Forum: HF, Funk und Felder UKW-Empfang mit Batterieröhren - von Thomas Moppert & Ernst Rößler


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Matthias (Gast)


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Hallo,

ich habe mich an dieses Projekt
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Roessler_Moppert-Batterieroehren-Superhet/Batterieroehren_UKW-Superhet.htm
von Jogis Röhrenbude gewagt, konkret die Variante von Ernst Rößler.
Als erstes wollte ich den Oszillator in Betrieb nehmen, bekomme ihn aber 
nicht zum schwingen.
Die Heizspannung liegt an, Röhre glüht. Die Anodenspannung liegt bei 
70V. Bei 82,5V Eingangsspannung komme ich also auf ca. 6mA Anodenstrom 
(2x1k in Reihe).
Auf was muss ich noch achten?
Ernst Rößler ist ja so weit ich weiß, bereits verstorben.
Das Forum ist abgeschaltet, auch die Kopie der alten Forumbeiträge.
Wäre gut, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Gruß Matthias

von abc123 (Gast)


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Diese Seite habe ich mir gestern Abend auch zufällig angesehen.
Ich hatte evtl. auch vor dieses Eingangsteil mal nachzubauen.

Wie hast du getestet ob da was schwingt?

Viele Grüße
Sven

von Openbsd (Gast)


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Dann zeige uns bitte hier den Schaltplan wenn du Hilfe möchtest.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

anbei der Schaltplan des Eingangsteils. Gemessen habe ich nach dem 56pF 
mit dem Oszilloskop.

Gruß Matthias

von Openbsd (Gast)


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Die Frequenz des Oszillators kannst Du berechnen?

Dann rechne mal bitte vor.

von abc123 (Gast)


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Am einfachsten mal mit einem HF Tastkopf messen (zur Not aus 2 Dioden 
und 3 Kondensatoren schnell zusammenlöten).
Kann dein Oszi min. 120Mhz?

von Openbsd (Gast)


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Das wäre mein nächster Tip gewesen. Womit misst Du konkret?

von Openbsd (Gast)


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Das wäre mein nächster Tip gewesen. Womit misst Du konkret?

Noch ein heißer Tip von mir:

Ein Oszillator schwingt nie!
Eine Verstaerkerschaltung dagegen immer!

von Matthias (Gast)


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Hallo,

Oszi hat nur nur 100MHz Analogbandbreite aber 1Gsp Abtastrate.
Die geringere Bandbreite sollte also nur zu einem kleineren Signal 
führen.
Es sollten ja auch keine hochgenauen Messungen gemacht werden, sondern 
erst mal nur abgeschätzt werden ob das Ding schwingt.

Gruß Matthias

von Openbsd (Gast)


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Bitte beantworte meine Fragen! Und zwar genauestens!

von Openbsd (Gast)


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Keine Antwort <---> Keine Antwort mehr!

von karadur (Gast)


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Was ich nicht finde in der Beschreibung: Durchmesser der Spule und 
Kernmaterial.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

aufgrund der geringen Steilheit der Batterieröhren, kann eventuell die 
Verstärkung zu gering sein, um die Schwingbedingung zu erreichen.

Du kannst den Arbeitspunkt variieren, um eine steilere Stelle zu treffen 
oder es muß die Mitkopplung gesteigert werden.

MfG

von abc123 (Gast)


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Wenn ich mir das Bild aus dem Link ansehe würde ich sagen 6mm 
Durchmesser mit Alu Kern.

von oszi40 (Gast)


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Matthias schrieb:
> Betrieb nehmen, bekomme ihn aber nicht zum schwingen.

Anfang und Ende der Spule vertauscht? Kopplung? Foto?
Schon ein verbogener Draht hat bei der Frequenz größere Auswirkungen.

von Matthias (Gast)


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at Karadur

Die Beschreibung der Spulen ist über den ganzen Artikel verstreut.
Auf Deinen Hinweis hin habe ich noch mal gesucht und festgestellt, dass 
ich Spulenkörper und Kern von der Schaltung mit selbstschwingender 
Mischstufe übernommen habe. Da war es ein Kt417 mit Kern F100b. Da ich 
für den Kt417 keine passenden Kerne finden konnte, bin ich auf Kt317 
ausgewichen. Der ist im Durchmesser 1mm kleiner. Ich dachte, dass man 
die fehlende Induktivität mit dem Kern ausgleichen könnte.

Gruß Matthias

von Nautilus (Gast)


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Das Schwingen eines Oszillators lässt sich über die Stromaufnahme des 
Oszillatorelementes feststellen. Die eine Seite von R15 auftrennen und 
ein Strommessgerät, am besten mit Zeiger (oder Barograph) einschalten. 
Wird die Oszillatorspule kurzgeschlossen ändert sich die Stromaufnahme.
Die Methode mit Oszi ist wegen der Eingangskapazität des Tastkopfes 
nicht so günstig, da mann nicht weiß, ob die Schwingungen dadurch 
aussetzen.
Zum Nachweis des Oszillatorsignals kann man auch einen Taschenradio 
einsetzen.
Der Oszillator schwingt in der Regel mit über der Empfangsfrequenz. 
Testobjekt auf 88 Mhz einstellen. Mit dem Testempfänger sollte dann bei 
98, 7 Mhz ein Signal nachweisbar sein.

von Matthias (Gast)


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at Nautilus
Werde ich ausprobieren, komme aber erst wieder morgen dazu.
Danke.

von ~Mercedes~ (Gast)


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Geil, UKW mit Batterieröhren,
ich liebe dieses Board! ;---O


mfg

von abc123 (Gast)


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Habe den Oszillator mal auf ein Steckbrett geschmissen, schwingt auf 
jeden Fall, habe etwa 4V mit dem HF Tastkopf gemessen.
Ich könnte wetten, bau ich das Ding sauber auf eine Platine schwingt da 
nix mehr.

von Günter Lenz (Gast)


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HF-Tastkopf bauen, siehe hier:

http://www.oe2tzl-atv.at/Eigenbau/Tastkopf/tastkopf.html

Dieses Beispiel ist Symetrisch, ich habe mir einen
unsymetrischen gebaut (Greinacher-Schaltung), und
messe die Gleichspannung dann mit einem Oszillografen.

Greinacher-Schaltung siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler

Trafo weglassen, C1 1pF, C2 10nF.

Matthias schrieb:
>Ich dachte, dass man
>die fehlende Induktivität mit dem Kern ausgleichen könnte.

Ferritkern geht bei so hohen Frequenzen nicht mehr,
Zum Abgleich benutzt man dann einen Massekern,
beim reindrehen wird die Induktivität dann kleiner
und die Frequenz höher.

von karadur (Gast)


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Könnte sein das die Frequenz durch die dünnere Spule zu hoch ist und du 
sie dann nicht mehr auf dem Scope siehst.

Ich würde mal den oben erwähnten HF-Tastkopf bauen und testen.

von Matthias (Gast)


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at von abc123
Könntest Du mir das mit sauberen Platine erklären?
Das passende Layout habe ich auch aus dem Artikel. Beim mechanischen 
Aufbau hatte ich mich an die Fotos gehalten.

Gruß Matthias

von Matthias (Gast)


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Hallo,

es kann sein, dass ich bezüglich UKW-Technik etwas naiv bin.
Aber aber auf dem Bild ist eindeutig ein Kern zu sehen und bei der 
Antennenankoppelspulle sieht man sogar die Kernfarbe passend zu einem 
F100b.

Gruß Matthias

von abc123 (Gast)


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War eher als Scherz gedacht, war bei mir aber schon des öfteren so das 
fliegende aufbauten funktionierten und nach einem sauberen Aufbau nicht 
mehr wollten. Gerade bei HF nichts aussergewöhnliches.
Probiere es morgen mal mit einem HF Tastkopf, mit einem Oszi hatte ich 
bei UKW bisher auch noch keinen Erfolg, meins geht auch bloß bis 100 
Mhz.

Beitrag #6097625 wurde von einem Moderator gelöscht.
von abc123 (Gast)


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Wo hast du die Spulenkörper und den Kern gekauft?
Gibt es irgendwo Datenblätter dafür?
Kann mich an keinen UKW Tuner erinnern wo im Oszillator Ferrit 
eingesetzt wurde, muß aber nichts heissen.

von Matthias (Gast)


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at abc123
Die Spulenkörper Kt317 habe ich bei ebay geschossen.
Die Kerne gabs bei Amidon.
Die Datenblätter für die Kerne gibts von Neosid, kenne aber die Seite 
nicht auswendig, einfach mal nach F100b gugeln.

Gruß Matthias

von Matthias (Gast)


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Hallo,

mir kam jetzt noch eine Idee, ohne HF-Tastkopf auszukommen.
Ich könnte die Mischröhre als Puffer verwenden.
Wenn ich den 68pF einseitig ablöte sollte aus der Mischstufe das 
gepufferte Oszillatorsignal rauskommen. Das Ausgangsbandfilter ist ja 
noch nicht eingelötet.

Gruß Matthias

von karadur (Gast)


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Die Induktivität ist proportional zur Fläche.

Bei deinen Spulenkörpern mit 3,1mm statt 4,1mm ein Faktor von 1,75.

L4 passt dann mit 3,25 Wdg besser.

von michael_ (Gast)


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Kauf dir bei Pollin den Transistortuner von RFT.

Die Spulen haben da etwa schon die richtige Dimension.
Sind mit Alu-Kern.

Nautilus schrieb:
> Der Oszillator schwingt in der Regel mit über der Empfangsfrequenz.
> Testobjekt auf 88 Mhz einstellen. Mit dem Testempfänger sollte dann bei
> 98, 7 Mhz ein Signal nachweisbar sein.

Damit kann man gut die Induktivität am unteren Bandanfang einstellen.
Später dann das obere Ende mit einem Parallelkondensator.

von abc123 (Gast)


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Ich habe mir mal das Datenblatt vom Kern bei Neosid angesehen, sieht 
soweit gut aus, der Kern hat bei 100Mhz seine höchste Güte und geht bis 
300Mhz, sollte also passen.

Was hast du sonst noch in deinem Messgerätepark? Messsender, Dipmeter, 
Frequenzzähler?

von oszi40 (Gast)


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Nicht immer gewinnt der, der die teuersten Messgeräte hat. Ein einfaches 
UKW-Radio daneben, könnte schon ein erstes Testergebnis liefern wie oben 
beschrieben. Steigern kann man sich immer.

von Matthias (Gast)


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So! Eine schlaflose Nacht gehabt, die mir eine Idee brachte:
Probiers mal mit ner Fangspule.
200MHz R&S mit Fangspule -> es funktioniert!
Der Oszillator schwingt ca. 20MHz höher.
Das läßt sich mit einer Windung mehr auf der Oszillatorspule 
ausgleichen.
Für den Abgleich werde ich mir wohl bei der Bucht ein FM-Frequenzmodul 
schießen.
Vielen Dank an alle!

Gruß Matthias

P.S. Falls Interesse besteht, könnte ich Updatres zur Inbetriebnahme 
posten.

von abc123 (Gast)


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Auf dieser Seite findest du einen ZF Prüfgenerator, anstatt des 455khz 
ein 10,7 Mhz Piezofilter rein und schon kannst du die ZF abgleichen.
http://www.jogis-roehrenbude.de/UKW-Projekt/Mischteil/Mischteil.htm

Was ist ein FM-Frequenzmodul?

Ich hätte auf jeden Fall Interesse an Updates, ob ich diese Schaltung 
mal nachbaue weiß ich noch nicht, habe nicht so viele Batterieröhren 
rumliegen, mein E-Röhren Vorrat sieht deutlich besser aus.

Viele Grüße
Sven

von Bernd (Gast)


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Möglicherweise reicht es schon, die Windungen auf der Oszillatorspule 
zusammen zu schieben, das erhöht die Induktivität.

Bernd

von Matthias (Gast)


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at  abc123

ich meinte eine digitale Frequenzanzeige aus der Zeit als noch analog 
abgestimmt wurde aber bereits eine Frequenzanzeige verbaut war, also 
auch induktiv über die Oszillatorspule.

von abc123 (Gast)


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ahhh... ,damit kann ich was anfangen

von Aha (Gast)


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Ich stelle also fest, dein Ursprungsposting war glatt gelogen!

von Matthias (Gast)


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at Aha -> Sorry, tut mir leid. Wer viel misst, misst viel Mist.

at abc123
Die Schaltung kenne ich. Ich habe aber jetzt einen Colpitts Oszillator 
mit Quarz zusammengespaxt.
Kann aber erst morgen testen, da ich das Oszi zurükgebracht habe.

at Bernd
Ich will erst mal eine digitale Frequenzanzeige anbringen und dann 
schauen, wie weit ich den Oszillator noch ziehen kann. Dann entscheide 
ich, ob zusammenschieben reicht oder doch noch eine halbe oder ganze 
Windung her muss.
Ich bin mir bewusst, daß ich diese Anpassung analog auch beim 
Eingangskreis machen muss.

Danke nochmals für die vielen hilfreichen Posts

Gruß Matthias

von Matthias (Gast)


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Hallo,

der Oszillatorabgleich war dann doch etwas tricky.
Zunächst habe ich festgestellt, dass am unteren Bandende die 
Schwingungen aussetzen. Die Rückkoppelspule musste ich ganz dicht an die 
Schwingkreisspule schieben, damit es klappt.
Das untere Bandende konnte ich dann einstellen, jedoch war das obere 
Bandende zu hoch. Also musste ich doch den Trimmer einlöten, den der 
Autor vorgesehen hatte aber nicht brauchte.
Nach der Änderung war die Sache noch instabiler. Ich habe die Spule dann 
neu gemacht und beiden Teilspulen eine Windung mehr gegönnt. Außerdem 
habe ich den Spulenkörper gedreht, so dass der Kern zuerst in die 
Rückkoppelspule eintaucht. Damit war die Sache dann endlich mechanisch 
und elektrisch stabil.

Jetzt kämpfe ich mit dem ZF-Verstärker. Ich speise das Signal an der 
Anode der Mischröhre, nicht gesteckt, ein.
Das Signal passiert den ZF-Verstärker, wird aber nicht wirklich 
verstärkt und  am Ratiokreis bekomme ich keine Spannung.
Bin jetzt wirklich ratlos.

Gruß Matthias

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> Das Signal passiert den ZF-Verstärker, wird aber nicht wirklich
> verstärkt und  am Ratiokreis bekomme ich keine Spannung.

Vielleicht stimmt die Frequenz nicht. Am einfachsten holst du dir die 
10,7 aus einem anderen, funktionierenden Radio.

Wenn dann noch nichts kommt, Gleichspannungen im ZF-Verstärker 
überprüfen, und die Resonanzkreise mit dem Dipper.

Auch ist evtl. eine der Dioden oder der Elko im Ratiodetektor defekt und 
dämpft den Sekundärkreis.

P.S.:
>Matthias schrieb:
> Ich speise das Signal an der
> Anode der Mischröhre, nicht gesteckt, ein.

Wie machst du das, und warum lässt du die Röhre nicht drin und kommst 
über deren Gitter?
Wenn du den Schwingkreios des Filters mit deiner Ankopplung zu sehr 
bedämpfst oder verstimmst, ist dort schon Schluss.

: Bearbeitet durch User
von Hp M. (nachtmix)


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Günter Lenz schrieb:
> Ferritkern geht bei so hohen Frequenzen nicht mehr,
> Zum Abgleich benutzt man dann einen Massekern,

Natürlich gibt es Ferrite für VHF und sie wurden auch benutzt.
Allerdings wirken die hochpermeablen Mn-Zn-Ferrite bei solchen 
Frequenzen vorwiegend dämpfend, während die für VHF geeigneten 
Ni-Zn-Ferrite nur Permebilitäten um vlt. 30 haben.

In der Anfangszeit der SAT-Technik wurden sogar  Ferrite für die 11GHz 
im Eingang des LNB als Faraday-Rotator verwendet um die H/V-Umschaltung 
der Polarisationsebene zu machen.
Man konnte sich so einen der damals noch sehr, sehr teuren 
Eingangstransistoren sparen.

Aluminiumkerne, die durch die Feldverdrängung natürlich 
induktivitätsverringernd wirken, hat man m.W. nur Anfangs der 50er Jahre 
für die Frequenzen um 200MHz in den Tunern des damals neuen Fernsehens 
benutzt.

: Bearbeitet durch User
von Matthias (Gast)


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Hallo,

nach etwas rumprobieren habe ich festgestellt, dass auf der negativen 
Seite des Ratiokreises eine Spannung messbar war.
Damit konnte ich jetzt einen Abgleih bis auf -2,68V hinbringen.
Die positive Seite bleibt konsequent Null.
Mit besserem Abgleich wird der ZF-Verstärker nun auch seinem Namen 
gerecht :)
Aber was ist mit der positiven Seite?
Ich habe die Bestückung und vor allem die Dioden kontrolliert.
Oder ist das normal, da der Autor die Richtung der Dioden umgedreht hat, 
um die Spannung für die Abstimmröhre abzugreifen?

@nachtmix:
ja klingt komisch, aber ich meinte am Röhrensockel den Anodenanschluß.
Die Idee mit dem Gitter der Mischröhre ist natürlich auch genial, werde 
ich probieren.

Gruß Matthias

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> Aber was ist mit der positiven Seite?

Da wirst du uns wohl mal den genauen Schaltplan des von dir 
gefertigten  Ratiodetektors zeigen müssen. Am besten auch ein Foto der 
Spulenanordnung.

Prinzipiell hat das Ding zwei Sekundärspulen:
Eine ist ein streng symmetrisch aufgebauter mittelangezapfter 
Schwingkreis hoher Güte (viele Windungen, bifilar gewickelt), der lose 
mit dem  Primärkreis gekoppelt ist, und die andere Wicklung hat nur 
wenige Windungen, ist aber fest mit dem Primärkreis gekoppelt. Die von 
ihr erzeugte Spannung wird der Mittelanzapfung des Schwingkreises 
zugeführt.
 Die Dioden liegen an den beiden Enden des Schwingkreises und sind so 
gepolt, dass die eine Diode eine negative Gleichspannung und die andere 
eine positive Gleichspannung erzeugt.

Mit dieser Gleichspannung wird, unabhängig von der Modulation, der Elko 
des Ratiodetekors aufgeladen. Bei Röhrengeräten kann dadurch der Elko 
auf einige zehn Volt aufgeladen werden!

Solange keine Modulation anliegt und die Schwingkreise richtig 
abgeglichen sind, sollten die von den Dioden erzeugten Spannungen 
symmetrisch sein, die Mittelanzapfung der Gleichrichterschaltung also 
auf 0V liegen.

Durch Frequenzabweichung bzw. Modulation wird die Symmetrie der 
Schaltung gestört und dadurch erscheint am Mittelpunkt der 
Gleichrichterschaltung eine positive oder negative Gleichspannung. 
Dieses ist die Ausgangsspannung des Demodulators, und sie ist sehr viel 
geringer, als die Spannung, die am Elko zu finden ist.





Im übrigen solltest du mit dem Scope nicht an den HF-führenden Stellen 
der Schaltung herummachen. Das führt zu nichts, denn  die Schwingkreise 
werden dadurch viel zu sehr verstimmt.

P.S.:
> Die positive Seite bleibt konsequent Null.
Schaltungsfehler oder defekte Diode.

Anders asl ich es oben beschrieb ist bei der verlinkten Schaltung der 
Mittelpunkt des Gleichrichters allerdings an Masse gelegt (R17,R18) und 
die NF kommt am Fußpunkt der kurzen Sekundärwicklung heraus. Ist 
weitgehend Geschmackssache.

: Bearbeitet durch User
von Matthias (Gast)


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Hallo,

danke für die ausführliche Erklärung. Die Details waren mir nicht klar.
Allerdings hatte ich schon das Gefühl, dass die Spannungen symmetrisch 
sein sollten, da die Schaltung ja auch symmetrisch ist.

anbei die Schaltung und der Bestückungsplan.
Das Layout unterscheidet sich leider vom Schaltplan.
Die Dioden sind gedreht, demzufolge auch der Elko. Der Abgriff für die 
Abstimmanzeige liegt an P2.
Das Ratiofilter ist von Rein..r und die dort gezeigte Anschlussbelegung 
passt zum Layout.
Die Dioden habe ich zigmal überprüft und kommen frisch aus der 
Verpackung.
Es sind allerdings keine Germanium sondern 1N4148, sollte aber hier 
keine Rolle spielen.
Aber wenn die positive Seite tot ist, bleibt ja fast nur die Diode 
übrig.
Ich werde sie mal tauschen.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

so Diode getauscht und Heureka. Ratiodetektor funktioniert!
ZF-Verstärker abgeglichen, Maximum und Nullpunkt.

Aber dann die Ernüchterung - kein Empfang.
Ich hab es auch mit meinem Dipper als Prüfgenerator getestet.
Auf dem NF-Ausgangs des ZF-Verstärkers habe ich Artefakte vom 
Oszillator.

Es sieht so aus, als wenn die HF-Vorstufe nicht tut.
Da gibt es auch Verwirrung. Laut Schaltplan geht der 68p auf die Anode 
der Eingangsröhre, laut Bestückungsplan (gestrichelte Linie) und Foto 
(weißer Draht) auf den Dreko.

Ich hab sogar auch weißen Draht genommen :)

von Openbsd (Gast)


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Es wurde jetzt oft genug gesagt. Keine Antwort <--> keine Antwort.
Du erwartest hier professionellen Support für lau und haltst dich 
bedeckt  . Ohne mich.

von Matthias (Gast)


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@openbsd
Welche Frage habe ich nicht beantwortet?

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> Die Dioden sind gedreht, demzufolge auch der Elko. Der Abgriff für die
> Abstimmanzeige liegt an P2.

Da hat sich wohl jemand nicht entscheiden können.
Bei der DM70 hat der Leuchtstrich bei Ug=0V seine maximale Länge von 
11mm und bei Ug=-7V verschwindet er (bei Ua=60V).
Gewöhnlich wird man ja für für maximale Feldstärke einen möglichst 
langen Leuchtstrich auf der DM70 erwarten, aber da bei dem Batterieradio 
ohne Signal keine negative Spannung zur Verfügung steht, muss man es 
wohl andersrum handhaben.

Matthias schrieb:
> Es sind allerdings keine Germanium sondern 1N4148, sollte aber hier
> keine Rolle spielen.

Das sagt sich so leicht.
Man verwendete oftmals sehr schnelle Ge-Spitzendioden mit sehr geringen 
Kapazitäten, die sich für solche Anwendungen besser eigneten als die 
billigen Si-Universaldioden. Es wird nicht verkehrt sein, wenn du die 
Dioden verwendest, die der Hersteller des Ratiofilters vorschlägt.

Matthias schrieb:
> Es sieht so aus, als wenn die HF-Vorstufe nicht tut.

Möglich.
Oder der Oszillator schwingt nicht oder auf einer völlig falschen 
Frequenz.
Das überprüft man mit dem Dipper, nicht mit einem Frequenzzähler oder 
Scope!

Manchmal soll es auch helfen eine Antenne an den Tuner anzuschliessen 
;-)

von karadur (Gast)


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Du kannst die Antenne auch an C24 einkoppeln und V1 entfernen.

Bei einem starken Sender sollte da was zu empfangen sein.

von Matthias (Gast)


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@karadur
Geniale Idee.
Werde ich gleich ausprobieren.
Danke

von Matthias (Gast)


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Also die Antennenidee hat leider nicht funktioniert.

Dann muss es wohl doch der Mischer sein.

Als Verstärker hat er funktioniert. Auf Vorschlag von nachtmix hatte ich 
nach dem Diodentausch das ZF-Prüfsignal am Gitter eingespeist.
Das hat funktioniert.

Wieder mal ratlos.

von karadur (Gast)


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Hast du evtl. ein altes Motherboard mit einem 33MHz Oszillator?

Der macht auch bei 99MHz genug Pegel für die Eingangsstufe und den 
Mischer.

Wenn dein Dipper selektiv Pegel messen kann, kannst du so den Mischer 
testen.

von Matthias (Gast)


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Hallo Karadur,

mein Dipper kann keine Pegel messen, bzw. weiß ich nicht wie man es 
anstellen sollte.
Ist ein RM II und die Beschreibung ist spärlicher als ein Flyer für ein 
Steuergerät aus meiner Firma.

von B e r n d W. (smiley46)


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Falls die Röhre verstärkt, kann sie auch mischen.

Allerdings sollte am Schirmgitter max. 30-40 Volt DC anliegen und die 
Oszillatorspannung muss relativ hoch sein, so ~15Volt effektiv. Liegen 
am Schirmgitter 60-70V DC an, dann ändert sich die Verstärkung durch das 
Oszillatorsignal kaum und die Mischsteilheit ist niedrig.

Alternativ könnte das Schirmgitter mit einem C nach GND abgeblockt, R17 
auf 4,7k geändert und die Oszillatorspannung am Bremsgitter eingespeist 
werden. Vom Bremsgitter nach GND wird ähnlich wie am g1 ein Widerstand 
mit ca. 100k benötigt. Als Oszillatorspannung reichen dann 3-4 Volt 
effektiv.

von Matthias (Gast)


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P.S.
Ich kann den Dipper auch als Prüfgenerator schalten. Jetzt dachte ich 
dass die Einkopplung nur induktiv über die Steckspule möglich ist. In 
der Beschreibung wird ein kurzer Draht erwähnt. Ich weiß aber nicht, wie 
das Signal in den Draht kommen sollte, als das Gerät zu öffnen und den 
Draht an den Oszillator anzulöten???

von karadur (Gast)


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von Matthias (Gast)


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Hallo Bernd,

wie kann ich rausfinden, wie groß das Oszillatorsignal ist?
Direkt messen kann ich ja nicht, da der Tastkopf das Signal zu sehr 
bedämpft.
Die einzige Möglichkeit die ich bisher genutzt habe, um das Signal zu 
berurteilen, oder um zu sehen, ob die Schwingungen aussetzen, war eine 
Fangspule in der Nähe der Oszillatorröhre.

von karadur (Gast)


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Stichwort Lecherleitung.  z.B. 1 Wdg um die Dipperspule und die Leitung 
an den Empfänger mit 1 Wdg um den Eingangskreis.

von michael_ (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Matthias schrieb:
>> Es sind allerdings keine Germanium sondern 1N4148, sollte aber hier
>> keine Rolle spielen.
>
> Das sagt sich so leicht.
> Man verwendete oftmals sehr schnelle Ge-Spitzendioden mit sehr geringen
> Kapazitäten, die sich für solche Anwendungen besser eigneten als die
> billigen Si-Universaldioden. Es wird nicht verkehrt sein, wenn du die
> Dioden verwendest, die der Hersteller des Ratiofilters vorschlägt.

Mit niedriger Schwellspannung und paarig ausgemessen.

Matthias schrieb:
> Angehängte Dateien:
>             Baubeschreibung-18.gif

Wie kommst du bei R31 auf 100K ?
Ändere den mal auf 100Ohm.

von Matthias (Gast)


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Hallo Karadur,

dann werde ich morgen das mal so probieren.
Ich hatte naiverweise bisher nur versucht die Steckspule an die 
Antennenkoppelspule zu halten.

von Matthias (Gast)


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Hallo Michael,

R31 sollte Teil vom Deemphasistiefpass sein. Ich habs nicht 
nachgerechnet, sondern dem Autor vertraut.

von michael_ (Gast)


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Warum hast du nicht mal nach Vergleichsschaltungen recherschiert?
Da sind Werte von 56 - 150Ohm angegeben.

Matthias schrieb:
> Das Ratiofilter ist von Rein..r und die dort gezeigte Anschlussbelegung
> passt zum Layout.

Du kannst ruhig den Namen angeben. Kennt jeder Insider.
Hast du denn die ZF bzw. Bandfilter abgeglichen?
Das ist nicht trivial und benötigt Erfahrung und Messmittel.

Ich war damals froh, vorabgeglichene Bandfilter einsetzen zu können.

Ich denke, das ist zu hoch für dich.

von Matthias (Gast)


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Hallo Michael,

was legt den Schluss nahe, dass der Abgleich eines ZF-Verstärkers zu 
hoch für mich ist?

von Matthias (Gast)


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Hallo Michael,

ausserdem hätten mir vorabgeglichene Filter nicht viel genützt, da 6 
selbergewickelt sind.
Der Abgleich ist wie oben geschrieben erfolgt, statisch nicht wobbeln.

von michael_ (Gast)


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Ist zu hoch für dich.
Ich kenne deinen Abgleich "wie oben" nicht.
Auf Max. kommt sicher am Ende etwas raus.

Aber die Durchlasskurve sollte oben eine Rampe bilden.
Das geht nur mit Wobbeln.

So 1970 habe ich ein Kofferadio mit einem vorgfertigten ZF-Verstärker 
gebaut.
Und tunlichst nicht an den Bandfiltern gedreht.
Nur den Ratidetektor auf minimales Rauschen eingestellt.

Matthias schrieb:
> was legt den Schluss nahe, dass der Abgleich eines ZF-Verstärkers zu
> hoch für mich ist?

Ja!

von G. O. (aminox86)


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Matthias schrieb:
> mein Dipper kann keine Pegel messen, bzw. weiß ich nicht wie man es
> anstellen sollte.
> Ist ein RM II und die Beschreibung ist spärlicher als ein Flyer für ein
> Steuergerät aus meiner Firma.

Mich würde ´mal interessieren, was dieses ominöse RM II für ein Teil 
ist. Ist es ein Dipper, so wie sie früher verbreitet waren, zB mit 
Steckspulen?
Foto und/oder Beschreibung wären nicht schlecht.

Im übrigen hab' ich mir die Schaltpläne des Radios 'mal angesehen. Zwei 
Dinge sind mir aufgefallen: a)Es sind ungewöhnlich viele Drosseln 
verbaut (könnte zu Problemen führen) und b)keine Röhre(im HF- und 
ZF-Teil) ist mit Kathodenwiderständen versehen. Ohne Signal ist ihre 
Gitterspannung daher 0 (null) Volt und ihr Arbeitspunkt befindet sich am 
"oberen Anschlag".
Mich würde deshalb interessieren, wie du festgestellt hast, dass der 
ZF-Verstärker (den HF-Verstärker lasse ich 'mal beiseite) korrekt 
abgeglichen ist und welche Methode du angewendet hast. Foto des 
Messaufbaus, noch besser natürlich ein Video, wäre gut.

von Matthias (Gast)


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Hallo Michael,

was mache ich eigentlich falsch? Openbsd hat auch schon Spitzen 
abgelassen.
Gut 1970 bin ich geboren und habe gewiss noch keine Kofferradios gebaut.
Beruflich habe ich nur mit Digitaltechnik zu tun.
Wenn ich immer nur das gemacht hätte was ich kann, wäre es 
wahrscheinlich beim Schluckreflex geblieben.

von Matthias (Gast)


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Hallo Aminox86,

Kathodenwiderstände geht nicht, da direkt geheizt. So weit ich weiß wird 
die Gitterspannung durch den parasitären Gitterstrom über den 
Gitterableitwiderstand eingestellt.
Den Abgleich habe ich nach angehängtem pdf gemacht.
Wie karadur schon geschrieben hat:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Resonanzmesser

von michael_ (Gast)


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G. O. schrieb:
> b)keine Röhre(im HF- und
> ZF-Teil) ist mit Kathodenwiderständen versehen. Ohne Signal ist ihre
> Gitterspannung daher 0 (null) Volt und ihr Arbeitspunkt befindet sich am
> "oberen Anschlag".

Die konkreten Werte habe ich mir nicht angesehen.
Du solltest die Werte dir mal anschauen.
Die russischen Bleistiftröhren haben oft bei 0V ihren Arbeitspunkt.

Matthias schrieb:
> Gut 1970 bin ich geboren und habe gewiss noch keine Kofferradios gebaut.
> Beruflich habe ich nur mit Digitaltechnik zu tun.

Einen ZF/FM-Verstärker mit Bandfilter abzugleichen ist eine Wissenschaft 
für sich.
Du bist damit überfordewrt.
Ich habe da die Finger von gelassen, da ich damals die Messtechnik nicht 
hatte.

Röhrenschaltungen sehen einfach aus, haben aber in sich.

von michael_ (Gast)


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Matthias schrieb:
> Den Abgleich habe ich nach angehängtem pdf gemacht.

Ohne Seite 8 wird es nichts.

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> mein Dipper kann keine Pegel messen, bzw. weiß ich nicht wie man es
> anstellen sollte

Gewöhnlich sind die Dipper umschaltbar. Entweder als Oszillator oder als 
selektiver Detektor, wobei der Verstärker verwendet wird um die geringe 
Richtspannung der Diode auf das Instrument zu geben.
Manche Dipper können ihren Oszillator auch mit einem Ton modulieren.
Das erleichtert die Signalverfolgung in Empfängern.
Evtl musst du dir vorab einen einfachen Transistoroszillator bauen, um 
ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man mit dem Dipper umgeht.
Schaltungen für derartige Prüfoszillatoren und Minispione gibt es zu 
hunderten im Netz. Mehr als 1 Euro brauchen die 5 Teile nicht zu kosten.

Als nächstes solltest du dann den Dipper als Oszillator verwenden und 
suchen bei welcher Frequenz du die Resonanzdips von Vorkreis und 
Oszillator findest.
Dein Empfänger braucht dabei nicht bestromt zu werden und den Drehko 
würde ich dabei etwa zur Hälfte raus drehen.

Je loser du den Dipper ankoppelst, umso genauer wird die 
Frequenzbestimmung. Also anfangs ruhig nah an die zu prüfenden Spulen 
rangehen, und wenn du beim Durchdrehen so etwas wie eine Resonanz 
findest, den Abstand vergrössern, bis du die Resonanz gerade noch 
findest.
Deine Spulen scheinen mir zu wenig Induktivität zu haben (grosse Länge 
und geringer Durchmesser), und so kann es sein, dass die 
Resonanzfrequenzen irgendwo zwischen 100 und 200MHz liegen.
Das müsstest du dann als erstes korrigieren, z.B auf 95MHz für den 
Vorkreis und 106MHz für den Oszillator.
Es sollte nicht nötig sein den Ferritkern ganz hinein oder ganz 
herauszudrehen, weil das bedeutet, dass die Spule so stark von den 
Sollwerten abweicht, dass kein Abgleich möglich ist.
Vorsicht beim Drehen der Ferritkerne!
Das Material ist sehr spröde, und wenn etwas davon abbricht, und die 
Krümel sich im Gewinde festsetzen, hast du ein Problem.

Danach kannst du deinen Empfänger in Betrieb setzen und mit dem Dipper 
nachschauen, ob der Oszillator schwingt. Das sollte in einigen 
Zentimetern Abstand von der Oszillatorspule noch gut nachweisbar sein.

Sobald das der Fall ist und du etwas empfängst, kannst du den Abgleich 
verbessern. Die ZF-Filter solltest du dabei einstweilen in Ruhe lassen 
und dich darauf konzentrieren, dass der Oszillator den benötigten 
Frequenzbereich überstreicht. Danach kannst du dem Vorkreis Gleichlauf, 
aber 10,7MHz tiefer, beibringen.
Dass man zum Abgleich kein magnetisches Werkzeug verwendet, versteht 
sich wohl von selbst. Ein winziges Messingblech, das man in einen 
Kunststoffstab einschmilzt oder einklebt, ist aber meist noch 
akzeptabel.

: Bearbeitet durch User
von Matthias (Gast)


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Hallo Hp,

der Oszillator ist bereits abgeglichen. Mein berührungsloser 
China-Frequenzmesser zeigt den Bereich an. Zur Kontrolle hatte ich immer 
mit Oszi und Fangspule gearbeitet.

Der Vorkreis ist noch das Problem. Mit dem Dipper kam ich auf Werte um 
die 200Mhz. Da hab ich aber dem Gerät oder auch mir nicht getraut.
Also dachte ich, dass ich den Vorkreis nach dem Abgleich des 
ZF-Verstärkers auf Maximales Signal abgleiche.
Ich sollte das jetzt aber noch mal konsequent angehen.

Spielt es dabei eine Rolle, wie weit der Dreko weg ist? 4cm sind es 
bestimmt.

Wie stark ist dabei der Einfluss der Oszillatorspule? Auch wenn ein 
kleines Schirmblech dazwischen ist, denke ich, dass eine Beeinflussung 
stattfinden könnte.

Ist ein Abgleichbesteck von Reichelt passabel?
Bisher hatte ich mit einem zurechtgefeilten Schaschlikspieß aus Holz 
gearbeitet, ist aber nicht sehr dauerhaft.
Für die ZF-Filter gibt es eh kein Standardwerkzeug. Reinhöfer hat das 
passendes im Angebot. Ich habe mir das Werkzeug aber aus einem Hahnküken 
aus Messing zurechtgefeilt.

von G. O. (aminox86)


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Matthias schrieb:
> Kathodenwiderstände geht nicht, da direkt geheizt. So weit ich weiß wird
> die Gitterspannung durch den parasitären Gitterstrom über den
> Gitterableitwiderstand eingestellt.

michael_ schrieb:
> Die russischen Bleistiftröhren haben oft bei 0V ihren Arbeitspunkt.

Ok, sei's 'drum.

Matthias schrieb:
> der Oszillator ist bereits abgeglichen. Mein berührungsloser
> China-Frequenzmesser zeigt den Bereich an. Zur Kontrolle hatte ich immer
> mit Oszi und Fangspule gearbeitet.
>
> Der Vorkreis ist noch das Problem. Mit dem Dipper kam ich auf Werte um
> die 200Mhz. Da hab ich aber dem Gerät oder auch mir nicht getraut.
> Also dachte ich, dass ich den Vorkreis nach dem Abgleich des
> ZF-Verstärkers auf Maximales Signal abgleiche.
> Ich sollte das jetzt aber noch mal konsequent angehen.

Vergiss den Vorkreis. Wenn der Oszillator korrekt arbeitet und der 
ZF-Verstärker entsprechend abgeglichen ist kannst du die Vorstufenröhre 
entfernen und den Kondensator C24 einseitig von der Spule L3 ablöten und 
das freie Kondensatorbein mit einem Kabel (Startlänge 1m, ggf an Heizung 
oä anklemmen) verbinden. Beim Durchdrehen sollten dann (stärkere) 
Stationen oder zumindest ein Frequenzgemisch zu empfangen sein. Erst 
wenn dieser Test funktioniert ist es meiner Meinung nach sinnvoll, sich 
mit der HF-Vorstufe zu beschäftigen.

von abc123 (Gast)


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Warum hast du blaue Kerne in deiner ZF, die sind soweit ich weiß für TV 
ZF also 5,5 bzw 6,5Mhz.
Da sollten orange rein, die sind für FM.

von Matthias (Gast)


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Hallo abc123,

ich hab auf Empfehlung von Thomas Moppert als Ausgangsbasis das Fi3702A 
genommen.
Im angehängten Foto sind sie auch beim Autor blau.

von abc123 (Gast)


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Bei Ernst Rößler, sprich was du aufgebaut hast aber nicht.
Da könnte es durchaus zu anderen Windungszahlen mit blauen Kernen kommen

von Matthias (Gast)


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Hallo abc123,

das stimmt schon. Allerdings dachte ich, dass er nur seine Änderungen 
beschrieben hat, wie z.B. Tuner, Dimensionierung Ratiodetektor für 
Abstimmanzeige.
Das Layout und die Bestückungsfotos zeigen das gleiche Design:
Anzapfung, kapazitive Kopplung und 150k Bedämpfung.
Jetzt bleibt noch Dein Argument mit der Windungszahl.
Am einfachsten wäre es aber dann die Kerne zu tauschen.

von abc123 (Gast)


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Da ich auch gerade ein Radio mit diesen Filtern baue, habe ich es gerade 
mal ausprobiert.
Während die orangenen mit der Oberkante des Filters abschließen muß ich 
die blauen etwa 2 Umdrehungen oben raus gucken lassen. Von der 
Lautstärke konnte ich auf die schnelle keinen unterschied feststellen. 
Wenn also die blauen bei dir schon sehr weit rausgedreht sind, könnte es 
sich lohnen die gegen orange auszutauschen.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

so ich glaub, ich bin ein Stück weiter.

Mir fiel ein, dass ich beim ZF-Verstärkerabgleich einen Ratschlag 
ignoriert hatte: Nicht mit dem Oszi messen.

Ich wollte damit sehen, ob der Verstärker in die Begrenzung geht und 
dann das Eingangssignal verringern.

Jetzt habe ich das Prüfsignal am Gitter Mischröhre auf 20mV Vss 
runtergedreht und darauf vertraut, dass er nicht in Begrenzung geht.
Dann habe ich neu abgeglichen.

Dann wieder in Betrieb genommen.
Mit dem Dipper als Prüfgenerator klappte induktive Einkopplung an der 
Antennenspule hervorragend und es ist sehr selektiv.

Dennoch kein UKW-Empfang, aber an 2 Stellen markante atmosphärische 
Störungen. Ich vermute, dass mein Eingangskreis extrem daneben liegt, 
was bei induktiver Einkopplung nicht die Rolle spielt.

Ich werde ihn morgen mit dem Dipper überprüfen.

von abc123 (Gast)


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Du könntest die Mischerröhre rausziehen und c24 lose an die Antenne 
eines UKW Radios ankoppeln und versuchst so die Vorstufe auf maximum 
abzustimmen.

von Matthias (Gast)


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Hallo abc123,

coole Idee!

von Matthias (Gast)


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Hallo abc123,

komme gerade nicht dazu, die Radiomethode auszubrobieren.
Ich hätte aber noch mal eine Frage zum ZF-Abgleich.
Wie wichtig ist Bedämpfung des Nachbarkreises mit 4,7k bei statischem 
Abgleich?
Ist das in meinem Fall mit der kapazitiven Kopplung der Kreise auch 
notwendig?

Gruß Matthias

von abc123 (Gast)


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Was meinst mit den 4,7K ?
Wenn die ZF nicht in Begrenzung geht brauchst du die nicht unbedingt.

Eine ZF bekommt man am besten mit einem funktionierenden Tuner 
abgeglichen, sonst hast du 2 unbekannte und sowas ist immer schlecht.

von Matthias (Gast)


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Hallo abc123,

die Frage war wieder mal ein Griff nach dem Strohhalm.

Ich bin jetzt auch zu dem Schluß gekommen, mir ein altes Radio zu 
schnappen und die Komponenten gegeneinander zu testen.

von Willie Wonker (Gast)


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abc123 schrieb:
> Habe den Oszillator mal auf ein Steckbrett geschmissen, schwingt
> auf jeden Fall, habe etwa 4V mit dem HF Tastkopf gemessen.
> Ich könnte wetten, bau ich das Ding sauber auf eine Platine schwingt da
> nix mehr.

Darf ich eine Zwischenfrage stellen? Wo gibt es dieses tolle Röhren 
Experimentierboard?

von Soul E. (souleye)


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von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> Ich hatte naiverweise bisher nur versucht die Steckspule an die
> Antennenkoppelspule zu halten.

Ich habe überhaupt Zweifel, ob die Vorstufe etwas bringt, ausser die 
Oszillatorabstrahlung zu reduzieren. Ich wäre nichtmal überrascht, wenn 
bei UKW aus dieser Batterieröhre weniger Leistung rauskommt, als die 
Antenne liefert.
Die DF97 ist mit 0,9mA/V nun mal keine ECC85, und Pentoden rauschen 
zudem mehr als Trioden.

von Volker S. (sjv)


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Matthias schrieb:
> Ich bin jetzt auch zu dem Schluß gekommen, mir ein altes Radio zu
> schnappen und die Komponenten gegeneinander zu testen.

Vielleicht reicht ja auch ein Tuner von Oppermann:

http://oppermann-electronic.de/html/tuner.html

von Matthias (Gast)


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Hallo Volker,

habe in meiner Bastelkiste noch eien 4413 von RFT gefunden. Dieser Test 
steht heute an.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

jetzt bin ich auf das eigentliche Problem gestossen, komme aber nicht 
weiter.
Der Versuch mit dem Tuner ist fehlgeschlagen.
Jetzt habe ich mir den ZF-Verstärker noch mal vorgenommen.
Beim Maximumabgleich kam ich nicht über 6,2V.
Ich hab die Amplitude des Prüfsignals so weit wie möglich runtergedreht 
- keine Änderung nach unten.
Dann habe ich das Prüfsignal vom Gitter der Mischröhre entfernt - keine 
Änderung.
Dann habe ich geschirmte Leitung angeschlossen und den Schirm in der 
Nähe der Röhre auf Masse gelegt - keine Änderung.
Dann habe ich das Gitter nach Masse kurzgeschlossen - keine Änderung.
Auch in dieser Konstellation läßt sich ein Maximumabgleich mit den 
Filtern machen.
Scheinbar schwingt der Verstärker oder nur eine Stufe.

von michael_ (Gast)


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Da hast du den Mist.
Das ist nicht trivial.
Hatte ich aber schon geschrieben.
Schau dir eine Abgleichvorschrift aus den 50' ziger Jahren für 
Röhrenradios an.

von abc123 (Gast)


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...dann packe mal von hinten angefangen nacheinander die Gitter der ZF 
Röhren nach Masse und gucke ob du den Übeltäter so eingrenzen kannst.
Evtl. auch den Tuner totlegen, nicht das der Oszillator da einstrahlt.
Bei meinem Testaufbau hatte er schon einen ganz schönen Pegel.

von Hp M. (nachtmix)


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Matthias schrieb:
> Scheinbar schwingt der Verstärker oder nur eine Stufe.

Arbeitest du immer noch auf dem Steckbrett?
Dann wäre das kein Wunder.

Aber auch das Layout der Platine will überlegt sein.

Die Drosseln und Abblockkondensatoren in der Heizleitung sind eingebaut?
Ohne diese kommt es zur Rückkopplung über mehrere Stufen.

abc123 schrieb:
> nacheinander die Gitter der ZF
> Röhren nach Masse und gucke ob du den Übeltäter so eingrenzen kannst

Rückwirkungsfreier wäre es die UG2 zu herabzusetzen um die Verstärkung 
zu reduzieren. Entweder die G2-Vorwiderstände vergrößern oder einpolig 
ganz ablöten.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

die Schirmgitterwiderstände habe ich auf 100k erhöht, so wie bei Thomas 
Moppert beschrieben.
Mit viel Geduld habe ich es jetzt geschafft den ZF unterhalb der 
Schwinggrenze abzugleichen.
Damit konnte ich mit einen externen Tuner dem Gerät etwas entlocken.
Jetzt bekomme ich mit einer Antenne am Zwischenkreis (C24) zwei Sender 
rein, recht leise verrauscht und verkratzt.
Die HF-Vorstufe tut noch nicht. Die werde ich aber wahrscheinlich 
brauchen, weil ja bei einer Einkopplung an C24 offensichtlich die 
Impedanzen für die Antenne nicht stimmen.

von Matthias (Gast)


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Hallo,

was lange währt...
Ich hab durch Zufall rausgefunden, dass mit voll eingedrehtem Kern des 
Vorkreises (Antennenankoppelspule) leise ein Sender zu empfangen ist.
Ich hab der Spule jeweis eine Windung mehr gegönnt und damit ist Empfang 
von ein paar Sendern so leidlich möglich.
Die Empfangsleistung ist zwar mies. Das ist aber wahrscheinlich meinem 
schlecht abgeglichenen ZF-Verstärker zuzuschreiben.
Dafür hätte ich aber eine professionelle Adresse, wo ich es machen 
lassen kann.

Danke für die vielen hilfreichen Posts und die Geduld.

Gruß Matthias

von abc123 (Gast)


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Ich zitiere mich mal selber:

abc123 schrieb:
> Ich hatte evtl. auch vor dieses Eingangsteil mal nachzubauen.

Habe ich hiermit getan.

Auch ich hatte Probleme mit dem Oszillator, meine DC90 und eine 
gebrauchte DC96 mit 60% wollten überhaupt nicht schwingen, eine neue 
DC96 macht es bisher sehr gut.
Von der Empfangsleistung ist der Tuner mit anderen hier rumstehenden 
durchaus vergleichbar. Zur Zeit werkelt noch ein A225 als ZF, mit dem 
habe ich die meisten Sender absolut rauschfrei.
Ich werde mich dann mal an die Röhren ZF machen...

@Matthias
darf man fragen wie weit du bisher gekommen bist?

von G. O. (aminox86)


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abc123 schrieb:
> darf man fragen wie weit du bisher gekommen bist?

Wahrscheinlich hat er sich 'nen Strick genommen?

von Matthias (Gast)


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Hallo,

ja ich habe mich lange nicht gemeldet.
Den ZF-Verstärker habe ich mit Geräten aus der Firma so lala abgeglichen 
bekommen. Die Klangqualität war recht leidlich und jede Menge Rauschen.
Dann ist mir aufgefallen, dass mein Netzteil Grütze ist. Die 90V sind 
mir auf 68V eingebrochen.
Dann habe ich eine ganze Weile gebraucht, ein neues Netzteil, jetzt mit 
Sperrwandler, zu basteln.
Mit dem Netzteil habe ich dann noch mal nach Gehör abgeglichen und ein 
sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.
Dann ist was blödes passiert, dass letztendlich was Gutes hatte.
Beim Gehäusebasteln und viel Hin und Her muss die Platine etwas 
abbekommen haben.
Der erste Test im Gäuse war ernüchternd.
Schnell herausgefunden, dass ein Röhrensockel lose ist - 3 Pads 
abgelöst.
Problem gefixt - aber kurioserweise ZF-Verstärker wieder total 
verstimmt.
Zähneknirsch.
Nochmal einen Generator in der Firma organisiert und neu gewobbelt.
Welch Überraschung! Mit dem neuen Netzteil deutlich weniger Rauschen auf 
dem Signal und der ZF-Verstärker hat das Schwingen verlernt.
Jetzt konnte ich bei der Durchlasskurve auch eine bessere Bandbreite 
einstellen.
Jetzt läuft die Bude astrein.
Dennoch bin ich jetzt dabei von der Platine ein Redesign zu machen.
Freifliegende Widerstände und Kondensatoren auf der Bestückseite sind 
bei HF-Technikern sehr beliebt, tragen aber nicht gerade zur 
mechanischen Zu-verlässigkeit bei.
Ausserdem sind die UKW-Spulen sehr wackelig und nur mit Eulenkleber zu 
beruhigen.
Bei AK-Modulbus gibt es Spulenkörper in Printausführung mit dem 
richtigen M4er-Kern.

Gruß Matthias

von Matthias (Gast)


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Edit:
Freifliegende Widerstände und Kondensatoren auf der Bestückseite
gemeint war Lötseite.

von abc123 (Gast)


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Hallo Matthias,
mein Aufbau ist auch ohne die fliegende Verdrahtung im Untergrund.
Ich habe die Originalplatine ein wenig modifiziert so das alle Bauteile 
auf der Platine Platz finden, genug Platz war dafür vorhanden.
Wenn du Interesse für das Layout hast, lass es mich wissen.

Viele Grüße
Sven

von Matthias (Gast)


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Hallo Sven,

ich hab meinen ersten Schuß jetzt auch fertig.
Ich hab mich bei den großen Bauteilen an der Originalplatzierung 
orientiert.
Folienkondensatoren, Spulen und Dioden THT, das Vogelfutter SMD 1206.
Außerdem habe ich der ganzen Peripherie Stecker verpaßt, sowie einen 
Stecker und Jumper für den Wobbelgenerator und einen Jumper für den 
Ratioelko vorgesehen.
Damit läßt sich der ZF-Verstärker abgleichen ohne dass man an der 
Platine rumbraten muss.

Gruß Matthias

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