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Forum: Offtopic Elektronik-Artikel bei Ebay: "Standort Deutschland"


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von Karl Ranseier (Gast)


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Es passiert immer wieder, dass ich etwas bei Ebay ordere, und ich achte 
gezielt darauf, dass dort "Artikelstandort: Deutschland" steht und 
"Gewerblicher Verkäufer", aber trotzdem kommt die Ware entweder aus 
Fernost oder aus einem Containerhafen oder dergleichen. Letzteres ist 
durch die kurze Versandzeit kein Problem. Dennoch erhalte ich fast immer 
keinerlei Rechnung bzw. auf Nachfrage etwas, das wie eine Rechnung 
aussieht, aber ungültig ist, weil alle möglichen Angaben fehlen und 
entweder keine MwSt. ausweist oder welche ausweist, aber gar keine 
USt-IdNr. enthält.
Im Grunde riecht das meiner Meinung nach nach Umsatzsteuerbetrug.

Da es sich wirklich häuft, würde ich gerne wissen, wer bei so etwas 
verantwortlich zu machen ist. Ebay wird sich vermutlich herausreden, 
aber dürfen die das? Ich meine, letztendlich müsste der Staat sich 
gezielt an Ebay wenden und die Steuern einfordern, damit etwas 
geschieht.
Aber an welche Stelle müsste ich mich als Endkunde wenden?
Ich bin kein Denunziant, aber letztendlich leidet ja die Allgemeinheit 
unter dieser Masche.

: Verschoben durch Moderator
von Hugo H. (hugohurtig1)


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Karl Ranseier schrieb:
> Ich bin kein Denunziant, aber letztendlich leidet ja die Allgemeinheit
> unter dieser Masche.

Und Du profitierst von der nicht erhobenen Einfuhr-Umsatzsteuer (mal 
abgesehen von den ggf. zusätzlich anfallenden Zollgebühren). Zahl beides 
einfach freiwillig an den Zoll und gut ist es.

von MWS (Gast)


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Gratuliere, Du hast entdeckt, wie auch Jeff Bozo zu seinen Milliarden 
kam.

Karl Ranseier schrieb:
> Ich meine, letztendlich müsste der Staat sich
> gezielt an Ebay wenden und die Steuern einfordern, damit etwas
> geschieht.

Der Staat ist damit derzeit beschäftigt Kassenbons zu kontrollieren, der 
kann nicht.

Beitrag #6128390 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hugo H. (hugohurtig1)


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Karl Ranseier schrieb:
> Ich bin kein Denunziant, aber letztendlich leidet ja die Allgemeinheit
> unter dieser Masche.

Ja - an Deiner Stelle würde ich meinen Beitrag auch mit -1 bewerten :-)

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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Karl Ranseier schrieb:
> Ich meine, letztendlich müsste der Staat sich
> gezielt an Ebay wenden und die Steuern einfordern, damit etwas
> geschieht.

Tut er auch. Zum 1.1.2021.
Beitrag "Chinaschnäppchen nach 2021"

: Bearbeitet durch User
von Np R. (samweis)


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Hugo H. schrieb:
> Und Du profitierst von der nicht erhobenen Einfuhr-Umsatzsteuer (mal
> abgesehen von den ggf. zusätzlich anfallenden Zollgebühren). Zahl beides
> einfach freiwillig an den Zoll und gut ist es.

Mal abgesehen davon, dass er davon ja gar nicht profitieren will...

Wie zahlst Du denn Zoll und Einfuhrumsatzsteuer ohne Rechnung und Belege 
und wenn die Ware angeblich aus D versendet wurde? Bist Du dann in der 
Beweispflicht, dass die Ware tatsächlich aus dem Nicht-EU Ausland kommt 
und tatsächlich nicht versteuert wurde?

Als Käufer bei Ebay bezahlst Du bei "Standort Deutschland" den Endpreis 
inkl. USt. Wenn Du dann etwas anderes bekommst, bist Du offenbar 
betrogen worden.
Seit wann ist der Betrogene dafür verantwortlich den durch den Betrug 
entstandenen Schaden auch noch selbst zu begleichen?

Karl Ranseier schrieb:
> Aber an welche Stelle müsste ich mich als Endkunde wenden?
> Ich bin kein Denunziant,

Das hat doch mit Denunziantentum nichts zu tun.
Was macht denn Ebay, wenn Du vom Kauf zurücktreten willst, weil die 
zugesicherten Eigenschaften des Produktes ("Standort D") nicht korrekt 
sind?

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Np R. schrieb:
> Wie zahlst Du denn Zoll und Einfuhrumsatzsteuer ohne Rechnung und Belege
> und wenn die Ware angeblich aus D versendet wurde? Bist Du dann in der
> Beweispflicht, dass die Ware tatsächlich aus dem Nicht-EU Ausland kommt
> und tatsächlich nicht versteuert wurde?
>
> Als Käufer bei Ebay bezahlst Du bei "Standort Deutschland" den Endpreis
> inkl. USt. Wenn Du dann etwas anderes bekommst, bist Du offenbar
> betrogen worden.
> Seit wann ist der Betrogene dafür verantwortlich den durch den Betrug
> entstandenen Schaden auch noch selbst zu begleichen

Ich will jetzt nicht sagen, dass das verlogen ist - keineswegs - aber:

Wenn ich in DE für ein Teil z.B. 50 € bei Reichelt, Conrad, ... zahle 
und das gleiche Teil bei eBay ("Standort Deutschland") von einem Händler 
für 7,95 € kaufen kann - schleicht sich dann nicht ein kleiner Verdacht 
ein, dass ggf. keine Einfuhrumsatzsteuer, kein Zoll, Keine Gewerbe- oder 
Körperschaftssteuer etc. dafür gezahlt wurden?

Geiz ist geil - aber nachher rummosern, dass:

Karl Ranseier schrieb:
> keinerlei Rechnung bzw. auf Nachfrage etwas, das wie eine Rechnung
> aussieht, aber ungültig ist, weil alle möglichen Angaben fehlen und
> entweder keine MwSt. ausweist oder welche ausweist, aber gar keine
> USt-IdNr. enthält.
> Im Grunde riecht das meiner Meinung nach nach Umsatzsteuerbetrug.

Pfui. Und nochmal pfui!

: Bearbeitet durch User
von Np R. (samweis)


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Hugo H. schrieb:
> Wenn ich in DE für ein Teil z.B. 50 € bei Reichelt, Conrad, ... zahle
Immer dasselbe Bullshit-Argument...
Nein, am Preis erkennst Du weder die Qualität des Produktes noch den 
rechtmäßigen Eigentümer noch die letzte oder nächste 
Umsatzsteuervoranmeldung des Verkäufers.
Du erkennst daran nur, wie viel der Verkäufer für das Produkt haben 
will.

Aber wenn es Dich glücklich macht, kannst Du natürlich für alles den 
höchsten Preis am Markt bezahlen. Irgendjemanden muss es ja geben, der 
das macht...
Möchtest Du nicht mal etwas von mir kaufen? Ich hätte da noch ein paar 
alte Socken. Ob ich dafür Umsatzsteuer abführe oder nicht, wirst an 
dem Preis natürlich gleich erkennen.

von Ralph B. (rberres)


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Karl Ranseier schrieb:
> Dennoch erhalte ich fast immer
> keinerlei Rechnung bzw. auf Nachfrage etwas, das wie eine Rechnung
> aussieht, aber ungültig ist, weil alle möglichen Angaben fehlen und
> entweder keine MwSt. ausweist oder welche ausweist, aber gar keine
> USt-IdNr. enthält.

Deswegen ist es auch nicht möglich als öffentlicher Dienst bei Ebay zu 
ordern. ( zumindest bei uns nicht ).

Es gibt aber oft die Möglichkeit den ( gewerblichen ) Händler ausfindig 
zu machen , ihn direkt anzuschreiben, und ein schriftliches Angebot 
anzufordern. Hier zeigt sich dann, ob er den Bedingungen in der 
Angebotsanforderung nachkommt, gegen offene Rechnung liefert, und eine 
schriftliche Rechnung der Ware beilegt, bzw per getrennte Post 
versendet.

Dann ist Ebay außen vor und es entsteht ein Kaufvertrag direkt zwischen 
Auftraggeber ( öffentlicher Dienst ) und Anbieter.

Genauso sollte man verfahren, wenn man im Namen einer Fa. bei einen 
Händler in Ebay bestellen will.

Ralph Berres

von Michael B. (laberkopp)


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Hugo H. schrieb:
> Wenn ich in DE für ein Teil z.B. 50 € bei Reichelt, Conrad, ... zahle
> und das gleiche Teil bei eBay ("Standort Deutschland") von einem Händler
> für 7,95 € kaufen kann - schleicht sich dann nicht ein kleiner Verdacht
> ein, dass ggf. keine Einfuhrumsatzsteuer, kein Zoll, Keine Gewerbe- oder
> Körperschaftssteuer etc. dafür gezahlt wurden?

Was für ein Schwachsinn hier vom Stapel gelassen wird.

Bei einem Produkt von 7.95 fällt sowieso keine Einfuhrumsatzsteuer und 
Zollgebühr an. Und Gewerbe- oder Körperachaftssteuer musst du mit dem 
Anbieter in China ausmachen, normalerweise (branchenabhängig) liegen 
deren Steuersätze höher als hier in Deutschland.
Zumindest ist der Gewinn des Anbieters auf Grund des vernünftigen 
Preises viel geringer als der Gewinn von Reichelt/Conrad bei deren 
Wucherpreisen, also ist logischerweise auch dessen Steueranteil viel 
geringer.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Meine Familie hat seit ein paar Monaten das gleiche Problem auch bei 
Spielwaren und Kleidung, nicht nur bei Ebay sondern auch bei Amazon und 
anderen Handelsplattformen.

Wir wollten oft Dinge wegen falscher Größe und/oder mangelhafter 
Qualität zurück zu geben. Die Händler verweigern praktisch immer die 
Rücknahme, obwohl die Geschäftsbedingungen der Plattformen eine 
Rücknahmestelle in Deutschland vorschreiben.

Amazon stellt sich hier allerdings auf Seite der Käufer, wenn man 
hartnäckig bleibt. Das Geld haben wir fast immer zurück bekommen, nur 
sammelt sich allmählich ein wachsender Berg von Schrott an, für den wir 
auf die Rücksendeadresse warten.

Wie Aliexpress damit umgeht, weiß ich nicht. Bisher waren wir mit 
Artikeln von Aliexpress stets einigermaßen zufrieden. Bei Amazon und 
Wish wurde und aber oft richtiger Müll geliefert, teilweise nicht einmal 
billig.

Zum Beispiel haben wir für unseren Sohn eine T-Shirt mit irgendeinem 
Anime Aufdruck in Größe M für 30€ bestellt. Was geliefert wurde, war ein 
hässlicher Sack, der bis unter seine Knie reichte, aus dünnstem 
Polyester mit verwackeltem Aufdruck, wo die einzelnen Farblagen nicht 
zusammen passten. Rücknahme: Fehlanzeige.

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Michael B. schrieb:
> Was für ein Schwachsinn hier vom Stapel gelassen wird.

Ja - da hast Du wohl Recht.

Die 7,95 € sind ein Beispiel (schlecht gewählt, zugegeben - ich kenne 
die aktuelle Grenze von 22 €). Bei "Standort Deutschland" (wenn der denn 
auch hier ist) werden hier in Deutschland sehr wohl Gewerbesteuer (bei 
Gewerbe) oder Körperschaftssteuer (bei einer Körperschaft) fällig. Wenn 
nichts angemeldet ist oder die Standort-Angabe nur ein Fake ist - halt 
nichts.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> oft richtiger Müll geliefert

Ich möchte noch was klarstellen:

Mein ganzer Beitrag bezieht sich nur auf die Händler, die 
"Artikelstandort Deutschland" angeben, dann aber doch von Asien aus 
verschicken.

Mit Händlern die ihren echten Standort (egal ob Europa oder Asien) 
angeben, hatten wir keine negativen Erfahrungen gemacht.

von soul e. (souleye)


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Stefan ⛄ F. schrieb:

> Mein ganzer Beitrag bezieht sich nur auf die Händler, die
> "Artikelstandort Deutschland" angeben, dann aber doch von Asien aus
> verschicken.

Dann mach eine Meldung an ebay.

Ich habe vor einigen Jahren eine Verwarnung kassiert weil ich als 
Artikelstandort "Deutschland" angegeben hatte. Vorgeschrieben sind aber 
Postleitzahl und Ort.

von Dieter W. (dds5)


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soul e. schrieb:
> Ich habe vor einigen Jahren eine Verwarnung kassiert weil ich als
> Artikelstandort "Deutschland" angegeben hatte. Vorgeschrieben sind aber
> Postleitzahl und Ort.

Da liegt wohl eine Verwechselung vor.

Der TO meint vermutlich die Kategorisierung in

Artikelstandort

 eBay Deutschland
 Deutschland
 Europa
 Weltweit

: Bearbeitet durch User
von soul e. (souleye)


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Diese Kategorisierung wird aber aus dem vom Händler angegebenen 
Artikelstandort abgeleitet.

Wobei man hier aufpassen muss. "eBay Deutschland" heisst "kann ich über 
ebay.de kaufen. "Deutschland" heisst der Artikelstandort befindet sich 
ebenda.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Kann man bei der Ebay-Suche wenigstens "Standort Deutschland" dauerhaft 
einstellen?

Wenn ich beendete Angebote anschaue, setzt mir Ebay seit einiger Zeit 
immer die Sortierreihenfolge absichtlich falsch auf "kürzlich bendet", 
obwohl ich das mal irgendwo auf "niedrigster Preis" eingestellt und nie 
geändert habe. An einem anderen Rechner funktioniert es noch. Vor 
längerer Zeit war das schonmal so, hat dann nach einigen Wochen aber 
ohne mein Zutun wieder wie vorher funktioniert.

Da Ebay auch keine funktionierende Suchfunktion mehr hat, gehe ich davon 
aus, daß der Vorstand nicht möchte, daß ich da noch irgendwas kaufe.

Gebe ich HP 4972 in die Suche ein, ein alter Netzwerkanalysator von HP, 
kommen 674 Treffer von Autoersatzteilen, z.B. "Hutchinson Zahnriemen" 
oder "Mann Luftfilter", aber kein einziges Teil von HP.

Die Betreiber von Ebay leiden offenbar an Geistesstörung.

Beitrag #6139935 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Karl Ranseier schrieb:
> Es passiert immer wieder, dass ich etwas bei Ebay ordere, und ich achte
> gezielt darauf, dass dort "Artikelstandort: Deutschland" steht und
> "Gewerblicher Verkäufer", aber trotzdem kommt die Ware entweder aus
> Fernost oder aus einem Containerhafen oder dergleichen. Letzteres ist
> durch die kurze Versandzeit kein Problem. Dennoch erhalte ich fast immer
> keinerlei Rechnung bzw. auf Nachfrage etwas, das wie eine Rechnung
> aussieht, aber ungültig ist, weil alle möglichen Angaben fehlen und
> entweder keine MwSt.

Da man als rechtschaffender Kaufmann das also längst kennt,
wird man doch Abstand von dieser Einkaufsquelle genommen haben.

-oder etwa nicht?

von Maik .. (basteling)


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Diese versaubartelte Suchfunktion bei eBay sorgt auch bei mir für 
steigenden Frust. Auch ich suche desöfteten irgendwelche speziellen 
Ersatzteile ( und sammele auch HP Messgeräte ;) )
Was man bei klaren Suchbegriffen dann für Namens- unsd anwendungsfremden 
Kram eingeblendet bekommt - lässt einen wirklich an der sowieso schon 
immer schlechter werdenden Resterampe zweifeln. Vorher war es immer eine 
gute und verlässliche Quelle für nicht mehr regulär erhältliche 
Spezialersatzteile. Dieses eBay Deutschland = Schrott aus aller Welt - 
ist auch nicht mehr lustig.

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