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Forum: Offtopic Analoge Optische Übertragung?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Dave C. (dave_chappelle)


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Hi zusammen.
Ich bin über die Firma Iconic Sound Ltd gestolpert, die mit ihrem 
Produkt "LightLead" eine "analoge optische Übertragung" verspricht: 
https://www.kickstarter.com/projects/1536327222/lightleadtm-world-1st-analogue-optical-audio-cable/comments

Das Produkt soll vor allem für Mikrophone und Gitarren konzipiert sein. 
Das bedeutet, dass das Kabel (meiner Meinung nach eher ein Adapter aber 
das ist wohl Haarspalterei) direkt in die Gitarre eingesteckt wird, die 
Signale abnimmt, in irgendeiner Form codiert und per LWL an den Monitor 
überträgt.

Interessanterweise ist auf der Kickstarter Seite aber folgender 
Abschnitt zu finden:

If it's optical, isn't it digital?
We use a patented optical analogue technology.
No encoding, digitisation or modulation.
The signal travels down the fiber as light!

Jetzt frage ich mich, ist das überhaupt möglich? Ist diese "optical 
analogue technology" nur Marketingeschwätz oder habe ich was übersehen?

von Johnny B. (johnnyb)


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Dave C. schrieb:
> We use a patented optical analogue technology.

Man könnte es der Patentschrift entnehmen wie es grob funktioniert.

Edit: Siehe Anhang

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6099338 wurde vom Autor gelöscht.
von Dave C. (dave_chappelle)


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Johnny B. schrieb:
> Man könnte es der Patentschrift entnehmen wie es grob funktioniert.

Cool, danke dafür!
Im Anhang das relevante Schema für den ganzen Apparat.

Irgendwie erstaunlich, dass man eine simple Verstärkerschaltung mit ein 
paar LEDs und Optokoppler patentieren lassen kann.

EDIT: Per Definition ist die Übertragung demnach stufenlos, also analog. 
Würde mich interessieren, warum diese Technologie nicht öfters zum 
Einsatz kommt.

: Bearbeitet durch User
von Stefan M. (derwisch)


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Klar geht das.
Man nimmt z.B. eine Leuchtdiode uns lässt diese auf "halber Helligkeit" 
dauerleuchten ( entsprechender Vorwiderstand ).
Dann koppelt man das NF Signal mit einem Kondensator auf die LED.
Und schon schwankt die Helligkeit im NF Takt ( Helligkeitsmodulation ).
Mit einem Laser kann man so auch weit über 100km überbrücken.

Wenn das in diesem Fall so gemacht wird, ist es mal wieder eine 
steinalte Sache, die per "Startupgeschwurbel" als neuesete Erfindung 
präsentiert wird.

Fällt mir bei vielen ach so tollen neuen Erfindungen auf.
Einfach mal ( ur ) alte Fachliteratur durchwühlen und merken... gibts 
schon, gab es sogar schon vor 50++ Jahren.

von Dave C. (dave_chappelle)


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Stefan M. schrieb:
> Wenn das in diesem Fall so gemacht wird, ist es mal wieder eine
> steinalte Sache, die per "Startupgeschwurbel" als neuesete Erfindung
> präsentiert wird.

Die Investoren haben das wohl ähnlich gesehen wie du, die Firma ging im 
Januar 2018 bankrott.

von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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Das ist der Schnee von gestern. Das gab es sogar mit Speichermedium 
dazwischen.
Nannte sich Tonfilm. Glimmlampe und Fotozelle.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Dave C. schrieb:

> Im Anhang das relevante Schema für den ganzen Apparat.

Also eine ähnliche Schaltung wie in den analogen Optokopplern.
Allerdings ohne die dort verwendete Kompensation der alters-
bedingten Verringerung der Helligkeit der verwendeten LED.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Dave C. schrieb:
> Jetzt frage ich mich, ist das überhaupt möglich?
Theoretisch ja, solange die ganze LWL Geschichte schmutzfrei, unberührt 
und frisch von der Rolle ist.

Praktisch ist geht das aber nicht lange gut, weil die Dämpfung der Adern 
allein beim Biegen unterschiedlich ist und so der LWL zur Mikrofonie 
neigt wie ein schlechtes Mikrofonkabel.

Und der Witz am Verfahren wird nichtmal unbedingt die 
Übertragungstechnik sein, sondern, einen LWL-Stecker zu finden, der den 
Bühnenstress aushält und zwei LWL auch nach Eintauchen in ein auf der 
Bühne ausgeschüttetes Süßgetränk zuverlässig kontaktiert.

Und dann braucht man natürlich noch irgendeinen brauchbaren Grund, warum 
man das nicht gleich per Funk und so weit als möglich digital machen 
oder wie bisher einfach ein Kabel nehmen sollte...

von Dave C. (dave_chappelle)


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Lothar M. schrieb:
> Und dann braucht man natürlich noch irgendeinen brauchbaren Grund, warum
> man das nicht gleich per Funk und so weit als möglich digital machen
> oder wie bisher einfach ein Kabel nehmen sollte...

Der von den "Erfindern" diese Technologie benannte Grund ist die unter 
Musikern verbreitete Vorliebe für analoge Technik.

von Johnny B. (johnnyb)


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Dave C. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Und dann braucht man natürlich noch irgendeinen brauchbaren Grund, warum
>> man das nicht gleich per Funk und so weit als möglich digital machen
>> oder wie bisher einfach ein Kabel nehmen sollte...
>
> Der von den "Erfindern" diese Technologie benannte Grund ist die unter
> Musikern verbreitete Vorliebe für analoge Technik.

Musikanten haben halt andere Bedürfnisse als Elektroniker und nehmen 
auch gerne mal die Töne von einem Lautsprecher mit einem Mikrofon ab...

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Johnny B. schrieb:
> Musikanten
Gitarristen...  ;-)
> haben halt andere Bedürfnisse als Elektroniker und nehmen
> auch gerne mal die Töne von einem Lautsprecher mit einem Mikrofon ab...
... das dann postwendend in der Stagebox auf den AD-Wandler trifft.

Ich fahre mit meinem Bass so direkt wie möglich da rein. Nur reines 
Kupfer kommt zwischen den Vorverstärker und den AD-Wandler. Der Rest 
wird dann am Tablet geregelt. So lässt sich das auch ganz einfach 
nächste Woche wieder laden.

Insofern scheint diese "puristische" Denkweise nicht annähernd so weit 
verbreitet zu sein, wie die Jungs des Startups das gemeint haben.... 
;-)

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Dann koppelt man das NF Signal mit einem Kondensator auf die LED.

Da erinnere ich mich an eine alte Hobbythek-Sendung von 1976. Hier wurde 
das Lichttelefon "Hobbyphon" vorgestellt. Später auch als Buch:

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Wolfgang-Mitverf-Back+Das-Hobbythek-Buch-1-von-Wolfgang-Back-und-Jean-P%C3%BCtz-unter-Mitarbeit-von-Heinz/id/A01VCxjI01ZZZ

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan M. (derwisch)


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Frank M. schrieb:
> Da erinnere ich mich an eine alte Hobbythek-Sendung von 1976. Hier wurde
> das Lichttelefon "Hobbyphon" vorgestellt.

Ja, das hat mich damals schon fasziniert.
Leider war ich noch zu jung um das gesehene mal eben in die Tat 
umzusetzen.
Das waren noch Zeiten.

von Ron L. (flessa)


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Johnny B. schrieb:

> Musikanten haben halt andere Bedürfnisse als Elektroniker und nehmen
> auch gerne mal die Töne von einem Lautsprecher mit einem Mikrofon ab...

selbst M.Jackson hat seine Hits auf der Scheuerleiste komponiert^^
Youtube-Video "Billie Jean But Every Instrument Is A Spring Door Stopper"

Soein Mikro ist halt unheimlich flexibel und immer einsetzbar...einfach 
unersätzlich :)

von Michael L. (nanu)


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Lothar M. schrieb:
> Johnny B. schrieb:
>> Musikanten
> Gitarristen...  ;-)
>> haben halt andere Bedürfnisse als Elektroniker und nehmen
>> auch gerne mal die Töne von einem Lautsprecher mit einem Mikrofon ab...
> ... das dann postwendend in der Stagebox auf den AD-Wandler trifft.

Öhm, ja. Das hat ja auch einen guten Grund. Man möchte ja den 
spezifischen Klang aus dieser Box aufnehmen. Schließlich ist der 
Lautsprecher deutlich am Klang beteiligt.
Gut, man kann heute den Klang vom Verstärker und der Box simulieren. 
Also könnte man von der Gitarre direkt auf's Mischpult gehen. Man kann 
dem geneigten Publikum vor der Bühne aber auch gleich eine CD vorspielen 
und die Band im Video dazu.

> Ich fahre mit meinem Bass so direkt wie möglich da rein. Nur reines
> Kupfer kommt zwischen den Vorverstärker und den AD-Wandler. Der Rest

Kupfer ist weich und gibt einen sanften, ausgewogenen Klang. Glasfaser 
gibt eine harten, ja schneidenden, ebne glasklaren Klang. Will man 
nicht!!!

Wie haben die sich das eigentlich mit dem Glasfaserkabel vorgestellt? 
Eigentlich nimmt man ja möglichst flexible Kabel. Ist das mit Glasfaser 
überhaupt zu erreichen?

MfG

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> flexible Kabel. Ist das mit Glasfaser
> überhaupt zu erreichen?

naja, 3m macht auch ein "Perlonseil" noch mit die optische Faser muss 
nich zwingend Glas sein.

Namaste

von Christian B. (luckyfu)


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Michael L. schrieb:
> Kupfer ist weich und gibt einen sanften, ausgewogenen Klang. Glasfaser
> gibt eine harten, ja schneidenden, ebne glasklaren Klang. Will man
> nicht!!!

ja, nee, ist klar.
Zeige mir bitte den Musiker, der in einem Doppelblindtest sicher die 
Übertragungsart Kupfer und Glasfaser unterscheiden kann bei gleicher 
Eingangsquelle.

Diese Aussage ist jedes Jahr Milliarden wert. Allerdings ohne eine 
Grundlage. Das Perfide daran ist: Man stellt sich hin und sagt: das 
klingt deutlich besser, musst du doch auch hören! Oder nicht? Wenn man 
nun als (Halb-)Laie nicht nachstehen will stimmt man zu. Irgendwann 
glaubt man das dann selbst und so geht das System weiter. Das führt dann 
zu so absurden Dingen wie vergoldeten Schukosteckern, um das letzte 
Fitzelchen Klang aus der Leitung zu holen...

https://www.amazon.de/dp/B005LF1IUA/ref=sspa_dk_detail_9?psc=1&pd_rd_i=B005LF1IUA&pd_rd_w=yDmEQ&pf_rd_p=ba8dd0a6-f259-424f-a55c-308aa41eb539&pd_rd_wg=ZyDxB&pf_rd_r=FPKVCHDXF3M6JDCSG9EK&pd_rd_r=31e256ee-26f1-4d98-a591-72f9b4ac5fb7&smid=A15FD6TNF2FAT6&spLa=ZW5jcnlwdGVkUXVhbGlmaWVyPUEyQzIyVjIzV0NPVEpHJmVuY3J5cHRlZElkPUEwNTQwMDMxMTNHT0RWMDU5M0tMOSZlbmNyeXB0ZWRBZElkPUEwMTExMTI1MTZGSFlBMDJQOUZLMSZ3aWRnZXROYW1lPXNwX2RldGFpbCZhY3Rpb249Y2xpY2tSZWRpcmVjdCZkb05vdExvZ0NsaWNrPXRydWU= 
zu beachten auch die anderen Angebote dieser Kategorie und die 
Bewertung. Sanfte Bässe....

von A. S. (achs)


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Christian B. schrieb:
> . Das Perfide daran ist: Man stellt sich hin und sagt: das klingt
> deutlich besser, musst du doch auch hören! Oder nicht? Wenn man nun als
> (Halb-)Laie nicht nachstehen will stimmt man zu.

Weil man daran erkennen kann, wer für sein Amt taugt.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich hab vor zig Jahren versucht,
in der elterlichen Bude statt mit Kabeln etwas mit Licht zu machen.
Muttern war auf Kabel, allergisch wir nur sonstwas
(also der Anblick störte)

am Ziel kam tatsächlich auch etwas an,
aber das hörte sich dann doch nie so an als wenn man normale Kabel 
nutzt.
Problem war letztlich eigentlich nur, dass das Signal an einem grossen 
Schiebefenster vorbei kommen und ca 5m überbrücken sollte.
Also doch Kabel (Muttern= *gnaggel...gmbll*)

nicht allzu lange danach kamen Infrarot Kopfhörer auf und damit gings 
dann.
Kurz gesagt:
Tatsächlich uralte Technik und so einfach,
dass man sich als jugendlicher sowas selbst stricken kann

von Crazy H. (crazy_h)


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Dave C. schrieb:
> Irgendwie erstaunlich, dass man eine simple Verstärkerschaltung mit ein
> paar LEDs und Optokoppler patentieren lassen kann.

Soweit mir bekannt, kannst du eine Schaltung nicht patentieren, nur das 
(in diesem Fall) Übertragungsverfahren. Ansonsten würde es reichen auch 
nur einen Widerstandwert zu ändern ;-)
Ich hatte dazu vor vielen Jahren (als die Hobby&Elektronik noch am 
Killesberg war) mit dem damaligen Chefredakteur der Elektor ein 
Gespräch. Der sagte dann zu mir, daß ein Schaltplan nicht schützbar ist, 
wenn ihn jemand umzeichnet. Die abgedruckten Pläne in den Heften müßte 
man wie ein Kunstwerk sehen, das nur als Foto/Scan und dessen 
Veröffentlichung geschützt wäre. Wenn mans neu zeichnet .... Pech.

von Cyblord -. (cyblord)


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Christian B. schrieb:
> ja, nee, ist klar.
> Zeige mir bitte den Musiker, der in einem Doppelblindtest sicher die
> Übertragungsart Kupfer und Glasfaser unterscheiden kann bei gleicher
> Eingangsquelle.

Du hast halt keine Ahnung. Man hört natürlich auch ob Röhren oder 
Transistoren zum Einsatz kommen. Aber wer halt nur mp3 hört, dem ist 
wohl alles egal.

von Christian B. (luckyfu)


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Cyblord -. schrieb:
> Man hört natürlich auch ob Röhren oder
> Transistoren zum Einsatz kommen

das kann stimmen, wenn die Röhren tatsächlich zur Signalbearbeitung 
genutzt werden verzerren Sie das Signal, was man auch nachweisen und 
sogar hören kann. Ich bezweifle aber, daß man hört, ob das Signal nun 
mittels Kupfer oder Glasfaser von der Quelle zum Verstärker (und nur 
darum geht es hier) kommt oder nicht. Genausowenig wird sich am Klang 
etwas ändern, wenn vergoldete Kontakte verwendet werden, egal in welcher 
Steckverbindung im System. Das ist nicht Mess- und schon gleich gar 
nicht hörbar.

Und komm mir nun nicht damit, daß man etwas hört, was man nicht 
messtechnisch nachweisen kann.

von Johnny B. (johnnyb)


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Frank M. schrieb:
> Da erinnere ich mich an eine alte Hobbythek-Sendung von 1976. Hier wurde
> das Lichttelefon "Hobbyphon" vorgestellt.

Das wäre doch mal was für Greta und unsere "Klimajugend", da die 
einfachen Varianten ohne Speisung auskommen. Es braucht nur etwas 
Sonnenschein und schon kann man CO₂-frei telefonieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Photophon

von Cyblord -. (cyblord)


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Christian B. schrieb:

> Und komm mir nun nicht damit, daß man etwas hört, was man nicht
> messtechnisch nachweisen kann.

Man merkt sofort dass du kein Klang Connoisseur bist.

von Christian B. (luckyfu)


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Cyblord -. schrieb:
> Man merkt sofort dass du kein Klang Connoisseur bist.

Nein, bin ich auch nicht. Aber ich verstehe soviel von Musik, daß ich 
sogar mal das hatte, was man absolutes Gehör nennt. Da ich nun aber 
schon seit mindestens 15Jahren keine Violine mehr spiele hat sich das 
erledigt, ob ein Ton sauber ist, oder nicht indess kann ich immer noch 
problemlos hören. Ohne Hilfsmittel ein Instrument zu stimmen, das 
bekomme ich nicht mehr hin. Mit Stimmgabel ist es aber kein Problem.

Und ich verstehe soviel von Technik, um einschätzen zu können, ob etwas 
klanglich eine Verädnerung bringen kann oder nicht. Gerade bei den 
angesprochenen Sachen stehe ich dazu, daß man es nicht hört und behaupte 
auch, daß man es gar nicht hören kann.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> Genausowenig wird sich am Klang
> etwas ändern, wenn vergoldete Kontakte verwendet werden, egal in welcher
> Steckverbindung im System. Das ist nicht Mess- und schon gleich gar
> nicht hörbar.
>
> Und komm mir nun nicht damit, daß man etwas hört, was man nicht
> messtechnisch nachweisen kann.

das ganze ist eher so,
dass man es messen kann aber nicht unbedingt hören kann

Gold hat einen geringen Kontaktwiderstand als Kupfer

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> Öhm, ja. Das hat ja auch einen guten Grund. Man möchte ja den
> spezifischen Klang aus dieser Box aufnehmen. Schließlich ist der
> Lautsprecher deutlich am Klang beteiligt.
Und vor allem die Positionierung des Mikrofons. Man bekommt auf diese 
Art einen Klang niemals eine Woche später genau reproduziert, weil das 
Mikrofon ja zudem die Akustik auf der Bühne mit auffängt.

> Gut, man kann heute den Klang vom Verstärker und der Box simulieren.
> Also könnte man von der Gitarre direkt auf's Mischpult gehen. Man kann
> dem geneigten Publikum vor der Bühne aber auch gleich eine CD vorspielen
> und die Band im Video dazu.
Die allerwenigsten würden das bemerken, hätten trotzdem den Eintritt 
bezahlt und das Konzert hinterher als schön empfunden. Und nur darum 
geht es im Grunde...

>> Ich fahre mit meinem Bass so direkt wie möglich da rein. Nur reines
>> Kupfer kommt zwischen den Vorverstärker und den AD-Wandler.
> Kupfer ist weich und gibt einen sanften, ausgewogenen Klang. Glasfaser
> gibt eine harten, ja schneidenden, ebne glasklaren Klang.
Die üblichen Audio-"Glas"-Fasern sind sowieso aus Plastik. Das ist 
weich. Sogar weicher als Kupfer.

> Eigentlich nimmt man ja möglichst flexible Kabel. Ist das mit Glasfaser
> überhaupt zu erreichen?
Das ist kein Problem. Momomodefasern aus Glas kommen samt Coating auf 
einen Biegeradius von 7mm. Die Fasern selber haben etwa 10µm im 
Durchmesser (ein Haar hat um die 50µm).

Allerdings kann ich ein abgerissenes Kupferkabel eben noch mit 
Taschenmesser und Pflaster reparieren. Ein kaputter Lichtleiter macht da 
ernsthafte Probleme.

Cyblord -. schrieb:
> Man hört natürlich auch ob Röhren oder Transistoren zum Einsatz kommen.
Das möchte ich bei >99% der Hörer wirklich ernsthaft bezweifeln. Unser 
Gitarrero hat mal den Test gemacht, hat möglichst viele möglichst alte 
Röhrengeräte aufgestellt und eingeschaltet, und ist im Prinzip über die 
Trampelkiste geradeaus in den Mischer gefahren. Er bekam ausdrücklich 
Lob für den wunderbaren Röhrensound...

Aber seis drum: wenn um Musik geht, bin ich sowieso Pragmatiker. Es muss 
hinterher einfach schön gewesen sein.

: Bearbeitet durch Moderator
von Christian B. (luckyfu)


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● J-A V. schrieb:
> Gold hat einen geringen Kontaktwiderstand als Kupfer

das stimmt so nicht. Die Leitfähigkeit von Gold ist deutlich schlechter 
als die von Kupfer. Der Einzige Vorteil von Gold ist: Es korrodiert 
nicht. Auch bekommt man Gold nicht geschenkt. Das gibt es nur mit einer 
Nickel Schicht, die nochmals schlechter leitet.
An einer Netzleitung und an TOSLINK Steckern spielt die Vergoldung aber 
nachweislich gar keine Rolle. Bei Chinch kann man darüber streiten, ob 
sie zu einer besseren Verbindung mit geringerem Übergangswiderstand 
führen als die Standardversion. Hören wird man es in keinem Fall.
Genausowenig wird man einen Unterschied hören, ob das Kabel 0,5mm² oder 
6mm² Durchmesser hat, welches die Lautsprecher ansteuert, (beim 
Subwoofer könnte es einen Effekt geben, bei Mittel- und Hochtönern darf 
das ebenfalls bezweifelt werden)

: Bearbeitet durch User
von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> Hören wird man es in keinem Fall.

Er Hat "Jehova" gesagt. Er ist  ein Ketzer!

Namaste

von Name H. (hacky)


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Wenn etwas patentiert ist, wird damit verschleiert, dass es 
megatrivialer Mist zu rabbiat ueberhoehten Preisen ist.

von Marek N. (bruderm)


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Trennverstärker mit dem IL300 wurden bereits schon mit dem Faustkeil 
zusammengeschustert: https://www.vishay.com/docs/83708/appnote50.pdf

Das Patent verzichtet auf eine Gegenkopplung zur 
Arbeitspunktstabilisierung der optischen Elemente.
Bei zwei Fibern dacht icht erst "Oh, cool, ne Stereo-Übertragung", aber 
so wie ich das sehe, ist es eine optische, differentielle Übertragung. 
WTF!

Wie wird denn der "Sender" mit Strom versorgt?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Der Einzige einsichtige Grund für diese Übertragung ist bei stationär, 
örtlich getrennten Komponenten mit Speisung aus unterschiedlichen 
Netzen(abschnitten) Brummschleifen durch Ausgleichsströme nicht nur zu 
dämpfen sondern wirksam zu verhindern.

Alles ander ist imho Mumpitz.
Der Klirrfaktor jedenfalls kann auf jedem beliebigen Übertragungsweg bei 
jeder Signalwandlung nur verschlechtert werden.
Eine Verbesserung durch dieses System ist da tendenziell nicht zu 
erwarten.

Namaste

von Dave C. (dave_chappelle)


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Name H. schrieb:
> Wenn etwas patentiert ist, wird damit verschleiert, dass es
> megatrivialer Mist zu rabbiat ueberhoehten Preisen ist.

Interessante Theorie. Das würde wiederum bedeuten, dass alles was 
patentiert ist nichts taugt? Hatte schon immer das Gefühl, dass 
Technologien wie GPS, Bluetooth, und 3G nichts weiter als ausgemachter 
Mist sind ;)

Sind ja nur ein paar Wellen gell.

von Dave C. (dave_chappelle)


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Marek N. schrieb:
> Wie wird denn der "Sender" mit Strom versorgt?

Mit Batterien.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Johnny B. schrieb:
> Dave C. schrieb:
>> We use a patented optical analogue technology.

Wenn die 2015 wirklich geschrieben haben, dass sie mit EP14152033 eine 
patentierte Technologie benutzen, dann haben sie damals gelogen.

EP14152033 ist kein Patent. Es war ein Patentantrag. Was ist aus dem 
Antrag geworden?
https://register.epo.org/application?number=EP14152033&lng=en&tab=main
>>> Status     The application is deemed to be withdrawn
>>>            Status updated on  01.12.2017
>>>            Database last updated on 06.01.2020

D.h. der Antrag gilt als zurückgezogen. Warum?

>>> 29.08.2017     Despatch of communication that the application
>>>                is deemed to be withdrawn, reason: renewal
>>>                fee not paid in time  [2018/01]

Sie haben 2017 die Gebühren nicht bezahlt. Waren sie da schon pleite wie 
jemand schrieb?

Die Behauptung dass sie ohne Modulation arbeiten ist natürlich auch 
falsch. Sie modulieren Licht. Ähnlich mit "no encoding". Da Modulation 
der Prozess des Kodierens einer Quellinformation auf einen Träger ist, 
kann man sogar sagen, dass sie Kodieren. Hier ist die Information 
zufällig analog.

Das moduliert wird steht sogar im Patentantrag:
>>>> [0020] In brief, the transmitter circuit 11 is arranged to
>>>> receive electrical signals at audio frequencies, to provide
>>>> an amplitude modulated optical signal over first and sec-
>>>> ond cores of an optical cable 12, ...

Also war der alte Kickstarter typische heiße Luft um Audiofools 
abzuzocken.

von Joggel E. (jetztnicht)


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>>Name H. schrieb:
>> Wenn etwas patentiert ist, wird damit verschleiert, dass es
>> megatrivialer Mist zu rabbiat ueberhoehten Preisen ist.

>Interessante Theorie. Das würde wiederum bedeuten, dass alles was
>patentiert ist nichts taugt? Hatte schon immer das Gefühl, dass
>Technologien wie GPS, Bluetooth, und 3G nichts weiter als ausgemachter
>Mist sind ;)


Etwas genauer hinschauen. Nicht die Technologie is patentiert, sondern 
die Ausfuehrung. Deswegen gibt es ja auch Konkurrenzsysteme.

Das Neue und Tolle am GPS war naterlich nicht die Theorie (gibt's ein 
patent, keines, mehrere ?) und die Technologie. Das war damals weder 
abgehoben noch neu. Sondern es effektiv zu bauen. Die Satelliten kommen 
nicht von selbst da hoch. Und da muessen Konkurrenzsysteme auch durch.
Und die Zuverlaessigkeit. Du kannst kein solches System haben und alle 
drei Tage einen Tweet rauslassen, es wuerde die naechste Viertelstunde 
nicht laufen.

GSM verwendet aehnliche Technologie. Die Spreadspektrum Technologie 
wurde vor den 60ern oder so gefunden. Nur mit Roehren und Relais wurde 
das nicht der grosse Durchbruch.
Das GSM funktioniert wegen vielen kleinen Details. Jedes erst jetzt 
moeglich. Nicht wegen eines genialen Erfinders der das aus dem nichts 
zog.
GSM ist zB atomuhrengekoppelt, in den Basisstationen laufen 
Rubidiumoszillatoren, so gesehen auch Atomuhren. Und, und, und

Warst du mal an einem Standardisierungsprozess involviert ? Schon mal 
ein Patent gemacht ? Da zieht man kein Bluetooth/GPS aus dem Nichts. 
Sondern das wird aus bestehenden Technologien augebaut. Ein Patent hat 
immer eine marginale Erfindungshoehe, oft gleich Null.

Du kannst nicht etwas patentieren und dann darauf einen Standard 
aufbauen. Das macht niemand mit. Im Standardisierungskommitee sitzen 
Fachleute & Industrievertreter.
Wenn du da kommst : ich habe einen patentierten chip, und moechte den 
GSM Standard darauf aufbauen kannst du gleich wieder nach Hause gehen. 
Standard wird immer etwas wo alle Beteiligten mitmachen/mitverdienen 
koennen, je nach Marktmacht. Es geht darum die Konkurrenten 
rauszudraengen. Oft ist der Standard dann der schlechteste Kompromiss.

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