Der Witz an Akkuzellen ist das man von der Zellenspannung nicht
eindeutig Rückschluss auf den Ladezustand ziehen kann. Klar man kann
abschätzen das ein Akku wohl voll ist wenn sich die Leerlaufspannung im
Bereich der Ladeschlussspannung befindet ebenso mit der
Entladeschlussspannung (welche übrigens bei Lithium Zellen niemals
unterschritten werden sollte).
Um nun aber eindeutig den Ladezustand zu detektieren wird nun ein
einfacher Trick angewandt, es wird gezählt wieviel Strom in die Zelle
„gepumpt“ wurde bis erreichen der Ladeschlussspannung und wieviel
entnommen werden kann bis erreichen der Entladeschlussspannung. Dies
erledigt das BMS, das BMS weiß zusätzlich auch wieviel Strom entnommen
wurde seit dem letzten Ladevorgang und kennt somit den Ladezustand.
Moderne BMS erledigen aber auch andere Tätigkeiten, zum Beispiel das
Balancing der Zellen beim Laden oder das erkennen von defekten Akkus.
Auch allgemeine Informationen wie den Verschleiss des Akkus können diese
Systeme bewerten, das BMS kennt die Design-Kapazität oder die Kapazität
zum Auslieferungszeitpunkt und die aktuelle Kapazität welche der Akku
noch hat.
Hersteller solcher Chips gibt es einige, z.B. Texas Instruments, da die
Akkus über den SMBus (I2C) mit dem System kommunizieren gibt es auch für
viele Chipsätze Software zum resetten des BMS.