Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Personaldienstleister, Arbeitnehmerüberlassung, "Sklavenhandel"


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von Felix (Gast)


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Hallo Leutz,
könnt ihr mir Klarheit verschaffen über die Unterschiede der im Betreff 
genannten Beschäftigungsverhältnisse? Sehr wahrscheinlich bringe ich 
einiges durcheinander, also bitte nicht gleich schlagen.

Ich werde bald meinen Master (Maschinenbau) mit eher mittelmäßigem 
Ergebnis abschließen und fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern 
unterkomme, sondern erstmal an eine Form der Arbeitnehmerüberlassung 
gerate.

Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet. Klar ist 
es nicht schön, wenn man alle paar Wochen am anderen Ende von 
Deutschland eingesetzt wird und auch schlechter bezahlt ist als die 
Festangestellten. Doch imho wird man ja auch weiter bezahlt, wenn gerade 
keine Aufgabe vorhanden ist, man also Däumchen dreht, und Wohnungen 
werden jeweils gestellt, wenn man nicht gerade in der Heimatstadt 
beauftragt ist.

Wenn ich mit diesen Bedingungen leben kann, was sind die gravierensten 
Nachteile, die ich noch nicht genannt habe?

Und worin unterscheiden sich die verschiedenen Formen? Oder ist 
Personaldienstleistung=Arbeitnehmerüberlassung=Zeitarbeit alles exakt 
das selbe?

Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es 
mitbekomme, sind dort einige ehemalige Studenten recht zufrieden. Fällt 
Ferchau auch in diesen Bereich, oder unterscheidet es sich positiv von 
anderen (wenn ja, inwiefern)?

Besten Dank
Felix

Beitrag #5903165 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sebastian S. (amateur)


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Habe ich das gleiche nicht schon - mit anderen Worten - 99-mal gelesen?

Im Westen nichts Neues!

von Ingenieur (Gast)


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Felix schrieb:
> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es
> mitbekomme, sind dort einige ehemalige Studenten recht zufrieden.

Wie bitte? Wo willst du das denn gehört oder gelesen haben? Hier im 
Forum jedenfalls ganz sicher nicht.

von Marius (Gast)


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Felix schrieb:

> Wenn ich mit diesen Bedingungen leben kann, was sind die gravierensten
> Nachteile, die ich noch nicht genannt habe?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Viele übersehen halt, das der sehr 
exportorientierten Deutschen Wirtschaft deutlich schwerere Zeiten 
bevorstehen als anderen Ländern. Hinzu kommen in Deutschland die 
schlechte Demographie, ungebildete Migration und geringe Vermögen. 
Deutschland ist kein reiches Land und wird bald merklich absteigen. Wenn 
man in einem solchen Szenario nicht schnell in einen Konzern unterkommt, 
indem man einen sicheren Job hat, eine gute Betriebsrente und mindestens 
die 80k damit man an der GRV Grenze das Maximum aus der Rente holt wird 
es im Alter sehr ungemütlich.

Ob Ferchau ein Unternehmen ist, was dir das auf dauer bieten kann ist 
sehr fraglich. Es kann dir maximal die Perspektive hierzu bieten. Aber 
Achtung, die Wirtschaft kühlt sich gerade merklich ab, die Notenbanken 
haben keine Munition zum gegensteuern, das wird man gerade bei Ferchau 
auch schnell merken. Bei BMW gibt es schon den Einstellungsstopp und 
weitere werden folgen. Wer dann nicht im guten Tarifvertrag ist wird mit 
miesen Konditionen entlassen, also geringen Abfindungen.

Zudem musst du aufpassen nicht den richtigen Moment zum Absprung zu 
verpassen. Wenn du jetzt bei Ferchau unterkommst musst da davon 
ausgehen, dass die großen Konzerne zu denen momentan jeder will erstmal 
komplett Dicht machen. Wenn sich der Pforten in ein paar Jahren wenn es 
wieder besser läuft erneut öffnen gibt es keine Garantie, dass du dann 
rein kommst. Bis dahin sind genug weitere Ingenieure aus den Unis 
gespült worden...

Wenn du die Wahl hast auf jeden Fall Konzern.

Beitrag #5903283 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5903286 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5903287 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Al-Koholoida (Gast)


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Felix schrieb:
> einige ehemalige Studenten

 einige ehemalige Studenten sind froh überhaupt irgendwo arbeiten zu 
dürfen - für deine Lebensplanung rate ich Dir: richte dich an leute mit 
mehr BE...

von Clodius (Gast)


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Felix schrieb:
> Doch imho wird man ja auch weiter bezahlt, wenn gerade
> keine Aufgabe vorhanden ist, man also Däumchen dreht, und Wohnungen
> werden jeweils gestellt, wenn man nicht gerade in der Heimatstadt
> beauftragt ist.

Vergiss diesen Satz ganz schnell. Wenn du nicht gerade ein gefragter 
Überflieger bist, bekommst du genau so schnell die Kündigung wie alle 
anderen für die es gerade nix zu tun gibt. Alles eigene Erfahrung. Ach, 
richte dich drauf ein, dass die Leute vom Sklavenhändler sehr ungehalten 
reagieren wenn du nicht bei Bedarf am nächsten gewünschten Tag wieder 
bei denen anfängst.

Also Finger weg. Dann gehe lieber erstmal in ein KMU, auch Klitsche 
genannt, sammle etwas BE und suche dir dann was besseres.

von Dr.Who (Gast)


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Lötkolben schrieb im Beitrag #5903283:
> denn Handwerk hat Gold (wenn nicht sogar Platin!) im Mund!

Das Sprichwort heißt: "...hat goldenen Boden"...aber tatsächlich
sind dabei die Handwerksfirmeninhaber die Profiteure.
Die Beschäftigten werden weiter mit Hungerlöhnen ausgebeutet.
Angebot und Nachfrage werden da komplett ausgeblendet.

Beitrag #5903485 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Markus ausgelogged (Gast)


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Felix schrieb:
> Fällt
> Ferchau auch in diesen Bereich, oder unterscheidet es sich positiv von
> anderen (wenn ja, inwiefern)?

Denke doch mal nach:

Wer dir etwas antworten kann, muss bei Ferchau gearbeitet haben. Die, 
die das tun, sind wenige.

Wer etwas kann, muss nicht bei Ferchau arbeiten.

von Claus W. (claus_w)


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Man liest so Worte wie:

- Montage-Band
- Montage-Bereitschaft

Heißt das, dass man sich auch an Montagen bereithalten muss?

von Ingenieur (Gast)


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Markus ausgelogged schrieb:
> Wer etwas kann, muss nicht bei Ferchau arbeiten.

Dieser Satz fasst es meiner Meinung nach sehr gut zusammen, Chapeau!
Ein Dienstleister wie Ferchau ist nicht mehr als ein Notnagel, wenn man 
so gar keinen Job findet.

von Claus W. (claus_w)


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Sage ich mal so: "Die Fremdenlegion stellt keine Fragen." Na und die 
Fremdenlegion, das ist Brunel. Eine Frage kommt doch - so in der 22. 
Minute, das ist "Bundesweit". Das Gespräch geht aber in jedem Fall noch 
in der vollen Länge zuende. Höchstens, dass sie es jetzt angeblich auf 
einen Ballungsraum beschränken.

Bei HAYS gibt es zu sagen, dass ich mir als Bewerber meine Arbeit 
aussuchen kann. Auch Micheal Page macht es so. Verschiedene Personaler 
rufen alle mich (denselben) immer wieder mit halben Angeboten an. Sie 
wollen den Spieß umdrehen (dass ich HAYS hinterherlaufe), müssen mich 
aber mehrmals von sich aus kontaktieren obwohl ich für bundesweit auch 
Brunel fragen kann.

1992 hörte ich im Autoradio mal einen Headhunter. Damals schon sagte er: 
"Der Headhunter muss den Manager dazu bringen sich ein Bein auszureißen" 
Die Headhunter suchen also keine Talente sondern machen 
durchschnittliches Personal reif für den 16-Stunden-Tag.

von Claus W. (claus_w)


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Mal eine Frage die die Fremdenlegion nicht stellt:

"Stellen Sie sich vor, sie wollen ein bestimmtes, technisches Ziel, das 
sehr schwer ist unbedingt erreichen - aber Ihr Kollege will nicht 
mitmachen. Wie verhalten Sie sich?

Diese Art von Können wird in der FH nicht vermittelt (bei Ärzten gibt es 
da die ärztliche Standeskunde). Aber ich soll antworten, wenn ich 
demnächst noch meine Zahnfüllungen bezahlen will.

von F. B. (finanzberater)


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Marius schrieb:
> Wenn
> man in einem solchen Szenario nicht schnell in einen Konzern unterkommt,
> indem man einen sicheren Job hat, eine gute Betriebsrente und mindestens
> die 80k damit man an der GRV Grenze das Maximum aus der Rente holt wird
> es im Alter sehr ungemütlich.

60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.

Einstellungsstopp: Bei diesem großen Konzern brauchen Sie sich bis 2025 
nicht mehr zu bewerben

https://www.merkur.de/leben/karriere/einstellungsstopp-diesem-grossen-konzern-brauchen-sich-2025-nicht-mehr-bewerben-zr-12752560.html

von Lötkolben (Gast)


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F. B. schrieb:
> Marius schrieb:
> Wenn
> man in einem solchen Szenario nicht schnell in einen Konzern unterkommt,
> indem man einen sicheren Job hat, eine gute Betriebsrente und mindestens
> die 80k damit man an der GRV Grenze das Maximum aus der Rente holt wird
> es im Alter sehr ungemütlich.
>
> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.
> Einstellungsstopp: Bei diesem großen Konzern brauchen Sie sich bis 2025
> nicht mehr zu bewerben
>
> 
https://www.merkur.de/leben/karriere/einstellungsstopp-diesem-grossen-konzern-brauchen-sich-2025-nicht-mehr-bewerben-zr-12752560.html

Naja F.B. 48k ist immer noch das was du in deiner Klitsche bei 100% 
bekommst. Von daher passt das doch. Sehe es einfach ein du hast es halt 
verkackt in deiner Klitsche !

von SaschaFries (Gast)


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>Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet.
Eigentlich nur hier bei mikrocontroller.net

von Ich schon wieder (Gast)


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Claus W. schrieb:
> Man liest so Worte wie:
>
> - Montage-Band
> - Montage-Bereitschaft
>
> Heißt das, dass man sich auch an Montagen bereithalten muss?

Kenne ich so nicht aus Arbeitsverträgen im Ing-Bereich.

Da heißt es, man ist bereit an anderen Standorten eingesetzt zu werden, 
was man mit Montage-Bereitschaft gleich setzen könnte, mit dem 
Unterschied, dass man auf kostendeckende Kosten für Unterkunft oder gar 
Auslösung verzichten muss.

SaschaFries schrieb:
>>Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet.
> Eigentlich nur hier bei mikrocontroller.net

Nicht nur hier.

Sklavenhandel ist aber etwas hart, zu provozierend.

Claus W. schrieb:
> Bei HAYS gibt es zu sagen, dass ich mir als Bewerber meine Arbeit
> aussuchen kann.

Hays macht All-In-Gehälter, wenn das Wunschgehalt für den entfernten 
Einsatz nicht passt, hat man schnell und unkompliziert seinen 
Aufhebungsvertrag.
Ich kann mir also aussuchen, ob ich auf Reisen gehe oder ganz gehe.

Auch bei anderen Dienstleistern wirst du nicht ohne vorher gefragt zu 
werden, in die Wüste geschickt.
Freiwillig - Alternative heißt Aufhebungsvertrag.

von Ingenieur (Gast)


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F. B. schrieb:
> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.
> Einstellungsstopp: Bei diesem großen Konzern brauchen Sie sich bis 2025
> nicht mehr zu bewerben
>
> 
https://www.merkur.de/leben/karriere/einstellungsstopp-diesem-grossen-konzern-brauchen-sich-2025-nicht-mehr-bewerben-zr-12752560.html

Aus der gleichen Quelle (Merkur):
Zwölf gut bezahlte Jobs, die in Zukunft gefragt sein werden

https://www.merkur.de/leben/karriere/ranking-zwoelf-jobs-zukunft-gefragt-sein-werden-zr-12752796.html

Da schneiden MINT-Berufe besonders gut ab.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Felix schrieb:
> fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern unterkomme
Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren 
Studiosen unbedingt "der Konzern"?

Ansonsten: liebe Grüße an die altbekannten Anderen und den Finanzbrater, 
die sich wie üblich in solchen Threads tummeln...

von Christian B. (casandro) Flattr this


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Also erstmal, bei jeder halbwegs anständigen Lohnsklavenbude ist nicht 
wirklich was unterschiedlich gegenüber einer direkten Anstellung. Klar, 
so was wie Urlaubsanträge werden komplizierter und Dein Chef (bei der 
Lohnsklavenbude) macht überhaupt nichts und bekommt trotzdem recht 
viel Geld, aber das ist in der Regel nicht das große Problem.

Das große Problem liegt in Unternehmen, welche Lohnsklavenbuden 
beauftragen. Jedes gute Unternehmen nimmt das Personalwesen und die 
Arbeitsbedingungen sehr ernst, denn wenn man auf diesen Bereichen gut 
ist, wird es einfach neue Leute zu finden. Gute Unternehmen brauchen 
solche Zwischenhändler nicht. Die logische Konsequenz ist, dass die 
Firmen, die überwiegend aus Lohnsklavenbuden rekrutieren häufig massive 
Probleme haben.

Im Prinzip ist das wie alle Zwischenhändler, eigentlich möchte man die 
nicht haben, denn ein direkter Handel ist meistens effizienter.

von Ingenieur (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
> Studiosen unbedingt "der Konzern"?

Vermutlich aufgrund von besseren Arbeitsbedingungen und gleichzeitig 
deutlich mehr Geld im Vergleich zu KMU oder Dienstleister.

von Marius (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Felix schrieb:
>> fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern unterkomme
> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
> Studiosen unbedingt "der Konzern"?
>
- Besseres Gehalt
- Betriebliche Altersvorsorge
- Mehr Möglichkeiten für Aufstieg oder Wechsel in komplett anderen 
Bereich
- Höhere Job Sicherheit
- Geringe Arbeitsbelastung, inbesondere wenn es mal in Richtung Familie 
geht ( man muss nicht als Skalve von Mo - Do/Fr durch die Republik 
reisen )
- Eher das Gefühl etwas für die eigenen Firma zu schaffen, als irgendwo 
als Söldner eingesetzt zu werden
- Bessere Möglichkeiten im Alter ( Teilzeit, höhere Abfindung durch 
lange Zugehörigkeit )
- Oft noch mehr "Soft"-Benefits wie MA Aktien, Langzeitkonto, 
Sabbatical, bei Interesse Expat

von Peter Enis (Gast)


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SaschaFries schrieb:
>>Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet.
> Eigentlich nur hier bei mikrocontroller.net

schon mal daran gedacht, dass wir die elite sind ? erwartest du im ernst 
so viel ehrlichkeit von sklavenbörsen wie kununu , xing und co? oder 
dein lokales JayCee sagt: hey ich habe neue stellen beim SKLAVENHÄNDLER 
?!?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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>>> warum ist das hehre Ziel der Herren Studiosen unbedingt "der Konzern"?
> - Besseres Gehalt
> - Betriebliche Altersvorsorge usw. usf.
Habe ich in meinem Mittelstandsbetrieb alles auch. Ich meinte mit 
meiner Frage, warum unbedingt der "Konzern" und davon am besten der 
"größte Konzern" das Ziel sein muss.

Marius schrieb:
> - Eher das Gefühl etwas für die eigenen Firma zu schaffen, als irgendwo
> als Söldner eingesetzt zu werden
Und genau das nutzlose "Einer-von-achtzig-Millionen-Gefühl" hatte ich 
in meiner Zeit beim Großkonzern. Jetzt beim größeren Mittelstand habe 
ich die Möglichkeit, den Kopf aus der "Masse" herauszustrecken. 
Natürlich bekomme ich den dann ab&zu auch mal anständig gewaschen...

Ingenieur schrieb:
> Vermutlich aufgrund von besseren Arbeitsbedingungen
Ja, sagt man sich.
> und gleichzeitig deutlich mehr Geld im Vergleich zu KMU
Natürlich bekomme ich in einem Ballungszentrum mit großen Unternehmen 
mehr. Aber ich brauche auch mehr. Viel mehr.

von Karl (Gast)


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@Felix

Nimm das nicht auf die leichte Schulter. Spätestens im September wird 
eine Wirtschaftskrise beginnen. Ich habe gesicherte Informationen. Mehr 
darf ich hier nicht schreiben.

Siehe zu, dass du in einen unbefristeten Arbeitsvertrag kommst. KMU ist 
ok, da nehmen die dich schnell.

Karl

von Zocker_55 (Gast)


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> Felix schrieb:
> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister,

Das ist einer der schlimmsten. Absolute Ausbeutung gepaart mit 
Inkompetenz
und Unvermögen.

> SaschaFries schrieb:
> Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet.

Das kommt dem ganzen sehr nahe.

> Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator)  Benutzerseite
> Datum: 11.07.2019 08:16
> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
> Studiosen unbedingt "der Konzern"?

Ja Frage ich mich auch.

> Ansonsten: liebe Grüße an die altbekannten Anderen und den Finanzbrater,
> die sich wie üblich in solchen Threads tummeln...

Danke. Und ich bin auch zurück.

Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

von Msd (Gast)


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Clodius schrieb:
> Also Finger weg. Dann gehe lieber erstmal in ein KMU, auch Klitsche
> genannt, sammle etwas BE und suche dir dann was besseres

KMU sind die richtigen Unternehmen mit noch gerade richtigen und 
angemessenen Prozessen.

Klitschen ist das was darunter ist. Die 20-Mann Buden wo jeder macht was 
er will, es keinen Leitgedanken gibt usw.

Beim nächsten mal also besser aufpassen, wenn man hier im Forum Sachen 
über KMU und Klitschen aufschnappt.

von Felix (Gast)


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Echt schwer, zu beurteilen, wer hier tatsächlich Insiderwissen hat, und 
wer nur Stammtischparolen weitergibt.

Mal Butter bei die Fische, worin unterscheiden sich Ferchau, Brunel, 
Hays, und was hier sonst noch genannt wurde oder in die gleiche 
Kategorie fällt?
Ist es bei jedem so, dass man nach Gutdünken des Dienstleisters jede 
Woche quer durch die Republik geschickt wird? Oder gibt es welche, die 
mehr auf einen Standort festgelegt sind, sei es Stuttgart, sei es 
München, sei es woanders. Bei denen man nur in Ausnahmefällen ortsfern 
eingesetzt wird?

Und diejenigen, die sagen man würde schnell gekündigt, wenn zeitweise 
keine passende Aufgabe vorhanden ist, erklärt doch bitte mal, wie das 
rechtlich gehen soll? Die Firmen können wohl kaum am laufenden Band 
betriebsbedingt kündigen und gleichzeitig neue Leiharbeiter mit anderem 
Schwerpunkt neu einstellen.
Dies widerspricht auch der Erfahrung meiner ehemaligen Kommilitonen. Sie 
sagen, dass sie durchaus im ersten Jahr 1-2 Monate zuhause saßen bei 
vollem Gehalt. Fast alle wurden inzwischen übernommen.

Danke
Felix

von Peter Enis (Gast)


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Felix schrieb:
> erklärt doch bitte mal, wie das
> rechtlich gehen soll?

japanische kündigung. du darfst in einem raum ohne fenster und am pc 
ohne internet sitzen bist du verrückt wirst oder selber gehst. oder du 
unterschreibst aufhebenungsvertrag. es gibt 1000 möglichkeiten dich 
loszuwerden

von andi (Gast)


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Lötkolben schrieb im Beitrag #5903283:
> Mein Tipp (Wissenschaftlich belegt durch Analyse der Foren Beiträge):
>
> Mach eine Lehre als Maurer! Als ing verdient man nichts! Maurer hat
> Zukunft, denn Handwerk hat Gold (wenn nicht sogar Platin!) im Mund!

Hast du schon mal auf dem Bau gearbeitet? Anscheinend nicht, wenn du so 
einen Dünnpfiff rausbringst. Das ist ein Knochenjob.

Und, dass man als Ing nichts verdient, ist genau so ein Blödsinn. Die 
Frage ist natürlich, was man für ein Ing ist??? Ich kenne Ings, die, 
nach eigener Aussage, immer noch den gleichen Shunt-Widerstand benutzen 
und eine hochboderne Strom-Zange verschmähen und die als Mist abtun. Als 
Ing muss man immer am Ball bleiben und sich ständig weiter entwickeln. 
Wer sowas nicht kann und nicht will, sollt dann doch eher Maurer werden.

von ich bins (Gast)


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Zocker_55 schrieb:
>> Ansonsten: liebe Grüße an die altbekannten Anderen und den Finanzbrater,
>> die sich wie üblich in solchen Threads tummeln...
>
> Danke. Und ich bin auch zurück.
>
> Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Menschenskinder. Wo hast du gesteckt? Ich hatte dich glatt schon 
vermisst!

von Marx W. (Gast)


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Ingenieur schrieb:
> Felix schrieb:
>> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es
>> mitbekomme, sind dort einige ehemalige Studenten recht zufrieden.
>
> Wie bitte? Wo willst du das denn gehört oder gelesen haben? Hier im
> Forum jedenfalls ganz sicher nicht.

Hmm, ehemalige Studenten, kann ja sein das da ja auch studierte 
Personaldisponenten drunter sind die z.B. Wirtschafts-Ing. "gelernt" 
haben.

von Marten Morten (Gast)


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Felix schrieb:
> Mal Butter bei die Fische, worin unterscheiden sich Ferchau, Brunel,
> Hays, und was hier sonst noch genannt wurde oder in die gleiche
> Kategorie fällt?

An der Verpackung. Vom Konzept her sind die gleich. Das ist wie im 
Supermarkt (kennst du, ja?), wenn man vor dem Regal mit 
Kartoffelpüreepulver steht. Unterschiedliche Verpackung, manche mit 
Marke, unwesentlich unterschiedlicher Geschmack. Es bleibt Pulver.

> Ist es bei jedem so, dass man nach Gutdünken des Dienstleisters jede
> Woche quer durch die Republik geschickt wird?

Das ist nicht vorhersagbar. Der Sklavenhalter bedient vorhandene 
Nachfrage. Die kann jahrelang am gleichen Ort herrschen oder plötzlich 
wo anders. Der Sklavenhalter muss als Kunde nehmen was er bekommen kann.

> Und diejenigen, die sagen man würde schnell gekündigt, wenn zeitweise
> keine passende Aufgabe vorhanden ist, erklärt doch bitte mal, wie das
> rechtlich gehen soll?

Sehr einfach, betriebsbedingt. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsbedingte_K%C3%BCndigung

Mit der fehlenden passenden Aufgabe kann man wunderbar die fehlende 
Weiterbeschäftigungsmöglichkeit begründen. Das passt wie die Faust aufs 
Auge. Die anderen Hürden sind Kinderkram.

> Die Firmen können wohl kaum am laufenden Band
> betriebsbedingt kündigen und gleichzeitig neue Leiharbeiter mit anderem
> Schwerpunkt neu einstellen.

Natürlich nicht genau zeitgleich.

> Dies widerspricht auch der Erfahrung meiner ehemaligen Kommilitonen.

So viele?

> Sie
> sagen, dass sie durchaus im ersten Jahr 1-2 Monate zuhause saßen bei
> vollem Gehalt.

Die wurden nicht 'gebeten' zuerst ihren Jahresurlaub zu nehmen?

> Fast alle wurden inzwischen übernommen.

Dann ist doch alles gut. Wenn du es toll findest mach es.

Beitrag #5904040 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Felix (Gast)


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Ich habe langsam den Eindruck, alle die hier schreiben hätten gerne 
wenigstens einen Leiharbeitsjob und sind höchstgradig neidisch. Was ihr 
Miesepeter behauptet, widerspricht der Gesetzeslage ("Japanische 
Kündigung", Betriebsbedingte Kündigung mit vorsätzlichen 
Neueinstellungen, ...) und allem, was ich von Bekannten höre, die 
wirklich bei Ferchau untergekommen sind.

Spart euch doch euer Gelaber. Erfahrungsberichte interessieren mich 
schon. Und denkt dran, Lügengeschichten erkennt man daran, dass sie 
immer sehr einfallslos konstruiert sind und keine unerwarteten Details 
berichtet werden. Ihr seid also durchschaubar.

von Peter Enis (Gast)


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Felix schrieb:
> Ihr seid also durchschaubar

hast du dir schon mal die frage gestellt:
wenn Ferchau etc. so toll sind, warum arbeiten die leute die die stellen 
veröffentlichen nicht selber in den "tollen" projekte sondern suchen 
immer wieder neue opfer?!

von Marx W. (Gast)


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Marius schrieb:
> Das kann man so pauschal nicht sagen. Viele übersehen halt, das der sehr
> exportorientierten Deutschen Wirtschaft deutlich schwerere Zeiten
> bevorstehen als anderen Ländern.
Exportorientierung ist ja nicht schlecht, nur  ist in D-land der 
Fahrzeugbau zu dominierend. Mit E-Mobilität und vorallem selbstfahrenden 
Vehikel wird der Premium-Automobil-Bau Umbrüche erleben die keinen Stein 
auf dem anderen lassen werden.
> Hinzu kommen in Deutschland die
> schlechte Demographie, ungebildete Migration und geringe Vermögen.
> Deutschland ist kein reiches Land und wird bald merklich absteigen. Wenn
> man in einem solchen Szenario nicht schnell in einen Konzern unterkommt,
> indem man einen sicheren Job hat, eine gute Betriebsrente und mindestens
> die 80k damit man an der GRV Grenze das Maximum aus der Rente holt wird
> es im Alter sehr ungemütlich.
Ob der Konzern wirklich die Sicherheit bieten kann?
Da sollte man sich mal Siemens anschauen.
Noch 1989 hat Siemens weltweit ca. 430000 MA, davon waren fast 280000 in 
D-land beschäftigt.
2019  sind weltweit 379000 MA für Siemens tätig, davon vllt. 80-100 kMA 
in D-land.
Man kann sagen das 2/3 der Stellen in D-land bei Siemens verschwunden 
sind.

Beitrag #5904055 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5904091 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Felix schrieb:
> Fällt Ferchau auch in diesen Bereich, oder unterscheidet es sich
> positiv von anderen (wenn ja, inwiefern)?

Felix schrieb:
> Echt schwer, zu beurteilen, wer hier tatsächlich Insiderwissen hat, und
> wer nur Stammtischparolen weitergibt.

Mein Eindruck (der täuschen mag) ist, dass die meisten von denjenigen,
die hier am lautesten über Firmen wie Ferchau wettern, selber noch nie
dort gearbeitet haben. Mehr noch: Viele davon scheinen nicht einmal
berufstätig zu sein, sondern befinden sich noch im Studium oder sind
arbeitslos.

Ich selber habe mit Ferchau auch noch nichts zu tun gehabt, habe aber
einen Bekannten, der schon viele Jahre dort als Entwickler arbeitet und
sich dort nach eigener Aussage sehr wohl fühlt. Wenn er etwas zu meckern
hat, dann betrifft das nicht Ferchau, sondern den Konzern, zu dem er
abgestellt ist. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass er am Hungertuch
nagt, denn obwohl er als Alleinverdiener eine Familie mit zwei Kindern
versorgen muss, hat er ein eigenes Haus (Neubau, nicht zu klein),
zusätzlich eine (nicht von ihm selbst genutzte) Eigentumswohnung, zwei
Autos (beide als Neuwagen gekauft, davon eins für den Spaß, das andere
für die Familie) und gönnt sich auch sonst den einen oder anderen Luxus.
Wegen der Versetzung an einen anderen Standort den Wohnort wechseln
musste er noch nie.

Das ist jetzt zwar nur ein Beispiel von Tausenden und damit nicht
unbedingt repräsentativ, aber immerhin ein reales. Wer den Unterschied
zwischen diesem Arbeitsmodell und der Sklaverei nicht kennt, sollte
vielleicht einmal per Zeitmaschine ins Amerika des 18./19. Jahrhundert
für ein "Praktikum" auf einer Baumwollplantage zurückgeschickt werden
;-)

Lothar M. schrieb:
> Felix schrieb:
>> fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern unterkomme
> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
> Studiosen unbedingt "der Konzern"?

Das habe ich mich auch schon gefragt. Natürlich bringt die Anstellung in
einem Großkonzern einige Vorteile, die hier auch schon genannt wurden.
Wenn kurze Arbeitszeit bei überdurchschnittlicher Bezahlung die einzig
wichtigen Kriterien, dann ist so ein Job sicher genau das Richtige.

Dafür ist man als Ingenieur in solchen Firmen halt nur ein winzigkleines
Rädchen in einem riesengroßen Getriebe. Angesichts der Tatsache, dass
man einen großen Anteil seiner Lebenszeit bei der Arbeit verbringt, wäre
es mir persönlich etwas zu wenig, die Qualität der Tätigkeit nur auf den
Stundenlohn zu reduzieren, zumal man auch bei vielen Mittelständlern –
gute Leistungen und etwas Verhandlungsgeschick vorausgesetzt – sehr gut
verdienen kann. Ich schätze Lothar als jemanden ein, der, wenn er seinen
Chef um eine angemessene Gehaltserhöhung bittet, nicht sofort wieder vor
die Tür gesetzt wird :)

von Gerne auch (Gast)


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andi schrieb:
> Lötkolben schrieb:
>> Mein Tipp (Wissenschaftlich belegt durch Analyse der Foren Beiträge):
>>
>> Mach eine Lehre als Maurer! Als ing verdient man nichts! Maurer hat
>> Zukunft, denn Handwerk hat Gold (wenn nicht sogar Platin!) im Mund!
>
> Hast du schon mal auf dem Bau gearbeitet?
Ich: Ja.
> Anscheinend nicht, wenn du so einen Dünnpfiff rausbringst.
Er übertreibt natürlich maßlos, hat das auch schon vorher im 
Parallelthread gemacht und dabei einiges aus dem Zusammenhang gerissen:

Beitrag "Re: Ausbildung statt Studium"

> Das ist ein Knochenjob.
Kommt drauf an. Es ist auch einiges in dem Bereich passiert. Habe 
Bekanntschaft, die das macht. Manchen Leuten liegt das, anderen eben 
nicht. Die Arbeit kann schon hart sein, das stimmt, die Bezahlung ist 
aber durchaus in Ordnung, so wie mir berichtet wurde.

von Kastanie (Gast)


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Peter Enis schrieb:
> hast du dir schon mal die frage gestellt:
> wenn Ferchau etc. so toll sind, warum arbeiten die leute die die stellen
> veröffentlichen nicht selber in den "tollen" projekte sondern suchen
> immer wieder neue opfer?!

Selbst nach 3x lesen verstehe diesen post nicht.

von Gerne auch (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Felix schrieb:
>>> fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern unterkomme
>> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
>> Studiosen unbedingt "der Konzern"?
>
> Das habe ich mich auch schon gefragt.
Es liegt vielleicht eher an der massiven Werbung während des Studiums. 
Flyer, (Werbe-)Veranstaltungen, etc. Bei uns war ein Prof für sowas 
bekannt, mit VDI und Konzerngeschwurbel die Leute zu betören. Danach 
wollten natürlich einige dort rein. Mancher hat es wohl auch geschafft. 
Ist aber auch schon recht lange her.

von Ingenieur (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Dafür ist man als Ingenieur in solchen Firmen halt nur ein winzigkleines
> Rädchen in einem riesengroßen Getriebe.

Aber das ist doch ein weiterer Vorteil als Angestellter in einem 
Konzern. Ich will gar keine Riesenverantwortung als Läßt mit mir 
rumtragen, ich will vor allem eine interessante Arbeit in meiner Nische 
(bitte nicht "Mädchen für alles" wie in einer Klitsche üblich) und viel 
Geld. Beides ist im Konzern in der Regel gegeben.

von Ingenieur (Gast)


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Ingenieur schrieb:
> Läßt

Korrektur: Last

von Marius (Gast)


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Marx W. schrieb:
> Marius schrieb:
>> Das kann man so pauschal nicht sagen. Viele übersehen halt, das der sehr
>> exportorientierten Deutschen Wirtschaft deutlich schwerere Zeiten
>> bevorstehen als anderen Ländern.
> Exportorientierung ist ja nicht schlecht, nur  ist in D-land der
> Fahrzeugbau zu dominierend. Mit E-Mobilität und vorallem selbstfahrenden
> Vehikel wird der Premium-Automobil-Bau Umbrüche erleben die keinen Stein
> auf dem anderen lassen werden.
Exportorientierung bzw. Überschuss bedeutet auch Gläubiger in einer 
Überschuldeten Welt zu sein. Das bekommen wir nie wieder. Alleine die 
Target 2 Salden sind ungesichert und Zinslos und werden niemals wieder 
ausgeglichen. Wir verschenken unser Geld ins Ausland

> Ob der Konzern wirklich die Sicherheit bieten kann?
> Da sollte man sich mal Siemens anschauen.
> Noch 1989 hat Siemens weltweit ca. 430000 MA, davon waren fast 280000 in
> D-land beschäftigt.
> 2019  sind weltweit 379000 MA für Siemens tätig, davon vllt. 80-100 kMA
> in D-land.
> Man kann sagen das 2/3 der Stellen in D-land bei Siemens verschwunden
> sind.
Siemens ist ein super Beispiel. Hier kenne ich viele die deutlich älter 
sind als ich und mit goldenem Handschlag "entlassen" wurden. Mann muss 
sich um keinen der ehemaligen Siemens, Bayer oder sonstigen Grosskonzern 
Arbeitnehmern die gegangen wurden Sorgen machen. Die haben Abfindungen 
bekommen, da träumt jeder davon von denen mal gefeuert zu werden. Bei 
KMUs kommst du da lange nicht ran. Zudem Subventioniert die EZB seid 
einigen Jahren durch die Anleihen Käufe gerade die großen Unternehmen. 
Und ich wetter dass auch der Ankauf bald wieder erweitert wird ...

von Baldiger Trümmerhaufen Brd (Gast)


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Marius schrieb:
 Wir verschenken unser Geld ins Ausland

Wir verschenken auf den Punkt gebracht seit 1999 einen Großteil unserer 
Lebenszeit und Arbeitskraft. Mit ein Grund, warum trotz Rekordwirtschaft 
dieses Land in allen Ressorts vor die Hund geht und sich dort 
bestenfalls mit Griechenland und Co. vergleichen kann. Bis jetzt kann 
man es noch teilweise untern Teppich kehren, aber kein anderers Land wie 
Germoney steht auf so tönernen Füßen. Deshalb kann es schon bei wenigen 
ungünstigen Tiefschlägen passieren, dass man schon innerhalb von guten 5 
Jahren dieses Land nicht mehr wiedererkennen würde.

Beitrag #5904183 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ingenieur schrieb:
> bitte nicht "Mädchen für alles" wie in einer Klitsche üblich
Du als selbsterklärter eingefleischter "Konzernigenieur" kannst doch 
eigentlich gar nicht einschätzen, was man als Entwickler bei einem 
600-MA-Mittelstandsmaschinenbauer tatsächlich zu tun hat. Oder?

Und nach dem Wort zum Thema hier noch ein paar relevante Reaktionen 
auf das alltägliche Gejammer:

Karl schrieb:
> Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen. Ich habe
> gesicherte Informationen. Mehr darf ich hier nicht schreiben.
Würde ich auch nicht. Man blamiert sich so leicht, wenn das nicht 
eintrifft. Oder erst im Oktober...

Baldiger Trümmerhaufen Brd schrieb:
> aber kein anderers Land wie Germoney steht auf so tönernen Füßen.
... als ...

Marius schrieb:
> Die haben Abfindungen bekommen, da träumt jeder davon von denen mal
> gefeuert zu werden.
Sagt man sich abends am Stammtisch...

> Bei KMUs kommst du da lange nicht ran.
Ich will gar keine Abfindung wegen einer Massenkündigung. Ich will 
arbeiten. Am liebsten im Mittelstand.

Nachtrag: nur ein Name pro Thread.
Siehe die einfachen Nutzungsbedingungen

: Bearbeitet durch Moderator
von Zocker_55 (Gast)


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> Autor: ich bins (Gast)
> Datum: 11.07.2019 11:35

> Menschenskinder. Wo hast du gesteckt? Ich hatte dich glatt schon
> vermisst!

War im Ausland auf Inbetriebnahme. Der Rest auf Bewährung !

Zum Thema: Laßt doch die Finger von solchen Zockerbuden. Wenn dort 
keiner mehr hingeht gehen die alle ein wie die Primel.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Im Prinzip stellt die Zeitarbeit in allen ihren Varianten eine Form der 
prekären Beschäftigung dar, immer mit dem eingebauten Tritt nach 
draußen.

MfG

Beitrag #5904474 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Reinhard S. (rezz)


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F. B. schrieb:
> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.

48k bei deutlich weniger Arbeitszeit ist doch ne geile Sache.

Ingenieur schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
>> Studiosen unbedingt "der Konzern"?
>
> Vermutlich aufgrund von besseren Arbeitsbedingungen und gleichzeitig
> deutlich mehr Geld im Vergleich zu KMU oder Dienstleister.

Mehr Bürokratie und Verwaltung bei weniger Eigenständigkeit seh ich 
nicht als bessere Arbeitsbedingungen.

Marius schrieb:
> - Mehr Möglichkeiten für Aufstieg oder Wechsel in komplett anderen
> Bereich

Andere wechseln dann halt die Firma.

> - Höhere Job Sicherheit

Höhö.

> - Geringe Arbeitsbelastung, inbesondere wenn es mal in Richtung Familie
> geht ( man muss nicht als Skalve von Mo - Do/Fr durch die Republik
> reisen )
> - Eher das Gefühl etwas für die eigenen Firma zu schaffen, als irgendwo
> als Söldner eingesetzt zu werden
> - Bessere Möglichkeiten im Alter ( Teilzeit, höhere Abfindung durch
> lange Zugehörigkeit )

Das gilt Konzern vs. Dienstleister, aber gibt ja auch noch andere Jobs.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Karl schrieb:
> Spätestens im September wird
> eine Wirtschaftskrise beginnen. Ich habe gesicherte Informationen. Mehr
> darf ich hier nicht schreiben.

Aua.
Das tut so weh, daß ich mich gleich morgen krankmelden muß.

von Marius (Gast)


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Lothar M. schrieb:

> Marius schrieb:
>> Die haben Abfindungen bekommen, da träumt jeder davon von denen mal
>> gefeuert zu werden.
> Sagt man sich abends am Stammtisch...
Ich bin an keinem Stammtisch. Die Zahlen kennen ich jedoch, und für die 
damalige Zeit war das ein ziemlicher Haufen Geld. Zumal keiner gehen 
musste, viele sind bis heute noch bei Siemens

>> Bei KMUs kommst du da lange nicht ran.
> Ich will gar keine Abfindung wegen einer Massenkündigung. Ich will
> arbeiten. Am liebsten im Mittelstand.
Und du bist wirklich so naiv zu glauben, dass du das selbst entscheidest 
? Sorry, die Welt hat sich ein wenig geändert in den letzten 10 Jahren. 
Hat der Junior keinen Bock mehr wird der Laden an die Chinesen verkauft 
und zerlegt.

von Marius (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.
>
> 48k bei deutlich weniger Arbeitszeit ist doch ne geile Sache.
>
> Ingenieur schrieb:
>> Lothar M. schrieb:
>>> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
>>> Studiosen unbedingt "der Konzern"?
>>
>> Vermutlich aufgrund von besseren Arbeitsbedingungen und gleichzeitig
>> deutlich mehr Geld im Vergleich zu KMU oder Dienstleister.
>
> Mehr Bürokratie und Verwaltung bei weniger Eigenständigkeit seh ich
> nicht als bessere Arbeitsbedingungen.
>
> Marius schrieb:
>> - Mehr Möglichkeiten für Aufstieg oder Wechsel in komplett anderen
>> Bereich
>
> Andere wechseln dann halt die Firma.

Ja stimmt, ist ja immer total easy & und ohne finanzielle Aufwand bzw 
Risiko:
- Ggf. umziehen, Haus verkaufen und woanders neu kaufen, inklusive 
Kosten für Makler und Grunderwerbssteuer zudem Kinder inkl. sozialen 
Umfeld umpflanzen
- Oft Verlust des gesamten BaV AG Anteil ( meist bei < 5 Jahren dabei ), 
oder im neuen Unternehmen eine zu schlechteren Konditionen weil 
Garantiezinsen gesenkt wurden.
- Neue Probezeit
- Neues Netzwerk in der Firma aufbauen
- Geringere Betriebszugehörigkeit wenn es um Abfindungen geht

Kann man machen, einfacher und bequemer ist es allerdings einfach intern 
zu Wechseln. Und das ist leichter je grösser der Konzern ist

von Thomas (Gast)


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So ein Sklavenhändler war tatsächlich mal bei uns an der HS und wollte 
Werbung machen! LOL

Sie arbeiten bei uns 38.5 Stunden nach Vertrag, sind aber tatsächlich 40 
Stunden beim Kunden. Und zwar solange bis Sie einen Arbeitsmonat "Plus" 
auf dem Konto haben, danach können Sie wirklich die 38.5 Stundenwoche 
haben. Das Plus wird dann in Zeiten der fehlenden Kundenzuteilung 
abgebummelt! Gab von allen nur ein müdes Lächeln! Soll man also 
tatsächlich auch noch das unternehmerische Risiko des Sklavenhändlers 
übernehmen!

von Buppie's World (Gast)


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Thomas schrieb:
> So ein Sklavenhändler war tatsächlich mal bei uns an der HS und
> wollte
> Werbung machen! LOL
>
> Sie arbeiten bei uns 38.5 Stunden nach Vertrag, sind aber tatsächlich 40
> Stunden beim Kunden. Und zwar solange bis Sie einen Arbeitsmonat "Plus"
> auf dem Konto haben, danach können Sie wirklich die 38.5 Stundenwoche
> haben. Das Plus wird dann in Zeiten der fehlenden Kundenzuteilung
> abgebummelt! Gab von allen nur ein müdes Lächeln! Soll man also
> tatsächlich auch noch das unternehmerische Risiko des Sklavenhändlers
> übernehmen!

war zu meiner HS zeit genauso,
regelmäßig Ferschel, Brunehl und co, fleißig flyer verteilen, namhafte 
Kundenprojekte etc... warum ist das wohl so? ;-)

von Kloppo's Barbier (Gast)


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Felix schrieb:
> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es
> mitbekomme, sind dort einige ehemalige Studenten recht zufrieden. Fällt
> Ferchau auch in diesen Bereich, oder unterscheidet es sich positiv von
> anderen (wenn ja, inwiefern)?
>
> Besten Dank
> Felix

Felix = Bezahlter Forenpropagandist. Z.Z. wirbt ja Ferchau wieder auf 
allen Kanälen: YT, Web,... einfach überall poppt deren Werbemüll für 
ihre Scheissfirma auf. Ein bezahlter Forenkasper der hier 
Schleichwerbung verbreitet ist die Kirsche auf dem Scheisshaufen mit dem 
roten F.

Jetzt verpiss dich von hier und nerv uns nicht mit deinem 
Werbegeschwafel.

von Buppie's World (Gast)


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Kloppo's Barbier schrieb:

>
> Felix = Bezahlter Forenpropagandist. Z.Z. wirbt ja Ferchau wieder auf
> allen Kanälen: YT, Web,... einfach überall poppt deren Werbemüll für
> ihre Scheissfirma auf. Ein bezahlter Forenkasper der hier
> Schleichwerbung verbreitet ist die Kirsche auf dem Scheisshaufen mit dem
> roten F.
>


was verdient man so als "Forenpropagandist" ?

von Thomas (Gast)


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> Felix schrieb:
>> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es
>> mitbekomme,...

Wahrscheinlich bekommt der Felix nichts mehr mit oder will in dem 
Sauhaufen Ferchau nichts mitbekommen!

von Marx W. (Gast)


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Marius schrieb:
> Kann man machen, einfacher und bequemer ist es allerdings einfach intern
> zu Wechseln. Und das ist leichter je grösser der Konzern ist

Stimmt, aber auch da dürfte man um einen Umzug nicht rumkommen.

von Marx W. (Gast)


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Thomas schrieb:
> Gab von allen nur ein müdes Lächeln! Soll man also
> tatsächlich auch noch das unternehmerische Risiko des Sklavenhändlers
> übernehmen!

Das steht so im Tarifvertrag drin!
Die Gutstunden werden bei Nichteinsatz zuerst "abgebummelt".
Danach müßte der Verleiher aus eigener Tasche den Leiher "aushalten".
Was aber meist nicht  erfolgt, sondern die Kündigung ist dann immer die 
Normale Folge!

Beitrag #5905280 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5905323 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Elbi (Gast)


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Marx W. schrieb:
> Was aber meist nicht  erfolgt, sondern die Kündigung ist dann immer die
> Normale Folge!

Oder man wird auf unbezahlten Urlaub geschickt. Mit einem Kollegen von 
mir hatten sie das mal gemacht. Ist eigentlich nicht zulässig! Machen 
die aber so!

von Hossa! (Gast)


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Elbi schrieb:
> Marx W. schrieb:
>> Was aber meist nicht  erfolgt, sondern die Kündigung ist dann immer die
>> Normale Folge!
>
> Oder man wird auf unbezahlten Urlaub geschickt. Mit einem Kollegen von
> mir hatten sie das mal gemacht. Ist eigentlich nicht zulässig! Machen
> die aber so!

Was ne geile Nummer! Das heißt, man bekommt kein ALG1, weil man sich 
dann vom Arbeitgeber nur per Eigenkündigung lösen könnte und gesperrt 
würde. Man bekommt aber auch keinen Lohn mehr.

Und der AG schafft sich eine kostenlose Reservebank für Arbeitskräfte 
auf die er bei Bedarf jederzeit zugreifen kann.

von Markus K. (markus-)


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Hossa! schrieb:
> Elbi schrieb:
>> Oder man wird auf unbezahlten Urlaub geschickt. Mit einem Kollegen von
>> mir hatten sie das mal gemacht. Ist eigentlich nicht zulässig! Machen
>> die aber so!
>
> Was ne geile Nummer! Das heißt, man bekommt kein ALG1, weil man sich
> dann vom Arbeitgeber nur per Eigenkündigung lösen könnte und gesperrt
> würde. Man bekommt aber auch keinen Lohn mehr.

Wie Elbi schrieb: Das ist nicht zulässig. Da muss man dann halt zur Not 
vors Arbeitsgericht.

von Marx W. (Gast)


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Hossa! schrieb:
> Elbi schrieb:
>> Marx W. schrieb:
>>> Was aber meist nicht  erfolgt, sondern die Kündigung ist dann immer die
>>> Normale Folge!
>>
>> Oder man wird auf unbezahlten Urlaub geschickt. Mit einem Kollegen von
>> mir hatten sie das mal gemacht. Ist eigentlich nicht zulässig! Machen
>> die aber so!
>
> Was ne geile Nummer! Das heißt, man bekommt kein ALG1, weil man sich
> dann vom Arbeitgeber nur per Eigenkündigung lösen könnte und gesperrt
> würde. Man bekommt aber auch keinen Lohn mehr.
>
> Und der AG schafft sich eine kostenlose Reservebank für Arbeitskräfte
> auf die er bei Bedarf jederzeit zugreifen kann.

Würde es i.F.d.F nicht unbedingt negativ sehen. Wenn man  kein AlgI 
-anspruch hat. Da kann man schon mal durch sowas die Zwangs-KV der 
Krankenkasse umgehen. Und AlgII gibt`s ja auch nur wenn absolut nix mehr 
an Vermögenswerten vorhanden ist. Aber wenn man den Tarifvertrag der 
zeitarbeit durchliest, sind Zeiten ohne Einsatz durch den AG zu 
vergüten. Nur wird keine leiharbeitsbude sowas "anstreben".

von Dienstleister-Sklave (Gast)


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Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr über Dienstleister hergezogen 
wird. Gerade als Einsteiger kann man die ersten Jahre viel lernen. 
Gehalt ist tatsächlich nicht Bombe (~45k im Jahr bei 40h) im Vergleich 
zum OEM. Große Gehaltssprünge gibt es nicht. Bei meinem AG werden 
immerhin Überstunden mit Aufschlag vergütet. Mehr Gehalt gibt es nur 
wenn man Projektleiter/Bauteilverantwortlicher etc. wird oder  bei 
Linienverantwortung (z.B. Teamleiter). Linienverantwortung kann man 
bereits in jungen Jahren erhalten. Durch die hohe Fluktuation guter 
Leute (viele wechseln zum OEM) hat man nicht unbedingt große Konkurrenz, 
wenn man Karriere machen möchte.
Bevor man arbeitslos ist, also lieber ein paar Jahre zum Dienstleister. 
Im Bereich Maschinenbau sollte man sich jedoch in Richtung Koordination 
/ Projektleitung orientieren. Die Maschinenbau-Branche steht gerade am 
Beginn einer Krise, kann also sein, dass man nicht mal die Probezeit 
übersteht. Automobilbauer verkünden Verluste & haben Einstellungsstopp, 
geben weniger Aufträge an Zulieferer & Dienstleister, Firmen wie Mahle 
schließen ein deutsches Werk etc.

Wenn man über einen Dienstleister verliehen wird, hat man großes Glück. 
Als ANÜ (Arbeitnehmerüberlassung) beim Daimler bekommt man auch das 
entsprechende Gehalt. Bei uns melden sich die Leute freiwillig für den 
Verleih, weil man dann plötzlich je nach Berufserfahrung 6.000€ im Monat 
bekommt. Wenn man sich nicht zu blöd anstellt, bleibt man gleich bei 
Daimler.

von Franko Potento (Gast)


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Übertreibt die Wirtschaft ihr Gejammer über Engpässe?

Eindeutig ja !
Warum die Arbeitgeber mit der ewigen Lüge immer wieder durch ?


Hier wieder so eine Geschichte ....


Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht mindestens ein Unternehmer 
beklagt, vergeblich nach Personal zu fahnden. Dabei kann von einem 
Fachkräftemangel keine Rede sein – Unternehmen suchen einfach nicht 
richtig.

Die Entscheidung fiel ihm leicht, vielleicht zu leicht. Doch Martin 
Stegitz war überzeugt, das Richtige zu tun. So kann man sich täuschen. 
Alles sprach für ihn. Nach dem Studium der Verfahrenstechnik an der TU 
München plante er jahrelang Großanlagen für die Energie- und 
Chemiebranche und koordinierte deren Bau. Stegitz stieg schnell auf, 
verantwortete bis zu 100 Mitarbeiter und ein Budget im dreistelligen 
Millionenbereich. Als seine Stelle Anfang 2016 aufgrund einer 
Umstrukturierung wegfiel, zögerte er nicht lange. Stegitz unterschrieb 
einen Aufhebungsvertrag und kassierte 300.000 Euro Abfindung. Als 
Ingenieur mit Berufserfahrung und guten Referenzen, da war er sich 
sicher, würde er überall einen neuen Job finden.

Überqualifiziert oder zu teuer?
Doch auf die Euphorie folgte die Ernüchterung. Stegitz, der seinen 
richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, schrieb eine 
Bewerbung nach der anderen – erfolglos. Irgendwann dämmerte ihm, warum 
viele Unternehmen über zu wenig qualifiziertes Personal klagen: „Sie 
suchen nach der Eier legenden Wollmilchsau.“ Immer wieder bekam er zu 
hören, er sei überqualifiziert – für Stegitz eine euphemistische.......




https://www.wiwo.de/erfolg/management/fachkraeftemangel-der-fachkraeftemangel-ist-ein-mythos/20504844.html

von Franko Potento (Gast)


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Das ist der wahre Grund:

Zitat:
Und tatsächlich gibt mancher Personaler auch zu, dass der Mythos vom 
Fachkräftemangel die eigene Reputation retten könne – als Ausrede für 
all diejenigen, die offene Stellen nicht schnell genug besetzen können. 
Auch für Personaldienstleister gibt es kein besseres Verkaufsargument 
als knappe Arbeitskräfte.

https://www.wiwo.de/erfolg/management/fachkraeftemangel-der-fachkraeftemangel-ist-ein-mythos/20504844.html

von Böser Onkel (Gast)


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Franko Potento schrieb:
> Doch auf die Euphorie folgte die Ernüchterung. Stegitz, der seinen
> richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, schrieb eine
> Bewerbung nach der anderen – erfolglos. Irgendwann dämmerte ihm, warum
> viele Unternehmen über zu wenig qualifiziertes Personal klagen: „Sie
> suchen nach der Eier legenden Wollmilchsau.“ Immer wieder bekam er zu
> hören, er sei überqualifiziert – für Stegitz eine euphemistische.......

Das ist nur Aberglauben.

Wer abgefunden wurde, dem haftet der Makel der Geldgier an seinen
Händen und Geld ist der Wirtschaft heilig.
Ziel der Wirtschaft ist, die Menschen knapp bei Kasse, also gerade
mal so vom Niveau auskömmlicher Einkommen zu halten und damit so
abhängig, als wäre der Arbeitgeber der liebe Gott persönlich.
Was der AG selbst verdient ist fast überall geheim, aus gutem
Grund. Wer seinen Laden ab besten kontrolliert, verdient auch am
meisten.

Woher die beworbenen Arbeitgeber das mit der Abfindung wissen?
Na durch die Arbeitszeugnisse mit den Kontaktangaben zum letzten 
Arbeitgeber. Einfach mal anrufen und sich das Zeugnis bestätigen
lassen und schon wird ganz nebenbei erwähnt, dass der Gehaltssklave
satt abkassiert hat. Einige Arbeitgeber interessieren sich nämlich
ziemlich heiß dafür, warum ein Mitarbeiter gegangen wurde. Der meist
letzte Satz im Arbeitszeugnis verrät es dem Leser nämlich.
So einen will man natürlich nicht haben, auch wenn solche 
Vertragsaufhebungsgeschichten in der Regel an Managementfehlern
liegen, was natürlich keiner von denen zugeben will.
Man könnte ja auch Betriebsbedingt kündigen, aber das wäre Juristisch
kaum durchzusetzen, wenn man da nicht gleich eine ganze Abteilung
oder Firma platt macht.

von Markus B. (markus3001)


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Wenn eine Wirtschaftsflaute herrscht, werden Leiharbeiter zuerst 
gekündigt. Die Stammmitarbeiter mit Tarif sind "gerettet".
Wenn die Wirtschaft nach ca. einem Jahr hochkommt, ist der Leiharbeiter 
mit einem Jahr Arbeitslosigkeit die "hervorragende" Arbeitskraft?

Kann das funktionieren?

von Ich schon wieder (Gast)


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Markus B. schrieb:
> Wenn die Wirtschaft nach ca. einem Jahr hochkommt, ist der Leiharbeiter
> mit einem Jahr Arbeitslosigkeit die "hervorragende" Arbeitskraft?
>
> Kann das funktionieren?

Der ist nicht mehr so gut brauchbar, weil zu lange aus dem Job, wenn nur 
zu deutlich niedrigeren Löhnen.

Sonst ist das die übliche Vorgehensweise.

von Walter K. (walter_k488)


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Leiharbeit ist: "Ausbeutung des Menschen durch den Menschen"!

Nirgends kann in der BRD einfacher Geld verdient werden, als in diesem 
Sklavenhandelsbereich - ausser vielleicht noch bei Börsenspekulationen, 
Spielbanken und bei Drueckerkolonnen, die Presse-Abos an Omas verkaufen, 
damit eine handvoll Milliardärsfamilien (Springer, Mohn, Augstein etc) 
noch reicher und deren Söhne und Enkel als Salonkommunisten noch linker 
(Jakob Augstein) werden koennen  !

Nirgends ist das Systemversagen der BRD-Legislative deutlicher sichtbar,
als bei den Gesetzen, die die Leiharbeit regeln.

Nirgend ist die Verflechtung des Styaates mit dem semikriminellen Milieu 
offensichtlicher als hier.
( Arbeitsagenturen versorgen die Leiharbeitsfirmen mit Sklaven - und 
subventionieren diese Firmen mit Prämienzahlungen )

Nirgends ist der Abstand zwischen der BRD und vergleichbar 
industrialisierten europaeischen Ausland signifikanter als in diesem 
Bereich.
Beispiel: Während in andren Ländern seit Jahren "Equal Pay" per Gesetz 
vorgeschrieben ist und Leiharbeiter genau soviel verdienen wie ihre 
festangestellten Kollegen (z.B. Oesterreich) - ist die BRD Realität die, 
dass einige wenige grosse Konzerne und Firmen dies freiwillig tun - aber 
die Mehrzahl der Leiharbeiter ( aufgrund eigener Tarifverträge, die dann 
für einfache Tätigkeiten Tariflöhne knapp über dem gesetzlichen 
Mindestlohn festlegen ) oftmals 20% bis 30% weniger als ihre Kollegen 
verdienen!
Warum hat die SPD das so genmacht? Das war ganz einfach Tribut der SPD 
an die Gewerkschaften. Die haben jetzt viele Leiharbeitsmitglieder, 
koennen Tarifverträge aushandeln etc. - dass aber ihre Mitglieder 
dadurch bis zu einem Drittel weniger verdienen, als bei einem 
"Equal-Pay-Gesetz" das fuer Alle ohne Ausnahmen gelten wuerde, nun ja 
das sind eben leichte Kollateralschaeden unter Genossen... die 
spätestens beim gemeinsamen Singen von Arbeiterliedern keine Rolle mehr 
spielen!

von A. S. (achs)


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Felix, das Gehalt in ZA ist in Summe halbiert, wenn man alles rechnet.

Glücklich sind nur die, die übernommen werden
und jene, die rein menschlich nirgendwo hinpassen 
(Dunning-Kruger-Überflieger) und alle paar Monate woanders sind.

ZA-Ingenieure bleiben mehrere Monate oder Jahre bei uns, die müssen ja 
auch eingearbeitet werden. Wenn dann gekürzt wird, sind die weg, ohne 
Abfindung und BR.

Wenn nichts neues da ist, musste einer zu stupider "Weiterbildung" zu 
festen Zeiten irgendwo sein, nix mit zuhause, Gleitzeit oder so. Nach 
Jahresurlaub und Überstunden. Wenn nach 6 Wochen nix da ist, wird 
gekündigt.



Franko Potento schrieb:
> Aufhebungsvertrag und kassierte 300.000 Euro Abfindung

Dann hätte er auch ein Gehalt von 200.000 oder so, sprich: wenn er nicht 
bei der boomenden Konkurrenz unterkommt, gibt es keinen Markt. Er ist 
weder flexibler Entwickler, noch fängt er als Projektleiter mit 5MA und 
80k irgendwo an.

von René H. (mumpel)


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Walter K. schrieb:
> "Equal-Pay-Gesetz"

Das würde in DE m.E nicht funktionieren. Es gibt zuviele Schlupflöcher 
in anderen Gesetzen  Und es gibt keine Kontrollen, die kann man auch 
nicht einführen ohne das es wieder eine endlose Datenschutzdiskussion 
gibt.

von Ohje (Gast)


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Felix schrieb:
> Zeitarbeit wird ja häufig auch als "Sklavenhandel" bezeichnet. Klar ist
> es nicht schön, wenn man alle paar Wochen am anderen Ende von
> Deutschland eingesetzt wird und auch schlechter bezahlt ist als die
> Festangestellten.

Kaum ein Mitarbeiter wuerde das mitmachen. Erst recht kein aktuell 
begehrter Softwareentwickler. Die lehnen oftmals schon eine einwoechige 
internationale Dienstreise ab.
Theoretisch packen sich IAV, EDAG, FEV diese Klausel in die 
Arbeitsvertraege, aber weil vor allem die guten Leute ihnen sofort 
weglaufen wuerden, macht keiner davon gebrauch.

Und wer einen 40k-65k Bruttogehalt zahlenden Dienstleister mit einem 
Sklavenhaendler vergleicht, dem mangelt es offenbar nicht nur an 
Feingefuehl, sondern auch an Geschichtswissen. Falls die 
Konzentrationsfaehigkeit und der Durchhaltewille kein Buch zulassen, 
schau dir einen Film wie "12 years a slave" an.

von Walter K. (walter_k488)


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Was würde denn passieren, wenn Leiharbeit ausnahmslos verboten würde?

Klar, die Interessenverbände würden hunderttausende zusätzliche 
Arbeitslose prognostizieren - genau wie bei Einführung des gesetzlichen 
Mindestlohnes, als Arbeitgeberverbände und deren hörige Parteien 
mindestens 400.000 zusätzliche Arbeitslose vorhersagten.
Unsere stromlinienförmigen Staats-und Verbände-hörigen privaten und 
öffentlich -rechtlichen Medien würden diese Horrorszenarien genussvoll 
unters Volk bringen ... und dann bei Nichteintreten der Katastrophe 
lieber andere Säue durch die Dörfer treiben, als den Verantwortlichen 
Ihren Schwachsinn um die Ohren zu hauen.

Und was würde die Wirtschaft machen? Nun, die müsste dann halt die 
Mitarbeiter selbst einstellen, die dann nicht mehr aus der Leiharbeit 
geordert werden können... und ja, dafür gibt es sogar passende Rahmen, 
nämlich zeitlich befristete Arbeitsverträge!

von AVR (Gast)


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Walter K. schrieb:
> Was würde denn passieren, wenn Leiharbeit ausnahmslos verboten würde?

Dann würden die Unternehmen ihre Anforderungen an ihre "heiligen" 
Stellenangebote in die Höhe schrauben.

Beitrag #6085969 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6085974 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mark B. (markbrandis)


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Karl schrieb:
> Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen.

Ach ja? Wo ist sie denn, die Krise?

von Markus B. (markus3001)


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AVR schrieb im Beitrag #6085974:
> Wende 2.0 schrieb im Beitrag #6085969:
>> Meine Lohnsklaven sollen froh sein dass sie überhaupt einen Job
>> haben
>
> Ist das Update zu Wende 2.1 bei dir gescheitert?

Bei plötzlichen Projektende wegen Budgetmangel muss der DL schnell eine 
neue Tätigkeit für den Leiharbeiter (bei weiterer Gehaltszahlung) 
finden. Der Stammmitarbeiter geht beruhigt nach Hause zum Feierabend.
Equal pay ist praktisch abgeschafft worden und kann nur noch über 
Gehaltserhöhung mittels Jobhopping kompensiert werden.

von Qwertz (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Karl schrieb:
> Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen.
>
> Ach ja? Wo ist sie denn, die Krise?

Typische Taktik der Schwarzmaler ist es, dann einfach immer wieder einen 
neuen Termin in der Zukunft zu nennen, und irgendwann haben sie dann mal 
recht und können davon schwadronieren, dass sie es doch vorhergesagt 
haben.

Beitrag #6086192 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ich schon wieder (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Ach ja? Wo ist sie denn, die Krise?

Die ist bereits da!

STEFAN HARTUNG IM INTERVIEW
Bosch-Manager bereitet Belegschaft auf weiteren Stellenabbau vor
Quelle: 
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/stefan-hartung-im-interview-bosch-manager-bereitet-belegschaft-auf-weiteren-stellenabbau-vor/25254320.html?ticket=ST-39639259-qCVoEh5C3XdqAJeKKOKb-ap1

Es geht um Bosch, einer der sichersten Arbeitsplätze!

Quelle Handelsblatt!

Keine BLÖD, FOCUS, Spiegel online, ..

Die Krise kommt!
Ob nun 2020 oder erst 2025.
Je länger es dauert, desto heftiger wird es.


> Walter K. schrieb:
>> Was würde denn passieren, wenn Leiharbeit ausnahmslos verboten würde?

Dann wird das ganze ausgelagert in den Bereich Werkverträge.

Zeitarbeit ist nichts schlechtes, nur was daraus gemacht wurde.
Statt hochflexibel und dadurch gut bezahlt, eher hochflexibel und 
praktisch der Arsch vom Dienst ist.

von Heinz4711 (Gast)


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Vielleicht sollen die Leute doch erst mal etwas arbeiten bevor Sie 
anfangen von Sklavenhandel/ANÜ zu reden.
Ohne mal ein paar Wochen 60-80h am Stück gearbeitet zu haben kann man 
das doch gar nicht verstehen.

Ich finde es in DE so langsam grotesk, dass immer mehr über zu viel 
Arbeit gejammert wird und jeder nur seinen Hintern in den am besten 
vorgeheizten Sessel drücken möchte. Kein Wunder geht es mit dem Land nur 
noch bergab. Da reicht schon die eigene Schwerkraft.

von TAZ (Gast)


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Heinz4711 schrieb:
> Ich finde es in DE so langsam grotesk, dass immer mehr über zu viel
> Arbeit gejammert wird und jeder nur seinen Hintern in den am besten
> vorgeheizten Sessel drücken möchte. Kein Wunder geht es mit dem Land nur
> noch bergab. Da reicht schon die eigene Schwerkraft.

...sagt bestimmt ein IGM Kuschelbär

von Michael Balllsack (Gast)


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Heinz4711 schrieb:
> Vielleicht sollen die Leute doch erst mal etwas arbeiten bevor Sie
> anfangen von Sklavenhandel/ANÜ zu reden.
> Ohne mal ein paar Wochen 60-80h am Stück gearbeitet zu haben kann man
> das doch gar nicht verstehen.
>
> Ich finde es in DE so langsam grotesk, dass immer mehr über zu viel
> Arbeit gejammert wird und jeder nur seinen Hintern in den am besten
> vorgeheizten Sessel drücken möchte. Kein Wunder geht es mit dem Land nur
> noch bergab. Da reicht schon die eigene Schwerkraft.

OK, Boomer.

von Markus (Gast)


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50 % unserer Abteilung waren früher auch ANÜs. Manche waren sogar 20 
Jahre beim DL und wurden mit 45 intern.

Und auch sonst waren 80 % aller Kollegen früher entweder ANÜs oder WVTs. 
Die restlichen 20 % sind Stallgeruch-Studenten, Seit-20-Jahren-MA und 
Dr.Ings die von extern kamen.

Fazit: 2-3 Jahre kann man das machen. Wenn du Realist genug bist und 
dich selbst gut einschätzen kannst, wirst du dann wissen, ob du es 
verdient hast, intern zu werden oder nicht. Wenn nicht, ist das doch 
auch gut. Hast 3 Jahre BE beim OEM. Bewirbst dich deutschlandweit bei 
allen OEMs und Tier1 extern und wirst garantiert irgendwo landen.

Beim DL kann man nur arbeiten, wenn man kein Interesse an der Arbeit 
hat, man 2 h von 8 h arbeiten will und Rest surfen und Amazon shoppen 
(ich persönlich hasse es wie die Pest nichts zu tun zu haben und gehe 
dann dementsprechend nach Hause und habe schon Minus 30 Stunden) und 
keinen stolz hat sich wie einen Sklaven zu behandeln (Ärger wenn du Mal 
um 10 beim Kunden vor Ort da bist, weil die Ausschreibung besagt dass 
man von 8-16 Uhr da sein muss, helpdesk zB) und wenn du familiär 
gebunden bist und der DL vor der Haustür ist und du keinen Druck hast.

von Zocker_56 (Gast)


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> Karl schrieb:
> Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen.

Sehe ich auch so.

Schließlich haben wir jedes Jahr einen September.

von Ohje (Gast)


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Lagarde hat doch schon gesagt, dass der Niedrigzins sich 2020 nicht 
aendert. Das heisst auch, dass die Unternehmen weiterhin keine Probleme 
mit der Refinanzierung haben werden. Scholz haelt weiterhin an der 
schwarzen Null fest. Es wird also noch Jahre dauern bis es kracht.

von Dennis (Gast)


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Ich lese hier seit vielen Jahren schon mit in diesem Forum.
Und natürlich tummelt sich hier nur die Elite Deutschlands. Das weiß man 
als mehrjähriger Mitleser dieses Forums.

Nur leider ist die Realität manchmal anders, als dass es die Elite 
wahrzunehmen vermag.

Ich selbst arbeite auch in einem, der hier sehr oft genannten, 
Dienstleister-Unternehmen und das auch schon seit vielen Jahren.

Im Laufe meines Berufslebens habe ich viele verschiedene Unternehmen 
kennenlernen dürfen. Von "Klitschen", über guten mittelständischen 
Unternehmen bis hin zum Konzern. Prinzipiell war alles dabei.
Und es gab dabei nur ein Unternehmen, bei dem ich auch tatsächlich von 
meiner Seite freiwillig oder sogar sehr gerne fest eingestiegen wäre.
Auf der anderen Seite, gab es aber auch Unternehmen, die einen 
übernehmen wollten, man selbst es aber keinesfalls wollte. Und das kann 
dabei ganz vielseitige Gründe haben:
Z.B Betriebs- bzw. Abteilungsklima, technologische Gründe und vor allem 
aber auch die finanziellen Aspekte.
Es wird sich hier niemand vorstellen können, aber es gibt einen richtig 
großen Prozentsatz an externen MA, die schon mehrere Übernahmeangebote 
bekommen haben, aber diese nie angenommen haben. Schwer vorstellbar für 
die Elite. Aber so ist tatsächlich auch die Realität. Wenn man sich auch 
mal mit externen MA von entsprechenden Firmen unterhalten würde, würde 
man sicher auch mal darüber mehr erfahren können, warum das so ist.

Zum finanziellem Thema sei gesagt, dass es ein Trugschluss ist, dass 
externe MA immer weniger verdienen als interne MA. Das wissen 
erfahrungsgemäß die Internen nicht mal.
In einem Konzern bzw. im Disneyland-IGM (im entsprechedem Tarif) mag das 
auf jeden Fall so sein, sofern man auch die Arbeitsstundenzahl 
entsprechend berücksichtigt etc.. Darüber muss man gar nicht 
diskutieren. Aber wenn als Vergleich die "Klitschen" oder kleineren 
mittelständischen Unternehmen heranzieht, gibt es sehr große 
Diskrepanzen. Und das ganz klar zu Gunsten des externen MA.
Nun arbeitet aber auch nicht jeder im Konzern oder im Disneyland IGM.
Ich glaube diese Thematik ist den meisten hier völlig unbekannt.
Vielleicht sollte man nicht immer nur einfache Tariftabellen im Bereich 
Zeitarbeit heranziehen, denn die entsprechen nicht im geringsten immer 
dem tatsächlichen Gehalt oder Lohn. Und dabei meine ich nicht mal die 
steuerrechtlichen Vorteile bei der Lohnsteuererklärung oder die 
steuerfreie Reisekostenpauschale. Aber auch diese Dinge müssen 
berücksichtigt werden, zusätzlich noch.

Auch werden hier sämtliche DL-Unternehmen immer aneinander gereiht in 
einer Aufzählung. Das sagt aus meiner Sicht auch schon alles über die 
wirklich Unwissenden aus. Im Prinzip verfolgen zwar alle DL das gleiche 
Ziel bzw. sie erwirtschaften alle mit der gleichen Masche Geld. Und 
klar, ist das Geld, welches sie mit dem MA erwirtschaften immer 
wichtiger als der MA selbst. Das ist bei vielen "normalen" Unternehmen 
allerdings auch so.
Aber dennoch gibt es wirklich sehr große Unterschiede zwischen diesen 
Firmen. Hier gibt es z.B. große finanzielle Unterschiede, aber auch in 
der Art und Weise, wie man mit seinen MA umgeht. Thema projektlose Zeit. 
In vielen DL-Unternehmen wird man dann direkt vor die Tür gesetzt, und 
in Anderen kann man auch schon mal 3-4 Monate bezahlt zu Hause sitzen um 
auf seinen nächsten Einsatz zu warten.
Auch das man generell in der ganzen BRD eingesetzt wird, trifft einfach 
nicht auf allen zu.

Ich möchte die DL-Branche auch nicht höher hängen als sie ist.
Jedem sollte klar sein, dass sie mit Ware, in dem Fall die MA, Geld 
verdienen wollen. Das ist nun mal das Konzept.
Ich würde auch jedem empfehlen lieber in einen Konzern oder in ein 
Disneyland-IGM-Unternehmen zu gehen.
Aber die meisten haben in bestimmten Regionen niemals im Leben die 
Chance darauf.
Wissen die Leute hier, wie es ist in kleineren Unternehmen unter 
Dauerstress zu arbeiten? Bis 22 Uhr, generell Samstags zu arbeiten alles 
ohne Zuschläge, 50h-Woche, Weihnachtsurlaub gestrichen etc pp?
Nur weil man das alles nicht kennt, oder das Glück hat nicht in solchen 
Unternehmen tätig zu sein, heißt das nicht, dass dies auch oft die 
Realität ist. Auch im ING-Bereich.

Aber die Sichtweisen sind hier in diesem Forum immer sehr eingeschränkt.
Es gibt hier nur schwarz und weiß. Oder wer es nicht in einen Konzern 
schafft, der ist halt selbst schuld....

Was man aber auch erwähnen muss, dass insbesondere im 
Maschinenbau-Bereich die Lage sehr sehr schwierig ist. Und das bekommen 
meist die externen MA als erstes mit. Wenn also jemand 10 Jahre bei 
einem DL war, immer vor seiner Haustüre gearbeitet hat, und auch 
häufigere längere Standzeiten hat, muss aktuell vermehrt damit gerechnet 
werden, dass doch durch die BRD gereist werden muss, oder er halt 
gekündigt wird, oder ein Aufhebungsvertrag vorgelegt bekommt.
Die Lage ist schwieriger als zuvor. Aber welche Firma kann es sich auch 
leisten MA zu beschäftigen, wenn keine Aufträge mehr vorhanden sind.

Alles hat seine Vor- und Nachteile, wie so oft im Leben.
Aber für die meisten User hier der Elite, hat nur ihre eigene 
Wahrnehmung Realität.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Ohje schrieb:
> Lagarde hat doch schon gesagt, dass der Niedrigzins sich 2020 nicht
> aendert. Das heisst auch, dass die Unternehmen weiterhin keine Probleme
> mit der Refinanzierung haben werden. Scholz haelt weiterhin an der
> schwarzen Null fest.

Das  Problem sind nicht die Unternehmer. Das Problem ist, dass die 
Kaufkraft weiter Schichten in der Bevölkerung nicht reicht, um die 
Produkte der Firmen zu kaufen.
Würde in Berlin nicht im Zeichen der Raute regiert, wäre vllt. in D-land 
und der EU die wirtschaftliche Entwicklung besser.
Da wir aber uns mehr im Klein-Klein Grüner Staatsökonomisten abkämpfen 
wird es auch in Zukunft nix mit einem Aufschwung in der EU. Eher werden 
wir in einer Stagflation landen in der die Vermögenswerte immer neue 
Preishöhn erreichen, und die Arbeitslosigkeit stetig zunimmt!
Die Geldschwemme in der €-Zone hat schon seine Gründe, und resultiert 
aus einer Verzweiflung  der EZB über ignorante politische 
Führungscliquen.

> Es wird also noch Jahre dauern bis es kracht.

Irgendwie krass wie manche hier es nicht erwarten können bis es 
ökonomisch "BUM" macht.
Das sie "SELBST" dann weggeblasen werden, können sie mangels neuronaler 
"Masse" offenar sich nicht vorstellen.

Ich bin def, nicht scharf auf das ökonomische Armageddon was dann kommt.

von Marten Morten (Gast)


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Dennis schrieb:
> Ich

Das Thema KMU vs. DL wurde hier oft genug durchgekaut. KMUs können 
knuppelhart sein, das ist nichts neues. Gerade Maschinenbau-KMUs in der 
Pampa können extrem sein, da sie oft projektbezogene und individuelle 
Aufträge haben. Beim Verkauf müssen gegenüber dem Kunden oft 
Zugeständnisse gemacht werden, die später von der Belegschaft ausgebadet 
werden müssen. Ich kenne Leute, die haben im Ausland erst im Anzug dem 
Kunden etwas verkauft, dann den Blaumann angezogen und wochenlang bis 
Mitternacht auf einer abenteuerlichen Baustelle irgendwelche Apparate 
installiert, die sie selber verkauft hatten. Ein Automotive OEM 
Ingenieur wäre da sofort umgekippt und in die Klapse geliefert worden.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Marten Morten schrieb:
> Ein Automotive OEM
> Ingenieur wäre da sofort umgekippt und in die Klapse geliefert worden.

Der hätte eher zum weinen angefangen und nach seiner Mama geschrien. 
Oder gleich den Satz rausgelassen:"Das sag ich alles meinem 
Betriebsrat!"

Bei so einem Automotive OEM ist  der  Betriebsrat für fast alles 
Zuständig und wird jede Entscheidung erst nach Genehmigung durch diesen 
umgesetzt. Von der größe der Klo-Schüssel bis zur Auswahl der 
Büro-Pflanzen reicht da das Aufgabengebiet.

von Ohje (Gast)


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Marten Morten schrieb:
> Ein Automotive OEM Ingenieur wäre da sofort umgekippt und in die Klapse
> geliefert worden.

Was denkst du wer die Werke der deutschen Zulieferer und OEMs dort 
hochgezogen hat? Wenn sich nur ein Softwareentwickler fuer den 
Fachbereich findet, muss er logischerweise auch andere Arbeitspakete 
uebernehmen. Das ist aber kein Problem, weil gewoehnlich nur Leute die 
ohnehin mehr Verantwortung und Karriere wollen zwischenzeitlich ins 
Ausland gehen. 1 Jahr in Fernost ist wie 5 Jahre in Deutschland.

von Ohje (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> Bei so einem Automotive OEM ist  der  Betriebsrat für fast alles
> Zuständig und wird jede Entscheidung erst nach Genehmigung durch diesen
> umgesetzt. Von der größe der Klo-Schüssel bis zur Auswahl der
> Büro-Pflanzen reicht da das Aufgabengebiet.

Im Ausland hat der deutsche BR nichts zu melden.

von Marten Morten (Gast)


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Ohje schrieb:
> Marten Morten schrieb:
>> Ein Automotive OEM Ingenieur wäre da sofort umgekippt und in die Klapse
>> geliefert worden.
>
> Was denkst du wer die Werke der deutschen Zulieferer und OEMs dort
> hochgezogen hat? Wenn sich nur ein Softwareentwickler fuer den
> Fachbereich findet, muss er logischerweise auch andere Arbeitspakete
> uebernehmen. Das ist aber kein Problem, weil gewoehnlich nur Leute die
> ohnehin mehr Verantwortung und Karriere wollen zwischenzeitlich ins
> Ausland gehen. 1 Jahr in Fernost ist wie 5 Jahre in Deutschland.

Die KMU Kollegen sind nach 2 3 Wochen zurück in die deutsche Pampa 
gekommen und haben direkt wieder im Büro Überstunden gekloppt. Karriere 
gibt es da nicht.

von Claus W. (claus_w)


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... "knuppelhart, das trifft es!

David gehört eigentlich Gottes erstem Volk an, das in Jerusalem seit 
langer Zeit "die stärkeren Waffen" hat. Im Falle der temporary workers, 
kurz TEMPS, besiegt nun der stärkere Goliath den schwächeren David durch 
List. Goliath ist die Leihbude und David ist der TEMP, was in Jerusalem 
nicht vorkommen darf, weil man dort den Rückhalt der eigenen Leute 
braucht (in Kennzeichen D aber nicht). Goliath "hilft" dem David (der ja 
dringend eine neue Herausforderung sucht) und will ihm in der 
Gesellschaft wieder Anerkennung verschaffen. Im Arbeitsvertrag schreibt 
er: "§§ für Arbeitsort und -zeit. Vergisst aber für den Ort einen 
Städtenamen einzutragen. Das ist nun auch sein ganzer Trick, denn mit 
einem Tarif über 20,50 € die Stunde kann er sonst nicht mehr viel holen.

von Ohje (Gast)


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Marten Morten schrieb:
> Die KMU Kollegen sind nach 2 3 Wochen

In 2-3 Wochen kann man im Ausland aber auch nicht viel schaffen. In der 
Zeit steht keine neue Linie und niemand ist eingearbeitet. Das reicht 
vielleicht um etwas zu reparieren.

von Dennis (Gast)


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Marten Morten schrieb:

> Das Thema KMU vs. DL wurde hier oft genug durchgekaut. KMUs können
> knuppelhart sein, das ist nichts neues. Gerade Maschinenbau-KMUs in der
> Pampa können extrem sein, da sie oft projektbezogene und individuelle
> Aufträge haben. Beim Verkauf müssen gegenüber dem Kunden oft
> Zugeständnisse gemacht werden, die später von der Belegschaft ausgebadet
> werden müssen. Ich kenne Leute, die haben im Ausland erst im Anzug dem
> Kunden etwas verkauft, dann den Blaumann angezogen und wochenlang bis
> Mitternacht auf einer abenteuerlichen Baustelle irgendwelche Apparate
> installiert, die sie selber verkauft hatten. Ein Automotive OEM
> Ingenieur wäre da sofort umgekippt und in die Klapse geliefert worden.

Ja, genauso ist es.
Diese Art von Unternehmen arbeiten projektbezogen und können sich 
insbesondere nur durch individuelle Aufträge gegenüber der viel größeren 
Konkurrenz durchsetzen bzw. ansatzweise mithalten. Was der Vertrieb dem 
Kunden verkauft (dem Vertrieb bleibt aber auch nichts anderes übrig um 
zu überleben), muss die Belegschaft mittels Termindruck ausbaden. Das 
geht dann oftmals nur mit Überstunden, oder man arbeitet nicht mehr so 
"sauber". Insbesondere letzteres kann für den MA auch herbe Konsequenzen 
mit sich tragen.
Das trifft einen externen MA gar nicht so doll, wie in dem Fall einen 
internen MA.
Zu sagen die MA eines DL sind alle "Sklaven" und werden ausgebeutet, was 
wird dann erst mit den MA der beschriebenen Firmen gemacht?
Die werden verbraucht und dann auch vor die Türe gesetzt. Und das dann 
eben auch mitten in der PAMPA.
Kann jeder selbst beurteilen, welches für ihn der bessere und gesündere 
Weg ist.

von Ohje (Gast)


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Dennis schrieb:
> Insbesondere letzteres kann für den MA auch herbe Konsequenzen mit sich
> tragen.

Ist das so? Sitzt Irgendwer von Boeing im Knast fuer hunderte Tote?

Oder fuer wegen Spaghetti Code unbeabsichtigt beschleunigende Fahrzeuge 
von Toyota? 
http://www.safetyresearch.net/blog/articles/toyota-unintended-acceleration-and-big-bowl-%E2%80%9Cspaghetti%E2%80%9D-code

Oder fuer die von GM wegen Zuendschluessel-Problemen verursachten 
Todesfaelle?
Mit dem Defekt werden 124 Todesfälle in Verbindung gebracht. Obwohl das 
Problem seit Jahren intern bekannt war, rief GM deshalb erst im Februar 
2014 Fahrzeuge zurück.

.
.
.

von Marten Morten (Gast)


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Ohje schrieb:
> Ist das so? Sitzt Irgendwer von Boeing im Knast fuer hunderte Tote?

Du redest da über das Top Management von internationalen Konzernen. Von 
denen wandert keiner so schnell für eine längere Zeit in den Knast.

Anders ist es aber, wenn ein Ingenieur in einer Frickelbude mehr oder 
weniger subtil gezwungen wird, Sicherheitsreserven anzuzapfen, um Zeit 
und Geld zu sparen.

von Ohje (Gast)


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Die Umsetzung ist bei Boeing, Toyota und GM nicht durch das 
Top-Management erfolgt, sondern durch Ingenieure, die als Erwachsene 
auch nein sagen koennen. Tatsaechlich braucht man dafuer nur Eier und 
muss wissen was man da eigentlich tut. Ist denn vom Top-Management ODER 
den Ingenieuren jemand in den Bau gewandert? Ein betrunkener am Steuer, 
der wartende Menschen an der Bushaltestelle abraeumt, wird ja auch 
bestraft.

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Die Umsetzung ist bei Boeing, Toyota und GM nicht durch das
> Top-Management erfolgt, sondern durch Ingenieure, die als Erwachsene
> auch nein sagen koennen.

Du kannst als Software-Entwickler nicht mal eben hunderttausend Zeilen 
existierenden Code umschreiben. Wäre schön wenn es anders wäre, aber 
schlecht geschriebenen Code gibt es leider in vielen Firmen und 
Produkten.

von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Du kannst als Software-Entwickler nicht mal eben hunderttausend Zeilen
> existierenden Code umschreiben.

Wozu gibt es ASPiCE und die ISO26262? Dann gibt es eben keine Freigabe 
durch die internen Ingenieure oder externen Auditoren. Das wird auch 
kein Vorgesetzter unterschreiben mit solchen Hinweisen. Wuerdest du 
ernsthaft gefaehrliche Software freigeben, weil es zu viel Arbeit waere 
es ordentlich zu machen? Na dann gibt es halt weiterhin tausend globale 
Variablen wie im Toyota Beispiel, die per nicht atomaren Zugriffen zu 
unvorhersehbaren Resultaten fuehren, was solls. Es sind ja nur Menschen 
gestorben. Unglaubliches Statement. Da kann man nur hoffen, dass alles 
woran du arbeitest moeglichst wenig Beruehrung zu Menschen hat. 
Hoffentlich Industrie, aber nicht Medizintechnik und auch nicht 
Automotive.

von Ich (Gast)


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Karl schrieb:
Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen. Ich habe 
gesicherte Informationen. Mehr darf ich hier nicht schreiben.

War September 2020 gemeint? Karl, darfst du das schreiben?  Schreibe 
halt mit VPN und benutze den falschen Namen "Karlchen".

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> Du kannst als Software-Entwickler nicht mal eben hunderttausend Zeilen
>> existierenden Code umschreiben.
>
> Wozu gibt es ASPiCE und die ISO26262? Dann gibt es eben keine Freigabe
> durch die internen Ingenieure oder externen Auditoren. Das wird auch
> kein Vorgesetzter unterschreiben mit solchen Hinweisen. Wuerdest du
> ernsthaft gefaehrliche Software freigeben, weil es zu viel Arbeit waere
> es ordentlich zu machen? Na dann gibt es halt weiterhin tausend globale
> Variablen wie im Toyota Beispiel, die per nicht atomaren Zugriffen zu
> unvorhersehbaren Resultaten fuehren, was solls. Es sind ja nur Menschen
> gestorben. Unglaubliches Statement. Da kann man nur hoffen, dass alles
> woran du arbeitest moeglichst wenig Beruehrung zu Menschen hat.
> Hoffentlich Industrie, aber nicht Medizintechnik und auch nicht
> Automotive.

Langsam: Niemand hat gesagt, dass das so gut und richtig ist. Also dass 
man Spagehtti-Code programmieren soll, oder möglichst viele globale 
Variablen verwenden soll etc.

Du aber scheinst zu glauben, dass der einzelne kleine Programmierer an 
der Basis alle Probleme lösen soll. Das kann aber so nicht 
funktionieren. Wie gesagt, niemand kann einen bestehenden Sourcecode 
alleine mal eben umschreiben, wenn dieser schon vermurkst ist und vom 
Umfang her zigtausende Zeilen umfasst. Oder willst Du mir erzählen, dass 
Du das schonmal gemacht hast? Sicher nicht.

Das Management einer Firma muss dafür sorgen, dass genügend fähige 
Programmierer da sind und das es vernünftige Prozesse bei der 
Entwicklung gibt, die einzuhalten sind. Nicht der einzelne kleine 
Programmierer. Der muss seinen Job ordentlich machen, ja. Aber er kann 
sich nicht sämtliche Vorgaben selbst machen, nach denen zu entwickeln 
ist.

: Bearbeitet durch User
von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Wie gesagt, niemand kann einen bestehenden Sourcecode alleine mal eben
> umschreiben, wenn dieser schon vermurkst ist und vom Umfang her
> zigtausende Zeilen umfasst.

Genau das musste Toyota aber machen und noch ungefaehr eine Mrd Dollar 
Strafe hinlegen. Entschaedigungen kommen noch drauf. Egal ob "kleiner" 
Ingenieur oder CEO, wenn da etwas gefaehrlich werden kann, dann frickelt 
man das nicht wieder hin und hofft. Unglaubliches Statement fuer einen 
deutschen Akademiker.

von Qwertz (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Nicht der einzelne kleine Programmierer.

Es geht hier aber um gestandene Software-Ingenieure, die haben sehr wohl 
etwas zu sagen, zum Beispiel als Systemarchitekt.

von Mark B. (markbrandis)


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Qwertz schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> Nicht der einzelne kleine Programmierer.
>
> Es geht hier aber um gestandene Software-Ingenieure, die haben sehr wohl
> etwas zu sagen, zum Beispiel als Systemarchitekt.

Man kann nicht zwingend davon ausgehen, dass es bei jedem Projekt auch 
einen solchen gegeben hat.

Zudem gibt es Fälle, wo Mitarbeiter vor den Gefahren gewarnt haben. Das 
Management hat jedoch nicht oder erst viel zu spät darauf reagiert. Das 
beste aktuelle Beispiel dafür dürfte wohl das MCAS bei der Boeing 737 
MAX sein.

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Genau das musste Toyota aber machen und noch ungefaehr eine Mrd Dollar
> Strafe hinlegen. Entschaedigungen kommen noch drauf. Egal ob "kleiner"
> Ingenieur oder CEO, wenn da etwas gefaehrlich werden kann, dann frickelt
> man das nicht wieder hin und hofft. Unglaubliches Statement fuer einen
> deutschen Akademiker.

Kannst Du nicht verstehen, oder willst Du nicht verstehen?

Die Leute, die in den großen Konzernen die Entscheidungen treffen, 
interessieren sich für Softwarequalität einen Dreck. Die machen das, was 
ihrer Meinung nach den meisten Profit bringt.

Ich sage damit keinesfalls, dass es gut so ist. Aber es ist eben ein 
Teil der Realität. Siehe die beiden Abstürze der Boeing 737 MAX. Siehe 
den Diesel-Skandal. Siehe Toyota.

Du gibst ja selbst zu, dass das Problem existiert. Es existiert aber 
nicht deshalb, weil ein einzelner Ingenieur oder Informatiker auf der 
untersten Ebene der Hierarchie falsch gehandelt hat. Das Problem liegt 
weiter oben. Viel, viel weiter oben.

: Bearbeitet durch User
von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Die Leute, die in den großen Konzernen die Entscheidungen treffen,
> interessieren sich für Softwarequalität einen Dreck. Die machen das, was
> ihrer Meinung nach den meisten Profit bringt.

Der VERANTWORTLICHE Ingenieur wuerde das dem Vorgesetzten sowie dem 
Verantwortlichen der Qualitaetssicherung melden. Dadurch wuerden diese 
Leute ihre Unterschriften auf der Freigabe verweigern. Schon einige Male 
erlebt. Dann koennte nur ein hohes Tier das auf eigene Verantwortung per 
Sonderfreigabe durchdruecken, was ich bisher noch nie erlebt habe. Wenn 
was passiert, ist es klar wer dran ist. Darum gibt es dann mehr Zeit 
aufzuraeumen.

Mark B. schrieb:
> Du kannst als Software-Entwickler nicht mal eben hunderttausend Zeilen
> existierenden Code umschreiben. Wäre schön wenn es anders wäre, aber
> schlecht geschriebenen Code gibt es leider in vielen Firmen und
> Produkten.

Wie soll das Management das wissen, wenn sie nicht am eigenen Produkt 
selbst programmiert haben und du ihnen davon nicht erzaehlen willst, 
weil du eh nichts aendern kannst? So eine Ausrede haelt vor Gericht 
nicht stand, wenn technische Gutachter die SW samt Freigaben und Doku 
auseinander nehmen.

Das Management versteht ohne den kleinen Programmierer an der Basis bzw. 
ohne seine Eskalation gar nicht dass da etwas nicht stimmt. Deswegen 
gibt es ASPiCE und die ISO26262.

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Wie soll das Management das wissen

Selbstverständlich wissen die das. Nur was veranlasst Dich zu glauben, 
dass dieses Wissen automatisch auch zu der korrekten Entscheidung führt?

Wenn die Vorgabe von noch weiter oben zum Beispiel lautet: "Wir müssen 
Kosten sparen und den Headcount reduzieren", glaubst Du dann im Ernst 
dass der verantwortliche Manager sagt: "Okay jetzt stellen wir erstmal 
ein paar erfahrene Software-Entwickler zusätzlich ein und entwickeln die 
Software-Teile neu, deren Qualität nicht gut genug ist"?

> Deswegen gibt es ASPiCE und die ISO26262.

Diese Normen interessieren außerhalb der Automotive-Welt niemanden, da 
gelten dann wiederum andere.

von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> "Wir müssen Kosten sparen und den Headcount reduzieren", glaubst Du dann
> im Ernst dass der verantwortliche Manager sagt: "Okay jetzt stellen wir
> erstmal ein paar erfahrene Software-Entwickler zusätzlich ein und
> entwickeln die Software-Teile neu, deren Qualität nicht gut genug ist"?

Wenn die Verantwortlichkeiten klar getrennt sind, also der 
Qualitaetsverantwortliche und Sicherheitsverantwortliche nicht dem 
Entwicklungsleiter unterstehen, dann ist das tatsaechlich so. Es werden 
nicht unbedingt neue Leute eingestellt, aber eine neue SW mit Korrektur 
erstellt und erneut getestet.
Und selbst wenn alle Verantwortlichen etwas vertuschen wollten, kommen 
die externen Auditoren und denen faellt es auf, wenn sie ihren Job 
gruendlich machen. So ein Audit erfolgt ja nicht ein Tag vor 
Produktionsbeginn, sondern zu einem Zeitpunkt, wenn man noch Zeit hat 
etwas zu korrigieren.

Ein gutes Beispiel in dem Zusammenhang ist da e.Go bzw. Zulieferer die 
ihre Freigaben aus solchen Gruenden verweigert haben und wodurch sich 
die Auslieferungen um ein Jahr verzoegert haben:

"Das liegt vor allem an Zulieferbetrieben. „Leider haben sich – 
ausgelöst durch den Dieselskandal – die Corporate-Governance-Regeln 
vieler Zulieferer geändert“, schreibt Schuh an seine Kunden. „Uns 
betreffen jetzt die neuen Freigaberegeln: Einige Zulieferer nehmen 
neuerdings eigene Anwendungs- und Sicherheitseinstufungen vor und 
akzeptieren nicht mehr die Einstufung seitens des OEMs.“ Das heißt: 
Partnerfirmen geben sich nicht mit der Zertifizierung ihrer Produkte 
zufrieden. Vielmehr wollen sie auch sicherstellen, dass ihre Komponenten 
nicht unsachgemäß verbaut werden. Sie werfen einen Blick auf das 
Endprodukt. Das kostet Zeit – und bleibt nicht ohne Folgen für e.Go 
Mobile."

Ich hoffe, dass du an nichts arbeitest was dem Anwender gefaehrlich 
werden kann.

von Chef (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Zudem gibt es Fälle, wo Mitarbeiter vor den Gefahren gewarnt haben. Das
> Management hat jedoch nicht oder erst viel zu spät darauf reagiert.

Sogenannte Querulanten. Die sortiere ich immer als erstes aus.

von Qwertz (Gast)


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Ohje schrieb:
> Ich hoffe, dass du an nichts arbeitest was dem Anwender gefaehrlich
> werden kann.

Oh, das hoffe ich ehrlich gesagt bezüglich der allermeisten Teilnehmer 
dieses Forums, auch wenn sich hier die Crème de la Crème der 
Ingenieurselite ein Stelldichein gibt.

von Ohje (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Oh, das hoffe ich ehrlich gesagt bezüglich der allermeisten Teilnehmer
> dieses Forums, auch wenn sich hier die Crème de la Crème der
> Ingenieurselite ein Stelldichein gibt.

Die Leute, die hier aufmucken, kriegen im realen Leben gewoehnlich das 
Maul nicht auf. Ich hatte beim vorherigen Arbeitgeber einen Kollegen, 
der im Forum staendig getrollt hat, aber zum Chef konnte er nie nein 
sagen und hat puenktlich abgeliefert. Nur klingt Mark in diesem Topic 
nicht als wenn er trollt, sondern scheint beruflich wirklich so 
resigniert zu haben, dass er Leute eher in Gefahr bringen wuerde als 
eine schlechte SW nach oben zu eskalieren und damit zu stoppen.

von Ursel (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ohje schrieb:
> Ich hoffe, dass du an nichts arbeitest was dem Anwender gefaehrlich
> werden kann.
>
> Oh, das hoffe ich ehrlich gesagt bezüglich der allermeisten Teilnehmer
> dieses Forums, auch wenn sich hier die Crème de la Crème der
> Ingenieurselite ein Stelldichein gibt.

Du creme de da creme? Pah du bist eher die Schlacke aller Ingenieure.

von Dennis is back (Gast)


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Chef schrieb:
> Mark B. schrieb:
> Zudem gibt es Fälle, wo Mitarbeiter vor den Gefahren gewarnt haben. Das
> Management hat jedoch nicht oder erst viel zu spät darauf reagiert.
>
> Sogenannte Querulanten. Die sortiere ich immer als erstes aus.

Dann geh dich mal selber aussortieren.

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Die Leute, die hier aufmucken, kriegen im realen Leben gewoehnlich das
> Maul nicht auf. Ich hatte beim vorherigen Arbeitgeber einen Kollegen,
> der im Forum staendig getrollt hat, aber zum Chef konnte er nie nein
> sagen und hat puenktlich abgeliefert. Nur klingt Mark in diesem Topic
> nicht als wenn er trollt, sondern scheint beruflich wirklich so
> resigniert zu haben, dass er Leute eher in Gefahr bringen wuerde als
> eine schlechte SW nach oben zu eskalieren und damit zu stoppen.

Das liegt am Arbeitgeber. Wir sind immer weniger Entwickler, weil für 
Kollegen die weggehen niemand neu eingestellt wird. Aber die Arbeit wird 
nicht weniger. Gleichzeitig werden manche Arbeitspakete nach Indien 
verlagert, mit bisher ziemlich schlechten Ergebnissen. Irgendwann 
resigniert man da einfach und macht halt Dienst nach Vorschrift.

Eigentlich bleibt nur der Wechsel zu einer anderen Firma. Eine Firma, in 
der nicht Menschen mit BWLer Denkweise das Sagen haben, sondern Leute 
die noch mit gesundem Menschenverstand entscheiden. Aber wo findet man 
so eine? Gerade die großen Firmen sind heutzutage ja praktisch alle 
BWLer-verseucht. :-(

von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Eigentlich bleibt nur der Wechsel zu einer anderen Firma. Eine Firma, in
> der nicht Menschen mit BWLer Denkweise das Sagen haben, sondern Leute
> die noch mit gesundem Menschenverstand entscheiden. Aber wo findet man
> so eine? Gerade die großen Firmen sind heutzutage ja praktisch alle
> BWLer-verseucht. :-(

Solche Firmen gibt es leider. Da habe ich mich dann auch nach wenigen 
Jahren nach etwas anderem umgesehen.

VW und Bosch haben seit Dieselgate ihre Prozesse geschaerft. VW sucht in 
Wolfsburg und Braunschweig gerade dringend Softwerker und die 
Vorgesetzten sind fast immer Ingenieure oder Naturwissenschaftler. 
Verwaltungsstellen sollen reduziert werden. Carmeq in Berlin ist auch 
ein guter Arbeitgeber, den ich empfehlen kann. Im Sueden Deutschlands 
ist der beste Arbeitgeber neben Porsche wohl ZF Friedrichshafen. 
Letzterer will im Gegensatz zu Conti und Bosch niemanden vor die Tuer 
setzen. Porsche stellt sogar ein und hat eine 34h Woche. Ich weiss, vor 
5-10 Jahren sind viele bei Bewerbungen an diesen Adressen gescheitert, 
wie ich auch. Darum glaubt fast niemand an den Fachkraeftemangel, aber 
die Automobilindustrie steht im naechsten Jahrzehnt vor den groessten 
Umwaelzungen der Geschichte. Um das autonome Fahren, einen hohen 
SW-Eigenanteil und weltweit standardisiert vernetzte Werke umzusetzen, 
braucht es entsprechend viele Softwerker. Wer weiss ob man als 
Softwerker jemals wieder so leicht reinkommt wie aktuell. Ein Versuch 
kostet nichts, ausser ein paar Stunden Zeit.

von Mark B. (markbrandis)


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Ohje schrieb:
> Im Sueden Deutschlands
> ist der beste Arbeitgeber neben Porsche wohl ZF Friedrichshafen.

Hm, da bin ich mir nicht so sicher, wenn ich mir die Bewertungen auf 
kununu so durchlese.

https://www.kununu.com/de/zfgroup/a/S0NhVVJ8dw%3D%3D
https://www.kununu.com/de/zfgroup/a/S0NtVF9weQ%3D%3D
https://www.kununu.com/de/zfgroup/a/S0JhVV1wfw%3D%3D

von Händeringend gesuchte Fachkraft (Gast)


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ZF ist zumindest vom Gehalt her unschlagbar. Kollege von mir (M-Eng) ist 
dort eingestiegen mit ca. 70k bei 35h.

von Mr.T (Gast)


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Mark B. schrieb:

> Die Leute, die in den großen Konzernen die Entscheidungen treffen,
> interessieren sich für Softwarequalität einen Dreck. Die machen das, was
> ihrer Meinung nach den meisten Profit bringt.

Hab ich auch schon beim 50 Personen KMU erleben müssen. C++ Spaghetti 
Code (aka Wartungsleiche), der Maschinen steuert, die mit 1200°C heissem 
Glas hantieren. Die hatten einfach nicht die Kohle, um alles 
wegzuschmeissen und neu aufzusetzen. Kunden haben dann Altmaschinen 
bestellt, für die Bauteile schon abgekündigt waren. Kollege aus der HW 
hat dann Adaptersockel konstruiert, um IIRC lieferbare CPLDs an die 
alten Kisten "ranzufrickeln".
Ich hab dann gekündigt und mir was anderes plus besser bezahltes gesucht 
(und gefunden).

von Mark B. (markbrandis)


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Händeringend gesuchte Fachkraft schrieb:
> ZF ist zumindest vom Gehalt her unschlagbar. Kollege von mir (M-Eng) ist
> dort eingestiegen mit ca. 70k bei 35h.

Ja gut, bei IG Metall Betrieben ist die Bezahlung eigentlich nie das 
Problem. Nützt aber auf Dauer auch nix, wenn die Firmenkultur bescheiden 
ist oder das Management sehr viel Mist baut.

von Mr.T (Gast)


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Händeringend gesuchte Fachkraft schrieb:
> ZF ist zumindest vom Gehalt her unschlagbar. Kollege von mir
> (M-Eng) ist
> dort eingestiegen mit ca. 70k bei 35h.

Kann ich bestätigen. Hatte dort EG14 mit Zulagen und kam auf ~73K5 bei 
35h.
Beim vorigen AG hatte ich 83K @ 40h. Gibt sich also nix. Gehalt ist 
wirklich nicht alles.
Aber für jedes Projekt haben die eigene Coding Rules/Style Guides. 
Selbst für dieselbe Programmiersprache (C)! Dann die gruseligen IBM 
Tools CC/CQ... Bin dort nach 3 Monaten gegangen. Dazu Großraumbüro mit 
30+ Leuten und anderen Unannehmlichkeiten.

von Ohje (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Hm, da bin ich mir nicht so sicher, wenn ich mir die Bewertungen auf
> kununu so durchlese.

Ich glaube nur Werte unter 4, weil gerade Dienstleister verdaechtig oft 
drueber liegen, waehrend sehr gute Arbeitgeber, die ich von innen kenne, 
zwischen 3 und 4 liegen. Ausreisser gibt es immer, aber 3,62 ist doch 
ein sehr guter Durschnittswert, der fuer ZF spricht. Zudem zahlt ZF 
Entwicklern IGM BW EG14 zum Einstieg und Fachprojektleitern EG15. Das 
steigt nach 2-3 Jahren um eine EG.

Einige ehemalige Kollegen, die beim vorherigen Arbeitgeber staendig nur 
gemeckert haben, sind dort in den Letzten 3 Jahren untergekommen und 
alle ziemlich zufrieden.

https://m.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/autozulieferer-zf-schliesst-jobabbau-aus-kurzarbeit-aber-nicht-a-1300477.html

von Mark B. (markbrandis)


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Mr.T schrieb:
> Ich hab dann gekündigt und mir was anderes plus besser bezahltes gesucht
> (und gefunden).

Darf man fragen wo?

von Onkel (Gast)


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Mr.T schrieb:
> Aber für jedes Projekt haben die eigene Coding Rules/Style Guides.
> Selbst für dieselbe Programmiersprache (C)! Dann die gruseligen IBM
> Tools CC/CQ... Bin dort nach 3 Monaten gegangen. Dazu Großraumbüro mit
> 30+ Leuten und anderen Unannehmlichkeiten.

-DAS- ist jammern

von Onkel (Gast)


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Ohje schrieb:
> "Das liegt vor allem an Zulieferbetrieben. „Leider haben sich –
> ausgelöst durch den Dieselskandal – die Corporate-Governance-Regeln
> vieler Zulieferer geändert“,

Wenn IHr eh das Thema sowieso schon umgelenkt habt. Darf ich fragen, was 
die manipulierten autos ausgestoßen haben und welche negative folgen das 
hat? Ist es Feinstaub, dann gibt es jetzt in Zeitungen Berichte, wonach 
die Silvesterknaller ein Vielfaches der Emmissionen ausmachen dürften. 
Die austoße müüssen eine negative gesundheitliche wirkung haben, darüber 
wird aber nirgedwo geschriebne, das hört sich mehr an wie eine 
philosophische Diskussion für mich. Also nochmal. Was haben die Autos in 
die luft unerlaubt gepustet und warum ist das schlecht??

von Mark B. (markbrandis)


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Onkel schrieb:
> Was haben die Autos in die luft unerlaubt gepustet

Stickoxide zum Beispiel.

> und warum ist das schlecht??

Weil es schädlich für die Umwelt und für die Gesundheit ist.

Quellen:
https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aa8850
https://de.wikipedia.org/wiki/Stickoxide#Auswirkungen_von_Stickoxiden

von Mr.T (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Mr.T schrieb:
>> Ich hab dann gekündigt und mir was anderes plus besser bezahltes gesucht
>> (und gefunden).
>
> Darf man fragen wo?

Klar darf MAN fragen. Das ist gesetzlich noch nicht verboten.
Bereich "Weisse Ware". Aber da bin ich inzwischen (nach vielen Jahren) 
auch weg.

von Mr.T (Gast)


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Onkel schrieb:
> -DAS- ist jammern

Glückwunsch zum aussagekräftigen Beitrag!

von F. B. (finanzberater)


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Lothar M. schrieb:
> Felix schrieb:
>> fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern unterkomme
> Was ich mich laufend frage: warum ist das hehre Ziel der Herren
> Studiosen unbedingt "der Konzern"?

Geldgier und/oder Geltungsbedürfnis. Hatte auch Studienkollegen, die 
schon im Studium gezielt auf einen Konzernjob bei SAP hingearbeitet 
haben. Sieht  man ja hier, wie sich alle mit ihrem Konzernjob und 
IGM-Gehalt wichtig machen, obwohl allein meine Gewinne aus 
Kapitalerträgen die letzten zwei Monate höher waren als ein IGM-Gehalt 
der höchsten ERA-Stufe. Mein Klitschengehalt, mit dem allein ich schon 
in den Top 10 % der Einkommensverteilung liege, kommt noch obendrauf.

von Hakim (Gast)


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F. B. schrieb:

> Sieht  man ja hier, wie sich alle mit ihrem Konzernjob und
> IGM-Gehalt wichtig machen, ...

Was einem bescheidenen und unauffälligen Menschen wie dir bestimmt auf 
der zarten Seele lastet.

von F. B. (finanzberater)


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Ingenieur schrieb:
> Vermutlich aufgrund von besseren Arbeitsbedingungen und gleichzeitig
> deutlich mehr Geld im Vergleich zu KMU oder Dienstleister.

Gut, die 35 h/Woche waren bei mir der Hauptgrund, warum ich mich auf 
IGM-Stellen beworben habe. Aber 35 h/Woche war nur so lange interessant, 
als ich noch jeden Tag einfache Strecke 50 km zur Klitsche pendeln 
musste inkl. täglichem Stau. Inzwischen sind IGM-Jobs für mich sowohl 
fahrttechnisch als finanziell uninteressant.

Und die angeblichen besseren Arbeitsbedingungen sind ja auch nur ein 
Vorwand, wenn man freiwillig auf 35 h/Woche verzichtet und stattdessen 
auf 40 h/Woche umsteigt und dazu noch Überstunden schiebt. Es geht also 
einzig und allein ums Geld. Ziemlich dumm, wo sich Geld viel einfacher 
verdienen lässt. Letzte Woche habe ich dazu einen sehr kluge 
Lebensweisheit gelesen:

Der Dumme verdient sein Geld mit Arbeit. Der Schlaue verdient sein Geld 
mit der Arbeit der Dummen.

von F. B. (finanzberater)


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Marius schrieb:
> Oft noch mehr "Soft"-Benefits wie MA Aktien

Die meisten Mitarbeiteraktien haben ja deutlich an Wert verloren. 
Daimler z.B. 50 % in den letzten fünf Jahren. Wie kann man sich so einen 
Plunder andrehen lassen?

von F. B. (finanzberater)


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Felix schrieb:
> Und diejenigen, die sagen man würde schnell gekündigt, wenn zeitweise
> keine passende Aufgabe vorhanden ist, erklärt doch bitte mal, wie das
> rechtlich gehen soll? Die Firmen können wohl kaum am laufenden Band
> betriebsbedingt kündigen und gleichzeitig neue Leiharbeiter mit anderem
> Schwerpunkt neu einstellen.

Bei uns in der Klitsche haben meines Wissens alle, denen gekündigt wurde 
und die dagegen geklagt haben, eine Abfindung bekommen.

von Ohje (Gast)


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Onkel schrieb:
> Ist es Feinstaub, dann gibt es jetzt in Zeitungen Berichte, wonach die
> Silvesterknaller ein Vielfaches der Emmissionen ausmachen dürften. Die
> austoße müüssen eine negative gesundheitliche wirkung haben, darüber
> wird aber nirgedwo geschriebne, das hört sich mehr an wie eine
> philosophische Diskussion für mich. Also nochmal. Was haben die Autos in
> die luft unerlaubt gepustet und warum ist das schlecht??

Laut einem befreundeten Chirurgen ist es egal, ob jemand Raucher war 
oder nicht, die Lungen, die er rausholt, sind immer schwarz wie auf den 
Kippenschachteln abgebildet, auch bei Nichtrauchern.

Die Ursache meiner Meinung: Vor etwas ueber 100 Jahren, als 
Elektrofahrzeuge und Verbrenner noch gleichauf waren bzw. Benzin in der 
Apotheke bezogen wurde, hat irgendwer entschieden, zum Glueck der 
Norweger/Araber/Russen und Oel-Konzerne, dass sich Verbrenner 
durchsetzen sollen. Sonst haetten wir schon lange 1000km Reichweite bei 
Elektrofahrzeugen. Jedenfalls begann damit der technologische Wettlauf 
und prinzipbedingt wurden seit ca. 30 Jahren schon kaum mehr 
Effizienzsteigerungen erreicht, der Golf 2 Diesel hat in den 1980ern 
bereits nur  4l Diesel auf 100km gebraucht, weil Verbrenner sehr 
ineffizient sind (schon die fuer die Herstellung und den Transport 
noetige Energie fuer z.B. 8l Benzin und Diesel lassen ein Elektroauto 
60km weit kommen, pro Liter 1,5kWh). Stellt euch mal in der 
Industriefertigung Verbrenner anstatt Elektro vor, undenkbar. Man 
konnte, nachdem man die riesige Infrastruktur mit 
Pipelines/Bohrinseln/Schiffen/Raffinieren/Werkstaetten/Shell/BP/... und 
Millionen Jobs geschaffen hat, aber auch nicht mehr zurueckrudern, denn 
die groessten Autolaender sind auch die maechtigsten Laender weltweit 
und machen die Regeln. Umwelt wurde wichtiger, aber ein so ineffizientes 
Verfahren konnte zu keinem vermarktbaren Preis verbessert werden, also 
wurden die Gesetze so weit es ging ausgenutzt. Die Lobby nimmt 
selbstverstaendlich erheblichen Einfluss auf Entscheidungen, ob Gesetze 
mit Absicht lasch formuliert werden, keine Ahnung, aber ich koennte es 
mir vorstellen. Frankreich, Italien, Deutschland, niemand konnte die 
Grenzwerte einhalten und manche haben sich mit Thermofenstern 
rausgeredet. Wir reden ueber Millionen Jobs. Erst China konnte Einfluss 
nehmen, denn sie spueren es in den Megastaedten am meisten. Dieselgate 
und Musk/Tesla befeuern es auch etwas, aber der Hauptausloeser ist der 
wichtigste Markt China. Dort muss man dabei bleiben, hat also keine Wahl 
als umzusteigen.

Fuer mich ist es einfach verrueckt warum manche Deutsche sich dagegen so 
wehren. Oel kommt aus dem Ausland, aber Solarenergie, Windkraft usw kann 
vor Ort erzeugt werden. Lithium kann recyclt werden. Klar, die Haelfte 
am Band und der Kfz Mechaniker werden unnoetig, wie auch Tankstellen, 
aber wenn sich Elektrofahrzeuge durchsetzen und wir nicht dabei sind, 
dann gehen alle 2 Mio Jobs ins Ausland. Zum Glueck ist jetzt 
demografisch der perfekte Zeitpunkt ne menge Leute mit Altersteilzeit 
loszuwerden, weil bis 2028 die geburtenstarken Jahrgaenge (Babyboomer) 
ohnehin in Rente gehen und man mit weniger Arbeitnehmern solche nicht 
mehr noetigen Stellen einfach nicht nachbesetzen kann.

Aber die meisten Menschen sind halt dumm. Man laeuft sehendes Auges auf 
die Klippe zu und macht nichts. Wieviele rauchen und fressen sich bei 
vollem bewusstsein zu Tode, aendern aber nichts? ...

von F. B. (finanzberater)


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Reinhard S. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.
>
> 48k bei deutlich weniger Arbeitszeit ist doch ne geile Sache.

Im Prinzip ja. Aber nicht, wenn man einen Kredit fürs Häuschen 
abbezahlen muss oder die Miete 2.000 € im Monat beträgt, wie bei manchem 
hier im Forum, der dachte, sein IGM-Gehalt wäre dank Jobgarantie sicher.

von Zuviel ist nicht genug (Gast)


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Ohje schrieb:
> Vor etwas ueber 100 Jahren, als Elektrofahrzeuge und Verbrenner noch
> gleichauf waren bzw. Benzin in der Apotheke bezogen wurde, hat irgendwer
> entschieden, zum Glueck der Norweger/Araber/Russen und Oel-Konzerne,
> dass sich Verbrenner durchsetzen sollen. Sonst haetten wir schon lange
> 1000km Reichweite bei Elektrofahrzeugen.

Das ist leider typischer Bullshit aus der Kategorie, böse, 
geldgeileMächte haben die guten Rezepte genommen und in ihrer 
Geheimschublade verschlossen. 1000 km sind natürlich heute schon 
möglich, braucht man halt noch einen Anhänger für die 2. Batterie und 
das Zugpferd ist ein SUV mit doppeltem Boden für den 
1-Tonnen-Lithium-Akku. Sei lieber froh, dass die Natur überhaupt so ein 
Elememt wie Lithium hervorgebracht, sonst hätte man noch viel 
schlechtere Alternativen für Akkus. Öl ist halt leider geil, sehr hohe 
Energiedichten, leicht händelbar und liegt (noch) vorrätig unter der 
Erde. Das ist wie ne riesengroße übervolle Speisekammer, da würde auch 
keiner mehr arbeiten oder Landwirtschaft betreiben, sondern sich aus der 
Speisekammer bedienen. Irgendwann ist halt Ende, aber die Plünderung 
liegt in der Natur des Menschen. Ist ja nicht nur das Öl, was zur Neige 
geht, bewohnbarer Platz, unverschmutzte Luft und Gewässer und wichtige 
Rohstoffe ebenfalls. In spätestens 100 Jahren ist die Party des 
Vermehrens, der schnellen Mobilität und der komplett restliche 
Lebensstil der heutigen 1. Welt endgültig vorbei. Da ist dann die 
Herausforderung, packt der Mensch die abrupte von der Natur forcierte 
Transisition zu seinen Ursprüngen zurück oder verschwindet er in der 
Evolutionsspirale wieder in der Schublade wie zig Spezies schon zuvor.

von Ohje (Gast)


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Zuviel ist nicht genug schrieb:
> Öl ist halt leider geil, sehr hohe Energiedichten, leicht händelbar und
> liegt (noch) vorrätig unter der Erde. Das ist wie ne riesengroße
> übervolle Speisekammer, da würde auch keiner mehr arbeiten oder
> Landwirtschaft betreiben, sondern sich aus der Speisekammer bedienen.

Wenn man die gesamte graue Energie vernachlaessigt, und auch die ueber 
die gesamte Produktlebensdauer deutlich hoeheren  Kosten, dann mag das 
stimmen. Die Wahrheit ist aber:

https://edison.media/e-hub/so-viel-strom-brauchen-autos-mit-verbrennungsmotor/20826274.html

Zuviel ist nicht genug schrieb:
> In spätestens 100 Jahren ist die Party des Vermehrens, der schnellen
> Mobilität und der komplett restliche Lebensstil der heutigen 1. Welt
> endgültig vorbei. Da ist dann die Herausforderung, packt der Mensch die
> abrupte von der Natur forcierte Transisition zu seinen Ursprüngen zurück
> oder verschwindet er in der Evolutionsspirale wieder in der Schublade
> wie zig Spezies schon zuvor.

Und das findest du besser als schon lange umgestiegen zu sein? Oder 
Wenigstens jetzt umzusteigen?

von Ohje (Gast)


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F. B. schrieb:
> Die meisten Mitarbeiteraktien haben ja deutlich an Wert verloren.
> Daimler z.B. 50 % in den letzten fünf Jahren. Wie kann man sich so einen
> Plunder andrehen lassen?

Sagte jemand der mit BYD bei freier Wahl dick im Minus ist. Eigene 
Aktien sind uebrigens selten verpflichtend, sondern eine Option. Die 
meisten verkaufen dann auch zeitnah mit soviel Plus wie du Minus hast.

von Qwertz (Gast)


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F. B. schrieb:
> Marius schrieb:
> Oft noch mehr "Soft"-Benefits wie MA Aktien
>
> Die meisten Mitarbeiteraktien haben ja deutlich an Wert verloren.
> Daimler z.B. 50 % in den letzten fünf Jahren. Wie kann man sich so einen
> Plunder andrehen lassen?

Plunder? Meine Mitarbeiteraktien sind dick im Plus, davon mal abgesehen, 
dass ich einen Teil davon einfach so geschenkt bekommen habe. Das war 
und ist ein richtig gutes Geschäft mit den Mitarbeiteraktien.

Hinzu kommen ja auch noch andere Vorteile im Konzern: Eine sehr gute, 
subventionierte Kantine, gute Parkmöglichkeiten, Betriebsrente (BSAV), 
Jahressonderzahlung als Bonus, gute Ausstattung des Arbeitsplatzes, 
Urlaubs- und Weihnachtsgeld, tarifliches Zusatzentgelt, 
Mehrarbeitszuschläge, usw.

von Qwertz (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> F. B. schrieb:
> 60 % Kurzarbeitergeld bei 80k sind nur noch 48k.
>
> 48k bei deutlich weniger Arbeitszeit ist doch ne geile Sache.

Die Rechnung stimmt ja so nicht einmal. Das Kurzarbeitergeld von 60 bzw. 
67 Prozent bezieht sich auf den Anteil der weggefallenen Arbeitsstunden.
Wenn man zum Beispiel statt 40h nur 30h arbeitet, dann bekommt man 100 
Prozent Gehalt für die 30h, und 60 oder 67 Prozent Kurzarbeitergeld für 
10h Arbeit, die man gar nicht ableistet.

von Ohje (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Eine sehr gute, subventionierte Kantine, gute Parkmöglichkeiten,
> Betriebsrente (BSAV), Jahressonderzahlung als Bonus, gute Ausstattung
> des Arbeitsplatzes, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, tarifliches
> Zusatzentgelt, Mehrarbeitszuschläge, usw.

... Unfallversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, diverse 
Ermaessigungen, sabbatical, Heimarbeit, flexible Arbeitszeiten, selbst 
Geld fuer die Beerdigung und dann noch ein freiwilliges zusaetzliches 
Monatsgehalt.

von Qwertz (Gast)


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Ohje schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Eine sehr gute, subventionierte Kantine, gute Parkmöglichkeiten,
>> Betriebsrente (BSAV), Jahressonderzahlung als Bonus, gute Ausstattung
>> des Arbeitsplatzes, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, tarifliches
>> Zusatzentgelt, Mehrarbeitszuschläge, usw.
>
> ... Unfallversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, diverse
> Ermaessigungen, sabbatical, Heimarbeit, flexible Arbeitszeiten, selbst
> Geld fuer die Beerdigung und dann noch ein freiwilliges zusaetzliches
> Monatsgehalt.

Danke für die Ergänzungen. Ja, Home Office hatte ich auf jeden Fall 
vergessen, das ist mit einer der besten Vorteile im Konzern neben der 
Bezahlung. Die flexible Möglichkeit von Home Office ist bei den meisten 
Klitschen ja unüblich, weil man den Arbeitnehmern nicht vertraut, dass 
sie zu Hause auch wirklich etwas arbeiten.

von F. B. (finanzberater)


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Mark B. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Spätestens im September wird eine Wirtschaftskrise beginnen.
>
> Ach ja? Wo ist sie denn, die Krise?

Man tippt auf nächstes Jahr. Eigentlich ist sie ja schon da, ihr wollt 
sie nur nicht sehen.

Automarkt in Deutschland: "2020 könnte zum Desaster werden"

2020 könnte ein Horrorjahr für die Branche werden. "Für 2021 sehe ich 
die Situation noch kritischer."

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/autojahr-2020-das-schicksalsjahr-fuer-die-auto-industrie-a-1301640.html

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Plunder? Meine Mitarbeiteraktien sind dick im Plus

Siemens Healthineers? Also wenn ich mir den Chart so ansehe, kann ich 
kein dickes Plus erkennen. Aber wahrscheinlich haben wir 
unterschiedliche Vorstellungen von "dick im Plus". Imerhin wenigstens 
keine Verluste gemacht wie mit Daimler- oder BMW-Aktien.

von IG Styropor (Gast)


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Die Stellen, die da gestrichen werden, betreffen aber hoffentlich keine 
Ing/Infs, die jetzt verstärkt im Bereich Autonomes Fahren und 
Elektromobilität arbeiten.

von F. B. (finanzberater)


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Qwertz schrieb:
> Danke für die Ergänzungen. Ja, Home Office hatte ich auf jeden Fall
> vergessen, das ist mit einer der besten Vorteile im Konzern neben der
> Bezahlung. Die flexible Möglichkeit von Home Office ist bei den meisten
> Klitschen ja unüblich, weil man den Arbeitnehmern nicht vertraut, dass
> sie zu Hause auch wirklich etwas arbeiten.

Wie man sich hier den Konzernjob wieder schön redet. Mit einer Ausnahme 
hatte ich in jeder Klitsche Homeoffice. Und wahrscheinlich sogar mehr 
als ihr im Konzern. Im Gegensatz dazu gab es damals während meiner 
Praktikantenzeit bei Bosch für die Mitarbeiter kein Homeoffice aus dem 
eben von dir genannten Grund, weil man den Mitarbeitern nicht vertraut 
hat, dass sie daheim etwas arbeiten.

Beitrag #6090381 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6090390 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6090461 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6090489 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mark B. schrieb im Beitrag #6090489:
> Welche Aktien werden denn nächstes Jahr gut laufen? Na?

Vllt. diejenigen die das produzieren was alle brauchen:
Lebensmittel!

Beitrag #6091466 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Wende 2.0 schrieb im Beitrag #6091466:
> Mark B. schrieb:
>> Welche Aktien werden denn nächstes Jahr gut laufen? Na?
>
> Leute, ihr müsst euch mit Langzeittrends beschäftigen, dann liegt die
> Lösung auf der Hand

Ach so, auf die lange Frist sind wir alle Tod!
----> Investment in Friedhofs-Assets!

von Achim (Gast)


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F. B. schrieb:
> Der Dumme verdient sein Geld mit Arbeit. Der Schlaue verdient sein Geld
> mit der Arbeit der Dummen.

Sehr richtig. Unternehmer und/oder Investor müsste man sein. Investor 
bin ich ja seit über 20 Jahren, aber zum leben reicht es noch lange 
nicht, trotz über 40% Plus im letzten Jahr. Durch mein Minigehalt von 
16€/h Brutto als Ingenieur in Frankfurt wird sich das leider nicht so 
schnell bessern.

von Qwertz (Gast)


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Achim schrieb:
> Durch mein Minigehalt von
> 16€/h Brutto als Ingenieur in Frankfurt wird sich das leider nicht so
> schnell bessern.

Ich rate dir, nach Holzminden umzuziehen. Dort liegt das Geld auf der 
Straße, und die Lebenshaltungskosten sind extrem niedrig.

Beitrag #6091706 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Achim (Gast)


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Was gibts denn in Holzminden so besonderes? Ich kenne die Gegend nicht.

Handwerker wäre sicher keine schlechte Sache. Habe keine zwei linken 
Hände. In meinem nächsten Leben werde ich das einem Studium vorziehen. 
Aber auch da besteht die Gefahr, dass billige Polen und Afrikaner den 
Markt kaputt machen.

von Holzmindener (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich rate dir, nach Holzminden umzuziehen. Dort liegt das Geld auf der
> Straße, und die Lebenshaltungskosten sind extrem niedrig.

Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt dort bei 56k p.a. nur minimal 
unter den 63k in Muenchen. Wer in Holzminden Immobilien kauft, zahlt 
jedoch nur 500-1200 EUR pro qm Wohnflaeche. Das ist nicht fuer jeden 
etwas, aber wer es laendlich mag, wird mit deiner Anlagestrategie dort 
sehr viel schneller mehr Vermoegen aufbauen als du es in deiner 
Mietwohnung kannst.

Beitrag #6091728 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Holzmindener (Gast)


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Achim schrieb:
> Was gibts denn in Holzminden so besonderes? Ich kenne die Gegend nicht.

Die interessantesten Unternehmen sind in der Ecke: Stiebel Eltron, 
Phoenix Contact und Symrise

Landschaftlich gibt es dort sehr viel:
- Naturpark im Solling-Vogler mit vielen Wildtieren und Wanderwegen z.B. 
nahe Neuhaus
- Weserradweg bis zur Nordsee
- Freibad mit Hallenbad direkt an der Weser und einem dahinterliegenden 
im Sommer immer vollausgebuchten Campingplatz
- Godelheimer See samt Sandstrand (mit Open Air Konzerten wie 
Strandklaenge wo ueber 12000 Besucher kommen)
- Um Bodenwerder gibt es sehr viele Motorradtouren von Leuten die fuer 
diese Kurven aus ganz Deutschland anreisen. Wer gerne angelt oder einen 
Bootsfuehrerschein will, der wird hier gluecklich.
- Ithwiesen einen der aeltesten Segelflugplaetze in Deutschland

Das ist keine Grossstadt, wo man jeden Tag verzweifelt einen Parkplatz 
suchen muss, sondern eine Kreisstadt mit guter Luftqualitaet. Wer es 
laendlich nicht mag, der ist da falsch. Neben der Natur sprechen die 
niedrige Kaltmiete (400 EUR mtl fuer 100qm) und gute Arbeitsplaetze bei 
Familienunternehmen wie Stiebel Eltron mMn sehr fuer den Ort. Das 
Unternehmen sucht gerade wieder Elektrotechniker und zahlt 
Bachelor-Absolventen bereits nach 3 Jahren 65k bei 35h pro Woche.

von Eisenmindener (Gast)


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Bezahlt Stiebel Eltron eigentlich für die ständige Holzminden-Werbung 
hier im Forum?

Beitrag #6091775 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Holzmindener (Gast)


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Eisenmindener schrieb:
> Bezahlt Stiebel Eltron eigentlich für die ständige Holzminden-Werbung
> hier im Forum?

Da ich nicht bei Stiebel arbeite und auch andere Unternehmen erwaehne, 
waehrend ich das Weserbergland generell empfehle, muss Stiebel Eltron 
dafuer natuerlich nicht bezahlen. Hier wird ueber Gehaelter und 
Lebenshaltungskosten diskutiert. Beim Thema Kaufkraft ist Holzminden 
ganz vorne mit dabei. Den einen oder anderen Naturliebhaber wird das 
sicher interessieren.

Die Zukunftsperspektive von Stiebel ist mit dem Klimapaket auf jeden 
Fall sehr gut, denn sie entwickeln und produzieren u.A. 
Solarthermieanlagen, Warmwasserspeicher und Waermepumpen.

Beitrag #6091787 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Holzmindener (Gast)


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Das mit Abstand beste Verhältnis von Einkommen und Mietpreisen finden 
Jobsuchende im niedersächsischen Holzminden. Fach- und Führungskräfte 
verdienen dort im Schnitt 56.400 Euro brutto im Jahr. Eine 80 bis 100 
Quadratmeter große Wohnung wird dort für 380 Euro angeboten – gerade 
einmal 8 Prozent des Gehalts gehen somit für die Miete drauf. In der Top 
Ten derjenigen Stadt- und Landkreise mit dem besten Verhältnis zwischen 
Gehalt und Miete ist Niedersachsen insgesamt mit gleich fünf Stadt- und 
Landkreisen (Holzminden, Wesermarsch, Salzgitter, Lüchow-Dannenberg und 
Northeim) vertreten.

Der Stadtkreis München bildet dabei das negative Extrem: Fach- und 
Führungskräfte können dort zwar im Schnitt ein Jahresgehalt von 61.100 
Euro erwarten. Eine Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmeter kostet jedoch im 
Median auch 1.500 Euro im Monat. Vom hohen Brutto-Einkommen gehen damit 
30 Prozent für die Miete drauf.

https://www.stepstone.de/Ueber-StepStone/press/gehalt-minus-miete/

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Achim schrieb:
> dass billige Polen und Afrikaner den
> Markt kaputt machen.

Hmm, Selbst Polen verlangen 30€, beider Konjunktur auf dem Bau.
Afrikaner und Handwerk, ist eher eine seltene Kombination. Den 
Handwerker sind in Arfrika echter Mangel!

von Qwertz (Gast)


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Holzmindener schrieb:
> Beim Thema Kaufkraft ist Holzminden ganz vorne mit dabei.

Bald allerdings leider nicht mehr. Durch dieses Forum werden demnächst 
die Preise signifikant steigen, da eine massive Zuzugswelle in diese 
Region zu erwarten ist. Sowas spricht sich herum wie ein Lauffeuer.

P.S. Memo an mich selbst: Ich muss aufpassen, dass meine Beiträge nicht 
langsam wie die von "Wende 2.0" klingen.

von Mark B. (markbrandis)


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Qwertz schrieb:
> Holzmindener schrieb:
>> Beim Thema Kaufkraft ist Holzminden ganz vorne mit dabei.
>
> Bald allerdings leider nicht mehr. Durch dieses Forum werden demnächst
> die Preise signifikant steigen, da eine massive Zuzugswelle in diese
> Region zu erwarten ist. Sowas spricht sich herum wie ein Lauffeuer.

Da überschätzt Du wohl die Reichweite dieses (Sub-)Forums erheblich. 
Oder war es ironisch gemeint? ;-)

Beitrag #6092274 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Mark B. schrieb:
> Zudem gibt es Fälle, wo Mitarbeiter vor den Gefahren gewarnt haben. Das
> Management hat jedoch nicht oder erst viel zu spät darauf reagiert. Das
> beste aktuelle Beispiel dafür dürfte wohl das MCAS bei der Boeing 737
> MAX sein.

Die Referenz dazu ist der Challenger-Unfall. Von Seiten der Ings wurde 
damals alles versucht den Start zu verhindern, weil man WUSSTE, dass die 
Temperaturen für die Dichtungen zu gering waren. Aber ohne Erfolg.

von Mark B. (markbrandis)


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Wende 2.0 schrieb im Beitrag #6092274:
> Wenn Holzminden wirklich so toll wäre, dann würden sich alle Leute doch
> um die Arbeitsstellen in dieser Region prügeln.

Nein, da viele den Ort eben gar nicht kennen.

Es gibt durchaus manche Firmen in etwas abgelegenen Regionen, die es 
nicht ganz so leicht haben Personal zu finden. Die Leute gehen halt nach 
Stuttgart und nach München und nach Hamburg und so weiter.

von Dieter W. (Gast)


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Dr.Who schrieb:
> Lötkolben schrieb im Beitrag #5903283:
>> denn Handwerk hat Gold (wenn nicht sogar Platin!) im Mund!
>
> Das Sprichwort heißt: "...hat goldenen Boden"...aber tatsächlich
> sind dabei die Handwerksfirmeninhaber die Profiteure.
> Die Beschäftigten werden weiter mit Hungerlöhnen ausgebeutet.
> Angebot und Nachfrage werden da komplett ausgeblendet.

Das ist deutlich zu kurz gesprungen. Habe in meinem familiären Umfeld 
einen kleinen Familienbetrieb (6 Handwerker auf 3 Fahrzeugen), der 
bekommt keinen Auftrag, wenn er vernünftige Löhne kalkuliert. Selbst von 
Leuten, die richtig auf der Kohle sitzen. Und davon gibt es hier eine 
Menge.

Warum ist das so?

Weil sich als Folge der Arbeitnehmerfreizügigkeit sehr viel 
selbstständige Osteuropäer am Markt tummeln, die ihre Arbeit hier zu 
Dumpingpreisen anbieten. Die Leute leben meist von der Hand in den Mund 
(teilweise ohne Krankenversicherung, ohne Rentenversicherung sowieso), 
wenn die mal nicht mehr können, darf der deutsche Sozialstaat bis zum 
Lebensende einspringen. Aber welcher Politiker denkt so weit.

Beitrag #6096653 wurde von einem Moderator gelöscht.
von A. F. (artur-f) Benutzerseite


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Felix schrieb:
> Ferchau ist doch ein Ingenieursdienstleister, und soweit ich es
> mitbekomme, sind dort einige ehemalige Studenten recht zufrieden.

Wenn du mit min. 10k unter dem Marktwert dort arbeiten gehen möchtest, 
bitte.

Felix schrieb:
> Ich werde bald meinen Master (Maschinenbau) mit eher mittelmäßigem
> Ergebnis abschließen und fürchte, dass ich nicht direkt im Konzern
> unterkomme.

Ein Konzern ist dein Ziel? Klar kommst du dort nicht unter, aber es gibt 
tausende GmbH's <100MA wo man unterkommen kann.

von Mr.T (Gast)


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Dieter W. schrieb:
> Selbst von Leuten, die richtig auf der Kohle sitzen. Und davon gibt es hier eine 
Menge.
>
> Warum ist das so?

Ist doch ganz einfach: die wissen, dass sie bei überhöhten Forderungen 
bald nicht mehr "richtig auf der Kohle sitzen". Also beugen sie vor. 
Logisch, gelle?

von Danilo (Gast)


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Frage zum Thema Dienstreisen

Als AÜGler beim Ing.-Dienstleister werden auch Fahrtkosten zum VG beim 
Kunden übernommen. Immerhin.

Offenbar wird es bei einem VG und einer Anreise von 2,5 Stunden (VG um 
08:30) aber schwierig mit den Kosten der Hotelübernachtung. Das ist je 
nach Niederlassung unterschiedlich.

Ne Projektzusage habe ich nun aber bekommen (größeres Unternehmen ca. 
5.000 MA).
Ich hoffe nun dass das nicht so ein Chaos wird wie in dem vorhergehenden 
Projekt (Ing.-Büro mit 20 MA). Bei der Jahresrechnung die denen gestellt 
wurde (ca. 130 k€ inkl. MWSt.) war da ein Wundermann erwartet worden. 
Ich denke, dass es für die auch kaum wirtschaftlich darstellbar ist bei 
deren Stundensätzen. Für mich ist es auch unrealistisch, dass ein 
Fachplaner dort 100 % seiner Arbeitsstunden auf die Projekte umlegen 
kann. Ich hoffe nicht zum Ing.-Büro zu müssen über einen DL.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Danilo schrieb:
> Für mich ist es auch unrealistisch, dass ein
> Fachplaner dort 100 % seiner Arbeitsstunden auf die Projekte umlegen
> kann. Ich hoffe nicht zum Ing.-Büro zu müssen über einen DL.

Äh? wieso nicht?
100% produktiv ist der gute Planer vom "Fach"!

Beitrag #6109914 wurde von einem Moderator gelöscht.
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