Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gesucht: Digitale Meßuhr


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von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

ich suche eine Meßuhr oder ein Fühlhebelmeßgerät, die sich digital 
auslesen läßt - und das mit möglichst wenig Aufwand. Wahnsinnig genau 
muß sie nicht ein. Mir reichen 1/20mm Auflösung locker aus. Hat jemand 
eine Empfehlung?

Viele Grüße
W.T.

von Harald W. (wilhelms)


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Walter T. schrieb:

> ich suche eine Meßuhr oder ein Fühlhebelmeßgerät, die sich digital
> auslesen läßt

Schau doch einfach auf den Internetseiten von einschlägigen Herstellern
wie z.B. Mahr oder Mitutoyo nach. Solche Geräte sind Standard, aber
nicht unbedingt billig.

von Walter T. (nicolas)


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Harald W. schrieb:
> Solche Geräte sind Standard, aber
> nicht unbedingt billig.

Genau. Und dann gibt es den Billig-Kram, dem ich die 1/100er-Anzeige 
nicht mehr zutraue - aber an dieser Stelle völlig ausreicht, wenn das 
mit dem externen Auslesen klappt.

: Bearbeitet durch User
von g457 (Gast)


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von Holm T. (Gast)


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g457 schrieb:
> [..] wenn das mit dem externen Auslesen klappt.
>
> [0]
>
> HF
>
> [0]
> 
https://hackaday.io/project/511-digital-dial-indicator-cnc-surface-probe/log/814-the-digital-dial-indicator-and-how-to-read-from-it

...Anmerkung:

Ich habe gegen Geld für verschiedene China-Meßuhren und Meßschieber
für Atmels und MSP430 Software zum Auslesen geschrieben, ne Doku gabs
meißt nicht zu den Geräten dazu, da ist reverse Engeneering angesagt und 
Geräte mit gleichem Gehäuse müssen auch noch lange nicht die selbe
Elektronik verbaut haben.

Bei einer Meßuhr die der auf der verlinkten Webseite abgebildeten
entspricht, bin ich auf ein interessantes "Feature" dieser Uhr gestoßen.
Das vorliegende Modell hatte eine eingebaute USB Buchse, verbindet man
dieses Mopped dann mit einem PC, fängt im Inneren der Uhr die CR3220
Zelle an zu kochen...
Ich habe nicht bis zum Schluß erforscht was dann noch so passiert.

Das ist zwar eine USB Buchse, hat aber mit USB nichts zu tun, es liegt
das selbe synchrone serielle Protokoll da an wie bei den Meßschiebern 
auch,
nur jeweils leicht abgewandelt in der Clockrate oder ob binär oder BCD 
Informationen.

Gruß,

Holm

von Walter T. (nicolas)


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Hallo Holm,

ist es ein Betriebsgeheimnis, welchen Pegelwandler Du verwendet hast? 
Bei Hackaday wird der ADC missbraucht - das ist der Teil, der mir nicht 
gefällt.

Grüße
W.T.

von rh-doc (Gast)


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In China sind unterschiedliche Varianten mir RS232 Schnittstelle 
verfügbar;
https://de.aliexpress.com/wholesale?catId=0&SearchText=Micrometer++rs232

von Holm T. (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Hallo Holm,
>
> ist es ein Betriebsgeheimnis, welchen Pegelwandler Du verwendet hast?
> Bei Hackaday wird der ADC missbraucht - das ist der Teil, der mir nicht
> gefällt.
>
> Grüße
> W.T.

LM393, die Schaltung findest Du IMHO auch irgendwo im Netz.

...hab mal gegoogelt, z.B. hier:

http://www.mtahlers.de/index.php/diverses/messschieberanzeige

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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rh-doc schrieb:
> In China sind unterschiedliche Varianten mir RS232 Schnittstelle
> verfügbar;
> https://de.aliexpress.com/wholesale?catId=0&SearchText=Micrometer++rs232


Ich habs erlebt das ein Chinese ein "RS232 Interface" mitgeliefert 
hat...das entpuppte sich dann als ein Kabel mit einem Stecker der 
wackelig an einen Meßschieber paßte und am anderen Ende ein DB9 Stecker 
dran..so richtig RS232 war da nicht. Immerhin war das Kabel zum 
experimentieren zu gebrauchen.

...also Vorsicht..

Eine RS232 benötigt normalerweise positive und negative 
Leitungspegel..der Aufwand wird gescheut.

Gruß,

Holm

von Walter T. (nicolas)


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Holm T. schrieb:
> LM393,

Okay, das ist naheliegend. Dann sollten auch LM339 gehen. Die habe ich 
noch da.

Holm T. schrieb:
> ...also Vorsicht..

Ich gucke mir das Signal erst einmal in Ruhe auf dem Oszi an, wenn das 
Teil da ist. Wenn ich das richtig deute, wird ja keine Initialisierung 
o.Ä. benötigt, sondern das Teil haut seine Daten sowieso ständig auf der 
Schnittstelle heraus.

Ziel ist es am Ende tatsächlich, echtes RS232 zu bekommen. Aber das 
sollte ja selbst für den kleinsten ATtiny kein Problem sein.

Ich melde mich nochmal, wenn ich das Anschauungsobjekt da habe.

Danke für die bisherige Hilfestellung!

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Ziel ist es am Ende tatsächlich, echtes RS232 zu bekommen. Aber das
> sollte ja selbst für den kleinsten ATtiny kein Problem sein.

Da sollte man eine externe Stromquelle vorsehen. Solche Messuhren oder 
Schieblehren sind oft mit winzigen Zellen mit 1,5 V versorgt, das ist 
dann auch der Logikpegel, und das auf +-12V zu bringen ist schon 
schwierig und macht die Zelle rasend schnell leer.

Georg

von Walter T. (nicolas)


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georg schrieb:
> Da sollte man eine externe Stromquelle vorsehen.

Naja, ich gehe davon aus, daß ich eh nicht um einen µC und ein wenig 
Arbeit herumkomme. Ich gehe nicht davon aus, daß der Ausgangs-Takt des 
Meßuhr-USARTs stabil genug ist, um einen UART am PC zu füttern. In dem 
Vergleich ist die Fremdversorgung nur ein kleiner Nebenschauplatz.

georg schrieb:
> und das auf +-12V zu bringen ist schon
> schwierig und macht die Zelle rasend schnell leer.

Warum sollte die Zelle den Pegelwandler versorgen? Das hätte doch gar 
keinen Sinn.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Walter T. schrieb:
> georg schrieb:
>> Da sollte man eine externe Stromquelle vorsehen.
>
> Naja, ich gehe davon aus, daß ich eh nicht um einen µC und ein wenig
> Arbeit herumkomme. Ich gehe nicht davon aus, daß der Ausgangs-Takt des
> Meßuhr-USARTs stabil genug ist, um einen UART am PC zu füttern. In dem
> Vergleich ist die Fremdversorgung nur ein kleiner Nebenschauplatz.
>
> georg schrieb:
>> und das auf +-12V zu bringen ist schon
>> schwierig und macht die Zelle rasend schnell leer.
>
> Warum sollte die Zelle den Pegelwandler versorgen? Das hätte doch gar
> keinen Sinn.

Da kommt ein syncrones Protokoll mit Takt und Daten aus der Meßuhr, 
damit kann man sowieso keinen Uart am PC füttern.

Gruß,
Holm

von Walter T. (nicolas)


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Die Meßuhr ist angekommen. VCC, GND, CLK und Data ließen sich einfach 
identifizieren. Es werden tatsächlich die ganze Zeit Daten 
herausgeschickt.

Da ich keinen passenden Stecker finde, lasse ich das bis zum Wochenende 
liegen und bastele erst einmal einen passenden Stecker.

von georg (Gast)


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Walter T. schrieb:
> VCC, GND, CLK und Data ließen sich einfach
> identifizieren

Und haben RS232C-Pegel?

Georg

von Walter T. (nicolas)


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georg schrieb:
> Und haben RS232C-Pegel?

Nö, das sieht - wie erwartet - nach einem 1,5V BCD-Signal aus.

Lästiger finde ich, dass es anscheinenend keine anderen Stecker im 
passenden Rastermaß gibt, sie sich zweckentfremden lassen.

Und es bleibt die Frage offen, ob man die Meßuhr durch Fremdspeisung 
dazu bringen kann, sich nicht mehr automatisch auszuschalten.

Das Wochenende wird es zeigen.

von georg (Gast)


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Walter T. schrieb:
> georg schrieb:
>> Und haben RS232C-Pegel?
>
> Nö, das sieht - wie erwartet - nach einem 1,5V BCD-Signal aus.

Da ist halt "chinesisches RS232".

Georg

von Harald W. (wilhelms)


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georg schrieb:

> Da ist halt "chinesisches RS232".

Naja, die ursprünglichen +-15V sind eigentlich schon seit
Jahrzehnten nicht mehr üblich. Fast alle Empfänger kommen
mit 0V und +5V zurecht. 1,5V würde ich allerdings doch
etwas verstärken.

von Walter T. (nicolas)


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Walter T. schrieb:
> 1,5V BCD-Signal

georg schrieb:
> Da ist halt "chinesisches RS232".

Harald W. schrieb:
> Fast alle Empfänger kommen
> mit 0V und +5V zurecht. 1,5V würde ich allerdings doch
> etwas verstärken.

Ist das eine merkwürdige Art von Humor, die ich nicht verstehe?

von Holm T. (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Die Meßuhr ist angekommen. VCC, GND, CLK und Data ließen sich einfach
> identifizieren. Es werden tatsächlich die ganze Zeit Daten
> herausgeschickt.
>
> Da ich keinen passenden Stecker finde, lasse ich das bis zum Wochenende
> liegen und bastele erst einmal einen passenden Stecker.

Ja..es gibt eine ganze Reihe Meßschieber die auch die ganze Zeit Daten 
ausspucken...unerwarteter Weise aber auch im "ausgeschaltetem" Zustand,
Da wird das Display abgeschaltet..da ist alles.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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Walter T. schrieb:
> georg schrieb:
>> Und haben RS232C-Pegel?
>
> Nö, das sieht - wie erwartet - nach einem 1,5V BCD-Signal aus.
>
> Lästiger finde ich, dass es anscheinenend keine anderen Stecker im
> passenden Rastermaß gibt, sie sich zweckentfremden lassen.
>
> Und es bleibt die Frage offen, ob man die Meßuhr durch Fremdspeisung
> dazu bringen kann, sich nicht mehr automatisch auszuschalten.
>
> Das Wochenende wird es zeigen.

...Nö, die Uhr schaltet ab und basta. ...weiß ich aus Erfahrung.

Mach mal ein Foto von der Buchse.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> georg schrieb:
>
>> Da ist halt "chinesisches RS232".
>
> Naja, die ursprünglichen +-15V sind eigentlich schon seit
> Jahrzehnten nicht mehr üblich. Fast alle Empfänger kommen
> mit 0V und +5V zurecht. 1,5V würde ich allerdings doch
> etwas verstärken.

+-3 ... +-15V um exakt zu sein.

Selbst wenn man das was aus der Uhr kommt noch verstärkt, wirds kein 
asynchrones serielles Protokoll wie in RS232C spezifiziert.

Gruß,

Holm

von Walter T. (nicolas)


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Bei dem Preis habe ich dann doch keine Lust gehabt, viel Zeit in das 
Basteln eines Steckers zu investieren. Deswegen habe ich jetzt ein 
sechspoliges Flachbandkabel angelötet.

Das Virtueller-COM-Port-Beispiel auf dem billigen STM32-Eval-Board 
funktioniert auch schon.


Jetzt fehlt nur noch der Pegelwandler und die Dekodierung des 
Protokolls. Das ist das Thema fürs nächste Wochenende.

Ich bin selbst gespannt. Das wird mein erster Software-USART-Input. Ich 
denke, das Hauptproblem wird darin bestehen, den Anfang eines Telegramms 
zu erkennen. Zumindest habe ich laut Oszi-Bild kein Problem mit Prellen.

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Für den Pegelwandler hat es dann auch noch gereicht. Jetzt fehlt doch 
die Softwareseite. Da muß ich mal sehen, ob ich ein 24 Bit breites 
Schieberegister in Software nachbilde, oder ob es eine sinnvollere 
Lösung gibt.

von Thomas F. (igel)


Angehängte Dateien:

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Walter T. schrieb:
> ob ich ein 24 Bit breites Schieberegister in Software nachbilde

Hier meine Software-Lösung in asm auf einem Atmega für einen Kanal. 
Vielleicht nützt es dir ja: Clock ist an einem externen INT-Pin 
angeschlossen, Data auf einen normalen IO-Pin. Bei der Flanke an Clk 
liest die INT-Routine dann das Bit ein.


> das Hauptproblem wird darin bestehen, den Anfang eines Telegramms
> zu erkennen

Ich nutze einfach einen 50ms Timeout. Wenn innerhalb dieser Zeit kein 
Bit empfangen wurde wird der Bitzähler auf Null gesetzt. Funktioniert 
wunderbar stabil.

von Walter T. (nicolas)


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Hallo Thomas,

danke! Das gibt mir schon einmal die Sicherheit, dass ein einfaches 
Schieberegister ausreichend ist.

von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

der Adapter ist jetzt "Feature-Complete", d.h. er kann die Meßuhr als mm 
oder inch auslesen und schickt den Zahlenwert ans Terminal (virtueller 
COM-Port).

Die größte Hilfe beim Dekodieren war sicherlich dieser Link: 
http://www.mtahlers.de/index.php/diverses/messschieberanzeige

Danke für die Tipps!

Ein wenig werde ich noch aufräumen (momentan findet noch float 
Verwendung) für den Fall, dass ich am Ende meines Lebens alle gesparten 
Zyklen gemeinsam ausgezahlt bekommen, aber im Großen und Ganzen bin ich 
zufrieden.

Viele Grüße
W.T.

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