Marlene schrieb:
> Analog - > Analog multipleer - > ADC I2S-> Berry I2S - > DAC I2S - >
> Endstufe
Das könnte man so machen. Aber es ergibt keinen Sinn. Das ist dann
einfach nur eine verkomplizierte Variante von
Analog -> Endstufe
> Was ich nur nicht verstehe... Gehe ich mit dem ADC nur an DIN und mit
> dem DAC nur an OUT aber die CLOCK Leitungen etc kommen alle zusammen?
I²S läßt dir da Freiheiten. Der Takt (die Taktsignale) kommen vom I²S
Master, was entweder der Raspi oder der Codec sein kann. DIN und DOUT
haben immer eine feste Richtung. Im Prinzip vergleichbar mit MISO und
MOSI bei SPI. Aber ja; wenn du den Raspi die Taktsignale vorgeben läßt,
kommt der DAC an DOUT + Taktsignale und der ADC an DIN + Taktsignale.
Marlene schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Ein Codec braucht außer den Sample-Daten noch Steuersignale. Das läuft
>> dann typisch über I²C.
>
> Der codec wäre doch der Berry...
Nope. "Codec" bezeichnet das IC, das DAC und ADC enthält. Und meist auch
noch einen Pegelsteller, Eingangskanalumschalter, Mikrofonvorverstärker,
Endstufen für Kopfhörer oder gar Lautsprecher etc.
Dieser ganze Krempel muß halt gesteuert werden. Dafür ist dann die extra
I²C Verbindung. Einfach mal das Datenblatt von bspw. dem WM8960 (weiter
oben verlinkt) anschauen.
Marlene schrieb:
> ich habe mal ein wenig gegoogled und habe den PCM1808 gefunden
Der sieht auf den ersten Blick wenig geeignet aus. Der Raspi stellt
keinen master clock für das I²S bereit. Du brauchst entweder einen
Baustein, der den per PLL selber aus dem Bit-Takt (BCLK, SCLK) erzeugen
kann (der bereits genannte PCM5102 kann das, der PCM1803 auch) - oder du
mußt alle Taktsignale extern erzeugen und schaltest den Raspi auf I²S
Slave.
Außerdem: wenn du mit Raspian o.ä. weitermachen willst, brauchst du auch
ein Kernelmodul. Das wirst du kaum selber schreiben wollen. Schau dich
also um, was es schon gibt.