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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Philips Analog Video Tuner


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Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin momentan daran einen alten Schwarz-Weiß Fernseher zu reparieren, 
aber da es leider kein Terrestrisches Fernsehsignal mehr gibt möchte ich 
den im Foto ersichtlichen UHF Tuner aus einem alten DVD Rekorder als 
Sender für Composite-Video und analog Audio nutzen.

Nun zu meiner Frage:

Im Netz konnte ich leider keinen Plan für den Tuner finden und würde 
euch nun um Hilfe beim Aufbau eines möglichst einfachen Senders mit 
fixer Frequenz (passend zum Fernseher) bitten.

Info zum Empfangsgerät:

Beim Fernseher handelt es sich um einen SABA Pro FP 32 Telecomputer K

Ich bin für jeden möglichen Vorschlag offen und dankbar.

Schöne Grüße

Patrick

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Autor: Joachim B. (jar)
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Patrick M. schrieb:
> ersichtlichen UHF Tuner aus einem alten DVD Rekorder als
> Sender für Composite-Video und analog Audio nutzen

kann der denn RF ausgeben? (welchen Kanal?)

Meine DVD Rekorder geben nix mehr auf RF aus, deswegen habe ich das 
Composite Signal auf einen AV-Modulator ausgegeben.
Sogar einer der letzten VHS Recorder den ich für Vater vor >10 Jahren 
kaufte konnte kein RF mehr ausgeben.

Ein Tuner ist nicht immer auch mit Modulator bestückt.

Autor: hinz (Gast)
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Patrick M. schrieb:
> alten DVD Rekorder

Wie heißt er denn?

Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Danke für die schnellen Antworten!

Ich kann leider nicht sagen ob es sich bei der Komponente um den Tuner 
oder den Modulator handelt, dafür fehlt mir leider das Fachwissen aus 
der Materie.

Beim Recorder handelte es sich um einen Philips DVDR75.

Autor: Robert M. (r0bm)
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Patrick M. schrieb:
> Im Netz konnte ich leider keinen Plan für den Tuner finden und würde
> euch nun um Hilfe beim Aufbau eines möglichst einfachen Senders mit
> fixer Frequenz (passend zum Fernseher) bitten.

Der UV1316K ist ein reiner Tuner ohne HF-Modulator und lässt sich nicht 
als "Sender" nutzen. Eine Lösung wäre z.B. ein VHS-Videorecorder, welche 
typischerweise auch einen HF-Modulator (UHF-Kanal) besitzen. Solange man 
keine VHS-Kassette abspielt wird ein sehr einfaches S/W-Testbild 
ausgegeben.

www.ibselectronics.com/ibsstore/datasheet/Others/UV1300_MK3.pdf

Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Guck mal hier:

Beitrag "TD1316AS-IVP Philips Tuner Information"

Tuner Datenblätter hier:
https://www.alldatasheet.com/view.jsp?Searchword=TD1316AS/IVP-2&mo

Ist zwar nicht eine direkte Antwort auf Deine Frage, aber vielleicht 
hilft Dir das weiter falls Du den Tuner mit einem uC ansteuern willst. 
Das Datenblatt des Tuner ICs ist in der ZIP Datei enthalten.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Danke für die vielen Links, ich werd mir die mal anschauen.

Aus einem Videorekorder (Universum VR 743 A) hätte ich noch die im Bild 
ersichtlichen Bauteile von Alps...
Kann ich den gesuchten Aufbau vielleicht mit denen realisieren?

Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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Ja, mit der 71021.

Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Andreas M. schrieb:
> Ja, mit der 71021.

Danke Andreas!


Die beiden sind mit einem kurzen Koaxkabel miteinander verbunden, 
benötige ich beide Bauteile oder reicht nur der 71021?
Wie muss ich das ganze denn anschließen um ein Comosite Video mit stereo 
Audio senden zu können?

Autor: karadur (Gast)
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Schau mal ob die Lötstifte beschriftet sind. Nach Bildern im Internet 
sollte das so sein.

Du brauchst nur ein Koaxkabel am Ausgang.

Leitungen sollten Video/R/L GND +Ub und evtl. eine Schaltspannung.

Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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karadur schrieb:
> Schau mal ob die Lötstifte beschriftet sind. Nach Bildern im Internet
> sollte das so sein.
>
> Du brauchst nur ein Koaxkabel am Ausgang.
>
> Leitungen sollten Video/R/L GND +Ub und evtl. eine Schaltspannung.


Ja die Lötbeine vom 71021 sind beschriftet, bei denen steht aber nur 
V/G/A/MB/G und BB

Brauch ich den UV917/Phono auch dazu?
Der ist wie gesagt über ein kurzes Kabel mit dem 71021 verbunden.
Die Beine vom UV917 sind jedoch nicht beschriftet...

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Autor: Rulixa (Gast)
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Patrick M. schrieb:
> Aus einem Videorekorder (Universum VR 743 A) hätte ich noch die im Bild
> ersichtlichen Bauteile von Alps...
> Kann ich den gesuchten Aufbau vielleicht mit denen realisieren?
>
>
>
Der Vorschlag mit dem Modulator von Pollin ist sehr zu empfehlen.
Aber Vorsicht, alte TV Geräte sind Allstrom, nicht netzgetrennt. Nach 
dem Modulator also einen kleinen HFTrafo verwenden

Autor: karadur (Gast)
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Mess mal G gegen Gehäuse. Ich vermute G ist GND.
V wahrscheinlich Video. A Audio.
MB und BB wahrscheinlich +UB. Einmal nur Signal durchschleifen, einmal 
Sender aktivieren.

Ob du den UV917/Phono brauchst weiss ich nicht. Kann aber sein weil der 
eine Ton auf 5,5MHz moduliert wird, der andere Ton auf 5,74MHz.

Am besten mal die Dose öffnen und Bilder posten.

Autor: karadur (Gast)
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@Rulixa
welche Zeitreise hast du denn hinter dir?

Kenne ich auch noch, aber da hatte der Tuner noch eine 240R 
Antennenleitung.

Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Rulixa schrieb:
> Patrick M. schrieb:
>> Aus einem Videorekorder (Universum VR 743 A) hätte ich noch die im Bild
>> ersichtlichen Bauteile von Alps...
>> Kann ich den gesuchten Aufbau vielleicht mit denen realisieren?
>>
>>
>>
> Der Vorschlag mit dem Modulator von Pollin ist sehr zu empfehlen.
> Aber Vorsicht, alte TV Geräte sind Allstrom, nicht netzgetrennt. Nach
> dem Modulator also einen kleinen HFTrafo verwenden


Der SABA Fernseher ist vom Netz getrennt, er hat Original einen 
Trenntrafo drinnen, selbst die HV Gruppe wird nur durch den Zeilentrafo 
versorgt. Die Elektronik hat 0 Potential zum Netz und die höchstspannung 
liegt bei gerade mal 30V :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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Den großen Tuner brauchst du nicht.
Der bekommt sein Eingangssignal nur vom UHF-Modulator abgezweigt.

Die Betriebsspannungen MB und BB für den Modulator sind meist +5 Volt.
Manchmal sind es auch +12 Volt.
Besser vorher mal im Videorekorder nachmessen.

An dem Trimmkondensator in dem kleinen Blechgehäuse kannst du
einen UHF-Kanal zwischen K31 bis K40 einstellen.
Bitte nicht an VR1 drehen!

Der Masseanschluss für die Spannungen liegt zwischen MB und BB.
Der Masseanschluss für Audio und Video liegt zwischen A und V.

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Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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MB = Modulatorbetriebsspannung
BB = Boosterbetriebsspannung
(Booster = Antennensignalverstärker zum Durchschleifen)

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Autor: Joachim B. (jar)
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Andreas M. schrieb:
> An dem Trimmkondensator in dem kleinen Blechgehäuse kannst du
> einen UHF-Kanal zwischen K31 bis K40 einstellen.

ist das nicht eher ein Poti für eine Kapazitätsdiode?

Dirk J. schrieb:
> BB = Boosterbetriebsspannung
> (Booster = Antennensignalverstärker zum Durchschleifen)

waren die 30V nicht eher die Abstimmspannung für die Kapazitätsdiode?

Ich bin zwar ne Weile raus, aber 30V erinnert eher an Abstimmspannung 
als an Verstärkerspannung, wer braucht da 30V bei Signalen in dB/µV

Autor: Patrick M. (sk8erboi)
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Joachim B. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> An dem Trimmkondensator in dem kleinen Blechgehäuse kannst du
>> einen UHF-Kanal zwischen K31 bis K40 einstellen.
>
> ist das nicht eher ein Poti für eine Kapazitätsdiode?
>
> Dirk J. schrieb:
>> BB = Boosterbetriebsspannung
>> (Booster = Antennensignalverstärker zum Durchschleifen)
>
> waren die 30V nicht eher die Abstimmspannung für die Kapazitätsdiode?
>
> Ich bin zwar ne Weile raus, aber 30V erinnert eher an Abstimmspannung
> als an Verstärkerspannung, wer braucht da 30V bei Signalen in dB/µV


Wie kommst du denn auf die 30V?
Ich nehme mal an dass der Modulator und der Booster mit weniger laufen.


Hat vielleicht irgendjemand ein Datenblatt vom 71021 bei der Hand und 
kann sagen wie hoch MB und BB sein soll?
Nachmessen wird schwer da das Netzteil vom Videorekorder nicht mehr da 
ist...


Ich nehme mal an dass es genügt wenn ich mit einem Composite Video 
Signal bei V und mit einem Mono Audio bei A gegen G reingehe, liege ich 
damit in etwa richtig?

Autor: Joachim B. (jar)
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Patrick M. schrieb:
> Wie kommst du denn auf die 30V?

meine ich gelesen zu haben, aber egal früher wurden die 30V für die 
Abstimmspannung der Kapazitätsdiode gebraucht und Booster sagt auch was 
aus -> Hochsetzsteller, stepup Wandler, wozu sonst? wenn nicht für eine 
Kap.Dioden Abstimmspannung.
Um einen Verstärker für den Antennenausgang zu bauen wo dB/µV rauskommen 
braucht man keine hohen Spannungen.

Das Bild
https://www.mikrocontroller.net/attachment/412395/IMG_4656.JPG

zeigt ja eher ein Trimmpoti für eine Abstimmspannung -> Kapazitätsdiode 
als einen Trimmkondensator und die Bezeichnung VR1 deutet eher auf R 
Resistor also Widerstand hin als auf einen C Kondensator.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Joachim B. schrieb:
> Patrick M. schrieb:
>> Wie kommst du denn auf die 30V?
>
> meine ich gelesen zu haben, aber egal früher wurden die 30V für die
> Abstimmspannung der Kapazitätsdiode gebraucht und Booster sagt auch was
> aus -> Hochsetzsteller, stepup Wandler, wozu sonst? wenn nicht für eine
> Kap.Dioden Abstimmspannung.
> Um einen Verstärker für den Antennenausgang zu bauen wo dB/µV rauskommen
> braucht man keine hohen Spannungen.

Im Datenblatt vom Tuner steht, daß keine externe VT benötigt wird. Meine 
Versuche damals bestätigten das und ich konnte die PLL einwandfrei 
programmieren und messen ohne Lock zu verlieren.

Andere Tuner benötigen diese Spannung, sauber geglättet und frei von 
Störungen.

Autor: Joachim B. (jar)
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Gerhard O. schrieb:
> daß keine externe VT benötigt wird

shiet Aküfi, meinst du VideoText?

VT sagt mir nichts!

aber weil du mir dazwischen kamst konnte ich nicht mehr editieren

Das Bild
https://www.mikrocontroller.net/attachment/412395/IMG_4656.JPG

zeigt ja eher ein Trimmpoti für eine Abstimmspannung -> Kapazitätsdiode 
als einen Trimmkondensator und die Bezeichnung VR1 deutet eher auf R 
Resistor also Widerstand hin als auf einen C Kondensator.


Andreas M. schrieb:
> An dem Trimmkondensator

Also muss ich dem Kondensator aus vorgenannten Gründen widersprechen!

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Joachim B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> daß keine externe VT benötigt wird
>
> shiet Aküfi, meinst du VideoText?
>
> VT sagt mir nichts!
>
> aber weil du mir dazwischen kamst konnte ich nicht mehr editieren
>
> Das Bild
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/412395/IMG_4656.JPG
>
> zeigt ja eher ein Trimmpoti für eine Abstimmspannung -> Kapazitätsdiode
> als einen Trimmkondensator und die Bezeichnung VR1 deutet eher auf R
> Resistor also Widerstand hin als auf einen C Kondensator.
>
> Andreas M. schrieb:
>> An dem Trimmkondensator
>
> Also muss ich dem Kondensator aus vorgenannten Gründen widersprechen!

Da habe ich mich mit VT (Tuning Voltage) unglücklich ausgedrückt und war 
nur auf den Tuner bezogen. Die Modulatoren mit denen ich gespielt hatte, 
brauchten allesamt nur 5V. Die hatten allerdings Quarzsteuerung und ein 
IC drin und stammten aus modernerer Produktion. Bei uns wird dafür Kanal 
3 oder 4 vewendet und nicht UHF.
...

Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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K3 oder K4 haben nur Steinzeitmodulatoren
oder einige Spielekonsolen verwendet.

Bitte nicht mit UHF-Konvertern verwechseln,
die UHF auf K3 oder K4 umgesetzt haben.

Bei den Betriebsspannungen waren wir schon bei +5 bzw. +12 Volt,
wobei ich auch eher zu zweimal +5 Volt tendiere.

VR1 ist niemals der Abstimmregler.
VR1 stellt nur den Arbeitspunkt für irgendeinen Transistor ein.

Abgestimmt wird der Modulator mit der kleinen "Madenschraube"
in dem separaten Blechgehäuse.
Die guckt auch als einziges an der Geräterückseite raus.
Dieses Bauteil ist definitiv ein Trimmkondensator.
Deshalb braucht hier auch niemand ca. 30 Volt für Kapazitätsdioden.

Wenn man sich mal die Mühe gemacht hätte und den Thread von ganz oben
beginnend gelesen hätte, dann hätte man auch die Fotos vom
Innenleben des Modulators (mit IC auf der LP-Rückseite) gefunden.

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Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Andreas M. schrieb:
> VR1 ist niemals der Abstimmregler.

Könnte höchstens die Amplitude für Video oder Audio einstellen.

Rulixa schrieb:
> Aber Vorsicht, alte TV Geräte sind Allstrom, nicht netzgetrennt. Nach
> dem Modulator also einen kleinen HFTrafo verwenden

Der Antenneneingang bei Fernsehern war schon immer netzgetrennt - seit 
Anbeginn der Zeiten. Und da ist es auch egal, ob der Fernseher von 1952 
oder 2019 ist.

Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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Matthias S. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> VR1 ist niemals der Abstimmregler.
>
> Könnte höchstens die Amplitude für Video oder Audio einstellen.

Da bin ich ganz bei dir.

 :)

Autor: U. B. (pasewalker)
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> Philips Analog Video Tuner

By the way:
Die alten Videorecorder hatten doch (fast?) immer
einen "Sender" eingebaut, auf Kanal 36 bzw. einstellbar.
Da könnte man ein Videosignal via Scart einspeisen und erhält
es dann am Antennenausgang.

Autor: Robert M. (r0bm)
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Patrick M. schrieb:
> Hat vielleicht irgendjemand ein Datenblatt vom 71021 bei der Hand und
> kann sagen wie hoch MB und BB sein soll?
> Nachmessen wird schwer da das Netzteil vom Videorekorder nicht mehr da
> ist...

Ich würde auch 5V für MB und BB sagen, wobei BB eigentlich nicht 
unbedingt notwendig ist da der Booster zum Durchschleifen des 
Antennensignals nicht benötigt wird.
Verfolge mal die MB Leitung auf der Hauptplatine des VCR, irgendwo 
kommst du vielleicht an einem Punkt auf der Platine wo eine Spannung 
aufgedruckt ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas M. (andreas_m62)
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Robert M. schrieb:
> Verfolge mal die MB Leitung auf der Hauptplatine des VCR, irgendwo
> kommst du vielleicht an einem Punkt auf der Platine wo eine Spannung
> aufgedruckt ist.

Eventuell kann man es auch an der Spannungsangabe von den Elkos
für den Modulator erkennen.
6, 10 oder 12 Volt deuten auf eine Spannung von +5 Volt hin.
16 oder 25 Volt deuten auf eine Spannung von +12 Volt hin.

Ich würde es zuerst!!! mit +5 Volt probieren.
Zum Beispiel aus einem USB-Netzteil und mit einem
gekappten USB-Kabel.

Ohne A + V sollte auf einem UHF-Kanal zwischen 31 und 40
mindestens ein schwarzes/blaues Bild
im Analogbereich des TV zu sehen sein.

Autor: soul e. (souleye)
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Joachim B. schrieb:

> meine ich gelesen zu haben, aber egal früher wurden die 30V für die
> Abstimmspannung der Kapazitätsdiode gebraucht und Booster sagt auch was
> aus -> Hochsetzsteller, stepup Wandler, wozu sonst? wenn nicht für eine
> Kap.Dioden Abstimmspannung.

Früher hatten die Videorecorder hinten zwei IEC-Antennenanschlüsse. An 
die eine Buchse hat man das Antennenkabel angeschlossen, über die zweite 
Buchse wurde hing der Fernseher. Aus dieser Buchse kam dann entweder das 
originale Antennensignal (immer dann wenn der Recorder ausgeschaltet 
war), oder halt das Wiedergabesignal des Recorders (wenn dieser lief).

Die interne Cinchbuchse leitet das Antennensignal zum Tuner, damit der 
Recorder das Fernsehprogramm aufnehmen kann.

Das Antennensignal wird in dem Modulatorkästchen verstärkt (engl. "to 
boost") und dann über eine Weiche auf die Cinchbuchse und auf den 
Ausgang verteilt. Dieser Schaltungsteil muss immer mit Spannung versorgt 
sein, denn sonst wäre der Antennenausgang inaktiv und der Fernseher 
hätte kein Signal.

Der Modulatorteil (der von der Hauptplatine des Recorders mit dem Audio- 
und Video-Basisbandsignal gefüttert wird) hat eine schaltbare 
Versorgung, die nur aktiv ist wenn der Recorder läüft.


MB und BB hängst Du an +5 V, G dürfte mit dem Gehäuse verbunden sein und 
Masse.

An V kommt das Videosignal mit einer Amplitude von ca 1 Vpp, also so wie 
das aus der gelben Cinchbuchse einer Kamera oder eines DVD-Players 
rauskommt. Miss vor dem Anschließen einmal die Spannung am Pin V (bei 
eingeschaltetem Modulator). Wenn dort eine Gleichspannung anliegt kommt 
ein Elko mit 10 µF in Reihe (Pluspol zur Gleichspannung), wenn der Pin 
ungefähr Null Volt hat kommt das Videosignal direkt rein.

An A kommt Dein Audiosignal mit Line-Pegel, also das was man aus der 
roten oder weissen Cinch-Buchse vom DVD-Player oder der Stereoanlage 
kommt.

Der Fernseher kommt an den Antennenausgang (logisch), Eingang und die 
hintere Cinchbuchse zum Tuner bleibt offen. Den Tuner brauchst Du nicht, 
denn Du willst ja senden und nicht empfangen.

Falls der Modulator einen Testbild-Schalter hat: erwarte nicht zuviel 
davon im Zusammenhang mit modernen Digital-Flachglotzen. Der Generator 
erzeugt ein 46,875 kHz-Rechtecksignal. Das liefert an einer Röhrenglotze 
einen HSync und zwei senkrechte weisse Streifen. Eine digitale 
Signalverarbeitung wird vergeblich nach einem gültigen VSync suchen und 
abschalten.




BTW: Der UV917 ist ein PLL-Tuner mit I2C-Steuerung. Da gibt es keine 
externe Abstimmspannung mehr. Wer was über die Geschichte der 
Valvo/Philips-Tuner und über (analoge) Fernsehtechnik im allgemeinen 
lernen will ist hier gut aufgehoben: 
https://www.maximus-randd.com/tv-tuner-history-pt1.html
Ab Teil 3 wird es transistorisiert, Teil 4 kommen dann die PLL-Tuner.

Autor: Joachim B. (jar)
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soul e. schrieb:
> Das Antennensignal wird in dem Modulatorkästchen verstärkt (engl. "to
> boost") und dann über eine Weiche auf die Cinchbuchse und auf den
> Ausgang verteilt. Dieser Schaltungsteil muss immer mit Spannung versorgt
> sein, denn sonst wäre der Antennenausgang inaktiv und der Fernseher
> hätte kein Signal.

macht Sinn, deswegen die Trennung der beiden VCC!

soul e. schrieb:
> BTW: Der UV917 ist ein PLL-Tuner mit I2C-Steuerung. Da gibt es keine
> externe Abstimmspannung mehr.

ich bin zu lange raus!

soul e. schrieb:
> Wer was über die Geschichte der
> Valvo/Philips-Tuner und über (analoge) Fernsehtechnik im allgemeinen

allgemein reicht mein Wissen noch, nur im Speziellen, ab VCR bin ich 
nicht up to date, brauche ich aber auch nicht mehr.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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soul e. schrieb:
> BTW: Der UV917 ist ein PLL-Tuner mit I2C-Steuerung. Da gibt es keine
> externe Abstimmspannung mehr.

Pauschal (owohl wir hier abdriften) lässt sich das so nicht sagen. Die 
Tuner mit SDA3202 (TSA5511/5523) waren zwar PLL Tuner mit I²C Bus, 
brauchten aber trotzdem eine hohe Spannung, aus der dann die Spannung 
für die Varicaps intern per PLL erzeugt wurde. Man musste also doch 33V 
oder so extern bereitstellen.
Aber für den TE ist das ja alles nicht wichtig. Hier ist nur noch die 
Frage, ob der Modulator 5V oder 12V futtert und ob der Booster überhaupt 
Spannung braucht, damit ein Signal aus dem Ausgang kommt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Joachim B. (jar)
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Matthias S. schrieb:
> Pauschal (owohl wir hier abdriften) lässt sich das so nicht sagen. Die
> Tuner mit SDA3202 (TSA5511/5523) waren zwar PLL Tuner mit I²C Bus,
> brauchten aber trotzdem eine hohe Spannung, aus der dann die Spannung
> für die Varicaps intern per PLL erzeugt wurde. Man musste also doch 33V
> oder so extern bereitstellen.

danke! (also lag ich nicht soooooo falsch)

> Aber für den TE ist das ja alles nicht wichtig. Hier ist nur noch die
> Frage, ob der Modulator 5V oder 12V futtert.

passt!

Autor: Andi B. (andi_b2)
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Das Thema Modulator hatten wir hier schon vor einiger Zeit -
Beitrag "VHS Recorder - VHF/UHF TV Modulator"

Da hab ich einen Schaltplan gepostet und auch ein Link wo Pollin 
Schaltplan und Beschreibung bereitstellt, war dabei. Ob der auch für den 
71021 passt, weiß ich nicht auswendig. Universum VR 743 klingt 
allerdings sehr stark nach Philips inside. Serviceunterlagen zum VCR 
findet man da ziemlich sicher und da ist auch die externe 
Modulatoranschaltung drinnen. Wenn du Bilder vom ganzen VCR machst, kann 
ich das eventuell dem passenden Philips VCR zuordnen. Möglicherweise 
kann man sogar die Modulator-Innenschaltung finden. Die wirst aber nicht 
brauchen. Der Schaltplanauszug mit Modulator reicht sicher aus.

Autor: Andreas M. (andreas_m62)
Datum:

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Joachim B. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Pauschal (owohl wir hier abdriften) lässt sich das so nicht sagen. Die
>> Tuner mit SDA3202 (TSA5511/5523) waren zwar PLL Tuner mit I²C Bus,
>> brauchten aber trotzdem eine hohe Spannung, aus der dann die Spannung
>> für die Varicaps intern per PLL erzeugt wurde. Man musste also doch 33V
>> oder so extern bereitstellen.
>
> danke! (also lag ich nicht soooooo falsch)

Für die Modulatorbaugruppe (nur darum geht es hier im Thread)
braucht man die 33 Volt jedenfalls nicht.

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