Hallo, was macht die Schaltung um Q1? An VCL liegen 3,3V. C38 und C37 sind für die Versorgung des Oscillators. Der Rest macht für mich aber irgendwie keinen Reim. Dachte an eine art Einschaltverzögerung, aber durch R42 mit 1K macht es doch keinen großen Unterschied ob Q1 durchgesteuert ist oder nicht. U5 SMC OSC ist der Oscillator im PDF Anhang. Grüße.
> was macht die Schaltung um Q1?
Sie entlaedt den 100uF Kondensator beim ausschalten.
Olaf
Also Q1 wird "aktiv" wenn die 3,3V ansteigen oder abfallen. Eine Einschaltverzögerung kann es nicht sein, da R40 zu klein und R42 zu groß. Ich vermute mit der Schaltung sollen Störungen auf den 3,3V verringert werden, sprich (Stör)-Spannungsstabilisierung.
Olaf schrieb: > Sie entlaedt den 100uF Kondensator beim ausschalten. Da reicht auch der Strom über den R40 für eine Entladezeit im unteren ms-Bereich. Winne Z. schrieb: > Ich vermute mit der Schaltung sollen Störungen auf den 3,3V verringert > werden, sprich (Stör)-Spannungsstabilisierung. Mit 1 kOhm "Innenwiderstand" vs. 17 Ohm "Quellwiderstand"? Ich behaupte, dass man die Bauteile in diesem Bereich ohne wesentliche Funktionsänderung getrost auf "n.b." setzen kann. BTW: neckisch, dass gerade der berüchtigte R42 (der die Antwort auf "die Frage" beinhaltet) die Finger im Spiel hat.... ;-)
> Ich behaupte, dass man die Bauteile in diesem Bereich ohne wesentliche > Funktionsänderung getrost auf "n.b." setzen kann. Mit solchen Behauptungen waere ich vorsichtig. Im Industriebereich (z.B SIL2/3) kann sowas manchmal einen sehr versteckten aber sehr wichtigen Sinn haben. Aber hier scheint es ja nur banaler Audiokram sein. Vielleicht wurde auch einfach nur von Hinz nach Kunz noch nachdenken kopiert. :-) Olaf
Lothar M. schrieb: > Mit 1 kOhm "Innenwiderstand" vs. 17 Ohm "Quellwiderstand"? Ja. Man will ja schließlich nicht die Versorgung auf 0V ziehen, sondern nur vergleichsweise kleine Störsignale ausregeln. Daher die hohe Verstärkung (R42/R44).
Etwas irritierend ist die Genauigkeit des R40 mit 16,9 Ohm. was soll das in der Spannungsversorgung ?
ArnoR schrieb: > Daher die hohe Verstärkung (R42/R44). Damit meinte ich, dass die Verstärkung (R42/(R44+rd)) etwa so groß ist wie der Kehrwert des Teilerverhältnisses 17R/1k. Damit ergibt sich eine ziemlich gute Kompensation der Störspannung.
Olaf schrieb: > Im Industriebereich (z.B SIL2/3) kann sowas manchmal einen sehr > versteckten aber sehr wichtigen Sinn haben. Ich kann ich nicht nachvollziehen, wie etwas Wirkungsloses (oder bestenfalls im Sub%-Bereich wirksames) zur Maschinensicherheit beitragen könnte. Für mich ist das etwas zufällig Funktionierendes (Stichwort: Beta des Transistors hat eine Streuung von locker Faktor 2) und vordergründig nur vogelwildes Gebastel. > Vielleicht wurde auch einfach nur von Hinz nach Kunz noch nachdenken > kopiert. :-) Das vermute ich auch. Denn auch der Rest des Schaltplans sieht für mich bedenklich "hingekritzelt" aus. So gehört der R20 z.B. nicht zum Wandler, sondern als Serienterminierung direkt an den Oszillator, und das sollte auch der Schaltplan darstellen. Zudem erscheinen mir die Pullups und Pulldowns absurd hochohmig. Mein EMV-Spezi würde sagen: die sind eigentlich nicht vorhanden. Erst Widerstände unter 5k wirken auch bei einer Burst-Messung im EMV-Labor. ArnoR schrieb: > Damit ergibt sich eine ziemlich gute Kompensation der Störspannung. Welcher Störspannung? Und warum sollte die für den Oszillator kompensiert werden? Und bringt da ein vernünftiges Layout nicht mehr? ArnoR schrieb: > Man will ja schließlich nicht die Versorgung auf 0V ziehen, sondern nur > vergleichsweise kleine Störsignale ausregeln. Würde nicht ein simpel nachvollziehbarer mit z.B. einem TL341 aufgebauter Shuntregler mehr "bringen"? Winne Z. schrieb: > Etwas irritierend ist die Genauigkeit des R40 mit 16,9 Ohm. E48-Reihe
Lothar M. schrieb: > Welcher Störspannung? Die auf VCL. > Und warum sollte die für den Oszillator kompensiert werden? Der möchte halt in Ruhe arbeiten. > Und bringt da ein vernünftiges Layout nicht mehr? Kann schon sein, wir wissen aber nicht wie diese Störung entsteht oder aussieht.
Winne Z. schrieb: > @ Anton woher ist der Schaltplan ? http://getinthewoodchipper.com/?p=302 Lothar M. schrieb: > BTW: neckisch, dass gerade der berüchtigte R42 (der die Antwort auf "die > Frage" beinhaltet) die Finger im Spiel hat.... ;-) War auch mein Gedanke, vielleicht eine versteckte Botschaft?
ArnoR schrieb: > Lothar M. schrieb: >> Welcher Störspannung? > Die auf VCL. Das versorgungskonzept sieht an sich schon interessant aus: allein auf dem winzigen Ausschnitt finden sich 1 Masse und 4 Versorgungsspannungen. >> Und warum sollte die für den Oszillator kompensiert werden? > Der möchte halt in Ruhe arbeiten. Audio-Esoteriker können da im AB-Vergleich sicher was raushören... ;-) Anton schrieb: > http://getinthewoodchipper.com/?p=302 Ah, ok, alles klar. Durch den Transistor klingt das Design etwas "analoger". Und darauf, warum der R45 unbdedingt 47,5k haben muss und nicht 47k wie alle anderen, darauf komme ich auch noch.
Ich hab die Schaltung gerade mal simuliert. Mit der Originaldimensionierung kann die Schaltung wegen der Arbeitspunktlage praktisch nur auf positive Störungen auf VCL reagieren. Legt man den AP des Transistors etwa in die Mitte des Aussteuerbereichs, reduziert die Schaltung bipolare Störungen auf VCL um etwa 65%.
ArnoR schrieb: > Legt man den AP > des Transistors etwa in die Mitte des Aussteuerbereichs, reduziert die > Schaltung bipolare Störungen auf VCL um etwa 65%. Dann simuliere bitte auch noch, alles wegzulassen und R40 durch eine Drossel zu ersetzen - meinetwegen 1 mH. Wieviel % bringt das?
Anton schrieb: > Hallo, > > was macht die Schaltung um Q1? Warum fragst du nicht einfach den Verfasser dieses Wunderwerks? Oder ist der inzwischen verstorben und wir reden hier über Nachlassverwaltung?
Nach dem Besuch von http://getinthewoodchipper.com/?p=302 Glaube ich auch nicht an den praktischen Nutzen der Schaltung in diesem Design. Das Layout (was man davon sieht) sieht zumindest sehr "audioViel" aus. "Interessant" sind auch seine Clamp Boards. http://getinthewoodchipper.com/?p=608
Anton schrieb: >> BTW: neckisch, dass gerade der berüchtigte R42 (der die Antwort auf "die >> Frage" beinhaltet) die Finger im Spiel hat.... ;-) > > War auch mein Gedanke, vielleicht eine versteckte Botschaft? Vielleicht wurde die Schaltung in Bielefeld entwickelt? https://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeld-Verschw%C3%B6rung
Für richtige Audio DACs schau dir mal die von Herrn Beis an: https://www.beis.de/Elektronik/ADDA24QS/DA24QSDS.html Ich habe den alten AD2496 von ihm (ein ADC) und der Klang ist einfach hervorragend.
m.n. schrieb: > Dann simuliere bitte auch noch, alles wegzulassen und R40 durch eine > Drossel zu ersetzen - meinetwegen 1 mH. Wieviel % bringt das? Kann man so einfach nicht sagen, weil die Drossel eine frequenzabhängige Wirkung hat. Die Transistorschaltung arbeitet aber in einem großen Frequenzbereich mit konstanter Wirkung.
ArnoR schrieb: > Die Transistorschaltung arbeitet aber in einem großen > Frequenzbereich mit konstanter Wirkung. Du meinst wohl eher: konstant wirkungslos. Siehe: reduziert die Schaltung bipolare Störungen auf VCL um etwa 65%. Was soll den sowas? Mir sieht das eher wie der Versuch einer Nachbausicherung aus. Wenn der Erfinder das woanders findet, dann weiß er, dass die Schaltung von ihm ist. Keiner sonst würde einen solchen Blödsinn unabhängig verzapfen.
Dieter R. schrieb: > Du meinst wohl eher: konstant wirkungslos. Siehe: reduziert die > Schaltung bipolare Störungen auf VCL um etwa 65%. Naja, Störreduktion um 65% finde ich nicht wirkungslos, und wenn man ein wenig an der Dimensionierung arbeitet, ist da sicher mehr drin. Ob die Schaltung an der Stelle sinnvoll ist, kann ich aber auch nicht sagen. Die Idee an sich finde ich gar nicht so schlecht. Ich habe hier schon umfangreiche Diskussionen und Schaltungen zur Störunterdrückung bei Audiosachen gesehen, die ich wirklich sinnlos fand.
Um die komische Schaltung mal sehr grob zu vereinfachen hab ich mal einen Spannungsteiler aus R40 und R42 als Ersatz genommen. Der Transistor ist ersatzweise ein Schalter. Alles andere wird vernachlässigt. Am R42 stehen dann 2,95 V wenn Q1 geschlossen ist. Also näherungsweise eine Wirkung von 0,05 V gegen die 3V Versorgungsspannung. Mehr Wirkung KANN die Schaltung also nicht haben, eher weniger. Störungen von 0,05 V auf den 3V könnten dann kompensiert werden. Was sagt das Datenblatt des Quarzes über die Versorgungsspannung ? VCC kann/darf um +/-10% schwanken 3,0 bis 3,6 V. Die Schaltung mit Q1 ist ohne Auswirkung auf den Rest.
Arno H. schrieb: > Das ist der Clean-Up Shunt von Wenzel: > http://www.wenzel.com/documents/finesse.html Ah ja. Der braucht das in seinen Schaltungen auch, weil die falsch aufgebaut sind. Das haben wir hier (ab Mitte und folgender Beitrag): Beitrag "Re: Meßverstärker für 1/f-Rauschen 0.1 - 10 Hz" schon mal diskutiert.
Und wo nimmt der seine 20dB her? ArnoR kam nur auf 65%, das ist ein bisschen weniger und aus dem hohlen Bauch beim Betrachten der Schaltung auch glaubhafter. Sowieso begreife ich nicht, was daran besser sein soll als ein einfaches RC-Glied oder meinetwegen auch noch eine Siebdrossel. Entweder begibt man sich als Esoteriker in Bereiche, wo die Restfehler aktiver Bauelemente stören. Dann helfen nur passive Lösungen. Oder man ist in Bereichen, wo aktive Bauelemente funktionieren. Dann mach man auch was funktionierendes. Aber das hier?
Das sieht tatsächlich so aus wie in Arnos Link. Ich hätte noch den "Ein-Transistor-Gyrator" vorgeschlagen, weiß aber nicht mehr wie der genau aufgebaut wird, sieht aber ähnlich seltsam aus.
Dieter R. schrieb: > Und wo nimmt der seine 20dB her? ArnoR kam nur auf 65%, das ist ein > bisschen weniger und aus dem hohlen Bauch beim Betrachten der Schaltung > auch glaubhafter. Wenn man an der Schaltung etwas rumfummelt, schafft man tatsächlich 20dB. Bei der angehängten Schaltung bleiben von 40mVss Störung nur 3,75mVss übrig.
Winne Z. schrieb: > Was sagt das Datenblatt des Quarzes über die Versorgungsspannung ? > > VCC kann/darf um +/-10% schwanken 3,0 bis 3,6 V. Das heißt noch lange nicht, dass die Versorgungsspannung ohne Auswirkungen auf das Ausgangssignal des Oszillators in dem Bereich mit beliebiger Frequenz schwanken darf! Sie muss in dem Bereich liegen und dabei aber stabil bleiben, sonst hast du ggf. eine Phasenmodulation mit diesen Spannungsschwankungen.
@ArnoR : Ich seh bei dem Transistorgedöns jetzt nicht so recht den Vorteil. Außer dass es natürlich viel anspruchsvoller aussieht.
Dieter R. schrieb: > @ArnoR : Ich seh bei dem Transistorgedöns jetzt nicht so recht den > Vorteil. Bei der Transistorlösung ist der Oszillator sofort da. Bei der reinen Tiefpasslösung erst nach etwa 10ms. Aber das dürfte doch beim Einschalten eigentlich keine Rolle spielen?
Rübezahl schrieb: > Tiefpasslösung erst nach etwa 10ms. Aber das dürfte doch beim > Einschalten eigentlich keine Rolle spielen? Da der Oszillator selbst eine spezifizierte Start-Up-Time von 10 ms hat und sowieso erst mal so etwa eine Halbwelle im Netzteil angekommen sein muss (schon wieder 10 ms), sollte das wohl alles wurscht sein. Genauso wie dieses audiophile Regelkunstwerk.
Dieter R. schrieb: > Warum fragst du nicht einfach den Verfasser dieses Wunderwerks? Oder ist > der inzwischen verstorben und wir reden hier über Nachlassverwaltung? Weil es hier einfach besser ist. Vielen Dank zusammen!
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