Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Old-Papa hebt ab - noch ein Punkter


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von Old P. (Gast)


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Hallo Leute,

in meinem anderen Thread hatte ich ja am Ende ein kleines Gerät gezeigt, 
hier nun ein ausführlicher Thread dazu. Der wird allerdings nicht ganz 
so lang, teilweise habe ich an diesem Gerät ja parallel zum größeren 
gearbeitet.

Warum nun noch so ein Prömpel?
Ich habe ja noch einen (viele Jahre alten) Kondensatorpunkter um 
Akkupacks zu fertigen, bei dem werden irgendwann wohl die Elkos aufgeben 
(noch tut er wie am ersten Tag).
Also stand die Frage, Trafobasiert oder was Anderes? Ok, trafobasiert 
könnte ich machen, habe ja alles da. Doch in den Weiten des Netzes 
kullerte mir dann eine Steuerung von "Malectrics" über den Bildschirm. 
Nicht ganz billig, doch das Ding hat was...
Ich habe meine Akkubestände durchforstet, da finden sich zunächst ein 
älterer Autoakku (noch gut 65Ah), ein paar Dutzend NiMH-Stangen (je 
16V/10Ah aus Hybridfahrzeugen) und unzählige Lipo-Tüten aus diversen 
Versuchen.
Also habe ich das Teil gekauft, aber nicht als Set. Man könnte das noch 
als "Spontankauf" durchgehen lassen ;-)
Um das Dingens geht es:
https://malectrics.eu/

Zunächst habe ich mit dem Autoakku experimentiert, das geht ab wie ein 
Zäpchen! Doch der ist auch groß und schwer, also 2 Stangen meiner 
MiMH-Dinger parallel getestet, geht zwar, doch nach ein paar Punkten 
schwächelt der schon. Also habe mir einen "Monsterakku" aus den 
vorhandenen LiPo-Tüten gebastelt. Die genauen Daten der Zellen kannte 
ich nicht, doch der Breite der Anschlussfahnen nach zu urteilen, müssen 
die ordentlich Strom können. Zusätzlich habe ich noch je eine 
5000mAh-Zelle parallel geschaltet, so sollte dieser 3S3P doch ordentlich 
Power haben. Ein testweise aufgelegter 2,5mm Nagel tropfte sofort ab!
Ok, dann nach dessen Abmessungen die Gerätegröße geplant und das 
gekaufte Modul nebst Schweißanschlüssen usw. auf ein Stück Acryl 
gespaxt.
Ein paar Drehteile wurden gefertigt und an den Akku mörerdicke Verbinder 
und Zuleitungen gelötet. Dann wieder ein Test und totale Ernüchterung: 
wieder gehen nur ein paar Punkte, danach geht wieder kaum was. Ich 
vermute, der Innenwiderstand steigt zu schnell an.

Für weitere Versuche habe ich zunächst die beiden Poweranschlüsse (also 
zum Akku) neu gefertigt und mit 8qmm hochflexiblem Silikonkabel 
gecrimpt. Die beiden ursprünglichen Kabelschuhe und die daraus 
resultierende Abwinklung der zuleitungen waren nicht optimal.

Wat nu? Kollege Malectrics empfiehlt einen Akku von "Hobby-King" 
(11,2V/5000mAh, 65C/130C). Um jetzt nicht noch mit irgendwelchen Amazon- 
oder Ebay-Fälschungen herumzueiern habe ich dort gekauft.

Irgendwann war das Ding da, kurzer Test: Bombastisch!
Doch noch habe ich ja am größeren Punkter gewerkelt, also das Ding 
weggelegt.

Also dieser einsatzfähig war, habe ich als erstes damit das Gehäuse für 
den kleinen gepunktet, das ging wie geschnitten Brot!

Bis zu diesem Stand war ich dann gestern.

Old-Papa

von Old P. (Gast)



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Hallo Leute,

heute also ein Doppelpost....

Ich habe das Dingens heute komplettiert und natürlich getestet.

Zunächst das Gehäuse gebohrt, verputzt, entgratet usw. dann noch einen 
Griff bzw. Aufstellbügel gehäkelt, hierbei auch gleich meine beiden 
letzten Edelstahlscheiben verbrannt (viel zu lange Schweißzeit), ok, 
dann tun es verzinkte auch, kommt Farbe drauf....

Danach das Gehäuse gespachtelt, grundiert und Farbe! Wieder, wie einige 
andere technische Dinge mit RAL6011 und RAL2008.

Die Endmontage war nur noch eine Fingeübung, nach dem Kaffee war das 
Ding fertig ;-)
Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel 
(nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!

Hier noch ein paar Fotos, die sagen ja immer mehr als Worte.

Auf der Frontplatte rechts die beiden Elektrodenbuchsen (8mm aus 
Modellbau), darüber ein Anschluss für einen optionalen Fußtaster, links 
dann eine Ladebuchse nebst Balanceranschluss. An die Ladebuchse kann ich 
auch einen 12V-Lötkolben anschließen, wenns Not tut...
Mit dem Powerschalter wird nur der Arduino abgeschaltet, die FETs 
sperren den Rest.

Zuletzt noch zwei Fotos meines selbst gebastelten Monsterakkus. Sieht 
bombastisch aus, macht gut 12.000mAh, doch der Ri ist schnell zu hoch.


Old-Papa

von Old P. (Gast)


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Oups, beinahe vergessen:

Hier noch eine Übersicht über mein "Punkter-Rudel" ;-)

Links der alte Kondensatorpunkter mit seinen Elektroden, daneben der 
neue größere, davor der kleine und ganz rechts mein Mörderteil (das 
gerade ne Macke hat)

Der Trent geht Eindeutig zum Viert-Punkter ;-)))

Wobei ich wahrscheinlich nur noch die beiden Grünen nutzen werde, die 
beiden anderen gehen dann mal auf den Markt.

Old-papa

von Energieverheizer (Gast)


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Old P. schrieb:
> Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel
> (nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!

Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die 
Zellen drückst..

von Old P. (Gast)


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Energieverheizer schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel
>> (nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!
>
> Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die
> Zellen drückst..

Das kann sein, die nackten Dellen sind an den Stellen, wo es ums 
Verrecken nicht schweißen wollte. Es wird nur warm geworden sein, daher 
die Dellen. Dort wo geschweißt wurde sind auch leichte Dellen, doch das 
sieht schlimmer aus als es ist.
Die beiden kleinen sind mit nur 5mS gepunktet, sitzen bombenfest!

Mit meinem Kondensatorpunkter musste ich immer ordentlich anpressen, 
sonst hats Löcher gebrannt! Doch dieser arbeitete ja mit (am Startpunkt) 
über 30V, da funkt das schneller als bei 11V.

Old-Papa

von Frickel F. (frickelfritze)


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Moin

Ah, 18650 ist der "Versuchskarnickel" für den kleinen Punkter. Hat er 
Pech gehabt würde ich mal sagen, muss er durch. :D

Sehr sehr schöne Geräte! Hut ab!

Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo 
oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen, 
sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo 
im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam" 
an.

Kann man das sehen, macht das einen unterschied?

Gruß

von Na klar (Gast)


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Nicht schlecht, Alter.


Trotzdem sind die Kabel zu Dünn!

Schau mal nach welcher Querschnitt im Akku benutzt wird!

von MaWin (Gast)


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Old P. schrieb:
> in meinem anderen Thread hatte ich ja am Ende ein kleines Gerät gezeigt,
> hier nun ein ausführlicher Thread dazu

Hallo Old Papa,

tolle Arbeit! Du hast meinen Respekt! Ich werde daher diesmal keinen 
Schwachsinn schreiben.

Halte uns auf dem Laufenden :)

von Old P. (Gast)


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Frickel F. schrieb:

> Ah, 18650 ist der "Versuchskarnickel" für den kleinen Punkter. Hat er
> Pech gehabt würde ich mal sagen, muss er durch. :D
>
> Sehr sehr schöne Geräte! Hut ab!

Danke!

> Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo
> oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen,
> sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo
> im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam"
> an.

Irrtum (dem ich auch mal aufsaß), der Trafo wird etwa im 
Spannungsmaximum geschaltet, weil Strom und Spannung am Trafo 
phasenverschoben sind (so habe ich das verstanden)

> Kann man das sehen, macht das einen unterschied?

Nö, zumindest in der (Amateur)Praxis macht es keinen Unterschied.
Bei einem kondensator- und bei einem akkubasiertem Punkter steigt der 
Strom schlagartig an, nur begrenzt vom Innenwiderstand (Stromquelle + 
FETs + Leitungen + Schweißpunkt) und vor allem der Induktivität der 
Zuleitungen. Daraus resultiert auch, das man bei diesen eher lustige 
Brandlöcher produziert, als bei einem vergleichsweise gemütlichen 
trafobasierten Punkter. Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den 
Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer 
Bohrmaschine... ;-)

------------------------

Na klar schrieb:
> Nicht schlecht, Alter.

Danke!

> Trotzdem sind die Kabel zu Dünn!
>
> Schau mal nach welcher Querschnitt im Akku benutzt wird!

Vertehe nur Bahnhof....
Am Akku 6qmm (original vom Hersteller), meine Zuleitungen zum gelben 
Stecker 8qmm, die Zuleitungen zu den Elektroden 10qmm. Brauchst Du neue 
Brille?
Die 10qmm sind knapp, darum nur die kurzen Strippen. Neue Kabel mit 
25qmm liegen schon hier (leider ziemlich steif). Je kürzer, desto dünner 
können die sein.

--------------------------

MaWin schrieb:
>
> Hallo Old Papa,
>
> tolle Arbeit! Du hast meinen Respekt!

Danke!

> Ich werde daher diesmal keinen Schwachsinn schreiben.

Löblich! ;-)

> Halte uns auf dem Laufenden :)

Wenns was Neues gibt, immer.

Old-Papa

von Gerd E. (robberknight)


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Schönes Gerät!

Die Schweißpunkte am Gehäuse von diesem, mit welchem Punkter hast Du die 
gemacht?

Könnte man solche auch mit diesem kleinen Punkter machen? Oder ist der 
zu schwach dafür oder fehlt es am Anpressdruck?

Beitrag #5980346 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Old P. (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> Schönes Gerät!
>
> Die Schweißpunkte am Gehäuse von diesem, mit welchem Punkter hast Du die
> gemacht?

Mit dem größeren grünen, den hatte ich hier im anderen Thread gerade 
vorgestellt.
Beitrag "Nach dem Trafo, nun die Punktschweißmaschine"

> Könnte man solche auch mit diesem kleinen Punkter machen? Oder ist der
> zu schwach dafür oder fehlt es am Anpressdruck?

Nein, der leifert zu wenig Energie, die Schweißspitzen wären auch zu 
klein. Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die 
Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.

-------------------------

Energieverheizer schrieb:
>
> Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die
> Zellen drückst..

Ich noch mal...
Da ich beim Versuchskarnickel seitlich gedrückt hatte, entstanden dort 
eher Dellen, da diese Akkutöpfe an den Seiten deutlich dünner sind.
Diese werden als Fließpressung hergestellt, da ist der Boden meistens 
(immer?) etwas dicker.

Schau mal hier unter "Napfen"
https://www.schneider-umformen.de/technologie-verfahren.html

Old-Papa

Beitrag #5980418 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980669 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980680 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980686 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980690 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980692 wurde von einem Moderator gelöscht.
von HildeK (Gast)


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Old P. schrieb:
> Hier noch eine Übersicht über mein "Punkter-Rudel" ;-)

Tolles Stillleben, im Garten, mit Tischdecke ... :-)
Du hast auch meinen Respekt!

von Old P. (Gast)


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Hallo ihr MaWine,
ob nun echt oder gefaket, geht doch ins Freie spielen! ;-)
Dat Wetter ist doch so schön.

Old-Papa

von Old P. (Gast)



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Heute noch ein paar Versuche....

Zunächst am Versuchskarnickel mit 20mS, das brennt gut ein, auch bei 
mäßigem Andruck. Dabei sollen laut Eigenmessung des Moduls über 900A 
fließen.
Real hatte ich mit meinem Extech immer etwa 10% weniger gemessen.

Dann als absolute Härte ein paar Reste der Mikrowellenhaube (ca. 0,4mm 
Blech)

Im Doppelpunkt von vorne (also wie beim Akkupunkten) haftet das nur, 
obwohl schon auf 100mS gestellt. Ein zweiter Versuch mit 175mS ist nur 
geringfügig besser.
Wenn man dagegen mit 175mS im Gegenpunkten arbeitet (also wie eine 
Punktschweißzange), dann wird durchaus eine machbare Festigkeit 
erreicht. Problem: händisch setzt man die Elektroden vorne/hinten nicht 
exakt übereinander. Wenn, dann sollte das durchaus halten.

In den Bildern einmal die Vorderansicht und einmal die Mittenansicht.

MaWin schrieb im Beitrag #5980686:
> Old-Papa, wie wäre es, wenn du das Punktschweissen von Akkus als Service
> anbietest?

Eher nicht. Wenn allerdings irgendwer mit seiner Kiste Akkuzellen und 
einer Kiste Bier hier aufschlägt, dann geht was ;-)

Old-Papa

von Joachim B. (jar)


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Old P. schrieb:
> Problem: händisch setzt man die Elektroden vorne/hinten nicht
> exakt übereinander

und ich denke da hilft eine 1mm Bohrung, das sollte doch gehen?

von Old P. (Gast)


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Joachim B. schrieb:
>
> und ich denke da hilft eine 1mm Bohrung, das sollte doch gehen?

Dann wohl eher 0,1mm ;-) Die Elektroden sind ja nur einen Millimeter an 
der Spitze.

Besser wäre eine einfache Zangenkonstuktion aus Holz.

Old-Papa

von Bernd (Gast)


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Old P. schrieb:
> Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den
> Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer
> Bohrmaschine... ;-)
Wird auch gemacht. Nennt sich Reibschweißen bzw. Rührreibschweißen:

https://www.hzg.de/institutes_platforms/materials_research/materials_mechanics/solid_state_joining_processes/profile/index.php.de
https://www.youtube.com/watch?v=Ms5ECUoZgAo
https://de.wikipedia.org/wiki/Reibschwei%C3%9Fen

Wird vielleicht eines Deiner nächsten Projekte ;-)

von Old P. (Gast)


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Bernd schrieb:
>
> Wird vielleicht eines Deiner nächsten Projekte ;-)

Nö, da bin ich schon durch, darum schrieb ich ja Bohrmaschine.
Zwar unfreiwillig, doch "erfolgreich"

Old-Papa

von Joachim B. (jar)


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Old P. schrieb:
> Dann wohl eher 0,1mm ;-) Die Elektroden sind ja nur einen Millimeter an
> der Spitze.

schriebst du nicht:

Old P. schrieb:
> Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die
> Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.

???

aber OK, kannst auch 0,5mm oder kleinere Bohrung wählen, bei 
"linsenförmig" stört das 1mm Loch doch nicht.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5981506 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Old P. (Gast)


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Joachim B. schrieb:
>
> schriebst du nicht:
>
> Old P. schrieb:
>> Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die
>> Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.
>
> aber OK, kannst auch 0,5mm oder kleinere Bohrung wählen, bei
> "linsenförmig" stört das 1mm Loch doch nicht.

Ja, aber je dicker das Blech und damit auch breiterer Elektrode, desto 
höher muss auch der Strom sein. Für 2x1mm Blech braucht man gut 
1500-3000A (weil etwa 2-3mm Elektrodenfläche), diese liefert das kleine 
Ding niemals.

Bei 2x0,4mm könnte mit 1mm Elektrodenfläche im "Gegenpunkten" was gehen.

Die Elektrodenfläche ist wichtig, da diese den möglichen Wärmeeintrag 
(also Strom) bestimmt. Linsenform ist ideal, da sich dann in der Mitte 
der beiden Bleche ein etwa linsenförmiger Hotspot bildet. Leider 
erreicht man dieses Ideal nur selten und auch nicht lange, da sich die 
Elektroden abnutzen.
Schweißzeit, Strom und Elektrodenfläche (Elektrodenform) sind stark 
abhängig von der Materialstärke und dessen Zusammensetzung. Da muss man 
immer an Probestücken experimentieren, das klappt selten auf Anhieb (vor 
allem bei Edelstahl)

Old-Papa

von Bernd F. (metallfunk)


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Hallo Old-Papa,
vor ca. 30 Jahren hatte ich für eine Firma aus unserer Gegend
mal Kupferscheiben für Rollenschweißmaschinen kaltferfestigt.

Das ging eigentlich ganz einfach: Der Kupferzuschnitt ca. 60 mm
Durchmesser und ca. 35mm dick wurde von uns unter dem Luft-
schmiedehammer auf etwas mehr als 80 mm geprügelt.
Natürlich kalt.

Diese Scheiben hatten dann doppelte Standzeit,
und ließen sich auch deutlich besser drehen und Bohren.

Prinzipiell müssten sich auch Stabelektroden verfestigen lassen.

Grüße Bernd
(Grobschlosser).

von Reinhard S. (rezz)


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Ich weiß nicht, was es ist und wofür man es so braucht, aber es sieht 
sieht ziemlich gut und professionell gemacht aus. :)

von Old P. (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Ich weiß nicht, was es ist und wofür man es so braucht, aber es sieht
> sieht ziemlich gut und professionell gemacht aus. :)

Schau mal hier: https://youtu.be/X6YJMAmK7wE
Und tausende weitere Videos... ;-)

Old-Papa

von MG (Gast)


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Hallo Old Papa,
ich missbrauche mal diesen Faden, um auf den Deinigen im Markt 
zurückzukommen (Gummi für ein offensichtlich kleinwüchsiges Zebra):
ebay -> 182958931245 das unterste in der Liste.

Es könnte sein, daß die dünnen Leiterbahnen auf dem Displayglas 
kaputtgehen (durch Luftsauerstoff?), zumindest konnte ich bisher 
Displays nur kaputter machen (habe aber auch noch nie neue Zebragummis 
gekauft). Ob die Investition lohnt, weiss ich also nicht.

von Old P. (Gast)


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Hallo MG, ich habe im Markt geantwortet.

Zurück zum Thema:
Ich hatte Marc angeschrieben (den Autor des Moduls), u. a. weil ich 
wissen wollten ob eine Zwangskühlung durch einen Lüfter nötig ist, bei 
seinen Komplettsets ist ja einer dabei.
Er schreibt, dass bis zu 200 Pulse mit etwa 12mS an Autobatterie bei 
etwa 600A ohne Kühlung bei 60 Grad C noch machbar sind.
Mein Gerät ist ja nicht für Dauerbetrieb oder gar Gewerbe vorgesehen, 
also reicht das auch ohne Kühlung. Ein 60mm Lüfter würde hinten noch 
locker passen, doch der würde mich nerven....

Ich werde "die Tage" (also irgendwann) noch ein Doppelpunkterhandstück 
basteln, bis dahin mach ich hier auch erstmal Schluss.

Old-Papa

von Frickel F. (frickelfritze)


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Old P. schrieb:
> Frickel F. schrieb:
>
>> Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo
>> oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen,
>> sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo
>> im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam"
>> an.
>
> Irrtum (dem ich auch mal aufsaß), der Trafo wird etwa im
> Spannungsmaximum geschaltet, weil Strom und Spannung am Trafo
> phasenverschoben sind (so habe ich das verstanden)
>
>> Kann man das sehen, macht das einen unterschied?
>
> Nö, zumindest in der (Amateur)Praxis macht es keinen Unterschied.
> Bei einem kondensator- und bei einem akkubasiertem Punkter steigt der
> Strom schlagartig an, nur begrenzt vom Innenwiderstand (Stromquelle +
> FETs + Leitungen + Schweißpunkt) und vor allem der Induktivität der
> Zuleitungen. Daraus resultiert auch, das man bei diesen eher lustige
> Brandlöcher produziert, als bei einem vergleichsweise gemütlichen
> trafobasierten Punkter. Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den
> Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer
> Bohrmaschine... ;-)
>

Ah, Ok, ich dachte das dass eine oder andere Nachteile hätte, gut zu 
wissen.

Danke!

von Hans K. (Firma: privat) (sepp222) Flattr this


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Habe mal Wolframelektroden für ein Punktschweißgerät mit Thyratrons 
geschliffen
Hatten eine ovale Ausführung 2x1mm in der Serienfertigung von Cu 
Kollektoren.
Die Cu Lamellen wurde mit dem Cu Lackdraht verschweißt.
                                             Gruß Hans

von Toxic (Gast)


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Ja ich weiss: Thread ist mehr als 6 Monate alt.....

Mein Posting ist hauptsaechlich an "Old Opa" gerichtet.

Bin gerade dabei meinen eigenen Spotwelder fertig zu stellen.
Die Gesamtkosten sollen dabei unter 25€ liegen - Platinen nicht 
mitgerechnet,da ich diese so gestaltete,dass sie auch fuer andere 
Projekte eingesetzt werden koennen.
Ich selbst benoetige den Spotwelder nicht und werde ihn deshalb 
verschenken,sollte er seine Funktion erfuellen.
OK - genug geschwafelt.Bin auf der Suche nach billigen Elektroden und 
kam auf die Idee vielleicht simple Loetspitzen zu verwenden,so wie die 
hier:

Ebay-Artikel Nr. 232574283921

Das mag jetzt vielleicht lachhaft klingen da diese Loetspitzen 
moeglicherweise "mitverschweisst" werden oder spaetestens nach dem 5. 
Einsatz ihr Leben ausgehaucht haben.Nur - ich weiss es halt nicht(bin 
kein Metallurgie-Spezialist) und vielleicht hat "Old Opa" oder der eine 
oder andere User einschlaegige Erfahrungen mit selbstgebastelten 
Elektroden.
Ideen sind willkommen....

von Deneriel (Gast)


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Ich habe mir Spitzen aus (rumliegenden) MAG Stromdüsen geschliffen. Die 
haben einseitig schon ein Gewinde dran; nur in der Mitte halt ein Loch. 
Also exzentrisch anspitzen.
Eingesetzt in ein Stück Rundmessing als Griff.
Andere nehmen einfach nen Stück 10qmm.

Erfahrung: Als Griff tuts das Messing, für die Spitze selbst eignet es 
sich nicht weil es dann mit verschweißt.

von Toxic (Gast)


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Deneriel schrieb:
> Ich habe mir Spitzen aus (rumliegenden) MAG Stromdüsen geschliffen. Die
> haben einseitig schon ein Gewinde dran; nur in der Mitte halt ein Loch.

Also sowas?
https://www.hausundwerkstatt24.de/Stromduesen-Kontaktroehrchen-M6-08-mm-5-Stueck
Bin kein Schweisstechniker insofern ist mir solches Zubehoer unbekannt.

Du hast solche Duesen also zum Punktschweissen benutzt und bist 
zufrieden damit?

von P. W. (deneriel)


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Ja, mit sowas.
Mit der Feile zugerichtet dass ich eine abgerundete Spitze neben der 
Bohrung habe und dann halt in ein Griffstück eingeschraubt.

Wenn du das erst bestellen musst (womöglich mit Versand) dürfte ein Rest 
10qmm Ader massiv vom Elektriker aber einfacher sein und den Zweck genau 
so erfüllen. Sowas fliegt da als Verschnitt beim Verteilung anschließen 
in den Kupferreste-Eimer.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So Leute,
das Projekt ist zwar schon länger her, doch die Tage habe ich das mal 
extrem benutzt, also hier eine Wasserstandsmeldung.

Aufgabenstellung: Ein paar Meter Vogelschutzspieße (nenn ich mal so) für 
ein historisches Gebäude sollten gepunktet werden.
Original waren da ca. 1mm Edelstahldrahtbügel auf eine ca. 15x1mm 
Edelstahlschiene geklebt. Kleben (vermutlich Epoxy) ist bei Edelstahl 
eher eine Kackidee, die Dinger sind nach und nach alle abgefallen. War 
ja klar.

So, dann kam der Mann zu mir, "wat kannste da machen?"
Nun, da geht nur punkten. Ursprünglich wollte ich mit meiner 
Punkschweißmaschine ran (die ich hier im µC.Net schon gezeigt habe), 
doch auf dem Tisch in der mech. Werkstatt stand noch mein kleiner 
Akkupunkter.
Nur Mut, das wird schon.....
Und was soll ich sagen? Das klappe fast zu gut. Zunächst hatte ich mit 
50mS Impulsen gepunktet, die Drahtbügel sind fast durchgebrannt. Später 
dann nach und nach auf 20mS runter, das ging gut.
Die Elektroden habe ich zunächst wie beim Akkupunkten beide auf den 
Draht gedrückt, dabei aber seitlich mit der Kegelfläche. Doch 
gelegentlich glühte nur der Draht, das sieht man auch im Foto. Dann habe 
ich eine Elektrode auf den Draht und die andere daneben auf den 
Blechstreifen gehalten, so MUSS der Strom durch die Kontaktfläche 
zwischen beiden, das ging noch perfekter.

Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mit dem kleinen Ding punkten kann. 
Der Akku ist noch immer fast voll, obwohl ich vorher schon einen Stapel 
Akkuzellen gepunktet hatte.
Mit dem größeren Punkter wären die Drähte wohl weggebrannt.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von dalotel (Gast)


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Ich habe auch schon seit längerem den Punkter von maelectrics im 
Einsatz.
Allerdings bisher nur mit mäßigem Erfolg. Ich benutzte bisher einen 
übrigen 4000mAh LiPo. Frisch geladen und die Schweißzeit voll aufgedreht 
geht das so lala für ein paar wenige Punkte. Danach wird der Akku heiß 
und die Punkterei ist gar nicht mehr zu gebrauchen. Nach Durchlesen des 
Threads hier mit den positiven Erfahrungen von Old-Papa mit dem 
besagten, empfohlenen Akku von Hobby King hab ich mir jetzt auch so ein 
Dingens gegönnt. Was soll ich sagen....... Das ist der Durchbruch !! 
Punktzeit <10mS, jede Schweißstelle top, kein heißer Akku mehr, jetzt 
ist das Ding wirklich zu gebrauchen. Das Geld war mal wirklich gut 
angelegt.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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dalotel schrieb:
> Ich habe auch schon seit längerem den Punkter von maelectrics im
> Einsatz.
> Allerdings bisher nur mit mäßigem Erfolg. Ich benutzte bisher einen
> übrigen 4000mAh LiPo. Frisch geladen und die Schweißzeit voll aufgedreht
> geht das so lala für ein paar wenige Punkte.

Tja, mit den anderen Akkus habe ich zunächst auch Probleme gehabt.

Danach wird der Akku heiß
> und die Punkterei ist gar nicht mehr zu gebrauchen. Nach Durchlesen des
> Threads hier mit den positiven Erfahrungen von Old-Papa mit dem
> besagten, empfohlenen Akku von Hobby King hab ich mir jetzt auch so ein
> Dingens gegönnt. Was soll ich sagen....... Das ist der Durchbruch !!
> Punktzeit <10mS, jede Schweißstelle top, kein heißer Akku mehr, jetzt
> ist das Ding wirklich zu gebrauchen. Das Geld war mal wirklich gut
> angelegt.

Na denne: Glückwunsch!

Old-Papa

von Anselm (Gast)


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Da komme ich glatt in Versuchung mir auch endlich einen zu bauen :)

Das mit dem Akkus ist ja klar, der Ri ist bei älteren Akkus zu hoch.
So einen 65C kann man in <1min entladen, bei 5000mAh gibt das einen 
Entladestrom von 325A ~34mOhm.
Die Firma StefansLipoShop sowie HACKER haben auch sehr gute Akkus.
Die Modellflieger kaufen gerne dort ein.

Gruß
Anselm

von bianchifan (Gast)


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Anselm schrieb:
> bei 5000mAh gibt das einen
> Entladestrom von 325A
Dat reicht net...

dalotel schrieb:
> empfohlenen Akku von Hobby King hab ich mir jetzt auch so ein
> Dingens gegönnt
Hobby King ist für mich gestorben.
Einmal bestellt für ca. 120$, aufgeteilt auf drei Einzelbestellungen 
wegen Versandkosten bzw. Zoll, alle drei vom Zoll retourniert, waren 
nach 8 oder 9  Wochen wieder in HK.
Vom Servive nur blabla, müssen prüfen, noch nicht gefunden ich möge doch 
bitte in den Chat kommen.
I nix Chat, ich andre Seite Erdball, ich nur email...
Keine weitere Antwort, keine Erstattung, paypal hatte seinerzeit nur 6 
Wochen Reklamationsfrist :(

Statt dessen hatte ich mir beim Ali einen 7000mAH mit 60C(120C) gegönnt.
Der liegt aber noch inner Ecke rum und wartet auf seinen Ersteinsatz.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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bianchifan schrieb:

> Dat reicht net...

Stimmt!
Das Teil von Maelectrics hat ja eine Eigenmessung implementiert und das 
zeigt mir immer so zwischen 800 und 960A im Schweißimpuls an.
Bei 130C komme ich bei einem 5000mAh Akku rechnerisch auf 650A ;-)

> Hobby King ist für mich gestorben.

Nun, schlechte Erfahrungen kann man mit jedem Händler mal machen.
Ich hatte null Probleme, wurde wie angekündigt geliefert.

> Statt dessen hatte ich mir beim Ali einen 7000mAH mit 60C(120C) gegönnt.
> Der liegt aber noch inner Ecke rum und wartet auf seinen Ersteinsatz.

Na dann berichte mal ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von bianchifan (Gast)


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Old P. schrieb:
> Nun, schlechte Erfahrungen kann man mit jedem Händler mal machen.
Ja, aber so borniert hat sich noch keiner angestellt, bei Fasttech, 
Banggood oder Gearbest war der Service immer erreichbar und hat 
geantwortet.

Old P. schrieb:
> Na dann berichte mal ;-)

Was willst Du wissen?
Das ich ursprünglich schon vor 10 Jahren eines bauen wollte, ich mich 
nach einigem hinundher für eine Trafolösung entschieden hatte und jemand 
meine ausgŕangierte Mikrowelle einfach entsorgt hatte?
Das ich letztes Jahrs während des 1. Lockdowns mich entschieden hatte, 
eines auf "Bluepillbasis" zu bauen und mich am Malectrics zu orientieren 
und von daher schon mal den Akku geordert hatte?
Das ich im Herbst dann keinen Bock mehr hatte nachdem ich mitbekommen 
hatte, dass meine KiCAD Version mit der zukünftigen unverträglich ist 
und kurzerhand mit der aktuellen die malectric PCBs angepast hatte um 
dann versehentlich doch die Originale bei JCLPCB zu ordern?
Das ich immer noch auf Teile warte, die ich Mitte November bei Ali 
bestellt habe?
Das ich alle fünf PCBs bestückt und zusammengelötet habe, bei dreien 
allerdings die Mosfets noch nicht, weil ich noch auf andere Schrauben 
warte?
Das ich letzte Woche das Problem gelöst habe, wie ich AWG6 Kabel mit 
einem EC90 Stecker verheirate, da keinen Bock mehr habe, ein weiteres 
halbes Jahr auf 8mm Bullet-Bananen zu warten?
Das die in Deutschand bestellte Billigcrimpzange absoluter Murks ist und 
ich mich damit irgendwie arrangieren musste, da die anschließend 
vorgenommene Ersatzbestung zunächst durch halb Deutschland gereist ist 
umd dann retouniert zu werden?
Ein dreimal Hoch auf DHL und deren Packstationen an dieser Stelle, HOCH, 
HOCH, HOCH!!!

Wie geschrieben, es dauert noch...

von bianchifan (Gast)


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Ach ja, vergessen..
Zu guter Lust der totale Frust, das ich vorgestern feststellen durfte, 
dass es zwischenzeitlich eine Version 4 gibt, die ziemlich genau dem 
entspricht, was ich im letzten Jahr vorhatte, nur 2 Fets weniger und 
immer noch mit Nano..

von Toxic (Gast)


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bianchifan schrieb:
> Zu guter Lust der totale Frust, das ich vorgestern feststellen durfte,
> dass es zwischenzeitlich eine Version 4

Kauf dir einen chinesischen 20€-Spotwelder.Der macht auch nichts anderes 
als Impulse zwischen 5ms und 50ms zu erzeugen und damit dann 5 Powerfets 
ansteuern.
Verfuegt auch ueber TVS-Dioden,kommt mit Schweisskabeln und kannst 
gleich loslegen.
Obwohl-nicht ganz so schnell: 2 kleinere simple Modifikationen muessen 
durchgefuehrt werden,weil sie da ein bischen geschlampt haben und dies 
die Mosfets killen kann.(Beim Kurzschluss der Akku kann die Spannung 
weit unter 5V abfallen und anstatt das mit einer Diode und einem Elko 
abzufangen spielt dann natuerlich die Elektronik verrueckt - Auf YouTube 
kann man sich das ansehen.
Ebay-Artikel Nr. 233769697943
Modifikation:(Der YouTuber hat mehrere Videos zum gleichen Spotwelder.)
https://www.youtube.com/watch?v=1ZCbLdymJIs

Im uebrigen habe ich meinen eigenen Spotty entworfen,aufgebaut und 
verstehe einfach nicht (nachdem ich nun praktische "Erfahrung" besitze) 
was da immer fuer ein  Tamtam gemacht wird.Malectric ist ok - aber zu 
aufwendig(Doppelplatine,Metallbuegel,Nieten...),ein anderer Anbieter 
kommt mit vergoldeten Leiterbahnen und pobeligem Display daher und alle 
waren sie mir zu teuer und softwaremaessig zu eingeschraenkt.
LiPo? Ne danke,sollte die mal in Brand geraten..... Eine alte 
0815-Autoakku (45Ah)liefert mir 800A-900A und zwar nicht nur auf meinem 
Nokiadisplay sondern auch bestaetigt von meinem Oszi.
Ein 3 minuetiger Dauertest bei 1s Pulsabstand (= 180 Schweissungen) ohne 
Pause liess die Temperatur der superbilligen Mosfets(5 Fets fuer 2€ - 
identisch mit denen auf dem chinesischen Spotwelder) auf geschaetzte 
50-60 Grad hochgehen.
Alles in allem:Ein Spotty fuer unter 10€......😜

Beitrag #6677254 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Toxic (Gast)


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Hugo H. schrieb im Beitrag #6677254:
> Selbstdarstellungsbedürfnis

Ich denke nicht.Nur wegen seinen Aktivitaten hier,habe ich nun auch mal 
mit Spotweldern auseinandergesetzt.Er gibt ja hier nur seine Erfahrungen 
weiter.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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bianchifan schrieb:

> Was willst Du wissen?

Na wie sich der Akku so macht.

Old-Papa

von Hugo H. (hugo_hu)


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Toxic schrieb:
> Er gibt ja hier nur seine Erfahrungen
> weiter.

Zum wievielten mal?

von Toxic (Gast)


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Hugo H. schrieb:
> Toxic schrieb:
>> Er gibt ja hier nur seine Erfahrungen
>> weiter.
>
> Zum wievielten mal?

Spielt doch keine Rolle.
Seine Postings sind oft aufwendig und er investiert viel Zeit um 
eventuell auch Newbies hier den einen oder anderen nuetzlichen Tip 
mitzugeben.
Es genuegend andere Dinge hier auf dem Forum ueber man sich wirklich 
aergern kann.

von bianchifan (Gast)


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Old P. schrieb:
> Na wie sich der Akku so macht.

Noch ruht er in seiner China-Brandschutzhülle, mittlerweile seit einem 
Jahr.
Allerdings hatte ich mich, beschwingt durch diesen Wurm, letzte Woche ja 
ans Werk gemacht, auf die letzten fehlendedn Teile geschi.. und mit dem 
Zeuchs, was halt immer so vorhanden ist, zwei Teile zusammengepfriemelt. 
Am WE dann eine aktuelle Arduino-Umgebung eingerichtet und nachgepflegt, 
so dass sich der Krempel kompilieren ließ. Gestern die letzten 
Upload-Probleme gelöst, damit sich der Nano auch standesgemäß über USB 
proggen lässt und nicht nur über USBASP.
Nun habe ich alles in zwei Varianten beisammen, 4mm Alu/normale 
FET-Beine und 5mm Alu plus verstärkte Source-Beinchen.
Morgen oder Übermorgen werde ich das ganze mit nem Stromvernichter im 
niedrigen Amperesektor testen und dann mal schauen, wann ich einen Platz 
im DEKRA Schweißlabor zum Spielen bekomme.

Toxic schrieb:
> Kauf dir einen chinesischen 20€-Spotwelder...
> Verfuegt auch ueber TVS-Dioden,kommt mit Schweisskabeln und kannst
> gleich loslegen.
Hatte ich letzten Herbst auch kurzzeitig überlegt, aber..
1. In einigen Foren konnte man nicht nur gutes über die Teile lesen
2. Die Schweißkabel sind lächerlich und für meine zwecke absolut 
unzureichend
3. Die Mosfets lagen bei mir bereits im Schrank ;)

Apropos..ohne Display hatte schon Geräte für <10$ gesehen

Toxic schrieb:
> sondern auch bestaetigt von meinem Oszi.
Wie misst Du den Strom?
Sollte alles reibungslos klappen, wollte ich mir aus Resten einen 
Rogowskikringel basteln.

Toxic schrieb:
> der superbilligen Mosfets(5 Fets fuer 2€ -
> identisch mit denen auf dem chinesischen Spotwelder)
WElche, da werden unterschiedliche eingesetzt.
Auf dem Schirm habe ich momentan nur die von dem China-1600Farad-Teil 
(welches in Realität nur 400Farad hat).

Toxic schrieb:
> Alles in allem:Ein Spotty fuer unter 10€......😜
Das glaube ich Dir nicht.
Allein meine selbst zusammen gemurksten Schweißkabel waren teurer..

von Cyblord -. (cyblord)


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bianchifan schrieb:
> Vom Servive nur blabla, müssen prüfen, noch nicht gefunden ich möge doch
> bitte in den Chat kommen.
> I nix Chat, ich andre Seite Erdball, ich nur email...

Was hast du gegen den Chat und warum ist deine Position auf dem Erdball 
davon abhängig ob du in den Chat kommen kannst oder nicht?

von Anselm (Gast)


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ich bin seit 10 jahre Kunde bei HK, hatte nie Probleme.
Egal ob aus Honkong, England oder irgendeinem Europalager.

Btw.: Mein neuer Fahrakku fürs Modellauto hat 2s2p,8Ah und 140-280C.
Der kann also theoritisch 1-2kA liefern.
Für dies Projekt optimal! :)

Anselm

von herbert (Gast)


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Gute Arbeit mein lieber...Sag mal was sind das für Hochstrom-Buchsen und 
Steckverbinder und wo bekommt man die her? Hast auch eine Ahnung welchen 
Strom normale Bananen Büschel-Stecker von Hischmann zb. aushalten. Die 
werden mit 16A gehandelt manchmal auch höher zb.30A.
Danke schon mal!

von Anselm (Gast)


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Für Hochstrom wird gerne XT90 genommen. Die sind nominal mit 90A 
belastbar.
Pulse geht dann natürlich erheblich mehr.

Anselm

von Anselm (Gast)


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Sorry, die externen werden vermutlich EC8 8mm Hochstromstecker sein.
Wie OldPapa schrieb, aus dem Modellbaubereich.

von Toxic (Gast)


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bianchifan schrieb:
> 1. In einigen Foren konnte man nicht nur gutes über die Teile lesen
> 2. Die Schweißkabel sind lächerlich und für meine Zwecke absolut
> unzureichend

Ja klar - die Defizite sind aber bekannt.Da haben die Chinesen etwas 
geschlafen.Sind diese Maengel beseitigt,sollte das Ding genau das 
tun,was die ueberteuren Spotwelderlichen tun....
Die Schweisskabel duerften etwas pobelig sein,aber mir ging es um die 
Elektronik als solches:
5 Powerfets,1 MCP1407 (Treiber) ein uC,ein Diplay:es ist absolut 
dieselbe Konstellation wie wie der "Top-Geraete".Der Aufbau ist halt 
etwas simpler erfuellt aber vollkomen seinen Zweck

bianchifan schrieb:
> Wie misst Du den Strom?

In meiner ersten Testversion messe ich DIREKT ueber 
Drain-Source(IRF-Fets).Der RDson ist fuer mich der Shunt und dieser ist 
zwischen 10V und 14V(Gatespannung) recht konstant und betraegt im 
Durchschnitt 1.5mOhm.
5 Fets parallel=> 1.5mOhm/5 = 0.3mOhm. Bei einer Referenz von 1.1V 
ergibt das eine Aufloesung von ca. 5A.
Die Gleichung ist bekannt:das Ohm'sche Gesetz.
I=U/R => gemessene Shuntspannung/0.3mOhm....
Der Arduino Nano benoetigt etwa 0.1ms fuer eine Wandlung - ist also 10 
mal schneller als der kleinste einstellbare Impuls von 1ms.Die gemessene 
Stroeme hatte ich per Oszi gegenkonrolliert und war ueberrascht ueber 
die konstante Genauigkeit.In der zweiten Spottyversion messe ich direkt 
am Drain und etwa 4cm weiter entfernt an der Source,so dass ich noch 
etwas Leiterbahnwiderstand zum RDson hinzubekomme.Das erhoeht mir die 
Aufloesung und liegt nun bei ca. 2A und vermindert den Einfluss der 
(minimalen) Schwankungen des RDson.

bianchifan schrieb:
> Toxic schrieb:
>> der superbilligen Mosfets(5 Fets fuer 2€ -
>> identisch mit denen auf dem chinesischen Spotwelder)
> WElche, da werden unterschiedliche eingesetzt.

"4N04R7"  PowerMosFet,Das sind Infineon SMD-Mosfets mit einem bloeden 
Gehaeuseformat,wenn es um's loeten geht.Ich dachte bei dem Preis (25 
Stueck = 10€), dass das wohl Fakes sind.Aber da geht echt die Post 
ab.Bis dato habe ich noch keinen Fet verloren,weder waehrend der 
Testphase noch im Dauerbetrieb...

bianchifan schrieb:
> Toxic schrieb:
>> Alles in allem:Ein Spotty fuer unter 10€......😜
> Das glaube ich Dir nicht.
> Allein meine selbst zusammen gemurksten Schweißkabel waren teurer..

Rechnung ohne Schweisskabel:
1 x Arduino Nano - 2.50€
1 x Nokia Display- 2.50€
1 x Board - 1€
Encoder,Stiftleisten und diverse Kleinteile 5€

Klar: Erste Bestellung der Elecrowboards 24€ = 5Platinen plus 1 
geschenkt.
Einen Spotty habe ich fuer mich aufgebaut(kommt in die Vitrine ;-) )Eine 
zweiten fuer meinen Bruder und die uebrigen Boards koennen (diesmal war 
ich schlauer als bei ersten Male)universell fuer andere Projekte 
eingesetzt werden.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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herbert schrieb:
> Gute Arbeit mein lieber...Sag mal was sind das für Hochstrom-Buchsen und
> Steckverbinder und wo bekommt man die her? Hast auch eine Ahnung welchen
> Strom normale Bananen Büschel-Stecker von Hischmann zb. aushalten. Die
> werden mit 16A gehandelt manchmal auch höher zb.30A.
> Danke schon mal!

Richtig, das sind 8mm aus dem Modellbau. Die habe ich einfach nach 
meinen Erfahrungen mit hohen Strömen ausgesucht (also Pi-mal-Daumen).
Normale Bananenbüschelstecker haben zu hohe Übergangswiderstände, es 
geht hier um jedes Milliohm!
An meinem Plasmaschneider (Plasmabrenner) habe ich gerade eine 
Pilotzündung nachgerüstet und testweise mit einer 
Bananensteckerverbindung verspaxt. Dort fließen kurzzeitig über 40A, das 
hat die Verbindung bisher verkraftet. Für den Akkupunkter wäre der 
Übergangswiderstand aber mindestens eine Kommastelle zu hoch. Es wird 
auch unmöglich dort ein Kabel mit ca. 16-25qmm Querschnitt anzulöten. 
Unter dem geht nichts.
Zum Thema Löten: Da wo es geht sollte man lieber crimpen, auch das 
reduziert Übergangswiderstände.

Old-Papa

von bianchifan (Gast)


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Toxic schrieb:
> 5 Powerfets,1 MCP1407 (Treiber)

An einen MCP kann ich mich nicht erinnern, bei mir sitzt aber einer 
drauf und treibt 8 Fets.

Toxic schrieb:
> "4N04R7"
Bei meiner Variante, die ich wegen der neuen KiCAD Version auf Eis 
gelegt habe, hatte ich 4N04R8 vorgesehen ;)

Toxic schrieb:
> betraegt im Durchschnitt 1.5mOhm
???
Hast Du den gemessen?
Lt. IIRC sollten es lt. Datenblatt so um die 0.5 Milliohm sein..
Jedenfalls bei einer VGs von 10V oder mehr.
Unterhalb von 6 Volt steigt der RDS rasant an, bei 5,5V und 100A liegt 
er bereits bei rund 3 mOhm.
Das ist ja u.a. auch ein Problem bei diesem chinesischen 1600Farad Super 
Hyper Welder, der mit Spannungen zwischen 5,0 und 5,4 Volt arbeitet. 
Unterhalb von 6 Volt steigt der RDS rasant an, bei 5,5V und 100A liegt 
er bereits bei rund 3 mOhm. Und in diversen Foren wundern sich die 
Leute, das 0,1mm starke Nickelstreifen sich prima punkten lassen, bei 
0,2mm starken dagegen nix mehr geht.

Meine 7430 haben lt. Datenblatt ca. 1mOhm.
Eine Messschaltung aufzubauen war mir zu umständlich, ich habe mit dem 
Transistortester selektiert.
Der ist mit so nem MilliRDS überfordert.

Toxic schrieb:
> Die gemessene Stroeme hatte ich per Oszi gegenkonrolliert
Das war ja meine eigentliche Frage, wie kommt der Strom ins Oszi?
Oder hast Du Dir auch da nur den Spannungsverlauf über Drain-Source 
angeschaut?

Old P. schrieb:
> Zum Thema Löten: Da wo es geht sollte man lieber crimpen, auch das
> reduziert Übergangswiderstände.
Bei XT90 ist nix mit Crimpen.
Letzten Endes habe ich die Stecker einfach aus dem Gehäuse gezogen und 
frei am Kabel baumelnd verlötet.
Die Schweißkabel habe ich selbstverständlich gecrimpt, allerdings 
ziemlich abenteuerlich mit ner Vollschrottzange. Die meisten Dinger 
durfte ich anschließend richten, da sie sich recht stark verzogen 
hatten.

von Toxic (Gast)


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bianchifan schrieb:
> Toxic schrieb:
>> betraegt im Durchschnitt 1.5mOhm
> ???
> Hast Du den gemessen?

Datenblatt = siehe Anhang

bianchifan schrieb:
> Toxic schrieb:
>> "4N04R7"
> Bei meiner Variante, die ich wegen der neuen KiCAD Version auf Eis
> gelegt habe, hatte ich 4N04R8 vorgesehen ;)

Zwischen den beiden Typen gibt es so gut wie keinen Unterschied

bianchifan schrieb:
> Toxic schrieb:
>> Die gemessene Stroeme hatte ich per Oszi gegenkonrolliert
> Das war ja meine eigentliche Frage, wie kommt der Strom ins Oszi?
> Oder hast Du Dir auch da nur den Spannungsverlauf über Drain-Source
> angeschaut?

Ich habe die Schweissleitungen direkt an einen externen Shunt von 
7.5mOhm gehalten und mit dem Oszi die Spannung darueber beim Schalten 
der MosFets gemessen:Die Spannung betrug 4V,der berechnete Strom war 
dann 4V/7.5mOhm = 533A.Das Display zeigte etwa 530A an(dieser Strom 
wurde mittels der vom Arduino gemessenen Spannung ueber der 
Drain-Source-Leiterbaehnwiderstandstrecke errechnet): Meine Gleichung 
mit den gemittelten RDSon-Werten hatten also gestimmt.Natuerlich habe 
ich weitere Tests durchgefuehrt.Die Ampereanzeige ist sehr 
zuverlaessig.Kann mich voll darauf verlassen.RC-Filterung der zu 
messenden Spannung fuer die Stromberechnung ist nicht erforderlich 
obwohl ich das Layout dafuer vorsah.

bianchifan schrieb:
> Oder hast Du Dir auch da nur den Spannungsverlauf über Drain-Source
> angeschaut?

Unabhaengig von der Strommessung,habe ich mit dem Oszi so ziemlich alles 
angeschaut:Schaltverhalten der MosFets,Impulse an den Gates,Verhalten 
der Schaltung bei 8V Betriebsspannung etc....Zwischen 8V und 10V wird 
die Stromanzeige ungenau,wegen erhoehtem RDSon.Man koennte das 
rechnerisch korrigieren macht aber keinen Sinn:Bei 10V ist eine Akku 
leer-sprich entladen.Wichtig ist,dass die Schaltung aber keinen Schaden 
annimmt.Deswegen sperre ich Schweissvorgaenge unterhalb 8V

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