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Forum: FPGA, VHDL & Co. Eigene Rückfahrkamera entwickeln


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Autor: Günther (Gast)
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Hallo zusammen,

ich will mich neben Mikrocontrollern auch in das Thema FPGA einarbeiten. 
Damit die Einarbeitung nicht sinnlos ist, wollte ich neben der 
Einarbeitung auch direkt ein eigenes Projekt daraus entwickeln. Da mein 
Auto keine Rückfahrkamera hat, dachte ich mir, dass ich eine 
Rückfahrkamera bauen könnte.

Das ganze soll natürlich ein langfristiges Vorhaben werden. Haltet ihr 
das für machbar oder gibt es bei diesem Thema Sachen, die ich beachten 
muss?

MfG

Autor: Schlumpf (Gast)
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Günther schrieb:
> Haltet ihr das für machbar oder gibt es bei diesem Thema Sachen, die ich
> beachten muss?

Machbar schon. Aber Blödsinn, dafür nen FPGA zu verwenden.

Autor: Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen)
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MIPI Kamera Modul, Raspberry PI und Video via WLAN aufs Smartphone 
streamen. Wuerde ich kein FPGA verwenden.

Autor: Max (Gast)
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>MIPI Kamera Modul, Raspberry PI und Video via WLAN aufs Smartphone
streamen.


Hast du das schonmal tatsächlich probiert und es getestet hinsichtlich 
Latenz und Framerate?

Autor: Schlumpf (Gast)
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Wieso nicht Kamera, Monitor und Kabel dazwischen?
Das ganze in PAL / NTSC für wenig Geld.

Und zum Einarbeiten in FPGA was Sinnvolles suchen?

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Tobias B. schrieb:
> MIPI Kamera Modul, Raspberry PI und Video via WLAN aufs Smartphone
> streamen.
Dann doch lieber Esp32-cam. Kostet nur 6€ und macht das gleiche mit 
800x600 @25 fps, keine wirkliche Bootzeit und eine Latenz von 1-2 frames

Autor: Schlumpf (Gast)
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Timmo H. schrieb:
> Dann doch lieber Esp32-cam

Immer wieder unfassbar, wie günstig das Zeug zu bekommen ist...

Autor: Günther (Gast)
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Vielen Dank für eure Meinungen. Die Idee mit der Rückfahrkamera war halt 
nur eine Idee. Mir geht es darum, in die Welt der FPGAs einzusteigen. 
Die Idee mit der Kamera war nur ein Gedankenspiel.

Guter Hinweis mit der ESP32 Cam. Aber das sieht mir wieder so Arduino 
mäßig aus, wo es kein Lerneffekt für mich gäben würde.

Schlumpf schrieb:
> Und zum Einarbeiten in FPGA was Sinnvolles suchen?

Was wäre denn "Sinnvolles"? Ich bin offen für alles.

MfG

Autor: chris (Gast)
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Musiksynthesizer zu basteln ist ein schönes Hobby:

Beitrag "VHDL Grundlagen Tonerzeugung"

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Günther schrieb:
> Damit die Einarbeitung nicht sinnlos ist, wollte ich neben der
> Einarbeitung auch direkt ein eigenes Projekt daraus entwickeln.
Mit einem "Projekt" zwängst du dich doch nur unnötig in irgendeine 
Richtung. Ich habe beim Lauflicht begonnen. Dann die VGA-Ansteuerung 
dazu gebastelt, Pong gemacht mit zwei PS2 Tastaturen, dann mit Servos 
herumgespielt, DMX gesendet und empfangen und Lampen angesteuert, einen 
"speziellen" Logikanalyzer gebaut, mit Midi herumgespielt, diverse 
"tricks" ausprobiert, usf. usw.

Ist doch eigentlich schön, wenn man wenigstens privat kein "Projekt" 
hat, das man noch "unbedingt fertig machen" muss, vor man was Neues 
anfängt...

Autor: PittyJ (Gast)
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Wenn du dich in FPGAs einarbeiten willst, dann solltest du kleinere 
Brötchen backen.
Bis man da drin ist, den Unterschied zwischen CPU-Programmieren und 
FPGA-Designen verstanden hat, ist ne Menge Wasser die Elbe herunter 
geflossen.
Wenn man es selber macht, kann man alleine eine Woche für die 
Ansteuerung von SDRams verwenden.
Besorge dir ein Änfänger-FPGA Board und mach erst einmal Lauflichter.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ein Software Defined Radio wäre doch was für'n FPGA: NCO, IQ-Mixer, FFT, 
Demodulatoren, Filter und als i-Tüpfelchen ein Webserver dahinter, um 
das im Browser bedienbar zu machen.

Autor: FPGA zum Spass (Gast)
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Besorg dir ein Evalboard mit viel Peripherie (LEDs, Taster, RS232/FTDI, 
Sram, SDRam, PS2, Flash, ...) und versuche der Reihe nach alle zu 
benutzen.

Z.b. am Ende alles per PC steuerbar haben.
Damit kann man sich schon zu Beginn durchaus ein Jahr beschäftigen.

Die Projekte beginnen danach....

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Günther schrieb:
> Da mein Auto keine Rückfahrkamera hat, dachte ich mir, dass ich eine
> Rückfahrkamera bauen könnte.

Das ist in Ordnung und löblich.

> Haltet ihr das für machbar

Nein. Falscher Ansatz, niemand braucht dafür ein FPGA.

Man braucht vor allem erst mal eine hochauflösende empfindliche Kamera 
mit passender Optik und wasserfester Bauart.

Es ist also vor allem ein mechanisches Problem.

Dann kommt das elektrische Problem: Beim Einlegen des Rückwärtsgangs 
muss die Kamera anspringen und ein Bild auf das LCD (eventuell ein 
Smartphone ?) senden. Das mus SCHNELL gehen. Wer hier erst Boot-Zeiten 
abwartet, sich im lokalen WiFi HotSpot anmeldet, eine App startet und 
dann die Verbindung herstellt, wartet zu lange.

An einfachsten also eine direkte Videoverbindung von hinten nach vorne, 
ein Kabel, und dedizierte Geräte.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Michael B. schrieb:
> Günther schrieb:
>> Da mein Auto keine Rückfahrkamera hat, dachte ich mir, dass ich eine
>> Rückfahrkamera bauen könnte.
> Das ist in Ordnung und löblich.
Aber eben nicht für Anfänger.

>> Haltet ihr das für machbar
> Nein. Falscher Ansatz, niemand braucht dafür ein FPGA.
Ich habe genau sowas ähnliches aber auch schon in ein FPGA gehackt: 2 
Kameras zusammen (1 nach hinten und 1 mit Blick auf ein Anbaugerät) auf 
einen breiten Bildschirm. Und dazu noch ein Overlayspeicher, in den ein 
uC irgendwas reinmalen konnte (z.B. Statusmeldungen, Füllstand...).
Wichtig war hier, dass das Bild garantiert und immer kommt, auch dann, 
wenn die Software mal wieder herumzickt.

Aber das würde ich nicht als Anfängerprojekt nehmen...

Günther schrieb:
> Damit die Einarbeitung nicht sinnlos ist
Mir gefällt es, kleinste "Aufgaben" auf möglichst viele Arten zu lösen. 
Und dabei zu lernen, was da am problemlosesten oder am effizientesten 
oder am kompaktesten umgesetzt wird. Dieses Wissen kann ich dann 
später direkt einsetzen, oder ich kann mir andere eigenartige Effekte 
damit erklären. Allein die ausgiebige Beschäftigung mit den LUT oder den 
Flipflops oder der Carrychain und den Multiplexern im Logikblock kann 
sich dann ein paar Wochen hinziehen... 😉

Autor: Vancouver (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Ein Software Defined Radio wäre doch was für'n FPGA: NCO, IQ-Mixer, FFT,
> Demodulatoren, Filter und als i-Tüpfelchen ein Webserver dahinter, um
> das im Browser bedienbar zu machen.

Bis auf den Webserver wäre das eine Anwendung, die geradezu nach einem 
FPGA schreit. Liegt aber für einen Anfänger weit außerhalb des 
Machbaren. Selbst erfahrene Hobby-FPGADesigner dürften daran einiges zu 
beißen haben, weil die Signalverarbeitung im FPGA noch ein paar 
Besonderheiten mit sich bringt, über die man sich bei Software keine 
Gedanken machen muss: Pipelining, Filterstrukturen, Parallelität, CDC. 
Das ist schon eher die hohe Schule.

@TO: Auch wenn du schon Erfahrung mit uC hast, bei FPGA fängst du von 
Null an. Es ist für viele Anfänger schon eine Herausforderung, den 
Unterschied zwischen VHDL und einer Programmiersprache zu verstehen, wie 
man hier im Forum immer wieder sieht. Also wenn du dir Enttäuschungen 
ersparen willst, dann fang mit kleinen Designs an. Es wir eine Weile 
dauern, bis die erste LED blinkt und du verstanden hats, warum sie 
blinkt (und ich versichere dir, es ist ein Erfolgserlebnis!). Nach einer 
Weile bekommst du ein Gefühl für die Komplexität von FPGA-Designs und 
kannst besser entscheiden, was geht und was nicht.

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