Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Polung von Elkos nicht angegeben?


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von Manfred (Gast)


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Ich habe hier ein paar Elkos 100µF 25V, vmtl. Matsushita, mal bei P* 
gekauft.

Wenn ich die Aufdrucke anschaue, wo ist dort Minus?
Solange die im Gurt sind, sollte das kurze Beinchen Minus sein, aber 
was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?

Beitrag #5965126 wurde von einem Moderator gelöscht.
von KingKong (Gast)


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Bipolar?

von Detlef Durchfluß (Gast)


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Manfred schrieb:

> was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?

Dann benutzt du ein Multimeter um zu bestimmen an welcher Duko '+' und 
an welcher '-' ist und machst mit einem permanentmarker eine 
entsprechende Markierung.

von Peter D. (peda)


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Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus, bei Tantal-Elkos (gelbe Tropfen) ist 
er Plus.

von Wolfgang (Gast)


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Manfred schrieb:
> Ich habe hier ein paar Elkos 100µF 25V, vmtl. Matsushita, mal bei P*
> gekauft.
>
> Wenn ich die Aufdrucke anschaue, wo ist dort Minus?

Was steht denn auf der anderen Seite drauf und was sagt das Datenblatt?

Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig und ohne Angabe 
zu den Abmessungen wird die Suche schwierig ;-(

Matsushita = Panasonic?

von bob der kaumeister (Gast)


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Manfred schrieb:
> was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?

I. B. a. polarisierten Elko (weil sonst egal), hilft zumeist das:

1. Relevanten Schaltungsteil aufnehmen (meist ergibt sich Polarität).

2. Falls nicht, nach Schritt 1 Elko auslöten, Einbaurichtung notieren
   und ausmessen [für positiven Strom von (-) nach (+) (also verkehrt
   herum) durchlässig(er, je nach Meßbedingungen und Elko-Zustand)].

3. (Falls richtig fett kurzgeschlossen, manchmal möglich, sollte der
   Elko so iwo/iwie sitzen, daß 1. anwendbar ist - wie fast immer.

   Also bitte keine Ausreden - entweder aus der Schaltung ablesbar,
   oder notfalls meßbar. Zumindest mir kam noch kein Fall 3. vor.
   Und natürlich nicht: "Elko auslöten, und dann mal überlegen...")

von MaWin (Gast)


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Matsushita Serie U Elkos sind bipolar, dafür steht auch das B.P auf dem 
Teil
https://m.aliexpress.com/item/4000113383113.html

von ... (Gast)


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Interessant waere mal die dieelektrische Restspannung dieser
bipolaren Elkos. Bestimmt ist der lange Anschluss negativer
als der kurze!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Verstehe das Problem nicht. Auf den Platinen wird nach wie vor 
gekennzeichnet sein, wo Plus und wo Minus hingehört.

Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal 
erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war 
verpolt, beim anderen stimmt die Polung. Bei bipolaren Kondensatoren 
passiert gar nichts.

von Manfred (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus

Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?

Wolfgang schrieb:
> Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig

Schön, dass Du sorgfältig geschaut hast - die Bilder zeigen den Gurt von 
beiden Seiten!

MaWin schrieb:
> Matsushita Serie U Elkos sind bipolar, dafür steht auch das B.P auf dem
> Teil

Danke dafür, auf die Idee bin ich nicht gekommen - könnte erklären, 
weshalb keine Minus-Kennzeichnung aufgedruckt ist. Ich habe jetzt drei 
Katalog-pdf von Panasonic durch, ein Typ SU-BP oder ähnlich taucht dort 
leider nirgendwo auf.

Egal, Thema abgehakt.

von Paule, Bademeister (Gast)


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... schrieb:
> Bestimmt ist der lange Anschluss negativer
> als der kurze!

Wie negativ ist denn der kurze Anschluss?!

von Alf (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal
> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war
> verpolt

Aber vorher den Schutzanzug nicht vergessen und Helm mit Visier. Sonst 
geht es wie hier Beitrag "Kondensator geplatzt - unbedenklich?" und du 
kannst dich abschreiben.

von ... (Gast)


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> Wie negativ ist denn der kurze Anschluss?!

Ich weiss ja nicht wie kurz deiner ist, aber meiner ist positiver!

von Paule, Bademeister (Gast)


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Billiger gehts eigentlich kaum noch.

von michael_ (Gast)


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Was schreibt denn Pollin dazu?

Vor den 85° ist doch ein +.
Ist doch eindeutig :-)

von Amateur (Gast)


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Das längere "Bein" ist positiv!

von Percy N. (vox_bovi)


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... schrieb:
>> Wie negativ ist denn der kurze Anschluss?!
>
> Ich weiss ja nicht wie kurz deiner ist, aber meiner ist positiver!

Wenn einer der Anschlüsse gleich lang ist, dann ist es meist der 
positive!

von ... (Gast)


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> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal
> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war
> verpolt

Fuer eine sichere Wirkung koennte man vorher noch Berylliumoxidpaste
auftragen.

von michael_ (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Wenn einer der Anschlüsse gleich lang ist, dann ist es meist der
> positive!

Ich kann nicht mehr!
Der Abend ist gerettet.

von ...absolut. (Gast)


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Amateur schrieb:
> Das längere "Bein" ist positiv!

Ach ja, das Bein, das auch gerade fest mit einem positiven
(von der PTB verifiziert, ...) Punkt verbunden ( ...aber erst
nach Erstellung besagter Verbindung natürlich - um auch nur
ja bloß nicht das Ergebnis zu verfälschen) ist? Das hättest
Du aber schon dazu sagen können dann.

Meintest Du nicht? Dann kannst Du nicht wissen, ob/daß das
Bein positiv/negativ ist, und/oder liegst damit auch falsch.


Immer diese bodenlosen Behauptungen...

von Mani W. (e-doc)


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Normalerweise ist der längere Anschluss der +Pol, so wie bei Led...

Wer es nicht glaubt bei den Elkos, der sollte mal halbwegs die
Nennspannung darauf geben, wenn es dann knallt war es verkehrt...

Also kein Hexenwerk!

von michael_ (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Normalerweise ist der längere Anschluss der +Pol, so wie bei Led...

Nein, die gibt es bei LED auch andersrum!

von Mani W. (e-doc)


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michael_ schrieb:
> Nein, die gibt es bei LED auch andersrum!

Bei meinen nicht, aber die sind ja schon sooo alt...

von michael_ (Gast)


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Eben nicht alt genug.
Ist mir aus der LED Anfangszeit bekannt.
Vielleicht auch heute noch.

"Bleiben Sie schön mißtrauisch".

von Mani W. (e-doc)


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Mani W. schrieb:
> Wer es nicht glaubt bei den Elkos, der sollte mal halbwegs die
> Nennspannung darauf geben, wenn es dann knallt war es verkehrt...

In dem Fall ist es dann wurscht, ob ein Beinschen kürzer ischt oder
nischt -esch knallt dann, wensch nischt pascht...

Im Zweifel kann man immer noch die Schinesen befragen!

;-)

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Wenn der Kondensator gerummst hat, dann einen neuen Thread aufmachen. 
Beispiel hierzu:
Beitrag "Kondensator geplatzt - unbedenklich?"

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Manfred schrieb:
>> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus
> Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?

Da ist keiner, weil diese Kondensatoren bipolar sind.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Stefanus F. schrieb:
> Da ist keiner, weil diese Kondensatoren bipolar sind.

Hatten kingkong und MaWin ja gleich zu Anfang gesagt, wird aber von den 
anderen Postern geflissentlich ignoriert. Natürlich steht 'B.P' für 
bipolar, wie z.B. auch auf diesem Elko von Pansomatic - err, Panasonic:
https://www.pollin.de/p/elko-panasonic-ka-bipolar-210824

: Bearbeitet durch User
von hinz (Gast)


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Manfred schrieb:
> Ich habe jetzt drei
> Katalog-pdf von Panasonic durch, ein Typ SU-BP oder ähnlich taucht dort
> leider nirgendwo auf.

https://industrial.panasonic.com/cdbs/www-data/pdf/RDF0000/ABA0000C1053.pdf

von Peter D. (peda)


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Matthias S. schrieb:
> Natürlich steht 'B.P' für
> bipolar, wie z.B. auch auf diesem Elko von Pansomatic - err, Panasonic:
> https://www.pollin.de/p/elko-panasonic-ka-bipolar-210824

Es macht doch viel mehr Spaß, die Leute zu veralbern und einfach 
wegzulassen, daß man bipolare Elkos gekauft hat.

von Teo D. (teoderix)


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Peter D. schrieb:
> Es macht doch viel mehr Spaß, die Leute zu veralbern und einfach
> wegzulassen, daß man bipolare Elkos gekauft hat.

"Elko PANASONIC KA, bipolar
10 µF, 25 V-, 85 °C, RM 5, 6x7 mm."

?-O

: Bearbeitet durch User
von Detlef Durchfluß (Gast)


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Manfred schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus
>
> Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?
>
> Wolfgang schrieb:
>> Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig
>
> Schön, dass Du sorgfältig geschaut hast - die Bilder zeigen den Gurt von
> beiden Seiten!

Aber IMHO fehlt die kreisförmige Ansicht von oben, denn da sähe man die 
Markierung ohne viel drumherum drehen auf den ersten Blick:
https://aelbler.files.wordpress.com/2009/01/img_3775.jpg?w=593

von Manfred (Gast)


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hinz schrieb:
>> oder ähnlich taucht dort leider nirgendwo auf.
> https://industrial.panasonic.com/cdbs/www-data/pdf/RDF0000/ABA0000C1053.pdf

Danke Dir!

Peter D. schrieb:
> Es macht doch viel mehr Spaß, die Leute zu veralbern und einfach
> wegzulassen, daß man bipolare Elkos gekauft hat.

In dem Beispiel von Matthias S. ist 'bipolar' beschrieben, meine #210682 
waren als normale Elkos angeboten.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ben B. schrieb:
> Verstehe das Problem nicht. Auf den Platinen wird nach wie vor
> gekennzeichnet sein, wo Plus und wo Minus hingehört.
>
> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal
> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war
> verpolt, beim anderen stimmt die Polung. Bei bipolaren Kondensatoren
> passiert gar nichts.

Ich nehme dafür immer einen Märklin-Trafo (die alten blauen). Dann auf 
Richtungswechsel drehen und festhalten.

Mit dem oben beschriebenen System mit Gleichstrom verschwendet man doch 
die Hälfte der Kondensatoren ohne daß sie zerknallen. ;)

Das ist eine Ressourcenverschwendung wie Brötchentüten unzerplatzt ins 
Altpapier geben.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Haette da noch eine Seitenfrage, die das Thema nur tangiert.

Es wurden in der Vergangenheit Elkos in Fachzeitschriften erwaehnt, fuer 
die bipolar betrieben eine niedrigere Spannung im Datenblatt stand, als 
fuer den Normalbetrieb mit dem Hintergrund einer Umpolungsfestigkeit 
fuer bestimmte Anwendungen, zB Elkos in Reihenschaltung.

von Dieter (Gast)


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Koennten das Reste davon sein.

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