Impedanzen verschiedener Verbinder

OP #5748496
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Mal eine Frage an die HF-Wissenden.

Es gibt für alle möglichen Koaxkabel und -leitungen Stecker und Adapter.

Nun stellt sich die Frage nach der Impendanz.

TV und Radio üblicherweise 75 Ohm, CB-Funk bspw. 50 Ohm.

Das die Impendanz je nach Aufbau des Kabels unterschiedlich ist, das 
leuchtet mir ein, aber bei den Steckern?

Nun gibt es ja Adapter von BNC auf F-Stecker, diese Adapter sind ohne 
innere Beschaltung.

Welchen Einfluss haben nun solche Steckverbinder auf die Impendanz?
Gast #5748604
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Sven L. schrieb:
> Nun gibt es ja Adapter von BNC auf F-Stecker, diese Adapter sind ohne
> innere Beschaltung.

Warum sollte sie eine haben?

Wenn die mechanische Montage nach Anleitung erfolgt, dann wird bei 75Ω - 
75Ω keine "große" Fehlanpassung vorhanden sein.

Ja es gibt 75Ω BNC Stecker, ich habe sogar welche da!
Moderator Persönliche Seite #5748611
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Sven L. schrieb:

> TV und Radio üblicherweise 75 Ohm, CB-Funk bspw. 50 Ohm.

Nicht nur CB-Funk, alle Arten von Funksendetechnik ist üblicherweise 50 
Ω.

> Das die Impendanz je nach Aufbau des Kabels unterschiedlich ist, das
> leuchtet mir ein, aber bei den Steckern?

Was ist denn die Impedanz?  Das Verhältnis von differenziellem 
Induktivitäts- zu differenziellem Kapazitätsbelag.  Bei gleichem 
Induktivitätsanteil hast du also durch einen höheren Kapazitätsanteil 
(bspw. durch dickeren Innenleiter bei gleichem Außenleiter) einen 
geringeren Wellenwiderstand.  Wenn man einen BNC-Stecker mit 50 Ω und 
einen mit 75 Ω (ja, gibt's) nebeneinander hält, sollte man das sehen 
können.

> Welchen Einfluss haben nun solche Steckverbinder auf die Impendanz?

Hängt von der Qualität des Adapters ab.  Jede Ungleichmäßigkeit ist 
natürlich grundsätzlich erst einmal eine Reflektionsstelle in der 
Leitung. Wenn man den Übergang „hart“ macht (also bspw. sprunghaft von 
einem auf den anderen Durchmesser geht), ist die Reflektion stärker, als 
wenn man das „weich“ aufbaut (bspw. durch konisches Aufweiten).
Gast #5748623
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Wenn man von 75Ω auf 50Ω will, dann kann das mit einer Anpassung 
erfolgen.

Macht man es nicht, so kommt es zur Fehlanpassung, d.h. Leistung wird in 
einem bestimmten Maß reflektiert.

Den Grad der Anpassung wird in dB (Anpassungsfaktor) oder auch als 
s-Wert (Stehwellenverhältnis) angegeben.

Bei 75Ω auf 50Ω ergibt sich das Stehwellenverhältnis von:

s = 75 V/A / 50 V/A = 1,5

Reflexionsfaktor r:
r = (s-1) / (s+1)

Anpassungsfaktor a:
a = 20 * log(1/|r|) ;dB
Gast #5748671
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Hi Jörg W. schrieb:
> Karl M. schrieb:
>> Wenn man von 75Ω auf 50Ω will
>
> Davon war hier allerdings nirgends die Rede.

Nicht direkt, er schrieb

>> Nun gibt es ja Adapter von BNC auf F-Stecker, diese Adapter sind ohne
innere Beschaltung.

Das lässt einen Verdacht zu, da er vielleicht nicht an 75Ω BNC-Verbinder 
gedacht hat.

73
OP #5748833
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Ne ne, mir ging es nur um das Verhalten / den Einfluss von 
Sreckverbindern, da es ja nun echt Adfapter von allem auf alles gibt.

Ja mir ist auch aufgefallen das es BNC Stecker und buchsen für 75 Ohm 
gibt, fragt sich nur ob man die optisch von den 50 Ohm Varianen 
unterscheiden kann?

Aber wenn wir schon mal dabei sind, wenn man jetzt sein Oszi mittles BNC 
an einen CAN oder RS485 anschließt, dann verbindet man ja auch 
verschiedene Impedanzen miteinander.

Ist das ganze solange die Messleitung entsprechend kurz ist einfach 
vernachlässigbar?
Gast #5748882
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Sven L. schrieb:
> Aber wenn wir schon mal dabei sind, wenn man jetzt sein Oszi mittles BNC
> an einen CAN oder RS485 anschließt, dann verbindet man ja auch
> verschiedene Impedanzen miteinander.

Dann hat man entweder ein Oszi mit einstellbarer Terminierung oder man 
macht eben Murks.
Wenn man Signale mit steilen Flanken messen will, dann terminiert man 
die ordentlich mit ihren 50, 75, 85 oder wasauchimmer Ohm und packt dann 
einen Tastkopf parallel. Denn der Tastkopf hat eine sehr hohe Impedanz 
(10MOhm bei 1:10) und beeinflusst die Terminierung kaum (Wobei Tastköpfe 
und deren Kabel wieder ein Kapitel für sich sind).
Gast #5748884
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Sven L. schrieb:
> diese Adapter sind ohne
> innere Beschaltung.

Schön wär's.
Bei sehr hohen Frequenzen entscheidet aber die Konstruktion und 
Präzision des inneren Aufbaus über das Verhalten und es gibt grosse 
Qualitätsunterschiede.

Bei den teuren Produkten mit spezifizierten Eigenschaften der bekannten 
einschlägigen Marken kann man i.d.R davon ausgehen, dass diese 
reflexionsarm sind und die Datenblattwerte auch einhalten.
Bei Nonames sollte man es lieber mit Karl Marx halten "Vertrauen ist 
gut, Kontrolle ist besser."
Gast #5749195
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> Der Einfachheit halber.. nur Satelliten- und Fernseh-Kabel haben 75 Ohm.
> dies wegen kleineren Verlusten bei langen Leitungen. Alles Andere ist 50
> Ohm.
>
> Wenn man also nicht aus der Kabelfernseh & Satelitenfernseh Ecke kommt,
> wird man nie mit 75 Ohm zu tun haben.

Koaxkabel mit einer Impedanz von 75 Ohm sind weit verbreitet im
Bereich der Videoübertragung: Professionelle und semiprofessionelle
Studiotechnik, Videoüberwachung, CCTV usw. Sehr häufig erkennt sie
am grünen Kabelmantel.
OP #5749772
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Ah sehr interessant.

Ja TV / Radio war ein Bsp, was mir spontan für 75 Ohm eingefallen ist.

Bei 50 Ohm war mir halt CB-Funk und altes Netzwerk spontan in den Kopf 
gekommen.

CAN / RS485 werden mit 120 Ohm terminiert.

Was gibt es noch für gewöhnliche und außergewöhnliche Impedanzen?
#5749824
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Sven L. schrieb:
> Was gibt es noch für gewöhnliche und außergewöhnliche Impedanzen?

Bei AES3 (die "Profi"-Variante von SPDIF) gibts im differentiellen Modus 
über XLR 110R.

Und früher gabs bei Consumer-Kram (wo es noch nicht Consumer hiess) für 
Antenneneingänge auch 60R. Liess sich wohl einfach (=frequenzunabhängig) 
von den 240R eines Faltdipols transformieren.
Gast #5749855
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Sven L. schrieb:
> Welchen Einfluss haben nun solche Steckverbinder auf die Impendanz

Eine Reflektionsstelle wegen Fehlanpassung.

Aber relevant erst wenn die Länge der Fehlanpassung relevant zu 
Wellenlänge des Signals in der Leitung wird.

Ob der Stecker 50 oder 75 Ohm hat, hängt von den präzisen mechanischen 
Abmessungen ab im Vergleich zum Isolatormaterial.

http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.4.2

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