Hallo,
ich habe ein neues Labornetzteil. Ich hatte hier gerade eine LED
rumliegen, die Kerzenlicht immitiert. Schließe ich diese an uns Stelle
Spannung und Strombegrenzung ein passiert folgendes:
1. Ich schalte den Lastausgang ein, die LED geht nicht an.
2. Sobald ich mit einer der Messespitzen meines DMM eins der Beinchen
der LED berühre, geht sie an.
Alternativ geht ein an und abklemmen eines der Beinchen, wenn der
Lastausgang an ist. Beim wieder anklemmen, geht die LED an.
Was ist hier faul?
Nach weiteren versuchen ist das Verhalten vollkommen nicht
deterministisch:
Ein und ausschalten über den Lastausgangtaster geht mal und mal nicht.
Wenn es nicht geht, hilft die Vorgehensweise aus meinem ersten Post
immer.
Flackerkerzen sind ja mit einem Chip ausgestattet. Könnte sein, das
dessen Brownout-Detection mit 2.8V gerade nicht einschaltet, wohl aber
eingeschaltet bleibt, wenn vorher (einmalig) etwas mehr Spannung anliegt
(Hysterese). Mit der Prüfspitze und dem Kabel koppelst du etwas ein, das
reicht dann zum Start.
Danke Harald! Nach etwas Debugging, glaube ich, liegt das Problem an
meinen Einstellungen.
Die LED braucht mehr als die angegebenen 20mA. Setze ich c.c. hoch, geht
die LED immer. Offensichtlich schaltet also der IC in der LED bei zu
wenig Strom gar nicht erst. Das Problem ist somit gelöst.
Martin schrieb:> 2,8V und 20mA, laut Datenblatt beträgt die LED zwischen 2,5 und 5V.
Es macht doch selten Sinn ein LNG mit so einem LED-Test zu quälen, erst
recht nicht so einen "Metzger" wie das 3005, egal ob da jetzt Korad, RNG
oder sonstwas drauf steht.
Das Labornetzteil fährt seine Ausgangsspannung langsam von Null an hoch
(tun viele andere auch). Möglicherweise benötigt der Mikrocontroller in
dieser Flacker-LED einen schnelleren Spannungsanstieg, um richtig zu
starten.
Der gleiche Effekt tritt ab und zu auch mit Smartphone-Netzteilen an
Arduino Modulen auf.
M. K. schrieb:> Es macht doch selten Sinn ein LNG mit so einem LED-Test zu quälen
Laber nicht!
Martin schrieb:> Setze ich c.c. hoch, geht die LED immer
Weil die Ausgangsspannung des Netzteils dann schneller ansteigt. Direkt
hinter der Frontplatte hängen an den Ausgangsbuchsen relativ dicke
Kondensatoren, die sind daran Schuld. Komm jetzt aber bitte nicht auf
die Idee, sie zu entfernen. Die Kondensatoren sind notwendig, um die
Regelung zu stabilisieren.
Stefanus F. schrieb:> Das Labornetzteil fährt seine Ausgangsspannung langsam von Null an hoch> (tun viele andere auch)
Öhm, nein. Wenn man den ON/OFF-Knopf an der Front drückt klackt da nur
ein Relais dass sie eingestellte Spannung von der LNG-Platine auf die
Buchsen schaltet. Da wird nix langsam hoch gefahren. DAS machen viele
andere LNGs auch.
Ich habe nicht vor an dem lnt etwas zu verändern. Meins ähnelt dem
Netzteil, welches als letztes in dem eevblog Thread erwähnt wurde. Ich
habe es nicht geöffnet, aber den riesigen Elko sieht man gut durch die
Schlitze:
https://i49.servimg.com/u/f49/14/75/42/81/psu10.jpg (URL kopiert aus
eevblog Thread)
@M.K.
Mir ging es darum, das lnt einfach zu testen. Die LED ist das erstbeste
Bauteil was mir über den Weg gelaufen ist. Ich habe das NT erst gestern
erhalten. Ist gerade im Angebot bei v Reichelt für 85 Euro.
Die eingestellte Ausgangsspannung ist zumindest sehr
M. K. schrieb:> Stefanus F. schrieb:> Das Labornetzteil fährt seine Ausgangsspannung langsam von Null an hoch> (tun viele andere auch)>> Öhm, nein. Wenn man den ON/OFF-Knopf an der Front drückt klackt da nur> ein Relais dass sie eingestellte Spannung von der LNG-Platine auf die> Buchsen schaltet. Da wird nix langsam hoch gefahren. DAS machen viele> andere LNGs auch.
Bei meinem klackt da übrigens kein Relais. Man hört absolut gar nichts,
mit Ausnahme des etwas nervigen Lüfters der etwas klackert, vermutlich
durch pwm.
Was mir bisher aufgefallen ist:
Die pieptöne die das Gerät von auch gibt, klingen immer mal etwas
anders, unklar warum.
Laut Anleitung soll bei erreichter OCP die LED blinken. Bei mir blinkt
da nichts, der Ausgang schaltet einfach ab (wie er soll).
Leider habe ich kein gutes Oszilloskop zur Hand. Mich würde mal die
restwelligkeit sowie Überschwingen interessieren.
Martin schrieb:> Die pieptöne die das Gerät von auch gibt, klingen immer mal etwas> anders, unklar warum.
Ich habe ein andere KA3005xx Modell, da klingt der Piepser auch manchmal
geschwächt.
Harald W. schrieb:> Der grosse Elko, den Du da siehst, wird wohl kaum parallel> zu den Ausgangsklemmen geschaltet sein, denn dann wöre das> LNG fast unbrauchbar.
Meine Aussage bezieht sich auf welches Modell ich habe. Neuere haben den
fetten Elko. Sie bezieht sich nicht auf das was vorher in Thread
diskutiert wurde.
Hallo Harald, hallo Martin!
Harald W. schrieb:>> https://i49.servimg.com/u/f49/14/75/42/81/psu10.jpg>> Der grosse Elko, den Du da siehst, wird wohl kaum parallel> zu den Ausgangsklemmen geschaltet sein, denn dann wöre das> LNG fast unbrauchbar.
Das ist der Kondi (wie der gemeine Maker zu sagen pflegt) hinter dem
Gleichrichter. Bei mir sind es drei Stück à 63V 2200µF.
Der andere Kondensator ist auf der Ausgangsplatine zu finden, wenn ich
mich an meine Lärmdämmungsmaßnahme recht erinnere. Der andere
Kondensator am Netzteilausgang hat viel weniger, weniger als 470µF
(finde meinen Aufschrieb nicht).
Bei der Gelegenheit mache ich gleich mal Werbung für das c't-lab DCG
nebst Leistungsstufe. Nachteil ist hier der preisliche Nachteil aufgrund
der Notwendigkeit der Anschaffung des Interfacemoduls des Messsystems.
https://www.heise.de/ct/artikel/Kleinkraftwerk-291224.htmlhttps://www.heise.de/ct/artikel/Kraftverstaerker-291248.html
Die Regelung ist ziemlich schnell und das c't-lab ist auch sehr gut als
Stromquelle zu gebrauchen. Je nach Anwendung kann man den Ausgang mit
einem zusätzlichen Kondensator oder eine Spule spicken. Der Schaltplan
ist vorhanden, das Gerät aus Standardbauteilen aufgebaut und zahlreiche
Parameter lassen sich über die Schnittstelle festlegen.
Der skalierbare Aufbau ermöglicht sowohl den Betrieb mit höherer
Spannung als auch höherem Strom. Softwareseitig sind dann lediglich ein
paar Parameter anzupassen, ohne dass man dafür die Firmware neu flashen
müsste.
Bauteil-Sets gibt es bei segor.de
P.S.: Das c't-lab DCG frisst keine LEDs.
M. K. schrieb:> Es macht doch selten Sinn ein LNG mit so einem LED-Test zu quälen,
Ein selten dämlicher Kommentar: Ein Labornetzgerät hat die Spannung /
den Strom auszugeben, die / den ich einstelle.
Manfred schrieb:> Ein selten dämlicher Kommentar: Ein Labornetzgerät hat die Spannung /> den Strom auszugeben, die / den ich einstelle.
Na klar, ein LNG das 30V/5A kann muss auch problemlos 3V/20mA
können...ich mein, das Korad kann das aber man muss sich mal die
Dimensionen vergegenwärtigen, 20mA z.B. sind nicht mal 0.5% von dem, was
das NT kann. Und ganz ehrlich: Ich habs in Feld, Wald und Flur noch nie
gesehen, dass eine LED direkt an der Spannungsversorgung klemmte, da war
immer mindestens ein Vorwiderstand mit im Spiel. Daher halte ich den
LED-Test für maximal praxisfremd (und somit sinnbefreit), wenngleich
auch viele LNGs, wie das Korad, ihn meistern.
Hast Du denn schonmal eine Kalibrierung durchgeführt? Nicht das doe
eingestellten Werte garnicht stimmen?!
Ich habe auch ein solches Netzteil und bin recht zufrieden damit, ein
gutes Preis/Leistungsverhältnis. Bei einer Kalibrierung habe ich doch
noch einiges an Präzision rausholen können. Bedingt durch die relativ
preisgünstigen Bauteile und das nicht optimale Wärmemanagement sollte
man das wohl eh alle Jahre mal tun...
Sei mir nicht böse, aber jemand mit so gar keiner Ahnung wie du, sollte
vom Kalibrieren lieber die Finger lassen.
Erlerne erst mal die Grundlagen.
Warum willst du es überhaupt kalibrieren ?
Dein RND ist frisch vom Händler.
Kalibration macht Sinn nach einer Reparatur oder wenn etwas mit dem LNG
nicht stimmt, aber NICHT, wenn man die Bedienung noch nicht verstanden
hat) und nicht aus Lust und Liebe.
Messtechniker schrieb:> Kalibrieren kann er es gefahrlos und es wäre ggf. auch sinnvoll das mal> zu machen.
Aber nicht wenns grade Brandneu ist, oder traust du dem Hersteller so
wenig zu? Nur die wenigsten Hobbyisten dürften das Equipment daheim
haben, dass einen befähigt besser als der Hersteller zu kalibrieren.
Ist doch egal was ich dem Hersteller zutraue. Er kann es doch prüfen.
Und 0,5% erscheint mir jetzt durchaus machbar. Aber ich weiß ja nicht
was er zur Verfügung hat.
Und wenn dieser Versuch eine Unstimmigkeit zwischen Netzteil und
Multimeter ans Licht bringt hat er immer noch etwas gewonnen. Selbst
wenn sie sich einig sind ist das eine Erkenntnis.
Wüsste nicht warum man davon abraten sollte.
M. K. schrieb:> Na klar, ein LNG das 30V/5A kann muss auch problemlos 3V/20mA> können...ich mein, das Korad kann das aber man muss sich mal die> Dimensionen vergegenwärtigen, 20mA z.B. sind nicht mal 0.5% von dem, was> das NT kann.
Erstmal ist es keine "Vergewaltigung des Gerätes", wie Du es geschrieben
hattest.
Zweitens erwarte ich von einem Labornetzgerät , dass es die
Ausgangswerte liefert, die ich einstelle. Anders gesagt: Wenn 20mA
einstellbar sind, hat es die zu liefern.
> Und ganz ehrlich: Ich habs in Feld, Wald und Flur noch nie> gesehen, dass eine LED direkt an der Spannungsversorgung klemmte, da war> immer mindestens ein Vorwiderstand mit im Spiel.
Eine LED wird stromgesteuert betrieben, das habe sogar ich nach über 40
Jahren Elektronik schon begriffen. Diese kann aber ohne Vorwiderstand an
einer Versorgung betrieben werden, wenn diese als Stromquelle arbeitet -
und genau das kann ein Labornetzgerät.
> Daher halte ich den> LED-Test für maximal praxisfremd (und somit sinnbefreit), wenngleich> auch viele LNGs, wie das Korad, ihn meistern.
Dann halte es so, die Praxis anderer Leute sieht es gegenteilig.
Danke Manfred, aus welchem meiner Posts spricht denn die absolute
Ahnungslosigkeit. :) Ich habe übrigens nicht vor irgendwas zu
kalibrieren, weil mir ein referenzmessgeràt fehlt.
Manfred schrieb:> Erstmal ist es keine "Vergewaltigung des Gerätes", wie Du es geschrieben> hattest.
Hab ich nicht geschrieben, ich schrieb "vergegenwärtigen". Das ist nicht
"Vergewaltigen" ;)
Manfred schrieb:> Zweitens erwarte ich von einem Labornetzgerät , dass es die> Ausgangswerte liefert, die ich einstelle. Anders gesagt: Wenn 20mA> einstellbar sind, hat es die zu liefern.
Das macht auch jedes LNG, heißt trotzdem nicht, dass das besonders
sinnvoll ist.
Manfred schrieb:> Eine LED wird stromgesteuert betrieben, das habe sogar ich nach über 40> Jahren Elektronik schon begriffen. Diese kann aber ohne Vorwiderstand an> einer Versorgung betrieben werden, wenn diese als Stromquelle arbeitet -> und genau das kann ein Labornetzgerät.
Das geht ja auch. Aber, um mal auf
Manfred schrieb:> Dann halte es so, die Praxis anderer Leute sieht es gegenteilig.
zu kommen: Zeige mir bitte ein einziges Praxisbeispiel bei dem eine
Stromquelle, die in der Lage ist, 150W Ausgangsleistung zu liefern, eine
LED, die nicht mal 0.1W Leistung benötigt, versorgen muss. So ein
LED-Test am LNG war, ist und bleibt maximal praxisfern.