Widerstand durchgebrannt, Ansteuerung für HF-Spindel

Gast #5858842
Lesenswert?

Hallo Helden des Internets!

Die Spindelansteuerung meiner CNC Fräse hat gestern den Geist 
aufgegeben. Ich habe die Spindel wohl einige Zeit hart an Ihrer Grenze 
betrieben. Ich brauche die Fräse beruflich und komme grad echt ins 
schwitzen einen Auftrag fertig zu bekommen.

Normalerweise - wenn der Fräser blockiert o.ä. dann brennt die Sicherung 
F1 durch.

Gestern nicht. Der Widerstand R5 (100Ohm) ist durchgebrannt.

Heute morgen habe ich Ihn kurzerhand getauscht.
Alles angesteckt und eingeschaltet.
Widerstand wird sehr schnell sehr heiß.
Wieder ausgeschaltet.

Das Schaltbild im Anhang habe ich vor längerer Zeit vom Hersteller zur 
Behebung eines anderen Problems bekommen.

Wenn ich in der Schaltung (eingebaut) zwischen G und S beim Mosfet 
messe: 270Ohm
Bin leider keine Elektroniker und weiß nicht was sonst noch helfen 
könnte.

Kann jemand sagen was das Problem sein könnte?
Ich fahre jetzt zum Elektroteilehandel und kaufe alles was ihr mir sagt.
Danke im Voraus!

David
Angehängte Dateien:
#5858881
Lesenswert?

Dann sind wohl R3 und R4 hochohmig geworden, denn sonst müssten die 
zuerst heiß werden.
R5 ist der Vorwiderstand des Optokopplers U3 und der soll bei zu hoher 
Last das "Stop" Signal liefern.
Wie es aussieht, wird das aber gar nicht ausgewertet, dann sonst müsste 
der Motor schon längst abschalten bevor R5 auch nur nennenswert warm 
werden kann.
(Firma: Funkenflug Industries) #5858925
Lesenswert?

Offensichtlich funktioniert die Strombegrenzung nicht. Die Stromfühler 
sind durchgebrannt bevor die Abschaltschwelle erreicht wurde, in der 
Folge wurde der 100-Ohm-Widerstand und mit Sicherheit auch der 
Optokoppler getötet, als sich der Motorstrom neue Wege gesucht hat. Auf 
den 16V-Elko würde ich auch nicht mehr zählen wenn er evtl. die 36V (vor 
Gleichrichtung) vom Motor abbekommen hat.
Gast #5858963
Lesenswert?

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich hab jetzt die beiden R3 und R4 ausgetauscht. Optokoppler bekomme ich 
gerade keinen. Kann ich den auch einfach rauslassen? (an die beiden Pins 
links die mit "Stop" beschriftet sind ist nichts angeschlossen.)
(Firma: Funkenflug Industries) #5858980
Lesenswert?

Tausch den Elko einfach vorsorglich, der kostet nicht viel.

Hast Du 'ne Restekiste mit alten Platinen? 1000µF Elko und PC817 
Optokoppler sind bspw. gerne in alten PC-Netzteilen drin.

Theoretisch könntest Du den Optokoppler auch erstmal weglassen. Die 
Strombegrenzung hat ja sowieso nicht funktioniert. Der Schaden, der da 
entstanden ist, sollte von der Schaltung um den Optokoppler herum 
eigentlich verhindert werden. Ich halte die sowieso für untauglich, weil 
die erst ab einer recht hohen Spannung über den Shunts greift und recht 
träge ist. Außerdem gibts keinen Schutz für den PC817, dessen Tod ist 
quasi einkalkuliert.

Der IRF740-MOSFET ist intakt geblieben oder hat der auch einen glatten 
Durchschuss?
Gast #5859003
Lesenswert?

Hi!

(Ist aus China, das Gerät und hat nicht viel gekostet damals. Hat 
trotzdem erstaunlich lange gehalten.

Achja, damit das auch gefunden wird, über Google hier: CNC 3040, Yoocnc)

Danke für den Hinweis. Hab den Mosfet grade ausgebaut, und lt. Youtube 
Tutorial gemessen. Der ist auch hinüber. - Ausgetauscht.

Jetzt kuck ich mal bei den alten Platinen nach einem Elko.

LG,
David
#5859004
Lesenswert?

Dave (Gast) schrieb:

>Ich hab jetzt die beiden R3 und R4 ausgetauscht.

Toll. Und waren die überhaupt kaputt?

Wenn Du die Überstrombegrenzung bzw. das Stopsignal ohnehin nicht nutzt, 
dann kannste auch den ganzen Kram um den Optokoppler gleich ganz weg 
lassen (also R5, C9, C11, 817, 0,1µ). Aber dieser fehlende 
Überstromschutz hat dann eben die evtl. kaputten R3+R4 auf dem Gewissen, 
und damit dann R5.
Der Elko und der 817 dürften eigentlich nicht kaputt sein, denn bei 
angenommenen 50V flossen dann auch nur max. 50mA, und das ist für den 
817 ja noch voll iO, nur eben für R5 sicherlich nicht mehr.
Aber dann würde ich auch keine drehende Spindel mehr erwarten.
#5859017
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

>eigentlich verhindert werden. Ich halte die sowieso für untauglich, weil
>die erst ab einer recht hohen Spannung über den Shunts greift und recht
>träge ist. Außerdem gibts keinen Schutz für den PC817, dessen Tod ist
>quasi einkalkuliert.

Wieso ist die untauglich? Ist zwar von der einfachsten Sorte, aber tut 
sicherlich ihren Dienst als (sicherlich gewollt trägen) Überlastschutz.
Und welche Art von Schutz brauchste denne für den 817?
Gast #5860404
Lesenswert?

"Zu hohe" Spannungsfestigkeit meinst Du?
(Als Ersatz für den 16V Typ?)

Der ist einfach nur größer und "kann" mehr Spannung
(genaugenommen wegen der Größe auch mehr Stromripple)
als ein 16V Typ. 0 Problem in dem Fall.

Umgekehrt geht halt nicht. Spannungsfestigkeit eines
Bauteils reicht entweder aus oder nicht...

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren