Hi.
Ich plane die Anschaffung eines NAS zur Verwendung im Heimbereich und
als private Cloud.
Es soll ein Datengrab werden, ich brauche keine HDMI Schnittstelle.
Höchstens Streamingfunktionen.
Das NAS soll 2 bis 4 Einschübe bieten.
Bei 2 Einschüben würde ich gerne die Platten partitionieren, so dass die
ersten 250GB als Raid 1 laufen (für wichtigere Daten), die restliche
Kapazität einfach so verwenden (Für unwichtige Daten).
Bei 3 oder 4-Bay Nas würde ich 2 kleine, preisgünstige Festplatten als
Raid1 laufen lassen und die anderen Slots mit vorhandenen Festplatten
als "Datengrab" bestücken.
Automatisches Backup ausgewählter Ordner auf Webspeicher oder externen
Datenträger wäre auch nett.
Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
QNAP hat das bessere PReis-Leistungs-Verhältnis, bei Synology soll die
Einrichtung leichter sein und die Software besser sein.
LG
Ich finde die QNAP-Software jetzt nicht schlecht, was ist für dich
"besser"? Schneller? Kleiner? Hübscher?
Mir gefällt Syno jetzt nicht so, aber QNAP ist teilweise auch ein bissel
kitschig.
Bei den Spezialitäten sind die dann doch was unterschiedlich, aber
"hinstellen, freigeben, vergessen" können beide exakt gleich gut.
Deine Aufteilung finde ich sinnlos.
Alle Platten in ein RAID (bei 4 R5, bei 2 Mirror), darauf 2 Thin Volumes
und los gehts.
Partitionieren oder Thick Volumes bringen nix außer Ärger, 2 Thin auf
einen Speicherpool ist flexibel erweiterbar.
Wenn's dir um den Platz geht und du ernsthaft 2 bis 4 "halbe"
Festplatten als JBOD oder Stripe verwenden willst, weils um den Platz
geht, solltest du das mit der Ausfallsicherheit nochmal überdenken: Ein
Stripe ist tot, wenn eine Platte stirbt. Was bei 2-4 LW doppelt bis
viermal so wahrscheinlich ist als bei einem.
Und bei den heutigen Kapazitäten von um 14TB pro Platte sind 250GB
"wichtige private Daten" ein Furz. Eine SSD im NAS bringt nix, das LAN
ist das Nadelöhr, da kommen HDDs noch gut gegen an. Außer du hast
10GBit...
Hi.
Der nicht einem Raid zugewiese Speicher sollte nicht als JBOD benutzt
werden, sondern einfach so als Laufwerk.
Problem ist, ich habe wenige wichtige Daten wie z.B. Fotos, Dokumente
etc.
Aber terabyteweise kurzlebige oder unwichtige Daten wie z.B. PVR
Daten/Mediacenter.
Momentan nutze ich eine USB Backup Platte am PC und eine Online Cloud
für das "Wichtige" und eine 8 TB USB 3 HDD an der VU+ als "Mediacenter"
Es ist eine reine Kostenfrage.
2-Bay NAS und 2 relativ große Festplatten als Raid.
Oder 3-4 Bay, zwei relativ günstige 1TB Platten als Raid und nochmal ne
8TB als Datengrab ohne Raid Verbund,
Was die Netzwerkanbindung angeht: Ich hab nur ein 1G, teilweise 100M
Netzwerk im Haus.
Ich könnte, wenn das NAS 2x 1G hat, dann mit LACP arbeiten.
Bei einem 10G NAS müsste ich noch einen Switch mit 10G Port kaufen,
damit könnte ich dann zumindest den Flaschenhals zum NAS beseitigen, die
Ableitungen zu den Endgeräten bleiben aber weiterhin 1G oder teilweise
100M.
P.S. Dass die Software von Synology einfacher zu bedienen ist ohne
tiefgehende Admin-Kenntnisse kenne ich nur vom Hörensagen.
Das bessere Preis/Leistungsverhältnis von QNAP ist allerdings
offensichtlich.
PPS: Reine Consumer NAS oder sowas wie Fritz-NAS wollte ich nicht haben,
denn dann kann ich auch bei der VU+ bleiben, denn die kann auch
SMB/FTP/DLNA mit ausreichend Durchsatz für den Hausgebrauch. (z.B. Mit
Fritz-NAS kann der VU+ vom Durchsatz her und den
Berechtigungs-Vergabe-Möglichkeiten locker mithalten bzw überbieten)
Bennet schrieb:> Der nicht einem Raid zugewiese Speicher sollte nicht als JBOD benutzt> werden, sondern einfach so als Laufwerk.
Das bedeutet bei >2 Laufwerken aber 2 Pools und auf jeder dann eine
Freigabe, weil eine Freigabe nicht größer werden kann als die Platte auf
der sie liegt (außer virtuell als Thin Volume).
Du brauchst also bei "ein Teil als RAID, der Rest als getrennte
Laufwerke" dann eben 3 "Ordner", und wenn deine Filme nicht auf X passen
weil Platte voll, ist der Rest auf Y, zusammen mit der Musik, den Fotos
und den Briefen.
Wenn du einen großen RAID-Pool baust und dort 2 Volumes drauf machst,
kannst du "Privat" und "Rest" bis zur Gesamtkapazität beliebig
aufteilen.
Und später einfach durch Plattentausch das RAID vergrößern und mehr
Platz machen.
Bennet schrieb:> Oder 3-4 Bay, zwei relativ günstige 1TB Platten als Raid und nochmal ne> 8TB als Datengrab ohne Raid Verbund
Ja gut äh, wenn du so deinen "Schrott" verwerten willst, gilt das
natürlich nicht. Da gehts nicht anders wie du es beschreibst.
Ich bin davon ausgegangen das du zumindest 3-4 gleiche LWs benutzt. Mit
1/1/8TB kannst du natürlich kein RAID aufbauen.
Bennet schrieb:> Mit> Fritz-NAS kann der VU+ vom Durchsatz her und den> Berechtigungs-Vergabe-Möglichkeiten locker mithalten bzw überbieten
Das ist auch nicht schwer. Fritz nutzt ja nichtmal den USB2 voll aus.
Bei einer NAS-Box ist das SMB-Protokoll meist das Problem, manche
schaffen "nix", manche können das gut.
Ich hab ein TS453Pro mit RAM-Upgrade und 4 10TB WD Red, das kann bei
großen Dateien das GBit-LAN ausnutzen, aber viele Fotos mit 3-550k im
Ordner und es ist Kaffeezeit.
LACP nutzt da nicht wirklich was, weil schon ein Port kaum an den
Anschlag geht.
Hatte testweise mal eine Syno DS2xx (keine Ahnung, 14? ich weiß es nicth
mehr)mit 2 500er SSDs, das war keinen Deut besser.
Software ist halt anders. Für beide braucht man aber keine
"Adminkenntnisse", finde ich. Aber bei tausend Möglichkeiten gibt's
natürlich auch tausend Optionen hier und da.
FreeNAS ist aus meiner Sicht ganz prima. Ich habe es auf einem
gebrauchten HP microServer mit 16 GB RAM am laufen.
4 SATA Slots und ein Anschluss mit einer 64 GB SSD für das OS.
1 Gb Ethernet Anschluss.
Kann bei Bedarf auch mit einer 10 Gb
Ethernet Karte erweitert werden
Ideal ist das Filesystem ZFS, nix Hardware-RAID. Habe 4 Platten drin im
RAIDZ 2 Modus. D.h., dass 2 Platten ausfallen können ohne Datenverlust.
Vor allem hat man alles 100% selbst im Griff.
Das Ganze hat mich, ohne HDDs, 100 € gekostet.
Bei den HDDs habe ich mich für die Seagate SkyHawk Serie entschieden.
Kann ich nur empfehlen!
Bennet schrieb:> Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
Weder noch: ZyXel oder besser noch HP Proliant Micro, natürlich mit
Handarbeit zur Einrichtung. Dann läuft alles wie gewünscht und zerlegt
dir nicht beim nächsten Herstellerupdate die SW und Skripte.
Alles schonmal dagewesen, und zwar im regelmäßigen Rhythmus jedes
Halbjahr :)
Beitrag "NAS oder Fileserver?"
Ich empfehle 2 Platten als Raid. An einem Stueck, kein
Subpartitionierung.
Ich habe mehrere Synology. Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt
das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist
auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das
Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die
Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht
downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah,
kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich
das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die
Alte Platte nicht mehr ansaugen...
Was man machen kann um eine Platte einer alten Station auf ein neues
System zu bekommen... Platte in einen PC, Desktop PC, Knopix, oder
Diskrecovery, booten, und die Platte mounten, das geht. Dann ueber das
Netzwerk absaugen.
Also machbar, aber muehsam. Mit der einfachstmoeglichen Partitionierung
hat man die besten Chancen. Also kein Hybrid Scheiss, .. den eine PC
Programm muss die Partitionierung lesen koennen. Synology kuemmert sich
nicht darum. Die wollen lieber nur eine neue Station verkaufen und
Fertig.
Aeh.ja. Die Synology Applikationen (Wordpress, Shop, Mail, usw).. die
kann man in die Tonne kloppen. Sind zwar gut, aber ein Alptraum wenn man
eine Recovery machen muss. Eine neue Station mit einem neueren DSM
Betriebssystem hat natuerlich auch eine neuere Version der Applikation
drauf. Deren Datenbankformat passt nicht mit der alten Version zusammen.
Also alles in die Tonne und selbst ab Quelle selbst installieren. zB ein
Wordpress bei Wordpress runterladen und abspeichern, dann kompilieren,
installieren. Benutzen. Wenn das Ganze in 10 Yahren recovert werden
muss, einfach die installierte Wordpressversion auf der neuen Station
compilieren, installieren. Die Daten ansaugen und dann kann man sich
Gedanken um ein upgrade auf die neuse Version machen, oder auch sein
lassen.
Joggel E. schrieb:> Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt> das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist> auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das> Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die> Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht> downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah,> kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich> das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die> Alte Platte nicht mehr ansaugen...
Ein neues Synology kaufen und die alten Platten reinstecken geht also
nicht ...
Dem Rest Deiner Darstellung konnte ich jetzt nicht wirklich folgen.
Daher hier die Frage: Wie sieht denn die Backup-Strategie aus? Backup
auf eine angeschlossene USB-Platte? Und die dann an das neue NAS?
Die Backup Strategie .. eine zweite, oder dritte Station und uebers
Netzwerk rueber ziehen. Resp. Sync-en. Und eben, falls man mit einem
Crash ueberrascht wird, die Daten sind da, sie sind sicher, nur eben
nicht einfach so wieder hervorgeholt. Wenn man sich keine Fuerze mit den
Partitionen geleistet hat, kann man mit einem Knoppix oder Recovery oder
aehnlich mouten und rueberziehen. Die Dateisysteme sind kompatibel. Nur
eben nicht upgrade kompatibel.
Weil da noch was mit einem EEPROM ist. Es gibt seitenweise
hack-Anleitung fuer's downgrade, aber die Tools sind bescheiden. Ich
hab's glaub einmal geschafft. Hat aber einen Tag und duzende von retries
gebraucht.
Allenfalls koennte man bei einer neuen Station die eine Platte drin
lassen und eine Alte hinzu .. vielleicht kann man lesen.. Die ueblichen
Tools wie Partition manager, mount usw hat man aber nicht. Dem DSM
unterliegend ist eine Busybox, welche extrem unkomfortabel ist. Also nur
ein VI.
Uboot-Stocki schrieb:> Joggel E. schrieb:>> Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt>> das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist>> auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das>> Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die>> Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht>> downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah,>> kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich>> das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die>> Alte Platte nicht mehr ansaugen...>> Ein neues Synology kaufen und die alten Platten reinstecken geht also> nicht ...
Bei den Synology wird das OS mit auf den Platten installiert. Dazu
werden am Anfang jeder Platte ein paar GB für ein RAID1 abgezwackt.
Diese Betriebssystem-Images sind relativ stark auf das Model abgestimmt,
es gibt aber auch Serien die das gleiche BS nutzen. Dazu kommt, dass die
Synologys unterschiedliche Architekturen einsetzen: Ganz früher gab es
noch Power-PC, inzwischen je nach Modell ARM oder Intel. Die mittel
alten Modelle haben dazu eine ältere ARM Architektur.
> Dem Rest Deiner Darstellung konnte ich jetzt nicht wirklich folgen.> Daher hier die Frage: Wie sieht denn die Backup-Strategie aus? Backup> auf eine angeschlossene USB-Platte? Und die dann an das neue NAS?
Das sowieso. Ein Raid-1 ist keine Datensicherung und hilft nicht gegen
Schadprogramme, versehentliches Löschen, Blitzschlag oder Feuer. Das
Einzige was Raid 1 bringt ist Verfügbarkeit der Daten wenn eine der
Platten kaputt geht. Man kann also direkt weiter mit den Daten arbeiten,
trotz defekter Platte.
Aus dem Aspekt heraus macht ein Raid-1 für Daten meiner Meinung nach für
den Heimgebrauch so gut wie keinen Sinn. Die Zeit das Backup heraus
zukrammen stört privat meist nicht, eine neue Platte muss man dann eh
noch kaufen. Zumal bei einem solchen Datenverlust-Vorfall oft erst mal
noch viel größere Probleme gelöst werden müssen bevor man wieder
arbeiten kann. Es bringt natürlich etwas Zeitersparnis beim
Wiederherstellen wenn man nur die Platten neu synchronisieren muss. Im
Geschäftlichen Umfeld ist das was ganz anderes, die Arbeiter nach Hause
schicken weil die Serverplatte gerade ausgefallen ist kann sich heute
keiner mehr leisten.
Wenn unbedingt Raid für Heim-Daten, dann Raid-5 und Konsorten, das
bringt dann wenigstens noch etwas Geschwindigkeit, aber ein 1GB Link
wird von einer einzelnen SATA sowieso komplett ausgelastet, bringt also
bei den meisten NAS auch nichts. (Ein Raid-1 oder Raid-5... für die
Betriebssystempartition des NAS macht hingegen schon Sinn, dann spart
man sich die komplette Neuinstallation beim Plattenausfall)
Eine vernünftige Backupstrategie braucht man eh. Wichtig ist, dass die
Backup Medien physikalisch getrennt werden, d.h. nach dem Backup die USB
Platte von der NAS abziehen und auch den Strom trennen. Daneben braucht
man mindestens zwei Backup-Medien-Sätze die man im Wechsel benutzt. Ein
Backupsatz muss immer physikalisch getrennt sein während der/die anderen
benutzt werden, sonst kann es passieren dass man bei einem
Problem/Systemausfall während des Backupvorgangs am Ende doch mit leeren
Händen dasteht.
Bei uns sieht das im Moment so aus ,dass ich wöchentlich je ein volles
Backup ziehe. (Ca 600 GB, dauert etwa 3 Stunden). Dazu benutze ich je
eine von vier SATA Wechselplatten. Die Platten lagern im Keller. (Wir
wohnen im DG)
Dazu alle 4-8 Wochen ein Backup der wichtigen Daten, dass ich etwa 200km
entfernt bei der Familie lagere. (Je Eine von zwei Wechelsplatten)
Man sollte ab und zu auch testen ob man auch die Daten aus dem Backup
wieder herausbekommt, also den Ernstfall proben.
NA, wenn ich das lese, bin ich froh das ich eine QNAP habe.
Da ist das BS auf einem DOM und man kann einfach migrieren, teilweise
sogar über Gerätetypen und Generationen hinweg.
Nichtsdestotrotz sollte man ein Backup haben, aber es spart ne Menge
Zeit wenn man einfach "neukaufen, reinstecken, einschalten" kann.
Ja gut, vielleicht erst eine Schrottplatte reinstecken und das Teil
aktualisieren, aber das wars dann auch.
Jens M. schrieb:> NA, wenn ich das lese, bin ich froh das ich eine QNAP habe.> Da ist das BS auf einem DOM und man kann einfach migrieren, teilweise> sogar über Gerätetypen und Generationen hinweg.
Hmm, das sah vor Jahren noch ähnlich aus wie hier für die Synology
beschrieben. Ich mußte ziemliche Klimmzüge vollführen, um
herauszufinden, wie man das System verbiegen und anpassen kann. Lag
damals auch auf der Platte (ARM System) und kam beim initialen Start vom
Flash. Wenn man eine fremde Platte reinsteckte, wurde die ungefragt
überbügelt. Hatte da eine Lösung für rsync mit hotplug und Erkennung von
spezifischen USB-IDs gebaut, damit die Sekretärin für das Backup nur die
Platte stöpseln muß. Die "Fertig" Anzeige dann per LED-Ansteuerung und
internem Piepser. Das war vielleicht ein Murks mit dem Teil, bis ich das
überhaupt soweit hatte, daß es erstmal mit eigenen Skripten arbeitet.
Das war aber sogar ein hochwertigeres Atom- System mit 4 Platten.
Deshalb würde ich selbst QNAP nicht so ohne weiteres empfehlen, sondern
nur etwas, das man bei Bedarf auch sicher mit einer beliebigen Distri
ans Laufen bekommt. Siehe die Probleme mit Partitions- und FS-Formaten
und den ganzen firmeneigenen Quark, der da mit drauf ist.
Mit meiner TS453 auf Intelbasis hab ichs getestet, die kann man in eine
andere Intelkiste (in meinem Fall eine 671) reinstöpseln und geht.
Es ist zwar ein Angstmoment, weil der Einrichtungsassistent so eine
blöde Frage stellt und wenn man die aus Angst instinktiv beantwortet,
passiert nix.
Wagt man es, rödelts schwitzende 20 minuten, und dann sind die alten
Sachen alle wieder da.
Inklusive aller Apps, die man so installiert hat, Einstellungen und und
und.
Man sieht nur am Typenschild, das man eine andere Maschine hat.
Also Leute, mir ist letztens eine DS411slim verstorben. Da hab ich eine
419slim gekauft, die vier Platten umgesteckt, beim einschalten ein paar
Fragen beantwortet und alles war wieder da und genauso wie vorher.
Aber natuerlich, wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder
bloed oder lernresistent. Und wenn man vorhat der NAS ins Handwerk
rumzupfuschen indem man da eigene komische Partionierungen vornimmt dann
darf man sich auch nicht wundern wenn im Problemfall die Scripts der
Hersteller versagen weil sie mit sowas nie getestet wurde. Wer unbedingt
im Godmode arbeiten moechte sollte sich einfach einen PC in die Ecke
stellen, darauf Linux installieren und dann alles selber konfigurieren
wie er es moechte. Ein NAS ist auch nichts anderes, nur das man extra
dafuer bezahlt das Leute einem diese Arbeit abnehmen die hoffentlich
mehr Ahnung haben.
Olaf
Olaf schrieb:> wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder> bloed oder lernresistent
Genauso ist es. Das RAID hilft nur, dass man bei einem
Festplattenausfall noch ohne Datenverlust weiterarbeiten kann. Aber
ersetzt natürlich keinesfalls ein Backup.
Und wenn man von einer Synology Diskstation ein Backup macht, kann man
das natürlich auch relativ einfach auf ein anderes Gerät von Synology
übertragen.
Überhaupt unterstützt Synology diverse Backupstategien welche man auch
automatisiert ausführen lassen kann und auf etablierten Techniken
basieren wie z.B. rsync.
Es waere vielleicht noch zu sagen das ich bei einem NAS die Hardware
relativ teuer bezahle. Daher habe ich die Hoffnung das der Hersteller
das Geld auch verwendet um die Hardware moeglichst langlebig auszulegen
und das er einen erweiterten Aufwand in einem Schutz gegen Surge
und Burst steckt.
Ob das nur Hoffnung oder auch Realitaet ist, waere mal eine interessante
Frage von der ich hoffe das die C't sie irgendwann mal klaert. Wenn dann
entweder Qnap oder Synology mit 4kV klar kommt und die Konkurrenz nur
2kV kann, dann wuesste ich was ich kaufen wuerde. Irgendwelche
Spielerreihen
in der Oberflaeche waeren mir relativ egal.
Olaf
Olaf schrieb:> Ob das nur Hoffnung oder auch Realitaet ist, waere mal eine interessante> Frage von der ich hoffe das die C't sie irgendwann mal klaert. Wenn dann> entweder Qnap oder Synology mit 4kV klar kommt und die Konkurrenz nur> 2kV kann, dann wuesste ich was ich kaufen wuerde.
Glaube kaum, dass ein Hersteller da mehr Schutz einbaut als es die
Internationalen und Nationalen Normen/Richtlinien vorschreiben.
Synology verwendet oft ganz normale ATX-Speisungen aus dem IT-Bereich;
macht diese also nicht selbst.
Falls Du wirklich mit derartigen "Verunreinigungen" des Netzes kämpfst,
lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines Power-Conditioners wie z.B.
Furman M-10x E.
https://www.furmanpower.com/product/10a-standard-power-conditioner-230v-M-10X%20E
Eine Synology laeuft mit 12V von extern und hat daher ein 12V Netzteil
beigestellt. Da die speisung und das Netzwerkkabel die einzige
Verbindung zur Aussenwelt darstellt, und das Netzwerkkabel potential
trennt kann man sich fuer erhoehte Anforderungen an der 12 Speisung
vertun.
Seit meinen mehreren Synology Mainboard Ausfaellen, bin ich mir nicht
mehr so sicher, inwiefern Langlebigkeit im Vordergrund steht.
Ja, ich schaetze die mittlere Lebensdauer bei meinen Synologies auf
etwas ueber 10 Jahren. Mit einer Statistik von 2 Mainboards auf 15
stueck in ueber 10 Jahren.
Das ist schon deutlich mehr wie Consumer Schrott .. aber mehr waere
besser.
Ich hatte auch Diskausfaelle. Vielleicht 2 Stueck von 15 Stationen in
den letzten 10 Jahren. Alle jeweils Raid-1. Der Austausch lieft absolut
problemlos.
> Glaube kaum, dass ein Hersteller da mehr Schutz einbaut als es die> Internationalen und Nationalen Normen/Richtlinien vorschreiben.
Aber hoffen darf man doch oder? :-)
Ich hab jedenfalls mal ueber den Eingang fuer die 12V noch eine dicke
Transildiode geloetet als ich es mal offen hatte weil ich auch so meine
Zweifel hatte. Das Problem ist das ein guter Schutz vielleicht 2-5Euro
mehr kostet, etwas das jeder Kunde sicher gerne bezahlt wenn er davon
wuesste und es in Tests als Vorteil rauskommt.
> Seit meinen mehreren Synology Mainboard Ausfaellen, bin ich mir nicht> mehr so sicher, inwiefern Langlebigkeit im Vordergrund steht.
Ich fand es bei meiner 411 vor ein paar Jahren faszinierend das sie
ploetzlich einfach so den Anschein von defekt erweckt hat, also nach dem
Runterfahren nicht mehr neu gebootet hat. Ursache war da eine leere
Batterie. Da waere man dem Verhalten nach niemals drauf gekommen.
> Das ist schon deutlich mehr wie Consumer Schrott .. aber mehr waere> besser.
Mehr ist immer besser. Von daher finde ich das abgesetzte 12V Netzteil
meiner Synologys erstmal auch gut weil sich das bei einem defekt einfach
ersetzen laesst. Mein Eindruck ist aber das Synology damit kaempft das
die Kunden auf der einen Seite ein moeglich leises Geraet haben wollen,
auf der anderen Seite aber moeglichst viel Rechenleistung drin sein soll
weil auf den Kisten ja heute jede Menge Firlefanz laufen soll. Das
fuehrt dann in der Tendenz schon mal zu hoeheren Innentemperaturen und
damit mehr Alterung.
Olaf
Bei mir läuft seit gut 7 Jahren ein Synolgy DS213 (2-Bay) NAS ohne
auffälligkeiten.
Das nutze ich einmal als lokale Cloud, worüber ich meine Studium-Daten
und meine Elektronik-Bastel-Daten zwischen PC und Laptop
synchroniosiere.
Als zweites nutze ich die Backup-Software um schnelle Backups von
wichtigen Daten zu machen. (Neben einem Backup auf einer externen
Festplatte, welche im Schrank liegt)
Und als drittes als Abalge von Mediadaten, welches über DLNA an alle
unterstützten Geräte verteilt werden und per NFS für KODI bereitgestellt
werden.
Dabei habe ich zwei NAS-Festplatten verbaut, welche jeweils als
einzelnes Standard-Volume eingebunden sind. Kein RAID, kein JBOD.
Was mir nicht so gefällt:
Das Teil ist recht alt (ARMv5) und unterstützt nicht mehr alles. Z.B.
hätte ich gerne JAVA darauf für OpenHAB. Ist aber nicht "mal eben" bei
der alten Generation zu machen.
Wenn ein PC neu installiert wird, muss die Client Software der Cloud
alle (!) Daten neu synchronisieren (auch wenn ein altes Verzeichnis
wiederverwendet wird), was schon mal gut > 12 Stunden dauern kann.
Olaf schrieb:> Aber natuerlich, wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder> bloed oder lernresistent.
Häää? Kannst du mir das mal erklären? Ich nutze mein NAS als Backup...
Und bevor ich jetzt blöd/lernresistent sterben muss, erleuchte mich mal
:-)
> Häää? Kannst du mir das mal erklären?
Ganz einfach, was machst du wenn aufgrund von Ueberspannung (Blitz) die
Elektronik komplett verstirbt und die Platten mitnimmt? Was machst du
wenn das Netzteil altert und die Platten mal mit 12V anstatt 5V
bestromt?
Was machst du wenn ein Virus deine Daten loescht oder verschluesselt und
du es erst ein paar Wochen spaeter merkst?
Was machst du wenn du irgendwann mal versehentlich ein wichtiges
Verzeichnis geloescht hast, es dir aber erst nach dem sync auffaellt?
Was machst du wenn einer bei dir einbricht und das NAS komplett
mitnimmt?
In allen diesen Faellen willst du ein Band/eine Platte oder irgendwas
anderes aus dem Schrank (oder bei Mutti aus dem Schrank) nehmen wo noch
die Daten vom letzten Monat drauf sind.
Olaf
Becky schrieb:> Häää? Kannst du mir das mal erklären? Ich nutze mein NAS als Backup...> Und bevor ich jetzt blöd/lernresistent sterben muss, erleuchte mich mal> :-)
Was passiert bei Blitzschlag? Richtig, deine Backup NAS geht höchst
wahrscheinlich auch flöten und die Platten drinnen gleich mit. (Es sei
denn Du ziehst nach jedem Backup alle Stecker aus deiner Backup NAS)
Was pasiert wenn Du Dir eine Malware auf deinem Rechner einfängst?
Richtig, die macht vor der Backup-NAS natürlich auch nicht halt, wenn
die das nächste mal an ist oder du gerade ein Backup machst, dann wird
die Malware deinen Rechner und dein einziges Backup gleich mit
überbügeln.
Der Sinn eines Backup ist es, dass selbst beim kompletten Totalausfall
oder allerschlimmsten Ereignis deine Daten sicher sind. Und das sind sie
nur wenn diese Daten möglichst weit weg und möglichst unerreichbar für
die üblichen Problemfälle sind, d.h.
- Softwareseitige Abschottung, so dass die Systeme im allgemeinen keinen
oder nur lesenden Zugriff auf die Backupdaten haben haben. (Viren,
Ransomware, Fehlfunktionen von Programmen oder Fehlbedienung der
Benutzer)
- Physikalische Abschottung gegen elektrische Probleme wie Blitzschlag,
Überspannung, Stromausfall während des Backups (Deswegen keine
elektrische Verbindung zu mindestens einem vollen Backupdatensatz)
- Wenn möglich räumliche Trennung gegen Feuer, Wasser, Einbruch.
Da natürlich ein Ereignis auch während des Backupvorgangs eintreten
kann, muss immer noch ein kompletter Backupdatensatz die o.g.
Bedingungen während des Backupvorgangs erfüllen, ergo man braucht
mindestens zwei Backupmedien.
Bennet schrieb:
Das Tema NAS taucht hier alle NASlang* auf und endet immer wieder in
Grabenkriegen.
Manche bauen sich das alles selber, andere kaufen sich eine fertige
Lösung.
> ...NAS zur Verwendung im Heimbereich> ...als private Cloud.> ...Datengrab werden, ...keine HDMI Schnittstelle..> höchstens Streamingfunktionen.> 2 bis 4 Einschübe bieten.
Das ist nix besonderes.
Da gibt es vieles. Grundlegend können fast alle das was du willst. Der
Teufel liegt dann im Detail.
Wieviel Nutzer hast du und wie datenhungrig sind die?
Reicht dir "out-of-the-box" oder willst du VM und/oder Container laufen
lassen?
> Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
Sowohl Qnap und Synology bieten Demosysteme an.
https://demo.synology.com/en-ukhttps://www.qnap.com/en/live-demo/
Schau sie dir an.
Persönlich bin ich nach einer Synology 214play bei einer 918+ gelandet.
Nach ein paar Jahren war aus dem "Datengrab" ein Gerät mit vielen
Diensten gewachsen. Die "+"-Reihe unterstützt Docker und ich habe nun
auch ein paar Container am laufen. - ausserdem habe ich Teenager im
Haus.
* Ich zahle 5 € für die Kalauerkasse
Olaf schrieb:>> auch ein paar Container am laufen. - ausserdem habe ich Teenager im>> Haus.>> Kann man die auch in einem Container laufen lassen?>> Olaf
Erst wenn sie schon grösser sind, ansonsten in der Sandbox.