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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pedal im Klavier abtasten für Weitergabe an MIDI-Gerät


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von Jan S. (schwubbel)


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Ich möchte in ein altes (kaputtes, ab er schönes) Klaviergehäuse ein 
Digitalpiano einbauen. Die Tastatur wird also komplett ausgetauscht 
durch ein Midi-Klavier von Döpfer. Nicht austauschen möchte ich das 
Pedal für den Dämpfer. Dämpfer werden an das Döpfer-Digitalpiano als 
einfache Taster angeschlossen. Die Frage ist nun, wie ich das bereits 
vorhandene mechanische Pedal abfrage.

Einen Taster in die Mechanik des Klaviers einzubauen, der gedrückt wird, 
wenn das Pedal ganz unten ist, geht nicht, weil das ganze schon bei 
einem zu etwa 80% gedrückten Pedal schalten soll. Meine Lösung wäre ein 
Näherungsschalter, der als Schließer z.B. an 12VDC hängt und bei offenem 
Pedal 0V ausgibt, bei gedrücktem  Pedal 12V. Wie Mache ich dieses Signal 
jetzt zu einem Schalter, den das Midi-Klavier abfragen kann?

Spontan fällt mir ein Relais ein, das kommt aber wegen des Klackerns 
nicht in Frage. Kann man sowas auch mit einem Optokoppler realisieren? 
Oder mit einem Solid State Relais?

von Walter T. (nicolas)


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Jan S. schrieb:
> ann man sowas auch mit einem Optokoppler realisieren?

Warum nicht direkt eine Lichtschranke?

von Jan S. (schwubbel)


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Der Einbau einer Lichtschranke ist komplizierter und löst die 
prinzipiellen Probleme nicht: Wenn der Ausgang über Relais schaltet, 
klackt es. Wenn der Ausgang PNP oder NPN ist, kann ich nicht sicher 
sagen, wie das MIDI-Gerät darauf reagiert.

von Helmut K. (hk_book)


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Reed-Kontakt für das MIDI-Gerät und ans Pedalgestänge ein Magnet (wie 
bei einem alten Fahrradtacho).

von Dieter R. (drei)


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Mikroschalter mit entsprechend justierter Betätigungsfahne. Den sollte 
man so justieren können, dass er im gewünschten Zeitpunkt schaltet.

von Dave4 (Gast)


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Dieter R. schrieb:
> Mikroschalter mit entsprechend justierter Betätigungsfahne. Den sollte
> man so justieren können, dass er im gewünschten Zeitpunkt schaltet.

Genau so... Einen Mikroschalter als Anschlag zu schalten geht sowieso 
fast immer schief.

von Harald W. (wilhelms)


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Jan S. schrieb:

> Die Frage ist nun, wie ich das bereits
> vorhandene mechanische Pedal abfrage.

Da sollte ein sog. Bremslichtschalter passen.

von Solitude S. (apfelmaennchen)


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Kapazitiver Sensor. Als IC mit mehreren Kanälen

von Peter Engelbarts (Gast)


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oder einen Hall Sensor mit nem Magneten.

von Amateur (Gast)


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Ich bin kein Musiker, aber interessieren da nicht auch 
Anschlaggeschwindigkeit –härte und ähnliches?

Klar, ein 08/15-Endschalter könnte Dich wohl glücklich machen, aber wie 
lange? Die Teile sind recht klein, preiswert und langlebig.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Dieter R. schrieb:
> Mikroschalter mit entsprechend justierter Betätigungsfahne. Den sollte
> man so justieren können, dass er im gewünschten Zeitpunkt schaltet.

Oder über eine zusätzliche Biegefeder.

Oder das Pedal über eine passend geformte Platte am Schalter
vorbeistreichen lassen.

Oder ...

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich würde an deiner
Stelle nur nicht zu kompliziert denken, denn das Ganze soll ja hinterher
sicher auch funktionieren.

von Jan S. (schwubbel)


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Solitude S. schrieb:
> Kapazitiver Sensor. Als IC mit mehreren Kanälen
Peter Engelbarts schrieb:
> oder einen Hall Sensor mit nem Magneten.


Da stellt sich doch genau dieselbe Frage: Solche Sensoren geben mir eine 
Spannung aus, aber wie konvertiere ich die in ein "offen/zu"-Signal, das 
die MIDI-Elektronik versteht?

Amateur schrieb:
> Ich bin kein Musiker, aber interessieren da nicht auch
> Anschlaggeschwindigkeit –härte und ähnliches?

Bei den Tasten ist die Anschlaggeschwindigkeit natürlich essentiell. 
Beim Dämpferpedal aber eher nachrangig. Hochwertige E-Pianos sind da 
teils noch ausgefeilter, aber den Dämpfer als binäres Signal abzufragen 
ist gängige Praxis.

Yalu X. schrieb:
> Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich würde an deiner
> Stelle nur nicht zu kompliziert denken, denn das Ganze soll ja hinterher
> sicher auch funktionieren.

Genau, kompliziert soll es nicht sein. Ich denke, die von mir 
vorgeschlagene Lösung ist auch einfach und mechanisch robust. Ich hatte 
erwartet, dass es eine einfache Lösung geben muss, ein Spannungssignal 
in ein "offen/zu"-Signal zu konvertieren.

von Harald W. (wilhelms)


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Jan S. schrieb:

> Ich hatte erwartet, dass es eine einfache Lösung geben muss,
> ein Spannungssignal in ein "offen/zu"-Signal zu konvertieren.

Zusätzlich zum Schalter brauchst Du nur, je nach gewünschter
Richtung, einen Pullup-, oder Pulldownwiderstand.

von Jan S. (schwubbel)


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Harald W. schrieb:
> Zusätzlich zum Schalter brauchst Du nur, je nach gewünschter
> Richtung, einen Pullup-, oder Pulldownwiderstand.

Nein. Wie ich oben formuliert habe, sind übliche Pedale für E-Pianos als 
Taster ausgeführt. Wenn ich also einen Taster einbaue, ist alles in 
Butter. Pullups oder Pulldowns sind in der Midi-Elektronik, die ich 
nicht selbst baue, und in die ich keinen Einblick habe. Ich muss also 
der Elektronik etwas vorsetzen, dass sich wie ein Taster verhält. 
Deshalb lautete meine Frage, wie ich ein Spannungssignal (zum Beispiel 
von einem Induktiven Sensor) "in ein Tastersignal konvertiere".

Helmut K. schrieb:
> Reed-Kontakt für das MIDI-Gerät und ans Pedalgestänge ein Magnet (wie
> bei einem alten Fahrradtacho).

Ein einfacher und guter Vorschlag. Kompliment Helmut, du bist einer der 
wenigen, die meine Frage verstanden haben!

von Spongebob (Gast)


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> Ich muss also
> der Elektronik etwas vorsetzen, dass sich wie ein Taster verhält.

So wie du dich anstellst, solltest du das Klavier in Ruhe lassen!

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jan S. schrieb:
> Ich muss also der Elektronik etwas vorsetzen, dass sich wie ein
> Taster verhält.

Dann steuere doch einfach mit dem Sensor Deiner Wahl ein Reedrelais an.

von Jan S. (schwubbel)


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Andreas S. schrieb:
> Jan S. schrieb:
>> Ich muss also der Elektronik etwas vorsetzen, dass sich wie ein
>> Taster verhält.
>
> Dann steuere doch einfach mit dem Sensor Deiner Wahl ein Reedrelais an.

Ich glaube, diese Lösung habe ich gesucht, vielen Dank!

von Michael W. (Gast)


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von bingo (Gast)


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Marquard Baureihe 1040 Drehwellen-Schnappschalter ist das, was Du suchst

von Nosnibor (Gast)


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Als völlig lautloser Kontakt eignet sich auch ein "Opto-Relais": ein 
Optokoppler, der als Empfänger anstelle einer Fotodiode eine Reihe 
Solarzellen hat, die genug Spannung zur Verfügung stellen, um einen 
MOSFET durchzuschalten (samt Schmitt-Trigger davor). Meist sind zwei 
Empfänger eingebaut und antiseriell geschaltet, so dass die Polarität 
keine Rolle spielt. Such mal nach photoMOS.

Alternativ mal in des Döpfer-Gerät reinschauen: wenn das ein Anschluß 
für ein externes Pedal ist, werden die das nicht in irgendeine 
Tastaturmatrix eingebunden haben; eine Seite liegt wahrscheinlich auf 
Masse, so dass ein Open-Collector-Ausgang reicht.

von Michael W. (Gast)


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Hier mal ein Bild, wie die Firma Lehle das bei ihrem 3@1 realisiert hat. 
Man erkennt auf der Betätigungsfeder deutlich den Bereich, wo der 
eigentliche Fußtaster die Feder beim Betätigen berührt. Diesen Taster 
kaputtzukriegen ist also nicht ganz einfach. Das Klicken beim Betätigen 
ist übrigens sehr leise und im Spielbetrieb höchstwahrscheinlich 
überhaupt nicht zu hören.

Der Schalter ist offenbar ein Cherry DB3 Microschalter mit langer 
Betätigungsfeder...

Eine Google-Bildersuche nach Cherry DB3 liefert weitere schöne 
Ergebnisse.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Jan S. schrieb:
> Die Frage ist nun, wie ich das bereits vorhandene mechanische Pedal
> abfrage.
Ganze Orgelpedale sind mit Reedkontakten und Magenten ausgestattet. Und 
fertig. Der Hub dieser Pedale ist etwa ähnlich zum Hub des 
Dämpferpedals, so dass sich das Verfahren transferieren lassen dürfte.

Da muss man also nur einen passenden Platz, einen passenden Magneten und 
einen entsprechenden Reedkontakt finden. Und dann kann man sich per 
geschickter Montage sogar aussuchen, ob das ein Schließer- oder 
Öffnerkontakt ist. Mit Spucke und Heißkleber ist das zum Test schnell 
mal montiert.

Siehe dazu auch die Betrachtungen im 
Beitrag "Reed Kontakt betätigen mit Neodym-Magnet"

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