Dosimeter selber bauen

OP (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #5726650
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Hallo, ich möchte mal wieder etwas basteln zum Thema Strahlung.
Dazu fand ich hier diesen Link mit einem Schaltungsbeispiel. Nur ist 
dort ein IC verbaut von dem ich nicht weiß was es für ein Chip ist. Ich 
habe den mit einem roten Pfeil gekennzeichnet. Würde die Schaltung 
funktionieren?



Quelle:
http://www.rapp-instruments.de/Radioaktivitaet/Detektoren/Geigercounter/Geigercounter.htm
Angehängte Dateien:
#5726719
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Esmeralda P. schrieb:
> Nur ist dort ein IC verbaut von dem ich nicht weiß was es für ein Chip ist.

Irrelevant. Die ganze Schaltung taugt nicht zum Nachbau.

Niemand will extra eine negative Spannung erzeugen müssen nur um 
steinzeitalte TL071 OpAmps versorgen zu können.

Such dir eine andere Schaltung, mit Hochspannungsgenerator. Da wird man 
dann auch nicht mehr den unbezeichneten Baustein drin finden.

http://opengeiger.de/PollinBausatz.pdf
http://www.chetan.homepage.t-online.de/sonstig/GEIGERZ.HTM
http://www.b-kainka.de/Geiger-M%FCller-Z%E4hler.pdf
http://www.techlib.com/science/geiger.html

Man braucht auch keine 5kV für ein GM Zählrohr.
#5727025
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Hatto schrieb:
>
>> Außerdem ist ein Dosimeter ein sicherheitsrelevantes
>> Gerät.
>
> Unsinn. Selbstbai im Hobbybereich ist legal.

Ein Dosimeter ist aber wirklich für den Träger ein Gerät,
welches die persönliche Gesundheit garantiert. Solche
Geräte sind nicht ohne Grund an strahlengefährdeten Arbeits-
plätzen vorgeschrieben. Da sollte man schon zur eigenen
Sicherheit auf Basteleien verzichten.
#5727227
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Quatsch!
Ein fehlerfrei gebauter Geigerzähler ist durchaus als Dosimeter 
geeignet, besonders bei den üblichen sehr geringen Radioaktivitäten.
Die Meßgröße sind Impulse pro Minute.
Die kann man zählen und eine Uhr hat auch jeder.
Da braucht es kein kommerzielles Gerät.

Gruß   -   Werner
Gast #5727380
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Michael B. schrieb:
> Und, wie kalibrierst du deinen Selbstbau ?
> Wie sorgst du dafür, daß 0.8 mSv/h auch als 0.8 angezeigt wird ?

Wozu denn? Es ist doch längst klar, daß er kein Dosimeter bauen will, 
sondern nur ein Gerät, das Radioaktivität detektieren kann. Also hört 
doch mal auf, auf dem offensichtlich falsch gewählten Begriff 
rumzureiten.

> Unkalibriert ist es nur Spielzeug.

Na und? es reicht vollkommen zu detektieren, daß Strahlung deutlich 
stärker als die übliche Hintergrundstrahlung ist. Wenn man dann auch 
noch Pilze aus Weißrussland oder Fischstäbchen aus der hier 
üblicherweise verkauften Fangzone FOA61 eindeutig als Strahlungsquelle 
identifizieren kann, hat man was brauchbares.

https://www.scinexx.de/news/medizin/leukaemie-schon-bei-geringer-strahlung/
Gast #5727441
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Strange!

Ein selbstgebautes Dosimeter ist keines, weil es nicht genau ist?

Echt schräg.

Und selbst wenn der TO als Liquidator in fokushima arbeitet, es spricht 
nichts dagegen, sich ein Dosimeter zu bauen. Im Gegensatz zu 
Hochspannungsmultimeter geht vom mitgefuhrten Dosimeter keine Gefahr 
aus. Und zur Überwachung wird er ja dann sein vorgeschriebenes, parallel 
mitgefuhrtes, geeichtes dabei haben.

Zumal die Schreiber hier auch eine abstruse Vorstellung von der 
Genauigkeit von Dosimetern zu haben scheinen.
Beitrag #5727516 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5727690
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So ist es.

Aber hier habe ich schon viele gute Anregungen bekommen.

Was habe ich bereits?

1. eine Einstellbare Spannungsquelle bis 500 Volt=

2. eine Metalldose mit einer eingeklebten spitzen Nadel

Was brauche ich?

Eine Auswertung der Impulse, optisch und akustisch, am besten mit einem 
analogen Zeigerinstrument.

Das Ganze soll mit einer 9 Volt Blockbatterie gespeist werden und wenig 
Leistung benötigen.
#5727918
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Hatto schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Außerdem ist ein Dosimeter ein sicherheitsrelevantes
>> Gerät.
>
> Unsinn. Selbstbai im Hobbybereich ist legal.

Da ist kein Widerspruch. Ich habe nichts von "illegal" gesagt.

Aber der Sinn eines Dosimeter besteht nunmal darin, die Strahlendosis, 
der du ausgesetzt bist/warst zuverlässig zu ermitteln. Ein nicht 
funktionierendes oder grob falsch kalibriertes Dosimeter kann deinen Tod 
zur Folge haben. Was natürlich in erster Linie dein Problem ist. 
Trotzdem halte ich es für angebracht, eine Warnung auszusprechen.


Max M. schrieb:
> Wo bitte geht eine Gefahr von selbstgebauten Dosimeter aus, wie es Du
> ursprünglich insinuiert hast?

Nicht das Dosimeter selber stellt die Gefahr dar. Sondern daß es dir 
u.U. die Gefährdung nicht anzeigt. Daß du also zu lange in 
kontaminiertem Gebiet bleibst oder eine Behandlung nicht antrittst, die 
dir vielleicht das Leben gerettet hätte.

Stell dir einfach die Frage, ob du nur mit einem Dosimeter aus der 
Produktion des TE eine Besichtigungstour zum Tschernobyl-Reaktor machen 
würdest. Nein? Na bitte.
#5727931
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Hallo,

Axel S. schrieb:
> Stell dir einfach die Frage, ob du nur mit einem Dosimeter aus der
> Produktion des TE eine Besichtigungstour zum Tschernobyl-Reaktor machen
> würdest. Nein? Na bitte.

doch, würde ich machen, sogar ganz ohne eigenes "Dosimeter". Die 
Entscheidung hinge nur vom Vertrauen zum Veranstalter ab.
Meine Neugier wäre nicht so groß, das ich mich da hinschleichen würde, 
nur um den Trümmerhaufen von nahem zu sehen.

Wieso bedeutet hier für so viele: ich will ein "Dosimeter" bauen gleich 
"ich will auf die Suche nach verstrahlten Sachen gehen"? Fürher (tm) 
haben wir uns damit beschäftigt, mit einem Geiger-Müller-Zählrohr auf 
die Suche nach alten Uhren mit Leuchtziffern zu gehen...

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #5727957
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Irgendwer . schrieb:
> Ein Dosimeter ist aber wirklich für den Träger ein Gerät,
> welches die persönliche Gesundheit garantiert. Solche
> Geräte sind nicht ohne Grund an strahlengefährdeten Arbeits-
> plätzen vorgeschrieben. Da sollte man schon zur eigenen
> Sicherheit auf Basteleien verzichten.

Sagt mal, könnt ihr nicht ein mal eure juristische Rechthaberei für euch 
behalten? Wen interessiert ob ihr der Meinung seid das er mit dem Hobby 
Dosimeter keine heiße Zone betreten sollte? Oder die rechtlichen 
Konsequenzen wenn die Kiste den Hobbykeller verlässt?
#5727960
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Axel S. schrieb:
> Stell dir einfach die Frage, ob du nur mit einem Dosimeter aus der
> Produktion des TE eine Besichtigungstour zum Tschernobyl-Reaktor machen
> würdest. Nein? Na bitte.

Dort würde ich inzwischen auch ohne Dosimeter auf Tour gehen

Axel S. schrieb:
> Ein nicht
> funktionierendes oder grob falsch kalibriertes Dosimeter kann deinen Tod
> zur Folge haben.

Aber nur wenn Du es versuchst zu schlucken und daran erstickst!

Mit einem Dosimeter misst man die Belastung über einen Zeitraum... 
vereinfacht gesagt, die Energiemenge der ionisierenden Strahlung über 
den Zeitraum des Einsatzes

Mit dem detektieren von Quellen ionisierender Strahlung hat das 
überhaupt nichts zu tun
Gast #5727963
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Max707 schrieb:
> Was habe ich bereits?
>
> 1. eine Einstellbare Spannungsquelle bis 500 Volt=
>
> 2. eine Metalldose mit einer eingeklebten spitzen Nadel

Du willst also mit Luft bei Umgebungsdruck und 500V Ionisationsspannung 
Strahlung detektieren? Hast du denn die Seiten von Rapp und Kainka nicht 
gelesen? Erstens ist Luft vollkommen ungeeignet und selbst wenn man da 
mit Tricks arbeitet (Unterdruck, Luft-Alkohol-Gemisch, siehe Kainka), 
braucht man etwa 1...1,5kV und eine zusätzliche Löschschaltung.

Max707 schrieb:
> Was brauche ich?

Ein vernünftiges Zählrohr oder ein anderes Detektorkonzept.
Gast #5728015
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Walter K. schrieb:
> Mit dem detektieren von Quellen ionisierender Strahlung hat das
> überhaupt nichts zu tun

naja, indirekt schon, über längere Zeiten.

Ich habe mal Dosimeter entwickelt, und ein Kollege hat mit seinem 
zuhause festgestellt, dass der Kacheltisch seiner Eltern signifikant 
über Hintergrundstrahlung lag.

Bei Zählrohren mit ~1/20s Nulleffekt geht das natürlich nur über die 
Zeit.
Gast #5728206
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Die Gefahr besteht darin, daß du an öffentliche oder private Orte kommst 
und nicht weißt, daß dort höhere Strahlendosen sind. Wüßtest du, daß 
eine Abnormalität ist, könntest du mit 'korrekten' Meßgeräten 
wiederkommen und auf eine Gefahr aufmerksam machen.
#5728322
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Max707 schrieb:
> So ist es.
>
> Aber hier habe ich schon viele gute Anregungen bekommen.
>
> Was habe ich bereits?
>
> 1. eine Einstellbare Spannungsquelle bis 500 Volt=
>
> 2. eine Metalldose mit einer eingeklebten spitzen Nadel
>
> Was brauche ich?

Weniger Alzheimer.

Oben fragte eine Esmeralda.

"Im Inneren des Metallzylinders befindet ein unter geringem Druck von 
ca. 200 hPa absolut ein Edelgas, dem man geeignete Substanzen beigibt, 
um die Zählrohreigenschaften zu optimieren. Durch die in der Entladung 
entstehenden Ionen oder auch durch dabei entstehendes ultraviolettes
Licht können aus der Zählrohrwand Sekundärelektronen austreten, die die 
Entladung unabhängig von der ionisierenden Strahlung aufrechterhalten. 
Dadurch sind weitere Zusätze wie Alkohol-, Jod-, Bromdampf oder Chlorgas 
nötig, um die Zählrohrentladung zu löschen, Da sich die Löschzusätze
beim Betrieb verbrauchen, wird das Zählrohr nach einer bestimmten Anzahl 
von Impulsen unbrauchbar."

Ohne Löschzusatz ist es also gleich zu Beginn unbrauchbar.

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