Frequenzbereich für SWR-Meter

Gast #6181164
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Ich habe einige SWR-Geräte, einige für CB, dann für den Breich
1-30MHz und welche für 100-500MHz (2m/70cm).

Die sind eigentlich alle gleich aufgebaut:
Ein und Ausgang sind einfach durchgeschleift und die SWR + Power Messung
findet auf einer parallellinie statt, da ist dann jeweils eine diode, 
ein widerstand und ein kondensator.

Meine Frage:
Warum geht nicht jedes Messgerät von 1-500 MHz oder noch höher?
Das kann doch nur an den 2 Dioden liegen, weil der rest ist im grunde
mehr oder weniger identisch aufgebaut.
#6181179
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Nein, die Dioden unterscheiden sich nicht wesentlich, da steckt einfach 
Know-how drin, wie die Koppelleitungen mechanisch aufgebaut sein müssen.
Ein Richtkoppler für Kurzwelle funktioniert auf höheren Frequenzen auch 
noch irgendwie, aber die technischen Daten, vor allem die Richtschärfe 
werden schlechter.

https://www.microwaves101.com/encyclopedias/directional-couplers
Die Koppler haben oft nur einen sehr begrenzten Frequenzbereich, in dem 
sie gut funktionieren
https://www.microwaves101.com/encyclopedias/coupled-line-couplers
Gast #6181221
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Du mußt dich erst mal vorstellen was überhaupt die Stehwelle
auf einer Leitung ist. Wenn du entlang einer Leitung ohne
Stehwelle, die HF-Spannung misst, ist sie an jeden Punkt
gleich groß. Bei einer Fehlanpassung der Leitung gibt es
Stehwellen. Das bedeutet wenn du nun entlang der Leitung
die HF-Spannung misst, gibt es abwechselnt Spannungsmaxima
und Spannungsminima. Man sagt auch Spannungbäuche und
Spannungsknoten. Die Abstände dieser Spannungbäuche und
Spannungsknoten oder auch Strombäuche und Stromknoten
ist Frequenzabhängig. Bei niedrigen Frequenzen liegen
sie weit auseinander. Deshalb wird das SWR-Meßgerät nach
niedrigen Frequenzen hin immer unempfindlicher. Man braucht
deshalb für verschiedene Frequenzbereiche unterschiedlich
konstruierte SWR-Meßgeräte.
Beitrag #6181312 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6181402 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6181417
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Günter Lenz schrieb:
> Deshalb wird das SWR-Meßgerät nach
> niedrigen Frequenzen hin immer unempfindlicher. Man braucht
> deshalb für verschiedene Frequenzbereiche unterschiedlich
> konstruierte SWR-Meßgeräte.

Es gibt auch sehr Breitbandige Messbrücken, die können aber in der Regel 
keine Sendeleistung von mehr als 100mW.

http://www.dl2khp.de/shack-funkraum/swr-messbruecke.html

Breitbandige Messbrücken gibt es auch in Netzwerkanalysatoren.
Gast #6181419
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Daniel V. schrieb:
> Warum geht nicht jedes Messgerät von 1-500 MHz oder noch höher?
> Das kann doch nur an den 2 Dioden liegen, weil der rest ist im grunde
> mehr oder weniger identisch aufgebaut.

Richtkoppler sind Frequenzabhängig.Die Kalibrierung findet im 
spezifiziertem Messbereich statt und garantiert dir letztendlich die 
bessere Genauigkeit.Der Richtkoppler ist auch im geringen Umfang 
Abgleichbar. Praktikable Genauigkeiten bei günstigen Messgeräten erzielt 
man am einfachsten schmalbandig.
#6182454
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Hallo zusammen, hallo Daniel.

Die in den vielen obigen Beispiele angeführten Brücken sind prima aber 
für den alltäglichen Betrieb weniger geeignet. Das ist was zum Messen -> 
eher Kleinsignal.

Suche mal im Net nach 'Bruene-Koppler': das sind die Teile für den 
täglichen Betrieb; von Watts -> Kilowatts.

Hier stellvertretend für viele andere:
https://dl6gl.de/swr-messbruecke-mit-software-korrektur-der-diodenkennlinie

Eine weitere Erklärung.
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=2ahUKEwjMifKQvqHoAhWOxMQBHcBtD3AQFjACegQIARAB&url=http%3A%2F%2Fwww.collinsradio.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F05%2FUnderstanding-the-Bruene-Coupler-Transmission-Line-Bold.pdf&usg=AOvVaw12tBVkafoq3cAzvch6XhK7

Der Herr Bruene war übrigens ein Angestellter der Fa. Collins-Radio, die 
auch heute noch für ihre tollen Transceiver u.v.a.m. einen eigentlich 
legendären Ruf geniesst.

Und so etwas gibt es auch in diesem Forum
Beitrag "Dimensionierung Doppelloch-Ferritkern berechnen?"

Zweiter Suchbegriff:
'Stockton-Richtkoppler'

Wenn du das alles durch hast, gibt es keine Fragen mehr.
Viel Spass beim Forschen.

73
Wilhelm

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