Leistung RC-Brushless-Regler erhöhen?

OP #5918427
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Hallöchen,

Ich hatte bisher einen 180/950A-RC-Brushless-Regler, der aber aufgrund 
von Erwärmung im Originalgehäuse nach ~10 Minuten schlapp machte 
(3x3x2cm-Gehäuse).
Hab ihn zerlegt und anständige Kühlkörper spendiert... gut eine Stunde
im
Acker rumgeheizt, fast immer Vollgas, keine Probleme.
Dann hab ich das Sensorkabel angeschlossen... zzzzzt... Rauch und
Ende...
Jetzt hab ich zwar nen Neuen mit etwas größerem Kühlkörper, 
180/950A-Regler,
wollte ihn aber wegen der Garantie noch nicht umbauen...
Außerdem gibt es bestimmt noch andere die das gleiche Problem haben.
Mein Modell 1:6 hat Platz genug für größere Kühlkörper und dem
2,7KW-Motor
machen ein paar 100 Gramm mehr nix aus :-)
Es gibt einen Regler der mir gefallen würde... 840€... :-(

Ich bin eher der "Ausprobierer", aber bei dem Thema ist mein Verständnis
zwar groß, aber mein Grundwissen zu Mosfets dann doch ein paar
Jahrzehnte alt...

Mal blöd gefragt:
Kann ich einen vorhandenen intakten RC-Brushless-Regler nicht einfach
zur Ansteuerung an eine "Mosfet-Endstufe" verwenden?

1. an den Ausgängen des Reglers eine Grundlast mit 3 Wiederständen oder 
Induktivitäten herstellen (P1-P2-P3/P1-P3),
2. Die positive bzw. negative Halbwelle mit 2 Dioden trennen,
3. Die Halbwellen zur Ansteuerung an die "Endstufen"-Mosfets verwenden,
4. An den Ein- und Ausgängen der "Endstufe" durch Wiederstände und
Kondensatoren die Signalform verbessern.

Mit einem Oszilloskop sollte Punkt 4 durch ausprobieren gut
hinzubekommen sein.

Ich bin offen für alle Vorschläge und lernwillig :-)
Angehängte Dateien:
Gast #5918448
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BLC brauchen das richtige Kommutieren eine Rückmeldung vom Motor. Das 
bekommen sie durch eine Induzierte Spannung auf der nicht bestromten 
Leitung des Motors. Wenn du aber Mosfets einfach nachschaltest beraubst 
du den BLC dieser Möglichkeit und er wird gar nicht mehr funktionieren.
Gast #5918643
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Werner K. schrieb:
> Kann ich einen vorhandenen intakten RC-Brushless-Regler nicht einfach
> zur Ansteuerung an eine "Mosfet-Endstufe" verwenden?

Nicht, wenn man vor das Gate eine MOSFETs eine Diode setzt und nicht mal 
ahnt, warum das Unsinn ist.

Du bist mit deinem Kenntnissen einfahc noch viel zu weit weg.

Gute brushless-Regler sind ausgeknautscht was die Qualität der MOSFETs 
anlangt (niedriger RDSOn bei geringer Gate-Ladung), auf shoot thru 
optimiert, brauchen wegen der hohen Schaltfrequenz einen kompakten 
Aufbau und vor allem perfekte Masseanbindung.

Da bastelt man nichts einfach mal so dran.
OP #5918704
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Ok, das ist dann doch ein wenig komplizierter als ich dachte...

Kennt jemand einen Regler der reichlich Leistung hat,
den man via RC-Empfänger ansteuern kann?
Spannung max. 15v
Von mir aus auch Reglung via Poti, den dreh ich mit nem umgebauten 
Servo.

Oder kennt jemand einen bezahlbaren Regler der halbwegs vernünftig auf 
einen großen Kühlkörper
umgebaut werden kann?
#5918709
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Wenn all das, was du bei hobbyking im Angebot findest, nicht deinen 
Anforderungen enstpricht, dann gibt es nichts passendes.

Mehr gibt es im einfach nicht.

Werner K. schrieb:
> Es gibt einen Regler der mir gefallen würde... 840€... :-(

Keine Arme, keine Kekse...

Oliver
P.S. Schxx auf die Garantie, und bau die Kühlkürper dran. Wenn der 
Regler abraucht, tut das in der Regel auch die Garantie ;)
OP #5918735
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Na ja, Herstellerangaben:
180A bis 5 Minuten,
950A bis max. 15 Sekunden
Belastbarkeit.
In wie weit das stimmt sei mal dahingestellt...

Was für mich unverständlich ist, warum die Hersteller
für große Fahrzeugmodelle in denen Platz genug ist und ein paar 100 
Gramm nix ausmachen keine vernünftige Kühlung vorsehen...
Gast #5918788
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Werner K. schrieb:
> Ich hatte bisher einen 180/950A-RC-Brushless-Regler

Werner K. schrieb:
> Kennt jemand einen Regler der reichlich Leistung hat,
> den man via RC-Empfänger ansteuern kann?

Ich würde sagen, dass du bereits einen sehr hoch belastbaren Regler 
vorliegen hast, falls die Zahlen stimmen.

7,4V * 180A sind immerhin über 1000 Watt. Damit kannst du theoretisch 
ein Elektrofahrrad antreiben.

Praktisch dürfte es schwierig sein, die insgesamt anfallende Abwärme von 
allen betroffenen Komponenten auf so kleinem Raum abzuführen. Es wird ja 
nicht nur der Regler heiß, sondern auch die Kabel, die Steckverbinder 
der Motor und der Akku.

Dein Ansatz, die Kühlung zu verbessern, war sicher schon der richtige. 
Ich würde das nochmal versuchen. Vielleicht findest du einen Regler mit 
ähnlichen Leistungsdaten, der schon ab Werk einen besseren Kühlkörper 
hat.

Lüfter ist schon vorhanden, hoffe ich!?
OP #5918792
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Jep, das bekannte Maßsystem der Hersteller... :-)

Anfangs hatte ich nen 1 KW-Motor, dann einen 1,8 KW, jetzt 2,7 KW... 
laut Herstellerangaben!

Gefühlt haben die zueinander auf jeden Fall mehr Leistung, wieviel 
tatsächlich müsste man mal messen.
Ich bin aber mehr als zufrieden, daher interessiert mich die 
tatsächliche Leistung nur bedingt.
Habe aus zwei verschiedenen defekten Motoren einen gemacht, Rotor mit 
Welle des einen passte genau in den anderen... was der aber an Leistung 
hat... ??? egal, meinem Sohn macht der Motor spaß!!! :-)

Bei den Reglern mit höherer Leistung die ich bis jetzt zerlegt habe 
waren die Mosfets aufgeteilt:
eine Hälfte auf der Seite zur "Steuerplatine" mit einem Alustreifen zur 
Kühlung und
die andere Hälfte auf der Oberseite mit dem Kühlkörper drauf.
Die Seite zur Steuerplatine hin ist etwas schwierig zu kühlen, da da 
wenig Platz ist.
Daher suche ich nen Regler der alle Mosfets auf einer Seite hat.
Bei dem einen Regler hatte ich die Steckverbindung zur Steuerplatine mit 
Flachbandkabel (IDE-HDD-Kabel) um 8cm verlängert um beide Seiten zu 
kühlen.
Hat zwar gut funktioniert, aber vielleicht ist er dadurch im 
Sensorbetrieb sofort durchgebrannt... ?!?

Werner
Persönliche Seite #5918855
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Werner K. schrieb:
> Denke ich auch!
> Wenn doch..., da die "wenn überhaupt" 950A nur sehr kurzzeitig fließen
> und daß bei einer Kabellänge von 10cm 4mm2 zum LiPo, ist ja noch der
> Kondensator als Puffer da.
> Und auf der Motorseite teilen sich die 950A ja auf drei Phasen auf (mit
> rund 320A).

Das ist wieder ein Trugschluss. Wie sich die 950A auf die Phase 
aufteilen hängt ganz von der Drehzahl ab. Du kannst dir ja Mal einen 
VESC 75/300 an sehen.
OP #5918867
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Alexander B. schrieb:
> Das ist wieder ein Trugschluss. Wie sich die 950A auf die Phase
> aufteilen hängt ganz von der Drehzahl ab. Du kannst dir ja Mal einen
> VESC 75/300 an sehen.

Nimm  das nicht alles so kleinlich...
Grob über den Daumen gepeilt kommt das schon hin, oder glaubst du 
ernsthaft, dass zu irgend einem Zeitpunkt auf einer Phase 950A in den 
Motor gehen?
Theoretisch... vielleicht, aber praktisch nicht.
Ich denke eindrittel ist eher realistisch, kurzzeitig.
Bei 10V x 950A wären das immerhin 9,5KW, das würde der kleine Lümmel 
wohl nicht lange mitmachen, weder Regler noch Motor geschweige denn die 
Lötstellen oder Stecker.
Ich denke da eher praktisch.
Gast #5918877
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Alexander B. schrieb:
> Wie sich die 950A auf die Phase aufteilen hängt ganz von der Drehzahl
> ab.

Das wäre mir neu.

Klar, in Momentanaufbahme mag es unterschiedliche Ströme gebeb, wie im 
Drehstromnetz, aber in rms sinx alle 3 Motorphasen sicherlich gleich.

Allerdings müssten beim BLDC die 950A über das Batteriekabel kommen.

Na ja, Modellbaukram halt, Phantasiewerte, Hauptsache mehr als der 
Konkurrent, man sollte denen ihren Scheiss links und rechts um die Ohren 
hauen.

Nicht ohne Grund ist ein Curtis Motorregler grösser, teurer und trotzdem 
leistungsschwächer.

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