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Forum: Offtopic Regelbarer DIY Tageslichtspot per Glasfaser?


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Autor: Noob (Gast)
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Moin!

Ich würde gerne für eine Hütte im dichten Wald einen Tageslichtspot 
bauen.
Dazu möchte ich das Sonnenlicht in der Baumkrone einfangen und mit einem 
Parabolspiegel o.Ä. auf eine kleine Fläche konzentrieren.
Von dort soll das Licht mit dünnen Glasfaserkabeln am Baumstamm entlang 
in die Hütte geleitet werden, wo dann mehrere Glasfaserbündel kombiniert 
mit Streulinsen Spots bilden.
Das Licht soll reguliert werden, indem eine möglichst dünne (ggf. 
wassergekühlte) PV Zelle in den (unterbrochenen) Glasfaserkanal 
geschoben wird, welche dann einen Akku auflädt.

Nach einiger Recherche ist folgendes für mich noch unklar:
1. Eignen sich normale PV Panels überhaupt für so direktes Bombardement 
mit konzentrierten Sonnenlicht? Wenn ich mir die kWp/m² Werte anschaue, 
scheint dies eher nicht so.
2. Wieviel Lichtleistung kann ein gegebener Glasfaserquerschnitt 
ungefähr aufnehmen? Ich bräuchte nur eine groben Anhaltspunkt, um weiter 
planen zu können.


MfG

: Verschoben durch Moderator
Autor: Werner H. (werner45)
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Mit dünnen Glasfasern kannst Du nicht viel Licht leiten, Du brauchst ein 
dickes Bündel mit großer Länge - sauteure Sonderanfertigung.
Ein großer Parabolspiegel bzw. Linse ist auch sauteuer und muß vor 
Vogelschiß geschützt werden. Der Halter muß der Sonne nachgeführt werden 
-> Heliostat - noch teurer (Sonnenobservatorien haben sowas).
Das Licht kann man NIEMALS auf einen Punkt (Glasfaser) fokussieren, weil 
die Sonne kein Punkt-, sondern ein Flächenstrahler ist. Der linke 
Sonnenrand liegt woanders als der rechte --> Abbildungsgleichung 
reinziehen.

Deine weiteren Überlegungen kannst Du bleibenlassen, weil die 
Grundvoraussetzungen nicht erfüllt werden können.
Erstmal die Optikgrundlagen studieren (Wikipedia).

Gruß - Werner

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Deine Ideen werden ja immer absurder. Werner H. hat vollkommen recht mit 
seinen Ausführungen.

Warum bringst Du nicht einfach normale Solarzellen oben in der Baumkrone 
an und führst ein ganz normales Kabel in Deine Hütte?

Die Fokussierung des Sonnenlichts auf ein Glasfaserbündel erfordert ja 
eine sehr exakte Nachführung des (teuren) Parabolspiegels, d.h. schon 
beim lauesten Lüftchen muss die Bewegung der Baumkrone ständig 
ausgeglichen werden. Und falls der Akku einmal leer sein solltest, hast 
Du ein Henne-Ei-Problem, d.h. um den Parabolspiegel auszurichten, 
benötigst Du Energie aus dem Akku, die nicht vorhanden ist. Bei einer 
normalen Solarzelle ist der Leistungsverlust wesentlich geringer, wenn 
sie nicht genau senkrecht zur Sonne ausgerichtet sein sollte.

Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter 
funktioniert nicht.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Werner H. schrieb:
> Mit dünnen Glasfasern kannst Du nicht viel Licht leiten, Du brauchst ein
> dickes Bündel mit großer Länge - sauteure Sonderanfertigung.

Ähem, eine Glasfaser kann sogar erstaunlich hohe Leistungen im 
Kilowattbereich transportieren. Die Kunst besteht aber darin, diese 
Leistung einigermaßen verlustarm einzukoppeln, was in der Praxis nur 
mittels Laser gelingt. Man kann auch Glasfasern speziell dotieren und 
von außen zum Leuchten anregen.

Früher(tm) wurden Laser-Schweißroboter mit solchen per Glasfaser 
angekoppelten Lasern ausgerüstet, wohingegen sich heutzutage(tm) eher 
sehr kompakte Diodenlaser direkt am Roboterarm befinden.

Autor: Noob (Gast)
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Mir ist klar, dass es eine unkonventionelle Idee ist, aber es scheint 
mit relativ einfachen Mitteln zu funktionieren: 
Youtube-Video "Sollektor: Einfangen von Sonnenlicht - Welt der Wunder"

Anstatt eines Parabolspiegels mit Sonnenstandsführung, ziehe ich so ein 
System hier in Betracht: https://www.new-solar-project.de/

Andreas S. schrieb:
> Warum bringst Du nicht einfach normale Solarzellen oben in der Baumkrone
> an und führst ein ganz normales Kabel in Deine Hütte?

Weil ich 1. nicht so viel Geld für PV Panels ausgeben will; 2. soviele 
Panels sich vermutlich gar nicht in der Baumkrone befestigen lassen; 3. 
weil mich die Eleganz der Lösung reizt, bei der Sonnenlicht direkt 
genutzt wird anstatt mit viel Verlust in Strom und dann wieder in Licht 
umgesetzt wird.

Autor: Noob (Gast)
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Nachtrag siehe Anhang

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Apropo absurde Ideen:
Siehe dazu die Energieversorgung seiner Waldhütte:
Beitrag "500W über 500m per Millimeterwelle übertragen?"

Autor: Kai S. (zigzeg)
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Noob schrieb:
> Mir ist klar, dass es eine unkonventionelle Idee ist, aber es scheint
> mit relativ einfachen Mitteln zu funktionieren:
> Youtube-Video "Sollektor: Einfangen von Sonnenlicht - Welt der Wunder"

"Ziel sind ein Preis unter 5000 Euro."

D.h. der Prototyp kostet wahrscheinlich mehrere 10000 Euro.

Autor: Noob (Gast)
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Kai S. schrieb:
> "Ziel sind ein Preis unter 5000 Euro."
>
> D.h. der Prototyp kostet wahrscheinlich mehrere 10000 Euro.

Dort geht es ja auch um ein komplett marktreifes und zertifiziertes 
Produkt für einen ganzen Haushalt mit mehreren Jahren Betriebszeitraum.
Mir ging es eher darum, dass das Grundkonzept meiner Idee alles andere 
als unmöglich ist.

Wie auch immer, die Frage bezüglich Leistung pro Glasfaser ist ja grob 
beantwortet worden. Danke dafür schonmal!

Wie sieht es aus mit PV Modulen für konzentriertes Sonnenlicht?
Ich finde nur wissenschaftliche Artikel zu dem Thema aber keine fertigen 
Produkte.

Autor: Lurchi (Gast)
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Es gibt wohl auch PV Module mit Konzentrator zu kaufen. Allerdings lohnt 
dies nur ab einer gewissen Größe und es geht auch nur für den Fall mit 
klarem Himmel. Das passt also für die Verhältnisse in Deutschland eher 
nicht. Für ein kleines System ist es klassisch mit festen PV Panel i.A. 
günstiger.

Für die Lichtmenge die man von der Sonne in einen Lichtleiter einkoppeln 
kann, kann man etwas die konzentrierten PV-Systeme als Anhaltspunkt 
nehmen. Da sind etwa 50 fache Verstärkung noch gerade machbar. D.h. die 
Faser sollte etwa 1/50 an Querschnitt der Spiegelfäche haben. Auch das 
erfordert schon eine gute Nachführung.

Autor: Noob (Gast)
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Das sind schonmal sehr gute Infos!

Diese Kollektor-Komplettanlagen sind halt leider nichts für meine sehr 
spezielle Anwendung, da das PV Modul als Blende zwischen die Glasfasern 
geschoben werden soll. Die Hauptfunktion des PV Moduls wird die 
Regulierung des Lichtes bei möglichst geringer Apparaturgröße, nicht die 
maximale Umwandlung von Licht in Spannung, weshalb niedrige Effizienz 
bei diffusen Sonnenlicht oder suboptimaler Nachführung nicht so tragisch 
wäre (wobei das Tobeck System dies ja zu lösen behauptet).

Die Frage ist inwiefern sich die PV Module in solchen Kollektor-Anlagen 
von Standard PV Panels unterscheiden (max. Leistung pro Fläche) und ob 
sie genauso funktionieren wenn sie direkt vor einem Glasfaserbündel 
sitzen.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Noob schrieb:
> Die Frage ist inwiefern sich die PV Module in solchen Kollektor-Anlagen
> von Standard PV Panels unterscheiden

Was verstehst Du nicht an dem Unterschied zwischen Photovoltaik und 
Solarthermie?

Autor: J. S. (pbr85)
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Wann kommt der kompakte Fusionsreaktor für das Baumhaus?:D

Autor: Pragmatiker (Gast)
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Noob schrieb:
> Ich würde gerne für eine Hütte im dichten Wald einen Tageslichtspot
> bauen.

Einfach einige Bäume umhauen! Dann kommt auch Tageslicht an die Hütte.

Autor: Noob (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Was verstehst Du nicht an dem Unterschied zwischen Photovoltaik und
> Solarthermie?

Den Unterschied verstehe ich durchaus, aber wo ist hier die Rede von 
Solarthermie?
Es gibt zwar Hybridsysteme aber für die Wärme habe ich keine Gebrauch, 
es reicht schon, dass ich die PV Zelle wahrscheinlich wasserkühlen muss.
https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/solarenergie/solarzelle/konzentrator.html

Es geht letztlich nur darum wieviel Energie man auf ein PV Panel ballern 
kann.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Noob schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Was verstehst Du nicht an dem Unterschied zwischen Photovoltaik und
>> Solarthermie?
>
> Den Unterschied verstehe ich durchaus, aber wo ist hier die Rede von
> Solarthermie?

Du verweist doch selbst auf eine entsprechende Publikation:

Beitrag "Re: Regelbarer DIY Tageslichtspot per Glasfaser?"

Autor: Henrik V. (henrik_v)
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Für dunkle Ecken mit Tageslichtbedarf gibt es innen verspiegelte Rohre.
Die kann man ja mit aussen mit Rinde bekleben, dann hat sie 
Baumstammanmutung.

Autor: Noob (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Du verweist doch selbst auf eine entsprechende Publikation:
>
> (tobeck.pdf)
Dabei ging es mir, wie etwas weiter oben erklärt, um eine Alternative 
zum "teuren" Parabolspiegel, der keine Sonnennachführung benötigt und 
somit auch diffuses Licht nutzbar macht.


Die verspiegelten Rohre wären natürlich um einiges einfacher 
einzusetzen, allerdings vermute ich, dass spätestens in der Hütte 
sowieso Glasfasern benutzt werden müssen, um das System mit der PV Zelle 
und mehreren Spots umzusetzen.
Welche Methode weniger Lichtverlust bietet, könnte man ja leicht 
experimentell nachprüfen und ggf. sogar beide kombinieren 
(Glasfaserbündel in innen verspiegelter Röhre).

...Das ganze Licht bringt mir aber erst was, wenn ich ein PV Modul 
finde, welches dieses hochkonzentrierte Licht auch halbwegs sinnvoll 
umsetzen kann, denn etwas Strom muss allein schon für den RasPi und die 
Mikrocontroller da sein.

Autor: Werner H. (werner45)
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Wie ich erkenne, hast Du Dich immer noch nicht mit den Optik-Grundlagen 
beschäftigt.

Autor: Noob (Gast)
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Woran erkennst du das konkret?

Autor: uwe (Gast)
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Noob schrieb:
> Ich würde gerne für eine Hütte im dichten Wald einen Tageslichtspot
> bauen.

Das gibt's: https://www.ikz.de/fileadmin/news_import/15032501.jpg

Autor: Walta S. (walta)
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Wenn es um Licht geht: Einen Heliostat selber bauen. Gibt einfache 
Bauanleitungen im Internet.

walta

Autor: Oliver S. (phetty)
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Die Schildbürger haben das Licht noch mit Säcken ins Haus getragen.

https://literoflight.org/

: Bearbeitet durch User
Autor: Werner H. (werner45)
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Wie bekommst Du konkret das Licht in die Faser?
was soll der Unfug mit einem PVmodul als Abschwächer?
Da nimmt man Blenden oder Polfilter.

Autor: Kack B. (exnoob)
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Super Tipp mit dem Heliostat!

Werner H. schrieb:
> Wie bekommst Du konkret das Licht in die Faser?
Mit einer oder mehreren Linsen am Fokuspunkt des Kollektors, so wie das 
beim "Sollektor" gemacht wird.

> was soll der Unfug mit einem PVmodul als Abschwächer?
Ich benötige etwas Strom und möchte die Energie nicht verschwenden.

Autor: Werner H. (werner45)
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Der Sonnenfokus ist kein Punkt, sondern eine Scheibe. Das Faserbündel 
muß demnach mindestens so dick sein wie das Sonnenbild. Außerdem muß der 
Grenzwinkel der Fasern eingehalten werden, also lange Brennweite, sonst 
Verluste außerhalb des Kegels.
Zum Nachregeln brauchst Du schnelle Elektromechanik, und die braucht 
ordentlch Strom.
Der Sollektor ist auf einem Dach montiert und nicht auf einem Baum, der 
im Wind schwankt. Wie wird das Konstrukt befestigt? Wie kommst Du 
überhaupt über den Baum? Eine Feuerwehr-Drehleiter fährt nicht in den 
Wald.

Alles kommt mir nicht weit genug durchdacht vor.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Werner H. schrieb:

> Eine Feuerwehr-Drehleiter fährt nicht in den Wald.

Ein Autokran aber anscheinend schon.
https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/verungluecktes-segelflugzeug-nach-wochen-aus-baeumen-geborgen-id227497977.html

> Alles kommt mir nicht weit genug durchdacht vor.

Das sehe ich allerdings auch so. Auf jeden Fall wird eine solche
Lösung deutlich teurer als eine Lösung mit Solarzellen.

Autor: Vlad T. (vlad_tepesch)
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um das als Schnappsidee zu identifizieren bracht man sich doch nur mal 
in die Nähe eines Wald stellen und die Baumwipfel eine Weile anschauen.

Dann erkennt man:

1. Die Baumkronen schwanken deutlich auch bei geringerem Wind mit 
deutlicher Amplitude
2. Die Höhe, ab der man uneingeschränkten Blick auf die Sonne hat, ist 
relativ hoch und schlecht erreichbar
3. hat keine so dicken Äste/Stamm mehr, dass man da problemlos und 
stabil größere, schwerere Objekte anbringen kann

Von den technischen Aspekten und Umsetzbarkeit (oder auch 
Sinnhaftigkeit) der eigentlichen Anlage abgesehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Kack B. (exnoob)
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Einfach wird es definitiv nicht aber selbst wenn es am Ende nicht so 
klappt wie gedacht, hätte man was gelernt und Spaß beim Tüfteln gehabt.

Der Baum wird mit Steigeisen hochgeklettert.
Der Kollektor wird vermutlich mit mehreren Schellen und ggf. Drahtseilen 
befestigt.
Nach einem kurzen Spaziergang im Wald konnte ich direkt mehrere 
geeignete Bäume ausmachen, die dick und hoch genug sind.

Klar ist, dass der Kollektor so leicht und aerodynamisch wie möglich 
werden muss und keine aktive Nachführung benötigen darf. Er muss also 
aus allen Winkeln Licht aufnehmen und in die Glasfasern leiten können. 
Die Fokusebene hinter der Optik kann dabei ruhig wandern, da man den 
benötigten Bereich durch entsprechende Platzierung der Glasfern abdecken 
könnte.
Dieses winkelunabhängige Lichteinfangen wird natürlich mit Verlusten 
einhergehen.
Betrachtet man jedoch das Verhältnis zwischen Eingangslichtleistung und 
Ausgangslichtleistung (in der Hütte), so bringt die Alternative mit 
nachführungslosen PV Panels (in der Baumkrone) ebenso erhebliche 
Verluste mit sich, ganz davon abgesehen, dass die benötigte Fläche an PV 
Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.


Gibt es eigentlich verjüngende Glasfasern zu kaufen? Das würde natürlich 
die Anzahl an benötigten Glasfern um einiges reduzieren und viel 
Bastelarbeit ersparen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Vlad T. (vlad_tepesch)
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an was für einen Kollektor-Duchmesser dachtest du denn?

Kack B. schrieb:
> Betrachtet man jedoch das Verhältnis zwischen Eingangslichtleistung und
> Ausgangslichtleistung (in der Hütte), so bringt die Alternative mit
> nachführungslosen PV Panels (in der Baumkrone) ebenso erhebliche
> Verluste mit sich, ganz davon abgesehen, dass die benötigte Fläche an PV
> Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.

Der Weg der elektrischen Übertragung birgt aber den enormen Vorteil, 
dass sich das System extrem einfach um einen Speicher erweitern lässt, 
der es ermöglicht, Energie-Eintritt und -Austritt zeitlich zu 
entkoppeln.
Wenn es draußen dunkel ist, willst du ja drin auch Licht. Das heißt, 
dass zwei separate Infrastrukturen aufgebaut werden müssen.
Speichern scheinst du ja sowieso zu wollen.

So architektonisch mag das ganze ein interessantes Hightlight sein und 
in statischen Strukturen und im größeren Maßstab vielleicht sogar 
sinnvoll, aber zur Grundversorgung in natürlicher Umgebung, scheint mir 
das sehr fehleranfällig und teuer zu sein.


Zur Stromgewinnung:
wenn du das Sonnenlicht von vielleicht nem viertel Quadratmeter in einem 
Lichtleiter eingekoppelt hast, hast du an nem guten Sonnentag am anderen 
Ende sowas ähnliches, wie einen Viertel-Kilowatt-Laser. Definitiv sollte 
man nicht in die Faser schauen. Die Kohärenz fehlt natürlich, aber man 
sollte trotzdem extrem aufpassen, wie der Austritt aussieht. Vermutlich 
schmilzt man sich vom Kabel schon sofort die Ummantelung weg, wenn man 
aus versehen zu stark biegt.
Eventuell passiert das auch schon vorher, weil man das Licht mit dem 
Kollektor wahrscheinlich nicht so sauber eingekoppelt bekommt und ein 
Großteil so ungünstige Winkel hat, dass sie bei leichten Biegungen 
bereits den Grenzwinkel überschreiten.
Wahrscheinlich grillt man damit jede Solarzelle.

Das wäre doch mal ein interessantes Thema für Munroes "What if"

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Kack B. schrieb:
> Er muss also
> aus allen Winkeln Licht aufnehmen und in die Glasfasern leiten können.
> Die Fokusebene hinter der Optik kann dabei ruhig wandern, da man den
> benötigten Bereich durch entsprechende Platzierung der Glasfern abdecken
> könnte.

Aua...

> Dieses winkelunabhängige Lichteinfangen wird natürlich mit Verlusten
> einhergehen.

Und zwar nicht zu knapp.

> dass die benötigte Fläche an PV
> Panels meinen Kostenrahmen bei weitem sprengen würde.

Und Du glaubst wirklich, dass es die entsprechenden Linsen und 
Lichtwellenleiter für lau gibt?

> Gibt es eigentlich verjüngende Glasfasern zu kaufen? Das würde natürlich
> die Anzahl an benötigten Glasfern um einiges reduzieren und viel
> Bastelarbeit ersparen.

Ich hatte es schon geahnt, siehe:

Andreas S. schrieb:
> Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter
> funktioniert nicht.

Autor: Kack B. (exnoob)
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Andreas S. schrieb:
> Aua...
Gehts vielleicht konkreter?

Andreas S. schrieb:
> Ich hatte es schon geahnt, siehe:
>
> Andreas S. schrieb:
>> Bevor Du auf die nächste blöde Idee kommst: Nein, ein Lichttrichter
>> funktioniert nicht.
Wie genau werden denn dann mehrere Glasfasern zusammengeführt?

Vlad T. schrieb:
> Wahrscheinlich grillt man damit jede Solarzelle.
Deshalb suche ich ja nach den PV Modulen, die in Konzentratoranlagen 
verbaut werden.

Autor: Werner H. (werner45)
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Mehrere Glasfasern werden zusammengefügt, indem man sie parallel 
bündelt.
Der Austrittswinkel ist identisch mit dem Eintrittswinkel (Spiegelpaar).

Mann, schau Dir endlich mal die Grundlagen der geometrischen Optik an, 
damit Du nicht so einen grauenhaften Stuß schreibst!

Eine Linse, die Licht aus allen Richtungen auf einen Punkt konzentriert, 
kann es nicht geben. Eine Linse erzeugt nur ein Bild von einem 
Gegenstand nach festen Gesetzen (Abbildungsgleichung), sonst kann sie 
nichts.

Das ganze Projekt ist für die Tonne, weil praxisfremd und nur reine 
Zeitverschwendung. Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es 
Dir nochmal an.

Kaufe Dir 3 (DREI) Solarpaneels, montiere sie nach Ost, nach Süd und 
nach West. Parallel über Dioden zusammenschalten, eines liefert dann 
immer Strom.
Und hoffe, daß kein Sturm aufkommt.
Und übe erstmal das Steigen mit Steigeisen an einem zylindrischen 
Telefonmast.

Autor: Hans H. (loetkolben)
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Wäre es nicht einfacher die Hütte nach oben zu verlegen?

Dann hättest du sogar ein Baumhaus.

Autor: Kack B. (exnoob)
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Werner H. schrieb:
> Mehrere Glasfasern werden zusammengefügt, indem man sie parallel
> bündelt.
> Der Austrittswinkel ist identisch mit dem Eintrittswinkel (Spiegelpaar).

Meinte eigentlich wie man des Licht aus mehreren Glasfasern in eine 
leitet aber das scheint wohl spezielle Geräte zu benötigen.

Werner H. schrieb:
> Eine Linse, die Licht aus allen Richtungen auf einen Punkt konzentriert,
> kann es nicht geben. Eine Linse erzeugt nur ein Bild von einem
> Gegenstand nach festen Gesetzen (Abbildungsgleichung), sonst kann sie
> nichts.

Soviel versteh ich ja noch :D Meine Idee wäre, mehrere kleine Linsen so 
anzuordern, dass immer welche Licht einfangen. Beispielsweise in Form 
einer Hohlkugel, deren Oberfläche aus kleinen Linsen besteht.

Werner H. schrieb:
> Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es
> Dir nochmal an.

Als einzigen Unterschied im Grundkonzept kann ich da die 
Sonnennachführung festellen.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Kack B. schrieb:
> Meinte eigentlich wie man des Licht aus mehreren Glasfasern in eine
> leitet aber das scheint wohl spezielle Geräte zu benötigen.

So etwas macht aber nicht, um eine höhere Gesamtintensität zu erzielen, 
sondern um z.B. Licht verschiedener, sehr schmaler Wellenlängenbereiche 
in einer Faser zu übertragen. Dies funktioniert nicht ohne immense 
Verluste bei weißem Licht, siehe auch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Arrayed-Waveguide_Grating

> Soviel versteh ich ja noch :D Meine Idee wäre, mehrere kleine Linsen so
> anzuordern, dass immer welche Licht einfangen. Beispielsweise in Form
> einer Hohlkugel, deren Oberfläche aus kleinen Linsen besteht.

Eine Bündelung mittels Linsen o.ä. besitzt nur dann Vorteile, wenn 
hierdurch die zum gesamten Energiefluss beitragende Fläche vergrößert 
werden kann. Bringt man aber vor z.B. einer 1 m² großen Solarzelle eine 
Linsenkonstruktion mit ebenfalls 1 m² an, verliert man unter dem Strich 
nur.

Beim Sollektor ist dies sinnvoll, da eine Bündelung auf die wesentlich 
kleineren Endflächen der LWL-Bündel erfolgt.

Es wäre jedoch völliger Unsinn, ein teures Linsenarray vor etliche noch 
viel teurere LWL-Bündel zu setzen und die im Vergleich zu Kupferkabel 
immens teuren LWL-Bündel nach etlichen Metern auf Solarzellen scheinen 
zu lassen.

Bei Deiner Hohlkugel wäre das ganze sogar noch viel schlimmer, weil nur 
ein winziger Anteil der Linsen so von der Sonne beschienen würde, dass 
das gebündelte Licht wirklich im LWL-Bündel landet.

> Werner H. schrieb:
>> Das Sollektorprojekt ist was ganz anderes, schaue es
>> Dir nochmal an.
>
> Als einzigen Unterschied im Grundkonzept kann ich da die
> Sonnennachführung festellen.

Die Sonnennachführung ist aber DAS entscheidende, um überhaupt Licht in 
die LWL-Bündel zu bekommen. Bei einem Sollektor zur Wohnraumbeleuchtung 
ist die Sache aber noch recht simpel, da immer elektrische Energie zur 
Sonnennachführung zur Verfügung steht.

Dein Murks ist jedoch viel schlimmer:
1. Ohne Nachführung kanns Du höchstens 1% des Sonnenlichts nutzen.
2. Mit Nachführung hast Du ein Henne-Ei-Problem, d.h. bei leerem Akku 
kannst Du nicht den Akku laden, weil die elektrische Energie für die 
Nachführung fehlt.

Und völlig absurd ist Deine Hoffnung/Forderung, so etwas aufbauen zu 
wollen, weil die einfachen und preisgünstigen Versionen (normale 
Solarzellen direkt in der Sonne, 500m Kabel quer durch den Wald) zu 
teuer wären.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Kack B. schrieb:

> Wie genau werden denn dann mehrere Glasfasern zusammengeführt?

Nun, es gibt speielle Versandhäuser für optische Teile. Die sind
zwar nicht ganz billig, aber es kommt Dir ja anscheinend nicht
auf einige Tausend Euro an.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Nun, es gibt speielle Versandhäuser für optische Teile. Die sind
> zwar nicht ganz billig, aber es kommt Dir ja anscheinend nicht
> auf einige Tausend Euro an.

So, und dann nenne uns doch bitte eines dieser "speielle Versandhäuser", 
welches solch ein Teil anbietet, mit dem man das Licht mehrerer LWL in 
einem LWL bündeln kann, und zwar in einem großen Spektralbereich und 
mit einer Einfügedämpfung, die so gering ist, dass man durch die 
Bündelung eine höhere Gesamtleistung/-helligkeit erhält als die 
Eingangsleistung nur eines LWL.

Autor: Joe F. (easylife)
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Und wo soll diese Sonnenlichtbündel-Anlage dann installiert werden?
Im Wald?
Also im WALD, so mit Bäumen aus Holz und jeder Menge trockenem und 
leicht entzündlichem Material am Boden? Und wenn's mal brennt hat der 
ganze Landkreis Großalarm? Also da soll das dann stehen?

ლ༼>╭ ͟ʖ╮<༽ლ

: Bearbeitet durch User
Autor: Kack B. (exnoob)
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Nachdem ich nun mal ein paar Skizzen angefertigt habe und grob den 
maximalen Konzentrationsfaktor eines passiven Systems ohne Nachführung 
überschlagen habe, ist klar, dass Glasfaser als LWL viel zu teuer wäre.
Eine so starke Lichtbündelung ist aber eigentlich gar nicht notwendig 
und es wäre wichtiger, dass auch diffuses Licht noch verwertet werden 
kann, was bei aktiven Systemen mit Nachführung nicht möglich ist.
D.h. wenn man günstigere LWL benutzt, wäre das Ganze vielleicht noch 
machbar.


Gibt es sowas wie "Lichtschläuche"? Also vom Querschnitt und Biegeradius 
ein Mittelding zwischen innen verspiegelten Metallröhren (für klassische 
Tageslichtspots) und Glasfasern.

: Bearbeitet durch User
Autor: Kack B. (exnoob)
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...Das Material scheint es jedenfalls zu geben: 
https://www.architekturbedarf.de/katalog/artikelinfo/8614/polystyrolplatte-verspiegelt
Zur größten Not könnte man sich daraus ja selbst "Lichtschläuche" 
kleben, falls es sowas noch nicht fertig auf dem Markt gibt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

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Kack B. schrieb:

> Es ist klar, dass Glasfaser als LWL viel zu teuer wäre.

Das war eigentlich schon nach dem ersten Posting klar.

> Gibt es sowas wie "Lichtschläuche"? Also vom Querschnitt und Biegeradius
> ein Mittelding zwischen innen verspiegelten Metallröhren (für klassische
> Tageslichtspots) und Glasfasern.

Ja, früher waren die Standard als Mikroskopbeleuchtung. Billig waren
die aber noch nie. Wie breits mehrfach gesagt: Willst Du billig, nimm
Solarpanels plus LED-Beleuchtung.

Autor: Kack B. (exnoob)
Datum:

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Also wenn ich mir den Preis der oben genannten verspiegelten 
Polystyrolfolie anschaue, könnte man damit schon unter dem Preis einer 
1kWp (absolutes Minimum) PV Anlage landen.

> Ja, früher waren die Standard als Mikroskopbeleuchtung.
Vom Durchmesser scheinen dieses genau in dem Bereich zu sein, den ich 
benötige.
Leider finde ich nur sowas hier: 
https://www.optik-pro.de/lichtleiter/schott-flex-lichtleiter-1-armig-puravis-o9mm-1000mm/p,48492#tab_bar_1_select
Ganz simple, innen beschichtete Kunstoffschläuche mit einem Querschnitt 
im cm-Bereich finde ich keine.

Edit: Ah, habe hier im Forum was gefunden, wo vorgeschlagen wird einen 
transparenten PVC Schlauch mit einer optisch dichten Flüssigkeit zu 
füllen.
Das klingt doch mal interessant.
Youtube-Video "HOMEMADE OPTICAL FIBER FIBRE OPTIC LIGHTING CABLE DIY Do it yourself Fiber Optic Cable Optical Fibre"

: Bearbeitet durch User
Autor: Kack B. (exnoob)
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Und noch was interessantes, diesmal etwas aktueller: 
Youtube-Video "Hyperstealth patent pending Solar Panel Amplifier"

Autor: Werner H. (werner45)
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Leider lohnt sich diese Investition nur, wenn Staub, Pollen, Regen und 
Sturm verboten worden sind, und die sich auch dran halten...
Wenn man die zusätzlich nötige Fläche durch Solarpaneels ersetzt, hat 
man mehr davon.
Noch besser ist das Geld angelegt, wenn man alle 3 Stunden eine 
Nachführung durchführt. Das erhöht die Tagesausbeute.

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