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Forum: Projekte & Code Inkontinenzsensor/Feuchtesensor


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Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Aus dem Pflegebereich: ein Eigenbau-Sensor, der insbesondere für 
Querschnittsgelähmte Feuchtigkeit detektiert. Da es kein kommerzielles 
Produkt gab, habe ich mal was mit dem ATtiny461A zusammengebaut. Die 
Beschreibung ist mir jetzt 2 mal rein gerutscht, ließ sich leider nicht 
löschen. Tschuldigung..

Autor: Kurt A. (hobbyst)
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Warum neu erfinden? Gibt es schon zu Hauf.
Suche nach Bettnässer Alarmgerät.

Autor: JJ (Gast)
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Ich bin hocherfreut, dass da auch ein Windsensor eingebaut ist und 
wünsche mir ein Upgrade mit Flatulenzerkennung!

Autor: Anselm (Gast)
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Bitte bedenke, da es "am" Menschen betrieben wird, du dich vielleicht an 
Medizingerätetechnik und den dazu gehörigen Normen halten musst.
Ein in 50Hz zuckender Patient wird nicht gewünscht. scnr


Gruß
Anselm

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Anselm schrieb:
> Bitte bedenke, da es "am" Menschen betrieben wird, du dich vielleicht an
> Medizingerätetechnik und den dazu gehörigen Normen halten musst.
> Ein in 50Hz zuckender Patient wird nicht gewünscht.

Er führt die Kontakte zu der Sensormatte alle über 100k Widerstände. Das 
ist schon mal gut. Dem Foto nach verwendet er an der Stelle auch 
THT-Widerstände, die sind Spannungsfester als kleine SMDs. Das ist schon 
mal gut.

Aber das Foto im PDF sieht so aus, als würden die Widerstände und die 
Drähte im Gehäuse frei in der Luft hängen. Das wäre nicht ok, das sollte 
unbedingt mechanisch stabil montiert sein und dann ausreichend 
Isolationsabstand haben weil es Teil des Sicherheitskonzepts ist.

Wenn ich so ein Teil privat bauen würde, würde ich ein Netzteil mit 
Medizintechnik-Zulassung verwenden, die paar EUR wären mir das wert. 
Auch die Kontakte zum Hausbus nur galvanisch isoliert, hierüber kann ja 
genauso ein Fehlerstrom kommen.

Autor: Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite
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Uuu B. schrieb:
> Die Beschreibung ist mir jetzt 2 mal rein gerutscht, ließ sich leider
> nicht löschen.

Habe ich für Dich gelöscht. Hast Du auch noch den Source für Dein 
Projekt?

Autor: ths (Gast)
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Für Kleinkinder gibts sowas schon, Stichwort "Klingelhose"

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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> Warum neu erfinden? Gibt es schon zu Hauf.
> Suche nach Bettnässer Alarmgerät.

Nein, dort ist die Sensorfläche viel zu klein! Ein Gespräch mit 
Querschnittsgelähmten Erwachsenen hilft manchmal Wunder: Insbesondere 
die mechanische Belastbarkeit der Matte geht nur, wenn sie komplett an 
der Matratze gespannt befestigt wird und nicht verrutscht. Außerdem muss 
die Funktion der Matte regelmäßig überprüft werden, wegen Langlebigkeit, 
hinzu kommt Waschbarkeit. Das Problem sind insbesondere die 
fehleranfälligen Schläuche der Urinbeutel. Und letztlich sollte die 
Matte nicht stören, ab und zu eine Wechseldruckmatratze aushalten.. 
Anderseits, ja meine Version ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen, 
das sehe ich auch so. Anderseits hats dafür aber ein Schlummerlicht und 
und ein USB-Ladeanschluss fürs Handy und etwas fürs Ego wegen Hobby und 
so. Die Sicherheit (Medizintechnik) ist etwas ausbauwürdig, das ist 
korrekt. Die Hinweise nehme ich daher gern entgegen.

> Hast Du auch noch den Source für Dein Projekt?
Den Source kann ich leider noch nicht posten, da der Quellkode direkt 
aus einem kommerziellen Produkt abgeleitet wurde, wenn auch von mir 
geschrieben. Wer etwas geändert haben will, PN an mich..

Autor: Uhu U. (uhu)
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Ich habe mir vor einigen Jahren eine Bettheizung gebaut, die so ähnlich 
wie dein Sensor aufgebaut ist.

Ein Problem bei deiner Konstruktion sind die Befestigungsnähte, die den 
Draht mechanisch in lauter kleine, fest fixierte Abschnitte unterteilen.

Wenn man sich auf die Matratze stellt, werden jeweils die 
Drahtabschnitte unter dem Fuß sehr stark gestreckt, weil die Matratze 
nachgibt und der Draht dann große Kräfte aufnehmen muss. Das macht er 
nicht oft und reißt.

Ich habe das Problem so gelöst, dass ich den Draht selbst nicht angenäht 
habe, sondern einen dünnen Textilschlauch, in den ich den Draht 
hineingeschoben hatte. Die Dehnung der Matratze wird so nicht auf wenige 
Zentimeter, sondern auf die gesamte Länge des Drahtes verteilt und die 
Belastung verringert sich drastisch.

Statt eines Textilschlauches kann man auch ein ausreichend großes Stück 
Nessel nehmen, in das man mit einer Nähmaschine Längsfalten ¹) von 
einigen mm Breite hinein näht und anschließend den Draht einfädelt.

Als Draht hat sich bei mir Edelstahllitze bewährt, wie sie für 
Perlenketten verwendet wird – das Material ist sehr fest und korrodiert 
nicht. Allerdings hat diese Litze meistens noch einen dünnen 
Nylon-Überzug, der für einen Sensor natürlich entfernt werden müsste.

---

¹) Längs damit die Ausgleichslänge bei Belastung der Matratze maximal 
ist

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Anselm schrieb:

> Bitte bedenke, da es "am" Menschen betrieben wird, du dich vielleicht an
> Medizingerätetechnik und den dazu gehörigen Normen halten musst.
> Ein in 50Hz zuckender Patient wird nicht gewünscht. *scnr*

Deshalb würde ich sowas grundsätzlich nur mit Batterien/Akkus
bauen. Und wieso man ein solch einfaches, seit Jahrzehnten
bekanntes Gerät heutzutage immer mit Computern "verbessern"
will, ist mir auch nicht ganz klar.

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Harald W. schrieb:
> Und wieso man ein solch einfaches, seit Jahrzehnten
> bekanntes Gerät heutzutage immer mit Computern "verbessern"
> will, ist mir auch nicht ganz klar.

Stichwort: IOT 4.0

Thema ist halt für Dich möglicherweise nicht relevant.

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Uhu U. schrieb:
> Ich habe das Problem so gelöst, dass ich den Draht selbst nicht angenäht
> habe, sondern einen dünnen Textilschlauch, in den ich den Draht
> hineingeschoben hatte.
Gute Idee! Bei meiner Version mit dem direkt einnähen geht es zwar 
schnell aber der Textilschlauch wäre natürlich besser. Welchen 
Textilschlauch hast Du verwendet, wie dick ist der??

Uhu U. schrieb:
> Wenn man sich auf die Matratze stellt,...
kommt bei Querschnittsgelämten eher selten vor ;-) Na gut, es gibt auch 
Enkel..

Harald W. schrieb:
> Und wieso man ein solch einfaches, seit Jahrzehnten
> bekanntes Gerät heutzutage immer mit Computern "verbessern"
> will, ist mir auch nicht ganz klar.
Ehrlich gesagt, das ergab sich aus meiner Arbeit. Eigentlich bin ich 
auch für minimalistische zuverlässige Lösungen. Es ist so aber möglich, 
zukünftig in einer Pflegeeinrichtung im "Schwesternzimmer" in einem 
Übersichtsdisplay für mehrere Patienten auch derartige Sensoren und 
andere Informationen darzustellen. Nächtliche Schweißausbrüche sind so 
auch detektierbar. Über die Sinnhaftigkeit kann man natürlich streiten, 
das Projekt soll natürlich auch kein Tamagotchi werden. Das Projekt 
verschwindet wahrscheinlich bald in der Versenkung, meinem Bekannten 
aber hilft und freuts.

Autor: Walta S. (walta)
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Querschnittlähmung, leitende Flüssigkeit (Urin), Strom und als krönenden 
Abschluss Metall in der Unterlage - bitte lass das. Diese Kombination 
halte ich für extrem gefährlich.

Wenn du eine fehlerhafte Steckverbindung am Harnbeutel erkennen willst 
dann setzte dort an aber nicht dort wo die Menschen draufliegen.

walta

Autor: Uhu U. (uhu)
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Uuu B. schrieb:
> Welchen Textilschlauch hast Du verwendet, wie dick ist der??

Ich hatte zufällig plattgedrückt einen ca. 4-5 mm dicken gewebten 
Schlauch gefunden, der eigentlich zum Schmuck von Uniformnähten gedacht 
war. War aber recht teuer. Zudem hat der punktuell fixierte Schlauch 
einen neuen Nachteil: man kann durch Betttuch mit der Zehe unter ihn 
geraten und ihn mitsamt Draht dabei abreißen – ist mir bei einem der 
Drähte so passiert.

Ich denke, die bessere Idee ist ein Stück Nessel, das man pro Drahtkanal 
einmal längs faltet, mit dem Bügeleisen die Kante scharf plättet und 
anschließend mit der Nähmaschine eine gerade Naht 5 mm an der Kante 
entlang zieht.

Das Spiel dann für jeden der parallelen Drähte. Zum Schluss fädelt man 
den Draht ein.

Wenn man an dieser Matte an den Rändern Ösen anbringt, kann man die 
Konstruktion mit Schnüren auf der Matratze fixieren und spannen.

Autor: Uhu U. (uhu)
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Walta S. schrieb:
> Querschnittlähmung, leitende Flüssigkeit (Urin), Strom und als krönenden
> Abschluss Metall in der Unterlage - bitte lass das. Diese Kombination
> halte ich für extrem gefährlich.

Das Gerät kann man mit Batterien betreiben – deine Unkenrufe sind 
überflüssig.

Bei meiner Bettheizung fließen höhere Ströme, das geht mit Batterien 
nicht, aber mit einem für medizinische Zwecke zugelassenes Netzteil ist 
man auf der sicheren Seite.

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Walta S. schrieb:
> Diese Kombination
> halte ich für extrem gefährlich.

Da stimme ich zu. Deshalb wird das Ganze auch nur mit DGUV geprüftem 
Netzteil (und intern mit Schutzleiter verbundenem Minuspol) betrieben. 
Es wird aber ein Einzelgerät bleiben.
Die Schutzmaßnahme ist im Verhältnis zu anderen Geräten im Haushalt eher 
sicher. Die Krönung war bisher ein Bodensauger von ALDI (Topcraft NT 
01/11), wo das Blech-Gehäuse per 140k Widerstand an einen Pol gelegt 
war, den Schutzleiter hatte man ganz eingespart.. Darauf kam ich aber 
erst nach dem ersten Zingern. Aber es stimmt schon, bei medizinischen 
Geräten muss die Sicherheit (auch in den unmöglichsten Fällen) an erster 
Stelle stehen.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Uuu B. schrieb:
> Da stimme ich zu. Deshalb wird das Ganze auch nur mit DGUV geprüftem
> Netzteil (und intern mit Schutzleiter verbundenem Minuspol) betrieben.

Also dann Schutzklasse I. Finde ich nicht so überzeugend. Denn wenn sich 
der Schutzleiter in der Unterverteilung aus der Klemme löst und dann 
eine Klemme unter Spannung berührt (Doppelfehler), steht sofort das 
ganze Bett unter Spannung.

Ich würde ein Netzteil mit Medizingerätezulassung verwenden, in 
Schutzklasse II. "2x MOPP" ist was Du willst.

Z.B. sowas hier:
https://www.conrad.de/de/p/mean-well-gsm120b12-r7b-tischnetzteil-festspannung-12-v-dc-8-5-a-102-w-1439293.html

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Uuu B. schrieb:
> ein Eigenbau-Sensor, der insbesondere für
> Querschnittsgelähmte Feuchtigkeit detektiert.

Warst Du schon mal in real auf einer solchen Station / bei solchen 
Menschen? Da braucht es keinen Sensor, wenn Dein Geruchssinn 
funktioniert.

Solch ein Schwach... - frag lieber nach Zisternen-Tiefe oder wie man ein 
Pferd sattelt (noch bescheuerter - aber hier geht alles) - da wird Dir 
sicher auch nicht geholfen - aber es wird trefflich geschwafelt :-)

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Gerd E. schrieb:
> Ich würde ein Netzteil mit Medizingerätezulassung verwenden, in
> Schutzklasse II. "2x MOPP" ist was Du willst.

Also doch ohne Erdung, dafür mit erhöhten Anforderungen an Isolation und 
Kriechstrecke? Dann wäre das Netzteil Schutzklasse II und die 
Elektronik/Nachtischlampe Schutzklasse III mit Funktionskleinspannung 
mit sicherer Trennung (PELV), richtig? Wie geht man dann in diesem Fall 
mit elektrostatischen Aufladungen/EMV um, wenn das Gerät nicht geerdet 
ist???
Da die benötigte Leistung bei 12V unter 10W liegt, wäre also folgendes 
NT möglich:
[https://www.conrad.de/de/p/mean-well-gsm12e12-p1j-steckernetzteil-festspannung-12-v-dc-1-a-12-w-2113577.html]
??
Gerd hilf mir bitte!

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Hugo H. schrieb:
> Da braucht es keinen Sensor, wenn Dein Geruchssinn
> funktioniert.

Genau, nur dann ist es aber schon zu spät! Ist schon ein paar mal nachts 
passiert. Man merkt das nicht im Schlaf, da dann der Geruchssinn weg ist 
und die Nerven im unteren Teil "gekappt" sind. Die Urin-Schläuche müssen 
flexibel sein und sind darum relativ dünn und gerippt. Daher bilden sich 
manchmal unbemerkt Haarrisse. Das ist nicht wie beim Kleinkind, wo ein 
Unterlage das Zeug auffangen kann, es kann sich durchaus der ganze 
Beutel entleeren, hängt von den Umständen ab. Wie gesagt, schon ein paar 
mal passiert, nicht sehr angenehm.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Uuu B. schrieb:
> Daher bilden sich
> manchmal unbemerkt Haarrisse.

Ja - Du hast überhaupt keine Ahnung :-) - aber davon viel.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Uuu B. schrieb:
> Also doch ohne Erdung, dafür mit erhöhten Anforderungen an Isolation und
> Kriechstrecke?

genau.

> Dann wäre das Netzteil Schutzklasse II und die
> Elektronik/Nachtischlampe Schutzklasse III mit Funktionskleinspannung
> mit sicherer Trennung (PELV), richtig?

SELV, ansonsten richtig.

> Wie geht man dann in diesem Fall
> mit elektrostatischen Aufladungen/EMV um, wenn das Gerät nicht geerdet
> ist???

Störende EM-Strahlung vom Netzteil zu begrenzen ist wegen den 
geforderten niedrigen Ableitströmen natürlich schwieriger als bei 
normalen Netzteilen ohne Medizinzulassung. Aber das zu Lösen ist Aufgabe 
des Netzteilherstellers, mit ein Grund warum die Medizin-Netzteile 
teurer sind.

Elektrostatik wird etwas schlechter abgeleitet als bei anderen 
Netzteilen, aber immer noch mehr als genug daß es nicht zu Problemen 
kommt.

Viel wichtiger ist der niedrige Ableitstrom des Netzteils gegen Erde. 
Denn der fließt im Zweifel durch den Patienten und das kann von 
unangenehm bis gefährlich gehen. Dafür das Medizinnetzteil.

> Da die benötigte Leistung bei 12V unter 10W liegt, wäre also folgendes
> NT möglich:
> 
[https://www.conrad.de/de/p/mean-well-gsm12e12-p1j-steckernetzteil-festspannung-12-v-dc-1-a-12-w-2113577.html]

Ja, das passt auch. Ich hatte nur das erstbeste rausgegriffen und nicht 
nach Leistung etc. selektiert.

Bedenke auch die Verbindung zum Hausbus: Wenn irgendein anderes Gerät am 
Hausbus einen Schaden am Netzteil hat, steht der Patient genauso unter 
Strom.

Die eine Variante wäre den Anschluss an den Hausbus komplett galvanisch 
zu isolieren. Z.B. mit Optokopplern die eine mit 2xMOPP vergleichbares 
Schutzniveau liefern, also kurzfristig >5000V.

Die andere Variante wäre am Gerät selber nur einen potentialfreien 
Schaltkontakt bereitzustellen (Relais) und die eigentliche 
Hausbusanbindung in einem separaten Gerät zu machen. Dieses Gerät darf 
dann natürlich nicht das Netzteil des Feuchtigkeitssensors mitverwenden, 
sondern braucht unbedingt sein eigenes um das Schutzniveau aufrecht zu 
erhalten.

Sorge z.B. durch spezielle Stecker oder ähnliches dafür, daß nicht aus 
Versehen von der Putzfrau, Pflegehilfe etc. die falschen Netzteile 
angesteckt werden können.

Autor: Walta S. (walta)
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Nun: ich kann von mir behaupten dass ich eine solide elektrische 
Ausbildung habe und eine hervorragende pflegerische Ausbildung mit 
jahrelanger Erfahrung - ich kenne dein Problem. Und ich kann dir nur 
raten lass die Finger davon. Egal ob Batteriebetrieben oder 
Medizinisches Netzteil. Strom, Metall, Urin und Querschnittlähmung 
passen nicht zusammen.

Walta

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Hugo H. schrieb:
> Ja - Du hast überhaupt keine Ahnung :-) - aber davon viel.

Persönliche Angriffe sind doch nicht Dein Niveau ;-) Lass uns an Deinem 
Wissen teilhaben, wir sind keine Hellseher! Wenn Du bessere Erfahrungen 
mit Blasenkathetern im häuslichen Bereich hast, teile es uns mit! Die 
Defizite mit den Schläuchen sind nicht häufig, aber sie kommen vor - ca. 
1-2 mal im Jahr. Alles andere, wie falsch gesetzte/herausgerutschte 
Katheter, eingeklemmte Beutel, überdehnte Schläuche sind nicht das 
Problem, man erkennt das rechtzeitig. Auch in einer Pflegeeinrichtung 
ist das alles kein Problem, wechseln und gut ist. Aber NACHTS zu 
HAUSE...

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Gerd E. schrieb:
> SELV, ansonsten richtig.

gut.

Gerd E. schrieb:
> Die eine Variante wäre den Anschluss an den Hausbus komplett galvanisch
> zu isolieren. Z.B. mit Optokopplern die eine mit 2xMOPP vergleichbares
> Schutzniveau liefern, also kurzfristig >5000V.

Für eine Busausführung wäre ich ohnehin auf Optokoppler oder Funk 
ausgewichen, danke. Für dieses eine Exemplar ist der Bus nur zum testen 
und nicht nach außen geführt.

Gerd E. schrieb:
> Sorge z.B. durch spezielle Stecker oder ähnliches dafür, daß nicht aus
> Versehen von der Putzfrau, Pflegehilfe etc. die falschen Netzteile
> angesteckt werden können

Das ist natürlich der wunde Punkt.. Ich werde nochmal darüber 
nachdenken. Das Netzteil werde ich bestellen. Danke Gerd für Deine 
hilfreichen Hinweise!

Autor: Gustl B. (-gb-)
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Fehlt nur noch die automatische Trocknung. Vielleicht mit einer 
Heizwicklung? Und dann braucht man noch etwas gegen den Geruch bei der 
Trocknung.

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Genau, Heizwicklung mit 9,9*10exp9µA sollte reichen, vielleicht auch per 
PWM um die Temperatur kurz vorm sieden zu begrenzen. Für den Geruch gibt 
es per Schaltventil noch ein Deospray. Dann vielleicht auch den 
Windsensor aktivieren nur so zur Kontrolle...
Hallo, das ist ein ernstes Thema!!!

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Uhu U. schrieb:
> Das Gerät kann man mit Batterien betreiben – deine Unkenrufe sind
> überflüssig.
>
> Bei meiner Bettheizung fließen höhere Ströme, das geht mit Batterien
> nicht, aber mit einem für medizinische Zwecke zugelassenes Netzteil ist
> man auf der sicheren Seite.

Exakt so ist es.
Und  Netzgeräte mit 60601-3 Zulassung und 2x MOPP gibt es längst.
Und auch bezahlbar.

somit: Lass Dich bloß nicht entmutigen bei Deinem Projekt.

BTDT

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Uuu B. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Die eine Variante wäre den Anschluss an den Hausbus komplett galvanisch
>> zu isolieren. Z.B. mit Optokopplern die eine mit 2xMOPP vergleichbares
>> Schutzniveau liefern, also kurzfristig >5000V.
>
> Für eine Busausführung wäre ich ohnehin auf Optokoppler oder Funk
> ausgewichen, danke. Für dieses eine Exemplar ist der Bus nur zum testen
> und nicht nach außen geführt.

Schau bitte mal bei ti.com,
da gibt es seit kurzem ein paar wirklich feine Iso-Komponneten für Bus 
Anwendung, getestet mit 5000V rms (!).
Wie immer dort: Samples for free .-)

Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Andrew T. schrieb:
> Schau bitte mal bei ti.com,

> Wie immer dort: Samples for free .-)

Das hat in den letzten Jahren aber gewaltig abgenommen. Ohne 
Business-Adresse und Besuch der Website geht da gar nichts. Meine war 
ihnen jedenfalls nicht schön genug.

Isolator-ICs gibt es aber auch woanders zu bezahlbaren Preisen.

Autor: Uhu U. (uhu)
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Walta S. schrieb:
> Strom, Metall, Urin und Querschnittlähmung passen nicht zusammen.

Das musst du erklären.

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
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Uuu B. schrieb:
> es kann sich durchaus der ganze
> Beutel entleeren, hängt von den Umständen ab.

Diese Beutel sind normalerweise unter Bettniveau angebracht. Wer die an 
einen Infusionsständer hängt weiß nicht was er tut.

Uuu B. schrieb:
> Persönliche Angriffe sind doch nicht Dein Niveau ;-)

War doch kein Angriff - nur eine Feststellung.

Uuu B. schrieb:
> Deshalb wird das Ganze auch nur mit DGUV geprüftem
> Netzteil (und intern mit Schutzleiter verbundenem Minuspol) betrieben.

Daher auch Dein Hinweis in der "Spec." auf Deiner Homepage:

"Für den unwahrscheinlichen Fall des Totalausfalls des externen 
Netzteils und zusätzlichem
internen Kurzschluss zwischen primärer uns sekundärer Seite im Netzteil 
ist mit folgenden
Erscheinungen zu rechnen:

• Neutralleiter oder Phase am Metallgehäuse der Lampe → Lebensgefahr!"

Schönen Abend noch :-)

Autor: Uuu B. (hansdampf2)
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Nochmal ich. Die grundsätzliche Sache mit der elektrischen Schutzklasse 
habe ich überarbeitet: Das Gerät darf nun nur mit einem medizinisch 
zugelassenem Netzteil betrieben werden (Schutzklasse II), den 
Niederspannungsanschluss (Hohlstecker) habe ich auf die kleinere 
Ausführung abgeändert, damit übliche Netzteile auch aus Versehen nicht 
verwendet werden. Die Preise für Netzteile mit 2xMOPP sind auch 
bezahlbar.

Hugo H. schrieb:
> Diese Beutel sind normalerweise unter Bettniveau angebracht.
Natürlich (z.B. in einer Schale auf dem Fußboden)

> Wer die an einen Infusionsständer hängt weiß nicht was er tut.
Es reicht aus, den Beutel nur auf das Bett legen (lag abends im Weg..) - 
dann läuft er auch fast komplett aus..

Ich bedanke mich bei allen für Ihren Beitrag zu diesem Thema, besonders 
die Problematik der Schutzklasse hat mir sehr geholfen!
Eine künftige Busanbindung ist deshalb noch nicht geplant, der Aufwand 
für die Isolierung neben der notwendigen Verkabelung ist zu hoch. Eine 
Funkanbindung ist mit Sicherheit zielführender.

Autor: Walta S. (walta)
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Uhu U. schrieb:
> Walta S. schrieb:
>> Strom, Metall, Urin und Querschnittlähmung passen nicht zusammen.
>
> Das musst du erklären.

Ich könnte zu dem Thema einen ganzen Vortrag halten. Da erkläre ich dann 
was passiert wenn jemand länger Zeit in Urin liegt, oder auf einem 
harten Gegenstand. Wie sich dabei ganz kleine Ströme auf die Zellchemie 
auswirken. Wie man mögliche Schädigung der Haut vermeidet und auch wie 
man geschädigten Haut in der Heilung unterstützt. Welche Mittel und 
Verbandstechniken verwendet werden. Usw.
Auch die rechtlichen Hintergründe werden beleuchtet.

Allerdings werde ich das sicher nicht in ein paar Sätzen hier ins Forum 
schreiben. Dazu sind die Zusammenhänge viel zu umfangreich und werden 
leicht missverstanden.

Walta

Autor: Uhu U. (uhu)
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Walta S. schrieb:
> Allerdings werde ich das sicher nicht in ein paar Sätzen hier ins Forum
> schreiben. Dazu sind die Zusammenhänge viel zu umfangreich und werden
> leicht missverstanden.

Kannst du wenigstens ein paar Links auf Artikel oder Literaturhinweise 
bringen, die diese Themen ausführlicher beschreiben, oder existiert das 
Wissen ausschließlich in deinem Kopf?

Autor: Walta S. (walta)
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Es gibt in der Krankenpflege leider nur wenig im Internet. Hab hier ein 
paar Bücher. Das meiste stammt aus Fortbildungen und praktische 
Erfahrungen.

walta

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