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Forum: Haus & Smart Home Schukostecker ohne PE! Ist so ein Gerät in Deutschland erlaubt?


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Autor: Axel (Gast)
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Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen 
Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird, 
erlaubt?

Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage #1 -Die Vorstellung"

Autor: Hible (Gast)
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Axel schrieb:
> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
> erlaubt?
>
> Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage #1 -Die Vorstellung"

Frage: Was würde der PE für einen Nutzen haben?

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Wenn Du nichts hast, an das Du den PE anschließen kannst, ist er noch 
flüssiger als Wasser.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Axel schrieb:

> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
> erlaubt?

Wo sollte man denn diesen PE anschliessen?

Autor: Mike (Gast)
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Axel schrieb:
> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
> erlaubt?
>
> Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage
> #1 -Die Vorstellung"

Da es sich hier um einen mobilen Stromerzeuger handelt, ist ein sicher 
geerdeter PE nicht möglich und auch nötig. Allerdings gilt das nur dann, 
wenn ein einziges Gerät angeschlossen wird, bei mehreren müsste ein 
Potentialausgleich vorgenommen werden. Da das Gerät nur eine Steckdose 
hat, wäre das nur mit einem Kabel mit Mehrfachsteckdose möglich, die 
dann aber wiederum PE-Anschlüsse hat, so dass der Potentialausgleich 
sichergestellt wäre.
Ein Problem könnte aber der fehlende Schutzkragen sein. Das ist m.e. 
nicht zulässig, da man beim Herausziehen des Steckers versehentlich 
beide Beinchen gleichzeitig berühren könnte.

Autor: Karl K. (karl2go)
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Harald W. schrieb:
> Wo sollte man denn diesen PE anschliessen?

Da das eine Balkonanlage ist: Natürlich an den nächstehenden Blumentopf 
für die Erde.

Autor: Hible (Gast)
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Karl K. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Wo sollte man denn diesen PE anschliessen?
>
> Da das eine Balkonanlage ist: Natürlich an den nächstehenden Blumentopf
> für die Erde.

Als Elektrokomiker kann Harald das nicht wissen.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Axel schrieb:
> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
> erlaubt?
>
> Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage #1 -Die Vorstellung"

Das ist unzulässig. Dosen für Eurostecker müssen mechanisch so geformt 
sein daß man keine Schukostecker einstecken kann. Umgekehrt müssen Dosen 
in die man einen Schukostecker stecken kann auch den Schutzleiter 
kontaktieren und mit PE verbinden.

Generell: Ein Stecker für die größere Variante (mehr Kontakte, mehr 
Strom) darf nie in die Dose der kleineren Variante gesteckt werden 
können. Umgekehrt ist jedoch erlaubt. Ist eigentlich auch logisch.

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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Bernd K. schrieb:
> Das ist unzulässig. Dosen für Eurostecker müssen mechanisch so geformt
> sein daß man keine Schukostecker einstecken kann. Umgekehrt müssen Dosen
> in die man einen Schukostecker stecken kann auch den Schutzleiter
> kontaktieren und mit PE verbinden.

Sag das mal meinem Trenntrafo...

Autor: npn (Gast)
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Bernd K. schrieb:
> Umgekehrt müssen Dosen
> in die man einen Schukostecker stecken kann auch den Schutzleiter
> kontaktieren und mit PE verbinden.

Und was ist mit dem Konturenstecker? Der sieht genauso aus wie ein 
Schukostecker, hat die gleichen Abmessungen, hat aber keinen 
PE-Anschluß.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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npn schrieb:
> Und was ist mit dem Konturenstecker? Der sieht genauso aus wie ein
> Schukostecker, hat die gleichen Abmessungen, hat aber keinen
> PE-Anschluß.

Was soll damit sein? Der bekommt alle Kontakte die er hat kontaktiert. 
Das ist der oben genannte Fall "kleinerer" Stecker (2 Kontakte) in 
größere Dose (3 Kontakte). Passt und ist OK.

Ich such morgen mal die Norm raus wenn ichs nicht vergesse, hab zuhause 
leider keinen Zugriff drauf.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hible (Gast)
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Bernd K. schrieb:
> Axel schrieb:
>> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
>> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
>> erlaubt?
>>
>> Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage #1 -Die Vorstellung"
>
> Das ist unzulässig.

Quelle? Welche Norm legt das fest?

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Hible schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Axel schrieb:
>>> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
>>> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
>>> erlaubt?
>>>
>>> Youtube-Video "Balkonkraftwerk ohne Anmeldung & Umrüstung - Inselanlage #1 
-Die
> Vorstellung"
>>
>> Das ist unzulässig.
>
> Quelle? Welche Norm legt das fest?

Es gibt ne Norm für Schuko-Stecker und Buchsen.

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Wenn es kein Schukostecker ist, dann zählt auch keine Norm für 
Schukostecker.

Ein Konturenstecker ist für Geräte der SKII, deren Bemessungsstrom über 
2,5A liegt. Für Geräte drunter sind in vielen Fällen ja Flachstecker 
üblich.

Auch für irgendwelches Gartenzeug werden oft Konturenstecker verwendet, 
da die die Dose ganz ausfüllen und so weniger Angriffsfläche für 
Feutigkeit bieten, vermute ich.

Autor: MaWin (Gast)
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Axel schrieb:
> Ist in Deutschland eine Powerbank mit Steckdose wo man einen
> Schukostecker reinstecken kann, aber der PE-Kontakt nicht benutzt wird,
> erlaubt

Ja, siehe Trenntrafo

https://www.conrad.de/de/p/thalheimer-lts-604-k-labor-trenntrafo-einstellbar-1000-va-anzahl-ausgaenge-1-x-2-250-v-ac-1195478.html

und Stromerzeuger

http://profi-stromgenerator.de/blog-erdungsanschluss-mobiles-stromagregat/

Autor: L. H. (holzkopf)
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Völlig blödsinnige Frage:
Wenn kein Gefährdungs-Potential vorliegt, braucht man auch keinen 
"Schutzkontakt". :D

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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So nicht ganz richtig.

Die Kabel sind vom Gerät abtrennbar und könnten somit vom unwissenden 
Laien für andere Geräte verwendet werden, die eine Schutzerdung 
bräuchten und dann nicht haben. Daher könnte der Verkauf solcher Kabel 
(Kaltgerätestecker ohne Erdung) in westeuropäisch geprägten Ländern 
problematisch sein.

In China oder in Afrika interessiert das evtl. niemanden - aber da 
interessiert's auch niemanden (außer die Angehörigen) wenn jemand wegen 
solchen gefährlichen Sparmaßnahmen ins Grab kippt.

Beitrag #5991699 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Hible (Gast)
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Bernd K. schrieb:

> Es gibt ne Norm für Schuko-Stecker und Buchsen.

Nicht Behauptungen, sondern Quellen, Links & Belege sollst du posten.

Autor: alter Schwede (Gast)
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Diese Version hat eine "normale" Schukosteckdose mit PE Anschlusszungen. 
Ob die angeschlossen sind kann nur eine nähere Untesuchung ans Licht 
bringen. Es scheint also verschiedenste Version davon zu geben...

Autor: Simon (Gast)
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> Daher könnte der Verkauf solcher Kabel
> (Kaltgerätestecker ohne Erdung) in westeuropäisch geprägten Ländern
> problematisch sein.


Das gabs mal von Dell: Auf der einen Seite des Kabels ein Eurostecker, 
auf der anderen Seite ein Kaltgerätestecker. Der Kunde und 
elektrotechnische Laie hat sich gefreut die Computer mit flachem Stecker 
anschließen zu können.

Autor: Karl (Gast)
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Bernd K. schrieb:
> Es gibt ne Norm für Schuko-Stecker und Buchsen.

Eine Norm ist kein Gesetz, sondern die geistige Ausdünstung einiger 
interessierter (nicht zwingend Fachkundiger) Herren.

Autor: Simon (Gast)
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Karl schrieb:
> Eine Norm ist kein Gesetz, sondern die geistige Ausdünstung einiger
> interessierter (nicht zwingend Fachkundiger) Herren.

Die VDE-Norm ist im Energiewirtschaftsgesetz namentlich genannt. Deshalb 
werden die VDE-Normen von den Gerichten wie Gesetze behandelt. Auch wenn 
es formal keine Gesetze sind.

Autor: Hible (Gast)
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Simon schrieb:

> Die VDE-Norm ist im Energiewirtschaftsgesetz namentlich genannt. Deshalb
> werden die VDE-Normen von den Gerichten wie Gesetze behandelt.

Du kannst für dieses Behauptung, wie der andere Schwätzer, bestimmt auch 
keinen Beleg heranschaffen.

Autor: A. K. (prx)
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"Rechtsverbindlichkeit erlangen Normen, wenn Gesetze oder 
Rechtsverordnungen wie zum Beispiel EU-Richtlinien auf sie verweisen." 
(DIN)

Ebenso definieren Normen oft den anerkannten Stand der Technik und 
werden von Gerichten als Massstab genutzt. Wer davon abweicht, trägt 
dann ggf die Beweislast.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

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> Das gabs mal von Dell: Auf der einen Seite des Kabels ein Eurostecker,
> auf der anderen Seite ein Kaltgerätestecker. Der Kunde und
> elektrotechnische Laie hat sich gefreut die Computer mit flachem
> Stecker anschließen zu können.
Super Sache, vor allem wenn man dann während des Betriebs noch bswp. ein 
Audio-Kabel an die geerdete Hifi-Anlage anschließt. Was dann mit den 
Pappen passiert, kann man sich schön in "Zurück in die Zukunft" 
anschauen, wo Marty den Gitarrenverstärker von Doc Brown ausprobiert. 
Die Aus- und Eingänge für dieses Kabel dürften danach auch platt sein. 
Da ist das Gejammer dann wieder groß und der unbedarfte Anwender kann 
noch nicht mal was dafür... der sieht nur prima, Kabel passt, pfropf 
und die Freude ist groß. Nur eben nicht lange.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5991797 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Schutzwolke (Gast)
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Wenn der Stecker einen Schutzkontakt hätte, müsste der auch im Kabel 
weitergefuehrt werden. Sorum kenn ich die Regel mit PE und Schuko aus 
einem Lehrgang.

Eine Erdung bringt nichts, wenn die Spannung keinerlei Verbindung zu 
Erde hat, siehe Trenntrafo. Weil da erst etwas passieren kann, wenn man 
beide Pole Berührt. Und da bringt PE auch nichts.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Schutzwolke schrieb:

> Wenn der Stecker einen Schutzkontakt hätte, müsste der auch im Kabel
> weitergefuehrt werden. Sorum kenn ich die Regel mit PE und Schuko aus
> einem Lehrgang.
>
> Eine Erdung bringt nichts, wenn die Spannung keinerlei Verbindung zu
> Erde hat, siehe Trenntrafo. Weil da erst etwas passieren kann, wenn man
> beide Pole Berührt. Und da bringt PE auch nichts.

...und das gleiche gilt natürlich auch für Powerbänke, um wieder
auf die Ursprungsfrage zurückzukommen.

Autor: Freak (Gast)
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Harald W. schrieb:
> ...und das gleiche gilt natürlich auch für Powerbänke, um wieder
> auf die Ursprungsfrage zurückzukommen

Bei der Bw und beim THW werden Notstromaggregate mit einem Erdspieß 
geerdet. Sollte man bei Powerkänken auch machen. Oder alternativ an die 
Wasserleitung oder noch besser an eine normale Schukosteckdose. Der Typ 
im Video benutzt die Powerbank ja sowieso in der Wohnung um seinen 
gespeicherten Solarstrom zu verbrauchen.

Autor: A. K. (prx)
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Freak schrieb:
> Bei der Bw und beim THW werden Notstromaggregate mit einem Erdspieß
> geerdet. Sollte man bei Powerkänken auch machen.

Dann sollte man wohl mit der Powerbank auch einen Blumentopf mit in den 
Flieger nehmen. ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: test (Gast)
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A. K. schrieb:
> Dann sollte man wohl mit der Powerbank auch einen Blumentopf mit in den
> Flieger nehmen. ;-)

Oder man nutzt dort den Akku Rasenmäher, dann braucht man keine 
Powerbank für den kabelgebundenen Elekromäher ;-)

Oder gehts um Laptops? Die brauchen irgendwas <20V DC, da brauchts keine 
Netzspannungspowerbank. Wofür braucht man so etwas überhaupt?

Autor: A. K. (prx)
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Freak schrieb:
> Bei der Bw und beim THW werden Notstromaggregate mit einem Erdspieß
> geerdet.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/142722/57033384.jpg

: Bearbeitet durch User
Autor: GEKU (Gast)
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Freak schrieb:
> alternativ an die Wasserleitung

Die Wasserleitung als Erdung ist nicht zulässig. Die Wasserleitung muss 
nicht durchgehend metallisch sein. Dann besteht  Lebensgefahr  !

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Sebastian S. schrieb:
> Wenn Du nichts hast, an das Du den PE anschließen kannst, ist er noch
> flüssiger als Wasser.

Harald W. schrieb:
> Wo sollte man denn diesen PE anschliessen?

Mike schrieb:
> Da es sich hier um einen mobilen Stromerzeuger handelt, ist ein sicher
> geerdeter PE nicht möglich

Ach kommt schon, ihr kennt das Bild doch, oder?

Karl K. schrieb:
> Da das eine Balkonanlage ist: Natürlich an den nächstehenden Blumentopf
> für die Erde.

Karl kannte es wohl.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Stefanus F. schrieb:

> Ach kommt schon, ihr kennt das Bild doch, oder?
> 158157_mobileErdung_1.jpg

Diese Idee samt Bild hatte gestern Mittag auch schon wer anders...

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Harald W. schrieb:
> Diese Idee samt Bild hatte gestern Mittag auch schon wer anders...

Oh. Erwischt!

Autor: Karl K. (karl2go)
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GEKU schrieb:
> Die Wasserleitung als Erdung ist nicht zulässig. Die Wasserleitung muss
> nicht durchgehend metallisch sein.

Plus: Die Wasserleitung oder Heizungsrohre gehen auch in andere Räume, 
damit besteht die Gefahr der Spannungsverschleppung in diese Räume.

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
Datum:

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Freak schrieb:
> Bei der Bw und beim THW werden Notstromaggregate mit einem Erdspieß
> geerdet.

Ich weiß nicht ob man das pauschal so sagen kann...

Mobile Stromerzeuger z.B. bei der Feuerwehr, haben keinen geerdeten 
Sternpunkt, der PE ist eher ein Potentialausgleich.

Was es wohl gibt sind Stromerzeuger die man umschalten kann zwischen IT 
und TN.

Im Prinzip sind die Schutzmaßnahmen auf die Systemform abzustimmen.

So wäre bei geerdeten Stomerzeugern ein RCD notwedig, bei IT 
Stromerzeugern muss die Isolation überwacht (Erdschlussüberwachung) 
werden, 1. Fehler Meldung, 2. Fehler Abschltung (doppelter Erdschluss)

Autor: nixvde (Gast)
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Simon schrieb im Beitrag #5991797:
> Hible schrieb:
>> Simon schrieb:
>>
>>> Die VDE-Norm ist im Energiewirtschaftsgesetz namentlich genannt. Deshalb
>>> werden die VDE-Normen von den Gerichten wie Gesetze behandelt.
>>
>> Du kannst für dieses Behauptung, wie der andere Schwätzer, bestimmt auch
>> keinen Beleg heranschaffen.
>
> Nein für Dummschwätzer wie dich suche ich das EnWG nicht raus. Da musst
> du schon deinen Anwalt fragen, wenn du zu dumm bist das selbst zu tun.

"Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird 
vermutet, wenn bei Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von 
Elektrizität die technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik 
Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) eingehalten worden sind"

eine Vermutung ist kein Gesetz, sondern eine Erleichterung für die 
Richter.

Autor: Manuel X. (vophatec)
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nixvde schrieb:
> Simon schrieb:
>> Hible schrieb:
>>> Simon schrieb:
>>>
>>>> Die VDE-Norm ist im Energiewirtschaftsgesetz namentlich genannt. Deshalb
>>>> werden die VDE-Normen von den Gerichten wie Gesetze behandelt.
>>>
>>> Du kannst für dieses Behauptung, wie der andere Schwätzer, bestimmt auch
>>> keinen Beleg heranschaffen.
>>
>> Nein für Dummschwätzer wie dich suche ich das EnWG nicht raus. Da musst
>> du schon deinen Anwalt fragen, wenn du zu dumm bist das selbst zu tun.
>
> "Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird
> vermutet, wenn bei Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von
> Elektrizität die technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik
> Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) eingehalten worden sind"
>
> eine Vermutung ist kein Gesetz, sondern eine Erleichterung für die
> Richter.

Wenn du schon §49 EnWG zitierst, dann zitiere doch bitte so das 
ersichtlich ist das du lediglich Absatz 2 zitierst.

Vielleicht sollte man aber mal bei Absatz 1 anfangen?

EnWG § 49 Anforderungen an Energieanlagen; Verordnungsermächtigung

(1) 1Energieanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. 2Dabei sind vorbehaltlich sonstiger Rechtsvorschriften die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

Holt man sich jetzt noch Absatz 2 Satz 1 dazu
(2) 1Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird vermutet, wenn bei Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von

1.  Elektrizität die technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.,
2.  Gas die technischen Regeln der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.
eingehalten worden sind.

wird durchaus der Charakter der rechtsverbindlichkeit der DIN VDE 
deutlich.
Da kann man sich biegen und wenden wie man will.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Manuel X. schrieb:
> wird durchaus der Charakter der rechtsverbindlichkeit der DIN VDE
> deutlich.

Und somit auch die Gemeinfreiheit dieser Schriften.

> Da kann man sich biegen und wenden wie man will.

Die biegen sich bis kurz vor dem Brechen um diese nun de-facto der 
Allgemeinheit gehörenden Gesetzestexte dennoch illegal unter Verschluß 
zu halten und exklusives Verwertungsrecht darauf zu beanspruchen.

Das kann man nur aufrecht erhalten indem man feststellt daß diese eben 
doch KEINEN Gesetzescharakter besitzen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl K. (karl2go)
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Bernd K. schrieb:
> Die biegen sich bis kurz vor dem Brechen um diese nun de-facto der
> Allgemeinheit gehörenden Gesetzestexte dennoch illegal unter Verschluß
> zu halten und exklusives Verwertungsrecht darauf zu beanspruchen.


Das ist mir unklar: Ich will ja nicht den quasi-Gesetzescharakter der 
Normen anzweifeln, aber müssten die dann nicht auch frei zugänglich 
sein? So ziemlich alles vom BGB bis zur Kleingartenverordnung ist im 
Internet von den staatlichen Stellen frei zugänglich gemacht. Nur um die 
Normen macht man so ein Bohei.

Autor: Manuel X. (vophatec)
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Bernd K. schrieb:
> Manuel X. schrieb:
>> wird durchaus der Charakter der rechtsverbindlichkeit der DIN VDE
>> deutlich.
>
> Und somit auch die Gemeinfreiheit dieser Schriften.
>
>> Da kann man sich biegen und wenden wie man will.
>
> Die biegen sich bis kurz vor dem Brechen um diese nun de-facto der
> Allgemeinheit gehörenden Gesetzestexte dennoch illegal unter Verschluß
> zu halten und exklusives Verwertungsrecht darauf zu beanspruchen.
>
> Das kann man nur aufrecht erhalten indem man feststellt daß diese eben
> doch KEINEN Gesetzescharakter besitzen.

Karl K. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Die biegen sich bis kurz vor dem Brechen um diese nun de-facto der
>> Allgemeinheit gehörenden Gesetzestexte dennoch illegal unter Verschluß
>> zu halten und exklusives Verwertungsrecht darauf zu beanspruchen.
>
> Das ist mir unklar: Ich will ja nicht den quasi-Gesetzescharakter der
> Normen anzweifeln, aber müssten die dann nicht auch frei zugänglich
> sein? So ziemlich alles vom BGB bis zur Kleingartenverordnung ist im
> Internet von den staatlichen Stellen frei zugänglich gemacht. Nur um die
> Normen macht man so ein Bohei.


In DEM Punkt bin ich voll bei euch.
Ich hab gerade (dienstlich motiviert) nach den Preisen geschaut die der 
VDE Verlag da so aufruft.. Krank kann man nur sagen.

Aber leider ist das kein Grund die rechtsverbindlichkeit anzuzweifeln.
Im Straßenbau / Tunnelbau gibts auch Verordnungen etc. die man für teuer 
Geld beim Verlag kaufen muss.

Vermutlich stützt man sich dabei darauf das die Verordungen und Normen 
"Fachliteratur" sind und eben nicht für die Allgemeinheit bestimmt.

Und Fachleute kann man doch abzocken ...

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Karl K. schrieb:
> Das ist mir unklar: Ich will ja nicht den quasi-Gesetzescharakter der
> Normen anzweifeln, aber müssten die dann nicht auch frei zugänglich
> sein?

Ja.

Wir können ein Experiment machen: Lade eine der referenzierten 
DIN-Normen hier hoch und sofort wird einer deren Anwälte auf den Plan 
treten und glaubhaft versichern daß es sich hierbei MITNICHTEN um 
rechtsverbindliche Texte handelt sondern um urheberrechtlich geschützte 
Dokumente.

Autor: A. K. (prx)
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Bernd K. schrieb:
> daß es sich hierbei MITNICHTEN um
> rechtsverbindliche Texte handelt sondern um urheberrechtlich geschützte
> Dokumente.

"Die elektronische Version des Bundesgesetzblattes genießt generell 
Datenbankschutz nach §§ 87a ff UrhG. Dies be­zieht sich auch auf die 
ein­zel­ne Aus­gabe des Bun­des­ge­setz­blat­tes, die des­halb nicht 
ohne Zustim­mung des Ver­la­ges au­ßer­halb der ge­setz­lich­en 
Vor­schrif­ten ge­nutzt wer­den darf. Ei­ne un­ver­än­der­te 
Wei­ter­ver­wen­dung ent­nom­men­er pdf-Da­tei­en im Ori­gi­nal, die 
über den pri­va­ten Ge­brauch hi­naus­geht, ist da­her nicht 
statt­haft." (Webseite Bundesgesetzblatt)

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl K. (karl2go)
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A. K. schrieb:
> Die elektronische Version des Bundesgesetzblattes genießt generell
> Datenbankschutz...

Der Urheberschutz bleibt doch unbenommen von der freien Zugänglichkeit. 
Natürlich kann man Texte verfügbar machen und dennoch deren Nachdruck 
nur gegen Lizenz erlauben.

Autor: A. K. (prx)
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Karl K. schrieb:
> Der Urheberschutz bleibt doch unbenommen von der freien Zugänglichkeit.
> Natürlich kann man Texte verfügbar machen und dennoch deren Nachdruck
> nur gegen Lizenz erlauben.

Offensichtlich. Bernd zufolge sei das aber unvereinbar.

Man könnte natürlich die Veröffentlichung obligatorischer Normen mit 
Werbung finanzieren. Die Tarife kontextbezogener Werbung darin wären 
sicherlich recht ordentlich. ;-)

Bis 2018 war auch das Bundesgesetzblatt nicht frei lesbar im Netz 
verfügbar, obwohl ein Gesetz erst durch eine Veröffentlichung darin 
gültig wird. Die bislang massgebliche gedruckte Version kostet immer 
noch Geld. Änderung in Sicht: 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Gesetze-Offenes-Buergerportal-soll-Bundesgesetzblatt-abloesen-4259011.html

: Bearbeitet durch User

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