War ja auch vollkommen klar. Beschwichtigungen, Relativierungen,
Schuldzuweisungen, Vorverurteilungen. Wo bleibt die Unschuldsvermutung
? Was habt ihr für ein verkommenes Menschenbild? Wie sieht es nur in
eurem Inneren aus? Was ist nur aus D geworden?
Arbeitet euch erstmal an den Fällen ab, die ich weiter oben schon
gebracht habe. Die beiden sind jahrelang unschuldig in den Knast
gegangen und Leute wie ihr haben nachgetreten. Jeder an den staatl.
Stellen hat nur seinen Job gemacht. Alles rechtens. Dann sitzt ihr drin
und keiner hilft euch. Jahrelang. Leben und Lebensjahre dahin. Schiebt
ihr den beiden auch die Schuld daran selber zu?
Oder arbeitet euch mal hierdran ab:
https://www.cicero.de/wirtschaft/gesundheit-wie-die-krankenkassen-selbststaendige-betruegen/57489
"Die Kasse hatte ihn trotz seines Widerspruchs pfänden lassen. Sie hatte
ein Jahr lang nicht auf seine geänderte Einkommenssituation reagiert.
Stattdessen verlangte sie weiterhin eine monatliche Beitragssumme von
650 Euro inklusive Pflegeversicherung. Diese Summe errechnete sich
anhand seines letzten Einkommensteuerbescheids."
"Der Handwerker aber konnte die zu hohe Beitragssumme auf Dauer nicht
stemmen. Die Kasse schickte den Zoll, der inzwischen als
Gerichtsvollzieher der gesetzlichen Krankenkassen tätig ist. Elf Monate
später erhielt er einen fünfseitigen Bescheid der Kasse: „Der
Widerspruchsausschuss ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Dem
Widerspruch wird nicht abgeholfen.“ "
So sieht die Sache aus. Geht schneller als gedacht.
Ich glaube - bin mir aber nicht sicher - daß der mir bekannte Fall
ähnlich abgelaufen ist (schon fast 10 Jahre vergangen). Die GKV hat
einfach nicht reagiert. Belege und Fristen spieln da gar keine Rolle.
Seht euch auch die Kommentare unter dem Artikel an. Erleben alle
Ähnliches.
Oder hier:
https://www.swp.de/politik/inland/beitraege-zahlen-bis-zum-ruin-19524265.html
"Fast ein Jahr benötigte Sippels Kasse, bis sie den Widerspruch
ablehnte. Nachfragen beschleunigten das Verfahren nicht. Keine Sekunde
zögerte die Kasse beim Eintreiben. Sie verlangte bevor der Widerspruch
abgewiesen war, fünf Prozent Säumniszuschlag pro Monat, schickte den
Gerichtsvollzieher, teilte mit, dass sie außer
Früherkennungsuntersuchungen und akute Behandlungen bis zum Ausgleich
der Außenstände keine Kosten mehr übernimmt."
Oder lest euch das hier durch (muß leider zitieren, verlinken geht nicht
direkt):
https://www.testberichte.de/r/produkt-meinung/techniker-krankenkasse-tk-beratung-und-service-112153-1.html
[Zitat]
Techniker Krankenkasse pfändet rechtswidrig Beiträge
14.01.2019 von Irmaladouce
Die Techniker Krankenkasse fordert RECHTSWIDRIG in 2018 Beiträge eines
Selbständigen rückwirkend aus 2016. Obwohl Widerspruch über einen Anwalt
eingelegt wird und bis heute kein Bescheid der Krankenkasse erstellt
wurde, pfändet das Hauptzollamt Kiel einfach so ohne weitere Ankündigung
den Betrag mit einem saftigen Aufschlag (über 20 (!) %) vom Konto. Das
Konto ist trotz eines ausreichenden Guthabens zunächst einmal gesperrt,
das heißt, die Bonität ist dahin! Obwohl deutlich mehr als ausreichend
Guthaben vorhanden ist, wäre die Lastschrift für eines unserer Autos
morgen zurückgegangen, da das Konto gesperrt ist. Unfassbar! Die
Krankenkasse ignoriert die Briefe des Anwalts einfach und „stellt sich
tot“.
Wie kann es sein, dass eine Krankenkasse einfach ohne einen
rechtsfähigen Bescheid, trotz Schreiben meines Anwalts Geld über den
Zoll pfänden lassen kann? Wie kann es sein, dass der Staat (in Form
Zoll) OHNE Prüfung diese Pfändung durchführt? Es ist einiges faul im
Staate Deutschland!
[/Zitat]
Klingt das nicht alles gleich oder ähnlich? Ist das alles nur erlogen?
Was ist nur los mit euch?
Böppele schrieb:> Klingt das nicht alles gleich oder ähnlich? Ist das alles nur erlogen?> Was ist nur los mit euch?
Das sind doch alles nur Einzelfälle, von denen wir die andere Seite gar
nicht kennen, wer warum etwas falsch gemacht hat. Fehler können auf
allen Seiten passieren, da arbeiten auch überall nur Menschen. Das
ändert aber nichts daran, dass der Rechtsstaat in Deutschland sehr gut
funktioniert. Ausnahmen von der Regel wird es aber immer geben.
Ingenieur schrieb:> Böppele schrieb:>> Klingt das nicht alles gleich oder ähnlich? Ist das alles nur erlogen?>> Was ist nur los mit euch?>> Das sind doch alles nur Einzelfälle,
Genau, Anderes ist von dir wieder mal nicht zu erwarten. Runterspielen.
Schnell sind es immer Einzelfälle. Jahrelang. Bis es dich selber trifft.
Woher kennt man das mittlerweile auch? Experte.
> Die Techniker Krankenkasse fordert RECHTSWIDRIG in 2018 Beiträge eines> Selbständigen rückwirkend aus 2016. Obwohl Widerspruch über einen Anwalt> eingelegt wird und bis heute kein Bescheid der Krankenkasse erstellt> wurde, pfändet das Hauptzollamt Kiel einfach so ohne weitere Ankündigung> den Betrag mit einem saftigen Aufschlag (über 20 (!) %) vom Konto.
Ich war bei der TK gesetzlich freiwillig versichert, als ich sintemalen
noch Gesellschafter in einer früheren Firma war. Bei der kleinsten
Zahlungsunregelmäßigkeit (Zahlung um 10 bzw. 20 Tage verspätet) haben
die Genossen sofort den Zoll vorbeigeschickt. Bei den 10 Tagen war
einfach mal nicht genug Geld in der Kasse, bei den 20 Tagen waren
Zahlungen in Höhe von ca 200 k DM von der Deutschen Bank nachrichtenlos
zurückgehalten worden, d.h. sie erschienen nicht als Umsätze auf dem
Kontoauszug. Erst auf eindringliches Insistieren bei der Bank (Kunde:
"Ja wir haben bereits vor drei Wochen bezahlt") wurde der
Zahlungseingang vom Kunden bestätigt. Der Grund war angeblich das damals
gerade neu eingeführte Geldwäschegesetz.
Bei den zweimal 10 Tagen resultierte der Ärger daraus, dass die Deutsche
Telekom bzw. T-Systems als Kunde wiedermal erst ca. acht Wochen später
zahlte.
Der Zoll war somit innerhalb eines Jahres dreimal bei uns. Die sind erst
nach Barzahlung gegangen. Eine Wumme hatten sie allerdings nicht dabei.
Also mal kein Fall vom Hörensagen, wo der Onkel des Bekannten etwas
gehört hatte, sondern etwas in Echt, das ich direkt erlebt habe.
Insofern sind die o.g. Beispiele glaubwürdig, zumindest für mich.
Das war übrigens für mich der Anlass zum Wechsel in die PKV. Ich bereue
es bis zum heutigen Tage nicht.
Böppele schrieb:> Rechtsstreit jahrelang selber bezahlen.
Ja so ist das. Seine eigenen Streitereien muss man selber bezahlen. Wer
sollte das auch sonst für einen machen?
Eine Versicherung vielleicht, aber die muss man auch vorher bezahlt
haben.
Böppele schrieb:> Wo bleibt die Unschuldsvermutung
Ja, genau. Wo bleibt eigentlich die Unschuldsvermutung in Bezug auf die
KK und den KK-Sachbearbeiter?
Du hörst eine Seite und vertraust blind.
Da gibt ein Kunde seine ganz persönliche Version der Geschichte bei
testberichte.de ab, und Du weißt schon, dass es nichts als die Wahrheit
ist.
Für die Wahrheitsfindung sind aber die Gerichte da, und die machen ihre
Arbeit i.A. gut. Ausnahmen gibt es auch hier, da auch hier nur Menschen
arbeiten. Beides habe ich bereits erlebt.
Aber daraus eine großangelegte Verschwörung zu Lasten des Bürgers
abzuleiten, ist doch ziemlich abwegig.
Np R. schrieb:> Ja, genau. Wo bleibt eigentlich die Unschuldsvermutung in Bezug auf die> KK und den KK-Sachbearbeiter?
Ja genau, stimmt. Weil die so dermaßen überlastet sind können die
nichtmal zeitnah eine Eingangsbestätigung schicken. Dauert eben manchmal
ein Jahr oder mehr. Der Hörer mit der kurzen Leitung zum Inkasso ist da
schneller in der Hand. Kurzwahl, versteht sich. Wirklich hart so ein Job
bei denen. Kohlekumpel ist Urlaub dagegen.
> Du hörst eine Seite und vertraust blind.
Genau, so blind, daß ich die Person, die mir schon fast mein ganzes
Leben lang bekannt ist, einfach für unzurechnungsfähig abstemple, weil
du mir das hier im Forum so nahelegst. Genial! Danke für den Tip.
> Aber daraus eine großangelegte Verschwörung zu Lasten des Bürgers> abzuleiten, ist doch ziemlich abwegig.
Eine einfache Suche im Thread bringt uns zu der Einsicht, wer dieses
wunderbare und vielstrapazierte "V"-Wort zuerst und repetitiv in die
Diskussion gebracht hat. Ich finde fast ausschlielich nur dich (oder
eben Zitate von dir).
Hier:
Np R. schrieb:> Soso, "das deutsche System" - worunter sich jetzt wieder jeder seine> eigene verschwurbelte Verschwörungstheorie vorstellen kann.
Hier:
Np R. schrieb:> nicht fristgerecht Widerspruch einlege, dann hat mir meine schlaue> Verschwörungstheorie einen bösen Streich gespielt.
Und hier:
Np R. schrieb:> Und jetzt muss noch einer kommen - natürlich auch anonym - und noch> einen verschwörungstheoretischen Schwurbel abgeben.
Ach ja, und dann noch jm. anderes:
Alex G. schrieb:> Und da ist auch der andere, forenbekannte Verschwörungstheoretiker> angekommen ;)
Mach dir selber einen Reim drauf.
Böppele schrieb:> Mach dir selber einen Reim drauf.
Klar.
Du hast hast pauschalisiert und auf der Basis von nebulösen,
unvollständigen Geschichten über den bösen Staat und "das System" (je
welches denn?) lamentiert (und das auch noch ohne Bezug zum Thema).
Und Andere (und ich) haben das als das benannt, was es ist. Dafür gibt
es nämlich einen treffenden Begriff.
Mit Details, handfesten Fakten oder Antworten zu den obigen Fragen
kommst Du immer noch nicht.
Sich darauf einen Reim zu machen, ist nicht so schwer.
Böppele schrieb:> So sieht die Sache aus. Geht schneller als gedacht.
Ich hatte das immer so verstanden: wenn man nicht in einer speziellen KK
ist (z.b. lkk), dann muss ein Unternehmer 15.x % bezahlen, wie andere
auch, aber mindestens von ich glaube 50% der bbg.
Einfach ein Mindestsatz, damit sich niemand mit seiner Familie arm
rechnet. Dass eine private KK da für einen jungen Single günstiger sein
kann, geschenkt.
Vielleicht unterschätzen viele die GKK, weil sie doch ein wenig dümmlich
daherkommt, mit Dingen, die man nicht braucht und Yoga-Rückenschule auf
Rezept.
A. S. schrieb:> Böppele schrieb:>> So sieht die Sache aus. Geht schneller als gedacht.>> Ich hatte das immer so verstanden: wenn man nicht in einer speziellen KK> ist (z.b. lkk), dann muss ein Unternehmer 15.x % bezahlen, wie andere> auch, aber mindestens von ich glaube 50% der bbg.
Ja, ich glaube das stimmt, bin da aber lange nicht mehr selber am Ball.
> Einfach ein Mindestsatz, damit sich niemand mit seiner Familie arm> rechnet.
Wobei überzahlte Beiträge im Folgejahr nicht wieder zurückgegeben,
Nachforderungen allerdings eingefordert wurden. Soll sich ja
zwischenzeitlich geändert haben. Wie die o.a. Quellen vermelden, ist dem
aber wohl immer noch nicht so.
> Vielleicht unterschätzen viele die GKK, weil sie doch ein wenig dümmlich> daherkommt, mit Dingen, die man nicht braucht
Oder Versicherte sind 50+ und / oder kommen nicht in die PKV bzw. ist
diese dann zu teuer.
Np R. schrieb:> Du hast hast pauschalisiert und auf der Basis von nebulösen,> unvollständigen Geschichten über den bösen Staat und "das System" (je> welches denn?) lamentiert (und das auch noch ohne Bezug zum Thema).
Vor mir waren da auch schon ein paar andere neben der Kappe, du
eingeschlossen.
> Mit Details, handfesten Fakten oder Antworten zu den obigen Fragen> kommst Du immer noch nicht.
Ich verstehe nicht, was du (und andere) hier permanent rumdiskutierst
und mir den schwarzen Peter zuschiebst mit unvollständigen Angaben usw.
Fakt ist: Es gab begründeten Widerspruch der versicherten Person gegen
unverschämt überhöhte (Zwangs-)Versicherungsbeiträge. Darauf wurde
seitens der KK unangemessen lange Zeit nicht reagiert (bin mir mtw.
recht sicher, daß es so war), sondern unverzüglich auf das Konto der
Person zugegriffen und dieses dann auch gesperrt. Ganz so wie im
zitierten Fall oben. Es folgte ein mind. 8 jähriger Rechtsstreit vor
Gericht(en), wonach der Klage der versicherten Person vollumfänglich
stattgegeben wurde (d.h. die "Details" haben alle gestimmt). Wieviel
Instanzen spielt hier auch keine Rolle. Auch die fiktiven Forderungen
der KK erreichten währenddessen fast die 20k Marke, was die vers. Person
hätte zahlen müssen, falls sie nicht den Klageweg bis zum Schluß
durchgehalten hätte. Wer kommt für den kaputten Score auf? Für den
unverschuldeten Ärger über die Jahre? Die nicht bezifferbaren, sinnlos
hervorgerufenen Kosten?
Der Punkt ist nicht, ob die vers. Person letztlich Recht bekam und nach
deiner Deutung doch nun voll und ganz zufrieden sein kann. Der
eigentliche Punkt ist vielmehr, daß diese das auf eigene Rechnung mit
klammer Kasse fast 10 jahre durchzuhalten hatte, denn die KK hat eigene
Anwälte, Manpower, Zeit und Geld ohne Ende, denn das bezahlen letztlich
ja alles nur die (Zwangs-)Versicherten. Und die KK sitzt das einfach
aus, weil sie es eben kann. Auch sämtliche Verfahrenskosten, die der
unterlegenen KK letztlich auferlegt werden, bezahlen wiederum die
(Zwangs-)Versicherten mit. Was gibt es daran schönzureden, daß doch
alles 'im großen und ganzen' so toll läuft? Was gibt es da noch an
verschwurbelten Details nachzufragen und permanent darauf herumzureiten,
nur um nicht zugeben zu müssen, daß staatl. Stellen mit aller Härte
kleine Bürger, die sich oft nicht angemessen wehren können, auspressen,
wenn sie das wollen? Nur weil es nicht in deinen persönlichen
Erfahrungshorizont paßt, kann die Sache so überhaupt nicht gelaufen
sein? Und der Staat verhält sich immer anständig, nur weil du es noch
nie selber anders erlebt hast?
> Und Andere (und ich) haben das als das benannt, was es ist. Dafür gibt> es nämlich einen treffenden Begriff.
Nimm doch mal bitte Stellung zu den hinlänglich bekannten Sachverhalten
der Cum-Ex Geschichten, einem der größten Raubzüge in der Geschichte der
BRD zum Nachteil des Steuerzahlers (und damit auch dir). Wenn die
Aufklärung nunmehr in die Verjährung geht und Fälle schon verjährt sind,
selbst die Medien das vermelden, warum schreitet kein FA,
Steuerfahndung, Staatsanwaltschaft oder wer da zuständig ist, zur Tat?
Ach ja, mit Unschuldsvermutung bei den Beamten kommst du bestimmt gleich
wieder. Wie war das nochmal mit den beiden kaltgestellten
Steuerfahndern, die an so einer Sache dran waren? Stimmt, da fehlen dir
wieder Details. Und das Fin.Ministerium wußte das bereits vor Jahren.
Mir fehlt mindestens so sehr die Lust daran mit dir so
weiterzudiskutieren wie dir die Einsicht dabei.
@Böppele
Es ist immer leicht, "Aufreger" zu finden. Das ist Futter für die Presse
und wird gerne aufgeschnappt (Klarstellung: Gottseidank wird das
aufgeschnappt. Ich bin Fan der freien Presse und jede Aufdeckung von
Ungerechtigkeit, Willkür, Misswirtschaft ist unermesslich wichtig).
Aber du und Dreamer alias Daniel versucht hier Einzelfälle als generelle
Willkür des ach so bösen Staates breit zu treten.
Es ist doch erstaunlich, wie Millionen von Menschen hierzulande keinen
Streß mit dem FA und der KK haben? Dazu findet man aber nicht wirklich
"Erfahrungsberichte", weil das schlichtweg normal ist und nicht des
Schreibens wert.
Ihr versucht hier das ach so böse Deutschland als puren Bananenstaat
darzustellen. Das finde ich widerlich und verwerflich.
Wer es hier nicht aushält, der hat, dank der deutschen Verfassung, die
Möglichkeit, das Land jederzeit zu verlassen (Straftäter ausgenommen).
Böppele, geh einfach fort, mit allen Konsequenzen (!) und hör mit dem
Gebashe auf!
Oder geh in die Politik und verändere das, was dich stört zum Besseren.
Beide Vorschläge zu anstregend?
Trotz Ostern keine Eier dazu?
Da ist doch so ein Geschreibsel hier um Äonen einfacher zu erledigen...
(Anmerkung:
dieser Post ist leider gegen die Ansichten von Böppele gerichtet und
läuft daher Gefahr, sofort gelöscht zu werden. Daher muss noch kurz
angefügt werden: Böppele und Dreamer alias Daniel haben immer Recht)
Böppele schrieb:> Wobei überzahlte Beiträge im Folgejahr nicht wieder zurückgegeben,> Nachforderungen allerdings eingefordert wurden.
Wobei mir, zumindest bei der Frau, die vors BVG will, nicht klar war, ob
sie dabei Fälle meint, die unter den Mindestsatz rutschen. Irgendwie
taucht der gar nicht auf, es wird nebulös unterstellt, man zahle von
beliebigem Einkommen 15,x%.
Auch die BBG fehlt, glaube ich. Dann wäre aber so ein Artikel, zumal
Buch und Verein, eher tendenziös als sachlich. Wenn nicht gar fiese
Werbung in eigener Sache oder (fahrlässige) naive Dummheit.
Um der Frage des TE mal zu antworten:
- Businessplan ist wichtig und sollte komplett sein
- Dieser sollte auch die benötigten Finanzen etc. für die kommenden 3
Jahre sowie die zu erwartenden Umsätze und Gewinne beinhalten.
Zusätzlich sollte der Plan erklären, wie man z.B. welche Kosten
finanzieren will. Alles auf Pump wird schwierig.
- Man sollte 100%, besser 120%ig hinter der Idee stehen.
- Es gibt einige Förderprogramme für Leute, die sich selbstständig
machen wollen.KfW, Wi-Bank, Länder-Förderprogramme etc.. Hier kann eine
gute, vertrauensvolle Bank weiterhelfen.
- Bei der IHK nachfragen. Die unterstützen einen bei der Gründung gern.
- Die Banken werden auch bei einer neu gegründeten GmbH die Hauptkredite
von Dir persönlich absichern lassen. Das heisst, dass nur die
Finanzierungen von der Wi-Bank zum Teil vom Land bzw. Bund abgesichert
werden. Um diese zu bekommen, benötigst Du aber 30-40% Eigenkapital
(entweder wirklich eigenes, von Freunden oder der Familie oder über
einen Privatkredit).
- Um 350T€ finanziert zu bekommen, wirst Du viel mit Banken etc.
sprechen müssen. Rechne mit einer Bewilligungszeit von mehreren Monaten,
da verschiedene Banken daran beteiligt sind.
Fazit: Du kannst das Risiko für Dich minimieren, ganz auf 0 wirst du es
nie bekommen. Aber das ist der Unterschied zwischen einen Angestellten
und einem Selbstständigen. Als Selbstständiger trägst Du das Risiko,
erhältst aber auch die Gewinne.
Klaus S. schrieb im Beitrag #5812975:
> Jetzt haltet doch mal alle die Schnauze hier. Es gibt nichts mehr> beizutragen zum eigentlichen Thema.
Bei dem TO, OK. Der will mit mehreren 100k klotzen und schaut nicht auf
Peanuts.
Es gibt aber genügend, die einfach leben, ein paar k angespart haben und
es einfach mal probieren, viel Zeit und Herzblut in eine
Selbstständigkeit stecken. Eine vergessene KK haut die dann völlig um.
Das ist oft mehr als das, was jemand sich insgesamt zum Leben gönnt.
Ingenieur schrieb:> Wie kann man denn so blöd sein, die Krankenversicherung "vergessen" zu> bezahlen?
Wenn man das tolle neue (Luxus-) Auto abstottern muss, muss man halt
Prioritäten setzen.
A. S. schrieb:> Eine vergessene KK haut die dann völlig um.> Das ist oft mehr als das, was jemand sich insgesamt zum Leben gönnt.
Jeder Selbständige muss (mit Angestellten - im Zweifel sie/er selbst)
eine Lohn-/ Gehaltsabrechnung erstellen - es sei denn, er/sie ist
Freiberufler. Man möge mich korrigieren, falls ich da falsch liege.
In diesem Fall liegt (sofern nicht privat versichert) eine KV-Pflicht
vor. Dann sollte man auch an der Lohn-/Gehaltsabrechnung erkennen
(können), dass die KV (neben RV und ALV und ...) auch Geld haben möchte
(was man ja auch abgerechnet und zum Teil vom Lohn/Gehalt der/des
Angestellten abgezogen hat).
Das man diesen Betrag nicht für andere Zwecke nutzen kann (da es ja
anderen Institutionen gehört - analog der Steuern) sollte man wissen /
wird in jedem IHK-Grundkurs vermittelt.
Daher habe ich ein grundsätzliches Problem mit Deiner Argumentation.
Schorsch X. schrieb:> KV Pflicht besteht immer in Deutschland, aber keine Pflicht in der> gesetzlichen bei Selbstständigkeit. RV + ALV nicht unbedingt.
Informiere Dich mal und berichte dann.
Dieter F. schrieb:> Das man diesen Betrag nicht für andere Zwecke nutzen kann
Es geht nicht darum, das Geld nicht zu bezahlen. Sondern um Leute, die
von 1000€ für sich ausgehen und irgendwie die 15% im Kopf haben, und
dann von 50% KKB "überrascht" werden. Altersvorsorge wird eh auf später
verschoben, Lohnsteuer fällt auch weg, aber KK bleibt. Und völlig
überraschend, wo doch sonst die Nachbarin in Teilzeit für 15%/2 vom
gleichen geld 3 Kinder und den Mann versichert.
A. S. schrieb:> Altersvorsorge wird eh auf später> verschoben, Lohnsteuer fällt auch weg,
Na, da wird es schon klarer. Wieso fällt die Lohn-(Steuer) weg? Die
nennt sich bei Selbständigen etc. "Einkommensteuer" und fällt auch dort
an (neben der Umsatzsteuer, die man eingenommen hat und auch weitergeben
muss).
Wer keine Altersvorsorge (als Selbständiger) betreibt wird (wenn er
nicht gut verdient und das zurücklegt) später der typische H4-Fall.
Dieter F. schrieb:> . Wieso fällt die Lohn-(Steuer) weg? Die nennt sich bei Selbständigen> etc. "Einkommensteuer" und fällt auch dort an (
Eben nicht. Bei 1000€. Es geht ja nicht um Leute, bei denen 4k oder mehr
über bleiben. Zumal nach oben gedeckelt.
Es ist trotzdem irgendwie schwachsinn sich darüber zu beschweren.
Oder fändest du es sinnvoll, wenn das Krankenhaus bei "vergessener KK"
dann einen Abweisen, oder direkt zur Kasse bitten würde wie in den USA?
Die Bemessungsgrundlage für die Krankenkasse lag letztes Jahr noch bei
über 2000 EUR, wer also weniger verdient hat, hat prozentuell gesehen
mehr bezahlt.
50% sind bei einem geringen monatlichen Einkommen also nicht utopisch.
Dadurch hat der Staat ja auch viele gering-Verdiener in die privaten
Krankenkassen gedrängt.
Finanzminister schrieb:> Es geht hier um Selbstständige
Und - weiter? Mit welchem Monatseinkommen rechnen wir denn? Handelt es
sich um Kleingewerbe?
Als Kleingewerbe gelten solche Unternehmen, die wegen ihres geringen
Umfangs keinen kaufmännisch eingerichteten Gewerbebetrieb erfordern.
Dies wird dann angenommen, wenn
der Umsatz des Vorjahres 17.500 € nicht überschritten hat und
der Umsatz des laufenden Jahres nicht mehr als 50.000 € beträgt.
Gesetzliche Krankenversicherung bei Kleingewerbe
Ein Kleinunternehmer kann in der gesetzlichen Krankenversicherung
freiwillig versichert sein. Die Höhe der Beiträge, die der
Selbstständige mit Kleingewerbe zur Krankenversicherung entrichten muss,
ist bundeseinheitlich geregelt und bemisst sich nach seinem Einkommen.
Der Bemessungssatz beträgt
für eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ohne Anspruch auf
Krankengeld 14,9 %,
für eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung mit
Krankengeldanspruch 15,5 %
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier nur Hörensagen eine Rolle
spielt. Wenn ich einen schlechten Tag hätte würde ich schreiben " hier
wird nur geistiger Dünnschiss gelabert " - aber ich habe keinen
schlechten Tag :-) - das hat aber auf die Qualität der Aussagen hier
keinen Einfluss (leider).
Weiß ich doch nicht was der oben erwähnte Fall verdient hat. Die Karten
wurden 2019 neu gemischt sodass der Betrag halbiert wurde.
Ich habe nur klargestellt das ein Krankenkassenbeitrag von 50% für
Selbstständige vor 2019 durchaus möglich war. Nicht mehr und nicht
weniger.
https://www.existenzgruender.de/SharedDocs/BMWi-Expertenforum/Persoenliche-Absicherung/Krankenversicherung/Beitragshoehe/Kleingewerbe-Hoehe-des-Krankenversicherungsbeitrags.html
quote:
Bei einer hauptberuflichen Selbstständigkeit, mit geringen Einkommen aus
dem Kleingewerbe, wie bei Ihnen mit ca. 500 Euro, wird als
Mindestbemessungsgrundlage für die Beitragsberechnung von einem Betrag
von 2073,75 Euro ausgegangen.
Stand 2014, der vom anderen erwähnte Fall muss wohl auch in diesen
Zeitrahmen fallen (2019 wurden die Karten neu gemischt, die
Mindestbemessungsgrundlage hat sich so gut wie halbiert).
Finanzminister schrieb:> Weiß ich doch nicht was der oben erwähnte Fall verdient hat. Die Karten> wurden 2019 neu gemischt sodass der Betrag halbiert wurde
Dann sei bitte einfach still.
Dieter F. schrieb:> Dann sei bitte einfach still.
Weil Du es jetzt verstanden hast?
Sei doch froh über die Klarstellung und Grenzen, zumal in der "Fällen"
vorher konkrete Zahlen bewusst oder fahrlässig verschwiegen wurden und
immer wieder auf einem "Prozentsatz" herumgeritten wurde.
A. S. schrieb:> Weil Du es jetzt verstanden hast?
Was - erkläre das mal - konkret, mit Zahlen. Hier wird einfach nur ohne
Substanz herumgeschwallt - je vager desto besser.
Dieter F. schrieb:> Was - erkläre das mal - konkret, mit Zahlen.
Na z.b:
Dieter F. schrieb:> Es gibt keine 50 % KKB!
Doch, bei 300€ monatliches Einkommen, gemäß deinem eigenen Link.
Ist jetzt natürlich extrem, war letztes Jahr noch bei über 600€ und
betrifft weder Dich, noch mich oder den TO, aber all jene, die warum
auch immer (z.b. Pflege)ein Jahr kürzer treten und ggf auch von der
Substanz leben, .... Und denen ein paar 1000€ KKB dann weh tun.
A. S. schrieb:> Doch, bei 300€ monatliches Einkommen, gemäß deinem eigenen Link.>> Ist jetzt natürlich extrem, war letztes Jahr noch bei über 600€ und> betrifft weder Dich, noch mich oder den TO, aber all jene, die warum> auch immer (z.b. Pflege)ein Jahr kürzer treten und ggf auch von der> Substanz leben, .... Und denen ein paar 1000€ KKB dann weh tun.
Wieso muss ich selbständig werden, wenn ich einen Angehörigen pflege?
Das erschließt sich mir nicht. Je nach Pflegegrad gibt es dafür auch
Pflegegeld. Wenn z .B. (ohne sexistisch werden zu wollen i.d.R. die
Frau) sich um die Pflege kümmert ist sie immer noch über die
Familienversicherung des Partners versichert und braucht keine eigene
Versicherung.
Mit 300 € selbständig - da kann man H4 beantragen (falls es keinen
Partner etc. gibt) und über die Grundsicherung die KV sicherstellen.
Aber mal im Ernst: Wer sich mit 300 € Monatsumsatz selbständig macht hat
irgendetwas nicht verstanden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus192244741/Digitalisierung-Wie-ein-Kleinunternehmer-an-der-deutschen-Buerokratie-verzweifelt.html
Auszug:
Anderes Reizthema für Rüdiger: die Verpackungsregeln. Seit Jahren müssen
Onlinehändler die für den Versand verwendeten Verpackungen und
Füllmaterialien nicht nur lizenzieren, sie müssen auch die verwendete
Menge melden. Zuletzt kam noch eine Registrierungspflicht bei einer
Zentralstelle hinzu. Wobei es, wie so oft, Unterschiede gibt, ob die
Ware an Privat- oder Geschäftskunden geht. „Soll ich Strichlisten
führen, an wen ich welche Verpackung geschickt habe?“
Die Antwort wartet Rüdiger nicht ab. Er geht direkt zum größten, für ihn
entscheidenden Ärgernis über: zur Datenschutzgrundverordnung, kurz
DSGVO. Als diese sich für Mai 2018 ankündigte, stoppte er das Projekt
Onlineshop endgültig. Er habe damals die Bremer
Landesdatenschutzbeauftragte und diverse Politiker gefragt, was das neue
Gesetz konkret für einen Betrieb wie seinen bedeute, erinnert sich
Rüdiger: „Das lasse sich noch nicht sagen, war stets die Aussage, das
würden die Gerichte in den kommenden Jahren entscheiden.“ Er verstehe
einfach nicht, dass Politiker Gesetze verabschiedeten, aus denen sich
für Unternehmen keine klaren Handlungsanweisungen ablesen ließen. Auf
einer derart wackeligen Rechtsgrundlage könne er doch keinen Onlineshop
aufbauen.
Händler fürchten teure Abmahnungen
Beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kennt man
Geschäftsleute wie Peer Rüdiger. „Das Problem liegt darin, dass die
Menge der Vorschriften nicht von allen Unternehmen gleich gut bewältigt
werden kann“, sagt Hildegard Reppelmund, Expertin für Wettbewerbsrecht.
Beim Verbraucherschutz wird man zwar nicht zwischen kleinen und großen
Unternehmen unterscheiden können. Die Politik übersehe aber, dass große
Anbieter mit den vielen Vorschriften leichter umgehen könnten. „Kleine
Unternehmen sind durch die überbordenden Informationspflichten häufig
überfordert und dadurch stets einem hohen Abmahnrisiko ausgesetzt. Das
fördert nicht gerade den Gründergeist“, so Reppelmund.
Wie real die Gefahr einer Abmahnung ist, zeigen die Ergebnisse einer
bislang noch unveröffentlichten Umfrage des Händlerbunds in Leipzig,
eines E-Commerce-Netzwerks, unter 726 Onlinehändlern. 22 Prozent der
Befragten erhielten im vergangenen Jahr eine Abmahnung. Die Mehrheit,
nämlich 62 Prozent, kostete das Schreiben mehr als 500 Euro, 39 Prozent
sogar mehr als 1000 Euro. Je nach Umsatz, den ein Händler mit seinem
Onlineshop macht, können Abmahnungen und spätere Vertragsstrafen, die
noch sehr viel mehr Geld kosten, die Kalkulation schnell
durcheinanderbringen.
Als gefährlichstes Abmahnthema wurde von 55 Prozent der Befragten die
Datenschutzgrundverordnung eingestuft. „Dabei ist nicht einmal geklärt,
ob Datenschutzverstöße überhaupt abgemahnt werden können“, sagt Sandra
May, Rechtsexpertin des Händlerbunds. Diese Unsicherheit ist es aus
ihrer Sicht vor allem, die kleinen Onlinehändlern zu schaffen macht. „Es
ist die ständige Sorge, ein neues Urteil zu verpassen, ein Gesetz zu
übersehen“, sagt May.
Dieter F. schrieb:> Wieso muss ich selbständig werden, wenn ich einen Angehörigen pflege?> Das erschließt sich mir nicht. Je nach Pflegegrad gibt es dafür auch> Pflegegeld. Wenn z .B. (ohne sexistisch werden zu wollen i.d.R. die> Frau) sich um die Pflege kümmert ist sie immer noch über die> Familienversicherung des Partners versichert und braucht keine eigene> Versicherung.>> Mit 300 € selbständig - da kann man H4 beantragen (falls es keinen> Partner etc. gibt) und über die Grundsicherung die KV sicherstellen.> Aber mal im Ernst: Wer sich mit 300 € Monatsumsatz selbständig macht hat> irgendetwas nicht verstanden.
Was soll denn das?
Wenn jemand als Schreiner, Tippse oder Wanderfriseur ein gutes auskommen
hat und dann kürzer Tritt um Mama oder Tante zu pflegen, ... dann wird
er nicht selbstständig, dann hat er nur weniger Zeit.
Und wenn jemand einen Traum verfolgt und Mandalas auf Esspapier auf
Jahrmärkten anbietet, ... dann kommt er für den Traum ein paar Jahre
auch mit wenig aus.
Und seit wann jeder H4 beantragen kann, nur weil er ein paar Jahre
weniger verdient, ... hätte ich auch gern gewusst.
A. S. schrieb:> Wenn jemand als Schreiner, Tippse oder Wanderfriseur ein gutes auskommen> hat und dann kürzer Tritt um Mama oder Tante zu pflegen, ... dann wird> er nicht selbstständig, dann hat er nur weniger Zeit.>> Und wenn jemand einen Traum verfolgt und Mandalas auf Esspapier auf> Jahrmärkten anbietet, ... dann kommt er für den Traum ein paar Jahre> auch mit wenig aus.
Ja für diese Personen ist die KK finanziell eine höhere Belastung als
für andere Menschen, aber sind etwa die echten Artztkosten diese
Menschen denn auch niedriger?
Würde eher sagen nein, also ist es am Ende doch gerecht dass sie auch
ein gewisses Minimum einzahlen müssen.
A. S. schrieb:> Und seit wann jeder H4 beantragen kann, nur weil er ein paar Jahre> weniger verdient, ... hätte ich auch gern gewusst.
In Deutschland gibt es im Endefekt eine Grundsicherung, auch wenn sie
nich immer so genannt wird.