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Forum: PC Hard- und Software Ortsnetz Internet


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Autor: Nano (Gast)
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Das Internet, wie wir es kennen, ist wie jeder weiß, ein weltweites 
Netzwerk.

Jetzt habe ich mir aber mal überlegt, wenn die Geschichte des weltweiten 
Computernetzwerks und damit auch die Technik dahinter etwas anders 
gelaufen wäre, dann hätten wir jetzt vielleicht, wie damals beim 
Telefonnetz, eine Unterscheidung in weltweitem Netz und einem Ortsnetz.
Übertragen auf das jetzige Internet könnte man sich das so vorstellen, 
dass zwar jeder eine weltweit erreichbare eindeutige ID hätte (also im 
Prinzip die IP Adresse), aber die Rechner, die hinter dem eigenen 
Rechner das Netz aufbauen, könnten lokale ortsgebundene Gruppierungen 
sein, die sich untereinander und mit den anderen ferneren Gruppierungen 
austauschen können.

So einen Sachverhalt findet man im realen Internet eigentlich nur beim 
eigenen Internet Service Provider (ISP) vor, dessen lokaler 
Einwahlknoten bildet eine lokale Gruppe, nicht aber zwischen den 
Einwahlknoten verschiedener ISPs des gleichen Orts.

Was wäre der Vorteil gewesen?

Nun, diejenigen die nur zwischen ortsnahen Bekannten oder ortsnahen 
eigenen Internetanschlüssen (z.b. Internet im eigenen Schrebergarten) 
Dateien austauschen müssten, die könnten das dann zu einem Ortstarif 
machen.
Da diese Daten in der Praxis nur die lokale ortsgebundene Gruppe an 
Servern belasten dürfte, nicht aber der Rest des Internets.

Damit wären also getrennte Preisstaffelungen wie früher beim Telefon 
möglich gewesen. Da gab es das Fernnetz und das Ortsnetz und die Kosten 
waren aus ähnlichen Gründen unterschiedlich hoch.
Wer also nur von seinem Schrebergarten aus in sein lokales Netz Zuhause 
Daten hinschicken müsste, dem würde ein eingeschränkter Tarif für den 
Ortsbereich genügen. Damit erreicht er sein lokales Netz Zuhause und das 
hat ja einen vollwertigen Internetanschluss aus dem er sich mit weiteren 
Hops dann rauswählen könnte.
Anstatt also zweimal 30 € pro Monat zu bezahlen oder auf diese 
Möglichkeit, wie bei Schrebergarten momentan der Fall zu verzichten, 
wäre es also möglich gewesen, dass er für Zuhause wie gehabt einmal ca. 
30 €/Monat zahlt und für seinen Ortsanschluss in seinem Schrebergarten 
mit nur logischem Zugriff auf die Rechner im Ort nur 5-10 € pro Monat 
und das bei üblicher DSL Geschwindigkeit.

Ähnlich interessant wäre das auch für Fälle, wenn man bei Oma und Opa 
nur ein Videotelefon installieren wollte, damit man sehen kann, wie es 
denen gerade geht. Vorausgesetzt natürlich, sie brauchen kein 
vollwertiges Internet, weil sie bspw. damit nicht umgehen könnten.
Das Netz selbst hätte, wie gehabt, auch in so einem Fall paketorientiert 
funktionieren können, so wie das heutige Internet wie wir es kennen.

Natürlich ist das alles anders gekommen und das Internet ist so wie es 
ist ein globales Netz geworden, bei dem der Internetanschluss bei 
Provider A und der Internetanschluss bei Provider B genauso fremd ist, 
wie zu dem Internetprovider C irgendwo in Hongkong, obwohl die lokalen 
Einwahlknoten von Provider A und B vielleicht nur 20 m gegenüber in der 
gleichen Straße stehen.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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hätte hätte moppedkette

Autor: abc.def (Gast)
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Schau mal bei freifunk.net
Wenn alle mitmachen, ist das so wie gewünscht.

Autor: abc.def (Gast)
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Jens M. schrieb:
> hätte hätte moppedkette

Hilft das in irgendeiner Weise weiter?
Das dokumentiert nur, daß du keine Ahnung hast von dem, auf was du 
antwortest.

Autor: Energieverheizer (Gast)
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Der Grundgedanke bei diesem Internet war eine Ortsunabhängige 
Infrastruktur zu schaffen bei der die Daten beliebige beliebiege Wege 
nehmen können.
Und das ist auch gut so.

Autor: User (Gast)
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Und wie sollen die US Geheimdienste auf die Daten zugreiffen wenn sie 
nur in einem lokalen Ortsnetz sind?

Das Internet ist NICHT gebaut um Zivilisten eine weltweite freie 
Kommunikation zu ermöglichen.

Wo kommen wir dahin?

Autor: Paul (Gast)
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User schrieb:
> Das Internet ist NICHT gebaut um Zivilisten eine weltweite freie
> Kommunikation zu ermöglichen.

Genau, es ist einzig dafür da irgendwelche Verschwörungstheorien zu 
verbreiten.

und P.o.r.n.o.s

Youtube-Video "7. The Internet Is for Porn"

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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abc.def schrieb:
> Hilft das in irgendeiner Weise weiter?
> Das dokumentiert nur, daß du keine Ahnung hast von dem, auf was du
> antwortest.

Sagt der (Gast), der Freifunk empfiehlt.
Ich lese nur "wäre", "hätte", "könnte" usw. usf., das übliche 
Aluhutgeschwafel.

Was meinst du, warum das L in LAN für Local steht?
Weil das was du als "Internet" bezeichnest schon genau das kann was du 
da meinst.
Keiner zwingt dich, irgendeinen Internetprovider zu nutzen, du kannst 
genau so gut ein Patchkabel über den Zaun schmeißen und dich an deinen 
Nachbarn andocken um mit dem Schweinfilme zu tauschen, was für beide 
kostenlos wäre.
Deine Preisreduzierung für halbe Leistung ist Schrott, denn die 
Monatsgebühr ist mitnichten für den Datentransfer, der kostet "nix".

Freifunk ist in dem Falle auch nichts weiter als ein Provider, der alle 
Leute um die halbe Welt routet, damit die keine Probleme mit der 
Störerhaftung haben.
Du und dein Nachbar können sich via Freifunk trotzdem nicht direkt sehen 
(zumindest in der hier üblichen Implementation).
Und das ist auch gut so.

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Autor: DPA (Gast)
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Jens M. schrieb:
> Was meinst du, warum das L in LAN für Local steht?

Der vollständigkeithalber noch die anderen Begriffe: WAN (Wide Area 
Network) MAN (Metropolitan Area Network) GAN (Global Area Network)

Autor: Experte (Gast)
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Nano schrieb:
> Natürlich ist das alles anders gekommen und das Internet ist so wie es
> ist ein globales Netz geworden, bei dem der Internetanschluss bei
> Provider A und der Internetanschluss bei Provider B genauso fremd ist,
> wie zu dem Internetprovider C irgendwo in Hongkong,

Das ist falsch.

Wenn Provider A und B miteinander peeren, sind sie sich eben nicht 
fremd.

Nur: Aus technischen und organisatorischen Gründen ist es günstiger und 
einfacher an großen zentralen Punkten zu peeren, die durchaus sehr weit 
weg sein können.

Ein Vergleich mit der Transport-Logistik hilft: Da werden Pakete und 
Briefe auch nicht vom Postamt in Stadt A mit dem Kleinbus zum 
Briefträger in der Nachbarstadt B gefahren. Sondern das ganze Zeug wird 
eingesammelt, geht zu einem regionalen Verteilzentrum und von dort zur 
Nachbarstadt oder zu einem überregionalen Verteilzentrum. Dabei ist es 
günstiger, das Material abends 100 Kilometer weit zu fahren, dann zu 
verarbeiten, und Nachts wieder 95 Kilometer zurück zu fahren.

Diese ganzen Strukturen existieren, weil sie effizient sind. Da gibt es 
kein hätte und könnte.

Selbst bei einen LAN ist es doch so: Anstatt überall kleinste Switche 
hinzupflanzen, ist es günstiger alle Netzwerkleitungen an einen 
zentralen Punkt zu führen, und dort leistungsfähige Switche und Router 
zu installieren.

Autor: Nano (Gast)
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Jens M. schrieb:
> Was meinst du, warum das L in LAN für Local steht?
> Weil das was du als "Internet" bezeichnest schon genau das kann was du
> da meinst.
> Keiner zwingt dich, irgendeinen Internetprovider zu nutzen, du kannst
> genau so gut ein Patchkabel über den Zaun schmeißen und dich an deinen
> Nachbarn andocken um mit dem Schweinfilme zu tauschen, was für beide
> kostenlos wäre.

Ja, dann zieh doch mal ein Patchkabel zu deinem nur 1 km entfernten 
Freund durch den Garten all der anderen anliegenden Grundstücke und über 
die paar Straßen, die du dann überqueren musst.


> Deine Preisreduzierung für halbe Leistung ist Schrott, denn die
> Monatsgebühr ist mitnichten für den Datentransfer, der kostet "nix".

Das sehe ich nicht so. Die Belastung des Netzes ist eine ganz andere, 
wenn ortsnaher Traffic nur ortsnah übertragen wird und nicht erst über 
Umwege halb Europa überquert.

Autor: A. K. (prx)
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Kommunikation im Internet und dem Vorgänger Usenet war von Anfang an 
überregional bis international. Lokal an der Uni (woraus diese Netze 
erwuchsen) konnte man direkt miteinander quatschen, Netz war unnötig.

Mit diesen Netzen entstand sofort eine nicht-lokale und auch 
grenzüberschreitende Kommunikation. Genau das war der Reiz daran. Lokal 
waren nur die Zugangspunkte, nicht aber die Gesprächspartner. Das war 
auch bei Mailboxnetzen wie dem Fidonet so.

Virtuelle Regionen der Netze ergaben sich aus den Sprachen, die man 
beherrschte, nicht aus der Geografie. Weshalb zwischen D, A und CH 
unterscheiden, oder Expats ausgrenzen?

Autor: seere (Gast)
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Herzlichen Glückwunsch. Du hast grade das Prinzip der Mailboxnetze der 
80er erfunden.

Autor: A. K. (prx)
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Nano schrieb:
> So einen Sachverhalt findet man im realen Internet eigentlich nur beim
> eigenen Internet Service Provider (ISP) vor, dessen lokaler
> Einwahlknoten bildet eine lokale Gruppe, nicht aber zwischen den
> Einwahlknoten verschiedener ISPs des gleichen Orts.

Wobei diese Kleinräumigkeit von ISPs keineswegs selbstverständlich ist. 
Die ersten Jahre von DSL konnten stark zentralisiert sein. Je nach 
Provider fand der Übergang der DSL-Trägerprotokolle ins TCP/IP nur an 
wenigen oder gar nur einer einzigen Stelle in D statt. Bei Geolocation 
fand ich mich anfangs 500km entfernt, später 200km. Das ist heute 
dezentraler als früher.

> Nun, diejenigen die nur zwischen ortsnahen Bekannten oder ortsnahen
> eigenen Internetanschlüssen (z.b. Internet im eigenen Schrebergarten)
> Dateien austauschen müssten, die könnten das dann zu einem Ortstarif
> machen.

Das Internet als Medium der örtlichen Feierabendkicker ist 
vergleichsweise neu. Es konnte erst aufkommen, als ein Internetanschluss 
quasi für alle selbstverständlich wurde. Da war aber alles schon 
gelaufen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jan H. (j_hansen)
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Nano schrieb:
> Was wäre der Vorteil gewesen?

Den Netzbetreibern würde es bestimmt gefallen, wenn sie für eine 
Ferndatenübertragung extra die Hand aufhalten könnten. Sonst sehe ich 
keinen Vorteil.

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Nano schrieb:

Wie bewusst hast du die 90er erlebt?

Anfang der 90er hat man zu CompuServe oder T-Online oder dem 
BulletinBoard oder oder eine Verbindung aufgebaut und war ersteinmal nur 
in deren Netz.
Manche Anbieter hatten sogar keine Internetseiten sondern waren nur in 
ausgewählten Netzwerken vertreten.

Wollte man ins Internet, musste man extra bezahlen.

> ... wenn die Geschichte des weltweiten
> Computernetzwerks und damit auch die Technik dahinter etwas anders
> gelaufen wäre,
ist sie aber nicht, wir wollten in den 90ern nicht nur das sehen, was 
Nachbars Katze machte, sondern wollten raus in die Welt.

> dessen lokaler
> Einwahlknoten bildet eine lokale Gruppe, nicht aber zwischen den
> Einwahlknoten verschiedener ISPs des gleichen Orts.
> Was wäre der Vorteil gewesen?
Man wäre im Zugriff auf das beschränkt was im lokalem Netz ist. Ist das 
ein Vorteil?

> zu einem Ortstarif machen.
eine email von einem T-online Kunden zu einem T-online Kunden war damals 
gratis, wurde an jemanden versend der nur über das Internet zu erreichen 
war (z.B. an einen CompuServe  Kunden), kostede das extra (pay per 
volume)... das war eine Goldgrube.

> Da diese Daten in der Praxis nur die lokale ortsgebundene Gruppe an
> Servern belasten dürfte, nicht aber der Rest des Internets.
Du hast den Sinn von TCP verstanden?
alt aber immer noch gut: https://www.ietf.org/rfc/rfc0675.txt

Damals hatten wir Protokolle von Novell, Microsoft, Apple etc pp - alle 
miteinander inkombatibel und z.T. mit Bedarf von manueller 
Konfiguration.
Das war nicht gerade komfortabel.

> Damit wären also getrennte Preisstaffelungen wie früher beim Telefon
> möglich gewesen.
Gab es ja auch.

> Wer also nur von seinem Schrebergarten aus in sein lokales Netz Zuhause
> Daten hinschicken müsste, dem würde ein eingeschränkter Tarif für den
> Ortsbereich genügen.
Branch-2-Branch Connection gibt es heute auch noch. Nicht sehr attraktiv 
für Private mit Schrebergarten, aber Banken machen das durchaus.
T-System nennt das "International Brach-connect".

> Damit erreicht er sein lokales Netz Zuhause und das
> hat ja einen vollwertigen Internetanschluss aus dem er sich mit weiteren
> Hops dann rauswählen könnte.
Heute sichert man sich gerne mit VPN ab, prinzipiell dasselbe, nur in 
Software.

> Anstatt also zweimal 30 € pro Monat ...einmal ca.
> 30 €/Monat zahlt ....5-10 € pro Monat
Das was richtig Geld kostet sind die letzten Meter und die 
Kundenadministration.

Schau dir mal die Kostenstruktur eines Netzwerkbetreibes an.
Mein ISP verlagt 9 EUR für den ersten Anschluss und 6 EUR für den 
zweiten Anschluss desselben Debitors. 3 EUR gehen alleine drauf um einen 
Debitor zu handtieren. Klingt blöd, aber selbst der Kassenwart der 
Jugendabteilung vom TSV Plattengülle kennt die Herausforderungen.

> Natürlich ist das alles anders gekommen
weil wir in den 90ern es leid waren jedesmal Verbindungen manuel zu 
konfigurieren vorher anzurufen wie ich die Verbindung denn zu 
konfigurieren habe. Ich glaube das ich damals so 9-12 
Konfigurationsdateisätze hatte.
Als ich über den das RZ der Uni ins Internet kam war der Spuk vorbei.

Autor: Msd (Gast)
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User schrieb:
> Das Internet ist NICHT gebaut um Zivilisten eine weltweite freie
> Kommunikation zu ermöglichen.

Es wurde aber auch nicht gebaut um Zivilisten auszuspionieren, wie 
vielleicht aus deiner Aussage interpretiert werden kann.

Autor: Andre (Gast)
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Nano schrieb:
> Damit wären also getrennte Preisstaffelungen wie früher beim Telefon
> möglich gewesen.

Das hätte jetzt genau welchen Vorteil?

Mehrkosten für mich, wenn ich etwas weiter über den Tellerrand schauen 
möchte (z.B. Inhalte vom Spiegel aus Hamburg lesen) als mir mein 
Ortsnetz erlaubt?

Dein Schrebergarten Beispiel hinkt auch irgendwie. Wie soll man sowas 
absichern? Irgendwie ist der Garten in deinem LAN, aber eigentlich auch 
nicht weil es über den ISP läuft. Ein dezidiertes Kabel werden sie dir 
da nicht hin legen (können), als muss das über Router/VPN laufen.
Das klingt nach totalem Chaos wenn man das mit mehr als fünf Nutzern 
aufziehen will.

Autor: Georg (Gast)
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Nano schrieb:
> Die Belastung des Netzes ist eine ganz andere,
> wenn ortsnaher Traffic nur ortsnah übertragen wird

Das dürfte schlichtweg falsch sein. Der durchschnittliche Internetnutzer 
kommuniziert keineswegs hauptsächlich mit seinen Nachbarn.

Wenn ich mir das bei mir so überlege, dürften Kontakte innerhalb eines 
km bei mir weniger als 0,1 % ausmachen.

Georg

Autor: A. K. (prx)
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Georg schrieb:
>> Die Belastung des Netzes ist eine ganz andere,
>> wenn ortsnaher Traffic nur ortsnah übertragen wird
>
> Das dürfte schlichtweg falsch sein. Der durchschnittliche Internetnutzer
> kommuniziert keineswegs hauptsächlich mit seinen Nachbarn.

Formal habt ihr beide recht. ;-)

Er: Wenn der Traffic lokal ist, spart es Daten.
Du: Da er i.d.R. nicht lokal ist, spart es nichts.

: Bearbeitet durch User
Autor: Nano (Gast)
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Andre schrieb:

> Dein Schrebergarten Beispiel hinkt auch irgendwie. Wie soll man sowas
> absichern? Irgendwie ist der Garten in deinem LAN, aber eigentlich auch
> nicht weil es über den ISP läuft.

Es wären zwei LANs, beide verbunden mit dem Ortsnetz das über lokale 
Server von vielen ISP im Ort miteinander logisch verbunden ist.

Ob du dann einen VPN oben drauf setzt, ist allein deine Entscheidung.
Im Prinzip geht's nur um die geringen Traffickosten.

Autor: Nano (Gast)
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Sebastian L. schrieb:

Du hast den ganzen Thread und das Philoshopieren darüber nicht 
verstanden, in deinem Kommentar ist viel zu viel Hass, Besserwisserrei, 
Halbwissen und nicht verstehen wollen enthalten.



> Anfang der 90er hat man zu CompuServe oder T-Online oder dem
> BulletinBoard oder oder eine Verbindung aufgebaut und war ersteinmal nur
> in deren Netz.

Eben, getrennte ISP, die nicht miteinander verbunden waren.


> Wollte man ins Internet, musste man extra bezahlen.

Ich sag ja, nicht verstanden.


>> ... wenn die Geschichte des weltweiten
>> Computernetzwerks und damit auch die Technik dahinter etwas anders
>> gelaufen wäre,
> ist sie aber nicht,

Liest sich wie, Bäff, Bäff.
Also Hass und Besserwisserrei gepaart mit dem Mangel den Sinn des 
Threads zu verstehen.



>> dessen lokaler
>> Einwahlknoten bildet eine lokale Gruppe, nicht aber zwischen den
>> Einwahlknoten verschiedener ISPs des gleichen Orts.
>> Was wäre der Vorteil gewesen?
> Man wäre im Zugriff auf das beschränkt was im lokalem Netz ist. Ist das
> ein Vorteil?

Das war keine Frage an dich, sondern ich habe die Frage gestellt und 
gleich darauf beantwortet.
Daher, Thread und Sinn des Philosophierens nicht verstanden.

Im Zugriff wäre man übrigens nur mit dem 5 € Sparflatratetarif, den es 
für das Ortsnetz gäbe beschränkt, wer nach wie vor Internet will, zahlt 
ganz normal seine > ca. 30 €.

Fazit:
Es hätte sich nichts für volle Ferninternetverbindungen zum Schlechteren 
geändert, lediglich die Verbindungen und Anschlüsse innerhalb 
ortsgebundener Gruppen wäre günstiger.


>> Da diese Daten in der Praxis nur die lokale ortsgebundene Gruppe an
>> Servern belasten dürfte, nicht aber der Rest des Internets.
> Du hast den Sinn von TCP verstanden?

Ja, warum soll hier TCP nicht funktionieren?
Du benutzt es doch auch in deinem LAN und hast dort kein anderes 
Protokoll.


> Damals hatten wir Protokolle von Novell, Microsoft, Apple etc pp - alle
> miteinander inkombatibel und z.T. mit Bedarf von manueller
> Konfiguration.
> Das war nicht gerade komfortabel.

Hier irrelevant.


>> Damit wären also getrennte Preisstaffelungen wie früher beim Telefon
>> möglich gewesen.
> Gab es ja auch.

Nein, du hattest entweder das Netz deines ISP oder zusätzlich Internet.
Ein Ortsnetz zwischen vielen ISP gab es nicht, dazu musstest du ins 
Internet und gingst dann über die teure paketorientierte Fernleitung.

Nochmal, guck dir an, wie man das Telefonnetz aufgebaut und in Ortsnetz 
und ein Fernnetz aufgeteilt hat.

Man hat das gemacht, weil man bei einem Orts zu Orts Gespräch nicht über 
die Infrastruktur von fernen Leitungen gehen musste, das sparte Geld und 
Kosten.
Mit TCP/IP kann man so etwas ganz genauso aufziehen.

In Firmen nennt man das Switches z.B. für jede Abteilung ein eigener.
Das ist aber noch lange keine Verbindung zwischen Firma und Firma des 
gleichen Orts.


>> Damit erreicht er sein lokales Netz Zuhause und das
>> hat ja einen vollwertigen Internetanschluss aus dem er sich mit weiteren
>> Hops dann rauswählen könnte.
> Heute sichert man sich gerne mit VPN ab, prinzipiell dasselbe, nur in
> Software.

Nein, das ist nicht das gleiche, weil es nicht günstiger ist.
Du nutzt dazu die, ich nenne das jetzt mal so, die "Ferninfrastruktur".


>> Anstatt also zweimal 30 € pro Monat ...einmal ca.
>> 30 €/Monat zahlt ....5-10 € pro Monat
> Das was richtig Geld kostet sind die letzten Meter und die
> Kundenadministration.

Das stimmt nicht. Die letzten Meter kosten nur bei der Errichtung des 
Netzes richtig viel Geld.
Später, wenn diese Infrastruktur abbezahlt ist, kostet der Traffik 
zwischen und zu den großen Knoten Geld, selbst wenn es da Vereinbarungen 
gibt, sich gegenseitig die Daten kostenlos zu schicken muss ständig die 
Hardware mit viel Aufwand nachgerüstet werden um die Traffiklast tragen 
zu können.


> Schau dir mal die Kostenstruktur eines Netzwerkbetreibes an.
> Mein ISP verlagt 9 EUR für den ersten Anschluss und 6 EUR für den
> zweiten Anschluss desselben Debitors. 3 EUR gehen alleine drauf um einen
> Debitor zu handtieren. Klingt blöd, aber selbst der Kassenwart der
> Jugendabteilung vom TSV Plattengülle kennt die Herausforderungen.

Anschlussgebühren sind immer teurer als laufende Kosten, weil sie einen 
manuellen Eingriff erfordern.

Autor: Nano (Gast)
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Andre schrieb:
> Das hätte jetzt genau welchen Vorteil?
>
> Mehrkosten für mich, wenn ich etwas weiter über den Tellerrand schauen
> möchte (z.B. Inhalte vom Spiegel aus Hamburg lesen) als mir mein
> Ortsnetz erlaubt?

Nein, weniger kosten für dich, wenn du die mit Rechnern im Ort 
verbindest, ansonsten das, was so sonst jetzt auch schon bezahlst.

Autor: Nano (Gast)
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Georg schrieb:
> Nano schrieb:
>> Die Belastung des Netzes ist eine ganz andere,
>> wenn ortsnaher Traffic nur ortsnah übertragen wird
>
> Das dürfte schlichtweg falsch sein. Der durchschnittliche Internetnutzer
> kommuniziert keineswegs hauptsächlich mit seinen Nachbarn.

Das habe ich nirgends behauptet.

Fest steht nur, dass du jetzt nen vollen Internetzugang buchen müsstest, 
wenn du in deinem Schrebergarten auf dein LAN Zuhause zugreifen 
wolltest.
Es ist also Schweine teuer, da du mindestens zweimal 30 € zahlen 
müsstest.


> Wenn ich mir das bei mir so überlege, dürften Kontakte innerhalb eines
> km bei mir weniger als 0,1 % ausmachen.

Es gibt auch Menschen die haben Freunde in der näheren Umgebung.
Die müssten dann für gute Pingraten keinen Gameserver nah an den 
Internetknoten buchen, sondern könnten einen eigenen Zuhause aufstellen 
und hätten trotzdem eine super Ping, da sie sich alle in der gleichen 
Ortsgruppe befinden würden.
Und das ist nur ein Beispiel.

Natürlich eines, das Jugendliche viel mehr betrifft als Erwachsene, 
letztere ziehen ja oftmals voneinander weg.
Aber früher war das immer ein nervender Punkt, dass man für ne Lan Party 
wegen 500 m Entfernung die Rechner hin und her schleppen musste.
Mit einem Ortsnetzinternet hätte es fast nichts gekostet, wäre für 5 € 
im Monat richtig billig gewesen und hätte super Pingzeiten erlaubt.

Autor: Jan H. (j_hansen)
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Nano schrieb:
> Mit einem Ortsnetzinternet hätte es fast nichts gekostet, wäre für 5 €
> im Monat richtig billig gewesen und hätte super Pingzeiten erlaubt.

Wie kommst du auf 5€ pro Monat? Das Teure ist eben nicht, den Traffic 
durch die Welt zu schicken, sondern die Infrastruktur und Service. Statt 
30€ würde so etwas also vielleicht 28,50€ kosten. Bald deutlich mehr, 
weil das niemand buchen und trotzdem Fixkosten verursachen würde.

Warum glaubst du, gibt es kabelgebunden so viele Flatrate-Tarife? Weil 
der Traffic nichts kostet, die Zählung und genaue Abrechnung hingegen 
schon. Der Provider hofft halt, dass die Volumentarifkunden irgendwann 
ihr Kontingent überschreiten und dann ordentlich aufzahlen (vgl. 
Roaming).

Autor: A. K. (prx)
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Nano schrieb:
> in deinem Kommentar ist viel zu viel Hass,

???

> In Firmen nennt man das Switches z.B. für jede Abteilung ein eigener.

Das ist eher über geografische als logische Nähe aufgezogen. Die sind 
nicht deshalb miteinander verbunden, weil sie zur Abteilung gehören, 
sondern weil die Leute aus der Abteilung vielleicht alle miteinander in 
einem Stockwerk sitzen. Eine andere Abteilung im gleichen Stockwerk ist 
dann mit drin, die mangels Platz in den Stock darunter ausgelagerte 
Kollegin aber nicht. Man kann sowas heute zwar in logische Netze 
trennen, aber wir betrachten hier ja die Historie der Entwicklung von 
Vernetzung, nicht den aktuellen Stand.

Verbindungen im Schrebergarten haben in deinem Modell nicht deshalb 
einen kürzeren Weg, weil sie ein ähnliches Profil haben, sondern weil 
sie physisch nebeneinander hocken. Bei Verbindungen zwischen 
Feierabendkickern, die sich über die ganze Stadt mit Nahbereich 
verteilen, sieht das schon anders aus. Ebenso Einladungen zwischen den 
Schrebergärtnern, wenn sie sich grad nicht dort aufhalten.

Pflegst du tatsächlich so innig mit den Nachbarn im Wohnblock oder 
deiner Strasse zu kommunizieren, dass es lohnen könnte, diese 
physikalische Nähe auch netzlogisch entsprechend aufzuziehen? Ja, man 
könnte die gewachsene Struktur des Netzes durch eine staatlich minutiös 
geplante neu aufziehen (*). Aber wozu? Der Bedarf ist schlicht nicht 
vorhanden.

*: Also theoretisch könnte man es. Rein praktisch würde das hierzulande 
so lange dauern, dass bei Fertigstellung schon niemand mehr wüsste, was 
das Internet früher einmal war. ;-)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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das erinnert mich an Bakus Satz:

Gerade neulich habe ich einen Film gesehen, da klingelte ein W48, die 
Sekretärin nahm ab und sagte:
"Herr Kommissar! Ferngespräch! Stuttgart!" (Der Film spielte in 
München).

hier sein Link
Beitrag "Ich habe auch mal was fertig (W48 mobil)"

Ferngespräche waren teuer, vor allem vor 18 Uhr

Autor: Bastler_HV (Gast)
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Der Knackpunkt ist das Kostenmodell und die Nachfrage.
Der TO zaubert 5 Eur aus dem Hut, 28,50 werden auch genannt.

- Nachfrage
Wer wird einen Internetanschluss bestellen, der Google, Bank, Zeitung, 
Emailprovider usw. nicht erreichen kann?
Allenfalls als Zweitanschluss für Homeautomation im Schrebergarten (und 
dann natürlich mit dem Trick, dass ich mit VPN über meinen Homeanschluss 
doch wieder ins WWW komme).

-> Nachfrage ist klein, und nur bei deutliche geringeren Kosten 
überhaupt vorhanden.

- Kostenmodell
Der Proveider hat keine Kostenvorteile bei
- Anschlusseinrichtung
- Anschlussinfrastruktur
- Rechnungsstellung
- Störungsbehandlung

usw.

Der Provider muss zusätzlich Ortsverkehr und Fernverkehr unterscheiden 
-> Mehraufwand bei Routerkonfiguration

Kostenvorteil für den Provider:
- keine Ferndatenübertragung, Pairingkosten.

Zusatzkosten für den Provider
- Störungsbehandlung: WWW-Kunde kommt nur ins Ortsnetz
    Ortsnetzkunde kommt auch ins WWW (ok, der wird sich nicht 
beschweren, aber der Provider verliert Geld)

Meine Einschätzung:
Die Datenübertragung- und Pairingkosten sind im Centbereich, die zwei 
Tarifmodelle kosten dem Provider deutlich mehr als ein Eintarifmodell.
Und für 29 Euro bestellt sich niemand einen Ortsanschluss wenn der 
WWW-Anschluss 30Eur kostet.

Man bestellt sich ja auch kein "nur Ortsnetz-Telefon"

Bei den Internetanschlüssen hat sich die Flatrate durchgesetzt, d.h. 
Traffickosten sind heute vernachlässigbar.

Autor: sid (Gast)
Datum:

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Wenn man sich mit dem Internet auskennt und nur einen Hauch seiner 
Geschichte kennt...

der hätte den Eingangspost überhauptnicht erstellt!

"..wenn der Elefant eine Gazelle wäre hätte er dünnere Beine.. stelle 
man sich mal...."
nee, danke wirklich nicht.

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