Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erfahrungen mit ADuCM360 und ARM Keil


von Max Z. (nudelsalat_31)


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Hat jemand Erfahrung mit dem Programmieren vom ADuCM360-Chip ohne 
Entwicklerkit und Erfahrung mit dem Programm, ARM Keil?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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du solltest deinen Btetreff überarbeiten, um mehr Leser zu deiner 
Fragestellung zu locken...

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Max Z. schrieb:
> und Erfahrung mit dem Programm, ARM Keil

Keil war eine Firma, welche von ARM gekauft wurde, und kein Programm. 
Die stellten aber verschiedene Programme her. Welches meinst du?

von Max Z. (nudelsalat_31)


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Keil µVision5 so heißt das Programm

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Ja, da habe ich ein paar Erfahrungen mit.

von Max Z. (nudelsalat_31)


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nur chip ohne entwicklerboard
wollen diesen programmieren
aus datenblatt die beschaltung für chip aufgebaut

Ich programmiere den Chip mittels USB UART konverter. muss es ohne 
entwicklerboard machen.
Wenn ich Programm auf chip laden möchte, kommt eine Fehlermeldung "ST 
Link not dedected"
habe bereits vergeblich im internet nach lösungen gesucht.

zusätzlich weiß ich nicht, wie das ausgegebene Signal visualisiert 
werden kann.
(ist mein erstes µVision programm)

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Max Z. schrieb:
> Wenn ich Programm auf chip laden möchte, kommt eine Fehlermeldung "ST
> Link not dedected"

ST-Link klingt nach STM32; also völlig falscher Adapter ausgewählt.

Max Z. schrieb:
> zusätzlich weiß ich nicht, wie das ausgegebene Signal visualisiert
> werden kann.

Was für ein Signal? Wie wird es ausgegeben?

Max Z. schrieb:
> Ich programmiere den Chip mittels USB UART konverter.

Über einen Bootloader im µC? Kann µVision diesen überhaupt ansprechen? 
Braucht es dazu nicht ein spezielles Programm?
Zur Entwicklung würde ich immer zur Nutzung von JTAG/SWD-Adaptern raten. 
Diese helfen ungemein bei der Fehlersuche.

von Stefan F. (Gast)


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Niklas G. schrieb:
> ST-Link klingt nach STM32; also völlig falscher Adapter ausgewählt.
> Zur Entwicklung würde ich immer zur Nutzung von JTAG/SWD-Adaptern raten.

Nur zur Info: Der ST-Link ist ein SWD/JTAG Adapter.

(jedoch primär von ST für deren Mikrocontroller)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> (jedoch primär von ST für deren Mikrocontroller)

Der ST-Link stammt nicht von ST, sondern Segger. Es handelt sich um eine 
Ausführung mit spezieller Firmware, die nur mit Microcontrollern von ST 
funktioniert. Die für alle Typen verwendbare Version ist der Segger 
J-Link.

von Max Z. (nudelsalat_31)


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ich habe keinen st link adapter in verwendung

von Thomas Z. (usbman)


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Max Z. schrieb:
> ich habe keinen st link adapter in verwendung

Das ist bei deiner Fehlermeldung offensichtlich.

Du musst in den Projektoptionen halt das von dir verwendete Adapter 
eintragen.
Rechtsclick auf dein Target sollte helfen.

Thomas

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Andreas S. schrieb:
> Der ST-Link stammt nicht von ST, sondern Segger. Es handelt sich um eine
> Ausführung mit spezieller Firmware, die nur mit Microcontrollern von ST
> funktioniert.

Aber nur nachdem man ihn manuell umgeflasht hat:

https://www.segger.com/products/debug-probes/j-link/models/other-j-links/st-link-on-board/

Was auch nur bei Nucleo/Discovery-Boards erlaubt ist. Zuvor wird wohl 
eine ST-eigene Firmware drauf sein; Segger wird wohl kaum eine 
Spezial-Firmware für ST entwickeln, um dann o.g. Firmware zum 
drüberflashen anzubieten. Schließlich haben/hatten die ST-Links im 
Originalzustand diverse Nachteile gegenüber einem J-Link. Außerdem 
funktionieren Original-ST-Links nicht mit der J-Link-Software.

Thomas Z. schrieb:
> Du musst in den Projektoptionen halt das von dir verwendete Adapter
> eintragen.

Was aber nur hilft wenn sein UART-Bootloader von µVision unterstützt 
wird. Da wir aber nicht wissen welcher verwendet wird, kann man dazu 
nichts sagen.

Falls der ROM-Bootloader genutzt wird, kann man diesen anscheinend nicht 
aus µVision heraus ansprechen. Laut

https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/AN-1160.pdf

braucht es dazu das Programm "CM3WSD.exe".

von Thomas Z. (usbman)


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Mir ist das schon bekannt allerdings sehe ich nicht wirklich einen Grund 
hier uVision und seine Optionen ausführlicher zu beschreiben. Der TO ist 
ja nicht wirklich daran interessiert, sonst würde er wohl mehr als halbe 
Sätze zu seinem Problem schreiben.

Thomas

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Was auch nur bei Nucleo/Discovery-Boards erlaubt ist. Zuvor wird wohl
> eine ST-eigene Firmware drauf sein; Segger wird wohl kaum eine
> Spezial-Firmware für ST entwickeln, um dann o.g. Firmware zum
> drüberflashen anzubieten.

Sehr viele Werkzeughersteller verkaufen ihre abgespeckten oder 
angepassten Programme an Halbleiterhersteller. Teilweise werden diese 
Versionen sogar kostenlos angeboten, und das Geschäftsmodell besteht 
darin, über die abgespeckte Version Kunden für die Vollversion 
anzulocken.

> Schließlich haben/hatten die ST-Links im
> Originalzustand diverse Nachteile gegenüber einem J-Link. Außerdem
> funktionieren Original-ST-Links nicht mit der J-Link-Software.

Zum einen gibt es unterschiedliche Hardwareständen und zum anderen wäre 
es natürlich nicht im Sinne von Segger, die Billigversion mit dem vollen 
Umfang nutzen zu können. Der umgekehrte Weg, nämlich die eingeschränkte 
Software mit der "teuren" Originalhardware zu nutzen, würde nicht gegen 
die Interessen eines Akteurs verstoßen. ST verkauft die Nucleo-Board 
sicherlich nicht, um damit den großen Reibach zu machen, sondern um die 
Prozessoren bei (angehenden) Entwicklern zu verbreiten. Die Zeiten, in 
denen man eine Prozessorfamilie verbreiten konnte, indem man ein 
zigtausend oder hunderttausend Euro/Dollar teures, qualitativ 
bescheidenes Einstiegspaket verkauft, sind lange vorbei. Der erste 
Schritt muss so billig sein, dass ihn auch ein Student oder ein 
Entwickler ggf. selbst aus der Portokasse bezahlen kann und will, ohne 
gleich beim Arbeitgeber oder der Hochschule ein riesiges Fass 
aufzumachen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Andreas S. schrieb:
> Sehr viele Werkzeughersteller verkaufen ihre abgespeckten oder
> angepassten Programme an Halbleiterhersteller.

Ja. Wie eben der J-Link OB.

Selbst wenn Segger extra für ST eine eingeschränkte, inkompatible, 
verbuggte Version der J-Link-Firmware für die Original-ST-Links erstellt 
und an ST verkauft hätte, um sie dann über die Jahre zu verbessern, ohne 
die Auflage dies als J-Link OB zu vermarkten, ist ein solcher ST-Link 
praktisch "for all intents and purposes" kein J-Link, da er eben 
inkompatibel ist und anders verwendet werden muss.

Das MS-DOS auf den ersten IBM-PCs ist auch nicht mit z.B. Windows NT 
gleichzusetzen, obwohl beide (mehr oder weniger) aus dem gleichen Haus 
stammen.

Andreas S. schrieb:
> Zum einen gibt es unterschiedliche Hardwareständen und zum anderen wäre
> es natürlich nicht im Sinne von Segger, die Billigversion mit dem vollen
> Umfang nutzen zu können

Ja. Aber es wäre einfacher gewesen, die Kompatibilität mit der 
Original-J-Link-PC-Software beizubehalten und ggf. Features zu 
deaktivieren (genau wie beim umgeflashten Discovery-ST-Link oder beim 
J-Link EDU).

Es lässt sich zwar kaum beweisen, dass Segger keine solche Software an 
ST verkauft hätte, aber es gibt m.W. auch keinerlei Hinweis dazu. 
Ähnlich zu der Theorie, dass Bielefeld nicht existiert...

Mit der ganzen Diskussion hat das natürlich nichts zu tun. Der ST-Link 
kann nur STM32 flashen und ist damit für den ADuCM360 ungeeignet.

von Til S. (Firma: SEGGER) (til_s)


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Niklas G. schrieb:
> Es lässt sich zwar kaum beweisen, dass Segger keine solche Software an
> ST verkauft hätte, aber es gibt m.W. auch keinerlei Hinweis dazu.
> Ähnlich zu der Theorie, dass Bielefeld nicht existiert...

Ein ST-Link kommt von ST und da ist ST Firmware drauf. Das hat erstmal 
überhaupt nichts mit SEGGER oder J-Link zu tun.

Wie aber oben schon verlinkt gibt es von uns ein Firmware Update das 
dann eine J-Link OB Firmware in die ST Link Hardware lädt und damit aus 
dem ST-Link quasi einen J-Link macht.
Was es natürlich auch noch gibt sind die J-Link OEM Versionen, also ein 
J-Link mit anderem Gehäuse und Namen. Das ist aber auch kein Geheimnis:
https://www.segger.com/products/debug-probes/j-link/models/other-j-links/j-link-oem-versions/

Schöne Grüße aus Bielefeld ;-)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Oh, vielen Dank für die Aufklärung aus erster Hand!

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