Moin!
Ich würde gerne für eine Hütte im dichten Wald einen Tageslichtspot
bauen.
Dazu möchte ich das Sonnenlicht in der Baumkrone einfangen und mit einem
Parabolspiegel o.Ä. auf eine kleine Fläche konzentrieren.
Von dort soll das Licht mit dünnen Glasfaserkabeln am Baumstamm entlang
in die Hütte geleitet werden, wo dann mehrere Glasfaserbündel kombiniert
mit Streulinsen Spots bilden.
Das Licht soll reguliert werden, indem eine möglichst dünne (ggf.
wassergekühlte) PV Zelle in den (unterbrochenen) Glasfaserkanal
geschoben wird, welche dann einen Akku auflädt.
Nach einiger Recherche ist folgendes für mich noch unklar:
1. Eignen sich normale PV Panels überhaupt für so direktes Bombardement
mit konzentrierten Sonnenlicht? Wenn ich mir die kWp/m² Werte anschaue,
scheint dies eher nicht so.
2. Wieviel Lichtleistung kann ein gegebener Glasfaserquerschnitt
ungefähr aufnehmen? Ich bräuchte nur eine groben Anhaltspunkt, um weiter
planen zu können.
MfG
Mit dünnen Glasfasern kannst Du nicht viel Licht leiten, Du brauchst ein
dickes Bündel mit großer Länge - sauteure Sonderanfertigung.
Ein großer Parabolspiegel bzw. Linse ist auch sauteuer und muß vor
Vogelschiß geschützt werden. Der Halter muß der Sonne nachgeführt werden
-> Heliostat - noch teurer (Sonnenobservatorien haben sowas).
Das Licht kann man NIEMALS auf einen Punkt (Glasfaser) fokussieren, weil
die Sonne kein Punkt-, sondern ein Flächenstrahler ist. Der linke
Sonnenrand liegt woanders als der rechte --> Abbildungsgleichung
reinziehen.
Deine weiteren Überlegungen kannst Du bleibenlassen, weil die
Grundvoraussetzungen nicht erfüllt werden können.
Erstmal die Optikgrundlagen studieren (Wikipedia).
Gruß - Werner
Deine Ideen werden ja immer absurder. Werner H. hat vollkommen recht mit
seinen Ausführungen.
Warum bringst Du nicht einfach normale Solarzellen oben in der Baumkrone
an und führst ein ganz normales Kabel in Deine Hütte?
Die Fokussierung des Sonnenlichts auf ein Glasfaserbündel erfordert ja
eine sehr exakte Nachführung des (teuren) Parabolspiegels, d.h. schon
beim lauesten Lüftchen muss die Bewegung der Baumkrone ständig
ausgeglichen werden. Und falls der Akku einmal leer sein solltest, hast
Du ein Henne-Ei-Problem, d.h. um den Parabolspiegel auszurichten,
benötigst Du Energie aus dem Akku, die nicht vorhanden ist. Bei einer
normalen Solarzelle ist der Leistungsverlust wesentlich geringer, wenn
sie nicht genau senkrecht zur Sonne ausgerichtet sein sollte.
Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter
funktioniert nicht.
Werner H. schrieb:> Mit dünnen Glasfasern kannst Du nicht viel Licht leiten, Du brauchst ein> dickes Bündel mit großer Länge - sauteure Sonderanfertigung.
Ähem, eine Glasfaser kann sogar erstaunlich hohe Leistungen im
Kilowattbereich transportieren. Die Kunst besteht aber darin, diese
Leistung einigermaßen verlustarm einzukoppeln, was in der Praxis nur
mittels Laser gelingt. Man kann auch Glasfasern speziell dotieren und
von außen zum Leuchten anregen.
Früher(tm) wurden Laser-Schweißroboter mit solchen per Glasfaser
angekoppelten Lasern ausgerüstet, wohingegen sich heutzutage(tm) eher
sehr kompakte Diodenlaser direkt am Roboterarm befinden.
Mir ist klar, dass es eine unkonventionelle Idee ist, aber es scheint
mit relativ einfachen Mitteln zu funktionieren:
https://www.youtube.com/watch?v=ku5eqe_LM0g
Anstatt eines Parabolspiegels mit Sonnenstandsführung, ziehe ich so ein
System hier in Betracht: https://www.new-solar-project.de/Andreas S. schrieb:> Warum bringst Du nicht einfach normale Solarzellen oben in der Baumkrone> an und führst ein ganz normales Kabel in Deine Hütte?
Weil ich 1. nicht so viel Geld für PV Panels ausgeben will; 2. soviele
Panels sich vermutlich gar nicht in der Baumkrone befestigen lassen; 3.
weil mich die Eleganz der Lösung reizt, bei der Sonnenlicht direkt
genutzt wird anstatt mit viel Verlust in Strom und dann wieder in Licht
umgesetzt wird.
Noob schrieb:> Mir ist klar, dass es eine unkonventionelle Idee ist, aber es scheint> mit relativ einfachen Mitteln zu funktionieren:> Youtube-Video "Sollektor: Einfangen von Sonnenlicht - Welt der Wunder"
"Ziel sind ein Preis unter 5000 Euro."
D.h. der Prototyp kostet wahrscheinlich mehrere 10000 Euro.
Kai S. schrieb:> "Ziel sind ein Preis unter 5000 Euro.">> D.h. der Prototyp kostet wahrscheinlich mehrere 10000 Euro.
Dort geht es ja auch um ein komplett marktreifes und zertifiziertes
Produkt für einen ganzen Haushalt mit mehreren Jahren Betriebszeitraum.
Mir ging es eher darum, dass das Grundkonzept meiner Idee alles andere
als unmöglich ist.
Wie auch immer, die Frage bezüglich Leistung pro Glasfaser ist ja grob
beantwortet worden. Danke dafür schonmal!
Wie sieht es aus mit PV Modulen für konzentriertes Sonnenlicht?
Ich finde nur wissenschaftliche Artikel zu dem Thema aber keine fertigen
Produkte.
Es gibt wohl auch PV Module mit Konzentrator zu kaufen. Allerdings lohnt
dies nur ab einer gewissen Größe und es geht auch nur für den Fall mit
klarem Himmel. Das passt also für die Verhältnisse in Deutschland eher
nicht. Für ein kleines System ist es klassisch mit festen PV Panel i.A.
günstiger.
Für die Lichtmenge die man von der Sonne in einen Lichtleiter einkoppeln
kann, kann man etwas die konzentrierten PV-Systeme als Anhaltspunkt
nehmen. Da sind etwa 50 fache Verstärkung noch gerade machbar. D.h. die
Faser sollte etwa 1/50 an Querschnitt der Spiegelfäche haben. Auch das
erfordert schon eine gute Nachführung.
Das sind schonmal sehr gute Infos!
Diese Kollektor-Komplettanlagen sind halt leider nichts für meine sehr
spezielle Anwendung, da das PV Modul als Blende zwischen die Glasfasern
geschoben werden soll. Die Hauptfunktion des PV Moduls wird die
Regulierung des Lichtes bei möglichst geringer Apparaturgröße, nicht die
maximale Umwandlung von Licht in Spannung, weshalb niedrige Effizienz
bei diffusen Sonnenlicht oder suboptimaler Nachführung nicht so tragisch
wäre (wobei das Tobeck System dies ja zu lösen behauptet).
Die Frage ist inwiefern sich die PV Module in solchen Kollektor-Anlagen
von Standard PV Panels unterscheiden (max. Leistung pro Fläche) und ob
sie genauso funktionieren wenn sie direkt vor einem Glasfaserbündel
sitzen.
Noob schrieb:> Die Frage ist inwiefern sich die PV Module in solchen Kollektor-Anlagen> von Standard PV Panels unterscheiden
Was verstehst Du nicht an dem Unterschied zwischen Photovoltaik und
Solarthermie?
Noob schrieb:> Ich würde gerne für eine Hütte im dichten Wald einen Tageslichtspot> bauen.
Einfach einige Bäume umhauen! Dann kommt auch Tageslicht an die Hütte.
Andreas S. schrieb:> Was verstehst Du nicht an dem Unterschied zwischen Photovoltaik und> Solarthermie?
Den Unterschied verstehe ich durchaus, aber wo ist hier die Rede von
Solarthermie?
Es gibt zwar Hybridsysteme aber für die Wärme habe ich keine Gebrauch,
es reicht schon, dass ich die PV Zelle wahrscheinlich wasserkühlen muss.
https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/solarenergie/solarzelle/konzentrator.html
Es geht letztlich nur darum wieviel Energie man auf ein PV Panel ballern
kann.
Andreas S. schrieb:> Du verweist doch selbst auf eine entsprechende Publikation:>> (tobeck.pdf)
Dabei ging es mir, wie etwas weiter oben erklärt, um eine Alternative
zum "teuren" Parabolspiegel, der keine Sonnennachführung benötigt und
somit auch diffuses Licht nutzbar macht.
Die verspiegelten Rohre wären natürlich um einiges einfacher
einzusetzen, allerdings vermute ich, dass spätestens in der Hütte
sowieso Glasfasern benutzt werden müssen, um das System mit der PV Zelle
und mehreren Spots umzusetzen.
Welche Methode weniger Lichtverlust bietet, könnte man ja leicht
experimentell nachprüfen und ggf. sogar beide kombinieren
(Glasfaserbündel in innen verspiegelter Röhre).
...Das ganze Licht bringt mir aber erst was, wenn ich ein PV Modul
finde, welches dieses hochkonzentrierte Licht auch halbwegs sinnvoll
umsetzen kann, denn etwas Strom muss allein schon für den RasPi und die
Mikrocontroller da sein.
Super Tipp mit dem Heliostat!
Werner H. schrieb:> Wie bekommst Du konkret das Licht in die Faser?
Mit einer oder mehreren Linsen am Fokuspunkt des Kollektors, so wie das
beim "Sollektor" gemacht wird.
> was soll der Unfug mit einem PVmodul als Abschwächer?
Ich benötige etwas Strom und möchte die Energie nicht verschwenden.
Der Sonnenfokus ist kein Punkt, sondern eine Scheibe. Das Faserbündel
muß demnach mindestens so dick sein wie das Sonnenbild. Außerdem muß der
Grenzwinkel der Fasern eingehalten werden, also lange Brennweite, sonst
Verluste außerhalb des Kegels.
Zum Nachregeln brauchst Du schnelle Elektromechanik, und die braucht
ordentlch Strom.
Der Sollektor ist auf einem Dach montiert und nicht auf einem Baum, der
im Wind schwankt. Wie wird das Konstrukt befestigt? Wie kommst Du
überhaupt über den Baum? Eine Feuerwehr-Drehleiter fährt nicht in den
Wald.
Alles kommt mir nicht weit genug durchdacht vor.
um das als Schnappsidee zu identifizieren bracht man sich doch nur mal
in die Nähe eines Wald stellen und die Baumwipfel eine Weile anschauen.
Dann erkennt man:
1. Die Baumkronen schwanken deutlich auch bei geringerem Wind mit
deutlicher Amplitude
2. Die Höhe, ab der man uneingeschränkten Blick auf die Sonne hat, ist
relativ hoch und schlecht erreichbar
3. hat keine so dicken Äste/Stamm mehr, dass man da problemlos und
stabil größere, schwerere Objekte anbringen kann
Von den technischen Aspekten und Umsetzbarkeit (oder auch
Sinnhaftigkeit) der eigentlichen Anlage abgesehen.
Einfach wird es definitiv nicht aber selbst wenn es am Ende nicht so
klappt wie gedacht, hätte man was gelernt und Spaß beim Tüfteln gehabt.
Der Baum wird mit Steigeisen hochgeklettert.
Der Kollektor wird vermutlich mit mehreren Schellen und ggf. Drahtseilen
befestigt.
Nach einem kurzen Spaziergang im Wald konnte ich direkt mehrere
geeignete Bäume ausmachen, die dick und hoch genug sind.
Klar ist, dass der Kollektor so leicht und aerodynamisch wie möglich
werden muss und keine aktive Nachführung benötigen darf. Er muss also
aus allen Winkeln Licht aufnehmen und in die Glasfasern leiten können.
Die Fokusebene hinter der Optik kann dabei ruhig wandern, da man den
benötigten Bereich durch entsprechende Platzierung der Glasfern abdecken
könnte.
Dieses winkelunabhängige Lichteinfangen wird natürlich mit Verlusten
einhergehen.
Betrachtet man jedoch das Verhältnis zwischen Eingangslichtleistung und
Ausgangslichtleistung (in der Hütte), so bringt die Alternative mit
nachführungslosen PV Panels (in der Baumkrone) ebenso erhebliche
Verluste mit sich, ganz davon abgesehen, dass die benötigte Fläche an PV
Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.
Gibt es eigentlich verjüngende Glasfasern zu kaufen? Das würde natürlich
die Anzahl an benötigten Glasfern um einiges reduzieren und viel
Bastelarbeit ersparen.
an was für einen Kollektor-Duchmesser dachtest du denn?
Kack B. schrieb:> Betrachtet man jedoch das Verhältnis zwischen Eingangslichtleistung und> Ausgangslichtleistung (in der Hütte), so bringt die Alternative mit> nachführungslosen PV Panels (in der Baumkrone) ebenso erhebliche> Verluste mit sich, ganz davon abgesehen, dass die benötigte Fläche an PV> Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.
Der Weg der elektrischen Übertragung birgt aber den enormen Vorteil,
dass sich das System extrem einfach um einen Speicher erweitern lässt,
der es ermöglicht, Energie-Eintritt und -Austritt zeitlich zu
entkoppeln.
Wenn es draußen dunkel ist, willst du ja drin auch Licht. Das heißt,
dass zwei separate Infrastrukturen aufgebaut werden müssen.
Speichern scheinst du ja sowieso zu wollen.
So architektonisch mag das ganze ein interessantes Hightlight sein und
in statischen Strukturen und im größeren Maßstab vielleicht sogar
sinnvoll, aber zur Grundversorgung in natürlicher Umgebung, scheint mir
das sehr fehleranfällig und teuer zu sein.
Zur Stromgewinnung:
wenn du das Sonnenlicht von vielleicht nem viertel Quadratmeter in einem
Lichtleiter eingekoppelt hast, hast du an nem guten Sonnentag am anderen
Ende sowas ähnliches, wie einen Viertel-Kilowatt-Laser. Definitiv sollte
man nicht in die Faser schauen. Die Kohärenz fehlt natürlich, aber man
sollte trotzdem extrem aufpassen, wie der Austritt aussieht. Vermutlich
schmilzt man sich vom Kabel schon sofort die Ummantelung weg, wenn man
aus versehen zu stark biegt.
Eventuell passiert das auch schon vorher, weil man das Licht mit dem
Kollektor wahrscheinlich nicht so sauber eingekoppelt bekommt und ein
Großteil so ungünstige Winkel hat, dass sie bei leichten Biegungen
bereits den Grenzwinkel überschreiten.
Wahrscheinlich grillt man damit jede Solarzelle.
Das wäre doch mal ein interessantes Thema für Munroes "What if"
Kack B. schrieb:> Er muss also> aus allen Winkeln Licht aufnehmen und in die Glasfasern leiten können.> Die Fokusebene hinter der Optik kann dabei ruhig wandern, da man den> benötigten Bereich durch entsprechende Platzierung der Glasfern abdecken> könnte.
Aua...
> Dieses winkelunabhängige Lichteinfangen wird natürlich mit Verlusten> einhergehen.
Und zwar nicht zu knapp.
> dass die benötigte Fläche an PV> Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.
Und Du glaubst wirklich, dass es die entsprechenden Linsen und
Lichtwellenleiter für lau gibt?
> Gibt es eigentlich verjüngende Glasfasern zu kaufen? Das würde natürlich> die Anzahl an benötigten Glasfern um einiges reduzieren und viel> Bastelarbeit ersparen.
Ich hatte es schon geahnt, siehe:
Andreas S. schrieb:> Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter> funktioniert nicht.
Andreas S. schrieb:> Aua...
Gehts vielleicht konkreter?
Andreas S. schrieb:> Ich hatte es schon geahnt, siehe:>> Andreas S. schrieb:>> Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter>> funktioniert nicht.
Wie genau werden denn dann mehrere Glasfasern zusammengeführt?
Vlad T. schrieb:> Wahrscheinlich grillt man damit jede Solarzelle.
Deshalb suche ich ja nach den PV Modulen, die in Konzentratoranlagen
verbaut werden.
Mehrere Glasfasern werden zusammengefügt, indem man sie parallel
bündelt.
Der Austrittswinkel ist identisch mit dem Eintrittswinkel (Spiegelpaar).
Mann, schau Dir endlich mal die Grundlagen der geometrischen Optik an,
damit Du nicht so einen grauenhaften Stuß schreibst!
Eine Linse, die Licht aus allen Richtungen auf einen Punkt konzentriert,
kann es nicht geben. Eine Linse erzeugt nur ein Bild von einem
Gegenstand nach festen Gesetzen (Abbildungsgleichung), sonst kann sie
nichts.
Das ganze Projekt ist für die Tonne, weil praxisfremd und nur reine
Zeitverschwendung. Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es
Dir nochmal an.
Kaufe Dir 3 (DREI) Solarpaneels, montiere sie nach Ost, nach Süd und
nach West. Parallel über Dioden zusammenschalten, eines liefert dann
immer Strom.
Und hoffe, daß kein Sturm aufkommt.
Und übe erstmal das Steigen mit Steigeisen an einem zylindrischen
Telefonmast.
Werner H. schrieb:> Mehrere Glasfasern werden zusammengefügt, indem man sie parallel> bündelt.> Der Austrittswinkel ist identisch mit dem Eintrittswinkel (Spiegelpaar).
Meinte eigentlich wie man des Licht aus mehreren Glasfasern in eine
leitet aber das scheint wohl spezielle Geräte zu benötigen.
Werner H. schrieb:> Eine Linse, die Licht aus allen Richtungen auf einen Punkt konzentriert,> kann es nicht geben. Eine Linse erzeugt nur ein Bild von einem> Gegenstand nach festen Gesetzen (Abbildungsgleichung), sonst kann sie> nichts.
Soviel versteh ich ja noch :D Meine Idee wäre, mehrere kleine Linsen so
anzuordern, dass immer welche Licht einfangen. Beispielsweise in Form
einer Hohlkugel, deren Oberfläche aus kleinen Linsen besteht.
Werner H. schrieb:> Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es> Dir nochmal an.
Als einzigen Unterschied im Grundkonzept kann ich da die
Sonnennachführung festellen.
Kack B. schrieb:> Meinte eigentlich wie man des Licht aus mehreren Glasfasern in eine> leitet aber das scheint wohl spezielle Geräte zu benötigen.
So etwas macht aber nicht, um eine höhere Gesamtintensität zu erzielen,
sondern um z.B. Licht verschiedener, sehr schmaler Wellenlängenbereiche
in einer Faser zu übertragen. Dies funktioniert nicht ohne immense
Verluste bei weißem Licht, siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Arrayed-Waveguide_Grating> Soviel versteh ich ja noch :D Meine Idee wäre, mehrere kleine Linsen so> anzuordern, dass immer welche Licht einfangen. Beispielsweise in Form> einer Hohlkugel, deren Oberfläche aus kleinen Linsen besteht.
Eine Bündelung mittels Linsen o.ä. besitzt nur dann Vorteile, wenn
hierdurch die zum gesamten Energiefluss beitragende Fläche vergrößert
werden kann. Bringt man aber vor z.B. einer 1 m² großen Solarzelle eine
Linsenkonstruktion mit ebenfalls 1 m² an, verliert man unter dem Strich
nur.
Beim Sollektor ist dies sinnvoll, da eine Bündelung auf die wesentlich
kleineren Endflächen der LWL-Bündel erfolgt.
Es wäre jedoch völliger Unsinn, ein teures Linsenarray vor etliche noch
viel teurere LWL-Bündel zu setzen und die im Vergleich zu Kupferkabel
immens teuren LWL-Bündel nach etlichen Metern auf Solarzellen scheinen
zu lassen.
Bei Deiner Hohlkugel wäre das ganze sogar noch viel schlimmer, weil nur
ein winziger Anteil der Linsen so von der Sonne beschienen würde, dass
das gebündelte Licht wirklich im LWL-Bündel landet.
> Werner H. schrieb:>> Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es>> Dir nochmal an.>> Als einzigen Unterschied im Grundkonzept kann ich da die> Sonnennachführung festellen.
Die Sonnennachführung ist aber DAS entscheidende, um überhaupt Licht in
die LWL-Bündel zu bekommen. Bei einem Sollektor zur Wohnraumbeleuchtung
ist die Sache aber noch recht simpel, da immer elektrische Energie zur
Sonnennachführung zur Verfügung steht.
Dein Murks ist jedoch viel schlimmer:
1. Ohne Nachführung kanns Du höchstens 1% des Sonnenlichts nutzen.
2. Mit Nachführung hast Du ein Henne-Ei-Problem, d.h. bei leerem Akku
kannst Du nicht den Akku laden, weil die elektrische Energie für die
Nachführung fehlt.
Und völlig absurd ist Deine Hoffnung/Forderung, so etwas aufbauen zu
wollen, weil die einfachen und preisgünstigen Versionen (normale
Solarzellen direkt in der Sonne, 500m Kabel quer durch den Wald) zu
teuer wären.
Kack B. schrieb:> Wie genau werden denn dann mehrere Glasfasern zusammengeführt?
Nun, es gibt speielle Versandhäuser für optische Teile. Die sind
zwar nicht ganz billig, aber es kommt Dir ja anscheinend nicht
auf einige Tausend Euro an.
Harald W. schrieb:> Nun, es gibt speielle Versandhäuser für optische Teile. Die sind> zwar nicht ganz billig, aber es kommt Dir ja anscheinend nicht> auf einige Tausend Euro an.
So, und dann nenne uns doch bitte eines dieser "speielle Versandhäuser",
welches solch ein Teil anbietet, mit dem man das Licht mehrerer LWL in
einem LWL bündeln kann, und zwar in einem großen Spektralbereich und
mit einer Einfügedämpfung, die so gering ist, dass man durch die
Bündelung eine höhere Gesamtleistung/-helligkeit erhält als die
Eingangsleistung nur eines LWL.
Und wo soll diese Sonnenlichtbündel-Anlage dann installiert werden?
Im Wald?
Also im WALD, so mit Bäumen aus Holz und jeder Menge trockenem und
leicht entzündlichem Material am Boden? Und wenn's mal brennt hat der
ganze Landkreis Großalarm? Also da soll das dann stehen?
ლ༼>╭ ͟ʖ╮<༽ლ
Nachdem ich nun mal ein paar Skizzen angefertigt habe und grob den
maximalen Konzentrationsfaktor eines passiven Systems ohne Nachführung
überschlagen habe, ist klar, dass Glasfaser als LWL viel zu teuer wäre.
Eine so starke Lichtbündelung ist aber eigentlich gar nicht notwendig
und es wäre wichtiger, dass auch diffuses Licht noch verwertet werden
kann, was bei aktiven Systemen mit Nachführung nicht möglich ist.
D.h. wenn man günstigere LWL benutzt, wäre das Ganze vielleicht noch
machbar.
Gibt es sowas wie "Lichtschläuche"? Also vom Querschnitt und Biegeradius
ein Mittelding zwischen innen verspiegelten Metallröhren (für klassische
Tageslichtspots) und Glasfasern.
Kack B. schrieb:> Es ist klar, dass Glasfaser als LWL viel zu teuer wäre.
Das war eigentlich schon nach dem ersten Posting klar.
> Gibt es sowas wie "Lichtschläuche"? Also vom Querschnitt und Biegeradius> ein Mittelding zwischen innen verspiegelten Metallröhren (für klassische> Tageslichtspots) und Glasfasern.
Ja, früher waren die Standard als Mikroskopbeleuchtung. Billig waren
die aber noch nie. Wie breits mehrfach gesagt: Willst Du billig, nimm
Solarpanels plus LED-Beleuchtung.
Also wenn ich mir den Preis der oben genannten verspiegelten
Polystyrolfolie anschaue, könnte man damit schon unter dem Preis einer
1kWp (absolutes Minimum) PV Anlage landen.
> Ja, früher waren die Standard als Mikroskopbeleuchtung.
Vom Durchmesser scheinen dieses genau in dem Bereich zu sein, den ich
benötige.
Leider finde ich nur sowas hier:
https://www.optik-pro.de/lichtleiter/schott-flex-lichtleiter-1-armig-puravis-o9mm-1000mm/p,48492#tab_bar_1_select
Ganz simple, innen beschichtete Kunstoffschläuche mit einem Querschnitt
im cm-Bereich finde ich keine.
Edit: Ah, habe hier im Forum was gefunden, wo vorgeschlagen wird einen
transparenten PVC Schlauch mit einer optisch dichten Flüssigkeit zu
füllen.
Das klingt doch mal interessant.
https://www.youtube.com/watch?v=RiYOw5NsoKY
Leider lohnt sich diese Investition nur, wenn Staub, Pollen, Regen und
Sturm verboten worden sind, und die sich auch dran halten...
Wenn man die zusätzlich nötige Fläche durch Solarpaneels ersetzt, hat
man mehr davon.
Noch besser ist das Geld angelegt, wenn man alle 3 Stunden eine
Nachführung durchführt. Das erhöht die Tagesausbeute.