Ich habe hier ein paar Elkos 100µF 25V, vmtl. Matsushita, mal bei P*
gekauft.
Wenn ich die Aufdrucke anschaue, wo ist dort Minus?
Solange die im Gurt sind, sollte das kurze Beinchen Minus sein, aber
was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?
Manfred schrieb:> was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?
Dann benutzt du ein Multimeter um zu bestimmen an welcher Duko '+' und
an welcher '-' ist und machst mit einem permanentmarker eine
entsprechende Markierung.
Manfred schrieb:> Ich habe hier ein paar Elkos 100µF 25V, vmtl. Matsushita, mal bei P*> gekauft.>> Wenn ich die Aufdrucke anschaue, wo ist dort Minus?
Was steht denn auf der anderen Seite drauf und was sagt das Datenblatt?
Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig und ohne Angabe
zu den Abmessungen wird die Suche schwierig ;-(
Matsushita = Panasonic?
Manfred schrieb:> was, wenn man die mal in einer unbekannten Schaltung wechseln will?
I. B. a. polarisierten Elko (weil sonst egal), hilft zumeist das:
1. Relevanten Schaltungsteil aufnehmen (meist ergibt sich Polarität).
2. Falls nicht, nach Schritt 1 Elko auslöten, Einbaurichtung notieren
und ausmessen [für positiven Strom von (-) nach (+) (also verkehrt
herum) durchlässig(er, je nach Meßbedingungen und Elko-Zustand)].
3. (Falls richtig fett kurzgeschlossen, manchmal möglich, sollte der
Elko so iwo/iwie sitzen, daß 1. anwendbar ist - wie fast immer.
Also bitte keine Ausreden - entweder aus der Schaltung ablesbar,
oder notfalls meßbar. Zumindest mir kam noch kein Fall 3. vor.
Und natürlich nicht: "Elko auslöten, und dann mal überlegen...")
Verstehe das Problem nicht. Auf den Platinen wird nach wie vor
gekennzeichnet sein, wo Plus und wo Minus hingehört.
Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal
erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war
verpolt, beim anderen stimmt die Polung. Bei bipolaren Kondensatoren
passiert gar nichts.
Peter D. schrieb:> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus
Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?
Wolfgang schrieb:> Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig
Schön, dass Du sorgfältig geschaut hast - die Bilder zeigen den Gurt von
beiden Seiten!
MaWin schrieb:> Matsushita Serie U Elkos sind bipolar, dafür steht auch das B.P auf dem> Teil
Danke dafür, auf die Idee bin ich nicht gekommen - könnte erklären,
weshalb keine Minus-Kennzeichnung aufgedruckt ist. Ich habe jetzt drei
Katalog-pdf von Panasonic durch, ein Typ SU-BP oder ähnlich taucht dort
leider nirgendwo auf.
Egal, Thema abgehakt.
Ben B. schrieb:> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war> verpolt
Aber vorher den Schutzanzug nicht vergessen und Helm mit Visier. Sonst
geht es wie hier Beitrag "Kondensator geplatzt - unbedenklich?" und du
kannst dich abschreiben.
... schrieb:>> Wie negativ ist denn der kurze Anschluss?!>> Ich weiss ja nicht wie kurz deiner ist, aber meiner ist positiver!
Wenn einer der Anschlüsse gleich lang ist, dann ist es meist der
positive!
> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war> verpolt
Fuer eine sichere Wirkung koennte man vorher noch Berylliumoxidpaste
auftragen.
Amateur schrieb:> Das längere "Bein" ist positiv!
Ach ja, das Bein, das auch gerade fest mit einem positiven
(von der PTB verifiziert, ...) Punkt verbunden ( ...aber erst
nach Erstellung besagter Verbindung natürlich - um auch nur
ja bloß nicht das Ergebnis zu verfälschen) ist? Das hättest
Du aber schon dazu sagen können dann.
Meintest Du nicht? Dann kannst Du nicht wissen, ob/daß das
Bein positiv/negativ ist, und/oder liegst damit auch falsch.
Immer diese bodenlosen Behauptungen...
Normalerweise ist der längere Anschluss der +Pol, so wie bei Led...
Wer es nicht glaubt bei den Elkos, der sollte mal halbwegs die
Nennspannung darauf geben, wenn es dann knallt war es verkehrt...
Also kein Hexenwerk!
Mani W. schrieb:> Wer es nicht glaubt bei den Elkos, der sollte mal halbwegs die> Nennspannung darauf geben, wenn es dann knallt war es verkehrt...
In dem Fall ist es dann wurscht, ob ein Beinschen kürzer ischt oder
nischt -esch knallt dann, wensch nischt pascht...
Im Zweifel kann man immer noch die Schinesen befragen!
;-)
Manfred schrieb:>> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus> Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?
Da ist keiner, weil diese Kondensatoren bipolar sind.
Stefanus F. schrieb:> Da ist keiner, weil diese Kondensatoren bipolar sind.
Hatten kingkong und MaWin ja gleich zu Anfang gesagt, wird aber von den
anderen Postern geflissentlich ignoriert. Natürlich steht 'B.P' für
bipolar, wie z.B. auch auf diesem Elko von Pansomatic - err, Panasonic:
https://www.pollin.de/p/elko-panasonic-ka-bipolar-210824
Peter D. schrieb:> Es macht doch viel mehr Spaß, die Leute zu veralbern und einfach> wegzulassen, daß man bipolare Elkos gekauft hat.
"Elko PANASONIC KA, bipolar
10 µF, 25 V-, 85 °C, RM 5, 6x7 mm."
?-O
Manfred schrieb:> Peter D. schrieb:>> Bei Alu-Elkos ist der Strich Minus>> Ach wirklich? Wo auf dem Bild ist denn der Strich?>> Wolfgang schrieb:>> Von allen nur die gleiche Seite zu zeigen ist langweilig>> Schön, dass Du sorgfältig geschaut hast - die Bilder zeigen den Gurt von> beiden Seiten!
Aber IMHO fehlt die kreisförmige Ansicht von oben, denn da sähe man die
Markierung ohne viel drumherum drehen auf den ersten Blick:
https://aelbler.files.wordpress.com/2009/01/img_3775.jpg?w=593
Ben B. schrieb:> Verstehe das Problem nicht. Auf den Platinen wird nach wie vor> gekennzeichnet sein, wo Plus und wo Minus hingehört.>> Ansonsten zwei bzw. ein Stück opfern und antiparallel an die maximal> erlaubte Spannung anschließen. Der Kondensator mit dem Knall war> verpolt, beim anderen stimmt die Polung. Bei bipolaren Kondensatoren> passiert gar nichts.
Ich nehme dafür immer einen Märklin-Trafo (die alten blauen). Dann auf
Richtungswechsel drehen und festhalten.
Mit dem oben beschriebenen System mit Gleichstrom verschwendet man doch
die Hälfte der Kondensatoren ohne daß sie zerknallen. ;)
Das ist eine Ressourcenverschwendung wie Brötchentüten unzerplatzt ins
Altpapier geben.
Haette da noch eine Seitenfrage, die das Thema nur tangiert.
Es wurden in der Vergangenheit Elkos in Fachzeitschriften erwaehnt, fuer
die bipolar betrieben eine niedrigere Spannung im Datenblatt stand, als
fuer den Normalbetrieb mit dem Hintergrund einer Umpolungsfestigkeit
fuer bestimmte Anwendungen, zB Elkos in Reihenschaltung.