Strom-Pooling über Steckdosen zw. 2 Wohnungen?

Gast #5954569
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Hallo,

ein Mehrfamilienhaus, mein Nachbar und ich haben je eine Wohnung 
nebeneinander. Wir haben beide Photovoltaikzellen draußen. Er 
Morgensonne, ich Abendsonne.

Eine Steckdose von ihm liegt nah bei einer Steckdose in meiner Wohnung.

Die Idee: Können wir ein "Pooling" betreiben, in dem wir die Stromnetze 
über ein Kabel von Steckdose zu Steckdose verbinden?

So entsteht ja quasi auch eine Verbindung, die über unsere beiden 
Stromzähler geht. Ist das möglich? Müssen die Phasen beachtet werden?

Vielen Dank schon mal!
Solaring
(Firma: Funkenflug Industries) #5954670
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Ich denke einfach mal das ist seitens des EVUs nicht erlaubt, zwei 
Anlagen hinter den Zählern miteinander zu verbinden. Außerdem hätte man 
dann 2x 16A LSS an der Leitung, man könnte also 32A aus einer an diesem 
Stromkreis angeschlossenen Leitung ziehen.

Ich halte das für eine gefährliche Schnapsidee. Wahrscheinlich 
könnt/dürft ihr jeweils ein Kabel zum anderen rüber legen und den 
anderen Strom von euch mitnutzen lassen, aber eine direkte Verbindung 
geht nicht.

Was ihr evtl. machen könntet: eure Solarpanele aufsplitten. Jeder gibt 
dem anderen die Hälfte seiner Module vor dem Wechselrichter. Dann hättet 
ihr beide jeweils die Hälfte von der Morgensonne und die Hälfte von der 
Abendsonne.
Gast #5954775
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Mal eine Frage an den TO:

Hast du überhaupt nachgedacht was du da machen willst?

Du hast eine Solaranlage und auch dein Nachbar. Beispielrechnung:

Du hast 4 Stunden Sonne und er auch. Nun schließt ihr beide Solaranlagen 
zusammen. Macht also 8 Stunden Sonne pro Tag gesammt. Aufteilen auf euch 
beide: 4 Stunden.

Na klingelts im Hirn?
Gast #5954791
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Lona schrieb:
> Na klingelts im Hirn?

Du übersiehst das Wesentliche, wenn er oder der Nachbar den morgens oder 
abends verfügbaren Solarstrom nicht ausnutzen, kann eine Aufteilung auf 
beide Nachbarn, sprich mehr Momentanverbraucher schon sinnvoll sein.

Dennoch ist es aus verschiedenen Gründen eine blöde Idee: Absicherung, 
Phasenlage, Impedanz. Ganz abgesehen davon dass es verboten ist, man 
darf seinen Strom mit dem Nachbarn nicht "teilen". Wir sind ja nicht im 
Kommunismus.
Gast #5954850
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Naja, ziemlich sicher werden die beiden FI auslösen weil es 
Spannungsdifferenzen geben wird die deutlich mehr als 30mA 
Ausgleichstrom fliesen lassen.
Oder lautstark die beiden LS wenns verschiedene Phasen waren ...
Beitrag #5954868 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5954869
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ich hab mir das gerade im Kopf bildlich vorgestellt:

unser Freund, der SolarIng, hat den Schuko-Stecker auf seiner Seite 
schon eingesteckt, geht mit dem Schukostecker des anderen Endes auf den 
Balkon und
ruft seinem Nachbarn zu:
   Da, fang.
Gast #5954922
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Solaring schrieb:
> Kabel von Steckdose zu Steckdose verbinden?

Genau, Kabel mit 2 Steckern, auch Witwenkabel genannt.

Man muss schon sehr dämlich und sehr geizig sein, um auf solche Ideen 
kommen zu können.

Und dann noch ohne jeden Sachverstand: unterschiedliche Phasen, 
vertauschte N und L, Schieflast, keine adäquate Absicherung mehr, 
sowieso umzulässig.

Es muss ein Troll sein.
Gast #5956540
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Wie wäre es, die Panels am Dach so aufzuteilen, dass jeder Panels auf 
beiden Seiten hat.
Man könnte dann zwei Ost und zwei Weststrings bilden, wobei an jeden 
Wandler ein Ost und ein Weststrings angeschlossen wird.

So kann jeder von der Vormittags und Nachmittagssonne profitieren.
#5957283
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GEKU schrieb:
> Wie wäre es, die Panels am Dach so aufzuteilen, dass jeder Panels auf
> beiden Seiten hat.
> Man könnte dann zwei Ost und zwei Weststrings bilden, wobei an jeden
> Wandler ein Ost und ein Weststrings angeschlossen wird.
>
> So kann jeder von der Vormittags und Nachmittagssonne profitieren.

Vermutlich sind das "Balkonkraftwerke", also eher einzelne Module, mit 
jeweils einem "Modulwechselrichter". Da kann man an jeden einen 
einzelnen Stecker machen (bzw. an jeweils eine Hälfte der "Einheiten") 
und hat so zwei völlig getrennte Stromkreise. Die Verkabelung zwischen 
Ost- und Westbalkon wird eher das Problem sein. Man braucht ja auf 
beiden Balkonen jeweils eine Steckdose aus jeder der Wohnungen.
 Das mögen die, die eine Konzessionsabgabe an die Gemeinde zahlen, tun 
dies für das (exklusive) Recht Strom an EndKunden zu verkaufen. Die 
würden am liebsten sogar den Eigenverbraucht illegalisieren.
Gast #5957346
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Carl D. schrieb:
> Vermutlich sind das "Balkonkraftwerke", also eher einzelne Module, mit
> jeweils einem "Modulwechselrichter".

Die sind sinnlos, wenn man Aufwand/Nutzen betrachtet.

Man könnte natürlich beide früh in der einen Wohnung aufbauen.
Nachmittags schleppt man die in die andere Wohnung.
usw.
Gast #5957354
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Dürft ihr größere Änderungen an der Hauselektrik machen ?
Dann ginge die einzige Möglichkeit die mir einfällt wie man das legal 
und elektrisch sicher umsetzen kann:

Schließt mit dem EVU einen gemeinsamen Vertrag.
Lasst beide Wohnungen zusammen, aber getrennt von den restlichen über 
einen Zähler versorgen. Dort lasst ihr beide Solaranlagen einspeisen.
Dahinter (hinter den gemeinsamen Zähler und der Solareinspeisung) teilt 
ihr die Verorgung auf beide Wohneinheiten auf und setzt für jede Wohnung 
einen Zwischenzähler über die ihr untereinander abrechnet.

Das ist super aufwendig und teuer und lohnt sich, wie oben schon 
geschrieben allerhöchstens wenn jeweils der andere den sonst ungenutzen 
Strom des einen verbraucht.
Gast #5957379
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Ach so, wenn ihr keine "richtigen" Solaranlagen habt sondern sogenannte 
"Inselanlagen" oder "Balkonkraftwerke" diese natürlich auf keinen Fall 
irgendwie an die Hauselektrik anschliessen. Das gibt bestenfalls einen 
lauten Knall.
Gast #5957436
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Wenn es, wie gemutmaßt, um eine Steckdosen-Anlage handelt, dann könnte 
man vielleicht neben den Aufstell-Ort eine Steckdose der jeweils anderen 
Wohnung anbringen. Dann kann man umstecken, je nachdem in welcher 
Wohnung eingespeist werden soll. das sollte sich dann auch mit einem 
transfer switch automatisieren, nur die Frage: wann sollte in welche 
Wohnung eingespeist werden?
#5958190
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Stromberg B. schrieb:
> Zieht das Waffeleisen durch einen Defekt plötzlich einen Strom von 24
> Ampere, löst keiner der beiden LSS aus und die Bude fackelt ab!

Wegen plötzlich 24A fackelt noch nicht "plötzlich" die Bude ab! Ein 
"guter" alter 16A L-Automat lässt diesen Strom noch annähernd eine 
Stunde fließen ehe der Bimetallauslöser dem Spuk ein Ende bereitet. Und 
dreimal darfst Du raten wieviele korrekt installierte Wohnungen dabei 
schon abgebrannt sind.
Ich jedenfalls war heilfroh über diese Kurzzeitüberlasbarkeit, da mein 
Schweißgerät auch schon mal kurzzeitig 28A gezogen hat.
Musste nur darauf achten, dass meine Mutter nicht gleichzeitig kochte. 
Sonst wurde der Herd kalt wenn die 25A Vorsicherung ausgelöst hat...

Ansonst stimme ich der allgemeinen Abneigung der hier vorgeschlagenen 
Installation natürlich zu.

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