F. F. schrieb:> Sicher, ich bin aus einem sehr harten Holz geschnitzt worden und ich> würde das von keinem anderen verlangen. Trotzdem mag ich diese Weicheier> nicht, die bei der kleinsten Kleinigkeit zusammen klappen wie ein> Klappstuhl.
Ja, so wie Robert Enke zum Beispiel. Null leistungsbereit und absolut
verweichlicht
..
DepriBoy88 schrieb:> Ja, so wie Robert Enke zum Beispiel. Null leistungsbereit und absolut> verweichlicht
Richtig! Sonst wäre er ja auch Inbetriebnahmeingenieur geworden und
nicht Fußballer.
Mike J. schrieb:> Wenn die Familie meint dass man seine Emotionen nicht ausdrücken sollte> und auch nicht die eigenen Gefühle (zu irgend einem Thema/Situation)> nicht ausdrücken sollte, dann entwickelt sich etwas was nicht richtig> ist. Das ist unmenschlich, unnatürlich.
Man muss aber aufpassen, wenn aus dem "Gefühle ausdrücken" ein Jammern
wird. Das schadet nämlich nicht nur den anderen, sondern belastet einen
auch selbst. Sich mal auskotzen ist ja ok, aber nicht eine Gewohnheit
draus machen.
Ich seh übrigens keine deutschen Eigenarten, die ein Depression
erschweren würden. Vermutlich belegt das auch keine Statistik.
Bernd W. schrieb:>> Wenn jemand Medikamente braucht, damit sein Blut genug Sauerstoff>> überträgt um auf Leistung zu kommen ist das was anderes.>>>> Im ersten Fall möchte ich nicht, dass dieser jemand meine Elektrik>> verlegt. Im zweiten Fall wäre mir das egal.>> Kommt also immer auf den jeweiligen Fall an.>> Auch wenn er trotz der Medikamente nur auf 60% seiner Leistung kommt?>> Wenn jemand zugedröhnt ist, dann ist er für manche Jobs nicht brauchbar.> Egal ob das von Drogen oder Medikamenten kommt.
Hi Bernd,
genau das wollte ich damit sagen.
Zugedröhnte Elektriker braucht kein Mensch, aber Medikamente die eine
Körperfunktion funktionieren lassen und jemanden nicht dicht machen sind
kein Ausschlusskriterium für mich.
Bernd W. schrieb:> Und wie siehst Du das bei Leuten mit chronischen Schmerzen, die es> schaffen, sich mit körpereigenen Substanzen das Leben erträglich zu> halten?
Es gibt z.B. sowas wie den "Opioidschein" (Name grade entfallen, so oder
so ähnlich). Dieser erlaubt von Opiaten (legal=verschrieben) Abhängigen
und solche die es bald sein werden das Autofahren.
Auch wenn das hart klingt, ich halte das für keine gute Idee und finde
das sollte man Ersatzlos abschaffen.
An Opiate gewöhnt man sich sehr schnell und merkt nach einer Weile von
der selben Dosis gar nichts mehr und ist demnach klar. Aber was, wenn
man eine Tablette mehr genommen hat als sonst? Oder wenn die
Entzugserscheinungen einsetzen?
Genauso ist Sekundenschlaf bei Opiaten gängig, auch wenn man sich daran
gewöhnt hat.
F. F. schrieb:> Trotzdem mag ich diese Weicheier> nicht, die bei der kleinsten Kleinigkeit zusammen klappen wie ein> Klappstuhl.
Das kann ich teilweise nachvollziehen. Ich denke mir oft "an was für
Nichtigkeiten manche verzweifeln, die sollten mal sehen was in mir los
ist".
Aber anders herum fordere ich von meinen Mitmenschen auch Verständnis
für mich.
Wenn jemand wirklich zusammenklappt, ist das keine Schande. Wenn ich
aber über Jahre hinweg an irgend einer Scheisse knabbere kommt mir die
Galle hoch, wenn der Lehrling nach 4 Wochen abbricht, weil er mit dem
"Druck", um 5:30 aufstehen zu müssen, nicht klar kommt.
Ein doofes Beispiel, aber das zeigt ganz gut was ich meine:
Jemand verzweifelt, weil er über den Kieselstein vor seiner Haustür
nicht drübersteigen kann (aus was für sinnlosen Gründen auch immer).
Des anderen Dorf wird abgebrannt, er überlebt als einziger.
Beide brauchen Hilfe.
Obwohl das mit den Kieselstein für uns alle Quatsch ist, ist derjenige
trotzdem unserer Hilfe und Verständnis würdig. Verständnis in der Form,
dass es eben Probleme gibt, die keiner verstehen kann, aber für
denjenigen lähmend sind.
Ich finde es ganz schön anmassend, über die Dringlichkeit/Härte des
Problems eines Anderen zu urteilen.
Vorallem macht man damit alles nur schlimmer. Derjenige fühlt sich
zurückgesetzt, drängt mit seinem Problem noch mehr nach vorn,
Mitmenschen blockieren irgendwann -> Teufelskreis.
F. F. schrieb:> Ich hatte noch viel mehr als burn out und einige hier wissen das.
Das war für mich oben so nicht ersichtlich, sieh mir das bitte nach.
Und jetzt, nachdem du mir das gesagt hast, bekommt dein Satz oben (keine
Zeit dafür) eine ganz andere Bedeutung.
mws schrieb:> sowas wie den "Opioidschein" (Name grade entfallen, so oder> so ähnlich). Dieser erlaubt von Opiaten (legal=verschrieben) Abhängigen> und solche die es bald sein werden das Autofahren.
Hat mir als Kind bei Husten immer sehr gut geholfen, war fast schon
normal, Arzt, Tropfen bekommen, auf den Würfelzucker geträufelt
https://www.shop-apotheke.com/arzneimittel/7229065/codeintropfen-v-ct-1-mg-loesung.htm
Wird aber heute weniger häufig verschrieben als früher, warum wohl :)
-> Abhängigkeitspotenzial
heute sind auch die Ärzte aufgeklärter oder verantwortungsvoller!
Jedenfalls seit Jahren habe ich das nie mehr verschrieben bekommen!
Hallo Joachim.
Joachim B. schrieb:> Hat mir als Kind bei Husten immer sehr gut geholfen, war fast schon> normal, Arzt, Tropfen bekommen, auf den Würfelzucker geträufelt> https://www.shop-apotheke.com/arzneimittel/7229065/codeintropfen-v-ct-1-mg-loesung.htm>> Wird aber heute weniger häufig verschrieben als früher, warum wohl :)> -> Abhängigkeitspotenzial
Als ich beim Bund war, habe ich mich geweigert, mitzusaufen. Daraufhin
hat man mir ein Glas Cola angeboten, und um die Soldateska nicht zu sehr
zu verärgern, habe ich das als Kompromiss getrunken.
> heute sind auch die Ärzte aufgeklärter oder verantwortungsvoller!> Jedenfalls seit Jahren habe ich das nie mehr verschrieben bekommen!
Ich wollte dann Schlafen gehen, und als ich dann eine Treppe
hinuntergehen wollte, wurde die ganz lang und schmal und fing an sich zu
schlängeln. Da hatte ich keine Böcke mehr hinunter zu gehen, habe mich
auf die Stufen gesetzt und geschlafen.
Hinterher hat man mir dann erzählt, dass die Cola zu einem Drittel aus
Codeinhaltigem Hustensaft bestand......vom Geschmack her ist mir das
nicht aufgefallen. Aber beim Bund schmeckte ja alles irgendwie komisch.
Probiert habe ich so einen Kram nie mehr.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Hallo mws.
mws schrieb:> Zugedröhnte Elektriker braucht kein Mensch,
Wenn der Meister anschliessend noch einmal über die Arbeit schauen
würde, fände ich das noch ok.
....Aber dann könnte der Meister die Arbeit ja gleich selber machen.
Maler und Lackierer haben auch oft von ihren Lösungsmitteln ganz kleine
oder ganz große Pupillen.....
> aber Medikamente die eine> Körperfunktion funktionieren lassen und jemanden nicht dicht machen sind> kein Ausschlusskriterium für mich.
Chronische Schmerzen oder einfach schlecht geschlafen langen, um
irgendwie auch "dicht" zu sein. Es ist aber kein Argument, nicht zur
Arbeit zu gehen.
>> Bernd W. schrieb:>> Und wie siehst Du das bei Leuten mit chronischen Schmerzen, die es>> schaffen, sich mit körpereigenen Substanzen das Leben erträglich zu>> halten?>> Es gibt z.B. sowas wie den "Opioidschein" (Name grade entfallen, so oder> so ähnlich). Dieser erlaubt von Opiaten (legal=verschrieben) Abhängigen> und solche die es bald sein werden das Autofahren.
Ich sprach oben von körpereigenen Substanzen, nichts extra
eingeworfenes. ;O)
>> Auch wenn das hart klingt, ich halte das für keine gute Idee und finde> das sollte man Ersatzlos abschaffen.> An Opiate gewöhnt man sich sehr schnell und merkt nach einer Weile von> der selben Dosis gar nichts mehr und ist demnach klar. Aber was, wenn> man eine Tablette mehr genommen hat als sonst? Oder wenn die> Entzugserscheinungen einsetzen?> Genauso ist Sekundenschlaf bei Opiaten gängig, auch wenn man sich daran> gewöhnt hat.
Nach Deinen Kriterien hart ausgelegt auch über andere Bereiche dürften
vermutlich zwei Drittel aller Leute kein Auto fahren.
D.h. es blieben auch nicht genug Fernfahrer über, um die Bevölkerung mit
Lebensmitteln zu versorgen. Für Lokführer würde das dann genauso gelten,
aber Schienenfahrzeuge sind einfach(er) zu automatisieren....
> Ich finde es ganz schön anmassend, über die Dringlichkeit/Härte des> Problems eines Anderen zu urteilen.
*Richtig !*
> Vorallem macht man damit alles nur schlimmer. Derjenige fühlt sich> zurückgesetzt, drängt mit seinem Problem noch mehr nach vorn,> Mitmenschen blockieren irgendwann -> Teufelskreis.
Beispiel Zwangsvorstellung: Du hast irgendeine blöde Vorstellung und
kriegst sie nicht aus dem Kopf. Einsicht in die Situation hilft nicht,
und eigentlich musst Du zwei Drittel Deiner Energie aufwenden, nur um
diese Zwangsvorstellungen niederzukämpfen.
Ein Aussenstehender kann sich da überhaupt nicht hineindenken, bis es
ihn mal selber erwischt.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Und ehrlich gesagt ich finde es gut, dass z.B. in einem Forum über diese
Krankheit gesprochen und diskutiert wird. Es sind doch eben
Elektroniker, Ingenieure, Lehrer etc. Leute wie du und ich die diese
Krankheit bekommen können. Es kann Mut machen, von anderen zu hören wie
sie es erleben und was sie dagegen probieren zu machen. Ich rede aus
Erfahrung, nehme seit Jahren Antidepressiva - mache was ich kann und
weiss, dass ich immer wieder mit Rückfällen rechnen muss. Ansonsten geht
es mir gut. Doch diese Krankheit hat mir schon manchmal einen Strich
durch die Rechnung gemacht. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, nehme diese
Tabletten und freue mich des Lebens wenn ich nicht unter der Krankheit
leide. Sport und Spaziergänge sind immer gut wenn du dazu fähig bist
aber eben manchmal eben nicht. So ist das.
klausi schrieb:> Kippe jeden Feierabend nach getaner Arbeit eins.> Bier ist viel gesünder als zuviel zuckerhaltige Limonaden und sonstiges> Zeugs.
Du meinst, Alkohol ist eine Lösung?
Qwertz schrieb:> klausi schrieb:>> Kippe jeden Feierabend nach getaner Arbeit eins.>> Bier ist viel gesünder als zuviel zuckerhaltige Limonaden und sonstiges>> Zeugs.>> Du meinst, Alkohol ist eine Lösung?
Nein, er meint, daß er 1 (in Worten: EIN) Bier trinkt. Dadurch wird er
sicher nicht zum Alkoholiker.
Interessant ist, wie dieser Thread innerhalb 2er Tage angewachsen ist
-und wie viele hier massive Problem haben. So etwas konnte man bei
längerem Lesen in den verschiedenen Rubriken hier schon vermuten. Da ist
es wohl besser, sich nur noch im Hintergrund zu halten, denn manchen
dieser Zeitgenossen will man weder hier und vor Allem nicht im realen
Leben begegnen.
Alkoholfreier Sabbel schrieb:>> Du meinst, Alkohol ist eine Lösung?>> Nein, er meint, daß er 1 (in Worten: EIN) Bier trinkt. Dadurch wird er> sicher nicht zum Alkoholiker.
Leider doch.
Mein Opa hat viel weniger getrunken, er war trotz dem ein Alkoholiker.
Es ist nicht so dass er betrunken war oder dass er dadurch negative
Dinge gemacht hätte.
> Interessant ist, wie dieser Thread innerhalb 2er Tage angewachsen ist> -und wie viele hier massive Problem haben.
Bei mir in der Uni habe ich nicht einen Professor gefunden der nicht in
irgend einer Weise ein psychisches Problem hatte. Einige hatten ein
stärkeres Problem, bei den meisten war es aber kein wirklich starkes
Problem. Auch bei einigen Hiwis konnte man das gut sehen.
Ich mache mir keine Illusionen wenn es um die geistige Gesundheit der
Leute geht.
Ich kenne sogar einen der ein ganz extrem starkes Problem mit seiner
Narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat, er ruiniert damit nicht nur
sein Leben, sondern auch das Leben von den Leuten in seiner Umgebung.
Er selbst ist der Ansicht dass er keinerlei psychisches Problem hat. XD
Also, nur weil die Leute nicht über Probleme reden, heißt es nicht dass
sie keine Probleme haben.
klausi schrieb:> Kippe jeden Feierabend nach getaner Arbeit eins.Alkoholfreier Sabbel schrieb:> Nein, er meint, daß er 1 (in Worten: EIN) Bier trinkt. Dadurch wird er> sicher nicht zum Alkoholiker.
täglich ist Alkoholiker!
Nicht nach WHO: Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) wird jemand als Alkoholiker bezeichnet, wenn seine Abhängigkeit
vom Alkohol einen solchen Grad erreicht hat, dass er deutlich seelische
Störungen aufweist oder eine Beeinträchtigung seiner körperlichen und
seelischen Gesundheit, seiner mitmenschlichen Beziehungen und seiner
sozialen und wirtschaftlichen Funktionen bzw. Vorläufer einer solchen
Entwicklung zeigt.
https://www.klinik-friedenweiler.de/blog/ab-wann-ist-man-alkoholiker/
Mike J. schrieb:> Ich kenne sogar einen der ein ganz extrem starkes Problem mit seiner> Narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat, er ruiniert damit nicht nur> sein Leben, sondern auch das Leben von den Leuten in seiner Umgebung.> Er selbst ist der Ansicht dass er keinerlei psychisches Problem hat. XD
Er nennt das halt nicht "psychisches Problem", weil er nicht weiß, was
alles an Persönlichkeitsstörungen und suboptimalen Lebensweisen zum
Psychologen geschickt wird weil andere Korrektive wie Gemeindeleben,
Großfamilie - kurz soziales Zusammenleben, nicht mehr wahrgenommen
werden.
So auch der TO, der sich irgendeine Laien-Diagnose zusammenbastelt, um
an "Glückspillen" über die Kasse zu kommen anstatt sich aktiv um einen
gesunden Lebenswandel mit viel sozialen Kontakten im näheren Wohn- und
Familienumfeld zu bemühen.
"Depression" ist halt die die gebräuchliche Chiffre für vereinsamt,
sozial vernachlässigt und mit gering ausgeprägten positiv-sozialen
Fähigkeiten.
> Also, nur weil die Leute nicht über Probleme reden, heißt es nicht dass> sie keine Probleme haben.
Jeder ist irgendwo für irgendwen ein Problem und irgendwo-anders für
irgendwen-anders die ideale Ergänzung.
Mike J. schrieb:> Bei mir in der Uni habe ich nicht einen Professor gefunden der nicht in> irgend einer Weise ein psychisches Problem hatte. Einige hatten ein> stärkeres Problem, bei den meisten war es aber kein wirklich starkes> Problem. Auch bei einigen Hiwis konnte man das gut sehen.
Wenn man überall Geisterfahrer sieht ist es oft ratsam sich mal Gedanken
zu machen ob man selber der Geisterfahrer ist.
Möglicherweise gehörst du zu denen die sich selbst für als einzig normal
halten.
Joachim B. schrieb:> täglich ist Alkoholiker!
Nur wenn so ein Mensch das nicht lassen kann.
Auch wieder so ein Blödsinn von den Ärzten.
Auf der einen Seite soll ein Glas Wein am Tag gesund sein, trinkst du
es, bist du plötzlich Alkoholiker.
Bin mal gespannt wann ich keinen schwarzen Tee mehr trinken darf.
F. F. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> täglich ist Alkoholiker!>> Nur wenn so ein Mensch das nicht lassen kann.
wenn er es lassen könnte würde er es nicht täglich brauchen, ist halt
meine Erfahrung, aber auch verdrängen, abstreiten, verneinen gehört
dazu!
Pegeltrinker, dann kann auch der Umstieg zum Quartaltrinker vorkommen,
es bleibt wie es ist, wer nicht monatelang dem Alkohol fernbleiben kann
ist abhängig.
Weiß ich nicht, sehe ich anders.
Habe früher auch eine bis 3 Flaschen Bier abends getrunken. Heute trinke
ich nur noch sehr selten etwas. Ich hatte auch keine Entziehungskur
nötig. Lol
F. F. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> täglich ist Alkoholiker!>> Auch wieder so ein Blödsinn von den Ärzten.> Auf der einen Seite soll ein Glas Wein am Tag gesund sein, trinkst du> es, bist du plötzlich Alkoholiker.
Also bei (Rot-)Wein sagt der Mediziner deutlich das das eine
Gratwanderung zwischen Herzinfarktprophylaxe und Säuferleber ist. Bei
Bier gibt es diese Gratwanderung nicht, da droht nur Säuferleber.
Also Rotwein kann verhindern, das der Trinker mit 50 am Herzinfarkt
verreckt bevor ihn die Säuferleber mit 60 in die Kiste schickt.
Und "ein Bier" kann eine Maß (1l) Oktoberfestbier in München sein, oder
ein Glas (0.2 l) Kölsch in Köln. Und lebertechnisch kann täglich Alkohol
-auch ein Bier- zum Problem werden, auch wenn der Charakter nicht der
eines abhängigen Trinkers ist. Die statistische Schwellendosis für
alkoholische Fettleber liegt bei 30g Alkohol täglich (0.3l Wein/0.6l
Bier):
https://www.deutsche-leberstiftung.de/presse/pressemappe/lebererkrankungen/fettleber/alkoholische-fettleber/
F. F. schrieb:> Auf der einen Seite soll ein Glas Wein am Tag gesund sein
wenn es um die Inhaltsstoffe von Rotwein geht klappt das auch mit rotem
Traubensaft, Alkohol braucht es dafür nicht!
Mal wieder zurück zum original Thema:
Ich kann es aus meiner Erfahrung von ungefähr 10 Jahren sagen: Ich hatte
Ähnliches. Es stimmt etwas nicht im Leben, eigentlich wüßte man es, aber
man verdrängt es wegen außenstehender Faktoren oder befürchteten
Konsequenzen.
Bei mir war es damals die Berufswahl, ich habe mich ausgiebig mit meinem
Wunschberuf auseinandergesetzt. Die Eltern waren dagegen und hatten mich
in eine Lehre hineingezwängt, die ich nie wollte, da ich studieren
wollte.
Das wollten sie wiederum nicht...
Ich wollte immer Harmonie in der Familie, deshalb habe ich nachgegeben,
aber die Psyche zieht einem immer mehr runter, bis du deinem Leben ein
Ende setzen möchtest.
Auf einen Mediziner setzen?
Wenn du gesetzlich Pflichtversichert bist, dann wird dir kein Psychologe
stundenlang zuhören, das wird nicht bezahlt. Mir wurden stattdessen
schon nach Kurzem Stimmungsaufheller verordnet. Das ist ein übles Zeug,
das trickst deine Psyche aus, blockiert die Rezeptoren im Gehirn, aber
macht deinen Körper fertig. Nach zwei Koliken war ich im Krankenhaus und
danach habe ich beschlossen das Ruder herumzureißen. Ich habe meine
Lebensversicherung gekündigt und auszahlen lassen, sowie auch meinen
alten Beruf und habe mich fürs Studium eingeschrieben und habe
Elektrotechnik studiert.
Die Depressionen waren seit diesem Tag weg aus meinem Leben.
Von nun an habe ich das gemacht, was schon immer in meinem Untergewissen
vor sich hinvegitierte.
Meine Eltern hatten mehrere Jahre nicht mit mir gesprochen. Erst auf der
Abschlussfeier sind sie erschienen und wir haben uns versöhnt.
Lange Rede, kurzer Sinn. Es steckt etwas dahinter! Finde es und führe
eine Veränderung durch!
Alles andere, Medizinschrott, Alkohol und Drogen lösen nichts!
Hallo Berufsrevolutionär.
Berufsrevolutionär schrieb:> "Depression" ist halt die die gebräuchliche Chiffre für vereinsamt,> sozial vernachlässigt und mit gering ausgeprägten positiv-sozialen> Fähigkeiten.
Ich meide Gesellschaft, weil ich es extrem anstrengend finde, mich so
zurückzuhalten, dass ich anderen Leuten nicht an die Gurgel gehe.
Das ist geselschaftlich nicht akzeptiert und wird geandet, und ausserdem
sind die anderen meistens stärker und gewinnen die Prügelei.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Hallo Le X.
Le X. schrieb:> Wenn man überall Geisterfahrer sieht ist es oft ratsam sich mal Gedanken> zu machen ob man selber der Geisterfahrer ist.> Möglicherweise gehörst du zu denen die sich selbst für als einzig normal> halten.
Das ist zwar richtig, aber diese Erkenntnis hilft den wenigsten weiter,
weil die meisten Konflikte so grundlegend sind, dass sie nicht mehr
lösbar sind.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Mike J. schrieb:> Es gibt zwei Arten von Depressionen:> 1. - Die eine ist ein chemisches Ungeichgewicht im Gehirn, da kann man> dann nur mit Tabletten weiter helfen.> 2. - Die andere ist die Belastung mit ungelösten Problemen und die> daraus resultierende Belastung, hier hilft nur die Lösung des Problems> ... auf die eine oder andere Weise.
3. Termin Dr. Postel? https://www.youtube.com/watch?v=GA9jiTL-_I0
Es gibt Fälle, die durch Überlastung entstehen und es gab traumatische
Erlebnisse die fest eingespeichert wurden. Letztere sind schwerer
loszubekommen.
Tobi schrieb:> Mal wieder zurück zum original Thema:>> Ich kann es aus meiner Erfahrung von ungefähr 10 Jahren sagen: Ich hatte> Ähnliches. Es stimmt etwas nicht im Leben, eigentlich wüßte man es, aber
...
> Lange Rede, kurzer Sinn. Es steckt etwas dahinter! Finde es und führe> eine Veränderung durch!> Alles andere, Medizinschrott, Alkohol und Drogen lösen nichts!
Doch die Lösen den Menschen auf. Erst Drogen und dann Medikamente. Dann
beides und dann ist der Mensch im Eimer.
Also Finger weg von den Drogen dazu zählt auch Alkohol.
Ein Alkoholiker ist eine Last für jede Firma. Besonders bei den Bier
Firmen dort gehen jedes Jahr einige Liter Bier weg vom Dieter. Deshalb
ist der Fachkräftemangel so gestiegen
Natürlich ist Alkohol auch ohne Alkoholiker zu sein schädlich.
Konnte das sowieso nie richtig vertragen.
Arbeit kann auch schädlich sein. Zumindest eine von beiden
Krebserkrankungen habe ich durch die Arbeit.
Aber zu den Depressionen.
Sicher gibt es Menschen, denen Psychologen helfen können. Ich gehöre da
sicher nicht dazu. Man muss auch irgendwie selbst da raus kommen.
Meinen Sohn kann ein Psychologe auch nicht wieder zum Leben erwecken.
Das brauchte viel Zeit und erledigt wird das nie sein, aber man kommt
damit irgendwann klar.
Logop schrieb:> Also Finger weg von den Drogen dazu zählt auch Alkohol.
Also ich finde diese Haltung maßlos übertrieben. Ich genieße mein
Feierabend-Bier, das habe ich mir nach der Arbeit verdient. Da lasse ich
mir auch nicht reinreden.
Ich finde es generell schlecht, wenn man Anderen etwas vorschreiben
will, wenn es um etwas geht, was niemandem sonst Schaden zufügt.
Missionieren geht gar nicht.
F. F. schrieb:> Natürlich ist Alkohol auch ohne Alkoholiker zu sein schädlich.
Damals haben Ärzte einem (teilweise, nicht jeder) empfohlen jeden Tag
ein Glas Wein zu trinken. Diese Weisheit hatten sie nicht aus dem
Studium oder von wissenschaftlichen Untersuchungen, sondern aus den TV.
Inzwischen sagen die Ärzte dass jede Menge an Alkohol schädlich ist.
Wenn man nur 1ml pro Tag trinkt, dann ist es eben nur ein wenig
schädlich, wenn man mehr trinkt ist es eben proportional schädlicher.
Rudi Radlos schrieb:> Es gibt Fälle, die durch Überlastung entstehen und es gab traumatische> Erlebnisse die fest eingespeichert wurden. Letztere sind schwerer> loszubekommen.
Das widerspricht nicht meiner Aussage.
Es gibt Depressionen mit körperlicher Ursache (etwas im Gehirn ist nicht
in Ordnung) und es gibt die quasi "Software-Ursachen". (e gibt auch
einen Mix aus beidem)
Du beschreibst hier die Ursachen die oft heilbar sind. Es gibt Dinge die
das Gehirn nicht richtig verarbeiten konnte und diese Dinge belasten den
Menschen. In aller Regel ist eine direkte Konfrontation mit dem Problem
das beste Mittel welches zu einer Heilung zu führen kann, dafür sprechen
auch die Statistiken.
Schwierig ist es teilweise zu erkennen welche wirkliche Ursache dahinter
steckt, denn die Personen versuchen das Problem zu verdrängen und
beschäftigen sich gerne mit anderen Dingen die ihnen angenehm sind und
mit denen sie klar kommen. Das führt aber nicht zu einer Lösung.
Wenn man einer Person gegenüber sitzt und herausfinden möchte wo das
Problem liegt, dann kann man oft sehr schnell sagen an was die Person
leidet, aber beim Versuch einen Lösungsweg zu finden stochert man im
wesentlichen in einer BlackBox rum und versucht durch die Änderungen am
Ausgang (teilweise zeitlich verschobene Reaktionen) zu ermitteln ob man
gerade das Richtige macht.
Le X. schrieb:> Wenn man überall Geisterfahrer sieht ist es oft ratsam sich mal Gedanken> zu machen ob man selber der Geisterfahrer ist.> Möglicherweise gehörst du zu denen die sich selbst für als einzig normal> halten.
Deine Analogie hat einen Fehler.
Wenn du auf einer Straße mit einem VW-Polo entlang fährst und viele
Menschen siehst die mit ihrem VW-Polo liegen bleiben, dann interessierst
du dich doch bestimmt weshalb das so ist.
Du selbst fährst Kilometer weit, führst regelmäßig die
Wartungsintervalle durch oder schaust auch mal so auf den Ölstand, die
Batterie und die Verschleißteile. Du schaust dir halt dein Auto an und
erkennst wo Probleme liegen, noch bevor es damit Probleme gibt. Es sind
die kleinen Anzeichen die man eben erkennen kann ... wenn man darauf
achtet.
Bei den anderen siehst du dann dass sie vielleicht viel auf den Lack
achten und dort auch viel Geld rein stecken, im Gegenzug lassen sie aber
den Motor verdrecken oder fahren wie eine wilde Sau.
Wenn dann ein Zahn im Getriebe gebrochen ist, dann schimpfen sie wie ein
Rohrspatz und geben anderen Menschen die Schuld. Dem Hersteller, der
Ehefrau weil sie zu viel wiegt und das Auto mehr belastet wurde, einer
anderen Person welche mal mit dem Auto gefahren ist usw.
Seit der Zeit beim Kindergarten schaue ich eben einfach mal genau hin.
Es ist eigentlich leicht diese Dinge zu erkennen, nur oft blockieren die
Menschen sich geistig selbst.
So verwundert es dann auch nicht dass sich Ehepaare überhaupt nicht
kennen, obwohl sie schon Jahrzehnte verheiratet sind. Dieses Phänomen
ist auch nicht gerade selten.
Ganz generell kann ich zu jedem Menschen sagen:
Gehe einfach mal mit einem offenen Geist durch die Welt und beobachte
die Leute, höre zu was sie sagen und wie sie es tun. Man muss auch die
Situation sehen in der die Leute jetzt sind und in der sie sich
meinetwegen vor ein paar Minuten befunden haben.
Man erkennt dann ein paar Zusammenhänge durch die sich das Verhalten und
die ganze Situation einfach erklären lassen. Das Verhalten von Menschen
ist im Grunde genommen total logisch, gerade beim kindlichen Verhalten
kann man das gut sehen.
Viele Erwachsene realisieren aber nicht was das Kind vor ein paar
Minuten gemacht hat und bringen dies auch nicht in Zusammenhang mit dem
aktuellen Verhalten. Oft werden die Eltern einfach nur wütend dass das
Kind sich "komisch" verhält und nicht das macht was es soll.
Die dummen Eltern fangen dann an das Kind anzuschreien, am Arm zu ziehen
oder werden körperlich Gewalttätig.
(Anmerkung: Und das bei Kindergartenkindern die von ihnen eigentlich auf
die beste Weise geformt werden sollten.)
Nur das Unverständnis (das fehlende Wissen um die Zusammenhänge) lässt
das merkwürdige Verhalten der anderen Personen für einen Außenstehenden
so wirr erscheinen.
Bei Sorgen um das Thema lese mindestens:
https://de.wikipedia.org/wiki/Depression
Beachte dabei bitte die Schlüsselwörter
"Im medizinischen Sinne ist die Depression ... eine ernste,
behandlungsbedürftige ... Erkrankung..."
Behandlungsbedürftig deutet hier darauf, dass es einem doch schon
dreckig geht und er ohne Hilfe von außen damit nicht klar kommt. Also
soll er oder sie mindestens zum eigenen Hausarzt gehen und sich
erkundigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Depression#Symptome
In dem Abschnitt wird jeder fündig.
Im Abschnitt "Schweregrad" wird es klarer:
Finde bei Dir "zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome" und ab zum
Arzt. Bei leichten Form könntest Du vielleicht noch mit Johanniskraut
anstatt mit Alkohol was umreißen.
Mike J. schrieb:> Bei mir in der Uni habe ich nicht einen Professor gefunden der nicht in> irgend einer Weise ein psychisches Problem hatte. Einige hatten ein> stärkeres Problem, bei den meisten war es aber kein wirklich starkes> Problem. Auch bei einigen Hiwis konnte man das gut sehen.
Das ist doch klar. Ich kenne auch einen Professor, der im Durchschnitt
15 Stunden pro Tag arbeitet. (inkl. Samstag und Sonntag)
Der Druck nimmt halt immer weiter zu. Ich habe von einem Professor
gehört: "Eigentlich kommt zu dem Stoff, den ich vermittle jedes Jahr 30%
dazu."
Alle diese Dinge werden als Haifischbecken verstanden und auch so
vermittelt. Wir hatten einen externen Dozenten, der meinte:
"Universitäten stehen in direkter Konkurrenz zur Industrie!"
Ich habe auch erfahren, dass ein Professor selbstverständlich doped um
mehr arbeiten zu können. Er hat wegen seines Ingenieurbüros zwei
Vollzeitjobs.
Ein Professor ist während einer Diplomverteidigung eingeschlafen, weil
er von der langen Arbeitszeit erschöpft war.
Überforderung ist die Norm, nicht die Ausnahme.
F. F. schrieb:> Meinen Sohn kann ein Psychologe auch nicht wieder zum Leben erwecken.> Das brauchte viel Zeit und erledigt wird das nie sein, aber man kommt> damit irgendwann klar.
Mein herzliches Beileid.
Qwertz schrieb:> Logop schrieb:>> Also Finger weg von den Drogen dazu zählt auch Alkohol.>> Also ich finde diese Haltung maßlos übertrieben. Ich genieße mein> Feierabend-Bier, das habe ich mir nach der Arbeit verdient. Da lasse ich> mir auch nicht reinreden.>> Ich finde es generell schlecht, wenn man Anderen etwas vorschreiben> will, wenn es um etwas geht, was niemandem sonst Schaden zufügt.> Missionieren geht gar nicht.
Jetzt muss ich etwas lachen. Aber genau DAS erzählt dir jeder angehende
Alkoholiker. Frage dich doch mal, warum du ein Feierabendbier brauchst.
Uiuih, du musst aufpassen! Jeden Tag Alkohol ist nicht normal!
SysIngMue schrieb:> Gefahrgut-Transporter schrieb:>> ... nur weil sich> jene nach getaner Arbiet EIN Bier gönnen ...>> ... jeden Tag? -> Alkoholproblem!
Hysteriker. Ich habe meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle, ich kann auch
mal zwei Wochen gar keinen trinken. Es ist halt ein Genussmittel. Ich
will mein Leben nicht ausschließlich auf alles hin optimieren, was
irgendwie von Ärzten empfohlen wird, denn dann habe ich keinen Spaß
mehr.
Qwertz schrieb:> Ich habe meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle, ...denn dann habe ich keinen> Spaß mehr.
Ohne Alkohol keinen Spaß mehr? --> Ab zur Suchtberatung mit dir!
Irgendwann wird es kippen und dann merkst du, dass du nie die Kontrolle
hattest.
Wenn ich das alles mit den "Gefahren'" lese, dann denke ich mir, dass
diese Leute aus lauter Angst gar nicht erst richtig leben.
Nun habe ich bei allem Mist vorher auch noch die zweite Krebserkrankung.
Gut, sicher gelte ich bei dem Lungenkarzinom als geheilt, weil alles
sehr früh, durch den ersten Tumor, aufgefallen ist. Aber der erste Tumor
wird mein Leben wahrscheinlich deutlich verkürzen. Die Chemo, die ich
für drei Jahre nehmen muss, heilt ihn nicht unbedingt und macht nebenbei
das Herz kaputt.
Also abends ein Bier zu trinken, ist sicher das kleinere Problem.
Die Menge macht das Gift.
Also lebt Leute!
Ich habe nie geraucht, bis auf ein paar Zigaretten in der Jugend und
trotzdem hatte ich da ein Adenokarzinom.
Normalerweise breite ich das nicht so öffentlich und in dem Maße aus,
aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen sein Leben ohne diese
lächerlichen Ängste zu leben und dabei sein Bier zu genießen.
F. F. schrieb:> aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen sein Leben ohne diese> lächerlichen Ängste zu leben und dabei sein Bier zu genießen.
Ich danke dir für diese aufbauenden Worte, darauf werde ich heute Abend
ein Bier für dich mittrinken. Prost!
F. F. schrieb:> vielleicht hilft es dem einen oder anderen sein Leben ohne diese> lächerlichen Ängste zu leben und dabei sein Bier zu genießen.
Mein Opa ist 76 geworden, aber ihm war vollkommen klar dass er ein
Alkoholproblem hatte und er hat sich auch gedrosselt, so dass es jeden
Tag eben nur eine kleine Menge war.
An seiner Alkoholabhängigkeit ist er nicht gestorben, sondern an den
berühmten Herz-Kreislauf-Problemen. Um das zu verbessern hätte er
abnehmen müssen, aber seit seiner Kriegsgefangenschaft in Russland hat
er eben etwas mehr gegessen.
Von einer halbe Millionen deutscher Soldaten haben es ca. 300k in
Kriegsgefangenschaft geschafft und glaub 6500 haben es dann überlebt,
die anderen sind an "Magenproblemen" gestorben. Also auf Deutsch, die
hatten nichts zu Essen.
Mein Nachbar hingegen hat mit dem Saufen seine Familie, Ehe und seinen
Körper ruiniert.
Ich persönlich wüsste nicht ob ich die Willenskraft und Stärke hätte bei
einer Sucht die Notbremse rechtzeitig zu ziehen, deshalb mache ich auch
um alles einen Bogen was das Potential hat mir Schaden zuzufügen.
Feiern kann ich sehr gut ohne Bier. Manch einer braucht sein Bier um
locker zu werden, aber normale Leute brauchen nur den Abend ... je
fortgeschrittener die Zeit, desto mehr geht man automatisch aus sich
raus und kann auch über Dinge lachen über die man tagsüber eben nicht
lachen könnte. Das liegt vielleicht daran dass das Gehirn übermüdet ist?
Nach meiner Erfahrung haben Leute die Alkohol am Abend trinken nicht
wirklich mehr Spaß. Wenn die Leute zu voll sind und sich dann endlich
trauen ein Mädel anzusprechen, dann geht das oft voll in die Hose. Wenn
es dann doch funktioniert, dann wacht man neben einer Person auf die man
während der Party noch ganz anders in Erinnerung hatte. XD
Also ich habe auch schon Alkohol probiert, es gibt mir nichts. Bier
schmeckt mir nicht und Schnaps ist so als ob man versucht Lösungsmittel
zu schlucken.
Die Wirkung von Koffein schreibe ich den Legenden zu, ich habe irgend
wie noch keine Wirkung bemerkt. Das ist wohl so etwas an das man glauben
muss damit es funktioniert.
Mein Vater (ein starker Kaffeetrinker) hatte nicht mal bemerkt dass er
zu einer Geburtstagsfeier Caro (Ersatzkaffee aus Getreide) zu sich
genommen hatte.
Ich hatte aber auch keine Ahnung dass ich Kaffee getrunken habe, weil
ich eh immer Milch und Zucker nutze um den Geschmack zu verbessern. Die
Kannen wurden vertauscht, 50% der Leute hatten jetzt echten Kaffee und
die anderen 50% eben nur den Ersatzkaffee ... hat keiner gemerkt.
Mike J. schrieb:> hat keiner gemerkt.
Wie denn genau gemessen? Normalerweise fördert Kaffee das
Nachteulendasein. Wenn ich faste (z.B. nach traditioneller Art nach
Aschermittwoch) bin ich meistens schon um 22 Uhr ziemlich müde.
Ich habe neulich in einer Rehaklinik eine Studie/Statistik gesehen, das
Kaffee durchaus lebensverlängernd wirken kann.
Ersatzweise könnte man aber auch mal Guarana-Bier probieren, und
schauen, wie sich das bemwerkbar macht.
(z.B. https://guarana360.info/bier/ )
(Mein Opa war auch Dauerbesoffski, in russischer Gefangenschaft
Hinrichtung schon befohlen, aber übern Zaun gehoppelt, und ab nach
Hause. War aber auch wandelndes Pilzlexikon. Dem hätte ich richtig gute
Pilzlexika aus der Unibib vorzeigen können, der hätte die alle gekannt
(und korrekt eingestuft).
Leider ist mir diese Art von Expertise/Know How erst sehr spät
aufgefallen. Internet - oder selbst eine gute App könnten da noch lange
nicht mithalten.
Zufälligerweise habe ich einen Zusammenhang mit Pilzen entdeckt: Viele
Vögel, viele Pilze (auch Bienen).)
Qwertz schrieb:> SysIngMue schrieb:>> Gefahrgut-Transporter schrieb:>>>> ... nur weil sich>> jene nach getaner Arbiet EIN Bier gönnen ...>>>> ... jeden Tag? -> Alkoholproblem!>> Hysteriker. Ich habe meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle, ich kann auch> mal zwei Wochen gar keinen trinken. Es ist halt ein Genussmittel. Ich> will mein Leben nicht ausschließlich auf alles hin optimieren, was> irgendwie von Ärzten empfohlen wird, denn dann habe ich keinen Spaß> mehr.
So wie du darüber redest, klingt das schon etwas nach Alki.
Qwertz schrieb:> Bist du sicher, dass du nicht eher Pilslexikon meinst? ;-)
Na, in der Beziehung, denke ich mal, ist unsereiner etwas besser
informiert.
Aber dazwischen, so in der direkten Nachkriegszeit gab es wohl an vielen
Orten auch einen richtigen Bierbrauerrei-Kult.
Aber ich kenne ein ziemlich gutes, noch einigermaßen aktuelles
Pilz-//Pilslexikon:
Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und
Anwendung von Christian Rätsch.
Henry G. schrieb:> So wie du darüber redest, klingt das schon etwas nach Alki.
Nein, da kann ich dich definitiv beruhigen. Nicht jeder, der gerne mal
ein Bier oder ein Glas Wein trinkt, ist gleich ein Alkoholiker. Ich
finde es echt übel, wie man in diesem Forum gleich unter Generalverdacht
gerät. Heute abend habe ich übrigens ein alkoholfreies Bier gezischt.
Mit der dogmatischen Denkweise kommt man nicht weiter.
Kein Alkohol!
Kein Kaffee!
Täglich Sport!
Keine Schweinshaxen!
Nur Salat!
Ich seh das als Vorschläge die man mal ausprobieren kann und dann selbst
entscheiden kann, wenn man noch kann.
Hier noch ein Video das ich auch sehr gut finde:
https://www.youtube.com/watch?v=HdOFr_A1k-U
Von dem RPP Institut gibt es noch mehr sehenswerte Videos.
Ich finde solche Vorträge sehr interessant. Sie bieten neue Denkansätze
die dann auch zu Lösungen führen können. Wie gesagt, kein Dogma. Was
ich hier bisher geschrieben hab, kann helfen. Was Andere geschrieben
haben kann helfen.
Muss aber jeder für sich entscheiden und selbst rausfinden.
Nick M. schrieb:> Mit der dogmatischen Denkweise kommt man nicht weiter.> Kein Alkohol!> Kein Kaffee!> Täglich Sport!> Keine Schweinshaxen!> Nur Salat!
Das ist leider ein neumodischer Trend: die Selbstoptimierung. Die ist
allerdings irgendwann gar nicht mehr Mittel zum Zweck, sondern nur noch
reiner Selbstzweck. Man genießt dann zwar nicht mehr das Leben, aber
dafür wird man eventuell ein wenig älter - ganz toller Deal.
Qwertz schrieb:> ganz toller Deal.
Da hat Dieter Nuhr mal was tolles zu gesagt. Es würde dann ja hinten
dran länger werden, wenn man vorne nicht säufen und rauchen würde. Also
wenn man sabbernd im Pflegeheim sitzt.
Meine Eltern hatten so Blechtafeln mit Sprüchen drauf. Einer davon ging
so:
"Alkohol und Nikotin, rafft die halbe Menschheit hin,
doch ohne Schnaps und Rauch, stirbt die andre Hälfte auch!"
Ohne hier irgendwem auf den Schlips treten zu wollen: Depressionen sind
ein ernstes Thema und zwischen Bananen essen um glücklicher zu sein und
ernsthaften Problemen bis zum Suizid gibt es viele Graustufen. Themen,
in denen Betroffene Hilfe suchen, sollten streng moderiert und/oder mit
Hinweis auf psychologische Beratung geschlossen werden.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Leute (wer betroffen ist),
holt euch Hilfe! Und zwar bei denen, die auch die entsprechenden
Kompetenzen haben und ihr Leben auch selbst im Griff haben.
Weißt du wie die Hilfe aussieht?
Ich kann es dir sagen. Ein Leben lang Antidepressiva.
Das zumindest in meinem Fall so gewesen wäre und bei den meisten anderen
auch.
Auch wenn ich keiner Religion angehöre, so bin ich doch tief gläubig.
Auch meine (eigene) Religion ist eine andere.
Der Glaube und eine innere Stärke, wie sie wohl nur wenige Menschen
haben, hat mir immer geholfen.
Nach dem Tod meines Sohnes, der vom Tod meines Vaters begleitet wurde,
kam ich in eine Reha.
Um es kurz zu machen, nach einem Tag wollte ich schon gehen und bin dann
nach einer Woche gegangen.
Mir persönlich geben diese Psychologen nichts, obwohl ich nach den
beiden Krebserkrankungen zwei junge Psychologinen kennen lernen durfte,
zu denen ich auch gegangen wäre.
Leider war das nur in der Reha möglich.
Aber unterm Strich muss man letztlich alleine mit allem klar kommen.
Meine Meinung.
Nick M. schrieb:> Mit der dogmatischen Denkweise kommt man nicht weiter.> Kein Alkohol!> Kein Kaffee!> Täglich Sport!> Keine Schweinshaxen!> Nur Salat!
Mein persönlicher Eindruck ist, dass Alkohol am schlimmsten ist. Leute,
die jeden Tag ein bisschen Alkohol trinken, lassen erheblich nach! Das
muss nicht mal viel sein, zwei Bier am Tag reichen.
Menschen, welche schwer krank sind, depressiv sind oder mehrere Jahre an
Schizophrenie erkrankt sind, erholen sich und sind auch im hohen Alter
noch fit. Trockene Alkoholiker kommen mir immer so vor, als wären sie
geistig nicht mehr auf der Höhe.
Stefan H. schrieb:> Nick M. schrieb:>> Mit der dogmatischen Denkweise kommt man nicht weiter.>> Kein Alkohol!>> Kein Kaffee!>> Täglich Sport!>> Keine Schweinshaxen!>> Nur Salat!>> Mein persönlicher Eindruck ist, dass Alkohol am schlimmsten ist. Leute,> die jeden Tag ein bisschen Alkohol trinken, lassen erheblich nach! Das> muss nicht mal viel sein, zwei Bier am Tag reichen.>> Menschen, welche schwer krank sind, depressiv sind oder mehrere Jahre an> Schizophrenie erkrankt sind, erholen sich und sind auch im hohen Alter> noch fit. Trockene Alkoholiker kommen mir immer so vor, als wären sie> geistig nicht mehr auf der Höhe.
Richtig aber wenn das vom Drogenmissbrauch und anderen
Suchterkrankungen, dann reden diese Menschen einem das Ohr ab.
Und diese Menschen bleiben auch in sozialgerechten und geschützen
Vereinen.
Die Saufi's hängen wieder in der Kneipe und saufen aufeinmal brav
wieder.
Drogen und dazu gehört Alkohol, sind schlecht für die geistige
Fähigkeit.
Das beste ich in den Schulen von 1. Klasse bis weithin zum Master und
Doktor immer wieder das Thema Drogen behandeln.
Der Staat wie der aufgebaut ist, das reicht bis zu 8. Klasse.
Alkohol ist eine anerkannte Volksdroge, der Gebolkstoff darf die Leute
staatlich zugelassen vernichten.
Das Risiko zur Sucht ist enorm, wesentlich größer, als man wahr haben
möchte.
Auch die Kippen sind schädlich für den ganzen Körper.
Also da sollte mehr getan werden, als die Stoff teurer machen, denn das
hilft nur die Kassen auf Kosten der Süchtigen zu füllen. Aber keiner
wird davon geschützt.
Ich hatte letztes Jahr auch psychische Probleme: Panikattacken, jeden
Tag geweint, nachts kaum geschlafen, tagsüber dafür auf dem Sofa
gelegen. Depressionen will ich das aber nicht nennen. Bei mir lags an
einem Nährstoffmangel und Hormonen, die aus dem Gleichgewicht waren. Bin
dann auf das Thema HPU gestoßen, ist ein Gendefekt. Habe meine
Psychopharmaka durch Magnesium, aktives Vitamin B6 und Zink ersetzt.
Zusätzlich habe ich Vitamin D-Tropfen gelöst in MCT-Öl genommen. Zudem
wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Burnout hängt
zudem mit einer Nebennierenschwäche zusammen. In Therapie bin ich
trotzdem und habs privat gezahlt, weil ich keinen Termin bekommen habe.
Mir geht es nun zum Glück wieder sehr gut. Es gibt so viele körperliche
Gründe für psychische Probleme.. da muss man ein wenig recherchieren und
testen.
trapa trollinion schrieb:> Also da sollte mehr getan werden, als die Stoff teurer machen, denn das> hilft nur die Kassen auf Kosten der Süchtigen zu füllen. Aber keiner> wird davon geschützt.
Wie wäre es mal mit ein wenig Selbstverantwortung im Leben als ständig
nur nach dem Staat zu rufen, der bitte alle Bürger in jeder Situation
schützen möge? Es ist ja nicht so, dass die möglichen Auswirkungen von
Alkohol und Tabak gesellschaftlich nicht bekannt wären.
Ich möchte jedenfalls noch selbst entscheiden, ob ich zum Essen ein Glas
Bier oder Wein oder Mineralwasser trinke. Der Staat soll sich da raus
halten.
F. F. schrieb:> Weißt du wie die Hilfe aussieht?> Ich kann es dir sagen. Ein Leben lang Antidepressiva.> Das zumindest in meinem Fall so gewesen wäre und bei den meisten anderen> auch.
Das glaube ich dir. In meinem Fall sah die Hilfe so aus: ein
approbierter Psychotherapeut, der zugleich als sehr guter Coach
arbeitete und immer noch mein Berater ist. Ich bin auch der Meinung,
dass Antidepressiva nur Symptomdokterei ist. Es gibt unter den
Therapeuten sicherlich einige schwarze Schafe, darum schrieb ich, man
solle sich an die wenden, die kompetent sind und einem persönlich
helfen. Notfalls auch als Selbstzahler.
Qwertz schrieb:> Ich möchte jedenfalls noch selbst entscheiden, ob ich zum Essen ein Glas> Bier oder Wein oder Mineralwasser trinke. Der Staat soll sich da raus> halten.
wer hindert dich?
Der Staat hält sich doch aus allem raus, aufs Rauchen, aufs Trinken
Mir wäre lieber die Sektsteuer und Branntweinsteuer würde so hoch sein
wie die Tabaksteuer, aber da mehr saufen als rauchen wirds wohl nicht
passieren.
PS. gibt es eine Biersteuer?
Joachim B. schrieb:> Qwertz schrieb:>> Ich möchte jedenfalls noch selbst entscheiden, ob ich zum Essen ein Glas>> Bier oder Wein oder Mineralwasser trinke. Der Staat soll sich da raus>> halten.>> wer hindert dich?
Aktuell nur die Meinung von trapa trollinion:
trapa trollinion schrieb:> Also da sollte mehr getan werden, als die Stoff teurer machen, denn das> hilft nur die Kassen auf Kosten der Süchtigen zu füllen. Aber keiner> wird davon geschützt.
Qwertz schrieb:> Henry G. schrieb:>> So wie du darüber redest, klingt das schon etwas nach Alki.>> Nein, da kann ich dich definitiv beruhigen. Nicht jeder, der gerne mal> ein Bier oder ein Glas Wein trinkt, ist gleich ein Alkoholiker.
Zwischen "gerne mal" und "jeden Tag nach der Arbeit" ist allerdings ein
großer Unterschied. Wenn jemand den Unterschied nicht sieht (der "jeden
Tag nach der Arbeit" ein Bier trinkt), ist das ein starkes Indiz für
Alkoholismus.
MfG, Arno
Arno schrieb:> Zwischen "gerne mal" und "jeden Tag nach der Arbeit" ist allerdings ein> großer Unterschied.
Die Grenze ist nun einmal fließend, so exakt lässt sich das nicht
abgrenzen. Bei mir gibt es jedenfalls keine feste Regel, dass ich jeden
Tag nach der Arbeit immer ein Bier mit Alkohol drin trinke, das wäre ja
auch irgendwie sehr ritualisiert. Wenn ich Lust darauf habe, trinke ich
eins, und wenn nicht, dann nicht. Wenn ich noch Auto fahren will,
natürlich letzteres. Beides ist jedenfalls für mich vollkommen in
Ordnung, ein schlechtes Gewissen lasse ich mir deswegen nicht einreden.
Qwertz schrieb:> ein schlechtes Gewissen lasse ich mir deswegen nicht einreden.
macht keiner, DU musst wissen ob du abhängig bist, DU musst UNS nicht
überzeugen!
Ich weiss nur das viele Abhängige, verdrängen, verleugnen und sauer
werden wenn man sie darauf anspricht.
Beweise nicht uns das du den Alk nicht brauchst, beweise es dir!
Joachim B. schrieb:> macht keiner, DU musst wissen ob du abhängig bist, DU musst UNS nicht> überzeugen!
Dann ist es ja gut. Ja, ich selbst weiß, dass ich es nicht bin.
Joachim B. schrieb:> Beweise nicht uns das du den Alk nicht brauchst, beweise es dir!
Und wie? Genügen 10 Jahre Abstinenz oder sollte ich mir zum Beweis den
Alkohol besser gleich bis zum Lebensende verkneifen? Oh wait... Dann ist
es ja zu spät für Alkoholgenuss.
Wie bei der Hexenverbrennung: Wenn sie nicht verbrennt, ist sie eine
Hexe, wenn doch, war sie unschuldig.
Qwertz schrieb:> Wie wäre es mal mit ein wenig Selbstverantwortung im Leben als ständig> nur nach dem Staat zu rufen, der bitte alle Bürger in jeder Situation> schützen möge?
Da hast du theoretisch vollkommen Recht.
Als Kind habe ich gehört dass Alkohol und Nikotin schädlich sind und
daher habe ich dieses Zeug auch nicht angefasst.
Okay, bei Zigaretten habe ich da mal durchgepustet, weil das so gebrannt
und geraucht hat ... war ein netter Effekt.
Beim Alkohol hatte ich ein mal etwas Bier von meinem Opa abbekommen und
meine Oma hatte mir etwas Sekt zu Silvester gegeben. Es war aber schon
recht ekelig.
Ich schädige mich auch logischer Weise nicht selbst ...
> Es ist ja nicht so, dass die möglichen Auswirkungen von> Alkohol und Tabak gesellschaftlich nicht bekannt wären.
Das Problem hierbei ist einfach dass ein Großteil der Leute nicht
begreifen dass Nikotin/Alkohol schädlich sind. Sie wissen es zwar, aber
das Verständnis dafür fehlt. Das ist wie bei einem Haustier welches
einfach nicht intelligent genug ist solche Dinge durch Kommunikation zu
begreifen.
Das Haustier kann nicht gerade gut mit einem Menschen kommunizieren, die
anderen Menschen tun es, aber es kommt nicht bei ihnen an. Demzufolge
schlussfolgere ich dass der Intellekt dieser Menschen in der Nähe meines
Haustieres liegt.
Es ist interessant anzuschauen wie diese Leute beim Eintreten der Folgen
ihres Handelns allmählich begreifen dass sie mit dem Rauchen/Saufen
aufhören müssen. Es geht dann auch ruckzuck, die legen den Glimmstängel
weg oder die Flasche und man kann deutlich erkennen dass die Information
jetzt in Erkenntnis umgewandelt worden ist.
Ich habe leider schon etliche dieser Fälle kennen gelernt, bei denen es
entweder lebensverlängernde Schäden gegeben hat (und die Leute jetzt
noch etwa 35 Jahre mit den Schäden klar kommen müssen) oder wo es eben
dann doch schon zu spät war und min. 30 Jahre von ihrer möglichen
Lebenszeit abgezogen worden sind.
Qwertz schrieb:> Ich möchte jedenfalls noch selbst entscheiden, ob ich zum Essen ein Glas> Bier oder Wein oder Mineralwasser trinke. Der Staat soll sich da raus> halten.
Das Problem bei Leuten die gerne Alkohol trinken ist halt dass sie in
aller Regel abhängig sind.
Durch diese Abhängigkeit schädigen sie nicht nur sich selbst, sondern
auch zum Beispiel Familienangehörige (durch ein ungünstiges Benehmen
oder auch durch den intelligenten Umgang mit dem Geld) und anderen
Menschen (durch Alkohol im Straßenverkehr).
Ich schätze diese Leute einfach als Drogenabhängige ein die auch nicht
ganz so gut denken können, irgend etwas fehlt da jedenfalls.
Es ist echt nicht böse gemeint, nur fragt man sich manchmal ob man die
durch Drogen entstehenden Probleme lösen soll (also das Resultat dann
versuchen zu reparieren, was extrem schwer ist) oder ob man lieber
versuchen sollte dass diese Probleme erst gar nicht eintreten.
Alkohol/Nikotin und andere Drogen braucht kein Mensch, man hat damit
nicht mehr Spaß und das Leben wird dadurch nicht besser ... durch die
zerplatzenden Nervenzellen im Gehirn kommt einem das vielleicht so vor,
aber eigentlich zeugt es nicht gerade von Stärke wenn man versucht in
einer Scheinwelt zu leben.
Qwertz schrieb:> Joachim B. schrieb:>> Beweise nicht uns das du den Alk nicht brauchst, beweise es dir!>> Und wie? Genügen 10 Jahre Abstinenz
das musst du wissen, ich dene fürs Erste reicht 1 Jahr, das geht so
schnell vorbei :) sehen wir ja gerade wieder.
Ist deine Entscheidung, mir kann es doch egal sein.
Eine Anekdote von früher, als Jugendliche trafen wir Kumpels/Freunde uns
öfter, tranken (auch mal viel) Alk hatten Spass, manchmal einer deswegen
nicht, aber ab und an beschlossen wir Fete ohne Alk! war nicht weniger
lustig!
Mike J. schrieb:> Das Problem bei Leuten die gerne Alkohol trinken ist halt dass sie in> aller Regel abhängig sind.
Nein, diese Annahme ist meiner Ansicht nach falsch. Man kann auch gerne
Alkohol trinken ohne abhängig zu sein, und ich würde behaupten, dass
dies die Regel ist, und Abhängigkeit die Ausnahme. Ansonsten wären nach
deiner Definition wohl mindestens 80% aller Erwachsenen Alkoholiker.
Maßgeblich ist hierbei der Kontrollverlust, was ein typisches Anzeichen
wäre.
Qwertz schrieb:> Maßgeblich ist hierbei der Kontrollverlust
den alle bei zuviel Alk haben und die die immer trinken, ein Grund
findet sich doch immer,
mal um zu feiern
mal um abzuschalten
mal weil man traurig ist
mal weil man befördert wurde
mal weil man rausgeworfen wurde
mal zum Einschlafen
oder einfach nur zum Feierabend
ommm
Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand gefragt
ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen Dünnschiss. Der
war froh existieren zu können und hat sich auch wegen 10h
Arbeit/Schlafmangel/psychische Dinge nicht beschwert.
Qwertz schrieb:> Vielleicht im Leben nicht immer alles so *bier*ernst sehen.
ich 100% nicht, bierernst schon gar nicht, in meiner family wurde soviel
Bier vernichtet z.T. 10L/h das für mich nie was über blieb, nun mag ich
das Zeugs auch nicht mehr.
Nicht W. schrieb:> Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand gefragt> ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen Dünnschiss. Der> war froh existieren zu können und hat sich auch wegen 10h> Arbeit/Schlafmangel/psychische Dinge nicht beschwert.
Dass Depression als Krankheit im Krieg keine Sau interessiert hat, macht
sie nicht gleich zu den allen anderen Krankheiten, die damals zumindest
ignoriert worden sind. Im Rom hatte man Sklaven. Deren Teilnahme an
Schlachten wurde nicht als Mangel bei dem Verkauf angesehen. Es war
damals OK und GUT so, mal gegen die Mitmenschen direkt mit Schwert voll
im Blut zu kämpfen. Die Mitmenschen haben es halt als positiv gewertet
und auch noch gelobt dafür. Ein Kampf gegen einen Tiger, war aber ein
"versteckter" Sachmangel, den der Verkäufer dem Käufer unbedingt
mitteilen musste.
Warum denn?
Hatte der Sklave wahrscheinlich ein psychisches Problem haben können?
Deswegen haben die Römer schon damals gemerkt, dass Spuren nicht nur auf
der Haut bleiben. In Krieg sind sie wunderbar gezogen, gegen einen Löwen
haben sie plötzlich psychische Schwäche zeigen müssen... Das persönliche
Pech eines Sklaven (gegen den Löwen) hat keine Sau interessiert, wovon
er psychisch einzugehen drohte.
Was hat denn ein Kriegsvergleich mit unserer aktuellen Gegenwart und den
Luxusproblemen zu tun? Gar nichts. Beim Luxusabbau schmeiß dein
Smartphone und alles aus Plastik raus. Versuch dann ein Ersatz dafür zu
finden? Klar, damals war alles besser.
Qwertz schrieb:> Ansonsten wären nach> deiner Definition wohl mindestens 80% aller Erwachsenen Alkoholiker.> Maßgeblich ist hierbei der Kontrollverlust , was ein typisches Anzeichen> wäre.
Also ein Pegeltrinker verliert nicht die Kontrolle, trotzdem ist er ein
Alkoholiker.
Wie bei meinem Opa, der hat auch einen ganz geringen Pegel halten
müssen, war aber immer klar im Kopf. Ich habe nie erlebt dass er auch
nur die geringsten Ausfallerscheinungen hatte. Also keine
Koordinationsprobleme, keine Sprachstörungen oder so etwas.
Er hatte damit natürlich zu kämpfen, aber er hat es wenigstens soweit
durchgehalten dass er nie zu viel getrunken hat. Das ist nicht einfach
wenn man Bier/Schnaps mag und man vielleicht sogar gerade bei einer
Feier ist.
Für diese Willensstärke hatte er meine vollkommene Anerkennung.
Nicht W. schrieb:> Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand gefragt> ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen Dünnschiss.
Es ist wichtig diese Dinge zu klären, diese Dinge zu verarbeiten und die
Belastung für sich zu reduzieren.
Ich habe aber auch manchmal das Gefühl dass es sich manche Jugendlichen
zu leicht machen. Sie haben zu Hause eigentlich keine Probleme und
definieren dann das Leben zu schwer und ihre Probleme damit zu groß, so
dass es eigentlich nur eine Rechtfertigung ist rumzuhängen und
abzugammeln.
Wenn sie wirklich Probleme hätten würde ich ja nichts sagen, aber
teilweise sieht das so aus als ob hier eher eine alternative
Lebenseinstellung gewählt worden ist.
Wenn man überwiegend solche Jugendlichen sieht und dann auf einen trifft
der mit echten Problemen zu kämpfen hat, dann ordnet man denjenigen
wahrscheinlich auch bei den Wohlstands-Alternativer-Lebensstil-Kindern
mit ein.
> Ich habe aber auch manchmal das Gefühl dass es sich manche Jugendlichen> zu leicht machen. Sie haben zu Hause eigentlich keine Probleme und> definieren dann das Leben zu schwer und ihre Probleme damit zu groß, so> dass es eigentlich nur eine Rechtfertigung ist rumzuhängen und> abzugammeln.
Über Depressionen und über die moderne Jugend (die kommende
Smartphon-Generation) gibt es bei Manfred Spitzer was. Über
Antidepressiva, Sport und über Smartphone-Multimedia-Rückschritt... Wer
so was noch nicht gesehen hat, wird sich sicherlich Paar Mal wundern.
Wenn einer früh auf eine moderne Art und Weise rumhängt, dann sei es
weniger gut und das lebenslange Gammeln anfängt.
https://www.youtube.com/watch?v=viMznhRpPpM
Robert B. schrieb:> Youtube-Video "Sport und Gehirn - was weiß die Neurowissenschaft?"
Wow, heftig.
Man sollte diese angebliche keine-Probleme doch ernstnehmen.
Robert B. schrieb:> gibt es bei Manfred Spitzer was
Von Manfred Spitzer gab es früher recht spannende Artikel in
Tageszeitungen.
Von der Wissenschaftlichkeit her finde ich auch gut, was er macht, weil
er irgendwo auch ein Talent bzw. gutes Händchen für wichtige Themen zum
Herauspicken hat.
(Fand ich auch (mal wieder gut:)
https://www.youtube.com/watch?v=MRrPbNLhEuQ
Nicht W. schrieb:> Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand> gefragt ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen> Dünnschiss. Der war froh existieren zu können und hat sich auch wegen> 10h Arbeit/Schlafmangel/psychische Dinge nicht beschwert.
Sagen wir mal so, damals gab es gar keine Zeit, depressiv zu werden
oder sowas wie eine Depression (oder manchmal neumodisch"Burnout"
genannt) zu haben, man konnte daran gar keinen Gedanken verschwenden,
da man seine Zeit zum Überleben nutzen musste.
Anderer interessanter Artikel:
https://m.spiegel.de/karriere/volkskrankheit-burnout-ist-eine-ausweichdiagnose-a-799348.html
klausi schrieb:> Sagen wir mal so, damals gab es gar keine Zeit, depressiv zu werden> oder sowas wie eine Depression (oder manchmal neumodisch"Burnout"> genannt) zu haben, man konnte daran gar keinen Gedanken verschwenden,> da man seine Zeit zum Überleben nutzen musste.
Richtig, das sind Luxusprobleme. Setz mal einen Depressiven mitten in
ein Buschfeuer und du wirst sehen wie schnell der plötzlich laufen kann
Auch mein Dank für den Link zu Prof. Spitzer!
Ich hatte seinen Vortrag "Digitale Demenz" vorher schon gesehen und war
wirklich verblüfft. Schaut euch den auch noch an, auch wenn er in die
gleiche Richtung geht.
So,jetzt muss ich mich nicht mehr entschuldigen dafür, dass ich kein
handy hab. Und zwar bewusst. Und wer da drüber lacht, hat das Video
nicht gesehen.
Nicht W. schrieb:> Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand gefragt> ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen Dünnschiss. Der> war froh existieren zu können und hat sich auch wegen 10h> Arbeit/Schlafmangel/psychische Dinge nicht beschwert.
Bei so einem Leben hätte er sich auch gleich erschießen können. Aber gut
ist es schon, dass es devote selbst5aufopfernde Arbeitssklaven gibt.
Nick M. schrieb:> So,jetzt muss ich mich nicht mehr entschuldigen dafür, dass ich kein> handy hab. Und zwar bewusst.
Er hat auch eins - nicht gesehen? Er lässt sich von dem nur nicht sein
Leben diktieren. Ich habe seit 1/2 Jahr sogar "Whatsapp" - da schaue ich
aber nur drauf, wenn ich mal Zeit und Lust dazu habe.
Mehrere Kolleg(inn)en von mir haben die beschriebene
"Schreibtischkrankheit" - wenn das Ding etwas von sich gibt (oder auch
wenn gar nichts kommt) gilt dem die volle Aufmerksamkeit. Macht sich das
Teil irgendwie bemerkbar wird sofort jedes Gespräch etc. unterbrochen.
Das ist nicht nur unhöflich - das ist "bescheuert".
"Burn out" - dazu sage ich lieber mal nichts. Das würde nur negativ
ausgehen.
Depressionen haben immer eine Ursache - die gilt es aktiv zu bekämpfen.
Das geht nicht ohne Unterstützung - durch z. B. eine Fachklinik UND den
familiären Hintergrund. Unsere Tochter litt darunter - hat sich aber
wieder (nach mittlerweile 4 Jahren) gefangen und findet langsam zurück
in ein "normales" Leben. Das ist kein Spaß - für alle Beteiligten.
Hallo Nicht W., klausi, Wende und Nick.
Nicht W. schrieb:> Alles Luxusprobleme hier. Mein Opa hat im Weltkrieg auch niemand> gefragt ob er eine Depression hat oder sonstigen neumodischen> Dünnschiss. Der war froh existieren zu können und hat sich auch wegen> 10h Arbeit/Schlafmangel/psychische Dinge nicht beschwert.
Auch wenn sich niemand darum groß gekümmert hat, existierte das Problem
schon. Ich habe Weltkriegsteilnehmer aus dem ersten und zweiten
Weltkrieg in der Familie und in meinem Umfeld gehabt. Ich habe diese
persönlich gesehen beobachtet und ihren Erzählungen zugehört.
Als ein Beispiel im Anhang: "SchrottAugust_August2011.pdf"
Und viele davon waren wirklich psychische Wracks. Mein Vater hat mir aus
dem zweiten Weltkrieg, an dem er teilnahm, von Selbstmorden erzählt, die
aber dann aus "Führungsgründen", und um Witwen und Waisen Leid zu
ersparen und die Pension zu erhalten als Unfall oder "Heldentot" in den
Akten auftauchten. Es ist also nicht alles Gold was glänzt.
Und es gab natürlich Alkohol und Drogen. In vielen Armeen ist es wohl
Tradition, vor Schlachten einen Schnaps zu spendieren, und nach der
Schlacht ganz viel. Mein Vater war im Krieg auf dem Balkan. In
Yugoslavien, Griechenland, Mazedonien, Montenegro. Dort gab es
allerdings mehr Wein als Schnaps.
Ein Bekannter, der sich in Russland das eiserne Kreuz zugezogen hat als
er einen feindlichen Unterstand mit über einem Dutzend Besatzung
sprengte, hat von seinem Kompaniechef eine Flasche Schnaps bekommen und
den Rat, sich zu besaufen. Er hatte 70 Jahre später immer noch
regelmäßig Albträume und in bestimmten Situationen Schweissausbrüche und
Zittern.
Sei misstrauisch gegenüber "Helden". Vielen wurde die Heldentat nur
möglich, weil sie Psychos waren, und sehr viele vom Rest wurden durch
die Heldentat zu Psychos.
Natürlich gab es auch andere Drogen. Pevitin hat ja mittlerweile als
"Crystal Meth" eine traurige Berühmtheit erlangt, und wurde viel unter
den Soldaten verteilt.
Zu Pevitin:
https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin#Verwendung_im_Zweiten_Weltkrieg
Ich hatte aber noch auf dem Gymnasium einen Lehrer, der immer ein
Päckchen in der Jackentasche hatte.
Koks war aber auch verbreitet, besonders unter Offizieren.
klausi schrieb:> Sagen wir mal so, damals gab es gar keine Zeit, depressiv zu werden> oder sowas wie eine Depression (oder manchmal neumodisch"Burnout"> genannt) zu haben, man konnte daran gar keinen Gedanken verschwenden,> da man seine Zeit zum Überleben nutzen musste.
Depressionen haben "Nebenwirkungen". Du bist Unkonzentrierter und darum
anfälliger für fatale Unfälle. Viele der Unfälle mögen auch mehr oder
weniger spontane Entschlüsse zum Selbstmord sein. Es gibt in Deutschland
wesentlich mehr offizielle Selbstmorde als tödliche Unfälle im
Strassenverkehr, und dazu wird die Dunkelziffer von Unfällen, die in
Wirklichkeit Selbstmorde sind, als hoch eingeschätzt.
Ich habe irgendwann mal an einem Lehrgang zum
Arbeitssicherheitsbeauftragten teilgenommen. Dort wurde uns dann
inofizell geraten, bei einigen Typen von tödlichem Unfall, z.B. Sturz
aus großer Höhe, die Taschen des Verunfallten schnell auf
Abschiedsbriefe zu filzen und diese diskret zu vernichten, damit die
Hinterbliebenen die Lebensversicherung ausgezahlt bekommen.
Psychosomatik ist eine weitere Nummer. Mit Depressionen wirst anfälliger
für Infektionskrankheiten. Auch etwas, was vor der Verbreitung von
Penicilin wesentlich häufiger tödlich endete als jetzt. Und in Zukunft
auch wieder wesentlich häufiger tödlich enden wird, wegen resistent
gewordener Stämme.
> Anderer interessanter Artikel:> https://m.spiegel.de/karriere/volkskrankheit-burnout-ist-eine-ausweichdiagnose-a-799348.html
Das kann ich aus meinem eigenen Erleben durchaus bestätigen. Allerdings
muss das relativiert werden, weil der Artikel zu kurz ist, um ins Detail
zu gehen.
Aktivität ist durchaus hilfreich. Allerdings bedeutet "Aktivität" nicht
unbedingt berufliche Arbeit. Der beschriebene Schlafentzug macht mit
Sicherheit NICHT beruflich Leistungsfähiger, sondern im Gegenteil eher
untragbar, weil mit Übermüdetem Kopf mache ich die schrägsten Fehler.
Und wenn Du einen Chef hast, der mindestens einmal täglich eine Klaus
Kinski nummer vorführt, ist das auch kontraproduktiv.
Ausserdem werden Antidepressiva und solche Methoden wie Schlafmangel nur
eingesetzt, um den Patienten soweit aus der Depression zu holen, das er
für eine Psychotherapie überhaupt wieder erreichbar ist.
Die Wirkung von Antidepressiva wird übrigens auch von Ärzten weit
überschätzt. Eine Dauermedikation ist eigentlich nur in wenigen Fällen
sinnvoll. Es bleiben genug Härtefälle über, wo ein hirnorganischer
Schaden vorliegt und das Zeug überhaupt keinen Einfluss hat.
Schlafentzug wirkt übrigens auch nur relativ kurz. Die nächste
depressive Phase kommt dann schneller und geht tiefer runter.
Zitat Hegerl aus dem Artikel: "So einfach kann man oft nicht von
Symptomen auf die Ursachen schließen. Bei vielen Menschen sind die
Auslöser Kränkungen, Verlusterlebnisse oder ganz allgemein Veränderungen
im Lebensgefüge."
Das ist erst einmal nicht falsch. Aber das Gefühl, unzureichend im Job
zu sein, ist eine Dauerkränkung. Und wenn man ständig seinem Job
hinterherumzieht, ist das eine ständige "Veränderungen im Lebensgefüge."
Zitat Hegerl aus dem Artikel: "Und auch, wenn es paradox klingt:
Manchmal führen sogar positive Ereignisse zu einer Depression, zum
Beispiel ein Umzug, eine Beförderung oder eine bestandene Prüfung."
Das kenne ich auch. Ich bin z.B. nach bestandener Diplomprüfung
zusammengebrochen. Solche Erfahrungen machen, das ich z.B. sehr
misstrauisch gegenüber meinen Erfolgen geworden bin.
Zitat Hegerl aus dem Artikel: "Bei vielen Menschen mit Depressionen ist
auch gar kein Auslöser identifizierbar. Bei der Mehrzahl der Betroffenen
ist schlicht nicht gerechtfertigt, was der Begriff Burnout postuliert:
nämlich dass Überforderung und Verausgabung in der Arbeit die Ursache
wären."
Das ist teilweise ein Henne-Ei Problem. Eine Depression (unabhängig vom
Auslöser) macht Dich weniger Leistungsfähig und darum Burnoutanfällig.
Ein Burnout wegen Überforderung wiederum führt zu Kränkungen und
Anpassungsstörungen, die in einer Depression enden.
Zu Therapiezwecken ist es sinnvoll, dass so weit überhaupt möglich
aufzuschlüsseln.
Zitat Hegerl aus dem Artikel: " Depressionen haben nicht zugenommen,
aber sie werden heute früher erkannt und besser behandelt. Und das
sollten wir nicht aufs Spiel setzen, indem wir sie wieder hinter einer
neuen Ausweichdiagnose wie Burnout verstecken."
Das ist richtig. Allerdings kann man heutzutage mit einer Depression
weniger berufstätig sein, als z.B. in den 50ern, 70ern, als es noch
genug Berufe gab, die man auch noch besoffen halbwegs zufriedenstellend
erledigen konnte.
Wende 2.0 schrieb:> Richtig, das sind Luxusprobleme. Setz mal einen Depressiven mitten in> ein Buschfeuer und du wirst sehen wie schnell der plötzlich laufen kann
Nein. Das kannst Du nicht vergleichen. Das freigesetzte Dopamin in einer
Gefahrensituation kann für eine gewisse Zeit die Depression
unterdrücken.
Aber nur relativ kurz. Was das Dopamin weiter alles mit dir macht ist
relativ unklar. Aber es könnte Deine Urteilskraft trüben. Tut es
zumindest bei mir. Immerhin gibt es die Dopamin-Hypothese, welche
besagt, das Dopamin etwas mit Schizophrenie in Zusammenhang steht.
Das Druck Depressionen verhindert ist so verallgemeinert falsch, dazu
gibt es genug Gegenbeispiele. Ein prominentes Beispiel speziell für Dich
wäre Kapitänleutnant Peter Zschech von U505, der wärend eines
feindlichen Angriffs Selbstmord beging.
Deine verallgemeinernde Einstellung ist einfach nur arrogant und
narzistisch.
Nick M. schrieb:> So,jetzt muss ich mich nicht mehr entschuldigen dafür, dass ich *kein*> handy hab. Und zwar bewusst. Und wer da drüber lacht, hat das Video> nicht gesehen.
Das Riesenproblem dabei ist, dass es immer mehr Fälle gibt (auch
beruflich), wo man ohne Smartphone nicht mehr weiterkommt. Beispiel sind
die berufliche Kommunikation per App oder Bahn/Bustickets per App, die
direkt am Schalter wesentlich teuerer sind.
Es wird immer schwerer, klassische Papier Stadtpläne zu bekommen.
Alternative sind das Smartphone mit GPS und Internetzugriff auf
Geoinformationssysteme.
Das Du Dich dafür nicht entschuldigen musst hilft Dir überhaupt nichts,
weil die meisten Leute das nicht verstehen können und Dich trozdem
auslachen. Ich hab keins, weil ich die "Wisch und Weg" Bedienung der
Touchscreens ätzend finde. Mit tauben Fingern fehlt weitestgehend die
taktile Rückmeldung, ob ich den Screen berühre oder nicht, und es
passieren die merkwürdigsten Sachen. Ich habe also einen echten direkten
Grund, aber der ist z.B. ausreichend, um bei einigen Banken dann kein
Konto für online Banking zu bekommen. Solange es man sich erlauben kann,
sich von seinem Wohnort nicht soweit zu entfernen, dass man die Bank
immer problemlos erreichen kann, mag das ja noch ok sein.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb:> weil mit Übermüdetem Kopf mache ich die schrägsten Fehler.
Das geht nicht nur dir so.
Ich hatte schon den Fall dass ich auf der Arbeit bis 20 oder 21 Uhr saß.
Wenn man dann aber etwas macht was Konzentration erfordert, dann macht
man eben dann oft etwas falsch.
ZU Hause hatte ich auch schon den Fall dass ich gerade am Abend noch
schnell etwas hinbekommen wollte und durch den produzierten Schaden mehr
Zeit verloren hatte als ich durch dieses "durcharbeiten" hätte gewinnen
können.
Ist ja auch Blödsinn wenn man sich dann den Wach/Schlaf-Zyklus ruiniert
hat.
Bernd W. schrieb:> um bei einigen Banken dann kein Konto für online Banking zu bekommen.
Mit dem Handy will ich auch kein Online-Banking machen.
Durch die ganzen Apps und dadurch dass die upgdatete App plötzlich einen
Virus enthalten kann ist dieses System wirklich extrem unsicher.
Ich nutze dafür einen separaten Laptop und einen "ReinerSCT CyberJack"
Kartenleser mit integrierter Tastatur, macht das Banking sicher und
komfortabel.
Ich habe von der Sparkasse so eine zusätzliche Karte bekommen, welche
nur für das Onlinebanking und die Nutzung in so einem Lesegerät
vorgesehen ist.
Als Programm nutze ich Hibiscus (mit Jameica), das ist frei und
kostenlos nutzbar.
(https://www.willuhn.de/products/hibiscus/)
Es gibt hier eine Liste der unterstützten HBCI-Kartenleser:
https://www.willuhn.de/wiki/doku.php?id=support:list:kartenleser
Die "Cyberjack"-Kartenleser sind gut.
Die Originalsoftware der Sparkasse fand ich regelrecht grottig.
Hallo Mike.
Mike J. schrieb:> Ist ja auch Blödsinn wenn man sich dann den Wach/Schlaf-Zyklus ruiniert> hat.
Es gehört mit zu den Symptomen einer Depression, eine schlecht
funktionierende "innere Uhr" zu haben.
D.h. Ich könnte ausgeruht um 06:00 aufwachen, bin um 09:00 aber extrem
müde. schlafe bis 11:00 Uhr und wache unausgeschlafen aus, bin aber bis
01:00 wach, schlafe bis 07:00 Uhr, bin wieder bis 20:00 Wach und schlafe
bis 09:00 Uhr. Bn bis 16:00 Uhr wach, schlafe bis 18:00 Uhr, stehe
wieder auf und gehe um 22:00 zu Bett, um 06:00 wieder aufzustehen, bis
12:00 wach und schlafe bis 20:00 Uhr.....
So eine Unregelmäßigkeit passt in keine gesellschaftliche Norm,
geschweige noch so gleitende Arbeitszeit. Darum muss ich halt
irgendeinen Rythmus einzuhalten versuchen, aber das Ergebnis ist eher
mau. Ich sehe zu, das ich um 21-23 Uht im Bett verschwinde um um 05:30
aufzustehen. Manchmal kann ich super durchschlafen, aber oft wache ich
nach 2-4 Stunden auf und kann nicht mehr schlafen. Manchmal stehe ich
dann für eine Stunde wieder auf und mache etwas, und kann dann
anschliessend wieder schlafen, manchmal klappt das mit dem anschliessend
wieder schlafen können aber auch nicht.....
Endsprechend unterschiedlich ist das Ergebnis am Morgen.
> Mit dem Handy will ich auch kein Online-Banking machen.
Nein, Online-Banking mit dem Smartphone machen will ich auch nicht, das
mache ich mit dem PC. Und dafür benötige ich eine Möglichkeit zur "Zwei
Faktor Authentifizierung". Die Bank bietet zwei Alternativen zur "Zwei
Faktor Authentifizierung" an : Eine App für das Smartphone und einen
TAN-Generator. Ich habe mich für einen TAN-Generator entschieden, aber
diese Möglichkeit soll in zwei Jahren auslaufen. Viel Banken bieten die
TAN-Generator Möglichkeit wegen Kosten und veraltet schon nicht mehr an.
> Durch die ganzen Apps und dadurch dass die upgdatete App plötzlich einen> Virus enthalten kann ist dieses System wirklich extrem unsicher.
Sehe ich auch so.
> Die Originalsoftware der Sparkasse fand ich regelrecht grottig.
Bänker sind mit ihrem System zu sehr verwachsen, als das sie sich in
08/15 Kunden und seine Bedürfnisse noch hineindenken können.
Aber das gilt auch anderswo: Wegseiten sollten geradlinig und
schnörkellos nach aussen sein. Aber dann wären sie ja alle sehr ähnlich.
Und dann kommt ein Werbefritze, der herausfindet, man müsste was ganz
tolles neues haben, um sich von der Konkurrenz ab zu setzten. Und schon
geht der Ärger los und alles wird auf den kopf gestellt.....
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb:> Darum muss ich halt> irgendeinen Rythmus einzuhalten versuchen, aber das Ergebnis ist eher> mau. Ich sehe zu, das ich um 21-23 Uht im Bett verschwinde um um 05:30> aufzustehen.
Ich hatte das schon weiter oben mal geschrieben. Such mal nach
"Schlafhygiene" (YT). Ich bin da seit einem Jahr (oder sind es eher
schon 2) eisern. Es wird nicht mehr aufgestanden. Es wird kein Licht
mehr angemacht, ich bleib im Bett. Kann durchaus sein, dass ich mir
irgendwas überlege. Möglichst was kompliziertes. Und wenn negative
Gedanken kommen die dann "wegdrücken" (Kann ich jetzt sowieso nicht
lösen. In 2 Tagen weiß ich mehr. ...) Das geht! Das kann man trainieren.
Dauert paar Monate, evtl. 1/2 Jahr. Aber es geht. Hat nichts mit
verdrängen zu tun, sondern die Dinge auf einen besseren Zeitpunkt
verlagern.
Bernd W. schrieb:> as Riesenproblem dabei ist, dass es immer mehr Fälle gibt (auch> beruflich), wo man ohne Smartphone nicht mehr weiterkommt. Beispiel sind> die berufliche Kommunikation per App oder Bahn/Bustickets per App, die> direkt am Schalter wesentlich teuerer sind.
Ja, das ist natürlich z.T. richtig. Endet aber tw. auch in einer
Kosten/Nutzen-Analyse. Ich geb kein Geld fürs Hany aus, ich mach mich
von dem Wischkasterl nicht abhängig. Und das ist mir einiges Wert.
Selbst wenn das Handy in der Arbeit in der Tasche steckt, geht die
Leistung um 30% runter. Ich will das nicht, dass der Depp mich zu seinem
Sklaven macht. Ich bin der Herr, nicht er.
Dass da viele anderer Meinung sind, ist mir klar. Und dass ich dafür
belächelt werde, ist mir auch klar. Nur ich lächle, wenn die
Ferngesteuerten blind über die Straße gehen, wie die Freisprech-Zombies
im Auto sitzen und ihr Rundherum nicht mehr wahrnehmen. Sich über die
dümmsten Nachrichten über Watsapp mitteilen müssen.
Ich sag oft genug einigen Leuten, dass sie ihre belanglosen Witze per
eMail bleiben lassen sollen.
Man kann mir gerne einen Witz bei direkten Kontakt erzählen. Aber den
oberflächlichen Dreck per Software kann er behalten.
Was das Handy (Schlauphone) anbelangt hatte ich auch ganz zum Anfang das
Problem dass ich zu einem Zeitpunkt dachte dass ich Dinge höre (den Ton
von den Nachrichten) die gar nicht da sind.
Ich hatte dann aber gemerkt dass WhatsApp teilweise piept auch wenn gar
keine Nachricht da ist, das hatte/hat etwas mit dem internen,
fehleranfälligen, verbugtem System zu tun.
Es ist auch ätzend wenn die Leute erwarten dass man sofort antwortet, es
sind doch Text-Nachrichten, wenn sie etwas dringendes wollen, dann
können sie doch anrufen, entweder über Festnetz, Handynetz oder diesem
WhatsApp-internen Telefon.
Inzwischen habe ich es so geregelt dass die Töne von WhatsApp
abgeschaltet sind und ich nur noch diese blinkende LED sehe wenn eine
neue Nachricht eingetroffen ist.
Da das Telefon oft an der Wand, neben dem Monitor steht, sehe ich das
auch recht zeitnahe.
Die Nachrichten sind aber eigentlich doch dazu da dass man jemanden
schreiben kann ohne dass der andere da sein muss.
Ich habe das Telefon aber auch nicht in der Hosentasche, sondern
entweder ist es hinten im Rucksack oder es steht/liegt irgend wo in
meiner Nähe rum.
Manchmal nehme ich es auch absichtlich nicht mit (bei der Montage von
irgend etwas), weil es dabei vielleicht eher stört oder kaputt gehen
kann.