Forum: PC Hard- und Software QNAP oder Synology für Home-Use / private Cloud


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von Bennet (Gast)


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Hi.

Ich plane die Anschaffung eines NAS zur Verwendung im Heimbereich und 
als private Cloud.
Es soll ein Datengrab werden, ich brauche keine HDMI Schnittstelle. 
Höchstens Streamingfunktionen.

Das NAS soll 2 bis 4 Einschübe bieten.
Bei 2 Einschüben würde ich gerne die Platten partitionieren, so dass die 
ersten 250GB als Raid 1 laufen (für wichtigere Daten), die restliche 
Kapazität einfach so verwenden (Für unwichtige Daten).

Bei 3 oder 4-Bay Nas würde ich 2 kleine, preisgünstige Festplatten als 
Raid1 laufen lassen und die anderen Slots mit vorhandenen Festplatten 
als "Datengrab" bestücken.

Automatisches Backup ausgewählter Ordner auf Webspeicher oder externen 
Datenträger wäre auch nett.

Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
QNAP hat das bessere PReis-Leistungs-Verhältnis, bei Synology soll die 
Einrichtung leichter sein und die Software besser sein.

LG

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ich finde die QNAP-Software jetzt nicht schlecht, was ist für dich 
"besser"? Schneller? Kleiner? Hübscher?
Mir gefällt Syno jetzt nicht so, aber QNAP ist teilweise auch ein bissel 
kitschig.
Bei den Spezialitäten sind die dann doch was unterschiedlich, aber 
"hinstellen, freigeben, vergessen" können beide exakt gleich gut.

Deine Aufteilung finde ich sinnlos.
Alle Platten in ein RAID (bei 4 R5, bei 2 Mirror), darauf 2 Thin Volumes 
und los gehts.
Partitionieren oder Thick Volumes bringen nix außer Ärger, 2 Thin auf 
einen Speicherpool ist flexibel erweiterbar.
Wenn's dir um den Platz geht und du ernsthaft 2 bis 4 "halbe" 
Festplatten als JBOD oder Stripe verwenden willst, weils um den Platz 
geht, solltest du das mit der Ausfallsicherheit nochmal überdenken: Ein 
Stripe ist tot, wenn eine Platte stirbt. Was bei 2-4 LW doppelt bis 
viermal so wahrscheinlich ist als bei einem.
Und bei den heutigen Kapazitäten von um 14TB pro Platte sind 250GB 
"wichtige private Daten" ein Furz. Eine SSD im NAS bringt nix, das LAN 
ist das Nadelöhr, da kommen HDDs noch gut gegen an. Außer du hast 
10GBit...

von Bennet (Gast)


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Hi.

Der nicht einem Raid zugewiese Speicher sollte nicht als JBOD benutzt 
werden, sondern einfach so als Laufwerk.

Problem ist, ich habe wenige wichtige Daten wie z.B. Fotos, Dokumente 
etc.
Aber terabyteweise kurzlebige oder unwichtige Daten wie z.B. PVR 
Daten/Mediacenter.

Momentan nutze ich eine USB Backup Platte am PC und eine Online Cloud 
für das "Wichtige" und eine 8 TB USB 3 HDD an der VU+ als "Mediacenter"

Es ist eine reine Kostenfrage.
2-Bay NAS und 2 relativ große Festplatten als Raid.
Oder 3-4 Bay, zwei relativ günstige 1TB Platten als Raid und nochmal ne 
8TB als Datengrab ohne Raid Verbund,


Was die Netzwerkanbindung angeht: Ich hab nur ein 1G, teilweise 100M 
Netzwerk im Haus.
Ich könnte, wenn das NAS 2x 1G hat, dann mit LACP arbeiten.
Bei einem 10G NAS müsste ich noch einen Switch mit 10G Port kaufen, 
damit könnte ich dann zumindest den Flaschenhals zum NAS beseitigen, die 
Ableitungen zu den Endgeräten bleiben aber weiterhin 1G oder teilweise 
100M.

von Bennet (Gast)


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P.S. Dass die Software von Synology einfacher zu bedienen ist ohne 
tiefgehende Admin-Kenntnisse kenne ich nur vom Hörensagen.

Das bessere Preis/Leistungsverhältnis von QNAP ist allerdings 
offensichtlich.


PPS: Reine Consumer NAS oder sowas wie Fritz-NAS wollte ich nicht haben, 
denn dann kann ich auch bei der VU+ bleiben, denn die kann auch 
SMB/FTP/DLNA mit ausreichend Durchsatz für den Hausgebrauch. (z.B. Mit 
Fritz-NAS kann der VU+  vom Durchsatz her und den 
Berechtigungs-Vergabe-Möglichkeiten locker mithalten bzw überbieten)

von Jens M. (schuchkleisser)


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Bennet schrieb:
> Der nicht einem Raid zugewiese Speicher sollte nicht als JBOD benutzt
> werden, sondern einfach so als Laufwerk.

Das bedeutet bei >2 Laufwerken aber 2 Pools und auf jeder dann eine 
Freigabe, weil eine Freigabe nicht größer werden kann als die Platte auf 
der sie liegt (außer virtuell als Thin Volume).
Du brauchst also bei "ein Teil als RAID, der Rest als getrennte 
Laufwerke" dann eben 3 "Ordner", und wenn deine Filme nicht auf X passen 
weil Platte voll, ist der Rest auf Y, zusammen mit der Musik, den Fotos 
und den Briefen.

Wenn du einen großen RAID-Pool baust und dort 2 Volumes drauf machst, 
kannst du "Privat" und "Rest" bis zur Gesamtkapazität beliebig 
aufteilen.
Und später einfach durch Plattentausch das RAID vergrößern und mehr 
Platz machen.

Bennet schrieb:
> Oder 3-4 Bay, zwei relativ günstige 1TB Platten als Raid und nochmal ne
> 8TB als Datengrab ohne Raid Verbund

Ja gut äh, wenn du so deinen "Schrott" verwerten willst, gilt das 
natürlich nicht. Da gehts nicht anders wie du es beschreibst.
Ich bin davon ausgegangen das du zumindest 3-4 gleiche LWs benutzt. Mit 
1/1/8TB kannst du natürlich kein RAID aufbauen.

Bennet schrieb:
> Mit
> Fritz-NAS kann der VU+  vom Durchsatz her und den
> Berechtigungs-Vergabe-Möglichkeiten locker mithalten bzw überbieten

Das ist auch nicht schwer. Fritz nutzt ja nichtmal den USB2 voll aus.
Bei einer NAS-Box ist das SMB-Protokoll meist das Problem, manche 
schaffen "nix", manche können das gut.
Ich hab ein TS453Pro mit RAM-Upgrade und 4 10TB WD Red, das kann bei 
großen Dateien das GBit-LAN ausnutzen, aber viele Fotos mit 3-550k im 
Ordner und es ist Kaffeezeit.
LACP nutzt da nicht wirklich was, weil schon ein Port kaum an den 
Anschlag geht.
Hatte testweise mal eine Syno DS2xx (keine Ahnung, 14? ich weiß es nicth 
mehr)mit 2 500er SSDs, das war keinen Deut besser.

Software ist halt anders. Für beide braucht man aber keine 
"Adminkenntnisse", finde ich. Aber bei tausend Möglichkeiten gibt's 
natürlich auch tausend Optionen hier und da.

von OldMan (Gast)


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FreeNAS ist aus meiner Sicht ganz prima. Ich habe es auf einem 
gebrauchten HP microServer mit 16 GB RAM am laufen.
4 SATA Slots und ein Anschluss mit einer 64 GB SSD für das OS.
1 Gb Ethernet Anschluss.
Kann bei Bedarf auch mit einer 10 Gb
Ethernet Karte erweitert werden

Ideal ist das Filesystem ZFS, nix Hardware-RAID. Habe 4 Platten drin im 
RAIDZ 2 Modus. D.h., dass 2 Platten ausfallen können ohne Datenverlust.

Vor allem hat man alles 100% selbst im Griff.

Das Ganze hat mich, ohne HDDs, 100 € gekostet.
Bei den HDDs habe ich mich für die Seagate SkyHawk Serie entschieden.


Kann ich nur empfehlen!

von Gerne auch (Gast)


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Bennet schrieb:
> Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
Weder noch: ZyXel oder besser noch HP Proliant Micro, natürlich mit 
Handarbeit zur Einrichtung. Dann läuft alles wie gewünscht und zerlegt 
dir nicht beim nächsten Herstellerupdate die SW und Skripte.

Alles schonmal dagewesen, und zwar im regelmäßigen Rhythmus jedes 
Halbjahr :)
Beitrag "NAS oder Fileserver?"

von Joggel E. (jetztnicht)


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Ich empfehle 2 Platten als Raid. An einem Stueck, kein 
Subpartitionierung.
Ich habe mehrere Synology. Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt 
das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist 
auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das 
Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die 
Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht 
downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah, 
kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich 
das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die 
Alte Platte nicht mehr ansaugen...

Was man machen kann um eine Platte einer alten Station auf ein neues 
System zu bekommen... Platte in einen PC, Desktop PC, Knopix, oder 
Diskrecovery, booten, und die Platte mounten, das geht. Dann ueber das 
Netzwerk absaugen.

Also machbar, aber muehsam. Mit der einfachstmoeglichen Partitionierung 
hat man die besten Chancen. Also kein Hybrid Scheiss, .. den eine PC 
Programm muss die Partitionierung lesen koennen. Synology kuemmert sich 
nicht darum. Die wollen lieber nur eine neue Station verkaufen und 
Fertig.

Aeh.ja. Die Synology Applikationen (Wordpress, Shop, Mail, usw).. die 
kann man in die Tonne kloppen. Sind zwar gut, aber ein Alptraum wenn man 
eine Recovery machen muss. Eine neue Station mit einem neueren DSM 
Betriebssystem hat natuerlich auch eine neuere Version der Applikation 
drauf. Deren Datenbankformat passt nicht mit der alten Version zusammen.
Also alles in die Tonne und selbst ab Quelle selbst installieren. zB ein 
Wordpress bei Wordpress runterladen und abspeichern, dann kompilieren, 
installieren. Benutzen. Wenn das Ganze in 10 Yahren recovert werden 
muss, einfach die installierte Wordpressversion auf der neuen Station 
compilieren, installieren. Die Daten ansaugen und dann kann man sich 
Gedanken um ein upgrade auf die neuse Version machen, oder auch sein 
lassen.

von Uboot-Stocki (Gast)


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Joggel E. schrieb:
> Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt
> das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist
> auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das
> Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die
> Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht
> downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah,
> kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich
> das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die
> Alte Platte nicht mehr ansaugen...

Ein neues Synology kaufen und die alten Platten reinstecken geht also 
nicht ...
Dem Rest Deiner Darstellung konnte ich jetzt nicht wirklich folgen. 
Daher hier die Frage: Wie sieht denn die Backup-Strategie aus? Backup 
auf eine angeschlossene USB-Platte? Und die dann an das neue NAS?

von Joggel E. (jetztnicht)


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Die Backup Strategie .. eine zweite, oder dritte Station und uebers 
Netzwerk rueber ziehen. Resp. Sync-en. Und eben, falls man mit einem 
Crash ueberrascht wird, die Daten sind da, sie sind sicher, nur eben 
nicht einfach so wieder hervorgeholt. Wenn man sich keine Fuerze mit den 
Partitionen geleistet hat, kann man mit einem Knoppix oder Recovery oder 
aehnlich mouten und rueberziehen. Die Dateisysteme sind kompatibel. Nur 
eben nicht upgrade kompatibel.
Weil da noch was mit einem EEPROM ist. Es gibt seitenweise 
hack-Anleitung fuer's downgrade, aber die Tools sind bescheiden. Ich 
hab's glaub einmal geschafft. Hat aber einen Tag und duzende von retries 
gebraucht.

Allenfalls koennte man bei einer neuen Station die eine Platte drin 
lassen und eine Alte hinzu .. vielleicht kann man lesen.. Die ueblichen 
Tools wie Partition manager, mount usw hat man aber nicht. Dem DSM 
unterliegend ist eine Busybox, welche extrem unkomfortabel ist. Also nur 
ein VI.

von Andreas M. (amesser)


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Uboot-Stocki schrieb:
> Joggel E. schrieb:
>> Irgendwann, nach vielleicht 8+ Jahren faellt
>> das Mainboard aus. Dann hat man ein Problem. Denn das Betriebssystem ist
>> auch auf der Platte, aber irgendwie mit einem EEPROM verknuepft. Das
>> Betriebssytem kann man aber so nicht aufspielen. Das kann nur die
>> Station selber. Das image selbst ist downloadbar. Nur ... man kann nicht
>> downgraden. Bedeutet wenn die Station einmal eine spaetere Version sah,
>> kann man nicht einfach eine alte Platte einschieben. Leider aendert sich
>> das Filesystem ueber die Jahre, bedeutet eine neuere Station kann die
>> Alte Platte nicht mehr ansaugen...
>
> Ein neues Synology kaufen und die alten Platten reinstecken geht also
> nicht ...

Bei den Synology wird das OS mit auf den Platten installiert. Dazu 
werden am Anfang jeder Platte ein paar GB für ein RAID1 abgezwackt. 
Diese Betriebssystem-Images sind relativ stark auf das Model abgestimmt, 
es gibt aber auch Serien die das gleiche BS nutzen. Dazu kommt, dass die 
Synologys unterschiedliche Architekturen einsetzen: Ganz früher gab es 
noch Power-PC, inzwischen je nach Modell ARM oder Intel. Die mittel 
alten Modelle haben dazu eine ältere ARM Architektur.

> Dem Rest Deiner Darstellung konnte ich jetzt nicht wirklich folgen.
> Daher hier die Frage: Wie sieht denn die Backup-Strategie aus? Backup
> auf eine angeschlossene USB-Platte? Und die dann an das neue NAS?

Das sowieso. Ein Raid-1 ist keine Datensicherung und hilft nicht gegen 
Schadprogramme, versehentliches Löschen, Blitzschlag oder Feuer. Das 
Einzige was Raid 1 bringt ist Verfügbarkeit der Daten wenn eine der 
Platten kaputt geht. Man kann also direkt weiter mit den Daten arbeiten, 
trotz defekter Platte.

Aus dem Aspekt heraus macht ein Raid-1 für Daten meiner Meinung nach für 
den Heimgebrauch so gut wie keinen Sinn. Die Zeit das Backup heraus 
zukrammen stört privat meist nicht, eine neue Platte muss man dann eh 
noch kaufen. Zumal bei einem solchen Datenverlust-Vorfall oft erst mal 
noch viel größere Probleme gelöst werden müssen bevor man wieder 
arbeiten kann. Es bringt natürlich etwas Zeitersparnis beim 
Wiederherstellen wenn man nur die Platten neu synchronisieren muss. Im 
Geschäftlichen Umfeld ist das was ganz anderes, die Arbeiter nach Hause 
schicken weil die Serverplatte gerade ausgefallen ist kann sich heute 
keiner mehr leisten.

Wenn unbedingt Raid für Heim-Daten, dann Raid-5 und Konsorten, das 
bringt dann wenigstens noch etwas Geschwindigkeit, aber ein 1GB Link 
wird von einer einzelnen SATA sowieso komplett ausgelastet, bringt also 
bei den meisten NAS auch nichts. (Ein Raid-1 oder Raid-5... für die 
Betriebssystempartition des NAS macht hingegen schon Sinn, dann spart 
man sich die komplette Neuinstallation beim Plattenausfall)

Eine vernünftige Backupstrategie braucht man eh. Wichtig ist, dass die 
Backup Medien physikalisch getrennt werden, d.h. nach dem Backup die USB 
Platte von der NAS abziehen und auch den Strom trennen. Daneben braucht 
man mindestens zwei Backup-Medien-Sätze die man im Wechsel benutzt. Ein 
Backupsatz muss immer physikalisch getrennt sein während der/die anderen 
benutzt werden, sonst kann es passieren dass man bei einem 
Problem/Systemausfall während des Backupvorgangs am Ende doch mit leeren 
Händen dasteht.

Bei uns sieht das im Moment so aus ,dass ich wöchentlich je ein volles 
Backup ziehe. (Ca 600 GB, dauert etwa 3 Stunden). Dazu benutze ich je 
eine von vier SATA Wechselplatten. Die Platten lagern im Keller. (Wir 
wohnen im DG)

Dazu alle 4-8 Wochen ein Backup der wichtigen Daten, dass ich etwa 200km 
entfernt bei der Familie lagere. (Je Eine von zwei Wechelsplatten)

Man sollte ab und zu auch testen ob man auch die Daten aus dem Backup 
wieder herausbekommt, also den Ernstfall proben.

von Jens M. (schuchkleisser)


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NA, wenn ich das lese, bin ich froh das ich eine QNAP habe.
Da ist das BS auf einem DOM und man kann einfach migrieren, teilweise 
sogar über Gerätetypen und Generationen hinweg.

Nichtsdestotrotz sollte man ein Backup haben, aber es spart ne Menge 
Zeit wenn man einfach "neukaufen, reinstecken, einschalten" kann.
Ja gut, vielleicht erst eine Schrottplatte reinstecken und das Teil 
aktualisieren, aber das wars dann auch.

von Gerne auch (Gast)


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Jens M. schrieb:
> NA, wenn ich das lese, bin ich froh das ich eine QNAP habe.
> Da ist das BS auf einem DOM und man kann einfach migrieren, teilweise
> sogar über Gerätetypen und Generationen hinweg.
Hmm, das sah vor Jahren noch ähnlich aus wie hier für die Synology 
beschrieben. Ich mußte ziemliche Klimmzüge vollführen, um 
herauszufinden, wie man das System verbiegen und anpassen kann. Lag 
damals auch auf der Platte (ARM System) und kam beim initialen Start vom 
Flash. Wenn man eine fremde Platte reinsteckte, wurde die ungefragt 
überbügelt. Hatte da eine Lösung für rsync mit hotplug und Erkennung von 
spezifischen USB-IDs gebaut, damit die Sekretärin für das Backup nur die 
Platte stöpseln muß. Die "Fertig" Anzeige dann per LED-Ansteuerung und 
internem Piepser. Das war vielleicht ein Murks mit dem Teil, bis ich das 
überhaupt soweit hatte, daß es erstmal mit eigenen Skripten arbeitet. 
Das war aber sogar ein hochwertigeres Atom- System mit 4 Platten. 
Deshalb würde ich selbst QNAP nicht so ohne weiteres empfehlen, sondern 
nur etwas, das man bei Bedarf auch sicher mit einer beliebigen Distri 
ans Laufen bekommt. Siehe die Probleme mit Partitions- und FS-Formaten 
und den ganzen firmeneigenen Quark, der da mit drauf ist.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Mit meiner TS453 auf Intelbasis hab ichs getestet, die kann man in eine 
andere Intelkiste (in meinem Fall eine 671) reinstöpseln und geht.

Es ist zwar ein Angstmoment, weil der Einrichtungsassistent so eine 
blöde Frage stellt und wenn man die aus Angst instinktiv beantwortet, 
passiert nix.
Wagt man es, rödelts schwitzende 20 minuten, und dann sind die alten 
Sachen alle wieder da.
Inklusive aller Apps, die man so installiert hat, Einstellungen und und 
und.
Man sieht nur am Typenschild, das man eine andere Maschine hat.

von Olaf (Gast)


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Also Leute, mir ist letztens eine DS411slim verstorben. Da hab ich eine 
419slim gekauft, die vier Platten umgesteckt, beim einschalten ein paar 
Fragen beantwortet und alles war wieder da und genauso wie vorher.

Aber natuerlich, wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder 
bloed oder lernresistent. Und wenn man vorhat der NAS ins Handwerk 
rumzupfuschen indem man da eigene komische Partionierungen vornimmt dann 
darf man sich auch nicht wundern wenn im Problemfall die Scripts der 
Hersteller versagen weil sie mit sowas nie getestet wurde. Wer unbedingt 
im Godmode arbeiten moechte sollte sich einfach einen PC in die Ecke 
stellen, darauf Linux installieren und dann alles selber konfigurieren 
wie er es moechte. Ein NAS ist auch nichts anderes, nur das man extra 
dafuer bezahlt das Leute einem diese Arbeit abnehmen die hoffentlich 
mehr Ahnung haben.

Olaf

von Johnny B. (johnnyb)


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Olaf schrieb:
> wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder
> bloed oder lernresistent

Genauso ist es. Das RAID hilft nur, dass man bei einem 
Festplattenausfall noch ohne Datenverlust weiterarbeiten kann. Aber 
ersetzt natürlich keinesfalls ein Backup.
Und wenn man von einer Synology Diskstation ein Backup macht, kann man 
das natürlich auch relativ einfach auf ein anderes Gerät von Synology 
übertragen.
Überhaupt unterstützt Synology diverse Backupstategien welche man auch 
automatisiert ausführen lassen kann und auf etablierten Techniken 
basieren wie z.B. rsync.

von Olaf (Gast)


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Es waere vielleicht noch zu sagen das ich bei einem NAS die Hardware
relativ teuer bezahle. Daher habe ich die Hoffnung das der Hersteller
das Geld auch verwendet um die Hardware moeglichst langlebig auszulegen
und das er einen erweiterten Aufwand in einem Schutz gegen Surge
und Burst steckt.
Ob das nur Hoffnung oder auch Realitaet ist, waere mal eine interessante 
Frage von der ich hoffe das die C't sie irgendwann mal klaert. Wenn dann 
entweder Qnap oder Synology mit 4kV klar kommt und die Konkurrenz nur 
2kV kann, dann wuesste ich was ich kaufen wuerde. Irgendwelche 
Spielerreihen
in der Oberflaeche waeren mir relativ egal.

Olaf

von Johnny B. (johnnyb)


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Olaf schrieb:
> Ob das nur Hoffnung oder auch Realitaet ist, waere mal eine interessante
> Frage von der ich hoffe das die C't sie irgendwann mal klaert. Wenn dann
> entweder Qnap oder Synology mit 4kV klar kommt und die Konkurrenz nur
> 2kV kann, dann wuesste ich was ich kaufen wuerde.

Glaube kaum, dass ein Hersteller da mehr Schutz einbaut als es die 
Internationalen und Nationalen Normen/Richtlinien vorschreiben.
Synology verwendet oft ganz normale ATX-Speisungen aus dem IT-Bereich; 
macht diese also nicht selbst.
Falls Du wirklich mit derartigen "Verunreinigungen" des Netzes kämpfst, 
lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines Power-Conditioners wie z.B. 
Furman M-10x E. 
https://www.furmanpower.com/product/10a-standard-power-conditioner-230v-M-10X%20E

: Bearbeitet durch User
von Joggel E. (jetztnicht)


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Eine Synology laeuft mit 12V von extern und hat daher ein 12V Netzteil 
beigestellt. Da die speisung und das Netzwerkkabel die einzige 
Verbindung zur Aussenwelt darstellt, und das Netzwerkkabel potential 
trennt kann man sich fuer erhoehte Anforderungen an der 12 Speisung 
vertun.

Seit meinen mehreren Synology Mainboard Ausfaellen, bin ich mir nicht 
mehr so sicher, inwiefern Langlebigkeit im Vordergrund steht.

Ja, ich schaetze die mittlere Lebensdauer bei meinen Synologies auf 
etwas ueber 10 Jahren. Mit einer Statistik von 2 Mainboards auf 15 
stueck in ueber 10 Jahren.
Das ist schon deutlich mehr wie Consumer Schrott .. aber mehr waere 
besser.
Ich hatte auch Diskausfaelle. Vielleicht 2 Stueck von 15 Stationen in 
den letzten 10 Jahren. Alle jeweils Raid-1. Der Austausch lieft absolut 
problemlos.

von Olaf (Gast)


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> Glaube kaum, dass ein Hersteller da mehr Schutz einbaut als es die
> Internationalen und Nationalen Normen/Richtlinien vorschreiben.

Aber hoffen darf man doch oder? :-)
Ich hab jedenfalls mal ueber den Eingang fuer die 12V noch eine dicke 
Transildiode geloetet als ich es mal offen hatte weil ich auch so meine 
Zweifel hatte. Das Problem ist das ein guter Schutz vielleicht 2-5Euro 
mehr kostet, etwas das jeder Kunde sicher gerne bezahlt wenn er davon 
wuesste und es in Tests als Vorteil rauskommt.

> Seit meinen mehreren Synology Mainboard Ausfaellen, bin ich mir nicht
> mehr so sicher, inwiefern Langlebigkeit im Vordergrund steht.

Ich fand es bei meiner 411 vor ein paar Jahren faszinierend das sie 
ploetzlich einfach so den Anschein von defekt erweckt hat, also nach dem 
Runterfahren nicht mehr neu gebootet hat. Ursache war da eine leere 
Batterie. Da waere man dem Verhalten nach niemals drauf gekommen.

> Das ist schon deutlich mehr wie Consumer Schrott .. aber mehr waere
> besser.

Mehr ist immer besser. Von daher finde ich das abgesetzte 12V Netzteil 
meiner Synologys erstmal auch gut weil sich das bei einem defekt einfach 
ersetzen laesst. Mein Eindruck ist aber das Synology damit kaempft das 
die Kunden auf der einen Seite ein moeglich leises Geraet haben wollen, 
auf der anderen Seite aber moeglichst viel Rechenleistung drin sein soll 
weil auf den Kisten ja heute jede Menge Firlefanz laufen soll. Das 
fuehrt dann in der Tendenz schon mal zu hoeheren Innentemperaturen und 
damit mehr Alterung.

Olaf

von Katatafisch (Gast)


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Bei mir läuft seit gut 7 Jahren ein Synolgy DS213 (2-Bay) NAS ohne 
auffälligkeiten.

Das nutze ich einmal als lokale Cloud, worüber ich meine Studium-Daten 
und meine Elektronik-Bastel-Daten zwischen PC und Laptop 
synchroniosiere.

Als zweites nutze ich die Backup-Software um schnelle Backups von 
wichtigen Daten zu machen. (Neben einem Backup auf einer externen 
Festplatte, welche im Schrank liegt)

Und als drittes als Abalge von Mediadaten, welches über DLNA an alle 
unterstützten Geräte verteilt werden und per NFS für KODI bereitgestellt 
werden.

Dabei habe ich zwei NAS-Festplatten verbaut, welche jeweils als 
einzelnes Standard-Volume eingebunden sind. Kein RAID, kein JBOD.

Was mir nicht so gefällt:
Das Teil ist recht alt (ARMv5) und unterstützt nicht mehr alles. Z.B. 
hätte ich gerne JAVA darauf für OpenHAB. Ist aber nicht "mal eben" bei 
der alten Generation zu machen.
Wenn ein PC neu installiert wird, muss die Client Software der Cloud 
alle (!) Daten neu synchronisieren (auch wenn ein altes Verzeichnis 
wiederverwendet wird), was schon mal gut > 12 Stunden dauern kann.

von Becky (Gast)


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Olaf schrieb:
> Aber natuerlich, wer glaubt das ein NAS ein Backup ist der ist entweder
> bloed oder lernresistent.

Häää? Kannst du mir das mal erklären? Ich nutze mein NAS als Backup...
Und bevor ich jetzt blöd/lernresistent sterben muss, erleuchte mich mal 
:-)

von Olaf (Gast)


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> Häää? Kannst du mir das mal erklären?

Ganz einfach, was machst du wenn aufgrund von Ueberspannung (Blitz) die 
Elektronik komplett verstirbt und die Platten mitnimmt? Was machst du 
wenn das Netzteil altert und die Platten mal mit 12V anstatt 5V 
bestromt?
Was machst du wenn ein Virus deine Daten loescht oder verschluesselt und 
du es erst ein paar Wochen spaeter merkst?
Was machst du wenn du irgendwann mal versehentlich ein wichtiges 
Verzeichnis geloescht hast, es dir aber erst nach dem sync auffaellt?
Was machst du wenn einer bei dir einbricht und das NAS komplett 
mitnimmt?

In allen diesen Faellen willst du ein Band/eine Platte oder irgendwas 
anderes aus dem Schrank (oder bei Mutti aus dem Schrank) nehmen wo noch 
die Daten vom letzten Monat drauf sind.

Olaf

von Andreas M. (amesser)


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Becky schrieb:
> Häää? Kannst du mir das mal erklären? Ich nutze mein NAS als Backup...
> Und bevor ich jetzt blöd/lernresistent sterben muss, erleuchte mich mal
> :-)

Was passiert bei Blitzschlag? Richtig, deine Backup NAS geht höchst 
wahrscheinlich auch flöten und die Platten drinnen gleich mit. (Es sei 
denn Du ziehst nach jedem Backup alle Stecker aus deiner Backup NAS)

Was pasiert wenn Du Dir eine Malware auf deinem Rechner einfängst? 
Richtig, die macht vor der Backup-NAS natürlich auch nicht halt, wenn 
die das nächste mal an ist oder du gerade ein Backup machst, dann wird 
die Malware deinen Rechner und dein einziges Backup gleich mit 
überbügeln.

Der Sinn eines Backup ist es, dass selbst beim kompletten Totalausfall 
oder allerschlimmsten Ereignis deine Daten sicher sind. Und das sind sie 
nur wenn diese Daten möglichst weit weg und möglichst unerreichbar für 
die üblichen Problemfälle sind, d.h.

- Softwareseitige Abschottung, so dass die Systeme im allgemeinen keinen 
oder nur lesenden Zugriff auf die Backupdaten haben haben. (Viren, 
Ransomware, Fehlfunktionen von Programmen oder Fehlbedienung der 
Benutzer)

- Physikalische Abschottung gegen elektrische Probleme wie Blitzschlag, 
Überspannung, Stromausfall während des Backups (Deswegen keine 
elektrische Verbindung zu mindestens einem vollen Backupdatensatz)

- Wenn möglich räumliche Trennung gegen Feuer, Wasser, Einbruch.

Da natürlich ein Ereignis auch während des Backupvorgangs eintreten 
kann, muss immer noch ein kompletter Backupdatensatz die o.g. 
Bedingungen während des Backupvorgangs erfüllen, ergo man braucht 
mindestens zwei Backupmedien.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Bennet schrieb:

Das Tema NAS taucht hier alle NASlang* auf und endet immer wieder in 
Grabenkriegen.
Manche bauen sich das alles selber, andere kaufen sich eine fertige 
Lösung.

> ...NAS zur Verwendung im Heimbereich
> ...als private Cloud.
> ...Datengrab werden, ...keine HDMI Schnittstelle..
> höchstens Streamingfunktionen.
> 2 bis 4 Einschübe bieten.
Das ist nix besonderes.
Da gibt es vieles. Grundlegend können fast alle das was du willst. Der 
Teufel liegt dann im Detail.

Wieviel Nutzer hast du und wie datenhungrig sind die?
Reicht dir "out-of-the-box" oder willst du VM und/oder Container laufen 
lassen?

> Momentan tendiere ich zwischen ONAP und Synology.
Sowohl Qnap und Synology bieten Demosysteme an.
https://demo.synology.com/en-uk
https://www.qnap.com/en/live-demo/
Schau sie dir an.

Persönlich bin ich nach einer Synology 214play bei einer 918+ gelandet. 
Nach ein paar Jahren war aus dem "Datengrab" ein Gerät mit vielen 
Diensten gewachsen. Die "+"-Reihe unterstützt Docker und ich habe nun 
auch ein paar Container am laufen. - ausserdem habe ich Teenager im 
Haus.



* Ich zahle 5 € für die Kalauerkasse

von Olaf (Gast)


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> auch ein paar Container am laufen. - ausserdem habe ich Teenager im
> Haus.

Kann man die auch in einem Container laufen lassen?

Olaf

von Johnny B. (johnnyb)


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Olaf schrieb:
>> auch ein paar Container am laufen. - ausserdem habe ich Teenager im
>> Haus.
>
> Kann man die auch in einem Container laufen lassen?
>
> Olaf

Erst wenn sie schon grösser sind, ansonsten in der Sandbox.

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