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Forum: Platinen Günstiger Lötkolben/Lötstation für SMD 2019


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von Yves G. (ygoe)


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Hallo,

ich suche hier grade verzweifelt nach einem Gerät, um SMD-Platinen und 
kleinere ICs löten zu können. Was man hier auf der Infoseite so liest, 
wäre eine Meißelspitze von ca. 1,3 mm dafür gut geeignet. Und damit 
beginnt bereits das Drama.

Also grundsätzlich sehe ich den Unterschied zwischen Lötstation und 
Lötkolben nicht. Bei einem ist noch ein Kasten dabei, beim anderen 
nicht. Temperaturregelung können beide haben oder nicht haben. Was ich 
hier im Forum lese, braucht man die wohl nur für größere Lötstellen oder 
zu hoher Heizleistung. Analogeinstellung würde wohl reichen, digital 
bringt nichts.

Dann gibt es Lötkolben ab 10 € und Lötstationen ab 50 €. Passende 
Lötspitzen? Bei den günstigeren Fehlanzeige. Entweder gar nichts 
verfügbar (z.B. die Geräte, zu denen die Spitzen passen, sind längst 
ausverkauft) oder z.B. bei "Toolcraft" gibt es unter derselben 
Produktbezeichnung wie "ST-50D" mindestens drei verschiedene Geräte. 
Kann man also nicht kaufen, man weiß ja nicht, was man bekommt und ob es 
passt. Lötkolben oder -stationen mit bereits enthaltener oben 
beschriebener Spitze habe ich keine gesehen, also sollte ich wohl 
vorsehen, eine passende Spitze mitzukaufen.

Die meisten Forenthreads sind so alt, dass die genannten Geräte nicht 
mehr verkauft werden. Es scheint also Zeit für einen neuen Thread zu 
sein.

Was ich möchte ist folgendes:

* Löten, ab und zu mal "kleinere" Mengen (aus der Sicht von euch Profis 
hier), also mal eine Platine von 8x8 cm oder so. Aber nicht mehrmals 
jede Woche.
* SMD-Bauteile und kleinere ICs mit Pinabständen von 1,27 mm oder 0,95 
mm
* natürlich auch Through-Hole-Bauteile und ganz einfach Drähte/Kabel
* möglichst kompakte Abmessungen, da ich nicht übermäßig viel Platz habe
* gutes Handling, nicht allzu lange Spitze vor dem Griff

Für diese Anforderungen gibt es nirgendwo Suchfilter. Also muss ich 
Menschen fragen... ;-)

Wenn ich mir das so anschaue, würde ich mal ein Budget von 50 € für 
einen Lötkolben oder 100 € für eine Lötstation veranschlagen. Wie 
gesagt, ich kann die Unterschiede nicht einordnen. Wenn es für eine 
erträgliche Qualität und die Verfügbarkeit geeigneter Spitzen unbedingt 
etwas teurer sein muss, ist das für mich akzeptabel. Aber spätestens bei 
150 € bin ich raus.

: Verschoben durch Moderator
von Stefan F. (stefanus)


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Ich habe mir gerade diese bestellt: 
https://www.amazon.de/gp/product/B075WSPMGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Ich fand die Produktbeschreibung und die Bewertungen ansprechend.

Wenn du noch ein paar Wochen Zeit hast, kannst du dann nochmal 
nachfragen, wie ich damit zufrieden bin.

Wobei ich mit SMD Löten noch keine Erfahrung habe. Wenn das Zeug da ist, 
werde ich versuchen, mich mit jemandem zu treffen, der Erfahrung hat. 
Der kann dann vielleicht auch mal was zu diesem Gerät sagen.

von SMD (Gast)


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Stefanus F. schrieb:
> Ich habe mir gerade diese bestellt:
> 
https://www.amazon.de/gp/product/B075WSPMGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
>
> Ich fand die Produktbeschreibung und die Bewertungen ansprechend.
>
> Wenn du noch ein paar Wochen Zeit hast, kannst du dann nochmal
> nachfragen, wie ich damit zufrieden bin.
>
> Wobei ich mit SMD Löten noch keine Erfahrung habe. Wenn das Zeug da ist,
> werde ich versuchen, mich mit jemandem zu treffen, der Erfahrung hat.
> Der kann dann vielleicht auch mal was zu diesem Gerät sagen.

Meine Güte, das schaut aber echt nach Schäppchen aus :)
Berichte mal, ich bin nämlich gerade selber auf der Suche.

PS: Fragt man normalerweise nicht erst einen, der Ahnung hat und 
bestellt dann?

von test (Gast)


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Naja, ist der standart billig China Lötkolben mit alter Technik 
(Lötspitze und Heitzelement/Temp. Fühler getrennt). Sollte sich in der 
Funktion nicht von den dutzenden ähnlichen Modellen unterscheiden ;-)
Vorteil ist das es Lötspitzen günstig in größer Auswahl gibt. Und auch 
das Handgerät gibt es als Erzatz super billig. Kann man mit Löten 
(natürlich auch SMD).

Ich habe die Variante mit 230V Heizelement ohne Station. SMD ist kein 
Problem. Die Probleme die ich bisseher hatte liessen sich alle auf 
fehlende Übung zurückzuführen ;-) Einfach mal machen und üben ist sehr 
viel wichtiger als die Frage des Modell/Hersteller des Kolbens.

von Stefan F. (stefanus)


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> Also grundsätzlich sehe ich den Unterschied zwischen Lötstation
> und Lötkolben nicht. Bei einem ist noch ein Kasten dabei, beim
> anderen nicht.

Die Lötkolben von Lötstationen sind in der Regel kleiner, leichter und 
haben ein weicheres Anschlusskabel. Manchen Leuten ist wichtig, einen 
potentialfreien Lötkolben zu haben, was nur Lötstationen (aber nicht 
alle) bieten können. Lötkolben mit Netzkabel müssen geerdet sein.

Achtung: Aus China gibt es sehr Preisgünstige Lötkolben ohne Erdung. Die 
geben einige zig Volt an die Schaltung ab, welche Kapazitiv vom Heizer 
kommt. Für CMOS Bauteile ist das sicher ganz schlecht. Ich habe so ein 
Ding zu hause liegen, und weiß nicht, wozu ich es benutzen kann. Muss 
wohl einen Potentialausgleich irgendwie nachrüsten.

> Passende Lötspitzen? Bei den günstigeren Fehlanzeige.

Ich hatte noch nie Probleme, passende Lötspitzen zu kaufen. Weder bei 
Markenprodukten (Ersa, Weller) noch bei Billigkram aus China. Abgesehen 
von den ersten Original-Spitzen hatte ich mit nachgekauften Spitzen auch 
noch nie Qualitätsprobleme. Fürs Hobby sind die alle langlebig genug.

> weiß ja nicht, was man bekommt und ob es passt

Das finde ich auch ärgerlich. Vorteil bei den Teilen aus China: Die 
haben anscheinen alle die gleichen Abmessungen. 1 Shyce fits all.

Die letzte Lötstation, die ich mit kaufte war eine Weller WHS40 (die 
analoge Version ohne Display). Mit der bin ich seit 20 Jahren 100% 
zufrieden. Nur für die ganz feinen SMD Teile ist sie nicht so gut 
geeignet, deswegen habe ich mit die oben genannte Station dazu bestellt. 
Die WHS40 wird aber sicher weiterhin mein Haupt-Arbeitsgerät bleiben.

von Stefan F. (stefanus)


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SMD schrieb:
> Fragt man normalerweise nicht erst einen, der Ahnung hat und
> bestellt dann?

Habe ich gemacht. Ich soll mindestens 500€ ausgeben, alles andere sei 
nur Selbstverstümmelung. Ich lebe allerdings einer andere finanzielle 
Sphäre, insofern nützt mir dieser gut gemeinte Rat nichts.

von Stefan F. (stefanus)


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test schrieb:
> Einfach mal machen und üben ist sehr
> viel wichtiger als die Frage des Modell/Hersteller des Kolbens.

Das war bisher auch meine Löt-Erfahrung. Meinen Kindern habe für die 
ersten Versuche 10€ Lötkolben im 90er Jahre Style gekauft - und auch 
damit kann man sauber arbeiten. Nur bei der Temperatur-Regelung musste 
man Kreativ nachhelfen - mit einem schwachen Ventilator .-)

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Boah, meine Rechtschreibung ist heute wieder unter aller Sau. Ich schäme 
mich!

von W.S. (Gast)


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Yves G. schrieb:
> ich suche hier grade verzweifelt nach einem Gerät, um SMD-Platinen und
> kleinere ICs löten zu können. Was man hier auf der Infoseite so liest,
> wäre eine Meißelspitze von ca. 1,3 mm dafür gut geeignet. Und damit
> beginnt bereits das Drama.
>
> Also grundsätzlich sehe ich den Unterschied zwischen Lötstation und
> Lötkolben nicht. Bei einem ist noch ein Kasten dabei...

Wenn du das derart äußerlich siehst, dann übersiehst du einiges.

Also: beim einzelnen Lötkolben hast du entweder immer 220 Volt im Kolben 
oder wieder ein "Kästchen" sprich Transformator.

Nun sind heiße Dinge wie Lötspitzen, 220 Volt, spitzennaher Sensor und 
Temperaturregelung nicht unter einen Hut zu kriegen. Bei "geregelten" 
Lötkolben hast du also immer nur eine Art Leistungs-Steller, aber keine 
wirkliche Regelung.

Bei einer Lötstation ist die gesamte Lötkolben-Seite auf Niederspannung, 
so im Bereich 12..24 Volt und vom Netz galvanisch getrennt. Das 
vereinfacht alles. Deshalb kann man hier Lötkartuschen haben, wo Heizer 
und Fühler in der Spitze drinstecken, sämtliche Isolationsprobleme sind 
entschärft und man kann eine gute Temperatur-Regelung haben.

Ich selber habe jahrzehntelang mit einem Weller Magnastat gelötet, das 
ging - auch für feinste SMD.

Aber durch Zufall war ich vor einiger Zeit bei Ali auf die chinesischen 
Quicko-Lötstationen gestoßen, die eine T12-Kartusche als Lötspitze haben 
- und diese Quicko's sind tatsächlich ein ganzes Stück besser als mein 
betagter Magnastat. Die Dinger liegen bei etwa 30..50 € und rangieren so 
im 60..70 Watt Bereich.

Allerdings löte ich seit vorigem Jahr mit JBC - aber mit selbstgebautem 
Zeugs rund um die Kartusche. Siehe Mechanik-Forum, hab's hier mal 
gepostet. Wenn man sich da was selber baut, kommt man auch locker unter 
die 50€ - vorausgesetzt, man hat seine Freude am Selbermachen von sowas. 
Wenn nicht, dann wäre so eine Quicko-T12 mein Vorschlag.

Von den neueren Weller's und bauähnlichen Gerätschaften bin ich nicht 
überzeugt. Grund: Die Heizpatrone ist getrennt von der Spitze - und bei 
Weller ist die Heizung genau so wie im Magnastat im Halterohr enthalten. 
Lediglich den Magnetschalter haben sie gegen einen Keramik-Fühler mitten 
im Halterohr ersetzt. Da sind die eigentliche Spitze, der Heizer und der 
Fühler thermisch schlechter gekoppelt als bei JBC oder T12. Das macht 
nicht nur ein weniger gutes Regelverhalten, sondern es begrenzt auch die 
Leistung des Kolben auf so etwa 50..80 Watt.

W.S.

von Timo N. (tnn85)


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Stefanus F. schrieb:
> Ich habe mir gerade diese bestellt:
> 
https://www.amazon.de/gp/product/B075WSPMGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Hm. Ich finde zwar nicht, dass man eine 500€ Lötstation von Weller 
braucht, aber wenn bei deiner mit 765W geworben wird und unten nur 45W 
Heizleistung am Kolben angegeben sind macht mich so ein Angebot immer 
stutzig.
Ich denke man brauchst schon einen Kolben mit 80W, wenn man mal was an 
einem Kühlkörper oder so lötete.
Ich will dann auch nicht auf den Rework-Fön zurückgreifen müssen (zu 
ungenau).
Außerdem weiß ich auch nicht, welche Qualität die Spitzen haben und ob 
ich die später noch irgendwo her bekomme..

Hab eine von Conrad ST-80D. Jetzt heißt das Toolcraft. Bin ganz 
zufrieden damit. Hab die aber auch geschenkt bekommen. Einziger Nachteil 
-und ich finde das mittlerweile extrem wichtig - die hat keine 
automatische Abschaltung nach ner gewissen Zeit. Hab schon oft vergessen 
die Station auszumachen und das ist für mich der Nummer 1 Grund für 
kaputte Lötspitzen.  Zusätzlich hab ich noch ne billige Reworkstation 
für 30€ vom Chinamann.

Wie schon gesagt: Eine 500€ Weller muss es aus meiner Sicht weder für 
Hobby noch Professionell sein - erst recht nicht, weil ich seit diesem 
Primary-Fuse-Gate Skandal (fehlende Sicherung auf der Primärseite des 
Trafos) auch enttäuscht von einer deutschen Marke bin, die bei mir ganz 
um die Ecke lokalisiert ist. Fand deren Preise aber auch immer schon 
unverschämt.

Bei EEVBlog wird ja auch oft das Thema Lötstation behandelt. Eventuell 
da sich mal die Vergleiche anschauen und was über Lötstationen lernen.

: Bearbeitet durch User
von Yves G. (ygoe)


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Stefanus F. schrieb:
> Ich habe mir gerade diese bestellt:
> 
https://www.amazon.de/gp/product/B075WSPMGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Oh, das ist ja die Wollmilchsau, eierlegend, mit Marmeladenglashalter.

Stefanus F. schrieb:
> Die letzte Lötstation, die ich mit kaufte war eine Weller WHS40

Hab ich mir angeschaut, liegt grad so um 75 €. Würde denk ich 
prinzipiell reichen. Hast du auch das Problem mit dem zu flachen 
Schwammhalter, von dem alle schreiben? Aber Trockenreinigung soll ja eh 
besser sein. Und ich frage mich ja, wie man mit dem blinden Drehrädchen 
die Temperatur genauer als nur „kühler“ und „heißer“ einstellen soll?

Nimmst du dann die 2,0-mm-Spitze, die dabei ist? Welche der hundert* 
angebotenen Spitzen würde auf dieses Gerät passen? Dazu finde ich auch 
weiterhin keine hilfreichen Informationen. Alles, was ich herausfinde, 
ist, dass eben nicht alles überall passt.

*) Genau 111 für Weller bei Reichelt.

von test (Gast)


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W.S. schrieb:
> Nun sind heiße Dinge wie Lötspitzen, 220 Volt, spitzennaher Sensor und
> Temperaturregelung nicht unter einen Hut zu kriegen. Bei "geregelten"
> Lötkolben hast du also immer nur eine Art Leistungs-Steller, aber keine
> wirkliche Regelung.

Das liest man öfters, ist aber falsch.

Mein geregelter 230V 10€ China Lötkolben regelt wirklich auf die 
eingestellte Temperatur. Wobei andere 10€ China Lötkolben nur einen 
Leistungsteller haben.
Also gehen tut es, geben tuts das auch.


Und dann gibts ja noch die ts100 und ts80 (Lötspitze und Heizung/Fühler 
eine Einheit und überhaupt nicht klobig). Das dürfte wohl die 
Budgetempfehlung sein wenn man das passende Netzteil hat.

von Stefan F. (stefanus)


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Timo N. schrieb:
> Ich finde zwar nicht, dass man eine 500€ Lötstation von Weller
> braucht, aber wenn bei deiner mit 765W geworben wird und unten nur 45W
> Heizleistung am Kolben angegeben sind macht mich so ein Angebot immer
> stutzig.

Das ist doch offensichtlich die Gesamt-Stromaufnahme.

Der Lötkolben hat 45W, das "Labornetzteil" für Arme hat 15W, und dann 
kommen noch einige hundert Watt auf das Heißluftgerät, wegen dem ich 
diesen Kasten primär bestellt habe.

> Ich denke man brauchst schon einen Kolben mit 80W,
> wenn man mal was an einem Kühlkörper oder so lötete.

Sicher, habe ich auch. Aber eben nicht in SMD kompatiblem Format.

> Außerdem weiß ich auch nicht, welche Qualität die Spitzen
> haben und ob ich die später noch irgendwo her bekomme.

Die Spitzen sind 08/15 Standard, bekommt man praktisch überall außer bei 
Conrad. Ich habe die in der Praxis in Kindergruppen erlebt - sind völlig 
Ok.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Yves G. schrieb:
>> Die letzte Lötstation, die ich mit kaufte war eine Weller WHS40
> Hab ich mir angeschaut, liegt grad so um 75 €. Würde denk ich
> prinzipiell reichen.

Ja, aber der Preis (teilweise über 100€) ist eine Unverschämtheit. Das 
war er vor 20 Jahren schon, aber nicht so extrem.

> Hast du auch das Problem mit dem zu flachen
> Schwammhalter, von dem alle schreiben?

Der ist unbrauchbar. Ich nutze eine Espressotasse mit Messingwolle.

> Und ich frage mich ja, wie man mit dem blinden Drehrädchen
> die Temperatur genauer als nur „kühler“ und „heißer“ einstellen soll?

Sehr gut. Da stehen auf der oberen Kante gut sichtbare Zahlen drauf - 
leider sieht man die auf den meisten Produktfotos wegen dem Blickwinkel 
nicht.

> Nimmst du dann die 2,0-mm-Spitze, die dabei ist?

Ich verwende eine 2mm Meißelspitze - aber für SMD ist die nicht gut. Für 
Lochraster jedoch optimal, und das ist mein Haupt-Einsatzgebiet.

In den Lötkolben der Weller WHS40 passt jede einfache Spitze mit 4mm 
Voll-Material. Sie wird durch eine Nabenschraube fixiert.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Stefanus F. schrieb:
> Das ist doch offensichtlich die Gesamt-Stromaufnahme.

Ja, das war mir schon klar. Es ist halt so, dass ich sowas bei so 
Produktbeschreibungen nicht mag und bei mir dann alle Alarmglocken 
angehen, dass auch an anderer Stelle scheiße gelabert wird. Jeder 
Anfänger würde bei so einer Beschreibung gleich denken: "Was? Der hat 10 
mal so viel Leistung wie der Weller/Ersa/Hakko what weiß ich? Geil! Den 
nehme ich." Das ist für mich halt etwas unseriös.

Hier geht es ja um ein sehr wichtiges Werkzeug, dass ich lange nutzen 
will. Bei Step-Down-Reglern/Arduino greife ich auch zu China, aber 
hier...

Es ist einfach so, dass ich dann diesen Geräten dann generell nicht 
traue. So eine Angabe gehört für mich nicht in den Produkttitel, 
höchstens am Rand irgendwo in den technischen Daten.

> Der Lötkolben hat 45W, das "Labornetzteil" für Arme hat 15W, und dann
> kommen noch einige hundert Watt auf das Heißluftgerät, wegen dem ich
> diesen Kasten primär bestellt habe.

Bin halt persönlich auch kein Freund von diesen Kombinationen. Geht eine 
Funktion kaputt und man kann es nicht mehr reparieren (keine 
Ersatzteile, da China), dann hat man so nen riesen Kasten auf dem Tisch, 
von dem ich nur noch eine Funktion nutzen kann.
Und auch die 45W überzeugen mich einfach nicht. Hatte auch schon oft bei 
etwas dickeren Kabeln Probleme mit meinen 80W (mit dicker Lötspitze).

Aber wie gesagt: Just my 2 cents.

von Stefan F. (stefanus)


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Timo N. schrieb:
> Jeder Anfänger würde bei so einer Beschreibung gleich denken

Wenn man chinesische Produkte kauft, lernt man das ganz schnell.

Wir deutsche sind nicht besser. Bei Tütensuppen erwartet z.B. niemand, 
dass die Suppe wirklich so aussieht, wie auf der Tüte abgebildet. Im 
Gegensatz dazu schreiben die Chinesen deutlich ehrlicher "mit 
künstlichem Hühner Aroma" drauf.

von test (Gast)


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Timo N. schrieb:
> Geht eine Funktion kaputt und man kann es nicht mehr reparieren (keine
> Ersatzteile, da China)

Gerade für die üblichen China Lötstationen bekommt man die Ersatzteile 
super billig aus China.

von Yves G. (ygoe)


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W.S. schrieb:
> wäre so eine Quicko-T12 mein Vorschlag.

Das sieht auch nett aus. Fertiges Gerät, Temperatureinstellung, 
flexibles Kabel, geerdet, schnelles Aufheizen, verschiedene Spitzen klar 
erkennbar verfügbar. Leistung ist nicht angegeben; bei Ersatzspitzen 
steht aber 75 W.

Ich schätze mal, dass die Meißelform dann dem D-Typ entspricht und das 
Kit mit zwei Spitzen (ich versuche, per Nachricht an den Verkäufer D12 
und D16 mit 1,2/1,6 mm auszuwählen) für 36 € dann meins wäre. Ein 
verlockendes Angebot, wenn auch mit 3 Wochen Lieferzeit.

von Yves G. (ygoe)


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Achso, da kein Halter dran ist, müsste doch sowas hier gut dazu passen: 
Ebay-Artikel Nr. 352697390909

Macht dann insgesamt 43 €.

von wolle g. (wolleg)


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Man kann offensichtlich auch eine Wissenschaft daraus machen.
Aber warum soll ein Lötkolben zum Löten von SMD-Bauteilen 80W haben?
Bei mir reicht dafür ein 12V/16W –Lötkolben, der noch aus DDR-Zeiten 
stammt und damit > 35  alt ist. Bei Bedarf  muss nur mal die Lötspitze 
nachgefeilt werden, da diese aus blankem Kupfer besteht und sich im 
Laufe der Zeit abarbeitet.
Damit lassen sich neben Bauteilen im 0603-Gehäuse auch LQFP 100
im 0,5mm Raster fehlerfrei löten. Etwas schwieriger wird es bei mir mit 
QFN Gehäuse.

von Timo N. (tnn85)


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test schrieb:
> Gerade für die üblichen China Lötstationen bekommt man die Ersatzteile
> super billig aus China.

Auch noch in 3 Jahren? Für meine Toolcraft gibt es jetzt nach 10 Jahren 
noch Spitzen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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wolle g. schrieb:

> warum soll ein Lötkolben zum Löten von SMD-Bauteilen 80W haben?
> Bei mir reicht dafür ein 12V/16W –Lötkolben, der noch aus DDR-Zeiten
> stammt und damit > 35  alt ist.

Cool. Noch einer, der die Delta Lötkolben zu schätzen weiß. Mein 
meistgenutzter Kolben ist ein eben solcher. Mittlerweile mit einer 
AVR-basierten Temperaturregelung (mißt Strom und Spannung am PTC- 
Heizelement). Zwei liegen noch in Reserve. Reicht bis zur Rente.

> Bei Bedarf  muss nur mal die Lötspitze
> nachgefeilt werden, da diese aus blankem Kupfer besteht und sich im
> Laufe der Zeit abarbeitet.

Was IMHO nur Vorteile hat. Wenn man einen Elektriker kennt, kann man 
Reststücke 10mm² Kupferdraht schnorren und sich so einen endlosen Vorrat 
an Lötspitzen bauen. Kegel, Pyramidenstumpf, Hohlspitze, kurz, lang, 
wahlweise abgebogen. Man sollte bleifreies Lot mit 2% Kupferanteil 
verwenden. Dann halten die Spitzen länger.

von Klaus R. (klaus2)


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ZD931 und 858D+ und fertig...such mal hier im Forum danach. Und lass dir 
keinen JBC Hokuspokus fürs Hobby anquatschen ;)

Klaus.

von Christopher J. (christopher_j23)


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Klaus R. schrieb:
> ZD931 und 858D+ und fertig...such mal hier im Forum danach. Und lass dir
> keinen JBC Hokuspokus fürs Hobby anquatschen ;)

Ich besitze privat sowohl eine "JBC Hokuspokus"-Station, als auch so 
einen 858D Chinakracher. Für SMD bevorzuge ich ganz klar die 
China-Heißluftkiste in Kombination mit ordentlicher Lötpaste.
SMD ist mit Heißluft eigentlich viel gutmütiger als THT was die 
Anforderungen an die Lötgerätschaften angeht. Es gibt keine 
Kontaktflächen die oxidieren können, keine schlagartigen Veränderungen 
in der thermischen Masse, etc. Demnach reicht mir da so ein 30€ Gerät 
auch vollkommen aus. OK, die Regelung von dem Teil ist für die Katz und 
schwankt sehr stark in Abhängigkeit des Luftstroms aber man kann es 
mittels Thermoelement und Multimeter für einen "Arbeitspunkt" 
kalibrieren. Ich löte eigentlich immer mit 360°C und Luftstrom auf Stufe 
4 (von 10). Was am Ende auf der Platine ankommt wird schlussendlich am 
meisten durch den Abstand bestimmt.

Für THT hingegen (und für "mal eben schnell" einen kleinen IC verlöten 
ohne die Paste aus dem Kühlschrank holen zu müssen) schwöre ich auf 
meine JBC-Station, obwohl ich denke das man mittlerweile auch mit den 
TS100 und co ganz vernünftige Lötkolben für kleines Geld bekommt (meine 
JBC habe ich gebraucht für 150€ bekommen, zzgl. 30€ für ein paar neue 
Spitzen).

von René F. (therfd)


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Klaus R. schrieb:
> ZD931 und 858D+ und fertig...such mal hier im Forum danach. Und lass dir
> keinen JBC Hokuspokus fürs Hobby anquatschen ;)
>
> Klaus.

Naja jeder wie er möchte, wenn ein Hobby-Bastler eine Vorliebe für JBC 
hat und bereit ist entsprechend Geld auf den Tisch zu legen, warum 
nicht?

Andere Menschen restaurieren in ihrer Freizeit Oldtimer und geben dafür 
deutlich mehr Geld aus.

Ich arbeite zwar in der Firma mit JBC, privat habe ich mir aber „nur“ 
eine gebrauchte Weller WS81 gegönnt.

Hatte auch vor einigen Jahren mal ne ZD931, hat auch problemlos 
funktioniert, die Station habe ich dann aber an einen jungen Schüler 
verschenkt.


Eine JBC Lötstation ist aber finanziell noch harmlos, wenn ich überlege 
wieviel Geld ich in den letzten Jahren für Messtechnik investiert habe, 
teils einfach nur aus Sammelleidenschaft ;)

Gottseidank hält sich das ganze bei mir noch einigermaßen in Grenzen, 
wenn ein neues Gerät kommt muss dafür meistens ein anderes Gerät gehen, 
sonst könnte ich mein Arbeitszimmer schon längst nicht mehr betreten. In 
mancher Hinsicht ist mein Arbeitszimmer besser ausgestattet als unser 
Labor in der Firma.

von M.M.M (Gast)


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Hallo

Timo N. schrieb:
> Ich denke man brauchst schon einen Kolben mit 80W, wenn man mal was an
> einem Kühlkörper oder so lötete.

Man braucht vor allen Dingen einen Lötkolben/-station, der/die 
ordentlich regelt und Wärme zügig nachliefert. Genau das trifft aber mal 
auf die..

> Hab eine von Conrad ST-80D. Jetzt heißt das Toolcraft. Bin ganz

..nicht zu, zumindest dann nicht, wenn die ähnlich aufgebaut ist wie die 
ST-80A.

> zufrieden damit. Hab die aber auch geschenkt bekommen. Einziger Nachteil
> -und ich finde das mittlerweile extrem wichtig - die hat keine
> automatische Abschaltung nach ner gewissen Zeit. Hab schon oft vergessen

Na, daß dürfte doch wohl für einen Bastler kein Problem sein.

Timo N. schrieb:
> Hier geht es ja um ein sehr wichtiges Werkzeug, dass ich lange nutzen
> will. Bei Step-Down-Reglern/Arduino greife ich auch zu China, aber
> hier...

Ja, was meinst Du denn, wo Dein Teil herkommt?

> Und auch die 45W überzeugen mich einfach nicht. Hatte auch schon oft bei
> etwas dickeren Kabeln Probleme mit meinen 80W (mit dicker Lötspitze).

Was mich jetzt nicht wirklich überrascht, s.o. und s.u.
Und jetzt mal Butter bei die Fisch: Ich hatte mal jeweils eine ST80A und 
eine ST50A mit defekten Lötkolben (Heizelementen) bekommen. Bei 
Austausch des Heizelements der ST80A konnte man feststellen: Das Ding 
hat keinen Temperaturfühler im Heizelement, im Gegensatz zu den meisten 
Chinastationen. Zwischen Heizelement und aufgesteckter Lötspitze ist 
Spiel, also Luft (wurde hier im Forum schon ein paar mal diskutiert). 
Dadurch wird z.b. schon mal die Nachregelung schnarchlangsam.
Und dann passiert es halt, daß an einer entsprechend großen Wärmesenke 
die Brühe zähflüssig wird, wo Andere mit "richtigen" Lötkolben mit 
durchaus weniger Leistung eben keine Probleme haben.

Timo N. schrieb:
> test schrieb:
>> Gerade für die üblichen China Lötstationen bekommt man die Ersatzteile
>> super billig aus China.
>
> Auch noch in 3 Jahren? Für meine Toolcraft gibt es jetzt nach 10 Jahren
> noch Spitzen.

Na selbstverständlich, was hast Du gedacht, wo Dein Lötkolben und die 
Spitzen herkommen. Mal frei geschätzt kommt 1/3 aller Chinalötstationen 
mit Lötkolben daher, die die gleichen Spitzen haben wie Dein Lötkolben 
und genau aus dem Grund kann man die an den üblichen Marktplätzen im 
Netz sackweise nachkaufen.

MfG

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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M.M.M schrieb:
> Na, daß dürfte doch wohl für einen Bastler kein Problem sein.

Ich habe zwar eine Ausbildung zum Industrieelektroniker, bin aber schon 
seit 30 Jahren nur noch Bastler und seit einiger Zeit Besitzer einer JBC 
(und damit überaus zufrieden). Und ich habe schon mehrfach bemerkt, dass 
ich die Station vergaß auszuschalten. Ich sehe die automatische 
Abschaltung daher als überaus notwendig an.

von Manfred (Gast)


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W.S. schrieb:
> Von den neueren Weller's und bauähnlichen Gerätschaften bin ich nicht
> überzeugt. Grund: Die Heizpatrone ist getrennt von der Spitze - und bei
> Weller ist die Heizung genau so wie im Magnastat im Halterohr enthalten.

Bevor Du solch unwahre Behauptungen aufstellst, wäre ein Blick in das 
Angebot hilfreich. Schon vor etlichen Jahren hat Weller die RT-Spitze 
auf den Markt gebracht, da sind Heizung und Fühler fest in die Spitze 
integriert. Schönheitsfehler ist der Preis, die Spitzen kosten 20..30 
Euro.

René F. schrieb:
> Andere Menschen restaurieren in ihrer Freizeit Oldtimer und geben dafür
> deutlich mehr Geld aus.

Heutzutage ist Elektronik ein recht günstiges Hobby. Die Zeiten, wo ich 
eine weiße LED für 6 DM gekauft habe oder ein 2N3055 30 DM kostete, sind 
lange vorbei.

Noch billiger ist es, mit Mikrocontrollern zu arbeiten, wenn man die 
Zeit für die Programmierung nimmt und Kosten pro verbratener Stunde 
gegen die Materialkosten rechnet.

von M.M.M (Gast)


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Christian H. schrieb:
> M.M.M schrieb:
>> Na, daß dürfte doch wohl für einen Bastler kein Problem sein.
>
> Ich habe zwar eine Ausbildung zum Industrieelektroniker, bin aber schon
> seit 30 Jahren nur noch Bastler und seit einiger Zeit Besitzer einer JBC
> (und damit überaus zufrieden). Und ich habe schon mehrfach bemerkt, dass
> ich die Station vergaß auszuschalten. Ich sehe die automatische
> Abschaltung daher als überaus notwendig an.

Ja klar, aber für einen Bastler ist es ja kein Problem, eine Abschaltung 
zu basteln.

MfG

von Olaf (Gast)


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> Bevor Du solch unwahre Behauptungen aufstellst, wäre ein Blick in das
> Angebot hilfreich. Schon vor etlichen Jahren hat Weller die RT-Spitze
> auf den Markt gebracht, da sind Heizung und Fühler fest in die Spitze
> integriert. Schönheitsfehler ist der Preis, die Spitzen kosten 20..30
> Euro.

Ich halte dieses Gelaber sowieso fuer weitestgehend Bullshit. Da werden 
immer irgendwelche frühkindlichen Jugenderfahrungen mit chinesischer 
Billighardware mit dem ersten teuren Loetkolben verglichen.
Ich hab hier den WSP80 von Weller. Ja, da ist das Heizelement nicht Teil 
der Spitze. Aber die Spitzen sind sehr klein, und haben eine grosse 
Flaeche die genau passend auf das Heizelement gedrueckt wird. Das ist 
dann zusammengebaut genauso ein Teil mit perfektem Übergang. Und 
wichtiger, es funktioniert einfach und Loetspitzen kosten so 5-6Euro. 
Und weil ich von der Nutzbarkeit und der Verarbeitung ueberzeugt bin 
habe ich den nicht nur in der Firma sondern auch privat gekauft!
Ich hab mir sogar letztens mal den Spass gemacht bei Ebay ein 10er pack 
chinesischer Loetspitzen fuer einen anderen Loetkolben zu kaufen. Die 
hab ich hinten abgestochen und plangedreht. Da kostete mich eine Spitze 
0.5Euro und ich hab genug fuer alle Ewigkeiten. Sowas tut sicherlich 
nicht unbedingt not, aber ein Loetkolben wo ich 20Euro fuer eine Spitze 
bezahlen muss kaeme fuer mich privat nicht in Frage. Einfach weil man 
dann zuhause nicht 5-10Stk rumliegen haette. (verschiedene Typen, 
Ersatz) Da waere das immer nervig wenn eine Spitze kaputt geht und man 
erstmal eine Woche auf Ersatz warten muss.


Olaf

von Manu (Gast)


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Gönn dir den TS-100 Kolben und die passenden Spitzen dazu. Wenn du das 
Gerät mit 24 Volt versorgst, hast du solide 65 Watt.

Seit ich diesen besitze, nutze ich nichts anderes mehr. Für den Preis 
unschlagbar gut!

von spess53 (Gast)


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Hi

>Seit ich diesen besitze, nutze ich nichts anderes mehr. Für den Preis
>unschlagbar gut!

Die Rezension vom Bastelmagazin 'Make'

https://www.heise.de/make/artikel/Ausprobiert-Loetkolben-Miniware-TS100-3973425.html

hört sich nicht so prickelnd an:

Löten mit dem TS100 ist nicht die helle Freude aber für den 
Gelegenheitslöter und im mobilen Einsatz zusammen mit einem Akku 
durchaus ausreichend gut.

MfG Spess

von Olaf (Gast)


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Ich hab ueber den TS100 auch schonmal nachgedacht. So als Billigteil 
fuer die Garage oder so, kenne ihn aber noch nicht.

> Die Rezension vom Bastelmagazin 'Make'
> hört sich nicht so prickelnd an:

Das liesst sich IMHO so als wenn die Einaeugigen die Blinden kritisieren 
oder umgekehrt und man sich Fragen muss wer nun der Blinde war. :-D

Was ich da ueber die Firmware lesen muss ist schon ziemlich 
erschuetternd. Wie kann es sein das sowas einfaches nicht problemlos 
funktioniert? Wieso verschwenden Leute Lebenszeit darauf ein Bootlogo 
des Loetkolbens veraenderbar zu machen oder auch nur veraendern zu 
wollen? Warum sollte man sowas ueberhaubt anzeigen wollen?

Andererseits von einer Rezension haette ich erwartet das jemand mal ein 
paar Worte zum loeten mit dem Teil verschwendet. Wie liegt es in der 
Hand? Wie gut ist es fuer SMD, wie gut kann man etwas dickeres Loeten. 
Wie einfach klappt der Spitzenwechsel?

Das Konzept ein vorhandenes Netzteil zu nutzen hat ja einen gewissen 
Charme, allerdings waere ich da vorsichtig. Es gibt Netzteile ohne 
Erdung wo eventuell ueber die EMV-Kondensatoren am Eingang 120V auf GND 
liegt. Vermutlich nicht so gesund fuer die Bauteile oder?

Ausserdem wuerde mich interessieren wo das Beduerfnis herkommt das Teil 
auf ueber 400Grad einstellen zu muessen.


Olaf

von Yves G. (ygoe)


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Also ich werde mir jetzt mal die Quicko T12 bestellen. In ein paar Tagen 
wird es teurer und bis das Teil da ist, dauert's eh noch. Hatte gehofft, 
dass noch jemand was dazu sagen kann, aber das scheint wieder 
untergegangen zu sein oder alle verwenden teurere deutsche Markengeräte.

Den erwähnten Preis werd ich wohl korrigieren müssen: statt 36 steht da 
jetzt 37 €. Außerdem werd ich wohl noch Einfuhr-USt zahlen müssen, nehm 
ich an. Hoffentlich kein Zoll. Macht dann 44 € mit zwei Spitzen. Immer 
noch günstiger als hier verfügbare Einsteigergeräte mit weiterhin völlig 
unklarer Spitzenversorgung.

von W.S. (Gast)


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Manu schrieb:
> Gönn dir den TS-100 Kolben

..mit Bedienknöpfen am Griff?

Nee, bei einem Lötkolben will man (zumindest ich) einen Griff haben, wo 
man zufassen kann, ohne Gefahr zu laufen, ungewollt irgendwas zu 
verstellen.

W.S.

von Stefan F. (stefanus)


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W.S. schrieb:
> bei einem Lötkolben will man (zumindest ich) einen Griff haben, wo
> man zufassen kann, ohne Gefahr zu laufen, ungewollt irgendwas zu
> verstellen.

Bedenke, dass die Kids von Heute mit Smartphone* in der Wiege 
aufwachsen.

*) Gerne auch randlose Modelle oder mit Touch Sensor am Rand - in meinem 
Augen eine völlig bescheuerte Erfindung.

von test (Gast)


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spess53 schrieb:
> Die Rezension vom Bastelmagazin 'Make'
>
> 
https://www.heise.de/make/artikel/Ausprobiert-Loetkolben-Miniware-TS100-3973425.html
>
> hört sich nicht so prickelnd an:

Ich sehe da als einzigen Kritikpunkt ein Problem mit der Firmware das 
sich durch ein Update beheben lässt. Das sollte für einen echten Maker 
doch kein Problem sein ;-)

Das angedeutete Problem mit den Lötspitzen wäre ein interesannter Punkt 
gewesen wenn sie denn näher darauf eingegangen wären.


Irgendwie gibt einen der Artikel nix relevantes. Amazon Bewertungen 
lesen würde da vermutlich mehr rüberbringen.

von Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)


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Es ist bei solchen Threads immer das gleiche:

Gruppe 1: Ist mit DDR Ausrüstung zufrieden, will nix anderes auch wenn 
es besser wäre.

Gruppe 2: Die JBC/Weller/usw. Benutzer, schwören auf ihre (teure) 
Qualität und sind zufrieden, haben erkannt, dass es nicht schlimm ist 
wenn eine Spitze 20 Euro kostet weil man eh maximal 3 braucht welche man 
auch nach und nach kaufen kann.

Gruppe 3: Die Marken-Hasser, verabscheuen jede Marke, China muss 
reichen, Gebrauchte Markengeräte werden ignoriert.

Gruppe 4: Die TS100 Jünger, denken ernsthaft, dass ein viereckiger IOT 
Lötstift das beste seit geschnitten Brot ist.

Gruppe 5: Die Realisten, wollen nicht hunderte Euro ausgeben (sehr 
vernünftig) und besitzen deshalb eine WS81 oder JBC, gebraucht, um 150 
Euro.

Egal wie der China Lötmarkt es dreht, richtig arbeiten wird man mit so 
einer Heißluft,Löt,Netzteil Kombination nicht können, spätestens nach 
einem Jahr werden die ersten Mängel auftreten.

Ich kann jedem nur empfehlen auf Ebay eine Weller WS81 mit WP80 Kolben 
zu ersteigern, auch wenn es die JBC Jünger nicht glauben, das 
Heizelement im Kolben funktioniert 1A.
So hat man um ca. 150 Euro ein top Gerät welches man locker 10 Jahre 
hat, und wo man auch noch Spitzen bekommt, hier sogar beim örtlichen 
Werkzeughändler.
Dazu sind die Spitzen billig.

LG

von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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Yves G. schrieb:
> hoffentlich kein Zoll. Macht dann 44 €
musste bis jetzt bei Lieferung aus CH keine Einfuhrumsatzsteuer 
entrichten.
Summen gingen bis 100€.
War auch ordnungsgemäß deklariert, kein Gift. Rechnung dann außen 
ersichtlich & von Zoll entnehmbar.

Würde eher zur T12, v2.1s / KSGER tendieren.
Momentan aber kein Bedarf an neuer LS, alte langt vollkommen.

: Bearbeitet durch User
von ygoe (Gast)


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Olaf B. schrieb:
> Würde eher zur T12, v2.1s / KSGER tendieren.

Ich hatte ein YouTube-Video zu denen gefunden und KSGER kam dabei 
überhaupt nicht gut weg. Die anderen machten dagegen einen guten 
Eindruck.

Ach, YouTube hat sich das freundlicherweise für mich gemerkt: 
Youtube-Video "T12 OLED Soldering Station Review"

von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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Danke f. Link.

Bin - noch -  auf Suche. Habe aber noch Zeit.
Suche LS ohne Heißluft. LS mit Heißluft vorhanden.
KSGER sah / sieht f. mich immer noch gut aus.

Anforderungen:
  + kleener Lötkolben
  + ca 80W
  + wenig Platz benötigt
  + Eignung f. SMD
  + Kabel LS - Kolben nicht zu steif
  + Regelung plus Digitalanzeige

Hätte ich das Geld, würde ich ne JBC nehmen - ohne Wenn & Aber! :-)

Werde noch weitersuchen...

von Stefan F. (stefanus)


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Meine YIHUA (von der ersten Antwort ganz oben) Lötstation ist 
angekommen. Sie hat die erste Funktionskontrolle und meine 
Sichtkontrolle (auch innen) fast ohne Mängel bestanden.

Der Haken war: Irgend wo ein Depp von der Qualitätskontrolle hat seinen 
"QC passed" Aufkleber mitten auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, der 
nächste Depp hat das so eingebaut, und ein dritter hat das Gerät in 
diesem Zustand eingepackt.

Insofern habe ich ernsthafte Zweifel, ob da überhaupt so etwas wie eine 
Qualitätskontrolle existiert. Naja, die Funktion ist jedenfalls gegeben.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Olaf B. schrieb:
> Suche LS ohne Heißluft.
>   + ca 80W

Das schränkt die Auswahl erheblich ein. Die meisten billigen aus Asien 
haben nur ca. 50W, wobei ich schätze, dass das chinesische 50W sind 
(heisst: die 50W gelten nur in kaltem Zustand, danach 40W).

: Bearbeitet durch User
von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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Stefanus F. schrieb:
> Der Haken war: Irgend wo ein Depp von der Qualitätskontrolle hat seinen
> "QC passed" Aufkleber mitten auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, der
> nächste Depp hat das so eingebaut, und ein dritter hat das Gerät in
> diesem Zustand eingepackt.

grins...

Kenne ich nicht besser - auch aus DE :-)

Stefanus F. schrieb:
> meisten billigen aus Asien

muß nicht billig sein. Bei Werkzeug - vor allem im E-Bereich - zahle ich 
gerne auch mehr. Hier gilt f. mich der Spruch "wer billich kauft, kauft 
doppelt".

Sehe das in Firma. Alles muß billich sein. Kaufen dann oft 3-4x den 
selben Schrott! Lernen es nie - kein Wunder bei dieser GF!
Deswegen  viele Mechaniker mit eigen beschafftem Werkeug unterwegs. 
Fa-Werkzeug nur gruselig...

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Für tägliche Arbeiten würde ich diese Lötstation definitiv nicht 
empfehlen. Dafür wirkt sie nicht robust genug. Das ist ganz klar 
Hobbywerkzeug für einfache Ansprüche und wenig Beanspruchung.

Wer mit Verstand im Kopf würde mit solchem Billig-Werkzeug professionell 
(also täglich stundenlang) arbeiten wollen? Da sagt doch Preis schon 
alles, oder?

: Bearbeitet durch User
von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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Profis || ambitionierte Elektroniker bestimmt nicht.

Meine Erfahrung: es zählt nicht  - nur - das Werkzeug, sondern auch das, 
was Du damit machst / machen kannst.
Erfahrung ist alles.

Mein erster Lötkolben war ein Heizer f. 30 DM (70/80-er Jahre). Danach 
Weller LS - analog.
Und nu - Heißluft ReWork Station plus verschiedene Lötkölben. :-)

Ich kann damit die Arbeiten / Projekte, die ich machen möchte, 
erledigen.
Zu meiner 100%-egen Zufriedenheit.

Bin kein HWler - Hardware-Fuzzi, bin SWler - Softwerker. Mache aber in E 
seit meinem 15. Lebensjahr. Und das liegt schon ein paar Dekaden in der 
Vergangenheit. :-)

Und warum es hier von mir nix  / nicht viel zu sehen gibt, ist einfach 
erklärt:
  + es gibt bessere E'ler (Bernd, Gerhard, Uwe, Frank, Lothar, ...)
  + zu viele Neider  Idioten  Trolle unterwegs

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klaus2)


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...die T12A Teile sehen auch interessant aus - aber 80$ sind jetzt auch 
kein Schnapper - nur die Elektronik (ohne Netzteil) + Kolben wäre 
interessant :)

Klaus.

von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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sehe die ab ca. 40€ bei Ali...

von test (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> ...die T12A Teile sehen auch interessant aus - aber 80$ sind jetzt auch
> kein Schnapper - nur die Elektronik (ohne Netzteil) + Kolben wäre
> interessant :)


https://m.banggood.com/T12-Digital-Soldering-Station-OLED-Display-Control-Board-STC-Controller-Kit-p-1140746.html

Keine Ahnung von den verschiedenen Revisionen. Aber die Chinesen 
verkaufen auch gerne die Boards ihrer diversen Lötstationen einzeln.

von Alex F. (test432)


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Hallo,

ich habe ein Kombigerät namens "998D" 
Ebay-Artikel Nr. 202104177233
Das Teil ist aus Sicherheitsaspekten recht zweifelhaft ( Gehäuse und 
Heißluftpistole nicht vernünftig geerdet, viel zu geringe 
Isolationsabstände, zweifelhafte Leitungsquerschnitte, Heißkleber). Hier 
gibt es Bilder vom Innenraum: https://abload.de/gallery.php?key=kPmrLBH0
Aus technischer Sicht macht der Heißluftteil einen ganz guten Eindruck, 
der Lötkolben schafft allerdings eher 30-40W max anstatt der angegebenen 
60W. Man muss wirklich immer Volldampf (>400°C) geben und selbst dann 
kommt er bei etwas größeren thermischen Massen schnell an sein Limit. 
Die Lötspitzen sind erstaunlich Langlebig.
Extrem nervig ist das viel zu kurz geratene Kabel an Lötkolben und 
Heißluft(80cm) welches außerdem nicht hitzefest ist.
Ferner ist das Gehäuse ziemlich groß geraten.
Ich würde für Heißluft daher eher ein Einzelgerät empfehlen. Da ist man 
Flexibler, da man die Geräte bei Nichtgefallen einzeln austauschen kann.

von Stefan F. (stefanus)


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Alex F. schrieb:
> Hier gibt es Bilder vom Innenraum

Wow! Wenn meins so unsauber verarbeitet wäre, hätte ich es direkt wieder 
eingepackt und zurück geschickt. Das die sich überhaupt trauen, so etwas 
zu verkaufen!

> zweifelhafte Leitungsquerschnitte

Die sind mir auch aufgefallen. Allerdings passen die Sicherungen dazu.

> der Lötkolben schafft allerdings eher 30-40W max
> anstatt der angegebenen 60W.

Sage ich doch. Das wäre nicht der erste chinesische Lötkolben, der nach 
der Anheizphase wesentlich weniger Strom aufnimmt, als angegeben. Ich 
glaube die rechnen mit dem Kalt-Widerstand, der ist ja deutlich 
geringer.

> Man muss wirklich immer Volldampf (>400°C) geben und selbst dann
> kommt er bei etwas größeren thermischen Massen schnell an sein Limit.

Hmm, ich habe ihn gerade mit 320° ausprobiert, klappte wie erwartet 
super. Für größere Lötstellen brauchst ein mehr Leistung. Diese 
chinesischen 50W reichen wirklich nur für feine Arbeiten. Alles, was 
größer als gewöhnliches Lötauge ist, (z.B. der Rahmen einer USB Buchse) 
kann man damit nicht löten.

> Ferner ist das Gehäuse ziemlich groß geraten.

Kannst ja noch eine Kuckucksuhr einbauen :-) Mein 3-fach Gerät hat noch 
mehr Platz.

: Bearbeitet durch User
von Maria S. (doc-brown)


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Vielleicht wäre das Mal eine Überlegung:
Eine preiswerte Lötstation von einem guten Hersteller in Europa kaufen, 
bei der wirklich alles daran durchdacht ist, wie JBC in Barcelona. Da 
kann man sogar Mal vorbei schauen, denn die sind nicht in Übersee.

von W.S. (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Eine preiswerte Lötstation von einem guten Hersteller in Europa kaufen,
> bei der wirklich alles daran durchdacht ist, wie JBC in Barcelona.

"Preiswert" ist ein Wort aus der Werbe- und Höker-Branche.

JBC ist teuer. Punkt. Sowas zahlt ein privater Bastler selten bis nie, 
aber dort, wo beruflich gelötet wird, ist der Preis OK - weil es dort 
drauf ankommt, einigermaßen schnell löten zu können, ohne die Grenzwerte 
für die Bauteile zu verletzen. Und das heißt hohe Leistung im Kolben und 
schnelle Regelung.

W.S.

von Olaf B. (Firma: OBUP) (obrecht)


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Hohe Leistung, schnelle Regelung & gute Verarbeitung hat ihren Preis. Zu 
recht.

Mal sehen, vielleicht hol ich mir ne JBC f. privat :-)

von Gnorm (Gast)


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Stefanus F. schrieb:
> Der Haken war: Irgend wo ein Depp von der Qualitätskontrolle hat seinen
> "QC passed" Aufkleber mitten auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, der
> nächste Depp hat das so eingebaut, und ein dritter hat das Gerät in
> diesem Zustand eingepackt.

Und ein vierter Depp hat sie gekauft...

von Stefan F. (stefanus)


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Gnorm schrieb:
> Stefanus F. schrieb:
>> Der Haken war: Irgend wo ein Depp von der Qualitätskontrolle hat seinen
>> "QC passed" Aufkleber mitten auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, der
>> nächste Depp hat das so eingebaut, und ein dritter hat das Gerät in
>> diesem Zustand eingepackt.
>
> Und ein vierter Depp hat sie gekauft...

Nein, der vierte Depp hat das in Ordnung gebracht. Ich bin der 
Repariermann.

von Maria S. (doc-brown)


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Mir ging es dabei um unsere Arbeitsplätze hier in Europa.

Und am besten gleich zwei Stationen kaufen oder mit zwei Kolben, wenn 
man Teile entlöten (reparieren) möchte.

Man sollte auch Mal seine Arbeit als wertvoll ansehen und diese mit den 
üblichen Stundensätzen hochrechnen. Je kürzer die Lötzeit, umso mehr 
schont man die Bauteile. Wenn man dann die Bauteile oder Platine 
vermurkst oder endlos einen Fehler dadurch suchen muss, ist das nämlich 
teuer. Wer allerdings sowieso nicht weis, wie lange (immer schön 
mitzählen: einundzanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, weg) die 
einzelnen Halbleiterpins und bei welcher Temperatur gelötet werden 
dürfen (Datenblatt lesen) und planlos drauf los brät, der soll eben mit 
zweifelhaftem Werkzeug arbeiten. Wer zuhause bastelt, arbeitet unter 
erschwerten Laborbedingungen an seinen teuren Prototypen und muss sich 
auf sein Werkzeug verlassen können, sonst wird es nur frustrierend. Wir 
sind doch hier nicht im Murkser Forum.

Zudem einfach Mal den Preis durch die Jahre der Nutzung dividieren und 
die vielen dadurch möglichen Reparaturen bedenken, dann hat man sogar 
Geld gespart.

Gerade als Anfänger kann das Werkzeug gar nicht hochwertig genug sein. 
Da will man nicht auch noch mit einer Gurke kämpfen müssen.

von Stefan F. (stefanus)


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Maria S. schrieb:
> Zudem einfach Mal den Preis durch die Jahre der Nutzung dividieren

Ändert nichts daran, dass viele teure Werkzeuge zusammen schnell in den 
Bereich "unbezahlbar" kommen können. Ich kann mir auch nicht das beste 
Auto kaufen, auch wenn ich es gerne tun würde.

Jetzt kommt nicht mit dem Spruch "dann muss man eben Prioritäten 
setzen". Weil eben diese Prioritäten daran "schuld" sind, dass ich eben 
nicht beliebig viel Geld für Werkzeug ausgeben kann. Ich muss mit meinem 
Gehalt ja noch andere Dinge finanzieren, z.B. ein Dach über dem Kopf, 
Kleidung, Essen, Schule - für eine ganze Familie mit mehreren Kindern. 
Das hat Priorität.

: Bearbeitet durch User
von test (Gast)


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Abgesehen davon kochen die "Premiumhersteller" auch nur mit Wasser. Man 
hat nen Stück Metall am Griff das warm wird, damit lötet man dann. Und 
wenns schief geht ist zu 99% nicht der Lötkolben schuld ;-)

Hier wird so getan als ob man mit den günstigen nicht Arbeiten kann... 
absoluter Blödsinn.
Evtl. sind die Premium zuverlässiger und egonomischer. Und wenn was 
nicht geht hält der Hersteller Händchen. Aber das ist für privat nicht 
relevant.

Und dann werden noch Innovationen wie der ts100/ts80 runtergemacht nur 
weil die Priumhersteller so etwas nicht können und nicht wollen.

von Klaus R. (klaus2)


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...auf der Maloche hatten wir eine  WS80. Da das Labor nun renoviert 
wurde, habe ich die durch eine ZD931 ersetzen lassen (ernsthaft) - die 
recht neue WS80 war bzgl der originalen Spitze eine ABSOLUTE 
KATASTROPHE! Gelötet wird damit natürlich nur sehr sporadisch, aber nun 
mit gewohnter Qualität.

Klaus.

von Stefan F. (stefanus)


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Wirklich schlimm st eigentlich nur eine untaugliche Lötspritze, die das 
Zinn nicht annimmt, schwarz wird oder eine unpassende Form hat.

Die letzte richtig schlechte Lötspitze habe ich vor etwa 25 Jahren 
gesehen und sie kam ausgerechnet von Ersa. Hingegen habe ich in den 
letzten 5 Jahren mit den billigsten aus Asien bisher nur gute Erfahrung 
gemacht.

: Bearbeitet durch User
von Yves G. (ygoe)


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Oh je, wo eine so kleine unschuldige Frage dann hinführt.

Die Bestellung ging gestern raus, ich warte jetzt mehr oder weniger 
geduldig auf die Lieferung und werde berichten. So lange hab ich Zeit, 
andere Dinge zu bestellen und weiter Datenblätter von dem Zeug, das ich 
verbauen will, zu lesen. ;-)

Etliche Quellen beschreiben übrigens, dass bei China-Importen ab ca. 
26 € die USt zu zahlen ist (erst ab 5 € USt) und ab 150 € evtl. noch 
Zollgebühren. Vielleicht ist das bei der Schweiz anders.

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klaus2)


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Lötstationen sind eine GLAUBENSFRAGE (hier) :)

Klaus.

von Yves G. (ygoe)


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Klaus R. schrieb:
> Lötstationen sind eine GLAUBENSFRAGE (hier) :)

So sieht's aus. Aber ist ja schön, wenn jeder irgendwas glaubt. Das hat 
mir teilweise schon ein bisschen weitergeholfen. Zwischen Glauben und 
Wissen steht aber das Testen und das mache ich jetzt. Dauert leider 
noch.

von Olaf (Gast)


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> Der Haken war: Irgend wo ein Depp von der Qualitätskontrolle hat seinen
> "QC passed" Aufkleber mitten auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, der
> nächste Depp hat das so eingebaut, und ein dritter hat das Gerät in
> diesem Zustand eingepackt.

Hehe..ich waere ja fast vor Lachen vom Stuhl gefallen, aber dann ist mir 
eingefallen das mittlerweile auf jedem einzelnen Apfel, Birne oder 
Pfirsich den ich auf dem lokalen Marktplatz kaufe ebenfalls ein 
Aufkleber klebt den ich erstmal muehsam abpoppeln muss. Also wir sind 
mittlerweile genauso doof wie die chinesische Qualitaetskontrolle.


Und noch ein Wort zu Weller. Ich hab den WSP80 an einer anlogen Station 
weil ich von diesem speziellen Loetkolben ueberzeugt bin. Da ich in 
einer grossen Firma arbeite kenne ich das Programm von Weller (aber auch 
diverse andere Firmen) sehr gut aus eigener Anschauung. Und gerade 
Weller hat auch sehr viel ueberteuerten Murks im Programm. Und gerade 
der WSP80 hat in den letzten 10Jahren in der deutschen Industrie nach 
30Jahren so langsam ueberall den WTCP (fuer den es ein Umbaukit auf 
WSP-Spitzen gibt) abgeloest. Man kann so gut wie sicher sein das es fuer 
den WSP selbst in 20Jahren noch problemlos neue Spitzen geben wird.


Olaf

von Crazy H. (crazy_h)


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zu teuer?: 
https://www.reichelt.de/loetstation-rnd-560-00155-1-kanal-100-w-rnd-560-00155-p206051.html?&trstct=pos_0

Meine gesamt dritte Lötstation. Die erste war eine ELV ELS7001 (Kolben 
kaputt, gibts nicht mehr), die zweite eine ELV LS60 (vor nem halben Jahr 
der Kolben am Übergang in den Griff gebrochen: gibts nicht mehr) und 
jetzt die RND. Bis auf das Brummen des Trafos eigentlich ganz ok das 
Teil. Touch hätte aber nicht sein müssen.

.... ich hab aber die ersten beiden immer noch im Regal stehen :-D und 
die ELS7001 war meine liebste.

von Stefan F. (stefanus)


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Wer ist noch der Meinung, dass digitale Regelungstechnik und 
Temperaturanzeigen bei Lötstationen unnötige Spielereien sind?

: Bearbeitet durch User
von Crazy H. (crazy_h)


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Wenn du jetzt noch sagst Weller Magnastat ist spitze, dann fall ich vom 
Glauben ab.

Unnötig, aber ganz nett :-)

von Stefan F. (stefanus)


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Crazy H. schrieb:
> Unnötig, aber ganz nett :-)

Ja. Wenn ich die Wahl zwischen einer WHS40 analog für 50€ und einer 
WHS40 digital für 80€ hätte, würde ich die analoge nehmen und mir für 
die 30€ Differenz etwas anderes schönes kaufen.

von Manfred (Gast)


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Olaf schrieb:
> Und gerade
> der WSP80 hat in den letzten 10Jahren in der deutschen Industrie nach
> 30Jahren so langsam ueberall den WTCP (fuer den es ein Umbaukit auf
> WSP-Spitzen gibt) abgeloest.

In was für Klitschen bist Du unterwegs? WTCP (=Magnastat) wurde bei uns 
in den 80er-Jahren abgelöst und durch WECP benachfolgert. Eigentlich der 
gleiche Aufbau, aber anstatt des Magnetschalters mit einem Fühler und 
stufenlos einstellbarer Temperatur.

An diversen Plätzen gab es Metcal, weshalb die verschwunden sind, weiß 
ich nicht.

Seit Jahren findet man in der Fertigung keinen einzigen WECP mehr, man 
ist glücklich mit den RT-Kolben an unterschiedlichen Stationen.

Stefanus F. schrieb:
> Wer ist noch der Meinung, dass digitale Regelungstechnik und
> Temperaturanzeigen bei Lötstationen unnötige Spielereien sind?

Die Einstellung der Solltemperatur mit up-/down-Tasten finde ich doof. 
Wenn der Hersteller einigermaßen anständig kalibriert, tut es ein 
beschrifteter Drehknopf wie an den frühen Weller WECP.

Mein Eigenbau für Weller-RT hat ein Display und einen Drehencoder, im 
Nachhinein habe ich mich schon geärgert, dass ich als Einsteller nicht 
ein simples Drehpoti verwendet habe.

Wenn Du mit "digitale Regelungstechnik" wirklich die 
Schaltungeelektronik meinst, ja, das ist wohl Stand der Technik und bei 
einigen Spitzen garnicht anders möglich.

Stefanus F. schrieb:
> Wenn ich die Wahl zwischen einer WHS40 analog für 50€ und einer
> WHS40 digital für 80€ hätte, würde ich die analoge nehmen

Tue das, sieht nicht so hipp aus, aber ist in der Praxis vollkommen 
ausreichend.

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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M.M.M schrieb:
> Ja klar, aber für einen Bastler ist es ja kein Problem, eine Abschaltung
> zu basteln.

Mittlerweile habe ich nur noch wenig Zeit zum "basteln". Daher kaufe ich 
lieber gleich fertige Produkte. Nur wenn diese nicht hergeben, was ich 
will, wird etwas eigenes gebaut. Oft modifiziere ich auch lediglich 
(halb-)fertige Dinge. Daher können mir die Kundenberater im Baumarkt 
auch nur selten helfen: Was suchen Sie denn? Keine Ahnung; ich möchte 
dies und das machen und suche irgend etwas, was ich dafür 
zweckendfremden kann.

von MaWin (Gast)


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Yves G. schrieb:
> Also grundsätzlich sehe ich den Unterschied zwischen Lötstation und
> Lötkolben nicht

Der Unterschied wird interessant bei bleifrei vs. bleihaltigem Lot.

Das geht hier in der Diskussion unter.

Für bleihaltig kann man gut einen ungeregelten oder bloss per 'Dimmer' 
leistungs- aber nicht temperaturgeregelten Lötkolben aus DDR Produktion 
verwenden.

Nur bekommt man bei den üblichen Verdächtigen kein bleihaltiges Lot 
mehr.

Für bleifrei braucht man höhere Temperaturen und wenn die ungeregelt 
wären, würde die Überhitzung in den Lötpausen zu rapidem Verfall der 
Lötsitzen führen.

Man braucht heute für bleifreies Lot also temperaturgeregelte Lötkolben 
und die allermeisten davon sind nun mal Lötstationen (ich wüsste keinen 
einzigen Lötkolben, die haben alle nur Dimmer drin mit gefakter 
Temperaturskala). Gut ist z.B. Yihua 936 für Hobbyisten und JBC's AD2950 
für professionelle Anwender.

Dann bleibt noch die Frage, welches bleifreie Lot man denn für 
Handlötung nehmen sollte. Kupfer sollte bei den heute üblichen 
Dauerlötspitzen nicht drin sein, das brauchte man nur bei 
Kupferblankdraht. Silber ist teuer.

von wolle g. (wolleg)


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MaWin schrieb:
> Nur bekommt man bei den üblichen Verdächtigen kein bleihaltiges Lot
> mehr.

Dann hat man wahrscheinlich den richtigen Zeitpunkt  verschlafen, um 
sich rechtzeitig mit bleihaltigem Lötzinn einzudecken. Bei mir wandert 
vermutlich ein Teil meines Vorrates in die Erbmasse.

von Stefan F. (stefanus)


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MaWin schrieb:
> Nur bekommt man bei den üblichen Verdächtigen kein bleihaltiges Lot
> mehr.

????
Conrad hat es noch. Vielleicht nicht im Regal, aber auf jeden Fall an 
der Halbleitertheke.

von Yves G. (ygoe)


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MaWin schrieb:
> Nur bekommt man bei den üblichen Verdächtigen kein bleihaltiges Lot
> mehr.

Bei dem Elektronikversandhaus mit dem R gibt's welches. Genauer sag ich 
das mal nicht, sonst schnappt ihr mir das noch weg... ;-) Habe gelesen, 
dass es für Anfänger besser ist.

Habe aber auch gelesen, dass man bleihaltig und bleifrei nicht mischen 
kann/soll/darf. Und eine Lötspitze, die einmal so verwendet wurde, wird 
sich später vllt. schwer für das andere verwenden lassen. Und ich werde 
mir auch nicht merken, welche Platine ich womit gebaut habe, so dass 
Änderungen daran schwieriger werden.

Nun bin ich wieder verunsichert, ob ich nicht doch gleich bleifrei 
anfangen und dabei bleiben sollte.

von MaWin (Gast)


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Yves G. schrieb:
> Nun bin ich wieder verunsichert, ob ich nicht doch gleich bleifrei
> anfangen und dabei bleiben sollte.

Man sollte, gerade als Hobbyanwender, denn wäscht du dir jedesmal die 
Hände nach dem du eine Platine angefasst hast, und wohin mit 
Lötzinnresten, sicherlich in den Hausmüll. In der Industrie nutzt man 
Handschuhe und Sondermüll.

Beitrag "welches Lötzinn bzw. welche Hilfsmittel verwendet ihr?"

von Manfred (Gast)


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wolle g. schrieb:
> Dann hat man wahrscheinlich den richtigen Zeitpunkt  verschlafen, um
> sich rechtzeitig mit bleihaltigem Lötzinn einzudecken.

Es ist schön, dass Du Dich mit Bleilot eindecken konntest, auch ich 
habe bei der Umstellung einge Rollen versteckt. Ich habe sogar noch 
etwas Bestand mit altem Flußmittel F-SW26, damit gehe ich aber 
inzwischen sparsam um.

Wir sollten aber akzeptieren, dass jüngere Leute nun bleifrei löten 
müssen / wollen und die dafür geeignete Technik brauchen.

> Bei mir wandert vermutlich ein Teil meines Vorrates in die Erbmasse.

Bei mir nicht vermutlich, sondern sicher :-)

von Stefan F. (stefanus)


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Yves G. schrieb:
> Habe aber auch gelesen, dass man bleihaltig und bleifrei nicht mischen
> kann/soll/darf.

Ich habe dazu mal einen halb wissenschaftlichen Artikel gelesen wo 
gezeigt wurde, dass an der Übergangsstelle zwischen den beiden Zinn 
Sorten ein Schwachpunkt entsteht, der insbesondere bei Vibrationen 
auseinander fällt.

Bei meinen eigenen Basteleien ist das aber noch nicht passiert. Diese 
setze ich allerdings auch nicht irgendwo ein, wo es vibriert.

Was aber richtig schlecht ist: Eine Bleifreie Lötstelle mit bleihaltigem 
Zinn nachzubessern (oder umgekehrt). Man muss das alte Zinns schon so 
weit es geht entfernen.

> Und eine Lötspitze, die einmal so verwendet wurde, wird
> sich später vllt. schwer für das andere verwenden lassen.

Kann ich nicht bestätigen. Abwischen mit Taschentuch genügte mir bisher.

> Nun bin ich wieder verunsichert, ob ich nicht doch
> gleich bleifrei anfangen und dabei bleiben sollte.

Bleihaltiges Zinn fließt viel besser, ist langzeit-stabiler und man kann 
viel besser sehen, ob die Lötstelle gut ist. Denn matte Lötstellen sind 
bei bleihaltigem Zinn ein eindeutiges Zeichen für "schlecht", bei 
bleifreiem Zinn nicht so eindeutig.

Andererseits habe ich als Spätzünder inzwischen ein paar Platinen 
bleifrei bestückt und komme klar. Es ist schwerer zu verarbeiten, aber 
es geht schon. Notfalls hilft man mit einer extra Portion Flussmittel 
oder Kolophonium nach (das brauchte ich früher bei Bleihaltigem Zinn nie 
tun).

Mein Fazit: Wenn du keinen wichtigen Grund gegen bleifreies Zinn hast, 
dann nimm das.

: Bearbeitet durch User
von Yves G. (ygoe)


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Gut, dann nehm ich bleifreies Lötzinn. Im verlinkten Thread (nur zur 
Hälfte gelesen) ist das Bild ja zwischen den Beiträgen auch einigermaßen 
erkennbar.

Das Armack (früher Amasan) BF32-3 scheint ja immer noch die Empfehlung 
zu sein.

von Stefan F. (stefanus)


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Ich habe das Gefühl, dass schlechtes bleifreies Lot nicht mehr auf dem 
Markt ist. Da gab es wohl Anfangs (vor 10 Jahren?) Probleme, aber 
inzwischen ist selbst das billigste Zinn aus China brauchbar.

von wolle g. (wolleg)


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Stefanus F. schrieb:
> Bleihaltiges Zinn fließt viel besser, ist langzeit-stabiler und man kann
> viel besser sehen, ob die Lötstelle gut ist.

Wenn ich mich richtig erinnere, wurde in der Raumfahrt auch nach 
Einführung des bleifreien Lotes weiterhin extra bleihaltiges Lötzinn 
verwendet, da Sicherheit und störungsfreier Betrieb Vorrang hatten.

: Bearbeitet durch User
von Christopher J. (christopher_j23)


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Stefanus F. schrieb:
> Wer ist noch der Meinung, dass digitale Regelungstechnik und
> Temperaturanzeigen bei Lötstationen unnötige Spielereien sind?

Stimme dir zu 100% zu. In der Praxis ist es völlig Wurst ob der Kolben 
jetzt auf 334 oder 337 Grad eingestellt ist. Andere Einflussfaktoren 
(große Masseflächen, korrodierte Lötspitzen, etc.) haben ein vielfaches 
an Einfluss auf die Diskrepanz von dem was man gerne hätte, zu dem was 
wirklich am Bauteil ankommt.

Stefanus F. schrieb:
> Ja. Wenn ich die Wahl zwischen einer WHS40 analog für 50€ und einer
> WHS40 digital für 80€ hätte, würde ich die analoge nehmen und mir für
> die 30€ Differenz etwas anderes schönes kaufen.

Ich würde für die analoge Variante mitunter sogar 5€ mehr bezahlen. 
Finde das einfach ergonomischer.

von Olaf (Gast)


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> Stimme dir zu 100% zu. In der Praxis ist es völlig Wurst ob der Kolben
> jetzt auf 334 oder 337 Grad eingestellt ist.

Ich habe auch die analoge Station zu meinem Weller (PU81) und bin damit 
auch sehr zufrieden. Genauer gesagt steht bei mir das Poti sowieso in 
95% der Faelle auf 370. Alles andere sind sehr seltene Ausnahmen. (z.B 
kann man mit 150Grad gut Hotmelt wegschmelzen wenn man unter Tage loeten 
muss, seufz)

Aber zumindest theoretisch koennte ein digitaler Regler deutlich besser 
sein weil er mit unterschiedlichen Parametersaetzen fuer 
unterschiedliche Temperaturen arbeiten koennte, oder vielleicht auch 
etwas anderes wie PID verwenden kann. Wer schon mal einen Regler gebaut 
hat dem wird aufgefallen sein das es sehr einfach ist eine Temperatur zu 
regeln die 10-20% unter dem Maximalwert des Heizelementes ist, aber sehr 
anspruchsvoll wenn man nur auf 10% vom Maximalwert regeln will.
Die Frage ist nur ob die Loetstationen das auch so machen. Immerhin gibt 
es ja auch billige Loetstationen die gar nicht regeln sondern nur 
steuern und vermutlich sogar Loetkolbenkaeufer die den Unterschied 
garnicht kennen...

Olaf

von Giancarlo D. (giancarlo)


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hallo

bin
auch auf der suche nach einen Lötstation mit Heissluft und Kolben,
was kann man den so empfehlen bis 150€

von Stefan F. (stefanus)


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Giancarlo D. schrieb:
> was kann man den so empfehlen bis 150€

https://www.amazon.de/gp/product/B075WSPMGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Das Ding gibt es vielen sehr ähnlichen Varianten als Einzel- und 
Kombigerät. Hatte ich vor einigen Tagen schon empfohlen. ich kann 
inzwischen ein paar mehr Infos nachreichen.

Meine ersten Kontrollen verliefen ohne negativen Befund. Die 
Temperatur-Regelung der beiden Lötwerkzeuge funktioniert offensichtlich 
und sie werden für den Anwendungsfall (SMD Löten) heiß genug. Für Teile, 
die viel Wärme ableiten (Schraubklemmen, Leistungshalbleiter) braucht 
man allerdings wohl einen stärkeren Lötkolben (empfehle mindestens 80W).

Das linear geregelte Netzteil hat einen potentialfreien Ausgang und ein 
einwandfreies Startverhalten (kein großer Überschwinger). Die 
Genauigkeit des eingebauten Voltmeter (das man wahlweise für das 
Netzteil oder als Messgerät nutzen kann) ist tadellos. Es zeigt nur eine 
Nachkommastelle an, aber korrekt.

Zur Spannungsregelung dient übrigens ein "Spiegelei" Transistor im TO-3 
Format. Ich dachte bis vor kurzem, dass diese Bauform längst 
ausgestorben sei. Aber egal, das gefällt mir, denn ich hatte 25 Jahre 
lang ein Netzteil von Conrad mit ähnlichen (2N3055) Transistoren, die 
waren unkaputtbar.

Eventuell werde ich das Poti zur Spannungseinstellung durch ein 10-Gang 
Poti ersetzen, damit ich es nicht aus versehen verdrehe. Das könnte 
allerdings kompliziert werden, weil es auf eine Platine gelötet ist.

Der Aufbau ist sauber. Weiter oben hat jemand Links zu erschreckenden 
Bilder mit sehr unsauberem Aufbau gezeigt. Meins sieht jedoch von innen 
tadellos aus. Ich kann bestätigen, dass die Litzen zum Gas-Lötkolben hin 
recht dünn wirken. Sie sind aber dazu passend abgesichert, so dass ich 
mir bezüglich der Sicherheit keine Sorgen mache.

Einen Kritikpunkt habe ich: Es gibt offensichtlich keine 
Qualitätskontrolle. Bei mir hatte jemand einen "QC passed" Aufkleber 
innen auf eine 7-Segment Anzeige geklebt, bevor sie montiert wurde. Bei 
Amazon schrieben einige Leute, dass Lötkolben oder Heißluftgerät maximal 
heiß wurden ohne erkennbare Temperatur-Regelung. Das würde ich also nach 
Erhalt des Gerätes kontrollieren und ggf. umtauschen.

Ersatzteile bekommt man billig und gut bei Aliexpress, teilweise auch 
bei Amazon: Lötspitzen, Heizer, Komplette Lötkolben, Düsen, 
Heizspiralen, Gebläse, komplette Heißluftgeräte, Steuerplatinen - wird 
alles für kleines Geld angeboten. Das sind alles asiatische 
Standard-Bauteile, die von zahlreichen Herstellern gleich verwendet 
werden.

Ich hatte noch keine Gelegenheit für einen ernsthaften Löt-Test, warte 
noch auf das Übungsmaterial.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


Angehängte Dateien:

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Ich muss etwas korrigieren:
> Eventuell werde ich das Poti zur Spannungseinstellung durch ein 10-Gang
> Poti ersetzen, damit ich es nicht aus versehen verdrehe. Das könnte
> allerdings kompliziert werden, weil es auf eine Platine gelötet ist.

Das Poti sitzt doch nicht auf der Platine. Sollte sich problemlos 
austauschen lassen.

von Marek N. (bruderm)


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Crazy H. schrieb:
> 
https://www.reichelt.de/loetstation-rnd-560-00155-1-kanal-100-w-rnd-560-00155-p206051.html?&trstct=pos_0

Taugt die was?
Ist das Kabel flexibel oder widerspenstig?
Liegt der Kolben gut in der Hand? Hält die Verschraubung?

Bei meiner ELV-LS50 lockert sich regelmäßig die Überwurfmutter und muss 
mit der Zange angezogen werden.

von Gustl B. (-gb-)


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Ich verwende eine Weller WSM1 und einen alten Heißluftfön Steinel 
HL1800E für BGA und QFN. Bin sehr zufrieden.

von Crazy H. (crazy_h)


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Marek N. schrieb:
> Crazy H. schrieb:
>>
> 
https://www.reichelt.de/loetstation-rnd-560-00155-1-kanal-100-w-rnd-560-00155-p206051.html?&trstct=pos_0
>
> Taugt die was?
> Ist das Kabel flexibel oder widerspenstig?
> Liegt der Kolben gut in der Hand? Hält die Verschraubung?
>
> Bei meiner ELV-LS50 lockert sich regelmäßig die Überwurfmutter und muss
> mit der Zange angezogen werden.

Das Kabel ist sehr flexibel, der Kolben leicht. Heizt sehr schnell auf 
und würde ich wieder kaufen.

Meine ELV ELS7000 (oder 7001? kann mich nicht erinnern) und später LS60 
hab ich entsorgt, da beides mal der Kolben defekt war heul

von Marek N. (bruderm)


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Danke! :-)

von Yves G. (ygoe)


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Yves G. schrieb:
> W.S. schrieb:
>> wäre so eine Quicko-T12 mein Vorschlag.
>
> Das sieht auch nett aus. Fertiges Gerät, Temperatureinstellung,
> flexibles Kabel, geerdet, schnelles Aufheizen, verschiedene Spitzen klar
> erkennbar verfügbar. Leistung ist nicht angegeben; bei Ersatzspitzen
> steht aber 75 W.
>
> Ich schätze mal, dass die Meißelform dann dem D-Typ entspricht und das
> Kit mit zwei Spitzen (ich versuche, per Nachricht an den Verkäufer D12
> und D16 mit 1,2/1,6 mm auszuwählen) für 36 € dann meins wäre. Ein
> verlockendes Angebot, wenn auch mit 3 Wochen Lieferzeit.

Folgendes hatte ich damals also bestellt: Quicko T12, EU-Stecker, 2 
Spitzen: D12, D16, für 37 € (dazu einen einfachen Lötspitzenhalter mit 
Metallwollfach auf eBay für glaub ich etwa 5 €)

Das Gerät kam wie beschrieben an, MwSt. gab's keine zu zahlen (die haben 
irgendeinen anderen Betrag auf das Paket geschrieben, so dass sich hier 
niemand dafür interessiert hat).

Mittlerweile habe ich schon ein bisschen was damit gemacht und das 
Lötgerät funktioniert nach meinem Empfinden sehr gut. Die beiden 
Lötspitzen sind genau die, die ich wollte. Irgendwann wollte ich mal die 
kleinere ausprobieren, hab dann aber bemerkt, dass ich die bereits drauf 
hab. Die größere habe ich noch nicht getestet. Für die SMD-Übungsplatine 
ist die kleine gut geeignet, 0805, SOT23 und SOIC ist kein Problem, 0603 
geht zur Not und mit mehr Übung auch noch. Bei größeren Lötstellen 
dauert es meist etwas, aber da muss ich doch noch die größere Spitze 
probieren.

Also danke an W.S. für den Tipp!

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