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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SCN8049H Prozessor


Autor: F.Schrieber (Gast)
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Hallo User, ich habe ein Problem mit ein Steuergerät AR-500X von der 
Firma HY-Gain wo ein Prozessor dieser Type SCN8049H verbaut ist,dieser 
Steuert einen kleinen Ant-Rotor mit max 50KG Gewicht.Soweit so gut, 
meine frage ! kann man der Baustein auslesen ? oder weis jemand wie man 
an die Hex Software herankommt. Wenn jemand unter euch sein sollte der 
das Grundschaltbild (Datenblatt Internet vorhanden)kennt oder sich mit 
auseinander setzen kann ! dann bitte ich um hilfe.

: Verschoben durch Moderator
Autor: Holm T. (holm)
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Ja, den 8049 kann man normalerweise auslesen und das Ergebnis in einen 
8749 brennen..so man einen hat.
Ich weiß nicht, ob ein SCN8049 sich hinsichtlich der 
Auslesemöglichkeiten von einem Intel 8049 unterscheidet und da ein 
Ausleseschutz nachgerüstet wurde..also bitte selbst nach dem Datenblatt 
suchen und dieses lesen, oder einfach probieren was passiert.

Gruß,
Holm

Autor: A. K. (prx)
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Autor: Holm T. (holm)
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Holm T. schrieb:
> Ja, den 8049 kann man normalerweise auslesen und das Ergebnis in einen
> 8749 brennen..so man einen hat.
> Ich weiß nicht, ob ein SCN8049 sich hinsichtlich der
> Auslesemöglichkeiten von einem Intel 8049 unterscheidet und da ein
> Ausleseschutz nachgerüstet wurde..also bitte selbst nach dem Datenblatt
> suchen und dieses lesen, oder einfach probieren was passiert.

GALEP III und IV von Conitec unterstützen diese Prozesoren, ALL07 von 
HILO auch.
>
> Gruß,
> Holm

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der 8049 ist ein Familienmitglied der MCS-48-Reihe.

Dieser Baustein hat 2 kiB maskenprogrammiertes ROM.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_MCS-48

Das kann ausgelesen werden, nur frage ich mich ... was Du damit anfangen 
willst.

Hier gibt es eine Beschreibung dessen, was zum Auslesen nötig ist:

https://www.sbprojects.net/projects/8049spy/index.php

Autor: F.Schrieber (Gast)
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da es sich um ein von aussen frei programmierten Baustein handelt
und ich es auch kann, geht nach einiger Zeit!! trotz Pufferbatterie der
Speicherinhalt verloren....vermute einen def. des Bausteines.
durch Wärmeentwicklung ?. Daja die gesamte Steuerung über Tage nicht 
gebraucht wird, muss man sich wieder an die gesamte Eingabe der Daten 
heran
wagen und alles neu eingeben...von Hand anders nicht möglich , um die 
funktionen aufrecht zu erhalten. Ich bin nicht der geborene vollblut 
Elektroniker aber ich weiss damit umzugehen.  Gruß ............

Autor: Holm T. (holm)
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F.Schrieber schrieb:
> da es sich um ein von aussen frei programmierten Baustein handelt
> und ich es auch kann, geht nach einiger Zeit!! trotz Pufferbatterie der
> Speicherinhalt verloren....vermute einen def. des Bausteines.
> durch Wärmeentwicklung ?. Daja die gesamte Steuerung über Tage nicht
> gebraucht wird, muss man sich wieder an die gesamte Eingabe der Daten
> heran
> wagen und alles neu eingeben...von Hand anders nicht möglich , um die
> funktionen aufrecht zu erhalten. Ich bin nicht der geborene vollblut
> Elektroniker aber ich weiss damit umzugehen.  Gruß ............

Kannst Du uns mal ein Foto der Elektronik machen? Ich vermute der 8049 
ist nicht Dein Problem.

Gruß,

Holm

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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F.Schrieber schrieb:
> da es sich um ein von aussen frei programmierten Baustein handelt und
> ich es auch kann, geht nach einiger Zeit!! trotz Pufferbatterie der
> Speicherinhalt verloren....vermute einen def. des Bausteines.

Der 8049 ist nicht "von aussen frei programmierbar", der ist 
maskenprogrammiert, d.h. der Inhalt seines ROMs ist bei der 
Herstellung im Halbleitwerk bereits festgelegt.

Wäre der Controller programmierbar, hieße er 8749 und wäre im 
Keramikgehäuse mit Fenster untergebracht.

Der Controller selbst hat 128 Bytes RAM, aber daß dieses RAM 
batteriegepuffert sein soll, halte ich für unwahrscheinlich.

Ich kann mich also nur Holm anschließen: Zeig' ein aussagekräftiges Bild 
von der Platine, auf der der Controller draufsitzt.

Autor: karadur (Gast)
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Nach diesem Datenblatt gibt es einen Anschluss zur Versorgung des 
internen RAM im Standby: 
https://console5.com/techwiki/images/4/4a/MCS-48.pdf

Autor: Holm T. (holm)
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karadur schrieb:
> Nach diesem Datenblatt gibt es einen Anschluss zur Versorgung des
> internen RAM im Standby:
> https://console5.com/techwiki/images/4/4a/MCS-48.pdf

Ja, es ist aber trotzdem nicht wahrscheinlich. Der 8049 hat IMHO 128 
Bytes RAM (256 zu faul nachzusehen) Das ist alles was auch den Registern 
und dem Stack zur Verfügung steht, deswegen vermute ich bei dieser 
beschriebenen Konfigurationsmöglichkeit eher externen RAM.

Gruß,

Holm

Autor: karadur (Gast)
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Autor: karadur (Gast)
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Kann natürlich sein das es noch ein externe RAM gibt.Sollte ein Bild 
aber zeigen.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo

F.Schrieber schrieb:
> ... geht nach einiger Zeit!! trotz Pufferbatterie der
> Speicherinhalt verloren....

Wie lange reicht eine Batterie bei einem Verbrauch von typ. 4mA ???

Gruss

Autor: A. K. (prx)
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Das war NMOS-Technik, jede RAM-Zelle zog permanent Strom. Es gab schon 
damals CMOS-Speicher und wer persistenden Speicher benötigte, verwendete 
diesen.

Autor: Olaf (Gast)
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> Es gab schon damals CMOS-Speicher und wer persistenden Speicher
> benötigte, verwendete diesen.

PCF8571 128Byte I2C-Bus Ram.

Da sieht die Jugend von heute mal wie schwer wir es damals hatten. Einen 
eigenen Baustein damit der Mikrocontroller 128Byte Speicher hatte. :-)

Olaf

Autor: dealer (Gast)
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Stefan schrieb:
> Wie lange reicht eine Batterie bei einem Verbrauch von typ. 4mA ???

Mit der Batterie
https://toom.de/p/autobatterie-12-v-s4-004-60-ah/1918257?gclid=EAIaIQobChMInbeerYeH4QIVDrHtCh0-NQoeEAYYASABEgLlO_D_BwE
fast 2 Jahre, also ne Menge Holz.

Autor: Thomas (Gast)
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Der 8049 hat wie alle Intel controller einen EA Anschluss. Es ist sehr 
unwahrscheinlich dass das Teil maskenprogrammiert angesteuert wird. Das 
kann man am Pegel der EA Leitung erkennen. Es war durchaus üblich 
Romteile Romless zu betreiben. Da ist irgendwo ein EPROM auf der 
Platine. Es ist sehr schade aber es scheint solches Wissen geht 
zunehmend verloren.

Ein Foto würde da helfen.

Thomas

Autor: Holm T. (holm)
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Thomas schrieb:
> Der 8049 hat wie alle Intel controller einen EA Anschluss. Es ist sehr
> unwahrscheinlich dass das Teil maskenprogrammiert angesteuert wird. Das
> kann man am Pegel der EA Leitung erkennen. Es war durchaus üblich
> Romteile Romless zu betreiben. Da ist irgendwo ein EPROM auf der
> Platine. Es ist sehr schade aber es scheint solches Wissen geht
> zunehmend verloren.
>
> Ein Foto würde da helfen.
>
> Thomas

Ich habe mit so einem Ding mal was gemacht und kenne es deshalb 
durchaus..ich wollte halt was damit machen. Die Dinger sind dumm wie ein 
Sack Holz, nochmal muß ich das deshalb nicht haben.
Das mit dem Foto war meine Meinung etliche Postings weiter oben, der TO 
zuckt sich nicht..das Thema ist also durch.

Gruß,

Holm

Autor: Dummerle (Gast)
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> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz

Noch dümmer sind die ST62.
Auch das hat keinen abgehalten sie zu benutzen.
Für die ganz dummen gab es den ST62-Realizer.

Autor: G. O. (aminox86)
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Dummerle schrieb:
>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz

Also, ich halte diese Aussage für ziemlich übertrieben. In diesem Radio
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2017)"
werkelt ein 8049 und ich finde, er macht es gut.
Der Abstimmknopf wird von einem (Software)Schaltwerk ausgewertet, die 
Frequenzberechnung wird unter Berücksichtigung der ZF mit 32-Bit 
Integerarithmetik durchgeführt und die für die Bandauswahl notwendigen 
Daten wie Bandgrenzen, zugeordneten Tasten, aktive LED sind in 
Strukturen zusammengefasst, die über eine doppelt  verkettete Listen 
verbunden sind. Vier verschiedene serielle Protokolle stellen die 
Verbindung zur Peripherie her: I2C, serielles Eeprom, Max7219, AD9851. 
Das Ganze benötigt ca 1,5k Speicherplatz, der interne Ram des Prozessors 
ist zu ca 70% ausgelastet.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Dummerle schrieb:
>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz
>
> Noch dümmer sind die ST62.
> Auch das hat keinen abgehalten sie zu benutzen.
> Für die ganz dummen gab es den ST62-Realizer.

Nicht überall, wo man Controller einsetzt, benötigt man sprühende 
Intelligenz. Manchmal reicht auch "strohdumm aber spottbillig".

Freilich ist das ein Kriterium von Kundschaft, die Millionen davon 
einsetzt. Bastler mit Einzelstückbedarf, die sich bei der Auswahl der 
Architektur um Preisunterschiede im Cent-Bereich kümmern, sind auch 
nicht viel klüger als der Sack Holz.

Autor: A. K. (prx)
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G. O. schrieb:
> Dummerle schrieb:
>>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz
>
> Also, ich halte diese Aussage für ziemlich übertrieben.

Ich auch. Die Intel 8048 µCs waren mit Kenntnis des Fairchild F8 
entwickelt worden, einem der ersten Mikrocontroller, damals immens 
erfolgreich. Freundlicherweise fielen dabei ein paar der dümmsten Fehler 
weg.

Aber Intel wäre nicht Intel, wenn sie nicht genug Fehler übrig gelassen 
hätten, um es beim 8051 nochmal besser machen zu können.

Aber natürlich liessen sie auch beim 8051 einige übrig. Ein weiterer 
Versuch seitens Intel, Mikrocontroller besser zu machen, scheiterte dann 
aber an der Kundschaft, die partout nicht vom 8051 ablassen wollte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Holm T. (holm)
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G. O. schrieb:
> Dummerle schrieb:
>>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz
>
> Also, ich halte diese Aussage für ziemlich übertrieben. In diesem Radio
> Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2017)"
> werkelt ein 8049 und ich finde, er macht es gut.

Es gibt auch Festplatten mit den Dingern und der übliche 
Tastaturcontroller in einer AT oder PS/2 Tastatur macht die Sache auch 
gut, obwohl er ein 8048 Nachkömmling ist.
Was bitte ändert das an der aussage das die Dinger dumm wie ein Sack 
Holz sind?

> Der Abstimmknopf wird von einem (Software)Schaltwerk ausgewertet, die
> Frequenzberechnung wird unter Berücksichtigung der ZF mit 32-Bit
> Integerarithmetik durchgeführt und die für die Bandauswahl notwendigen
> Daten wie Bandgrenzen, zugeordneten Tasten, aktive LED sind in
> Strukturen zusammengefasst, die über eine doppelt  verkettete Listen
> verbunden sind. Vier verschiedene serielle Protokolle stellen die
> Verbindung zur Peripherie her: I2C, serielles Eeprom, Max7219, AD9851.
> Das Ganze benötigt ca 1,5k Speicherplatz, der interne Ram des Prozessors
> ist zu ca 70% ausgelastet.

..na und? Das geht mit so gut wie jedem anderen Prozessor, sicher auch 
mit dem i8008 und etwas Gemüse.

Gruß,
Holm

Autor: Holm T. (holm)
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A. K. schrieb:
> Dummerle schrieb:
>>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz
>>
>> Noch dümmer sind die ST62.
>> Auch das hat keinen abgehalten sie zu benutzen.
>> Für die ganz dummen gab es den ST62-Realizer.
>
> Nicht überall, wo man Controller einsetzt, benötigt man sprühende
> Intelligenz. Manchmal reicht auch "strohdumm aber spottbillig".

Sicher, nur das Teil beherrscht nicht mal den Vergleich des Akkus mit 
einem Festwert..ein mal SUB und wieder zurück bitte..
>
> Freilich ist das ein Kriterium von Kundschaft, die Millionen davon
> einsetzt. Bastler mit Einzelstückbedarf, die sich bei der Auswahl der
> Architektur um Preisunterschiede im Cent-Bereich kümmern, sind auch
> nicht viel klüger als der Sack Holz.

Darum geht es doch gar nicht. Auch heute noch werden PIC12 verwurstet, 
der Befehlssatz ist schlauer, aber die hornalte GeneralInstruments 
Architektur ist völlig vergriesgnaddelt. Vergleiche gehen immerhin, aber 
für die Konfiguration ein und des selben integrierten Peripherieelements 
Speicherbanken umschalten zu müssen weil die Register in 
unterschiedlichen Banken liegen ist schon reichlich krank. Nichts desto 
trotz werden die verwurstet, weil billig.

Gruß,

Holm

Autor: Holm T. (holm)
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A. K. schrieb:
> G. O. schrieb:
>> Dummerle schrieb:
>>>> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz
>>
>> Also, ich halte diese Aussage für ziemlich übertrieben.

Ich nicht, denn das ist MEINE Beurteilung der Sachlage die aus MEINEN 
Erfahrungen resultiert. ICH schrieb ich muß die Teile nicht nochmal 
haben, obsolete sind sie sowieso.
>
> Ich auch. Die Intel 8048 µCs waren mit Kenntnis des Fairchild F8
> entwickelt worden, einem der ersten Mikrocontroller, damals immens
> erfolgreich. Freundlicherweise fielen dabei ein paar der dümmsten Fehler
> weg.
>
> Aber Intel wäre nicht Intel, wenn sie nicht genug Fehler übrig gelassen
> hätten, um es beim 8051 nochmal besser machen zu können.

Intel konnte es noch nie lassen komplizierte Assembler-Mnemonics 
verwenden zu müssen und ihre Architekturen mit allerlei 
Spezial-Registern auszustatten. Register mit denen nur eine Sache geht, 
Datapointer, Offsetregister, Counter, Akkus usw. usf..
Andere Hersteller setzten auf Universalregister die einem das hin und 
her schieben ein und der selben Daten im Registersatz ersparten und 
massiv Register integrierten.

Die haben gewonnen denn die heutige Intel-Architektur ist nichts weiter 
als eine "Personality" auf einer RISC Maschine die den Intel Code 
interpretiert..
>
> Aber natürlich liessen sie auch beim 8051 einige übrig. Ein weiterer
> Versuch seitens Intel, Mikrocontroller besser zu machen, scheiterte dann
> aber an der Kundschaft, die partout nicht vom 8051 ablassen wollte.

Warum auch, der war doch halbwegs brauchbar. Die AVRs sind auch nur so 
verbreitet weil der GCC kostenlos dafür verfügbar wurde, ohne den, wären 
sie einer unter Vielen. Die allermeiste Hardware ist sowieso langsam so 
das sie sich von einem 8051 locker bedienen läßt, mit den auf über 50Mhz 
gedrehten Versionen sowieso...

Gruß,
Holm

Autor: Georg G. (df2au)
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Holm T. schrieb:
> das Teil beherrscht nicht mal

Es ist wirklich traurig, dass die Geistesgrössen dieses Forums nicht 
Ende der 1970er aktiv waren, als die ersten Prozessoren entwickelt 
wurden.

Autor: Holm T. (holm)
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Georg G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> das Teil beherrscht nicht mal
>
> Es ist wirklich traurig, dass die Geistesgrössen dieses Forums nicht
> Ende der 1970er aktiv waren, als die ersten Prozessoren entwickelt
> wurden.

Ja und die damals aktiv waren sind heute verkalkt und geben dummes Zeug 
von sich, ist es das worauf Du hinaus wolltest?

Gruß,

Holm

Autor: A. K. (prx)
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Holm T. schrieb:
> Andere Hersteller setzten auf Universalregister die einem das hin und
> her schieben ein und der selben Daten im Registersatz ersparten und
> massiv Register integrierten.

Aus damaligen Zeiten kenne ich in dieser Richtung allerdings nur Zilogs 
Z8. Hübsches Teil, damals. Die Eleganz liess beim eZ8 für mehr RAM 
deutlich nach.

> Warum auch, der war doch halbwegs brauchbar.

Bis 256 Bytes RAM. Jenseits davon knarzt es mächtig im Gebälk. Ein guter 
C Compiler versteckt das zwar, aber schön siehts untenrum nicht aus. War 
beim Z8 nicht anders. Diese Architekturen waren einfach nicht für die 
Ewigkeit entworfen.

Mit einem anständigen C Compiler geht freilich alles, ob dumm wie Holz 
oder nicht. So lange man nicht (wie ich) unter den Teppich schaut.

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Beitrag #5774173 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: A. K. (prx)
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Georg G. schrieb:
> Es ist wirklich traurig, dass die Geistesgrössen dieses Forums nicht
> Ende der 1970er aktiv waren, als die ersten Prozessoren entwickelt
> wurden.

Bissel früher, der F8 wurde 1974 vorgestellt, wenn du mit "Prozessoren" 
spezialisierte Mikrocontroller meinst. Der war in seinem vorgesehenen 
Einsatzbereich durchaus verwendbar. Man lernte natürlich noch, zudem war 
kein Platz für viele Register. Anfangs waren es mindestens 2 40-Pinner, 
also keine Einchip-Lösung.

: Bearbeitet durch User
Autor: Georg G. (df2au)
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A. K. schrieb:
> Bis 256 Bytes RAM

Bedenke bitte, dass damals Strukturen mit 1µm Stand der Technik waren. 
Die Wafer waren winzig, die Ausbeuten unterirdisch.

Autor: A. K. (prx)
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Georg G. schrieb:
> Bedenke bitte, dass damals Strukturen mit 1µm Stand der Technik waren.
> Die Wafer waren winzig, die Ausbeuten unterirdisch.

Natürlich, die waren für exakt diese Zeit entworfen. Intel kann nichts 
dafür, wenn sie auf ewig verwendet werden. Intel wollte ja auch x86 
längst loswerden, ohne Erfolg, weil AMD reingrätschte.

A. K. schrieb:
> Diese Architekturen waren einfach nicht für die Ewigkeit entworfen.

Autor: Georg G. (df2au)
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A. K. schrieb:
> der F8 wurde 1974 vorgestellt

1978 musste ich für eine Massenanwendung den passenden Prozessor 
aussuchen. Der Chef wollte den F8, wohl, weil der "vor Ort" entstanden 
war (Olympia Büromaschinen, Fairchild hat das Design übernommen). Ich 
konnte mich aber mit dem 8048 durchsetzen. Mit externem 4k Eprom hat das 
Gerät dann bis Mitte der 1980er überlebt. Die Hardware Kosten sind in 
dem Zeitraum um 90% geschrumpft.

Autor: Holm T. (holm)
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A. K. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Andere Hersteller setzten auf Universalregister die einem das hin und
>> her schieben ein und der selben Daten im Registersatz ersparten und
>> massiv Register integrierten.
>
> Aus damaligen Zeiten kenne ich in dieser Richtung allerdings nur Zilogs
> Z8. Hübsches Teil, damals. Die Eleganz liess beim eZ8 für mehr RAM
> deutlich nach.
>
>> Warum auch, der war doch halbwegs brauchbar.
>
> Bis 256 Bytes RAM. Jenseits davon knarzt es mächtig im Gebälk. Ein guter
> C Compiler versteckt das zwar, aber schön siehts untenrum nicht aus. War
> beim Z8 nicht anders. Diese Architekturen waren einfach nicht für die
> Ewigkeit entworfen.
>
> Mit einem anständigen C Compiler geht freilich alles, ob dumm wie Holz
> oder nicht. So lange man nicht (wie ich) unter den Teppich schaut.

..die Frage ist was "anständig" auch immer bedeuten mag und C für 
embedded war damals noch recht ungebräuchlich.. eher verschiedene Pascal 
Versionen,
Fortran und auch Cobol.

Ein 6809 ist ne feine Sache.."finally done right, but to late.." (ganz 
zu schweigen von seinem offensichtlich nicht recht lizensierten Nachbau 
HD63C09)

abgesehen davon wollte ich bei Intel eher auf spätere Implementationen 
hinaus, 8086 ist eine Krankheit im Vergleich zu MC68K. Entwicklungen wie 
SPARK oder MIPS zeigten in die richtige Richtung.

Ich habe so ca. 30 Stück U320C20 vom ZFTM Dresden, ein TI 
Signalprozessor im Wesentlichen..nur CMOS. Auch mit den Dingern will ich 
mal spielen und habe deswegen u.A. den Autor des DDR Buches "der 
Seignalprozessor U320C20" mal kontaktiert, weil da in dem Buch die Rede 
von C-Compilern war.
Der U320C20 hat einen minimalen internen Hardware-Stack..was die 
Verwendbarkeit von Hochsprachen stark einschränkt. Eine Frau hatte einen 
Compiler geschrieben (Cross auf DOS) ist aber mittlerweile leider 
verstorben, ein _Jahr bevor ich nachgeforscht hatte..schade.
Bei dem TI Kram bin ich mir nicht sicher ob da überhaupt was verwendbar 
ist, deren Bezeichnungen neigen dazu kaum nachvollziehbar zu sein..

Gruß,
Holm

Beitrag #5774223 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Holm T. (holm)
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Georg G. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> der F8 wurde 1974 vorgestellt
>
> 1978 musste ich für eine Massenanwendung den passenden Prozessor
> aussuchen. Der Chef wollte den F8, wohl, weil der "vor Ort" entstanden
> war (Olympia Büromaschinen, Fairchild hat das Design übernommen). Ich
> konnte mich aber mit dem 8048 durchsetzen. Mit externem 4k Eprom hat das
> Gerät dann bis Mitte der 1980er überlebt. Die Hardware Kosten sind in
> dem Zeitraum um 90% geschrumpft.

Na sicher, zu dem Ding gibts ja auch endlos 2nd Sources.

Gegen den F8 mit seinen Registern im RAM wird der 8048 sogar noch recht 
schnell gewesen sein, aber es ändert nicht wirklich was daran das den 
wohl Niemand heute zu Tage noch freiwillig ausgraben wollen wird, es sei 
denn aus sportlichen Gründen wie ich seinerzeit.

Gruß,

Holm

Beitrag #5774260 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5774264 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5774369 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Holm T. schrieb:
> Die Dinger sind dumm wie ein Sack Holz, nochmal muß ich das deshalb nicht haben.

Es gibt keinen Grund, Holz zu beleidigen:
Youtube-Video "257ers - Holz (Official HD Video)"

Beitrag #5774523 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: F.Schrieber (Gast)
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hallo, danke für das lesen der Message, ich bin nicht der geeignete 
Elektroniker in sachen IC`s !! mein Problem ist, das der Baustei nicht 
Ordnungsgemäß funktioniert...warum verliert er sein Gedächtnis ...obwohl 
die
Pufferbatterie 3,6 Volt am Pin 26(VDD)seine Spannung Messbar ist, kurzum
so kann ich nicht weiter mit dem Baustein Leben.Eine Lösung muss her, 
und zwar in absehbarer Zeit.

                  mfg.........

Autor: Georg G. (df2au)
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Ist auf der Platine noch ein Eprom?
Wie ist die Spannung am Pin 7 des Prozessors?

Wenn du diese beiden Fragen beantwortet hast, können wir dir sagen, 
welche Art Ersatzprozessor genommen werden kann.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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F.Schrieber schrieb:

> da es sich um ein von aussen frei programmierten Baustein handelt
> und ich es auch kann, geht nach einiger Zeit!! trotz Pufferbatterie der
> Speicherinhalt verloren.

Hat der denn ein Glasfenster? Eine Pufferbatterie brauchte der 8049 
jedenfalls nicht. Aber vielleicht gibt es ja noch ein RAM auf der
Platine, welches seinen Inhalt verloren hat.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Eine Pufferbatterie brauchte der 8049 jedenfalls nicht.

Doch, wenn man den Inhalt seines RAMs puffern will, dann braucht er die.

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