Eine batteriebetriebene Schaltung nutzt einen Aufwärtswandler, um aus
ca. 3...2 V (2 Zellen) 3.3 V zu erzeugen.
Das Ganze soll per Taster manuell ein/ausgeschaltet und per
Mikrocontroller nach einiger Zeit automatisch abgeschaltet werden.
Zunächst dachte ich an einen P-Kanal MOSFET an Batterie-Plus, dessen
Gate mit Pull-Up Widerstand standardmäßig "AUS" bedeutet.
Ein Taster würde das Gate auf Masse ziehen, der MOSFET würde schalten,
der Wandler bekäme Strom, ...
Und der Mikrocontroller würde, direkt von der Batteriespannung versorgt
und im Power-Down, den Tastendruck zum Aufwachen nutzen und seinerseits
(evtl. sogar mit demselben GPIO) das Gate auf GND halten.
Das würde wohl zwei Dioden zum "entkoppeln" der Batteriespannung und der
3.3 V als Versorgungsspannung des Mikrocontrollers bedeuten (und damit
eine reduzierte Spannung für den Mikrocontroller).
Alternativ:
Der Mikrocontroller wird ebenfalls aus den 3.3 V versorgt, und muss
sofort nach Programmstart das Gate auf GND ziehen. Hier würde ein
weiterer MOSFET (N-Kanal) zur "Entkopplung" zum Einsatz kommen (sonst
würde die Batteriespannung über den Pull-up an den abgeschalteten
Mikrocontroller gelangen).
Es entfällt die Erkennung des Tastendrucks (Gatespannung) mit demselben
Pin.
Dann würde ein weiterer GPIO gebraucht, und er muss bei 3.3 Versorgung
zwischen Batteriespannung und ... AHH! Denkfehler.
Das Gate ist ja auf GND gezogen; ein weiterer Tastendruck kann so nicht
erkannt werden. Taste und Gate müssen also ebenfalls "entkoppelt"
werden.
Aber wie?
Der erste Tastendruck soll unmittelbar bewirken, dass das Gate auf GND
geht.
Der zweite Tastendruck soll mittelbar bewirken, dass das Gate auf VBat
geht.
Ich komm nicht drauf :(
Mir ist kalt schrieb:> Ich komm nicht drauf :(
Kannst du mal einen Schaltplan zeichen, wo man sieht, was du das woraus
versorgen willst.
Denn "das Ganze" soll abgeschaltet werden, aber der µC wird "direkt von
der Batteriespannung versorgt". Ist der µC nicht Teil des Ganzen?
Es müsste einen messbaren Unterschied zwischen Einschalten durch Taster
und Einschalten durch Transistor geben.
Den Taster parallel zum P-Fet und beide mit Dioden in Serie? Senkt auch
die Batteriespannung, wird aber durch den Schaltregler kompensiert.
Im Anhang mal eine grobe Skizze.
Hallo MaWin,
der 74HC14 ist dauerhaft aus der Batteriespannung gespeist und
flip-flopt den P-Fet? Der Mikrocontroller in der Schaltung müsste dann
per GPIO den Taster kurzschließen, um sich nach einiger Zeit selbst
abzuschalten.
Lothar M. schrieb:> Denn "das Ganze" soll abgeschaltet werden, aber der µC wird "direkt von> der Batteriespannung versorgt". Ist der µC nicht Teil des Ganzen?
Das ist eine der Optionen.
Der Mikrocontroller könnte direkt aus der Batteriespannung gespeist
werden. Ist etwas mehr Software-Aufwand (muss in low-power mode versetzt
werden und benötigt dann einen Interrupt zum aufwachen).
Wenn er auch vom Schaltregler versorgt wird, muss man sich darüber keine
Gedanken machen.
Mir ist kalt schrieb:> Eine batteriebetriebene Schaltung nutzt einen Aufwärtswandler, um aus> ca. 3...2 V (2 Zellen) 3.3 V zu erzeugen.> Das Ganze soll per Taster manuell ein/ausgeschaltet und per> Mikrocontroller nach einiger Zeit automatisch abgeschaltet werden.
Einschalten per Knopf, Selbsthaltung und automatische Abschaltung geht
mit einem einzigen µC-Pin. Angehängt meine Variante des Ohmmeters von
Zabex (http://www.zabex.de/site/ohmmeter.html). Der Stepup auf 5V
(MCP1640) wird per Taster S1 eingeschaltet. Der µC gibt dann ein H auf
PD0 aus und der Krempel bleibt an. Ausgeschaltet wird ausschließlich per
Timeout, indem PD0 auf L geschaltet wird.
Wenn man mit dem Taster auch ausschalten will, muß man einen weiteren µC
Pin mit ADC Funktionalität "opfern", der die Spannung direkt am Enable
Pin des Stepup mißt (mit Vcc als Referenz). Wenn der Taster gedrückt
wird, fällt die Spannung an diesem Punkt etwas ab (zumindest solange die
Batterie eine geringere Spannung hat als der Stepup erzeugt).
Einfacher wäre ein Taster mit zwei Kontakten. Da nimmt man dann einen
zum Starten des Stepup und den zweiten zum Ausschalten. Den kann man
dann herkömmlich auswerten.
Harlekin schrieb:> Ist noch ein kostbarer Input Pin frei? Dann ginge angehängte Schaltung.
Danke, ja, allerdings wird das Gate dann lediglich auf die Flußspannung
heruntergezogen. Ich probiere es mal aus, es könnte für den Mosfet
reichen...
Axel S. schrieb:> Der Stepup auf 5V> (MCP1640) wird per Taster S1 eingeschaltet.
Danke, zwar hat mein Schaltregler auch einen Enable, allerdings braucht
er auch abgeschaltet etwa 200 uA - das ist mir zu viel.
Mir ist kalt schrieb:> Axel S. schrieb:>> Der Stepup auf 5V>> (MCP1640) wird per Taster S1 eingeschaltet.>> Danke, zwar hat mein Schaltregler auch einen Enable, allerdings braucht> er auch abgeschaltet etwa 200 uA - das ist mir zu viel.
Das ist auch zu viel. Muß das so? Sonst nimm halt einen Stepup, der mit
weniger Standby-Verbrauch auskommt. Ein extra Schalter in der Versorgung
muß nicht sein. Braucht Platz, kostet Geld und verschwendet Energie.
Die Schaltung oben zieht ausgeschaltet 1.3µA aus dem Akku (MCP1640 und
TP4056 zusammen). Dann reicht der Akku rein rechnerisch für über 70
Jahre Standby :)
Axel S. schrieb:
> Angehängt meine Variante des Ohmmeters von Zabex
Off topic: Kannst Du mal bitte ein Foto des Aufbaus (Gehäuse, Platine,
Meßkontakte) zeigen? Vielen Dank.
Harlekin schrieb:> Hat er mit einem Link bereits gemacht.> Axel S. schrieb:>> ...(http://www.zabex.de/site/ohmmeter.html)...
Dank, aber das kenne ich bereits. Ich möchte aber gern den Aufbau von
Axel sehen, weil er meist sehr solide, geschickt einfache Lösungen
wählt.
Tippgeber schrieb:>> Ich möchte ... gern den Aufbau von Axel sehen, weil er meist> sehr solide, geschickt einfache Lösungen wählt.
Wenn du mich schon so bauchpinselst ... bitte sehr:
Beitrag "Ohmmeter nach Zabex"
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