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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Probearbeit: wie deuten?


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Autor: umtool (Gast)
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Vor zwei Tagen hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei meinem Wunsch-AG. 
Hier passte einfach alles: Unternehmenskultur, Produkte, Tätigkeitsfeld, 
Lage, meine Gehaltsvorstellung wurde im Gespräch angesprochen und als 
absolut akzeptabel bezeichnet. Meine Bewerbung wurde quasi sofort 
beantwortet und in einer Woche hatte ich auch schon das 
Vorstellungsgespräch.

Das Gespräch lief eher gut, wir haben uns flüssig unterhalten, ich hatte 
Antworten auf alle Fragen bzgl. Lebenslauf und Motivation parat. 
Schwächen zeigte ich bei den Fachfragen: hier konnte ich nicht alles 
beantworten, allerdings war auch schon bei der Einladung klar, dass ich 
mich in den Tätigkeitsbereich noch einarbeiten muss und quasi 
hochmotivierter Quereinsteiger bin.

Problem: nach dem Gespräch erhielt ich, ebenfalls quasi sofort - keine 
Zusage. Auch keine Absage. Eine Einladung zum Probearbeiten, in etwa 
einer Woche.

Einen Verdacht kann ich sofort ausschließen: es ist keine Ausbeute. Das 
Probearbeiten dauert nämlich lediglich einen verkürzten Arbeitstag (6h), 
ganz sicher keine Zeit, in der ein Softwareentwickler produktive Arbeit 
verrichten könnte. Es geht sicher um weitere Abklärung, Kennenlernen, 
bis zur finalen Entscheidung.

Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht? Wie deutet ihr diese? Dass 
es noch Zweifel gibt, welche ausgeräumt werden sollen? Oder eine übliche 
Praxis?

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Willst du dich allen Ernstes zum Vollhorst machen?

Autor: SR (Gast)
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Was sollst du denn entwickeln? Ist IMHO nicht unüblich um so Sachen wie 
Coding-Standards, Stil und Strategien zur Problemlösung mit und ohne 
Internet zu prüfen.

Autor: Rainer Z. (mrpeak)
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umtool schrieb:
> Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht?

Nein.

> Wie deutet ihr diese? Dass
> es noch Zweifel gibt, welche ausgeräumt werden sollen? Oder eine übliche
> Praxis?

Grundsätzlich ist Probearbeit keine schlechte Idee, ABER:
- Kläre schriftlich wie du versichert bist.
- Erwartungen drosseln: Ein Tag ermöglicht keinen tieferen Einblick.
- Es geht eher darum ob die MA, die im Vorstellungsgespräch nicht da 
waren, dich mögen. Effektiv ist es ein weiteres Vorstellungsgespräch.
- Probearbeit genießt einen schlechten Ruf, weil eher aus dem 
Tagelöhnerbereich (einfachste körperliche Tätigkeiten) bekannt.
- Für (ungekündigtes) Personal mit Berufserfahrung ist Probearbeit 
undenkbar.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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> Wie deutet ihr diese?

Freu dich doch einfach drauf. Sei interessiert an dem was die 
zukünftigen Kollegen mit dir diskutieren. Ich finde es ist ein gutes 
Zeichen, wenn die den Aufwand spendieren um dich 1 Tag lang näher 
kennenzulernen. So einen Aufwand machen die bestimmt nicht mit vielen 
Bewerbern. Da muss man schon in der engeren Wahl sein.

Autor: Martin S. (sirnails)
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umtool schrieb:
> Wie deutet ihr diese?

Wir hatten die letzte Zeit leider personell viele Fehlbesetzungen in der 
Abteilung. Das mag zum einen an meinem komplett unfähigen Chef liegen, 
der die neuen Bewerbe mit den Worten "Hier ist jetzt ein Bewerbe, bitte 
führe ihn mal rum" unabgesprochen in unseren Hühnerstall steckt, 
andererseits aber auch daran, dass ein Vorstellungsgespräch etwas ist, 
bei denen unfähige Blender über- und nervöse gute Mitarbeiter 
unterschätzt werden.

So ein Probearbeitstag wird ziemlich sicher offenbaren, wie wenig Ahnung 
Du von gewissen Dingen hast, aber es wird genauso offenbaren, ob du ein 
Grundverständnis hast, und ob Du tatsächlich willens bist, Dir das 
notwendige Wissen anzueignen.

Der letzte Bewerber ist jetzt in der Probezeit gekündigt worden, weil 
man ihm nahezu alles jedesmal dreimal erklären musste, und er es beim 
vierten Mal doch falsch machte. Das hat uns enorm viel Zeit und Nerven 
gekostet. Nicht zuletzt wurden alle seine bis dato mehr oder minder 
bearbeiteten Projekte neu verteilt und eingestampft, da nichts vorhanden 
ist, auf dem man aufbauen kann.

Ich finde das Konzept eigentlich nicht schlecht. Du hast überzeugt, denn 
einen Mitarbeiter sechs Stunden abzustellen, um Dich an die Hand zu 
nehmen, kostet einer Firma einiges an Geld (realistisch ca. 600 Euro für 
den Tag). Das würden die nicht machen, wenn sie glauben würden, Du wärst 
nicht der richtige Bewerber.

Jetzt wollen sie halt für sich abklären, ob sie mit ihrer Einschätzung 
richtig liegen.

Mein Tipp an Dich wäre: Entspann Dich. Du hast die Stelle eigentlich 
sicher. Sei aufmerksam - egal wie langweilig die Themen erscheinen mögen 
- und denke immer mit, sodass Du jederzeit in der Lage bist, an Dich 
gestellte Fragen zu beantworten. Und Du wirst sehen, Du wirst die Zusage 
bekommen.

Autor: umtool (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Willst du dich allen Ernstes zum Vollhorst machen?

Danke für den hilfreichen Beitrag zum Thema.

Rainer Z. schrieb:
> Für (ungekündigtes) Personal mit Berufserfahrung ist Probearbeit
> undenkbar.

Ich habe keine Berufserfahrung. Komme frisch von der Uni.

SR schrieb:
> Was sollst du denn entwickeln? Ist IMHO nicht unüblich um so Sachen wie
> Coding-Standards, Stil und Strategien zur Problemlösung mit und ohne
> Internet zu prüfen.

Ich glaube nicht, dass ich etwas während dieser 6h entwickeln soll, bzw. 
kann. Die Aufgabe liegt in dem Bereich, in dem einige Wochen 
Einarbeitungszeit erforderlich sind, ehe auch nur irgendetwas Sinnvolles 
rauskommt. Dass ich nicht das hierfür notwenige, seltene Vorwissen 
mitbringe, haben sie schon gewusst, nachdem sie meine Bewerbung lasen.

Helmut S. schrieb:
> Freu dich doch einfach drauf. Sei interessiert an dem was die
> zukünftigen Kollegen mit dir diskutieren. Ich finde es ist ein gutes
> Zeichen, wenn die den Aufwand spendieren um dich 1 Tag lang näher
> kennenzulernen.

Das ist ja eine ungemein positive Einstellung, und das Probearbeiten 
wird mir auf jeden Fall Spaß machen, aber eine Zusage hätte mich doch 
etwas mehr gefreut.

Autor: oszi40 (Gast)
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umtool schrieb:
> Erfahrungen mit Probearbeit

1.Was draußen in den schönsten Farben geschildert wurde, kann drinnen 
anders sein. Einen Tag schnuppern ist nicht schädlich. Als Schüler habe 
ich das gemacht und eine wertvolle Erfahrung fürs ganze Leben gesammelt. 
Dort wollte ich genau nicht arbeiten!
2.Einarbeitung ist in den seltensten Fällen in einem Tag erledigt. Mit 
dem Wissen wächst der Zweifel ob man schon alle Spezialitäten erkannt 
hat.

Autor: umtool (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Mein Tipp an Dich wäre: Entspann Dich. Du hast die Stelle eigentlich
> sicher.

Nach Probearbeit kann auch eine Absage folgen. Sicher wäre eine Zusage. 
Aber Danke für die ermutigenden Worte.

Autor: Frank (Gast)
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Hi,

also wir machen das bei uns genauso. Wenn wir von einem Bewerber nach 
dem ersten Gespräch einen guten Eindruck haben, laden wir ihn für einen 
Tag ein.

Dabei geht es eigentlich nur darum, ob es "menschlich passt", weniger um 
die fachlichen Dinge (das lässt sich an einem Tag sowieso nicht 
vernünftig beurteilen).

Der Bewerber hat dadurch (neben dem Kennenlernen des Teams) zusätzlich 
die Chance, zumindest einen ganz groben Eindruck vom Code, dem Tooling 
und der Arbeitsweise des Teams zu bekommen. Dann weiß er auch eher, 
worauf er sich einlassen würde.

Zumindest bei uns werden zu so einem Tag aber auch nur Bewerber 
einladen, bei denen wir schon ziemlich sicher sind, dass das passen 
würde.

Autor: umtool (Gast)
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Frank schrieb:
> Hi,
>
> also wir machen das bei uns genauso. Wenn wir von einem Bewerber nach
> dem ersten Gespräch einen guten Eindruck haben, laden wir ihn für einen
> Tag ein.

Hallo, danke für die ermunternden Worte!
Kommt es aber nicht auch vor, dass Bewerber unmittelbar eingestellt 
werden?

Autor: olibert (Gast)
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umtool schrieb:
> Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht?

Ja, ich have ich vor Jahren einmal gemacht und habe danach eine Zusage 
bekommen.

Trotzdem wuerde ich mich nicht nochmal darauf einlassen. Letztendlich 
geht es dem Arbeitgeber um Risikominimierung. So zur Erinnerung: Der 
Arbeitnehmer geht ebenfalls ein Risiko beim Stellenwechsel ein.

Bei dir als Berufsanfaenger sieht es vielleicht anders aus, aber was 
will man wirklich nach 6h Beschaeftigung feststellen?

Autor: olibert (Gast)
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olibert schrieb:
> Ja, ich have ich vor Jahren einmal gemacht und habe danach eine Zusage
> bekommen.

Bevor die Spellchecker auf 2 Beinen kommen:
Ja, habe ich vor Jahren schon einmal gemacht und danach eine Zusage
bekommen.

Autor: Profichef! (Gast)
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Mit der Probearbeit prüfe ich immer, ob der Bewerber auch zu unbezahlten 
oder undokumentierten Überstunden bereit ist.

Autor: Martin S. (sirnails)
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umtool schrieb:
> Nach Probearbeit kann auch eine Absage folgen.

Klar. Nach der Probezeit allerdings auch.

Wird schon :-)

Autor: umtool (Gast)
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Profichef! schrieb:
> Mit der Probearbeit prüfe ich immer, ob der Bewerber auch zu unbezahlten
> oder undokumentierten Überstunden bereit ist.

Dummer Chef, du hast noch viel zu lernen. Ein echter Profichef könnte 
auch unwillige Mitarbeiter dazu nötigen.

Autor: Maxe (Gast)
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Bitte danach berichten, wie der Tag gelaufen ist.

Ich kann mir das nämlich gar nicht richtig vorstellen.
Arbeiten ist ja nicht möglich, einarbeiten auch nicht.
Bleibt also an die Hand genommen zu werden und den Laden gezeigt 
bekommen, vielleicht ist an dem Tag noch das wöchentliche 
Gruppenmeeting.

Die Gefahr ist groß, den Bewerber durch so eine Aktion abzuschrecken. 
Als Arbeitgeber würde ich das definitiv nicht machen, zumindest aber 
anders nennen.

Autor: Weg mit dem Troll ! Aber subito (Gast)
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Probearbeiten... bedeutet
- sich mit dem Team unterhalten, wie wenn man dort arbeiten wuerde.
- sich ueber Problemloeseverfahren austauschen, Arbeitsweisen, usw.
- in die Technologien reinschnuppern, gegenseitig.

Nach diesem (Kurz-) Tag kommt ein Eindruck von
- auf welcher Technologie steht der Kandidat
- wie smart ist er
- wie kommunikativ
- wie fokussiert
- wie viel Biss hat er.

Autor: Hans (Gast)
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umtool schrieb:
> Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht? Wie deutet ihr diese? Dass
> es noch Zweifel gibt, welche ausgeräumt werden sollen? Oder eine übliche
> Praxis?

Probearbeit ist in der Branche definitiv nicht üblich und wenn sie keine 
Zweifel hätten, hättest Du den Vertrag sicherlich sofort unterschreiben 
dürfen. Aus Spaß treiben die so einen Aufwand normalerweise aber auch 
nicht - wenn das also kein Casting ist und Du als Einziger zur Probe 
arbeitest, bist Du vermutlich ihr Wunschkandidat. Ich denke, dass Du 
menschlich bereits überzeugt hast und es jetzt darum geht, letzte 
Zweifel bezüglich Deiner Eignung für eine produktive Zusammenarbeit 
auszuräumen. In 6 Stunden kann man sicherlich Deine generelle 
Auffassungsgabe testen und einen groben Überblick über Deine Fähigkeiten 
erhalten.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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umtool schrieb:
> Das Probearbeiten dauert nämlich lediglich einen verkürzten Arbeitstag

Geh hin und lasse dich drauf ein. Was soll passieren?
Wenn es Scheiße läuft, bist du um eine wertvolle Erfahrung reicher.

Autor: AVR (Gast)
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Würde man mir Probearbeit anbieten, dann würde ich mich bei den Typen 
gar nicht mehr melden. Kaum zu glauben wie dekadent der Arbeitsmarkt 
geworden ist.

Einen Kollegen von mir haben sie mal zum Frühstück eingeladen, damit man 
sich besser kennengelernt. Er ist natürlich nie hingegangen :)

Autor: umtool (Gast)
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MaierMüllerSchulz schrieb:
> Geh hin und lasse dich drauf ein. Was soll passieren?
> Wenn es Scheiße läuft, bist du um eine wertvolle Erfahrung reicher.

Es ist bloß so, dass es noch eine Woche hin ist bis zum Probearbeiten, 
weshalb ich bis dahin etwas zappeln darf. Daher wollte ich mir 
Einschätzungen einholen.

Autor: 1tagfliege (Gast)
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wenn du glück hast bist du dann schlechter weg...
Man muss Probearbeiten mind. 7 Tage, dann noch Prüfungen ablegen, weil 
keiner mehr glaubt, dass die Uni ausgebildet hat.

Autor: Weg mit dem Troll ! Aber subito (Gast)
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Was soll an Probearbeiten nicht gut sein ? Ist ja klar, dass da gar 
nicht Produktives rauskommt. Man lernt die Leute, die dort arbeiten 
kennen, und sieht den Arbeitsplatz.

Auch an ein Fruehstueck geht man doch hin .. wenn's nicht grad zu weit 
weg ist.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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So ein Probearbeitstag ist doch eine schallende Ohrfeige. Als gestandene 
Fachkraft hat man sowas nicht nötig. Manche lassen wirklich alles mit 
sich machen.

Wie weit soll das noch gehen? Soll der Bewerber etwa auch noch die Beine 
breit machen?

Obendrein viel Spass mit der Berufsgenossenschaft wenn es dort zu einem 
Arbeitsunfall kommt.

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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umtool schrieb:

> Problem: nach dem Gespräch erhielt ich, ebenfalls quasi sofort - keine
> Zusage. Auch keine Absage. Eine Einladung zum Probearbeiten, in etwa
> einer Woche.

Klare Sache, alles glatt gelogen, ich kenn keinen der heute noch zum 
Probearbeiten herangezogen wird, du auch nicht, denn sonst hätte deine 
Story hier ein paar details die man überprüfen könnte (Name des AG, 
Standort, Branche, Jobbeschreibung)

Ich kann ja verstehen das man Infos aus einer Gruppe locken will oder 
sich gern in das Zentrum der Aufmerksamkeit eines Forums manipuliert. 
Aber bitte auf ehrliche Art und Weise.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Ich kann ja verstehen das man Infos aus einer Gruppe locken will oder
> sich gern in das Zentrum der Aufmerksamkeit eines Forums manipuliert.
> Aber bitte auf ehrliche Art und Weise.

Bei dem grassierenden Fachkräftemangel mutet die Story höchst 
unglaubwürdig an.

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:

> Bei dem grassierenden Fachkräftemangel mutet die Story höchst
> unglaubwürdig an.

Alles was keinen Beleg enthält oder gar nicht falsifizierbar ist, ist 
unglaubwürdig.

Autor: Ich schon wieder (Gast)
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umtool schrieb:
> hochmotivierter Quereinsteiger

Probearbeiten:

Es geht um einen Tag (6h)
Die Kollegen können einem als Quereinsteiger zumindest ein wenig auf den 
Zahn fühlen.
Man selbst lernt die Arbeitskollegen kennen,
das Arbeitsumfeld (Hochmodern bis IKEA aus den 80er)

umtool schrieb:
> Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht? Wie deutet ihr diese? Dass
> es noch Zweifel gibt, welche ausgeräumt werden sollen? Oder eine übliche
> Praxis?

Ich würde diese Probearbeit schriftlich fixieren, etwas mit Unterschrift 
vom potentiellen Arbeitgeber.

Herr Frau XY arbeitet am x.x.2019 für einen Tag (6h) bei uns in der 
Abteilung Software bla bla zur Probe, es entsteht daraus kein Anspruch 
auf Entgelt.

Datum

Unterschrift

Damit bist Du auf der sicheren Seite, falls doch ein Unfall passieren 
sollte.
Falls Du arbeitslos gemeldet bist, der Agentur Bescheid sagen.

Autor: ich bins (Gast)
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Erstaunlicherweise sind hier bisher ja etliche gute Beiträge gekommen. 
Z.B. von Martin S.

Bei den ganzen Lügner, Blender, Dummschwätzer und sonstigen Betrügern 
heutzutage - natürlich bei beiden Vertragsparteien - ist Probearbeiten 
für beide Seiten eine sehr gute Sache. (Natürlich kann man auch diese in 
der Ausgestaltung so verhunzen dass es nicht viel bringt, aber das ist 
eine andere Sache.)

Als Arbeitgeber würde ich (erst Recht bei Absolventen) auch Bewerber zur 
Probe arbeiten lassen. Das ist ehrlich und beide Seiten lernen sich 
bedeutend besser kennen, als es Gespräche in einem anonymen 
Besprechungszimmer je vermögen könnten. Es spricht ja nichts gegen eine 
Aufwandsentschädigung dafür...

Der verlogene Sprech in Arbeitszeugnissen ist jedenfalls bedeutend 
unfairer gegenüber Arbeitnehmern.

Autor: Ths (Gast)
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Probearbeit ist eine Gelegenheit zu prüfen, ob der Bewerber ins Team 
passt. Der Bewerber erhält einen Eindruck davon, ob die 
Rahmenbedingungen sich mit seinen Vorstellungen decken.

Eine Einladung zur Probearbeit bedeutet Kennenlernen und ist positiv zu 
bewerten.

Ich hatte einen Bewerber mit 20 Jahren Berufserfahrung, der das Thema 
zuerst angesprochen hat. Fand ich gut, ist für alle eine Bereicherung. 
Im Oktober fängt er hier an.

Autor: ZurProbe (Gast)
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Ich finde es prinzipiell auch nicht schlecht einen Tag auf Probe zu 
arbeiten.

Als ich mich damals für eine Ausbildung beworben habe, war es ähnlich. 
Es gab zwar kein offizielles Probe arbeiten, aber für das 
Bewerbungsgespräch wurde der ganze Tag angesetzt.

So hat man sich morgens in Ruhe hingesetzt und ein wenig über Gott und 
die Welt geredet, anschließend ging das eigentliche Bewerbungsgespräch 
los. Danach wurde ich durch das gesamte Institut geführt und durfte hier 
und da kurze arbeiten machen (wie z.B. Handlöten) oder den anderen ein 
wenig zur Seite stehen, wie deren Arbeitsalltag so aussieht.
Abschließend gab es noch ein kleines Gespräch, wie mir der Tag so 
gefallen hat.

Ich fand das alle ganz gut so. Ich konnte gucken, was genau ich später 
arbeiten müsste, wie die Räumlichkeiten sind, welche Ausstattung haben 
die einzelnen Labore. Praktisch ein wenig in den späteren Arbeitsalltag 
reinschnuppern.

3 Tage später habe ich eine Zusage bekommen und habe genau das vorher 
versprochene Arbeitsfeld abgearbeitet. Ich musste nie unbezahlt Arbeiten 
oder wurde in irgendeinerweise ausgebeutet.

Als ich ein wenig da gearbeitet hatte, habe ich mal mit dem Ausbilder 
geredet, weshalb sie das so handhaben:
Er meinte, dass es nur darum geht, ob dem Bewerber die spätere Arbeit 
auch zusagt und, ob die persönliche Ebene zwischen den Mitarbeitern 
passt. Fachliches wurde da garnicht bewertet (lernt man ja sowieso 
später)

Autor: Ingenieur (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Wie weit soll das noch gehen? Soll der Bewerber etwa auch noch die Beine
> breit machen?

Ja, das gibt es durchaus, zum Beispiel bei Schauspielerinnen oder 
Sekretärinnen, nennt sich Besetzungscouch. Auch wenn ich das nicht 
gutheiße, aber es gibt da offensichtlich auch immer welche, die sich auf 
so einen Deal einlassen.

Autor: Nick M. (muellernick)
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Ich versteh die negativen Beiträge nicht.
Der Bewerber hat die Gelegenheit selber rauszufinden ob er in dem -ach 
so fürchterlichen- Laden überhaupt arbeiten möchte. Statt genommen zu 
werden und dann während der Probezeit im Monat 1 rausgeworfen zu werden.
Der AG kann besser abschätzen, ob er den Quereinsteiger haben will. Ob 
er ins Team passt.
Also ich würde mich über so einen Probetag freuen, weil man dabei nur 
gewinnen kann. Auch eine Absage ist ein Gewinn, weil man dann nicht in 
der Probezeit rausgeworfen wurde.

Nick

Autor: Ich schon wieder (Gast)
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Als Quereinsteiger ist Probearbeiten anders zu bewerten, als jemand, der 
jahrelange fachliche Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hat.

Autor: jemand (Gast)
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Ist doch nicht schlecht, das ist auch für dich eine Chance. So kannst du 
dir die Mitarbeiter, die Arbeitsplätze und die Gesamtsituation wie die 
Stimmung und das Equipment mal ankucken.

Mir wäre das die 6h und den Urlaubstag wert, zumindest wenn der 
Gesamteindruck sonst stimmt. Man sitzt in der Firma ja Jahre, wenn es 
gut läuft.

Ich war schon einmal auf Assessment-Center (oder wie das heißt), da 
ziehe ich die Probearbeit tausendmal vor.

Autor: Franko S. (frank_s866)
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Bei einem Frühstück würde ich hingehen, übertrieben gierig alles 
leerfressen und mich gleich danach verabschieden und absagen weil der 
Kaffe kalt war.

Das ist das einzig richtige Verhalten für solchen Schwachsinn, dann 
werden solche Experimente schnell wieder eingestellt. Ja wo sammer denn?

Autor: NurMut (Gast)
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Nick M. schrieb:
> Ich versteh die negativen Beiträge nicht.
> Der Bewerber hat die Gelegenheit selber rauszufinden ob er in dem -ach
> so fürchterlichen- Laden überhaupt arbeiten möchte. Statt genommen zu
> werden und dann während der Probezeit im Monat 1 rausgeworfen zu werden.
> Der AG kann besser abschätzen, ob er den Quereinsteiger haben will. Ob
> er ins Team passt.
> Also ich würde mich über so einen Probetag freuen, weil man dabei nur
> gewinnen kann. Auch eine Absage ist ein Gewinn, weil man dann nicht in
> der Probezeit rausgeworfen wurde.

Völlig richtig. Vor allem würde ich erst nach dem Probearbeiten 
kündigen. 6h im Büro reichen meist, um zu sehen, ob man mit den Leuten 
klarkommt, wie laut es ist, wieviel gequatscht wird, wie die Ausstattung 
ist, wie Leute zueinander sind usw.

Warum viele andere hier so schlimm finden, erschließt sich mir nicht. In 
der Probezeit kann man auch ohne Probleme gekündigt werden. So ein 
Probetag an dem man beim alten Arbeitgeber Urlaub nehmen kann, hat für 
beide Seiten nur Vorteile.

Autor: SAM789 (Gast)
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umtool schrieb:
> Das ist ja eine ungemein positive Einstellung, und das Probearbeiten
> wird mir auf jeden Fall Spaß machen, aber eine Zusage hätte mich doch
> etwas mehr gefreut.

Es ist oft so, dass man nicht sofort eine Zusage erhält. Meistens setzen 
sich die Entscheider nochmal in Ruhe zusammen hin und besprechen ihre 
Eindrücke. Oft ist es auch so, dass man nicht der einzige Bewerber ist 
sondern noch einige Gespräche folgen. Erst im  Anschluss wird 
entschieden welcher Bewerber in Frage kommt bzw. eingestellt wird.

Deswegen mach dir keinen Kopf, dass du nicht sofort eine Zusage erhalten 
hast. Das ist völlig normal. Der Probetag ist auch für dich um zu sehen, 
ob die Firma und die zukünftigen Kollegen zu dir passen. Also sehe es 
nicht als Test, sondern als Chance den Arbeitgeber näher kennen zu 
lernen bevor du dich entscheidest dort anzufangen.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Wie weit soll das noch gehen? Soll der Bewerber etwa auch noch die Beine
> breit machen?

Jop. Ist schon usus. Nennt sich Assessmentcenter. Das ist die 
Weiterentwicklung vom Probearbeiten. Denn dort wird man mit 
Psychospielchen erniedrigt, anstatt einfach seinen Job machen zu dürfen. 
Damit kann die Firma Bewerber auswählen die wirklich alles mit sich 
machen lassen.

Autor: jemand (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Einfach unverbesserlich schrieb:
>> Wie weit soll das noch gehen? Soll der Bewerber etwa auch noch die Beine
>> breit machen?
>
> Jop. Ist schon usus. Nennt sich Assessmentcenter. Das ist die
> Weiterentwicklung vom Probearbeiten. Denn dort wird man mit
> Psychospielchen erniedrigt, anstatt einfach seinen Job machen zu dürfen.
> Damit kann die Firma Bewerber auswählen die wirklich alles mit sich
> machen lassen.

Ich finde, das sollte man sich einmal ansehen.
Außerdem kann man so solchen Firmen finanziell einen Arschtritt 
verpassen, denn so ein Arsessment-Center  (oder wie das heißt) kostet 
einen riesen Batzen Geld. Vierstellig, mindestens. Die Absage macht man 
dann danach.

Tatsächlich ist es aber eher so, dass solcher Kram meistens von der 
Personalabteilung kommt. Unsichere Personaler sichern sich gerne durch 
ein "externes Gutachten" ab.

Autor: Dr.Who (Gast)
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NurMut schrieb:
> In
> der Probezeit kann man auch ohne Probleme gekündigt werden.

Nur das es dem Arbeitgeber viel Geld kostet, ohne die Garantie
dafür, auch einen Mehrwert zu erhalten. Für den Arbeitnehmer ist
es eine Zitterparty.

Es ist schade, dass die Firmen zu solchen Mittel greifen. Schuld
daran ist nur die fehlende Kommunikation. Man setzt da auch einfach
zu sehr auf das weitreichende Weisungsrecht, anstatt mit den MA
zu reden.

Autor: umtool (Gast)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Klare Sache, alles glatt gelogen, ich kenn keinen der heute noch zum
> Probearbeiten herangezogen wird, du auch nicht, denn sonst hätte deine
> Story hier ein paar details die man überprüfen könnte (Name des AG,
> Standort, Branche, Jobbeschreibung)

München, etwa 500 MA, Compliance-Produkte, Job als Junior Consultant 
IT-Sicherheit

Name des AG ist offensichtlich zu spezifisch.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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umtool schrieb:
> Job als Junior Consultant

Was soll man da Probearbeiten? Ist doch lächerlich.

Autor: Msd (Gast)
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Probearbeiten bedeutet, du hast die Möglichkeit dir einen Tag dir Firma 
von innen anzusehen. Siehst die Kollegen. Hörst wie sie Reden. Wie die 
Arbeitsplätze aussehen. Worüber wird in der Mittagspause geredet?

Natürlich wirst du an keinem Projekt arbeiten. Wer wird schon die 
IT-Einrichtung für einen Tag anstoßen... HAHA.

Rainer Z. schrieb:
> Grundsätzlich ist Probearbeit keine schlechte Idee, ABER:

> - Kläre schriftlich wie du versichert bist.
NEIN! Nichts schriftliches, da du gegen deinen aktuellen Arbeitsvertrag 
handelst. Und natürlich hat man noch einen, wenn man denn sich nach was 
neuem umschaut.

> - Erwartungen drosseln: Ein Tag ermöglicht keinen tieferen Einblick.
> - Es geht eher darum ob die MA, die im Vorstellungsgespräch nicht da
> waren, dich mögen. Effektiv ist es ein weiteres Vorstellungsgespräch.
> - Probearbeit genießt einen schlechten Ruf, weil eher aus dem
> Tagelöhnerbereich (einfachste körperliche Tätigkeiten) bekannt.
Quatsch, denn zum wirklichen Arbeiten wirst du nicht kommen. Von dem was 
du dort erledigst hat praktisch die neue Firma auch garnichts!

> - Für (ungekündigtes) Personal mit Berufserfahrung ist Probearbeit
> undenkbar.
Quatsch! Stillschweigen. Urlaub nehmen. Klappe halten und einen Tag die 
Firma anschauen. Fertig. Muss sich ja nicht jeder so doof anstellen.

Autor: Msd (Gast)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Klare Sache, alles glatt gelogen, ich kenn keinen der heute noch zum
> Probearbeiten herangezogen wird, du auch nicht, denn sonst hätte deine
> Story hier ein paar details die man überprüfen könnte (Name des AG,
> Standort, Branche, Jobbeschreibung)
>
> Ich kann ja verstehen das man Infos aus einer Gruppe locken will oder
> sich gern in das Zentrum der Aufmerksamkeit eines Forums manipuliert.
> Aber bitte auf ehrliche Art und Weise.

Troll bist du.

Wir haben hier auch einen sitzen der das macht. Nicht einen Tag, sondern 
mehrere.

Ich selbst habe vor 2 Wochen bei einem Gespräch auch eins angeboten 
bekommen.

Halt also einfach deine Klappe.

Autor: Tobias G. (Gast)
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Eine kleine klitsche in Münster hat das auch mal so gemacht und ich war 
dumm genug da mitzumachen. Probearbeit ist für absolut unsichere 
Unternehmen, die sich eine fehleinstellung nicht leisten können. In so 
einem laden willst du nicht arbeiten.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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ein Tag Probearbeit hätte bei einem ehem. Arbeitgeber verhindert,
dass man eine Flachpfeife als "Metaller" einstellt,
die noch nicht mal den Unterschied zwischen Edelstahl und Titan kannte.
Das kannte ich als Schüler schon.

Normalerweise müssten sich derartige Mängel, egal auf welchem
Fachgebiet, allerdings auch im Vorstellungsgespräch
herauskristallisieren. Diese Fa. gibts heute tatsächlich immer noch.

Ich hab da früher ein paar mal Ferienjobmässig gearbeitet.

Autor: Msd (Gast)
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Tobias G. schrieb:
> Eine kleine klitsche in Münster hat das auch mal so gemacht und ich war
> dumm genug da mitzumachen. Probearbeit ist für absolut unsichere
> Unternehmen, die sich eine fehleinstellung nicht leisten können. In so
> einem laden willst du nicht arbeiten.

Einer der größten EMS-Dienstleister in Deutschland sehe ich nicht als 
"unsicheres Unternehmen".

Autor: Dr.Who (Gast)
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Msd schrieb:
> Einer der größten EMS-Dienstleister in Deutschland sehe ich nicht als
> "unsicheres Unternehmen".

Trotzdem sollte man sich die Bilanzen der letzten Jahre im
Bundesanzeiger mal anschauen. Wenn die fristgerecht und plausibel
sind, kann man da zumindest auf der sicheren Seite sein.

Wenn man eingestellt werden soll, wäre es nicht verkehrt, mal nach
einer Begründung zu fragen. Wenn die nicht plausibel ist, kann das
jähe Ende schneller kommen, als man denkt.
Ansonsten hat man so dann eine Lücke im LL, wo man in Erklärungsnot
kommt, wenn danach gefragt wird.

Autor: soso (Gast)
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Also ich sehe das ebenfalls eher als Chance. Grad als gestandene 
Fachkraft. Denn meinen jetztigen Job aufgeben für eine neue Stelle ist 
auch ein Risiko für mich. Dies erleichtert mir enorm die Entscheidung in 
dem Fall. So sind die Menschen verschieden.

Autor: soso (Gast)
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Dr.Who schrieb:
> Trotzdem sollte man sich die Bilanzen der letzten Jahre im
> Bundesanzeiger mal anschauen. Wenn die fristgerecht und plausibel
> sind, kann man da zumindest auf der sicheren Seite sein.

Tue ich ebenfalls vorher. Guter Hinweis.

Autor: Msd (Gast)
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Dr.Who schrieb:
> Wenn man eingestellt werden soll, wäre es nicht verkehrt, mal nach
> einer Begründung zu fragen. Wenn die nicht plausibel ist, kann das
> jähe Ende schneller kommen, als man denkt.

Es ist ein Angebot, dass abgesehen von wenigen Ausnahmen überhaupt nicht 
unplausibel sein kann.

Das muss vom AN nicht pauschal erstmal kritisch oder skeptisch beäugt 
werden, denn selbst der AG geht hier ein Risiko bei noch fest 
Angestellten ein.

Die Annahme, man würde hier gratis für den AG schuften, ist in keinster 
Weise nachvollziebar, denn das Arbeitsergebnis, egal wie es aussieht, 
kann in verantwortungsvoller Weise garnicht verwendet werden.

Die Begründung ist übrigens eine Gegenfrage: "Wollen Sie uns denn nicht 
kennenlernen..?"

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Msd schrieb:
> Die Begründung ist übrigens eine Gegenfrage: "Wollen Sie uns denn nicht
> kennenlernen..?"

Wow du kannst dich echt so richtig tief bücken.

Autor: Nick M. (muellernick)
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>> Die Begründung ist übrigens eine Gegenfrage: "Wollen Sie uns denn nicht
>> kennenlernen..?"

> Wow du kannst dich echt so richtig tief bücken.

Kein Sex vor der Ehe!



Nick

Autor: ich bins (Gast)
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Tobias G. schrieb:
> Eine kleine klitsche in Münster hat das auch mal so gemacht und ich war
> dumm genug da mitzumachen. Probearbeit ist für absolut unsichere
> Unternehmen, die sich eine fehleinstellung nicht leisten können. In so
> einem laden willst du nicht arbeiten.

Lass mich raten: Du wärst eine Fehleinstellung gewesen, die Firma hat 
das richtigerweise beim Probearbeiten erkannt und du wurdest nicht 
eingestellt?

=> Firma alles richtig gemacht.

Autor: Iro (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Was soll man da Probearbeiten? Ist doch lächerlich.

Frage ich mich auch und bestärkt mich in der Vermutung, dass vor allem 
der Abteilung die Möglichkeit gegeben werden soll, mich als 
Persönlichkeit unter die Lupe zu nehmen. Fachlich kommt als Consultant 
in 6 mickrigen Stunden am Firmenstandort natürlich nichts zustande.

Autor: holger (Gast)
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Ich würde im Gegenzug einfach ein Probegehalt verlangen. Nur um zu sehen 
ob die Firma zehlungsfähig ist;)

Autor: Thomas1 (Gast)
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Das ist nur Ausbeutung. Bei einer Einstellung gibt es normalerweise eine 
robezeit, wo man sehen kann ob die Firma paßt. Wer zur Probearbeit geht, 
kann nur fachlich schlecht sein.

Autor: Frank (Gast)
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umtool schrieb:
> Hallo, danke für die ermunternden Worte!
> Kommt es aber nicht auch vor, dass Bewerber unmittelbar eingestellt
> werden?

In anderen Abteilungen/Teams ja. Bei uns im Team mittlerweile nicht 
mehr. Einfach weil wir da schlechte Erfahrungen gemacht haben. Erst wird 
ein neuer Mitarbeiter mehrere Monate lang mit großem Aufwand eingelernt 
und dann verschwindet er kurzfristig, weil er sich das doch anders 
vorgestellt hatte.

Natürlich bietet dieses Vorgehen keinen 100prozentigen Schutz, dass so 
etwas nicht doch passiert. Aber es verringert das Risiko zumindest 
etwas. Und wir hatten tatsächlich auch schon Bewerber, die nach einem 
solchen Tag gemerkt haben, dass das nicht die Richtung ist, die sie 
machen wollen (man muss dazusagen, dass unsere Arbeit jetzt halt nicht 
besonders "hipp" ist - Pflege und Erweiterung einer Software mit einer 
angestrebten Lebensdauer > 20 Jahre). Besser so, als wenn sie das dann 
nach Antritt der Stelle merken. Das ist dann für beide Seiten blöd.

PS: Sorry für die späte Antwort.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Frank schrieb:
> Erst wird
> ein neuer Mitarbeiter mehrere Monate lang mit großem Aufwand eingelernt
> und dann verschwindet er kurzfristig, weil er sich das doch anders
> vorgestellt hatte.

Scheint an euch zu liegen und nicht am Bewerber. Er gibt euch ja eine 
Chance. Die ihr wohl nicht nutzt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Sebastian S. (amateur)
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Ich halte eine "Probezeit", im klassischen Sinne, von einem Tag, für 
sinnlos!

Das reicht gerade mal dafür, jemanden an der Hand zu nehmen und durch 
die Abteilungen zu schleppen. Dann noch den Weg zur Kantine und zur 
Toiletten zeigen und schon ist die Zeit um.

Der Gedanke: "Das ist nur Ausbeutung." ist nach meiner Meinung völliger 
Unsinn. Hier hat man es mit einem echten Draufzahler zutun.

Einzig der Gedanke: Gib ihm einen Aufpasser, der ihn durch die 
Abteilungen führt und lass ihn ein paar Worte mit den dort arbeitenden 
wechseln. Ist der Typ weg, sprichst Du mit den Leuten. Schon aus den 
Fragen, die gestellt wurden kann man herauslesen, ob es nicht große 
Differenzen zwischen der Bewerbung ("Ich kann alles, sogar die Schuhe 
binden") und der Realität gibt.

Autor: Frank (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Scheint an euch zu liegen und nicht am Bewerber. Er gibt euch ja eine
> Chance. Die ihr wohl nicht nutzt.

Möglich, andererseits lautet die Begründung eigentlich immer - egal ob 
ein Bewerber direkt absagt oder nach Antritt der Stelle - dass er mehr 
Abwechslung möchte. Wechselnde Projekte, wechselnde Technologien usw. 
Das können wir momentan nicht bieten.

Autor: Msd (Gast)
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Thomas1 schrieb:
> Das ist nur Ausbeutung. Bei einer Einstellung gibt es normalerweise eine
> robezeit, wo man sehen kann ob die Firma paßt. Wer zur Probearbeit geht,
> kann nur fachlich schlecht sein.

Wo wird jemand ausgebeutet, wenn die Firma vom Bewerber rein garnichts 
finanzielles an diesem Tag hat? Der muss betreut werden und praktischen 
Nutzen für ein Projekt liegt nicht vor!

Wie kommt man auf den Schmuh, hier von Ausbeutung zu reden?

Ich wäre froh, die Gesichter vorher zu sehen bevor ich für eine 
Probezeit gekündigt habe, umgezogen bin und eine Menge Geld ausgegeben 
habe. Ich wäre auch froh vorher zu sehen wieviel Messtechnik die nun 
wirklich dort rumstehen haben. Hat jeder Entwickler ausreichend Platz im 
Büro? Usw Usw. Gibtes attraktive Büromiezen?

DAFÜR opfere ich keine 6 Monate Probezeit um dann im Zweifel meinen 
Lebenslauf zu versauen.

Aber ihr Klugscheißer habt ja so dicke ***, dass ihr locker flockig 
innerhalb der Probezeit kündigen würdet. Sicher Digger.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Frank schrieb:
> man muss dazusagen, dass unsere Arbeit jetzt halt nicht besonders "hipp"
> ist - Pflege und Erweiterung einer Software mit einer angestrebten
> Lebensdauer > 20 Jahre

Aber das klingt doch gut? Dieses kurzlebige Abfahren auf jeden neuen 
Hype ist doch absolut ätzend.

Autor: Thomas1 (Gast)
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Wer gut ausgebildet ist, soll das ablehnen. es gibt die Probezeit nach 
der Einstellung. Dafür ist es doch da. Ansonsten erniedrigt ihr euch.

Autor: klausi (Gast)
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Msd schrieb:
> Ich wäre froh, die Gesichter vorher zu sehen bevor ich für eine
> Probezeit gekündigt habe, umgezogen bin und eine Menge Geld ausgegeben
> habe. Ich wäre auch froh vorher zu sehen wieviel Messtechnik die nun
> wirklich dort rumstehen haben. Hat jeder Entwickler ausreichend Platz im
> Büro? Usw Usw. Gibtes attraktive Büromiezen?
Finde ich gut! Ich auch! Alleine das Team kurz kennenzulernen und eine 
Firma,  die das überhaupt schon mal anbietet,  ist ein gutes Zeichen und 
eine gute Möglichkeit.  Man bekommt evtl  dann auch das ganze "Rauschen 
" mit wie Diskussionen,  Gemütslage etc. sehr hilfreich.  Vielleicht 
geht man auch zusammen Mittagessen. Mit Büromiezen hab ich eher leider 
zickige Erfahrungen gemacht ;-)

Ingenieur schrieb:
> Aber das klingt doch gut? Dieses kurzlebige Abfahren auf jeden neuen
> Hype ist doch absolut ätzend. Finde ich auch dass das gut klingt: Stabilität, 
Zufriedenheit,  wahrscheinlich auch  etwas Professionalität, da die SW solange 
erfolgreich läuft, damit auch stabile und gute Löhne.
Zum Hype:
Ja ausser Marketing steckt da oft nicht viel dahinter. Wer aber wirklich 
so eine Bastelecke braucht soll als Jünger zu nem Startup. Meistens 
erlischt dann die rosarote Brille und der Nebel lüftet sich, zu so einer 
hippen Bastelbude gehören meistens auch miese Löhne,  oder manchmal gar 
keine aufgrund ausbleibender Investitionen durch "Angel Investors" und 
manchmal erwischt man sich noch um 22h Uhr im Büro um Gründerträume 
anderer zu erfüllen, wie es oft so ist für veganische, hippe Träumer und 
sonstige solcher Startup-Entwickler, die ich mal kurz auf einem "Meetup" 
kennenlernen "durfte".

Mal ein Steak, Zigarre oder gutes Bier ist da ja out..da muss es min. 
Vegan-Mango-Latte sein, Pullover wiederverwertbar, E-Zigarre, 
Kickertisch, 50-Tage-bart .. furchtbar! :-D ist halt Generation 
Millenial (?).

Startup Luft mal schnuppern zB neben dem Studium ja um viell. "hippe" 
Technologien kennenzulernen aber ansonsten nur richtig reinbeissen, 
wenn's für das eigene Startup ist! Hippes Zeugs kann man ja auch selbst 
kennenlernen.

klausi

Autor: Zocker_55 (Gast)
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> Autor: umtool (Gast)
> Datum: 12.09.2019 21:09

> Eine Einladung zum Probearbeiten, in etwa einer Woche.

Was ist das denn für ein Kindergarten ? In der Regel weiß ich nach dem 
Vorstellungsgespräch ob der Mann was taugt und ob er eingestellt wird.

> Habt ihr Erfahrungen mit Probearbeit gemacht?

Nein ! Mir ist es auch in meiner beruflichen Laufbanhn nur am Anfang
ein oder zweimal passiert das sowas zur Diskussion stand. Wurde von mir 
abgelehnt, konnte mir das leisten derartigen Quatsch nicht mitzumachen.

Autor: Vincent H. (vinci)
Datum:

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Die ganzen Suderanten (Deutsch: Nörgler) hier können froh sein in einem 
derart langsamen, bequemen aber auch sozialen Land wie Deutschland zu 
leben. In Mitteleuropa ist Probearbeit glücklicherweise noch ein humanes 
Mittel um die Tauglichkeit eines Bewerbers zu testen und auch auf 
menschlicher Ebene ein wenig auf Tuchfühlung zu gehn.

Wer meint das sei Ausbeutung, dem Empfehle ich einen Blick übers Meer. 
In den USA etwa werden gut dotierte Entwickler-Jobs quasi nur noch via 
mehrstufigen Bewerbungsverfahren als Wettbewerbe ausgeschrieben. Da gibt 
es dann einen A4-Zettel mit einer Aufgabenstellung und die Adresse zu 
einem .git Repo auf dem jene Aufgabe zu lösen ist. Nicht selten 
verschlingt so eine Aufgabe mehrere Tage...

Autor: Ingenieur (Gast)
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Vincent H. schrieb:
> Da gibt es dann einen A4-Zettel mit einer Aufgabenstellung und die
> Adresse zu einem .git Repo auf dem jene Aufgabe zu lösen ist. Nicht
> selten verschlingt so eine Aufgabe mehrere Tage...

Sehr wahrscheinlich wäre ich in so einer Welt arbeitslos und müsste 
unter einer Brücke schlafen. grusel
Was ein Glück, dass ich in Deutschland leben und hier meine Brötchen 
verdienen darf!

Autor: Der C. (derchris)
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Vincent H. schrieb:
> Da gibt
> es dann einen A4-Zettel mit einer Aufgabenstellung und die Adresse zu
> einem .git Repo auf dem jene Aufgabe zu lösen ist. Nicht selten
> verschlingt so eine Aufgabe mehrere Tage...

Kann es sein, dass das irgendein Google Bewerber erzählt hat du daraus 
extrapolierst "ich kenne vom Hörensagen einen Bewerber...die Amerikaner 
sind alle gleich...machen bestimmt alle so...ach behaupte ich einfach 
mal dass es alle so machen"

Autor: AVR (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Vincent H. schrieb:
> Da gibt es dann einen A4-Zettel mit einer Aufgabenstellung und die
> Adresse zu einem .git Repo auf dem jene Aufgabe zu lösen ist. Nicht
> selten verschlingt so eine Aufgabe mehrere Tage...
>
> Sehr wahrscheinlich wäre ich in so einer Welt arbeitslos und müsste
> unter einer Brücke schlafen. grusel
> Was ein Glück, dass ich in Deutschland leben und hier meine Brötchen
> verdienen darf!

Low Performer?

Autor: Ingenieur (Gast)
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AVR schrieb im Beitrag #5971636:
> Low Performer?

Nein, eigentlich sogar im Gegenteil, wenn ich meinem Chef glauben darf. 
Aber ich kenne mich und kann mich wohl selbst einschätzen, dass ich in 
solch einem knallharten Bewerber-Wettbewerb wahrscheinlich relativ 
schnell raus wäre. Ich bin heilfroh, dass ich in meinem Leben nie an 
einem Assessmentcenter teilnehmen musste, solche Psycho-Spielchen sind 
gar nicht mein Ding. Bernd Wiebus hat schon recht, wenn er immer 
schreibt, dass eine Gesellschaft, die auf Wettbewerb beruht, auch immer 
eine Verlierergesellschaft ist.

Autor: olibert (Gast)
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Vincent H. schrieb:
> Wer meint das sei Ausbeutung, dem Empfehle ich einen Blick übers Meer.
> In den USA etwa werden gut dotierte Entwickler-Jobs quasi nur noch via
> mehrstufigen Bewerbungsverfahren als Wettbewerbe ausgeschrieben.

..und die USA-Maerchenstunde mal wieder. Nein, dass ist nicht die Regel 
hier in den USA. Das Einstellungsverfahren sind relativ aehnlich zu 
denen in Deutschland.

Msd schrieb:
>> - Kläre schriftlich wie du versichert bist.
> NEIN! Nichts schriftliches, da du gegen deinen aktuellen Arbeitsvertrag
> handelst. Und natürlich hat man noch einen, wenn man denn sich nach was
> neuem umschaut.

Genau das ist der Punkt: Da wird ein Arbeitnehmer ermutigt gegen seinen 
momentanen Arbeitsvertrag zu verstossen. Wer traegt die Konsequenzen, 
wenn die Probearbeit aufliegt?  Nicht der potentielle Arbeitgeber.

Autor: Erfahrener Entwickler (Gast)
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Probearbeiten haben wir auch eingeführt, nach schlechten Erfahrungen. 
Wir nennen es aber glaub nicht Probearbeiten, sondern "Kennenlerntag" 
o.ä.

Bei uns sieht das dann so aus, dass der Bewerber bei einem Kaffee 
erstmal ganz entspannt sein zukünftiges (Teil-) Team kennen lernt. Den 
Rest des Tages wandert der Bewerber dann über drei, besser vier 
Teammitglieder "im Kreis".

Die Teammitglieder machen eigentlich nichts anderes, als dem Bewerber zu 
zeigen an was sie gerade arbeiten und was so die Probleme sind. Dazu 
wird dann eben etwas gefachsimpelt. Ideal ist, wenn es die Zeit erlaubt, 
ein abgeschlossenes Problem zu beheben. Es zeigt sich dann schnell, wer 
mitdenkt und etwas versteht und intelligente Fragen stellt, oder wer 
immer nur "Ja" und "Ok" sagt, ohne einen einzigen Funken verstanden zu 
haben, oder wer immer die gleichen Fragen stellt.

Die Teammitglieder können anschließend doch recht gut einschätzen, wo 
der Bewerber in etwa steht, und wie er so drauf ist. Der Vorgesetzte ist 
grundsätzlich nicht anwesend an diesem Tag, nur kurz zu Begrüßung am 
Morgen. Kennenlernen und der komplette Tag ist ohne Chef. Die letzten 30 
Minuten zum Ausklang natürlich mit.

Groß rumgeführt wird der Bewerber an diesem Tag auch nicht. Die Zeit ist 
zu schade. Wozu auch, das kommt, wenn er dann seine erste Arbeitswoche 
hat. Da läuft dann das volle Programm.

Die Firma übernimmt die Kosten des Bewerbers, wie Reise, Hotel etc. Der 
Bewerber ist an diesem Tag unser Gast.


Wer Probearbeiten als Ausbeutung bezeichnet, ist einfach nur dämlich. So 
ein Bewerbungsprozess ist für eine Firma deutlich teurer und aufwendiger 
als für den Bewerber, auch wenn das so einige Maulhelden nicht kapieren 
wollen. Keine Firma stellt einen Bewerber ein um ihn geplant in der 
Probezeit zu kündigen. Der Aufwand ist einfach viel zu groß; die ganze 
Maschinerie für einen neuen Mitarbeiter ist viel zu teuer um damit 
leichtfertig umzugehen. Der Zeitverlust um die Stelle erneut 
auszuschreiben und neue Bewerber zu finden, ist gigantisch.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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olibert schrieb:
> Genau das ist der Punkt: Da wird ein Arbeitnehmer ermutigt gegen seinen
> momentanen Arbeitsvertrag zu verstossen. Wer traegt die Konsequenzen,
> wenn die Probearbeit aufliegt?  Nicht der potentielle Arbeitgeber.

Ganz genau. Man macht sich damit strafbar, weil der Arbeitsvertrag 
jedweder ungenehmigte Nebentätigkeit auschliesst.

Autor: Sorbenda (Gast)
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SR schrieb:
> Coding-Standards

Was genau sind denn Coding-Standards?

Autor: NurMut (Gast)
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Msd schrieb:
> Ich wäre froh, die Gesichter vorher zu sehen bevor ich für eine
> Probezeit gekündigt habe, umgezogen bin und eine Menge Geld ausgegeben
> habe. Ich wäre auch froh vorher zu sehen wieviel Messtechnik die nun
> wirklich dort rumstehen haben. Hat jeder Entwickler ausreichend Platz im
> Büro? Usw Usw. Gibtes attraktive Büromiezen?
>
> DAFÜR opfere ich keine 6 Monate Probezeit um dann im Zweifel meinen
> Lebenslauf zu versauen.
>
> Aber ihr Klugscheißer habt ja so dicke ***, dass ihr locker flockig
> innerhalb der Probezeit kündigen würdet. Sicher Digger.

Völlig richtig. Das kapieren viele der Fachexperten hier aber wohl 
nicht.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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umtool schrieb:
> Das
> Probearbeiten dauert nämlich lediglich einen verkürzten Arbeitstag (6h)

Als WAS hast Du Dich denn beworben? Probearbeiten kenne ich nur in 
"weniger akademischen" Berufen.

Autor: Weg mit dem Troll ! Aber subito (Gast)
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> Ganz genau. Man macht sich damit strafbar, weil der Arbeitsvertrag
jedweder ungenehmigte Nebentätigkeit auschliesst.


Uiii .. jetzt bekomme ich aber weiche Knie ... wer redet denn von 
Nebentaetigkeit, wenn man eine Firma anschauen geht.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Hugo H. schrieb:
> Als WAS hast Du Dich denn beworben? Probearbeiten kenne ich nur in
> "weniger akademischen" Berufen.

Probearbeit ist mur bei Tagelöhnern üblich und bei Leuten, die nach 
Akkordlohn bezahlt werden.

Autor: seoul soul (Gast)
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Hugo H. schrieb:
> Als WAS hast Du Dich denn beworben? Probearbeiten kenne ich nur in
> "weniger akademischen" Berufen.

Junior Consultant IT-Sicherheit.

Trotz des "Consultant"-Titel ist es zu 80% eine Inhouse-Tätigkeit.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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seoul soul schrieb:
> Hugo H. schrieb:
>> Als WAS hast Du Dich denn beworben? Probearbeiten kenne ich nur in
>> "weniger akademischen" Berufen.
>
> Junior Consultant IT-Sicherheit.
>
> Trotz des "Consultant"-Titel ist es zu 80% eine Inhouse-Tätigkeit.

Was blubbst Du denn hier rum? Bist Du der TO?

umtool schrieb:
> Autor:
>
>         umtool (Gast)

Autor: Iro (Gast)
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Erfahrener Entwickler schrieb:
> Probearbeiten haben wir auch eingeführt, nach schlechten Erfahrungen.
> Wir nennen es aber glaub nicht Probearbeiten, sondern "Kennenlerntag"
> o.ä.

So wie Du das beschreibst, klingt das ja sehr angenehm für den Bewerber, 
lässt aber außer Acht, dass er nach dem herzlichen Empfang und dem 
persönlichen Kennenlernen dennoch noch die Absage hören kann.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Iro schrieb:
> So wie Du das beschreibst, klingt das ja sehr angenehm für den Bewerber,
> lässt aber außer Acht, dass er nach dem herzlichen Empfang und dem
> persönlichen Kennenlernen dennoch noch die Absage hören kann.

Wenn man sich entschieden hat gibt es dazu die "Probezeit". Alles andere 
ist für "geringer qualifizierte Bewerber(innen/es)" und entsprechende 
Positionen. Daher die Frage, für WAS er sich beworben hat.

Autor: Thomas1 (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Probearbeit ist mur bei Tagelöhnern üblich und bei Leuten, die nach
> Akkordlohn bezahlt werden.


Ja eben. Das kapieren diese Idioten hier nicht. Nur bei unqualifizierten 
Jobs. Wer einen Beruf hat, braucht sowas nicht. Dafür gibt es die 
Probezeit.

Autor: Weg mit dem Troll ! Aber subito (Gast)
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Weshalb soll ich die Probezeit rausballern wenn ich schon nach zwei 
Stunden an diesem Probetag merke, dass es mir nicht passt.
- Schwache Kollegen
- Alte Geraete
- Veraltete Methoden
- Besserwisserischer Chef
- Kleinkraemer

usw. Es kann aber auch das Gegenteil sein.
Das alles weiss man nach dem Vorstellungsgespraech noch nicht.

Entgegen den hier oft gehoerten Vorstellung ist die Probezeit eher die 
Reissleine. Je frueher man weiss, ob man hinpasst desto besser. Das hat 
fuer beide nur Vorteile.
Denn moeglicherweise stellt man sich an drei Orten vor, und ist nachher 
so schlau wie vorher.

Autor: NurMut (Gast)
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Warum sind denn zwei Vorstellungsgespräche in Ordnung, aber ein 
6h-Kennenlerntag nicht? Letzterer kann euch vor einem Job mit miesem 
Betriebsklima bewahren. Es spricht abgesehen von eurem Stolz nichts 
dagegen. Ingenieure sind heutzutage nichts besonderes mehr. Jeder ist 
ersetzlich und es gibt keinen Fachkräftemangel.

Autor: Ingenieur (Gast)
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NurMut schrieb:
> und es gibt keinen Fachkräftemangel.

Warum finden sich dann so schwer vernünftige Bewerber auf 
hochqualifizierte Stellen?

Autor: NurMut (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Warum finden sich dann so schwer vernünftige Bewerber auf
> hochqualifizierte Stellen?

Weil wir nicht so viel bezahlen wie im Silicon Valley. Die IGM Bezahlung 
ist ordentlich, aber richtige Experten ziehen dafür nicht in ein Land, 
wo kaum jemand Englisch spricht, die Landesküche und das Wetter nichts 
Besonderes sind.

Dass die Bezahlung anderswo besser ist, wenn man etwas drauf, siehe 
hier:

https://winfuture.mobi/news/91962

Sehr viele (nicht alle!) Deutschen haben so eine Mentalität: Lieber 
abwarten bis die Ware reduziert wird und nicht kaufen, selbst wenn die 
Zinsen ultra niedrig sind und man dadurch eine Chance verpasst. Für 
viele Stellen reicht so ein coding monkey wie F.B., aber manche Stellen 
kann man nicht mit einer Behelfslösung oder gar nicht besetzen ohne 
negative Auswirkungen.

Autor: ich bins (Gast)
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Erfahrener Entwickler schrieb:
> Probearbeiten haben wir auch eingeführt, nach schlechten Erfahrungen.
> Wir nennen es aber glaub nicht Probearbeiten, sondern "Kennenlerntag"
> o.ä.
>

.
.
.

> Wer Probearbeiten als Ausbeutung bezeichnet, ist einfach nur dämlich. So
> ein Bewerbungsprozess ist für eine Firma deutlich teurer und aufwendiger
> als für den Bewerber, auch wenn das so einige Maulhelden nicht kapieren
> wollen. Keine Firma stellt einen Bewerber ein um ihn geplant in der
> Probezeit zu kündigen. Der Aufwand ist einfach viel zu groß; die ganze
> Maschinerie für einen neuen Mitarbeiter ist viel zu teuer um damit
> leichtfertig umzugehen. Der Zeitverlust um die Stelle erneut
> auszuschreiben und neue Bewerber zu finden, ist gigantisch.

Selten so etwas Vernünftiges und Sinnvolles in Sachen 
Einstellungsverfahren gehört! Würde behaupten, eure Erfolgsquote 
hinsichtlich passenden Neueinstellungen muss überdurchschnittlich sein.

Die ganzen Heuler hier lassen doch im Endeffekt nur selbst ihre Hosen 
runter. Denn in ihrem Wehklagen über einen Probearbeit- / Kennenlerntag 
geben sie ja zu verstehen, dass sie keine Transparenz über ihre 
Kenntnisse, Fertigkeiten und sonstige relevanten Faktoren dem neuen AG 
ggü. wollen.
Warum wohl?

Gerade wenn man eigene (fachliche) Defizite hinsichtlich der zu 
besetzenden Stelle bei sich erkennt, sollte man einen solchen Tag 
nutzen, um durch aktives Mitdenken und adäquates Verhalten zu zeigen, 
dass man da reinwachsen kann.
Im Gegensatz zu einem Bewerbungsgespräch: Nach der x-ten unbefriedigen 
Antwort auf Fachfragen war es das dann wohl. Die Blender schaffen es 
trotzdem zur Einstellung, müssen dann aber halt in der Probezeit 
zittern.

Autor: Müllmann (Gast)
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Probearbeit kann auch eine Warnung sein. Vielleicht ist die Abteilung 
einfach mies (und das weiß dein Chef). Man hat vielleicht schon mehrere 
Leute deswegen verloren.

Ich hatte mal sowas und war froh, einfach wieder verschwinden zu können.

Autor: Ich schon wieder (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Warum finden sich dann so schwer vernünftige Bewerber auf
> hochqualifizierte Stellen?

Wer findet keine vernünftigen Bewerber? (im technischen Bereich)

Jemanden als Quereinsteiger mal Probearbeiten zu lassen ist doch ein 
guten Ansatz einen vernünftigen Mitarbeiter zu finden.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Ich schon wieder schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Warum finden sich dann so schwer vernünftige Bewerber auf
>> hochqualifizierte Stellen?
>
> Wer findet keine vernünftigen Bewerber? (im technischen Bereich)
>
> Jemanden als Quereinsteiger mal Probearbeiten zu lassen ist doch ein
> guten Ansatz einen vernünftigen Mitarbeiter zu finden.

Es ist eine Frechheit, von einer gestandenen Fachkraft einen 
Probearbeitstag zu verlangen Von Michael Schuhmacher verlangt man doch 
auch nicht, dass er mal Probe fahren soll.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Der Chef soll froh sein, dass ich zu so einer Klitsche überhaupt eine 
Bewerbung schicke.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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NurMut schrieb:
> Jeder ist ersetzlich und es gibt keinen Fachkräftemangel.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und im Bereich, wo praktisch 
gearbeitet wird, fehlen schon ein paar Leute, weil alle meinen, an der 
Uni besser aufgehoben zu sein.

Autor: Ich schon wieder (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Es ist eine Frechheit, von einer gestandenen Fachkraft einen
> Probearbeitstag zu verlangen

Er ist Quereinsteiger!

Einfach unverbesserlich schrieb:
> Von Michael Schuhmacher verlangt man doch
> auch nicht, dass er mal Probe fahren soll.

Nun ist nicht jeder so bekannt wie Schumi!

Dummschwätzer entlarvt man nicht im Vorstellungsgespräch.

Bei einem Probearbeitstag sehe ich, wie arbeitet die Firma, die Chefs, 
Kollegen, ... sehen, wie ich arbeite, was ich kann.

Es gibt Firmen, da sagt man schon bei einem Rundgang - Nein Danke.

Ansonsten - Hey, wenn einem das nicht passt, - Nein Danke!
Ich habe andere Alternativen.

Autor: Nick M. (muellernick)
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> Von Michael Schuhmacher verlangt man doch auch nicht, dass er mal Probe
> fahren soll.

<Sarkassmus level=max>Derzeit eher schon</Sarkassmus>
Habt ihr alle was zu verbergen weil ihr euch weigert mit offenen Karten 
zu spielen?

Nick

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Nick M. schrieb:
>> Von Michael Schuhmacher verlangt man doch auch nicht, dass er
> mal Probe
>> fahren soll.
>
> <Sarkassmus level=max>Derzeit eher schon</Sarkassmus>
> Habt ihr alle was zu verbergen weil ihr euch weigert mit offenen Karten
> zu spielen?
>
> Nick

Meinst du etwa allen Ernstes, ich möchte nach meiner Leistung bezahlt 
werden?

Autor: Nick M. (muellernick)
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> Meinst du etwa allen Ernstes, ich möchte nach meiner Leistung bezahlt
> werden?

Nö, du nicht. Da bin ich mir sicher. Du bekommst dein H4 ja auch nicht 
nach Leistung.


Nick

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Am Probearbeitstag würde ich den ganzen Tag lang im Internet surfen 😂

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Wer so etwas wie einen Probearbeitstag mit sich machen lässt hat die 
Kontrolle über sein Leben verloren.

Autor: Nicht W. (nichtsowichtig)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Wer so etwas wie einen Probearbeitstag mit sich machen lässt hat die
> Kontrolle über sein Leben verloren.

Der einzige der die Kontrolle über sein Leben verloren hat, ist der der 
inkompetente Beiträge dieser Art verfasst.

Kann mir nicht vorstellen das sowas von einem Performer kommt. Und wenn 
doch, hat er offensichtlich die falsche Frau erwischt. Tja.


Zum Topic:
Lerne ruhig mal die potentiellen Kollegen nach schriftlicher 
Vereinbarung kennen und überleg daraufhin, ob sie dich verdienen oder 
eben auch nicht.

Autor: Robert P. (fpgazumspass) Benutzerseite
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Habe das mal mitgemacht, direkt nach dem Studium:

Es gab eine "umfangreichere" Programmieraufgabe die man auf mehrere 
Stunden angesetzt hatte.
Ging darum einen Reihe von Modulen mit unterschiedlichen Größen in einem 
Schaltschrank in verschiedenen Ebenen zu platzieren. Aufgabenstellung 
war:
- Nutzer soll Liste der Module anfertigen können
- Module sollen so platziert werden das sie rein passen(Rucksackproblem)
- Grafische Darstellung des Ergebnisses
- Alles umgesetzt in C#/Visual Studio

Konnte das zügig, korrekt und ohne Internet lösen. Das hat dazu geführt, 
das ich meine Gehaltsvorstellung komplett durchsetzen konnte.
Insofern würde ich so einen Test direkt wieder machen.


Womit ich als dummer Absolvent nicht gerechnet habe: meine Aufgabe 
später hat sich fundamental davon unterschieden. Statt eine 
Neuentwicklung in C# sollte ich zu 100% meiner Zeit ein Uraltes Legacy 
Programm in C/C++ pflegen. Das ging für mein Verständnis extrem 
schleppend, trotzdem war man wohl zufrieden mit meiner Leistung.

Ich war jedoch völlig unzufrieden und habe nach 2 Wochen gekündigt. Am 
nächsten Arbeitstag war ein anderer Absolvent da und sollte dann den Job 
übernehmen und ich sollte ihn einarbeiten, was schon lächerlich genug 
war.

Der hat in den knapp 2 Wochen Restzeit, die ich voll absitzen musste, 
gar nichts auf die Reihe bekommen, wie ich erfahren habe aber auch 11k€ 
weniger im Jahr verdient.


Mein Fazit daraus:

- Ein solcher Tag lohnt sich, wenn man sich in dem Bereich schon gut 
auskennt und sich das zutraut
- Man sollte sich genau an dem Tag mehr informieren, was die Aufgabe 
sein wird und nicht blind vertrauen -> am besten zeigen lassen.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Robert P. schrieb:
> Womit ich als dummer Absolvent nicht gerechnet habe: meine Aufgabe
> später hat sich fundamental davon unterschieden. Statt eine
> Neuentwicklung in C# sollte ich zu 100% meiner Zeit ein Uraltes Legacy
> Programm in C/C++ pflegen. Das ging für mein Verständnis extrem
> schleppend, trotzdem war man wohl zufrieden mit meiner Leistung.

Die haben dich angefixt und für dumm verkauft. Gerade daher ist ein 
Probearbeitstag völliger Blödsinn. Als gesuchte Fachkraft sollte man 
sich nicht derart erniedrigen lassen.

Autor: NurMut (Gast)
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Als gesuchte Fachkraft sollte man sich nicht derart erniedrigen lassen.

Und die zwei Vorstellungsgespräche mit Fragen zu Schwächen zuvor sind 
weniger erniedrigend? Sind sie nicht!

Viele Leute haben ihre Jobwechsel bitter bereut, auch wenn Arbeitgeber 
und Gehalt gut waren, war man z.B. in der Abteilung mit seltsamen 
Leuten, Grabenkämpfen, schlechter Ausstattung und langweiliger Arbeit. 
Dieses Risiko lässt sich mit etwas Aufmerksamkeit und gezielten Fragen 
an einem Kennenlern-/Probetag minimieren. Wenn es dann doch nicht passt, 
kündigt man doch nicht und hat bloß einen Urlaubstag verloren.

Fast alle, die sowas mitgemacht haben, berichten hier doch positiv 
darüber. Ich noch nicht, aber hätte nichts dagegen das Risiko so zu 
minimieren. Die Kündigung kann man unabhängig vom Probetag eh jederzeit 
bekommen. Das ist kein Argument dagegen.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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NurMut schrieb:
> Viele Leute haben ihre Jobwechsel bitter bereut, auch wenn Arbeitgeber
> und Gehalt gut waren, war man z.B. in der Abteilung mit seltsamen
> Leuten, Grabenkämpfen, schlechter Ausstattung und langweiliger Arbeit.
> Dieses Risiko lässt sich mit etwas Aufmerksamkeit und gezielten Fragen
> an einem Kennenlern-/Probetag minimieren.

Der Laden muss sich an mich anpassen, nicht ich mich an ihn. Falls nötig 
dann kremple ich die Butze richtig um. Eine Konsole ist z.B. Standard um 
für,Abwechslung zu sorgen.

Autor: NurMut (Gast)
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NurMut schrieb:
> Einfach unverbesserlich schrieb:
>> Als gesuchte Fachkraft sollte man sich nicht derart erniedrigen lassen.

Und die zwei Vorstellungsgespräche mit Fragen zu Schwächen zuvor sind 
weniger erniedrigend?

Autor: Erfahrener Entwickler (Gast)
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Iro schrieb:
> So wie Du das beschreibst, klingt das ja sehr angenehm für den Bewerber,
> lässt aber außer Acht, dass er nach dem herzlichen Empfang und dem
> persönlichen Kennenlernen dennoch noch die Absage hören kann.

Ja, so ist das im Leben.

Wir hatten auch schon jemanden der am Abend völlig frei sagte, es war 
ein interessanter Tag, aber er hat sich die Stelle völlig anders 
vorgestellt und dass das nicht das ist was er machen möchte. Ist doch 
perfekt, dann verabschieden sich Arbeitgeber und Bewerber völlig 
entspannt und jeder geht seinen Weg mit einer guten Erinnerung an das 
Bewerbungsverfahren.

Autor: NurMut (Gast)
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Erfahrener Entwickler schrieb:
> Wir hatten auch schon jemanden der am Abend völlig frei sagte, es war
> ein interessanter Tag, aber er hat sich die Stelle völlig anders
> vorgestellt und dass das nicht das ist was er machen möchte.

Genau darum geht es ja, auch wenn viele andere Ingenieure das als 
Erniedrigung sehen.

Der schlimmste Fall wäre doch, dass der Kollege im oben genannten Fall 
die ihm besser gefallende alte Stelle gekündigt hat, weil der neue Chef 
mit Scheukappen ihm alles mögliche im Vorstellungsgespräch versprochen 
hat, obwohl ihm der Job bei objektiver Beschreibung eigentlich nicht 
zusagen wird. Dann würde er unglücklich auf einer neuen Stelle sitzen 
und sich wahrscheinlich sofort weiter bewerben. Dann ringt er um 
Erklärungen, was da schief gelaufen und warum er so schnell wieder 
wechselt. Anderen die Schuld geben bzw. über den Chef lästern kommt in 
Vorstellungsgesprächen dann gar nicht gut. Der nächste potentielle 
Arbeitgeber wird natürlich denken, dass der vielleicht gleich wieder 
abhaut.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Einfach unverbesserlich schrieb:
> Am Probearbeitstag würde ich den ganzen Tag lang im Internet
> surfen 😂

das machst Du doch eh schon

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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@TO (umtool, seoul soul, Iro): bitte entsprechend den 
Nutzungsbedingungen nur 1 Name pro Thread verwenden!

Autor: Ich schon wieder (Gast)
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So ein paar Stunden die zukünftige Firma, die Kollegen, den Chef etwas 
näher kennen zu lernen hat doch was.

Wie sehen die Büros aus, die Labore, die Kaffeeküche, die Toiletten, die 
Infrastruktur,...
Höhenverstellbare Tische, lautes Großraumbüro, welche Aushänge gibt es, 
...

Das alles findet man auch nicht über ein zweites Vorstellungsgespräch 
heraus.

Bevor ein Profi-Fußballer den Verein wechselt, wird er vorher auch 
"getestet".

Einfach unverbesserlich schrieb:
> Als gesuchte Fachkraft sollte man
> sich nicht derart erniedrigen lassen.

Woher weißt Du, wie gut einer ist, nur weil er/sie/es ein Zertifikat 
hat?

Besonders, wenn es wie der TO ein Quereinsteiger ist.

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