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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sichere Lichtschranke über 2m


Autor: Daniel U. (daniel_22)
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Hallo,

für ein aktuelles Projekt benötige ich eine Lichtschranke, die in einem 
Messbereich von 2m erkennt, ob jemand mit Arm oder Hand in den Bereich 
dahinter greift. Mein Prototyp hat auf der Sendeseite nach oben hin alle 
10cm eine 3mm IR-LED angebracht und auf der Empfangsseite alle 10cm 
einen 38kHz IR-Empfänger (TSOP38238). Jeder Sensor darf natürlich nur 
auf die LED direkt gegenüber reagieren. Wenn der Pfad dahin blockiert 
ist wird ein Alarm ausgelöst. Dazu wird jeder Sensor einzeln ausgelesen 
und überwacht. Die LEDs senden alle das gleiche 38kHz Signal. Damit ist 
die Distanz schon mal prinzipiell kein Problem mehr.
Momentan ist der Aufbau aber noch ziemlich unzuverlässig, weil bei 
dieser Entfernung die LEDs schon ordentlich streuen und somit die 
Sensoren nicht nur genau auf die gegenüberliegende LED reagieren sondern 
auch auf andere darüber und darunter. Wenn die LEDs so weit gedimmt 
werden, dass dieser Effekt nicht eintritt, gibt es hier und da 
Fehlalarme weil irgendein Sensor mal kurz nicht mal das 
gegenüberliegende Licht wahrnimmt.

Von daher ist die Frage ob es da Möglichkeiten zur Verbesserung gibt 
oder ob doch eine Laser-Lichtschranke her muss. Davon halte ich aber 
momentan Abstand weil es vorkommen kann, dass jemand direkt hineinschaut 
und gesundheitliche Risiken ausgeschlossen sein müssen.

Gruß
Daniel

Autor: Schlumpf (Gast)
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1. Geht es um deinen und ausschließlich deinen Arm?
2. Was passiert, wenn der Arm evtl doch nicht erkannt wird? Verletzung?

Wenn du Frage 1 mit nein und Frage 2 mit Ja beantwortest:
Lass die Finger davon!

Ansonsten :
Bessere Optik oder eben Laser

Autor: Daniel U. (daniel_22)
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Schlumpf schrieb:
> 1. Geht es um deinen und ausschließlich deinen Arm?
> 2. Was passiert, wenn der Arm evtl doch nicht erkannt wird? Verletzung?

1. Nein es ist total egal was oder wie viele Objekte blockieren. Sobald 
ein Objekt erkannt wird, soll es Alarm geben.

2. Nein das ganze ist nicht sicherheitsrelevant. Es soll nur erkannt 
werden ob irgendjemand in den Bereich dahinter eingreift. Genauer: Ein 
Anfass- bzw. Diebstahlschutz.

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Autor: Frank K. (fchk)
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Die Empfänger gibts mit verschiedenen Trägerfrequenzen: 30, 33, 36, 38, 
40, 56 kHz. Wähle doch drei verschiedene Frequenzen, die weit genug 
auseinander liegen, z.B. 30, 40, 56 kHz, und verwende sie reihum. Ein 40 
kHz Empfänger sollte nicht auf einen 30 kHz Sender reagieren, womit das 
Problem des Übersprechens gelöst wäre.

fchk

PS: Datenblatt:
https://www.vishay.com/docs/82491/tsop382.pdf

Autor: Wolfgang (Gast)
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Daniel U. schrieb:
> Momentan ist der Aufbau aber noch ziemlich unzuverlässig, weil bei
> dieser Entfernung die LEDs schon ordentlich streuen und somit die
> Sensoren nicht nur genau auf die gegenüberliegende LED reagieren sondern
> auch auf andere darüber und darunter. Wenn die LEDs so weit gedimmt
> werden, dass dieser Effekt nicht eintritt, gibt es hier und da
> Fehlalarme weil irgendein Sensor mal kurz nicht mal das
> gegenüberliegende Licht wahrnimmt.

Dimmen ist die falsche Strategie, weil du damit den Signal/Rauschabstand 
verschlechterst. Verwende LEDs mit engem Öffnungswinkel oder alternativ 
Laserdioden für 20ct.

TSOP38238 ist ein Empfänger für IR-Fernbedienungen und damit für 
Lichtschrankenanwendung nicht sonderlich geeignet. Bei einer "längeren" 
Unterbrechnung regelt die AGC hoch so dass Streulich eine freie 
Lichtschranke vortäuschen kann.

Für Lichtschranken guck dir mal die Lichtschrankenempfänger an, z.B. 
TSSP4038.

Autor: Frank K. (fchk)
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Wolfgang schrieb:

> TSOP38238 ist ein Empfänger für IR-Fernbedienungen und damit für
> Lichtschrankenanwendung nicht sonderlich geeignet. Bei einer "längeren"
> Unterbrechnung regelt die AGC hoch so dass Streulich eine freie
> Lichtschranke vortäuschen kann.

Das kann man ja dadurch umgehen, dass jeder Sender ein eineindeutiges 
Telegramm sendet, das der Empfänger auswertet - inkl Prüfsumme soll das 
das durch Rauschen schwer zu triggern sein. Das erhöht auch die 
Sicherheit gegenüber Manipulationen erheblich. Ein Dieb könnte sonst 
einfach die Lichtschranken mit einer mitgebrachten IR-Fernbedienung 
austricksen. Sobald aber nicht nur auf das Vorhandensein des Trägers, 
sondern auch die Nutzdaten selber geprüft werden, ist es sehr viel 
schwieriger, das ganze zu umgehen. Noch besser wird es, wenn nicht immer 
die gleichen Telegramme gesendet werden, sondern z.B. 
Pseudozufallsfolgen.

fchk

: Bearbeitet durch User
Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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Willst du es wirklich selbstbauen? Auf ebay geistern so viele gebrauchte 
Industrielichtschranken rum für kleines Geld...
Klar, man bekommt es auch selbst hin. Der Erkenntnisgewinn ist aber 
gering, allenfalls im optischen Bereich.

Autor: Daniel U. (daniel_22)
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Frank K. schrieb:
> Wähle doch drei verschiedene Frequenzen, die weit genug
> auseinander liegen, z.B. 30, 40, 56 kHz, und verwende sie reihum.

Die Idee ist sehr gut, das werde ich mal überlegen.

Frank K. schrieb:
>Das kann man ja dadurch umgehen, dass jeder Sender ein eineindeutiges
>Telegramm sendet, das der Empfänger auswertet

Daran habe ich auch schon gedacht aber damit die Empfänger das 
fehlerfrei empfangen ging das Dimmen nicht mehr. Damit waren die LEDs 
dann stark genug dass der Empfänger trotz Objekt dazwischen über 
Reflexionen o.Ä. trotzdem noch was empfangen hat.

Zum Thema Laser: Wäre das überhaupt reinschau-sicher zu machen?

Autor: Charlie Plexing (Gast)
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Man kann ein Zeitmultiplexverfahren (TDMA) verwenden um in bestimmten 
Zeitabschnitten (Zeitschlitzen) die Daten (Signale) verschiedener Sender
auszuwerten.

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Daniel U. schrieb:
> für ein aktuelles Projekt benötige ich eine Lichtschranke, die in einem
> Messbereich von 2m erkennt, ob jemand mit Arm oder Hand in den Bereich
> dahinter greift. Mein Prototyp hat auf der Sendeseite nach oben hin alle
> 10cm eine 3mm IR-LED angebracht und auf der Empfangsseite alle 10cm
> einen 38kHz IR-Empfänger (TSOP38238). Jeder Sensor darf natürlich nur
> auf die LED direkt gegenüber reagieren.
Nein, das muß nach deiner Aufgebenstellung nicht unbedingt sein.

Im Gegenteil, wenn ein Empfänger gegen mehrere Sender empfindlich ist, 
dann hast du quasi zusätzliche Querpfade, die zu einer  höheren Dichte 
des Lichtvorhanges führen.

> Wenn der Pfad dahin blockiert
> ist wird ein Alarm ausgelöst. Dazu wird jeder Sensor einzeln ausgelesen
> und überwacht. Die LEDs senden alle das gleiche 38kHz Signal.
Das kann man auch anders machen.
Wenn die LED mit einer phasenverschobenen Impulsen senden würden, 
hättest du eine zeitlich Zuordnung von Sender zu Empfängern.
Es dürfte eben immer nur eine IR-LED im Sichtbereich eines Empfängers 
seinen Impuls ausgeben.

> Damit ist
> die Distanz schon mal prinzipiell kein Problem mehr.
2m sind eh Pillepalle.

> Von daher ist die Frage ob es da Möglichkeiten zur Verbesserung gibt
> oder ob doch eine Laser-Lichtschranke her muss.
Laserlichtschranken müssen exakt ausgerichtet sein. Jede geringfügige 
mechanische Beeinflüssung kann den kollimierten Strahl außer Toleranz 
bringen.

Man kann auch vor jeden Empfänger eine Linse setzen und somit die 
Empfangsapertur so einstellen, dass nur eine LED gesehen wird.
Auch längere Tuben vor Empfänger oder Sender oder Lochblenden in einem 
gewissen Abstand vor Sender oder Empfänger können benachbarte Pfade 
leicht abdecken.

> Davon halte ich aber
> momentan Abstand weil es vorkommen kann, dass jemand direkt hineinschaut
> und gesundheitliche Risiken ausgeschlossen sein müssen.
Man kann Laser auch weit unter 1mW senden lassen.
Aber da wrst du schon das Problem mit der Messtechnik haben.

Gruß Uhmel

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Das gibts fertig zu kaufen: Lichtvorhang, Lichtgitter.

Wenn Du es selbst bauen willst dann unterscheidest Du die Sender am 
einfachsten dadurch daß zu jedem Zeitpunkt immer nur ein Sender 
gleichzeitig sendet. Andere Verfahren, zum Beispiel orthogonale Codes 
für alle Sender so daß alle gleichzeitig senden können sind auch denkbar 
und wären schneller und/oder störsicherer aber dafür brauchst Du 
deutlich mehr Rechenleistung und Hirnschmalz auf Empfängerseite um das 
was bei jedem einzelnen Empfänger reinkommt wieder zu dekodieren um zu 
sehen welcher Sender bei einem bestimmten Empfänger nicht mehr sichtbar 
ist. Dann kommst Du auch nicht mehr mit fertigen Empfängern a la TSOP 
aus sondern mußt selbst was entwerfen. Oder Du kaufst einfach ein 
fertiges Lichtgitter.

Wenns um sicherheitsrelevante Nutzung geht bei der es Personenschäden 
verhindern soll (Arm reinstecken, Arm ab) verbietet sich das 
selbstgebastelte ohnehin! So ein zuverlässiges Lichtgitter schüttelt man 
nicht mal eben so aus dem Ärmel, da stecken Mannjahre an Entwicklung 
drin, das kannst Du mir glauben, das holst Du nicht mal eben an 2 Tagen 
auf.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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Frank K. schrieb:
> Das kann man ja dadurch umgehen, dass jeder Sender ein eineindeutiges
> Telegramm sendet, das der Empfänger auswertet - inkl Prüfsumme soll das
> das durch Rauschen schwer zu triggern sein.

Nein, wenn der Empfänger seine Diode sowohl über den direkten Weg, als 
auch über Umwege sieht (weil die AGC nachregelt), bringen einen 
irgendwelche Codes und Prüfsummen nicht weiter.

Autor: Wolfgang (Gast)
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U. M. schrieb:
>> Von daher ist die Frage ob es da Möglichkeiten zur Verbesserung gibt
>> oder ob doch eine Laser-Lichtschranke her muss.
> Laserlichtschranken müssen exakt ausgerichtet sein. Jede geringfügige
> mechanische Beeinflüssung kann den kollimierten Strahl außer Toleranz
> bringen.

Auch Laser kann man dekollimieren, um die Justierung unkritischer zu 
machen. Zusammen mit einem Retroreflektor kommt das Licht sogar wieder 
in der selben Richtung zurück, so dass man die Elektronik nur auf einer 
Seite hat.

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Wolfgang schrieb:
> Auch Laser kann man dekollimieren, um die Justierung unkritischer zu
> machen.
Ja, kann man. Aber Laser ist aus verschiedenen Gründen umständlicher und 
empfindliche als einfache LED.

> Zusammen mit einem Retroreflektor kommt das Licht sogar wieder
> in der selben Richtung zurück, so dass man die Elektronik nur auf einer
> Seite hat.
Das ist auch noch eine gute Möglichkeit. Mit einer hochwertigen 
Reflektorfolie kann man den Reflex auch im Winkel gut einschränken.
Da kommt von benachbarten LED dann auch nix mehr an.
Gruß Öletronika

Autor: Wolfgang (Gast)
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U. M. schrieb:
> Da kommt von benachbarten LED dann auch nix mehr an.

Du kennst du Umgebung nicht. Solange die LED Gegenständer in der 
Umgebung mit beleuchtet und diese im Sichtbereich des Sensors liegen, 
kann das bei aufgerissener AGC trotz perfektem Reflektor zu einem 
gültigen Signal führen.
(z.B. Person in heller Kleidung, die vor der LS steht) Da hilft nur 
Geometrie, z.B. enger Lichtstrahl oder Blenden/Linsen vor den 
Detektoren.

Autor: Wolfgang (Gast)
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U. M. schrieb:
> Aber Laser ist aus verschiedenen Gründen umständlicher und
> empfindliche als einfache LED.

Dann zähle die doch mal auf.
Ebay-Artikel Nr. 381375065752

Autor: Falk B. (falk)
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Autor: Bernd K. (prof7bit)
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TSOP und Konsorten sind ungeeignet weil die eigenwillig und 
unkontrolliert ihre Verstärkung nachregeln und man so nur schwer eine 
definierte Schaltschwelle festlegen kann. Bestenfalls kann man auf 
Senderseite die Leistung soweit reduzieren bis sie es gerade noch sehen 
können, dann hat man aber den schlechtestmöglichen Störabstand.

Die nächste Schwierigkeit kommt dann wenn man feststellt daß zumindest 
einige Typen dieser integrierten Empfänger auch bei statischem 
Umgebungslicht ihre Verstärkung ändern! Dann geht morgens die Sonne auf, 
scheint durchs Fernster und die Lichtschranke löst aus. Ich würd mir 
also gleich mal noch einen von diesen alten 400W Halogen Baustrahlern 
sichern (Planck-Spektrum) um etwas Sonne simulieren zu können.

: Bearbeitet durch User
Autor: Falk B. (falk)
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Bernd K. schrieb:
> TSOP und Konsorten sind ungeeignet weil die eigenwillig und
> unkontrolliert ihre Verstärkung nachregeln

Jain. Es gibt aber Tyen, die explizit für Lichtschranken gebaut sind.

Beitrag "Re: Sichere Lichtschranke über 2m"

> Die nächste Schwierigkeit kommt dann wenn man feststellt daß zumindest
> einige Typen dieser integrierten Empfänger auch bei statischem
> Umgebungslicht ihre Verstärkung ändern!

Das sollte nicht sein.

Autor: Falk B. (falk)
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Daniel U. schrieb:

> Von daher ist die Frage ob es da Möglichkeiten zur Verbesserung gibt

Sicher. Einfach die Sendedioden in ein passendes Röhrchen stecken. Damit 
hat man eine einfache Blende und verringert den Abstrahlwinkel. Der ist 
dann deutlich kleiner als der der einfachen LED aber immer noch größer 
als der eines Lasers. Damit wird die Ausrichtung der Sender auf die 
Empfänger deutlich vereinfacht.

Röhrcheninnendurchmesser = LED-Durchmesser. Die Länge kann man einfach 
geometrisch abschätzen, indem man die LED als Punktstrahler betrachtet. 
Wenn man z.B. bei 2000mm Entfernung einen Leuchtfleck von 50mm 
Durchmesser haben will, macht das 5mm bei 200mm Entfernung.

> oder ob doch eine Laser-Lichtschranke her muss. Davon halte ich aber
> momentan Abstand weil es vorkommen kann, dass jemand direkt hineinschaut
> und gesundheitliche Risiken ausgeschlossen sein müssen.

Bei unter 1mW passiert da nix. Aber die Ausrichtung deiner Anlage wird 
schwieriger.

Alternativ schaltet man immer je zwei benachbarte LEDs mit deutlich 
unterschiedlicher Frequenz, z.B. 36 kHz und 42 kHz. Mit den passenden 
Empfängern reagieren die dann auch nicht auf ihre Nachbarn.

Dritte Möglichkeit. Scannerbetrieb. D.h. man aktiviert immer nur einen 
Sender und mißt den direkten Empfänger. Was die anderen dann empfangen 
ist egal. Dabei müssen die Empfänger aber relativ schnell einschwingen, 
sonst wird die ganze Sache zu langsam. Als Hybridlösung kann man den 
Scannvorgang auch parallelisieren, d.h. man aktiviert z.B. jeden 4. 
Sender und mißt dann die jeweiligen Empfänger. Dadurch wird das Ganze 4x 
schneller.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Jain. Es gibt aber Tyen, die explizit für Lichtschranken gebaut sind.

Die Empfänger ohne AGC sind dann aber nicht die TSOPxxx-Empfänger, 
sondern die aus der TSSPxxxx Serie.
http://www.vishay.com/docs/49650/49650.pdf

Falk B. schrieb:
> Bei unter 1mW passiert da nix. Aber die Ausrichtung deiner Anlage wird
> schwieriger.

Für das SNR der Lichtschranke kommt es wesentlich auf die Peakleistung 
der Lichtquelle an, nicht auf die meist angegebene Dauerstrichleistung. 
Für die Augensicherheit kommt es in den hier relevanten 
Leistungsbereichen auf die mittlere Leistung an. Das sind zwei ganz 
verschiedene Paar Schuhe.

Autor: Klimatester (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Bei unter 1mW passiert da nix

Aber nur bei sichtbarem Laser!

Autor: Falk B. (falk)
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Klimatester schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Bei unter 1mW passiert da nix
>
> Aber nur bei sichtbarem Laser!

Auch bei IR-Lasern!

Beitrag "Re: Laserklassen und Pulsbetrieb"

Schon mal über die Strahlungsdichte der Sonne nachgedacht?

Autor: Klimatester (Gast)
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Schon mal zu lange in die Sonne geschaut?

Autor: rh-doc (Gast)
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Wenn der TO auch einen anschlußfertigen "Sicherheits-Lichtvorhang" 
akzeptiert, wird er möglicherweise beim Chinesen fündig:

https://de.aliexpress.com/wholesale?SearchText=Safety+Light+Curtain

Autor: U. M. (oeletronika)
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Wolfgang schrieb:
>> Aber Laser ist aus verschiedenen Gründen umständlicher und
>> empfindliche als einfache LED.
>
> Dann zähle die doch mal auf.
Laserdioden (LD) brauchen ein ordentliche Ansteuerelektronik mit 
Konstantleistungsregelung. LED brauchen nur eine Vorwiderstand

Wenn die Schaltung gepulst werden soll, braucht es eine spezielle 
Steuerschaltung, die auch Pulsfähig ist.

Laserdioden sind extrem empfindlich gegen Impulsströme und ESD.
LED sind dagegen recht robost

Laserdioden benötigen eine Kollimation, bei LED reicht eine Bauform mit 
integrierter Linse.

Laserdioden mit Kollimation unterliegen deutlich schärferen gesetzlichen 
Bestimmungen, sowas kann man bei normalen Signal-LED komplett vergessen.

> Ebay-Artikel Nr. 381375065752
Das ist genau der Müll, denn man für diesen Zweck nicht einsetzen darf.
Laserdiode mit 2...5mW liegt klar über Laserklasse 2 und fällt mind. in 
die 3a, wenn nicht sogar in 3b (weil ja mit Kollimator verkauft).
Im kommerziellen Bereich erfordert das schon aufwendige organisatorische 
Maßnahmen, wie Unterweisungen des Personals, Benennung eines 
Laserbauftragten, Schutzbrillen, Abgrenzung gegen versehentlichen 
Zutritt, Schutzvorrichtunen gegen versehentliches Abstrahlen in Prod. 
und Testabteilungen, Vermeidung von 1-Fehlerfall usw.  Da wird von 
Berufsgenossenschaften ein gewaltiger Häckmäck gemacht.

Den Bastler interessiert das freilich nicht.

Der öffenliche Verkauf solcher Ware wäre im normalen Handel in der 
Aufmachung verboten, aber bei dem Ebay-Zeugs mußja nicht mal ne 
Kennzeichnung drauf sein und gesetzliche Angaben zur Lasersicherheit 
interessieren den Chinesen schon gar nicht, genausowenig wie 
Zollbestimmungen.

Das dieses Zeugs schaltungsmäßig für Modulation und Impulsbetrieb 
ausgelegt ist, darf sehr bezweifelt werden. Die Kollimation sieht auch 
nicht so aus, als dass man diese Bedarfsgerecht einstellen kann.
Gruß Öletronika

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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U. M. schrieb:
>> Ebay-Artikel Nr. 381375065752
> Das ist genau der Müll, denn man für diesen Zweck nicht einsetzen darf.
> Laserdiode mit 2...5mW liegt klar über Laserklasse 2 und fällt mind. in
> die 3a, wenn nicht sogar in 3b (weil ja mit Kollimator verkauft).

Das ist die Dauerstrichleistung

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Wolfgang schrieb:
> Du kennst du Umgebung nicht. Solange die LED Gegenständer in der
> Umgebung mit beleuchtet und diese im Sichtbereich des Sensors liegen,
> kann das bei aufgerissener AGC trotz perfektem Reflektor zu einem
> gültigen Signal führen.
Ja, die Verwendung von AGC wäre bei eine Reflexlichtschranke immer 
problematisch.
Damit könnte man gar keine definierte Triggerschwelle festlegen.

> (z.B. Person in heller Kleidung, die vor der LS steht) Da hilft nur
> Geometrie, z.B. enger Lichtstrahl oder Blenden/Linsen vor den
> Detektoren.

Ansonsten erzeugt so eine Reflektorfolie eine vergleichsweise sehr hohe 
Helligkeit, selbst gegenüber rein weißem Material.
Aber wie schon geschrieben, geht das so nur bei einem Konzept, das die 
Bedingungen beachtet.
Gruß Öletronika

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
>>> Ebay-Artikel Nr. 381375065752
>> Das ist genau der Müll, denn man für diesen Zweck nicht einsetzen darf.
>> Laserdiode mit 2...5mW liegt klar über Laserklasse 2 und fällt mind. in
>> die 3a, wenn nicht sogar in 3b (weil ja mit Kollimator verkauft).
> Wolfgang schrieb:
> Das ist die Dauerstrichleistung
ja und?

Lasersicherheit ist weit komplexer als du dir vorstellst.

Die mittlere Leistung bei einem Rechtecksignal wäre immer noch deutlich 
über Laserklasse 2.
Außerdem denke ich, sind diese Module eh nur für CW-Betrieb gedacht.
Man könnte sie max. mit sehr niedriger Frequnz modulieren, was bei 
Lasersicheheit wieder wie CW-betrieb bewertet wird.

Und wie wird der Fehlerfall abgesichert, wenn die Laser zufällig wegen 
Versagen der Ansteuerung (z.B. uC hat sich aufgehängt) im Dauerbetrieb 
weiter leuchten?
Gruß Öletronika

Autor: Wolfgang (Gast)
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U. M. schrieb:
> Die mittlere Leistung bei einem Rechtecksignal wäre immer noch deutlich
> über Laserklasse 2.

Wie hast du das berechnet. Die Leistung sinkt bei Pulsbetrieb linear mit 
dem Tastverhältnis.

> Man könnte sie max. mit sehr niedriger Frequnz modulieren, was bei
> Lasersicheheit wieder wie CW-betrieb bewertet wird.

Bei Einbeziehung des Lidschlussreflex in die Bewertung wird eine 
Reaktionszeit von 0,25s herangezogen.
Oder anders ausgedrückt: Eine Exposition von 0,25s wird als noch nicht 
schädigend bewertet. Was ist daran CW?

Autor: Wolfgang (Gast)
Datum:

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U. M. schrieb:
> Und wie wird der Fehlerfall abgesichert, wenn die Laser zufällig wegen
> Versagen der Ansteuerung (z.B. uC hat sich aufgehängt) im Dauerbetrieb
> weiter leuchten?

Üblicherweise wird soetwas per Hardware abgesichert. Dazu bietet sich 
ein Monoflop an, dass die Pulslänge definiert und vom µC angestoßen 
werden muss. Sobald der µC hängt, passiert gar nichts mehr, weil die 
Triggerpulse ausbleiben - Ruhe ist.

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Wolfgang schrieb:
> U. M. schrieb:
>> Die mittlere Leistung bei einem Rechtecksignal wäre immer noch deutlich
>> über Laserklasse 2.
> Wie hast du das berechnet. Die Leistung sinkt bei Pulsbetrieb linear mit
> dem Tastverhältnis.
Pulsbestrieb mit geringer Einschaltzeit war nicht gemeint.
Das würden diese billigen Module wohl eh nicht können.

Ein einfach generiertes Rechtecksignal mit Tastverhaltnis 1:1 hat immer 
noch 50% der CW-Leistung.

> Oder anders ausgedrückt: Eine Exposition von 0,25s wird als noch nicht
> schädigend bewertet. Was ist daran CW?
Ein Signal mit einer Einschaltzeit von 0,24 ist nicht CW.
In der Bewertung gibt es zu CW-Betrieb keinen Unterschied mehr, oder?
Gruß Öletronika

: Bearbeitet durch User
Autor: Philipp K. (philipp_k59)
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in der Industrie wird Multiplexing mit normalen IR Empfängern benutzt..

auf die 5mm LED Empfänger/Sender schiebt man ein Stück Strohhalm zur 
Abschirmung untereinander.. brauch aber bei Multiplexing auch nicht 
unbedingt.. wenn nur 1 Empfänger abfragt und 1 Sender sendet kann sich 
auch nichts stören.

Zur Sicherheit kann man noch ein Byte oder so übertragen..

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