Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche - Ethernet MC mit integriertem DC/DC Wandler


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von Daniel D. (darath)


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Guten Tag,

Ich möchte kurz Mitteilen das ich ein absoluter Neuling im Bereich MC 
bin, aber leider meine Bachelorarbeit es verlangt das ich dieses 
Themengebiet betrete.

In meiner Arbeit wird eine "bessere" Version des 
https://www.microchip.com/wwwproducts/en/PIC18F67J60 benötigt. Dieser 
wurde in der Vorgänger Version implementiert ist aber leider wohl zu 
schwach im Internen RAM Speicher.

Meine Arbeit ist es, diesen zu ersetzen dafür habe ich verschiedene 
Möglichkeiten.

Einmal ist es wichtig, dass der neue MC vielleicht mehr als 128KB RAM 
oder mehr als 8KB Ethernet Buffer besitzt.
Das wäre so die mindeste Voraussetzung.

Leider finde ich in diesem Bereich nur MC die wahrscheinlich viel zu 
stark für das kleine System sind. 
https://www.digikey.de/products/de/integrated-circuits-ics/embedded-microcontrollers/685?k=Ethernet

Eine zweite Möglichkeit um das System zu verbessern, wäre wenn der MC 
einen integrierten DC/DC Wandler von 3.3V auf 5V hätte bzw. einen von 
60VMAX auf Betriebsspannung 3.3V hätte.

Ich suche mich bereits mit digikey.de Tot, ich finde zwar viele aber da 
ich wenig Know-How besitze bin ich wirklich überfragt und ich hoffe ihr 
könnt mir helfen.


Eine Alternative wäre auch - Da wir das System über PoE speisen, einen 
IC zu implementieren der direkt auf die beiden benötigten Spannungen wie 
5V und 3.3V regelt.

Danke und mit freundlichen Grüßen
Darath

: Bearbeitet durch User
von Georg G. (df2au)


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Tu dir und deinen Ausbildern einen Gefallen und such dir ein anderes 
Projekt. Dir fehlen Grundlagen (Flash ist nicht RAM, Spannungswandler 
auf dem MC-Chip sind ungebräuchlich). Die von dir bei Digikey gefundenen 
Kandidaten sind nicht ungewöhnlich groß, allerdings für Heimwerker eher 
schlecht zu verarbeiten.

Als Bachelor Anwärter solltest du in der Lage sein, ein Pflichtenheft 
für den Prozessor zu verfassen. Nur so mit etwas Prosa wird das nichts.

von Daniel D. (darath)


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Das waren die Aussagen meines Professors.... Und jetzt ein neues Projekt 
beginnen weiß ich nicht ob das geht da die Anmeldung schon durch ist.

von fchk (Gast)


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Daniel D. schrieb:

> Leider finde ich in diesem Bereich nur MC die wahrscheinlich viel zu
> stark für das kleine System sind.
> 
https://www.digikey.de/products/de/integrated-circuits-ics/embedded-microcontrollers/685?k=Ethernet

Zu stark macht nix. Die TI Tiva TM4C129 Serie verwende ich hier 
beruflich. Kann ich nur weiterempfehlen. Hol Dir ein passendes Launchpad 
(EK-TM4C....) und schau Dir die Beschaltung an.

> Eine zweite Möglichkeit um das System zu verbessern, wäre wenn der MC
> einen integrierten DC/DC Wandler von 3.3V auf 5V hätte bzw. einen von
> 60VMAX auf Betriebsspannung 3.3V hätte.

Das wird nicht passieren. Die modernen Controller laufen intern nur mit 
1.2 oder 1.8V, um kleine, stromsparende und schnelle Transitortechnik 
nutzen zu können. Das wiederum verträgt sich nicht mit höheren 
Spannungen jenseits von 3.6V. ICs, die 60V abkönnen, müssen ganz anders 
gefertigt werden als schnelle Digitalschaltungen. Das sind immer extra 
ICs.

> Eine Alternative wäre auch - Da wir das System über PoE speisen, einen
> IC zu implementieren der direkt auf die beiden benötigten Spannungen wie
> 5V und 3.3V regelt.

POE PD Controller gibt es zur Genüge. "POE PD" (Powered Device) ist 
übrigens das passende Stichwort zum Suchen.

Wofür braucht Ihr noch 5V? Kannst Du das nicht wegoptimieren?

fchk

von Georg G. (df2au)


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Daniel D. schrieb:
> Und jetzt ein neues Projekt
> beginnen weiß ich nicht ob das geht da die Anmeldung schon durch ist.

Dann konkrete Fragen:
Was sollst du entwerfen? Hardware? Software? Beides? Wer wird die 
Platine fertigen, Profi oder Hobby? Muss es am Ende funktionieren oder 
genügt Paperware?

von Daniel D. (darath)


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Georg G. schrieb:
> Dann konkrete Fragen:
> Was sollst du entwerfen? Hardware? Software? Beides? Wer wird die
> Platine fertigen, Profi oder Hobby? Muss es am Ende funktionieren oder
> genügt Paperware?


Wir entwickeln eine Bus Coupling Unit für KNX Systeme. Die BCU existiert 
schon aus einer Diplomarbeit von 2009, mit dem vorhandenen MC aber 
deutlich zu schwach ist für weitere Arbeit wie mir gesagt wurde.
Meine Aufgabe ist es einen MC in diese BCU zu setzen der mehr RAM hat 
damit damit weiter gearbeitet werden kann. Wenn die Zeit noch existiert 
diesen auch noch zu programmieren wenn Möglich.


fchk schrieb:
> Wofür braucht Ihr noch 5V? Kannst Du das nicht wegoptimieren?

Leider nein, die BCU hat einen Aufsteckplatz für KNX TP Module, diese 
Module laufen in der Regel bei 5V - laut den Aussagen der Diplomarbeit.


fchk schrieb:
> POE PD Controller gibt es zur Genüge. "POE PD" (Powered Device) ist
> übrigens das passende Stichwort zum Suchen.

Gibt es da auch einen der 2 VOUT hat ?

Ich lege mal das Blockschaltbild der Diplomarbeit hinein und meine 
Erweiterung wenn möglich. Block 1 ist die alte Version, Block 3 ist das 
was ich mir überlegt habe.

Wenn das nicht möglich ist, die DC /DC Wandler zu reduzieren ist das 
nicht schlimm. Es geht hier halt nur möglichst um Platzsparung da die 
BCU eine größe von 70 mm x 70 mm hat, wenn es geht halt aber kleiner 
sein soll.

Edit :

Während ich das schrieb ist mir etwas eingefallen. Könnte ich nicht auch 
einfach über ein DC /DC auf 10 V regulieren, dann diese Aufspalten in 2 
Wege 1 um über 5V mein Modul zu speisen während der zweite Weg über z.B 
Dioden auf 3.3V oder welche Betriebsspannung auch immer der MC hat, 
runter regulieren ?

: Bearbeitet durch User
von PittyJ (Gast)


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Ich verstehe das Konzept nicht so ganz.
Ich kenne nur CPUs wo Ethernet über RMGII und MDIO raus kommen. Da ist 
dann noch ein Phy dahinter. Und dann kommt die Buchse.
Vielleicht solltest du den Zweck bzw den Sinn noch einmal besser 
erklären.

Bachelor-Arbeit? Das sind normalerweise nur 3 Monate?? Alleine da sehe 
ich schon schwarz...

von kenny (Gast)


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Daniel D. schrieb:
> Während ich das schrieb ist mir etwas eingefallen. Könnte ich nicht auch
> einfach über ein DC /DC auf 10 V regulieren, dann diese Aufspalten in 2
> Wege 1 um über 5V mein Modul zu speisen während der zweite Weg über z.B
> Dioden auf 3.3V oder welche Betriebsspannung auch immer der MC hat,
> runter regulieren ?

??? 10V bleiben 10V :-)

von Daniel D. (darath)


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PittyJ schrieb:
> Ich verstehe das Konzept nicht so ganz.
> Ich kenne nur CPUs wo Ethernet über RMGII und MDIO raus kommen. Da ist
> dann noch ein Phy dahinter. Und dann kommt die Buchse.
> Vielleicht solltest du den Zweck bzw den Sinn noch einmal besser
> erklären.
>
> Bachelor-Arbeit? Das sind normalerweise nur 3 Monate?? Alleine da sehe
> ich schon schwarz...


Also das Konzept ist so -> Anstatt einer handelsübliche KNX Busleitung 
liegt ein Ethernet PoE Leitung an der Wand das Signale von wo auch immer 
erhält oder weitergibt. An das Ethernet wird dann diese BCU 
angeschlossen. Die BCU muss dafür einen MC besitzen der die Daten aus 
der Leitung herauslesen kann und diese an das BCU weitergibt. Das BCU 
ist auch zugleich eine PD, die Spannung von PoE wird also direkt 
eingespeist und an den MC als auch an das Modul, dass hinter der BCU 
hängt weiter gibt damit es die nötige Versorgungsspannung hat.

Das Projekt existiert schon und ist auch komplett durchentwickelt mit 
Programmierung aber halt von Stand 2009 (Diplo halt), ich soll hier 
nichts anderes tun als den MC tauschen und ggf. die Platine verbessern / 
verkleinern dementsprechend passen die 3 Monate gerade so wobei ich 
schon hinterherhänge. Dafür muss ich wenn ich es nicht schaffe nur den 
erweiterten Prototypen erstellen und keine Programmierung machen.

kenny schrieb:
> ??? 10V bleiben 10V :-)

Häää Ja natürlich. Ich meinte von den 57V vom PoE runter auf 5V für das 
Modul hinter der BCU und dann runter auf 3.3V für die 
Versorgungsspannung des MC

von c-hater (Gast)


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Daniel D. schrieb:

> Wir entwickeln eine Bus Coupling Unit für KNX Systeme. Die BCU existiert
> schon aus einer Diplomarbeit von 2009, mit dem vorhandenen MC aber
> deutlich zu schwach ist für weitere Arbeit wie mir gesagt wurde.

Der erste Schritt für eine wissenschafliche Arbeit wäre erstmal eine 
Analyse des Systems. Was genau ist "zu schwach"? Wo genau ist der 
Engpaß?
Das müßte man dann ggf. noch mit einer Abschätzung zukünftig wachsender 
Anforderungen aufpeppen.

Dann hätte man die Informationen, die man braucht, um einen fundierten 
Anforderungskatalog für einen Ersatz festzulegen, entsprechende Devices 
auszuwählen und eine Art Top-Ten-Liste daraus zu generieren.

Bis hierhin ist das schon was, was eigentlich den Umfang einer 
Bachelor-Arbeit ausmacht.

Eines der Devices unter nicht nur technischen, sondern auch ökonomischen 
Aspekten aus der so gewonnenen Liste auszuwählen und die Sache mit dem 
neuen Teil praktisch umzusetzen, ist schon eine zweite Bachelor-Arbeit 
wert...

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Daniel D. schrieb:
> Häää Ja natürlich. Ich meinte von den 57V vom PoE runter auf 5V für das
> Modul hinter der BCU und dann runter auf 3.3V für die
> Versorgungsspannung des MC
Ich hin mir zu 100% absolut sicher, dass es dafür von den üblichen 
Verdächtigen bereits fertige Vorlagen gibt.
Ich würde da mit Google etwa sowas probieren "poe power supply 
schematic" und dann schauen, was sich so auftut.
Und dann ein wenig mit den Suchbegriffen herumspielen: "poe power supply 
module pcb".
Aber da bist du sicher auch schon drauf gekommen... 😉

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Also wenn du irgendwie die Moeglichkeit hast, aus der Nummer 
rauszukommen, dann mach' das! Ich seh' da nicht wirklich eine reelle 
Chance.
Das mit den 3 Monaten waere vielleicht machbar, wenn du da schon 
ueberall einschlaegige Erfahrung haettest und wuesstest, wo der 
jeweilige Frosch die jeweiligen Locken hat.
Aber weil du's wahrscheinlich nicht ernst genug nimmst und 
weiterwursteln willst:
Dann lass' bloss die Finger von der PoE Spannungsversorgung, wenn du 
einen anderen µController einsetzen willst. Oder andersrum. Moeglichst 
wenige Baustellen gleichzeitig aufreissen.
Was immer leicht vergessen wird: So eine Abschlussarbeit ist keine echte 
Produktenwicklung, sondern nur ein Vehikel fuer dich, eine (hoffentlich 
gute) Note einzufahren.

Gruss
WK

von Daniel D. (darath)


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Dergute W. schrieb:
> Also wenn du irgendwie die Moeglichkeit hast, aus der Nummer
> rauszukommen, dann mach' das! Ich seh' da nicht wirklich eine reelle
> Chance.
> Das mit den 3 Monaten waere vielleicht machbar, wenn du da schon
> ueberall einschlaegige Erfahrung haettest und wuesstest, wo der
> jeweilige Frosch die jeweiligen Locken hat.

Ich werds mal versuchen, da je mehr und mehr ich einrutsche je weniger 
scheine ich Durchzublicken.
Hab mal dem Prüfungsamt und Professor geschrieben und nachgefragt, so 
lange ich da aber keine Antwort habe die mir passt muss ich mich hier 
wohl durchbrechen und dann irgendetwas abgeben.

Dergute W. schrieb:
> Dann lass' bloss die Finger von der PoE Spannungsversorgung, wenn du
> einen anderen µController einsetzen willst. Oder andersrum. Moeglichst
> wenige Baustellen gleichzeitig aufreissen.

Vermutlich die beste Idee, nur den MC zu tauschen da das die eigentliche 
Aufgabe ist. Da müsste ich dann halt nur einen idealen Ersatz finden.
Ich habe den Vorschlag von fchk mal meinem Prof geschickt und frage ihn 
was er davon hält.

Dergute W. schrieb:
> Was immer leicht vergessen wird: So eine Abschlussarbeit ist keine echte
> Produktenwicklung, sondern nur ein Vehikel fuer dich, eine (hoffentlich
> gute) Note einzufahren.

Habe mich da wohl von der Diplomarbeit als Einlesestoff etwas zu 
verleiten gelassen und bin auch bereits viel zu tief in Stoff 
eingegangen der unnötige wäre.

von Frank K. (fchk)


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Daniel D. schrieb:
> fchk schrieb:
>> POE PD Controller gibt es zur Genüge. "POE PD" (Powered Device) ist
>> übrigens das passende Stichwort zum Suchen.
>
> Gibt es da auch einen der 2 VOUT hat ?

Nein. Erzeuge 5V und dann aus den 5V 3.3V.

> Während ich das schrieb ist mir etwas eingefallen. Könnte ich nicht auch
> einfach über ein DC /DC auf 10 V regulieren, dann diese Aufspalten in 2
> Wege 1 um über 5V mein Modul zu speisen während der zweite Weg über z.B
> Dioden auf 3.3V oder welche Betriebsspannung auch immer der MC hat,
> runter regulieren ?

Du wirst für eine POE-Stromversorgung einen Transformator brauchen. 
ENtweder selber wickeln oder (für Dich besser) kaufen. Eventuell 
bekommst Du die passenden Transformatoren nur für 12V Ausgangsspannung. 
Dann brauchst Du eben noch einen Spannungsregler mehr.

Mein Tipp: Bei Deinem Kenntnisstand lässt Du die Finger von POE. Das 
wird nix.

fchk

von Frank K. (fchk)


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Daniel D. schrieb:

> Vermutlich die beste Idee, nur den MC zu tauschen da das die eigentliche
> Aufgabe ist. Da müsste ich dann halt nur einen idealen Ersatz finden.
> Ich habe den Vorschlag von fchk mal meinem Prof geschickt und frage ihn
> was er davon hält.

Hier nochmal konkrete Links:
http://www.ti.com/product/TM4C1294NCPDT
http://www.ti.com/tool/EK-TM4C1294XL

Vorteile:
+ Ethernet MAC UND PHY integriert (das ist selten)

Nachteile:
- 0.4mm Raster, schwierig zu löten

Alternative:
https://www.microchip.com/wwwproducts/en/PIC32MZ1024EFE100
als Prozessor
https://www.microchip.com/wwwproducts/en/LAN8740A
als Ethernet PHY (der Analogteil vom Ethernet)
https://www.microchip.com/DevelopmentTools/ProductDetails/DM320007
StarterKit, da gibts auch Schaltpläne zum Nachbauen.

Vorteile:
+ besser zu löten

Nachteile:
- PHY extern, etwas mehr Schaltungsaufwand.

Von der nackten Rechenleistung liegt der PIC32 vorne, aber für Dich wird 
das nichts ausmachen.

fchk

von Daniel D. (darath)


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Was mich halt an der Diplomarbeit wundert was hier jetzt schon 
beschrieben wurde, dass Begriffe wie PHY oder RMGII gar nicht 
auftauchen.
Der Aufbau ist fast 1zu1 wie im Blockschaltbild zu sehen. Leider kann 
ich das Vollständige Schaltbild nicht zeigen, da ich es gar nicht vor 
mir habe. Hatte ich noch nicht angefragt.

Er schließt das Ethernet Kable an eine RJ45 Buchse, das führt er dann 
weiter zur Initialisierungseinheit LTC4257 bzw auch zum MC. Dann wird 
Power Converter LM2594HVM3.3
verwendet um die Spannung vom LTC auf 3.3V für den MC PIC18F67J60 zu 
bekommen.
Die 3.3V wandelt er dann mit einem Spannungsverdoppler und 
Spannungsregler in 5V. Dann wird der MC verschaltet und am Ende kommt 
der PEI Konnektor.
Zusätzlich gibt es noch eine ICSP Schnitttselle um das ganze pit PICkit2 
zu programmieren.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Daniel D. schrieb:
> Was mich halt an der Diplomarbeit wundert was hier jetzt schon
> beschrieben wurde, dass Begriffe wie PHY oder RMGII gar nicht
> auftauchen.

Das wundert mich jetzt weniger, denn bei dem Controller ist das ja alles 
mit eingebaut. Was eher die Ausnahme ist. OK, der kann ja auch nur 
10MBit/s Ethernet; wird wohl auch reichen, um mal irgendwo ein Laempchen 
in der Huette anzuschalten.

> Der Aufbau ist fast 1zu1 wie im Blockschaltbild zu sehen. Leider kann
> ich das Vollständige Schaltbild nicht zeigen, da ich es gar nicht vor
> mir habe. ...
Waere ich auch etwas vorsichtig mit sowas. Oder hats dir die Hochschule 
explizit erlaubt, Schaltbilder, etc. ins www zu stellen?

Das Board sieht ja auch noch nicht so arg dicht bestueckt aus (viel 
Gruen, wenig Pads).Da wuerde sich sicherlich die selbe Schaltung auf 
deutlich engeren Raum quetschen lassen koennen. Aber das waere auch 
wieder eine eigene Arbeit - die man sich nur aufhalsen lassen sollte, 
wenn man schon mit der entsprechenden Layout/Schaltplan-SW vertraut ist.

Gruss
WK

von void (Gast)


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Daniel D. schrieb:
> Initialisierungseinheit

Das ist wohl der unpassende Name für einen
Power over Ethernet Interface Controller
den ich bisher gehört habe.

Daniel D. schrieb:
> dass Begriffe wie PHY oder RMGII gar nicht auftauchen.

Na die heißen bei dir ja auch ganz akademisch
Phys. Externes Interfcase 10ploig

von void (Gast)


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void schrieb:
> Na die heißen bei dir ja auch ganz akademisch
> Phys. Externes Interfcase 10ploig

Korrektur. Nein falsch. Habe mich von logischen Fehlern in block3.png in 
die Irre führen lassen.

von Frank K. (fchk)


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Daniel D. schrieb:
> Was mich halt an der Diplomarbeit wundert was hier jetzt schon
> beschrieben wurde, dass Begriffe wie PHY oder RMGII gar nicht
> auftauchen.

Ich kennen den PIC und habe ihn selber verwendet. Da sind MAC und PHY 
intern. Beim TM4C1294 ist das genauso. Schau Dir die Schaltung des 
Launchpads an.

fchk

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Wenn die Netzwerkbuchse bereits einen Gleichrichter enthalten sollte, 
käme da gar kein brauchbares Ethernet-Signal mehr durch. Beschäftige 
Dich lieber zunächst mit den Applikationsschriften der Hersteller von 
PoE-Komponenten, bevor Du Dir selbst solch einen Unsinn zusammenreimst.

Ebenso typisch ist es auch, den Aufgaben- und Lösungsraum (synonym: 
Anforderungs- und Implementierungsebene, Lastenheft und Pflichtenheft) 
nicht sauber zu trennen und technische Implementierungsdetails als 
Anforderungen darzustellen. Zwar hast Du schon ein paar Andeutungen über 
den Sinn des Projektes gemacht, aber dann wieder alles in einen Topf 
geworfen. Irgendwie soll alles wie bei der Diplomarbeit von 2009 gemacht 
werden, aber eigentlich doch ganz anders.

von Johannes S. (jojos)


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ich habe noch ein älteres Board mit LM3S8962, ein Cortex-M3 mit 
eingebautem 100 MBit PHY. Nachteil: gibts nicht mehr, auch der µC ist 
nicht mehr empfohlen für neue Designs. Alleine die CPU kostet jetzt über 
30€, wow, was für ein Sammlerstück habe ich denn da?
Und das Board hat auch PoE, habe mal in den Schaltplan geschaut: da ist 
eine PoE Ethernet Buchse da kommt POE+ und POE- raus, die gehen auf 
einen TPS237x und dann auf einen DC-DC LM2594 oder MAX5035. Sieht gar 
nicht so aufwändig aus.
Alternativ haben die STM32F407 viel Power und einen EMAC, brauchen aber 
noch einen PHY dazu. Diese Teile bekommt man zusammen für <15 € beim 
Chinesen, reicht vielleicht für einen Testaufbau wie mein Testbrettl :) 
Der schafft HTTP mit Websockets, MQTT und TFTP gleichzeitig, ein 
bisschen KNX Stack müsste auch noch reinpassen.
BCU: da kommen normalerweise die 5V raus, aber nur schwach belastbar 
weil die Spannung vom KNX Bus genommen wird.
Ein Interssantes Thema, zu KNX schreibe ich mir hier ja auch gerade die 
Finger wund.

von Daniel D. (darath)


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Danke für die Inputs.
Also ich glaub das Beste wäre, da mit Ich überhaupt was machen kann. 
Einfach nur den MC mit einem anderen zu tauschen der mehr RAM hat aber 
die gleichen Implementierungen besitzt. Damit könnte ich bestimmt schon 
wenigstens überhaupt was schreiben. Da ich dann nur diesen tauschen 
müsste.

: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Da musste dann ein Auge drauf haben, dass es nicht zu trivial klingt. Es 
muss halt dem Prof. noch irgendwie klar sein, dass das vieeel mehr ist, 
als nur den pinkompatiblen, naechstgroesseren Kaefer aus einer 
Kaefersippe auf das Board zu pappen...

Gruss
WK

von Daniel D. (darath)


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Ich bin eh schon minimal verzweifelt also selbst wenn es nur das ist und 
ich überhaupt was getan habe wäre ich schon zufrieden. Das Ausschreiben 
kann man ja dann komplex in dem man zum Beispiel mehrere Vergleiche 
aufstellt und wie oben schon gesagt durch Überlegung den richtigen 
Auswählt.

Leider finde ich bei meiner Suche zwar recht viele MC's aber ich weiß 
halt teilweise nicht ob ich die gebrauchen kann oder nicht. Oft sind 
einfach kein Angaben bezüglich SRAM vorhanden (vermutlich hat er dann 
keinen) oder der MCU hat deutlich über 64 Pins was es dann kompliziert 
macht ihn zu implementieren.


Das schwierige an der Suche bei digikey ist, das ich zwar nach PHY + MAC 
suchen kann. Dort finde ich dann aber nur IC Controller die recht 
schwach sind.
Bei Embedded MC finde ich mehr, weiß aber nie ob die PHY + MAC 
implementiert haben.

Hier zum Beispiel dieser hier
https://www.digikey.de/product-detail/de/stmicroelectronics/STM32F107RBT6/497-8916-ND/2074110

Mein Prof. hat leider zu dem von fchk vorgeschlagenen noch nichts 
geschrieben.

Von der Spannung her ideal in Richtung des alte, 64 Pins, MAC 
implementiert, 64kB SRAM, PHY auch aber nur auf USB ? Ich weiß leider 
nicht ob das richtig ist.

Auch ideal wäre, wenn er eine Spannungsversorgung von 5Volt ab kann - 
Das wäre dann so für mich die Eierlegendewollmilchsau, aber ob es das 
gibt...

: Bearbeitet durch User
von Georg G. (df2au)


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Daniel D. schrieb:
> PHY auch aber nur auf USB ?

Hast du das Datenblatt auch nur ganz grob überflogen? Seite 20 gibt dir 
alle notwendigen Informationen. Ein Phy für Ethernet muss extern 
angeschlossen werden - was aber auch kein Hexenwerk ist.

Dein Wunsch nach 5V Betriebsspannung wird sich nicht erfüllen lassen. 
Moderne Designs laufen mit 3V oder weniger, um Strom zu sparen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Die Auswahl eines Mikroprozessors fuer ein Produkt ist auch nicht 
unbedingt eine Taetigkeit fuer Absolventen, weil da halt viele - 
teilweise auch voellig untechnische Geschichten mit reinspielen 
(Verfuegbarkeit/Preis, Roadmap des Herstellers, welcher Distributor...).
Davon hat der "normale" Absolvent keine Ahnung, woher auch. Dann noch 
der ganze Softwarekram: Welche Tools, was kosten die, koennen/wollen die 
die Entwickler bedienen...
Dann Fertigung/Betrieb: Wie/wann innerhalb der Fertigung oder beim 
Endkunden kommt die Software ins Produkt?
Und dann kommt irgendwann mal sowas wie Betriebsspannungen, 
Speichergroessen, etc.

Aber gut, jetzt haste halt die A-Karte gezogen. Auf die Suchfunktionen 
im Netz darfst du dich nicht komplett verlassen, gerade bei den 
Distributoren kann da kompletter Bloedsinn rauskommen, weil die Leute, 
die das programmiert haben, z.b. vorher Sanitaerkeramikdatenbanken 
gemacht haben und keine Ahnung haben, was das fuer Suchkriterien sind.
Worauf du dich verlassen kannst, sind die Originaldatenblaetter der 
jeweiligen Halbleiterhersteller. Da steht z.B. bei deinem 
Digikeybeispiel gleich auf Seite 1 unten: 10/100 Ethernet MAC. Also 
braucht der einen extra Ethernet PHY. Wiegesacht: Chips mit eingebautem 
EthernetPHY sind eher exotisch.

Gruss
WK

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Daniel D. schrieb:
> Auch ideal wäre, wenn er eine Spannungsversorgung von 5Volt ab kann
Aktuelle, halbwegs leistungsfähige µC laufen mit 3,3V.

> PHY auch aber nur auf USB ?
Das solltest du nochmal nachschauen. Und in Richtung MII oder RMII 
schauen. Das ist die übliche Schnittstelle zwischen PHY und MAC.

> MAC implementiert
Der Ethernet-MAC (Media Access Controller) wird auch gern mal 
verwechselt mit MAC (Multiply-and-Accumulate). Das ist hier aber zum 
Glück nicht der Fall.

> Oft sind einfach kein Angaben bezüglich SRAM vorhanden (vermutlich hat
> er dann keinen)
Statt zu vermuten empfehle ich, das Originaldatenblatt zu Rate zu 
ziehen.

> der MCU hat deutlich über 64 Pins was es dann kompliziert macht ihn zu
> implementieren.
Kann ich nicht nachvollziehen. Es ist eher kompliziert, Knoten in der 
Mehrfachbelegung von Pins aufzudröseln, weil der µC zwar viele 
Funktionen, aber zu wenige Pins hat.

Daniel D. schrieb:
> Einmal ist es wichtig, dass der neue MC vielleicht mehr als 128KB RAM
> oder mehr als 8KB Ethernet Buffer besitzt.
Warum "oder"?
Der bisherige µC hat 3,8kBytes SRAM und der Nachfolger muss dann gleich 
35 mal mehr haben?

Dergute W. schrieb:
> Wiegesacht: Chips mit eingebautem EthernetPHY sind eher exotisch.
Weil ein PHY recht analog aufgebaut ist und deshalb eine andere 
Fertigungstechnologie braucht.

: Bearbeitet durch Moderator
von pumuggl (Gast)


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> Die Auswahl eines Mikroprozessors fuer ein Produkt ist auch nicht
> unbedingt eine Taetigkeit fuer Absolventen, weil da halt viele -
> teilweise auch voellig untechnische Geschichten mit reinspielen

Die "unteschnischen" Geschichten spielen im Hochschulumfeld
überhaupt keine Rolle.

Der TO beweist aber, dass er von den "technischen" Geschichten
überhaupt keine Ahnung hat.

Was studiert er eigentlich?

Archäologie?

von Daniel D. (darath)


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pumuggl schrieb:
> Was studiert er eigentlich?
>
> Archäologie?

Elektrotechnik. Aber der Vergleich hingt vorn und hinten. Ich gebe zu 
dass ich Bereich Mikrocontroller keine technischen Kenntnisse besitze. 
So was wird halt in einem Studium auch nicht wirklich gelehrt den hier 
geht es um Theorie. Wir haben gelernt wie ein MC erstellt wird und wie 
er technisch "funktioniert" nicht aber es für 7000 Konfiguration es 
gibt...

Man Beleidigt ja auch kein Informatik Student weil er kein Ruby und 
Rails gelernt hat.

von Msd (Gast)


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Georg G. schrieb:
> Als Bachelor Anwärter solltest du in der Lage sein, ein Pflichtenheft
> für den Prozessor zu verfassen.

Bullshit. Das ist nicht Aufgabe einer Bachelor-Arbeit. Er hat ein 
Problem geschildert und die Formulierung kann man kritisieren.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man in der Bachelor-Arbeit das erste mal 
vor einem Problem steht, dass man nun ohne Hilfe von Vorlesungsmaterial 
lösen muss.

von Peter (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Wenn die Netzwerkbuchse bereits einen Gleichrichter enthalten sollte

Natürlich gibt's die mit Gleichrichter, ist aber mehr als 
Verpolungsschutz zu verstehen.
z.B. Würth Electronic 7499210121A Netzwerkbuchse für PoE die auch bei 
100Mbit über die ungenutzten Adern Spannung einspeisen kann.

Wir nutzen das bei unseren Geräten, entweder richtiges PoE oder eben 
externes Netzteil mit 48V.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

pumuggl schrieb:
> Die "unteschnischen" Geschichten spielen im Hochschulumfeld
> überhaupt keine Rolle.

Und trotzdem koennte man sie zu einem Kapitel einer Abschlussarbeit 
aufblasen.
Und es gaebe eine gewisse Restwahrscheinlichkeit, dass das in den 3 
Saetzen, die man im der Abschlussarbeit folgenden Vorstellungsgespraech 
beim potentiellen neuen Arbeitgeber dazu ablassen kann, garnicht mal so 
schlecht ankommt.

Gruss
WK

von Johannes S. (jojos)


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Wenn Microchip schon keine größeren Mitglieder in dieser Familie 
auflistet, dann wird es die auch nicht geben. Und für ein komplettes 
Neudesign mit anderer Hard+Software ist das für eine One Man Show ein 
bisschen knapp, zumindest bei dem Wissensstand. Das müsste schon auf 
zwei Leute aufgeteilt werden.

von pumuggl (Gast)


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> Wir haben gelernt wie ein MC erstellt wird und wie
> er technisch "funktioniert"

Da missverstehst du schon wozu man studiert. Das Studium ist
ein Rahmen den man auch selbst aus- und auffuellen muss.
Ganz selbststaendlich wurde waehrend meines Studiums in den
Pruefungen auch nach Dingen gefragt die niemals Teil des
Lehrstoffs waren. Pech fuer die Pauker.
Und wenn du schon selbst erkennst, dass die Vorlesung zu
theorielastig ist, haettest du selbst Gelegenheit gehabt
das zu aendern.


> Und trotzdem koennte man sie zu einem Kapitel einer Abschlussarbeit
> aufblasen.

Ich habe schon Arbeiten gesehen, die bestanden aus 10 % Eigenanteil
und 90 % Datenblaettern. Das wurde in der Note aber auch entsprechend
honoriert.


Kein Wunder das die Einstiegsgehaelter so niedrig sind.
Man bekommt ja auch (fast) nichts dafuer.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Daniel D. schrieb:
> Ich gebe zu dass ich Bereich Mikrocontroller keine technischen
> Kenntnisse besitze. So was wird halt in einem Studium auch nicht
> wirklich gelehrt
Das habe ich schon vor dem Studium und nebenher gemacht. Hat mir echt 
geholfen...

Ich hätte aber auch niemals für die Abschlussarbeit ein Thema 
ausgesucht, in dem ich offensichtlich keinerlei Erfahrung und nicht mal 
eine Ahnung habe.

Msd schrieb:
> Es ist nicht ungewöhnlich, dass man in der Bachelor-Arbeit das erste mal
> vor einem Problem steht, dass man nun ohne Hilfe von Vorlesungsmaterial
> lösen muss.
Ich habe hier schon echte Top-Ingenieure betreut, die das auch bei 
richtig komplexen Themen völlig selbständig konnten (ein paar davon sind 
jetzt Kollegen und alle aus dieser Personengruppe haben schon vorher mit 
Elektronik rumgemacht).

Ich hatte auch "Durchschnittsingenierue", die man zwischendurch mal 
wieder "auf Kurs ausrichten" musste, die dann aber eine praktikable 
Lösung fanden.

Und ich hatte bisher zwei Pflaumen, die absolut nichts auf die Backe 
bekamen, weil sie von der Komplexität der Aufgabe (die ich dann 
hinterher jeweils in 2-3 Wochen selber gelöst habe, weil ich diese 
Lösung ja brauchte) nach dem geregelten Schulablauf schlicht überfordert 
waren.
Und nur zur Abschätzung der Komplexität: das eine war ein 
PS2-nach-USB-Tastaturinterface mit einem STM32 Controller (gesamte 
Bauteilanzahl ca. 10 Stück). Und das Andere war ein kleines Platinchen 
mit gerade mal 120mm² und 20 Bauteilen, für das zudem ein praktikabler 
Feuchtigkeitschutz zu suchen war.

Daniel D. schrieb:
> fchk schrieb:
>> Wofür braucht Ihr noch 5V? Kannst Du das nicht wegoptimieren?
> Leider nein, die BCU hat einen Aufsteckplatz für KNX TP Module, diese
> Module laufen in der Regel bei 5V - laut den Aussagen der Diplomarbeit.
Dann brauchst du ja nur einen Pegelwandler für genau diese 
Schnittstelle zu den anderen Modulen. Mit ein wenig Glück bekommst du 
über diesen Stecker dann sogar die 5V für den Pegelwandler und brauchst 
auf deiner Platine gar keine 5V erzeugen. Wer heute ein Design mit 5V 
Bausteinen anfängt, der ist technisch noch vor der Jahrtausendwende 
unterwegs.

> laut den Aussagen der Diplomarbeit.
Und tatsächlich?

von Daniel D. (darath)


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Also -

Es gibt ja auch ganz normale BCU's für KNX TP
Hier der Schaltplan von diesen :
https://kompendium.infotip.de/files/wdb/GRAFIK/2750_G-AUTOMATION/2752_KNX/ABB_2752_01_06_Teilnehmer.gif

https://kompendium.infotip.de/knx-installationsbus.html

Die 24V sind die Versorgungsspannung für das Anwendungsmodul,
die 5V sind die Logischen Daten. Diese sind aber auch noch genauer 
Aufgeteilt für die Applikation in 25mV Abschnitte :

Typ Spannung V Funktion
0 0,00 kein Applikationsmodul angeschlossen
2 0,50 4 Binär- (Analog-) Eingänge, 1 Binärausgang
4 1,00 2 Binär- (Analog-) Eingänge, 2+1 Binärausgang
6 1,50 3 Binär- (Analog-) Eingänge, 1+1 Binärausgang
12 3,00 seriell synchron
14 3,50 seriell synchron starre Länge
16 4,00 seriell asynchron
19 4,75 4+1 Binär-Ausgänge
20 5 Download
Quelle 
https://www.vde-verlag.de/buecher/leseprobe/9783800740338_PROBE_01.pdf

Dementsprechend muss ich also die VOUT vom PDI zunächst auf 24V regeln, 
dann auf 5V und dann noch mal auf die Versorgungsspannung des µC was 
auch immer dieser benötigt. Das denke ich, sollte mit einfachen 
Pegelwandlern ja möglich sein oder sehe ich das falsch ?

Dann benötige ich ja nur noch einen µC, um den jetzigen zu ersetzen.
Dass ist auch das Problem wo es hakt. - Ich habe mir den µC von fchk 
angeschaut und der hat alle Anforderungen die wir benötigen :
RAM > 64kB (vom Professor angeordnet)
MAC und PHY wenn möglich integriert ( so hatte es der alte µC) , sollte 
das aber nicht gehen müsste man diese eben nachtragen.

Wo es bei mir jetzt mit dem Know-How zu Ende geht ist die Verschaltung 
und Programmierung des µC - Der jetzige ist auf den BCU gesetzt und wird 
über eine ISCP Schnittstelle mit einem PICkit2 programmiert. Ist das bei 
dem http://www.ti.com/product/TM4C1294NCPDT auch Möglich ?
Zur Programmierung selbst, da muss ich wahrscheinlich nicht mal was 
machen. Ich glaub es würde reichen, wenn ich das Board überarbeite dabei 
Priorität :
1. µC
2. Positionierung (Es gab ein paar falsche Positionen der alten BCU, 
wodurch der Aufsatz leicht verschoben wurde)
3. Spannungswandler

Wobei Spannungswandler erst auch nur mal in "" bleibt.

: Bearbeitet durch User
von Johannes S. (jojos)


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Der Transceiver BCU setzt die Pegel vom KNX TP so um, das die einfach 
per uart vom uC verarbeitet werden können. Damit man keine zusätzliche 
Spannungsversorgung für BCU und uC braucht nimmt man diese vom TP Bus. 
Das Budget ist aber nicht unendlich, je weniger desto besser.
Jetzt hast du aber noch PoE auf der anderen Strippe die mehre zig Watt 
liefern kann vs. zig Milliwatt. Wozu dann also den BCU quälen?
Controller wurden ja schon genannt, viele moderne haben reichlich mehr 
Ressourcen, aber integrierter PHY ist selten. Aber an die Software muss 
man definitiv ran, da ist nix kompatibel. Man kann auf Bibliotheken oder 
OS aufsetzen und hat dann zumindest UDP, TCP oder höhere Protokolle.
Bleibt noch die Frage nach dem Einsatzzweck so eines Gerätes. Zum 
Protokollieren oder Überwachen des Busses kann man auch einen RaspPi mit 
knxd nehmen, hat viel mehr Power und gibts schon lange.

von jemand (Gast)


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Georg G. schrieb:
> Tu dir und deinen Ausbildern einen Gefallen und such dir ein anderes
> Projekt. Dir fehlen Grundlagen (Flash ist nicht RAM, Spannungswandler
> auf dem MC-Chip sind ungebräuchlich). Die von dir bei Digikey gefundenen
> Kandidaten sind nicht ungewöhnlich groß, allerdings für Heimwerker eher
> schlecht zu verarbeiten.
>
> Als Bachelor Anwärter solltest du in der Lage sein, ein Pflichtenheft
> für den Prozessor zu verfassen. Nur so mit etwas Prosa wird das nichts.

Du hast ja auch nicht mehr Ahnung.
JEDER aktuelle µC hat Spannungswandler. So hat jeder (halbwegs moderne) 
PIC einen Kernspannungsregler integriert. Einige sogar Kondensatorlose.

@Topic:
Ich würde mich bei den PIC32MX oder MZ umsehen. Üblicherweise schränkt 
man die Auswahl durch Einschränkung auf bestimmte Features ein. Man 
verwendet die Tabellen vom Hersteller. Für PIC32MX:
https://www.microchip.com/ParamChartSearch/chart.aspx?branchID=30063

Unterschätze das aber nicht. Die sind kompliziert.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Daniel D. schrieb:
> Ich habe mir den µC von fchk
> angeschaut und der hat alle Anforderungen die wir benötigen :
> RAM > 64kB (vom Professor angeordnet)
> MAC und PHY wenn möglich integriert ( so hatte es der alte µC) , sollte
> das aber nicht gehen müsste man diese eben nachtragen.

Das sind sicherlich nicht ALLE Anforderungen.
Du brauchst doch noch mindestens einen UART, der dann auch noch ein 
bestimmtes Protokoll koennen muss. Und dann noch diverse Digital-IOs und 
wohl noch irgendwas (ich mutmasse mal: Analogeingang, ADC), mit dem der 
Typ von angeschlossenem "Anwendungsmodul" bestimmt werden kann. Und 
wasweissichnoch alles.
Das solltest du erstmal vollstaendig auflisten.

Und dann - wie du vielleicht schon ahnst: Irgendwas, mit dem man die 
fertige Software mal in den Mikrocontroller reinbekommt. Das besteht 
ueblicherweise aus etwas (ziemlich spezieller) Hardware, die am einen 
Ende an deine Platine mit dem zu programmierenden µC gepopelt wird und 
am anderen Ende ueblicherweise in einen PC mit entsprechender Software 
drauf. Weiterhin brauchts auf dem PC oder sonstwo dann noch 
entsprechende Kompiler, Linker, etc. um die Software ueberhaupt bauen zu 
koennen. Das alles sollte auch zu dem Betriebssystem, was auf dem PC 
ist, passen.
Da ja schon Software fuer den alten µC existiert, solltest du auch 
gucken, wo die herkommt, ob ihr da alles in sourcecode, geschrieben in 
einer portablen Sprache habt, oder wenn nicht, wie man das auf den neuen 
Prozessor bringt.
Das alles ist Zeugs, was teilweise richtig viel Geld kosten kann oder 
garnicht beschaffbar sein kann fuer normale Sterbliche. Oder auch 
voellig kostenlos ausm www zum downloaden sein kann. Also: hohes 
Aerger/Geldeinsparpotential.
Dagegen ist die Frage, ob da jetzt der EthernetPHY schon eingebaut ist, 
oder extra angeschlossen werden muss, voellig nebensaechlich.

Nur nochmal zur Erinnerung: Es ist viel nervenschonender jetzt ein 
anderes Thema fuer die Abschlussarbeit zu waehlen, als in 2.99 Monaten.

Gruss
WK

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Ich wiederhole noch einmal sinngemäß meine obigen Ausführungen:

Du unterscheidest in Deinen derzeitigen Ausführungen nicht hinreichend 
genau zwischen der Anforderungs- und Implementierungsebene, sondern 
bringst diese ständig durcheinander. Du versteifst Dich auf irgendwelche 
technischen Konzepte (MAC und PHY in einem Microcontroller, 
Spannungsversorgung des Microcontrollers mit 5V) und erhebst diese zu 
Anforderungen. Das ist völliger Unsinn. Stattdessen solltest Du zunächst 
einmal zusammenstellen, was denn die echten externen Anforderungen und 
Rahmenbedingungen sind. Erst danach solltest Du versuchen, für diese 
Anforderungen die passenden technischen Konzepte auszuwählen. Dabei kann 
natürlich auch herauskommen, dass manche Anforderungen unnötig schwer zu 
erfüllen sind; erst dann kann man darüber nachdenken, solch eine 
Anforderung anzupassen.

Solch eine strikte Trennung der verschiedenen Ebenen eignet sich 
insbesondere auch für eine schriftliche Arbeit. Sie ermöglicht auch, die 
richtigen Begründungen für die technischen Konzepte zu formulieren.

von fchk (Gast)


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Daniel D. schrieb:

> Dann benötige ich ja nur noch einen µC, um den jetzigen zu ersetzen.
> Dass ist auch das Problem wo es hakt. - Ich habe mir den µC von fchk
> angeschaut und der hat alle Anforderungen die wir benötigen :
> RAM > 64kB (vom Professor angeordnet)
> MAC und PHY wenn möglich integriert ( so hatte es der alte µC) , sollte
> das aber nicht gehen müsste man diese eben nachtragen.
>
> Wo es bei mir jetzt mit dem Know-How zu Ende geht ist die Verschaltung
> und Programmierung des µC - Der jetzige ist auf den BCU gesetzt und wird
> über eine ISCP Schnittstelle mit einem PICkit2 programmiert. Ist das bei
> dem http://www.ti.com/product/TM4C1294NCPDT auch Möglich ?

PICKIT2 ist (a) alt und geht (b) nur für alte 8 Bit PICs. Nicht mal für 
die aktuellen.
Für den TI TIVA nimmst Du idealerweise einen TI XDS100v3 oder XDS110, 
den Code Composer (aktuell ist 9.3.0) und die TI TIVAWARE Driver 
Libraries.

http://www.ti.com/tool/TMDSEMU110-U
http://www.ti.com/tool/CCSTUDIO
http://www.ti.com/tool/CCSTUDIO-TM4X
http://www.ti.com/tool/SW-TM4C

Basisbeschaltung findest Du im Userguide zum EK-TM4C1294. Die kannst Du 
so übernehmen.

fchk

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Die Aussage von Andreas Schweigstill kann ich nur unterschreiben. 
Schreib auf, was gefordert wird und dann erst, wie du das lösen willst.

Welche Rechnerfamilie du nimmst, ist fast egal. Ausreichend Features 
haben sie eigentlich alle, entscheidend ist eher, ob du zu Support 
kommst, die Tools taugen, es (bezahlbare) Eval-Boards gibt o.ä.

Versuche, die Aufgabenstellung auf reine Hardware zu beschränken. Dann 
genügt ein Minimalprogramm, das zeigt, dass du auf der einen Seite mit 
dem Ethernet und auf der anderen Seite mit der BCU kommunizieren kannst. 
Ob die Kommunikation sinnvoll ist, ist dabei völlig egal. Das gibt dann 
die nächste Bachelorarbeit eines armen Ahnungslosen.

Für den Anfang kannst du die die Hardware aus einem Eval-Board, einem 
PoE-Board (zum Beispiel 
https://www.silabs.com/products/development-tools/power-over-ethernet/si3402b-isolated-evaluation-kit) 
und einem Längsregler à la 7805 aufbauen. Das kannst du auf dem 
Labortisch mit ein paar Drähten zusammenstecken und in Betrieb nehmen.

Wenn das dann so weit läuft, dass das Eval-Board über PoE versorgt wird, 
kannst du versuchen, mit Hilfe eines (hoffentlich vom Hersteller zur 
Verfügung gestellten) Beispiels eine erste Ethernet-Kommunikation ans 
Laufen zu bekommen.

Dann kannst du als nächstes versuchen, entweder mit der BCU 
Kommunikation aufzubauen oder (wir schreiben 2020, nicht mehr 1998) 
einen geeigneten Transceiver einzusetzen. Auch hier gibt es Eval-Boards, 
z.B. 
http://www.opternus.com/de/siemens/entwicklungs-werkzeuge/tp-uart2-evaluation-board.html

Wenn das alles so weit tut, kannst du daraus eine Leiterplatte 
entwerfen, machen lassen, diese aufbauen und in Betrieb nehmen.

Bei Fragen zu KNX kann ich ggf. ein bisschen helfen ;)

von Bernhard S. (b_spitzer)


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Muss der gesuchte Controller auf eine vorhandene Platine adaptiert 
werden oder haben die einzelnen Baugruppen dedizierte Schnittstellen?

Von Olimex gibt es ESP32-Module mit PoE (galvanisch gekoppelt oder 
getrennt, je nach Version), einem Ethernet-Phy (der ESP32 hat den MAC 
integriert). Zusätzlich gibt es dazu einen LiPo-Anschluß mit 
Ladeelektronik (Quasi deine USV für KNX) und einen SD-Karten Sockel. 
Wlan gibt's gratis dazu :-)
Die Hardware ist auf Github dokumentiert (aber für die 25€ macht man 
sicher keine eigene Platine)
https://github.com/OLIMEX/ESP32-POE/blob/master/HARDWARE/ESP32-PoE-hardware-revision-D/ESP32-PoE_Rev_D.pdf

Für den KNX kannst du einen TP-UART (der ESP32 hat aber genügend 
Hardware-UARTs und die 19200 Baud vom KNX macht der auch locker per 
Software-Seriell) nehmen oder die KNX-Busanschaltung von Freebus.org 
(ist nur noch über Archive.org aufrufbar, der Betreiber hat leider wegen 
der DSGVO die Segel gestrichen)

Frage an die KNX-Spezialisten: hat schon mal jemand einen ESP8266 mit 
Tasmota-KNX an einen realen Bus angeschlossen? Was nehmen die als 
Businterface?

: Bearbeitet durch User
von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Auf den ersten Blick unterstützt Tasmota nur Ethernet Multicast, für den 
eigentlichen Buszugriff braucht man dann also so etwas wie das, was der 
TO entwickeln soll (also ein Ethernet/KNX-Interface).

Das Hauptproblem am TPUART ist das reichlich fiddelige Timing. Wenn man 
nicht Geräte über den Bus programmieren, sondern nur Gruppenadressen 
lesen und schreiben will (mehr kann Multicast sowieso nicht), ist der 
Rest nicht wirklich kompliziert.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Bernhard S. schrieb:
> (aber für die 25€ macht man
> sicher keine eigene Platine)

Doch, das macht man in dem Fall. Denn das Ziel ist hier nicht, 
irgendeine mehr oder weniger gute oder teure KNX-IrgendeinGedoens zu 
haben, sondern das Ziel ist, ein gute Note auf eine Abschlussarbeit zu 
erhalten.
Was bei der Problemstellung und Informationslage des Delinquenten 
deutlich schwieriger ist, als sich beim Ali E. und A. Mazon 
irgendwelchen Elektronikschrott zusammenzuklicken.

Gruss
WK

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Dergute W. schrieb:
> Was bei der Problemstellung und Informationslage des Delinquenten
> deutlich schwieriger ist, als sich beim Ali E. und A. Mazon
> irgendwelchen Elektronikschrott zusammenzuklicken.

Sooooo schlimm ist Olimex nu auch wieder nicht.

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