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Forum: HF, Funk und Felder Mittelwelle: Reichweite und Leistung?


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Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Ich habe vor ein paar Tagen irgendwo gelesen, daß der MW-Bereich 
Vorteile bei der Reichweite gegenüber anderen Frequenzbereichen bieten 
soll. Aber wie stark sind diese Vorteile?

Meine, jeder kann sich ein CB-Funkgerät bzw. einen verbotenen 
Nachbrenner mit 100W besorgen, kommt bestimmt 100..150km weit, je nach 
Empfangsantenne. Wie weit würde ein ähnlich aufgebauter Sender mit 100W 
im Bereich um 1..2 Mhz kommen?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:
> Ich habe vor ein paar Tagen irgendwo gelesen, daß der MW-Bereich
> Vorteile bei der Reichweite gegenüber anderen Frequenzbereichen bieten
> soll. Aber wie stark sind diese Vorteile?

Die Frage ist: Vorteile gegenüber wem?

> Meine, jeder kann sich ein CB-Funkgerät bzw. einen verbotenen
> Nachbrenner mit 100W besorgen, kommt bestimmt 100..150km weit

Nein.

Er kommt damit 10 … 20 km weit (Bodenwelle) oder 1000 … 2000 km 
(Raumwelle, je nach ionosphärischen Bedingungen). Es braucht auch keine 
100 W, mit 10 W ändert sich da nicht so sehr viel.

> Wie weit würde ein ähnlich aufgebauter Sender mit 100W
> im Bereich um 1..2 Mhz kommen?

Tagsüber einige Kilometer, abends einige hundert km, wenn man denn eine 
Antenne von 150 m Höhe hätte. OK, im oberen Bereich der genannten 
Frequenzen gibt es dann schon wieder Raumwellenausbreitung, da sind auch 
einige 1000 km drin (siehe 160-m-Afu-Band). Große Antennen braucht man 
trotzdem. Mit einem Draht von nur 10 m sinkt die Reichweite drastisch.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Marek N. (bruderm)
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MW-Sender arbeiten eher so mit Leistungen von einigen zehn kW.
Schalt doch gerade jetzt dein Radio ein und dreh übers Band und staune: 
Südosteuropa, Nordafrika, Großbritannien und gerade jetzt in der 
Jahreszeit früh Morgens vor Sonnenaufgang sogar USA.

: Bearbeitet durch User
Autor: Stefan M. (derwisch)
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Ben B. schrieb:
> Wie weit würde ein ähnlich aufgebauter Sender mit 100W
> im Bereich um 1..2 Mhz kommen?

Die Physik der Ausbreitung ist bei MW etwas anderes als bei Kurzwelle ( 
CB ).
Die hohe Reichweite der MW ist z.B. tagsüber nicht gegeben.
Abends und Nachts hört man auf der MW viele Sender weltweit.
Da gibt es aber auch immer eine tote Zone.
Man hört z.B. einen Sender aus dem nahen Osten, aber ein Sender aus 
Österreich nicht.
Lesestoff findet sich da im www. Stichworte MW Ausbreitung, tote Zone, 
Raumwelle, Bodenwelle.

Da der Antennenaufwand ( Antennengröße bezogen auf die Wellenlänge ) bei 
MW bedeutend höher ist, wird jede MW Antenne zu Hause nur ein sehr 
schlechter Kompromiss sein.
Ein Viertelwellenstrahler für MW wäre bereits 75m lang ( 1 MHz ).
Bei CB ist selbiger nur 2,75m lang...
Und dabei ist noch nicht die Aufbauhöhe über Grund berücksichtigt.

Der Wirkungsgrad ist also mit Amateurmitteln sehr bescheiden.
Selbst wenn Du einen 100W MW Sender hast, bekommst Du kaum etwas davon 
abgestrahlt, es sei denn, Du kannst eine min. 75m lange Antenne hoch 
über Grund aufbauen...
Darum sind MW Rundfunkanlagen so gewaltige Türme in der Landschaft.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Autor: Wolfgang (Gast)
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Ben B. schrieb:
> Meine, jeder kann sich ein CB-Funkgerät bzw. einen verbotenen
> Nachbrenner mit 100W besorgen, kommt bestimmt 100..150km weit …

Das kommt auf die Antenne und den Zustand der Ionosphäre an. Deine 
100..150km beziehen sich nur auf die Bodenwellen. Mit der Raumwelle 
kommst du erheblich weiter.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Was soll denn das Downvoting?
Es ist ganz normal, dass sich das MW-Band nach Sonnenuntergang öffnet: 
Youtube-Video "[Mittelwelle] Bandscan im Stau, 2018-11-14"

Und in der Zeit um die Tag-und-Nacht-Gleiche sind sogar transatlatische 
DX-Verbindungen möglich!
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=28952
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=28723

Die zugeteilten Frequenzen und Sendeleistungen lassen sich problemlos 
bei MW-List recherchieren: 
https://www.mwlist.org/mwlist_quick_and_easy.php?area=1&kHz=9999

Gleichwellen-Stationen lassen sich über das Frequenz-Offset 
identifizieren: https://radiovibrations.com/dx/offset/einfuehrung.htm

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

Und alles Geschichte und Wertlos geworden (Gemacht worden, wurde so 
bestimmt...).

RIP auch nach 4 Jahren nachdem die letzten "nutzlosen und teureren" MW 
und LW Sender hier in Deutschland abgeschaltet und zum absoluten 
Großteil auch real als Gerätschaften und Bauwerkenicht mehr existieren 
(vor allem die Antennen hat man nicht friedlich "sterben" lassen...).

MW und LW auf deutsch war eine geile Sache - Physik life erfahrbar - 
ohne Datennetze, ohne Onlinezugang, ohne dichtes Sendernetz, ohne die 
möglichkeit bestimmte Nutzer (IP Bereiche) auszuschließen, ohne die 
Möglichkeit Nutzer zu identifizieren zu können (Ob es hier gemacht wird 
ist prinzipiell egal).

Vor allem wenn man sich die großen Sender (vor allen Antennensystem aber 
auch die eigentlichen Sender mit 100kW und mehr) erinnert schmerzt es 
immer noch das das alles Geschichte ist.

Mit Russisch, französisch aus Nordafrika, Arabisch kann ich halt wenig 
anfangen und englisch von Britischen Regionalstationen die wohl ähnlich 
kleine Antennen wie ehemals Bremen und noch weniger Leistung (meist so 
1kW) nutzen ist auch nur eine sehr bescheidene Abklatsch von das was mal 
war.
Bleibt zu hoffen das wenigstens BBC4 auf 198kHz noch erhalten bleibt, 
wobei ich da aber auch Schwarz sehen.

Na ja jetzt ("jetzt" seit fast 5 Jahren bzw. zu Großteil aber schon seit 
fast 10 Jahren) können wenigsten die Schaltnetzteile in jeglicher 
Ausführung ungestört ihre "Botschaften" in diesen Frequenzbereich 
verbreiten und noch einige 1/10 Cent billiger designt werden.

Soweit mein hoch emotionaler Kommentar eines ehemaligen "Superfan" der 
LW, MW und der Zeit als es auf Kurzwelle noch richtige Auslandsdienste 
gab die in vielen Sprachen mit anspruchsvollen Programminhalt und 
mehreren (sich nicht wiederholenden) Stunden pro Tag in der jeweiligen 
Sprache sendeten und dafür richtige Sendezentren mit mehreren 100kW, 
250kW und 500kW Sendern an großen Vorhangantennen und Richtantennen mit 
Gewinn (abgestrahlte Leistung EIRP je nach Frequenz bis in den MW 
Bereich)nutzten .

Das sich die Zeiten geändert haben ist mir klar - das LW, MW und nicht 
ganz so stark die Kurzwelle schon seit 30 und mehr Jahren für die Masse 
der Radionutzer tot war und das der ganze Kram auch so einiges an 
Betriebskosten (sowohl technisch als von der Programmerzeugung) gekostet 
hat ist mir alles bekannt - und trotzdem... :-(

RIP


Radiofreund

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Radiofreund schrieb:
> RIP

Danach war aber überhaupt nicht gefragt worden.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen, dass wenn man im Auto AM auf 
LW oder MW hört und über Dehnungsfugen oder Gullis fährt, es so ein 
Knacksen gibt?

Ich habe mal versucht, das systematisch zu untersuchen [1]:
* der Effekt nimmt mit steigender Fahrtgeschwindigkeit zu
* der Effekt tritt auch bei nicht-metallischem Untergrund auf, aber wenn 
sich der Untergrund ändert, z.B. Querrillen aus Pflastersteinen oder 
frischem Asphalt
* der Effekt kann nicht alleine durch Vibrationen und Stöße erklärt 
werden. Z.B. tritt er bei Schlaglöchern oder Kopfstein nicht auf.

Interessant wäre es noch, AM auf UKW auszuprobieren.

[1] 
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=58026&start=30#p1508931

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Interessant wäre es noch, AM auf UKW auszuprobieren.

Flugfunk? ;-)

Autor: Marek N. (bruderm)
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Jörg W. schrieb:
> Flugfunk? ;-)

So ist es!

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Marek N. schrieb:
> Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen, dass wenn man im Auto AM auf
> LW oder MW hört und über Dehnungsfugen oder Gullis fährt, es so ein
> Knacksen gibt?

Es erleichtert mich, dass es auch noch andere Zeitgenossen gibt, die im 
Auto MW / LW einschalten und über längere Strecken irgendwelche Effekte 
beobachten...:-)

Speziell das habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich werde mal darauf 
achten.
Einen Effekt durch Ladungsausgleich ( statische Aufladung ) o.ä. wäre 
schon denkbar.

Wäre Stoff für einen separaten Thread.

Autor: Nabu (Gast)
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Bei "Reichweite" muss immer definiert werden, welche Bandbreite und SNR, 
bzw. welche Betriebsart gewünscht wird.

Ich bin mit 500 mW auf 1.8 MHz (160m-Band) schon über 6000 km weit 
gekommen.
BW=4 Hz (!)

Auf 475 kHz (630m-Band) wird es deutlich schwieriger, die Leistung in 
den Äther zu bekommen. Da muss ich 10 W in die Antenne stecken, um 100 
mW abgestrahlt zu bekommen. Dafür komme ich mit den 100 mW auch über 
1000 km weit.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ben B. schrieb:

> Ich habe vor ein paar Tagen irgendwo gelesen, daß der MW-Bereich
> Vorteile bei der Reichweite gegenüber anderen Frequenzbereichen bieten
> soll.

Noch besser ist Langwelle. Den DCF77-Sender kann man noch einige
Tausend km entfernt empfangen. Die sog Längstwellensender des
Militärs reichen wohl einmal rund um die Erde.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Danke für die vielen Antworten und Anregungen. Da muss ich wohl erstmal 
noch einiges lesen. :)

Na etwas weiter als 10..20km schaffen 100W auf 27MHz definitiv. Die 
10..20km schaffen ja die 4W schon, die seinerzeit erlaubt waren.

Okay, 'ne 75 Meter Antenne ist vielleicht etwas schwierig. Aber was 
schafft man mit einer Antenne, die ähnlich groß wie eine CB-Funk-Antenne 
ist?

Oder mal von der anderen Seite aus gefragt, was würde man brauchen um 
mit einer kleinen Antenne (nachts?) 500 oder 1000km weit zu kommen, egal 
auf welcher Frequenz? Ist das wirklich so schwierig/unmöglich wie's 
klingt?

Und wieviel Sendeleistung würden sich eurer Meinung nach von einem 
Bastler mit einem Transistorsender im MW-Bereich erreichen lassen? Ich 
weiß, daß sich mit Röhrentechnik recht problemlos ~500W HF erzielen 
ließen, aber was wenn man keine Lust auf 2..4kV Anodenspannung hat? 
Schafft man mit einem Transistorsender ähnlich viel?

Bevor einige meckern: Ich möchte keinen MW-Piratensender bauen. Keine 
Ahnung was man in dem Bereich alles stören kann, wie schnell man dann 
von ortsfesten Lauschanlagen gepeilt wird und wie lange man dafür 
eingeknastet werden könnte. Also einen 500..1000W MW-Verstärker bauen 
wenns möglich ist vielleicht schon (damit könnte man schöne Experimente 
mit CW-Teslatrafos machen), aber diese Leistung mittels Antenne 
abstrahlen sicherlich nicht. Keine Lust, mir da Ärger einzuhandeln.

Edit @Nabu:
Dein Beitrag war noch nicht da als ich angefangen habe zu schreiben. 
Eine Frage dazu: Wie hast Du das gemacht, so viel Reichweite mit so 
wenig Leistung?

DCF77 sendet aber auch mit satten 50kW und einer riesengroßen 
Antennenanlage. Kein Wunder, daß der "etwas weiter" kommt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:

> Na etwas weiter als 10..20km schaffen 100W auf 27MHz definitiv. Die
> 10..20km schaffen ja die 4W schon, die seinerzeit erlaubt waren.

Der Gag bei diesen Frequenzen ist ja, dass das Mehr an Leistung in 
dieser Hinsicht kaum was bringt. Keineswegs ist es so, dass du mit 
25facher Leistung auch die 25fache Reichweite hättest – wenn es viermal 
so viel wird, ist es viel.

Wenn du dagegen Bedingungen für eine Ionosphärenausbreitung hast, kommst 
du auch mit den 4 W schon über riesige Entfernungen. Ich habe auf 29 MHz 
mal mit einem telefoniert, der an der Westküste Großbritanniens mit 
einer FM-Handfunke am Strand entlang lief. Die kann weder viel Leistung 
noch eine riesige Antenne gehabt haben, aber die Bedingungen waren eben 
damals gerade passend.

> Oder mal von der anderen Seite aus gefragt, was würde man brauchen um
> mit einer kleinen Antenne (nachts?) 500 oder 1000km weit zu kommen, egal
> auf welcher Frequenz? Ist das wirklich so schwierig/unmöglich wie's
> klingt?

Ionosphärenausbreitung ist nicht so ohne weiteres vorhersagbar. Mit den 
„klassischen“ 100 W, die bei vielen Amateurfunkgeräten üblich sind, 
kommt man mit ein paar Metern Draht, kreativ aufgehängt :), allemal quer 
durch Europa, und das fast zu jeder Tages- und Nachtzeit – allerdings 
eben auf verschiedenen Frequenzen, die von der Tages- und Jahreszeit 
sowie vom 11jährigen Sonnenaktivitätszyklus abhängen. Prinzipiell kann 
man damit sogar jeden beliebigen Punkt der Erde erreichen, aber das dann 
nicht mehr immer und jederzeit.

> Und wieviel Sendeleistung würden sich eurer Meinung nach von einem
> Bastler mit einem Transistorsender im MW-Bereich erreichen lassen?

Das hängt von deinen bastlerischen Fähigkeiten ab. :-)

> Schafft man mit einem Transistorsender ähnlich viel?

Kommerzielle Transistorsender konnten durchaus 250 kW erreichen, 
allerdings dann in miteinander verkoppelten Modulen von 10 oder 20 kW 
pro Modul.

> Bevor einige meckern: Ich möchte keinen MW-Piratensender bauen. Keine
> Ahnung was man in dem Bereich alles stören kann

Du störst da außer dem örtlichen Störnebel so gut wie nichts. :/ 
Prinzipiell kannst du vermutlich sogar eine Sendelizenz erlangen, aber 
erstens werden sie natürlich entsprechend regelkonforme Gerätschaften 
von dir beim Betrieb erwarten (schwierig mit Eigenbau), zweitens musst 
du dir dann Gedanken um Urheberrecht und Nutzungsrechte machen, sonst 
rückt dir ganz schnell die GEMA auf die Bude.

Wenn du mit Funktechnik ernsthaft experimentieren willst, lern die paar 
Paragraphen und bisschen Betriebstechnik (das Wissen für den Technikteil 
hast du vermutlich schon), und leg eine Amateurfunkprüfung für die 
Klasse A ab. Dann stehen dir einzelne Bereiche aus dem Spektrum 137 kHz 
bis viele GHz zur Verfügung. ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ben B. schrieb:

> Aber was schafft man mit einer Antenne, die ähnlich groß
> wie eine CB-Funk-Antenne ist?

https://de.wikipedia.org/wiki/Sichtweite

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

"Schafft man mit einem Transistorsender ähnlich viel?"

Ohne Problem - "einfach" viele relativ Leistungsschwache Module parallel 
schalten.
Wurde (wird) bei so ziemlich allen leistungsstarken Sendern so gemacht, 
wobei die Anführungszeichen bei einfach schon gerechtfertigt sind, denn 
so einfach ist es dann doch nicht, aber Röhrensender sind im 
Rundfunkbereich schon sehr lange Geschichte und selbst recht kurz vor 
dem ende des AM Rundfunks in Europa und anderen Teilen der Welt wurden 
uralte Röhrensender aus diversen Gründen durch Halbleitersender ersetzt 
(oder beim Ableben der Röhrensender einfach der Sendebetrieb zumindest 
auf KW aufgegeben siehe was die ARD und der RIAS bzw. dessen Nachfolger 
Deutschlandradio Kultur Anstalten "geleistet" hatten...) - das diese 
Halbleitersender dann teilweise nur 10Jahre  bis im guten Fall 30 Jahre 
genutzt wurden hatte leider andere Gründe - an der Technik lag es 
jedenfalls nicht...

Röhrensender setzen eigentlich im Bereich von etwa 30 kHz bis weit in 
den GHz Bereich nur Liebhaber ein (meist Funkamateure) bzw. sind auf 
sehr wenige Spezialfälle beschränkt (teilweise auch "einfach" nur 
Bestand bzw. kosten einer Neuanlage)  - und selbst dort gibt es 
mittlerweile oft Halbleiterlösungen bis weit in den kW Bereich selbst in 
den hohen GHz Bereichen welche natürlich bezahlt werden möchten und wo 
die Schutzbeschaltung schon "etwas" wichtiger ist als bei einen 
Röhrensender, wobei der aber auch nicht unendlich gequält werden darf.

Und dl8dtl das wurde nicht gefragt - gehört aber für einen (ehemaligen) 
AM Radiorundfunk Begeisterten der, die in diesem Bereich tatsächlich, 
guten alten Zeiten erleben durfte einfach dazu.

Radiofreund

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Mehrere Module zusammenschalten habe ich schon mal gesehen, wo viele 
"Einschübe" in einem Schrank eingesetzt waren, die ihre Leistung über 
einen Ferritkern auf einen langen Metallstab einkuppelten. Aber ob man 
sowas als Bastler hinbekommt? Die müssen ja ziemlich synchron und 
symmetrisch zueinander laufen, sonst stören sie sich gegenseitig...

Mir geht's auch nicht um viele Kilowatt wie diese kommerziellen Sender, 
sondern eben so 500-1000W - wäre im CB-Bereich bestimmt nicht so schwer 
zu machen. In CB-Nachbrennern habe ich solche Ferritkern-Übertrager 
gesehen, die primär nur eine Windung bzw. eher Durchführung hatten und 
sekundär ein paar Windungen Draht. Gegentakt-Endstufe mit 12V 
Betriebsspannung, sollte 300W oder so schaffen. 100W bei 27Mhz schafft 
ein einziger Leistungstransistor mit ein paar Luftspulen an 12V. Aber 
ich habe sowas niemals für 1..3MHz gesehen - könnte mir vorstellen, da 
ists etwas schwerer.

Röhrenendstufen erscheinen vom Aufbau sehr einfach und man kann die HF 
vom Generator bzw. Vorverstärker direkt auf die Röhre geben. Den Rest 
macht die Röhre alleine, leider auch immense Verlustleistung und "ein 
paar kV" Anodenspannung scheinen die Abstrahlung der HF unheimlich zu 
vereinfachen. Sie sind auch nicht so schwer zu erzeugen, ein 
Mikrowellentrafo oder einer für Neon-Leuchtreklame, ein paar HV-Dioden 
und fertig ist die Anodenspannung. Kriegt man mit einem 
Halbleiterverstärker an 12..24V das gleiche Ergebnis zustande, im 
Bereich bis 500..1000W?

> Du störst da außer dem örtlichen Störnebel so gut wie nichts. :/
Gibts da keine Sender mehr, auch keine Funkdienste?

> Prinzipiell kannst du vermutlich sogar eine Sendelizenz erlangen
Da will ich nicht wissen was das kostet. Wäre lustig, aber bestimmt 
unbezahlbar.

Ansonsten teile ich ein wenig die Meinung von Radiofreund. Es ist 
schade, wenn diese gigantischen Sendeanlangen alle verschwinden. Ich 
würde gerne eine erhalten wenn mir dies möglich wäre... was deren Aufbau 
mal gekostet hat und dann wirds einfach abgerissen und kommt nie 
wieder... das ist schon extrem schade. Aber der Unterhalt dieser Technik 
wird bestimmt einiges kosten, irgendwann wird es auch keine Radios für 
analogen Empfang mehr geben, also das Ende dieser Technik ist leider 
absehbar. Einfach weil's niemand mehr benutzt/benutzen kann und es als 
Hobbyprojekt nur für Milliardäre zu finanzieren ist. Ich weiß nicht was 
es kostet, daß solche Masten einfachen stehenbleiben dürfen oder wie man 
sie unterhalten muß, damit sie nicht einstürzen...

Oder auch wenn die solche Sender für die paar kg Kupfer da drin einfach 
zerkloppen - wenn ich sowas sehe könnte ich zum Mörder werden und die 
bescheuerten Schrottis einfach irgendwo einbuddeln wo sie frühestens 
erst in 50 Jahren wieder gefunden werden. Gilt aber für vieles an alter 
Technik oder altem Großgerät, was es so wie es da steht nie wieder geben 
wird. Verstehe nicht, wieso man sowas nicht interessierten Menschen zum 
Erhalt überlassen kann.

Funkamateure... Das war für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Die 
haben mich damals als CB-Funk-Kiddie immer nur von oben herab behandelt, 
so als wären sie die Könige der Welle und wer CB-Funk benutzt wurde auf 
ewig zum Fußvolk verdammt. Ich habe nie den Zugang in diese elitären 
Kreise gefunden, so blieb mir nur die dadurch aufgebaute eigene 
Antipathie ("Na und, dann eben ohne euch - bastel ich halt alleine 
selber und bleibe beim CB-Funk!") und ich betrachte Amateurfunker auch 
heute noch mit gewissem Argwohn. Das ist definitiv kleben geblieben. 
Also obwohl ich mich extrem für diese Technik und den Betrieb solcher 
Anlagen interessiere, ist es sehr unwahrscheinlich, daß ich jemals so 
ein Zeugnis machen werde.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:
> Aber ob man
> sowas als Bastler hinbekommt?

Nein.

> Mir geht's auch nicht um viele Kilowatt wie diese kommerziellen Sender,
> sondern eben so 500-1000W - wäre im CB-Bereich bestimmt nicht so schwer
> zu machen.

Doch. 1 kW im Eigenbau verlangt bereits einiges an Erfahrungen, 
passendes Material und Messmittel – auch im Mittel- oder 
Kurzwellenbereich.

Ansonsten kannst du gar nicht so schnell gucken, wie sich deine 
Leistungshalbleiter in magischen Rauch auflösen.

> 100W bei 27Mhz schafft
> ein einziger Leistungstransistor mit ein paar Luftspulen an 12V.

100 „CB-Watt“ vielleicht, also PMPO oder so.

100 „richtige Watt“ sind schon nicht mehr ganz so einfach.

Wie geschrieben, leg' eine Amateurfunkprüfung ab, dann kannst du solche 
Experimente (in den entsprechenden Frequenzbereichen) ganz legal machen. 
Dann fängst du mal mit einem Senderchen von 5 W an, um ein paar 
Erfahrungen zu sammeln. Wenn der ordentlich läuft, denkst du über mehr 
nach.

> Röhrenendstufen erscheinen vom Aufbau sehr einfach und man kann die HF
> vom Generator bzw. Vorverstärker direkt auf die Röhre geben. Den Rest
> macht die Röhre alleine

Du hast außerordentlich vereinfachte Vorstellungen von HF.

Auch bei Röhren ist die Leistungsverstärkung endlich, das Gitter wird 
bei höheren Frequenzen eben nicht mehr leistungslos angesteuert. Dann 
bist du ganz schnell bei Problemen der Leistungsanpassung.

> Sie sind auch nicht so schwer zu erzeugen, ein
> Mikrowellentrafo oder einer für Neon-Leuchtreklame, ein paar HV-Dioden
> und fertig ist die Anodenspannung.

Dass diese Spannungen (verbunden mit der entsprechenden 
Stromergiebigkeit der Trafos bzw. den gespeicherten Energien in den 
Ladekondensatoren) absolut tödlich sind, ist dir sicher bewusst.

>> Prinzipiell kannst du vermutlich sogar eine Sendelizenz erlangen

> Da will ich nicht wissen was das kostet. Wäre lustig, aber bestimmt
> unbezahlbar.

Das ist nicht unbezahlbar.

GEMA dürfte auf Dauer teurer werden, wenn du Musik aussenden willst.

> Ansonsten teile ich ein wenig die Meinung von Radiofreund. Es ist
> schade, wenn diese gigantischen Sendeanlangen alle verschwinden. Ich
> würde gerne eine erhalten wenn mir dies möglich wäre...

Hast du ein genügend großes Sparschwein? Oder ist dir der wesentliche 
Grund entgangen, warum diese Sender alle abgeschaltet worden sind?

Die Betriebskosten solcher Anlagen sind schlicht horrend hoch.

> Ich weiß nicht was
> es kostet, daß solche Masten einfachen stehenbleiben dürfen oder wie man
> sie unterhalten muß, damit sie nicht einstürzen...

Genau das ist ein Teil dieser Betriebskosten: sie müssen natürlich 
regelmäßig untersucht werden, damit sie nicht eines Tages einstürzen und 
irgendwas unter sich begraben.

> und ich betrachte Amateurfunker auch
> heute noch mit gewissem Argwohn.

Dabei warst du als CB-Funker zwar kein Funkamateur, aber sehr wohl ein 
Amateurfunker. ;-)

> Das ist definitiv kleben geblieben.
> Also obwohl ich mich extrem für diese Technik und den Betrieb solcher
> Anlagen interessiere, ist es sehr unwahrscheinlich, daß ich jemals so
> ein Zeugnis machen werde.

Dein Problem.

Das Zeugnis hat doch absolut nichts damit zu tun, ob du dich da mit 
irgendwelchen anderen Leuten zusammentun willst oder nicht *), es 
berechtigt dich einfach nur, ganz legal derartige Sender aufzubauen ohne 
all die Konformitätsbürokratie anderer Funksendeanlagen, und sie dann 
auch zu betreiben. Amateurfunkanlagen im Eigenbau sind davon nämlich 
explizit ausgenommen – du musst die entsprechenden Bestimmungen 
natürlich einhalten, aber du brauchst die Bürokratie der 
Konformitätsbewertung nicht zu machen. (Kommerzielle Hersteller auch von 
Amateurfunkgeräten müssen dagegen.)

*) Bei deinem Wissensstand über HF-Technik wäre es allerdings mehr als 
angeraten, dass du dir ein paar Gleichgesinnte suchst, mit denen du das 
zusammen machen kannst. Die wirst du im Kreis existierender Funkamateure 
halt am ehesten finden, abgesehen von HF-Ingenieuren in der Industrie 
natürlich, falls du sowas in deinem Umfeld hast. Denk auch einfach bei 
deinen Antipathien mal dran, dass die Leute, denen du in deiner 
CB-Funk-Zeit begegnet bist, u. U. sowieso schon lange unter der Erde 
liegen …

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Nabu (Gast)
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Ben B. schrieb:
> Edit @Nabu:
> Dein Beitrag war noch nicht da als ich angefangen habe zu schreiben.
> Eine Frage dazu: Wie hast Du das gemacht, so viel Reichweite mit so
> wenig Leistung?

Wie gesagt, Bandbreite und SNR ist entscheidend. Wenn für 4 Hz 0.5W 
reicht, dann brauchst du für 4 kHz Bandbreite 500W um das gleiche SNR zu 
erreichen.

Die Länge des Strahlers spielt eine untergeordnete Rolle. Relevant sind 
Umgebungs- und Anpassverluste, weshalb Lang- und 
Mittelwellenrundfunksender ein Vermögen in niederohmige Erdnetze stecken 
und bevorzugt auf wasserhaltigem Boden oder in der Nähe vom Meer stehen.

Mein Erdnetz besteht bisher aus insgesamt 800m Erdradials, trotzdem 
werden bei 475 kHz 99% der Sendeleistung in den umliegenden Bäumen, 
Gebäude und Boden verheizt.

Wenn für die gewünschte Betriebsart die Linearität unwichtig ist (CW, 
FSK, etc), dann kann man mit Mosfets recht einfach eine Klasse-D-Enstufe 
mit ein paar hundert Watt Ausgangsleistung bauen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

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Ben B. schrieb:

> Den Rest macht die Röhre alleine,

"Sender", die mit einer einzigen Röhre ohne Zusatzbeschaltung
auskommen gibts nur im Mikrowellenofen.

> Prinzipiell kannst du vermutlich sogar eine Sendelizenz erlangen.

Auf der letzten Maker-Faire in Hannover gabs einen solchen Sender
mit Lizenz.

> Da will ich nicht wissen was das kostet.
> Wäre lustig, aber bestimmt unbezahlbar.

Soo teuer nun auch nicht. Ich hatte gefragt, aber den Betrag
wieder vergessen. Ich glaube, mehrere "Hunnies".

Autor: Elektrofan (Gast)
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> "Sender", die mit einer einzigen Röhre ohne Zusatzbeschaltung
> auskommen gibts nur im Mikrowellenofen.

"Sender" gab es auch ganz ohne Röhren/Transistoren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Knallfunkensender

Als Empfangsgerät, ganz ohne Software, eignet sich dann ein sog.
"Fritter" (wird nicht aus Kartoffeln hergestellt):
https://de.wikipedia.org/wiki/Koh%C3%A4rer

Autor: DAB- (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen, dass wenn man im Auto AM auf
> LW oder MW hört und über Dehnungsfugen oder Gullis fährt, es so ein
> Knacksen gibt?
>
> Ich habe mal versucht, das systematisch zu untersuchen [1]:
> * der Effekt nimmt mit steigender Fahrtgeschwindigkeit zu
> * der Effekt tritt auch bei nicht-metallischem Untergrund auf, aber wenn
> sich der Untergrund ändert, z.B. Querrillen aus Pflastersteinen oder
> frischem Asphalt
> * der Effekt kann nicht alleine durch Vibrationen und Stöße erklärt
> werden. Z.B. tritt er bei Schlaglöchern oder Kopfstein nicht auf.
>
> Interessant wäre es noch, AM auf UKW auszuprobieren.
>
> [1]
> https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=58026&start=30#p1508931

Hmm, ich hatte das bei UKW, und das war sehr lautes 
Knirschen/Qietschen/Kreischen.
Neues Radio gekauf und es geht nun ohne.
Danach hatte ich es afair auch nochmal ganz kurz. Ich glaube bei total 
trockenem Wetter.

Autor: DAB- (Gast)
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Ich würde Dir empfehlen das hier

https://www.darc.de/der-club/referate/ajw/darc-online-lehrgang/

durchzuarbeiten, oder zumindest die Teile, die Dich interessieren, 
Wellenausbreitung und so. Eigentlich gut erklärt, und nach dieser 
Lektüre wirst Du mehr wissen, und nicht mehr 
"größer/schneller/dicker/weiter" denken, hoff ich mal.

Mehr Leistung bringt nur wenig, wie Jörg Wunsch schon schrieb.
Bei Hubraum ist es anders :D....

Autor: Marek N. (bruderm)
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Harald W. schrieb:
> "Sender", die mit einer einzigen Röhre ohne Zusatzbeschaltung
> auskommen gibts nur im Mikrowellenofen.

Oh je!
http://nmwilliam.tripod.com/el84.html

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> "Sender", die mit einer einzigen Röhre ohne Zusatzbeschaltung
>> auskommen gibts nur im Mikrowellenofen.
>
> Oh je!
> http://nmwilliam.tripod.com/el84.html

Das ist aber deutlich mehr als nur eine Röhre. ;-) „ohne 
Zusatzbeschaltung“ war das Stichwort.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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> Ansonsten kannst du gar nicht so schnell gucken, wie sich deine
> Leistungshalbleiter in magischen Rauch auflösen.
Gut, dazu brauchts nun keine HF-Endstufe, das ist bei NF auch nicht 
anders. Wenn man da richtig Bumms will, braucht man auch +-120V. Geht 
was schief, sind mindestens alle Endtransistoren hin.

> Dass diese Spannungen (verbunden mit der entsprechenden
> Stromergiebigkeit der Trafos bzw. den gespeicherten Energien in den
> Ladekondensatoren) absolut tödlich sind, ist dir sicher bewusst.
Ach nee. Siehste, da geht's schon wieder los, daß man von vermeintlichen 
Amateurfunkern nur für dumm verkauft wird, sobald man das Wort "CB-Funk" 
erwähnt. Schade, hat sich seit gut 20 Jahren nichts dran geändert. Nee 
weißt, ich leck jeden Morgen zum Wachwerden erstmal am 
Mikrowellentrafo... sorgt für einen spannenden Arbeitstag. :((

> Dabei warst du als CB-Funker zwar kein Funkamateur,
> aber sehr wohl ein Amateurfunker. ;-)
Sieh an, sieh an... gemerkt hat er's doch. Ich dreh das mit Absicht, 
weil ich nie ausstehen konnte, daß es da einen Unterschied geben soll. 
Für mich gibts nur Profis beim Rundfunk und Amateurfunker, egal auf 
welchen Bändern die unterwegs sind. :)

> GEMA dürfte auf Dauer teurer werden, wenn du Musik aussenden willst.
Wie ich schon sagte, will ich nicht. Eine Ersatzlast schickt mir keine 
GEMA-Rechnung und der Tesla-Trafo auch nicht (obwohl da evtl. schon was 
abgestrahlt werden könnte, die paar Sekunden möge man mir im Fall der 
Fälle verzeihen). Für den Anfang würde es mir aber reichen, wenn das 
Ding piepsen kann bzw. nur einen unmodulierten Träger liefert.

> ein paar Gleichgesinnte suchst
Leider absolut keine Kontakte mehr. Weder CB- noch Amateurfunk.
Alles weg, hat alles das Handy dahingerafft. Wenn ich noch Kontakte in 
interessierte Kreise hätte, dann hätte ich auch dort gefragt. So muß das 
Internet helfen und ich muß mich hier dank dem unpersönlichen Kontakt 
niedermachen lassen.

> u. U. sowieso schon lange unter der Erde liegen
Yep, dem ist vermutlich so, obwohl die CB-Funker alle nicht so sehr viel 
älter waren als ich. Aber das sind heute alles alte Opas, das stimmt 
wohl und das meine ich auch nicht im negativen Sinne. Ich finds halt nur 
schade, man hätte damals so viel von denen über die Technik lernen 
können und die hat's 'nen Scheiß interessiert. Heute ist's egal.

Wie bereits gesagt, es geht mir nicht um das Senden mit so einem Ding, 
jedenfalls nicht mehr als einen kurzen Test-Pieps über x Kilometer - und 
selbst das wäre ja bereits verboten, egal mit wieviel Leistung. Also 
wohl doch eher lieber nicht. Die Effekte was passiert wenn man damit so 
500W in einen Tesla-Trafo hineinschickt, wären für mich weit 
interessanter.

> "Sender", die mit einer einzigen Röhre ohne Zusatzbeschaltung
> auskommen gibts nur im Mikrowellenofen.
Schade, daß ihr mich alle für doof haltet. :(
Klar braucht man für einen echten Sender etwas mehr als eine Röhre. Aber 
die Endstufe ist nur eine einzelne Röhre (plus ihre Beschaltung), auch 
bei Großsendern. Ein paar kW Ansteuerleistung, 20kV Anodenspannung und 
es kommen 600kW wieder raus. Vielleicht stelle ich es mir wirklich etwas 
einfacher vor, aber ich möchte auch keinen 600kW Sender bauen. Wenn man 
so 500W..1kW mit Transistoren erreichen würde, dann reicht das doch.

So eine Sendelizenz auf MW kostet wirklich nur "paar Hunnies"? Wieso so 
wenig? Ich hätte angenommen, die Rundfunkanstalten müssen da richtig 
Geld locker machen um da eine Frequenz belegen zu dürfen...

Machen wir das doch mal konkret. Hat jemand Schaltpläne für einen 
MW-Sender? Für eine MW-PA mit 1kW? Der reine HF-Generator mit oder ohne 
Modulation sollte nicht das große Problem sein wenn man keine besonders 
hohe Stabilität braucht.

@Nabu
Deine Ausführungen finde ich sehr interessant. Heißt, Du legst gerade 
Wert auf eine so hohe Stabilität des Generators? Ich weiß, daß manche 
LW/MW-Sender geerdete Radiale in Form vieler ewig langer Stahlseile 
hatten. CB-Antennen hatten auch Radiale, aber nur 2 Meter lang oder so. 
Braucht man das für ein paar Watt Leistung auch schon, also extrem lange 
Radiale? Hast Du Schaltpläne für Deine Aufbauten oder könnten wir uns 
mal per eMail austauschen wenn Du öffentlich nicht möchtest? Könntest Du 
mir helfen eine Transistor-Endstufe mit "ein paar hundert Watt" zu 
bauen, die einfach nur einen Träger erzeugt oder Modulation wie Du 
möchtest? Meine, Amplitudenmodulation müsste ja immer möglich sein, oder 
irre ich mich da?

@DAB-
Danke für den Link, schaue ich mir an. Auch wenn man sich dort mit dem 
Bau leistungsstarker Endstufen sicherlich etwas bedeckter hält als hier 
vielleicht.

Mir gehts auch nicht um größer/dicker etc. sondern um etwas, was am Ende 
einfach funktioniert. Daher denke ich ja, mehr 1kW wäre Blödsinn, wenn 
man die schafft, dann reicht das.

Knallfunkensender möchte ich nicht mit anfangen, klar wäre das 
verhältnismäßig leicht aufzubauen, man könnte damit evtl. einen 
Schwingkreis anregen und die HF auskoppeln, bei Fehlanpassungen geht 
nichts kaputt... nee sollten schon Transistoren sein und sich langsam an 
die Leistung herantasten wenn man denn wirklich sowas aufbauen möchte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ben B. schrieb:

> So eine Sendelizenz auf MW kostet wirklich nur "paar Hunnies"? Wieso so
> wenig?

Es war für einen guten Zweck. :-) Such mal hier im Forum nach
Maker Faire, vielleicht findest Du da sogar im Thread Ansprech-
partner.

> Knallfunkensender möchte ich nicht mit anfangen,

Die sind ja auch nicht ohne Grund wohl schon vor 100 Jahren
verboten worden.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:

> Ach nee. Siehste, da geht's schon wieder los, daß man von vermeintlichen
> Amateurfunkern nur für dumm verkauft wird

Das hat mit CB-Funk rein gar nichts zu tun.

Auch, wenn du deine CB-Funk-Vergangenheit nicht erwähnt hättest: ich 
selbst würde nicht auf die Idee kommen, mir sowas wie einen 
Mikrowellentrafo irgendwo als Versorgung für ein Gerät zu nutzen, wenn 
es auch irgendwie anders mit weniger Gefahrenpotenzial realisierbar 
wäre. Wenn es unbedingt Kilovolt mit Kilowatt sein müssten, dann würde 
ich einiges dran setzen, selbst einen Versuchsaufbau mit hinreichend 
vielen Sicherheitsvorkehrungen zu versehen, damit ich das auch überlebe.

Das Zeug ist wirklich schlagartig tödlich, 230 V ist Spaß dagegen.

> Sieh an, sieh an... gemerkt hat er's doch. Ich dreh das mit Absicht,
> weil ich nie ausstehen konnte, daß es da einen Unterschied geben soll.

Gibt es aber. Amateurfunk ist weit mehr als nur der Funker selbst. Auch 
die gibt es natürlich, aber es gibt auch genügend Leute, die nur die 
Technik interessiert und für die der reine Funkbetrieb fast 
uninteressant ist. Damit sind sie dann eben keine „Funker“.

> Die Effekte was passiert wenn man damit so
> 500W in einen Tesla-Trafo hineinschickt, wären für mich weit
> interessanter.

Ein Tesla-Trafo ist eine andere Baustelle. Den baut man normalerweise 
als Resonanztransformator, nur damit erreicht er seine volle Wirkung.

> Klar braucht man für einen echten Sender etwas mehr als eine Röhre. Aber
> die Endstufe ist nur eine einzelne Röhre, auch bei Großsendern.

Keineswegs, auch dort waren Gegentaktschaltungen nicht unüblich. Habe 
den letzten 250-kW-Röhrensender hier kurz nach seiner Außerbetriebnahme 
gesehen: 4 gleiche Röhren, zwei davon für die NF (Anodenmodulation), 
zwei für die HF.

> Wenn man so 500W..1kW mit
> Transistoren erreichen würde, dann reicht das doch.

Erreicht man, aber eben nicht „aus dem Bauch raus“. Auch nicht mit einer 
Bauanleitung.

> So eine Sendelizenz auf MW kostet wirklich nur "paar Hunnies"? Wieso so
> wenig?

Weil diese Frequenzen sowieso keinen mehr interessieren?

Sie sind aber natürlich in internationalen Verträgen als Rundfunkband 
reserviert und entsprechend reguliert. Sofern also nicht gerade eine 
Mehrheit der Länder auf einer Weltfernmeldekonferenz das Band 
„entwidmet“, kann auch eine einzelne Fernmeldeverwaltung nicht einfach 
so bspw. eine Allgemeinzuteilung dort erteilen.

Damit bezahlst du halt eine Gebühr für das, was die BNetzA für dich an 
Verwaltungsakt machen muss.

> Machen wir das doch mal konkret. Hat jemand Schaltpläne für einen
> MW-Sender? Für eine MW-PA mit 1kW?

Der Schaltplan allein macht es bei HF eben nicht.

Ansonsten findest du Bauanleitungen für kleinere PAs bei den von dir 
geschmähten Funkamateuren, vorrangig hier in älterer Literatur. Was für 
Kurzwelle ab 3 MHz geht, lässt sich relativ einfach auch noch bis 1 MHz 
hinab umdimensionieren.

> Mir gehts auch nicht um größer/dicker etc. sondern um etwas, was am Ende
> einfach funktioniert. Daher denke ich ja, mehr 1kW wäre Blödsinn, wenn
> man die schafft, dann reicht das.

Das ist für den Anfang immer noch mehr als 'ne Nummer zu groß.

Aber mach ruhig. Wenn die Funkamateure für dich alle zu hochnäsig sind, 
nur weil sie dir ihre eigenen Erfahrungen weitergeben möchten, dann ist 
dir nicht zu helfen. Plane einfach genügend Lehrgeld ein.

Übrigens: auch 100 W HF können durchaus schon weh tun. Die sind zwar 
nicht so drastisch wie der Mikrowellentrafo, aber heftige Verbrennungen 
kann man sich damit allemal zuziehen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

"Schade, hat sich seit gut 20 Jahren nichts dran geändert. Nee
weißt, ich leck jeden Morgen zum Wachwerden erstmal am
Mikrowellentrafo... "

Nein, erstens hat sich bei den Amateurfunkern in dieser Hinsicht sehr 
viel entwickelt:
Was soll eine leider immer wieder geringer werdende Gruppe an Aktiven 
(nicht einfach auf die Lizenzahlen schauen die sagen nur wenig aus von 
dem was in der Realität - eben nicht- abgeht) an eine nahezu nicht mehr 
existierende Gruppe, also "richtige" CB Funkern in deutscher 
(englischer,niederländischer, französischer...) Sprache die das als 
reines Hobby  und und aus technischen Interesse  betreiben zu meckern 
haben?
Richtiges CB ist noch "toter" als der Betrieb in FM Sprechfunk auf den 
2m und 70cm Band und Relais bei uns Funkamateuren - leider.

Und zweitens: Das ist leider typisch für dieses Forum.
"Netzspannung" alles über Schutzkleinspannung:
"Böse", "Gefährlich". "Lass das den Elektriker machen", "Wer so fragt 
darf man keine sinnvolle Antwort geben" und ähnliches.
Wenn sich mal einer Erbarmt und eine hilfreiche Antwort gibt ohne auf 
eventuelle Vorschriften und (oft) angebliche Gesetze zu schauen, dann 
wird der auch noch niedergemacht.
Leider...

Also ein Forenproblem und nicht das was mal vor weit mehr als 20 Jahren 
aktuell war (Eventuell aber die gleichen Typen und Einstellungen was die 
"Bedenkenträger" und "Schreihälse" betrifft - nur ein anderes Medium)

Radiofreund (und Ham)

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Vielleicht wäre es für deinen Zweck wirklich noch am einfachsten, 
NF-Verstärker-Konzepte wie den schon genannten Klasse-D-Verstärker für 1 
MHz „aufzubohren“. Wird aber auch nicht so völlig trivial sein, denn du 
musst ja dann mit wenigstens 5 MHz PWM machen und das Resultat auch noch 
filtern.

Vorteil ist, dass dort die Verstärker leerlauffest sind.

Autor: nachtmix (Gast)
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Ben B. schrieb:
> Wenn man
> so 500W..1kW mit Transistoren erreichen würde, dann reicht das doch.


Wird auf solch niedrigen Frequenzen längst gemacht: 
http://www.hcrs.at/BSBG100.HTM


Und auch bei Frequenzen jenseits von 1GHz erreicht man das seit zig 
Jahren im Impulsbetrieb z.B. bei IFR-Transpondern.

Autor: nachtmix (Gast)
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Korrektur:

nachtmix schrieb:
> IFR-Transpondern.

Sollte natürlich IFF heissen.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Keine Bange, ich weiß, daß HF-Verbrennungen einen zwar nicht direkt 
töten, aber ziemlich schlecht verheilen.

Daß eine Röhrenschaltung mit 2..4kV und ~1kW Ausgangsleistung nichts zum 
Anfassen ist, ist doch klar. Warum machst Du die Gefährlichkeit 
ausgerechnet an einem Mikrowellentrafo fest? Was soll man denn machen, 
eine dickere Senderöhre läuft nunmal leider nicht mit Schwachstrom. :-/

Am liebsten wäre mir natürlich, wenn die komplette Endstufe mit 12V 
läuft, oder von mir aus 60V, damit der Strom bei 500..1000W nicht so 
hoch wird und erst nach einem Ausgangsübertrager oder so gefährliche 
Spannungen entstehen. Deswegen ja mein Wunsch nach einem 
Transistorsender.

> aber es gibt auch genügend Leute, die nur die Technik interessiert
> und für die der reine Funkbetrieb fast uninteressant ist
Kann ich bestätigen, sehe ich für mich selbst so.

Was mich an Funkamateuren "nervt" ist, übertrieben gesagt alles was man 
fragt wo mehr als 12V/1A gebraucht werden bekommt man nur Antworten wie 
"geht nicht", "darfst Du sowieso nicht" oder "Du bleibst nur an der 
Anode kleben"... Ich habe von ihnen nie Antworten bekommen wie "ist 
nicht einfach, könnte man so und so probieren, aber pass auf was Du 
machst (oder lass besser bleiben) weil ist gefährliche Spannung oder 
verboten". Ich habe den Eindruck, da hat nie einer auch nur probiert, 
brauchbare Antworten zu finden. Jeder hat nur sein eigenes Süppchen 
gekocht, man hatte den Eindruck es wäre verboten, seinen Funkverkehr 
auch nur mit anzuhören. Also Austausch über die Technik war überhaupt 
nicht möglich. Vielleicht hätten sie mir verraten wie man eine LED 
anschließen muß, aber das wußte ich damals schon alleine. Wie gesagt, 
ich bin nicht direkt sauer, aber ich finde es schade.

Und auch wenn die Warnungen bezüglich Mikrowellentrafos oder 
Hochspannung hier oft gerechtfertigt sind... irgendwann nerven auch die. 
Ich habe hier 110kV direkt hinter'm Haus. Da hänge ich auch keine Wäsche 
dran auf oder wärme mir im Winter die Finger weil die Trafos so schön 
eisfrei sind...

Autor: Harry L. (mysth)
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1kW ab 1,8MHz mit Transistoren (und mit Modifikationen auch darunter) 
ist heute dank leistungsfähiger LD-MOS Transistoren kein Hexenwerk mehr.
Die laufen dann i.d.R. mit 50V Versorgungsspannung.

Bauanleitungen dafür gibts wie Sand am Meer.

Bsp.:
https://saure.org/cq-nrw/wp-content/uploads/2017/10/PA-Vorstellung.pdf

Zu den LD-MOS-Transistoren:
Youtube-Video "NXP's Unbreakable LDMOS: BLF578XR Power Transistor"

: Bearbeitet durch User
Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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> http://www.hcrs.at/BSBG100.HTM
Hey tolle Seite. Da sind auch so Bilder wie ich meinte mit den 
Ferritringen zum Einkoppeln der Leistung auf die Antenne.

8 Stück IRFP460 für 3kW? Kriegt man das nicht als Bastler für 1kW hin? 
Diese FETs sind nicht mal was besonderes (500V/20A), die liegen hier in 
Massen in der Restekiste, sind zuhauf in Servernetzteilen verbaut.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:

> Daß eine Röhrenschaltung mit 2..4kV und ~1kW Ausgangsleistung nichts zum
> Anfassen ist, ist doch klar. Warum machst Du die Gefährlichkeit
> ausgerechnet an einem Mikrowellentrafo fest?

Weil ich viel Respekt vor Dingen habe, die unmittelbar tödlich wirken 
können.

Zu viele Kilovolt mit fetten Strömen oder Ladungsmengen gehören dazu. 
Ich würde mich auch nicht freiwillig einer 15-kV-Fahrleitung nähern.

> Was soll man denn machen,
> eine dickere Senderöhre läuft nunmal leider nicht mit Schwachstrom. :-/

Auf die dicke Senderöhre verzichten.

Mit kleineren Leistungen anfangen, und dann mit Transistoren. Dann 
genügt es, Metallarmbänder und Fingerringe abzulegen (durch die viel 
Strom fließen könnte, der dann nicht gut tut), aber ein abrutschender 
Schraubendreher ist vielleicht das Ende des Portemonnaies, aber nicht 
des Lebens.

> Am liebsten wäre mir natürlich, wenn die komplette Endstufe mit 12V
> läuft, oder von mir aus 60V, damit der Strom bei 500..1000W nicht so
> hoch wird

Ich bezweifle sowieso, dass du mit derartigen Leistungen anfangen 
solltest. Wenn du wirklich HF-Schaltungen selbst von der Pike auf 
aufbauen willst, dann fang mit 5 W an. Da halten sich die Kosten für die 
Fehlversuche in Grenzen, und man kann erstmal was lernen.

Bei 100 W sind schon mal schnell 100 Euro in der Tonne.

Bei 1 kW?  Kannst du selbst extrapolieren.

Problem ist halt nur: was macht man mit dem erfolgreich aufgebauten 
5-W-Sender? Bei den Funkamateuren ist das die Stelle, wo der Funker dann 
durchkommt, man versucht, wenigstens einen QSO-Partner zu finden. War 
es erfolgreich, freut man sich – macht weiter, oder vielleicht auch 
nicht.

Ich habe mal in einem Contest ganze zwei Verbindungen erreicht, auf die 
ich nach wie vor mächtig stolz bin. Der Sender bestand aus einer 
einzigen "Bleistiftröhre" in einem Meißner-Oszillator, Ausgangsleistung 
100 mW, alles war freifliegend aufgebaut (und entsprechend instabil). 
Aber es hat funktioniert. Den beiden Gegenstationen bin ich natürlich 
unendlich dankbar, dass sie sich die Mühe gemacht haben, mein übers Band 
waberndes Signal zu verfolgen. Ohne diese beiden hätte ich kein Gefühl 
gehabt, wie weit entfernt man diesen Primitivsender wirklich noch hören 
kann.

> Was mich an Funkamateuren "nervt" ist, übertrieben gesagt alles was man
> fragt wo mehr als 12V/1A gebraucht werden bekommt man nur Antworten wie
> "geht nicht", "darfst Du sowieso nicht" oder "Du bleibst nur an der
> Anode kleben"...

Jeder 100-W-Standardsender braucht schon mal seine 20 A (bei 14 V).

Aber auch den muss man eben erstmal aufbauen lernen.

> Jeder hat nur sein eigenes Süppchen
> gekocht, man hatte den Eindruck es wäre verboten, seinen Funkverkehr
> auch nur mit anzuhören. Also Austausch über die Technik war überhaupt
> nicht möglich.

Jetzt verfällst du wieder in den Alte-Männer-Modus.

> Und auch wenn die Warnungen bezüglich Mikrowellentrafos oder
> Hochspannung hier oft gerechtfertigt sind... irgendwann nerven auch die.

Naja, besser einmal zu viel als einmal zu wenig.

> Ich habe hier 110kV direkt hinter'm Haus.

Die sind aber auch berührungssicher aufgebaut.

Autor: Nabu (Gast)
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Ben B. schrieb:
> @Nabu
> Deine Ausführungen finde ich sehr interessant. Heißt, Du legst gerade
> Wert auf eine so hohe Stabilität des Generators? Ich weiß, daß manche
> LW/MW-Sender geerdete Radiale in Form vieler ewig langer Stahlseile
> hatten. CB-Antennen hatten auch Radiale, aber nur 2 Meter lang oder so.
> Braucht man das für ein paar Watt Leistung auch schon, also extrem lange
> Radiale? Hast Du Schaltpläne für Deine Aufbauten oder könnten wir uns
> mal per eMail austauschen wenn Du öffentlich nicht möchtest? Könntest Du
> mir helfen eine Transistor-Endstufe mit "ein paar hundert Watt" zu
> bauen, die einfach nur einen Träger erzeugt oder Modulation wie Du
> möchtest? Meine, Amplitudenmodulation müsste ja immer möglich sein, oder
> irre ich mich da?

Nein, das Erdnetz ist nötig, weil der Strahlungswiderstand selbst von 
grossen Antennen bei 475 kHz nur wenige hundert Milliohm beträgt.
Die Bodenverluste betragen bei typischen Amateurinstallationen hingegen 
je nach Aufwand 10..50 Ohm.
Weil der Strahlungswiderstand in Serie mit den Verlustwiderständen ist, 
ist der Wirkungsgrad von Lang- und Mittelwellenantennen fast 
ausschliesslich durch Bodenverluste bestimmt. Durch das legen von 
Radials oder Netzen verringert man die Bodenverluste.

Schaltpläne gibt's hier:
http://www.472khz.org/pages/technical-topics/transmitters.php

Amplitudenmodulation geht mit Klasse-D nicht verzerrungsfrei.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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> Weil ich viel Respekt vor Dingen habe,
> die unmittelbar tödlich wirken können.
Das kann ein Küchenmesser oder eine Spaltaxt auch.

> Ich würde mich auch nicht freiwillig einer 15-kV-Fahrleitung nähern.
Ich auch nicht, und trotzdem liebe ich Elektroloks. Ich schiebe aber 
auch keine aufgeklappten Leitern über Bahnübergänge...

> Auf die dicke Senderöhre verzichten.
Jo, okay... fürs erste. Und dann? :)
Irgendwann will man es ja doch wissen!

> Problem ist halt nur: was macht man mit dem
> erfolgreich aufgebauten 5-W-Sender? [..]
Da hast Du Recht. Entweder taugt der hinterher als Steuersender für die 
nächste Endstufe oder man müsste sich an meiner Stelle halt jemanden 
suchen, der den mal messen kann und ggf. betreiben darf. Dann könnte man 
sehen was das Baby kann - oder eben auch nicht kann.

> Der Sender bestand aus einer einzigen "Bleistiftröhre"
Wie weit bist Du denn damit gekommen? Und wie lange ist das her? Ich 
vermute mal das war zu einer Zeit wo sich noch wesentlich mehr Leute mit 
dieser Technik befasst haben als heutzutage. Du hattest auch wesentlich 
mehr Glück mit Deinen Bastelfreunden. Mich hätten sie nur wieder 
angeblökt sieh zu, daß du auf deine 27MHz zurückkommst.

> Jeder 100-W-Standardsender braucht schon mal seine 20 A (bei 14 V).
Kann er bekommen, notfalls aus der Autobatterie.

>> Ich habe hier 110kV direkt hinter'm Haus.
> Die sind aber auch berührungssicher aufgebaut.
Nicht wirklich. Jeder Doof, der's wissen will, kann problemlos über den 
Zaun klettern. Gut, unter den Sammelschienen kann man langlaufen und das 
Gehäuse der Trafos dürfte auch geerdet sein, so daß man dieses gefahrlos 
anfassen könnte. Aber spätestens wenn man an den komischen braunen 
Säulen aus Keramik hochklettert, war's das. Ultimativ dumme Idee, aber 
niemand würde so jemanden aufhalten können. Dem geht dann ein Licht auf.

> Amplitudenmodulation geht mit Klasse-D nicht verzerrungsfrei.
Hm, auch nicht wenn man die Betriebsspannung der Endstufe moduliert? 
Frequenzmodulation würde wieder dazu führen, daß das Signal breiter wird 
und dann braucht man wieder diese hohe Sendeleistung um weit zu kommen 
nehme ich mal an. Also ginge wirklich nur 'ne Trägerwelle?

> BLF578XR Power Transistor
Danke für den Link. Sehr aufschlußreich, sehr interessant, aber auch 
sehr ernüchternd. Zusammen mit dem Transistor findet man gleich einige 
komplette Endstufen von 600..1400W, die nur unwesentlich teurer sind als 
der Transistor alleine und das Thema Selbstbau damit eigentlich im Keim 
plattmachen. Damit bliebe der Bau des Steuersenders, mehr nicht.

Autor: Nabu (Gast)
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Ben B. schrieb:
>> Amplitudenmodulation geht mit Klasse-D nicht verzerrungsfrei.
> Hm, auch nicht wenn man die Betriebsspannung der Endstufe moduliert?

So funktioniert AM nicht. Das würde das gesamte AF Spektrum und den 
Träger modulieren.

> Frequenzmodulation würde wieder dazu führen, daß das Signal breiter wird
> und dann braucht man wieder diese hohe Sendeleistung um weit zu kommen
> nehme ich mal an. Also ginge wirklich nur 'ne Trägerwelle?

Hohe Sendeleistung brauchst du so oder so, wenn du Sprache auf 
Mittelwelle über eine nützliche Distanz übertragen willst.
Für fast alle Szenarien gibt es deutlich einfacher zu bewerkstelligende 
Übertragungsmethoden. Ich habe knapp 20 Jahre lang erfolgreich 
Kurzwellenantennen gebaut. 630m (und 2200m) ist aber immer noch eine 
enorme Herausforderung und ich musste ein paar mal auf die Fresse 
fallen, bevor ich etwas halbwegs funktionierendes auf die Masten 
bekommen habe.

Autor: DAB- (Gast)
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Mein Link wird dir wohl doch nicht weiterhelfen, denn Dir geht es 
anscheinend nicht um das Wissen dahinter, sondern Du willst einfach nur 
mit 1KW etwas durch die Luft schicken.



Das hier gerne gemeckert wird, wenn man mit Fragen ankommt die 
Hochspannung oder andere gefährliche Dinge betrifft ist zwar nicht 
schön, aber an der Fragestellung kann man oft schon gut erkennen daß die 
keinen blassen Schimmer haben und somit "Lass das, das ist gefährlich" 
noch untertrieben ist.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:

>> Weil ich viel Respekt vor Dingen habe,
>> die unmittelbar tödlich wirken können.

> Das kann ein Küchenmesser oder eine Spaltaxt auch.

Nicht durch bloße Berührung: die notwendige Energie müsste man ihnen 
erst direkt mitgeben.

Einige kV mit dicker Energiereserve sind aber bereits die tödliche 
Energie. Bei der herumfliegenden Axt sieht man die Gefahr, bei der 
Hochspannung nicht.

Mit den 600 J meines Kondensator-Punktschweißgeräts tu ich mich auch 
nicht so schwer: da mach ich den Ring vom Finger vorher ab, die 20 V tun 
ansonsten nicht weh. Die Schweißstelle wird erst heiß, wenn ich auf den 
Taster trete.

>> Auf die dicke Senderöhre verzichten.

> Jo, okay... fürs erste. Und dann? :)
> Irgendwann will man es ja doch wissen!

Ich würde mich heutzutage lieber mit irgendwelchen FETs befassen – erst 
recht in diesem Frequenzbereich.

Bei Feld-, Wald- und Wiesen-FETs ist aber die Gatekapazität nicht 
unerheblich. Sie wegzukompensieren, braucht auch wieder Aufwand.

>> Der Sender bestand aus einer einzigen "Bleistiftröhre"

> Wie weit bist Du denn damit gekommen?

Ein QSO-Partner in Arnstadt, knapp 200 km. Mit ihm habe ich mich dann 
hinterher auch mal treffen können. Er hatte seine berufliche Karriere an 
der Wiege der Dresdner Halbleiterindustrie gemeinsam mit meinem späteren 
Professor begonnen.

Der zweite Partner im Süden Frankreichs, um die 600 km. Hat mich 
natürlich besonders gefreut.

> Und wie lange ist das her?

5 Jahre.

Den Aufbau findest du hier:

http://www.dl0hbs.de/qrp-mas14.php

(Nach meinem Rufzeichen suchen, explizite Links auf die einzelnen 
Abschnitte gibt es nicht.)

Wenn ich geahnt hätte, dass ich das jemals „produktiv“ nutzen würde, 
hätte ich es mechanisch viel stabiler gebaut. ;-) Das war damals ein 
ziemlich schneller Entschluss, den bereits vorhandenen Aufbau einfach 
mal auf diese Weise zu testen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Hennes (Gast)
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Hallo

soweit mir bekannt wurde noch niemand mit den Wissen über den Umgang mit 
hohen Spannungen- und Strömen geboren.
Und obwohl es so manchen nicht gefallen wird: Nicht alle haben sich 
dieses Wissen mit den "teutschen" Weg der offiziellen Ausbildung 
erworben.

Also Literaturhinweise, Anleitungen - soweit halt in einen Forum und 
schriftlich möglich- geben, einen praktisch sinnvollen und machbaren(!) 
Lernweg vorschlagen, eine Ausbildung mit z.B. 45Jahren fürs Hobby oder 
eine kleine Reparatur zu beginnen wäre das z.B. nicht, auch nicht alles 
abreißen und neu aufbauen sind auch keine sinnvollen Vorschläge...  und 
ähnliches wäre der richtige Weg.
Erkennst du (die Bedenkenträger allgemein) den Unterschied an der 
Herangehensweise?!
Ist natürlich aufwendiger und man kommt in die Gefahr der moralischen 
Verantwortung (hoffentlich nicht auch der juristischen - wenn das der 
Fall sein sollte läuft tatsächlich etwas extrem falsch in unseren 
Rechtssystem...) - aber zum Glück ist niemand gezwungen hier etwas zu 
schreiben...

Hennes

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hennes schrieb:
> Und obwohl es so manchen nicht gefallen wird: Nicht alle haben sich
> dieses Wissen mit den "teutschen" Weg der offiziellen Ausbildung
> erworben.

Habe ich irgendwo irgendwas darüber geschrieben?

Wir können dieses Thema einfach beenden. Ben ist sich der Gefahr 
bewusst, die dahinter verborgen ist. Sollte er jemals damit arbeiten, 
wird er sich wohl hinreichend zu schützen wissen.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Autor: DAB- (Gast)
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Jörg W. schrieb:
...
> Den Aufbau findest du hier:
>
> http://www.dl0hbs.de/qrp-mas14.php
>

Coole Seite, und Dein Projekt mach den interessantesten Eindruck.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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DAB- schrieb:

> Coole Seite, und Dein Projekt mach den interessantesten Eindruck.

Naja, es gibt auch bei den anderen Projekten viele hübsche Dinge. Die 
meisten werden sich einfach längerfristig auf das Event vorbereitet 
haben und daher auch ein bisschen mehr Sorgfalt in den Aufbau gesteckt 
haben. ;-)

Insgesamt finde ich diesen Wettbewerb nett. Im Jahr darauf hatte ich 
mich an einer Klasse-E-PA versucht, war damit aber nicht so erfolgreich. 
2014 hatte ich den Luxus, mitten in der (städtischen) Pampa einen Dipol 
voller Länge in den Dreck aufspannen zu können, der auch noch per NWA 
exakt auf Resonanz getrimmt worden ist. Damit ließen sich die 
bescheidenen 100 mW also wenigstens ordentlich abstrahlen. Inzwischen 
steht an dieser Stelle eine Betonwüste, Verzeihung, ein Neubaugebiet.

Autor: Norbert G. (schnobbi)
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Ben B. schrieb:
>
> Was mich an Funkamateuren "nervt" ist, übertrieben gesagt alles was man
> fragt wo mehr als 12V/1A gebraucht werden bekommt man nur Antworten wie
> "geht nicht", "darfst Du sowieso nicht" oder "Du bleibst nur an der
> Anode kleben"...

 Hi Ben,

wenn ich das Gejammere über die Ar...lö.. unter den Funkamateuren höre, 
dann vergeht mir persönlich schon die Lust darauf zu antworten.

Du hattest Pech und bist genau auf diese Miesepeter getroffen. Diese 
Miesepeter gibt in jedem Hobby. Gerade gestern durfte ich von 
Schützenvereinmiesepetern hören😄

Ich habe 1981-1983, zum Ende meiner CB-Funk-Zeit, nur freundliche und 
hilfsbereite Funkamateure getroffen und im Januar 1983 die A-Lizenz 
erworben.

Noch heute bin ich aktiv und freue mich riesig über Überreichweiten auf 
HF-UHF, speziell 10m-Band bis 2m-Band.

 73, Norbert

Autor: fritz (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Nein.
>
> Er kommt damit 10 … 20 km weit (Bodenwelle) oder 1000 … 2000 km
> (Raumwelle, je nach ionosphärischen Bedingungen). Es braucht auch keine
> 100 W, mit 10 W ändert sich da nicht so sehr viel.

Äh nein. Mit Hochantenne und 4W lag die Reichweite bei meiner CB-Station 
standardmäßig bei 60km. Mit 100W wären 150km relativ normal und 
realistisch über die Bodenwelle zu erreichen.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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fritz schrieb:
> Mit 100W wären 150km relativ normal und realistisch über die Bodenwelle
> zu erreichen.

Entspricht zumindest nicht dem, was ich von 10 m kenne – trotz 100 W. 
Viel mehr als quer durch die Stadt habe ich da noch nichts gehört.

Aber gut, Amateurfunk interessiert sich auf diesen Frequenzen 
üblicherweise nicht groß für die Bodenwelle, insofern haben die CBler da 
wahrscheinlich die besseren Erfahrungen damit. Im Amateurfunk findet man 
eigentlich erst dann aktive Stationen auf dem 10-m-Band, wenn es 
irgendeine Form von Raumwellenausbreitung gibt.

Autor: fritz (Gast)
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Nachtrag:

ich muss allerdings dazu sagen, dass ich damals auf dem Land wohnte und 
die Hochantenne freie Sicht nach allen Seiten hatte. Also das waren 
schon gute Verhältnisse. In der Stadt wären die von dir genannten 10km 
bis 20km vermutlich realistischer.

Autor: DAB- (Gast)
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Wenn die Bodenwelle nur geradeausguugt, und bei 27MHz krümmt die sich ja 
nicht ganz so und wenn ich dann mal sehe wie weit ich sehen kann:
Youtube-Video "Knorkator - Wie weit ist es bis zum Horizont (Pythagoras)"

Dann ist die angegebene Reichweite bei 100W wohl eher nur Theoretischer 
Natur.
Mit mehr Leistung ist nicht immer mehr zu erreichen, irgendwann is 
schluss.

Autor: Regler (Gast)
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Nabu schrieb:
> Durch das legen von
> Radials oder Netzen verringert man die Bodenverluste.

oder bereits verlegte Radials nutzen - z.B. aufgelassene Bahnstrecke, 
Eisenbrücke, versenktes Schiff?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Regler schrieb:
> oder bereits verlegte Radials nutzen

Sind meist nicht flächig genug.

Wenn das Schiff in Salzwasser versenkt ist, brauchst du es eigentlich 
kaum, denn da ist die Leitfähigkeit auch so schon ganz hübsch. ;-)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jörg W. schrieb:

>> oder bereits verlegte Radials nutzen
>
> Sind meist nicht flächig genug.
>
> Wenn das Schiff in Salzwasser versenkt ist, brauchst du es eigentlich
> kaum, denn da ist die Leitfähigkeit auch so schon ganz hübsch. ;-)

Ein Acker, der regelmässig mit Gülle versorgt wird,
wäre vielleicht auch geeignet. :-)

Autor: Kilo S. (kilo_s)
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Harald W. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>
> oder bereits verlegte Radials nutzen
>
> Sind meist nicht flächig genug.
> Wenn das Schiff in Salzwasser versenkt ist, brauchst du es eigentlich
> kaum, denn da ist die Leitfähigkeit auch so schon ganz hübsch. ;-)
>
> Ein Acker, der regelmässig mit Gülle versorgt wird,
> wäre vielleicht auch geeignet. :-)

^^ ich komm mit der K40 auf Ulm.

Regenrohr, ein Radial, hinterm haus gedüngter Acker....


Lüppt!

Autor: Nabu (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Ein Acker, der regelmässig mit Gülle versorgt wird,
> wäre vielleicht auch geeignet. :-)

Meine Radials liegen teilweise in einem Weinberg, in dem Jahrzehntelang 
Kupfersulfat gespritzt wurde.
Erst nachträglich habe ich gelesen, dass Kupfersulfat teilweise gezielt 
ausgebracht wird, um die Bodenleitfähigkeit zu verbessern. In den 
meisten Ländern dürfte das aber illegal sein.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Nabu schrieb:
> Auf 475 kHz (630m-Band) wird es deutlich schwieriger, die Leistung in
> den Äther zu bekommen. Da muss ich 10 W in die Antenne stecken, um 100
> mW abgestrahlt zu bekommen. Dafür komme ich mit den 100 mW auch über
> 1000 km weit.

Betreibst Du einen Störsender um die ZF der AM Radios zu blockieren?

Autor: Marek N. (bruderm)
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Aus der W. schrieb:
> Betreibst Du einen Störsender um die ZF der AM Radios zu blockieren?

Nein, er betreibt einen Sender im den Amateuren sekundär zugewiesenen 
630 m-Band: https://de.wikipedia.org/wiki/630-Meter-Band

Autor: Nabu (Gast)
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Aus der W. schrieb:
> Betreibst Du einen Störsender um die ZF der AM Radios zu blockieren?

Ich bin Inhaber einer Amateurfunkkonzession und das 630m-Band ist ein 
reguläres Amateurfunkband. Wenn überhaupt, störe ich damit PLC und DSL. 
Wobei das auf Gegenseitigkeit beruht.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Betreibst Du einen Störsender um die ZF der AM Radios zu blockieren?

Das würde kaum einer merken!

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Nabu schrieb:
> Ich bin Inhaber einer Amateurfunkkonzession und das 630m-Band ist ein
> reguläres Amateurfunkband.

Ich auch. Aber ich weiß, dass man nicht auf ZF-Frequenzen sendet
egal ob erlaubt oder unerlaubt.

Bin da ganz bei J.R.:
https://www.radiomuseum.org/forum/amateurfunk_im_zf_bereich_472_bis_479_khz.html
Lesenswert!

LG
old.

Autor: Nabu (Gast)
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Wenn jemand unbedingt einen 80 Jahre alten Empfänger betreiben will, 
dann wird er es wohl auch schaffen, einen Saugkreis am Antenneneingang 
zu platzieren.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Das sind die Momente, da muss ich mich als Amateurfunker wieder mal 
fremdschämen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Nabu schrieb:

> Wenn jemand unbedingt einen 80 Jahre alten Empfänger betreiben will,
> dann wird er es wohl auch schaffen, einen Saugkreis am Antenneneingang
> zu platzieren.

...oder den Empfänger auf eine neue Zwischenfrequenz innerhalb des
geschützten Bereichs zu trimmen.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Gähn
Die Sekte mal wieder...

Welcher handelsübliche Radioempfänger hat eine ZF im 630 m-Amateurband?
Üblich sind 455 kHz, ganz selten 465 kHz.
De Jure darf ein Gerät ohne CE/FTZ-Kennung gar nicht in Betrieb genommen 
werden von Nicht-Amateuren, da nicht garantiert ist, dass dieses Gerät 
nicht seinerseits Störungen erzeugt bei kritischen Funkdiensten 
(Seefunk!). De Facto sind evtl. Störungen hinzunehmen.

Wenn jemand noch einen alten Empfänger aus der Vorkriegszeit mit 472 kHz 
ZF erhalten hat, dann ist das zwar anerkennenswert, aber er darf sich 
nicht auf eine Störungsfreiheit oder gar Störungsbeseitigung seitens der 
BNetzA berufen, sofern überhaupt durch die leistungsschwachen und 
schmalbandigen Amateur-Aussendungen Störungen auftreten.

Stellt euch mal vor, Herr Rosch würde in den 70-ern (Hochzeit des RAF!) 
sich über Störungen seitens des Seefunks in seinem nicht angemeldeten, 
FTZ- und Posthörnchenlosen "Volksempfänger" (ja, ich weiß, kein Super) 
beschweren. Was glaubt ihr, wie schnell wäre das Gerät damals eingezogen 
worden samt nachgereichter Geldstrafe?

Nene, wer im Glashaus sitzt...

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Welcher handelsübliche Radioempfänger hat eine ZF im 630 m-Amateurband?

Du kennst Darius nicht? Er mag alte Radios und redet daher hier über 70 
Jahre alte Kisten. Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der 
Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage, aber man kann ja mal 
protestieren, falls es einer der Funkamateure wirklich mal schaffen 
sollte, mit seinen paar Milliwatt EIRP tatsächlich noch einen 
ZF-Durchschlag zu produzieren.

Kann man einfach ignorieren, das wird sowieso nicht passieren: 
einerseits wegen der wenigen noch intakten Empfänger auf dieser 
Frequenz, verbunden mit deren geringer Einschaltdauer (niemand wird 
diese alten Röhren noch 24x7 betreiben wollen, erstens wegen der 
Energiekosten, zweitens weil der Ersatz verschlissener Röhren zu teuer 
wird), und der nur geringen Anzahl an 630-m-Funkamateuren andererseits, 
die die Gegebenheiten haben, überhaupt eine halbwegs brauchbare Antenne 
für diese Frequenzen aufzubauen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Marek N. schrieb:

> "Volksempfänger" (ja, ich weiß, kein Super)

Bei einem Audion besteht immer die Gefahr, das er durch Fehlbedienung
zum Sender wird und zwar innerhalb des Rundfunkbereichs. Offiziell
sind wohl solche Emfänger nicht mehr zulässig.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Jörg W. schrieb:
> Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der
> Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage

Radio kaputt?

Alternative zum testen:
Höre mal ab etwa 22:00 MEZ damit rein:

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

Marek N. schrieb:
> ja, ich weiß, kein Super

Dann schreib doch nicht so einen Spam.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Aus der W. schrieb:
> Dann schreib doch nicht so einen Spam.

Du hast mit dem Spam angefangen. Hättest dich doch einfach auch aus dem 
Thread raushalten können. Hier so zu tun, als wäre die Freigabe des 
630-m-Bandes ein ernsthaftes Problem für ein paar historische 
Rundfunkempfänger, und deshalb diesen Thread zu kapern, ist doch 
komplett daneben.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Aus der W. schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> ja, ich weiß, kein Super
>
> Dann schreib doch nicht so einen Spam.

Ja, mein Gott, dann halt Philips A43UB oder den Blaupunkt 4LWH, um mal 
weiter aus dem RM zu zitieren.[1] Von diesen Typen habe weder ich, noch 
wahrscheinlich die meisten hier im Forum und die auf 630 m aktiven 
Funkamateure je gehört, geschweige sie denn mal in funktionsfähigem 
Zustand gesehen. Auch sollte der Bestand bei Radiosammlern eher gering 
sein.
Aber hey: Am besten sollte man gleich den marinen Notfunkverkehr auf 500 
kHz verbieten und jeden Schiffsfunker, der es wagt, einen Notruf 
abzusetzen, verklagen oder mindestens standesrechtlich erschießen, weil 
er ja einen Siemens 36WL stören könnte.
Dieses Szenario ist dermaßen konstruiert und hat nur eine homöopathische 
Eintrittswahrscheinlichkeit.

Ich sag mal so: Leben und leben lassen. -  Es sagt auch keiner was, wenn 
die Radiosammler ihre Minizünder betreiben als AM-Zuspieler.

On topic: Es ging um die Reichweite der Mittelwelle (500 bis 1600 kHz) 
bei den für AM-Rundfunk üblichen Sendeleistungen (einige kW bis etwa 100 
kW) und Bandbreiten (9 kHz). Dort beträgt tagsüber die Reichweite einige 
zehn bis etwa 150 km durch die Bodenwelle, die bei diesen niedrigen 
Frequenzen über den optischen Horizont hinweg gebeugt wird.
Nach Sonnenuntergang und Abbau der D-Schicht kommen einige 100 km bis 
über 1000 km durch die Raumwelle. Unter besonderen Bedingungen sind auch 
Transatlantik-Verbindungen möglich.

Funkamateure kompensieren fehlende Sendeleistung und schlechten 
Antennenwirkungsgrad durch Codierung zu Lasten der Echtzeit-Fähigkeit.


[1] 
https://www.radiomuseum.org/forum/zwischenfrequenz_ihre_auswahl_und_besonderheiten.html

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Marek N. schrieb:

> jeden Schiffsfunker, der es wagt, einen Notruf
> abzusetzen, verklagen oder mindestens standesrechtlich erschießen,

In maritimen Kreisen ist das Kielholen üblicher.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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> Mein Link wird dir wohl doch nicht weiterhelfen, denn Dir geht es
> anscheinend nicht um das Wissen dahinter, sondern Du willst einfach
> nur mit 1KW etwas durch die Luft schicken.
Auch wenn Du es sowieso nicht glaubst, will ich nicht und mich 
interessiert schon die Technik dahinter. Aber ich möchte auch keine 
Wissenschaft draus machen, daher interessieren mich überwiegend 
praktische Tips.

> Bei der herumfliegenden Axt sieht man die Gefahr,
> bei der Hochspannung nicht.
Ich sehe den Mikrowellentrafo bzw. irgendwas mit ganz vielen Windungen 
sekundärseitig und schon werde ich da definitiv nicht anfassen ohne mir 
ganz sicher zu sein, daß das Ding abgeschaltet und die Kondensatoren 
entladen (bzw. sogar kurzgeschlossen) sind.

> Der zweite Partner im Süden Frankreichs, um die 600 km.
Nicht schlecht.

> wenn ich das Gejammere über die Ar...lö.. unter den Funkamateuren höre,
Sorry, war nicht mein Hauptanliegen, über sie zu meckern. Aber es hat 
damals halt wirklich genervt. Meine ich kann ja verstehen wenn ich mit 
meiner allgemeinen Haltung zum Thema Leistung (mir war schon immer 
deutlich zuviel Bumms wesentlich lieber als ein bißchen zu wenig) auf 
gewissen Widerstand stoße und einige das als Unsinn abtun, aber trotzdem 
ist es schade wenn man sich dann gar nicht miteinander beschäftigt. Ein 
guter Kumpel hat das gleiche Problem mit Autos. Am liebsten 1000PS aus 
1,8L Hubraum und sich dann wundern, wenns nicht nur im Auspuff knallt. 
Dem helfe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten auch... obwohl ich die 
Karre hasse und solche Reparaturen völlig unnötig finde. Wenn er da Spaß 
dran hat, dann soll's halt so sein. Naja, schweres Thema. Irgendwo 
verstehe ich sie, aber größtenteils eben auch nicht.

Das ist genau so wie oben der allererste Kommentar. Geräte, die sich 
gerade mit Mühe und Not ins "Ziel" retten, sind nicht besonders 
interessant für mich. Klar ist's auch schön anzuschauen, was andere mit 
wenigen kleinen Bauteilen und kaum Leistung erreichen, also ich weiß das 
zu schätzen und respektiere das... aber das andere Extrem ist für mich 
wesentlich interessanter. Wieviel Leistung ist machbar, was kann man 
damit erreichen. Wenn man sich für Spielereien wie HF-Flammen etc. 
begeistern kann, hat man's mit 1kW deutlich einfacher als mit 5W (obwohl 
die bestimmt auch schon wehtun können, aber darum geht's nicht).

Hier mal ein gutes Beispiel:
Youtube-Video "*FINAL* large plasma flame HF VTTC GU5B (35-40cm!) - 11MHz"
Viel Spaß mit 5W...!

> Wenn überhaupt, störe ich damit PLC und DSL.
> Wobei das auf Gegenseitigkeit beruht.
LOL!! Das Problem haben die Mobilfunkanbieter mit schlecht abgeschirmten 
Kabelnetzen auch... wobei die Kabelnetze oft "gewinnen".

> http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/
Klasse Seite! Ist ja doch noch ganz schön was los "da unten"... und wie 
viele Datenfunkdienste da aktiv sind. Mal sehen was tagsüber davon 
übrigbleibt.

Nach meinen über 20 Jahre alten Erinnerungen an den CB-Funk waren mit 
den erlaubten 4W so 10..15km ziemlich problemlos drin. Mein Bekannter 
und die Runde damals hat den Funk oft aus Autos oder im Sommer aus dem 
Boot verwendet. Die Reichweite war weniger durch die Sendeleistung 
begrenzt, sondern eher dadurch, wie weit man hören konnte. Durch die 
Vielzahl an Nutzern damals, die Nähe zu Berlin (JO62TI) stand auf vielen 
Kanälen der Müll bis S3 oder sogar bis S5. Da ging natürlich nicht viel. 
Die Erweiterung auf 80 Kanäle kam eigentlich erst, als der CB-Funk schon 
im Sterben lag.

Die weiteste Entfernung, an die ich mich erinnern kann war bis nach 
Dresden. Natürlich keine hohe Signalstärke mehr, aber so, daß man sich 
verstehen konnte. Und nein, das waren keine 4 Watt, man möge mir diese 
Jugendsünden nach über 20 Jahren bitte verzeihen.

Autor: nachtmix (Gast)
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Nabu schrieb:
> Erst nachträglich habe ich gelesen, dass Kupfersulfat teilweise gezielt
> ausgebracht wird, um die Bodenleitfähigkeit zu verbessern. In den
> meisten Ländern dürfte das aber illegal sein.

...illegal, teuer und sinnlos.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ben B. schrieb:
> Wenn man sich für Spielereien wie HF-Flammen etc. begeistern kann, hat
> man's mit 1kW deutlich einfacher als mit 5W

Das mag gut sein.

Aber bei 1 kW ist eben auch die Abstrahlung schon nicht ohne, da bleibt 
man besser in einem ISM-Band, also 13,56 oder 27,12 MHz. Deine HF-Flamme 
ist ja letztlich eine klassische ISM-Anwendung. Leider gibt es kein 
ISM-Band im Mittelwellenbereich, zwischen 9 kHz (nur national) und 6,7 
MHz (international reguliert) klafft eine große Lücke.

Solche ISM-Sender„chen“ kann man vermutlich hin und wieder aus alten 
Plasmaanlagen ganz günstig bekommen. Wenn ich wirklich Leistung haben 
wöllte für derartige Spielereien, würde ich mich wohl eher in dem 
Bereich umsehen als die Mühen eines Eigenbaus. Bei einem Eigenbau 
wiederum macht es auch Spaß, erstmal mit kleineren Leistungen 
anzufangen. Der Frustfaktor, wenn man bei so einem Boliden am Ende nur 
Elektronikschrott produziert, wäre mir zu hoch.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Jörg meinte:

> Solche ISM-Sender„chen“ kann man vermutlich hin und wieder aus alten
> Plasmaanlagen ganz günstig bekommen. Wenn ich wirklich Leistung haben
> wöllte für derartige Spielereien, würde ich mich wohl eher in dem
> Bereich umsehen als die Mühen eines Eigenbaus.

@Ben,
Genauso ein Teil hat, wie die Kurzwelle
im medizinischen Bereich meist ne automatisch
abgestimmte Endstufe, die ist gerade zum Frickeln
ideal.

Dein Kumpel sollte sich dazu mal umsehen,
so ne Recherche ist ein guter Einstieg als
Privatdetektiv! ;-P


mfg

Autor: Kilo S. (kilo_s)
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Nabu schrieb:
> Ich bin Inhaber einer Amateurfunkkonzession und das 630m-Band ist ein
> reguläres Amateurfunkband. Wenn überhaupt, störe ich damit PLC und DSL.
> Wobei das auf Gegenseitigkeit beruht.

Absolut!

nachtmix schrieb:
> ...illegal, teuer und sinnlos.

^^ auch ja!


Wobei er verdammt noch eins einfach recht hat. Guter (Leitfähigkeit) 
boden kann da echt viel machen!

: Bearbeitet durch User
Autor: Kilo S. (kilo_s)
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Jörg W. schrieb:
> Du kennst Darius nicht? Er mag alte Radios und redet daher hier über 70
> Jahre alte Kisten. Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der
> Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage, aber man kann ja mal
> protestieren, falls es einer der Funkamateure wirklich mal schaffen
> sollte, mit seinen paar Milliwatt EIRP tatsächlich noch einen
> ZF-Durchschlag zu produzieren.

^^

Autor: Kilo S. (kilo_s)
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Jörg W. schrieb:
> Du kennst Darius nicht? Er mag alte Radios und redet daher hier über 70
> Jahre alte Kisten. Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der
> Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage, aber man kann ja mal
> protestieren, falls es einer der Funkamateure wirklich mal schaffen
> sollte, mit seinen paar Milliwatt EIRP tatsächlich noch einen
> ZF-Durchschlag zu produzieren.

^^

Jörg W. schrieb:
> und der nur geringen Anzahl an 630-m-Funkamateuren andererseits, die die
> Gegebenheiten haben, überhaupt eine halbwegs brauchbare Antenne für
> diese Frequenzen aufzubauen.

Absolut...

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Aus der W. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der
>> Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage
>
> Radio kaputt?
>
> Alternative zum testen:
> Höre mal ab etwa 22:00 MEZ damit rein:
>
> http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

Und? Mal reingehört auf MW?

Autor: Marek N. (bruderm)
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Marek N. schrieb:
> Stellt euch mal vor, Herr Rosch würde in den 70-ern (Hochzeit des RAF!)
> sich über Störungen seitens des Seefunks in seinem nicht angemeldeten,
> FTZ- und Posthörnchenlosen "Volksempfänger" (ja, ich weiß, kein Super)
> beschweren.

Gerade in meinem Archiv gefunden.

Die Deutsche Bundespost informiert:
Serienmaßig hergestellte Ton-und Fernseh-Rundfunkempfänger müssen zum Nachweis darüber, daß sie den Technischen Vorschriften entsprechen, mit einer FTZ-Prüfnummer gekennzeichnet sein**). Die FTZ-Prüfnummer sagt über die elektrische und mechanische Sicherheit und die Einhaltung der Strahlenschutzbestimmungen nichts aus.

**) Für ausnahmsweise noch nicht gekennzeichnete, Vor dem l.Juli
1979 errichtete und in Betrieb genommene Ton-Rundfunkempfäger wird die Kennzeichnung nicht verlangt.
-- Auszug aus einem Beiblatt eines portablen TV-Empfängers um Ende der 
80-er/Anfang der 90-er.

Also, man darf Geräte aus der vor-FTZ-Zeit besitzen und bestimmungsgemäß 
zum Runfdunk-Emfpang betreiben. Andere, nicht-öffentliche Funkdienste 
dürfen nicht empfangen, ausgewertet oder die Tatsache des Empfang 
dritten mitgeteilt werden. Das üblich halt.

Sorry, die OCR stolpert ein bisschen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
Datum:

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Kilo S. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Du kennst Darius nicht? Er mag alte Radios und redet daher hier über 70
>> Jahre alte Kisten.

Ja, da gibt's noch viele Liebhaber, auch mich. Und ich höre ständig mit 
solchen Geräten- Stichwort infiormationsvielfalt.

>> Mit denen kann man zwar aufgrund der Verwaisung der
>> Mittelwelle nicht mehr viel empfangen heutzutage,

Wenn ich so ein Gerät nach Einbruch der Dunkelheit einschalte, sind die 
Skalen voll mit Sendern, keine deutschen Sender, aber sonst hört man 
fast den ganzen Planeten. Und oft in sehr guter Qualität, weil sich 
viele Länder nicht mehr an alte Bandbreiten- Beschränkungen halten.

>> aber man kann ja mal
>> protestieren, falls es einer der Funkamateure wirklich mal schaffen
>> sollte, mit seinen paar Milliwatt EIRP tatsächlich noch einen
>> ZF-Durchschlag zu produzieren.

Umgekehrt sind die Funkamateure sicher sofort dabei, wenn sie einen 
Störer ausmachen können. Warum also nicht meckern, wenn einer die ZF 
vollmüllt.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Edi M. schrieb:

> Ja, da gibt's noch viele Liebhaber, auch mich. Und ich höre ständig mit
> solchen Geräten- Stichwort infiormationsvielfalt.

Vorm zweiten Weltkrieg gabs wohl nur sehr wenige Superhet-Empfänger,
die damals auch ziemlich. teuer waren. Nach dem zweiten Weltkrieg
dagegen gabs m.W. fast keine "Nicht-Super" mehr, und man hat sich
schnell auf den Schutzbereich 455...468kHz geeinigt. Für den oben
benannten Bereich ab 470kHz dürfte es heutzutage so gut wie keine
Empfänger mehr geben; einfach deshalb, weil davon nur sehr wenige
gebaut wurden. Für solche "Exoten" Schutzbereiche einzuführen,
macht irgendwie keinen Sinn. Das wäre genauso, als wolle man Och-
sengespannen erlauben, die Autobahn zu benutzen.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Meines Wissens war der Grundig Heinzelmann der einzige kommerzielle 
Nachkriegsempfänger als Nicht-Super, also Audion, basierend auf dem 
DKE38.
Wobei, eigentlich war es auch nur ein Bausatz, weil die Röhre musste man 
extra kaufen.

Autor: nachtmix (Gast)
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Edi M. schrieb:
> Umgekehrt sind die Funkamateure sicher sofort dabei, wenn sie einen
> Störer ausmachen können.

Das war einmal.
Heute jammern sie nur herum, wenn jemand ihr Relais blockiert: 
Beitrag "Idioten am Werk - Spandau-Relay "überfahren""

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Harald W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>
>> Ja, da gibt's noch viele Liebhaber, auch mich. Und ich höre ständig mit
>> solchen Geräten- Stichwort infiormationsvielfalt.
>
> Vorm zweiten Weltkrieg gabs wohl nur sehr wenige Superhet-Empfänger,
> die damals auch ziemlich. teuer waren. Nach dem zweiten Weltkrieg
> dagegen gabs m.W. fast keine "Nicht-Super" mehr, und man hat sich
> schnell auf den Schutzbereich 455...468kHz geeinigt. Für den oben
> benannten Bereich ab 470kHz dürfte es heutzutage so gut wie keine
> Empfänger mehr geben; einfach deshalb, weil davon nur sehr wenige
> gebaut wurden. Für solche "Exoten" Schutzbereiche einzuführen,
> macht irgendwie keinen Sinn. Das wäre genauso, als wolle man Och-
> sengespannen erlauben, die Autobahn zu benutzen.

Wie ist das eigentlich... dürfte der Benz- Motorwagen eigentlich auf 
öffentlichen Straßen fahren ? Die Technik ist ja vorsintflutlich- aber 
immerhin ist es das erste Auto überhaupt...

Tja, imaginäres "Recht" ggü. "Exoten" maßen sich die zahllosen 
Hersteller von Schaltnetzteilen an, die in Millionenstärke die alten 
Wellenbereiche mit Störausstrahlungen vollmüllen, und das in 
Bandbreiten, die kaum ein selbstgebauter Sender eines Bastlers 
zustandebringt !

Mit solchen "Rechten" werden auch SIE täglich von Firmen und Behörden 
betrogen, zur Kasse gebeten, usw.

Übrigens gab es vor dem zweiten Weltkrieg jede Menge Superhetempfänger.
Und nach WKII gab es auch noch jede Menge Audion- Radios.

Ich denke aber auch, daß die Anzahl von Störungen auf sehr alten ZF- 
Frequenzen extrem gering ist, da dies einen eingeschalteten Empfänger 
mit dieser Frequenz, sowie einen FA in einigermaßener Nähe oder mit 
relevanter HF- Leistung voraussetzt.

Die Diskussion darüber ist müßig.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Mal sehen, wann die ZF-Funker die 10,7MHz entdecken …
[Ironie] Ist ja alles frei da und die Leute hören DAB+.
bruderm geht 10KHz höher um niemanden zu stören.
Amateurfunk heute.[/Ironie]

: Bearbeitet durch User
Autor: Marek N. (bruderm)
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Aus der W. schrieb:
> Mal sehen, wann die ZF-Funker die 10,7MHz entdecken …

Die Ausbreitungsbedingungen werden sich nicht so sehr von denen auf 10,1 
bis 10,150 MHz unterscheiden.

Besser eine generelle Freigabe des 6 und 4-m Bandes.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Marek N. schrieb:

>> Mal sehen, wann die ZF-Funker die 10,7MHz entdecken …
>
> Die Ausbreitungsbedingungen werden sich nicht so sehr von denen auf 10,1
> bis 10,150 MHz unterscheiden.

So oder so, für den "Super" sind die besten Jahre vorbei. Auch für
UKW werden zunehmend andere Empfangskonzepte benutzt. Wie ist das
denn bei den KW-Amateuren? Ist da der Klassische "Doppelsuper"
immer noch Stand der Technik?

Autor: Marek N. (bruderm)
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Der Mitt-70er Drake R4C, den ich vor kurzem an einen Sammler verkauft 
hab, war schon "Dreifachsuper".

Mittlerweile ist SDR etabliert - für die, die wollen.

Autor: Ham (Gast)
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Hallo

so ganz langsam haben auch im Afu (KW und UKW) die großen Hersteller 
erkannt das es so etwas wie SDR gibt.
Aber gerade bei der Einsteigerklasse gibt es noch sehr viel was als 
Doppel- oder Mehrfachsuper funktioniert, was aber auch daran liegt das 
viele der Tranceiver schon sehr (viel zu) lange unverändert auf dem 
Markt sind.
Bezeichnend ist aber das lange nachdem sich SDR Konzepte überall anders, 
also auch im Profiumfeld , durchgesetzt hatten im Afu (und bei den 
wenigen reinen Kurzwellenhörern und Nutzern entsprechender Empfänger) es 
nur wenige Kleinsthersteller für SDR Konzepte gab bzw. Selbstbau und 
erzwungener (Stand Alone Emfänger ist viel zu Aufwendig für den 
"normalen" Funkamateur) Nutzung von Computer und vorgekauter Software 
notwendig waren.
Ob es an den Herstellern, den leider recht kleinen Markt, oder an der 
Einstellung der Masse der Funkamateure und Kurzwellenhörern lag ist ein 
ganz andere Frage.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ham schrieb:

> Aber gerade bei der Einsteigerklasse gibt es noch sehr viel was als
> Doppel- oder Mehrfachsuper funktioniert, was aber auch daran liegt das
> viele der Tranceiver schon sehr (viel zu) lange unverändert auf dem
> Markt sind.

Ja, don´t change a running system.

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