Der richtige Sicherungswert wird gesucht

Gast #5993880
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Hallo,

habe hier ein LCD-Voltmeter, das mir die Spannung von 13s LiIon anzeigen 
soll. Das Teil zieht bei 54.6V 1.6mA und versorgt sich aus der 
Mess-Spannung. Zur Absicherheit sollte eine Sicherung in die Leitung, 
ich fand bei meinem Teilen einen Rest an Picofuse mit 125mA. Eigentlich 
mehr als genug, sollte man meinen.

Zu meinem Erstaunen hat die verbaute Sicherung sofort ausgelöst. Eine 
weitere Picofuse nur manuell angehalten löste ebenfalls sofort aus, 
diesmal konnte man das kurze Aufblitzen in der Sicherung sehen.

Auf der Platine sitzt ein 470µF Elko, der am Ausgang des 3.3V 
Spannungsregler sitzt. Der scheint mir für den hohen Einschaltstrom 
verantwortlich, der die Sicherung auslöst. Wegen dem Spannungsregler auf 
der Platine habe ich hier schon einmal angefragt und Bilder eingestellt:
Beitrag "100V Spannungsregler, kennt wer die Schaltung"

Da ich nun doch Sicherungen kaufen muss, sollte ich für diese Anwendung 
den richtigen Wert wissen. Wegen der Bauform (axialer Widerstand) möchte 
bei den Picofuse bleiben.

Kann man den Wert berechnen?
Oder kauft man besser einige Werte und probiert aus?

Klaus
Gast #5993895
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Unwissender schrieb:
> Zu meinem Erstaunen hat die verbaute Sicherung sofort ausgelöst.

Dann lag das vielleicht daran, dass in dem LCD-Voltmeter ein Kondensator 
sitzt. Höchstwahrscheinlich hat der Ladepuls (Neudeutsch Inrush Current) 
deine Sicherung zerlegt. Achte auf die Auslösegeschwindigkeit bzw. das 
Schmelzintegral (s. Datenblatt der Sicherung).
Gast #5994073
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Wolfgang schrieb:
> Dann lag das vielleicht daran, dass in dem LCD-Voltmeter ein Kondensator
> sitzt.

Schrieb ich ja in meinem Eingangspost:

Unwissender schrieb:
> Auf der Platine sitzt ein 470µF Elko, der am Ausgang des 3.3V
> Spannungsregler sitzt. Der scheint mir für den hohen Einschaltstrom
> verantwortlich ...

Ich suche den passenden Wert für die Sicherung.
Eine Feinsicherung (5A träge) hat schon mal überlebt.
Gast #5994078
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Unwissender schrieb:
> Ich suche den passenden Wert für die Sicherung.
> Eine Feinsicherung (5A träge) hat schon mal überlebt.

Ziel der Sicherung ist, im Fehlerfall vor thermischer Zersetzung zu 
bewahren. Du musst also prüfen, ob der Rest deines Aufbaus (Verkabelung, 
Steckkontakte, Leiterbahnen) im Fehlerfall (wovon?) diesen Strom auch 
verträgt.
Gast #5994487
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Der offensichtlich gewaltige Anlaufstrom hat mich jetzt doch 
interessiert, so dass ich mal über einen Shunt mit 4,1Ohm den 
Spannungsabfall bei 54.6V beim Einschalten dargestellt habe (Foto).
Nochmal zur Erinnerung: Das Display nimmt im Betrieb 1.6mA auf.

Ich sehe ungefähr 3,4V (Tastkopf 1:1) über eine Länge von ca. 1,5ms. Das 
entspricht bei dem Shunt von 4,1Ohm einem Strom von 830mA. Davor sieht 
man noch einen kurzen Peak von knapp 1,5A.

Kein Wunder, dass eine flinke Picofuse mit 125mA auslöst. Bei einem 
solchen Anlaufstrom würde jeder Drehstrommotor neidisch werden.

Wäre eine träge Picofuse mit 125mA eigentlich träge genug?
Angehängte Dateien:
Gast #5994573
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Unwissender schrieb:
> . Das Teil zieht bei 54.6V 1.6mA und versorgt sich aus der
> Mess-Spannung. Zur Absicherheit sollte eine Sicherung in die Leitung,
Dann bleibt dir nicht anderes übrig als den (hochohmigen) Messeingang 
mit einer weiteren Leitung an deine Lipos zu bringen, und den 
Versorgungskreis aufzutrennen und entsprechend der Strippendicke träge 
abzusichern. Ansonsten hast du einen Messfehler (Spannungsabfall über 
die Sicherung).
Gast #5995911
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Unwissender schrieb:
> Auf der Platine sitzt ein 470µF Elko, der am Ausgang des 3.3V
> Spannungsregler sitzt.

Wozu soll der gut sein? Der ist nur hinderlich für den Spannungsregler. 
Im DB steht was von 1µF. Nimm wegen mir 10µ. Aber dann ist auch gut. 
Dein Akku ist ja wie ein riesiger Kondensator.

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