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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Old-Papa hebt ab - noch ein Punkter


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Autor: Old P. (old-papa)
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Hallo Leute,

in meinem anderen Thread hatte ich ja am Ende ein kleines Gerät gezeigt, 
hier nun ein ausführlicher Thread dazu. Der wird allerdings nicht ganz 
so lang, teilweise habe ich an diesem Gerät ja parallel zum größeren 
gearbeitet.

Warum nun noch so ein Prömpel?
Ich habe ja noch einen (viele Jahre alten) Kondensatorpunkter um 
Akkupacks zu fertigen, bei dem werden irgendwann wohl die Elkos aufgeben 
(noch tut er wie am ersten Tag).
Also stand die Frage, Trafobasiert oder was Anderes? Ok, trafobasiert 
könnte ich machen, habe ja alles da. Doch in den Weiten des Netzes 
kullerte mir dann eine Steuerung von "Malectrics" über den Bildschirm. 
Nicht ganz billig, doch das Ding hat was...
Ich habe meine Akkubestände durchforstet, da finden sich zunächst ein 
älterer Autoakku (noch gut 65Ah), ein paar Dutzend NiMH-Stangen (je 
16V/10Ah aus Hybridfahrzeugen) und unzählige Lipo-Tüten aus diversen 
Versuchen.
Also habe ich das Teil gekauft, aber nicht als Set. Man könnte das noch 
als "Spontankauf" durchgehen lassen ;-)
Um das Dingens geht es:
https://malectrics.eu/

Zunächst habe ich mit dem Autoakku experimentiert, das geht ab wie ein 
Zäpchen! Doch der ist auch groß und schwer, also 2 Stangen meiner 
MiMH-Dinger parallel getestet, geht zwar, doch nach ein paar Punkten 
schwächelt der schon. Also habe mir einen "Monsterakku" aus den 
vorhandenen LiPo-Tüten gebastelt. Die genauen Daten der Zellen kannte 
ich nicht, doch der Breite der Anschlussfahnen nach zu urteilen, müssen 
die ordentlich Strom können. Zusätzlich habe ich noch je eine 
5000mAh-Zelle parallel geschaltet, so sollte dieser 3S3P doch ordentlich 
Power haben. Ein testweise aufgelegter 2,5mm Nagel tropfte sofort ab!
Ok, dann nach dessen Abmessungen die Gerätegröße geplant und das 
gekaufte Modul nebst Schweißanschlüssen usw. auf ein Stück Acryl 
gespaxt.
Ein paar Drehteile wurden gefertigt und an den Akku mörerdicke Verbinder 
und Zuleitungen gelötet. Dann wieder ein Test und totale Ernüchterung: 
wieder gehen nur ein paar Punkte, danach geht wieder kaum was. Ich 
vermute, der Innenwiderstand steigt zu schnell an.

Für weitere Versuche habe ich zunächst die beiden Poweranschlüsse (also 
zum Akku) neu gefertigt und mit 8qmm hochflexiblem Silikonkabel 
gecrimpt. Die beiden ursprünglichen Kabelschuhe und die daraus 
resultierende Abwinklung der zuleitungen waren nicht optimal.

Wat nu? Kollege Malectrics empfiehlt einen Akku von "Hobby-King" 
(11,2V/5000mAh, 65C/130C). Um jetzt nicht noch mit irgendwelchen Amazon- 
oder Ebay-Fälschungen herumzueiern habe ich dort gekauft.

Irgendwann war das Ding da, kurzer Test: Bombastisch!
Doch noch habe ich ja am größeren Punkter gewerkelt, also das Ding 
weggelegt.

Also dieser einsatzfähig war, habe ich als erstes damit das Gehäuse für 
den kleinen gepunktet, das ging wie geschnitten Brot!

Bis zu diesem Stand war ich dann gestern.

Old-Papa

Autor: Old P. (old-papa)
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Hallo Leute,

heute also ein Doppelpost....

Ich habe das Dingens heute komplettiert und natürlich getestet.

Zunächst das Gehäuse gebohrt, verputzt, entgratet usw. dann noch einen 
Griff bzw. Aufstellbügel gehäkelt, hierbei auch gleich meine beiden 
letzten Edelstahlscheiben verbrannt (viel zu lange Schweißzeit), ok, 
dann tun es verzinkte auch, kommt Farbe drauf....

Danach das Gehäuse gespachtelt, grundiert und Farbe! Wieder, wie einige 
andere technische Dinge mit RAL6011 und RAL2008.

Die Endmontage war nur noch eine Fingeübung, nach dem Kaffee war das 
Ding fertig ;-)
Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel 
(nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!

Hier noch ein paar Fotos, die sagen ja immer mehr als Worte.

Auf der Frontplatte rechts die beiden Elektrodenbuchsen (8mm aus 
Modellbau), darüber ein Anschluss für einen optionalen Fußtaster, links 
dann eine Ladebuchse nebst Balanceranschluss. An die Ladebuchse kann ich 
auch einen 12V-Lötkolben anschließen, wenns Not tut...
Mit dem Powerschalter wird nur der Arduino abgeschaltet, die FETs 
sperren den Rest.

Zuletzt noch zwei Fotos meines selbst gebastelten Monsterakkus. Sieht 
bombastisch aus, macht gut 12.000mAh, doch der Ri ist schnell zu hoch.


Old-Papa

Autor: Old P. (old-papa)
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Oups, beinahe vergessen:

Hier noch eine Übersicht über mein "Punkter-Rudel" ;-)

Links der alte Kondensatorpunkter mit seinen Elektroden, daneben der 
neue größere, davor der kleine und ganz rechts mein Mörderteil (das 
gerade ne Macke hat)

Der Trent geht Eindeutig zum Viert-Punkter ;-)))

Wobei ich wahrscheinlich nur noch die beiden Grünen nutzen werde, die 
beiden anderen gehen dann mal auf den Markt.

Old-papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Energieverheizer (Gast)
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Old P. schrieb:
> Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel
> (nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!

Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die 
Zellen drückst..

Autor: Old P. (old-papa)
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Energieverheizer schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Ein paar Schweißpunkte mit 20mS habe ich noch auf das Versuchskarnickel
>> (nackte 18650er Zelle) gedengelt, alles bestens!
>
> Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die
> Zellen drückst..

Das kann sein, die nackten Dellen sind an den Stellen, wo es ums 
Verrecken nicht schweißen wollte. Es wird nur warm geworden sein, daher 
die Dellen. Dort wo geschweißt wurde sind auch leichte Dellen, doch das 
sieht schlimmer aus als es ist.
Die beiden kleinen sind mit nur 5mS gepunktet, sitzen bombenfest!

Mit meinem Kondensatorpunkter musste ich immer ordentlich anpressen, 
sonst hats Löcher gebrannt! Doch dieser arbeitete ja mit (am Startpunkt) 
über 30V, da funkt das schneller als bei 11V.

Old-Papa

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Autor: Frickel F. (frickelfritze)
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Moin

Ah, 18650 ist der "Versuchskarnickel" für den kleinen Punkter. Hat er 
Pech gehabt würde ich mal sagen, muss er durch. :D

Sehr sehr schöne Geräte! Hut ab!

Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo 
oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen, 
sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo 
im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam" 
an.

Kann man das sehen, macht das einen unterschied?

Gruß

Autor: Na klar (Gast)
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Nicht schlecht, Alter.


Trotzdem sind die Kabel zu Dünn!

Schau mal nach welcher Querschnitt im Akku benutzt wird!

Autor: MaWin (Gast)
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Old P. schrieb:
> in meinem anderen Thread hatte ich ja am Ende ein kleines Gerät gezeigt,
> hier nun ein ausführlicher Thread dazu

Hallo Old Papa,

tolle Arbeit! Du hast meinen Respekt! Ich werde daher diesmal keinen 
Schwachsinn schreiben.

Halte uns auf dem Laufenden :)

Autor: Old P. (old-papa)
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Frickel F. schrieb:

> Ah, 18650 ist der "Versuchskarnickel" für den kleinen Punkter. Hat er
> Pech gehabt würde ich mal sagen, muss er durch. :D
>
> Sehr sehr schöne Geräte! Hut ab!

Danke!

> Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo
> oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen,
> sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo
> im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam"
> an.

Irrtum (dem ich auch mal aufsaß), der Trafo wird etwa im 
Spannungsmaximum geschaltet, weil Strom und Spannung am Trafo 
phasenverschoben sind (so habe ich das verstanden)

> Kann man das sehen, macht das einen unterschied?

Nö, zumindest in der (Amateur)Praxis macht es keinen Unterschied.
Bei einem kondensator- und bei einem akkubasiertem Punkter steigt der 
Strom schlagartig an, nur begrenzt vom Innenwiderstand (Stromquelle + 
FETs + Leitungen + Schweißpunkt) und vor allem der Induktivität der 
Zuleitungen. Daraus resultiert auch, das man bei diesen eher lustige 
Brandlöcher produziert, als bei einem vergleichsweise gemütlichen 
trafobasierten Punkter. Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den 
Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer 
Bohrmaschine... ;-)

------------------------

Na klar schrieb:
> Nicht schlecht, Alter.

Danke!

> Trotzdem sind die Kabel zu Dünn!
>
> Schau mal nach welcher Querschnitt im Akku benutzt wird!

Vertehe nur Bahnhof....
Am Akku 6qmm (original vom Hersteller), meine Zuleitungen zum gelben 
Stecker 8qmm, die Zuleitungen zu den Elektroden 10qmm. Brauchst Du neue 
Brille?
Die 10qmm sind knapp, darum nur die kurzen Strippen. Neue Kabel mit 
25qmm liegen schon hier (leider ziemlich steif). Je kürzer, desto dünner 
können die sein.

--------------------------

MaWin schrieb:
>
> Hallo Old Papa,
>
> tolle Arbeit! Du hast meinen Respekt!

Danke!

> Ich werde daher diesmal keinen Schwachsinn schreiben.

Löblich! ;-)

> Halte uns auf dem Laufenden :)

Wenns was Neues gibt, immer.

Old-Papa

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Schönes Gerät!

Die Schweißpunkte am Gehäuse von diesem, mit welchem Punkter hast Du die 
gemacht?

Könnte man solche auch mit diesem kleinen Punkter machen? Oder ist der 
zu schwach dafür oder fehlt es am Anpressdruck?

Beitrag #5980346 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Old P. (old-papa)
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Gerd E. schrieb:
> Schönes Gerät!
>
> Die Schweißpunkte am Gehäuse von diesem, mit welchem Punkter hast Du die
> gemacht?

Mit dem größeren grünen, den hatte ich hier im anderen Thread gerade 
vorgestellt.
Beitrag "Nach dem Trafo, nun die Punktschweißmaschine"

> Könnte man solche auch mit diesem kleinen Punkter machen? Oder ist der
> zu schwach dafür oder fehlt es am Anpressdruck?

Nein, der leifert zu wenig Energie, die Schweißspitzen wären auch zu 
klein. Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die 
Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.

-------------------------

Energieverheizer schrieb:
>
> Der Anpressdruck ist massiv zu hoch wenn du solche Dellen in den die
> Zellen drückst..

Ich noch mal...
Da ich beim Versuchskarnickel seitlich gedrückt hatte, entstanden dort 
eher Dellen, da diese Akkutöpfe an den Seiten deutlich dünner sind.
Diese werden als Fließpressung hergestellt, da ist der Boden meistens 
(immer?) etwas dicker.

Schau mal hier unter "Napfen"
https://www.schneider-umformen.de/technologie-verfahren.html

Old-Papa

Beitrag #5980418 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980669 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980680 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980686 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980690 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5980692 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: HildeK (Gast)
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Old P. schrieb:
> Hier noch eine Übersicht über mein "Punkter-Rudel" ;-)

Tolles Stillleben, im Garten, mit Tischdecke ... :-)
Du hast auch meinen Respekt!

Autor: Old P. (old-papa)
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Hallo ihr MaWine,
ob nun echt oder gefaket, geht doch ins Freie spielen! ;-)
Dat Wetter ist doch so schön.

Old-Papa

Autor: Old P. (old-papa)
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Heute noch ein paar Versuche....

Zunächst am Versuchskarnickel mit 20mS, das brennt gut ein, auch bei 
mäßigem Andruck. Dabei sollen laut Eigenmessung des Moduls über 900A 
fließen.
Real hatte ich mit meinem Extech immer etwa 10% weniger gemessen.

Dann als absolute Härte ein paar Reste der Mikrowellenhaube (ca. 0,4mm 
Blech)

Im Doppelpunkt von vorne (also wie beim Akkupunkten) haftet das nur, 
obwohl schon auf 100mS gestellt. Ein zweiter Versuch mit 175mS ist nur 
geringfügig besser.
Wenn man dagegen mit 175mS im Gegenpunkten arbeitet (also wie eine 
Punktschweißzange), dann wird durchaus eine machbare Festigkeit 
erreicht. Problem: händisch setzt man die Elektroden vorne/hinten nicht 
exakt übereinander. Wenn, dann sollte das durchaus halten.

In den Bildern einmal die Vorderansicht und einmal die Mittenansicht.

MaWin schrieb im Beitrag #5980686:
> Old-Papa, wie wäre es, wenn du das Punktschweissen von Akkus als Service
> anbietest?

Eher nicht. Wenn allerdings irgendwer mit seiner Kiste Akkuzellen und 
einer Kiste Bier hier aufschlägt, dann geht was ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Joachim B. (jar)
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Old P. schrieb:
> Problem: händisch setzt man die Elektroden vorne/hinten nicht
> exakt übereinander

und ich denke da hilft eine 1mm Bohrung, das sollte doch gehen?

Autor: Old P. (old-papa)
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Joachim B. schrieb:
>
> und ich denke da hilft eine 1mm Bohrung, das sollte doch gehen?

Dann wohl eher 0,1mm ;-) Die Elektroden sind ja nur einen Millimeter an 
der Spitze.

Besser wäre eine einfache Zangenkonstuktion aus Holz.

Old-Papa

Autor: Bernd (Gast)
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Old P. schrieb:
> Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den
> Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer
> Bohrmaschine... ;-)
Wird auch gemacht. Nennt sich Reibschweißen bzw. Rührreibschweißen:

https://www.hzg.de/institutes_platforms/materials_research/materials_mechanics/solid_state_joining_processes/profile/index.php.de
Youtube-Video "Rührreibschweißen eines Kühlkörper-Musters"
https://de.wikipedia.org/wiki/Reibschwei%C3%9Fen

Wird vielleicht eines Deiner nächsten Projekte ;-)

Autor: Old P. (old-papa)
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Bernd schrieb:
>
> Wird vielleicht eines Deiner nächsten Projekte ;-)

Nö, da bin ich schon durch, darum schrieb ich ja Bohrmaschine.
Zwar unfreiwillig, doch "erfolgreich"

Old-Papa

Autor: Joachim B. (jar)
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Old P. schrieb:
> Dann wohl eher 0,1mm ;-) Die Elektroden sind ja nur einen Millimeter an
> der Spitze.

schriebst du nicht:

Old P. schrieb:
> Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die
> Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.

???

aber OK, kannst auch 0,5mm oder kleinere Bohrung wählen, bei 
"linsenförmig" stört das 1mm Loch doch nicht.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5981506 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Old P. (old-papa)
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Joachim B. schrieb:
>
> schriebst du nicht:
>
> Old P. schrieb:
>> Je dicker das Blech (hier 2x1mm), desto breiter muss die
>> Auflagefläche der Elektroden sein. Und im Idealfall etwa Linsenförmig.
>
> aber OK, kannst auch 0,5mm oder kleinere Bohrung wählen, bei
> "linsenförmig" stört das 1mm Loch doch nicht.

Ja, aber je dicker das Blech und damit auch breiterer Elektrode, desto 
höher muss auch der Strom sein. Für 2x1mm Blech braucht man gut 
1500-3000A (weil etwa 2-3mm Elektrodenfläche), diese liefert das kleine 
Ding niemals.

Bei 2x0,4mm könnte mit 1mm Elektrodenfläche im "Gegenpunkten" was gehen.

Die Elektrodenfläche ist wichtig, da diese den möglichen Wärmeeintrag 
(also Strom) bestimmt. Linsenform ist ideal, da sich dann in der Mitte 
der beiden Bleche ein etwa linsenförmiger Hotspot bildet. Leider 
erreicht man dieses Ideal nur selten und auch nicht lange, da sich die 
Elektroden abnutzen.
Schweißzeit, Strom und Elektrodenfläche (Elektrodenform) sind stark 
abhängig von der Materialstärke und dessen Zusammensetzung. Da muss man 
immer an Probestücken experimentieren, das klappt selten auf Anhieb (vor 
allem bei Edelstahl)

Old-Papa

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Hallo Old-Papa,
vor ca. 30 Jahren hatte ich für eine Firma aus unserer Gegend
mal Kupferscheiben für Rollenschweißmaschinen kaltferfestigt.

Das ging eigentlich ganz einfach: Der Kupferzuschnitt ca. 60 mm
Durchmesser und ca. 35mm dick wurde von uns unter dem Luft-
schmiedehammer auf etwas mehr als 80 mm geprügelt.
Natürlich kalt.

Diese Scheiben hatten dann doppelte Standzeit,
und ließen sich auch deutlich besser drehen und Bohren.

Prinzipiell müssten sich auch Stabelektroden verfestigen lassen.

Grüße Bernd
(Grobschlosser).

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Ich weiß nicht, was es ist und wofür man es so braucht, aber es sieht 
sieht ziemlich gut und professionell gemacht aus. :)

Autor: Old P. (old-papa)
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Reinhard S. schrieb:
> Ich weiß nicht, was es ist und wofür man es so braucht, aber es sieht
> sieht ziemlich gut und professionell gemacht aus. :)

Schau mal hier: Youtube-Video "Punktschweißen,Akku,Punktschweißgerät"
Und tausende weitere Videos... ;-)

Old-Papa

Autor: MG (Gast)
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Hallo Old Papa,
ich missbrauche mal diesen Faden, um auf den Deinigen im Markt 
zurückzukommen (Gummi für ein offensichtlich kleinwüchsiges Zebra):
ebay -> 182958931245 das unterste in der Liste.

Es könnte sein, daß die dünnen Leiterbahnen auf dem Displayglas 
kaputtgehen (durch Luftsauerstoff?), zumindest konnte ich bisher 
Displays nur kaputter machen (habe aber auch noch nie neue Zebragummis 
gekauft). Ob die Investition lohnt, weiss ich also nicht.

Autor: Old P. (old-papa)
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Hallo MG, ich habe im Markt geantwortet.

Zurück zum Thema:
Ich hatte Marc angeschrieben (den Autor des Moduls), u. a. weil ich 
wissen wollten ob eine Zwangskühlung durch einen Lüfter nötig ist, bei 
seinen Komplettsets ist ja einer dabei.
Er schreibt, dass bis zu 200 Pulse mit etwa 12mS an Autobatterie bei 
etwa 600A ohne Kühlung bei 60 Grad C noch machbar sind.
Mein Gerät ist ja nicht für Dauerbetrieb oder gar Gewerbe vorgesehen, 
also reicht das auch ohne Kühlung. Ein 60mm Lüfter würde hinten noch 
locker passen, doch der würde mich nerven....

Ich werde "die Tage" (also irgendwann) noch ein Doppelpunkterhandstück 
basteln, bis dahin mach ich hier auch erstmal Schluss.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Frickel F. (frickelfritze)
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Old P. schrieb:
> Frickel F. schrieb:
>
>> Was mich mal interessieren würde. Macht das einen unterschied ob Trafo
>> oder Akku? Ich meine jetzt nicht die stärke vom Strom oder denn Blechen,
>> sondern so wie ich jetzt durch Dich mitbekommen habe wird ja der Trafo
>> im Nulldurchgang geschaltet, also der Strom steigt ja relativ "langsam"
>> an.
>
> Irrtum (dem ich auch mal aufsaß), der Trafo wird etwa im
> Spannungsmaximum geschaltet, weil Strom und Spannung am Trafo
> phasenverschoben sind (so habe ich das verstanden)
>
>> Kann man das sehen, macht das einen unterschied?
>
> Nö, zumindest in der (Amateur)Praxis macht es keinen Unterschied.
> Bei einem kondensator- und bei einem akkubasiertem Punkter steigt der
> Strom schlagartig an, nur begrenzt vom Innenwiderstand (Stromquelle +
> FETs + Leitungen + Schweißpunkt) und vor allem der Induktivität der
> Zuleitungen. Daraus resultiert auch, das man bei diesen eher lustige
> Brandlöcher produziert, als bei einem vergleichsweise gemütlichen
> trafobasierten Punkter. Letzlich muss eine bestimmte Energiemenge in den
> Schweißpunkt eingebracht werden, das ginge selbst mit einer
> Bohrmaschine... ;-)
>

Ah, Ok, ich dachte das dass eine oder andere Nachteile hätte, gut zu 
wissen.

Danke!

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