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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Erdung eines verschraubten Blechgehäuses


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Autor: Profierder (Gast)
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Hallo,

ich möchte eine Elektronik mit 220V in ein Blechgehäuse einbauen.
Das Gehäuse besteht aus einzelnen Blechen die miteinander verschraubt 
werden. In die Rückwand wird eine Kaltgerätebuchse für 220V eingebaut 
und innen befindet sich ein Bodenblech, das mit dem Rest verschraubt 
wird. Nun habe ich zwei Fragen zur Erdung. Erstens, muss man jedes 
einzelne Blech (Seiten- und Deckbleche plus innen eingelegtes Blech) 
einzeln erden, oder genügt es, an einer Stelle zu erden und die Bleche 
haben Kontakt über die Schrauben. Zweitens, falls jedes Blech einzeln 
geerdet werden sollte, muss dann an der Stelle an der geerdet wird der 
Lack auf dem Blech entfernt werden.

Danke für eventuelle Antworten

Autor: !230V! (Gast)
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1. Wenn man solche Fragen stellen muss sollte man nicht mit Netzspannung 
spielen!
2. Bei mir an den Steckdosen liegen 230V an.

Autor: Andreas M. (elektronenbremser)
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Diesen Gedanken hatte ich auch.

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Erstmal alle metallischen Teile inclusive Schrauben mit mindestens 16qmm 
elektrisch leitend verbinden - bei unterschiedlichen Metallen noch auf 
die elektrochemische Spannungsreihe achten... und dann zusätzlich zum PE 
noch nen Staberder in den Boden rammen ;-)

oder mit einem trenntransformator die spannungsversorgung der Elektronik 
im blechschrank vom Netz galvanisch trennen ...

: Bearbeitet durch User
Autor: Profierder (Gast)
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Hier steht schonmal wie man es machen kann, bzw. wie es andere machen:


https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/archive/index.php/t-9135.html#

ich werde nun ebenfalls jedes Gehäuseteil an der Stelle der 
Kontaktierung frei schleifen und dort mit Zahnscheibe und Kabelschuh 
einen Erdungsdraht anschließen. Jeden Erdungsdraht dann auf einen 
gemeinsamen Punkt an der Gehäuserückseite wo die Zuleitungserde 
angeschlossen wird, fertig. Damit bin ich auf der sicheren Seite und 
1,5mm^2 grün gelb reichen für ein Erdungskabel meiner Meinung nach aus 
(ist in jedem Verlängerungkabel nicht dicker). Wenn die Kontaktschrauben 
richtig gewählt sind ist das eine gute Lösung. Damit muss ich mir nicht 
mehr die Frage stellen, ob es zulässig ist über die Verschraubung der 
Gehäuseteile zu erden. Wäre trotzdem mal interessant zu wissen ob man 
das darf.

Autor: !230V! (Gast)
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Dann empfehle ich nach Fertigstellung der Bastelei wenigstens eine 
ordentliche Prüfung derselben.

Damit z.B.:
https://www.voelkner.de/products/78398/Benning-ST-710-Geraetetester-VDE-0701-0702.html?ref=43&gclid=EAIaIQobChMIgOiTkKvE5AIVkkDTCh33OgRMEAQYASABEgI17PD_BwE

Am besten VOR dem ersten Einschalten.

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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!230V! schrieb:
> Dann empfehle ich nach Fertigstellung der Bastelei wenigstens eine
> ordentliche Prüfung derselben.
>
> Damit z.B.:
> 
https://www.voelkner.de/products/78398/Benning-ST-710-Geraetetester-VDE-0701-0702.html?ref=43&gclid=EAIaIQobChMIgOiTkKvE5AIVkkDTCh33OgRMEAQYASABEgI17PD_BwE

Da es vornehmlich um den Schutzleiterwiderstand geht, kann man sich auch 
anderweitig behelfen. Eine 4-Pol-Widerstandsmessung über den 
Spannungsabfall bei 1 oder 10 durchgejagten Ampere ist vermutlich sogar 
aussagekräftiger als bei dem geringen Strom eines Testers. Siehe das 
berühmte Litzendrähtchen bei Chinamüll.

Aus der Praxis zerlegter Geräte kenne ich die windigsten Konstruktionen, 
die da draußen im Umlauf sind. Wenn ein Hobbybastler sorgfältig 
arbeitet, übertrifft er dieses Niveau spielend.

Es gibt Unterlegscheiben, die zum Zweck des zuverlässigen Durchstoßens 
von Lackschichten gedacht sind. Spart einem eventuell einiges an 
Schmirgelei.

Kann man eigentlich diese Gewindebolzen zum Anpunkten mit Hobbymitteln 
selbst anbringen? Da spart man sich dann Schmirgeln und Bohren und von 
außen sieht es auch noch hübscher aus als ein rausstehender 
Schraubenkopf.

Autor: Dave. (Gast)
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Es muss sichergestellt sein, dass berührbare Metallteile, die durch 
einen Fehler spannungsführend werden können, sicher geerdet sind.

Ob du die Dinger mit Kabeln oder Winkeln verbindest ist eigentlich egal 
solange die Verbindung sicher ist. Sicher heisst dabei abschleifen und 
Kontaktscheiben. Abnehmbare Metallteile mit eingebauten Elementen (z.B. 
Deckel mit Netzschalter) müssen ständig geerdet sein sofern sie im 
betrieb abgenommen werden können, also ist hier ein Kabel notwendig.

Ansonsten arbeite vorsichtig, benutze den gesunden Menschenverstand und 
isoliere möglichst viel mit Schrumpfschlauch

Beitrag #5967573 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Profierder (Gast)
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na wenn Schrauben auch nicht erlaubt sind, was soll man denn dann nehmen 
? kann man irgendwelche Befestigungsschellen irgendwie anpunkten ?

Autor: MaWin (Gast)
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Profierder schrieb:
> na wenn Schrauben auch nicht erlaubt sind, was soll man denn dann
> nehmen
> ? kann man irgendwelche Befestigungsschellen irgendwie anpunkten ?

Schrauben sind natürlich erlaubt, sie dürfen nur von aussen nicht lösbar 
sei.

Man kann eine Gewindeschraube ohne Kopf mit eckigem Hals 
(Schlossschraube) durch ein eckiges Loch stecken und innen Erdung 
anbringen.

https://www.schraubenbude.de/schlossschrauben-din-603/schlossschrauben-din-603-verzinkt/?xoid=coa58epjfrgqfkav0go7j02ft1

oder

https://www.ihk-koeln.de/upload/Handreichung_Mechatroniker_W12_39011.pdf
https://www.mikrocontroller.net/attachment/336207/Selbstbau_und_Sicherheit.pdf

häufig wird aber ein innen stumpf angeschweisster Gewindebolzen 
verendet.

Es ist auch ok, eine normale Schraube (bei der es ein Problem wäre 
draussen zu drehen) aussen mit Erdungssymbol (Unterlegscheibe mit 
Aufdruck) zu kennzeichnen.

Beitrag #5967803 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Profierder (Gast)
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Wenn ich mir das Bild Aufbau einer Gehäuseerdung aus der Doku der IHK 
Köln ansehe (in MaWins Antwort), dann könnte man doch auch einfach so 
Erden wie in dem Bild und zusätzlich die Mutter und den Schraubenkopf 
mit einem Punkt verschweißen, dann kann man die Schraube nicht mehr 
lösen und der Aufwand ist relativ gering, ich denke das wäre eine gute 
Lösung

Autor: René F. (therfd)
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MaWin schrieb:
> Profierder schrieb:
>> na wenn Schrauben auch nicht erlaubt sind, was soll man denn dann
>> nehmen
>> ? kann man irgendwelche Befestigungsschellen irgendwie anpunkten ?
>
> Schrauben sind natürlich erlaubt, sie dürfen nur von aussen nicht lösbar
> sei.

So kenne ich das auch, eine weitere Mutter kann dafür verwendet werden. 
Ein Suchbegriff wäre „Einzelheit Z“.

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