Verhalten eines Selbstbau-Netzteils in Strombegrenzung

Gast #6136645
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Hallo Kenner,

nachdem mir mein altes Labornetzteil auf Basis des LM723 nicht mehr 
gefallen hat, habe ich mich eine Weile belesen, einiges probiert und 
dann eine Schaltung auf Basis dieses Artikels aus dem 
Elektronik-Kompendium aufgebaut.
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kdarl2.htm
In der Version für höhere Spannungen, weil ich die selbe Topologie dann 
später für deutlich höhere Spannung nutzen will.
Derzeit ist es auf 30V und über den Daumen 2A ausgelegt.
Herausgekommen ist der Anhang.
Zunächst auf Breadboard. Die Spannungsregelung funktioniert sehr gut, 
Lastwechsel habe ich noch nicht getestet, weil ich ein Problem hab, wenn 
das Netzteil den Strom begrenzt. Zuerst war alles super, der 
Maximalstrom wurde erreicht, die Spannung stieg nicht weiter und blieb 
wie festgenagelt. So habe ich es auch erwartet und mir gewünscht. Dass 
T3 stetig den Strom für T1 wegnimmt, nicht "schaltend".
Einen Tag später habe ich dann weitergetestet und seit dem fängt es an, 
am Ausgang zu schwingen, sobald es sich dem max. Strom annähert. Diese 
Schwingung wird um so größer, je größer der Lastwiderstand ist. Auch ein 
kompletter Neuaufbau mit "funktionierender" Schaltung bringt nicht das 
alte Ergebnis.
Ich hab es trotzdem auf Lochraster aufgebaut, um parasitäre Störungen zu 
verringern, das brachte aber keinen Unterschied.
Testweise habe ich mal einen Bleiakku angeschlossen und geladen, da sind 
es etwa 260mVss bei im Mittel 13,xV. Das ganze mit dem TL072 bei 800kHz, 
mit dem LM358 140mVss und etwa 350kHz.
Testweise hab ich C2 in der Gegenkopplung mal deutlich vergrößert in der 
Hoffnung, dass ich das ganzedamit soweit verlangsame, dass es weniger 
schwingt, da hat sich aber nicht geändert. Was hilft, ist C3 zu 
vergrößern, dann dauert es aber ewig, bis sich die Sollspannung beim 
Einstellen verkleinert. Mir ist auch klar, warum das so ist.

Hier dann meine Fragen:
-Ist das so normal und ich mache mir Gedanken über Dinge, über die ich 
mir keine Gedanken zu machen brauche?
-Warum bringt ein größeres C2 keine Besserung?
-Wenn nein, wie bekomme ich das gelöst?

-Und Bonus: Ursprünglich gab es R11 nicht, dann wurde der OPV durch den 
Kurzschluss aber sehr warm. Das soll er laut Datenblatt zwar vertragen, 
es war mir aber nichts. Mit R11 ist der Ripple doppelt so groß wie 
vorher. Warum? C2 wird doch über den Ausgang des OPV und R6 geladen, da 
hat R11 doch keinen Einfluss drauf?

(Es gibt noch ein bisschen Schaltung außen herum. VCC sind 34V, die 15V 
kommen von einem LM317, daraus mach ich 5V mit einem 7805, daraus -5V 
mit einem 7660. Der OPV bekommt 15v und -5V, die 5V gehen auf einen ADC, 
der dann galvanisch getrennt Werte liefern soll für die Anzeige. ADC und 
ein TL074 für die Messwertaufbereitung sind noch nicht gesteckt, 
letztere läuft mit Spannungsfolgern, beeinflusst die Schaltung also so 
nicht weiter, deswegen habe ich sie nicht mit gezeichnet)

Vielen Dank für Eure Antworten

MKr
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Gast #6136652
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Ich vermisse bei der Strombegrenzung irgendeinen Kondensator, der 
Schwingneigung unterbindet. Du hast da im Prinzip vier Transistoren 
hintereinander, deren Verstärkungsfaktoren sich multiplizieren.

Wenn man ohne Tiefpass so sehr verstärkt, ist das keine Überraschung.
Gast #6136660
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Mein Fehler, das oben soll der finale Stand sein, derzeit ist es dieser 
zum Testen, auf etwa 100mA begrenzt. Später sollen die 2A dann auch über 
das Poti fließen. Ich sehe da aber kein Problem, weil die 2A ja nur 
fließen, wenn das Poti gegen 0R geht. Ansonsten fließt ja weniger Strom. 
Und so sieht das Poti in jedem Fall nicht mehr als 2W.
Das wäre später noch eine Frage gewesen betreffs dieses Potis, ich lasse 
mich aber gern eines besseren belehren.
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#6136687
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Unabhängig von dem, was schon gesagt wurde:

Ich würde zwischen Basis und Emitter von Q1 noch einen Widerstand 
spendieren, damit auch ohne Last am Ausgang Q1 sicher sperren kann 
(Ableitung des Kollektor-Reststroms von T1).
Wahrscheinlich werden das einige als unnötigen Luxus ansehen, aber es 
kostet fast nichts und macht die Sache sicherer - besonders bei höheren 
Temperaturen.
Gast #6136692
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MKr schrieb:
> Der OPV soll nicht in Sättigung gehen?

Natürlich nicht, denn auch das verursacht Schwingungen und macht ihn 
ausserdem Träge.

Stell Dir mal vor, der OP sagt "mehr leiten, wir brauchen mehr 
Spannung!" und die Strombegrenzung arbeitet dagegen "nein, weniger 
leiten, der Strom ist zu hoch".

Dann geht der OP in die Sättigung. Wenn danach die Stromaufnahme der 
Last sprunghaft geringer wird, bekommst du einen Überschwinger mit zu 
hoher Spannung, weil der OP noch im "wir brauchen mehr Spannung!" Modus 
hängt. Bis der die Überspannung bemerkt, dauert es eine Weile.
Gast #6136697
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Statt T3 kannst du für die Strombegrenzung auch noch einen zweiten OPV 
nehmen. Die Referenzspannungserzeugung dafür hast du ja schon durch den 
TL431. Dann müssen auch nicht mehr 27 Watt mit einer Dropspannung von 13 
Volt am 6R8 Widerstand verheizt werden. Dann genügt auch schon ein 0R68 
Widerstand.
Gast #6136701
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Stromberg B. schrieb:
> Statt T3 kannst du für die Strombegrenzung auch noch einen zweiten OPV
> nehmen.

Über so etwas hatte ich auch schon nachgedacht, aber keine Idee, wie ich 
das dann mit dem Rest verbinden soll.

Stromberg B. schrieb:
> Dann müssen auch nicht mehr 27 Watt mit einer Dropspannung von 13
> Volt am 6R8 Widerstand verheizt werden. Dann genügt auch schon ein 0R68
> Widerstand.

Ist die Spannung über R4 durch die Basis-Emitter-Spannung auf etwa 0,7V 
begrenzt?
Gast #6136704
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MKr schrieb:
> Was macht das für ienen Unterschied? zwing ich den OPV dadurch nicht
> dazu, eine höhere Ausgangsspannung zu liefern, um den nötigen Basisstrom
> Am Ende für Q1 zu liefern?

Ja, genau darum geht es. Du hast durch T1 die Schleifenverstärkung sehr 
vergrößert, daher reicht die Frequenzgangkorrektur des OPV nicht mehr 
aus, um die Schaltung stabil zu bekommen. Du musst also die zusätzliche 
Verstärkung irgendwie wieder beseitigen. Dabei hilft die Gegenkopplung 
durch den Emitterwiderstand.
Gast #6136706
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ArnoR schrieb:
> Ja, genau darum geht es. Du hast durch T1 die Schleifenverstärkung sehr
> vergrößert, daher reicht die Frequenzgangkorrektur des OPV nicht mehr
> aus, um die Schaltung stabil zu bekommen. Du musst also die zusätzliche
> Verstärkung irgendwie wieder beseitigen. Dabei hilft die Gegenkopplung
> durch den Emitterwiderstand.

Wenn der OPV dann also mehr Spannung liefern muss, dann zwinge ich ihn 
doch wieder dazu, in Sättigung zu gehen? Oder mache ich das ganze 
dadurch wieder so langsam, dass es nicht mehr überschwingt?
Gast #6136714
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Dietrich L. schrieb:
> Ich würde zwischen Basis und Emitter von Q1 noch einen Widerstand
> spendieren, damit auch ohne Last am Ausgang Q1 sicher sperren kann
> (Ableitung des Kollektor-Reststroms von T1).
> Wahrscheinlich werden das einige als unnötigen Luxus ansehen, aber es
> kostet fast nichts und macht die Sache sicherer - besonders bei höheren
> Temperaturen.

Gegen Luxus habe ich nichts. Der Widerstand kann sehr groß sein, weil 
der Reststrom sehr gering ist, richtig? Ich hätte jetzt an 100k gedacht?
Gast #6136734
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Parallel zur Kollektor Basis Strecke von T1 könnte man einen 
Optokopplertransistor schalten. Dann funktioniert bei hohen Spannungen 
auch wieder der R2 Widerstand in der Emitterleitung von T1.
Der OPV steuert dann über den 1k5 Widerstand nur die LED vom Optokoppler 
an. Die Strombegrenzung greift weiterhin zwischen dem 1k5 Widerstand und 
der Opto-LED ein.
Gast #6136736
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Stromberg B. schrieb:
> Parallel zur Kollektor Basis Strecke von T1 könnte man einen
> Optokopplertransistor schalten. Dann funktioniert bei hohen Spannungen
> auch wieder der R2 Widerstand in der Emitterleitung von T1.
> Der OPV steuert dann über den 1k5 Widerstand nur die LED vom Optokoppler
> an. Die Strombegrenzung greift weiterhin zwischen dem 1k5 Widerstand und
> der Opto-LED ein.

Quasi ein Darlington aus Optokoppler und Bipolartransistor?
Der OPV steuert den Optokoppler an und der liefert den Basisstrom für 
T1?
Gast #6136743
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R2 in der Emitterleitung von T1 verringt die Verstärkung dann soweit, 
dass das ganze wieder nicht mehr schwingt und du vermisst auch keinen 
Kondensator in der Strombegrenzung mehr?

Und wie würde die Strombegrenzung mit OPV aussehen?
Gast #6136775
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-Transistoren umbenannt
-Widerstand R1 zwischen Emitter und Basis von T2 ergänzt
-Strombegrenzung überarbeitet, Strom fließt nicht mehr über das Poti
-C1 um Strombegrenzung zu verlangsamen
-R2 in Emitterleitung von T1

Bauteile sind nicht alle mit Größen belegt, weil es mir erstmal um das 
Prinzip geht.

Den OptoTransistor würde ich in dieser Version weglassen, für die 400V 
dann aber einfügen.

Neue Meinungen?
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#6137609
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MKr schrieb:
> Der Widerstand kann sehr groß sein, weil
> der Reststrom sehr gering ist, richtig? Ich hätte jetzt an 100k gedacht?

Ich würde ihn 10...20 mal so groß wie R2 machen.
Denn was mir noch einfällt: neben Ableitung des Reststroms verbessert 
der Widerstand auch die Eigenschaft des Regelkreises: der Basisstrom 
wird besser "ausgeräumt" und der Transistor kann schneller sperren.
Gast #6137689
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MKr schrieb:
> Ist das so normal

Natürlich schwingt die Schaltung

Du hast gnadenlos Schleifenverstarkung durch T1 und Q1, da reichen die 
100p von C2 niemals.

Auch ist bei der ungünstigen Schaltung (spannungsstabil nur wenn der 
OpAmp es ausregelt) 10uF am Ausgang zu klein.

Erstmal Grundlagen in Regelungtechnik, dann LTSpice zum Simulieren. 
Dabei geringe Leitungsinduktivität mitsimulieren bei unterschiedlichen 
Lasten, und Stabilitätskriterien beachten.

68W mit 1 2N3055 verblasen zu wollen ist auch optimistisch.
Und ungeschickterweise einen TL071 damit man eine negative Versorgung 
braucht die jede Menge Pronleme macht (34+5V am OpAmp) klingt auch wie 
ein Schuss ins Knie.
Gast #6137715
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MaWin schrieb:
> da reichen die 100p von C2 niemals.

C2 habe ich brechstangenmäßig auch schon auf 680n erhöht gehabt. Da 
würde ich eine Änderung erwarten. Die gab es aber nicht. Ich lasse mich 
aber gern korrigieren

MaWin schrieb:
> 10uF am Ausgang zu klein

Vergrößere ich den Ausgangselko, sinkt die Spannung bei offenem Ausgang 
sehr langsam. Bis zu einem gewissen Grad mag da noch Luft sein.

MaWin schrieb:
> dann LTSpice zum Simulieren.

Habe ich getan. Zugegeben ohne die Leitungsinduktivität, schon weil ich 
keine Vorstellung über deren Größe habe. Da gab es keinerlei Schwingung

MaWin schrieb:
> 68W mit 1 2N3055 verblasen zu wollen ist auch optimistisch.

Im alten Netzteil (dem mit LM723) sollte er 3A schaffen. Den Kurzschluss 
hat er bei mir nie überlebt, deswegen auch der Neubau. Da konnte ich 
aber auch 100mA einstellen und er wurde gehimmelt. Sobald der Ausgang 
deutlich unter 1,25V gezwungen wurde, war Schluss. Ein Kumpel hat das 
selbe Netzteil gebaut gehabt, da hat der 3055 das überstanden.

MaWin schrieb:
> Und ungeschickterweise einen TL071 damit man eine negative Versorgung
> braucht die jede Menge Pronleme macht (34+5V am OpAmp) klingt auch wie
> ein Schuss ins Knie.

Der 072 sollte es sein wegen der JFET-Eingänge. Der ist aber nicht 
unbedingt gesetzt. Und sieht gar keine 34V, sondern +15 und -5V
Gast #6137746
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MKr schrieb:
> Vergrößere ich den Ausgangselko, sinkt die Spannung bei offenem Ausgang
> sehr langsam.

Das könnte man mit einem Pull-Down Widerstand ändern. Der wäre sowieso 
hilfreich, die Regelung im Bereich geringer Lastströme zu stabilisieren.

So ein Klopper Transistor tut sich ein bisschen schwer, Ströme im µA 
Bereich zu regeln.

Ich hatte über 20 jahre lang ein Labornetzgerät für 30V 3A mit zwei 
2N3055. Das war nicht kaputt zu kriegen. Am Ende landete es im Müll, 
weil die Drehspulinstrumente und Potis verschlissen waren und ich Bock 
auf was neues hatte.
Gast #6137757
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> MKr schrieb:
>> Vergrößere ich den Ausgangselko, sinkt die Spannung bei offenem Ausgang
>> sehr langsam.
>
> Das könnte man mit einem Pull-Down Widerstand ändern. Der wäre sowieso
> hilfreich, die Regelung im Bereich geringer Lastströme zu stabilisieren.
>
> So ein Klopper Transistor tut sich ein bisschen schwer, Ströme im µA
> Bereich zu regeln.
>
> Ich hatte über 20 jahre lang ein Labornetzgerät für 30V 3A mit zwei
> 2N3055. Das war nicht kaputt zu kriegen. Am Ende landete es im Müll,
> weil die Drehspulinstrumente und Potis verschlissen waren und ich Bock
> auf was neues hatte.

Wie müsste ich den Pulldown denn einfügen? Parallel zu R7, R8 und R5? 
Dann kann ich doch genauso gut die Widerstände alle um den Faktor 10 
(z.B.) verringern?
Gast #6137791
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Nach verheiraten meiner Schaltung und der von Stromberg geliehenen:
-VR1 liefert 3V. Auf den Ausgang bezogen, damit die Referenzspannung 
unabhängig vom Spannungsabfall an R4 ist und damit die Ausgangsspannung 
unabhängig vom Laststrom bleibt.
-VR2 war sowieso vorhanden als massebezogene Referenz für den ADC. Die 
dann jetzt also doppelt genutzt wird zusätzlich als Referenz für den 
Strom
-der AusgangsElko ist 10x so groß, der genaue Wert muss dann wohl 
getestet werden
-Der Spannungsteiler entsprechend um den Faktor 10 kleiner
-Jetzt habe ich keine Idee, wo C1 hin muss, damit Stromregelung 
verlangsamt wird. Wie man einen Komparator verlangsamt, weiß ich nicht.
Gast #6137922
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Zu Einstellern, wie Poti R10 gab es früher in einer Bauanleitung noch 
ein paar Hinweise zum Fail-Safe Verhalten.
Der Anschluss, der zu Pin2 des Potis ging bekam noch einen Widerstand in 
Richtung Masse von meist ab dem zehnfachen des Potiwertes. Das sollte 
sicherstellen, das wenn der Schleifkontakt abheben sollte, die 
Ausgangsspannung nicht hoch springt. Dann sollte das Innenleben des Poti 
angesehen werden. Es sollte der Kontaktteil, falls der Schleifer sich 
durch die Kohleschicht durchschleift an Pin3 liegen. Ebenfalls aus dem 
Grunde, dass die Ausgangsspannung nicht hoch springt.
Gast #6137932
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Guter Punkt, der auch nichts kostet. Dann würde in dem Fall der 
Schleifer auf Masse gezogen.
Was sagt die Erfahrung? Wie wahrscheinlich ist dieser Fehlerfall?
Braucht man das bei "einfachen" Schaltungen?
Ich habe so etwas noch nirgends gesehen. Und auch, wenn ich weniger 
gesehen habe als die meisten hier, habe ich schon ein paar Schaltungen 
gesehen

Hier werde ich es aber ergänzen
Beitrag #6137947 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6137953 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6137964
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MKr schrieb:
> Und sieht gar keine 34V, sondern +15 und -5V

Ich hätte den Schaltplan länger studieren sollen. Stattdessen habe ich 
die Zeit mit 2 Schaltplänen verbracht, in denen von LM317, 7805 und 
ICL7660 nichts zu sehen war.

Auch die Überschrift: es schwingt wenn es in der Strombegrenzung ist. Da 
ist C2 gar nicht in der Regelschleife. Aber der Ausgangselko.
Gast #6137983
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MaWin schrieb:

> Auch die Überschrift: es schwingt wenn es in der Strombegrenzung ist. Da
> ist C2 gar nicht in der Regelschleife. Aber der Ausgangselko.

Wenn C2 nicht in der Regelschleife ist, welche Aufgabe hat er dann? Ist 
der nicht Teil der Gegenkopplung und sorgt dafür, dass hohe Frequenzen 
nicht so stark verstärkt werden, dass die Regelung also verlangsamt 
wird?
Gast #6138001
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Der C2 hat nur 100pF. IC1b arbeitet hier hart (schaltend) als 
Komparator. C2 ist da erst wirksam ab einigen MHz.

Wenn anstelle von C2 eine Kombination von R und C in Serienschaltung 
einbringst, dann wird das ein PI-Regler. Mit R wird die Verstärkung so 
eingestellt, dass diese nicht zu groß wird und das Ganze schwingt.
Gast #6138007
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Dieter schrieb:
> IC1b arbeitet hier hart (schaltend) als Komparator.

Wäre es dann nicht sinnvoll, IC1b in den linearen Betrieb zu überführen? 
Oder regeln die beiden OPVs dann gegeneinander?

Ich wüsste allerdings nicht, wie ich den linear kriegen könnte, weil ich 
nicht weiß, was ich da sinnvoll gegenkoppeln soll.
Gast #6138008
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Linear schrieb:
> Du weisst ja, was du tust. ;->

Ich befinde mich auf Gelände, dass ich nicht durchgehend verstehe. 
Deswegen bin ich hier. Ich wollte auch nicht sagen, dass der Einwand 
falsch wäre. Ich wollte nur sagen, was vorher meine Beobachtung war. Und 
der Einwand kam vorher noch von niemand anderem
(Firma: matzetronics) #6138451
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MKr schrieb:
> Der 072 sollte es sein wegen der JFET-Eingänge. Der ist aber nicht
> unbedingt gesetzt. Und sieht gar keine 34V, sondern +15 und -5V

Warum müssen es in einem Netzteil unbedingt J-Fet Eingänge sein? Der 
TL072 mag ja für alte Audio Dinge usw. so mittel brauchbar sein, aber in 
einem Netzteil hat er m.E. nichts zu suchen.
Er macht im Extremfall Phase-Reversal, ist langsam, schafft nicht 
wirklich viel Strom am Ausgang und lag wahrscheinlich einfach in der 
Bastelkiste.

Entweder nimmt man dann wirklich den LM324/LM358, der wenigstens 0V am 
Eingang versteht und dabei nicht an der Phase rummanscht, oder einen 
modernen R2R OpAmp.
#6138499
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Solche Schaltungen sind berüchtigt fürs Durchgehen (Secondary 
breakdown), inbesondere bei hartem Kurzschluß. Grund ist der zu langsame 
Pfad bis zur Abschaltung.

Nimm den Klassiker mit 2 OPVs für Strom und Spannung, die über 2 Dioden 
den Leistungs-FET abregeln.
Man braucht zwar eine extra Spannungsversorgung für den OPV, aber dafür 
ist sie sehr stabil und robust. Der Übergang von Konstantspannung zu 
Konstantstrom ist schön rechteckig.
Gast #6138516
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MaWin schrieb:
> Er ist Teil der Spannungsregelschleife, aber nicht Teil der
> Strombegrenzungsschleife.

Ich bin davon ausgegangen, dass die Spannungsregelung während der 
Strombegrenzung auch aktiv ist. Dass die Spannungsbegrenzung die 
"Hauptregelschleife" ist und die Strombegrenzung deren Parameter 
variiert

Matthias S. schrieb:
> Warum müssen es in einem Netzteil unbedingt J-Fet Eingänge sein?
Weil mir deren Hochohmigkeit sehr zusagt

> schafft nicht wirklich viel Strom am Ausgang
Brauche ich diesen großen Strom denn? Reichen wenige mA nicht dicke aus?

> und lag wahrscheinlich einfach in der Bastelkiste.
Das tat er tatsächlich

> Entweder nimmt man dann wirklich den LM324/LM358, der wenigstens 0V am
> Eingang versteht und dabei nicht an der Phase rummanscht, oder einen
> modernen R2R OpAmp.
Was bringt mir ein OPV, der GND am Eingang versteht, wenn er eine 
negative Versorgung bekommt? Abgesehen davon, dass ich mir diese 
negative Versorgung sparen könnte?

Versteht meine Fragen und "Widersprüche" bitte nicht als Unbelehrbarkeit 
o.ä. Ich komme mit meinem Wissen nicht weiter und bin hier, um zu 
lernen. Und deswegen Frage ich nach. Weil ich nicht nur eine Lösung 
haben möchte (dann hätte ich gleich was fertiges kaufen können), sondern 
verstehen möchte, warum was wie sein soll. Ich bin gerne bereit, 
Bauteile zu wechseln oder Funktionsblöcke der Schaltung zu 
ändern/verwerfen/ergänzen
#6138537
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Matthias S. schrieb:
> Warum müssen es in einem Netzteil unbedingt J-Fet Eingänge sein?

z.B. weil er hochohmig ist.

> Der
> TL072 mag ja für alte Audio Dinge usw. so mittel brauchbar sein, aber in
> einem Netzteil hat er m.E. nichts zu suchen.

und läuft problemlos in LNG wie 741, 5534, OP07, OP27 und hunderte 
weitere.

> Er macht im Extremfall Phase-Reversal,

und genau den Extremfall vermeidet ein Hardware-Entwickler durch das 
korrekte Schaltungsdesign.
BTW: ein Thema,das seit Zeiten des 741 "abgefrühstückt" ist, also: olle 
Kamelle.

> ist langsam,

es braucht keine GHz-BW OPV zwingend  für ein Netzteil :)

> schafft nicht
> wirklich viel Strom am Ausgang

jedes NT hat eine (diskrete) externe Leistungsstufe. 10mA vom OPV sidn 
mehr als genug .-)


> und lag wahrscheinlich einfach in der
> Bastelkiste.

Ja, so wie bei vielen von uns :)
Gast #6138551
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MKr schrieb:
> Ich bin davon ausgegangen, dass die Spannungsregelung während der
> Strombegrenzung auch aktiv ist. Dass die Spannungsbegrenzung die
> "Hauptregelschleife" ist und die Strombegrenzung deren Parameter
> variiert

Tut sie in der Schaltung aber nicht.

Der Spannungsregler-OpAmp geht bei Strombegrenzung an den oberen 
Anschlag (mit entsprechend mieser Erholzeit).

Glücklicherweise ist der Einsatz der Strombegrenzung in der Schaltung 
extrem weich, der Knick nicht scharfkantig, so daß ein grosser (auch 
zeitlich) Übergang zwischen Stromregelung und Spannungsregelung ist.

Leider ist dadurch weder Stromregelung noch Spannungsregelung besonders 
gut.

Andrew T. schrieb:
>> Warum müssen es in einem Netzteil unbedingt J-Fet Eingänge sein?
>
> z.B. weil er hochohmig ist.

OpAmps sollten zur Quellimpedanz passen. Bis ca. 100k sind bipolare 
besser, ab 100k sind FET besser angepasst. Seine Schaltung hat 10k, der 
TL072 also eine klare Fehlentscheidug. Seine 13V/us schaffen auch 
bipolate wie MC34072. Nein, das ist kein TL072 von Motorola/OnSemi wie 
die Nummer vermuten lassen könnte, sondern bipolare genau so schnell, 
aber single supply.

Alle Grundlagen zu Netzteilen wurden doch hinreichend zusammengetragen:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
Gast #6139103
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Genau so ist es. Ein Übungsobjekt das dann auch wirklich häufiger 
verwendet wird.

Ersetze C1 100p versuchsweise durch die Reihenschaltung von 47nF und 
100k Trimmer. Mit dem Trimmer sollte man schön von instabil zu stabil 
verstellen können.

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