Moin Moin zusammen,
beim stöbern beim "ham wer nich" Conrad habe ich dieses gefunden:
TONERVERDICHTER PUMPSPRÜHFLASCHE 250 ML
Artikel-Nr.: 528017 - 62
Bis jetzt drucke ich immer 2 Folien aus (HP 5L) und klebe sie
übereinander.
Dieses Spray soll nun diesen Toner verdichten ...
Meine Frage nun, hat jemand damit Erfahrungen und taugt das was ?
Weil 8 Eu nur zum testen ist etwas viel.
Für Antworten besten Dank.
mfg
Oliver
Ich hab das C*nrad-Zeug zuhause und kann es empfehlen. Trocknet sehr
schnell (vielleicht 15 Minuten liegen lassen) und der Toner ist
anschließend wirklich pechschwarz. Ich verwende einen HP-LJ1012 mit
Original-HP-Toner, kann sein, daß es mit anderen Tonern nicht so gut
funktioniert.
Das Kontaktchemie Solvent50 (Etikettenlöser) funktioniert im Prinzip
ähnlich, der Effekt ist aber nicht ganz so gut. Es riecht allerdings
sehr stark (Orangenöl) und braucht sehr lange zum Trocknen, selbst nach
etlichen Stunden ist der Toner noch klebrig. Also für diesen Zweck
eigentlich nicht zu empfehlen, aber wenn man es zufällig da hat, kann
man den Effekt damit mal nachvollziehen. Andere Etikettenlöser haben
bei mir nicht funktioniert.
MfG Olaf
Moin Olaf,
und wie Funktioniert das ? Was ist mit den nicht bedruckten Flächen ?
Wischt man die wieder ab oder wird alles trocken und fertig ?
Gerade bei feinen SMD Leiterbahnen und ICs stößt die 2 Folien Methode
an ihre Grenzen, bedingt durch leicht unterschiedliche Verzerrungen
beim drucken.
Selbst mein QMS Farblaser bekommt das schwarze nicht besser hin wie der
HP 5L. Evt werde ich mal zu Con..d fahren und das mal
testen.
Besten Dank.
mfg
Oliver
@all,
Ich habe auch schon einiges ausprobiert, 2 Folien hintereinander jedoch
das übereinanderlegen ist etwas schwierig und bei Schriften kommt es oft
zu Verzerrungen.
Einige schwören auf Solvent 50 dieses löst auch die Tonerpartikel an
und verklebt sie zu einer Lichtundurchlässigen Schicht.Jedoch hatte ich
immer das Problem, dass die Kanten auch verschwommen sind.
Daher hebe ich diese Methode für micht als unbrauchbar abgeschrieben
jedoch andere haben anscheinend keine Probleme.Könnte eventuell auch an
meinem Laserdrucker liegen.
Habe nun das C-Zeug gekauft und auch verwendet und bin davon
begeistert.
Es trocknet sehr schnell ab und die Kanten sind immer noch gestochen
scharf(siehe Anhang).
Aber was beim einen gut ist muss beim anderen noch lange nicht gut
sein, also einfach mal Probieren.
Ich würde das C-Zeug vor den Solvent50 vorziehen dieses ist auch nicht
gerade billig.
Habe eine alte Folie verwendet die gekntkt war daher der Streifen.
Der Scan ist leider nicht so gut wie erhofft aber ich denke man kann
den Unterschied sehen.
Rechts ohne Behandlung links mit.
TOM
Klingt interessant das Ganze.
Ich komme zwar mit meinen normal gedruckten Folien gut klar, aber wenn
es etwas zu verbessern gibt, warum nicht.
Stellt sich jetzt bei mir die Frage: Welche chemischen Stoffe erreichen
dieses "verkleben" von dem Toner? Hat es schon mal jemand ausprobiert
die Folie z.B. mit Aceton, Feuerzeugbenzin, Nagellackentferner,
Alkohol, ... einzusprühen, einzunebeln? Da muss es doch bestimmt
irgendwas geben, was zu gebrauchen ist. Wenn sich die Folien später
(nach ein paar Tagen) auflösen sollten, ist in meinem Fall egal. Damit
kann ich leben.
MfG =>dnb<=
@dab,
ich habe keine Ahnung was es ist.
ich versuch es mal zu beschreiben.
Farbe klar,dünnflüssig,richt wie Nitroverdünnung zumindest in diese
Richtung,nach dem aufsprühen verdampft die Flüssigkeit
sofort(ca.1sec).
C-Flasche reicht so schätze ich für min. 100 Eurolayouts.
Ist also nicht wirklich teuer pro LP damm 8 Cent.
Ich werde in nächster Zeit keine Experimente mit anderen Mitteln
machen, aber wenn jemand mit Verdünnung etc. gute Erfahrungen hat bitte
posten.
Es sind bestimmt alle Dankbar.
TOM
Was auch funktionieren könnte wäre Plastik 70.
Ich wollte letztens mit dem Laser bedruckte Flaschenetiketten damit
etwas haltbarer machen. Ergebniss: alles fast komplett schwarz. Der
Lack wirkt da also auch als Tonerverdichter.
War allerdings wie gesagt auf Papier. Keine Ahnung, ob das auch auf
Folie funktioniert. Wenn man das Spray da hat kostet ein Test ja so gut
wie nichts.
Ich habe vor einiger Zeit auch mal den Tonerverdichter von C probiert,
da es sich sehr vielversprechend anhört. Ich habe es auf verschiedenen
Folin und Laserdruckern (nur von HP: LJ 2200, 4000, 5L, 4L) und war
sehr enttäuscht. Ich konnte keinen Unterschied feststellen. Habe es
dann wieder zurückgegeben (zum Glück haben sie es gemacht). Zur Zeit
benutze ich Imprägnierspray (Firma weiß ich leider nicht). Ein bis
zweimal besprühen und Leiterbahnen sind schwarz.
Scheint wohl nicht bei jedem zu funktionieren.
Gruß PatrickHH
Nach meinen Erfahrungen ist bei der üblichen Verwendung eines
UV-Belichters ein Tonerverdichter absolut unnötig. Selbst wenn die
Schwarzflächen durchsichtig erscheinen, sind die geätzten CU-Flächen
geschlossen.
Ich verwende sogar Transparentpapier anstatt Folie (siehe früherer
Beitrag - http://www.mikrocontroller.net/forum/read-6-298847.html#new).
Die Erfahrungen von uns und der anderen aus dem Forum bestätigen nur,
das sowohl Kantenschärfe wie auch Leiterbahnbreiten bzw. -abstände bis
8 mil kein Problem darstellen.
Also, spart Euch die Kosten für die teure Chemie.
Gruß Frank
@Frank,
dies Erfahrung kann ich leider nicht teilen.
Wenn ich ein Layout mit Flächen habe und es dann direkt belichte ist
auf den LP nach den ätzen die gleiche Struktur zu erkennen wie auf der
Folie.Mann könnte nun mit der Belichtungszeit herumspielen und kürzer
belichten dann habe ich aber die Gefahr, dass ich nicht genug belichte
und dann wieder Probleme beim entwickeln habe.
Ich denke jeder muss seinen Weg finden und ich verwende Tonerverdichter
vom C weil dieser mit der verwendeten Folie und Drucker sehr gute
Ergebnisse bringt.
@Patrick
Bei meinem Drucker (war sehr billig) funktioniert der Verdichter vom C
sehr GUT.Wenn ich jedoch in meiner Firma(teuerer Laserdrucker) das
gleiche mache sehe ich auch keine Effekt mache ich es jedoch mit
Solvent50 habe ich wiederum perfekte Ergebnisse bei mir Zuhause
verläuft der Toner auf der Folie.Ich denke es kommt darauf an wie stark
der Toner auf die Folie gebrannt wird.
Nicht jede Lösung ist allgemein gültig da jeder andere Folien,Drucker
etc. verwendet daher muss jeder für sich den besten Weg finden.
Jedoch kann man sich hier im Forum sehr nützlich Tipps und Anregungen
holen,hat mir auch schon vieles erspart.
Gruß TOM
Hi,
alternativ zu Tonerverdichter funktioniert "CRC Quickleen".
Trocknet besser als Solvent 50, und das Zeug ist mit z.B 2,65 bei
reichelt auch recht günstig.
hi,
der wirkungsbestandteil nr. 1 in tonerverdichtern ist orangenöl. das
bewirkt ein anlösen des toners (ich hab den kyocera fs-9000). pur
funktioniert es zwar, die trocknung dauert allerdings ewig und der
anlöseeffekt ist einfach zu heftig.
ich verwende 1 teil orangenöl (etikettenlöser) und 2,5 teile alkohol,
das ganze in eine kleine pumpflasche aus dem baumarkt und dan 'ne
dünne schicht auf transparentpapier.
funktioniert recht perfekt, die bahnen werden tiefschwarz, der rest
bleibt transparent. trocken nach 10 min., mit fön nach 2 min.
grüssens, harry
Hallo,
auch wenn es einige verteufeln,
ich benutze auch Solvent 50.
Langsames abtrocknen bzw. kleben kenne ich nicht.
Ich sprühe (Papier, Transparentpapier oder Folie) satt ein
und hänge das Teil dann diagonal zum trocknen auf.
Da verläuft nicht und die Kantenschärfe bleibt.
MfG cdg
Kann schon sein, aber im Conrad Tonerverdichter ist bestimmt kein
Orangenöl drin, riecht absolut nicht danach.
Das ist schon eher Lösemittel pur.
Und bei mir hat das Trocknen von Solvent 50 ewig gedauert.
mfg
BjS
Im Conrad-Datenblatt steht was von Aliphatische und cycloaliphatischer
Kohlenwasserstoffe mit Additiven also organische Lösungsmittel die laut
Wikipedia NICHT aromatisch sind, wie z.B. das Cyclohexan.
Gerd
@all,
wie schon mal gesagt das hängt von Drucker ab.Wenn ich bei mir zuhause
auf Folie drucke und dann Solvent50 draufsprühe verläuft der Toner mit
dem Drucker bei mir im Geschäft ist dies nicht der Fall. Jeder muss für
sich seinen Drucker im zusammenhang mit dem verwendeten Druckmedium eben
das beste finden Ob Orangenöl,Tonerverdichter vom C oder Solvent 50 ist
dabei völlig egal es miss zum schluss eben perfekt sein und fertig. Da
hilft nur eins probieren. Ich verwende eben Tonerverdichter vom C da
dieser perfekt bei mir funktioniert bei anderen ist es eben Solvent50
oder sonst was.
Tom
Hi
Habe mal die Methode mit dem Orangenöl und dem Alkohol ausprobiert.
Ergebnis: KEIN Unterschied ! Drucker: HP-LJ 5MP, Brother HL-5140,
Lexmark Optra C-710, Tektronix Phaser 750, HP-Color LJ 5M.
Das Plastik 70 v. Kontaktchemie funktioniert auf Papier super.
Auf Folie > kein Unterschied.
Meine Methode: ich lasse die Folie einmal "blanko" durch den Laser
laufen (z.B. im Grafikprogramm ein weißes Rechteck ohne Umriß zeichnen
und dann ausdrucken), damit sie sich durch die Hitze verzieht.
Dananch lasse ich sie 2 x mit dem Layout durchlaufen. Ergebnis:
Perfekt.
Dadurch, dass sie sich beim ersten Durchlauf verzogen hat, "macht"
sie
dieses bei den weiteren Durchläufen nicht mehr.
Gruß
Torsten
Hallo,
ich muss mir hier mal den Frust von der Seele schreiben.
HAbe hier schon mal gepostet (TOM). Vor 2 Jahren habe ich mal
Experimente gemacht Laserdrucker-Folie-Tonerverdichter.
Damal bin ich bei Verdichter vom "C" hängengeblieben.
Dieser machte das Layout richtig schwarz Solvent50 löste den Toner so an
das er sogar sich von der Folie löste.
Nun habe ich 2 Jahre mit dieser Methode perfekte Ergebnisse.
Nun nach 2 Jahren war der Toner leer also ebay neuer gekauft genauso wie
die letzte Refill keine Originale.
Jetzt wird der Hund in der Pfanne verrückt ich drucke mit dem gleichen
Drucker,gleiche Trommel nur anderer Toner und nochts geht mehr.
Nach dem Ausdruck wie gewohnt eine leicht Marmorisierte Struktur
Tonerverdichter von "C" drauf kein Unterschied, nächter Ausdruck Solvent
50 drauf kein Unterschied.
Damals dachte ich es hä ngt alleine vom Drucker ab aber jetzt hat es
sich gezeigt ebenso von Toner.
Den Shop von Damals gibt es heute nicht mehr sonst hätte ich dort
nochmels einen Toner bestellt zu m testen.
Werde morgen mal eine Testätzung machen um zu sehen wie es dann aussieht
vielleicht reicht es ja doch.
Ein wehnig kotzt es mich aber schon an.
Moin Moin,
also ich bin von Folie ab, ich verwende jetzt dieses Layout Papier von
ELV.
Sieht so matt aus, belichte ca 40-60sec länger als mit Folie, selbst SMD
ICs sind ok (Mega8). Siehe Bild...
mfg
Oliver
@Oliver,
ich habe auch das von ELV und auch nocht Zweckform.
Wie sieht Dein Ausdruck aus wenn er aus dem Drucker kommt so wie oben
auf dem Bild von 26.03.2006 19:14 zu sehn rechte Seite oder ist es
dichter?!?
Bei mir ist es wie auf der rechten Seite zu sehen also nicht ganz so
dicht wie links.
Thomas
http://www.huber-troisdorf.com/tonerverdichter_lf-a-lf-m.0.html
Günstig und funktioniert einwandfrei.
Wird von mir seit etwa einem Jahr verwendet.
Ich habe mit Transparentpapier bessere Ergebnisse als auf Folie da der
Toner generell schon besser kleben bleibt.
/hannes
Wir machen das einfacher: modernen Tintenstrahldrucker (egal ob Canon,
Epson oder HP) mit guten(!!) Tintenstrahlfolien nehmen, gespiegelt
draufdrucken - und schon hat man einen perfekten Film für beachtlich
feine Leiterplatten. Wir bauen so regelmäßig Testplatinen mit bis zu
150mu Leiterzugbreite und 150mu Leiterzugabstand - wenn man etwas auf
die Staubvermeidung achtet geht das ziemlich problemlos. Wir haben
wirklich alles Mit Laserdruckern probiert, jetzt aber extra für die
Leiterplatten einen Canon Pixma 4300 gekauft (der hat meiner Meinung
nach die konzentrierteste Tinte, bringt also die wenigste Feuchtigkeit
auf die Folie)
Geätze wird bei uns übrigens mit 3-2-1, also 3 Teilen Wasser, zwei
Teilen Salzsäure (36% techn.) und einem Teil H2O2 (30%) - damit ist man
durch 35mu Kupfer in deutlich unter einer Minute - und das bei
Raumtemperatur.
Ich lasse mir immer ein Film bei unserer Druckerei belichten. Das Kostet
mich jedesmal 5 Sieht aber irre Gut aus und absolut blickdicht.
Kann mir einer sagen, mit was die das drucken. Die Sache mt den Ätzen
mach ich auch so 3-2-1 ist eine sehr gute und vorallem saubere Sache.
Basti B. schrieb:> Fabian S. schrieb:>> Hallo,>> hat jemand mal das Zeug von Reichelt ausprobiert?>>> http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=C95...>> Japp,>> Finger weg, ist verschwendetes Geld.>> Sowohl bei einem Samsung CLP-300 als auch Konica Minolta 2490MF (Bei> beiden original Toner) funktioniert das Zeug nicht, nichteinmal eine> mikroskopische veränderung, verdunstet bloß innerhalb einer Minute ohne> das etwas passiert.>> Grüße
Kann ich NICHT bestätigen. Ich drucke mit einem Brother MFC-7440N auf
die Zweckform 3491 Folien. Das Zeug verdunstet schnell und der Toner ist
danach pechschwarz und absolut licht-undurchlässig. Habe damit schon
mehrere Layouts mit 0,3mm Abstand zwischen den Leiterbahnen geätzt und
hat immer tadellos funktioniert.
MfG
EXA
dnb schrieb:> Hat es schon mal jemand ausprobiert> die Folie z.B. mit Aceton, Feuerzeugbenzin, Nagellackentferner,> Alkohol, ... einzusprühen, einzunebeln?
Feuerzeugbenzin hab ich probiert. Der Effekt ist gleich Null
Frank schrieb:> Nach meinen Erfahrungen ist bei der üblichen Verwendung eines> UV-Belichters ein Tonerverdichter absolut unnötig. Selbst wenn die> Schwarzflächen durchsichtig erscheinen, sind die geätzten CU-Flächen> geschlossen.
Das kann man wohl so pauschal nicht sagen - es hängt stark vom Drucker
ab.
Bei meinem HL-2040 sind geschlossene Flächen stark wolkig und wenn man
mit der Belichtungszeit am oberen Ende des Möglichen ist, dann wird an
den dünneren Stellen der Fotolack nach der Entwicklung schon so dünn,
daß man in der Massefläche deutliche Spuren sieht.
Mit Tonerverdichter werden die Folien satt schwarz und das Ergebnis ist
deutlich besser.
Ich benutze zum Auftragen einen dicken Wasserfarbpinsel - da geht nicht
so viel von dem Tonerverdichter in die Luft, bevor er die Vorlage
getroffen hat und so gut wie nichts daneben.
Ich habe den hier gekauft:
http://www.watterott.com/de/Tonerverdichter-1l-Flasche . Wenn man den
mit dem Pinsel aufträgt, dann kann man bestimmt 1000 Europa-Layouts
damit behandeln - oder man teilt sich die Flasche mit Kollegen...
Und noch was: bei meinem Kyocera mit Originaltoner verdunstet
der Verdichter zu schnell um gut zu wirken. Nach dem Einsprühen
decke ich die Vorlage daher mit einem Deckel ab, dann wirkt er
in max. 1 Minute sehr gut. Ich habe mit der Sprühdose und der
Literflasche gute Erfahrungen gemacht.
Hallo,
habe eben auch etwas mit dem TVD gespielt.
Settings:
- Drucker HP Color LaserJet CM1312nfi MFP
- Einstellung: Deckung Schwarz: +3
- TVD von Reichelt
- Papier: Milan Transparentpapier 80g/m²
Real ist der Unterschied noch stärker zu sehen. Ich habe das Spray bei
relativ hoher Außentemperatur und in ca. 25 cm Abstand aufgesprüht, dann
die Vorlage ca. 10 Minuten trocknen lassen. Ich hoffe, dadurch
reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen.
Wichtiger Hinweis noch: Wenn man das Papier aus dem Block getrennt hat,
sollte man unbedingt diesen Streifen oben mit den Kleberesten
abschneiden. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass diese Klebereste ins
Innere des Druckers gelangen!
mfg
da Michl
Erfahrungen mit Tonerverdichter:
Angeregt durch einen Hinweis hier im Forum, wo als Tonerverdichter
Nitroverdünnung vorgeschlagen wurde, habe ich zwei weitere Stoffe
getestet. Sehr gute Ergebnisse wurden mit Butylacetat erzielt. Auch
Verdünnung für Kunstharzlacke ergeben gute Ergebnisse.
Offensichtlich sind die verschiedensten organischen Lösungsmittel
verwendbar.
Wie wird es gemacht?
Man nimmt ein (Gurken)glas mit dicht schließendem Deckel. In dieses Glas
gibt man wenige Tropfen "Verdichter", legt den Laserausdruck hinein (in
die Gasphase)und verschließt sofort das Glas.
Nach einigen Stunden (oder über Nacht) hat sich der Ausdruck nahezu
lichtdicht geschwärzt.
Vorteile: Verbrauch von wenig Lösungsmittel und damit auch preiswert
kein evtl. Verlaufen des Laserausdrucks durch Aufsprühen
Nachteil: Ergebnis erst nach längerer Zeit sichtbar,
nicht für Massenproduktion geeignet
MfG
>im Glas liegen oder kann das auch stehen.
Da hatte ich mich etwas unglücklich ausgedrückt.
Stehend (noch besser wäre evtl. hängend) ist die bessere Variante. Es
sollte vermieden werden, dass flüssiges Lösungsmittel (falls man zu viel
ins Glas gibt) die Folie benetzt. Ein gleichmäßiger Schwärzungsgrad
entsteht, wenn der aufgedruckte Toner nur mit den Lösungsmitteldämpfen
in Berührung kommt.
MfG
Gegen fotographisch hergestellte Filme haben verdichtete
Laserdruckfolien keinen Stich: Zum einen ist die Genauigkeit höher, zum
anderen kann man durch den Film die Platine praktisch nicht
überbelichten.
>Gegen fotographisch hergestellte Filme haben verdichtete>Laserdruckfolien keinen Stich: Zum einen ist die Genauigkeit höher, zum
Laserdruckfolien, auch mit Tonerverdichter, sollen nicht mit
industriellen Methoden konkurrieren.
Es ist aber eine geeignete Methode, mit rel. einfachen Mitteln gute
Leiterplatten für Otto-Normalverbraucher herstellen zu können.
In einem großen (Gurken)Glas können Ausdrucke für eine
Leiterplattengröße von ca. 160x100mm bearbeiten werden.
Die Genauigkeit ist ausreichend für z. B. MSP430F5438 im RM 0,5mm.
MfG
Wolfgang-G schrieb:> Die Genauigkeit ist ausreichend für z. B. MSP430F5438 im RM 0,5mm.
Das hängt stark vom Drucker ab. Bei meinem Brother HL-2040 ist daran
leider nicht zu denken.
Uhu Uhuhu schrieb:> Wolfgang-G schrieb:>> Die Genauigkeit ist ausreichend für z. B. MSP430F5438 im RM 0,5mm.>> Das hängt stark vom Drucker ab. Bei meinem Brother HL-2040 ist daran> leider nicht zu denken.
Hi,
Druckst du zufällig mit linux ? bei mir macht cups ziemlich schlechte
Ergebnisse unter Windows ist das eindeutig besser.
>Das hängt stark vom Drucker ab.
Ich verwende als Drucker den HP Laser Jet 1200 mit einer Auflösung von
1200dpi.
Das Leiterkartenbild wird mit Target erarbeitet. Bei diesem Programm
(bei Eagle ?) kann man vor dem Drucken getrennt für die x- und y- Achse
eine Korrektur vornehmen, sodass Verzerrungen, die durch die Erwärmung
der Folie entstehen, ausreichend ausgeglichen werden können.
MfG
K. J. schrieb:> Druckst du zufällig mit linux ? bei mir macht cups ziemlich schlechte> Ergebnisse unter Windows ist das eindeutig besser.
Nein, mit XP. Das Problem liegt auch nicht am Druckertreiber, sondern am
Druckwerk, das die Tendenz hat, bei schräg verlaufenden Linien den
eigentlich weißen Bereich mit Wolken von Tonerpartikeln zu
verunreinigen.
Bei mir funktioniert es nur mit einer Clearence von minimal 11-12 mil.
Wenn der Clearence-Wert kleiner eingestellt ist, dann gehen schmale,
schräge Isolierstreifen einfach zu.
Wie gesagt, es ist ein Brother HL-2040.
Ich nehme immer zum drucken Transparentpapier aus dem SW-handel und
Zapponlack. Der greift den Toner richtig gut an. Alles wird schön
schwarz und druchsichtig.
Hier sieht man die Wirkung des Tonerverdichters:
ohne ist der Toner extrem ungleichmäßig verteilt, mit bildet er eine
gleichmäßige, glänzende Schicht. Am rechten Rand ist der Sonsor durch
den glänzenden Toner überbelichtet und erscheint deswegen weiß. In
Wirklichkeit ist die Vorlage auch dort tiefschwarz. Es sind
Auflichtfotos.
Na, dann gebe ich meinen Senf auch noch dazu. Ich experimentiere seit
vielen Jahren mit unterschiedlichsten Druckern, Tonern, Folien, Papieren
und Verdichtern herum. Nach langer Rumwurstelei bin ich schließlich zu
einer Optimallösung gelangt, die es problemlos erlaubt, Strukturen bis
herunter auf 6 mil (0,15 mm) zuverlässig aufzulösen. Das ist etwa
doppelt so dick wie ein menschliches Haar.
Als Drucker hat sich bei mir der uralte HP Laserjet 5L als bester
herauskristallisiert (kriegt man bei Ebay inzwischen fürn Appel und n
Ei). Als Toner ist eigentlich jeder brauchbar. Das Original ebenso wie
der Nachfülltoner für 5 Euro. Wichtig ist nur eine saubere und gut
funktionierende Bildtrommel. Also die Tonerpatrone nicht ewig
nachfüllen, sondern auch mal gegen eine neue austauschen.
Als Druckmedium sind die "Folien für die Druckformerstellung" von Avery
Zweckform (Artikel Nr. 3491) die besten. Sie sind aus matt weißem,
transparentem Kunststoff, UV-durchlässig und extrem formstabil. Gibts
z.B. bei Reichelt:
http://www.reichelt.de/Folien/FOLIE-3491/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=700&ARTICLE=89179&SHOW=1&START=0&OFFSET=500&
Tonerverdichter gibt es viele. Aber meiner Erfahrung nach nur einen, der
wirklich was taugt. Es ist der "Tonerverdichter LF-A" aus der
Drucksprühdose von der Huber GmbH in Troisdorf. Auch bei Reichelt zu
erhalten:
http://www.reichelt.de/Aetzmittel-Entwickler/TVD-LF-A/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3375&ARTICLE=89770&SHOW=1&START=0&OFFSET=500&
Das Verdichtungsergebnis wird umso besser, je weniger Verdichter man
aufsprüht. Wenn man zu viel Verdichter aufsprüht, so dass sich evtl.
sogar kleine "Seen" bilden, gibt es ein körniges, unsauberes Ergebnis.
Am besten sprüht man nur ganz kurz eine ganz dünne Schicht auf, so dass
die Oberfläche des Films gerade feucht ist. Diese lässt man trocknen.
Dann wiederholt man den Vorgang erneut. Nach dem dritten
Verdichtungsvorgang in Folge ist das Ergebnis praktisch völlig
lichtundurchlässig. Selbst bei recht schwachen Drucken in größeren,
schwarzen Flächen.
Wichtig ist auch, dass die Luftfeuchtigkeit bei dieser Prozedur nicht
über 70% liegt und die Temperatur nicht unter 18 Grad.
Die Bilder oben zeigen die Ergebnisse: Einmal der Originaldruck ohne
Verdichter wie er aus dem Drucker kommt. Dann die körnige Struktur, wenn
man zu viel Verdichter aufsprüht - dieses Ergebnis ist schlecht
brauchbar. Schließlich das Ergebnis nach 3 aufeinander folgenden
Verdichtungsvorgängen mit ganz wenig Verdichter. Die Leiterbahnen haben
jeweils eine Breite von 8 mil (0,2 mm) und werden sauber aufgelöst.
Zum Schluss noch ein Bild einer nach diesem Verfahren geätzten Platine
mit Leiterbahnbreiten von 6 mil (0,15 mm). Auch dies ist bei sauberer
Arbeit noch problemlos auflösbar.
Als Platinenmaterial empfehle ich Fotoplatinen von Bungard. Aber es tut
sogar eine selbst mit Fotopositivlack (Positiv 20) von Kontakt Chemie
beschichtete Platine. Entscheidend ist weniger das Basismaterial, als
vielmehr die saubere Film-Vorlage und ein ordentlicher
Belichtungsrahmen, der den Film fest auf die Platine presst (ich nehme
da einen einfachen Bilderrahmen mit Klemmbügeln).
Gruß, Volker
Wolfgang-G schrieb:> entspricht "Wenig_Verdichter.jpg " der besten Behandlung?
Ja. Die kleinen Tonerpunkte, die zwischen den Pads zu sehen sind, werden
bei der Belichtung überstrahlt und spielen daher keine Rolle.
Wie gut oder wie schlecht der Verdichter funktioniert hängt nicht
zuletzt vom verwendeten Toner und dem Drucker ab. Eine pauschale Aussage
kann man daher kaum treffen. Ich mache allerdings selber verdichtete
Doppelfilme, die decken dann schon ganz anständig.
Natürlich! Die Wirkung des Verdichters hängt stark vom verwendeten Toner
und Drucker ab. Aber es ist nicht so, dass ein Verdichter bei dem einem
Drucker besser funktionieren würde, als bei einem anderen. Entweder
bringen bei einem bestimmten Drucker alle Verdichter schlechte
Ergebnisse oder es bringen alle Verdichter ordentliche Ergebnisse.
Ich habe z.B. einen uralten HP Laserjet 5L und einen neuen HP Color
Laserjet CM1312nfi MFP. Der alte 5L ist dem neuen Drucker in Sachen
Verdichtung meilenweit überlegen, was aber nicht heißt, dass der neue
Drucker schlechter druckt. Es liegt einfach daran, dass der Toner beim
neuen Drucker anders aufgebaut ist und besser fixiert wird. Dadurch hat
der Verdichter schlechtere Chancen.
Das einzige, was man zuverlässig sagen kann ist meiner Erfahrung nach,
dass es grundsätzlich bessere Ergebnisse bringt, den Toner sehr dünn
und mehrfach nacheinander aufzusprühen und jeweils trocknen zu lassen,
als einmal recht dick, so dass sich vielleicht sogar Pfützen bilden.
Oben übrigens noch das Bild der fertig geätzten Platine. Strukturen bis
6 mil werden anstandslos aufgelöst. Das einzige Problem liegt beim QFP
zwischen dem 2. und 3. Pad von unten rechts. Dort befindet sich eine
kleine Kupferbrücke, die man aber problemlos wegkratzen kann. Ein
elektrischer Test ist bei Feinstrukturen ohnehin nötig. Das Problem sind
hier die beim Laserdruck häufig vorhandenen Tonerpartikel, die sich
zwischen feine Strukturen setzen. Normalerweise sind die kaum sichtbar,
aber durch den Tonerverdichter werden sie dann "platt" gelegt und nehmen
so mehr Raum ein. Das kann in seltenen Fällen dazu führen, dass doch mal
eine Kupferbrücke entsteht, wo sie eigentlich nicht sein sollte. Man
kann in der Vorlage weiter oben auch sehen, dass an dieser Stelle der
Abstand zwischen den Pads etwas kleiner war als sonst und auch besonders
viele "Streupartikel" in dieser Lücke waren.
Gruß, Volker
> Das einzige, was man zuverlässig sagen kann ist meiner Erfahrung nach,> dass es grundsätzlich bessere Ergebnisse bringt, den Toner sehr dünn> und mehrfach nacheinander aufzusprühen
Äh, ich meinte natürlich "den Toner_verdichter_ sehr dünn aufzusprühen".
Toner aufzusprühen dürfte eher schwierig werden :-)
Dex schrieb:> sorry, aber so wirklich toll finde ich das Ergebnis auf dem Bild nicht> ..
Du bist herzlich dazu eingeladen, bessere Methoden vorzustellen, um
Strukturen von 6-8 mil Größe aufzulösen!
> woher kommen die ausschließlich "runden" Pads?
Das sind keine Pads, sondern Vias mit 1 mm Außendurchmesser.
Ich mache das ganze auch schon seit Jahren in Acetondampf. Ich habe da
so eine Art Tupperdose aus Alu, groß und flach, auf deren Deckel ich ein
Stück Weißblech geklebt habe. Die Layouts befestige ich dann von innen
mit Magneten am Deckel. Unten kommen 1-2mm Aceton rein, Deckel drauf, 30
Minuten warten (länger ist auch kein Problem), und schon ist das ganze
fertig.
Wer das ganze nur mal prinzipiell testen will kann ja einfach ein
Marmeladenglas nehmen, etwas Aceton rein, Layout drauflegen, mit
irgendwas flachem beschweren.
Mit den Resultaten bin ich äußerst zufrieden. Der Vorteil ist, dass man
bei der Dosierung eigentlich nichts falsch machen kann und das ganze
äußerst billig kommt.
Ich kann jedem nur empfehlen das mal auszuprobieren.
Viele Grüße
Thomas
thomas schrieb:> Ich dachte mir, ich hänge mal noch ein Bild an. Die Bahnen sind> 11,8mil.. Habe leider kein Bild von etwas feinerem.
Das sieht so weit sehr gut aus. Aber Bahnen von 8 mil wären mal
interessant. Das ist ja noch eine etwas andere Kategorie. Das Ergebnis
hängt natürlich auch stark vom Belichtungsvorgang und dem Ätzmittel ab.
Ich benutze Natriumpersulfat in einem Proma Ätzgerät.
Ansonsten ist die Idee mit Acetondampf als Tonerverdichter gut. Ich
staune auch, dass es funktioniert, wenn das Layout am Deckel hängt, also
die Schwerkraft bezogen auf das Layout nach oben wirkt. Das heißt also,
dass die Tonerpartikel nicht durch die Schwerkraft verdichtet (flach
gelegt) werden, sondern offenbar durch elektrostatische Adhäsionskräfte.
Sehr interessant!
Viele Grüße, Volker
Das Wirkprinzip des Tonerverdichters beruht darauf, dass die
Tonerpartikel unter dem Einfluss der Chemikalie aufquellen. Dadurch
werden die Lücken dazwischen geschlossen und die optische Dichte steigt
an.
Ob das der jeweilige Toner auch tatsächlich tut, hängt wiederum von
dessen Zusammensetzung ab und ist damit Modell- und Herstellerabhängig.
Muss also vorher ausprobiert werden ...
Frank schrieb:> Das Wirkprinzip des Tonerverdichters beruht darauf, dass die> Tonerpartikel unter dem Einfluss der Chemikalie aufquellen. Dadurch> werden die Lücken dazwischen geschlossen und die optische Dichte steigt> an.
Hmmm! Schwarze Tonerteilchen sind meines Wissens Kohlenstoffpartikel,
die von einem Harz (Kolophonium o.ä.) umschlossen sind, das bei
Erhitzung schmilzt und den Toner so mit der Oberfläche verklebt. Selbst
wenn diese durch Lösungsmittel aufquellen, müssten sie doch nach dem
Verdunsten des Lösungsmittels wieder in ihren alten Zustand
zurückkehren, oder?
> Hmmm! Schwarze Tonerteilchen sind meines Wissens Kohlenstoffpartikel ...
Nein, glaube ich nicht, weil Kohlenstoff leitfähig ist - damit würde das
elektrofotografische Prinip im Laserdrucker nicht funktionieren. Es
handelt sich um irgendwelche anderen schwarzen Partikel aus Kunststoff,
Keramik, Harz usw. evtl. werden Rußpartikel irgendwie "ummantelt" ...
Deshalb funktioniert der Tonerverdichter ja auch nicht bei jedem Toner,
eben wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung.
Frank Esselbach schrieb:>> Hmmm! Schwarze Tonerteilchen sind meines Wissens Kohlenstoffpartikel ...> evtl. werden Rußpartikel irgendwie "ummantelt" ...
Und wo ist der Unterschied zwischen Ruß- und Kohlenstoffpartikeln? ;-)
Im Internet findet man zumeist diese oder eine ähnliche Beschreibung:
"Hauptbestandteil vieler Toner ist "Carbon Black", auf gut deutsch:
Industrieruß, der in Kunstharz gebunden ist. Aber auch
Metalloxidpartikel finden Verwendung. Zusätzlich können noch Füllstoffe
beigemischt sein."
Wenn der Ruß von Harz umschlossen ist, dürfte er auch nicht mehr
leitfähig sein...
Ich habe eben mal eine Folie mit 8mil Strukturen acetonisiert ;) Anbei
der Scan des ganzen. Nachher werde ich das ganze noch ätzen, mal sehen
was dabei herauskommt...
Gruß
Thomas
Thomas schrieb:> Ich habe eben mal eine Folie mit 8mil Strukturen acetonisiert ;) Anbei> der Scan des ganzen. Nachher werde ich das ganze noch ätzen, mal sehen> was dabei herauskommt...
Interessant wäre natürlich, wie dieses Verfahren gegenüber anderen
Verfahren abschneidet. Dazu müsste man mal auf die gleiche Weise
hergestellte Layouts mit unterschiedlichen Verfahren bearbeiten und dann
vergleichen. Sonst ist ganz schwer zu sagen, welches nun wirklich das
leistungsfähigste ist.
[quote]Dazu müsste man mal auf die gleiche Weise
hergestellte Layouts mit unterschiedlichen Verfahren bearbeiten und dann
vergleichen. Sonst ist ganz schwer zu sagen, welches nun wirklich das
leistungsfähigste ist.[/quote]
Da hast du natürlich Recht, aber Tonerverdichter möchte ich dafür nicht
extra kaufen...
Anbei mal das Layout in geätzt.
Thomas schrieb:> Anbei mal das Layout in geätzt.
Was sind das denn für ovale Aussparungen in den Lötpads? Diese sollten
rund sein. Mit welchem Programm wurde das Layout erstellt?
W.
Wegen der perspektivischen Verzerrung durch den Scanner kann man das
nicht so gut erkennen.. Aber das eine ist einfach das Bohrloch und das
andere ist das Loch im Pad. Die Folie exakt auszurichten ist ziemlich
unmöglich, das liegt einfach daran, weil der Drucker nicht absolut
maßgenau druckt, bzw die Folie durch die Hitze verzerrt wird. Sieht zwar
nicht gerade schön aus, aber lötbar ist das ja trotzdem. Bei einem
richtigen Film passt das ganze natürlich deutlich besser.
Das Layout wurde mit Eagle gemacht.
Gruß
Thomas
Thomas schrieb:> Da hast du natürlich Recht, aber Tonerverdichter möchte ich dafür nicht> extra kaufen...
Schade! Aber 7 Euro sind ja eigentlich kein allzu happiger Preis für ne
Dose. :)
> Anbei mal das Layout in geätzt.
Die Leiterbahnen sind für 8 mil recht ordentlich. Aber ich denke, das
ist auch die Grenze bei diesem Verfahren. 6 mil sind wohl nicht drin.
Wobei das natürlich nicht nur vom Tonerverdichter, sondern auch vom
Drucker und dem Druckmedium abhängt. Worauf hast du denn gedruckt?
Sind die zu großen Löcher in den Pads durch Unterstrahlungen beim
Belichten entstanden? Dann wundert es mich aber, dass die Leiterbahnen
so gut geworden sind. Wegen der Folie empfehle ich unbedingt die
Zweckform Folie zur Druckformerstellung zu verwenden. Kostet zwar ein
paar Öcken, aber ist unschlagbar in Hitzebeständigkeit und
Maßgenauigkeit. Bei Eagle empfehle ich zudem, das drill-aid.ulp
auszuführen. Das ist wirklich sehr hilfreich zum Bohren...
Gruß, Volker
Klar, 7 Euro ist kein Vermögen, aber vielleicht kann ja jemand anderes
der Tonerverdichter, oder auch du, Volker, mal das Acetondampf-Verfahren
probieren, denn Aceton sollte ja in den meisten Hobbykellern ohnehin
vorhanden sein.
Die Folie ist eine Avery 3552 vom Reichelt mit aufgerauhter Oberfläche.
Evtl wäre ja eine glatte Oberfläche hier besser, weil der Toner dann
nicht "in den Tälern verläuft"!? Der Grund warum ich eine rauhe Folie
benutze ist aber vielmehr der, dass das ganze deutlich kratzfester ist
als bei einer glatten Folie.
Der Drucker ist ein Kyocera FS-6700 mit Originaltoner (TK-20H).
Wegen den Bohrlöchern: Ich bohre immer vorab auf eine NC-Maschine. Und
um das Layout ausrichten zu können lasse ich in Eagle die Löcher in den
Pads und richte dann am Bohrloch aus. Da die Folie aber ja ein wenig
verzerrt gedruckt ist, passt das ganze dann nicht immer überall
zusammen, drum sind die Löcher in den Pads eben auch oval. Also, das
eine ist das Loch im Pad und das andere ist das Bohrloch.
Wenn ich die Drill-Aid-ULP benutze sehe ich ja leider nicht, ob die
Folie richtig ausgerichtet ist. Das beste wäre hier wohl Drill-Aid zu
verwenden und dann an 4 außen liegenden Löchern wieder wegzulöschen.
Dann kann ich die Folie ausrichten und habe bei den anderen Löchern mehr
Restring..
Gruß
Thomas
thomas schrieb:> Klar, 7 Euro ist kein Vermögen, aber vielleicht kann ja jemand anderes> der Tonerverdichter, oder auch du, Volker, mal das Acetondampf-Verfahren> probieren, denn Aceton sollte ja in den meisten Hobbykellern ohnehin> vorhanden sein.
Ja, sicher. Damit reinige ich die Platinen, bevor ich Lötlack drauf
sprühe. Ich muss mir die Vorgehensweise mit dem Aceton nochmal genauer
angucken.
> Die Folie ist eine Avery 3552 vom Reichelt mit aufgerauhter Oberfläche.> Evtl wäre ja eine glatte Oberfläche hier besser, weil der Toner dann> nicht "in den Tälern verläuft"!? Der Grund warum ich eine rauhe Folie> benutze ist aber vielmehr der, dass das ganze deutlich kratzfester ist> als bei einer glatten Folie.
Deshalb mein Vorschlag mit der Folie zur Druckformerstellung, die eine
milchig matte Oberfläche hat, aber nicht rauh ist. Das ist die Avery
Nummer 3491. Gibts auch bei Reichelt.
> Wegen den Bohrlöchern: Ich bohre immer vorab auf eine NC-Maschine.
Aaaah, das erklärt es. Da bin ich mit meiner Minimot im Bohrständer ja
primitiv ;). Aber ich entwickle auch nicht so oft Prototypen und arbeite
viel mit SMD, da halten sich die Löcher in Grenzen - bis auf Vias.
> [..] und richte dann am Bohrloch aus. Da die Folie aber ja ein wenig> verzerrt gedruckt ist, passt das ganze dann nicht immer überall> zusammen,
Vor dem Hintergrund sollte die oben genannte Folie deine Probleme alle
lösen. Es sei denn, dein Drucker druckt grundsätzlich verzerrt :).
> Wenn ich die Drill-Aid-ULP benutze sehe ich ja leider nicht, ob die> Folie richtig ausgerichtet ist.
Klar. Ich drucke immer die Dimension mit und der feine Rand ist prima
zum ausrichten. Da ist der Versatz zwischen Ober- und Unterseite weniger
als 4 mil. Aber das hilft bei deinem Verfahren ja leider nix.
Nö,
bei meinem Kyocera FS-1300D geht im Dampf garnichts. Ich weiß aber,
dass dessen Originaltoner sehr hartnäckig ist (s.u.).
Erst habe ich eine Folie über Nacht in Acetondampf gelagert, kein
merkbarer Effekt. Dann für zwei Stunden im Dampf vom Tonerverdichter
der Huber GmbH, ebensowenig.
Ich muss den Verdichter sehr satt aufsprühen (klatschnass), die Folie
mit einem Deckel abdecken und gut eine Minute einwirken lassen. Deckel
runter und trocknen lassen, dann gehts. Da noch vom Verdichter in der
Schale war, habe ich ein Stück der Folie entsprechend mit dem Pinsel
behandelt und im Durchlicht fotografiert. Das Ergebnis ist zwar nicht
richtig scharf :-(. aber man sieht den Effekt.
Guido schrieb:> bei meinem Kyocera FS-1300D geht im Dampf garnichts. Ich weiß aber,> dass dessen Originaltoner sehr hartnäckig ist (s.u.).
Woraus wir also schließen können, dass man hartnäckigen Toner
unbedenklich dick einsprühen muss, ohne dass dies nachteilige Effekte
hat. Empfindlicher Toner (wie z.B. bei HP Laserjet 4/5/6) hingegen
sollte nur ganz dünn (und vorzugsweise mehrfach) besprüht werden, um ein
"Verlaufen" des Toners zu verhindern. Wenn ich meinen Toner nämlich so
dick einsprühe, dass sich Pfützen bilden, kann ich das Ergebnis gleich
wegwerfen. Dann verläuft der Toner so, dass feine Strukturen von 8 mil
oder weniger nicht mehr auflösbar sind.
Volker U. schrieb:> Woraus wir also schließen können, dass man hartnäckigen Toner> unbedenklich dick einsprühen muss, ohne dass dies nachteilige Effekte> hat.
Ich weiß ja nicht mal, ob es nachteilige Effekte hat, weil es dünn
nicht wirkt :-(. Wenn der Tonerverdichter erstmal oberflächlich
getrocknet ist, geht anschließend garnichts mehr. Das fette
Einsprühen ist daher mehr zum Zeitgewinn nötig, verlaufen tut da
zum Glück nichts.
Wir müssen also schließen, dass wir keine pauschalen Empfehlungen
geben können, sondern für jeden Toner und Drucker (z.B. wegen der
Fixiertemperatur) ausprobiert werden muss. Vor längerer Zeit hatte
Abdul K. schon mal eine Druckerliste hierzu angefangen, das ist
dann aber eingeschlafen.
Guido schrieb:> Wir müssen also schließen, dass wir keine pauschalen Empfehlungen> geben können,
Ich glaube, darauf können wir uns in diesem Fall wohl alle einigen :).
> Vor längerer Zeit hatte> Abdul K. schon mal eine Druckerliste hierzu angefangen, das ist> dann aber eingeschlafen.
Da es so viele Faktoren gibt, die sich auf das Ergebnis auswirken (nicht
nur Drucker und Toner, sondern auch das Druckmedium), muss wohl jeder
selbst das für seine Verhältnisse optimale Ergebnis durch Probieren
ermitteln.
Ich werde nochmal das Acetondampf-Verfahren testen, wenn ich Zeit habe,
da mein Toner sehr empfindlich ist und damit eventuell bessere
Ergebnisse zu erzielen sind, als durch das Besprühen mit Verdichter.
Denn beim Besprühen kann es schon mal passieren, dass zwischen
Leiterbahnen mit sehr geringen Abständen kleine Brücken entstehen. Das
sollte beim Dampf-Verfahren nicht passieren.
Hallo!
Wie versprochen habe ich nun die vergleichenden Experimente mit
Acetondampf und Tonerverdichter angestellt. Die Vorlagen wurden alle mit
einem HP Laserjet 5L auf der Folie für die Druckformerstellung von
Avery/Zweckform No. 3491 erstellt. Die Vorlagen sind folglich identisch
gewesen.
Eine Vorlage wurde durch 3-maliges, sehr dünnes Besprühen mit
Tonerverdichter der Huber GmbH / Troisdorf behandelt. Die andere Folie
wurde 30 bzw. 60 Minuten dem Acetondampf ausgesetzt.
Die Ergebnisse sind in den Bildern zu sehen:
Das erste Bild zeigt drei Ergebnisse von oben beleuchtet (Auflicht):
- Im oberen Bild sieht man rechts die unbehandelte Folie, auf der der
Toner matt erscheint und links die mit Acetondampf behandelte Seite, auf
der der Toner glatt und glänzend erscheint.
- Im mittleren Bild sind die linken beiden Pads 90 Minuten mit
Acetondampf behandelt worden, die rechten beiden Pads nur 30 Minuten.
Man sieht deutlich, dass die Oberfläche der 90 Minuten behandelten Pads
relativ glatt ist, wärend die Oberfläche der 30 Minuten behandelten Pads
gröber und "buckeliger" erscheint.
- Im unteren Bild sieht man die mit Tonerverdichter behandelte Folie.
Die Oberfläche des Toners ist leicht buckelig und vergleichbar mit der
30 Minuten dem Acetondampf ausgesetzten Oberfläche.
Das zweite Bild zeigt drei Ergebnisse von unten belichtet auf einem
Leuchttisch (Hinterlicht):
- Im linken Bild sieht man die 90 Minuten dem Acetondampf ausgesetzte
Folie. Die Strukturen sind verlaufen, die Ränder ausgefranst,
Tonerpigmente sind zwischen die Leiterbahnen gelaufen.
- Im mittleren Bild sind die linken beiden Pads 90 Minuten mit
Acetondampf behandelt und die rechten beiden Pads 30 Minuten. Man sieht
sehr deutlich, dass die lange Behandlungszeit von 90 Minuten zu
Auflösungserscheinungen an den Rändern führt und die Leiterbahnen
breiter macht. Die 30 Minuten behandelten Pads haben hingegen scharfe
Ränder und die Leiterbahnen ihre Sollbreite.
- Im rechten Bild sieht man die mit Tonerverdichter behandelte Folie.
Das Ergebnis ist etwa identisch mit der 30 Minuten in Acetondampf
behandelten Folie.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine 30 Minuten in
Acetondampf "gebadete" Folie etwa das selbe Ergebnis bringt, wie eine 3
Mal kurz mit Tonerverdichter besprühte Folie. Alle Ergebnisse weisen
keine durchsichtigen Stellen auf und sind vollständig deckend. Eine 90
Minuten in Acetondampf behandelte Folie weist hingegen die selben Mängel
auf, wie eine zu stark mit Tonerverdichter besprühte Folie: Verlaufene,
breite Strukturen mit ausgefransten und schwammigen Rändern.
Ich würde also sagen, beide Verfahren erzeugen etwa die selbe Qualität.
Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Allerdings habe ich den
Eindruck, dass die mit Tonerverdichter behandelte Fläche bei gleicher
Qualität etwas weniger starke "Buckel" auf der Oberfläche hat. Beim
Belichten der Platine sind die Buckel problematisch, weil sie es
ermöglichen, dass Leiterbahnen am Rand unterstrahlt werden. Daher würde
ich dann doch zum Tonerverdichter tendieren, wenn sehr feine
Leiterbahnen (6-10 mil) aufgelöst werden sollen.
Gruß, Volker
lass ihn. wahrscheinlich meint er das verfahren "beim pcb hersteller
bestellen", oder er wollte einfach mal jemandem "du depp" an den kopp
knallen.
zu den buckeln: kann man so eine behandelte folie durch z.b. einen
laminierer fahren (ohne das der toner das gerät versaut) oder nochmal
durch eine fixiereinheit eines laserdruckers?
mich würde interessieren ob es möglich ist den verdichteten toner heiß
wieder ganz flach zu bekommen.
c. m. schrieb:> lass ihn. wahrscheinlich meint er das verfahren "beim pcb hersteller> bestellen", oder er wollte einfach mal jemandem "du depp" an den kopp> knallen.
Leider kann hier ja auch jeder Depp anonym schreiben. Aber das ist eine
Philosophiefrage. Es käme noch die Tonertransfermethode in Frage, aber
die ist erheblich weniger leistungsfähig, als das optische Verfahren.
Feine Strukturen sind damit kaum machbar. Außerdem ist der Aufwand
letztlich höher, als mit einem UV-Belichtungsgerät.
> zu den buckeln: kann man so eine behandelte folie durch z.b. einen> laminierer fahren (ohne das der toner das gerät versaut) oder nochmal> durch eine fixiereinheit eines laserdruckers?> mich würde interessieren ob es möglich ist den verdichteten toner heiß> wieder ganz flach zu bekommen.
Eine sehr gute Frage (und Idee)! Mit dem Laserdrucker ist das sone
Sache. Durch den würde ich die Folie nicht nochmal laufen lassen. Zum
einen weil ich nicht weiß, ob das dem Drucker schadet und zum anderen,
weil die Folie nicht mehr das Format DIN A4 hat und man die gar nicht
unbeschadet durch den Drucker kriegt. Das ist ja das generelle Problem:
Wo kriegt man eine so große "Kiste" her, um darin eine A4-Folie mit
Acetondampf zu behandeln? Und zerschnippelte Folien würde ich nicht
durch den Laserdrucker schicken.
Bleibt ein Laminiergerät. Ich habe ein Gerät mit einstellbarer
Temperatur, das ich mir mal für die Tonertransfermethode selbst gebaut
habe. Damit werde ich es mal mit unterschiedlichen Temperaturen testen.
Tschö, Volker
So, die Versuche mit dem Laminiergerät sind durchgeführt.
Normale Laminiergeräte haben gummierte Walzen und arbeiten mit ca.
120-130 Grad Temperatur. Die Fixiereinheit eines normalen Laserdruckers
hat ca. 180 Grad und liegt somit deutlich höher. Ein vollständiges
Aufschmelzen des Toners ist bei 130 Grad also nicht möglich.
Mein umgebautes Laminiergerät ermöglicht Temperaturen von 90-240 Grad.
Ich habe eine mit Tonerverdichter behandelte Folie bei 125 Grad sehr
langsam durch das Gerät laufen lassen. Nur mit etwa 10% der normalen
Geschwindigkeit. Das Ergebnis ist im ersten Bild zu sehen: Links die
unlaminierte Folie und rechts die laminierte. Man sieht, dass die Walzen
des Laminiergerätes zumindest die Oberfläche des Toners erheblich in
"Aufruhr" versetzt haben und die Oberfläche nach der Behandlung
schlechter und buckeliger ist, als vorher.
Noch krasser sieht es bei 180 Grad aus (zweites Bild). Dort haben sich
die Strukturen der Walzenoberfläche in den Toner regelrecht
"eingegraben". Zudem ist Toner an der Walze kleben geblieben und hat
sich an anderer Stelle auf der Vorlage wieder niedergelassen. Die
Vorlage ist also quasi zerstört.
Fazit: Ein Laminiergerät ist für diesen Zweck unbrauchbar. Es macht die
Vorlage eher kaputt.
Was man vielleicht tun könnte: Auf die Vorlage eine glatte Teflon-Folie
legen, an der der Toner nicht haften bleibt und das ganze dann zusammen
als "Sandwich" durch das Laminiergerät schicken. Das könnte Erfolg
haben. Ich habe aber keine Teflon-Folie da. Evtl. müsste ich mal die
Folie einer ausgemusterten Laserdrucker-Fixiereinheit
auseinanderschneiden. Habe son Teil noch irgendwo rumfliegen. Andere
Möglichkeit: Die Folie nochmal durch den Laserdrucker schicken. Aber das
will ich meinem Drucker nicht zumuten. Den brauche ich noch :-).
Ich bezweifle, dass sich die Geschichte mit dem Laminiergerät für
"Otto-Normalbelichter" eignet. Zum einen der Umbau des Laminiergerätes
und zum anderen auch noch die Beschaffung einer entsprechenden
Teflonfolie.
Viele Grüße, Volker
@Volker: Danke für die ausführlichen Tests und die Dokumentation. Aus
welchem Abstand hast du den Verdichter aufgesprüht und wie lange hast du
zwischen den 3 Gängen gewartet?
@ZF: Bitte, gern geschehen! :) Ich habe aus dem vorgeschriebenen Abstand
von ca. 25 cm gesprüht. Aber nur ganz kurz. Also ich habe praktisch nur
für ne halbe Sekunde auf den Sprühkopf gedrückt, so dass nur ein kurzer
Stoß aus der Flasche kam. Die Folie war danach nur leicht angefeuchtet.
Ich habe zwischen den Gängen etwa 1-3 Minuten gewartet. Also so lange,
bis die Oberfläche trocken war.
Schönen Gruß, Volker
Ich habe jetzt nochmal den Versuch mit einer Teflonfolie aus der
ausgemusterten Fixiereinheit eines Laserdruckers gemacht. D.h. ich habe
auf die bedruckte Seite der mit Tonerverdichter behandelten Vorlage eine
Teflonfolie aus der Fixiereinheit gelegt und beides zusammen bei 180 und
bei 200 Grad durch das Laminiergerät geschickt. Die Ergebnisse sind oben
zu sehen und nicht sehr Vertrauen erweckend. Links jeweils die nur mit
Tonerverdichter behandelte Seite und rechts die laminierte Seite. Der
Toner ist ungleichmäßig aufgeschmolzen und teilweise verklumpt. Es gibt
zwar gut geglättete Stellen, aber es gibt auch Stellen, die eher
deutlich schlechter sind als zuvor. Auch diese Methode scheint also
nicht brauchbar zu sein. Es mag sein, dass man vielleicht mit einer
Alu-Folie, anderen Temperaturen oder mehr Druck zwischen den Walzen
bessere Ergebnisse erreicht, aber ich habe jetzt erstmal keine Lust
mehr, weiter in diese Richtung zu experimentieren ;-).
Ich bleibe beim dreimaligen Besprühen mit Tonerverdichter. Das scheint
mir nach aller Experimentiererei immer noch die besten Ergebnisse zu
bringen.
danke für deine mühe :)
sobald bei mir wieder was ansteht werde ich auch ein wenig rumprobieren.
ich hab noch nen billig samsung rumstehen dessen fixiereinheit ich
missbrauchen könnte, und ein laminiergerät ist ebenfalls schon bestellt
- also mal schauen.
Ja, mach das mal! Eine Verbesserung der Randschärfe durch Plätten des
Toners fände ich auch wünschenswert. Zu meinem letzten Posting muss ich
noch ergänzen, dass die Leiterbahnen durch Nachbehandlung im
Laminiergerät etwas breiter geworden sind, was absolut unerwünscht ist.
Ich denke, das wird sich nicht verhindern lassen, wenn man den Toner
erneut unter Druck aufschmilzt.
Ich habe durch reines Besprühen mit Tonerverdichter aber auch schon
Strukturen von 6 mil aufgelöst. Und das ohne Unterbrechnungen oder
unerwünschte Brücken. Man muss nur sehr akribisch und sauber arbeiten.
Siehe hier: Beitrag "Re: TONERVERDICHTER".
Vor allem muss man dafür sorgen, dass die Vorlage absolut sauber und
plan auf der Fotoplatine aufliegt, was eigentlich am schwierigsten ist,
weil die Platine zusammen mit der Vorlage auf einer planen Glasfläche
aufliegen und gleichmäßig von oben Druck bekommen muss, was aber
wiederum das Glas leicht durchbiegt, wenn es nicht sehr dick ist. Sehr
dickes Glas lässt aber schlecht UV durch. Und durchgebogenes Glas
(einige µm reichen schon) führt wiederum zum Abheben der Vorlage. Es ist
ein echter Kompromiss und es gelingt mir auch nicht immer gleich gut.
Was mir noch einfällt: Ein Vakuum-Belichtungsrahmen wäre vermutlich das
Optimale. Aus dem wird die Luft abgesaugt, was dazu führt, dass das Glas
dicht an der Platine anliegt. Ein Selbstbau ist mir zu aufwändig
(Beitrag "Vakkum Belichtungsrahmen im Selbstbau"). Vielleicht
kennt ja jemand eine günstige Bezugsquelle?
Michael_ schrieb:> Komisches Belichtungsgerät!> Normalerweise liegt doch der Film mit der Schichtseite an der Platine> an.
Wieso? Das tut er doch bei dem Vakuum-Belichtungsrahmen genauso!? Nur
wird der Film durch das Vakuum von einer Folie überall gleichmäßig gegen
die Platine gedrückt. Das Entscheidende ist der gleichmäßige Druck, der
überall auf den Film ausgeübt wird und bewirkt, dass er sich nirgends
von der Platine abheben kann.
Wobei ich denke, dass es auch ein ganz simples
Vakuum-Aufbewahrungssystem, wie es das für Kleider und Lebensmittel
gibt, tun würde, sofern die Folie UV-durchlässig ist (siehe z.B. hier
(mit Video):
http://www.amazon.de/WENKO-3792720100-Vakuum-Aufbewahrungssystem-Platzersparnis/dp/B000GPCU16/ref=dp_cp_ob_k_title_2).
Die meisten Kunststoff-Folien sind das. Man müsste das mal ausprobieren.
Dann kann man sich den ganzen Aufwand mit dem Belichtungsrahmen sparen.
So, obwohl es nur ein etwas kruder Einfall zwischendurch war, wollte ich
doch mal wissen, was für Ergebnisse so ein
"Primitiv-Vakuum-Belichtungsrahmen" aus der Lebensmittelabteilung
bringt.
Also habe ich mir für 4,95 die billigsten Vakuumierbeutel für Speisen
gekauft. 4 Stück mit Vakuum-Pumpe sind das
(http://www.ebay.de/itm/310256117689). Für Speisen würde ich die Dinger
unter keinen Umständen benutzen, denn sie stinken recht intensiv nach
einer Art Dieselöl. Aber das ist für die Platinen ja völlig egal. Der
Vorteil bei diesen billigen Beuteln: Sie sind auf beiden Seiten außen
wie innen völlig glatt. Das ist vorteilhaft für die UV-Durchlässigkeit
und das Licht wird weniger gestreut. Der Nachteil ist, dass das Vakuum
etwas schwerer zu erzeugen ist, als wenn eine Beutelseite auf der
Innenfläche mit einer Wabenstruktur geriffelt ist.
Also (Bungard-)Fotoplatine mit doppelseitiger Vorlage rein (die Vorlage
wurde auf den weiter oben genannten Avery/Zweckform-Film gedruckt und
mit Tonerverdichter behandelt). Das Entziehen der Luft funktioniert mit
etwas Übung sehr gut. Ewig halten die Dinger das Vakuum nicht, aber die
paar Minuten zum Belichten reicht es völlig aus. Sie sind wunderbar
UV-durchlässig und es reicht die normale Belichtungszeit von 70-90
Sekunden mit einem UV-Belichter. Man kann das ganze Sandwich mit Platine
auch wunderbar umdrehen, ohne dass was verrutscht, weil das Vakuum im
Beutel alles prima zusammenhält. Daher kann man also auch jeweils nur
eine Seite belichten.
Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Wie mit einem normalen
Vakuum-Belichtungsrahmen, der unter 200 Euro kaum zu haben ist. Ein so
schönes Ergebnis hatte ich bei 8 mil Strukturen absolut nicht erwartet.
Oben habe ich mal Fotos von der Vorder- und Rückseite der Platine
beigefügt. Auf den Bildern ist die Platine schon verzinnt, weil dies für
den Kontrast bei der Aufnahme besser ist. Die Boardgröße ist 28x45 mm,
also ein ziemlicher Winzling. Das Tolle ist, dass man die Pads und
Leiterbahnen bis ganz an den Rand des Boards ziehen kann, ohne dass es
Probleme bei der Belichtung mit Unterstrahlungen gibt.
In Zukunft werde ich dieses Verfahren grundsätzlich benutzen. Vielleicht
findet man ja auch noch andere Vakuumierbeutel, die etwas besser sind.
Gruß, Volker
Besser kann man es eigendlich nicht mehr machen.
Hättest das mal eine Woche eher gemacht ;)
Anfang der Woche hab ich so ein elektrisches Vakumier/Einschweißgerät
zum Wertstoffhof gebracht, weil es ich der Küche nur im Weg war.
Was man macht, macht man Verkehrt.
Naja, diese Geräte für die Küche sind nur bedingt brauchbar. Es kommt
darauf an, wie die Konstruktion ist. Die meisten Geräte erzeugen kein
vernünftiges Vakuum, sondern saugen nur die Luft aus der Tüte. Das
reicht nicht aus, um die Vorlage fest an die Platine zu pressen. Eine
Tüte mit Ventil und Handpumpe ist da deutlich effektiver. Wer zu faul
zum Pumpen ist, kann auch einen Staubsauger-Stutzen an die Tüte ansetzen
;).
Toner Verdichter von Reichelt: LF-A
Laserdrucker Brother HL-5350DN: Funktioniert NICHT, auch nicht bei sehr
langer Einwirkzeit unter einer Glashaube. Keinerlei Reaktion.
Pures Orangenöl auf die Folie getröpfelt und der Toner löst sich sehr
schnell komplett ab.
Ich werde das in Kürze mal in eine Sprühflasche füllen, mit Spiritus und
eventuell mit Wasser verdünnt, das müsste funktionieren. Hoffe ich
jedenfalls.
Laserdrucker Kyocera FS-1750: Funktioniert perfekt.
Warum werden immer diese URALT Dinger wieder ausgegraben ?
Autor: GutGemeint (Gast)
Datum: 01.10.2012 21:44
klar darauf muss man ja sofort antworten ...
?!?
Andreas hat doch nicht auf den Beitrag vom 1.10. geantwortet, sondern
auf das Thema des Threads! Und dieses ist nach wie vor aktuell. Es ist
wenig sinnvoll, jedesmal einen neuen Thread für das selbe Thema zu
eröffnen. Ich würde mir wünschen, dass jeder, der einen neuen Thread
startet, vorher mal die Suchfunktion benutzt, um zu schauen, ob das
Thema früher nicht schon behandelt wurde und man nicht einfach nur
Ergänzungen hinzufügen kann. Das ist für alle Beteiligten hilfreicher.
Michael S. schrieb im Beitrag #3118142:
> Wenn der Vakuumanschluss am Rand der Tüte ist, wird auch nicht die> ganze Luft abgepumpt weil die Folie den Anschluss zu früh dicht macht.
Naja, wenn man lang genug saugt, klappt das schon ganz gut. :-)
Unter dem Anschluss ist bei meinem Beutel ein Abstandshalter, damit der
Anschluss nicht direkt von der Tüte verschlossen wird. Aber klar, mit
einem kleinen Schlauch gehts noch besser!
c.m. schrieb:> wie ist eigentlich die saugleistung von sowas?> Ebay-Artikel Nr. 251255411092
Gute Frage! Müsste man mal testen! 50 kpa wird dort angegeben. Das
entspricht einer Kraft von 50 kN/qm bzw. 5 N/cm² bzw. etwa 500 g/cm²
entspr. 0,5 Bar. Ich nehme an, dass das der Druck ist, den die Pumpe auf
der Druckseite erzeugt. Sehr viel ist es nicht. Ob man damit ein gutes
Vakuum erzeugen kann, glaube ich nicht. Wäre ja auch fatal, wenn man
sein "bestes Stück" einem Hochvakuum aussetzen würde. AUTSCH!
Unabhängig von Tonerverdichter und Co:
Richtig guten Anpressdruck der Vorlagen-Folie an die Platine mit
Folienbeuteln bekommt man vor Allem, wenn eine Kammer-Vakuum-Maschine
(wie in der Lebensmittelindustrie) verwendet wird. Die arbeiten auch mit
mindestens 900mBar Differenzdruck (d.H. 100mBar absoluter Druck und
weniger). Vorteil dabei ist auch, dass die Maschine den Beutel
verschweißt. Damit ist auch (bei entsprechendem Lichtschutz) keine
besondere Eile geboten, da das Vakuum im Beutel für lange Zeit erhalten
bleibt.
Die geriffelten Folien ("geoffriert" genannt) sind nur bedingt zu
verwenden, da sich die Riffelung auch auf die glatte Seite etwas
übertragt und einprägt.
Bei allen glatten Folien bleiben mit einfachen Absaugpumpen oder
Balken-Vakuumiergeräten in der Regel Luftblasen über.
Ich verwende eine solche Kammer-Vakuum-Maschine und bin damit sehr
zufrieden, da die vakuumierten Beutel ein Verrutschen der Vorlage sicher
verhindern. Wichtig ist nur, die Beutel mit etwas Sorgfalt zu behandeln,
da sie doch recht leicht zerkratzen. Die Kratzspuren, wenn sie stark
ausfallen, können sich mit Unter auch auf der Platine zeigen...
Matthias schrieb:> Ich verwende eine solche Kammer-Vakuum-Maschine und bin damit sehr> zufrieden, da die vakuumierten Beutel ein Verrutschen der Vorlage sicher> verhindern.
Ich staune! Bisher habe ich nirgendwo gelesen, dass noch jemand dieses
Verfahren mit Vakuum-Beuteln verwendet. Ich dachte schon, mir wäre das
als Erstem eingefallen. lol
Und was kostet so eine Kammer-Vakuum-Maschine? Es ging ja um eine
bezahlbare und gleichzeitig gute Lösung. Und da sind die 5 Euro für so'n
Popelbeutel vermutlich unschlagbar. Ich finde die Ergebnisse jedenfalls
exzellent. Kann mir kaum vorstellen, dass man sie mit einer
Kammer-Vakuum-Maschine noch besser hinkriegt.
Eine günstige Maschine kostet neu schon mindestens 600 EUR. Dafür
bekommt man die Beutel im Großmarkt schon unter 5 EUR für 100 Stück. Im
Internet natürlich noch billiger.
Ist natürlich keine Alternative für Viel-Ätzer. Da rechnet sich
selbstverständlich ein (Vakuum-)Belichtungsrahmen etc. Aber für
Gelegenheits-Ätzer wie mich, die noch dazu Zugang zu einer solchen
Maschine haben, finde ich das schon eine gute Alternative.
Hab hier erstmal gelesen weil ich auch nicht so tiefschwarze Drucke
hatte.
Erster Test mit Actondampf ( einfach in ne Schale, Druck dürbergelegt )
hat perfekt gewirkt, in nicht mal 15Min.
Drucker ist ein HP Laserjet1200 ( alt ) und Samsung Multigerät
( SCX 4828 Laserfax meine ich war das ) - scheint bei beiden zu
funktionieren.
´Kann ich Tonerverdichter ja aus dem Warenkorb bei "R" nehmen ;-) .
Vakuum ist auch ne gute Idee, aber ich hab meist recht kleine Platinen,
und dort reicht das alte Bilderrahmenglas was hier rumfliegt.
Danke für die Tipps, geht ja nicht um die 7.xx € - sondern um das extra
bestellen.
Bernd ( dl6bfl )
Wobei ich - wie ich oben schon schrieb - durchaus festgestellt habe,
dass das Lagern in Acetondampf die Oberfläche unebener macht, als das
Besprühen mit Tonerverdichter. Siehe hier:
Beitrag "Re: TONERVERDICHTER"
Daher verwende ich weiterhin den LF-A Tonerverdichter von Huber
(Reichelt). Denn die Unebenheiten der Oberfläche sind durchaus relevant
beim Belichten sehr feiner Strukturen ab 6 mil.
Hab den Tonerverdichter nun doch geordert, je besser die Platine, je
mehr
Fun beim basteln !
Beim Samsung Laser wollte die Acetonmethode letzt auch kein so tolles
Ergebniss bringen.
Gruß Bernd
Die Ergebnisse des Tonerverdichters hängen sehr stark vom verwendeten
Toner ab. Wenn Aceton keine brauchbaren Ergebnisse liefert, kann es
durchaus sein, dass auch der Tonerverdichter an seine Grenzen stößt.
Ein Erfahrungwert ist: Je älter der Drucker, desto besser quillt der
Toner auf. Die ganz billigen, uralten 600 dpi-Toner sind da scheinbar
immer noch die besten. Außerdem ist es nicht unwichtig, auf welchen
Träger man druckt. Die matten Transparentfolien für die
Druckformerstellung von Avery/Zweckform Nr. 3491 (gibts auch bei
Reichelt) liefern bei mir die besten Ergebnisse. Die leicht raue
Oberfläche scheint zu verhindern, dass der Toner verläuft und die Ränder
dadurch "ausfransen". Und dann noch in einem Vakuumbeutel belichtet,
ergibt doppelseitige Platinen "à la bonne heure". Da sind selbst 6 mil
kein allzu großes Problem mehr. Allerdings würde ich regulär trotzdem
8-10 mil nehmen, wenns geht, weil dann die Spielräume etwas größer sind
und man nicht so extrem pingelig beim gesamten Arbeitsablauf sein muss.