas will ich nicht unterstellen. ..aber auch die Franzosen legen 
die Karten mit Ihren strategischen Vorstellungen nicht auf den Tisch.

Wenn der Iran Kernwaffen bauen will, dann tut er das auch. Israel wollte 
welche und hat welche gebaut, Pakistan, Indien, Nordkorea alle auch.
Die USA als Hegemon haben seltsamerweise ein Problem damit das andere 
Leute Kernwaffen besitzen, aber sie sind diejenigen die diese überhaupt 
erst gegen andere Völker eingesetzt haben, Niemand anderes hat das 
jemals getan, das sollte man nicht vergessen.

BTW: Wenn man zu viel Spaltstoff hat, was spricht dagegen den zur 
Energiegewinnung in AKW zu verwenden ohne das man CO2 erzeugt? Ist 
endlagern besser? Oder zwischenlagern bis zum St. Nimmerleinstag?

Gruß,
Holm

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> BTW: Wenn man zu viel Spaltstoff hat, was spricht dagegen den zur
> Energiegewinnung in AKW zu verwenden ohne das man CO2 erzeugt?

In MOX-Brennelementen. Ist aber nicht problemfrei.

> Ist endlagern besser?

Jedenfalls nicht ohne Abreicherung aka Verdünnung mit "schlechten" 
Isotopen.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> BTW: Wenn man zu viel Spaltstoff hat, was spricht dagegen den zur
>> Energiegewinnung in AKW zu verwenden ohne das man CO2 erzeugt?
>
> In MOX-Brennelementen. Ist aber nicht problemfrei.

Welche Art der Elektroenergierzeugung ist denn problemfrei?
>
>> Ist endlagern besser?
>
> Jedenfalls nicht ohne Abreicherung aka Verdünnung mit "schlechten"
> Isotopen.

..danach hast Du unbrauchbare Scheiße die sich nur noch dazu verwenden 
läßt schmutzige Bomben zu bauen.

Gruß,

Holm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Irgendwie finde ich, daß ein Atomkraftwerk mit einer Kernwaffe nur sehr 
wenig gemein hat. Mal zum Vergleich, der Kern eines großen 
Druckwasserreaktors enthält knapp über 100 Tonnen Brennstoff in Form von 
ummantelten Pellets, der (im Neuzustand) auf etwa 4% spaltbares Material 
angereichert wurde. Also enthält der Kern ein wenig über 4 Tonnen 
spaltbares Material. Im Schnitt muß jährlich ein Viertel der 
Brennelemente im Kern ausgetauscht werden. Es entstehen also primär etwa 
30 Tonnen radioaktiver Abfall pro Reaktor und Jahr, den man aufarbeiten 
oder endlagern müsste (die Masse der Metallkonstruktion um die 
Brennelement-Pellets nicht mitgerechnet). Das ist also schon eine ganze 
Menge. Durch Aufarbeitung kann diese Menge drastisch gesenkt werden, da 
man noch nicht gespalteten Brennstoff, evtl. erbrütetes Plutonium und 
das nicht angereicherte Uran zurückgewinnen kann. Dann verbleiben als 
Problemstoffe die stark strahlenden Spaltprodukte, vor allem 
Strontium-90 und Cäsium-137. Diese machen etwa 4% der Masse abgebrannten 
Kennbrennstoffs aus (Leichtwasserreaktor, kein MOX-Brennelement). 0,8% 
sind verbliebenes Uran-235 (der eigentliche Brennstoff als spaltbares 
Material), etwa 1% erbrütetes Plutonium und 95% abgereichteres U-238. 
Macht pro Jahr und Reaktor also etwa 1,2 Tonnen extrem stark strahlende 
Spaltprodukte und etwa 300kg erbrütetes Plutonium. Wohlgemerkt KEIN 
Brutreaktor!

Die Schlüsseltechnologie zu Plutonium-Kernwaffen ist weniger die 
Reaktortechnologie, sondern eher die Aufarbeitung des verbrauchten 
Kennbrennstoffs, da hierbei das für die Kernwaffen benötigte Plutonium 
abgetrennt wird. Oder falls man sich für Uran-basierte Kernwaffen 
interessiert, die Anreicherung von Natururan auf einen sehr hohen Gehalt 
von U-235. Mischt man nun eine kleine Atombombe mit etwas Tritium oder 
Lithiumdeuterid, erhält man eine thermonukleare Kernwaffe, bei der der 
Kernspaltungs-Teil nur noch als Zünder für die Fusionsstufe fungiert. 
Der Aufbau eines einfachen Kernspaltungs-Sprengsatzes ist nicht das 
Problem. Beim Gun-Design der Hiroshima-Bombe war man sich so sicher, daß 
es funktioniert, daß vor dem Einsatz nicht mal ein Test durchgeführt 
wurde. Das das schafft heuter jeder Physik-Student. Der holt zwar aus 
der Menge an spaltbarem Material vielleicht nicht das Höchstmaß an 
Sprengkraft heraus, aber für eine mittelgroße Stadt reichts locker. Es 
würde auch viel Zerstörungskraft verlorengehen, wenn die Bombe am Boden 
gezündet wird, anstatt in einer optimalen Höhe über dem Boden. Für die 
Stadt reichts trotzdem, es entsteht dann ein kleiner See und um ihn 
herum wird großflächig alles zerstört oder verbrennt. Der Fallout wäre 
auch sehr viel stärker, sehr ungesund für Überlebende. Also die Gefahr, 
daß ein Terrorist irgendwann sowas baut, ist durchaus real.

Die Menge an spaltbarem Material in Kernwaffen ist verglichen mit 
Atomreaktoren zur Stromproduktion extrem gering. Der Kern der 
Hiroshima-Bombe bestand aus etwa 64kg Uran (80% U-235, Gun-Design), der 
Kern der Nagasaki-Bombe aus nur 6,2kg Plutonium (Implosionsdesign). Mehr 
braucht man nicht, um eine ganze Stadt einzuäschern. Mit heutiger 
Technik hätten Kernwaffen mit dieser Menge spaltbaren Materials noch 
deutlich mehr Sprengkraft als 1945.

Kernreaktoren sind das einzige Mittel, um das problematische und extrem 
langlebige Plutonium aus vielen Jahren Kernwaffenproduktion und 
Reaktorbetrieb wieder loszuwerden. Mit Mischoxid-Brennelementen 
(MOX-Brennelemente) kann es in Leichtwasserreaktoren verbrannt werden.

Naja, was immer da auch passiert, wenn wir keine Wege finden, den 
Atommüll unschädlich zu machen (z.B. Transmutations-Reaktoren, die die 
stark strahlenden Spaltprodukte in einen ungefährlichen Zustand 
überführen könnten), werden wir damit noch sehr lange leben müssen. So 
wie es im Moment aussieht, gibt's auf der Erde noch Atommüll, wenn dort 
schon lange keine Menschen mehr leben.

von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
[..]
>
> Naja, was immer da auch passiert, wenn wir keine Wege finden, den
> Atommüll unschädlich zu machen (z.B. Transmutations-Reaktoren, die die
> stark strahlenden Spaltprodukte in einen ungefährlichen Zustand
> überführen könnten), werden wir damit noch sehr lange leben müssen. So
> wie es im Moment aussieht, gibt's auf der Erde noch Atommüll, wenn dort
> schon lange keine Menschen mehr leben.

Wir sind mit unseren sachlichen Diskussionen mittlerweile in einer 
Kultur angelangt bei der es ausreichend ist das Wort "Atom" nur in den 
Mund zu nehmen um verprügelt zu werden.
Warum machst Du Dir weitere Gedanken darum?

Ich bin die falsche Adresse, ich würde Jemandem, der sich vor einem Zug 
mit einem Castor an die Schiene kettet, behilflich sein mit der Aussage 
er solle sich eine Dattel machen, in 8 Minuten kommt der Zug .. und 
fertig. Nein, keine Bauchschmerzen dabei. Das angekette Ding ist bereits 
ein degenerierter Zombie, kein Mensch der die Demokratie achtet..

Gruß,

Holm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich würd ihn trotzdem nicht einfach plattfahren, mit Rücksicht auf die 
arme Sau, die dann hinterher die Lok putzen muß.

Diese Störaktionen haben ja auch nur das Ziel, diese Transporte durch 
Personen- und Zeitaufwand möglichst teuer zu machen. Wirklich verhindert 
haben sie nicht einen einzigen Transport, außer, daß im Moment keine 
durchgeführt werden eben weils teuer ist und niemand weiß wohin damit.

Wir werden diese Transporte auch irgendwann wieder aufnehmen müssen. Im 
Moment wird der Atommüll der Reaktoren in Zwischenlagern auf dem Gelände 
der Kernkraftwerke abgestellt. Das kann nicht ewig so bleiben. Wir haben 
derzeit die Wahl, ob wir die alten Brennelemente als ganzes lagern oder 
ob wir sie in die Wiederaufbereitung geben und nur den hochradioaktiven 
Abfall zurücknehmen um ihn zu lagern. Um letzteres kommen wir nicht 
herum, der Abfall ist ja sowieso schon da - eingebettet in den 
verbrauchten Brennelementen. Die Wiederaufarbeitung reduziert die Menge 
des Materials, das wir lagern müssen, nicht seine Gefährlichkeit. Es 
wird durch die Aufarbeitung aber auch nicht gefährlicher. Es wird eben 
nur weniger.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ich würd ihn trotzdem nicht einfach plattfahren, mit Rücksicht auf die
> arme Sau, die dann hinterher die Lok putzen muß.

Ich evtl. auch nicht, mein Sohn ist Lockführer in M.
>
> Diese Störaktionen haben ja auch nur das Ziel, diese Transporte durch
> Personen- und Zeitaufwand möglichst teuer zu machen. Wirklich verhindert
> haben sie nicht einen einzigen Transport, außer, daß im Moment keine
> durchgeführt werden eben weils teuer ist und niemand weiß wohin damit.

Nu was? Klar ist dem so. Das war mit der Brücke in DD auch so und mit 
anderen Projekt in D auch (Pumpspeicherwerke, Hambi etc. pp).
Diese Leute mißbrauchen den Staat und verhelfen der Allgemeinhait zu 
erhöhten Kosten um ihre kleinkarierten Interessen durch zu setzten. Pfui 
Teufel!
>
> Wir werden diese Transporte auch irgendwann wieder aufnehmen müssen. Im
> Moment wird der Atommüll der Reaktoren in Zwischenlagern auf dem Gelände
> der Kernkraftwerke abgestellt. Das kann nicht ewig so bleiben. Wir haben
> derzeit die Wahl, ob wir die alten Brennelemente als ganzes lagern oder
> ob wir sie in die Wiederaufbereitung geben und nur den hochradioaktiven
> Abfall zurücknehmen um ihn zu lagern. Um letzteres kommen wir nicht
> herum, der Abfall ist ja sowieso schon da - eingebettet in den
> verbrauchten Brennelementen. Die Wiederaufarbeitung reduziert die Menge
> des Materials, das wir lagern müssen, nicht seine Gefährlichkeit. Es
> wird durch die Aufarbeitung aber auch nicht gefährlicher. Es wird eben
> nur weniger.

Ja doch.

Warum gibts kein Endlager? In BY stehen Atomkraftwerke..aber Endlager? 
Bei uns? Kommt gar nicht in die Tüte!
Dort gibts nicht mal Hochspannugsmasten für den Strom den die haben 
wollen, bezahlen sollen das die Anderen..

Das ist gelebte Demokratie, oder häh?

Gruß,

Holm

von Peter M. (r2d3)


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Verehrte Gemeinde,

hier noch ein Link zum Thema:

https://derstandard.at/2000096185439/Europas-Stromnetz-stand-am-Rande-des-Totalausfalls

Wie nahe das System am Zusammenbruch stand, kann ich leider nicht 
beurteilen.

von Axel L. (axel_5)


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Und weil es gerade so schön passt zumn Thema billige Kernenergie:

https://www.welt.de/wirtschaft/article187244700/Hitachi-Japaner-ziehen-sich-aus-britischer-Kernkraft-zurueck.html

Gruß
Axel

von (prx) A. K. (prx)


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Grund: Der garantierte Abnahmepreis war mit 50% über dem Marktpreis 
immer noch zu niedrig. Windenergie ist schlicht günstiger.

"... a guaranteed price of power of up to £75 per megawatt hour for 35 
years. The wholesale price is about £50 per MWh."

"While far below the £92.50 awarded to EDF Energy for Hinkley Point C, 
the Hitachi offer is still much higher than the £57.50 for some 
windfarms in the early 2020s, a price that is expected to fall even 
lower in government auctions later this year."

https://www.theguardian.com/business/2019/jan/17/hitachi-set-to-scrap-16bn-nuclear-project-anglesey-wales

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ach der Hambi... Nee. Das ist verglichen mit der Waldfläche, die in den 
nächsten Jahren noch durch die Tagebaue in der Lausitz (vor allem 
Jänschwalde, Nochten und Reichwalde [lol, bald ist es dort nicht mehr so 
reich an Walde]) zerstört wird, nur eine winzige Baumreihe, die es durch 
ein paar Kletterer und ein Umweltdorf zu Symbolcharakter gebracht hat. 
Im Grunde ist vom Hambacher Forst doch schon lange nichts mehr übrig. 
Ich verstehe nicht, wieso man sich über diesen Hambi-Rest so aufregt und 
wenn in der Lausitz viel größere Waldflächen zerstört werden, kräht kein 
Hahn danach. Liegt wahrscheinlich daran, daß sich für den Osten 
Deutschlands noch immer niemand so richtig interessiert. Solange nicht 
der eigene Baum abgesägt wird, ist's scheißegal, ob man nebenan den 
gesamten Wald abholzt. Diese Umweltschützer können auch nicht wirklich 
über den Tellerrand schauen. Genau wie Flughafen-Gegner, die haben das 
gleiche Problem. Erstmal gegen den Flughafen protestieren und nächste 
Woche ab nach Malle... natürlich mit dem Flieger.

Bayern... oh je, ganz schweres Thema. In meinen Augen denken die sehr 
oft, daß sie was besseres als der Rest von Deutschland sind, nur weils 
dort evtl. etwas mehr Geld gibt (das sie natürlich aber auch nicht im 
Ausgleich rausrücken wollen).

Aber Bayern kann es sich z.B. erlauben, hochmoderne 
Gasturbinenkraftwerke in Irsching außer Betrieb zu nehmen, obwohl sie in 
den nächsten Jahren noch den Rest an Atomkraft verlieren. Wobei, so viel 
ist's auch nicht mehr, die Hälfte (nach dem Fukushima-Denkanstoß) ist 
schon weg. In Gundremmingen läuft nur noch ein Block und Isar-2 wird ihr 
letztes AKW bis Ende 2022 sein. Also nur noch etwa 2.700MW. 
Grafenrheinfeld und Gundremmingen-B sind schon stillgelegt. Also so 
richtig dreckig kann es denen da unten in Sachen Strom nicht gehen, 
dafür wurde ja extra eine neue Trasse aus dem Bereich 
Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen gebaut. Natürlich für Öko-Windstrom aus 
Nord- und Ostsee, der waldzerstörerische Braunkohlestrom aus der Lausitz 
(immerhin gute 9.000MW, die da erzeugt werden) geht da natürlich nicht 
durch. Wer's glaubt wird seelig.

So, genug Frust von der Seele geredet. Ich will mir nicht den Tag damit 
versauen, was in Deutschland alles so schiefläuft. Daran kann ich 
alleine leider sowieso nichts ändern.

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Grund: Der garantierte Abnahmepreis war mit 50% über dem Marktpreis
> immer noch zu niedrig. Windenergie ist schlicht günstiger.

Aha, deswegen sind die  Briten wohl nun beruhigt das ihnen der 3. AKW 
Bau wegbricht?

>
> "... a guaranteed price of power of up to £75 per megawatt hour for 35
> years. The wholesale price is about £50 per MWh."
>
> "While far below the £92.50 awarded to EDF Energy for Hinkley Point C,
> the Hitachi offer is still much higher than the £57.50 for some
> windfarms in the early 2020s, a price that is expected to fall even
> lower in government auctions later this year."
>
> 
https://www.theguardian.com/business/2019/jan/17/hitachi-set-to-scrap-16bn-nuclear-project-anglesey-wales

Was sind das überhaupt für Verträge, ist Hitachi dann der Betreiber des 
von Ihnen gebauten AKW und soll das mit dem Stromverkauf gegen 
finanzieren?
Wem gehört nach den 35 Jahren die Bude?

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ach der Hambi... Nee. Das ist verglichen mit der Waldfläche, die in den
> nächsten Jahren noch durch die Tagebaue in der Lausitz (vor allem
> Jänschwalde, Nochten und Reichwalde [lol, bald ist es dort nicht mehr so
> reich an Walde]) zerstört wird, nur eine winzige Baumreihe, die es durch
> ein paar Kletterer und ein Umweltdorf zu Symbolcharakter gebracht hat.
> Im Grunde ist vom Hambacher Forst doch schon lange nichts mehr übrig.
> Ich verstehe nicht, wieso man sich über diesen Hambi-Rest so aufregt und
> wenn in der Lausitz viel größere Waldflächen zerstört werden, kräht kein
> Hahn danach. Liegt wahrscheinlich daran, daß sich für den Osten
> Deutschlands noch immer niemand so richtig interessiert.

Weil "Aktivist" sein und Bullen-klatschen gerade "in" ist?
An der Vernunft kanns nicht liegen.

> Solange nicht
> der eigene Baum abgesägt wird, ist's scheißegal, ob man nebenan den
> gesamten Wald abholzt. Diese Umweltschützer können auch nicht wirklich
> über den Tellerrand schauen. Genau wie Flughafen-Gegner, die haben das
> gleiche Problem. Erstmal gegen den Flughafen protestieren und nächste
> Woche ab nach Malle... natürlich mit dem Flieger.
>
> Bayern... oh je, ganz schweres Thema. In meinen Augen denken die sehr
> oft, daß sie was besseres als der Rest von Deutschland sind, nur weils
> dort evtl. etwas mehr Geld gibt (das sie natürlich aber auch nicht im
> Ausgleich rausrücken wollen).

Hatte ich neulich mal zusammenfassend gelesen: "Die Grünen sind gegen 
Umweldverschmutzung durch Andere". Das erklärt auch die Vielflieger 
Bonus Geschichten vom Resch.
>
> Aber Bayern kann es sich z.B. erlauben, hochmoderne
> Gasturbinenkraftwerke in Irsching außer Betrieb zu nehmen, obwohl sie in
> den nächsten Jahren noch den Rest an Atomkraft verlieren. Wobei, so viel
> ist's auch nicht mehr, die Hälfte (nach dem Fukushima-Denkanstoß) ist
> schon weg. In Gundremmingen läuft nur noch ein Block und Isar-2 wird ihr
> letztes AKW bis Ende 2022 sein. Also nur noch etwa 2.700MW.
> Grafenrheinfeld und Gundremmingen-B sind schon stillgelegt. Also so
> richtig dreckig kann es denen da unten in Sachen Strom nicht gehen,
> dafür wurde ja extra eine neue Trasse aus dem Bereich
> Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen gebaut. Natürlich für Öko-Windstrom aus
> Nord- und Ostsee, der waldzerstörerische Braunkohlestrom aus der Lausitz
> (immerhin gute 9.000MW, die da erzeugt werden) geht da natürlich nicht
> durch. Wer's glaubt wird seelig.
>

"Mia san mia!".

> So, genug Frust von der Seele geredet. Ich will mir nicht den Tag damit
> versauen, was in Deutschland alles so schiefläuft. Daran kann ich
> alleine leider sowieso nichts ändern.

Kopf hoch,

Holm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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In 35 Jahren will niemand mehr ein Atomkraftwerk haben. Statistisch 
gesehen wird es bis dahin auch noch den einen oder anderen großen 
Störfall mit totaler Zerstörung des Reaktors geben (zwischen Tschernobyl 
und Fukushima liegen recht genau 25 Jahre, die ganzen fast-Katastrophen 
wie bspw. Three Mile Island oder diverse Schäden an russischen Reaktoren 
mal nicht mitgezählt). Mich würde es nicht wundern, wenn es diesmal ein 
französisches oder belgisches Kraftwerk trifft.

Die erneuerbaren Energien werden bis dahin hoffentlich so gut ausgebaut 
sein, daß sie einen großen Teil des Bedarfs decken können - 
einschließlich des neuen Bedarfs, der durch die Elektromobilität 
hinzukommt. Also wozu neue Atomkraftwerke bauen, obwohl wir den Zwang zu 
erneuerbaren Energien bereits erkannt haben und das Problem mit dem 
Atommüll weiterhin auf unbestimmte Zeit ungelöst ist?

von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> In 35 Jahren will niemand mehr ein Atomkraftwerk haben. Statistisch
> gesehen wird es bis dahin auch noch den einen oder anderen großen
> Störfall mit totaler Zerstörung des Reaktors geben (zwischen Tschernobyl
> und Fukushima liegen recht genau 25 Jahre, die ganzen fast-Katastrophen
> wie bspw. Three Mile Island oder diverse Schäden an russischen Reaktoren
> mal nicht mitgezählt). Mich würde es nicht wundern, wenn es diesmal ein
> französisches oder belgisches Kraftwerk trifft.


Blödsinnige Demagogie.


>
> Die erneuerbaren Energien werden bis dahin hoffentlich so gut ausgebaut
> sein, daß sie einen großen Teil des Bedarfs decken können -
> einschließlich des neuen Bedarfs, der durch die Elektromobilität
> hinzukommt. Also wozu neue Atomkraftwerke bauen, obwohl wir den Zwang zu
> erneuerbaren Energien bereits erkannt haben und das Problem mit dem
> Atommüll weiterhin auf unbestimmte Zeit ungelöst ist?


Jaja, es werden leistungsfähige Speicher zur Verfügung stehen, die Sonne 
scheint auch Nachts und der Wind bläst ununterbrochen.

Klar doch, liegt ja auf der Hand, das ist ja das was die Grünen die 
ganze Zeit schon labern, nur passiert exakt gar nicht davon.

Was ist mir der Kugel Eis? Wie lange soll die Energiewende mit Ihrer 
Zwischenfinanzierung über meine Brieftasche noch dauern?

Die Briten beklagen Probleme mit der Finanzierung weil ihnen bereits der 
3. Kraftwerksbau weg bricht und die CO2 Emmsissionziele nicht zu 
erreichen sind. Du laberst "Weiter so" und machst ne Raute.

Vergiß es doch einfach.


Gruß,
Holm

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> Aha, deswegen sind die  Briten wohl nun beruhigt das ihnen der 3. AKW
> Bau wegbricht?

Wird halt ein wenig teuer als geplant. Ausserdem steckt da auch der 
chinesische Staatskonzern CGN mit drin, was den Briten eine deutliche 
Warnung seitens der Amerikaner einbrachte.

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Aha, deswegen sind die  Briten wohl nun beruhigt das ihnen der 3. AKW
>> Bau wegbricht?
>
> Wird halt ein wenig teuer als geplant. Ausserdem steckt da auch der
> chinesische Staatskonzern CGN mit drin, was den Briten eine deutliche
> Warnung seitens der Amerikaner einbrachte.

Ich habe den von mir verlinkten Artikel auch gelesen.

Das bedeutet aber noch lange nicht das ich weiß wie die Finanzierung 
dieser Projekte läuft und warum Hitachi das Handtuch geworfen hat, 
Rückschlüsse über den Preis von Strom aus AKW kann man eben deswegen 
halt nicht machen.

Gruß,

Holm

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> der Kern eines großen
> Druckwasserreaktors enthält knapp über 100 Tonnen Brennstoff in Form von
> ummantelten Pellets, der (im Neuzustand) auf etwa 4% spaltbares Material
> angereichert wurde. Also enthält der Kern ein wenig über 4 Tonnen
> spaltbares Material. Im Schnitt muß jährlich ein Viertel der
> Brennelemente im Kern ausgetauscht werden. Es entstehen also primär etwa
> 30 Tonnen radioaktiver Abfall pro Reaktor und Jahr, den man aufarbeiten
> oder endlagern müsste (die Masse der Metallkonstruktion um die
> Brennelement-Pellets nicht mitgerechnet). Das ist also schon eine ganze
> Menge. Durch Aufarbeitung kann diese Menge drastisch gesenkt werden, da
> man noch nicht gespalteten Brennstoff, evtl. erbrütetes Plutonium und
> das nicht angereicherte Uran zurückgewinnen kann. Dann verbleiben als
> Problemstoffe die stark strahlenden Spaltprodukte, vor allem
> Strontium-90 und Cäsium-137.

Es werden doch sicher auch Chemikalien eingesetzt um das abzutrennen.
z.B. um Uran wieder zu UF6 (U-Hexafluorid) umzusetzen.

Die Elemente in den Chems werden doch damit auch radioaktiv bestrahlt.
Entsteht dabei aus vormals stabilen Elementen
nicht auch wieder strahlendes Material?

BTW:

X. Y. schrieb:
> Die Netzfrequenz sinkte auch deshalb (...)

geht das noch unter Tippfehler?

:D

von Axel L. (axel_5)


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Holm T. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Holm T. schrieb:
>>> Aha, deswegen sind die  Briten wohl nun beruhigt das ihnen der 3. AKW
>>> Bau wegbricht?
>>
>> Wird halt ein wenig teuer als geplant. Ausserdem steckt da auch der
>> chinesische Staatskonzern CGN mit drin, was den Briten eine deutliche
>> Warnung seitens der Amerikaner einbrachte.
>
> Ich habe den von mir verlinkten Artikel auch gelesen.
>
> Das bedeutet aber noch lange nicht das ich weiß wie die Finanzierung
> dieser Projekte läuft und warum Hitachi das Handtuch geworfen hat,
> Rückschlüsse über den Preis von Strom aus AKW kann man eben deswegen
> halt nicht machen.
>
> Gruß,
>
> Holm

Das Problem ist, dass sich kein Energieversorger die Dinger noch ans 
Bein binden will, die wollen Kernenergie nur, wenn sie ihre alten AKW 
billig und unter minimalem Aufwand weiter betreiben können.

Die Hersteller der AKW gründen dann also Betreibergesellschaften, die 
die AKW betreiben. Nun wollen die das Risiko aber auch nicht eingehen, 
also muss die Politik, wenn sie denn AKWs wollen, denen den Umsatz/Preis 
garantieren. Diese garantierten Preise und Erlöse liegen derzeit 
deutlich über den garantierten Preisen für Wind- oder Sonne, für Hinkley 
Point bei etwa 10,3 Cents/kWh plus Inflationsausgleich, bei diesem hier 
anscheinend bei 8 Cent/kWh, was etwa 3 Cents über dem Marktpreis liegt.

Nachdem das AKW nun aber "etwas" teurer wird, sind anscheinend nicht mal 
die garantierten 8 Cents mehr rentabel, und zwas so wenig, dass Hitachi 
mal eben 2 Mrd. abschreibt. Die angefangene Ruine wird dann vermutlich 
in die Konkursmasse gehen und dann auf ewig in  der Landschaft stehen. 
Auch nett anzusehen.

Und so ähnlich läuft das bei allen AKW Neubauten in Europa und den USA.

Gruß
Axel

von Holm T. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> A. K. schrieb:
>>> Holm T. schrieb:
>>>> Aha, deswegen sind die  Briten wohl nun beruhigt das ihnen der 3. AKW
>>>> Bau wegbricht?
>>>
>>> Wird halt ein wenig teuer als geplant. Ausserdem steckt da auch der
>>> chinesische Staatskonzern CGN mit drin, was den Briten eine deutliche
>>> Warnung seitens der Amerikaner einbrachte.
>>
>> Ich habe den von mir verlinkten Artikel auch gelesen.
>>
>> Das bedeutet aber noch lange nicht das ich weiß wie die Finanzierung
>> dieser Projekte läuft und warum Hitachi das Handtuch geworfen hat,
>> Rückschlüsse über den Preis von Strom aus AKW kann man eben deswegen
>> halt nicht machen.
>>
>> Gruß,
>>
>> Holm
>
> Das Problem ist, dass sich kein Energieversorger die Dinger noch ans
> Bein binden will, die wollen Kernenergie nur, wenn sie ihre alten AKW
> billig und unter minimalem Aufwand weiter betreiben können.

Genau das war ja nicht der Plan in Großbritannien und soweit ich weiß 
ging der ganze Kram heiß durch die deutsche Gutmenschenpersse weil die 
EU diese AKW auch noch fördert. Das Was Du da erzählst ist Deine 
Vorstellung, aber hat mit den Tatsachen nichts zu tun. Ansonsten wären 
die jetzt da auch nicht betroffen drüber das die Dinger nicht fertig 
werden.
>
> Die Hersteller der AKW gründen dann also Betreibergesellschaften, die
> die AKW betreiben. Nun wollen die das Risiko aber auch nicht eingehen,
> also muss die Politik, wenn sie denn AKWs wollen, denen den Umsatz/Preis
> garantieren. Diese garantierten Preise und Erlöse liegen derzeit
> deutlich über den garantierten Preisen für Wind- oder Sonne, für Hinkley
> Point bei etwa 10,3 Cents/kWh plus Inflationsausgleich, bei diesem hier
> anscheinend bei 8 Cent/kWh, was etwa 3 Cents über dem Marktpreis liegt.
>

Ich weiß das Strom aus Wind und Sonne auch oft negative Preise hat, das 
ist bei dem aus AKW auch nicht so.

> Nachdem das AKW nun aber "etwas" teurer wird, sind anscheinend nicht mal
> die garantierten 8 Cents mehr rentabel, und zwas so wenig, dass Hitachi
> mal eben 2 Mrd. abschreibt. Die angefangene Ruine wird dann vermutlich
> in die Konkursmasse gehen und dann auf ewig in  der Landschaft stehen.
> Auch nett anzusehen.
>
> Und so ähnlich läuft das bei allen AKW Neubauten in Europa und den USA.
>
> Gruß
> Axel

Ich denke mal Du irrst gewaltig.

Gruß,

Holm

von Axel L. (axel_5)


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Holm T. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Das Problem ist, dass sich kein Energieversorger die Dinger noch ans
>> Bein binden will, die wollen Kernenergie nur, wenn sie ihre alten AKW
>> billig und unter minimalem Aufwand weiter betreiben können.
>
> Genau das war ja nicht der Plan in Großbritannien und soweit ich weiß
> ging der ganze Kram heiß durch die deutsche Gutmenschenpersse weil die
> EU diese AKW auch noch fördert. Das Was Du da erzählst ist Deine
> Vorstellung, aber hat mit den Tatsachen nichts zu tun. Ansonsten wären
> die jetzt da auch nicht betroffen drüber das die Dinger nicht fertig
> werden.

Na, wenn Du das besser weißt, dann mal los.


>>
>> Die Hersteller der AKW gründen dann also Betreibergesellschaften, die
>> die AKW betreiben. Nun wollen die das Risiko aber auch nicht eingehen,
>> also muss die Politik, wenn sie denn AKWs wollen, denen den Umsatz/Preis
>> garantieren. Diese garantierten Preise und Erlöse liegen derzeit
>> deutlich über den garantierten Preisen für Wind- oder Sonne, für Hinkley
>> Point bei etwa 10,3 Cents/kWh plus Inflationsausgleich, bei diesem hier
>> anscheinend bei 8 Cent/kWh, was etwa 3 Cents über dem Marktpreis liegt.
>>
>
> Ich weiß das Strom aus Wind und Sonne auch oft negative Preise hat, das
> ist bei dem aus AKW auch nicht so.
>
>> Nachdem das AKW nun aber "etwas" teurer wird, sind anscheinend nicht mal
>> die garantierten 8 Cents mehr rentabel, und zwas so wenig, dass Hitachi
>> mal eben 2 Mrd. abschreibt. Die angefangene Ruine wird dann vermutlich
>> in die Konkursmasse gehen und dann auf ewig in  der Landschaft stehen.
>> Auch nett anzusehen.
>>
>> Und so ähnlich läuft das bei allen AKW Neubauten in Europa und den USA.
>>
>> Gruß
>> Axel
>
> Ich denke mal Du irrst gewaltig.

Das kannst Du sicher begründen. Aber letzlich fasst das lediglich 
zusammen, was in den Artikeln steht.


>
> Gruß,
>
> Holm

Gruß
Axel

von Holm T. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Axel L. schrieb:
>>> Das Problem ist, dass sich kein Energieversorger die Dinger noch ans
>>> Bein binden will, die wollen Kernenergie nur, wenn sie ihre alten AKW
>>> billig und unter minimalem Aufwand weiter betreiben können.
>>
>> Genau das war ja nicht der Plan in Großbritannien und soweit ich weiß
>> ging der ganze Kram heiß durch die deutsche Gutmenschenpersse weil die
>> EU diese AKW auch noch fördert. Das Was Du da erzählst ist Deine
>> Vorstellung, aber hat mit den Tatsachen nichts zu tun. Ansonsten wären
>> die jetzt da auch nicht betroffen drüber das die Dinger nicht fertig
>> werden.
>
> Na, wenn Du das besser weißt, dann mal los.

Einfach:

Man kann nicht Alles auf einmal haben, Stabiles Stromnetz, Keine KohleKW 
und keine CO2 Emissionen, auch mit Gaskraftwerken nicht.

Das Argument "willichabernich" führt leider nicht dazu das man aus dem 
Dilemma entkommt.

>
>
>>>
>>> Die Hersteller der AKW gründen dann also Betreibergesellschaften, die
>>> die AKW betreiben. Nun wollen die das Risiko aber auch nicht eingehen,
>>> also muss die Politik, wenn sie denn AKWs wollen, denen den Umsatz/Preis
>>> garantieren. Diese garantierten Preise und Erlöse liegen derzeit
>>> deutlich über den garantierten Preisen für Wind- oder Sonne, für Hinkley
>>> Point bei etwa 10,3 Cents/kWh plus Inflationsausgleich, bei diesem hier
>>> anscheinend bei 8 Cent/kWh, was etwa 3 Cents über dem Marktpreis liegt.
>>>
>>
>> Ich weiß das Strom aus Wind und Sonne auch oft negative Preise hat, das
>> ist bei dem aus AKW auch nicht so.
>>
>>> Nachdem das AKW nun aber "etwas" teurer wird, sind anscheinend nicht mal
>>> die garantierten 8 Cents mehr rentabel, und zwas so wenig, dass Hitachi
>>> mal eben 2 Mrd. abschreibt. Die angefangene Ruine wird dann vermutlich
>>> in die Konkursmasse gehen und dann auf ewig in  der Landschaft stehen.
>>> Auch nett anzusehen.
>>>
>>> Und so ähnlich läuft das bei allen AKW Neubauten in Europa und den USA.
>>>
>>> Gruß
>>> Axel
>>
>> Ich denke mal Du irrst gewaltig.
>
> Das kannst Du sicher begründen. Aber letzlich fasst das lediglich
> zusammen, was in den Artikeln steht.

Freilich doch, Du brauchst nur meine Antwort oben noch mal lesen, dann 
weißt Du auch warum.

Denkst Du ich verbrenne so aus lauter Blödsinn gerne irgendwas oder was 
stellst Du Dir vor was hinter meiner Meinung so stecken könnte?

Komm mir nicht mit "in Zukunft werden wir.." ..ja vielleicht, aber jetzt 
eben nicht.

Gruß,
Holm

von Axel L. (axel_5)


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Holm T. schrieb:
> Axel L. schrieb:

>
> Einfach:
>
> Man kann nicht Alles auf einmal haben, Stabiles Stromnetz, Keine KohleKW
> und keine CO2 Emissionen, auch mit Gaskraftwerken nicht.
>
> Das Argument "willichabernich" führt leider nicht dazu das man aus dem
> Dilemma entkommt.
>
Also, das mit dem "willichabernich" gilt jetzt eher für die Länder, die 
auf AKW gesetzt haben. Denn beispielsweise GB sitzt im Moment auf einer 
Bauruine, weil die Kosten immer höher wurden, statt niedriger und die 
Hersteller nicht mehr spielen wollten.

Und in Norwegen sieht das nicht beser aus.

>> Das kannst Du sicher begründen. Aber letzlich fasst das lediglich
>> zusammen, was in den Artikeln steht.
>
> Freilich doch, Du brauchst nur meine Antwort oben noch mal lesen, dann
> weißt Du auch warum.
>
> Denkst Du ich verbrenne so aus lauter Blödsinn gerne irgendwas oder was
> stellst Du Dir vor was hinter meiner Meinung so stecken könnte?
>
> Komm mir nicht mit "in Zukunft werden wir.." ..ja vielleicht, aber jetzt
> eben nicht.
>
> Gruß,
> Holm
Äh ? Was ist das für ein Geblubber ?

Fakt ist, dass der AKW-Strom extrem teuer ist, und zwar so teuer, dass 
kein Mensch den weiter produzieren will, nicht mal mit Subventionen, von 
denen die Solarbranche schon lange nicht mal mehr träumen darf. Hitachi 
hat mal eben 2 Mrd. verbrannt und weggeschmissen statt Strom 60% über 
dem Marktpreis zu verkaufen. Das ist schon eine mächtig klare Ansage.

Gruß
Axel

von Holm T. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Axel L. schrieb:
>
>>
>> Einfach:
>>
>> Man kann nicht Alles auf einmal haben, Stabiles Stromnetz, Keine KohleKW
>> und keine CO2 Emissionen, auch mit Gaskraftwerken nicht.
>>
>> Das Argument "willichabernich" führt leider nicht dazu das man aus dem
>> Dilemma entkommt.
>>
> Also, das mit dem "willichabernich" gilt jetzt eher für die Länder, die
> auf AKW gesetzt haben. Denn beispielsweise GB sitzt im Moment auf einer
> Bauruine, weil die Kosten immer höher wurden, statt niedriger und die
> Hersteller nicht mehr spielen wollten.
>
> Und in Norwegen sieht das nicht beser aus.
>
>>> Das kannst Du sicher begründen. Aber letzlich fasst das lediglich
>>> zusammen, was in den Artikeln steht.
>>
>> Freilich doch, Du brauchst nur meine Antwort oben noch mal lesen, dann
>> weißt Du auch warum.
>>
>> Denkst Du ich verbrenne so aus lauter Blödsinn gerne irgendwas oder was
>> stellst Du Dir vor was hinter meiner Meinung so stecken könnte?
>>
>> Komm mir nicht mit "in Zukunft werden wir.." ..ja vielleicht, aber jetzt
>> eben nicht.
>>
>> Gruß,
>> Holm
> Äh ? Was ist das für ein Geblubber ?


Du möchtest Dich wirklic hauf dieser Basis unterhalten? Ok

..das Geblubber paßt zu Deinem Gerülpse.
>
> Fakt ist, dass der AKW-Strom extrem teuer ist,

Ein Fakt entsteht nicht dadurch das er eine unbewiesene Behauptung von 
Dir ist.

> und zwar so teuer, dass
> kein Mensch den weiter produzieren will, nicht mal mit Subventionen, von
> denen die Solarbranche schon lange nicht mal mehr träumen darf. Hitachi
> hat mal eben 2 Mrd. verbrannt und weggeschmissen statt Strom 60% über
> dem Marktpreis zu verkaufen. Das ist schon eine mächtig klare Ansage.
>
> Gruß
> Axel

Nein. Hitachi mag nicht ein AKW bauen dessen Baukosten steigen und 
dessen Bezahlung nur in einem garantierten Abnahmepreis liegt, der 
unterhalb der
Gewinngrenze in einem bestimmten Zeitraum liegt.
Das ist eine rein ökonomische Betrachtung zu Baukosten.
Du baust mir auch kein Haus wenn ich Dir den Preis dafür über 100 Jahre 
abstottern soll.

Gruß,
Holm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also die Neubauten Flamanville-3 und Olkiluoto-3 zeigen doch deutlich, 
wie das mit dem europäischen AKW-Neubau aussieht. Der Flughafen Berlin 
tut ein übriges. Ich hätte da als in Investor auch keinen Bock drauf... 
ständige Kostenexplosionen auf ein Vielfaches des ursprünglichen 
Angebots und keine Inbetriebnahme auf absehbare Zeit. Es wird nach 
diesen drei Baustellen auch nicht einfacher sein, sich gegen solche 
Ausfälle in Millardenhöhe zu versichern.

Gerade bei AKWs hat es überall auf der Welt so viele angefangene Bauten 
gegeben, die teilweise sehr spät im Baustadium abgebrochen wurden, wie 
nirgedwo sonst. Ich kenne geschätzt locker 20 solcher Baustellen, wo ein 
AKW nicht in Betrieb genommen wurde. Als europäische Beispiele evtl. mal 
Kalkar genannt, Zwentendorf, Zarnowiec in Polen, Lemoniz in Spanien.

Es kann auch jederzeit bei der Inbetriebnahme was schiefgehen. Bestes 
Beispiel ist das Kohlekraftwerk Westfalen in Hamm-Uentrop. Der neu 
gebaute 800 MW Block D wurde irreparabel beschädigt, als nur ein paar 
Liter Salzsäure in das Kesselspeisewasser gelangt sind. Das war's dann 
für den Block, der taugt nun noch als Schrott oder Ersatzteillager.

Strompreis... ja warum wird sowas negativ? Aus meiner Sicht, weil 
irgendwelche Börsenspekulanten damit auf großer Ebene handeln. Bei dem 
Strom, der hier bei mir aus der Steckdose kommt, wird mir die Abnahme 
merkwürdigerweise nie bezahlt.

Ich glaube, man steckt da in den Verträgen fest, die sich einfach nicht 
schnell an das stark schwankende Angebot erneuerbarer Energien anpassen 
lassen. Alle Kraftwerke (ich denke vor allem die Grundlast) haben 
langfristige Verträge - so und so viel Leistung zwischen Zeitpunkt A und 
Zeitpunkt B. Dafür werden die quasi bezahlt und pochen natürlich darauf, 
daß sie ihren Strom auch wie vereinbart einspeisen können. Dadurch kann 
es natürlich zu einem Überangebot kommen. Und was mache ich dann mit dem 
Strom? Der muß ja irgendwo hin, auch wenn keine Kapazitäten in 
Pumpspeicherkraftwerken mehr verfügbar sind. Also bezahle ich irgendwen, 
dazu bereit ist dafür, daß er die Leistung seiner eigenen Kraftwerke 
drosselt, damit ich das nicht tun muß und meine Verträge einhalten kann. 
Damit mache ich kurzfristig Minus, aber langfristig muß es sich wohl 
trotzdem lohnen. Schade, aber ist wohl so.

@Holm... Wenn Du jetzt nicht an die Zukunft denkst, wann dann? Irgendwie 
kommst Du mir nach Deinen letzten Beiträgen so vor, als ob Du ein alter 
verbohrter Opa bist, für dessen restliche 5 Jahre der Planet schon noch 
irgendwie durchhalten wird. Dieses Glück habe ich leider nicht, ich 
möchte auch gerne in 50 Jahren noch Auto fahren... oder vielleicht 
fliegen?

Kernenergie-Technik. Wenn ein Material Neutronenstrahlung wie in einem 
Atomreaktor ausgesetzt ist, dann wird es dadurch aktiviert. Viele Teile 
von Kernenergieanlagen müssen daher nach ihrer Verwendung als 
radioaktiver Abfall behandelt werden. Der gleiche Prozess ist auch für 
die Umwandlung von Uran-238 in Plutonium-239 verantwortlich. Der Fallout 
von Kernwaffen entsteht hauptsächlich durch aufgewirbeltes Material, das 
durch die Kernreaktion aktiviert wird. Wenn eine Kernwaffe direkt auf 
der Oberfläche gezündet wird, ist er deswegen besonders stark. Manche 
Materialien wie z.B. Wasser werden auch so gut wie gar nicht aktiviert, 
deswegen wird Wasser so gerne als Abschirmung gegen radioaktive 
Strahlung benutzt.

Wegen der Aktivierung des Baumaterials wird auch die Kernfusion nicht 
frei von Atommüll sein. Starke Elektronen- und Bremsstrahlung kann 
ebenfalls Material aktivieren, das muß man z.B. bei der 
Lebensmittelbestrahlung bedenken.

Im Zusammenhang evtl lustig: Ein frisches Brennelement eines 
Kernreaktors, welches noch nicht im Reaktor bestrahlt wurde, kann man 
aus dem Lagerbecken/Abklingbecken herausheben und völlig problemlos mit 
der Hand anfassen. Würde man das gleiche mit einem abgebrannten 
Brennelement machen wenn es beim Wechsel frisch aus dem Reaktor kommt, 
würde man nach kurzer Zeit durch die Strahlung sterben.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:

>
> Nein. Hitachi mag nicht ein AKW bauen dessen Baukosten steigen und
> dessen Bezahlung nur in einem garantierten Abnahmepreis liegt, der
> unterhalb der
> Gewinngrenze in einem bestimmten Zeitraum liegt.
> Das ist eine rein ökonomische Betrachtung zu Baukosten.
> Du baust mir auch kein Haus wenn ich Dir den Preis dafür über 100 Jahre
> abstottern soll.
>
> Gruß,
> Holm

Versprechen in die Zukunft,....

jemand mag gerade was erschleichen und an hinterher sich selbst davon.

Namaste

von (prx) A. K. (prx)


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Axel L. schrieb:
> Und in Norwegen sieht das nicht beser aus.

Wenn du Olkiluoto meinst: Das liegt in Finnland.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> Würde man das gleiche mit einem abgebrannten
> Brennelement machen wenn es beim Wechsel frisch aus dem Reaktor kommt,
> würde man nach kurzer Zeit durch die Strahlung sterben.

Wobei das weniger an der Aktivierung liegt (in diesem Kontext hattest du 
es aufgeführt), sondern an den Spaltprodukten.

von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Also die Neubauten Flamanville-3 und Olkiluoto-3 zeigen doch deutlich,
> wie das mit dem europäischen AKW-Neubau aussieht. Der Flughafen Berlin
> tut ein übriges. Ich hätte da als in Investor auch keinen Bock drauf...
> ständige Kostenexplosionen auf ein Vielfaches des ursprünglichen
> Angebots und keine Inbetriebnahme auf absehbare Zeit. Es wird nach
> diesen drei Baustellen auch nicht einfacher sein, sich gegen solche
> Ausfälle in Millardenhöhe zu versichern.
>
> Gerade bei AKWs hat es überall auf der Welt so viele angefangene Bauten
> gegeben, die teilweise sehr spät im Baustadium abgebrochen wurden, wie
> nirgedwo sonst. Ich kenne geschätzt locker 20 solcher Baustellen, wo ein
> AKW nicht in Betrieb genommen wurde. Als europäische Beispiele evtl. mal
> Kalkar genannt, Zwentendorf, Zarnowiec in Polen, Lemoniz in Spanien.
>

Die angefangenen und nicht beendeten Bauten scheinen mir mehr ein 
Symptom
dieser überregulierten Gesellschaft wie wir sie in D auch haben zu sein.
An der Atomkraft wirds ja bei einem Flughafen wie BER nicht liegen, 
oder?
Auch bauten wie Stuttgart21 oder die Elbphilharmonie explodieren in den 
Kosten und das nicht etwa wegen tatsächlicher schwierigkeiten, sondern 
wegen künstlich erzeugter. Die AKW sind da IMHO eine Ausnahme.

Wenn man in Kalkutta einen Schuppen bauen will, braucht man 
Bretter,Hammer Nägel, ein paar Balken und Dachpappe oder Wellblech.

Wenn man das in D machen will, braucht man erst mal eine Baugenehmigung, 
dann eine von der Gemeine, der unteren Wasserbehörde usw. usf..   Alle 
die halten die Hand auf. Neider reichen Klage ein und bei großen 
Projekten fliegt einem das dann finanziell um die Ohren. Mit Vernunft 
hat das nichts mehr zu tun.


> Es kann auch jederzeit bei der Inbetriebnahme was schiefgehen. Bestes
> Beispiel ist das Kohlekraftwerk Westfalen in Hamm-Uentrop. Der neu
> gebaute 800 MW Block D wurde irreparabel beschädigt, als nur ein paar
> Liter Salzsäure in das Kesselspeisewasser gelangt sind. Das war's dann
> für den Block, der taugt nun noch als Schrott oder Ersatzteillager.
>
> Strompreis... ja warum wird sowas negativ? Aus meiner Sicht, weil
> irgendwelche Börsenspekulanten damit auf großer Ebene handeln. Bei dem
> Strom, der hier bei mir aus der Steckdose kommt, wird mir die Abnahme
> merkwürdigerweise nie bezahlt.
>

Du mußt mir das nicht erklären, ich kenne den Mechanismus und eben weil 
ich ihn kenne rege ich mich über Leute auf die da meinen das einfach 
wegdefinieren zu können: "das Netz ist der Speicher" oder "in naher 
Zukunft werden uns leistungsfähige Speicher zur Verfügung stehen" und 
die Sabbelei ala "der Kohlestrom verstopft die Netze!".

[..]
>
> @Holm... Wenn Du jetzt nicht an die Zukunft denkst, wann dann? Irgendwie
> kommst Du mir nach Deinen letzten Beiträgen so vor, als ob Du ein alter
> verbohrter Opa bist, für dessen restliche 5 Jahre der Planet schon noch
> irgendwie durchhalten wird. Dieses Glück habe ich leider nicht, ich
> möchte auch gerne in 50 Jahren noch Auto fahren... oder vielleicht
> fliegen?

Ich bin Opa, wenn auch erst 55 und seit 11 Jahren selbstständig.
Nach dem was Du erzählst was Du in Zukunft noch so möchtest schließe ich 
darauf das es Dir eindeutig an Lebenserfahrung fehlt.
Dir geht gar nicht auf das bei der schönen neuen Weltordnung wie sie die 
Grünen propagieren mehrere Punkte existieren die einfach nicht 
funktionieren. Das beginnt mit der erneuerbaren Energie und endet mit 
der unkontrollierter Massenmigration und den Gendergeschichten noch 
lange nicht. Du kommst auch noch dahinter, wahrscheinlich ist es aber 
dann zu spät.

Verstehe mich mal richtig, mag ich auch Opa sein der an seinen letzten 5 
Jahren werkelt, so ist es doch für einen Opa recht ungewöhnlich seinen 
Enkeln Unglück zu wünschen, oder? Genau das macht mir Sorgen.
Ich werde zwar um meine Rente beschissen werden, komme aber die paar 
Jahre noch durch, für meine Kinder und Enkel schlage ich aber die Hände 
überm Kopf zusammen und frage mich ob es richtig gewesen ist Kinder in 
diese Welt zu setzen.

>
> Kernenergie-Technik. Wenn ein Material Neutronenstrahlung wie in einem
> Atomreaktor ausgesetzt ist, dann wird es dadurch aktiviert. Viele Teile
> von Kernenergieanlagen müssen daher nach ihrer Verwendung als
> radioaktiver Abfall behandelt werden.
[..]

Ich mag alt sein, bin aber nicht senil. Sehr wahrscheinlich habe ich in 
meinem Leben bisher deutlich mehr Literatur über das Thema aufgesaugt 
als Du.
Kernenergie ist eine Technologie wie andere auch, auch sie birgt 
Risiken.
Das Problem ist, diese Risiken vernüftig zu handeln, da geht eindeutig 
Sicherheit vor Shareholdervalue...und das mußt Du den "großkopferten" 
erst mal klar machen, die sehen das nämlich anders, das ist das aktuelle 
Problem und nicht die Kernenergie an und für sich.
Es mag nun vielleicht keine AKW geben, aber jeden Tag wird eine neue 
Sauerei aufgedeckt, sei es nun Glyphosat oder der synthetische 
Fruktosezucker, oder wie gehabt Mineralöl in Tierfutter (für Kühe!).
Es wird immer Arschlöcher geben denen ihr persönliches Einkommen mehr 
bedeutet als die Gesundheit der Allgemeinheit und da schaue Dir doch die 
Grünen an, wenn es um die eigenen Pfründe geht heben die Alle die Hand.
Umweltversxchmutzung? Klar, wir sind dagegen ..wenn andere die machen.
Selber fällt einem Resch von der DUH nicht auf das er ein Bisschen viel 
fliegt...

>
> Wegen der Aktivierung des Baumaterials wird auch die Kernfusion nicht
> frei von Atommüll sein. Starke Elektronen- und Bremsstrahlung kann
> ebenfalls Material aktivieren, das muß man z.B. bei der
> Lebensmittelbestrahlung bedenken.

Unfug. Das Leben ist tödlich gefährlich, mach Dir das mal klar.
Wenn Dir daran was nicht gefällt, dann hänge Dir einen Jutesack über und 
ziehe in eine Höhle, mach aber kein Feuer wegen dem Feinstaub und dem 
CO2.
(die 4 Kerzen eines Advendskranzes überschreiten den zulässigen 
Grenzwert an Stickoxiden auf deutschen Innenstadtkreuzungen)
>
> Im Zusammenhang evtl lustig: Ein frisches Brennelement eines
> Kernreaktors, welches noch nicht im Reaktor bestrahlt wurde, kann man
> aus dem Lagerbecken/Abklingbecken herausheben und völlig problemlos mit
> der Hand anfassen. Würde man das gleiche mit einem abgebrannten
> Brennelement machen wenn es beim Wechsel frisch aus dem Reaktor kommt,
> würde man nach kurzer Zeit durch die Strahlung sterben.

Höre auf Holz in den Wald zu tragen, ich bin bei weitem nicht so 
unterbelichtet wie Du Dir vielleicht vorstellst.

Gruß,

Holm

von Gustav K. (hauwech)


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Peter M. schrieb:
> Am Blackout vorbeigeschrammt?

Der DWD sagt eine mehrwöchige Kälteperiode voraus mit Temperaturen 
nachts bis -20°C. Da wird in Frankreich richtig Strom gebraucht und 
anderswo sicher auch. Dann noch eine Flaute bei Wind und Sonne, mal 
sehen, wie sich das Verbundnetz schlagen wird. Ein satter Schuss vor den 
Bug wäre sicher nicht verkehrt.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Gustav K. schrieb:
> Ein satter Schuss vor den
> Bug wäre sicher nicht verkehrt.

Würde es sich sehr treffen, wenn dieser schon jahrelang von 
selbsternannten Experten vorhergesagte Blackout schon wieder nicht 
eintreten würde?

von G. K. (zumsel)


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Uhu U. schrieb:

> Hintergrund zu dieser Politik ist ja auch nicht die
> Elektrizitätsversorgung, sondern die Force de frappe.

Frankreich sitzt auf riesigen Mengen Plutonium, die brauchen nichts
mehr zu produzieren. Und in einer Leichtbauhalle in LeHaag liegen noch
~100 abgebrannte Reaktorladungen rum. Wenn es da Probleme gibt ist 
Tschernobyl nur noch ein Kindergeburtstag auf dem Ponyhof.

Nein, in Frankreich ist das ein atomar-industrieller Komplex der sich 
verselbständigt hat.

von G. K. (zumsel)


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Gustav K. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Am Blackout vorbeigeschrammt?
>
> Der DWD sagt eine mehrwöchige Kälteperiode voraus mit Temperaturen
> nachts bis -20°C. Da wird in Frankreich richtig Strom gebraucht und
> anderswo sicher auch. Dann noch eine Flaute bei Wind und Sonne, mal
> sehen, wie sich das Verbundnetz schlagen wird. Ein satter Schuss vor den
> Bug wäre sicher nicht verkehrt.

Bei dem Event am Donnerstag lagen in D über 15GW Gas brach, und um 20:00 
sind fast alle Pumpspeicher in D vom Netz gegangen. Das ist der übliche 
Wahnsinn des Stromhandels.

: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Hallo G. K.,

G. K. schrieb:
> Bei dem Event am Donnerstag lagen in D über 15GW Gas brach, und um 20:00
> sind fast alle Pumpspeicher in D vom Netz gegangen. Das ist der übliche
> Wahnsinn des Stromhandels.

könntest Du erklären, worin der Wahnsinn des Stromhandels genau besteht?

von Holm T. (Gast)


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G. K. schrieb:
> Uhu U. schrieb:
>
>> Hintergrund zu dieser Politik ist ja auch nicht die
>> Elektrizitätsversorgung, sondern die Force de frappe.
>
> Frankreich sitzt auf riesigen Mengen Plutonium, die brauchen nichts
> mehr zu produzieren. Und in einer Leichtbauhalle in LeHaag liegen noch
> ~100 abgebrannte Reaktorladungen rum. Wenn es da Probleme gibt ist
> Tschernobyl nur noch ein Kindergeburtstag auf dem Ponyhof.


Erzähle mal was zu den Problemen die Du da erwartest.

>
> Nein, in Frankreich ist das ein atomar-industrieller Komplex der sich
> verselbständigt hat.


In Deutschland ist da da ein "erneurbare-Erngie" -industrieller Komplex 
der sich verselbständigt hat.

Gruß,

Holm

von Gustav K. (hauwech)


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Kara B. schrieb:
> Würde es sich sehr treffen, wenn dieser schon jahrelang von
> selbsternannten Experten vorhergesagte Blackout schon wieder nicht
> eintreten würde?

Nö, aber meine beiden großen Propangasflaschen im Keller sind immer 
randvoll. Wenns mal hart auf hart kommt, werde ich heiße Suppe schlürfen 
und eine Wärmflasche im Bett haben. Kerzen machen übrigens verdammt 
wenig Licht, wie ich vor paar Wochen bei einem Stromausfall erleben 
durfte.

von Holm T. (Gast)


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Gustav K. schrieb:
> Kerzen machen übrigens verdammt
> wenig Licht, wie ich vor paar Wochen bei einem Stromausfall erleben
> durfte.

Dafür gibts Petroleum Starklichtlampen  ala Petromax (die macht Krach) 
oder aber auch Alladin (macht keinen Krach).
Diese Glühstrumpfgeshichten gibts auch für Propangaspatronen.

Gruß,

Holm

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Peter M. schrieb:
> Hallo G. K.,
>
> G. K. schrieb:
>> Bei dem Event am Donnerstag lagen in D über 15GW Gas brach, und um 20:00
>> sind fast alle Pumpspeicher in D vom Netz gegangen. Das ist der übliche
>> Wahnsinn des Stromhandels.
>
> könntest Du erklären, worin der Wahnsinn des Stromhandels genau besteht?

Jede volle Stunde werden wie wild Kraftwerke ab- und zugeschaltet. Da 
dies eine gewisse Zeitspanne dauert, ist es nicht ungewöhnlich, dass die 
Netzfrequenz in Größenordnungen von 0,05 bis 0,1 Hz sinkt. Da bei 49,8 
Hz bereits die ersten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, fährt man 
bereits kurz vor jeder vollen Stunde - so auch jetzt - mit einer 
Netzfrequenz von >50 Hz.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Holm T. schrieb:

> Erzähle mal was zu den Problemen die Du da erwartest.

Die Temperatur steigt an.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Gustav K. schrieb:
> wie ich vor paar Wochen bei einem Stromausfall erleben
> durfte.

Und welche finsteren Mächte habenden diesen Stromausfall verursacht?

Gustav K. schrieb:
> wenns mal hart auf hart kommt, werde ich heiße Suppe schlürfen
> und eine Wärmflasche im Bett haben.

Bist du aus der Prepper-Szene?

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Karsten B.,

Karsten B. schrieb:
> Jede volle Stunde werden wie wild Kraftwerke ab- und zugeschaltet. Da
> dies eine gewisse Zeitspanne dauert, ist es nicht ungewöhnlich, dass die
> Netzfrequenz in Größenordnungen von 0,05 bis 0,1 Hz sinkt. Da bei 49,8
> Hz bereits die ersten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, fährt man
> bereits kurz vor jeder vollen Stunde - so auch jetzt - mit einer
> Netzfrequenz von >50 Hz.

Beim Zuschalten eines Kraftwerks sollte die Frequenz steigen, beim 
Abschalten abfallen. Warum sollte zur vollen Stunde die Frequenz nur 
sinken?
Wann tritt der umgekehrte Effekt auf?

Oder hat das damit zutun, dass Abschalten schneller verläuft als 
Anschalten?
Für mich ist das immer noch nicht nachvollziehbar.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Wie genau sind solche Meßgeräte wenn man mal die Netzfrequenz messen 
will?

https://www.pollin.de/p/einbau-messinstrument-sfim-sfn-9k1-f-96x96-mm-30-99-hz-830630?

Könnte man mit so ein Meßgerät auch die geringen Abweichungen sehen?

von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Für mich ist das immer noch nicht nachvollziehbar.

Strom kostet Geld, weswegen so wenig wie möglich gekauft wird, und 
manchmal auch zu wenig.

Wenn Kapitalismus auf Physik trifft wird es immer komisch.

: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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G. K. schrieb:
> Strom kostet Geld, weswegen so wenig wie möglich gekauft wird, und
> manchmal auch zu wenig.

Du sprichst in Rätseln.
Jeder Verbrauch wird bezahlt. Warum sollte jemand zu wenig Strom kaufen?

von Jörg H. (zwischenfrequenz)


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Gustav K. schrieb:
> Nö, aber meine beiden großen Propangasflaschen im Keller sind immer
> randvoll.

Klingt nach keiner schlauen Idee
https://shop.vds.de/de/download/f808651f7389f185052a24c7355faeec/

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Peter M. schrieb:
> Oder hat das damit zutun, dass Abschalten schneller verläuft als
> Anschalten?

An welcher Stelle exakt das Problem leigt, weiß ich leider nicht. 
Wahrscheinlich ein Mix aus deiner Vermutung und "Strom kostet Geld".

Peter M. schrieb:
> Wann tritt der umgekehrte Effekt auf?

Gar nicht :D Wird wohl doch auf "Strom kostet Geld" hinauslaufen.


Hier eine gute Visualisierung, schon ein paar Jahre alt, aber der 
Einfluss des Strommarkts ist klar erkennbar.
http://www.netzfrequenzmessung.de/bilder/Raster_2011_Jul_2014_Mrz.png

Seid ein paar Jahren setzt man verstärkt auf 15 Minuten Zeitblöcke, 
sodass es derartige Frequenzeinbrüche nicht mehr nur zu vollen Stunde 
gibt.

Eine Darstellung mit aktuellen Messwerten, auch hier ist der vom 
Strommarkt verursachte Einbruch gut sichtbar:
https://www.netzfrequenz.info/verlauf-1-stunde-mit-daten-aus-den-vorjahren

von G. K. (zumsel)


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Währenddessen in UK: http://www.taz.de/!5563581/

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Karsten B.,

Karsten B. schrieb:
> Eine Darstellung mit aktuellen Messwerten, auch hier ist der vom
> Strommarkt verursachte Einbruch gut sichtbar:
> https://www.netzfrequenz.info/verlauf-1-stunde-mit-daten-aus-den-vorjahren

das ist ja sehr interessant. Die tiefsten Einbrüche gibt es abends und 
in der Heizperiode.

Wenn es Anreize zum Fehlverhalten gibt, dann müssen das ja finanzielle 
sein.

Leider kenne ich die Spielregeln des Strommarktes nicht, nur die von 
anderen Märkten.

Vielleicht ist es ja billiger, einen absehbaren Strombedarf nicht 
einzudecken, weil man ihn ansonsten billiger kriegt?

Dann stimmt etwas mit den Regeln dieses Marktes nicht.

von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:
> Dann stimmt etwas mit den Regeln dieses Marktes nicht.

Solange ein Markt Geld dahin schaufelt wo schon Geld ist ist der Markt 
in Ordnung, alles andere ist kein Markt.

von Peter M. (r2d3)


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Hallo G. K.,

G. K. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Dann stimmt etwas mit den Regeln dieses Marktes nicht.
>
> Solange ein Markt Geld dahin schaufelt wo schon Geld ist ist der Markt
> in Ordnung, alles andere ist kein Markt.

ich interessiere mich für Inhalte und nicht für Polemik.
Schade, ich dachte, Du könntest Deine Behauptungen auch inhaltlich 
belegen.

von (prx) A. K. (prx)


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von Holm T. (Gast)


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Jörg H. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> Nö, aber meine beiden großen Propangasflaschen im Keller sind immer
>> randvoll.
>
> Klingt nach keiner schlauen Idee
> https://shop.vds.de/de/download/f808651f7389f185052a24c7355faeec/

Ja klar..hat Du auch ein entsprechendes Datenblatt für dem Umgang mit 
Strom?

Auf vielen Dörfern ohne Gasnetz kochen die Leute tagtäglich mit Deiner 
"keine schlauen Idee".

Gruß,

Holm

von Jörg H. (zwischenfrequenz)


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Holm T. schrieb:
> Jörg H. schrieb:
>> Gustav K. schrieb:
>>> Nö, aber meine beiden großen Propangasflaschen im Keller sind immer
>>> randvoll.
>>
>> Klingt nach keiner schlauen Idee
>> https://shop.vds.de/de/download/f808651f7389f185052a24c7355faeec/
>
> Ja klar..hat Du auch ein entsprechendes Datenblatt für dem Umgang mit
> Strom?
In dem steht, dass man Strom nicht im Keller lagern soll?

> Auf vielen Dörfern ohne Gasnetz kochen die Leute tagtäglich mit Deiner
> "keine schlauen Idee".
Mit Propanflaschen im Keller? Wird vorkommen, es ist viel Dummheit in 
der Welt unterwegs. Und es wird sich immer jemand finden, der diese 
Dummheit mit irgend einer Ausrede rechtfertigt. Typischerweise sind 
andere oder "das System" schuld.

von Stephan S. (outsider)


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Gustav K. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Am Blackout vorbeigeschrammt?
>
> Der DWD sagt eine mehrwöchige Kälteperiode voraus mit Temperaturen
> nachts bis -20°C. Da wird in Frankreich richtig Strom gebraucht und
> anderswo sicher auch. Dann noch eine Flaute bei Wind und Sonne, mal
> sehen, wie sich das Verbundnetz schlagen wird. Ein satter Schuss vor den
> Bug wäre sicher nicht verkehrt.

Na dann müssen eben mal ein paar Gaskraftwerke auf Reserve gehalten und 
ordentlich dafür entlohnt werden wenn sie in solchen Fällen in die 
Bresche springen, sodass sich das Geschäft auch für die lohnt. Können 
dann auch gleich die Abwärme als Fernwärme bereits stellen anstatt alles 
nur mit Atomstrom zu heizen.

Aber aktuell sieht es eh nicht nach Flaute und fehlendem Sonnenschein 
aus. Kalte Luft bringt sowohl für Solar als auch für Wind sehr viel. Ich 
habe heute den besten Ertrag seit Oktober gemacht mit gut 34 kWh aus 
meiner kleinen 8,1 kWp Anlage. Das sind immerhin schon 67 Prozent des 
Maximums was mit dieser Anlage am besten Tag im Jahr machbar ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Stephan S. schrieb:
> Na dann müssen eben mal ein paar Gaskraftwerke auf Reserve gehalten und
> ordentlich dafür entlohnt werden wenn sie in solchen Fällen in die
> Bresche springen, sodass sich das Geschäft auch für die lohnt. Können
> dann auch gleich die Abwärme als Fernwärme bereits stellen anstatt alles
> nur mit Atomstrom zu heizen.

Fernwärme mit Reserve-Kraftwerken funktioniert nicht so gut. ;-)

von (prx) A. K. (prx)


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Peter M. schrieb:
> Jeder Verbrauch wird bezahlt. Warum sollte jemand zu wenig Strom kaufen?

Weil der Handel zwischen Stromerzeugern und Energieversorgern in hohem 
Umfang vor dem tatsächlichen Verbrauch erfolgt. Und wie sonst im 
Handel auch, muss akuter darüber hinaus gehender Bedarf u.U. teurer 
bezahlt werden.

https://www.energie-lexikon.info/strommarkt.html

von Karl K. (karl2go)


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Holm T. schrieb:
> Die angefangenen und nicht beendeten Bauten scheinen mir mehr ein
> Symptom
> dieser überregulierten Gesellschaft wie wir sie in D auch haben zu sein.

Boah ja, das ist aber auch scheise, dass man nicht mehr einfach 
Reaktordruckbehälter aus ungeeignetem Stahl bauen kann, die schon beim 
Einbau Risse aufweisen.

Wenn meine Heizung in dem Zustand wäre wie einige belgische oder 
französische AKW, hätte der Schorni die schon lange stillgelegt.

von Karl K. (karl2go)


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Holm T. schrieb:
> Auf vielen Dörfern ohne Gasnetz kochen die Leute tagtäglich mit Deiner

Die haben die Gasflaschen dann aber nicht im Keller, sondern in nem 
Verschlag oder bei einigen auch auf dem Dachboden. Da fliegt dann nur 
das Dach weg und nicht das ganze Haus.

von (prx) A. K. (prx)


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Eine Kälteperiode gibt vielleicht einen Einblick, wie ernst die 
Franzosen es mit der immer wieder mal versprochenen Stilllegung von 
Fessenheim meinen. Denn nach bisherigen Erfahrungen glaube ich erst 
daran, wenn Gras über der Sache wächst.

von Karl K. (karl2go)


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Peter M. schrieb:
> Oder hat das damit zutun, dass Abschalten schneller verläuft als
> Anschalten?

Nee, das hat damit zu tun, dass die Kraftwerke verfrüht oder verzögert 
an- oder abgeschalten werden, je nach Strompreis und ausgehandelter 
Vergütung, um mit der Differenz noch bißchen "Kohle zu machen".

Auch wenn das nur ein paar Sekunden sind, bei den Energiemengen "läppert 
sich das".

von Karl K. (karl2go)


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A. K. schrieb:
> Eine Kälteperiode gibt vielleicht einen Einblick, wie ernst die
> Franzosen es mit der immer wieder mal versprochenen Stilllegung von
> Fessenheim meinen.

Na gar nicht. Wenn die schon wegen einer läppischen Benzinpreisanhebung 
den Ausnahmezustand verhängen müssen, was wäre da erst los, wenn der 
Herr Macron den Franzosen erklärt, dass sie jetzt in ihren schlecht 
isolierten und mit Strom geheizten Buden mal reale Strompreise zahlen 
müssten, ohne die massive staatliche Subvention.

Januar in der Normandie - witzigerweise direkt neben La Hague - und dann 
Wintereinbruch. Da schafft es die Elektroheizung im Hotel beim besten 
Willen nicht gegen die Pappwände anzutreten. Gut sind noch die Leute in 
den alten Steinhäusern dran, die zwar auch miese Isolierung und 
einfachverglaste Fenster haben, aber da bollert halt der Kamin volle 
Kanne.

von G. K. (zumsel)


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Gustav K. schrieb:

> Der DWD sagt eine mehrwöchige Kälteperiode voraus mit Temperaturen
> nachts bis -20°C. Da wird in Frankreich richtig Strom gebraucht und
> anderswo sicher auch. Dann noch eine Flaute bei Wind und Sonne, mal
> sehen, wie sich das Verbundnetz schlagen wird. Ein satter Schuss vor den
> Bug wäre sicher nicht verkehrt.

Das die Franzosen mit ihrem maroden AKWs Probleme haben ist doch nichts 
neues, im Winter können die den Bedarf der E-Heizungen nicht decken und 
im Sommer fehlt das Kühlwasser für die Kraftwerke.

von G. K. (zumsel)


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Karl K. schrieb:
> Boah ja, das ist aber auch scheise, dass man nicht mehr einfach
> Reaktordruckbehälter aus ungeeignetem Stahl bauen kann, die schon beim
> Einbau Risse aufweisen.

Dabei sind AKWs schon unterreguliert, jede Pommesbude muß besser 
versichert sein als ein AKW.

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
> Ja klar..hat Du auch ein entsprechendes Datenblatt für dem Umgang mit
> Strom?

Gibts es: http://fukushima-diary.com/
Auch Strom sollte man nicht im Keller lagern.
(zB die zentralen Stromverteiler für den Betriebsstrom)

: Bearbeitet durch User
von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Michael M. schrieb:
> Wie genau sind solche Meßgeräte wenn man mal die Netzfrequenz messen
> will?
>
> 
https://www.pollin.de/p/einbau-messinstrument-sfim-sfn-9k1-f-96x96-mm-30-99-hz-830630?
>
> Könnte man mit so ein Meßgerät auch die geringen Abweichungen sehen?

Lohnt sich ein kauf?

von (prx) A. K. (prx)


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Kauf dir ein Solardach. Der Wechselrichter spuckt sowas als Nebeneffekt 
aus. Ist zwar etwas teurer als ein Messgerät, hat aber ein positive 
Ausstrahlung. :)

von Karl K. (karl2go)


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Michael M. schrieb:
> Lohnt sich ein kauf?

Nahein! Guckst Du da: http://www.netzfrequenzmessung.de/messung.htm

Da fehlt eine Stelle in der Anzeige und mindestens 2 Stellen in der 
Genauigkeit. Die Netzfrequenz-Messgeräte sind GPS-synchronisiert.

Mehr zur Abhängigkeit der Netzfrequenz vom Stromhandel hier: 
https://youtu.be/yaCiVvBD-xc?t=2128

Hier gibts das Projekt dazu: https://netzsin.us/projekt

Die Idee war mal, durch mehrere synchron laufende Messgeräte den 
Phasenwinkel an verschiedenen Stellen des Netzes zu messen und damit den 
Energiefluss zu monitoren. Das Projekt scheint aber ziemlich tot zu 
sein, von den 12 Geräten laufen nur noch 2.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Ich frage schon aus diesen Grund weil das Projekt ja Tod ist und ich 
unabhängig sein will von anderen Webseiten.

Ok dann werde ich mich nach ein anderen geeigneten Meßgerät umsehen 
müssen.
Habt ihr Vorschläge was man zur Messung nehmen kann?
Es soll Hobbymäßig noch bezahlbar sein.

von Holm T. (Gast)


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Jörg H. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Jörg H. schrieb:
>>> Gustav K. schrieb:
>>>> Nö, aber meine beiden großen Propangasflaschen im Keller sind immer
>>>> randvoll.
>>>
>>> Klingt nach keiner schlauen Idee
>>> https://shop.vds.de/de/download/f808651f7389f185052a24c7355faeec/
>>
>> Ja klar..hat Du auch ein entsprechendes Datenblatt für dem Umgang mit
>> Strom?
> In dem steht, dass man Strom nicht im Keller lagern soll?
>
>> Auf vielen Dörfern ohne Gasnetz kochen die Leute tagtäglich mit Deiner
>> "keine schlauen Idee".
> Mit Propanflaschen im Keller? Wird vorkommen, es ist viel Dummheit in
> der Welt unterwegs. Und es wird sich immer jemand finden, der diese
> Dummheit mit irgend einer Ausrede rechtfertigt. Typischerweise sind
> andere oder "das System" schuld.

Nö, die Blindflansche.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Stephan S. schrieb:
>> Na dann müssen eben mal ein paar Gaskraftwerke auf Reserve gehalten und
>> ordentlich dafür entlohnt werden wenn sie in solchen Fällen in die
>> Bresche springen, sodass sich das Geschäft auch für die lohnt. Können
>> dann auch gleich die Abwärme als Fernwärme bereits stellen anstatt alles
>> nur mit Atomstrom zu heizen.
>
> Fernwärme mit Reserve-Kraftwerken funktioniert nicht so gut. ;-)

..hast Du noch vergessen: " ..das funktioniert mit AKW deutlich besser."


Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Karl K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Die angefangenen und nicht beendeten Bauten scheinen mir mehr ein
>> Symptom
>> dieser überregulierten Gesellschaft wie wir sie in D auch haben zu sein.
>
> Boah ja, das ist aber auch scheise, dass man nicht mehr einfach
> Reaktordruckbehälter aus ungeeignetem Stahl bauen kann, die schon beim
> Einbau Risse aufweisen.

..und darauf landen dann Flugzeuge oder wie?
>
> Wenn meine Heizung in dem Zustand wäre wie einige belgische oder
> französische AKW, hätte der Schorni die schon lange stillgelegt.

Du wirsts nicht glauben, die haben da auch "Schornies".

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Karl K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Auf vielen Dörfern ohne Gasnetz kochen die Leute tagtäglich mit Deiner
>
> Die haben die Gasflaschen dann aber nicht im Keller, sondern in nem
> Verschlag oder bei einigen auch auf dem Dachboden. Da fliegt dann nur
> das Dach weg und nicht das ganze Haus.

Was sollen die dümmlichen Argumente das eigentlich, gehst darum was zu 
erwidern? Gasflaschen kann man in der Badewanne lagern, Strom wäre keine 
gute Idee. Du kannst mit dem Finger in der Nase bohren, mit der 
Bohrmaschine wäre das keine gute Idee..

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Ja klar..hat Du auch ein entsprechendes Datenblatt für dem Umgang mit
>> Strom?
>
> Gibts es: http://fukushima-diary.com/
> Auch Strom sollte man nicht im Keller lagern.
> (zB die zentralen Stromverteiler für den Betriebsstrom)

Mensch, Du bist ja richtig clever. Flüssiggas ist also deshalb Scheiße 
weil man es nicht im Keller lagern sollte...ist das ne grüne Erkenntnis?

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Kauf dir ein Solardach. Der Wechselrichter spuckt sowas als Nebeneffekt
> aus. Ist zwar etwas teurer als ein Messgerät, hat aber ein positive
> Ausstrahlung. :)

Ja, merke ich hier in den DCF Empfängern rund herum...

Positiv ist dabei deutlich ne Ansichtssache.

Gruß,
Holm

von (prx) A. K. (prx)


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Holm T. schrieb:
>> Fernwärme mit Reserve-Kraftwerken funktioniert nicht so gut. ;-)
>
> ..hast Du noch vergessen: " ..das funktioniert mit AKW deutlich besser."

Gibts denn zB in Europa in Betrieb befindliche KKWs mit Fernwärme?

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Ben B. schrieb:
> Bayern... oh je, ganz schweres Thema. In meinen Augen denken die sehr
> oft, daß sie was besseres als der Rest von Deutschland sind, nur weils
> dort evtl. etwas mehr Geld gibt (das sie natürlich aber auch nicht im
> Ausgleich rausrücken wollen).

War/ist Bayern nicht ewig schon der meistgebende im 
Länderfinanzausgleich? Wobei ich sagen muss, das es hier (Oberpfalz) 
auch definitiv schöner ist als in Thüringen. Allein die Straßen und 
sonstige Infrastruktur sind schon Welten auseinander.

> Also so
> richtig dreckig kann es denen da unten in Sachen Strom nicht gehen,
> dafür wurde ja extra eine neue Trasse aus dem Bereich
> Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen gebaut.

Wird die nicht erst noch gebaut? Oder redest du von einer anderen 
Strecke als den Süd-Ost-Link?

von Stephan S. (outsider)


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A. K. schrieb:
> Stephan S. schrieb:
>> Na dann müssen eben mal ein paar Gaskraftwerke auf Reserve gehalten und
>> ordentlich dafür entlohnt werden wenn sie in solchen Fällen in die
>> Bresche springen, sodass sich das Geschäft auch für die lohnt. Können
>> dann auch gleich die Abwärme als Fernwärme bereits stellen anstatt alles
>> nur mit Atomstrom zu heizen.
>
> Fernwärme mit Reserve-Kraftwerken funktioniert nicht so gut. ;-)

Warum denn nicht? Wenn es mehr kleine sind die für verteilt sind? In 
Nürnberg konnten wir mal beim Tag der offenen Tür sowas besichtigen. 
Eine Gasturbine, angetrieben von Schrödergas. Ziemlich unspektakulär 
klein. Dazu haben die nen Wärmespeicher gebaut der einige zig Meter hoch 
voll Wasser ist.

Auch mit Atomkraft, warum sollte das nicht gehen? Wenn bei den Franzosen 
immer gerade im Winter der Strom knapp ist (wird deshalb nicht sogar 
CERN übern Winter abgeschaltet?), dann könnten sie dich die notwendige 
AKW Leistung halbieren wenn sie die Abwärme als Fernwärme für Heizzwecke 
nutzen und dafür weniger Strom bräuchten.

von Gustav K. (hauwech)


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Kara B. schrieb:
> Und welche finsteren Mächte habenden diesen Stromausfall verursacht?
War ein Kurzschluss in einer Umspannstation.

> Bist du aus der Prepper-Szene?
Nö, das Propanzeugs incl. eines netten mehrflammigen Kochers stammt noch 
aus meiner wilden Campingzeit. Paar Kilo Reis und Nudeln, dazu paar 
Dosen und Gläser mit Gemüsezeugs liegen immer auf Vorrat, dazu eine 
Kiste Bier und Sprudel. Zusammen schlappe 50 Euro, die ich da in der 
gnadenlos anhaltenden Hochzinsphase in Naturalien angelegt habe. Das 
reicht sicher für zwei angenehme Wochen, nur die Kerzen sind nicht so 
der Hit.

Stephan S. schrieb:
> Aber aktuell sieht es eh nicht nach Flaute und fehlendem Sonnenschein
> aus. Kalte Luft bringt sowohl für Solar als auch für Wind sehr viel.
Das ist so die übliche Denke: Wenn es irgendwo eng wird, dann fällt 
sicher irgendwo anders mehr Energie vom Himmel. Dieses Glücksspiel wird 
früher oder später mal richtig in die Hose gehen. In Zeiten großer 
Experimente fällt dies aber hinten runter.

von Karl K. (karl2go)


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Stephan S. schrieb:
> Wenn bei den Franzosen
> immer gerade im Winter der Strom knapp ist ...
> wenn sie die Abwärme als Fernwärme für Heizzwecke
> nutzen und dafür weniger Strom bräuchten.

Dumm nur, dass sie die AKW schön an die Grenze zu den Nachbarländern 
gepflanzt haben und nicht neben Paris. Das werden dann seeeehr lange 
Fernwärmeleitungen.

von Holm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>>> Fernwärme mit Reserve-Kraftwerken funktioniert nicht so gut. ;-)
>>
>> ..hast Du noch vergessen: " ..das funktioniert mit AKW deutlich besser."
>
> Gibts denn zB in Europa in Betrieb befindliche KKWs mit Fernwärme?

Ist doch egal, oder? Fernwärme funktioniert mit jedem thermischen, 
grundlastfähigen Kraftwerk besser als mit Windmühlen oder PV.

Gruß,

Holm

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wieder mal holmscher Blödsinn.

Wie lange wird denn schon die Solarthermie zu Hausheizung und 
Warmwasserbereitung genutzt? Seit 25 Jahren wohl locker. Dann muß man 
halt einen Fernwärmespeicher dranbauen, schon geht das. Übrigens können 
dadurch sogar solarthermische Kraftwerke grundlastfähig werden. Die 
nehmen tagsüber mehr Wärme auf, als ihr Turbogenerator umwandelt, der 
Überschuss landet in einem Wärmespeicher und kann dann in der Nacht 
verstromt werden.

In der Schweiz koppelt fast jedes Atomkraftwerk Fernwärme aus.
In Deutschland versorgt z.B. Gundremmingen ein kleines Fernwärmenetz.

In Russland hat die Fernwärmeversorgung durch Kernkraftwerke fast schon 
Tradition. Die haben sogar Reaktoren entwickelt, die nur für Heizzwecke 
betrieben werden sollten (AST-500, davon sollten zwei Stück z.B. in 
Gorki, heute Nischni Nowgorod, eingesetzt werden). Das hatte sich aber 
durch den Zerfall der Sowjetunion erledigt.

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Karl K.,

Karl K. schrieb:
> Dumm nur, dass sie die AKW schön an die Grenze zu den Nachbarländern
> gepflanzt haben und nicht neben Paris. Das werden dann seeeehr lange
> Fernwärmeleitungen.

Die verlinkte Karte zeigt Dir, dass die Grenzen zu den Nachbarländern 
nicht das Kriterium für den Bau von Kernkraftwerken dargestellt hat.

Jetzt nun die Preisfrage:
Was mag' das wohl für ein Kriterium gewesen sein, was für die Ortswahl 
maßgeblich war? :)

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Michael M. schrieb:
> Ich frage schon aus diesen Grund weil das Projekt ja Tod ist und ich
> unabhängig sein will von anderen Webseiten.
>
> Ok dann werde ich mich nach ein anderen geeigneten Meßgerät umsehen
> müssen.
> Habt ihr Vorschläge was man zur Messung nehmen kann?
> Es soll Hobbymäßig noch bezahlbar sein.

Kannst ja meines nachbauen:
http://www.fritzler-avr.de/HP/netzfreq.php

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Michael M. schrieb:
> Ich frage schon aus diesen Grund weil das Projekt ja Tod ist und ich
> unabhängig sein will von anderen Webseiten.
>
> Ok dann werde ich mich nach ein anderen geeigneten Meßgerät umsehen
> müssen.
> Habt ihr Vorschläge was man zur Messung nehmen kann?
> Es soll Hobbymäßig noch bezahlbar sein.

von Stephan S. (outsider)


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Karl K. schrieb:
> Stephan S. schrieb:
>> Wenn bei den Franzosen
>> immer gerade im Winter der Strom knapp ist ...
>> wenn sie die Abwärme als Fernwärme für Heizzwecke
>> nutzen und dafür weniger Strom bräuchten.
>
> Dumm nur, dass sie die AKW schön an die Grenze zu den Nachbarländern
> gepflanzt haben und nicht neben Paris. Das werden dann seeeehr lange
> Fernwärmeleitungen.

Das hier sieht mir aber nicht danach aus:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Nuclear_power_plants_map_France-de.svg

von (prx) A. K. (prx)


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Stephan S. schrieb:
> Das hier sieht mir aber nicht danach aus:

Die Schweizer sehen das deutlich entspannter, was die Abfälle angeht:
https://www.ensi.ch/wp-content/uploads/sites/2/2015/11/karte_kernanlagen_radioaktive_abfaelle_ensi-712x529.jpg

von Holm T. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Wieder mal holmscher Blödsinn.

Samt Bens dümmlicher Kritik.
>
> Wie lange wird denn schon die Solarthermie zu Hausheizung und
> Warmwasserbereitung genutzt? Seit 25 Jahren wohl locker.

Du verstehst den Unterschied zwischen "Hausheizung" und Fernwärme?

> Dann muß man
> halt einen Fernwärmespeicher dranbauen, schon geht das.
> Übrigens können
> dadurch sogar solarthermische Kraftwerke grundlastfähig werden. Die
> nehmen tagsüber mehr Wärme auf, als ihr Turbogenerator umwandelt, der
> Überschuss landet in einem Wärmespeicher und kann dann in der Nacht
> verstromt werden.

Hmm, hat ein Bekannter der eine Kälte-Branche-Firma betreibt gemacht,
der hatte in einem Sommer 70°C im Pool, weil er nicht wußte wohin mit 
der Wärme.
Das Zeug kann er dann sicher für den Winter einfrieren.


>
> In der Schweiz koppelt fast jedes Atomkraftwerk Fernwärme aus.
> In Deutschland versorgt z.B. Gundremmingen ein kleines Fernwärmenetz.
>
> In Russland hat die Fernwärmeversorgung durch Kernkraftwerke fast schon
> Tradition. Die haben sogar Reaktoren entwickelt, die nur für Heizzwecke
> betrieben werden sollten (AST-500, davon sollten zwei Stück z.B. in
> Gorki, heute Nischni Nowgorod, eingesetzt werden). Das hatte sich aber
> durch den Zerfall der Sowjetunion erledigt.


Weiß nicht was das soll, das AKW für Fernwärme geeignet sidn, hatte ich 
wohl doch nicht angezweifelt?

Gruß,
Holm

von Achim B. (bobdylan)


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Werden wir alle sterben?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Achim B. schrieb:
> Werden wir alle sterben?

Ja, aber du kommst in die Hölle. ;)

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:
> Hmm, hat ein Bekannter der eine Kälte-Branche-Firma betreibt gemacht,
> der hatte in einem Sommer 70°C im Pool, weil er nicht wußte wohin mit
> der Wärme.
> Das Zeug kann er dann sicher für den Winter einfrieren.

Tja dann hat er den Pool zu klein gebaut, oder hätte noch einen 
regulierbaren Speicher mit größerer Elastizität dazu bauen sollen. ;)

Namaste

von Achim B. (bobdylan)


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Winfried J. schrieb:
> Ja, aber du kommst in die Hölle.

Und das ist gut so. Da muss ich mir keine Sorgen wegen Fernwärme und 
solchen Kram machen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Achim B. schrieb:
> Und das ist gut so. Da muss ich mir keine Sorgen wegen Fernwärme und
> solchen Kram machen.


Vor allem ist es dort nicht so unerträglich heiß wie im Himmel.

https://www.youtube.com/watch?v=LzgPmr8OEd0

Namaste

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Beitrag #5703039 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5703707 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Der DWD sagt eine mehrwöchige Kälteperiode voraus mit Temperaturen
> nachts bis -20°C.

Laut Kachelmann steckt eine Verschwörung dahinter: ;-)
https://twitter.com/Kachelmann/status/1086672520877608960

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Das erinnert mich stark an ostdeutsche Wetterpropaganda. Das hatten wir 
da auch schon, nur dass es meist Zweckoptimismus zu verbreiten galt, 
ohne substanzielle Basis.

 Heute wird auf der gleichen Grundlage Zweckpessimismus erzeugt.

Dabei ist es völlig egal ob über das Wetter oder bei bedarf auch über 
das Klima.

Wichtig ist nur die Stimmung in der Bevölkerung in die gewünschte 
Richtung zu manipulieren, dafür ist jedes Mittel recht und wer beschwert 
sich schon über das die Wetterprognose von gestern.

Namaste

von Karl K. (karl2go)


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A. K. schrieb:
> Laut Kachelmann steckt eine Verschwörung dahinter

Nimmt den Kachelmann noch jemand ernst? Das ist doch genauso ein 
Schwätzer und Selbstdarsteller wie "die Medien", die er da anprangert.

von (prx) A. K. (prx)


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Karl K. schrieb:
> Nimmt den Kachelmann noch jemand ernst? Das ist doch genauso ein
> Schwätzer und Selbstdarsteller wie "die Medien", die er da anprangert.

Einen Hang zum Selbstdarstellung hat er, und seine alte Fehde mit dem 
DWD ist offenbar immer noch warm. Aber trotzdem könnte er recht haben.

Unabhängig von Kachelmann vermisse mit seit Tagen die Kältewelle. 
Jedesmal wenn ich in die 10-Tage Vorhersage von yr.no für den 
Bodenseeraum reinsehe (yr.no ist eine der verbreitesten Datenquellen von 
internationalen Wetterapps), ist weit und breit kein Extrem zu finden. 
Die Temperatur bleibt schön brav im üblichen Bereich, zwischen 0 und 
-6°C.

Nicht einmal in La Brévine in 1043m Höhe im Schweizer Jura fällt es 
yr.no zufolge unter -12°C, und da waren es am 12. Januar 1987 stolze 
−41,8 °C.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Karl K. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Laut Kachelmann steckt eine Verschwörung dahinter
>
> Nimmt den Kachelmann noch jemand ernst? Das ist doch genauso ein
> Schwätzer und Selbstdarsteller wie "die Medien", die er da anprangert.

Die Vergangenheit hat bewiesen das seinen Aussagen deutlich weiter zu 
trauen ist als denen aus der Mainstreampresse.

Also ja, ich nehme den durchaus ersnt und halte Ihn wegen dem was ihm 
angetan wurde für ne arme Sau. Am Hungertuch wird er freilich nicht 
nagen müssen.

Gruß,

Holm

von Karl K. (karl2go)


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A. K. schrieb:
> Aber trotzdem könnte er recht haben.

Sorry die Abhandlung die er da bei Twitter hingerotzt hat klingt wie von 
"Weihnachten in Stenkelfeld" abgeschrieben. Das war vor 20 Jahren 
vielleicht mal lustig.

Zumal er genauso mit seinen Behauptungen spekuliert wie die Medien, die 
er da "vorführt".

von (prx) A. K. (prx)


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Mir geht es weniger um Kachelmanns Persönlichkeit, als vielmehr um das 
Wetter.

von Karl K. (karl2go)


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A. K. schrieb:
> Mir geht es weniger um Kachelmanns Persönlichkeit, als vielmehr um das
> Wetter.

Na und? Stimmt doch. Der DWD hat ja nicht behauptet, dass es überall 
-20°C werden soll. Letzte Nacht hier -8°C am Haus, -15°C auf freiem 
Feld, und jetzt sind auch schon wieder -5/-8°C. Mitteldeutschland auf 
160mNN. Finde ich für Jan jetzt nicht ungewöhnlich.

Der Schnee fehlt halt als Puffer, deswegen geht die Temperatur nachts 
unter sternklarem Himmel halt ordentlich runter. Wir hatten halt auch 
keinen Schnee, als in Österreich "Katastrophe" war.

Gottchen, dass die Medien das aufbauschen ist ja wohl nix Neues.

von G. K. (zumsel)


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Holm T. schrieb:
> Die Vergangenheit hat bewiesen das seinen Aussagen deutlich weiter zu
> trauen ist als denen aus der Mainstreampresse.

Der Vollständigkeit sollte man noch erwähnen das der Schnee aus dem 
letzten Jahr von den Gletschern schon wieder komplett runter ist.

von Icke ®. (49636b65)


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Um einer Überlastung des Ortsnetzes vorzubeugen, haben die Bliestaler 
Stadtwerke einem E-Auto Besitzer nur 11kW Ladeleistung (statt der 
gewünschten 22kW) genehmigt:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/wirtschaft/sz-wirtschaft/kommt-der-strom-blackout-durch-elektroautos_aid-36752339

Zitat:
"„Noch tritt dieses Problem nur vereinzelt auf“, weiß Roman Fixemer, 
Geschäftsführer der Firma VSE Verteilnetz. „In der Regel müssen sich in 
einem Wohnviertel zwischen 20 und 50 Häuser, die an einem Stromkreis 
angeschlossen sind, ein Leistungsangebot von bis zu 120 kW teilen“, 
erläutert er. In der Regel reiche dies, da die Geräte mit einem hohen 
Stromverbrauch, wie zum Beispiel ein Durchlauferhitzer mit einer 
Leistung von 18 bis 24 kW, nur wenige Minuten laufe. „Doch ein 
Elektroauto fragt diese Leistung über Stunden hinweg ab“, macht 
Netzspezialist Fixemer das Problem deutlich."

Ohne erheblichen Ausbau der Stromnetze ist an nennenswerte E-Mobilität 
nicht zu denken:

"Sollte nichts passieren „wird mit einer 95-prozentigen 
Wahrscheinlichkeit das Niederspannungsnetz ab einer 
Elektromobilitätsquote von 30 Prozent flächendeckend überlastet sein"

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Auweia, nun wird dieser tolle Thread hier von er EU gelöscht, weil Du 
von einer Zeitung zitiert hast, ohne zu bezahlen!

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn man die Gegenwart unter der Voraussetzung extrapoliert, dass sich 
ausser beim betrachteten Parameter sonst nichts ändert, geht stets die 
Welt unter.

von G. K. (zumsel)


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Nachtrag: Die schrottreifen AKWs in Belgien und Frankreich waren im 
Januar mal wieder nicht richtig verfügbar: http://www.taz.de/!5567350/

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Wenn man die Gegenwart unter der Voraussetzung extrapoliert, dass sich
> ausser beim betrachteten Parameter sonst nichts ändert, geht stets die
> Welt unter.

Ohne Geschrei und Gejammer kein Geschäft. Das ist halt wie das Klappern 
des Handwerkers.

Namaste

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die wichtigsten Worte eines Handwerkers:

"Oh oh oh... Oh datt wierd teuer!"

von Vn N. (wefwef_s)


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Ben B. schrieb:
> Auweia, nun wird dieser tolle Thread hier von er EU gelöscht, weil Du
> von einer Zeitung zitiert hast, ohne zu bezahlen!

Ich bin genau so gegen das Leistungsschutzrecht wie du, aber man sollte 
schon so ehrlich sein und zugeben dass es eine Deutsche Idee war, die 
Voss halt jetzt versucht auf EU-Ebene durchzudrücken nachdems in 
Deutschland nicht geklappt hat.

Icke ®. schrieb:
> „In der Regel müssen sich in
> einem Wohnviertel zwischen 20 und 50 Häuser, die an einem Stromkreis
> angeschlossen sind, ein Leistungsangebot von bis zu 120 kW teilen“,

50 Häuser teilen sich 120kW? Da ist so und so Feuer am Dach, auch ganz 
ohne Elektroauto... Man stelle sich vor, am Abend nach der Arbeit fängt 
die Hälfte der Haushalte an zu kochen, ein paar machen dann noch 
elektrisch Warmwasser... Klar geht es sich gerade noch aus, aber ja, 
gerade noch...

Icke ®. schrieb:
> "Sollte nichts passieren „wird mit einer 95-prozentigen
> Wahrscheinlichkeit das Niederspannungsnetz ab einer
> Elektromobilitätsquote von 30 Prozent flächendeckend überlastet sein"

Das mag schon sein, aber dass ein einziges (!) 22kW-Auto schon das Netz 
überlastet, zeigt, dass dort das Netz mehr als nur auf Kante genäht 
wurde. Das klassische Beispiel privatisierter Infrastruktur, die man 
verkommen lässt.
Mittlerweile weiß man ja auch warum: würde man laufend in die bestehende 
Infrastruktur investieren und ausbauen, müssten die Unternehmen (ja auch 
die Stadtwerke sind ein solches) selbst Geld in die Hand nehmen. Lässt 
man die Infrastruktur so lange unangetastet bis sie vor dem Kollaps 
steht (weil sich z.B. 50 Einfamilienhäuser 120kW teilen müssen) gibts 
fette Subventionen seitens des Staates für den Neubau.

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von Icke ®. (49636b65)


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vn n. schrieb:
> 50 Häuser teilen sich 120kW? Da ist so und so Feuer am Dach, auch ganz
> ohne Elektroauto...

Nein, das ist die völlig normale klassische Auslegung der 
Niederspannungsnetze, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, 
als es noch keine PV-Einspeisung gab. Die kurzzeitige Überlastung zu 
Spitzenzeiten ist eingeplant und schadet dem Netz auch nicht. Die 
Probleme kamen jedoch nicht erst mit den E-Autos, sondern schon durch 
zunehmende Anzahl von PV-Anlagen auf Privathäusern. Hier eine 
lesenswerte Studie dazu, die auch die Grundlagen der Ortsnetze 
behandelt:

https://www.google.de/url?q=https://mediatum.ub.tum.de/doc/998003/998003.pdf&sa=U&ved=0ahUKEwj-iZyshsDgAhXJwKQKHYUPBX8QFggUMAA&usg=AOvVaw1D_kp7gsX2AvT4PFHBJLvY

> Das mag schon sein, aber dass ein einziges (!) 22kW-Auto schon das Netz
> überlastet, zeigt, dass dort das Netz mehr als nur auf Kante genäht
> wurde.

Siehe vorstehend, für das Zeitalter vor PV und E-Auto war das völlig 
ausreichend. Man kann den Erbauern höchstens Mangel an Visionen 
vorwerfen.

von Vn N. (wefwef_s)


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Icke ®. schrieb:
> Die
> Probleme kamen jedoch nicht erst mit den E-Autos, sondern schon durch
> zunehmende Anzahl von PV-Anlagen auf Privathäusern.

Richtig, deshalb ist es etwas billig, sich jetzt plötzlich aus die 
E-Autos rauszureden.

Icke ®. schrieb:
> Siehe vorstehend, für das Zeitalter vor PV und E-Auto war das völlig
> ausreichend. Man kann den Erbauern höchstens Mangel an Visionen
> vorwerfen.

Den Erbauer trifft keine Schuld, der konnte es damals ja noch nicht 
ahnen. Dem aktuellen Betreiber müsste aber ob des nun schon etwas länger 
andauernden PV-Booms schon lange klar sein, dass er auf lange Sicht um 
einen Netzausbau nicht herumkommen wird.
Aber wahrscheinlich wird der ausgesessen bis kurz nach knapp.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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vn n. schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>> Die
>> Probleme kamen jedoch nicht erst mit den E-Autos, sondern schon durch
>> zunehmende Anzahl von PV-Anlagen auf Privathäusern.
>
> Richtig, deshalb ist es etwas billig, sich jetzt plötzlich aus die
> E-Autos rauszureden.

zumal PV und E-Auto nicht im Wiederspruch zueinander stehen

je ein E-Auto und eine PV, pro Endkunde, aber sehr wohl zum bestehenden 
Netz.

Da überlasten die PV das Netz am Tag und abends die E-Autos. Anders 
würde es erst wenn lokale (private) Speichertechnik das Problem 
entschärfte. PV tankt tags das Haus, dieses nachts das E-Auto das Netz 
als Speicher wäre nur noch fürs auffüllen und auffangen von Mangel und 
Überfluss gefragt. Dummerweise wären lokal dann oft die Preise zu 
Ungunsten der lokalen Erzeuger und Abnehmer von strukturellem Bedarf und 
Wetter bedingtem Überangebot und zu Gunsten der Netzbetreiber zu 
erwarten da er das Monopol beherrscht.

"Misst schon wieder... ich muss aber auch allweil den Finger im falschen 
Loch haben. ;)"





> Icke ®. schrieb:
>> Siehe vorstehend, für das Zeitalter vor PV und E-Auto war das völlig
>> ausreichend. Man kann den Erbauern höchstens Mangel an Visionen
>> vorwerfen.
>
> Den Erbauer trifft keine Schuld, der konnte es damals ja noch nicht
> ahnen. Dem aktuellen Betreiber müsste aber ob des nun schon etwas länger
> andauernden PV-Booms schon lange klar sein, dass er auf lange Sicht um
> einen Netzausbau nicht herumkommen wird.
> Aber wahrscheinlich wird der ausgesessen bis kurz nach knapp.

Die Rahmenbedingungen, aka Gesetz definiert aber wer anders und die 
Ökonomie erledigt Selektion.
 Der Betreiber muss sich in jedem System dem selbst anpasse Er hat keine 
andere Wahl. Es ist keine Frage von  goodwill sondern von pol. Ökonomie.

Autsch schon wieder.

Wie soll mann das nur ohne Politik verstehen.
Ach ja das scheint es zu sein. Es soll niemand verstehen.

Namaste

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von Karl K. (karl2go)


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Icke ®. schrieb:
> „Doch ein
> Elektroauto fragt diese Leistung über Stunden hinweg ab“

Und wenn es nur mit halber Leistung lädt, dann fragt es diese doppelt so 
lange ab. Sollte man als Geschäftsführer eines Netzbetreibers wissen. 
Nagut, bestimmt ist er gut in PowerPoint.

22kW Ladeleistung, das sind 2 Küchenherde. Für die 50 Haushalte wird 
dann Weihnachten bis Mitte Jan verteilt, damit nicht gleichzeitig die 
Weihnachtsgans stundenlang im Ofen bruzzelt und die Klöße und das 
Rotkraut auf dem Herd kochen.

Icke ®. schrieb:
> das ist die völlig normale klassische Auslegung der
> Niederspannungsnetze, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde

Ja, wie bei meiner Omma: 2 Sicherungen, und wenn Küchenboiler und 
Waschmaschine gleichzeitig an waren stand einer im Flur und drückte den 
Automat immer wieder rein.

Icke ®. schrieb:
> als es noch keine PV-Einspeisung gab

Was hat das jetzt mit PV zu tun? Auf dem Haus ist offenbar keine PV, es 
geht in dem Artikel nicht um PV. Wolltest Dich mal wieder bißchen an 
Deinen Feindbildern abarbeiten oder was?

von Vn N. (wefwef_s)


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Winfried J. schrieb:
> Die Rahmen Bedingungen Aka Gesetz definiert aber wer anders und die
> Ökonomie erledigt Selektion. Der Betreiber muss sich in jedem System dem
> selbst anpassen er hat keine andere Wahl. es ist keine frage von
> goodwill sondern von pol. Ökonomie

Egal wie der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen definiert, das Kapital 
findet immer Wege um sich möglichst stark zu bereichern.
Der Gesetzgeber fördert den Neubau stärker als den Erhalt? OK, dann 
investiert der Netzbetreiber einfach so lange wenig bis nix, bis eine 
komplette Erneuerung ansteht. Gewinn maximiert, die Bevölkerung zahlts.
Anders rum, der Gesetzgeber fördert den Erhalt, um teure Neubauten 
hinauszuzögern? OK, es wird selbst dann noch geflickt, wenn ein Neubau 
eigentlich schon vernünftiger und billiger wäre.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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vn n. schrieb:

>
> Egal wie der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen definiert, das Kapital
> findet immer Wege um sich möglichst stark zu bereichern.

Es nutzt nur nichts deswegen Mordio und Zeta zu zitieren.

Ließ den verdammten Karl M. und seinen Kommentar zu Sozialutopien im 
Kap.

Gewaltsame Beschleunigungsversuche an gesellschaftlicher Entwicklung 
sind in der Geschichte noch immer nach hinten losgegangen, egal wer sie 
initiierte.

Take the British way and have a cup of tea.

Namaste

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von Vn N. (wefwef_s)


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Winfried J. schrieb:
> Es nutzt nur nichts deswegen Mordio und Zeta zu zitieren.

Wer hat das getan, und wo?

Winfried J. schrieb:
> Gewaltsame Beschleunigungsversuche an gesellschaftlicher Entwicklung
> sind in der Geschichte noch immer nach hinten losgegangen, egal wer sie
> initiierte.

Keine Angst, ich plane keine gewaltsame Revolution.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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vn n. schrieb:
> Keine Angst, ich plane keine gewaltsame Revolution.

Nein du hoffst auf Andere, die das für dich erledigen sollen. Ich weiß.
Anden Falls also in dem der Einsicht in die Notwendigkeit von Geduld 
wäre dein Gejammer und Gezeter hier noch überflüssiger als ohne hin.

Namaste

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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vn n. schrieb:
> Wer hat das getan, und wo?

Wenn es das nicht ist, dann kann es nur noch der nackte Neid aufs 
Kapital sein, die höchste Form der Anerkennung. ;)

Namaste

von Vn N. (wefwef_s)


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Winfried J. schrieb:
> Nein du hoffst auf Andere, die das für dich erledigen sollen. Ich weiß.

Interessant, was du alles über mich zu wissen glaubst.

Winfried J. schrieb:
> Wenn es das nicht ist, dann kann es nur noch der nackte Neid aufs
> Kapital sein, die höchste Form der Anerkennung. ;)

Nö, es war lediglich eine Feststellung, warum unsere Infrastruktur so 
schlecht ist wie sie ist. Sieht bei der Bahn ja nicht anders aus, Neubau 
ist halt lohnender als Erhalt.

Scheinbar willst du aber nur stänkern?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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I werd dir doch nicht den Job streitig machen, hab meine eigenen Kunden.

Namaste

von Icke ®. (49636b65)


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vn n. schrieb:
> Richtig, deshalb ist es etwas billig, sich jetzt plötzlich aus die
> E-Autos rauszureden

Die PV-Anlagen lasten die Netze zwar startk aus (zumindest bei 
freundlichem Wetter), aber es geht überwiegend noch ohne Netzausbau.

> Dem aktuellen Betreiber müsste aber ob des nun schon etwas länger
> andauernden PV-Booms schon lange klar sein, dass er auf lange Sicht um
> einen Netzausbau nicht herumkommen wird.

Den Betreibern WIRD das auch bewußt sein. So ein Netzausbau ist aber 
nicht in einem Vormittag erledigt, das ist ein gigantischer Aufwand mit 
ebenso gigantischen Kosten. Am einfachsten sind noch Freiltungen 
nachrüstbar, aber die gibt es fast nur noch auf dem Land. In den Städten 
müssen alle Straßen aufgerissen und neue Kabel verlegt werden. Die 
Leistung von Umspannwerken und Trafostationen gilt es ebenso zu erhöhen. 
Das dauert Jahrzehnte und irgendwer muß dies alles bezahlen. Die 
Netzbetreiber sind wirtschaftliche Unternehmen und treiben natürlich 
keinen Aufwand, der nicht zwingend erforderlich ist. Wenn sich der 
Ausbau nicht mehr vermeiden läßt, werden sie die Kosten auf die 
Stromkunden umlegen. Ich bin schon auf das Geschrei gespannt, wenn die 
kWh 50 Cent oder gar einen Euro kostet. Dann wird nämlich die grüne 
Euphorie ganz schnell in Unmut umschlagen.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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@Winnie,

Es heißt „Zeter und Mordio schreien“. Wenn du dein Geschwalle aufpimpen 
mussst, dann bitte richtig.

von Icke ®. (49636b65)


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Karl K. schrieb:
> Und wenn es nur mit halber Leistung lädt, dann fragt es diese doppelt so
> lange ab.

Ach??

> Sollte man als Geschäftsführer eines Netzbetreibers wissen.
> Nagut, bestimmt ist er gut in PowerPoint.

Ja, hätten sie mal den omnikompetenten Karl Käfer gefragt..

> 22kW Ladeleistung, das sind 2 Küchenherde. Für die 50 Haushalte wird
> dann Weihnachten bis Mitte Jan verteilt, damit nicht gleichzeitig die
> Weihnachtsgans stundenlang im Ofen bruzzelt und die Klöße und das
> Rotkraut auf dem Herd kochen.

Was genau verstehst du nicht an "Überlastungen zu Spitzenzeiten sind 
eingeplant"?

> Was hat das jetzt mit PV zu tun? Auf dem Haus ist offenbar keine PV, es
> geht in dem Artikel nicht um PV.

Wenn du einfach mal richtig zu Ende lesen würdest, anstatt cholerisch 
rumzumotzen, erschlösse sich sogar dir der Kontext.

> Wolltest Dich mal wieder bißchen an
> Deinen Feindbildern abarbeiten oder was?

Das überlasse ich solchen Kotzbrocken wie dir...

von Vn N. (wefwef_s)


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Icke ®. schrieb:
> So ein Netzausbau ist aber
> nicht in einem Vormittag erledigt

Dass die Stromnetze am Rande ihrer Leistungsfähigkeit sind, ist auch 
nicht erst seit heute Morgen bekannt.

Icke ®. schrieb:
> Die
> Netzbetreiber sind wirtschaftliche Unternehmen und treiben natürlich
> keinen Aufwand, der nicht zwingend erforderlich ist. Wenn sich der
> Ausbau nicht mehr vermeiden läßt, werden sie die Kosten auf die
> Stromkunden umlegen. Ich bin schon auf das Geschrei gespannt, wenn die
> kWh 50 Cent oder gar einen Euro kostet. Dann wird nämlich die grüne
> Euphorie ganz schnell in Unmut umschlagen.

Die Netzbetreiber haben Jahrelang keinen Cent in Infrastruktur gesteckt, 
die sie bei der Privatisierung billig vom Staat bekommen haben, und 
fette Rendite eingefahren.
Jetzt fällt ihnen "plötzlich" auf den Kopf dass wichtige Investitionen 
verabsäumt wurden, und die Kunden sowie der Staat (über Zuschüsse) darfs 
bezahlen.
Wunderbar.

Icke ®. schrieb:
> Was genau verstehst du nicht an "Überlastungen zu Spitzenzeiten sind
> eingeplant"?

Wenn ein Unterschied von 11kW so entscheidend ist, dann ist da nix 
eingeplant, sondern nur auf Kante genäht.

Icke ®. schrieb:
> Wenn du einfach mal richtig zu Ende lesen würdest, anstatt cholerisch
> rumzumotzen, erschlösse sich sogar dir der Kontext.
>
>> Wolltest Dich mal wieder bißchen an
>> Deinen Feindbildern abarbeiten oder was?
>
> Das überlasse ich solchen Kotzbrocken wie dir...

Ohne ausfallend zu werden gehts auch, oder heute nicht so?

von Icke ®. (49636b65)


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vn n. schrieb:
> Dass die Stromnetze am Rande ihrer Leistungsfähigkeit sind, ist auch
> nicht erst seit heute Morgen bekannt.

Absolut richtig. Das hindert praxisferne Politiker und inkompetente 
grüne Utopisten aber nicht daran, Beschlüsse zu fassen, deren Umsetzung 
die Physik nicht hergibt. Nicht nur die E-Mobilität, sondern auch der 
Ausstieg aus Kern- und Kohlekraft erfordern ZWINGEND einen massiven 
Ausbau des Stromnetzes, der in der angepeilten Zeit gar nicht umsetzbar 
ist.

> die Kunden sowie der Staat (über Zuschüsse) darfs bezahlen.

Ja wer denn sonst? Wer zahlt denn jetzt schon über Umlagen den Ausbau 
der erneuerbaren Energie? Hast du ernsthaft noch nicht geschnallt, daß 
der gemeine Bürger in diesem Lande für alles zahlen muß und Konzerne 
nicht mal nennenswert Steuern?

> Wenn ein Unterschied von 11kW so entscheidend ist, dann ist da nix
> eingeplant, sondern nur auf Kante genäht.

Wenn du das anhand deiner Fachkompetenz so einschätzt, wird es wohl so 
sein...

> Ohne ausfallend zu werden gehts auch, oder heute nicht so?

Ich hab damit nicht angefangen und außerdem mußt du dich nicht in meinen 
Disput mit einem anderen User reinhängen.

von Vn N. (wefwef_s)


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Icke ®. schrieb:
> Absolut richtig. Das hindert praxisferne Politiker und inkompetente
> grüne Utopisten aber nicht daran, Beschlüsse zu fassen, deren Umsetzung
> die Physik nicht hergibt.

Die Physik? Der vernachlässigte Netzausbau ist ein wirtschaftliches 
Problem, kein physikalisches.

Icke ®. schrieb:
> Nicht nur die E-Mobilität, sondern auch der
> Ausstieg aus Kern- und Kohlekraft erfordern ZWINGEND einen massiven
> Ausbau des Stromnetzes

Das ist glaub ich so ziemlich jedem klar.

Icke ®. schrieb:
> der in der angepeilten Zeit gar nicht umsetzbar
> ist.

Bitte um Erläuterung dieser Behauptung.

Icke ®. schrieb:
> Ja wer denn sonst? Wer zahlt denn jetzt schon über Umlagen den Ausbau
> der erneuerbaren Energie? Hast du ernsthaft noch nicht geschnallt, daß
> der gemeine Bürger in diesem Lande für alles zahlen muß und Konzerne
> nicht mal nennenswert Steuern?

Faszinierend, ich schreib das gleiche wie du, und trotzdem beleidigst du 
mich, und versuchst eine Gegenhaltung einzunehmen. Scheinbar geht es dir 
also nur ums Beleidigen, nicht ums Thema?

Icke ®. schrieb:
> Wenn du das anhand deiner Fachkompetenz so einschätzt, wird es wohl so
> sein...

Dort hängen 50 Häuser an dem Trafo. Wenn in einem von diesen 50 Häusern 
im Winter die Gasheizung im Keller ausfällt und der Besitzer einen 
Elektroheizstab als Übergang einbauen muss, sind das schon mal 10kW. Den 
ganzen Tag. Durchgängig. Offenbar genug, um dort die Stromversorgung zu 
gefährden.

Icke ®. schrieb:
> Ich hab damit nicht angefangen

Komisch, seinerseits war da keine Beleidigung zu sehen.

Icke ®. schrieb:
> und außerdem mußt du dich nicht in meinen
> Disput mit einem anderen User reinhängen.

Natürlich muss ich nicht. Aber ich darf.

von Reinhard S. (rezz)


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Icke ®. schrieb:
> Siehe vorstehend, für das Zeitalter vor PV und E-Auto war das völlig
> ausreichend. Man kann den Erbauern höchstens Mangel an Visionen
> vorwerfen.

Ich versteh nicht ganz, was PV da stören soll. Die entlastet doch eher 
das Netz bzw. die Zuführung. Und ja, ich geh davon aus, das nicht jeder 
PV auf dem Dach hat.

von Icke ®. (49636b65)


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vn n. schrieb:
> Der vernachlässigte Netzausbau ist ein wirtschaftliches
> Problem, kein physikalisches.

Ich sehe ein, du hast keinen Sinn für Metaphern.

> Icke ®. schrieb:
>> Nicht nur die E-Mobilität, sondern auch der
>> Ausstieg aus Kern- und Kohlekraft erfordern ZWINGEND einen massiven
>> Ausbau des Stromnetzes
>
> Das ist glaub ich so ziemlich jedem klar.

Nein, das ist es ganz offensichtlich überhaupt nicht. Weder den 
Politikern, die den vollständigen Ausstieg aus Kohle- und Kernkraft in 
weniger als zwei Jahrzehnten bereits beschlossen haben, noch den 
Verbrenner-Verteuflern hier im Forum ist das bewußt. Bei ersteren 
wundert es mich nicht, bei letzteren kann ich es angesichts der doch 
zumindest grundlegenden technischen Kompetenz nicht verstehen.

> Bitte um Erläuterung dieser Behauptung.

Wir reden nicht davon, hier und da ein paar Käbelchen einzufädeln. Wir 
reden von einem grundlegenden Aus-/Umbau des gesamten deutschen 
Stromnetzes. Ich habe zu DDR-Zeiten im Hochspannungsfreileitungsbau 
gearbeitet und kann die Aufgabe einigermaßen einschätzen. Nimm als 
Beispiel das 2013 verabschiedete BBPIG (Ausbau des 
Höchstpannungsnetzes):

https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/de.html

Schau dir an, wieviel davon bereits realisiert ist oder in naher Zukunft 
realisiert werden wird. Eine der wichtigsten Leitungen, der sogenannte 
Suedlink, soll 2025 ans Netz gehen, befindet sich jedoch nach wie vor in 
der Planungsphase:

https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/bbplg/03/de.html?cms_vhTab=2

..und wird ausgerechnet von Umweltaktivisten torpediert:

https://www.bund-niedersachsen.de/service/presse/detail/news/suedlink-unnoetig-teuer-und-schaedlich-bund-lehnt-planung-von-tennet-zur-stromautobahn-in-niedersa/

Grüner Strom ja, Kabel oder Freileitungen zu dessen Übertragung auf 
keinen Fall.

Schau dir weiterhin an, wie lange an im Umfang vergleichsweise harmlosen 
Projekten wie BER oder Stuttgart21 schon rumgemurkst wird. Keiner weiß, 
wann die eröffnet werden. Daß sie sehr viel mehr Geld verschlingen als 
geplant, ist dagegen wohl eindeutig.
Auch im Kleinen sehe ich in meiner Umgebung, daß Bauvorhaben aller Art 
nur schleppend vorwärts gehen. So hat bspw. die Verlegung von neuen 
Abwasserrohren an unserer Straße auf ca. 400m Länge anderthalb Jahre 
gedauert. Der Erneuerung einer kleinen Brücke am Ende einer 
Ortsdurchfahrt ganze zwei Jahre mit Vollsperrung. Dadurch etwa 5km Umweg 
zur Autobahn.

Tut mir leid, daß ich schon aufgrund dieser Tatsachen keinen Optimismus 
aufbringen kann.

> Faszinierend, ich schreib das gleiche wie du, und trotzdem beleidigst du
> mich, und versuchst eine Gegenhaltung einzunehmen.

Das tue ich nicht. Möglicherweise habe ich falsch interpretiert, aber 
dein Text liest sich nicht so, als würdest du mir zustimmen.

> Dort hängen 50 Häuser an dem Trafo. Wenn in einem von diesen 50 Häusern
> im Winter die Gasheizung im Keller ausfällt und der Besitzer einen
> Elektroheizstab als Übergang einbauen muss, sind das schon mal 10kW. Den
> ganzen Tag. Durchgängig. Offenbar genug, um dort die Stromversorgung zu
> gefährden.

Du hast nur halb gelesen, es geht nicht nur um ein Auto. Zitat:

"Die Stadtwerke befürchteten eine Überlastung des Netzes und damit einen 
Stromausfall, sollten die drei E-Autos in der Straße gleichzeitig 
geladen und zudem einige Durchlauferhitzer und Elektroherde neben dem 
Normal-Verbrauch durch Lampen oder Fernseher in Betrieb sein."

Drei Autos mit voller Ladeleistung würden allein schon die Hälfte der 
Gesamtnennleistung ziehen.

> Komisch, seinerseits war da keine Beleidigung zu sehen.

Natürlich nicht, sein Beitrag strotzt nur so von Sachlichkeit...

von Icke ®. (49636b65)


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Reinhard S. schrieb:
> Ich versteh nicht ganz, was PV da stören soll. Die entlastet doch eher
> das Netz bzw. die Zuführung.

Dann lies die verlinkte Studie, darin findest du die Erklärungen.

von G. K. (zumsel)


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Winfried J. schrieb:

> Gewaltsame Beschleunigungsversuche an gesellschaftlicher Entwicklung
> sind in der Geschichte noch immer nach hinten losgegangen, egal wer sie
> initiierte.

Das gilt ganz besonders für den Neoliberalismus.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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G. K. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>
>> Gewaltsame Beschleunigungsversuche an gesellschaftlicher Entwicklung
>> sind in der Geschichte noch immer nach hinten losgegangen, egal wer sie
>> initiierte.
>
> Das gilt ganz besonders für den Neoliberalismus.

Keine Einwände meinerseits. Nur die kleine Anmerkung "Gut Ding braucht 
Weile."

50 Jahre Auroville das ist was mich momentan fasziniert und was mich 
verrückt macht, ist erst vorgestern davon zu erfahren.

Solarkitchen bereitet tausende warme Malzeiten nur mit einer 
Sonnenenergie.
Wer ein Haus erbaut hat Nutzungsrecht und kann eine Ausgleich innerhalb 
der Stadt in Anspruch nehmen. Aber er besitzt nicht das Eigentum. Das 
sind soziale Ansätze die funktionieren weil auf freiwilliger Basis stets 
neue Projekte gestartet und getestet werden. Was ich bedaure ist nicht 
vor 30 Jahren davon erfahren zu haben. Aber wer weiß wofür es gut ist.

Namaste

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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vn n. schrieb:

> Mittlerweile weiß man ja auch warum: würde man laufend in die bestehende
> Infrastruktur investieren und ausbauen, müssten die Unternehmen (ja auch
> die Stadtwerke sind ein solches) selbst Geld in die Hand nehmen. Lässt
> man die Infrastruktur so lange unangetastet bis sie vor dem Kollaps
> steht (weil sich z.B. 50 Einfamilienhäuser 120kW teilen müssen) gibts
> fette Subventionen seitens des Staates für den Neubau.

von welchen Subventionen seitens des Staates redest du?
Investitionszulagen, verbilligte Kredite?

Wenn das Netz zu schwach ist wird m.E. nichts neu gebaut sondern das 
bestehende Netz verstärkt, in diesem Fall das örtliche Verteilnetz auf 
NS-Ebene. Und dann gibt es keine Investitionszulagen.

: Bearbeitet durch User
von Karl K. (karl2go)


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Winfried J. schrieb:
> Das
> sind soziale Ansätze die funktionieren weil auf freiwilliger Basis stets
> neue Projekte gestartet und getestet werden.

Allerdings ist es hier so wie in der Gründerszene: Auf einen 
funktionerenden Ansatz kommen zig andere, die grandios krachen gegangen 
sind, weil die Leute eben doch zu unterschiedliche Vorstellungen haben.

Icke ®. schrieb:
> Nicht nur die E-Mobilität, sondern auch der
> Ausstieg aus Kern- und Kohlekraft erfordern ZWINGEND einen massiven
> Ausbau des Stromnetzes, der in der angepeilten Zeit gar nicht umsetzbar
> ist.

Das Schöne an Typen wie Dir ist: Man kann es ihnen wieder und wieder 
erklären, und weiss genau, dass sie nächste Woche dennoch mit den 
gleichen blödsinnigen Argumenten angekrochen kommen, weil sie es einfach 
nicht kapieren.

Es gab bereits 2001 einen Konsens der rot-grünen Regierung mit 
Stromerzeugern und Netzbetriebern (damals noch nicht getrennt) zum 
Atomausstieg und zum Ausbau erneuerbarer Energien, der auch beinhaltete, 
dass die Netze ausgebaut werden. Und dann haben diese Netzbetreiber 10 
Jahre lang genau NICHTS ausgebaut, weil sie auf eine schwarze Regierung 
gewartet haben, die das Ganze wieder zurückdreht. Was ja auch mit dem 
Ausstieg vom Ausstieg geklappt hat. Bis dann der Ausstieg vom Ausstieg 
vom Ausstieg kam...

Es sind nicht die Beschlüsse "inkompetenter grüner Utopisten", es sind 
die Netzbetreiber, die den Netzausbau jahrelang haben schleifen lassen.

von Reinhard S. (rezz)


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Icke ®. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Ich versteh nicht ganz, was PV da stören soll. Die entlastet doch eher
>> das Netz bzw. die Zuführung.
>
> Dann lies die verlinkte Studie, darin findest du die Erklärungen.

Lesen ist nicht das Thema. Aber verstehen...

von Lukas B. (lukas-1992) Benutzerseite


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Hallo zusammen,
ich habe den kompletten Thread nicht durchgelesen, aber mir kommt beim 
Kapitel E-Mobilität und Netzauslastung immer eine Frage auf:

angenommen, durchschnittlich werden 100km gefahren, dh. ca. 25kWh 
elektrische Energie von der Steckdose.
Ich komm gegen 18:00 Uhr nach Hause
gegen 07:00 am nächsten morgen fahre ich wieder los

dh. ich habe 13h Zeit zum laden --> ca. 2kW "Grundlast" das sollte doch 
für kein E-Netz ein Problem sein?!

Natürlich wenn ich Schnellladen will, dann brauche ich mehr dampf, aber 
die Mehrheit benötigt die Schnellladung nicht regelmäßig und vorallem 
nicht in der Eigenen Garage...

Kann mir das mal jemand erklären.

Gruß

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Lukas B. schrieb:

> Natürlich wenn ich Schnellladen will, dann brauche ich mehr dampf, aber
> die Mehrheit benötigt die Schnellladung nicht regelmäßig und vorallem
> nicht in der Eigenen Garage...
>
> Kann mir das mal jemand erklären.
>
> Gruß

und wenn du von Arbeit kommst, die Batterie vom hin- und zurück ziemlich 
runter ist aber du die Kiddies noch von einer Freizeitbeschäftigung zur 
nächsten kutschieren musst, willst du schon ein paar kWh fix reinpumpen 
können

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Brauchst du dein Auto zum fahren oder um Strom aus der Steckdoe zu 
holen?

Und was sei das Ziel? Symolisch 30% e moppiliti und der Rest geht zu 
Fuss? Das könnt klappen. Oder geht es um zukunftstaugliche Mobiltät für 
jeden.

Namaste

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Reinhard S.,

Reinhard S. schrieb:
> Lesen ist nicht das Thema. Aber verstehen...

Das Stichwort heißt "lastferne Erzeugung".
Je lastferner die Erzeugung, desto mehr Stromtransport ist erforderlich 
und desto wichtiger sind ausreichende Kapazitäten, so dass die 
Verbraucher auch versorgt weden können, wenn eine beliebige Leitung 
ausfällt ((n-1)-Kriterium).

Das angehängte Bild stammt aus einer Präsentation zum Thema "Dynamisches 
Verhalten von Synchrongeneratoren im Netzverbund" an der FH Hannover im 
Jahre 2009.

Das war noch vor dem übereilten Ausstiegsbeschluss aus der Kernkraft.

Der Strom fließt von den Erzeugern zu den Verbrauchern.
Um die "mittlere Transportstrecke" des Stroms auf das alte Niveau von 
2008 zu bringen, müssten die Windkraftanlagen vermutlich südlich des 
Mains liegen.
Da der Wind dort nicht ausreichend bläst, stehen die Dinger im Norden 
und führen zu einer Mehrbelastung der Netze.

Im Schnitt wurde die Stromerzeugung gewaltig nach Norden verlagert, die 
Verbraucher aber nicht - deswegen der gewachsene Transportbedarf.

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Lukas B.,

Lukas B. schrieb:
> Hallo zusammen,
> ich habe den kompletten Thread nicht durchgelesen, aber mir kommt beim
> Kapitel E-Mobilität und Netzauslastung immer eine Frage auf:
>
> angenommen, durchschnittlich werden 100km gefahren, dh. ca. 25kWh
> elektrische Energie von der Steckdose.
> Ich komm gegen 18:00 Uhr nach Hause
> gegen 07:00 am nächsten morgen fahre ich wieder los
>
> dh. ich habe 13h Zeit zum laden --> ca. 2kW "Grundlast" das sollte doch
> für kein E-Netz ein Problem sein?!

2kW, also eine versehentlich angelassene Herdplatte macht noch keinen 
Sommer. Aber bei geschätzt 40 Millionen Schwalben, bzw. Haushalten macht 
das schon einen Unterschied.

Ich habe das mal ganz simpel durchgerechnet.

Wir rechnen einfach den Strombedarf der gefahrenen Kilometer in 
Deutschland im Jahre 2017 auf Basis eines angenommenen 
Durchschnittsstromverbrauchs aus.
Diese Energiemenge setzen wir ins Verhältnis zum Stromverbrauch 
(Energieverbrauch!) in Deutschland.

In meiner Rechnung unterstelle ich, dass die Elektroautos im Schnitt zur 
an 12h von 24h des Tages geladen werden können, was ich als 
"Ladezeitfenster" bezeichne.
Bei 100% Elektrifizierung komme ich auf einen Anstieg des 
Stromverbrauchs um 25%, was bei einem Ladefenster von 50% einen Anstieg 
der Transportkapazität im Netz von 25%/50%=50% erfordert.

Bei Deinem angenommen Stromverbrauch von 25kWh/100km käme man auf einen 
Verbrauchsanstieg von 35% und einem Anstieg der "Netzkapazität" von 70%.

: Bearbeitet durch User
von Karl K. (karl2go)


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Lukas B. schrieb:
> Kann mir das mal jemand erklären.

Im Prinzip hast Du recht, aber das wollen die Bedenkenträger nicht 
hören. Die wollen das Weltuntergangsszenario, drunter machts keinen 
Spass.

> durchschnittlich werden 100km gefahren, dh. ca. 25kWh

Durchschnittlich werden unter 60km gefahren.

von Reinhard S. (rezz)


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Peter M. schrieb:
> Im Schnitt wurde die Stromerzeugung gewaltig nach Norden verlagert, die
> Verbraucher aber nicht - deswegen der gewachsene Transportbedarf.

Im "Weitverkehrsbereich" ergibt die Argumentation ja Sinn. Wir waren 
aber im lokalen Bereich mit 120 kW für 50 Häuser, wo eben PV Probleme 
machen sollte. Was ich mir nur vorstellen kann, wenn derart viel PV 
verbaut ist, das man die 120 kW als Einspeisung überschreitet.

von Karl K. (karl2go)


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Mike B. schrieb:
> willst du schon ein paar kWh fix reinpumpen
> können

Das kann ich dann aber wenigstens. Wenn der Sprit alle ist, ist die 
nächste Tankstelle 10km weg.

Winfried J. schrieb:
> Brauchst du dein Auto zum fahren oder um Strom aus der Steckdoe zu
> holen?

Mein Auto steht zwischen 90 und 100% des Tages nur rum.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Karl K. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> willst du schon ein paar kWh fix reinpumpen
>> können
>
> Das kann ich dann aber wenigstens. Wenn der Sprit alle ist, ist die
> nächste Tankstelle 10km weg.

Tja, Luxusproblem, wenn man den Karren nur zum rumstehen hat, ... sollte 
auch das kein Problem sein, ob der nun voll oder leer rumsteht.
Eigentlich ist allein dise Tatsache ein Grund ihn dir ganz zu entziehen 
wegen des assozialen Resuorcenmißbrauchs.


> Winfried J. schrieb:
>> Brauchst du dein Auto zum fahren oder um Strom aus der Steckdoe zu
>> holen?
>
> Mein Auto steht zwischen 90 und 100% des Tages nur rum.
Na das nenne ich mal eine günstige Investition.
Das macht einiges verständlicher, aber es macht eine teure private 
E-Schlurre nur noch unsinniger.

Namaste

von Karl K. (karl2go)


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Winfried J. schrieb:
> Eigentlich ist allein dise Tatsache ein Grund ihn dir ganz zu entziehen
> wegen des assozialen Resuorcenmißbrauchs.

Das dürfte dann den Großteil der Karren in Deutschland betreffen.

Winfried J. schrieb:
> Na das nenne ich mal eine günstige Investition.

Bist Du wirklich so intellektuell eingeschränkt? 10% Fahrzeit am Tag 
sind 2h 24min. Ich hab zwar auch Kunden, zu denen ich 4h oder 8h 
unterwegs bin, und dann dort mehrere Tage arbeite. Aber Leute, die 
täglich und auch am WE über 2h im Auto sitzen sind ehrlich zu bedauern.

Natürlich wäre es sinnvoller, dass Autos effizienter genutzt werden und 
das wird mit autonomen Autos auch kommen. Aber dazu muss eine Generation 
ausgetauscht werden, mit der derzeitigen autofixierten Generation alter 
Herren ist das nicht zu machen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Karl K. schrieb:
> Bist Du wirklich so intellektuell eingeschränkt?

Du kennst mich und durchschaust es nicht?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paradoxe_Intervention

Namaste

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die Kraftwerkskarte ist Blödsinn. Es ist bereits heute abzusehen, daß im 
Rheinischen Braunkohlerevier nie mehr so viele Kraftwerke gebaut werden, 
wie für diese Spitze da nötig wären... Stattdessen wird wohl noch viel 
mehr Strom aus der Ostsee kommen, die Nordsee-Windparks werden wohl auch 
weiter ausgebaut und vielleicht bequemt sich ja auch der Süden, den 
einen oder anderen Wind- oder Solarpark zu genehmigen oder auch 
vielleicht sogar eines oder zwei große Pumpspeicherkraftwerke zu bauen.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Karl K. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> willst du schon ein paar kWh fix reinpumpen
>> können
>
> Das kann ich dann aber wenigstens. Wenn der Sprit alle ist, ist die
> nächste Tankstelle 10km weg.


ich meinte nur, dass du trotzdem die Infrastruktur brauchst um mal eben 
fix schnellladen zu können, dein Anschluss und das Netz davor muss also 
leistungstechnisch trotzdem groß genug ausgelegt sein, auch wenn solche 
Schnelladungen eben bei dir speziell seltener sein würden

Karl K. schrieb:
>> Winfried J. schrieb:
>>> Brauchst du dein Auto zum fahren oder um Strom aus der Steckdoe zu
>>> holen?
>>
>> Mein Auto steht zwischen 90 und 100% des Tages nur rum.
> Na das nenne ich mal eine günstige Investition.
vielleicht war er auch nur so schlau, sich nicht wie viele andere ne 
Arbeit in 50, 60 oder 70km Entfernung zu suchen, obwohl man auch eine in 
5, 10 oder 15km Entfernung haben könnte :P

von Lukas B. (lukas-1992) Benutzerseite


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Mike B. schrieb:
> und wenn du von Arbeit kommst, die Batterie vom hin- und zurück ziemlich
> runter ist aber du die Kiddies noch von einer Freizeitbeschäftigung zur
> nächsten kutschieren musst, willst du schon ein paar kWh fix reinpumpen
> können

Naja, ich seh das mal ganz entspannt:
Ich/Wir beabsichtigen den Kauf eines Kia E-Niros mit 64kWh Akku, wenn 
ich also meine 70km zur/von der Arbeit fahre habe ich in meinem Akku 
noch einiges drin um die Kiddies weißgot wohin zu fahren, den 
spontanfahrten mit >200km kommen bei mir recht selten bis nie vor...

Bzgl. Stromverbrauch:
Vielleicht habe ich von mir ein wenig zu viel auf andere geschlossen, 
ich fahre täglich unter der Woche ca. 70km dh. MO-FR, am Samstag und 
Sonntag steht das Auto oft zuhause, natürlich gibt es Ausflüge...

Rein unter der Woche fahre ich um die 400km, natürlich gibt es ausreiser 
aber im mittel kommt das ganz gut hin.

Wir haben eine PV-Anlage mit 4kWp, geplant ist eine Erweiterung auf 
6kWp.
Wenn ich mir jetzt das ein wenig schön denke, komm ich zum Schluss, das 
ich am Sammstag und Sonntag den Akku locker voll laden kann.
Das werde ich nicht immer schaffen, aber meiner Schätzung zufolge werde 
ich um die 60-70% meiner Fahrleistung mit meiner PV laden können, 
eventuell auch mehr...
Würde jetzt noch ein Huasspeicher mit 15-20kWh installiert sein, wird 
das Thema megaentspannt, weil ich mehr inkl. einem E-Auto nicht 
benötige, allerdings wird der Gesamtwirkungsgrad kleiner...

Wie auch immer, ich sehe die E-Mobilität als Positiv an, meiner Rechnung 
nach rechnet es für mich eindeutig, zumal ich schon dazu sagen muss, es 
gibt nichts cooleres als Strom selbst zu erzeugen, ich fühle mich 
einfach ein wenig unabhäniger von vielen Konzernen (Öl und 
Auotomobil(Service & Verschleiß))

Anyway ich bin überzeugt von EV's sowohl umwelttechnisch als auch 
finanziell, bin aber auf dem Land mit Eigenheim und eigener PV, dass ist 
wahrscheinlich nicht die Mehrheit...

von Icke ®. (49636b65)


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Karl K. schrieb:
> Es sind nicht die Beschlüsse "inkompetenter grüner Utopisten", es sind
> die Netzbetreiber, die den Netzausbau jahrelang haben schleifen lassen.

Ja, das haben sie. Und, ändert die Schuldfrage irgendetwas an der 
Tatsache, daß das Netz den künftigen Anforderungen nicht gewachsen ist? 
Warum wurden die Netzbetreiber nicht zum Ausbau VERPFLICHTET? Wer außer 
den Volksvertretern hätte die Macht, entsprechende Gesetze zu erlassen? 
Wer hat es versäumt, den Energiekonzernen in den Hintern zu treten und 
trägt letztendlich die Schuld für den versäumten Ausbau?
Und wer hat den Kohleausstieg festgeschrieben, OBWOHL die technischen 
Voraussetzungen für einen Ersatz der wegfallenden Kapazitäten durch 
erneuerbare Energien fehlen und aller Voraussicht nach innerhalb der 
gesetzten Frist auch nicht geschaffen werden?

Kann man Leute als kompetent bezeichnen, die von Energiewende schwafeln, 
aber nicht einmal elektrische Maßeinheiten kennen, die allen Ernstes 
behaupten, "das Netz ist der Speicher", die Elektromobilität und 
Grenzwerte predigen, selbst aber Diesel fahren oder gern und viel 
fliegen?

von Icke ®. (49636b65)


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Reinhard S. schrieb:
> Lesen ist nicht das Thema. Aber verstehen...

OK, ich will es vereinfacht erklären. Die PV-Einspeisung ist in der Tat 
dort kein Problem, wo gleichzeitig auch entsprechend Energie abgenommen 
wird. Zum Beispiel innerhalb von Städten oder Industriegebieten. Anders 
auf dem Land oder in weniger dicht besiedelten Vorstädten. Dort kommt es 
mangels Abnahme zu einem Überangebot an Strom, welches über die 
Verteilnetze abgeführt werden muß. Das Überangebot kann so groß werden, 
daß es die Nennkapazität der Netze übersteigt. An Tagen mit hoher, lang 
andauernder Sonneneinstrahlung kann dies zur Überlastung und 
unzulässiger Erwärmung der Kabel und Transformatoren führen. Es gibt 
aber noch ein anderes Problem. Weil die Kabel zur Trafostation einen 
nicht vernachlässigbaren elektrischen Widerstand besitzen, entsteht auf 
ihnen ein Spannungsabfall. Bei hoher Verbraucherlast sinkt die 
Netzspannung im Ortsnetz entsprechend ab. Das ist in gewissen Toleranzen 
(bis 10%) erlaubt und unkritisch. Selbst wenn die Spannung noch weiter 
absinkt, ist dies allenfalls ärgerlich, für elektrische Geräte aber 
normalerweise nicht gefährlich. Bei hoher PV-Einspeisung und geringer 
Abnahme kehrt sich der Effekt jedoch um. Hier könnte es zu einem 
Spannungsanstieg im Ortsnetz über die erlaubten 10% hinaus kommen. Was 
dies für angeschlossene Geräte bedeutet, dürfte klar sein. Um dem 
Problem zu begegnen, müssen leistungsfähigere oder zusätzliche Kabel und 
Transformatoren installiert werden. Inzwischen gibt es zwar intelligente 
Wechselrichter, die bei Bedarf die Einspeiseleistung anpassen, aber 
dadurch wird natürlich ein Teil der installierten Leistung nicht 
genutzt. Das ist auch nicht im Sinne des Erfinders.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Icke ®. schrieb:
> Industriegebiete

mit ihren grossflächig dunklen Pappdächern...
hier könnte man doppelt etwas tun.
Solarzellen rauf und darunter zwischen PV-Modulen
und dem Dach einen Luftraum frei lassen.

erzeugt Strom aus der PV und macht viel weniger Energie
für Klimaanlagen nötig,
die ja dann durch das nicht mehr bebratene Dach weniger kühlen müssen

von Holm T. (Gast)


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Icke ®. schrieb:
> Karl K. schrieb:
>> Es sind nicht die Beschlüsse "inkompetenter grüner Utopisten", es sind
>> die Netzbetreiber, die den Netzausbau jahrelang haben schleifen lassen.
>
> Ja, das haben sie. Und, ändert die Schuldfrage irgendetwas an der
> Tatsache, daß das Netz den künftigen Anforderungen nicht gewachsen ist?
> Warum wurden die Netzbetreiber nicht zum Ausbau VERPFLICHTET? Wer außer
> den Volksvertretern hätte die Macht, entsprechende Gesetze zu erlassen?
> Wer hat es versäumt, den Energiekonzernen in den Hintern zu treten und
> trägt letztendlich die Schuld für den versäumten Ausbau?
> Und wer hat den Kohleausstieg festgeschrieben, OBWOHL die technischen
> Voraussetzungen für einen Ersatz der wegfallenden Kapazitäten durch
> erneuerbare Energien fehlen und aller Voraussicht nach innerhalb der
> gesetzten Frist auch nicht geschaffen werden?
>
> Kann man Leute als kompetent bezeichnen, die von Energiewende schwafeln,
> aber nicht einmal elektrische Maßeinheiten kennen, die allen Ernstes
> behaupten, "das Netz ist der Speicher", die Elektromobilität und
> Grenzwerte predigen, selbst aber Diesel fahren oder gern und viel
> fliegen?

Merkel meinte mal "Ich leite sie erfolgreichste Regierung seit der 
Wiedervereinigung"..

Jegliche Art Netzausbau wurde in dieser "erfolgreichen Regierung" 
versäumt bzw. sogar zurück gefahren, Schienennetz, Bildung, 
Gesundheitswesen, Soziale Netze, Energieversorgung, 
Straßen-Infrastruktur und Internet Anbindung.
Es stellt sich deshalb die Frage "cui bono" ..für wen genau war diese 
Regierung erfolgreich? Für die Bürger dieses Staates hier mit Sicherheit 
nicht und mit dieser Partei in der Regierung wird sich daran auch Nichts 
verändern denn das hat seine eigene Kontinuität.

Gruß,

Holm

von Icke ®. (49636b65)


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Peter M. schrieb:
> Bei 100% Elektrifizierung komme ich auf einen Anstieg des
> Stromverbrauchs um 25%, was bei einem Ladefenster von 50% einen Anstieg
> der Transportkapazität im Netz von 25%/50%=50% erfordert.

Die Rechnung hatte ich hier schon mal gemacht:

Beitrag "Re: Diskussions- und Streitkultur"

Bei 100% Elektromobilität (nur PKWs) bin ich auf 74% Mehrbedarf 
gekommen. Ohne Annahme eines Ladefensters, ohne Berücksichtigung von 
Ladeverlusten und ohne zusätzlich benötigter Energie für Heizung oder 
Klimatisierung.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Nun ist das Verteilnetz aber kein Topf wo man am beliebigen Ort 
einwerfen kann und dann verteilt sich das schon dorthin wo es gebraucht 
würde, so dass man auch an beliebigen Ort entnehmen könne, sondern ein 
hirarchisches mit konstruktiver Berücksichtigung der geplanten 
Energieflußrichtung und Abnahmeleistungen, anders als ein Verbundnetz 
welches als Ausgleichnetz geplant ist und der konstruktiv stabilsierend 
für weitgehen autarke Teilnetze. Nun aber wird ein dichtes 
multidirktionales Hochleistungsnetz benötigt.

Wir haben Tokenring als Verbundnetz und Stern als Verteilnetz und alles 
in ADSL der Endkunde als individueller Erzeuger und Grossabnehmer war 
bei Planung der Netze kein Konzeptbestandteil.

Namaste

: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Ben B. schrieb:
> Die Kraftwerkskarte ist Blödsinn. Es ist bereits heute abzusehen, daß im

Diese Karte stellt eine Visualisierung von Erzeugung und Verbrauch im 
Jahre 2008 dar und eine Prognose für 2030.

Was ist daran "Blödsinn"?


Icke ®. schrieb:
> Bei 100% Elektromobilität (nur PKWs) bin ich auf 74% Mehrbedarf
> gekommen. Ohne Annahme eines Ladefensters, ohne Berücksichtigung von
> Ladeverlusten und ohne zusätzlich benötigter Energie für Heizung oder
> Klimatisierung.

Der Unterschied zu mir ergibt sich daraus, dass Du nur den 
Stromverbrauch der Haushalte berücksichtigt hast.
Statt 129 TWh für Haushalte habe ich mit 530TWh insgesamt gerechnet, 
aber auch ein Ladefenster zugrunde gelegt.
Trotzdem liegen die Ergebnisse ja na beieinander.

von Reinhard S. (rezz)


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Icke ®. schrieb:
> Anders
> auf dem Land oder in weniger dicht besiedelten Vorstädten. Dort kommt es
> mangels Abnahme zu einem Überangebot an Strom, welches über die
> Verteilnetze abgeführt werden muß. Das Überangebot kann so groß werden,
> daß es die Nennkapazität der Netze übersteigt.

Dafür braucht man meinem Eindruck nach aber schon einiges an PV. Auch 
wenn es mMn trotzdem beeindruckend ist, das man sich darüber Gedanken 
machen muss.

> Bei hoher PV-Einspeisung und geringer
> Abnahme kehrt sich der Effekt jedoch um. Hier könnte es zu einem
> Spannungsanstieg im Ortsnetz über die erlaubten 10% hinaus kommen.

Ich kann das Problem und deine Gedankengänge nachvollziehen, sehe es 
aber nicht als so dramatisch an, weil meinem Eindruck nach die PV-Dichte 
in solchen Gebieten nicht so hoch ist. Wenn man natürlich ein oder 2 
Solar-Parks noch daneben hat kann das anders aussehen.

von Karl K. (karl2go)


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Mike B. schrieb:
> dass du trotzdem die Infrastruktur brauchst um mal eben
> fix schnellladen zu können, dein Anschluss und das Netz davor muss also
> leistungstechnisch trotzdem groß genug ausgelegt sein

Schon klar. Und wenn da ein Anschluss für 16A CEE oder 32A CEE ist, muss 
der auch 16A oder 32A dauerhaft liefern können.

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle 50 Haushalte gleichzeitig von 
Arbeit kommen, gleichzeitig schnelladen müssen, weil alle gleichzeitig 
ihre Akkus leergefahren haben und weil sie gleichzeitig nochmal 
losmüssen - die ist dann schon recht gering.

von Karl K. (karl2go)


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Holm T. schrieb:
> für wen genau war diese
> Regierung erfolgreich

Natürlich für den, der sie bezahlt? Und was glaubst Du, wer bezahlt 
einen *C*lub *D*eutscher *U*nternehmer?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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https://www.google.at/maps/@48.0062705,10.2320293,6246m/data=!3m1!1e3

Diese Solar Felder sind nur die deren genauen Standort ich kenne

Es gibt durch aus größere in unbewohnteren Regionen.

Der Bauer wird dank Förderung zum Energiunternehmen und das hält ein 
ländliches Ortsnetz auch in Baden-Würtemberg oder Bayern nicht aus. So 
etwas bedingt eigen Mittelspannungsanlagen. In der Schweiz kenne ich ein 
Gebäude mit kompletter PV Fassade. Ich betreue darin drei Lifte.

Namaste

von Karl K. (karl2go)


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● J-A V. schrieb:
> mit ihren grossflächig dunklen Pappdächern...
> hier könnte man doppelt etwas tun.
> Solarzellen rauf und darunter zwischen PV-Modulen
> und dem Dach einen Luftraum frei lassen.

Hier wollte der lokale Industriemagnat den Hang hinter seiner Firma mit 
Solarmodulen zupflastern. Auf die Frage, warum er das nicht auf der vor 
10 Jahren neue errichteten Halle macht: Das gibt die Statik nicht her.

Was ich nicht ganz verstehe, denn Schneelasten sind deutlich höher als 
das, was die Module wiegen. Aber vielleicht sind Schneelast und Module 
zusammen zuviel, dann wäre die Halle aber ganz schön auf Kante genäht.

von Karl K. (karl2go)


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Winfried J. schrieb:
> Der Bauer wird dank Förderung zum Energiunternehmen und das hält ein
> ländliches Ortsnetz auch in Baden-Würtemberg oder Bayern nicht aus.

Was für ein Quatsch. Den Anschluss macht immer noch der Netzbetreiber 
und der wird wohl wissen, wieviel Einspeiseleistung er anschließen darf. 
Und die Netzbetreiber rechnen eher konservativ.

Ist ja nicht so, dass der Bauer mal eben seine 120kW-Anlage an die 
Steckdose neben der Kaffeemaschine stöpselt.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:

> Merkel meinte mal "Ich leite sie erfolgreichste Regierung seit der
> Wiedervereinigung"..
>
> Jegliche Art Netzausbau wurde in dieser "erfolgreichen Regierung"
> versäumt bzw. sogar zurück gefahren, Schienennetz, Bildung,
> Gesundheitswesen, Soziale Netze, Energieversorgung,
> Straßen-Infrastruktur und Internet Anbindung.
> Es stellt sich deshalb die Frage "cui bono" ..für wen genau war diese
> Regierung erfolgreich? Für die Bürger dieses Staates hier mit Sicherheit
> nicht und mit dieser Partei in der Regierung wird sich daran auch Nichts
> verändern denn das hat seine eigene Kontinuität.

is ja auch arm dran die arme Frau Merkel, ständig muss sie zwischen 
Putin und Trumpeltier vermitteln, mit Macron beim Abendessen kuscheln 
sowie
Flüchtlinge hüten und versorgen
da bleibt keine Zeit für das eigene Volk und dessen Bedürfnisse

: Bearbeitet durch User
von Icke ®. (49636b65)


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Reinhard S. schrieb:
> Ich kann das Problem und deine Gedankengänge nachvollziehen, sehe es
> aber nicht als so dramatisch an, weil meinem Eindruck nach die PV-Dichte
> in solchen Gebieten nicht so hoch ist.

Da sind ja nicht meine Gedankengänge, sondern die von 
Elektrotechnikexperten.  Ich denke aber auch, daß die Zusatzbelastung 
der Netze durch PV um Größenordnungen niedriger ist als die durch große 
Verbreitung von E-Mobilität zu erwartende.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Karl K. schrieb:
> Ist ja nicht so, dass der Bauer mal eben seine 120kW-Anlage an die
> Steckdose neben der Kaffeemaschine stöpselt.

Genau aber darum ging es bei dem nicht genehmigten 22KW Anschluss und 
der daraus resultierenden Frage der PV Verträglichkeit der Netze.

Das was Icke schon versucht hat zu erklären und du so schisselaweng 
voraus setzt ist nicht Bundesdeutsche Realität wie die I-Net Versorgung 
auf dem Land auch eher mau ist. Die Netze sind dort gut wo es der Bedarf 
geregelt hat, aber wenn Baur Seppelhuber in bayrischen Pampa auf 
Solaräcker und Güllekraftwerk setzt wird er für den Netzbetreiber vom 
Klein-Abnehmer zum mittleren Erzeuger,
von der Energiewirtschaft nicht geplant, aber mit (garantiertem) 
Rechtsanspruch auf Abnahme und Förderung.

Übrigens mal einfach mit Google-Maps an der A96 lang da gibt es 
reichlich davon.

Namaste

von Icke ®. (49636b65)


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Peter M. schrieb:
> Der Unterschied zu mir ergibt sich daraus, dass Du nur den
> Stromverbrauch der Haushalte berücksichtigt hast.

Ja, ganz bewußt, denn überwiegend werden die Autos auch dort geladen 
werden.

> Trotzdem liegen die Ergebnisse ja na beieinander

Was für die Plausibilität der Berechnungen spricht.

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